Abnehmblogs

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    • Abnehmblogs

      Ich habe das Thema hier geöffnet, weil das Internet ja auch ein Medium ist und Blogs mittlerweile aus dem Boden schießen, wie Unkraut.

      Ich blogge selbst und mir ist zunehmend aufgefallen, dass es immer mehr Abnehmblogs gibt. Oft stecken ähnliche Personen mit ähnlichen Geschichten, wie ich sie erlebt habe dahinter. Das heißt jahrelanges, erfolgloses Diäten, Übergewicht, mangelnde Selbstakzeptanz (wenn es auch offen kaum zugegeben wird).

      Ich stoße in diesem Bereich sogar auf Blogs, die nahezu magersüchtige Ideale als anzustrebendes Ziel glorifizieren. Aber meistens sind es doch Menschen mit mäßigem Übergewicht, die über ihre Methoden, ihr tägliches Essen, ihre Erfolge und Misserfolge bloggen, sich mal selbst zerfleischen oder sich auch mal freuen, wenn sie wieder abgenommen haben.

      Ständige Begleiter sind natürlich die Kommentare der Leser wie "Toll!" "Weiter so"....oder auch Tipps, die gegeben werden, um noch schneller mehr Gewicht zu verlieren. Manchmal liest man auch beleidigende Kommentare oder welche in die Richtung "Wieso will die bei 120kg nur 20kg abnehmen? Dann ist sie ja immer noch fett!"

      Ich kenne eine Bloggerin aus der "Szene" schon länger und habe sie ins Herz geschlossen, weil sie einfach eine tolle Persönlichkeit ist, die es eigentlich nicht nötig hat, sich so unter Druck zu setzen.
      Der Auslöser war bei ihr eine Untersuchung beim Arzt, auf Wunsch eines potenziellen Arbeitgebers, der natürlich sagte, was sie alles in Zukunft für Krankheiten zu erwarten hätte bei dem Gewicht. Als sie ihre Angst auf ihrem Blog schilderte, habe ich ihr eine lange Mail geschrieben mit Links zu einigen Studien, die das Gegenteil beweisen u.a. auch mit dem Link zu diesem Forum.

      Trotzdem hat sie angefangen nach dem Maßstab "fettarm, kohlenhydratarm" zu diäten. Sie schreibt zwar, dass sie vorher unkontrolliert gegessen hätte und alles in sich rein gestopft hätte und jetzt einfach nur gesünder essen wolle, allerdings finden sich auf dem Blog auch Wiegeposts etc.

      Ich habe ihr mehrfach diverse Literatur ans Herz gelegt, weil ich nicht möchte, dass sich so eine tolle Person weiter so unter Druck setzt. Irgendwie ist es mir ein Bedürfnis, dieser Frau die Augen zu öffnen.

      Hier gehts zu ihrem Blog

      Abnehmblogs gibt es in ähnlicher Form sehr viele u.a. auch in ihrer Linkliste. Unter anderem eben auch diese mit Magertendenz, wo in der Mehrheit minderjährige Mädchen schildern, was sie alles nicht essen und sonst noch so für ihre Figur machen z.B. sich Abnehmpillen besorgen. Ich habe dahingehend auch schon einige Blogs den Betreiberservern gemeldet. Ich will nicht untätig sein.

      Ich finde es bedenklich, dass auch über das Medium Internet durch Privatpersonen weiter Vorurteile, indirekte oder direkte Dickenhatz und Fitnesspropaganda betrieben wird. Und ich möchte nicht, dass sich sympathische, im Leben stehende, durchaus intelligente und attraktive Leute diesem Druck aussetzten, weil sie denken, dass sie es selbst wollen. Schlimm ist, dass die wenigen Stimmen, die sich kritisch äußern oft ungehört verschallen und die "Antreiber" überwiegen.
    • Ich kann verstehen, daß du dich sorgst. Allerdings wirst du wohl auf Granit beissen. Deine Bekannte scheint schon sehr unter dem Druck der Gesellschaft zu leiden, und Selbstbewusstsein fliegt einem leider nicht zu :( Ich finde, daß du einfach nur für sie da sein solltest, ihr immer ein offenes Ohr leihst. Das scheinst du meines Erachtens schon zu tun. Das Beenden von irgendwelchen Diäten muß von ihr kommen, die Einsicht, daß es ihr auf lange Sicht nicht gut tut.
    • Das sehe ich auch so.
      Zumindest mich würde es mich wohl ähnlich nerven, wenn mich jemand (auch jemand, der mich mag) partou davon überzeugen will keine Diät zu machen, wie mir Bemerkungen ich solle mal abnehmen auf die Nerven gehen.
      Letztlich muss es jede/r selbst entscheiden und mit den Konsequenzen seiner Entscheidung leben.
    • Ich habe früher gerne ihren anderen Blog "Pausbacke" gelesen - das Internet ist manchmal echt klein. :) Bei ihrem Abnehmblog jucken mir auch manchmal die Finger, weil Patricia geradezu ein Musterbeispiel dafür ist, dass Frank & Co Recht haben - trotz supervernünftiger Miniportionen und sehr hohem Ausgangsgewicht geht ja fast nix runter.

