Erkenntnisse!

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    • Erkenntnisse!

      Hallo Leute,

      Ich melde mich zurück mit ein paar Gedanken, die ich gerne mit euch teilen möchte.

      Seit ich in diesem Forum angemeldet bin, habe ich ja einige( durch euch verursachte) Erkenntnisse gewonnen die teilweise unangenehm sind.

      Eine aktuelle Erkenntnis, ist die Tatsache, dass ich einer gewissen Freundin mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe als sie womöglich verdient hat.

      Ich habe viele Jahre gedacht, dass ich sie zu meinen engsten Freunden zählen kann, für mich war sie sogar wie eine Schwester.

      Nun ist es ja so, dass ich ein ähnliches Problem bereits mit einer anderen Freundin hatte, dass hier bereits thematisiert wurde. Ich habe auch ne Menge Tipps bekommen, wie ich mich bei diesem Thema"Freundschaft" in Zukunft zu verhalten habe.

      Mir ist heute nur wieder aufgefallen, wie schwierig es eigentlich ist, sich nicht minderwertiger als andere zu sehn.

      Außerdem ist es doch ein Irrglaube, zu denken, man sei mehr wert als andere, nur weil mehr Leute einen mögen stimmts?

      Warum kann ich nicht ganz einfach zu mir sagen:
      Hör zu, du bist es wert dass man sich um dich bemüht, und wer das nicht sieht ist selber schuld und hat dich einfach nicht verdient.

      Keine Sorge, ich will mir nicht einreden, dass ich besser bin als andere. Aber manchmal frage ich mich, ob das nicht in meinem Fall sogar notwendig ist vielleicht sogar lebensnotwendig?

      Ich habe das Gefühl es reicht bei mir nicht, einfach zu sagen, dass ich ein guter Mensch bin und wer das nicht sehn will ist selber schuld.

      Ich habe zunehmend das Gefühl ich müsste anfangen zu glauben, ich sei besser als die die mich nicht zu schätzen wissen. Um besser mit dem "Verlust" umgehn zu können.

      Ich bin auch nicht wütend nur irgendwie traurig, dass ich mich mit diesen blöden Minderwertigkeitsgefühlen auseinandersetzen muss.

      Ich merke grade ich bin etwas durcheinander. Sagt mir doch bitte, ob ihr mit den Gedanken etwas anfangen könnt.
    • Hallo mondschein24,

      ich habe nur mal diesen einen Satz von Dir kopiert:

      Ich habe zunehmend das Gefühl ich müsste anfangen zu glauben, ich sei besser als die die mich nicht zu schätzen wissen.

      Das musst Du sogar! Denn überlege einmal, wie es sonst wäre:

      Du wärst genauso wie die, die Dich nicht zu schätzen wissen...
      und das hieße, Du weißt Dich selbst nicht zu schätzen.
      Genau das aber ist einer der wichtigsten Punkte:
      Sich selber zu schätzen wissen, mit allen Fehlern und Stärken.

      Natürlich darf und soll man auch immer selbstkritisch sein,
      denn das hilft einem, Dinge über sich in Frage zu stellen.
      Täte man dies nicht, würde man wahrscheinlich immer auf der Stelle treten und nichts hinzu lernen.
      Wir alle machen ja Fehler. Ständig. Und nur wenn wir selbstkritscih sind und unsere Fehler erkennen, können wir lernen diese nicht mehr zu machen.
      Aber auch die Erkenntnis, dass wir zwar Fehler machen, diese jedoch auch menschlich sind, und wir uns deshalb nicht ständig Vorwürfe machen müssen, ist lebenswichtig.
      Kein Mensch ist perfekt. Wir nicht und unsere Freunde auch nicht.

      Inwieweit wir mit den Fehlern unserer Freunde leben können, müssen wir selber entscheiden.
      Inwieweit unsere Freunde mit unseren Fehlern leben können, müssen sie entscheiden.
      Manchmal kommt es dann zu einer Trennung, manchmal festigt das die Freundschaft noch.

