Erkenntnisse!

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    • Da muss ich widersprechen. Natürlich kann es ihr noch schlechter gehen durch eine destruktive Beziehung, zum Beispiel, wenn psychische oder physische Gewalt auftreten, ihre Selbstbewusstsein sogar noch mehr gedeckelt wird, der Partner selbst depressiv ist oder eine andere psychische Störung hat, mit der er sie weiter runterzieht, sie ungewollt schwanger wird oder allgemein zu große Abhängigkeit auftritt.

      Natürlich wünsche ich Mondstein das nicht, aber ich finde, es ist ein Trugschluss dass durch eine Beziehung per se alles besser wird. Deshalb sollte man ja auch gut prüfen, an wen man sich da bindet, und warum. Sich aus Einsamkeit an "irgendwen" zu binden, hilft nicht und dann fehlt meiner Ansicht nach auch jegliche heilsame Wirkung der Liebe, weil dann...nunja, die Liebe fehlt ;)
    • Yummy schrieb:


      Natürlich wünsche ich Mondstein das nicht, aber ich finde, es ist ein Trugschluss dass durch eine Beziehung per se alles besser wird. Deshalb sollte man ja auch gut prüfen, an wen man sich da bindet, und warum. Sich aus Einsamkeit an "irgendwen" zu binden, hilft nicht und dann fehlt meiner Ansicht nach auch jegliche heilsame Wirkung der Liebe, weil dann...nunja, die Liebe fehlt ;)


      Keines dieser Dinge hat Mondstein gesagt und ich auch nicht. Sie sagte, dass sie einsam sei, bisher Beziehungen gemieden habe und sich jetzt der romantischen Liebe öffnen möchte. Schön für sie!
      Da steht nichts von Beziehung um jeden Preis oder mit Beziehung wird alles besser, ich seh das zumindest nirgends.
    • Yummy schrieb:


      Das Glücklichsein muss aus dir selbst heraus möglich sein und auch ohne einen Partner da sein.


      Ganz ehrlich, ich glaube wenn man Ende 20 sagt ich habe noch nie gelliebt und bin noch nie geliebt worden, dann fehlen entscheidende, auch glücklichmachende Erfahrungen im Leben. Das zieht einen bestimmt ganz schön runter.
    • Ich denke auch, dass die fehlende Erfahrung mit Liebe einen ganz schoen runter ziehen kann. Die Tatsache ist nur, dass man das so schnell nicht aendern kann.

      babelfish schrieb:

      Ganz ehrlich, ich glaube wenn man Ende 20 sagt ich habe noch nie gelliebt und bin noch nie geliebt worden, dann fehlen entscheidende, auch glücklichmachende Erfahrungen im Leben.


      Nun ja, es kommt darauf an, wie man "noch nie geliebt haben" definiert. Verliebt war Mondschein bestimmt schon, ich denke, sie hat vor einiger Zeit darueber geschrieben. Aber verliebt sein ist nicht dasselbe wie Beziehung haben.

      Und ob man geliebt wurde... das ist wirklich so vom Zufall abhaengig! Es wundert mich nicht, dass es Menschen gibt, die Ende 20 noch keinen Partner hatten, bzw. niemanden, der sich in sie verliebt haette. Das ist vielleicht nicht sehr ueblich, aber nicht unwahrscheinlich.

      Ich z.B. hatte in den letzten Klassen im Gymnasium durch puren Zufall einen Verehrer, und danach auch noch eine Beziehung mit ihm, die mehrere Jahre gedauert hat. Waere dieser Junge nicht in Klasse 10 in unsere Schule gewechselt, haette ich bis Mitte 20 evtl. noch gar keine Beziehung gehabt.

      Mondschein, bevor wir weiter reden: hattest du eigentlich irgendwann einen Vereherer? Egal, ob in der Grundschule oder im Kindergarten, oder spaeter.
    • babelfish schrieb:

      Aber wenn man sich auf nichts einläßt sind die Chancen gleich null. Die TE ist einsam und Einsamkeit kann krank machen, egal ob man sich liebt oder nicht. Soll sie es doch probieren, viel schlimmer als jetzt kann es ihr doch auch nicht gehen und vielleicht hat sie ja Glück.
      Dieser Absatz klang für mich persönlich aber schon nach: Einfach mal ausprobieren, wird schon laufen und die Einsamkeit bekämpfen.

