"muss" Sport wirklich sein?

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    • Muminfrau schrieb:

      Ich glaube aber gerne, und das entspricht auch meinen Beobachtungen, dass es Menschen gibt, die Sport brauchen und ohne Sport ungluecklich und dick werden.

      Ja, das ist wie mit den Möpsen und den Windhunden - ich gehöre halt eher zu den Möpsen :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: verkorkste Zitatklammer gerichtet

    • Ich war letzte Woche Fastenwandern. Ich kann nur sagen, dass alle Dicken mich Undicke in Punkto Fittnes abgehängt haben. Alle. Ich bin sowas von unfit. In einem anderen Tread wurde doch diskutiert, ob Dicke durch die mitgetragenen Gewichte per se fitter sind. Ich hatte letzte Woche definitiv den Eindruck. Muss allerdings sagen, das keiner dabei sehr dick war - nur halt dicker als ich. So wie du, Muminfrau - grins.

      Ich kann allerdings sagen, dass mich Wandern im Wald/Bergen definitiv glücklich macht.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • ... Ich kann nur sagen, dass alle Dicken mich Undicke in Punkto Fittnes abgehängt haben. Alle. ...


      Ich hab grad Kopfkino....
      On:
      Ich seh eine Gruppe dicker Menschen leicht, beschwingt und sich nett unterhaltend im strammen Tempo durch den Wald stratzen...dann kommt ne Weile gar nix....dann mit großem Abstand hechelt ein schlanker Mensch alleine, so kurz vorm Herzkaspar, hintendran... ein letzter Wink, ein gehauchtes:"Wartet!", und dann raffts ihn dahin.... (Verblüffte Blicke andere Wander hab ich mir geschenkt):rolleyes::-p;)
      Off.

      Tschuldigung, ich konnt nicht anders, es musste raus... :holy:
    • MissSilver schrieb:

      Im Lexikon der Fitness Irrtümer steht da aber wieder ganz was anderes:
      Zitat von aus Beschreibung von Amazon
      Nach Prüfung der einschlägigen Untersuchungen kommen die Autoren zu einem klaren Urteil: "Die Versuche, den Beweis zu führen, dass länger oder gesünder lebt, wer sich 'bewusst' ernährt und Schweiß vergießt, sind kläglich gescheitert." Mehr noch: Die Nebenwirkungen des Sports wie Langzeitschäden oder Produktionsausfälle durch Sportverletzungen scheinen die möglichen positiven Wirkungen volkswirtschaftlich zu übertreffen.


      Ich konnte mich vor zwei Jahren vor Rückenschmerzen kaum mehr bewegen.

      Ich machte eine Reha die die Beschwerden verbesserte aber da waren sie noch immer. Dann fing ich an regelmässig Sport zu treiben.
      Ich mache die Rückengymnastik die ich während der Reha gelernt habe, gehe regelmässig schwimmen und fahre Rad, jetzt hab ich mir noch ein Minitrampolin gekauft.
      Inzwischen bin ich schmerzfrei !

      Seit ich meine Ernähung umgestellt habe und viel mehr Gemüse und Obst esse verliere ich auch noch Gewicht.
      Einen Verzicht bedeutet das nicht für mich im Gegenteil das Essen ist sehr lecker und ich fühle mich besser, bin nicht mehr so müde und schlapp.

      Ob ich desswegen länger lebe ist mir egal, aber meine Lebensqualität hat sich drastisch verbessert.
    • Pika schrieb:

      Ich konnte mich vor zwei Jahren vor Rückenschmerzen kaum mehr bewegen.

      Ich machte eine Reha die die Beschwerden verbesserte aber da waren sie noch immer. Dann fing ich an regelmässig Sport zu treiben.
      Ich mache die Rückengymnastik die ich während der Reha gelernt habe, gehe regelmässig schwimmen und fahre Rad, jetzt hab ich mir noch ein Minitrampolin gekauft.
      Inzwischen bin ich schmerzfrei !

      Seit ich meine Ernähung umgestellt habe und viel mehr Gemüse und Obst esse verliere ich auch noch Gewicht.
      Einen Verzicht bedeutet das nicht für mich im Gegenteil das Essen ist sehr lecker und ich fühle mich besser, bin nicht mehr so müde und schlapp.

