verunglueckte Kadettin von Gorch Fock war "ploetzlich" uebergewichtig

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    • verunglueckte Kadettin von Gorch Fock war "ploetzlich" uebergewichtig

      Hier nachzulesen:

      gmx.net/themen/nachrichten/deu…ttin-war-dienstuntauglich

      Soviel ich verstanden habe, war die Kadettin, als sie in die Marine aufgenommen wurde, sehr wohl normalgewichtig. Sonst waere sie nicht aufgenommen, oder? Dann, als ihre Ausbildung begann, hat sie "ploetzlich" zugenommen, und keiner weiss warum. Ihre Ausbildung soll "koerperlich anstrengend" (Zitat) gewesen sein. Keine weitere Kommentare von mir. :(
    • Den Bericht hatte ich gestern Abend online bei n24 und ZDF gesehen und micht tierisch aufgerecht. Jaja, von einem Tag auf den anderen *bumm* war sie dick und eigentlich dienstuntauglich. Selbstverständlich erklärt das alles. Für mich las das fast wie eine Absolution für die Verantwortlichen. Die anderen Mißstände auf der GF sind nun zu vernachlässigen, denn sie war schließlich viel zu dick und nicht fähig, ihre Aufgaben zu erfüllen. Sozusagen ein Kollateralschaden, der auf einem Segelschulschiff mal passieren kann.
      Fehlen nur noch empathiefreie Leserkommentare wie: "Das dicke Walroß ist zurück ins Meer gestürzt, wo es hingehört."
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      — Mary Flannery O'Connor

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    • Auch T-Online hat diese Meldung veöffentlicht, allerdings ein wenig ausführlicher.

      Beispiel:

      T-Online Artikel schrieb:

      Aus der Untersuchung gehe zudem hervor, dass die Soldatin aufgrund ihrer geringen Körpergröße eine Ausnahmegenehmigung für eine Borddienstverwendungsfähigkeit auf der Fregatte "Mecklenburg Vorpommern” erhalten hatte. Allerdings war diese Verwendungsfähigkeit laut "Bild" für Sarah S.' Aufenthalt auf der Gorch Fock nicht gültig und hätte neu erteilt werden müssen.

      Außerdem zitiert "Bild" weitere Vorwürfe aus der Untersuchung. So soll kurz vor dem Tod der Offiziersanwärterin ein Ausbilder sein "schlechtes Bauchgefühl" zum Ausdruck gebracht haben. In dem Bericht heiße es: "Nach seiner Einschätzung hielt er es nicht für ratsam, Frau S. nochmals aufentern zu lassen. Seiner Einschätzung nach hatte sie Schwierigkeiten und sollte im unteren Bereich bleiben."


      Für die Mecklenburg Vorpommern war sie demnach geeignet, weil sie einfach nur klein war.

      Wenn man dem Wortlaut dieses Artikels trauen kann, hat meiner Meinung nach nicht nur ein bürokratischen Fehler zu ihrem Tod geführt, sondern auch ein Kommunikationsproblem in Verbindung mit einer veralteten Hierachiestruktur (ein Ausbilder hat wohl nicht viel zu sagen).

      Zum T-Online Artikel
    • Habe das heute morgen mit gemischten Gefühlen in der Zeitung gelesen. In der FR heißt es, sie wäre eigentlich "dienstuntauglich" gewesen (Borddienstverwendungsfähigkeit, schönes Wort). Man kann das so interpretieren, wie oben befürchtet- Walroß selbst dran schuld. Oder auch anders. Der Dienstobere vernachlässigt seine Aufsichtspflicht, wenn er jemanden Dienst tuen lass, für den er/sie gar nicht körperlich geeignet ist. Damit hat der Arbeitgeber falsch gehandelt, nicht die Dicke. Ich finde nichts dagegen einzuwenden, dass es für besondere körperliche Aufgaben, wie zb das Aufentern, eine Gewichtsgrenze herrscht, oder wie seht ihr das?

      Leider bleibt so oder so der extrem fiese Nachgeschmack vom ungelenken Dickerchen.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Das einzige was ich an der Sache fies finde ist, dass man zum Aufentern eigentlich gar nicht gezwungen werden darf! Denn das Klettern in der Takelage ist kein vorgeschriebenes Muss! Auf der Gorch Fock hatten sie ihre eigenen Gesetze. Wer Offizier werden will, muss auch in die Takelage. Von diesem Drill muss man langsam mal weg. Das hat der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages angeprangert.