      Mondstein24 schrieb:

      nein das gefühl, dass man MICH TOLL findet kenne ich nicht...
      Das bedaure ich für dich, obwohl ich schon glaube, dass du es eines Tages erleben wirst. Vielleicht gibt es solange, bis die große romantische Liebe kommt, andere Wege, über die du Bestätigung erfahren kannst. Ob das bei dir ein bestimmtes Talent, die Freunde, die Familie, die Arbeit etc. sind, weiß ich nicht, da ich dich nicht kenne, aber es gibt da bestimmt etwas.

      Das Gefühl wird zwar gewiss ein anderes sein, als als Frau von einem Mann auch in puncto Sex und Liebe geschätzt zu werden, aber auch diese anderen Formen der Bestätigung werden deiner Selbstliebe gut tun bzw. in höherem Maße gut tun, als die Fokussierung auf ein Fehlen der ersten Variante.
    • Yummy schrieb:

      Dieser Absatz klang für mich persönlich aber schon nach: Einfach mal ausprobieren, wird schon laufen und die Einsamkeit bekämpfen.


      Meine Güte, was spricht denn gegen Ausprobieren? Legt man so das Durchschnittsalter an, in dem Jugendliche die ersten Erfahrungen mit Sex und Liebesbeziehungen machen , dann ist sie schon 10 Jahre drüber. Als ob alle die Liebesbeziehungen anfangen immer so gefestigt wären. Die TE hat sich wohl (ich unterstelle das mal) lang genug zurückgenommen. Ich denke mir, dass die einzige Möglichkeit nicht mehr einsam zu sein, im Sinne einer romantischen Beziehung, eben ist sich eine solche zu suchen. Das ganze kann schief gehen und der TE gehts dann schlecht. Aber gehts ihr denn jetzt gut? Geht es ihr mit 37 noch gut, wenn sie noch 10 Jahre wartet bis sie sich selbst genug liebt und gefestigt ist?
    • babelfish schrieb:

      Meine Güte, was spricht denn gegen Ausprobieren? Legt man so das Durchschnittsalter an, in dem Jugendliche die ersten Erfahrungen mit Sex und Liebesbeziehungen machen , dann ist sie schon 10 Jahre drüber.


      Ich denke, es liegt an Mondschein zu entscheiden, ob und was sie ausprobiert. Diese Diskussion hatten wir schon einmal woanders mit einer anderen Nutzerin.

      Ich finde es sehr, sehr unschoen, in Sachen Liebe und Sex Normen zu setzen. Mondschein liegt also 10 jahre "drueber"? Es klingt fuer mich absolut genau so wie zu sagen "Miminfrau hat 40 kg Gewicht zu viel". Normierungen, ueberall Normierungen.

      Mondschein, ich denke nicht, dass du "zu spaet" dran bist. ich glaube, dass du bisher eher durch Zufall niemanden getroffen hast. Bloeder Zufall, aber es wird sich bestimtm aendern.

      Auserdem bin ich absolut felsenfest davon ueberzeugt, dass es Maenner geben wird, die dich toll finden.

      Nun ja, ich bin zwar kein Mann, aber ich bin von deiner Persoenlichkeit, die ich in diesem Forum seit einiger Zeit beobachten durfte, sehr fasziniert. Ja, das ist ein Kompliment. :)

      Also, geh raus, lern Menschen kennen, das ist eine super Idee. Ich wollte dich definitiv nicht entmutigen und hoffe, dass ich mein Anliegen mit Liebe versus Selbstliebe halbwegs erklaeren konnte.
    • Muminfrau schrieb:

      Ich denke, es liegt an Mondschein zu entscheiden, ob und was sie ausprobiert. Diese Diskussion hatten wir schon einmal woanders mit einer anderen Nutzerin.


      Kann ich mich zwar nicht daran erinnern, aber ich habe nicht Mondscheins Entscheidung kritisiert, das waren, wenn überhaupt andere.

      Muminfrau schrieb:

      Ich finde es sehr, sehr unschoen, in Sachen Liebe und Sex Normen zu setzen. Mondschein liegt also 10 jahre "drueber"?


      Ich habe keine Normen gesetzt, sondern lediglich Mondscheins Gedanken sich jetzt der romantischen Liebe zu widmen unterstützt, indem ich betont habe, dass sie sich ruhig ausprobieren kann.