      Ob ich desswegen länger lebe ist mir egal, aber meine Lebensqualität hat sich drastisch verbessert.




      da ist was wahres dran, kann ich nur bestätigen. Seit ich teilzeitveganer bin, mich viel bewege, nebenbei auch noch an Gewicht verliere, habe ich keine Gelenkschmerzen mehr. Ich fühle mich so fit und gesund wie mit 20.
    • Na super! Dann können wir ja bald die Kategorie Magerfrettchen hier eröffnen!

      Mit dufte gesundem Gemüse (ich krieg auf das meiste vor lauter Gesundheit immer Flitzekacke....) und ganz dolle Bewegung, von Schwimmen über Trampolin und meine Gefühle als Ausdruckstanz darstellen, werde ich immer-immer-immer schlanker und vor allen Dingen: jünger. Vielleicht erreiche ich dann auch bald wieder die Gehirn-null, endlich!
      Ich ernähre mich dann von Kuhdung, denn ich hab noch keine dicke Stallfliege gesehen und nenne es dann geschickterweise "Ernährungsumstellung" (vielleicht merken das die dummen Pummels nicht, dass das im Endeffekt nix anderes als eine Diät ist *hehehehe*).
      Wo ist hier bitte der Ausgang? Ich geh mal weinen.
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    • Sonnenkuss schrieb:

      Na super! Dann können wir ja bald die Kategorie Magerfrettchen hier eröffnen!

      Mit dufte gesundem Gemüse (ich krieg auf das meiste vor lauter Gesundheit immer Flitzekacke....) und ganz dolle Bewegung, von Schwimmen über Trampolin und meine Gefühle als Ausdruckstanz darstellen, werde ich immer-immer-immer schlanker und vor allen Dingen: jünger. Vielleicht erreiche ich dann auch bald wieder die Gehirn-null, endlich!
      Ich ernähre mich dann von Kuhdung, denn ich hab noch keine dicke Stallfliege gesehen und nenne es dann geschickterweise "Ernährungsumstellung" (vielleicht merken das die dummen Pummels nicht, dass das im Endeffekt nix anderes als eine Diät ist *hehehehe*).
      Wo ist hier bitte der Ausgang? Ich geh mal weinen.


      Kannst du es nicht vertragen wenn es anderen gut geht oder was ist los mit dir?
    • Nunja, vielleicht ein wenig viel hineininterpretiert, SoKu... ;) Es wurde hier ausschließlich von eigenen Erfahrungen gesprochen, nicht Allgemeinplätzen. Hat doch keiner geschrieben, dass das ganze gemacht wird um abzunehmen, wenn ich jetzt mal genau hingucke.
      Also nix anderes wie wenn ich schreibe
      "Seitdem ich meine Ernährung umgestellt habe und weniger Obst, kein Weizen und keine Fertiggerichte mehr esse verliere ich an Gewicht. Meine Muskel- und Rückenschmerzen sind dadurch auch verschwunden, weil ich unverträgliches Essen einfach meide. Und dadurch, dass ich jeden Tag zu Fuß zur Arbeit gehe, bin ich fitter geworden und fühle mich besser."

      Also: ganz ruhig, SoKu. Macht ja nicht jeder die gleichen Erfahrungen... ;)

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Nee....

      manche müssen immer gleich alles madig reden, grade so, als wäre es ein Faux Pas, wenn jemand hier über gute Erfahrung mit gesunder Ernährung und Bewegung berichtet. Jeder soll doch so leben, wie es ihm am besten bekommt und andere auch so leben lassen nach eigener Fasson :eek:
    • Jetzt sind wir genau bei der unsäglichen "BLÖD der Frau-Neid-Debatte", die Dicken sind ja nur neidisch, weil ihr so dolle abgenommen habt. Das kann ich auch in jedem dahergekommenen AC-Forum nachlesen.
      Danke.

      Es freut mich ausserordentlich, dass es euch gut geht. Es macht mich traurig, dass ihr es anscheinend doch an eurer Figur festmacht.
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    • Nein ich mach es nicht an meiner Figur fest ob es mir gut geht. Aber ob ich Schmerzen habe oder nicht trägt einen sehr großen Teil zu meinem Wohlbefinden bei.

