Vegan?!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • babelfish schrieb:

      Diplom-Biologin bin ich auch und bisher war ich der Ansicht, dass die gängige Lehrmeinung ist, dass Viren eben deshalb keine Lebewesen sind, weil die Definition für Leben nicht greift oder die Grenzen verwischt sind.


      Ich kam nur darauf, weil ich in einer Ethikklasse mal die verschiedenen umweltethischen Positionen durchgesprochen habe. Und da gab es die Position des Biozentrismus. Dazu hatten wir einen schönen Text von Albert Schweizer "Erfurcht vor dem Leben" der darauf hinausläuft, dass man mit jedem Schritt, den man in freier Natur tut zwangsläufig Leben tötet, eben auch mikroskopisch kleines. Und ein Schüler kam drauf und meinte, was denn bei einer Krankheit wäre, die durch Viren, Bakterien und Co. ausgelöst wird, was ja auch Lebewesen wären.
    • Angenommen, Viren und/oder Bakterien sind Lebewesen.... sie greifen mich an, machen mich krank, können mich u.U. sogar töten.... es ist mein legitimes Recht, mich dagegen zur Wehr zu setzen. Mit guten Worten ist das bei dieser Spezies aber leider nicht zu schaffen ;)
    • bakterien sind unbestreitbar lebewesen, viren sind ein grenzfall.

      natürlich zerstöre ich mit jedem schritt den ich tue leben, wenn ich mir die augen reibe töte ich milben, die in meinen wimpern von meinen hautschüppchen leben, mit jedem bissen, den ich schlucke zerstört meine magensäure unzählige mikroorganismen, mit jedem atemzug werden bakterien und viren aus der luft aufgenommen und von meinen makrophagen zerstört.

      aber wenn man das so weit treibt, dass man jeden funken leben nicht nur mit ehrfurcht vor der wunderbarkeit der natur betrachtet, sondern mit ängstlichkeit bedacht ist ja nur keinen schaden zu verursachen, dann kann man sich nur als jogi auf einen berg setzen und auf den tod warten.

      leben ist fressen und gefressen werden.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Maky schrieb:

      Angenommen, Viren und/oder Bakterien sind Lebewesen.... sie greifen mich an, machen mich krank, können mich u.U. sogar töten.... es ist mein legitimes Recht, mich dagegen zur Wehr zu setzen. Mit guten Worten ist das bei dieser Spezies aber leider nicht zu schaffen ;)


      Albert Schweizer sah das partiell mal anders :) Obwohl ich da ebenfalls nie mitgehen würde. Irgendwo hört die "Erfurcht vor dem Leben" auch auf.
    • Sassy schrieb:


      Sorry, ich habe gestern gelesen, dass Baumwolle vegan ist. Wollklamotten habe ich eh nicht im Schrank, die hab ich noch nie gemocht, weil ich empfindlich gegenüber kratzigen Stoffen bin.

      Eben deshalb wunderte ich mich, daß du die, würdest du konsequent vegan leben, wegschmeissen müßtest. Nun gut.
      ]
    • Nette schrieb:

      Eben deshalb wunderte ich mich, daß du die, würdest du konsequent vegan leben, wegschmeissen müßtest. Nun gut.


      Wie gesagt, ich bin noch "Anfänger" was das alles angeht. Hab ja auch erst vor 14 Tagen beschlossen, dass mir vegetarische Ernährung noch nicht konsequent genug ist.
    • Vegan zu leben verdient größten Respekt. Ich schaffe das nicht, verzichte aber seit langem auf Wurst und Käse. Immerhin ein Anfang...
      Fleisch essen wir zu Hause überhaupt nicht aber wenn wir eingeladen sind, fischen wir keine Fleischwurstwürfel aus dem Nudel- oder Kartoffelsalat.
      Kaffe trinke ich nur schwarz, Joghurt mag ich nicht und Pudding meide ich wegen der Kalorien. Eine Arbeitskollegin lebt seit ca. 2 Jahren vegan und hat seitdem 30 Kilo abgenommen. Einfach so, ohne zu hungern oder auf Kalorien zu achten. Und nebenbei stellten sich klasse Effekte ein, wie Blutdrucknormalisierung und beste Cholesterinwerte.
    • Sophie schrieb:

      Ich lebe seit 30 Jahren vegetarisch/vegan, und habe 40 Kilo zugenommen.
      Spielverderberin! Bring doch nicht immer alle jahrelang aufgebauten Theorien zum Wanken ;).
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • Ich krieg immer Bluthochdruck, wenn vegetarisch/vegane Ernährumg gleich gesetzt wird mit schlank und gesund. So Sprüche wie: "Sie sind Vegetarierin? Und dann sind Sie soo dick?!" machen mich zum Reißwolf.
      Klar, wenn jemand nur zwei Möhren am Tag mümmelt, nimmt er/sie ab. Das kann man aber auch mit zwei Scheiben Schinken.
      Und ich liebe nun mal Nudeln (ohne Ei) mit öltriefendem Gemüse, Wein, Datteln, Helva, Chilibohnen mit Mais usw. *sabber*
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Lass mal, ich habe auch nichts abgenommen und ich bin jetzt in der fünften Woche als Neu Veganerin. Viele meiner Bekannten denken ja tatsächlich, ich würde das machen um abzunehmen. *würg*
    • Ich hätte mal eine Frage, bitte und möchte nicht noch einmal alles von vorne durchlesen. Veganer haben doch nach ein paar Jahren einen Vitamin B12 Mangel, weil dieses Vitamin B12 eben nur in tierischen Produkten enthalten ist.

      Selbst ich habe jetzt einen Vitamin B12 Mangel, aber aufgrund von verschiedenen Medis, die die Aufnahme von diesem Vitamin verhindern - und ich bekomme nun lebenslang einmal im Quartal Vitamin B12-Spritzen, so wichtig ist es. Wie machen Veganer das mit diesem fehlenden Vitamin?
    • Mir kribbelts ja zum Thema arg in den Fingern, aber es artet dann evtl. doch aus, wie schon geschrieben.

      Spirulina nehmen wohl manche ("Skinny Bitch" ist übrigens ein Buch, welches sich mit veganer Ernährung beschäftigt, beide Hauptautorinnen sind Veganerinnen, man denkt beim Titel ans Abnehmen, darum gehts aber nur zehntranging ;-)).
    • SaRaH26 schrieb:

      Spirulina nehmen wohl manche
      Wie kommst Du jetzt plötzlich auf Spirulina bzw. was hat das speziell mit veganer Ernährungsform zu tun?
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • Weil in Spirulina hohe Mengen an Vitamin B12 drin sind. Aber es gibt mehrere Untersuchungen dazu, dass dieses Vitamin B12 für den menschlichen Körper nicht besonders gut verwertbar ist. Also ich würde im Zweifel eher spritzen lassen.
    • Ich wusste bislang nicht, dass viel B12 in Spirulina steckt oder habe es mal gelesen und wieder vergessen. Mir schmeckte die Art der Süße von Spirulina bei mehreren Versuchen nicht und der seltsame Nachgeschmack hat mich davon abgebracht, mich genauer damit zu beschäftigen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • Was in Spirulina drin ist, reicht nicht, um B12 bei veganer Ernährung
      aufzufangen. Es gibt B12 Kautabletten, die bei veganer Ernährung eingesetzt
      werden können. Die Dosierung ist leicht erhöht und berücksichtigt die nicht
      ganz so gute Aufnahme des Körpers über Tabletten.
    • Also ich möchte niemanden von der veganen Ernährung abbringen und zu etwas anderem bekehren.... aber wenn ich gezwungen bin, irgendwelche Vitamin-Defizite mit Tabletten oder Spritzen auszugleichen, dann kann an der Ernährungsweise irgend etwas nicht ganz in Ordnung sein :eek:
    • Über Vitamin B12 Mangelerscheinungen und Supplemierung durch Tabletten streiten sich Veganer noch immer.
      Eins ist aber Fakt: Durch verschiedene Schadstoffe im Essen (Antibiotika, Pestizide etc.) hat unser Magen verlernt ausreichend B12 mit der Nahrung aufzunehmen. B12 steckt aber auch in Gemüse, ungewaschen (also z.B. das ausm eigenen Garten). Von Amecke gibts einen Fruchtsaft, dem B12 zugesetzt ist (Becel pro Aktiv übrigens auch!) und dann gibt es eben noch die üblichen Tabletten. Viele Veganer nehmen die nie und haben trotzdem kein B12 Mangel, andere schon. Unser Körper speichert B12 auch über längere Zeit und verbraucht es nur langsam. Wichtig wären eben nur regelmäßige Bluttests, so ca. ein Mal im Jahr.
      Das ist aber auch der einzige "Stoff" der über vegane Ernährung nicht in dem Sinne abgedeckt wird, wie über eine normale Ernährung mit Fleisch und Milchprodukten.
      Für mich stellt das keineswegs ein k.O. Kriterium dar. Ich bin eh wegen meiner Schilddrüse regelmäßig zum Bluttest und da kann ich das gleich mit erfragen. Meine Cholisterinwerte haben sich übrigens stark verbessert. :grins: Wichtig ist eben, wie bei normaler Ernährung auch, abwechslungsreich essen! Dann dürfte man mit Mangelerscheinungen kaum Probleme haben.
      Elisabeth ist ja keine Veganerin (oder doch?) und hat trotzdem B12 Mangel, also keine typische Veganer Erscheinung. Übrigens hat fast jeder dritte einen Kalziummangel, ohne es zu wissen. ^^
    • Maky schrieb:

      Also ich möchte niemanden von der veganen
      Ernährung abbringen und zu etwas anderem bekehren.... aber wenn ich
      gezwungen bin, irgendwelche Vitamin-Defizite mit Tabletten oder Spritzen
      auszugleichen, dann kann an der Ernährungsweise irgend etwas nicht ganz
      in Ordnung sein :eek:


      Ich stimme dir insofern zu, dass B12 lebensnotwendig ist und nur in
      Tierischem enthalten ist. Der Mensch ist also von seiner Entwicklung auf
      beides angewiesen - Tierisches und Pflanzliches. Ich gehe davon aus, wenn
      heute jemand zum Veganer wird, dann meist aus ethischen Gründen, um
      dem praktizierten Fleischproduktionswahnsinn zu entkommen und um ein
      Zeichen zu setzen. Dafür nimmt er die Zuführung von B12 in Kauf. Die
      vegane Ernährungsweise ist allerdings sehr ok, vielseitig und durchaus
      gesund, wenn man kein Pudding-Veganer ist.

      Ja und dann gibt es auch andere Gründe, warum lebenswichtige Vitamine
      extern zugeführt werden müssen - z. B. Krankheiten, die die Speicherkraft
      versch. Vitamine herabsetzen. Auch dann MUSS zugeführt werden, selbst
      wenn man Fleisch essen würde.
    • paulinchen schrieb:


      Ja und dann gibt es auch andere Gründe, warum lebenswichtige Vitamine
      extern zugeführt werden müssen - z. B. Krankheiten, die die Speicherkraft
      versch. Vitamine herabsetzen. Auch dann MUSS zugeführt werden, selbst
      wenn man Fleisch essen würde.


      Das ist ja etwas anderes.... Medikamente oder Vitamine, die aufgrund von Krankheiten eingenommen/zugeführt werden müssen. Ich meinte ja, wenn völlig gesunde Menschen aufgrund ihrer gewählten Ernährung gezwungen sind, Vitamine/Nahrungsergänzungen etc. einzunehmen.
    • Sassy schrieb:


      Über Vitamin B12 Mangelerscheinungen und Supplemierung durch Tabletten
      streiten sich Veganer noch immer.
      Eins ist aber Fakt: Durch verschiedene Schadstoffe im Essen (Antibiotika,
      Pestizide etc.) hat unser Magen verlernt ausreichend B12 mit der Nahrung
      aufzunehmen. B12 steckt aber auch in Gemüse, ungewaschen (also z.B. das
      ausm eigenen Garten). Von Amecke gibts einen Fruchtsaft, dem B12
      zugesetzt ist (Becel pro Aktiv übrigens auch!) und dann gibt es eben noch die
      üblichen Tabletten. Viele Veganer nehmen die nie und haben trotzdem kein
      B12 Mangel, andere schon. Unser Körper speichert B12 auch über längere
      Zeit und verbraucht es nur langsam. Wichtig wären eben nur regelmäßige
      Bluttests, so ca. ein Mal im Jahr.


      Ja das ist wohl ein leidiges Thema. Das B12 im Gemüse sitzt eher auf dem Gemüse.
      Aber auch nur dann, wenn es nicht gewaschen wird und Kleintiere und
      Fäkalien dieser dann mitgegessen werden können. Die Zusätze in versch.
      Lebensmitteln reichen nicht aus. Dass viele Veganer keinen Mangel haben,
      obwohl sie nichts zuführen, resultiert daraus, dass B12 sehr lange in der
      Leber gespeicht ist (mehrere Jahre reicht der Vorrat). Wenn dieser aber
      aufgebraucht ist, dann MUSS zugeführt werden. Ich würde keine Experimente
      damit machen, daher führe ich von Anfang an B12 zu.
      Es wäre mir zu heikel, einen Mangel zu provozieren.

      @Maky
      Es gibt in der Tat zwei Lager - Fleischesser und die, die Tierisches ablehnen.
      So wie ich nie einen Fleischesser zu anderem bekehren wollte, so sollte es
      auch umgekehrt sein (das will ich dir auch nicht unterstellen, hast es ja
      bereits selbst verneint). Ich sage es nur, weil die Diskussion hierüber so
      endlos ist. Ob es hier jemals einen Konsens geben wird, ist eher fraglich.

      Die Grundsatzfrage des B12 ist wohl berechtigt aber wieviele Menschen, die
      sich ganz "normal" ernähren haben vielseitige Mängel, weil sie sich einseitig
      ernähren, Diäten machen oder anders mangelernährt sind. Das ist mit
      Sicherheit genauso "unnormal" wie tierlos. Aber dann lieber bewusst tierlos
      und ich supplementiere ein einziges Vitamin, kann mir dafür aber treu
      bleiben und weiter in den Spiegel schauen. (Kleiner Hinweis: Vegan ist eine
      Entscheidung, die ich ganz alleine für mich getroffen habe, ohne damit
      jemand latent oder offen angreifen zu wollen weil er Fleisch isst).
    • Sassy schrieb:


      Eins ist aber Fakt: Durch verschiedene Schadstoffe im Essen (Antibiotika, Pestizide etc.) hat unser Magen verlernt ausreichend B12 mit der Nahrung aufzunehmen.

      Sorry, aber das klingt sehr unglaubwürdig und ist keinesfalls ein Fakt, sondern bestenfalls ein höchst fragwürdiger Erklärungsversuch.

      Wenn jemand aus ethischen Gründen sich für eine vegane Lebensweise entscheidet mit allen Konsequenzen, dann verdient das vollen Respekt. Aber andererseits braucht kein Mensch solche pseudomoralischen Erklärungsversuche mit angeblichen Schadstoffen im Essen (Antibiotika!Pestizide! etc.! :mini:), die den Magen dazu bringen würden, die ausreichende Aufnahme von B12 mit der Nahrung zu verlernen...
    • Die Frage ist wohl: Wo fängts an und wo hörts auf....

      Ich neige zu "ganz oder gar nicht"- Verhaltensweisen und wenn ich mich für eine vegane Ernährung entscheide, muss das dann auch radikal durchgezogen werden, da spielen Naturkosmetik, die richtigen Schuhe, etc. alles eine Rolle.

      DAS ist dann aus ethischen Gründen! Nur mal hier bissl und da bissl zu verzichten ist nicht wirklich vegan.