      Denn das Hauptargument dagegen war ja, falls richtig verstanden, dass sie sich erst mal selbst lieben und keine Beziehung mit ihren Erwartungen überfrachten soll.

      Das Argument, andere machens 10 Jahre früher sollte eigentlich zeigen, dass da auch nicht wirklich gefestigte Charaktere gepaart mit Gutmenschentum und langjähriger Therapieerfahrung erwartungsfreie Beziehungen führen. Da Mondschein einer 17jährigen nunmal 10 Jahre voraus hat stehen die Chancen vielleicht nicht schlecht, dass es funktioniert.


      Muminfrau schrieb:


      Mondschein, ich denke nicht, dass du "zu spaet" dran bist. ich glaube, dass du bisher eher durch Zufall niemanden getroffen hast. Bloeder Zufall, aber es wird sich bestimtm aendern.


      Nochmal, ich glaube auch nicht, dass man mit 27 zu spät dran ist. Aber man ist möglicherweise mit 40 zu spät dran und man verpasst vielleicht auch wirklich interessante Erfahrungen. Allerdings hatte ich Mondschein so verstanden, dass sie sich bisher nicht in Richtung Beziehung bemüht hat und nicht dass da der Zufall eine Rolle spielte.
    • Muminfrau schrieb:


      Nun ja, ich bin zwar kein Mann, aber ich bin von deiner Persoenlichkeit, die ich in diesem Forum seit einiger Zeit beobachten durfte, sehr fasziniert. Ja, das ist ein Kompliment. :)


      Ok ersteinmal danke dafür. Ich bekomme sehr selten Komplimente. Aber inwiefern fasziniert dich meine Persönlichkeit? Das würde mich jetzt wirklich interessieren. Sowas habe ich noch nie gehört.:)

      Ich bin aufjedenfall selbst dafür verantwortlich dafür, dass ich bisher alleine war. Und das habe ich mittlerweile eingesehn. Ich muss einfach einige Dinge ändern. Das versuche ich absofort.
    • Das ist wirklich ein Thema das mich schon sehr sehr lange beschäftigt.

      Ich bin mehr der Kümmerer, obwohl ich mich schon sehr zurückgezogen habe was das angeht.

      War immer für andere da, aber wenn ich selber mal Hilfe brauche und das auch durchaus zum Ausdruck bringe, dann ist niemand da. Früher hörte ich dann sehr oft warum hast Du denn nichts gesagt. Aber mittlerweile habe ich gemerkt egal wie laut ich sage das ich nicht mehr kann und um Hilfe bitte, es ist einfach niemand da.
      Das macht mich unsagbar traurig.

      Ich habe einen supertollen aber leider seit 14 Jahren schwer kranken Mann. Ich tue alles für Ihn, und er auch im Rahmen seiner Möglichkeiten für mich, wir haben einen tollen Sohn, der auch immer da ist wenn wir ihn brauchen, wobei ich viel Wert darauf lege das er sein Leben lebt.
      Aber was ist mit dem Rest der Gesellschaft, was ist mit denen für die wir immer da waren, für die wir immer gut genug waren, mein Mann als er noch renovieren konnte, ich für div. andere Angelegenheiten.
      Ich erwarte gar nicht das jemand groß was für mich tut, aber z.B. letztes Jahr war mein Mann 8 Monate im Krankenhaus, dieses Jahr auch insgesamt schon wieder 8 Wochen, ich hätte mich einfach mal über die Frage gefreut wie es mir denn geht, hätte mich gefreut wenn von all denen die wir immer besucht haben wenigstens mal ne Flasche Saft gekommen wäre zum mitnehmen in die Klinik wenn sie schon nicht selber hingehen. Warum sind wir das nicht wert.

      Ich merke wie ich mich mehr und mehr zurückziehe, aber das kann doch auch nicht Sinn der Sache sein oder?


      liebe Grüße
      Maggy

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    • @Mondschein: ich muss mich gerade kurz fassen, weil ich heute in den Urlaub fliege. Ich finde es sehr interessant, dass du immer wieder mit konkreten Themen kommst, manchmal nach laengerer Abwesenheit, die bei vielen hier den Nerv treffen und zu interessanten Diskussionen fuehren. Ich meine zu merken, dass viel Knochenarbeit dahinter steckt.

      Und, was ich besonders wertvoll finde, du scheinst die Dinge, die wir hier sagen, wirklich umzusetzen. Ich sehe hinter allem einen guten Verstand und den grossen Wunsch, sich persoenlich weiter zu entwickeln.

