"muss" Sport wirklich sein?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • "muss" Sport wirklich sein?

      In einem anderen Thread das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=7046 haben wir angefangen (u.a. Sassy und Itsme), uns ueber die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Sport auszutauschen. Ich wuerde gerne hier einen separaten Therad dazu anfangen, weil ich das Thema sehr wichtig finde. Waere das Ok?

      Meine Aussage war (und bliebt): Ich hasse Sport. Ich finde jegliche Art von Sport sterbens langweilig.

      Es geht nicht darum, dass ich mich nicht gerne bewege. Aber Sport (Fitness, Tanzen, Jogging, Schwimmen im Schwimmbad, Gymnastik, Aikido, Volleyball, Trampolin...) macht mir absolut keinen Spass, bringt keine Freude.

      Ich habe alles obengenannte schon ausprobiert. U.a. habe ich 4 Jahre lang regelmaessig Bauchtanz gemacht. Und wer meint, das waere eine Kleinigkeit, soll es mal selber versuchen! ;) Verdammt anstrengend.

      Ich gehe nur gerne spazieren, und ich schwimme gerne im Meer, oder zur Not im Baggersee, aber bloss nicht im Schwimmbad. Und ich spiele gerne (und relativ gut) Tischtennis, warum auch immer..., habe aber leider kaum Moeglichkeit dazu.

      Es wird ja viel davon geschrieben und erzaehlt, dass man unbedingt Sport treiben mus, um gesund zu sein. Ich muss sagen, dass mir solche Aussagen mittlerweile genauso unreflektiert und verallgemeinert vorkommen wie "bist du dick -- dann nimm ab, sonst wirst du krank und stirbst frueh".

      Ich denke, dass jeder Mensch von Natur aus einen bestimmten Bewegungsdrang hat. Leute mit viel Bewegungsdrang sind total ungluecklich, wenn sie keinen Sport treiben. Sie werden auch tatsaechlich dick und krank, wenn sie keinen Sport machen.

      Leute wie ich, und davon kenne ich schon ein paar, werden vom Sport nur depressiv! Ich kenne auch genung duenne Leute, die nicht sportlich sind. Das tut ihrer Figur keinen Schaden!

      Allerdings haben fast alle "Sportmuffel", die ich kenne, staendig schlechtes Gewissen, weil es ja in den Medien immer propagiert wird, dass man unbedingt sportlich sien muss. Sie entschuldigen sich dann staendig dafuer, dass sie keinen Sport machen. Und insbesondere fuer dicke Menchen schein es einen Todsuende zu sein, keinen Sport zu moegen.

      Ich denke, man sollte dem Fitnesswahn genauso reflektiert gegenueber treten wie dem Schlankheitswahn. Was denkt ihr dazu?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: Versehentliche Verlinkung meinerseits gelöscht

    • mir geht es so, dass ich vor ca. 20 jahren regelmässig zum schwimmen gegangen bin, dreimal die woche ungefähr 30 minuten lang bahnen schwimmen. das hat mir damals sehr gut getan und ich habe es auch vermisst, als ich es aufgegeben habe - und aufgegeben hab ich es, weil ich ne berufliche fortbildung gemacht habe, die mich zeitlich sehr in anspruch genommen hat. davor hatte ich immer hunde, mit denen ich täglich spaziergänge von anderthalb bis zwei stunden unternommen habe. von daher bin ich nun nicht unbedingt diejenige, die sport vollständig abgeneigt ist.

      aktuell bin ich eher die couchpotatoe, ganz einfach, weil ich keine kondition mehr habe und zweistündige spaziergänge oder 30 minuten schwimmen am stück schlicht unters sauerstoffzelt bringen würden. ich würde gerne mehr tun, aber der schweinehund, der mir innewohnt - oder die tatsache, dass meine selbstdisziplin nur dafür ausreicht, meinen ziemlich stressigen beruflichen alltag zu bewältigen - hindern mich daran, eine gewisse regelmässigkeit, die für kondition beim sport notwendig ist, aufzubringen.

