mich dick schön finden

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • mich dick schön finden

      Hallo,
      ich habe gerade einen Satz in einem anderen Thema gelesen, auf den ich spontan eingehen wollte, aber dann habe ich gemerkt, dass das völlig an dem Thema dort vorbei gegangen wäre.
      Es war ein sehr schöner Beitrag von Paulinchen, in dem ich nur über einen Satz gestolpert bin. Sie schreibt dort, dass sie sich selbst dick schön finden möchte, um sich mehr zu mögen.

      Ich kann ganz klar sagen, dass ich mich dick nicht schön finde - es gibt Frauen, die ich dick total schön finde, aber ich gehöre nicht dazu. Ich habe viel schönere Gesichtszüge, wenn ich weniger wiege und schon wenig weniger führt bei mir zu einer viel klarer definierten Form - das alles finde ich viel schöner.

      Ich mache inzwischen einiges aus mir und ich finde das auch schöner - ich schaue dann auch lieber in den Spiegel - aber schön finde ich mich trotzdem nicht.

      Ich habe früher schon so oft gelesen, dass ich lernen muss mich dick schön zu finden, um abnehmen zu können. Ich denke, wir müssen hier nicht darüber reden, dass das nicht so wahnsinnig sinnvoll ist.
      Aber muss ich mich dick schön finden, um mich zu mögen? Da wäre ich total überfordert.

      Mich würde sehr interessieren, wie ihr das seht.
      Ich bin mit Sicherheit nicht das Selbstbewusstsein in Person, aber es geht schon - und ich bin auch meistens ganz zufrieden mit mir - und auch wenn das vielleicht doof klingt - ich mag mich einfach als Mensch - ich bin ganz gerne mit mir befreundet ;)
      Denkt ihr, ich könnte mich mehr mögen, wenn ich es lernen würde mich dick schön zu finden?
      Mein Weg ist bislang, dass ich meine Selbstbewertung nicht über das Gewicht vornehme - ich vernachlässige meinen Körper deshalb nicht, aber er bestimmt eben nicht mein "Gesamtpaket".

      Ich sehe es inzwischen so, dass mein Gewicht sozusagen mein Schwachpunkt ist (nicht in dem Sinne, dass ich dick bin, weil ich schwach bin, sondern in der Hinsicht, dass ich nicht gut darin bin gut auszusehen). Ist halt sozusagen eine Macke, so wie ich es als eine Macke sehe, dass ich in bestimmten Tagen des Zyklus extrem nörgelig bin.

      Welche Bedeutung hat das bei euch?

      Liebe Grüße,
      wollmaus
    • Ich kann wohl über mich sagen, dass ich mich noch nie schön fand.
      Also "schön" im Sinne von alles zusammen, insgesamt, meine ganze Äußerlichkeit schön finden.
      Das war aber schon so als ich noch sehr schlank war. Ist also keine Sache des Gewichtes.

      Es gab und gibt Tage an denen ich mich ganz hübsch finde und es gibt Tage an denen ich mich scheußlich finde. Vieles davon ist wohl eine innere Stimmungssache.

      Ansonsten mag ich dünne Figuren nicht so gern. Ich mag es runder lieber leiden. Ich selber würde aber gern auf einige Kilos verzichten, vor allem aber auch auf die Veränderungen die das Älter werden mit sich bringt.

      Da es aber kein "wünsch Dir was" in diesen Punkten gibt, versuche ich das Beste aus dem was da ist, zu machen. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut.

      Wichtiger als sich äußerlich zu mögen, finde ich sowieso, dass man sich als Mensch mag.
      Heute bin ich langsam so weit, dass mir vollkommen klar ist, dass ich immer Fehler machen werde, auch wenn ich mich sonst wie anstrenge.
      Wenn ich mich jedoch jeweils nach meinem derzeitigen Können bemühe, es so gut wie möglich zu machen, dann bin ich nun zufrieden mit mir.