      Das sind wertvolle Eigenschaften, die selten sind und dich besonders auszeichnen. Plus natuerlich das individuelle Etwas, das ich nicht in Worte fassen kann. Du kannst einfach darauf vertrauen, dass du es hast. ;)
    • babelfish schrieb:

      Allerdings hatte ich Mondschein so verstanden, dass sie sich bisher nicht in Richtung Beziehung bemüht hat und nicht dass da der Zufall eine Rolle spielte.


      Ich habe mich mit 16 auch nicht Richtung Beziehung bemueht! Uebrhaupt nicht, und es ist einfach passiert, dass sich ein Mitschueler in mich ernsthaft und dauerhaft verliebt hat. Dabei war ich mit Abstand nicht nur das dickste sondern auch das einsamste Maedchen in der Klasse. Ich ging nie aus, ich kannte niemanden, ich hatte keine Freunde.

      6 Jahre spaeter war ich immer noch einsam und ohne Freunde, und es hat sich wieder jemand in mich "ernsthaft" verliebt. Purer Zufall, wie ich es sehe.

      Ich habe eigentlich angefangen, mich erst vor vielleicht 5 Jahren zu "bemuehen", was zuerst gruendlich schief gegangen war und erst spaeter klappte.

      Deswegen ist es sicher nicht verkehrt, sich darum zu kuemmern, dass man Leute kennen lernt. Nur soll sich niemand schuldig fuehlen, dass keine Beziehung bisher geklappt hat. Zufall und Glueck (im Sinne "Glueck haben" oder auch "Schwein haben" ;)) spielen eine durchaus grosse Rolle beim Entstehen von Beziehungen.
    • babelfish schrieb:

      Ich habe keine Normen gesetzt, sondern lediglich Mondscheins Gedanken sich jetzt der romantischen Liebe zu widmen unterstützt, indem ich betont habe, dass sie sich ruhig ausprobieren kann.

      Denn das Hauptargument dagegen war ja, falls richtig verstanden, dass sie sich erst mal selbst lieben und keine Beziehung mit ihren Erwartungen überfrachten soll.
      Es spricht nichts gegen das Ausprobieren. Ich merkte nur an, dass man sich selbst und dem Beziehungspartner gegenüber fair und realitisch auftreten sollte, und dass es riskant ist, das eigene Glück in die Hände eines anderen zu legen. Das heißt keinesfalls, dass man sich nicht ausprobieren soll, sondern ist nur ein Ratschlag, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden.

      Muminfrau schrieb:

      Mondschein, ich denke nicht, dass du "zu spaet" dran bist. ich glaube, dass du bisher eher durch Zufall niemanden getroffen hast. Bloeder Zufall, aber es wird sich bestimtm aendern.

      Auserdem bin ich absolut felsenfest davon ueberzeugt, dass es Maenner geben wird, die dich toll finden.
      Das denke ich auch. Du wirkst in deinen Postings auf mich wie eine sehr empfindsame, reflektierte Frau, die bereit ist, Hilfe nicht nur zu erbitten, sondern auch anzunehmen. Das finde ich schon mal sehr sympathisch. :)

      Ich bin sicher, dass du jemanden finden kannst, der dich für diese und viele andere Eigenschaften schätzen wird.
    • Hallo ihr Lieben,

      Ich habe nun eine ganze Weile überlegt, ob ich mich hier einklinke oder nicht, weil eigentlich schon so viele Argumente genannt wurden, die mir auch eingefallen wären, aber nun schreibe ich doch etwas dazu - meine eigene Erfahrung mit Selbstliebe und romantischer Liebe, denn ich war einmal in einer ganz ähnlichen Situation wie du, Mondschein und vielleicht kann ich dir ein wenig Mut machen :) ?

      Vor 20 Jahren bin ich in meine erste eigene Wohnung gezogen - hatte mich im Streit von meiner Familoie getrennt, von der ich sowas wie Liebe eigentlich nur in den ersten Jahren erfahren habe - das unterscheidet mich womöglich von Mondschein, denn das war zumindest eine gute Basis.
      Nachdem ich viele Jahre so viel Ablehnung erfahren hatte - von den Eltern, anderen Angehöreigen, in der Schule usw., war ich mit Anfang 20 in einer Situation, in der ich nicht nur schwer depressiv war, sondern mich gehasst habe. Und ich dachte, ich würde nie einen Partner finden.
      Damals hatte ich einen ganz ähnlichen "Plan" im Sinn wie Mondschein, aber dann kam auch bei mir immer wieder der von euch genannte Gedanke - ist es nicht irgendwann zu spät, wenn ich nun erst lerne mich selbst zu lieben und ist es wirklich nicht möglich, die Liebe zu einem Partner zu erfahren, bevor ich das gelernt habe?

