Unschlüssigkeit wegen meines Gewichtes und GDB

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    • Unschlüssigkeit wegen meines Gewichtes und GDB

      Hallo zusammen.

      Ich bin neu in diesem Forum und wollte hier mal meine Problemchen schildern. Ich selber bin männlich und 30 jahre und habe einen BMI von ca 47. Ich bin im moment beim Arzt in Behandlung wegen:

      Athrose im Fuß oberes sowie unteres Sprunggelenk.
      Blutdruck ,den wir im moment kaum in den Griff bekommen (Messung bei ihm zb 190 zu 145, dann noch Fersensporn, tägliche Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Atemprobleme bzw Störungen (Lungentest ergab spastigen in der Lunge) und eben auch Rückenprobleme (Quetschung der Puffer im unteren Wirbelbereich (hoffe das korrekt wieder gegeben zu haben). Zum weiteren kann ich schlecht bis gar nicht laufen, da mir nach ca 10 min bereits der Rücken wie verrückt schmerz und ich dann erstmal ein paar Ibuprofen 800 reinwerfe.

      Auf grund dessen,dass ich auch Hartz 4 bekomme, gehts mir psychisch auch nicht so besonders im moment. Ich bin seit ca 3 Monaten Krankgeschrieben und ich weiss im moment nicht so recht,wie ich mich behandeln lassen kann. Mein Arzt meint, in Duisburg gibts das Bethesda Krankenhaus,was eine 1 Jährige Therapie anbietet mit Ernährungskurs ,PSychologe usw. Wir haben das beantragt, Krankenkasse sagt aber nein, da es noch andere möglichkeiten gibt.

      Ein Freund von mir meinte: Versuche doch den Erstatrag zu stellen im Bezug auf die feststellung des GDB, da dies auch bei übergewicht und deren Folgen in erwähnung gezogen werden kann. Damit wären dann solche Änträge besser zu beantragen. Ich selber bin der Meinung,dass eventuell eine Kur helfen würde. Aber generell geht es sich erstmal um den GDB. Soll ich das versuchen,oder wird das keinen Erfolg in Aussicht stellen? Wenn ja,wie gehe ich da vor? Mit dem Hausarzt oder ohne?

      Ich hoffe auf eine Antwort.

      Gruß
    • DickDU schrieb:

      Wir haben das beantragt, Krankenkasse sagt aber nein, da es noch andere möglichkeiten gibt.


      Hast du Widerspruch einngelegt? Das ist sehr wichtig, denn die Krankenkassen lehnen routinemaessig die Erstantraege ab.

      Bei GDB ist es genau so, wie ich am Fall meiner Mutter gesehen habe: Zuerst wird alles abgelehnt, und erst nach Widerspruch bewilligt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Muminfrau ()

    • Lass dich beraten.

      Gerade Krankenkassen sind ganz am Anfang recht stur. Für denn Fall, dass sich Bekannte von dir gut auskennen, hol dir Hilfe von ihnen. Kämpfen lohnt sich in deinem Fall. Widerspruch einlegen, wie Muminfrau vorhin schon schrieb ist jetzt mal das Erste. Ich drück dir die Daumen! :daumen:
    • genau- leg Widerspruch ein- das kannst du mit deinen eigenen Worten machen, du kannst aber auch den Arzt noch einmal bitten, dir zu helfen und legst dem Widerspruch entsprechende Befunde bei!
      Frag dann aber nach, ob dein Arzt das "so" macht oder ob das Attest kostenpflichtig wird und mit wieviel du rechnen musst.
      Manche Ärzte verzichten auf Ihr Honorar, wenn sie wissen, dass der Patient nicht gut bei Kasse ist!