      Manchmal ist auch eine Trennung notwendig. Für die eine oder für die andere Seite.
      Menschen lernen sich nicht von heute auf morgen kennen und manchmal merkt man erst nach geraumer Zeit, dass man nicht füreinander geschaffen ist.
      Manchmal entwickelt man sich in verschiedene Richtungen und auch dann kann eine Trennung angebracht sein.
      Und manchmal können beide Seiten über alle Fehler hinweg sehen und/oder aufeinander zugehen. Dann hat man einen guten Freund gefunden und möglicherweise hält diese Freundschaft sehr lange oder sogar ein ganzes Leben.
      Aber das ist ein sehr sehr großes und nicht allzu häufiges Glück.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Meine Erfahrungen dazu:
      Versuch mal von den Gedanken wegzukommen, dass beliebt sein, oder ein Bemühen um eine Person auch nur das Geringste mit gut oder schlecht sein zu tun hat. Oft werden gerade Personen hofiert, die es nicht im mindesten interessiert, oder die durch gezielte Taktik dahinkommen.

      Ersteres ist oft verbunden mit wenig Interesse am gegenüber (unglücklich verliebt in den Unnahbaren/die Unnahbare) oder mit sehr viel Interesse an irgendetwas, wodurch solche Leute unabhängig von anderen und damit interessanter erscheinen (Leute mit z.B. politischer Vision, oder mit einem ausgeprägten Hobby).
      Letztere sind oft die "Diva" und "einsamer Wolf/Rebell" Typen, die mit ihrem Gehabe andere Leute um den Finger wickeln. Hier so die Extrempersönlichkeiten.

      Bei den meisten Menschen ausgeprägt ist es aber, sich um andere zu kümmern und rar zu machen, damit man sich andere um einen kümmern. Das wechselt von Person zu Person und ich denke man hat in seiner Persönlichkeit beide Eigenschaften in unterschiedlichen Anteilen. Ich bin auch eher der Kümmerer als die Zicke.

      Aber: All dies hat nix damit zu tun ob jemand besser oder schlechter als jemand anderer ist, sondern welches Muster man in der "Beziehung" zu der Person annimmt. Und welche Rolle bleibt für deine Freunde, wenn du immer der Kümmerer bist?
    • mondschein24 schrieb:


      Mir ist heute nur wieder aufgefallen, wie schwierig es eigentlich ist, sich nicht minderwertiger als andere zu sehn.

      Außerdem ist es doch ein Irrglaube, zu denken, man sei mehr wert als andere, nur weil mehr Leute einen mögen stimmts?

      Keine Sorge, ich will mir nicht einreden, dass ich besser bin als andere. Aber manchmal frage ich mich, ob das nicht in meinem Fall sogar notwendig ist vielleicht sogar lebensnotwendig?


      Ich kann dieses Schwanken zwischen "besser als die anderen" und "schlechter als die anderen" sehr gut nachvollziehen. Geht mir selber immer wieder so.

      In einem Moment fuehle ich mich total unbedeutend, schwach, unwuerdig -- und im naechten Moment, um auszugleichen, muss ich mir sagen, ich waere besser als die anderen. Es ist eine Pendelbewegung, und dummerweise verfehlt man immer wieder die richtige Mitte, den Ausgleichspunkt.

      Ich habe diesen Punkt auch noch nicht gefunden. Ich wuesste gerne, wie sich sowas anfuehlt, und habe grosse Sehnsucht nach diesem Gefuehl der eigenen Selbstverstaendlichkeit.

      Leider kann ich dir weder eine Loesung noch einen guten Rat anbieten -- aber hoffentlich ein bisschen Verstaendnis. :)

      Eigenes Wesen ist ein unheimlich spannendes und faszinierendes Raetsel, immer wieder enteckt man etwas neues.
    • babelfish schrieb:

      Meine Erfahrungen dazu:
      Versuch mal von den Gedanken wegzukommen, dass beliebt sein, oder ein Bemühen um eine Person auch nur das Geringste mit gut oder schlecht sein zu tun hat. Oft werden gerade Personen hofiert, die es nicht im mindesten interessiert, oder die durch gezielte Taktik dahinkommen.


      Bei diesen Worten hatte ich sofort bestimmte Bilder vor meinen Augen und zwar geht es hier um berufliche Bereiche.
      Ihr kennt sie sicher alle, die Menschen, die anderen - grob ausgedrückt, in den Arxxx kriechen, um der eigenen Vorteile willen.
      Es erstaunt manchmal, dass selbst intelligente Personen auf so etwas herein fallen, es nicht bemerken, oder auch nicht bemerken wollen. Wahrscheinlich ist es einfach so, dass jeder Mensch letztlich für Komplimente und Bauchpinseleien anfällig ist und sie sich gern gefallen lässt, selbst wenn sie offensichtlich nur um des eigenen Vorteils willen geschehen.

