Der immer wiederkehrende Hinweis auf den "ach so dicken Bauch"...

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    • Der immer wiederkehrende Hinweis auf den "ach so dicken Bauch"...

      ... oder auch die "viel zu dicken Schenkel", den soooo dicken Hintern... und so weiter -
      und das von schlanken Menschen, kann ich manchmal nicht mehr hören, ohne mich sehr zusammenreißen zu müssen, um nicht unhöflich zu werden.:mad:

      Oftmals sind das Menschen, die (nur in meiner Gegenwart???) angeblich sehr tolerant sind und es "gar nicht schlimm" oder "ganz normal" finden, dass es auch dicke Menschen gibt.

      Für mich verlieren solche Worte an Glaubwürdigkeit, wenn eben diese Menschen bei allen sich bietenden Gelegenheiten auf ihren Bauch zeigen, der ja soooo schrecklich dick ist. Ich brauche dann eigentlich eine Lupe, um da was zu sehen...
      Erstens habe ich immer wieder das Gefühl, dass dies fishing for compliments ist, zweitens in Gegenwart von dicken Menschen nicht gerade freundlich, und drittens lässt mich dies, wie gesagt, dann bei diesen Menschen daran zweifeln, dass sie wirklich und ehrlich dicken Menschen gegenüber tolerant sind.

      Ein weiterer Punkt, der mich an der Toleranz solcher Menschen zweifeln lässt, ist, wenn immer wieder die eigene Kleidergröße betont wird. In diesem Zusammenhang auch gern, dass man ja soooooo ärgerlich darüber ist, wenn in einer offensichtlichen Kleidergröße 36 eine 38 oder 40 steht. Diese Größe bräuchte man ja nun wirklich nicht!!! Oder wenn ein Kleidungsstück, dass absolut passt, nicht gekauft wird, weil die falsche (zu große) Größe drin steht. Und so weiter...

      Beim schreiben dieser Zeilen denke ich an zwei sehr liebe Frauen. Mutter und Tochter. Aber beide haben genau diesen Tick :( - oder wie man das nennen soll.

      Kennt Ihr so was auch?
      Und wie geht Ihr damit um?
      Reagiert Ihr auf solche Hinweise? Wenn ja, wie?
      Oder geht Ihr darüber hinweg?
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Tja, ich weiß nicht! Vielleicht ist man auch nur zu empfindlich und nimmt sich zu wichtig!? Nicht alles, was andere sagen, ist als Pricker für einen selber gedacht. Klar - taktvoll ist es nicht gerade - aber wir müssen unsere Mitmenschen eben so nehmen, wie sie sind.

      Jeder Mensch hat nun mal seine eigene Welt - und Wahrnehmung. Wenn ich immer Größe 36 hatte, dann stören mich die 5 kg, die nun eine Größe 40 daraus machen. Dass uns Dicke das wie Peanuts vorkommt, können die Schlanken nicht nachvollziehen - denn sie kennen unsere "dicke Welt und Wahrnehmung" ja auch nicht.

      Tröstlich vor allem, dass die wenigsten Menschen doch wirklich zufrieden sind - womit auch immer - und dass es nie, und wirklich NIE, mit dem Gewicht zusammen hängt, ob jemand sich glücklich und zufrieden schätzt! Fragt mal Dünne! Alles ist relativ!
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Andra1963 schrieb:

      Tja, ich weiß nicht! Vielleicht ist man auch nur zu empfindlich und nimmt sich zu wichtig!? Nicht alles, was andere sagen, ist als Pricker für einen selber gedacht. Klar - taktvoll ist es nicht gerade - aber wir müssen unsere Mitmenschen eben so nehmen, wie sie sind.

      Jeder Mensch hat nun mal seine eigene Welt - und Wahrnehmung. Wenn ich immer Größe 36 hatte, dann stören mich die 5 kg, die nun eine Größe 40 daraus machen. Dass uns Dicke das wie Peanuts vorkommt, können die Schlanken nicht nachvollziehen - denn sie kennen unsere "dicke Welt und Wahrnehmung" ja auch nicht.

      Tröstlich vor allem, dass die wenigsten Menschen doch wirklich zufrieden sind - womit auch immer - und dass es nie, und wirklich NIE, mit dem Gewicht zusammen hängt, ob jemand sich glücklich und zufrieden schätzt! Fragt mal Dünne! Alles ist relativ!



      ..unterschreib !