      Gib nicht so schnell auf, viel Glück
    • Für mich nicht verständlich, dass man eine Behinderung bei sich feststellen lassen soll bei Übergewicht, wenn der Patient etwas dagegen unternehmen will.
      Ich würde auf alle Fälle Widerspruch einlegen und dann sollen sie mal offenlegen, was für Möglichkeiten sie dir bieten können um deine Beschwerden, die sicher großteils adipositasbedingt sind, in Griff zu bekommen.
      Wurde die Adipositas schon mal ärztlich unter die Lupe genommen, woran es liegt, dass du so viel Übergewicht hast?
      Wenn nein, sollte das passieren und anschließend eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.
    • Hallo Du,

      DickDU schrieb:

      (Messung bei ihm zb 190 zu 145, [...], tägliche Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Atemprobleme bzw Störungen (Lungentest ergab spastigen in der Lunge)
      wenn ich das so lese, frage ich mich, ob jemand bei Dir schon mal auf die Idee gekommen ist, Dich ins Schlaflabor zu schicken. Für all diese Symptome könnte Schlafapnoe die richtige Diagnose sein. Ich bin natürlich Laie und kann das nicht mit Sicherheit sagen, aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnen würde, das abzuklären. Und sollte ich Recht behalten, so würde Dir eine entsprechende Behandlung (CPAP-Therapie) mit Sicherheit in diesen Dingen schon einmal eine Erleichterung bringen.

      Was den Rücken betrifft: Kannst Du nicht Deinen Orthopäden fragen, ob Dir ein MTT gut täte? In Grenzen ist das nach meiner Kenntnis auch verschreibungsfähig. Auf jeden Fall könntest Du Dir dort im Rahmen einer Verschreibung für die Zeit danach auch erklären lassen, wie Du zu Hause z.B. mithilfe eines Therabandes, das man bei eBay für einen Appel und ein Ei bekommt, das Training fortsetzen kannst. Ich habe in meinen Wohnungen und im Büro überall Therabänder rumliegen und mache regelmäßig Übungen damit, weshalb ich praktisch keine Rückenprobleme habe.

      Ich habe mal Übungen für die Lendenwirbel im Wasser zusammengestellt. Drucke Dir das bitte mal aus und frage Deinen Arzt, ob Du so etwas machen darfst. Wenn ja, werden Dir diese Übungen schnell Erleichterung bringen.

      Was einen Grad der Behinderung betrifft, sehe ich das wie Evi. Das ist im Zweifel eher eine Behinderung Deiner Zukunft. Besser wäre es für Dich, wenn Du wirklich versuchen würdest, unter ärztlicher Aufsicht aufzutrainieren. Ich halte das im ersten Schritt für wichtiger als eine Gewichsabnahme ... aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

      Martina
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Hallo

      Die Schlaflosigkeit tritt eher dazu zu,dass ich absolut nicht einschlafen kann. So kommt es vor,auch wenn ich mich bewege,dass ich nicht vor 2-3 ins Bett komme und meist so gegen 8 Uhr wieder aufstehe. Ich bin dann den ganzen Tag gerädert und auch nicht wirklich Fit.

      Mtt müsste ich wirklich nachfragen. Ich kann das nur so beschreiben: Ich war ein paar Wochen an einer Waschstraße beschäftigt. Täglich 8 Stunden. Nach 4 Tagen konnte ich mich nicht mehr bewegen ,wobei ich sagen muss,dass ich bereits seit Jahren Probleme damit habe (ich habe Tankwart gelernt und dann im Lager gearbeitet ( ich gehe nun auf die 31 Jahre zu)). Jedenfalls bin ich dann zum Orthopäden und er hat sich den Rücken angesehen. Ich musste mich vor einen Aparat stellen,was dann wohl ein Röntgenfoto ?? oder wie man das nennt, gemacht hat. Dann sagte er mir,dass 2 Puffer ,die zwischen den Wirbeln sind eingedrückt sind. Würden die weiter verschleisen,würde dies ein Bandscheibenvorfall bedeuten,da dann Wirbeln oder Knochen auf Knochen reiben und dann würde ich schöne Schmerzen haben.

