Sich annehmen macht schöner…

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Sich annehmen macht schöner…

      … unabhängig davon, was für eine Figur man hat.

      Ja, das behaupte ich jetzt einfach mal so, denn mir ist im Laufe der Zeit Folgendes aufgefallen:

      Ich kenne eine Frau, die tagtäglich, ja stündlich ihr Gewicht vor Augen hat.
      Nein, diese Frau ist nicht dick, eher schon an der Grenze zur Magerkeit.
      In ihrer Wohnung liegen im Sichtbereich immer irgendwelche Diätpläne rum. Eines der wichtigsten Dinge im Leben dieser Frau ist, nur kein Gramm zuzunehmen.
      Bei einer weiteren Frau ist es ähnlich gelagert, nur dass hier alles „Ganzheitliche“ (was immer das auch sein soll) in Maßen verspeist wird. Öfter mal verplappert sie sich, wie ich in einigen Gesprächen, die sich ums essen drehten, feststellen konnte. Dann rutscht schon mal raus, was sie „eigentlich“ liebt.
      Das ist dann alles andere als „biologisch wertvoll“, „ganzheitlich“, Vollwert, oder „allgesund“. Alles Worte aus ihrem Repertoire. Diese Frau ist für meine Begriffe nicht mehr schlank, sondern dürr.
      Ja und dann sind da noch die Frauen, die mehr oder viel Gewicht drauf haben und ständig dagegen und damit auch gegen sich an kämpfen…
      Was mir bei all diesen Frauen auffällt, ist, dass sie alle immer oder doch sehr oft einen verbissenen Gesichtsausdruck haben. Manche sehen sogar richtig verkniffen oder zickig aus. Ihre innere Verkrampfung was ihr Gewicht angeht, sieht man ihnen einfach an, wenn es einer so übergeordnete Stellung einnimmt.
      Es gibt Fotos von mir, aus Zeiten in denen ich mal wieder „kämpfte“ und das sieht man mir auf den Fotos an, obwohl mir das damals keineswegs bewusst war.
      Und dabei dachte ich, wenn ich mal wieder ein Kilo abgenommen hatte, ich wäre nun unglaublich glücklich darüber…

      Ja, und dann die andere Seite.
      Wieder sehe ich bestimmte Frauen vor mir. Die Figuren sind unterschiedlich, manche dick, manche propper, manche leicht pummelig, schlank oder auch relativ dünn. (Wie auch immer man die Abstufungen von sehr viel bis sehr wenig Gewicht nennen mag.)
      Keine von denen hat ein Problem mit dem Gewicht. Oder sagen wir mal so:
      Keine von denen spricht jemals über ihr Gewicht, oder verhält sich in
      irgendeiner Wiese so, dass man annehmen könnte, dass ihr Gewicht für sie eine besondere Rolle spielt. Und diese Frauen zeigen kaum mal eine so verkrampfte Mimik. Sie sehen aus wie sie sind, ausgeglichen und zufrieden. Jede auf ihre Art schön. Eben viel schöner als eine Frau, die ihr Leben in ständigem Kampf mit sich und ihrem Gewicht lebt.

      Nicht dass nicht alle Menschen gute und schlechte Tage haben. Und das sieht man dann manchmal eben auch. Aber rundherum gesehen, macht ein ständiger Kampf mit sich nicht gerade hübscher, während eine unverkrampfte Lebenseinstellung und ein sich selbst annehmen einfach schöner macht.

      Das erstaunliche ist, dass die erste Fraktion wirklich immer irgendwie das Thema Nahrung im Kopf hat, während die zweite Fraktion nicht im Gegensatz dazu, ständig um sich rum futtert.
      Auch hier zeigt sich wieder einmal, dass es in beiden Bereichen dicke und schlanke bis dünne Frauen gibt. Es gibt dünne Frauen bei denen, die ständig mit dem Gewicht kämpfen und es gibt dicke Frauen, die ständig mit dem Gewicht kämpfen.
      Ebenso gibt es dünne und dicke Frauen, die einfach essen und leben.
      Dieser unverkrampfte Umgang mit Nahrung ist auf jeden Fall (auch) daran bemerkbar, dass diese Frauen einfach eine schönere Ausstrahlung haben.

      Mir passiert es immer wieder, dass wenn ich spontan denke:
      „Was für eine schöne Frau!“ –
      dass ich später merke, dass es praktisch immer die Ausstrahlung ist, die mich beeindruckt.
      Kleidung, Aussehen oder Gewicht sind dann immer unerheblich.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @Itsme

      Toller Beitrag und du hast absolut recht.