      abgesehen davon denke ich, dass alles das mit "wahn" in verbindung gebracht wird, mir mehr schadet als gut tut. *schmunzelt* ...wenn schon wahn, dann bei der lebensfreude - wahnsinnig viel davon ;)

      gesundheit hat so viele aspekte und ist so individuell wie das wohlgefühl für jeden einzelnen ist. wenn jemand lieber keinen sport macht, aber sich selbst in dem was er tut - kochen, lesen, musik hören/machen oder von mir aus auch socken stricken - gut fühlt, dann ist das für meine begriffe genau so zuträglich für die gesundheit wie sport - noch zuträglicher, wenn man es gerne macht und nicht aus irgendwelchen schuldgefühlen heraus.
    • Ich habe auch schon einiges durch seitdem ich übergewichtig bin. Ich war mal 4 Jahre im Fitnessstudio tlw. sogar 3x/Woche. Aber ich hatte kaum Spaß daran, außer zum Step-Aerobic. Das waren 45min Bewegung nach Musik, sicherlich auch sehr anstrengend -sah hinterher stundenlang wie eine Tomate aus - aber es hat wenigstens Spaß gemacht. Danach habe ich einen Nordic-Walking-Kurs belegt, fand zwar die Sache ganz nett, aber die Gruppe gefiel mir nicht. Ich fand dann eine Freundin, mit der bin ich dann 1-2mal/Woche durch den Wald gewalkt- hat sich aber auch nicht so richtig bewährt. Seit 1,5 Jahren haben wir nun einen Hund, mit dem gehe ich jeden Tag spazieren, das ist schön. Bei Wind und Wetter an der frischen Luft und laufen. Ich empfinde dies als einen sehr natürlichen Bewegungablauf und deshalb genieße ich das sehr.:applaus:
      Zudem gehen mein Mann und ich seit fast 4 Jahren in eine Tanzschule und betreiben Gesellschaftstanz. Das ist einerseits sehr anstrengend, aber auch schön, denn es ist - wie der Name schon sagt - gesellig. Wir treffen dort nette Leute, können plaudern und ganz nebenbei tanzen. So wird die Bewegung nicht zum Zwang.Ich fühle mich nicht wie auf dem Ergometer oder Laufband eines Fitnessstudios, das ist so freudlos.:( Daher kann ich es gut verstehen, wenn viele dazu keine Lust haben.
    • ich denke auch, dass die trainierbarkeit, bzw. der spass am sport, und auch der gesundheitliche nutzen sehr individuelle dinge sind.

      auch das wurde shon untersucht.

      susanne-warmuth.de/fitness.html

      weit nach unten scrollen, 4 artikel "jeder kann fit sein, wenn er will"

      ich selber mag bewegung um der bewegung willen auch nicht. ich gehe gern zu fuß -> nach hause. ich fahre nicht ins grüne um spazieren zu gehen um dann wieder nach haus zu fahren. ich probiere, gern mit freunden, alle möglichen dinge aus, hab dann durchaus auch spass daran, allerdings langweile ich mich schnell wieder, wenn der reiz des neuen verflogen ist. und dann ist mir auch ein bezahlter kurs, ein studio-abo oder dergleichen egal. und auf ein "runners high" warte ich bisher auch vergeblich.

      in einer depression würde mich schon der anblick eines laufbands zur verzweiflung treiben.

      worauf ich allerdings großen wert lege ist, fit genug für meinen alltag zu sein und zu bleiben. aber das ergibt sich normalerweise in einem autolosen haushalt ohne personal ganz von alleine. :grins:
      Lieben Gruß

      Rita
    • Da ich in dem anderen Thread schon ausführlich zu dem Thema geschrieben habe hier nur kurz.
      Es scheint wirklich eine Definitionsfrage zu sein und so wie ihr hier schreibt, ordne ich das was ich mache wesentlich unter Bewegung ein. Die finde ich tatsächlich nötig, weil sie Körper und Seele gut tut - da steckt aber schon drin, dass es nicht gut sein kann, wenn es der Seele nicht gut tut.
      Ich glaube aber tatsächlich, dass eine reine Sofaexistenz - und die hat man auch bei einem stressigen Berufsalltag nicht - nicht gut ist.
      Wenn hier angesprochen ist, dass das ja wie ein Diätwahn ist, dann sehe ich das anders - das ist eher so, dass ich als nicht mehr Diätende es dennoch nicht gut finde, wenn jemand sich ausschließlich von Fastfood ernährt - auch das darf jeder halten wie er das will, aber für den Körper ist es nicht gut.