      Seine Diagnose war,dass ich jedenfalls keine schwere Arbeiten mehr machen darf im moment zb keine Lagerarbeiten. Jedenfalls wenn ich nun die Treppe heruntergehe und dann ein paar Meter laufe,merke ich ,dass es anfängt zu schmerzen. Wenn ich weiterlaufe wird der Schmerz so stark,dass ich mich dann recken muss.

      Dann wäre da noch die Athrose,die im moment meinem Fuß schmerzen lässt,dazu das da ein Fersensporn drin sizt,er angeschwollen ist und ich eine Entzündung drin habe.Der Fersensporn wird im moment mit einer Stromtherapie beim Hausarzt behandelt,allerdings merke ich da keine besserung.

      Ich muss übrigens noch dazusagen,dass ich nicht in ein Schwimmbad oder sowas gehen,weil ich mich davor zu unwohl fühle mich,fremden Menschen mit meinem Aussehen zu belästigen. Ich ertrage diese Blicke nicht, die mich Wütend machen und merke wie ihre Augen mich verfolgen bei jedem tritt. Sozusagen am wohlsten fühle ich mich in den eigenen vier Wänden,was dazu führt,dass ich nur 1 Freund habe und ich auch sonst keine Kontakte pflege,ausser eben ,dass ich mit meiner Freundin zusammenlebe und eben nur Kontakt zur Familie habe. Ich verkrieche mich sozusagen ins Schneckenhaus,merke aber,dass das Leben bereits seit Jahren an mir vorbeiläuft und das dies der falsche weg ist.

      Die Begründung der Krankenkasse liegt darin,dass die Therapie in dieser Einrichtung ca 1 Jahr läuft und ca 7000 Euro kosten würde. Als erstes solle ich eine Kur beantragen,solle dies nichts bringen,wäre diese Therapie der nächste Schritt.
    • Hallo Du,

      DickDU schrieb:

      Die Schlaflosigkeit tritt eher dazu zu,dass ich absolut nicht einschlafen kann. So kommt es vor,auch wenn ich mich bewege,dass ich nicht vor 2-3 ins Bett komme und meist so gegen 8 Uhr wieder aufstehe. Ich bin dann den ganzen Tag gerädert und auch nicht wirklich Fit.
      klingt nach wie vor danach, dass sich eine Untersuchung im Schlaflabor lohnen würde. Ich kenne Leute, die ebenfalls Einschlafprobleme auf Grund von Schlafapnoe hatten, weil sie unbewusst Angst vor den Atemaussetzern hatten. Was vergibst Du Dir damit, das untersuchen zu lassen? Es kostet Dich nichts und möglicherweise wird Dir geholfen. Ich bin selber Schlafapnoikerin und mein Mann ebenso. Insbesondere bei meinem Mann hat die Therapie sein Leben komplett verändert.

      DickDU schrieb:

      Dann sagte er mir,dass 2 Puffer ,die zwischen den Wirbeln sind eingedrückt sind. Würden die weiter verschleisen,würde dies ein Bandscheibenvorfall bedeuten,da dann Wirbeln oder Knochen auf Knochen reiben und dann würde ich schöne Schmerzen haben.
      Das hat er wohl ganz richtig beschrieben, aber die beste Vorsorge gegen einen Bandscheibenvorfall ist gezielter Muskelaufbau unter fachlicher Anleitung. Kieser hat diesen Werbespruch: "Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz". Das fasst es am besten zusammen.

      DickDU schrieb:

      Dann wäre da noch die Athrose,die im moment meinem Fuß schmerzen lässt,dazu das da ein Fersensporn drin sizt,er angeschwollen ist und ich eine Entzündung drin habe.Der Fersensporn wird im moment mit einer Stromtherapie beim Hausarzt behandelt,allerdings merke ich da keine besserung.
      Hast Du spezielle Schuheinlagen bekommen? Gerade beim Fersensporn bringen die im Allgemeinen sofort Hilfe, weil durch sie die Last vom Fersensporn genommen wird.