      Zum Thema:
      Hier wird dann eine Person umgarnt und hofiert und es bedeutet keineswegs, dass die Person dies erlebt weil sie etwas so besonderes ist, oder so "gut", sondern es bedeutet schlicht, dass die hofiernde Person sich einen Vorteil errechnet. Leider geht eine solche Rechnung sehr oft auf.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:


      Zum Thema:
      Hier wird dann eine Person umgarnt und hofiert und es bedeutet keineswegs, dass die Person dies erlebt weil sie etwas so besonderes ist, oder so "gut", sondern es bedeutet schlicht, dass die hofiernde Person sich einen Vorteil errechnet. Leider geht eine solche Rechnung sehr oft auf.


      Das ist ein guter Punkt. Ich hatte eher Leute im Sinn, die aus keinem objektiv sichtbaren Pukt, also weder besonders schön, noch erfolgreich, noch sexy, noch besonders nett oder intelligent umworben werden und das nur aus dem Grund, weil sie sich selbst für die allertollsten halten oder weil sie eine so kühle oder nichtkommunikative Ausstrahlung haben, dass alle hinter der Eisfassade oder dem Stummsein einen ganz tollen Menschen erwarten.
    • Hey Mondschein 24!
      Ich kenne deine Gefühle nur zu genau. Minderwertigkeitsgefühle sind dann nicht sonderlich hilfreich um etwas zu erkennen. Das hast du aber! Du hast erkannt, dass deine Freundin evtl deine Aufmerksamkeit nicht verdient hat. Meine Idee dazu ist: Gehe für eine gewisse Zeit auf Distanz, dann kannst du noch besser erkennen, ob dein Eindruck richtig war. Deine Erkenntnis/Frage, ob du dich für besser halten solltest, finde ich sehr wichtig. Wie itsme schon erwähnte, kommt sonst deine eigene Wertschätzung zu kurz. Also Kopf hoch und weiter so:applaus:
    • Ich tue mich etwas schwer mit den Kategorien wie besser und schlechter, wenn es um Menschen geht.

      Klar ist, dass niemand ein besserer oder schlechterer Mensch ist, nur weil mehr oder weniger Leute ihn oder sie mögen. Jeder Mensch ist einzigartig und hat ganz eigene Talente. Es kommt immer auch darauf an, die zu finden - was nicht immer einfach ist. Denn manchmal setzt man schlicht aufs falsche Pferd und grämt sich, weil man etwas nicht so gut kann, und vergisst dabei ganz die Dinge, die man ganz besonders gut kann.

      Auf diese Fähigkeiten sollte man stolz sein und sie immer weiter vervollkommnen. Das hat dann nichts damit zu tun, dass man besser oder schlechter als der Nachbar ist, der bestimmt ganz andere Fertigkeiten besitzt.

      Aber man darf auch nicht vergessen, sich selbst über die eigenen Fähigkeiten und Erfolge zu freuen und zu loben. Selbst wenn es manchmal nur kleine Siege sind, strahlt man ein ganz anderes Selbstbewusstsein aus, als wenn man einen Erfolg für selbstverständlich nimmt oder sogar kleinredet, eine Falle in die besonders gerne Frauen tappen.
    • wau, noch so ein interessantes Thema! Mir fällt dazu ganz viel ein.
      Vorweg, in unserer Familie herrschte immer der Tenor dass wir etwas besseres sind (warum auch immer) Ich dachte das auch lange Jahre und war total egonzentrisch.

      Ich musst das erst mal lernen, den Kontakt mit anderen aktiv aufrecht zu erhalten, vorher empfand ich das nie als notwendig. Und ich hatte mich irgendwie damit arrangiert, ein eher unsozialer Typus zu sein (war aber komischerweise nicht nur unbeliebt).

      Dann habe ich es also versucht zu ändern (weil ich mich so nicht mochte) und mich um Menschen zu bemühen. Das war erst mal so etwas wie hofieren, denn wo fängt man an?
      Und hier möchte ich auf das eingehen was Itsme gesagt hat.
      "Hier wird dann eine Person umgarnt und hofiert und es bedeutet keineswegs, dass die Person dies erlebt weil sie etwas so besonderes ist, oder so "gut", sondern es bedeutet schlicht, dass die hofiernde Person sich einen Vorteil errechnet. Leider geht eine solche Rechnung sehr oft auf. "