      Prinzipiell denke ich zwar, dass man jedem körperliche Autonomie zugestehen muss und es tatsächlich nervig/übergriffig werden kann, wenn da so ein Spielverderber den schönen Abnehmplan schlecht redet. :rolleyes: Wenn du ein gutes Verhältnis zu ihr hast, würde ich an deiner Stelle trotzdem am Ball bleiben und wenigstens ein kleines Gegenwicht zu den ganzen LCHF-Enthusiasten bieten. Viele Leute wissen überhaupt nicht, dass es jenseits der gängigen Meinung noch einen alternative, mit Studien untermauerte Sichtweise gibt. Wenn es ihr weniger um die Ästhetik, als die Gesundheit geht, könntest du ihr ja mal das Health At Every Size - Konzept nahelegen, das ja genau darauf abziehlt, ungesunde Verhaltensweisen zu verändern, auch wenn dadurch kein Gewichtsverlust erzielt wird.

      Viel Glück!
    • Saraghina schrieb:

      Ich habe früher gerne ihren anderen Blog "Pausbacke" gelesen - das Internet ist manchmal echt klein. :) Bei ihrem Abnehmblog jucken mir auch manchmal die Finger, weil Patricia geradezu ein Musterbeispiel dafür ist, dass Frank & Co Recht haben - trotz supervernünftiger Miniportionen und sehr hohem Ausgangsgewicht geht ja fast nix runter.



      Eben. Und genau der Punkt macht mich fast schon wütend. Da ist eine tolle, intelligente und hübsche Frau, die vor einem halben Jahr noch total zufrieden mit sich war und nur weil ihr ein Arzt sagt, dass sie in Zukunft mit Krankheiten zu rechnen habe, macht sie das. Sie war damals total verzweifelt, weil ihr der Arzt wohl Angst gemacht hat, draufhin schrieb ich ihr eine Mail mit zahlreichen Studien, die das Gegenteil beweisen, aber ich glaube da war ihr Entschluss schon gefallen.

      Sie liest ja auch ab und an auf meinem Blog, wo ich sowas auch ab und an mal zur Sprache bringe und ich hoffe, dass es sie zumindest stutzig macht.

      Ich bin hin und her gerissen, einerseits kenne ich sie nur übers Netz, andererseits habe ich das Bedürfnis ihr eine weitere Diätkarriere zu ersparen.
    • Sassy, stecke Deine Energien nicht darein, Leute ändern oder auf irgendeinen richtigen Weg bringen zu wollen. Wenn sie auf dezente Hinweise und Winken mit dem Zaunpfahl nicht reagiert, hast Du Dich eigentlich schon genug eingemischt und würdest mit jedem weiteren Versuch eher das Gegenteil dessen erreichen, was Deine Intention war, weil sie sich bedrängt fühlen und abwehren könnte.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • kampfzwerg schrieb:

      Sassy, stecke Deine Energien nicht darein, Leute ändern oder auf irgendeinen richtigen Weg bringen zu wollen. Wenn sie auf dezente Hinweise und Winken mit dem Zaunpfahl nicht reagiert, hast Du Dich eigentlich schon genug eingemischt und würdest mit jedem weiteren Versuch eher das Gegenteil dessen erreichen, was Deine Intention war, weil sie sich bedrängt fühlen und abwehren könnte.


      Völlig d'accord - ich halte mich bei so etwas auch immer zurück. Ich kann meine Sicht der Dinge schildern - seinen Weg muss eh jeder alleine finden.

      Ich maße mir auch nicht an, zu wissen, was für andere richtig ist.