      Ich würds auch nicht auf mich münzen, wenn jemand sowas in meiner Gegenwart sagen würde - jedenfalls nicht bei den Personen, die ich gut kenne.
      Sie selbst stören halt die 2-3 Kilo mehr, die wie schon gesagt, aus einer 38 eine 40 machen. Ich finde dieses Problem im Grunde genau so wichtig, als wenn einem 30 Kilo mehr stören. Für schlanke Menschen ist es oftmals auch extrem schwierig 2 Kilo abzunehmen, als für einen kräftigen Menschen. Von daher ist m.M. das gleiche Problem gegeben. :rolleyes:
    • Itsme schrieb:

      ... oder auch die "viel zu dicken Schenkel", den soooo dicken Hintern... und so weiter -


      Ach so, du meinst, schlanke Menschen wuerden sich beschweren, dass sie selber zu dick sind... Das habe ich naemlich erst nach weiterem Lesen verstanden. :)

      Ich hoere solche Dinge staendig udn ueberall. Es ist einfach unglaublich. Ich hatte mehrere wirklich duenne Bekannte, die weder Bauch noch Busen haben, und sich in meiner Gegenwart beschwert haben, sie seien zu dick.

      Tja, was soll ich sagen? Frueher habe ich solchen Frauen dunkle Absichten unterstellt. Es waren uebrigens immer Frauen. Ich denke aber mittlerweile, dass sie WIRKLICH glauben, dass sie zu dick sind. Und gleichzeitig nicht sehen, dass sie bei wirklich dicke Menschen mit ihrem Gejammere nicht gerade Freude ausloesen...

      Ich wuerde gerne von schlanken Menschen hoeren, die solche Aussagen machen, warum sie das tun. Ich kann mir ja mehrere Gruende ausdenken, aber ich weiss es am Ende einfach nicht, ob ich richtig liege. Hier eine Auswahl:

      - Sie wollen von der dicken Person hoeren "ach nein, wenn du dick bist, was bin ich dann?!"
      - Sie wollen der dicken Person vorfuehren, dass diese viel zu dick ist, koennen es aber nicht direkt ansprechen
      - Sie wollen die dicke Person beruhigen: "nicht nur du bist dick, ich auch, also alles kein Probelm"
      - Sie denken, dass eine dicke Person so ein Gespraech gerne fuehren wuerde, weil sie dieses Problem ja offensichtlich auch hat
      - Sie wollen von der dicken Person beruhigt werden ("ach, du bist ja gar nicht dick"), weil sie die ganze Zeit daran denken und daran glauben, dass sie zu dick seien, und einfach mal ein beruhigendes Wort brauchen, da ihr Sebstwertgefuehl total im Eimer ist

      Fuer mich ist der letzte Grund am wahrscheinlichsten, denn solche Leute sind normalerweise, wie Itsme schreibt, eigentlich ganz nett, aber eben ziemlich selbstzentriert. Sie sind oft nicht einmal dumm, denn ich solche Dinge auch schon von sehr intelligenten Frauen gehoert.

      Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, wenn es mir nochmals passieren sollte, freundlich nach den Gruenden fuer diese Aussagen zu fragen, udn auch erklaeren, dass ich diese Aussagen sehr befremdend finde. Es passiert mir in letzter Zeit nur nicht so oft, weil ich so wenig weibliche Bekannte habe.

      Normalerweise habe ich solche Aussagen ignoriert, meistens weil ich gar nicht wusste, was ich nun dazu sagen soll. Es kommt halt immer ganz unerwartet von Leuten, von denen ich mir ueberhaupt nicht vorstellen kann, dass sie sowas sagen koennten. :rolleyes:
    • Ich kenne das Phänomen auch und habe mich früher oft darüber geärgert - ich sage auch einem Rollstuhlfahrer nicht unbedingt, dass mein linker kleiner Zeh schmerzt.

      Inzwischen freue ich mich fast auf solche Äußerungen, weil es dann meine Standardantwort gibt und die Reaktionen darauf liebe ich.