      Das ist eben die Kunst, die nicht selbstverständlich ist.

      Sich so nehmen wie man ist bzw. isst:)

      Ich kann von mir behaupten, dass ich das lernen muss.

      Und durch dieses Forum habe ich mittlerweile geschnallt, dass mein "körperliches Gewicht" das kleinste Probleme in meinem Leben ist.

      Es dreht sich immer um das "mentale Gewicht", dass man mehr oder weniger ständig mit sich rumschleppt.

      Und im Gegensatz zum körperlichen Gewicht, kann das "mentale Gewicht" für jeden eine Gefahr darstellen....auch für Superschlanke
    • mondschein24 schrieb:


      Es dreht sich immer um das "mentale Gewicht", dass man mehr oder weniger ständig mit sich rumschleppt.

      Und im Gegensatz zum körperlichen Gewicht, kann das "mentale Gewicht" für jeden eine Gefahr darstellen....auch für Superschlanke

      Das ist ein wirklich genialer Ansatz. Das "mentale Gewicht" scheint tatsächlich ausschlaggebend zu sein. In den letzten Tagen habe ich irgendwo gelesen, dass Einsamkeit ein doppelt so hohes Gesundheitsrisiko darstellt wie starkes Übergewicht. Man sagt ja auch "mein Herz ist schwer", oder jemand "hat es schwer". Wenn also Übergewicht angeblich krank macht, dann wohl eher aufgrund des daraus resultierenden "mentalen Gewichts", wenn man an Ausgrenzung, Bevormundung, Demütigung, Selbsthass denkt, wie es etlichen Dicken von der Umwelt und sich selbst angetan wird.

      Itsme hat es auf den Punkt gebracht. Wenn ich an die Menschen denke, die mir gefallen, dann sind da alle Figuren und Altersgruppen vertreten, Hübsche und weniger Hübsche. Gemeinsam ist aber allen eine gewisse Ausstrahlung oder besser Lebenshaltung, eine ansteckende Lebenslust, die es angenehm macht, mit diesen Menschen zusammen zu sein. Leute, die ständig nörgeln oder giften, haben auch eine ansteckende Wirkung, und zwar in die unangenehme Richtung. Folglich gehe ich diesen Menschen aus dem Weg, und wenn sie äußerlich noch so attraktiv sind.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Das ist ein wirklich genialer Ansatz. Das "mentale Gewicht" scheint tatsächlich ausschlaggebend zu sein. In den letzten Tagen habe ich irgendwo gelesen, dass Einsamkeit ein doppelt so hohes Gesundheitsrisiko darstellt wie starkes Übergewicht. Man sagt ja auch "mein Herz ist schwer", oder jemand "hat es schwer". Wenn also Übergewicht angeblich krank macht, dann wohl eher aufgrund des daraus resultierenden "mentalen Gewichts", wenn man an Ausgrenzung, Bevormundung, Demütigung, Selbsthass denkt, wie es etlichen Dicken von der Umwelt und sich selbst angetan wird.


      Genau das denke ich auch, Sophie.
      Eine solche mentale Last mit sich zu schleppen, ist viel belastender als die Kilos am Körper. Wer geliebt, akzeptiert, ernst genommen und geachtet wird, der lebt einfach leichter und gesünder!
      Und der Beginn hierzu liegt vor allem in einem selbst. Der erste Schritt ist sich selbst anzunehmen - bis dahin, sich zu lieben so wie man ist.

      Natürlich kann man immer an sich arbeiten, denn niemand ist vollkommen, aber damit meine ich nicht die Arbeiten an den Äußerlichkeiten. Bis auf die, die selbstverständlich sein sollten, dass man sein Äußeres ebenso achtet und pflegt, wie man sein Seelenleben achten und pflegen sollte.

      Aber um zu Deinem Gedanken zurück zu kommen:
      Das Hauptproblem des Dicksein - wenn es denn eines ist - ist, wie die Menschen damit umgehen. Die Schlanken, wie sie mit Dicken umgehen, und die Dicken, wie sie mit sich selbst umgehen.

