Januvia - wer hat Erfahrung?

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Januvia - wer hat Erfahrung?

      Meine Frau hat von einem Diabetologen Januvia 100 mg verschrieben bekommen, da sie Diabates II hat, allerdings noch im niedrigen Stadium. Sie hat Angst vor einigen der möglichen Nebenwirkungen, die auf dem Beipackzettel stehen.

      Wer kann dazu aus eigener Erfahrung etwas sagen?

      LG
      klein und fein
    • Ich habe Januvia genommen und hatte keinerlei Nebenwirkungen.
      Allerdings hatte ich auch ein Kombipräparat namens Janumet (Januvia und Metformin in einem), könnte also auch daran gelegen haben.
      Ich hatte aber sowieso keine der hier auch ausführlich besprochenen Nebenwirkungen von Metformin zB - vielleicht bin ich ja ein Glückskind, was das betrifft.:cool:

      Allerdings denke ich, dass meine Erfahrungen nicht einfach auf deine Frau zu übertragen sind. Jeder Mensch reagiert vollkommen anders auf Medikamente. Am besten bespricht sie ihre Ängste und Gedanken auch noch zusätzlich mit ihrem Arzt.

      Ach - und ich dachte, dass Januvia erst verabreicht wird, wenn Metformin allein nicht mehr ausreicht, also die Werte sich stetig verschlechtern? Allerdings hab ich auch keine wirkliche Ahnung...
      [Body] Shaming doesn’t make people thin, or healthy. It just makes them hurt.
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    • sombra_blanca schrieb:

      Ach - und ich dachte, dass Januvia erst verabreicht wird, wenn Metformin allein nicht mehr ausreicht, also die Werte sich stetig verschlechtern? Allerdings hab ich auch keine wirkliche Ahnung...
      Der Arzt hat Januvia anstelle von Metformin aufgrund der zu erwartenden Nebenwirkungen vor allem in Hinsicht auf den Magen- und Darmtrakt verschrieben.
    • Ich habe auch Probleme mit Metformin gehabt, jedoch von einer bestimmten Firma vertrage ich es ohne große Nebenwirkungen. Eine Freundin (Krankenschwester) gab mir den Tipp mit Janumet, weil es eben auch die Gewichtsreduktion unterstützt. Ich sprach meine Hausärztin darauf an. Sie erklärte mir, das mein Zucker für Januvia (Janumet ist eine Kombi aus Metformin und Januvia) zu niedrig sei.
      Mit dem Metformin von Siofor habe ich keine Probleme, nehme allerding auch nur eine 500mg Tablette. Sie soll Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko mindern. Wie hoch sind denn die Werte deiner Frau?

      Alles Gute für euch
      Kiki
      [CENTER]Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.[/CENTER]
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    • Als mir damals Januvia zusätzlich verschrieben wurde, wurde mir gesagt, dass dieses Mittel die Drüse mehr schonen würde, weshalb es gut, bzw besser sei, dies auch zu nehmen.

      Wie gesagt, ich bin im Medikamentebereich nicht sehr gebildet, allerdings gabs bei mir glücklicherweise keinen Anlass zu tiefergehenden Recherchen, weils auf Anhieb funktioniert hat.

      Was sind denn ihre Ängste konkret? Und wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten der Nebenwirkungen? Hat sie es schon ausprobiert? Sind die Nebenwirkungen, vor denen sie Angst hat, reversibel?
      Soweit ich weiß ist das Medikament sofort absetzbar und muss nicht ausgeschlichen werden, also müsste der Wirkstoff innerhalb einer sehr überschaubaren Zeitspanne aus dem Körper sein. Wenn die Nebenwirkungen nur da sind, solange sie das Medikament einnimmt, würde ich an ihrer Stelle es einfach probieren und dann ggf es wieder absetzen.
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    • nierenschäden macht der unbehandelte diabetes aber auch, und das im laufe der jahre sogar ziemlich sicher.

      natürlich ist es die wahl zwischen zwei übeln. aber das ist eine medikation bei chronischen leiden immer.

      ich würde es auch ausprobieren, und nach subjektiver verträglichkeit und den zuckerwerten entscheiden, ob ich es weiter nehme.

      zur absicherung, kann man ja halbjährlich, oder so, die nierenwerte machen lassen.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Also der Diabetes wird die Nieren sicherlich mehr Schaden zufügen, als die Medikamente - zumindest wenn er unbehandelt bleibt.