      "Ich bin soooo dick geworden"
      meine Antwort "stimmt, du solltest was dagegen tun"

      solltet ihr ausprobieren - macht Spaß :baeh:
    • vor einigen jahren hatte ich eine gute freundin, die gute 5 cm grösser war als ich und die sich hinter zwei nebeneinandergestellten besen hätte verstecken können. sie jammerte immer darüber, dass sie einen dicken bauch habe und einfach manche klamotten nicht tragen könne.

      als ich sie fragte, was ich (ich wog ganz bestimmt fast dreimal so viel wie sie zu dem zeitpunkt) denn da sagen sollte mit meinem gewicht, guckte sie mich äusserst verdutzt an und meinte, bei mir sei doch das was völlig anderes, ich würde doch sowieso nie dumm von den leuten angeguckt und wenn, dann fänden diese, dass ich eine fröhliche, offene und hübsche runde frau sei. ich könnte also ihre probleme ÜBERHAUPT nicht nachvollziehen.

      nachdem ich vor lachen fast vom stuhl gefallen war musste ich ihr erklären, dass ihre wahrnehmung vielleicht ein bissle verrutscht sei und sie sich wirklich keine gedanken machen müsse um die paar pfund, die sich an ihrem bäuchlein sammelten. und wenn es sie störe müsse sie eben entweder andere klamotten anziehen oder sport betrieben, der ihr helfe, ihre taille dünn zu halten.

      was ich für mich daraus gelernt habe ist: wahrnehmung ist etwas höchst individuelles und in den seltensten fällen objektiv, wenn es um die selbstwahrnehmung geht. deswegen sage ich mir, wenn sich mal wieder eine frau über ihre "speckröllchen" beklagt während ich im zimmer bin, dass ihre problemzonen für sie genau so schrecklich (oder vielleicht sogar schrecklicher) sind wie meine für mich - für sie sinds 5 kilo zuviel, bei mir sinds 50 kilo - eben alles relativ *lach*

      fazit für mich: ich kann mit meinen 50 kilo (ok, es sind 100, die ich zu viel habe... *g*) gut leben, denn sie sind MEINE! wenn sie mit ihren 5 kilo zuviel hadern muss und sich das leben deswegen schwer macht, dann besser sie als ich :)
    • ... außerdem ist es ja tatsächlich so ... es kann jemand zugenommen haben, zu dick sein, dicken Bauch und Beine haben ... und ist trotzdem viel, viel dünner als ich! ICH bin doch nicht das Maß aller Dinge! Wenn jemand mir sagt, dass er zugenommen hat und sich zu dick findet - dann stimmt das ja für ihn auch! Warum muss ich MICH da ins Spiel bringen und ihn mit mir vergleichen? ICH bin doch außen vor - ER (oder SIE) hat doch in dem Moment das Problem - nicht ICH!?
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Muminfrau schrieb:


      Ich wuerde gerne von schlanken Menschen hoeren, die solche Aussagen machen, warum sie das tun. Ich kann mir ja mehrere Gruende ausdenken, aber ich weiss es am Ende einfach nicht, ob ich richtig liege. Hier eine Auswahl:

      - Sie wollen von der dicken Person hoeren "ach nein, wenn du dick bist, was bin ich dann?!"
      - Sie wollen der dicken Person vorfuehren, dass diese viel zu dick ist, koennen es aber nicht direkt ansprechen
      - Sie wollen die dicke Person beruhigen: "nicht nur du bist dick, ich auch, also alles kein Probelm"
      - Sie denken, dass eine dicke Person so ein Gespraech gerne fuehren wuerde, weil sie dieses Problem ja offensichtlich auch hat
      - Sie wollen von der dicken Person beruhigt werden ("ach, du bist ja gar nicht dick"), weil sie die ganze Zeit daran denken und daran glauben, dass sie zu dick seien, und einfach mal ein beruhigendes Wort brauchen, da ihr Sebstwertgefuehl total im Eimer ist


      Diese Möglichkeitsaufzählung finde ich interessant! Und bedenkenswert!

      Ich habe ehrlich gesagt, immer nur schlicht vermutet, das es fishing for compliments ist. Leider bin ich da die falsche Adresse, denn ich mag dünne Figuren nicht und kann deshalb auch nicht in diese Kerbe hauen.
      Aber vielleicht liege ich falsch und die Gründe sind ganz andere.
      Deshalb gefällt mir der Vorschlag, nach den Gründen für eine solche Äußerung zu fragen!

      Andra1953
      Tja, ich weiß nicht! Vielleicht ist man auch nur zu empfindlich und nimmt sich zu wichtig!? Nicht alles, was andere sagen, ist als Pricker für einen selber gedacht.