      Liebe Grüße,

      Wollmaus
    • Meiner Meinung nach wird Sport oft gleichgesetzt mit Bewegung, Sport bedeutet für mich jedoch das ich eine bestimmt Sportart regelmässig ausführe, womöglich noch in nem Veren zu festen Zeiten.
      Das geht durch das schichten schon mal ned...

      Ich mag die Abwechslung, ich teile mir die Gassigänge unseres Hundes mit meinem Freund, das heisst ich gehe tägl. 1-2X 30 min bis 90 min mit dem Hund Gassi. Ich etscheide spontan ob ich normal spazieren gehe oder walke... der Hund hat an beidem Spass...

      Ich fahre mit dem Rad zur arbeit und zurück, ausserdem wohne Ich im 4. Stock mit sau kleinen und steilen Treppenstufen.

      Wenn ich lust hab geh ich schwimmen oder nordic walken.

      Hab mir sagen lassen das ist bewegung aber kein sport !?
      Letztendlich is es mir egal, nr reicht das, es hält mich fit, und das wichtigste es macht spass
    • Also einer regelmäßigen sportlichen Betätigung gehe ich nicht nach. Es gab Zeiten, da habe ich mich 3x die Woche dazu gezwungen, weil es von mir so erwartet wurde.
      Ich würde aber schon sagen, dass ich mich im Alltag bewege. Ich laufe oft zur Uni (ca. 30 Min.), steige überall Treppen, benutze keine Fahrstühle. Ab und an mache ich Rückengymnastik.
      Heute habe ich bereits 1,5 h meine Wohung geputzt.:-D
      Allerdings werde ich immer angemahnt, weil ich keinen Ausdauersport mache und das macht mich wahnsinnig. Denn ihr wisst ja, wer dick ist hat eh schon genügend Risikofaktoren und wer dick ist UND keinen intensiven Sport macht endet mit 40 als Krüppel *achtung ironie* Meine Ärtzin stellte bei einem EKG eine Herzfrequenz von 119 fest und verdonnerte mir 3x die Woche Radfahren. Danach hatte ich Panik und hab mich belesen und da stand tatsächlich, dass Ausdauersport eine zu hohe Herzfrequenz senken kann. Diese kann aber auch von anderen Faktoren abhängig sein wie z.B. Rauchen, Stress etc. Als mein EKG geschrieben wurde stand ich vor einer wichtigen Prüfung.
    • Was man heute unter Sport versteht, gibt es ja noch gar nicht so lange. Das alles kam ja erst in Mode, als man Zeit und Geld dafür hatte.
      Wie haben denn die Menschen früher überlebt? Ja, sie haben sich insgesamt ohne all die Hilfsmittel, wie Autos, Haushaltsgeräte, Aufzüge, etc. wahrscheinlich mehr bewegt. Aber wenn das an Bewegung genug war, warum ist dann Bewegung in diesem Sinne heute nicht genug und es muss Sport in dem Sinne sein, was man heute unter Sport versteht?

      Habe ich das jetzt zu verdreht geschrieben?
      Eigentlich will ich damit nur sagen, das Bewegung das A und O ist, egal wie man sie benennt.

      Wo ist zum Beispiel der Unterschied zwischen einem Laufband und einem Spaziergang in der Natur?
      Das eine ist Sport, das andere "nur" Bewegung. Allerdings habe ich bei dem Spaziergang, den man ja meistens in besonders schönen Gegenden macht, auch noch frische Luft und Futter für die Augen und somit für die Seele.