      Ich sehe hier eine weitere Dimension. Ich habe mich um Leute bemüht weil ich mir einen Vorteil ausgerechnet habe, stimmt vollkommen. Das bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass mir diese Menschen nicht am Herzen liegen. Haben wir nicht immer Vorteile von unseren "altruistischen" Handlungen? Haben die "Zuhörer" gegenüber den "Labertaschen" nicht auch das Gefühl der moralischen Überlegenheit? Ja, und warum auch nicht? Einen Vorteil zu haben heißt doch nicht automatisch dass andere davon einen Nachteil erleiden. Nur dann fände ich ich das nämlich verwerflich. Macht das Sinn?
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Knallfrosch schrieb:


      Ich sehe hier eine weitere Dimension. Ich habe mich um Leute bemüht weil ich mir einen Vorteil ausgerechnet habe, stimmt vollkommen. Das bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass mir diese Menschen nicht am Herzen liegen. Haben wir nicht immer Vorteile von unseren "altruistischen" Handlungen? Haben die "Zuhörer" gegenüber den "Labertaschen" nicht auch das Gefühl der moralischen Überlegenheit? Ja, und warum auch nicht? Einen Vorteil zu haben heißt doch nicht automatisch dass andere davon einen Nachteil erleiden. Nur dann fände ich ich das nämlich verwerflich. Macht das Sinn?


      Das macht Sinn, und ich finde es eine sehr scharfsinnige Beobachtung. Sicher, in vielen Handlungen steckt auch ein bisschen Berechnung drin, und in vielen anderen Handlungen steckt noch mehr Berechnung drin. ;) Ich finde es mancmal schwierig, meine Motive zu unterscheiden. Und vielleicht ist es sogar in den meisten Faellen gar nicht so wichtig.

      Ich finde es aber total wichtig, ein Auge auf diese berechnende, hintergruendige Motive zu haben, so dass sie nicht die Ueberhand nehmen. Oder zumindest den Gedanken zulassen, dass in meinem Bemuehen um eine Person eben auch mein Bemuehen um mich selbst steckt. Das finde ich vollkommen in Ordnung und ganz natuerlich, und sogar gesund!
    • Ich finde sogar, wenn jemand nur auf das Wohl anderer bedacht ist und seine eigenen Bedürfnisse immer hintenan stellt, ist das viel schlechter für diese Person und auch für das Umfeld. So jemand kann zwar seine Bedürfnisse verdrängen oder sogar ignorieren bis er/sie glaubt, sie wären gar nicht da, aber irgendwann explodiert der ganze aufgestaute Frust, und dann kommt es zur Katastrophe, weil so Menschen nie gelernt haben, Konflikte auszutragen.
      Wenn ich also "Vorteile" von einer Beziehung, Freundschaft etc. erwarte, ist das im Grunde positiv. Es muss sich nur um ein ausgewogenes Geben und Nehmen handeln.
      Wenn ich für mich nichts Positives aus einer Bekanntschaft ziehen kann, und sei es auch nur ein angenehmes Gespräch, wozu soll ich den Kontakt dann aufrecht erhalten?
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Genau so sehe ich das auch, Sophie. Ich fühle mich sowieso immer ganz unbehaglich bei diesem Menschentyp, der von sich behauptet dass er/sie seine Bedürfnisse immer hintenan stellt. Als nächstes kommt dann, sie können nicht Nein sagen und werden immer ausgenützt und. Also ob da nicht zwei dazu gehören. Mir machen diese Menschen Angst , wie du finde das unatürlich und explosiv. Meistens explodieren die dann auch total unangemessen, einfach nur weil das Mass voll ist. Wehe wenn du es dann abbekommst.
      Mir macht es Angst wenn jemand nicht seine Meinung sagt. Diese Menschen sind dann diejenigen die einem das Messer von hinten in die Brust stossen, da sie (wie du sagst, Sophie) keine Konflikte austragen können.
      Und ich glaube fest daran, dass sie auch von ihrer Opfermentalität profitieren. In dem Sinne, was bin ich doch moralisch so überlegen und allen andren sind oberflächliche Egoisten.

      Sorry, Itsme, ich glaube ich bin jetzt etwas oftopic gegangen. Und ich hoffe auch, ich habe jetzt niemanden gekränkt...
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Neue Erkenntnisse!

      Ich habe wieder einige Erkenntnisse die ich gerne erzählen möchte:

      Im Moment befinde ich mich auf einem neuen Tief, dass ich garnicht wirklich verstehn kann. Obwohl, eigentlich dann wieder doch, denn ich weiß was mir fehlt.

      Aber mich regt eine ganz andere Sache auf:

      Ich habe das Gefühl, dass ich garnicht wirklich weiß wer ich bin.
      Das hört sich wohl etwas komisch an. Aber es ist so. Wenn ich darüber nachdenke wer ich bin und wo ich eigentlich im Leben sein will, komm ich total durcheinander. Ich habe das Gefühl, dass ich keine Persönlichkeit bin.