      Also:
      Mein Aussehen entspricht nicht meinen Idealvorstellungen. Hat es nie. Aber ich kann mit ihm leben, ohne mir einen Sack über den Kopf zu ziehen, oder mich sonstwie zu verstecken, denn ein Gruselobjekt bin ich nun wirklich nicht. :D

      Mich als Mensch finde ich jetzt nicht gerade zum Davonlaufen. Ich würde mich als Freundin nehmen. Trotz all meiner Fehler. ;)


      Fazit:
      Nein, ich glaube nicht, dass man sich schön finden muss um sich zu mögen. Aber ein anderer Punkt ist meiner Meinung nach sehr wichtig, um sich wert zu schätzen:

      Wenn man sich einmal damit befasst, was der Körper den ganzen Tag leistet, und welch ein unglaubliches Wunderwerk er ist, dann kann man gar nicht mehr abwertend über ihn denken, sondern einfach nur dankbar sein. Wenn ich jetzt aufzählen würde, was dieser Körper täglich für mich tut, dann würde das diesen Rahmen hier total sprengen.
      Ob er nun irgend einem von irgend welchen Menschen erdachtem Schönheitsideal enspricht, ist dagegen so was von unwichtig, dass es zu einem kleinen Häufchen Nichts zusammen schmilzt.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Das freut mich ja schon mal zu lesen - ich dachte schon, dass ich mit der Überlegung eher alleine stehe.

      Itsme schrieb:

      .
      Aber ein anderer Punkt ist meiner Meinung nach sehr wichtig, um sich wert zu schätzen:

      Wenn man sich einmal damit befasst, was der Körper den ganzen Tag leistet, und welch ein unglaubliches Wunderwerk er ist, dann kann man gar nicht mehr abwertend über ihn denken, sondern einfach nur dankbar sein. Wenn ich jetzt aufzählen würde, was dieser Körper täglich für mich tut, dann würde das diesen Rahmen hier total sprengen.
      Ob er nun irgend einem von irgend welchen Menschen erdachtem Schönheitsideal enspricht, ist dagegen so was von unwichtig, dass es zu einem kleinen Häufchen Nichts zusammen schmilzt.


      :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen:

      und das kann ich wirklich zu 1000% unterschreiben. Ich habe meinen Körper lange gehasst, bis ich mir genau das klar gemacht, mir auch klar gemacht habe, was ich ihm alles angetan habe und wofür er sich nicht gerächt hat - deshalb finde ich ihn ganz schön toll!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: Smileys repariert

    • Ich finde mich oberhalb vom Bauch wunderschön. Mit den üblichen Minuspunkten Hautunreinheiten blabla. Aber recht unabhängig vom Gewicht.


      Unterhalb ist einfach alles zu...zu. Die Haut sieht nicht gut aus. Äderchen. Dellen. Durch die Lymphödeme mitgenommen. etc. etc.

      Ich mag meine Beine für das, was sie leisten. Aber schön sind sie nicht. Wirklich nicht. Kann ich aber mit leben ;)

      Bauch fühlt sich gut an, sieht aber blöd aus. Gerade weil er die letzten 2 Jahre imho unförmiger geworden ist. Vorher war das irgendwie besser verteilt und weniger raussehend und..mh. ja.


      Ich komm mit mir klar, hässlich ist anders. Aber schön eben auch. Gesamt gesehen.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • das körperliche ist ein aspekt im gesamtbild "selbst" und seit ich finde, dass mein körper eine gewisse form von schönheit hat (nicht dem landläufigen schönheitsbild entsprechend, beiliebe nicht, aber trotzdem.... ) und vor allem auch von anderen menschen als solches empfunden wird, geht es mir besser damit und ich bin unempfindlicher gegenüber abfälligen bemerkungen. das wiederum hat das thema für mich unwichtiger gemacht. soll heissen: ich muss mich nicht mehr damit beschäftigen, nicht gedanklich und auch nicht gefühlsmässig.

      was meine ich mit "eine gewisse form von schönheit"? nun, ich möchte mal die malerei - kunst - als beispiel dafür nehmen. hier ist unbestritten die schönheit des objekts immer im auge des betrachters. der eine findet picassos werke wunderschön und anrührend, der andere monet oder rembrandt oder schlichte aquarelle schöner als dramatische öl- oder acrylkompositionen. jedem ist es möglich, seine persönliche art von schönheit in den werken zu entdecken. und so ist es für mich auch mit den unterschiedlichen formen und arten von körpern und deren beschaffenheit. eine alte frau, die mit lachenden augen aus einem faltenreichen gesicht in die welt schaut, die ein langes gelebtes leben an ihrem körper mit sich trägt, ist für mich ebenso schön, wie ein eben geborenes baby, das von seiner mutter oder seinem vater gehalten wird und zornig über die veränderung aus leibeskräften brüllt.