      Ich jedenfalls werte einen Spaziergang als Wohltat für Körper und Seele viel höher als zwanghaftes Laufen auf einem Laufband. Und ob das nun als "Sport" durchgeht oder nicht, ist mir völlig wurst.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Da kann ich zustimmen. In der Woche zwischen Weihnachten und Silvester haben meine Family und ich einen dreistündigen Spaziergang im Schnee gemacht. Wir haben ihr einen umgestalteten und aufgemöbelten Baggersee mit Promenade und herrlicher Landschaft. Dann fing es auch noch an zu schneien. Herrlich. :D
    • Ich war immer ein Sportmuffel und werde es wohl auch bleiben.
      Wobei ich Bewegung für wichtig halte - unabhängig ob dick oder dünn.
      Früher habe ich mich zum Sport gezwungen, weil ich es von mir erwartete.
      Allerdings hatte ich nie Spaß daran, schon gar nicht im Fitness-Studio an
      Geräten, kein Schwimmen, kein Aerobic.
      Ich suchte immer nach der ultimativen Bewegungsart, die mir Spaß
      machen könnte, da ich generell Bewegung für den Körper für gut heißen
      würde.
      Irgendwann fing ich aus freien Stücken ohne Druck oder andere Meinungen
      mit dem Laufen an. Dass das DIE Bewegung für mich sein könnte, hätte
      ich niemals gedacht. Damals konnte ich erstmals nachvollziehen, wie sich
      jemand fühlt, der Sport auf jeden Fall braucht - ein ganz neues schönes
      Gefühl. Mit zunehmendem Gewicht war das aber leider nicht mehr möglich
      und so wechselte ich zum Nordic-Walking, was für mich genau so gut war.

      Da ich aufgrund meiner Erkrankung nunmehr nur noch 30 min am Stück
      gehen kann, mache ich das mit meinem Hund - das aber gerne und ich
      freue mich, dass ich mit meinem Liebling unterwegs bin. Dazu die
      Bewegung des Alltags, das muss reichen und zu mehr bin ich auch nicht
      mehr in der Lage - leider.
    • Muminfrau, du hast in dem anderen Thread folgendes gesagt (kann das nicht rüberzitieren - sorry):
      Es ist fuer mich eben natuerlich, dass ich keinen Bewegungsdrang verspuere. So war ich schon als Kleinkind. Ich konnte z.B. laufen, aber ich wollte nicht. :rolleyes: Damit habe ich meine Mutter in Wahnsinn getrieben, weil sie von Natur aus sehr viel Bewegungsdrang hat, und bei ihr alles schnell gehen muss. Bei mir muss alles aber umgekehrt langsam und vorsichtig gehen. Deswegen mag ich kein Radfahren.

      Man könnte jetzt westentaschenpsychologisch mutmaßen, dass deine Mutter dir den Bewegungsdrang schon in frühen Jahren vergällt hat.

      Ich bin auch leider total lethargisch, und bewege mich minimal. Wenn ich aber Sport mache, dann bin ich glücklich danach. Und ich glaube auch, das Bewegung bei Depression helfen kann.
      Kommt aber sehr auf den Sport drauf an. Radfahren, Laufen, Fitness - für mich gäääääähn! Ich suche seit Jahren meinen Sport. Um auf deine Eingangsfrage zu antworten. Ja, ich glaube das Sport sein muss aber jeder muss für sich selbst das richtige finden. Könnte ja auch Tischtennis, Armdrücken oder Gummistiefelweitwerfen sein, wer weiss.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Sport machen ist für mich nicht gleichbedeutend mit Bewegung. Wenn ich Sport mache, gehe ich bis an meine Leistungsgrenze, jage meinen Puls hoch und schwitze. Danach geht es mir körperlich und seelisch sehr gut. Wenn ich mit dem Sport aussetze, habe ich bald Schmerzen in den Gelenken und in der Muskulatur.
      Die Frage, wie haben es die Leute früher gemacht, ist einfach zu beantworten. Meine Oma war Bäuerin, während der Heuernte hat sie tagelang das Heu mit der Gabel auf den Wagen gehieft, war am Abend fix und fertig. Auch die Stallarbeit brachte sie häufig bis an ihre Leistungsgrenze. Sie ist ohne gesundheitliche Gebrechen 93 Jahre alt geworden.
      Was machen wir denn heute anstrengende Sachen, welche uns zum Schwitzen bringt?
      Man muss in kein Fitnessstudio, es gibt so viele Möglichkeiten sich auszupowern.
      Ich bin der Meinung, dass Sport sein sollte.