      Es fängt damit an, dass ich noch bei meinen Eltern wohne obwohl dass wirklich nur eine Zweckgemeinschaft ist:Ich gebe Geld ab, und kann dafür sparen. Trotzdem fühle ich mich dabei irgendwie komisch(Ich denke ich fühle mich sogar wie ein Kind). Was vielleicht auch daran liegt, dass mein kleiner Bruder bereits ausgezogen ist.Und der ist 5 Jahre jünger als Ich(er hat allerdings ne Ausbildung und ist fest übernommen worden was bei mir ja nicht der Fall ist).

      Naja, ich arbeite nach wie vor aber wirklich jemanden sehn tue ich in meiner Freizeit nicht. Das Wochenende bin ich mehr oder weniger bloß daheim. Jetzt werden einige sagen, dann geh doch einfach raus, unternimm was!!!

      Aber das ist auch wieder ein Problem: Ich fühle mich in meiner Haut überhaupt nicht wohl....Der Jojoeffekt hat bei mir zugeschlagen. Und ich gehe noch nicht einmal mehr walken.... Was mich wieder zu einer Erkenntnis geführt hat: Ich hab es nie für mich selber gemacht obwohl ich mich wirklich nicht wohlfühle. IN ERSTER LINIE wollte ich es immer für ANDERE machen und nicht für mich selbst.

      Wieso ist das eigentlich so, warum ist man bereit sich für andere zu ändern aber nicht für sich selbst?
      Ich weiß es hat mit meinem geringen Selbstwertgefühl zu tun aber mittlerweile weiß ich doch auch, dass ich es für mich tun muss.

      Ich schaffe es aber nicht für mich durchzuhalten oder besser gesagt mein Leben in die Hand zu nehmen. Und dass ist ehrlich gesagt einfach nur noch unerträglich geworden für mich.

      Ich musste das einfach loswerden.....
    • ich muss sagen, heute fühle ich mich schon besser.

      Diese ständigen Gefühlsschwankungen sind schon merkwürdig.Gestern fühlte ich mich noch als würde die Welt untergehen und heute bin ich wieder etwas positiver. Es hilft schon es zu schreiben:Das macht es leichter.....

      mondschein:)
    • Du sollltest das allgemeine Schweigen nicht missdeuten: Man kann nicht immer auf Anhieb auf etwas antworten, das so verzweifelt klingt, und braucht Zeit, manchmal sogar einige Tage.

      Schoen, dass es dir besser geht. Vielleicht koenntest du es dir fuer die Zukunft merken: selbst wenn alles voller Verzweiflung zu sein scheint, ist am naechsten Tag alles ein klein bisschen anders. ;) Uebrigens, auch deswegen, weil du davon geschrieben hast. So habe ich mich schon aus mehreren "Tiefs" gerettet. :)
    • @Mondschein:
      Zumindest hast du schon mal gemerkt, dass dich der Schuh drückt. Viele Menschen bemerken noch nicht einmal das. Sie leben mehr oder weniger unglücklich vor sich hin und wissen noch nicht mal, dass ihnen etwas fehlt. Irgendwann wirst du auch herausfinden, wo dich der Schuh drückt, und dann ist es an der Zeit, zu überlegen, dir neue Schuhe zu kaufen, um bei dem Bild zu bleiben.
      Dass du am Wochenende nichts unternimmst, ist vielleicht schade, aber auch eine Chance, ohne Ablenkungen durch oberflächliche Aktivitäten zu sich selbst zu finden.
      Ich habe auch erst relativ spät meine wahre "Berufung" gefunden - mit 36! Dann muss man aber mit allen Konsequenzen dazu stehen. Wenn man bei dem leichtesten Gegenwind wieder aufgibt, wird man um so unglücklicher.

      Du schreibst, du hast das Gefühl, keine eigene Persönlichkeit zu sein. Das ist nur zu logisch: wenn man sich sein Leben lang bemüht hat, es Anderen recht zu machen, ist man nur ein Schattenbild derer Vorstellungen, wie man zu sein hat.

      Du fühlst dich wie ein Kind: Für Eltern sind ihre Kinder immer Kinder, selbst wenn die selber 60 sind. Manche Eltern können loslassen und ihre Kinder als eigenständige Menschen sehen, manche nicht.
      Bei den Eltern zu wohnen, muss nicht automatisch schlecht sein. Zumindest ist man nicht allein. Die Eltern fühlen sich natürlich auch sicherer, wenn jemand da ist, der vielleicht bei Krankheit hilft.