      und wenn ich meinen körper - vor allem unbekleidet - im spiegel betrachte, dann sehe ich eben auch da gelebtes leben. ich sehe, dass da jemand aufrecht und so dynamisch wie möglich durchs leben geht. klar gibt es beim näheren betrachten einige spezielle stellen, die mir nicht so gut gefallen, aber die hat jeder mensch, schlank, dick, gross, klein, alt oder jung. wichtig ist für mich geworden, welchen gesamteindruck mein körper beim betrachten bei mir macht.
    • Ich finde mein Gesicht huebsch, obwohl mich mittlerweile der doppelte Kinn stoert. Es war auch frueher so, als ich mich insgesamt ganz haesslich fand, dass ich im Spiegel mein Gesicht betrachtet habe und damit wirklich zufrieden war. Damals dachte ich mir noch: "ach, zu diesem Gesicht noch eine schlanke Figur -- dann waere ich eine Schoenheit!"

      Meine Mutter hat frueher oefters gesagt, dass ich viel schoener werde, sobald ich schon ein klein bisschen abgenomemn habe. Das mag sein, ich selber sehe es aber nicht so.

      Meinen Koerper fand ich nie schoen. Ich habe vor allem keine Tallie, und einen hervorstehenden Bauch. Das hat mich immer an meinem Koerper gestoert. Ich finde eine weibliche Figur (also, eine mit Tallie) viel schoener.

      Ich halte es nicht fuer moeglich, dass ich mich irgendwann schoen finden werde. Es geht einfach gegen mein aesthetisches Gefuehl. Und manchmal bin ich traurig darueber, denn ich waere gerne eine schoene Prinzessin!

      Andererseits ist "schoen sein" fuer mich nicht so wichtig, auch nicht bei anderen Menschen. Es gibt viel wichtigere Dinge als Schoenheit, z.B. persoenlicher Charme, Warmherzigkeit, Freundlichkeit, Fairness, Geduld. So gesehen bin ich mit mir selbst als Menschen oft zufrieden, auch wenn ich mich nicht schoen finde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Muminfrau ()

    • mich dick schön finden

      Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
      Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir lieben. Sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden.

      Diese 2 Sätze gingen mir gerade durch den Kopf, als ich die Beiträge hier las.

      Jetzt mal eine ehrliche Frage: WER, besonders bei den Frauen, findet sich schon wirklich schön?
      Selbst schlanke, augenscheinlich "schöne" Menschen finden sich selbst häßlich, während äußerlich eher "häßliche" Menschen meinen sie sind Gottes Geschenk an diese Welt.

      Wir selbst schätzen uns doch eh oft viel häßlicher ein, als wir es sind. "Schönheit" ist schließlich ein Gesamtpaket. Klar kommt zuerst die äußerliche "Schönheit", die aber nichts nützt wenn die Ausstrahlung dazu nicht passt. Andererseits kann ein vermeintlich "häßlicher" Mensch wunderschön werden wenn man ihm/ihr den zweiten Blick schenkt und merkt, dass dieser Mensch einfach wunderbar in die Welt passt.

      Das Wichtigste ist einfach die Selbstliebe, wie ich das nenne. Egal wie schön oder häßlich wir uns finden, wir müssen uns selbst erst mal lieben so wie wir sind. Mit allen Fehlern, Macken, Dellen, Speckrollen, schiefen Zähnen, Falten, Pickeln, Schmerzen, gekauten Fingernägeln, Haaren die nicht so wollen wie wir...etc. etc. etc. Denn erst wenn wir uns selbst lieben, können wir jemand Anderen wirklich so lieben wie er/sie ist. Die Ausstrahlung ändert sich dementsprechend und auch, wie man auf seine Umgebung wirkt.

      Dann fällt es auch viel leichter, sich nur noch mit Leuten zu umgeben, die einem gut tun und wenn man doch mal Menschen im Umfeld hat die einem in irgendeiner Weise "an den Karren fahren" wollen, dann weiß man eher wie man damit umgehen muss und wie man kontern kann.

      Ich würde natürlich lügen wenn ich behaupten würde ich möchte NICHT ein paar Kilo leichter sein. Käme eine gute Fee, wüsste ich genau wofür ich meine 3 Wünsche nutzen würde (Sorry Weltfrieden). Aber die gute Fee gibt es nicht und mir fehlt einfach das Klick-Erlebnis im Kopf, dass mich zu einer radikalen und dauerhaften Ernährungs- und Gewohnheitsumstellung bringt (da ich bis jetzt noch annehme, dass genau das die Gründe für mein Übergewicht sind. Was sich allerdings noch ändern könnte). Ob und wann es soweit sein wird, weiß ich auch nicht, also muss und will ich mich bis dahin so akzeptieren wie ich bin um ein gutes und erfülltes Leben führen zu können.