      So hohe Werte, wie deine Frau hat, habe ich nicht. Vermutlich wird sie es ausprobieren müssen und gucken, wie die Verträglichkeit ist. Als Diabetikerin wird man ihre Nierenwerte jetzt sowieso regelmäßig beobachten und somit hat der Diabetologe alles im Blick.

      Wäre eine Reha etwas für deine Frau? Dann hätte sie alle Schulungen quasi als Komplettpaket.
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    • kikischatz schrieb:

      Wäre eine Reha etwas für deine Frau? Dann hätte sie alle Schulungen quasi als Komplettpaket.
      Sie nimmt in der kommenden Woche an einer Schulung beim Diabetologen teil. Da sie sich in der übernächsten Woche zu einer OP der Bauchschlagader (Arteriosklerose) ins Krankenhaus begibt, werden wir zunächst den Heilungsprozess abwarten.
    • Ohjeeeee, dann drücken wir die Daumen für die OP. Erst mal wieder auffe Füße kommen und dann kann man das mit dem Diabetes angehen. Alles Gute für deine Frau!!!!
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    • kikischatz,

      Ich habe auch Probleme mit Metformin gehabt, jedoch von einer bestimmten Firma vertrage ich es ohne große Nebenwirkungen.


      Aber es ist doch Wurscht, welcher Hersteller es ist. Ich bekomme mein Metformin auch von verschiedenen pharmazeutischen Herstellern, eben wer gerade am günstigsten ist. Wenn ich 850mg Metformin von rathiopharm bekomme, ist der Wirkstoff der gleiche , wie von z.B. AL.

      Hat Metformin Nebenwirkungen? Ich weiß es echt nicht mehr, ich nehme es schon sooo lange.
    • Elisabeth schrieb:

      Aber es ist doch Wurscht, welcher Hersteller es ist. Ich bekomme mein Metformin auch von verschiedenen pharmazeutischen Herstellern, eben wer gerade am günstigsten ist. Wenn ich 850mg Metformin von rathiopharm bekomme, ist der Wirkstoff der gleiche , wie von z.B. AL.

      Hat Metformin Nebenwirkungen? Ich weiß es echt nicht mehr, ich nehme es schon sooo lange.

      Nein, es ist nicht egal, von welchem Hersteller die Medikamente kommen. Auch wenn der Wirkstoff gleich ist, müssen es die Inhaltsstoffe noch lange nicht sein. Das kleine Kästchen "aut idem" auf dem Rezept hat schon seine Berechtigung.
      Bei einem Medikament z.B., welches ich nehmen muß, brauche ich 30 mg, diese Tabletten gibt es aber nur in 20 oder 40 mg. Wenn ich also Kapseln bekomme und keine Tabletten zum Teilen, muß ich entweder über- oder unterdosieren.

      Metformin hat definitiv Nebenwirkungen. Blähungen, Leibschmerzen und Durchfall sind nur die Häufigsten...
    • Selbstverständlich bekomme ich immer meine richtige Milligrammangabe, das meint ich nicht. Ich meinte die Wirkstoffgleichheit, des Medikamentes an sich.

      Wenn du 30mg von einem Medikament einnehmen musst, wirst du die auch immer verschrieben bekommen. Wenn es dieses Medikament nur von einem pharmazeutischen Hersteller gibt, dann ist das halt so.

      Bei meinen mannigfaltigen Medikamenten, bekomme ich immer die vom Arzt nun seit vielen Jahren verschriebene Milligrammdosis - nur der Hersteller wechselt häufig, aber so langsam hab ich sie alle durch.
    • kikischatz schrieb:

      Ohjeeeee, dann drücken wir die Daumen für die OP. Erst mal wieder auffe Füße kommen und dann kann man das mit dem Diabetes angehen. Alles Gute für deine Frau!!!!
      Danke, liebe Kiki!