      Ich war mir sicher, dass eine Partnerschaft mein Selbstwertgefühl nicht von innen heraus stärken würde, dass sie mich nicht "heilen" würde, dass ich weiterhin Probleme mit mir selbst haben würde, aber ich wollte (endlich) einen Freund haben! Ganz einfach - und ich dachte mir, vielleicht gibt es ja jemanden, der mich mehr liebt als ich mich selbst und damit klar kommt, dass ich mit der Liebe (familiär, romantisch oder zu sich selbst...) noch fast keine Erfahrung hatte.

      Und dann lernte ich meinen ersten Freund kennen. Er war ein sehr ruhiger Mensch, zu dem ich gleich Vertrauen fasste. Irgendwie konnte ich mich ihm sofort öffnen und ich erzählte ihm einfach, welche Probleme ich mit mir hatte, dass ich sehr unsicher bin, viele Ängste habe, depressiv bin... und überraschenderweise schreckte ihn das nicht ab (ich würde das heute allerdings trotzdem nicht mehr so machen ;)).
      Wir blieben zusammen - und es war nicht einfach diese Partnerschaft zu leben und seine Liebe anzunehmen, aber ich lernte jeden Tag dazu und er kam irgendwie damit zurecht, dass es mit mir anders war als mit einer anderen Partnerin.

      Am nächsten Mittwoch treffen wir uns, wie jedes Jahr um diese Zeit in dem kleinen Restaurant, in dem wir uns vor genau 18 Jahren das erste mal begegnet sind :).

      Ich habe gelernt, mich selbst zu lieben - und parallel dazu habe ich gelernt, Liebe anzunehmen und einen anderen Menschen zu lieben.

      Liebe Mondschein, ich wünsche dir, dass du viele positive Erfahrungen und Entdeckungen machst, wenn du die Liebe (welche Form auch immer) kennenlernst!

      Alles Liebe für dich!!!
      Mondsteinhexe
    • mondschein24 schrieb:

      Nein hatte ich nicht.

      aber natürlich kam es vor dass man mal angebaggert wurde. Ich kann diese Male aber an einer hand abzählen.


      nein das gefühl, dass man MICH TOLL findet kenne ich nicht...


      Ich habe mit zwei mir lieben Frauen die Erfahrung gemacht, dass sie nicht einmal bemerken, wenn sie interessierte Blicke bekommen. Mit ziemlicher Sicherheit deshalb, weil sie gar nicht erwarten, dass sie solche Blicke bekommen.
      Aber gerade so beginnt nicht selten eine erste zarte Annäherung.
      Wenn jedoch in einer solchen - ich nenne es mal "Kettenreatktion" gleich zu Beginn von einer Seite gar keine Reaktion kommt, - aus oben genannten Gründen - dann kann auch weiter nichts passieren.

      Ich bin davon überzeugt, dass ein Mensch, der sich selber nicht hoch schätzt, sich nicht mag, nicht schön findet, sich nicht liebt, einfach nicht im Stande ist, solche Signale wahr zu nehmen.
      Insofern halte ich es für wichtig, sich zunächst einmal selber lieben zu lernen. Dies natürlich aber nicht nur aus deisem Grunde. Ist ja klar.

      Andererseits glaube ich schon, dass die Liebe eines Menschen helfen kann, sich selber mit anderen Augen zu sehen / oder sogar sich lieben zu lernen.