      Nein, das habe ich auch nicht geschrieben, auch nicht gedacht. Ich finde es eingfach allgemein in Gegenwart dicker Menschen unmöglich. Wie ich schrieb, sind diese beiden Frauen sehr liebe Menschen. Sie würden mich oder die andere dicke Begleiterin, die letztens dabei war, nicht vorsätzlich beleidigen wollen. Nur kann ich die angebeliche Toleranz dicken Menschen gegenüber nicht ganz glauben, wenn man so demonstrativ deutlich macht, wie sehr der eigene angeblich sooo dicke Bauch stört.

      Mir geht so was auf jeden Fall sehr auf den Senkel um ehrlich zu sein.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • 19elke61 schrieb:


      was ich für mich daraus gelernt habe ist: wahrnehmung ist etwas höchst individuelles und in den seltensten fällen objektiv, wenn es um die selbstwahrnehmung geht. deswegen sage ich mir, wenn sich mal wieder eine frau über ihre "speckröllchen" beklagt während ich im zimmer bin, dass ihre problemzonen für sie genau so schrecklich (oder vielleicht sogar schrecklicher) sind wie meine für mich - für sie sinds 5 kilo zuviel, bei mir sinds 50 kilo


      Selbstwahrnehmung ist bei vielen Menschen (mich inklusive) sehr, sehr gestoert. Und ich meine nicht nur die Figur, sondern auch z.B. Leistungen, Faehigkeiten, Attraktivitaet fuers andere Geschlecht...

      Ich glaube auch, dass 5 Kilo zu viel fuer eine duenne Person wirklich unangenehm sein kann. Meine Mutter z.B. fuehlt sich schon schlechter, wenn sie 3 Kilo zugenommen hat. Deswegen nimmt sie diese 3 Kilo, sobald sie wieder da sind, sofort ab. Sowas geht bei ihr schnell, waehrt lange, und sie hat keine Essstoerung. Deswegen kann sie sowas problemlos machen.

      Und trotzdem, dieses Phaenomen, sich bei einer dicken Person ueber sein nicht vorhandenes oder sehr geringes "Uebergewicht" zu beschweren, hat doch ueble Hintergruende, fuerchte ich. Auch wenn die betreffenden Personen ueber diese Hintergruende gar nicht im Klarem sind. Ein einfacher Test: Wuerde sich dieselbe Person genauso beschweren, wenn alle um sie herum duenner sind, als sie? Ich glaube, die meisten solcher Menschen wuerden sich ihr Gejammere in dieser Situation verkneifen.
    • Wenn es dir so sehr auf den Senkel geht, solltest du es ansprechen. Vermutlich fallen deine Bekannten aus allen Wolken - ähnlich wie die Freundin von 19elke61 und das Thema ist ein für alle Mal durch. Wenn nicht, weißt du in Zukunft, woran du bist.

      Ich persönlich vermute mal, dass die beiden Frauen dein Problem weder sehen, noch nachvollziehen können. Ich selber kann es ehrlich gesagt, auch nur sehr sehr eingeschränkt.

      Warum in aller Welt sollte man sich in Gegenwart dicker Menschen anders benehmen als normal??? :confused:
      Wenn jemand ein persönliches Problem mit seiner Figur hat, soll er oder sie immer stille schweigen, wenn und solange ein dicker Mensch anwesend ist? Ab wann genau ist ein Mensch dick?
      Oder besser gesagt, ab wann ist ein Mensch zu dick, um in seiner Gegenwart über eigene Probleme zu sprechen?

      Denn wenn das Thema Figur tabu ist, dann doch sicher auch Essen, Trinken, Kleidung,... kurz alles, womit ein anderer Mensch ein eigenes Problem haben könnte. Da man nie sicher wissen kann, welche Problembereiche das Gegenüber hat, wird sich irgendwann die Konversation ganz von allein erledigt haben...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Boewi () aus folgendem Grund: Ergänzt

    • Nun ja, es gibt gewisse Dinge, die man in Gegenwart von Behinderten, Hartz IV Empfaengern, Muslimen, Juden, Schwarzen, Maennern, Frauen, Homosexuellen, (was es auch immer sonst fuer empfindliche, differenzierende Eigenschaften von Menschen gibt... sorry fuer diese Aufzaehlung...) eben nicht anspricht. Aus Takt. Es hat nichts mit "sich verstellen" zu tun, sondern man moechte eben taktvoll sein. In Gegenwart dicker Mensschen uebrer eigene uebertriebene "Gewichtsprobleme" zu sprechen finde ich ausserordentlich taktlos.