      Übrigens könnte ich eine Erklärung dafür gefunden haben, warum manche glaubten, Du hättest abgenommen, obwohl Du im Grunde sogar zugenommen hast:
      Wenn mentale Last (hier meine ich die Last der ablehnenden Haltung sich selbst gegenüber) von den Schultern genommen ist, läuft man gerader, aufrechter und leichtfüßiger. Wer gerade und leichtfüßiger läuft, wirkt schlanker. Das ist tatsächlich so.

      Eine ganz kleine einfache Übung oder auch ein kleiner "Trick" ist hier, Folgendes einfach mal auszuprobieren, denn eine positive Wirkung setzt fast sofort ein:
      Sobald man die Schultern zurück nimmt und mit ein wenig stolzer, gerader Haltung schwungvoll (so schwungvoll wie möglich ;)) läuft, fühlt man sich irgendwie besser, beschwingt und stärker. Und weil man sich so schon stärker fühlt, fällt die gerade, ein wenig stolze Haltung sogar gleich auch leichter. Und - Übung macht den Meister. Was am Anfang noch bewusst gemacht werden muss, geht mit der Zeit in Fleisch und Blut über und wird immer elichter. :daumen:
      "Nebeneffekt":
      Wer sich besser, beschwingter, stärker fühlt, strahlt dies aus und wird noch hübscher. Und schwupp - sind wir wieder beim Ausgangsthema! ;)

      Wer mag, kann dies ja mal ausprobieren. :)
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Diesen verbissenen Gesichtsausdruck habe ich auch oft gemerkt. Ich war (und bin) mir nicht so ganz sicher, ob es mit dem "mentalen Gewicht" zusammenhaengt, aber den Verdacht habe ich schon lange. Interessant, eine Bestaetigung hier zu finden. Vielelicht sollte ich meinen Endruecken mehr trauen.

      Ich finde, man kann sich nur dann schoen fuehlen, wenn man sich akzeptiert. Und wenn man sich schoen fuehlt, dann sieht man auch so aus. Kenne ich von mir sehr gut. ;)

      Dabei gibt es natuerlich durchaus Menschen, die von Natur aus einfach nur schoen sind und als schoen gelten, egal, wie sie sich in Wirklichkeit fuehlen. Dabei koennen sie so unsicher sien und sich so haesslich fuehlen, dass man es sich gar nicht vorstellen kann. Ein Beispiel dafuer ist z.B. Charlotte Rampling. Ich habe ein Interview mit ihr gelesen, wo sie ueber solche Gefuehle und Empfindungen spricht, und das hat mich damals sehr beeindrueckt.
    • Ich habe diesbezüglich letzte Woche einige Erfahrungen gemacht. Wir hatten mal wieder ein sehr interessantes psychologisches Seminar an der Uni, in dem dann auch das Thema Selbst/Fremdbild kontrovers diskutiert wurde. Jedenfalls hat mich das zu einigen Experimenten verführt.:-D
      Also ging ich einen Abend mit einer Freundin aus und sagte mir vorher mehrfach "Ich bin schön, ich bin sexy, heute könnte ich alles erreichen, jeden haben, heute bin ich einfach sehr sehr gut drauf!" Und siehe da...kaum waren wir in unserer Stammbar, konnte ich mich vor flirtenden Blicken kaum retten. Meine Freundin meinte auch "Wasn heute los? Du ziehst die ja an, wie Licht die Motten" Und es stimmte. Wir sind oft dort und nie habe ich so offensive Blicke geerntet.
      Einen Tag später etwas Ähnliches. Ich war leicht gefrustet, weil die Bahn mal wieder nicht kam, dann dieses ständige Schlittern auf den Gehwegen, dann gab es auch die entsprechenden geplanten Weihnachtsgeschenke nicht mehr. Ich hatte also mal wieder so einen Tag erwischt, an dem alles zusammenkommt. Auf dem Nachhauseweg nach der Uni hatte ich meine persönliche gute Laune Musik auf dem Ohr und ich musste innerlich lächeln, dann fiel der Schnee noch so schön malerisch vom Himmel, worüber ich mich gefreut habe. Auf dem Weg nach Hause schauten mir 3 Männer tief in die Augen :-p
      Wenn so wenig schon so viel bewirken kann, dann kann man mit mehr Arbeit an seinem Selbstbild garantiert in allen Lebensbereichen Erfolge haben. Ich denke mir immer "So möchte ich gerne sein, so jemanden bewundere ich!" und dann "Das kannst du auch!" Ich denke wenn man die Stärken visualisiert, die man hat bzw. mit seinen Schwächen umgehen lernt ist das schon ein guter Anfang.
      Mir fällt auf, dass ich mich an solchen Tagen mental sehr schlank fühle, und leicht und beschwingt...ich vergesse, dass ich dick bin. Früher hing das dick sein wie ein Schleier über all meinen Aktivitäten. Heute ist das nicht mehr so.