      Ich sehe das ungefähr so wie bei einem Kunstwerk, welches erst dann, wenn es hoch dotiert wird /Beachtung findet, Wertschätzung erfährt.
      Dem Künstler mag vorher nicht klar gewesen sein, welch ein Talent er hat. Durch die Wertschätzung anderer jedoch, wird ihm klar, dass er wirklich ein Künstler ist und ab da beginnt er sich, seine Kunst mit anderen Augen zu sehen und sich / seine Kunst wert zu schätzen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Hallo Mondschein,

      ich habe auch lange Zeit bei meinen Eltern gewohnt. Zu Beginn aus finaziellen Gründen. Das Gehalt für Junglehrer in Österreich ist sehr niedrig und die Mietpreise in meinem Bundesland extrem hoch.
      Nach dem Tod meines Vaters wollte meine Mutter nicht allein sein, also blieben wir (meine zwei Schwestern und ich), außerdem konnte sie unseren Beitrag gut brauchen.
      Als sie einen neuen Partner fand und mit unserer noch nicht volljährigen Schwester zu ihm zog, haben wir zwei älteren Schwestern erfahren, was für eine tolle Sache das ist, so frei zu sein. Es hat richtig Spaß gemacht, die Wohnung, die wir früher zu fünft bewohnt haben, in einer zweier WG für sich zu haben. Als die neue Beziehung unserer Mutter in die Brüche ging und sie zurück zu uns zog (die Wohnung lief immer auf ihren Namen, nur wie zwei haben alle Kosten getragen, als wir allein drin wohnten), war es aus mit der Freiheit.
      Das hat uns zwei älteren überhaupt nicht gefallen und daher haben wir uns dann etwas eigenes gesucht. Mit mehr Dienstjahren war das Gehalt auch besser.
      Meine jüngste Schwester ist auch seit drei Jahren ausgezogen und meine Mutter hat gelernt allein zurecht zu kommen.

      Was ich damit sagen möchte. Es ist ein wichtiger Schritt, sich von den Eltern auch räumlich abzunabeln. Und wenn du keine Liebe für sie empfindest und sie dich nicht zu lieben scheinen (du hast ja weiter oben erzählt, dass du niemanden liebst und das Gefühl hast, von niemandem geliebt zu werden), ist es doppelt wichtig.
      Die Freiheit, die eigenen vier Wände zu bewohnen, stärkt das Selbstbewusstsein enorm. Es ist viel mehr möglich, auch was Beziehungen anbelangt und es fühlt sich ganz anders an, wenn man beim Kennenlernen erzählt, dass man allein wohnt als wenn man erzählt, dass man bei den Eltern wohnt.

      Übrigens bin ich mit meinen 44 Jahren noch immer zufriedener Single. Ich suche derzeit nicht aktiv nach Beziehungsglück (solche Phasen gab es auch, aber es ist nichts Dauerhaftes draus geworden) und es fühlt sich für mich im Moment gut und richtig an, mich um mich selbst zu kümmern, ganz ich sein zu dürfen, ohne einen schönen Schein aufzulegen, um auf Männer anziehend zu wirken.
    • Bin in meinem Elternhaus die "Große". Als ich mit 16 Jahre nach München zog, war es am Anfang ein Wohnheim, geleitet von Ordens-Schwestern. Es ging sehr modern dort zu. War man 18 Jahre, kriegte man einen Schlüssel, vorher nicht. Ich wollte aber gar nicht weg. Endlich hatte ich viele Mädchen um mich. Mein 13jähriger Bruder und mein 4jähriger Bruder waren mir damals mit Pubertät und Trotzphase nicht sehr lieb, mir reichte das Wochenende, als ich mit dem Zug heimfuhr. Und zwar jedes Wochenende.

      So verging meine Lehrzeit. Mit 19 Jahren Festanstellung und ich konnte mir im Außenbereich eine winzige 1 Zimmer Wohnung leisten bei einer Vermieterin, die allerhand Dienste verlangte. Einkäufe, Telefondienst, Rasen mähen, doch da sie schon über 80 Jahre war, machte ich es gern. Gekostet hat es dafür weniger. Nur das Schlaraffenland des Wohnheims war vorbei. Ich vergesse nie, dass die alte Hexe, wie ich sie schon nach einem halben Jahr eine Staubflocke auf den Tisch legte. Und zwar hatte ich nie begriffen, dass mein Bett eine Riesenschublade untern drin hat. Es ging bis zum Boden. War eingekeilt zwischen Schrank und Wand und im Leben hätte ich es nicht wegrücken können. Ich putzte halt immer ganz normal überall. Doch da keift die mal am Abend, als ich müde von der Arbeit komme. Ich war so sauer, wegen der Flocke usw.

      Dann vergaß ich am Anfang immer einzukaufen, denn im Wohnheim war es wie daheim. Frühstück, Mittag, Abend. Nur Bett machen und wischen überall und das mit der 2. im Zimmer zusammen, die sehr nett war. Nie die Dusche für 8 Mädchen gleichzeitig. Nie den Essenssaal. Super, habe heute noch einen Telefonkontakt zu einer Bewohnerin.