      Der Tod von dieser Soldatin, egal ob nun übergewichtig oder nicht, war völlig unnötig! (Unfälle können immer und überall passieren, aber der hätte verhindert werden können)
    • Sorry... ich halte das alles für ne gewaltige Schweinerei :mad: :mad: :mad:

      Da bringt es unser ach so toller Staat fertig, Lehrer nicht zu verbeamten, weil sie übergewichtig sind... sprich sie für nicht geeignet hält, ihren Dienst bis zum Erreichen des Rentenalters zu verrichten und hohe Kosten im (angeblich) eintretenden Krankheitsfall fürchtet.

      Und dann darf bei dem selben Staat eine übergewichtige Offiziersanwärterin auf der Gorch Fock in die Tackelage klettern bzw. wird vorher sogar als Offiziersanwärterin aufgenommen. Sorry, da fällt mir nix mehr dazu ein!

      Ansonsten hab ich kein Problem damit, dass ein Offiziersanwärter auf diesem Schiff den Drill zu spüren bekam und unter anderem besagte Klettertouren auf sich nehmen musste. Jeder, der als Offizier zur Marine geht, tut das freiwillig und weiß, auf was er sich einlässt. Wer dann hinterher jammert, ist ein Weichei... sorry
    • sari0473 schrieb:

      Das einzige was ich an der Sache fies finde ist, dass man zum Aufentern eigentlich gar nicht gezwungen werden darf! Denn das Klettern in der Takelage ist kein vorgeschriebenes Muss!
      Das erinnert mich an die Zeit bei der Bundeswehr. Wenn zum Antreten gerufen wurde, durfte man eigentlich wegen der Verletzungsgefahr nicht rennen, sondern nur schnell gehen. Wenn man aber nicht schnell genug unten war, wurde das mehrmals wiederholt, bis es dann fix ging. Das ging aber bestimmt nicht mit schnell gehen....

      Aber anders herum. Wäre man auf der Treppe schwer gestürzt und hätte bleibende Schäden davon getragen, wäre bestimmt gefragt worden, warum man gerannt ist, bzw. mit Hinweis auf das Verbot wäre eine Haftung abgelehnt worden.

      :rolleyes:
    • Loveroffatties schrieb:

      Sorry... ich halte das alles für ne gewaltige Schweinerei :mad: :mad: :mad:
      ...

      Und dann darf bei dem selben Staat eine übergewichtige Offiziersanwärterin auf der Gorch Fock in die Tackelage klettern bzw. wird vorher sogar als Offiziersanwärterin aufgenommen. Sorry, da fällt mir nix mehr dazu ein!
      ...

      Gaaaaanz entspannt in den (nicht vorhandenen) Bauch atmen ;):
      Guckst du



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    • ... 20 Kilo Formaldehyd machen den Unterschied.
      Die Kadettin war also wirklich nicht übergewichtig, was die Berichte über "sie trug Größe S" bestätigt. Für den Leichentransport im nicht gut gekühlten Flugzeug wurde die Leiche mit 20kg Formaldehyd präpariert. Lest hier.
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    • Das glaube ich jetzt alles nicht. Und warum das alles. Weil die bescheuerte Blöd-Zeitung ständing irgend welchen unrecherschierten Mist ins Internet schmeißt.

      Öh- oder wie man auch schreibt.
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      ******Rosa Luxemburg******
    • Aber das zeigt auch mal wieder, wie gerne man Übergewicht zum Buhmann für wirklich alles macht.

      Im Grunde ist das ein gutes Lehrstück. Schade, dass es in seiner Tiefe außer uns kaum jemand verstehen wird.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • dass ihr "angebliches" Übergewicht Schuld am Tod der Kadettin sei ist für unseren doofen (*sorry*) Nachbarn zweitrangig, er findet, Frauen hätten in solchen Bereichen nichts zu suchen

      jetzt schlägts dreizehn, welchen haarsträubenden Unsinn muss ich mir denn noch anhören

      ich bin einfach nur traurig, dass die junge Frau sterben musste

      :(
    • Was mich irritiert...
      1. angeblich war sie mit mit 1,58m unter dem Normmaß von Ü1,60m.
      2. am Anfang hatte sie Kleidergröße "S" und zum Schluß mindestens "XL"

      liegt somit das Versagen bei der Marine? Je kleiner man/frau ist, desto schwieriger ist es doch auf zuentern, wegen der Abstände der Wanten, somit provoziert man doch Unfälle.
      Wäre sie mit einem Gewicht von über 80kg ( hatte sie es schon vorher? ) von Anfang an nicht dienstuntauglich gewesen, selbst für Blinde?

      man wird bei der Marine/Heer eingekleidet am Anfang...ich geh einfach mal davon aus, das auf dem Segler einige Ersatzklamotten in den jeweiligen Kleidergrößen der Besatzung vorhanden sind.
      Wenn sie jetzt mit einem diensttauglichem Gewicht und Kleidergröße "S" ( nach Aussage der Eltern) auf dem Segler angefangen hätte und dann trotz der harten Arbeit so zugenommen hätte, wäre sie a) ein offen"SICHTBARER" Fall für den Schiffsarzt gewesen und b) WAS hätte sie noch anziehen können?
      In ihre Dienstsachen wäre sie schon lange nicht mehr reingekommen. Und nackt rumgelaufen ist sie ja wohl nicht.