      P.S. Gestern war ich auf einer Party. Da gab plötzlich der Stuhl auf dem ich saß seinen Geist auf bzw. die Lehne löste sich vom Sitz. Alles lachte und machte Witze, auch in die Richtung "Pass bloß auf, nicht dass noch ein Stuhl kaputt geht!" Die alte Sassy wäre heulend zusammengebrochen, sofort gefahren und hätte sich in Selbshass und Selbstmitleid gebadet. Gestern hab ich mich zwar kurz peinlich berührt gefühlt...aber in der Runde saß ein wesentlich fülligerer Mann, ich dachte mir dann auch "Hey es liegt nicht an dir, sondern an dem Stuhl, sonst wäre Herr XY auch schon längst eine Etage tiefer! Oder Frau XY auch, die hat nämlich meine Figur" Das hat mich beruhigt, so doof es klingen mag im Kopf solche Vergleiche zu ziehen.
    • Sassy:
      Jedenfalls hat mich das zu einigen Experimenten verführt.:-D
      Also ging ich einen Abend mit einer Freundin aus und sagte mir vorher mehrfach "Ich bin schön, ich bin sexy, heute könnte ich alles erreichen, jeden haben, heute bin ich einfach sehr sehr gut drauf!" Und siehe da...kaum waren wir in unserer Stammbar, konnte ich mich vor flirtenden Blicken kaum retten. Meine Freundin meinte auch "Wasn heute los? Du ziehst die ja an, wie Licht die Motten" Und es stimmte. Wir sind oft dort und nie habe ich so offensive Blicke geerntet.


      Das nennt man Autosuggestion und es funktioniert! :applaus:
      Im Positiven, wie Du es gerade erlebt hast Sassy, aber leider auch im Negativen. Wer sich also selber ständig klein macht, wer sich dauernd negativ sieht, der kommt auch so rüber. Und wer es so macht wie Du Sassy, der strahlt dies einfach aus und das ist im wahrsten Sinne des Wortes anziehend. (..."wie die Motten das Licht..." ;) )

      Sassy:
      Einen Tag später etwas Ähnliches. Ich war leicht gefrustet, weil die Bahn mal wieder nicht kam, dann dieses ständige Schlittern auf den Gehwegen, dann gab es auch die entsprechenden geplanten Weihnachtsgeschenke nicht mehr. Ich hatte also mal wieder so einen Tag erwischt, an dem alles zusammenkommt. Auf dem Nachhauseweg nach der Uni hatte ich meine persönliche gute Laune Musik auf dem Ohr und ich musste innerlich lächeln, dann fiel der Schnee noch so schön malerisch vom Himmel, worüber ich mich gefreut habe. Auf dem Weg nach Hause schauten mir 3 Männer tief in die Augen :-p


      Und das genau ist die "Kunst" oder die Gabe, auch wenn mal nicht alles so läuft wie man möchte, die trotzdem vorhandenen positiven Dinge des Lebens zu sehen und sich nicht von den negativen Dingen den Blick dermaßen verdunkeln zu lassen, dass man die schönen Dinge nicht mehr wahr nimmt.

      Sassy:
      Wenn so wenig schon so viel bewirken kann, dann kann man mit mehr Arbeit an seinem Selbstbild garantiert in allen Lebensbereichen Erfolge haben. Ich denke mir immer "So möchte ich gerne sein, so jemanden bewundere ich!" und dann "Das kannst du auch!" Ich denke wenn man die Stärken visualisiert, die man hat bzw. mit seinen Schwächen umgehen lernt ist das schon ein guter Anfang.


      Genau!
      Jeder Mensch hat Schwächen. Jeder. Auch der schlankste Mensch, oder der schönste Mensch, oder der erfolgreichste Mensch. Der einzige Unterschied mag sein, dass jemand, dem man sie kaum zutraut, sie nicht wie ein Signal vor sich her trägt, sondern sich einfach auf seine Stärken konzentriert, wodurch so manche Schwäche automatisch kleiner wird.
      Und der Gedanke "Das kannst Du auch!" ist wieder der wunderbare Trick der Autosuggestion.