      Dann ging ich oft zu leicht angezogen los. Ermahnte mich weder eine Schwester oder vorher die Eltern, ich dauernd erkältet.

      Fazit:

      Nie möchte ich meine Erfahrungen missen.

      Wäre ganz schön blauäugig in die Ehe gegangen, wenn ich nicht 8 Jahre in München gewesen wäre.

      Liebe Grüße deine Klangola
    • @Angelika

      Du hast aufjedenfall Recht. Langfristig muss ich mir Gedanken machen wegen dem Auszug. Es würde aufjedenfall eine Menge verändern.

      Ich bin grade am Überlegen wie ich das anstellen soll: Ich möchte aufjedenfall zunächst in der Umgebung bleiben (vorallem wegen der Therapie, ich denke nämlich wirklich, dass ich es noch ne Weile brauche).

      Hinzukommt das ich aufjedenfall alleine leben möchte also keine WG oder so.
      Auch nicht mit Menschen, die ich kenne wobei mir da sowieso keiner einfallen würde.

      Allerdings weiß ich garnicht ob ich irgendwelche Ansprüche habe finanziell unterstützt zu werden außer diese Baföggeschichte. Kennt sich jemand von euch damit aus? Gibt es die Möglichkeit, dass ich als Studentin eine Wohnung finanziert oder teilfinanziert bekomme? zum Beispiel Wohngeld?

      Ich möchte da nichts überstürzen aber ich weiß auch ich komm nicht mehr drumherum.

      Ich hatte die letzten paar Tage eine sehr depressive Verstimmung. Ich habe mich mit Essen vollgestopft und nichts für meine Klausuren gemacht. Das schlimme daran war, dass ich ERSTMALS das ganze BEWUSST gemacht bzw. erlebt habe. Ich wusste ganz genau, warum ich esse und das es nichts mit Hunger zu tun hatte. Teufelskreis. Und dann bekommt man natürlich wieder ein schlechtes Gewissen, weil man nichts für die Klausuren gelernt hat. Mein Wissensstand ist gleich 0. Ich habe grade keine Ahnung wie ich diese Klausuren schreiben soll. Es dreht sich alles nur um mein Leben und wie isoliert ich momentan lebe und das ich einiges ändern will. Aber ich krieg grad nix auf die Reihe. Und dann denk ich mir noch, du bist jetzt 27 Jahre, du kannst dir das alles nicht mehr erlauben. Krieg dein Leben auf die Reihe.

      Ich weiß das ganze ist ein Prozess und dazu gehört nun mal auch, dass man scheitert. Aber es ist einfach nicht mehr zu ertragen und ich kriegs trotzdem nicht auf die Reihe...
    • Mir liegt etwas auf dem Herzen was ich unbedingt loswerden möchte.

      Ich habe erneut eine Erkenntnis gewonnen, die mein Weltbild wieder ein großes Stück geändert hat und mir nochmal deutlich vor Augen geführt hat, dass ich selbst ein oberflächlicher Mensch bin(was mir wirklich nie klar war).

      Ich habe vorkurzem einen Independent Streifen empfohlen bekommen wo es um Homosexualität bei Afrikanern geht. Darin wird um mehr Toleranz vorallem in der meist homophoben schwarzen Bevölkerung geworben. Auch will man zeigen, dass es nicht nur schwarze "Machotypen" gibt, sondern auch ganz normale Männer mit Gefühlen, die auch überhaupt nicht tuntig rüberkommen.

      Ich mag Gesellschaftskritische Filme also hab ich ihn mir von ner Freundin ausgeliehen.

      Ich weiß nicht ob ich es schon mal gesagt hatte aber ich hatte ein bestimmtes Bild von "in meinen Augen" besonders gutaussehenden Männern. Einer der Hauptdarsteller des Films war so jemand. Ein Mann mit wunderschönen grünen Augen und soweit ich weiß, halb brite, halb aus der Karibik.

      Soweit so gut. Als ich dann gesehn habe, wer seinen Liebhaber in dem Film gespielt hat, war ich völlig schockiert und gleichzeitig fasziniert. Der Mann war ursprünglich aus Nigeria und für meinen Geschmack nicht attraktiv.