      Ich finde die ganze Art und Weise, wie in den Medien die Diskussion geführt wird unfassbar und unmöglich.
      Da wird das Ansehen der Marine, dieser Soldatin komplett in den Dreck getreten ohne das schon konkrete Tatsachen feststehen.

      Jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, selbst an sich vernünftige Medien übernehmen ohne Überprüfung der Wahrheit von diesem Volksverdummungsblatt irgendeinen Mist und dann wird, wie jetzt zB. im Fall "ähm, ne, ja, sie war schwerer wegen der Kühlung und dem Formalin/Formaldehyd" so lapidar zurück gerudert, der Schaden an der Person ( Marine, Soldatin, Kapitän) ist aber schon angerichtet.

      Da müssen Eltern schon den Tod ihres Kindes hinnehmen und dürfen dann noch in der Presse oder Blogs lesen, was für ne fette, dumme/ unfähige Soldatin ihre Tochter doch angeblich war, unfassbar....

      Sollte sich die Unschuld des Kapitäns herausstellen, nach dem Abgang, den ihm unserer "von und zu" beschert hat, kann er auch vorzeitig aus dem Dienst ausscheiden, der Ruf ist hin und auch bei (eventuell) erwiesener Unschuld wird ein Makel durch die derzeitige Berichterstattung haften bleiben.

      Solange, wie nicht eindeutig geklärt ist, was dort auf dem Segler passiert ( Unfall, Umgang, etc), alle Vorwürfe und der Unfall eindeutig geklärt ist, gilt immer noch die Unschuldsvermutung für jede der betroffenen Personen.


      Um bei der Marine Offizier zuwerden, muss man sich verpflichten für längere Zeit, das tut man freiwillig. Dann weiß man aber auch, das dieser Lehrgang auf dem Segler stattfindet und man da hoch muss/soll. Wenn man das nicht will, kann man zum Heer/Luftwaffe/Flötentruppe/Wachbatallion. Oder man/frau läßt es eben ganz bleiben und wird ???.


      Mit Matsch schmeißen könnte man auch, wenn der Fall eindeutig und komplett geklärt ist, wenns unbedingt sein muss.
    • @ Rita:
      Ich hab alle Artikel gelesen....vorm Schreiben....:grins:

      Es ging mir eher darum, zu verdeutlichen, das die Medien ohne abgeklärten Hintergrund Informationen raushauen ( zu klein/ zu dick/ etc), in der Bevölkerung dann Diskussionen stattfinden und wenn der Schaden an der betreffenden Person angerichtet ist, die Medien mit einer halbseidenen neuen Schlagzeile zurückrudern.

      Erst war die Soldatin nur ein Unfallopfer, dann selber schuld, dann zu klein, aber nur für die GF, dann zu schwer, nun ist die Lagerung der Toten schuld.

      Ich hab meine Meinung zu allen Posts dieses Themas hier wiedergegeben wollen und darum auch Punkte noch mal erörtet, die durch Artikel schon geklärt sind.
    • Ich habe bis jetzt auch noch keine Entschuldigung der Medien bei den Eltern mitbekommen, betreffs der Darstellung ihrer Tochter als zu fett für den Dienst....
      Es ist unglaublich WIE berichtet wurde und es ist ja jetzt wohl auch eine Falschmeldung gewesen, die das Ansehen der toten Soldatin (sowie der anderen Beteiligten zb Arzt/Kapitän, denn die hatten ja angeblich ihr Ü nicht gesehen, weil dumm etc) komplett durch den Dreck gezogen haben.

      Da der Kapitän zur Zeit "nur" suspendiert und nicht a.D. ist, kann der sich ja auch nicht wehren. Jeder BW-Angehörige darf nur auf seiner Stufe des Rangs Aussagen tätigen, die höhere Vorgesetzte nicht einbeziehen, da aber der Gutti sich schon reingehangen hat (ja, is denn schon Wahlkampf?), muss (oder von höherer Stelle gezwungen) er die Klappe halten.

      Ich weigere mich konsequent, in den Medien das zu verfolgen, weil die Berichterstattung einfach ätzend ist. Nur um zu posten, hab ich mir einige Artikel angetan.
      Ich werde den Abschlussbericht abwarten ( in wie weit, DER dann für bare Münze genommen werden kann, ist abzuwarten) und mir dann meine Meinung bilden