      DickDU schrieb:

      Ich muss übrigens noch dazusagen,dass ich nicht in ein Schwimmbad oder sowas gehen,weil ich mich davor zu unwohl fühle mich,fremden Menschen mit meinem Aussehen zu belästigen. Ich ertrage diese Blicke nicht, die mich Wütend machen und merke wie ihre Augen mich verfolgen bei jedem tritt.
      Das ist jetzt nicht Dein Ernst, oder? Du willst nicht ins Schwimmbad gehen, um andere nicht mit Deinem Anblick zu belästigen? Um wen geht es denn hier? Um Dich oder um die anderen? Bitte lese mal diesen und diesen Thread. Wenn Du möchtest, dass es Dir gut geht, musst Du Dich über die anderen hinwegsetzen. Diejenigen, die Dich - vermeintlich - mit ihren Blicken verfolgen, sind diejenigen, mit denen etwas nicht stimmt. Du möchtest schwimmen gehen, um Dir etwas Gutes zu tun. Sie haben kein Recht, Dir das madig zu machen. Ignoriere sie. Sie sind es nicht wert, dass Du ihnen auch nur ein kleines bisschen Beachtung schenkst.

      DickDU schrieb:

      Sozusagen am wohlsten fühle ich mich in den eigenen vier Wänden,was dazu führt,dass ich nur 1 Freund habe und ich auch sonst keine Kontakte pflege,ausser eben ,dass ich mit meiner Freundin zusammenlebe und eben nur Kontakt zur Familie habe. Ich verkrieche mich sozusagen ins Schneckenhaus,merke aber,dass das Leben bereits seit Jahren an mir vorbeiläuft und das dies der falsche weg ist.
      Ja, es ist so, wie es die Userin in dem ersten oben verlinkten Thread schreibt: Du sitzt in einem selbst gebauten Knast. Da der Knast aber selbst gebaut ist, kannst Du ihn auch jederzeit selbst abreißen. Allerdings können wir Dich dabei allenfalls unterstützend begleiten. Die Abrissbirne aktivieren musst Du schon selber.

      DickDU schrieb:

      Die Begründung der Krankenkasse liegt darin,dass die Therapie in dieser Einrichtung ca 1 Jahr läuft und ca 7000 Euro kosten würde. Als erstes solle ich eine Kur beantragen,solle dies nichts bringen,wäre diese Therapie der nächste Schritt.
      Ja, das ist das alte Spiel. Die verschiedenen Träger schieben sich die Kosten gegenseitig zu. Ich denke aber, dass Du das auch alleine schaffen kannst. Wege, die Du gehen kannst, habe ich Dir hier vorgeschlagen. Allerdings solltest Du das alles bitte nur in Absprache und unter Aufsicht Deines Arztes machen.

      Martina
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • DickDU schrieb:


      Die Begründung der Krankenkasse liegt darin,dass die Therapie in dieser Einrichtung ca 1 Jahr läuft und ca 7000 Euro kosten würde. Als erstes solle ich eine Kur beantragen,solle dies nichts bringen,wäre diese Therapie der nächste Schritt.


      Was stoert dich nun daran, eine Kur zu beantragen? Das wird deinem Ruecken vielleicht gut tun, und auch die anderen Leiden mindern. wie lange wuerde so eine Kur dauern?

      Ich war vor vielen Jahren mal fuer 3 Wochen zu einer Mutter-Kind-Kur mit meinem damals kleinen Sohn. Es ist natuerlich was ganz anderes, aber ich habe durchweg gute Erinnerungen an diese Zeit! Ein Urlaub, sozusagen. (Ich litt an Erschoepfung.)

      Wenn deine Beschwerden sich ein bisschen bessern, aber nicht ganz weg sind, kannst du danach immer noch diese Therapie beantragen.
    • DickDU schrieb:


      Ich muss übrigens noch dazusagen,dass ich nicht in ein Schwimmbad oder sowas gehen,weil ich mich davor zu unwohl fühle mich,fremden Menschen mit meinem Aussehen zu belästigen. Ich ertrage diese Blicke nicht, die mich Wütend machen und merke wie ihre Augen mich verfolgen bei jedem tritt.