      Liebe Grüße
      Tanja
      [SIZE=2]Richtige Männer stehen auf Kurven denn nur Hunde spielen mit Knochen! (Unbekannter Verfasser)
      [/SIZE]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: Unnötige Schriftgröße 3 in leserliche 2 reduziert.

    • die Stimme des Alters muht dazu: liebe Wollmaus

      eigentlich haben ja fast alle -TB76SW -Muminfrau -19elke61 - Itsme und Orien auch für mich Wichtiges über das Thema--- kann denn Dicksein Schönsein sein geschrieben ... und Wiederholungen sind langweilig...

      deshalb mache ich es andersrum: ich habe immer sehr gerne diesen jiddischen Schlager gehört:

      youtube.com/watch?v=ylLCYbySTqg&feature=related


      Und wer mir dann zusang ( brauchte nur ein Augenzwinkerer sein)
      Bei mir bist Du ( auch) schön - bei dem, bei der, bei denen fühlte ich mich schön, weil akzeptiert


      Das Ganze musste gar nicht musikalisch ablaufen .... nonverbale Kommunikation genügte .../ genügt , denn schön im Sinne von sympathisch zu sein, genügte mir zeitlebens ..
      na ja: und mein Mann findet mich heute noch schön, vor allem, wenn ich ihm sein Lieblingsessen koche ... aber das ist eine andere Geschichte :D
    • Mich schön finden.. das habe ich, wie Itsme, noch nie.

      Ich habe mich schon immer für ungenügend gehalten. Minderwertiger als andere.
      Mich viel von meinem Äußeren abhängig gemacht.
      Dann habe ich zugenommen und jedes Jahr dem Jahr zuvor nachgeweint, weil ich da ja 'schöner und schlanker' war.

      Ich lebte und lebe teilweise noch in der Vergangenheit.

      Mich selbst schön finden, wird immer schwierig für mich sein aber ich arbeite daran zu akzeptieren, dass mich andere schön finden.
      Ich fühle mich besser, weil ich weiß, dass ich für andere schön sein kann auch wenn ich für mich selbst nicht so attraktiv bin.

      Ich muss also gar nicht in mein perfekten Gerüst passen. Ich muss mich selbst nicht zum anbeißen finden.
      Es reicht, wenn ich mich akzeptiere und mich einfach so wohl fühle, wie ich halt grad bin.

      @Itsme
      Danke für den Denkanstoß, dass man daran denken sollte, was der Körper so leistet.
      Ich glaube mir kann das wirklich helfen, meinen Körper und mich weniger zu geißeln :daumen:

      @Marianne
      Das Lied gefällt mir gut! Geht in die Hüften :juhu:
    • Was für ein interessantes Thema!

      Wie ich in dem anderen Beitrag bereits schrieb, ja ich möchte mich dick
      schön finden. Dabei reduziere ich mich keinesfalls auf Äußerlichkeiten.
      Mir geht es schon um das Gesamtpaket. Wenn ich meinen Status betrachte,
      nun: Schön fand ich mich noch nie - egal in welcher Statur. Jedoch durch
      den Umstand, Unterlagen und hunderte von Fotos aus dem Nachlass
      meines Vaters durchsehen zu müssen, musste ich mich zwangsläufig mit
      vielen Dingen meiner Vergangenheit auseinandersetzen.
      Rückblickend betrachtet finde ich mich heute durchaus schön, so wie ich
      damals aussah - sicher keine Modelfotos aber ich finde mich schön.
      Dahin möchte ich auch so dick wie ich jetzt bin. Das betrifft zwar "nur" die
      Verpackung aber sie ist für mich wichtig. Als Mensch mag ich mich
      durchaus und könnte auch mit mir befreundet sein :) . Die Wertschätzung
      meinem Körper gegenüber achte ich sehr viel mehr als noch vor wenigen
      Jahren indem ich ihn besser behandele.
      Aber, wenn ich mich schön finde, ist meine Ausstrahlung eine andere. Sie
      ist positiver, nicht so sehr von Ängsten geprägt. Nicht nur bei der
      Partnerwahl ist es wichtig. Wir möchten alle wegen unserer inneren Werte
      geschätzt werden. Nur tragen wir die inneren Werte nicht vor uns her. Wir
      sind optisch geprägt und sehen "auf den ersten Blick" das, was vor uns
      steht. Und wenn das Gegenüber eine positive Ausstrahlung hat, vor
      Lebenslust strotzt, froh und selbstbewusst ist, dann spielt die Statur eine
      untergeordnete Rolle. Um DAS ausstrahlen zu können, bin ich sicher, dass
      man sich als Gesamtpaket mögen muss - so auch den Körper. Wir haben
      viel mehr funktionierende Instinkte als wir glauben. Jede Unsicherheit,
      jeder "Makel", den wir uns selbst anheften, spürt das Gegenüber. Bei der
      Partnerschaft kann es fatale Folgen haben. Würde ein Mann meinen Bauch
      gut finden, weil er das eben so sieht, würde ich es ihm niemals glauben,
      da ich ihn scheußlich finde. Das Beispiel ist übertragbar. Deshalb möchte
      ich mich auch "nackt" lieben können. Die Partnerwahl ist sicher nicht zu
      vernachlässigen und was man sich aus vermeintlicher Minderwertigkeit in
      dieser Weise alles "antun" kann, weiß ich aus Erfahrung. Dies betrifft aber
      alle zwischenmenschliche Lebensbereiche - Partnerwahl, Freundeskreis,
      Kundenkreis etc. Ein Teil des Minderwertigkeitsgefühls resultiert doch aus
      der Tatsache, dass man den eigenen Körper nicht gut findet und dabei all
      die Unsicherheiten ausprägt.