      Weißt du was ich bin vorher auf allen vieren aus dem Bett gekrochen und musste mich dann am Tührrahmen aufgerichten damit ich es irgendwie fertig brachte meinen Sohn für den Kindergarten fertig zu machen.
      Ich wusste nicht mehr wie ich meinen Haushalt bewältigen soll.

      Auch wenn ich abgenommen habe bin ich immer noch dick, und wenn ich noch mal 20 kg abnehmen sollte bin ich immer noch dick.
      Trotzdem freut es mich das ich wieder mobil und beweglich geworden bin und nebenbei auch noch ein paar Kilos losgeworden bin.

      Soll ich mich dafür entschuldigen? Darf ich es nicht erwähnen? Wie hättest du es gerne?
    • Sonnenkuss schrieb:

      Jetzt sind wir genau bei der unsäglichen "BLÖD der Frau-Neid-Debatte", die Dicken sind ja nur neidisch, weil ihr so dolle abgenommen habt.[...]

      Och nö, das nun wirklich nicht. Ich mach das ganze nicht um abzunehmen. Es ist mir egal, was andere davon halten, dass ich keine Diät halte und einfach nur lebe. Ich orientiere mich einfach an den Notwendigkeiten meiner Krankheit, was das Essen betrifft. Dadurch fühle ich mich wieder besser bzw. gut. Die Abnahme ist ein netter Bonus, den ich gern mitnehme, und den ich normalerweise nicht herausstreiche oder extra erwähne, weil das meine Sache ist und ich da keine Anerkennung für brauche. Es passte hier einfach gut als Vergleich. Als mehr brauchst du das nicht sehen, es ist reine Information und kein Gehabe meinerseits. Es ist mir schnurzpiepegal was du über meine Ernährung oder mein Gewicht und dessen (Nicht-)Veränderung denkst.
      Was ich nicht verstehe ist, weshalb du so auf die Beiträge anspringst. Weder ist eine Diät angepriesen, noch wird jemand etwas empfohlen, es stehen keine Binsenweisheiten oder Vorurteile über Ernährung bzw. Dicksein und Abnehmen drin, und es wird nicht verallgemeinert oder eine bestimmte Ernährung als "gesund" betitelt. Nur weil "viel Obst und Gemüse" zufällig Pika schmeckt oder weil Gabriele Teilzeitveganertum für sich als vorteilhaft sieht, kann man den beiden da doch keinen Strick draus drehen. Wo siehst du also genau das Problem? Was ist da nachgeplappert oder hirnlos? Das würd ich jetzt echt mal gerne wissen.

      Sonnenkuss schrieb:

      Es freut mich ausserordentlich, dass es euch gut geht. Es macht mich traurig, dass ihr es anscheinend doch an eurer Figur festmacht.

      Nchmals: Es geht mir gut, weil ich Unverträgliches meide und weil ich zu Fuß zur Arbeit gehe, statt die Viertelstunde einen Umweg mit Bus und Bahn zu nehmen und trotzdem nicht eher anzukommen. Die Figur hat damit nichts zu tun, ich fühl mich dick in Ordnung, ob nun mit dem Ausgangsgewicht oder mit dem jetzigen. Wie gesagt, man kann auch mehr in einem Beitrag sehen als da wirklich ist.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ich sehe nichts Schlimmes daran, was Pika und gabrielle schreiben. Sie gehoeren offensichtlich zu Menschen, die sich durchs Sporttreiben besser fuehlen. Das sei ihnen gegoennt. :)

      Ich muss allerdings gestehen, dass ich dabei gewisse Neidgefuehle verspuere. Es ist nun mal so, dass Leute, die Sport treiben, im Mainstream liegen. Wenn man gerne Sport treibt, muss man sich nicht rechtfertigen.

      Ich weiss allerdings ziemlich sicher, dass ich nicht dadurch gluecklicher werde, oder mich besser fuehlen werde, dass ich Sport treiben wuerde. Ich wuerde mich mit Sport nur unter Druck setzen. Und natuerlich muss ich mich dafuer auch nicht rechtfertigen -- eigentlich. Nur ist es eben sehr schwer, das nicht zu tun, wo alle und ueberall vom Nutzen des Sports reden.