      Obwohl es schon einen Thread dazu gibt, moechte ich trotzdem was Wichtiges sagen. Sei mir bitte nicht boese, aber es ist so, dass du auffaellst. Jeder normaler Mensch wuerde auf dich starren. Ich auch.

      Weisst du, die meisten Menschen sind nicht boese. Einige haben vielleicht Vorurteile, die anderen nicht. Aber keiner kann seine erste Reaktion beeinflussen, geschweige denn verbergen, wenn er einen sehr ungewoehnlichen Menschen sieht.

      Vor ein paar Monaten habe ich z.B. einen Radfahrer gesehen, dem -- buchstaeblich -- die Haelfte seines Gesichts fehlte. Kannst du dir das vorstellen?! Ich bin ein netter Mensch, und ich versuche, taktvoll zu sein, aber ich konnte im ersten Moment nichts machen: Ich habe ihn ganz entsetzt angestarrt. Es war so unerwartet, und so gruselig! Armer Mann, er aergert sich wahrscheinlich auch ueber die Blicke, aber es geht einfach nicht anders.

      Also, sei mutig! Blicke wird es immer geben. Und auch Kinder, die mit Finger auf dich zeigen und was sagen, und ihre Eltern damit in eine schlimme Situation bringen, mit der sie nicht gut zurecht kommen. Und es wird auch Leute geben, die dich dafuer verachten, wie du bist. Und es wird auch Leute geben, die Mitgefuehl mit dir haben. So ist das Leben, und so sind die Menschen. Und das ist dein Leben, das einzige, was du hast.
    • Muminfrau schrieb:

      Jeder normaler Mensch wuerde auf dich starren. Ich auch.

      Es gibt aber schon einen Unterschied zwischen dem, daß ich etwas Ungewöhnliches sehe und spontan hingucke und "starren", findest du nicht? Jemanden anzustarren ist doch eher eine bewußte Entscheidung und imho taktlos und unhöflich.

      Mein BMI ist übrigens deutlich höher als der von DickDU; ich gehe sehr gerne ins Schwimmbad und werde nur äußerst selten wirklich angestarrt.
    • Pandora schrieb:

      Mein BMI ist übrigens deutlich höher als der von DickDU; ich gehe sehr gerne ins Schwimmbad und werde nur äußerst selten wirklich angestarrt.
      Das kann ich bestätigen. Es kommt ja auch hinzu, dass man, wenn man regelmäßig schwimmen geht, immer mehr oder weniger dieselben Leute trifft. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die sich sehr schnell an meinen Anblick gewöhnen und ich dann überhaupt nicht mehr beachtet werde.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Ich meinte das Starren, das vielleicht 1 Sekunde lang dauert, oder noch weniger. Es ist trotzdem Starren, und wird von den Betroffenen so erlebt.

      Ausserdem kann ich persoenlich nichts dafuer, dass ich neugierig bin. Ja, das bin ich. Ich will die Menschen ansehen, und ich darf das.

      Ich habe keine Vorurteile, und ich moechte dicke und duenne, schoene und haessliche, der Norm entsprechende und ungewoehnliche Menschen gleichermassen ansehen duerfen und koennen.

      Ich habe vor einiger Zeit im Schwimmbad eine ungewoehnlich haessliche Frau gesehen. Sie muss ein Gendefekt haben, denke ich, ich kann es kaum beschreiben. Es war kein Down-Syndrom, ganz definitiv nicht, aber etwas, was ganz unueblich ist. Ich war nicht angewidert, keinsewegs. Aber ich wollte sie ansehen, sie war so ungewoehnlich, fast wie ein Picasso-Bild. Das habe ich kaum gewagt. Ist es nun gut, schlecht, oder neutral? Was ist richtig und was falsch? ich weiss es nicht...