      LG
      Evi
    • Wenn ich mich nicht bewege, habe ich auch bald Rückenschmerzen und es geht mir nicht so gut. Allerdings höre ich auch immer wieder von allen Seiten: "Du musst richtiges Ausdauertraining machen, das ist wichtig für Deine Gesundheit. Ein Spaziergang reicht nicht." :rolleyes:

      Ich sehe das auch: Die Bewegung ist gut für die Bandscheiben, gut für die Durchblutung der Organe (inklusive Haut und Verdauung) und für das Gehirn etc.

      Aber jeder hat ein eigenes Maß an Bewegung.

      Wenn andere locker neben mir her spazieren und munter drauflos plaudern, kann es sein, dass ich schon so außer Atem bin, dass ich nicht mehr sprechen kann. Mein Puls ist sonstwo und ich hab richtige Schweißausbrüche.
      :confused: Und ich hab den Eindruck, dass viele das nicht bedenken und von sich auf andere schließen, wenn sie dazu raten, nicht nur Spazieren zu gehen, sondern gezielt zu trainieren und nicht nur zu gehen, sondern richtig zu joggen.

      Ich hatte schon mal das Problem, dass sich beim Spaziergang draußen meine Unterschenkelmuskulatur so verspannt hat, dass ich vor lauter Schmerzen nicht mehr gehen konnte. Dann hab ich festgestellt, dass ich im Fitness-Studio auf dem Laufband diese Verkrampfungen nicht habe und bin dort ab und zu mal hingegangen. Das war eigentlich gar nicht mal so schlecht.

      Jedoch hatte ich dann den Anspruch, dass ich das drei Mal die Woche durchziehen muss. Dazu bin ich noch erst nach 18 Uhr aus dem Büro nach Hause gekommen und hatte dort ja auch noch den Haushalt zu erledigen, aber ich "musste" doch auch noch zum Sport... ausruhen war nicht. Und irgendwie ist mir das alles über den Kopf gewachsen.
      Ich hatte echt ein Brett vor dem Kopf, war nirgends ganz "da" und irgendwann war ich bloß noch schlecht drauf, schon bei Kleinigkeiten schnell gereizt und hatte keine Zeit mehr für meinen eigenen mentalen Ausgleich, den ich nunmal nicht beim "Sport", sondern bei anderen Dingen finde.

      Daraus ziehe ich für mich, dass ich eben die Bewegung nicht als eine von vielen Pflichten sehe, sondern mit den Dingen verbinde, die mir Freude machen und mir was bedeuten, zum Beispiel, dass ich rausgehe um den Anblick des "Zauber-Pastell-Waldes" an einem dieser knackig-kalten Nachmittage, wenn die Äste mit Eis und Raureif bedeckt sind und die Wintersonne schon tief steht, zu genießen. :) Und wenn ich davon genug hab, geh ich halt wieder heim und bin glücklich.

      Ab und zu eine halbe bis dreiviertel Stunde davon reicht mir. Das ist dann eben mein persönliches Maß.
    • Bei mir ist es quasi umgekehrt. Ich mag manche Sportarten wie Schwimmen, Badminton, Radfahren sehr gerne, so lange sie nicht zur Pflicht werden.
      Was ich aber gar nicht mag ist Treppensteigen, alleine zu Fuß gehen, usw.

      Daher bin ich froh, dass es Sportmöglichkeiten gibt.
      Ich finde ganz wichtig, dass Bewegung Spaß macht. Und wenn mir Treppensteigen nun mal keinen macht, dann gehe ich lieber zu Mrs. Sporty und fahre mit dem Lift. :D

      Warum etwas machen, wenn man sich dabei nicht wohl fühlt?