      Das Zitat von TB76SW finde ich sehr schön.
      Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir lieben.
      Sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden.
    • Liebes Paulinchen,

      dieser Satz von Dir:

      Würde ein Mann meinen Bauch
      gut finden, weil er das eben so sieht, würde ich es ihm niemals glauben,
      da ich ihn scheußlich finde.


      bedeutet aber im Grunde, dass Du nicht glaubst, dass die Geschmäcker der Menschen verschieden sind. Es ist aber so und somit gibt es eben Menschen, die diese oder jene Figuren mögen.
      Mache es Dir doch nicht so schwer.

      Ich glaube auch nicht, dass man sich schön finden muss um genügend Selbstbewusstsein zu haben.
      Ich finde mich zum Beispiel nicht schön. Aber eben auch nicht hässlich. Selbstbesusstsein habe ich aber trotzdem, weil ich mich als Mensch durchaus mag. Ich halte mich nicht für dumm, ich halte mich nicht für gefühlskalt, ich denke, ich kann Liebe, Verständnis und Fürsorge geben, ich habe Humor und vieles mehr. Alles das und noch etliche andere Dinge geben mir Kraft und Selbstbewusstsein.
      Es wäre doch auch eine äußerst ungerechte Sache, wenn ein Mensch nur dann Selbstbewusstsein bekäme und ausstrahlen könnte, wenn er schön ist.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @Itsme

      Oh nein, da muss ich sofort etwas korrigieren.
      Ich meine NICHT schön sein, wie es uns die Werbung vorgaukelt
      (diese Schönheit existiert nicht - nur im Photoshop :-D).

      Ich meine schön sein - ganz individuell für sich selbst.
      Da hat doch jeder ein anderes Empfinden, eben weil die Geschmäcker
      so verschieden sind. Wie kann ich es erklären...

      Ich versuche es anders herum. Wenn jemand etwas an mir kritisieren
      würde, was mir persönlich aber sehr gut gefällt, so könnte ich da locker
      drüber stehen. Es würde mich wohl kaum stören, da ich das ja an mir mag
      und gut damit leben kann - es würde mich nicht verunsichern und
      vermutlich auch nicht verletzen. Würde mir hingegen dieses Körperteil oder
      was auch immer ebenso nicht gefallen oder es wäre vielleicht sogar mein
      Stachel im Fleisch, dann würde mich diese Kritik doch mehr verletzen oder
      verunsichern oder beschäftigen - wie auch immer. Bei einem Partner hätte
      ich sicher Probleme obwohl ich weiß, dass nie ALLES gefallen kann und wird
      - auf beiden Seiten. Da sagt der Bauch, du bist unvollkommen und nicht
      liebenswert und wer weiß, was sonst noch und der Kopf sagt, überlege, was
      du dir da gerade Unwichtiges zusammendenkst.

      Ich hoffe, das war nicht allzu wirr :)
    • Ich danke euch für eure Beiträge, die mich sozusagen etwas beruhigt haben - ich muss nicht noch eine große Baustelle aufmachen :) Es geht wohl wirklich um die Schönheit, die sich nicht auf rein äußerliche Merkmale reduzieren lässt.