      Dabei bin ich persoenlich nicht mehr darueber beleidigt, und es geht mir auch nicht mehr auf den Wecker. Ich habe mich uebrigens gerade erinnert, was ich letztes mal gemacht habe, als eine Kollegin von mir sich darueber beschwert hat. Ich habe sie ausgefragt, ob es sie stoert, und ob es ihr gesundheitlich schlechter geht, und ob sie frueher viel duenner war. Das war ein ganz normales Gespraech. Es war so normal, dass ich es sogar fast vergessen habe, und mich erst jetzt erinnert habe.
    • Für manche Dünne ist es tatsächlich ein Problem ein Bäuchlein zu haben. Ist doch auch klar, weil wenn Jemand 50 Kilo wiegt und 4 Kilo zunimmt, macht das klamottenmäßig einen großen Unterschied, wo bei mir (uns) sehr dicken Frau 4 Kilo mehr, schier nicht so krasse Auswirkungen auf die dehnbaren, bequemen Klamotten haben. Bei den Schenkeln ist es das gleiche, wenn die Leute keine Stretchhosen tragen und auf "enganliegend" Wert legen, dann fällt das viel schneller ins Gewicht.

      Dass du das schon wieder auf dich speziell und deine Figur beziehst, wenn Menschen um dich herum über ihre Figur jammern, -das macht mich eher stutzig und ist das, was ich in 'nem anderen Thread schon mit "Beziehungswahn" meinte.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Muminfrau schrieb:

      .............
      Und trotzdem, dieses Phaenomen, sich bei einer dicken Person ueber sein nicht vorhandenes oder sehr geringes "Uebergewicht" zu beschweren, hat doch ueble Hintergruende, fuerchte ich. Auch wenn die betreffenden Personen ueber diese Hintergruende gar nicht im Klarem sind. Ein einfacher Test: Wuerde sich dieselbe Person genauso beschweren, wenn alle um sie herum duenner sind, als sie? Ich glaube, die meisten solcher Menschen wuerden sich ihr Gejammere in dieser Situation verkneifen.


      Das habe ich auch schon gedacht und ich glaube, sie würden es nicht, denn es würde wohl eher nicht die gewünschte Reaktion kommen, sondern eine Zustimmung.

      Muminfrau:
      In Gegenwart dicker Mensschen uebrer eigene uebertriebene "Gewichtsprobleme" zu sprechen finde ich ausserordentlich taktlos.


      So empfinde ich das auch.

      SoKu:
      Dass du das schon wieder auf dich speziell und deine Figur beziehst, wenn Menschen um dich herum über ihre Figur jammern, -das macht mich eher stutzig und ist das, was ich in 'nem anderen Thread schon mit "Beziehungswahn" meinte.


      Erstensmal bezeihe ich nicht "schon wieder" auf mich, und zweitens in diesem Fall auch nicht explizit auf mich, sondern - wie ich bereits versuchte klar zu machen - finde ich so etwas generell in Gesellschaft wirklich dicker Menschen ungehörig und deswegen geht es mir auf den Senkel.
      Muminfraus Beispiele, was man ja ganz selbstverständlich in bestimmten Situationen oder im Beisein bestimmter Menschen auch nicht tut, finde ich sehr passend.
      Ich würde ja auch jemandem, der im Obdachlosenasyl wohnt, bestimmt nicht vorjammern, dass ich mit meiner 12-Zimmer-Villa nicht zufrieden bin.


      Außerdem ist es bei diesen besagten Frauen immer und immer wieder so.
      Wäre dies eine einmalige Sache mit irgendwem, würde ich keinen Gedanken dran verschenden. Bei diesen beiden Frauen aber ist es immer wieder Thema. Es geht auch nicht darum, dass sie schlank sind und nun gerade für sie aufällige oder lästige 500 Gramm zugenommen haben. Solche Frauen jammern immer über das Bäuchlein und ich bin sicher, sie wollen hören, dass sie das bestimmt nicht nötig hätten, weil sie doch so schön schlank sein....