      Ich habe auch mit Kollegen darueber gesprochen. Es ist unglaublich, wie jeder, aber wirklich jeder, gemeint hat: "Ich fuehle mich besser, wenn ich Sport treibe. Also fuehlt sich auch jeder Mensch besser, wenn er Sport treibt". Super Logik, nicht?! (*seufz*)

      Vor ein paar Tagen habe ich zwei alte Maenner miteinander reden gesehen. Der eine sah sehr sportlich aus und war mit dem Fahrrad unterwegs, der andere wartete auf den Bus und sah nicht wie eine Sportskanone aus, aber jedoch ganz gut fuer sein Alter. Als Aussenstehende habe ich mir gedacht, wow, der Alte auf dem Rad ist ja echt fit. Und dann merkte ich, dass ich vielleicht auch eine verkehrte Logik benutze:

      1. der Alte auf dem Rad sieht echt fit aus.
      2. Das kommt daher, dass er Sport treibt.

      Dabei haette es auch umgekehrt sein koennen:

      1. Der Alte auf dem Rad bewegt sich fuer sein Leben gern. Er ist nun mal so geschaffen und hat Spass an der Bewegung.
      2. Menschen, die so geschaffen sind, sehen fit aus.

      Also, es haette sein koennen, dass die Folgerung

      Sport treiben => fit aussehen

      nicht richtig ist.

      Und es verhaelt sich in Wirklichkeit anders:

      "fit" aussehen => Typ Mensch sein, der sich gerne bewegt => Sport treiben

      Meine bisherigen Beobachtungen widerlegen diese These zumindest nicht.
    • Muminfrau schrieb:



      Sport treiben => fit aussehen



      Nicht alle, die Sport treiben, sehn auch fit aus.....
      habe am Wochenende einen Stadtlauf beobachtet. Es waren Dutzende Läufer dabei, denen man sofort angesehen hat, dass sie das ganze Jahr über gar keinen Sport treiben, aber bei diesem Stadtlauf quälten sie sich japsend und fix und fertig bis ins Ziel. :D
    • Muminfrau schrieb:

      (...)Und dann merkte ich, dass ich vielleicht auch eine verkehrte Logik benutze:

      1. der Alte auf dem Rad sieht echt fit aus.
      2. Das kommt daher, dass er Sport treibt.

      Dabei haette es auch umgekehrt sein koennen:

      1. Der Alte auf dem Rad bewegt sich fuer sein Leben gern. Er ist nun mal so geschaffen und hat Spass an der Bewegung.
      2. Menschen, die so geschaffen sind, sehen fit aus.

      Also, es haette sein koennen, dass die Folgerung

      Sport treiben => fit aussehen

      nicht richtig ist.

      Und es verhaelt sich in Wirklichkeit anders:

      "fit" aussehen => Typ Mensch sein, der sich gerne bewegt => Sport treiben

      Meine bisherigen Beobachtungen widerlegen diese These zumindest nicht.
      Das deckt sich in etwa mit der Leseempfehlung von Rita in Posting Nr. 4.
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    • Oder:
      wenn ich krank bin, mich nicht fit fühle, und auch nicht fit aussehe, habe ich keine Lust oder keine Möglichkeit zu Sport und fahre nicht mit dem Fahrrad?
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Ich muss irgendwie ständig an den Windhund-Mops-Vergleich denken und stelle mir folgendes vor:

      Ein durchgeknallter Wissenschaftler steckt einen Mops in ein Laufrad, in der Hoffnung, einen Windhund aus ihm zu machen. Nach einem Tag kommt er nachsehen. Was wird er wahrscheinlicher vorfinden - einen Windhund oder einen toten Mops?
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    • Hallo,

      das ist ein wirklich interessanter Thread und ich habe mir Gedanken über die Ausgangsfrage gemacht. Persönlich denke ich, dass Bewegung auf jeden Fall wichtig für die Gesundheit ist. Womit, wie hier auch schon öfter angedeutet, aber auch Bewegung im Alltag gemeint sein kann. Auf jeden Fall denke ich auch, dass unterschiedliche Menschen einen unterschiedlichen Bewegungsdrang haben. Auch kann sich das im Laufe eines Lebens mehrmals ändern ist meine Erfahrung.