      @Paulinchen
      Das, was du unter Gesamtpaket fasst, kann ich auch durchaus schön finden - es gelingt mir einfach nicht bei der reinen Körperlichkeit.
      Meinen Bauch mag ich übrigens optisch auch gar nicht, aber ich mag ihn inzwischen auch, weil mein Mann in wirklich total klasse findet - einfach weil er so gemütlich für ihn ist - und so kann ich meinen nackten Bauch auch lieben.
      Ich wäre aber niemals mit einem Mann zusammen gekommen, der mich will, weil ich eine dicke Frau bin. Da hätte ich mich genauso eingeengt gefühlt, wie eine Frau in Größe Null vermutlich, bei der der Mann genau darauf steht. Ich will mich nach meinen Bedürfnissen ernähren können und das darf der Liebe nicht im Wege stehen. Als ich mit meinem Mann eine Beziehung begonnen habe, war ich noch auf dem Weg des Abnehmens und ich habe einige Jahre gedacht, dass er sich nur auf mich einlässt, weil er davon ausgeht, dass ich nicht dick bleibe - zum Glück habe ich mich da geirrt :)
    • Itsme schrieb:


      Ich finde mich zum Beispiel nicht schön. Aber eben auch nicht hässlich. Selbstbesusstsein habe ich aber trotzdem, weil ich mich als Mensch durchaus mag. Ich halte mich nicht für dumm, ich halte mich nicht für gefühlskalt, ich denke, ich kann Liebe, Verständnis und Fürsorge geben, ich habe Humor und vieles mehr. Alles das und noch etliche andere Dinge geben mir Kraft und Selbstbewusstsein.


      Bei mir ist es mittlerweile ähnlich. Ich stehe nicht vor dem Spiegel und bin überwältigt von meinem Aussehen oder sage mir täglich wie toll ich doch aussehe. Ich finde mich aber durchaus nicht hässlich, geschweige denn unattraktiv.
      Ich versuche mein Selbstbewusstsein aus meinem Charakter zu ziehen und daraus, was ich in meinem noch recht kurzem Leben alles erreicht hab. Ich kann von mir sagen, dass ich ein selbstständiger Mensch bin, der viele Stärken, einige Schwächen hat und sich stets selbst reflektiert, was ich wichtig finde, um sich weiterzuentwickeln. Dumm bin ich auch nicht, und auch kein asoziales, egozentrisches Miststück.
      Meine Grenze ist noch die, mich ohne Kleidung gut zu finden. Mit Kleidung gelingt mir das sehr gut. Aber wenn ich ohne vorm Spiegel stehe denk ich mir meinen Teil.
    • Ich persönlich finde mich attraktiv. Als eine Schönheit würde ich mich nicht bezeichnen. Ich empfinde mich nicht als dick und attraktiv oder auch dick und trotzdem attraktiv, sondern ich bin eine attraktive Dicke. Ich vergleiche mich durchaus auch mit Schlanken, die eine ganz andere Figur haben als ich. Aber mal angenommen alle wären dick, dann würde ich im Vergleich halt aus meiner Sicht "gut dastehen". Ist schwierig zu erklären... Ich denke, ich hab einfach nicht dieses Denken "dick=unattraktiv" oder so. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit Männern gute Erfahrungen gemacht habe, nachdem ich dick geworden war. Ich habe einfach festgestellt, dass ich als Dicke anziehend auf Männer wirke - in erster Linie dann, wenn ich selbstbewußt auftrete. Ich als Dicke sehe einfach ziemlich gut aus, egal ob ich schlanker sein will oder nicht. Punkt.
      Davon unabhängig würde es mir nichts ausmachen, leichter zu sein oder weniger Raum einzunehmen, einfach, damit diverse praktische Probleme gelöst sind. Und das betrifft auch die Kleidung.
      Ich mag diverse Dinge an mir auch nicht so, allerdings ist ja niemand perfekt. Diese Imperfektionen trage ich soweit dann mit Gleichmut.

      Ich würde sagen, dass man sich nicht als Schönheit sehen muss, um selbstbewußt zu sein. Ich denke eher, dass man sich, wenn man selbstbewußt ist und sich selbst liebt, sich objektiver betrachten kann und einem dann nicht nur die schlechten, sondern auch die schönen Seiten auffallen.