      Ich bin auch überzeugt davon, dass der Bewegungsdrang unterschiedlich ist.
      Meine Tante braucht jeden Tag einen Spaziergang. Mir geht es auch ohne sehr gut. :grins:

      Dennoch muss ich sagen, dass es mir besser geht, seit ich regelmäßig zu Mrs. Sporty gehe.
      Ich fühle mich fiter, der Blutdruck ist weniger oft zu hoch.

      Ich nehme an, dass etwas Bewegung den meisten Menschen gut tut. Aber welche Art der Bewegung ist sicher ganz unterschiedlich.
      Für manche reicht die Arbeit aus. Manchen tut ein Waldspaziergang gut, usw.
    • Sumpfblume schrieb:

      .
      Ich hatte echt ein Brett vor dem Kopf, war nirgends ganz "da" und irgendwann war ich bloß noch schlecht drauf, schon bei Kleinigkeiten schnell gereizt und hatte keine Zeit mehr für meinen eigenen mentalen Ausgleich, den ich nunmal nicht beim "Sport", sondern bei anderen Dingen finde.


      Genauso ging es mir beim Bauchtanz, und danach noch beim Versuch, im Verein Tischtennis zu spielen. Arbeit, Kind, Haushalt, Sport -- und wo war ICH? Es gab nichts fuer mich! Alles nur "muss". Der sogenannte "auch so gesunde" Sport wird zu einem weiteren Stressfaktor.

      Ich bin mir sicher, dass ich gerne eine Art Sport (Bewegung) machen wuerde, wo ich keinen Zwang verspuere, und das wuerde auch meiner Fitness gut tun. Es geht aber (noch) nicht. Und keiner wird mir beweisen koennen, dass ein Ausdauertraining, mit Verbissenheit, schlechtem Gewissen und Zeitmangel betrieben, meiner Gesundheit nur ein bisschen gut tun wuerde.
    • Das glaube ich auch und das vergessen leider viele.

      Möglich, dass es positive Effekte hat, wenn man sich mehrmals die Woche zum Sport quält. Aber wenn es nicht nur um den Schweinehund geht, sondern man wirklich während des ganzen Trainings keine Lust dazu hat, ist es für die Psyche sicher nicht gut.
    • Muminfrau,

      keiner sitzt in Deinem Körper außer Dir selbst. Also spürst auch nur Du, was Dir wirklich gut tut.
      Lasse Dich nicht verückt machen.
      Wenn Du gern spazieren gehst, es Dir damit gut geht und Du Dich damit wohl fühlst, dann ist das Deine Art von zusätzlicher Bewegung und für Dich genau richtig.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Sumpfblume schrieb:


      Wenn andere locker neben mir her spazieren und munter drauflos plaudern, kann es sein, dass ich schon so außer Atem bin, dass ich nicht mehr sprechen kann. Mein Puls ist sonstwo und ich hab richtige Schweißausbrüche.

      Das bessert sich mit etwas Training. Man muss ja nicht gleich Joggen, flott gehen reicht auch (dieses Nordic Walking finde ich total kacke, also gehen kann ich noch ohne Stock). Als ich mit Joggen angefangen habe, habe ich keine 20 m am Stück geschafft ohne zu japsen. Irgendwann habe ich mal 20 km geschafft. So lange Strecken mache ich jetzt nicht mehr, das merke ich dann schon im Kreuz, aber ohne regelmäßiges Laufen im Wald bin ich kein Mensch. Dann wandere ich knurrend wie ein Wolf in der Wohnung rum. Ich brauche das, gerade nach einem besch*** Tag in der Firma, zum Runterkommen. Und meiner Herzfunktion tut es ausgesprochen gut, wenn die Pumpe mal auf höhere Drehzahlen kommt. Mein Ruhepuls war vor 10 Jahren bei 105, jetzt bei 77-80. Für die Medizinmänner immer noch zu hoch, aber ich kann damit gut leben.