      Ich merke an mir, dass ich z.B. eine Person im Rollstuhl weniger ansehe, als eine Person, die normal laeuft. Ich denke mir, vielleicht wird es falsch interpretiert. Andererseits weiss ich nicht, ob die Menschen im Rollstuhl nicht auch vielleicht daran leiden, dass sie weniger angesehen werden? Dass alle Menschen ihre Blicke woanders richten?

      Es ist fuer mich persoenlich ein noch ungeloestes Problem. Ich weiss nicht, was ich damit machen soll.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Muminfrau ()

    • Muminfrau schrieb:

      Ich meinte das Starren, das vielleicht 1 Sekunde lang dauert, oder noch weniger. Es ist trotzdem Starren, und wird von den Betroffenen so erlebt.

      Ausserdem kann ich persoenlich nichts dafuer, dass ich neugierig bin. Ja, das bin ich. Ich will die Menschen ansehen, und ich darf das.

      Ich habe keine Vorurteile, und ich moechte dicke und duenne, schoene und haessliche, der Norm entsprechende und ungewoehnliche Menschen gleichermassen ansehen duerfen und koennen.

      Ich habe vor einiger Zeit im Schwimmbad eine ungewoehnlich haessliche Frau gesehen. Sie muss ein Gendefekt haben, denke ich, ich kann es kaum beschreiben. Es war kein Down-Syndrom, ganz definitiv nicht, aber etwas, was ganz unueblich ist. Ich war nicht angewidert, keinsewegs. Aber ich wollte sie ansehen, sie war so ungewoehnlich, fast wie ein Picasso-Bild. Das habe ich kaum gewagt. Ist es nun gut, schlecht, oder neutral? Was ist richtig und was falsch? ich weiss es nicht...

      Ich merke an mir, dass ich z.B. eine Person im Rollstuhl weniger ansehe, als eine Person, die normal laeuft. Ich denke mir, vielleicht wird es falsch interpretiert. Andererseits weiss ich nicht, ob die Menschen im Rollstuhl nicht auch vielleicht daran leiden, dass sie weniger angesehen werden? Dass alle Menschen ihre Blicke woanders richten?

      Es ist fuer mich persoenlich ein noch ungeloestes Problem. Ich weiss nicht, was ich damit machen soll.


      Du hast da völlig recht!
      Wir Menschen sind "Augentiere" und wenn einfach was "Auffälliges" zu sehen ist, schauen wir! DAS hat noch gar nichts mit "Wertung" zu tun!
      Ich habe das auch lernen müssen, ich sitze als schwerstgewichtige im Rollstuhl, ich werde beschaut, aber die meisten sind tatsächlich nicht "böse", das ist der geringste Prozentsatz und damit muß man eben fertig werden!
    • Muminfrau schrieb:

      Ich meinte das Starren, das vielleicht 1 Sekunde lang dauert, oder noch weniger. Es ist trotzdem Starren, und wird von den Betroffenen so erlebt.


      Nö, das ist kein Starren. Starren ist schon länger und deutlicher. Dass manche Menschen einen Blick von einer Sekunde oder drunter als Starren erleben mögen, hat wohl eher etwas mit der Überinterpretation einer Situation zu tun.

      Mir haben in Schwimmbädern und ähnlichen Situationen oft folgende Gedanken geholfen:

      Die zahlen alle meine Miete nicht. (Das schafft Distanz und reduziert die anderen auf ein erträgliches Maß.)

      Ich bin nicht so interessant, dass sie sich ewig mit mir beschäftigen wollen. (Das reduziert mich auch ein erträgliches Maß und gibt mir Handlungsfreiheit.)

      Und falls ich doch für sie so interessant sein sollte, dann haben die eindeutig ein zu langweiliges Leben und sollten mal zusehen, dass sie selbst etwas auf die Beine stellen.
      (Das schafft wieder Distanz.)

      Ich starre bei echten Starrern auch ganz gern zurück. Das verunsichert die Meisten so sehr, dass ich meine Ruhe habe.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]