      Möglicherweise kommt noch mehr auf meine Frau zu:
      Im Juni 2010 hat sie sich in der rechten Hüfte ein neues Gelenk einsetzen lassen. Zwei Tage nach der OP knickte das rechte Bein beim Aufstehen aus dem Bett (die Schwester war dabei) nach hinten um, was eigentlich nicht passieren darf. Da die Stationsarztvisite in dieser Konzernklinik in Zimmern mit Kassenpatienten in einem Affenzahn durchgehuddelt wird, damit die Ärzte Zeit für die Privaten haben, haben sie und die Schwester gleichzeitig versucht, die Ärzte daraufhin anzusprechen: keine Chance! Seitdem hat sie trotz anschließender Reha selbst bei minimaler Bewegung derart Schmerzen in der Hüfte, daß sie auch mit dem Rollator alle paar Meter stehen bleiben muß.

      Kürzlich las ich im Internet, daß ein Verschluß der Beckenarterie (quasi als Verlängerung der Bauchschlagader) genau zu diesen Symptomen führen kann. Mal sehen, was die OP bringt...
    • Pandora schrieb:

      Metformin hat definitiv Nebenwirkungen. Blähungen, Leibschmerzen und Durchfall sind nur die Häufigsten...
      Nach Aufklärung des Diabetologen über genau diese Nebenwirkungen hat meine Frau Metformin abgelehnt, weil sie sowieso Probleme mit ihrem Magen- u. Darmtrakt hat (temporäre Magengeschwüre, Verstopfung etc.)
    • Elisabeth schrieb:

      Selbstverständlich bekomme ich immer meine richtige Milligrammangabe, das meint ich nicht. Ich meinte die Wirkstoffgleichheit, des Medikamentes an sich.

      Wenn du 30mg von einem Medikament einnehmen musst, wirst du die auch immer verschrieben bekommen. Wenn es dieses Medikament nur von einem pharmazeutischen Hersteller gibt, dann ist das halt so.

      Bei meinen mannigfaltigen Medikamenten, bekomme ich immer die vom Arzt nun seit vielen Jahren verschriebene Milligrammdosis - nur der Hersteller wechselt häufig, aber so langsam hab ich sie alle durch.


      Nur behinhaltet eine Tablette nicht nur den Wirkstoff. Es sind ebenso Trägerstoffe enthalten, die sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden können. Wenn du die Inhaltsstoffe auf den Beipackzetteln zweier Hersteller mal vergleichst, könntest du fündig werden.

      Und so kann es eben sein, daß man Medikament X vom Hersteller A verträgt, von B nicht.
      ]
    • Es liegt - wie Nette schon geschrieben hat - an den Trägerstoffen. Durchfall, Blähungen und Bauchweh waren auch bei mir echt heftig und eine Gewöhnung stellte sich nicht ein.
      In der Reha-Klinik ließ ich mich überreden, es nochmal mit Metformin von Siofor zu versuchen und nach einigen Tagen waren die Nebenwirkungen so gut wie vorbei. Ich kann es nun auch ohne eine Mahlzeit zu mir nehmen.
      [CENTER]Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.[/CENTER]
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    • Hallo Nette und auch kikischatz, :)

      ich nehme insgesamt 14 verschiedene Medis - ich habe da nicht viel Spielraum, wenn es darum geht, dass ich mal wieder ein Generikum verschrieben bekomme. Diese Füll oder Trägerstoffe, enthalten überwiegend Lactose, die ich auch nicht mehr so gut vertrage, aber ich habe bei dieser Menge keine andere Wahl.

      Morgens, mittags und zur Nacht, nehme ich eine Handvoll Tabletten ein. Eines von den 14 Medikamenten, ist ein Protonenpumpenhemmer, das ist, denke ich jedem klar. Es geht nicht anders - die Medis brauche ich für meine chronischen KrankheitEN und der Arzt muss ja auch die Wechselwirkungen bedenken.