      Anekdote dazu: Ich hatte einen Mann kennengelernt, mit dem ich ein paar Wochen mehr oder weniger zusammen war. Danach wollte er nicht mehr mit mir zusammensein, weil ihm die (gute) Meinung seiner Familie und Freunde wichtiger war als ich. Da er zu feige war, mit mir direkt endgültig Schluß zu machen, hat er vorgegeben, er hätte eine andere kennen gelernt, mit der er zusammenkommen wollte. Er meinte sie sei (objektiv) viel hübscher/schöner als ich, so dass ich sicher verstehen würde, wenn er sich trennen will... Er hat mir sogar ein Foto geschickt. So ne blonde Schlanke. Ich musste ihm darauf ehrlicherweise antworten, dass ich sie nicht schöner finde als mich und daher keinen Grund darin sehe, wegen ihr die Beziehung zu beenden. Da er allerdings nicht genug "Mumm" hatte, zu mir zu stehen, hatte ich auch nicht groß etwas dagegen, das Ganze dann zu beenden. Er hatte mich mit dieser Foto-Aktion ziemlich verblüfft und ich mein es ernst: ich fand sie nicht schöner als mich, da war es unerheblich, dass ich dick und sie schlank war. Daran musste ich mich gerade erinnern...

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • paulinchen schrieb:

      @Itsme

      Oh nein, da muss ich sofort etwas korrigieren.
      Ich meine NICHT schön sein, wie es uns die Werbung vorgaukelt
      (diese Schönheit existiert nicht - nur im Photoshop :-D).

      Ich meine schön sein - ganz individuell für sich selbst.
      Da hat doch jeder ein anderes Empfinden, eben weil die Geschmäcker
      so verschieden sind. Wie kann ich es erklären...

      Ich versuche es anders herum. Wenn jemand etwas an mir kritisieren
      würde, was mir persönlich aber sehr gut gefällt, so könnte ich da locker
      drüber stehen. Es würde mich wohl kaum stören, da ich das ja an mir mag
      und gut damit leben kann - es würde mich nicht verunsichern und
      vermutlich auch nicht verletzen. Würde mir hingegen dieses Körperteil oder
      was auch immer ebenso nicht gefallen oder es wäre vielleicht sogar mein
      Stachel im Fleisch, dann würde mich diese Kritik doch mehr verletzen oder
      verunsichern oder beschäftigen - wie auch immer. Bei einem Partner hätte
      ich sicher Probleme obwohl ich weiß, dass nie ALLES gefallen kann und wird
      - auf beiden Seiten. Da sagt der Bauch, du bist unvollkommen und nicht
      liebenswert und wer weiß, was sonst noch und der Kopf sagt, überlege, was
      du dir da gerade Unwichtiges zusammendenkst.

      Ich hoffe, das war nicht allzu wirr :)




      Paulinchen, ich verstehe. ;)

      ich denke aber trotzdem immer noch, dass man sich nicht schön finden muss Selbstbewusst zu sein. Ich glaube sogar eher, dass eine gesunde Mischung aus mögen und nicht mögen, normal ist. Das in Bezug auf die äußere und auch auf die innere Schönheit. Dass man eben Dinge an sich mag, aber auch Dinge an sich kritisch betrachtet und nicht so mag.
      Mir wäre ein Mensch der sich uneingechränkt toll/schön/attraktiv findet, irgendwie suspekt, weil ich ihm eine gesunde Kritikfähigkeit sich selbst gegenüber nicht zutrauen würde. Mir käme so etwas überheblich vor.

      Nordlicht hat das schön ausgedrückt:

      Ich würde sagen, dass man sich nicht als Schönheit sehen muss, um selbstbewußt zu sein. Ich denke eher, dass man sich, wenn man selbstbewußt ist und sich selbst liebt, sich objektiver betrachten kann und einem dann nicht nur die schlechten, sondern auch die schönen Seiten auffallen.




      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Na ja Nordlicht, du hattest ja mal ein Bild von dir eingestellt. Da gibts kein Argumentieren, du bis einfach schön! Da zwingt sich auch kein Gedanke auf, ob du dick und schön, schön trotz dick, schön dick oder sonstwas bist. :-p
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Knallfrosch schrieb:

      Na ja Nordlicht, du hattest ja mal ein Bild von dir eingestellt. Da gibts kein Argumentieren, du bis einfach schön! :-p


      Da beißt die Maus kein Faden ab :D

      Ich finde mich auch ziemlich schön - früher war das nicht so - bei mir ging die Stärkung meines Selbstbewussseins und vorallem meines Selbstwertgefühls schon auch mit dem Gefühl mich schön zu finden einher.