      Nachdem Film war ich erstmal total baff. Ich hatte erstmals realisiert, dass ich eine völlig falsche Wahrnehmung von der Welt hatte. Ich hätte tatsächlich niemals gedacht,dass ein so gutaussehender Mann mit einem weniger atrraktiven Mann solche Szenen(ihr wisst schon welche) drehen würde. Das hat mich wirklich wahrhaftig schockiert. Ich habe wirklich meinen Augen nicht getraut. Und dann habe ich plötzlich Gedanken gehabt wie: ok du bist wirklich selbst schuld, denn ich kann von mir wirklich sagen, dass ich zumindest vom Gesicht her eine sehr nette Erscheinung bin und trotzdem habe ich immer gedacht, dass ich bei SOLCH GUTAUSSEHENDEN MÄNNERN nie landen könnte.

      Seit ich diesen Film gesehn habe, WEIß ich dass es nichts mit Schönheit zu tun hat, sondern mit dem was man ausstrahlt. Auch wenn es nur ein Film war, die Welt ist so riesig. Diese Geschichte spiegelt mit Sicherheit einen großen Teil unserer Gesellschaft wieder.

      Und ich habe die ganze Zeit in meiner kleinen, isolierten, realitätsfernen Welt gelebt:confused:

      ich habe(wie einige ja wissen) schon seit längerer Zeit das tiefe innere Bedürfnis, einige grundlegende Veränderungen vorzunehmen. Es ist schwer für mich, weil ich noch nicht so mutig bin bestimmte Schritte zu gehn und vieles scheint auch so unerreichbar für mich zu sein. Aber das mit dem Film war kein Zufall. Ich bin davon überzeugt, dass ich ihn sehen SOLLTE, damit ich erneut ein stück wachse.

      ich wollte euch das einfach nur mal erzählen, weil mir das den ganzen tag durch den kopf schwirrt....ich bin wohl auf dem richtigen weg.

      mit dem lernen funktionierst jetzt auch wieder ein bisschen.:)
    • mondschein24 schrieb:

      nn ich kann von mir wirklich sagen, dass ich zumindest vom Gesicht her eine sehr nette Erscheinung bin und trotzdem habe ich immer gedacht, dass ich bei SOLCH GUTAUSSEHENDEN MÄNNERN nie landen könnte.


      Na, das ist wirklich und wahrhaftig eine klasse Erkenntnis! :applaus:

      Frau sollte nicht vergessen, dass auch ein sehr gut aussehender Mann schlicht und einfach ein Mensch ist, mit einem eigenen Geschmack, mit den eigenen Vorstellungen von Liebe und Leben, der nach Glueck, Zufriedenheit, Freude und Freundschaft strebt, genauso wie ein weniger gut aussehender Mann. ;) Bei wem frau "landet" ist nach Aussehen nicht entscheidbar.
    • @Muminfrau

      Man mag es kaum glauben aber gutaussehende Männer sind Menschen mit Gefühlen:-D und kein bisschen anders oder besser als andere. Nun muss das noch zur festen Überzeugung werden und alles wird gut.

      Ich merke einfach, dass ich bisher in einer anderen Welt gelebt habe und jetzt muss ich versuchen aus dieser Welt auszubrechen und in die wirkliche Welt zu kommen.

      Ich habe ehrlich gesagt richtig Schiss davor aber ich muss es jetzt langfristig tun sonst werde ich niemals glücklich werden.

      Ich bin froh, dass ich dieses Forum habe. Ich habe hier soviel gelernt.

      Wiegesagt, ich muss jetzt nur noch den Mut aufbringen und die Dinge wirklich anpacken um sie zu verändern.

      Das wird wohl die nächste große lektion meines Lebens.
    • Ich habe zwar keine völlig neue Erkenntnis wollte dennoch mitteilen dass ich meine letzte Therapiesitzung hatte und ich fortan den Weg alleine gehe. Es war etwas merkwürdig als ich das letzte mal mit ihr sprach aber ich bin aufjedenfall durch die Verhaltenstherapie um einiges reifer geworden. Wenn ich mich nicht irre hat man mir hier im forum dazu geraten eine Therapie zu machen. Ein großes Dankeschön an der Stelle und auch dafür, dass man sich hier immer die Mühe gemacht hat, mir wertvolle Tipps fürs Leben zu geben. Achja wenn alles glatt läuft, ziehe ich nächstes Jahr aus zu einer Freundin.

      ganz viele grüße mondschein;)