      Bei solch einem Krankheitsbild, die passenden Medikamente zu finden, die sich ALLE miteinander vertragen, ist gar nicht so einfach. Ich glaube viele andere Wirkstoffe die ich nehme, gehen auch auf den Magen-Darm-Trakt, nicht nur Metformin.

      Ich will es mal so sagen, für MICH PERSÖNLICH, sind das Peanuts. Ich habe häufig Durchfall und Magenschmerzen, trotz 80mg Pantozol - aber ich kann durch die Behandlung meiner Krankheiten, alt werden. Ob das so erstrebenswert ist, steht auf einem anderen Blatt.
    • Hallo Elisabeth,

      es tut mir leid, dass du soviele Tabletten nehmen musst und ich bin sehr sehr froh, dass es bei mir nicht so ist.
      Und trotzdem war die Einnahme dieses einen Medikamentes aufgrund dieser heftigen Nebenwirkungen KEINE PEANUTS. Von meiner Lebensqualität war nämlich nicht mehr sehr viel übrig. Deshalb bin ich sehr froh, das es mit dem gleichen Wirkstoff eines anderen Herstellers gut funktioniert. Und genau diesen Tipp wollte ich an "Klein und Fein" und seine Frau weitergeben.
      Vielleicht habe ich dein Posting auch etwas missverstanden. Es fühlte sich für mich so an, als würdest du die Nebenwirkungen von Metformin herunterspielen.

      Kiki
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    • Heute war ich mit meiner Frau bei der Schulung in der Praxis des Diabetologen. Als meine Frau der Schulungsleiterin/Diätassistentin die akuten Nebenwirkungen (Husten, Schnupfen und leichter Durchfall) beschrieb, hat diese ihr nach Rücksprache mit dem Arzt empfohlen, das Januvia sofort abzusetzen, und sie hat ihr eine 30er Packung Siofor 1000 gegeben, davon soll sie abends eine halbe Tablette nehmen. Sie soll mit dieser Therapie erst nach der OP beginnen.
    • kikischatz,

      Und trotzdem war die Einnahme dieses einen Medikamentes aufgrund dieser heftigen Nebenwirkungen KEINE PEANUTS. Von meiner Lebensqualität war nämlich nicht mehr sehr viel übrig. Deshalb bin ich sehr froh, das es mit dem gleichen Wirkstoff eines anderen Herstellers gut funktioniert. Und genau diesen Tipp wollte ich an "Klein und Fein" und seine Frau weitergeben.
      Vielleicht habe ich dein Posting auch etwas missverstanden. Es fühlte sich für mich so an, als würdest du die Nebenwirkungen von Metformin herunterspielen.


      Das glaube ich dir, dass das für dich keine Peanuts waren, ich verglich es nur mit meinem persönlichen Fall. Ich schrieb ja auch: "für MICH PERSÖNLICH"...........

      Wenn die Möglichkeit besteht, ein Medikament, welches man nicht so gut verträgt gegen ein besseres auszutauschen, dann sollte man dies auf jeden Fall tun. Nur in meinem Fall hätte das wohl keinen Zweck. Wenn ich nur Metformin nehmen würde und ich hätte typische Symptome der Nebenwirkungen, dann würde ich selbstverständlich auch den Arzt befragen, nach einer Alternative. :)
    • Hi Klein und Fein,

      ich wünsche deiner Frau das sie mit dem Siofor gut klar kommt. Ich hatte eine gute Woche Probleme und danach war es wirklich gut. Hätte ich mich nicht in der Reha befunden und motivierende Mitpatienten (alle Insulinpflichtig) gehabt, hätte ich es dem Arzt vermutlich um die Ohren gehauen und ihn gefragt, ob er mich eigentlich verarschen will :D gut das ich geduldig war :holy:

      @Elisabeth

      :)
      [CENTER]Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.[/CENTER]
      [CENTER]Philipper 1,9[/CENTER]
    • Hi kikischatz,

      Siofor wird heute beim Arzt durch irgend ein anderes Medikament ersetzt. Auf dem Beipackzettel steht u.a., daß das Zeug nicht bei Herzschwäche, Lungenproblemen etc. eingenommen werden darf.