      Früher zum Beispiel hatte ich einen unglaublichen Bewegungsdrang. Dann hatte ich eine Zeitlang eine sehr lethargische Phase und habe viel zugenommen. Momentan habe ich wieder mehr Bewegungsdrang, kann aber, durch mein Gewicht, nicht immer so, wie ich möchte, was ich sehr schade finde. Wobei es sehr gut sein kann, dass es weniger am Gewicht selbst liegt, als mehr daran, dass ich die Kondition vielleicht behutsamer aufbauen müsste und manchmal einfach zu ungestüm mit meinem Körper bin. Fakt ist, dass es Tage gibt, da ich ich den Sport regelrecht vermisse.

      Wie wichtig Sport genau für den Einzelnen ist, weiß ich aber auch nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass da sogar die Meinungen unter Ärzten auseinandergehen. Es kann gut sein, dass viele Leute es als unreflektierte Meinung übernehmen/übernommen haben, andererseits gibt es aber auch mir einleuchtende Berichte darüber, warum Sport gut für den Körper ist. Ich denke auf jeden Fall, dass es wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören. Wenn ich mich nach 30 Minuten Nordic Walking gut fühle - um mal ein Beispiel zu nennen - habe ich vielleicht eine Sportart gefunden, die gut für mich ist. Wenn mir ein bestimmtes Gerät im Fitnessstudio auch über die Eingewöhungszeit hinaus Knieschmerzen besorgt, kann es wohl nicht gesund sein. Das Ganze geht natürlich auch umgekehrt. Das soll jetzt keine Werbung für NW oder das Verteufeln von Fitnessstudios sein.

      Und dann fallen mir immer wieder die Großeltern ein. Sie hatten in ihrem damaligen Leben Bewegung satt ohne explizit Sport getrieben zu haben. Sie arbeiteten auf dem Feld, im Haushalt war der Bohnerbesen schwergängig, vor allem, wenn die Kinder sich noch mit draufstellten und ein Auto hatten sie auch nicht. Vielleicht ist das der Grund, dass heute so viele Leute den Sport wirklich brauchen. Sie brauchen ihn als Ausgleich für sitzende Tätigkeiten. Auch ich merke, dass ich schnell unausgeglichen werde, wenn mir Bewegung fehlt. Jemand, der heute noch eine Tätigkeit mit viel Bewegung hat, hat das wahrscheinlich weniger.

      LG
      Käuzchen
    • Muminfrau spricht mir aus der Seele. Ich mag Sport überhaupt nicht. Und um allen Vorurteilen zu widersprechen; ich mochte ihn auch nicht, als ich klapperdünn war.
      Als Kind habe ich mich viel bewegt, ich bin auf dem Land aufgewachsen:
      rumräubern, Rollschuhfahren, Fahrrad , Gummitwist - das war alles kein Thema.
      Aber das war kein Sport. Sport fand in der Schule statt und war für mich ein " Selbstekeltrainingsprogramm". Ich war grottenschlecht. Ich wurde ausgelacht. Ich wurde nur in eine Mannschaft gewählt, wenn echt kein anderer mehr auf dem Bänkchen saß.
      ich verstehe heute noch nicht, warum Schulsport, der ja Freude an Bewegung vermitteln sollte, diese Aufgabe nicht erfüllt.
      Ich habe mal gelesen, in Kanada bekommt jedes Kind einen persönlichen Trainingsplan. Und seine Fortschritte werden dann benotet. Ich weiß nicht, ob das stimmt, wäre zu schön, um wahr zu sein.

      Ein Arzt hat mir mal gesagt, wahrscheinlich gehöre ich zu den Menschen, die von Entspannungsübungen mehr profitieren als von Sport.
      Mit dieser Aussage kann ich leben :)

      liebe Grüße Lisa
    • Hallo Ihr,

      das ist wirklich eine interessante Frage - und ja: Ich glaube, dass die Sache mit dem Sport sich tatsächlich ähnlich verhält wie die Sache mit dem Übergewicht. Sport ist also per se gut, kein Sport immer schlecht.