      Sassy:
      Mir fällt auf, dass ich mich an solchen Tagen mental sehr schlank fühle, und leicht und beschwingt...ich vergesse, dass ich dick bin. Früher hing das dick sein wie ein Schleier über all meinen Aktivitäten. Heute ist das nicht mehr so.


      Ja genau so ist es, weil das mentale Gewicht (resultierend aus der Abneigung gegen sich, wegen des realen Gewichts oder auch wegen etwas anderem) schwer wiegt und die Schultern herunter zieht.
      Nimmt man sich diese Last, fühlt man sich leichter, beschwingter.:)
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      ...
      Sassy:


      Und das genau ist die "Kunst" oder die Gabe, auch wenn mal nicht alles so läuft wie man möchte, die trotzdem vorhandenen positiven Dinge des Lebens zu sehen und sich nicht von den negativen Dingen den Blick dermaßen verdunkeln zu lassen, dass man die schönen Dinge nicht mehr wahr nimmt.


      Ja genau so ist es, weil das mentale Gewicht (resultierend aus der Abneigung gegen sich, wegen des realen Gewichts oder auch wegen etwas anderem) schwer wiegt und die Schultern herunter zieht.
      Nimmt man sich diese Last, fühlt man sich leichter, beschwingter.:)


      :applaus: absolute Zustimmung meinerseits...wer sich mag, den mögen auch andere...

      eine gute Freundin hat mir einmal gesagt: "warum sollte ich jemanden mögen, der sich selbst nicht mag!" und es stimmt...an den Tagen, an denen ich mich gut finde, komme ich auch besser bei anderen an, dann strahlt meine Aura

      lernen muss ich noch, mich auch an schwereren Tagen zum Leuchten zu bringen, aber das kommt schon noch:holy:
    • Liebe Sassy, ich glaube gerne, dass eine Affirmation Wunder wirken kann! Gut fuer dich, dass es dir hilft. :)

      Meine eigene Meinung zu Affirmationen ist eine andere: Ich finde, sie vernebeln den Kopf irgendwie. Ich mag sie nicht, denn auch eine Selbsthypnose ist eine Hypnose, und ich behalte gerne eine klaren Kopf. Ich wuerde zu einem vorsichtigen Umgang mit Affirmationen raten. Zum Ausprobieren ist sowas bestimmt ganz lustig, habe ich auch mal gemacht. Nur hat es bei mir nicht gewirkt. :rolleyes:
    • BernhardW schrieb:

      ...........
      lernen muss ich noch, mich auch an schwereren Tagen zum Leuchten zu bringen, aber das kommt schon noch:holy:


      Ob man immer "leuchten" kann oder muss...
      Hierzu mal ne kleine Begebenheit, die ich erlebte:

      Ich habe vor einiger Zeit die wohl insgesamt körperlich schmerzvollsten Wochen hinter mich gebracht. Meine Bandscheibenvorfälle machten mir das Leben extrem schwer, so dass ich 24 Stunden am Tag einen so hohen Schmerzpegel aushalten musste, dass nicht einmal die stärksten Mittel halfen. Nur die direkte Schmerzspritze brachte mir zumindest vorübergehend einen Schmerzpegel der auszuhalten, aber immer noch sehr schlimm war.
      Das zog sich über Wochen und war so arg, dass ich ohne mein Zutun oft vor Schmerzen weinte, weil ich es nicht mehr ertragen konnte.
      Auch das Schlafen war extrem schwer, weil es praktisch keine Liegeposition gab, die mir einen einigermaßen auszuhaltenden Schmerzpegel erlaubte.
      Nach mehr als sechs Wochen war es dann plötzlich eines Morgens so, dass der Pegel sehr weit nach unten gegangen war und zwar so weit, dass der Schmerz nicht mehr allgegenwärtig war. Ich war regelrecht ein wenig euphorisch...
      An diesenm Tag machte mein Mann mir ein Kompliment über mein Aussehen. Ich freute sehr, aber ich wunderte mich auch...
      Wieso sollte ich gerade an dem Tag besonders gut aussehen??? :confused:
      Ich hätte längst zum Friseur gemusst, ich war blass, meine Haut nicht im besten Zustand, die Kleidung die ich trug, hatte mein Mann schon X mal an mir gesehen...
      Warum bekam ich ausgerechnet an diesem Tag ein Kompliment?
      Ich habe wirklich nach dem Grund geforscht und das Einzige was mir auf - und einfiel war, dass die Schmerzen an den Tag viel weniger waren und ich darüber sehr sehr glücklich war...