      Hummelchen

      Ich muss gerade an meine Oma denken (Gott habe Sie selig) die früher immer vorm Spiegel stand und gesagt hat: "Ich kann mir nicht helfen: ich finde mich schön!" Und das war sie auch -selbst als Achtzigjährige noch
    • Dankeschön! :) Das von anderen zu hören läßt mich gleich ein Stück "wachsen"... :-p
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ob ich mich schön finde... hab ich noch nie drüber nachgedacht.
      Ich bin da eher praktisch veranlagt und nutze den Spiegel zum Styling (ob Sachen passen und seltener zum Schminken-da bin ich ne Nulpe, bei Eyeliner bin ich raus), ansonsten brauch ich den kaum. Ich hab nur Jeans und Pullis und T-shirts in Richtung BasicStyle.
      Steht mir am besten, da ich eher son Jungenhafter Typ bin. Kleider und Pailetten find ich persönlich urgs.
      WENN ich dann mal in den Spiegel gucke, was soll da schon zu sehen sein, eine nette runde Frau, die nen dicken Bauch und Beine, nen großen Busen, Hagelschaden an den Oberschenkel und nett verteilte OP-Narben sowie nen Tattoo hat.
      Also, völlig ok für mich und ums mal mit Herrn Wowereit zu sagen:" ....Das ist auch gut so!"
      Ob jetzt mich ok finden auch heißt, das ich mich schön finde...keine Ahnung.
      Ich finde zB meine dünnen Haare totalen Murks und ärger mich morgens beim zähneputzenden Blick in den Spiegel, das ich aussehe wie ein explodiertes Monchichi und dabei sind die Haare streichholzkurz. (ok, ist eigentlich eine super Leistung)
      LG bigette
    • Da geht es dir ähnlich wir mir. Ich schminke mich allerdings mittlerweile auch nicht mehr. Den Spiegel benutze ich um nachzuprüfen ob ich ordentlich aussehe. Ich halte es auch für bedenklich, dass Frauen immer noch so sehr auf "Schönheit" - was immer das sein mag - fixiert sind. Ich denke nicht in diesen Kategorien. Mir sind Äußerlichkeiten, abgesehen vom Gepflegtheitseindruck, völlig wurscht.
      [CENTER]
      [/CENTER]
    • Mir ist Schminken einfach zuviel Gefummel. Wenn ich mal Pickelchen habe oder gereizte Haut, kommt etwas Abdeckung drüber, die Glanzstellen werden weggepudert, aber für den Rest hab ich morgens keinen Nerv. Irgendwie landet im Laufe des Tages die Farbe sowieso überall, nur nicht da, wo sie eigentlich hingehört. Meine dicke schwarze Brille betont die Augen mehr als jedes Mascara, und Lippenstift leg ich nur zu festlichen Veranstaltungen auf.

      Ich bin mal von einem überaus attraktiven Mann im Rahmen einer Flirtaktion gefragt worden, warum ich kein Makeup trage, das würde mich doch noch schöner (!) machen. Ich hab ihm mit meinem verführerischsten Wimpernklimpern geantwortet: "Ich will doch keine Spuren auf weißen Männerhemden hinterlassen." Das Argument hat ihm sofort eingeleuchtet.:grins:
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Lunix schrieb:

      Da geht es dir ähnlich wir mir. Ich schminke mich allerdings mittlerweile auch nicht mehr. Den Spiegel benutze ich um nachzuprüfen ob ich ordentlich aussehe. Ich halte es auch für bedenklich, dass Frauen immer noch so sehr auf "Schönheit" - was immer das sein mag - fixiert sind. Ich denke nicht in diesen Kategorien. Mir sind Äußerlichkeiten, abgesehen vom Gepflegtheitseindruck, völlig wurscht.



      Oh...
      ich glaube, auch ohne dass einem "Schönheit" so extrem wichtig ist, dass man es als "auf Schönheit fixiert" bezeichnen kann, schminke ich mich. Und ich bin auch über das gepflegt sein hinaus, an meinem Aussehen interessiert. Zum Beispiel in Bezug auf Kleidung. Da ist mir nur gepflegt sein zu wenig. Ich will mich so schick wie möglich fühlen und auch in Punkto schminken, fühle ich mich leicht geschminkt einfach wohler. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass diese Dinge für mich einen zu hohen Stellenwert haben.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]