      Aber wie ich oben schrieb, ich werde beim nächsten mal - welches bestimmt kommt! - einfach, wie Muminfrau riet, nach den Gründen für solche immer sich wiederholenden Äußerungen fragen.
      Und vielleicht sollte ich auch ehrlich sagen, dass ich auch aus dem Grunde, weil ich dünne Figuren nicht schön finde, nicht der richtige Ansprechpartner bin.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Liebe itsme!
      ich stimme dir in deiner Wahrnehmung unbedingt zu. Ich habe auch solche Situationen erlebt und bin zu dem Schluss gekommen, dass einige dieser Menschen tatsächlich Übergewichtige komprmitieren wollen. Mein Mann und ich gehen Tanzen. Was ich in den letzten 4 Jahren dort mit einer ganz speziellen Dame erlebt habe, war wirklich grenzwertig. Das ging soweit, dass ich vor 2 Jahren sogar mit dem Tanzen aufhören wollte. Glücklicherweise habe ich mich eines Besseren besonnen. Inzwischen hat diese Frau die Tanzschule verlassen, denn sie kam mit ihrer Tour einfach nicht sonderlich weit. Auch andere, nicht übergewichtige Menschen, hatten sich an ihren Äußerungen gestört und sie stand irgendwann alleine da. Eine positive Erfahrung. Also lass dich nicht beirren. :daumen:
    • Itsme schrieb:

      Ich würde ja auch jemandem, der im Obdachlosenasyl wohnt, bestimmt nicht vorjammern, dass ich mit meiner 12-Zimmer-Villa nicht zufrieden bin.
      Genau das ist es. Wenn es vielleicht auch nicht als persönlicher Angriff gemeint ist, taktlos ist es in jedem Fall. Zumal die eigene Zunahme ja fast immer auch als persönliches Versagen gedeutet wird. Da ist dann klar, was über permanent dicke Menschen gedacht wird.
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    • wenn ich mir eure beiträge durchlese, dann fällt mir dabei auf, dass da sehr viel spekulationen über die motivation der anderen leute dabei sind. mir fällt ebenso auf, dass von der selbstbestimmung, die ihr anstrebt (in einem andern thread gelesen) und die notwendig ist um selbstakzeptanz zu leben, nicht wirklich viel vorhanden ist, solange ihr euch über die gedanken gedanken macht, die andere leute womöglich denken, wenn sie euch sehen und mit euch reden. könnte das nicht auch eine form von verdrängung sein?

      ich meine: solange man sich darüber gedanken macht, wie man auf andere wirkt, warum andere dieses oder jenes tun, ob sie es tun um einen zu verletzen oder ob sie andere gründe für ihr tun haben, verschwendet man eine ganze menge an lebenskraft, die man dafür nutzen könnte, sich selbst genauer zu betrachten und den frieden mit sich zu schliessen.

      sollte ich damit jetzt jemanden verletzt haben, dann liegt/lag das nicht in meiner absicht. ich bin mir durchaus im klaren darüber, dass kein lebensweg leicht und eben ist und dass die dinge nicht immer ganz so einfach sind, wie man sie schreibt.

      wenn jeder sich zunächst einmal darum kümmern würde, dass es ihm/ihr selbst gut geht, dann würde sehr viel leid verhindert werden in dieser welt.
    • Itsme schrieb:


      Erstensmal bezeihe ich nicht "schon wieder" auf mich, und zweitens in diesem Fall auch nicht explizit auf mich, sondern - wie ich bereits versuchte klar zu machen - finde ich so etwas generell in Gesellschaft wirklich dicker Menschen ungehörig und deswegen geht es mir auf den Senkel.
      Muminfraus Beispiele, was man ja ganz selbstverständlich in bestimmten Situationen oder im Beisein bestimmter Menschen auch nicht tut, finde ich sehr passend.
      Ich würde ja auch jemandem, der im Obdachlosenasyl wohnt, bestimmt nicht vorjammern, dass ich mit meiner 12-Zimmer-Villa nicht zufrieden bin.


      Den Vergleich mit dem Obdachlosenasyl und der 12 Zimmer Villa finde ich recht interessant.
      Heißt das, dass du doch lieber schlank wärst?
      Um bei deinem Vergleich zu bleiben, ich hätte lieber die 12 Zimmer Villa als ein Obdachlosenasyl.


      Itsme schrieb:


      Außerdem ist es bei diesen besagten Frauen immer und immer wieder so.
      Wäre dies eine einmalige Sache mit irgendwem, würde ich keinen Gedanken dran verschenden. Bei diesen beiden Frauen aber ist es immer wieder Thema. Es geht auch nicht darum, dass sie schlank sind und nun gerade für sie aufällige oder lästige 500 Gramm zugenommen haben. Solche Frauen jammern immer über das Bäuchlein und ich bin sicher, sie wollen hören, dass sie das bestimmt nicht nötig hätten, weil sie doch so schön schlank sein....