      Wie kann man sich selber finden? Ich schreib dir dazu am besten eine PN.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Ich weiß das wir diese Diskussion bereits hatten aber heute habe ich erneut eine Erkenntnis gehabt, die hoffentlich bewirkt, dass ich absofort einige dinge grundlegend verändere.

      Zunächst stimme ich jedem zu, der sagt: SELBSTLIEBE ist zunächst die erste Form der Liebe, die man erlernen sollte.

      Doch ich glaube mittlerweile, dass ich nur deshalb so schwer mit meinem Leben umgehen kann, weil ich nicht nur wenig Selbstliebe empfinde sondern auch weil ich nie das Gefühl kannte, von jemanden geliebt zu werden.

      Ich rede von der romantischen Liebe. Ich bin mittlerweile 27 Jahre alt und habe nie einen Freund gehabt. Das ist zunächst nichts schlimmes aber ich erkenne es bei mir mittlerweile als Problem.

      Fassen wir zusammen: Ich liebe mich nicht. Ich habe noch niejemanden geliebt und ich wurde noch nie geliebt. Ich bin jetzt fest davon überzeugt, dass ich nur dann zufrieden durch das Leben gehen kann, wenn diese 3 Dinge gemeinsam eintreffen. Ich glaube wirklich nicht, dass mein Leben BESSER sein wird wenn ich in einer Partnerschaft lebe. Ich glaube aber dass ich ZUFRIEDENER sein werde und vorallem GELASSENER den Dingen gegenüber, die mich heute belasten.

      Ich möchte jetzt anfangen, diese 3 Dinge einzuleiten. Ich werde mir etwas gutes tun. Ganz bewusst. Ich möchte anfangen, die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht mehr ändern kann und so werde ich Stück für Stück zur Selbstliebe gelangen. Danach werde ich offener sein. Mit Freunden weg gehen und viele Männer kennenlernen. ;);););););););););););). Und dann bin ich einer Partnerschaft und lerne das Gefühl der LIEBE kennen.

      Ich habe gemerkt, dass dieses ALLEIN SEIN wirklich krank macht. Es macht mich wirklich krank. Ich kann es immer weniger ertragen. Man sieht ständig Pärchen oder in Filmen irgendwelche Liebesszenen und ich fühle mich dann immer sehr merkwürdig. Als wäre ich kein Mensch. Diese Dinge gehören zu den natürlichsten Sachen im Leben und ich habe keine Ahnung davon. Hinzu kommt dass mich die Einsamkeit lähmt. Ich schaffe es kaum etwas produktives zu tun. Ob es für die FH ist oder Haushalt. Ich kann mich nie wirklich darauf konzentrieren. Und das ist schlecht.

      Es ist so komisch für mich wenn Menschen über Liebe reden. Es wird als etwas wunderbares beschrieben, dass man eigentlich nicht wirklich beschreiben kann. Dieses Gefühl möchte ich auch empfinden. Wisst ihr ich möchte morgens aufstehen und für jemand Frühstück machen, mich darauf freuen, wenn er nach Hause kommt und einfach wissen dass er da ist, wenn ich ihn brauche und umgekehrt. Ich möchte, dass jemand dieselben Gefühle für mich hat. Ich möchte wissen, wie es ist , wenn er mich anruft und fragt wie es mir geht und ob wir was unternehmen wollen.


      Wisst ihr dass sind alles Dinge die ich NICHT KENNE. Es ist doch wirklich kein wunder, dass ich so bin wie ich bin, wenn ich einerseits all diese dinge nicht kenne und auf der anderen seite diesen ganzen negativen dinge erlebt habe.

      Ich bin keine Träumerin und will mir nichts einreden. Aber ich glaube wirklich mittlerweile, dass nur noch die Liebe helfen kann, ein besseres Leben zu haben. Und die hab ich bisher nie zugelassen. Das möchte ich jetzt ändern. Ich hoffe so sehr dass es mir gelingt.

      @Sophie

      Ich glaube da drückt der Schuh.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von mondschein24 ()

    • Hallo mondschein, willkommen zurueck. :)

      Ich kann sehr gut verstehen, dass du dich nach Partnerschaft sehnst. Das mit den Paerchen hatte ich auch, als ich fue rmehrere Jahre keinen Partner hatte. Ich fand es schon schwer, spazieren zu gehen, weil es ueberall von gluecklichen Paerchen wimmelte. :rolleyes:

      Ich finde allerdings, dass du einige Dinge verwechselst. Selbstliebe und romantische Liebe sind zwei paar Schuh. Ganz bestimmt.