      Mir ist klar, dass Du nur helfen möchtest und es nur gut meinst - aber gut gemeint ist eben nicht immer gut

      LG
      Hummelchen
    • Schwieriges Thema; einerseits halten wir hier auch nichts von penetranten Missionen und sollten uns daher da raus halten. Andererseits, wenn wir selbst von einer Sache direkt betroffen sind - so wie Martina von der AC - und schlechte Erfahrung damit gemacht haben, sollten wir da nicht unsere Meinung sagen? Ich denke, es ist dann halbwegs OK, wenn man speziell mit einer bestimmten Methode hereingefallen ist und dann authentisch kritisieren kann. Die meisten Jojo-Dicken dürften aber mit verschiedenen Konzepten gescheitert sein, da wird es schon unübersichtlich. Und mir selber ist meine Zeit zu schade für so etwas.
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    • Lunix schrieb:

      Andererseits, wenn wir selbst von einer Sache direkt betroffen sind - so wie Martina von der AC - und schlechte Erfahrung damit gemacht haben, sollten wir da nicht unsere Meinung sagen?
      Das ist durchaus angebracht. Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass Sassy nicht ihre Meinung zum Thema sagen soll. Sie hat sich ja definitiv mehrfach geäußert:

      Sassy schrieb:

      Ich habe ihr mehrfach diverse Literatur ans Herz gelegt, weil ich nicht möchte, dass sich so eine tolle Person weiter so unter Druck setzt. Irgendwie ist es mir ein Bedürfnis, dieser Frau die Augen zu öffnen.

      Das müsste doch mehr als genügen! Sassy scheint sich aber in ihrer sehr feinfühligen Art viel zu sehr einen Kopf um etwas zu machen, an dem sie nichts ändern kann! Sie steckt Gedanken, Zeit und Energie in etwas, das ihr niemand danken wird. Davon möchte ich sie abhalten.
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    • Lunix schrieb:

      Mir ging es jetzt auch eher allgemein um die Frage ob und wie man sich in Abnehm-Communities einbringen soll.
      Da wäre meine Frustrationstoleranz nicht hoch genug *zugeb* Ich beschäftige mich da schon lange nicht mehr mit, habe es auch bei einer Freundin aufgegeben, was zu zu sagen.
      Es bringt wenig, hier über die Inhalte der Blogs von anderen zu diskutieren, auf derne Autoren wir sowieso keinen Einfluss ausüben und die sich hier nicht dazu äußern können (ähnlich wie kürzlich bei der Frau mit dem AC-Videotagebuch). Trotzdem ist es bemerkenswert, wie sehr Sassy sich die Mühe macht und wie viele Gedanken sie darein investiert.
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    • Kampfzwerg du hast recht, ich sollte mir darüber keine so großen Gedanken machen. Eben weil die Einsicht von selbst kommen muss und ich mehr als nur 1x Hilfe in Form von Literatur etc. angeboten habe.

      Vielleicht muss ich sie selbst wieder in die Jojo Falle tappen lassen oder erstmal abwarten, wie sich die Sache entwickelt.

      Es ist aber eh schlimm, wenn man so ein Helfersyndrom hat, wie ich. :(
    • Abnehmen ohne Sport und Diät habe ich erlebt!

      Jeder kann das

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von dicke-dicke () aus folgendem Grund: Wieder mal jemand, der die Regeln nicht gelesen hat, oder nicht verstanden hat.

    • Ich habe in letzter Zeit auch viele tolle Blogs von dicken Frauen gelesen. Ich finde sowas macht (neben diesem tollen Forum hier) sehr viel Mut.
      Ich bin modebegeistert und hadere so oft mit Fragen wie "Kann ich das tragen?" "Was denken denn andere über mich, wenn ich als Dicke xy trage?" etc. Diese Bloggerinnen geben mir so viel kreativen Input. Gerade als junger, dicker Mensch möchte man ja nicht im Modell Blümchenzelt rumlaufen. Zur Zeit mag ich diese Blogs sehr gerne:

      Saks in the City

      F.A.T.

      Der letzte ist noch relativ neu und setzt sich auf kritisch mit dicken Themen auseinander. Ich finde es toll. Solche Frauen geben mir enorm viel Kraft.
    • Ich habe mir nur die Fotos angesehen. Ganz lustig, und die erste Frau (Franzoesin?) hat auch noch das ganz grosse Glueck, eine Tallie und keinen Bauch zu haben. Und ganz besonders huebsch ist sie auch noch dazu. :cool:

      Ich frage mich allerdings wirklich, was bringt einen Menschen dazu, sich in einem Outfit aus mehreren Winkeln und in mehreren Posen zu fotografieren. Exhibitionismus? :rolleyes: Das gilt natuerlich auch fuer Mode-Blogs von duennen Menschen.
    • Die meisten Modeblogger oder überhaupt Blogger machen das als Freizeitbeschäftigung. Als Ausgleich. Modeblogs sind inzwischen ähnlich einflussreich wie Modemagazine, ohne Mist. Manche kommen groß raus und werden dann mit Einladungen, Gratis Geschenken, Reisen etc. gesponsort, damit sie auf ihrem Blog darüber berichten. Viele fangen aber einfach an, um die Liebe zu einem Thema, sei es Mode, Reisen, Kochen etc. mit anderen Menschen zu teilen und sich mit ihnen auszutauschen.