      Ja, manchmal tut es gut sowas wie "Das hast du gar nicht nötig zu hören", manchmal stört die Zunahme von 1kg aber einfach, sodass man es eben auch sagt und zwar nicht nur in der Gegenwart von Dicken (wenn man sich über irgendwas anderes ärgert, sagt man es ja auch).


      Itsme schrieb:


      Aber wie ich oben schrieb, ich werde beim nächsten mal - welches bestimmt kommt! - einfach, wie Muminfrau riet, nach den Gründen für solche immer sich wiederholenden Äußerungen fragen.


      Bestimmt keine schlechte Idee. :)

      Itsme schrieb:


      Und vielleicht sollte ich auch ehrlich sagen, dass ich auch aus dem Grunde, weil ich dünne Figuren nicht schön finde, nicht der richtige Ansprechpartner bin.


      Gerade nach dem Vergleich der 12 Zimmer Villa und dem Obdachlosenasyl kommt das recht unglaubwürdig rüber.
    • Lutaihna schrieb:

      Gerade nach dem Vergleich der 12 Zimmer Villa und dem Obdachlosenasyl kommt das recht unglaubwürdig rüber.
      Ich zitiere mich mal selber: Sich als dicken Menschen zu lieben und zu akzeptieren, bedeutet nicht, es toll zu finden, dick zu sein.

      Zu der Ausgangsfrage dieses Threads:

      Ich ignoriere so was. Auf mich würde ich es nicht beziehen. Und selbst wenn, dann wäre mir das zu blöd. Wenn jemand etwas über mein Dicksein wissen will, soll er mich direkt ansprechen. Dann bekommt er auch erhellende Antworten.

      Ich bemitleide solche Menschen. Sie sind noch lange nicht so weit wie wir und haben ein ausgesprochenes Selbstakzeptanzproblem ... und keine wirklichen Probleme.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Lutaihna schrieb:

      Den Vergleich mit dem Obdachlosenasyl und der 12 Zimmer Villa finde ich recht interessant.
      Heißt das, dass du doch lieber schlank wärst?
      Um bei deinem Vergleich zu bleiben, ich hätte lieber die 12 Zimmer Villa als ein Obdachlosenasyl.


      Lutaihna,
      ob Du es glaubst oder nicht, aber das war genau der Punkt, der mich selber an diesem Vergleich störte! ;) Ich weiß es klingt wie "Dick ist negativ, dünn ist positiv. Mir fiel jedoch kein anderer Vergleich ein.

      Zu Deiner Frage an sich:
      Nein schlank wäre ich nicht gern. Aber weniger als jetzt würde ich gern wiegen.
      Meine Wohlfühlzeit (im Rückblick) war, als ich gut gepolstert war. Für manche schon dick, aber für meinen Geschmack genau richtig.

      19elke61:
      wenn jeder sich zunächst einmal darum kümmern würde, dass es ihm/ihr selbst gut geht, dann würde sehr viel leid verhindert werden in dieser welt.


      Ja, das stimmt. Und bist Du mal auf den Gedanken gekommen, dass ich genau aus diesem Grund meinem Herzen Luft gemacht habe, und deshalb diese sich nun unlängst zum (gefühlten) Millionsten mal wiederholende Situation geschildert habe? Gerade weil ich Eure Gedanken hören wollte um besser damit umgehen zu können?
      Somit habe ich damit doch genau Deinen Rat befolgt, oder? :)


      Martina:
      Ich bemitleide solche Menschen. Sie sind noch lange nicht so weit wie wir und haben ein ausgesprochenes Selbstakzeptanzproblem ... und keine wirklichen Probleme.


      Das kann sein. Ja, wahrscheinlich ist es so.
      Ich habe einfach ein Problem damit, wenn es in irgend einer Form gegen Dicke geht, nur weil sie dick sind.
      Martina, man merkt einfach doch in vielen Dingen, dass Du Dich schon lange mit dieser Thematik befasst und dadurch einfach auch in vielen Punkten abgeklärter und sachlicher sein kannst.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Vorweg: Ich finde mich ok so wie ich bin und ich werde mich nicht mehr verrenken um das zu ändern, aber das bedeutet auch für mich - wie Martina schreibt - dass ich es die schöneste Form, die ich mir für mich vorstellen kann finde. Deshalb bin ich noch immer (in deutlich geringerem Maße) verletzbar.