      Es geht natuerlich sehr wohl, ohne die Selbstliebe eine Partnerschaft zu haben. Das tun eigentlich sehr viele Menschen. Ich bin allerdings fest davon ueberzeugt, dass einem so eine Partnerschaft nicht gut tut.

      Wenn man keine Selbstliebe kennt, dann hilft es ueberhaupt nicht, geliebt zu werden. Man kann dann die Liebe des anderen naemlich gar nicht wahrnehmen. Das musste ich leider am eigenen Leib erfahren, indem ich mindestens zwei Kandidaten vergrault habe, die mich wirklich geliebt haben. Ich dachte mir nur: "Was? Meint er wirklich mich? Kann nicht sein!"

      Das Wichtigste, was zu jeder Art Liebe fuer mich gehoert ist, dass man den gleiebten Menchen wertvoll findet und ihn achtet. Nun, du kannst schlecht jemanden wertvoll finden und achten, der noch gar nicht in Sicht ist. Mehr noch, du kannst einen Mann nicht dazu bewegen, dass er dich wertvoll findet und dich achtet. Man kann Gedanken und Gefuehle anderer Menschen sehr schlecht beeinflussen. ;)

      Also, es bleibt eigentlich nur die Selbstliebe. Und sie kann man sehr wohl erfahren, ohne vorher die Erfahrung mit der romantischer Liebe gemacht zu haben. Den Plan mit der Selbstliebe finde ich deswegen sehr gut bis auf einen kleinen, aber wichtigen Punkt: Nur die Selbstliebe kann der Zweck der Selbstliebe sein.

      Du klingst ungefaehr so: "Ich werde meine Selbstliebe entwickeln, und das wird dazu fuehren, dass ich einen Mann kennen und lieben lerne." Ich finde, diese Einstellung ist sehr gefaehrlich. Selbstliebe sollte von der romantischen Liebe voellig entkoppelt sein, sonst ist es keine echte Selbstliebe.

      Selbstliebe ist an sich wertvoll, ohne jegliche Anhaensel und Hintergedanken!
    • Hey muminfrau:)

      ich hab eigentlich sagen wollen, dass mir klar geworden ist, dass ich erstmal mit mir selbst klar kommen muss und erst dann werde ich überhaupt die aufmerksamkeit von anderen kriegen. Alle reden doch immer über die Ausstrahlung und was diese ausmacht. ich kann von mir behaupten, dass das der Grund warum es nie geklappt hat. weil ich eben so mit mir selbst und problemen beschäftigt war.

      mir ist klar, dass ich ersteinmal an mir arbeiten muss und dann kommen die dinge von alleine. Glaub mir, ich glaube nicht an die perfekte Beziehung wo alles harmonisch ist. aber es wäre doch toll, wenn man jemanden hätte bei dem man sich entspannen kann. ich bin sehr unentspannt. also ich meine damit einfach die dinge gelassener zu sehn.

      Die Therapeutin hat gesagt, dass eine Partnerschaft helfen KANN, die sichtweise etwas zu verändern.
    • Ich weiß das ganze klingt total kitschig. Und ich bin wirklich kein Fan von Kitsch und Romantik etc.

      Aber ist es nicht wirklich so, dass die Liebe irgendwie heilen kann.

      Also auch die romantische Liebe?

      Die Frage kann ich natürlich nicht selbst beantworten. Aber hier im Forum gibt es doch bestimmt genug, die das bestätigen würden oder?
    • mondschein24 schrieb:

      Ich weiß das ganze klingt total kitschig. Und ich bin wirklich kein Fan von Kitsch und Romantik etc.

      Aber ist es nicht wirklich so, dass die Liebe irgendwie heilen kann.

      Also auch die romantische Liebe?

      Die Frage kann ich natürlich nicht selbst beantworten. Aber hier im Forum gibt es doch bestimmt genug, die das bestätigen würden oder?



      Ja zu 100%. Liebe kann heilen, eine erfüllende Partnerschaft mit jemand den man liebt und von dem man sich geliebt fühlt entschädigt einen für ganz ganz viele schlimme Dinge im Leben. Man kann dabei sicher auch echtes Selbstvertrauen aufbauen, das auch noch Bestand hat, wenn die Partnerschaft geht.