      Ob man zum Leben unbedingt Ausdauertraining braucht - keine Ahnung. Meine Schwiegermutter ist seit dem letzten Luftangriff auf Mannheim nicht mehr gerannt, und ist jetzt 82, abgesehen von ein paar Schlaganfällen in den letzten Jahren bei bester Gesundheit. So viel Bewegung hat sie auch nicht, dass davon ein nennenswerter Trainingseffekt zu verzeichnen wäre. Mein Vater hat regelmäßig Sport getrieben und ist mit 60 an einem Herzinfarkt gestorben...

      Wenn man sich zu etwas zwingen muss, führt Sport nur zu mehr Stress und Frust, dann sollte man es lieber lassen. Es gibt allerdings auch Tage, da ist die Motivation nicht so dolle, dann muss ich mich schon überwinden. Das ist aber etwas ganz Anderes, als wenn man generell eine Sportart nicht leiden kann. Mich würde man wahrscheinlich noch nicht einmal mit vorgehlatener Pistole ins Wasser bringen. Aber Tanzen ist suuper! Leider sind tanzbare Männer eine aussterbende Art.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      .................
      Wenn man sich zu etwas zwingen muss, führt Sport nur zu mehr Stress und Frust, dann sollte man es lieber lassen. Es gibt allerdings auch Tage, da ist die Motivation nicht so dolle, dann muss ich mich schon überwinden. .



      Genau!
      Das ist ein riesiger Unterschied und für mich daran zu merken, dass ich, wenn mich der Schweinehund mal abhalten wollte und ich z. B. dann trotzdem schwimmen ging, hinterher immer ein saugutes Gefühl habe und für mich selber sagen kann, dass es mal wieder richtig gut getan hat und ich mich total wohl damit fühle.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Man nimmt die Stöcke beim Nordic Walking aber nicht, weil man ohne nicht gehen kann, sondern damit die Arme auch trainiert werden. :P
      Wenn man es richtig macht (nicht wie man es oft sieht einfach mitgezogen) und sich mit den Stöcken abstößt, geht das ganz schön in die Arme.
      Auch finde ich Bergauf gehen mit den Stöcken wirklich weniger anstrengend.

      Trotzdem verstehe ich natürlich, wenn du es nicht magst.


      Ich glaube auch man muss wirklich zwischen innerem Schweinehund und wirklich keine Lust unterscheiden.
      Entscheidend ist wie man sich in der Regel danach fühlt.
      Oder auch währenddessen. Wenn man nur denkt: "Wann ist es aus??" ist das kein gutes Zeichen.
    • Sport versus Bewegung

      Eine von uns hat geschrieben, dass unser Unbehagen an Bewegung ( für die Churchillanhängerinnen:)) vor allem an dem Begriff Sport angemacht wird...
      Das sehe ich ähnlich: Sport impliziert Leistung,Wettbewerb --- und das ist nicht jederfraus Sache: Gott sei Dank !

      Wenn wir uns nun getrieben fühlen: Bewegung ist gesund ... gesund ... gesund (was wir ja wissen) kommt noch ein Zwangelement hinzu .


      Und gegen Zwang ist manch eine lebenslang allergisch:ich jedenfalls

      Seit einem Jahr habe ich einen Fersensporn ... tut verdammt weh beim Gehen ---..
      was mich aber wirklich noch mehr schmerzt, ist, dass ich mein geliebtes Nordisch - Walk nicht ausüben kann..
      Es gab - und wird hoffentlich wieder geben - nichts Schöneres als in meinem eigenen Rhythmus dahinzulaufen .... es ist meditativ... und ich war immer total entspannt, wenn ich nach einer Stunde wieder am Zielort ankam....
    • Marianne schrieb:

      Seit einem Jahr habe ich einen Fersensporn ... tut verdammt weh beim Gehen ---..
      was mich aber wirklich noch mehr schmerzt, ist, dass ich mein geliebtes Nordisch - Walk nicht ausüben kann..
      Hast Du es mal mit einem Fersenkissen probiert?

      ... mit Fersensporn kenne ich mich aus, leider!