      Eine meiner Kolleginnen beispielsweise scheint gar keine rechte Freude am Sport zu haben, und leidet, wenn sie mal drei Tage nicht joggen war, an einem fürchterlich schlechten Gewissen. Und an dem Tag, an dem sie laut ihrem Trainingsplan joggen "muss", leidet sie schon morgens unter der Aussicht, am Nachmittag ihren Sport zu treiben.

      Und da kenne ich einige Beispiele.

      Die Sportfrage ist auch die einzige, bei der ich mich von meiner ansonsten supernetten (und wegen Umzugs recht neuen) Hausärztin pauschal und vorurteilsbeladen befragt fühlte. Sie fragte beim Erstkontakt, wo ich arbeite und wie ich morgens da hin komme (mit dem Rad und in sehr wenigen Minuten, ist nicht weit) und sie meinte dann (überrascht? erleichtert?): Ach, dann bewegen Sie sich ja doch.
      Ich fand's blöd. Ich bewege mich mehr als diese paar Minuten - und ja, ich finde, man kann auch als Dicke sportlich sein (auch wenn ich's nicht bin).

      Ich für meinen Teil bewege mich - phasenhaft - eigentlich sehr gerne. Vor allem, weil ich gerne draußen in der Natur bin. Und ich finde es für mich auch anstrebenswert, meine Kondition und Fitness etwas aufzumotzen, weswegen ich zur Zeit wirklich versuche, etwas Sport zu treiben. Und das nach einer längeren Phase, in der ich mich vor allem im Urlaub viel bewegt habe, im Alltag aber höchstens, um eben von a nach b zu kommen (was in Kleinstädten ja sowieso nie weit ist).

      Mir geht es aber bei der Aufmotzerei nicht so sehr um den Sport an sich - oder etwa darum, in fernster Zukunft meine Lebensdauer um soundsoviele Monate zu verlängern, sondern ich möchte Natur erleben, wie man es eben nur kann, wenn man irgendwo zu Fuß, per Rad oder Boot vordringt, wo man sonst nicht hinkäme.

      Abgesehen davon habe ich kein Auto - und Urlaub an Bahnhöfen ist ja auch nicht so spannend.

      Ich gehe so gerne wandern! Ich merke aber, dass ich zur Zeit (zum Beispiel vor drei Wochen, als ich mit ein paar Freunden auf dem Brocken war) doch nicht so fit bin, wie ich es gerne wäre und mich, was ich aber gerne mache, während so eines Aufstiegs nur noch bedingt gut unterhalten kann.

      Bisher war ich maximal drei Tage am Stück wandern oder maximal eine Woche radfahren (das aber schon jedes Jahr). Sehr gerne würde ich mal eine richtig lange Wandertour machen. Das traue ich mich aber derzeit nicht.

      Und deswegen mache ich auch "ganz normalen Sport". Auch, wenn ich den etwas sinnbefreiter finde als Unternehmungen in der Natur, wo man ja mit Atmosphäre, Ausblicken, schönen Seen, Strand, Schären, netten Gesprächen, gutem Essen, langen Abenden mit Freunden, wasweißich belohnt wird.

      Leider, und das bedaure ich wirklich, schaffe ich es echt nicht jede Woche, mich zum "echten" Sport aufzuraffen - also schwimmen zu gehen, ein wenig Nordic Walking zu betreiben, mich mit dem Rad in die bergige Landschaft zu begeben. Für mich - und solche (erstmal unerreichbaren) Träume wie "die Alpen überqueren", "den Kungsled gehen", "zu Fuß die 400 km zu meinen Eltern gehen" wäre Sport eigentlich wirklich ein Muss.

      Grundsätzlich weigere ich mich aber auch, das zu glauben. (Mein Opa beispielsweise war 1967, vierzig Jahre vor seinem Tod, das letzte Mal in irgendeiner Form sportlich unterwegs. Dann hatte er einen Unfall, der ihn (eigentlich eher unwesentlich) einschränkte und fortan hatte er einen Grund, weswegen er jedem Spaziergang aus dem Weg gehen konnte. Am Ende ist er wirklich an Altersschwäche gestorben - und nicht an den Folgen seiner Sportunlust ("Der Wald gibt mir nichts, wozu soll ich mich darin aufhalten?").)

      Frieda.

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