      Aber mit wenig Selbstbewußtsein ist die Gefahr ist sehr groß, dass man auf Menschen hereinfällt, die einem schaden und einen sehr schwer verletzen können. Und man muss sich auf Liebe einlassen können. Selbst jemanden zu lieben fällt da vergleichsweise leicht. Aber zu glauben, dass man selbst geliebt wird, ohne wenn und aber, dass man sich Liebe nicht mit Leistung erkaufen kann, nicht mit Wollen erzwingen, nicht mit Hoffen halten kann und dass sie bleibt, auch wenn man Fehler macht und dicker wird und älter und zornig streitet, das war für mich eine der schwierigsten Lektionen im Leben.
    • mondschein24 schrieb:


      Aber ist es nicht wirklich so, dass die Liebe irgendwie heilen kann.


      Meine Meinung dazu kommt nur aus meiner sehr begrenzten Erfahrung. Ich denke, dass nur die Selbstliebe heilen kann. Nicht die Liebe eines anderen Menschen zu dir.

      Noch mehr, ich finde es sehr, sehr gefaehrlich, sich nach einer Beziehung zu sehnen mit dem Hintergedanken (und sei es nur ein gaanz kleiner, gaanz unschuldiger Hintergedanke!), dass die Beziehung einem helfen wird, sich selbst mehr zu lieben, sich wertvoller zu finden. ich sehe die Chancen als sehr gering, dass man in diesem Fall eine wirklich gute Beziehung eingehen kann.

      Andererseits ist es ganz bestimmt so, dass eine existierende gute Beziehung sehr hilft, auch im Bereich Selbstliebe und Wertschaetzung. Ich weiss, das klingt kompliziert... :rolleyes:

      Andere haben in diesem Bereich vielleicht andere Erfahrungen gesammelt und haben eine andere Meinung.

      Aber vor allem, bleiben wir realistisch: Es ist ueberhaupt nicht sicher, dass du in der naechster Zukunft einen Partner findest, der dir helfen kann. Das einzig wirklich sichere und planbare ist deine eigene Beschaeftigung mit dem Thema Selbstliebe.

      Ich finde es uebrigens bis heute nicht einfach zu sagen, dass ich mich liebe. Ich bin mir da noch nicht ganz sicher. Ich bevorzuge es zu sagen: Ich scaetze und achte mcih als einen wertvollen Menschen. Ich verdiene diese Wertschaetzung, davon bin ich mittlerweile ueberzeugt. Aber Selbstliebe... da tue ich mich noch echt schwer.
    • Muminfrau schrieb:

      Noch mehr, ich finde es sehr, sehr gefaehrlich, sich nach einer Beziehung zu sehnen mit dem Hintergedanken (und sei es nur ein gaanz kleiner, gaanz unschuldiger Hintergedanke!), dass die Beziehung einem helfen wird, sich selbst mehr zu lieben, sich wertvoller zu finden. ich sehe die Chancen als sehr gering, dass man in diesem Fall eine wirklich gute Beziehung eingehen kann.

      Andererseits ist es ganz bestimmt so, dass eine existierende gute Beziehung sehr hilft, auch im Bereich Selbstliebe und Wertschaetzung. Ich weiss, das klingt kompliziert... :rolleyes:
      Das entspricht genau meiner Meiung. Auch, wenn eine Beziehung deinem Selbstwertgefühl helfen kann und dein Glück fördern kann, ist es nicht fair, einem potenziellen Beziehungspartner indirekt die Last und Verantwortung aufzuerlegen, dich glücklich zu machen.

      Das Glücklichsein muss aus dir selbst heraus möglich sein und auch ohne einen Partner da sein. Du weiß nie, wie lange jemand an deiner Seite sein wird. Wenn du vorher unbewusst annimmst: "Nur durch diesen mensch konnte ich mich lieben, nur durch ihn war ich glücklich, nur diese Liebe zwischen uns war für mich heilsam", dann fällst du am Ende der Beziehung in ein tiefes Loch und bist keinen Schritt weiter als zuvor.
    • Muminfrau schrieb:

      ich sehe die Chancen als sehr gering, dass man in diesem Fall eine wirklich gute Beziehung eingehen kann.


      Aber wenn man sich auf nichts einläßt sind die Chancen gleich null. Die TE ist einsam und Einsamkeit kann krank machen, egal ob man sich liebt oder nicht. Soll sie es doch probieren, viel schlimmer als jetzt kann es ihr doch auch nicht gehen und vielleicht hat sie ja Glück.