      Bei solchen Gesprächen, in denen mein schlankes Gegenüber mich auf sein Bäuchlein hinweist, geht es für mich aber um etwas anderes, wenn ich es kritisiere und warum ich dann auch einen flapsigen Kommentar mache, der zumindest zu Irritation führt.
      Ich finde es einfach taktlos und ich finde Taktlosigkeit egal wo sie auftritt schlimm. Deshalb schrieb ich auch, dass ich vor einem Rollstuhlfahrer nicht über Schmerzen in meinem kleinen Zeh jammere und so verstehe ich auch das Beispiel von Itsme.
      Dabei geht es gar nicht darum, dass ich mit diesen Vergleichen das Dick Sein negativ mache - es geht darum, wie es vom Gegenüber empfunden wird. Wenn jemand vor mir über seinen Bauch jammert, würde er definitiv deutlich mehr jammern, wenn er meinen Bauch hätte - also ist seine Bewertung von dick Sein negativ und obwohl er das negativ bewertet, jammert er. Das hat erst mal nichts mit meiner Einschätzung zu tun. Wenn das so ist, dann verhält er sich in meinen Augen taktlos und ich finde einen rücksichtsvollen Umgang mit meinen Mitmenschen wichtig.
      Außerdem weiß mein Gegenüber nicht, wie stark er mich damit verletzt, was ich sehr gut beurteilen kann, da mir so etwas sowohl in Zeiten passiert ist, in denen es mich sehr verletzt hat, als auch in solchen, wo es mich nicht mehr wirklich verletzt.

      Wenn ich mein Gegenüber länger kenne und derjenige weiß, dass ich Frieden mit meiner Figur gemacht habe, kann er sich übrigens auch gerne über seine Figurprobleme unterhalten. Damit habe ich gar kein Problem und nehme das auch absolut ernst. Da geht es einfach darum, dass ich an den Problem meiner Freunde Anteil nehme und die "Eigenheiten" des anderen einfach normal sind - hätte ich einen Rollstuhlfahrer als Freund, könnte ich mich auch über den kleinen Zeh beschweren, wenn der mir eben gerade aktuell weh tut.
      Das Problem sind für mich Menschen, die man oberflächlich kennt und die ihrem Smalltalk nicht unter Kontrolle haben.
    • Was ist denn bitte daran taktlos, wenn Jemand über eine seiner, in seinen eigenen persönlichen Augen und Empfindlichkeiten, Unzulänglichkeit jammert?
      Der darf das.
      Wenn ich das dann immer auf mich beziehe (ich bin der Nabel der Welt und jedes Gesprächs, das zufällig in meiner Gegenwart, und sei es am Nebentisch, geführt wird, bezieht sich nur auf mich und meine Unzulänglichkeiten), dann habe ich ein gewaltiges Problem und nicht meine Umwelt.
      Wer so empfänglich und schier seismologisch auf alles was um ihn herum gesprochen wird reagiert, tut sich in meinen Augen eigentlich sehr schwer überhaupt mit Menschen umzugehen oder hat nur sehr wenig Umgang und Übung damit.

      Es darf in meiner Gegenwart von Diarrhoe gesprochen werden, auch wenn ich selbst schon davon betroffen war, oder von Dummheit oder vom Dicksein oder vom Dünnsein, undundund.
      Wenn ich meine, das eine bestimmte Person immer genau wenn ich dabei bin, das Thema "dick" auf's Tapet zu bringen, dann spreche ich sie direkt darauf an und eiere (schon wieder dieses Wort, wie in dem anderen Thread) nicht rum. Frank und frei.
      Gerade wenn das angeblich "zwei sehr liebe Frauen" sind, -dann kann ich das und darf das auch.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Was passiert denn, wenn jemand über "Schmerzen im kleinen Zeh" einem chronisch Schmerzkranken gegenüber jammert? Nur eines - der Chronisch Schmerzkranke ist nicht verletzt ... er nimmt den Zeh-Kranken überhaupt nicht ernst!!! Wenn er überhaupt etwas denkt - was ich bezweifele - dann halt so was wie "Wenn du wüsstest, wie froh du sein kannst, dass es nur der Zeh ist!" .... ansonsten wird er über Zeh-Geschichten gelangweilt hinweghören!

      Es ist und bleibt eben immer alles eine Frage der eigene Sichtweise, der eigenen Erfahrung.

      Wenn ich als dicker Mensch wirklich (!) Frieden mit mir geschlossen habe, dann höre ich solche Andeutungen gar nicht mehr und rege mich schon gar nicht mehr darüber auf!
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)