      Warum ich das erzähle?
      Weil man einfach nicht immer "leuchten" kann oder muss. Manchmal geht es einem einfach schlecht und das wird man wahrscheinlich auch sehen oder merken. Aber wenn die Grundeinstellung insgesamt positiv ist, dann merkt man das eben auch. Und wenn es einem wirklich gut geht, erst recht! An diesem Tag ging es mir besser als viele Wochen davor und das hat man mir wohl deutlich angesehen. :)
      Aber man muss nicht immer gut drauf sein, nicht immer leuchten, nicht immer on top sein. Kein Mensch ist das. ;)


      @ Muminfrau
      Bei Affirmationen gibt es eine ganze Bandbreite.
      Es kommt sehr darauf an, wie sinnvoll, realistisch und hilfreich sie sind. Nicht jede Affirmation ist das.

      "Vernebeln" soll und darf eine Affirmation nicht. Das wäre ganz falsch. Sie soll helfen die (falsche, herunter ziehende) Einstellung zu manchen Dingen zu verändern. Soll falsche Gedanken in die richtigen Bahnen lenken.

      Wer also z. B. fälschlicherweise von sich denkt er wäre sehr hässlich oder nicht liebenswert (z.B. aufgrund seiner Körperfülle), der kann durch eine entsprechende positive Affirmation umdenken lernen.

      Auch der Gedanke, man wäre hässlich oder nicht liebenswert,
      war oder ist ja eine Affirmation. Eine Suggestion von außen oder eine Autosuggestion. Nur leider ein schädliche und falsche.
      Man kann also Affirmationen im positiven, aber auch im negativen Sinn
      be/nutzen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ja, diese vernebelten Leute kenne ich auch. Die laufen mit einer rosaroten Brille durch die Welt, denken sie sind die Tollsten und schweben in ihrer eigenen Sphäre, in der sie sich alles schön reden.
      Ich versuche lediglich, wie Itsme schon gesagt hat, mein falsches Körperbild und meine daraus resultierende Unsicherheit in ein normales Verhältnis zu rücken.
      An Tagen, an denen ich miese Laune habe (so richtig!) oder traurig bin hilft alles Einreden nichts, dann muss ich das auch irgendwie zeigen bzw. kommunizieren..sonst dreh ich durch. :D
    • Itsme schrieb:


      ... Weil man einfach nicht immer "leuchten" kann oder muss. Manchmal geht es einem einfach schlecht und das wird man wahrscheinlich auch sehen oder merken. Aber wenn die Grundeinstellung insgesamt positiv ist, dann merkt man das eben auch. Und wenn es einem wirklich gut geht, erst recht! An diesem Tag ging es mir besser als viele Wochen davor und das hat man mir wohl deutlich angesehen. :)
      Aber man muss nicht immer gut drauf sein, nicht immer leuchten, nicht immer on top sein. Kein Mensch ist das. ;)


      ...



      da hast du recht, aber ich meinte das auch gar nicht, dass mann/frau immer gut drauf sein muss und perfekt, um zu leuchten.

      Gerade in den belastenden Lebenssituationen ist es wichtig, das schöne und begeisternde in und an sich und im Leben wahrzunehmen. Das stärkt einen und macht gerade...und mensch kann leuchten

      Übrigens: Liebe lässt einem bei dem/der Geliebten auch nur den kleinsten SChimmer des Glanzes wahrnehmen :) das ist mit das schönste daran, geliebt zu werden :holy:
    • Itsme schrieb:






      Wer also z. B. fälschlicherweise von sich denkt er wäre sehr hässlich oder nicht liebenswert (z.B. aufgrund seiner Körperfülle), der kann durch eine entsprechende positive Affirmation umdenken lernen.


      .



      Meinen neuen Glaubenssatz habe ich im Wald raus geschrien:
      Ich bin liebenswert und muss mich nicht mehr anstrengen anderen zu gefallen
    • @ Bernhard

      Ich schrieb oben:
      Manchmal geht es einem einfach schlecht und das wird man wahrscheinlich auch sehen oder merken. Aber wenn die Grundeinstellung insgesamt positiv ist, dann merkt man das eben auch. Und wenn es einem wirklich gut geht, erst recht!

      Du schriebst oben:
      Gerade in den belastenden Lebenssituationen ist es wichtig, das schöne und begeisternde in und an sich und im Leben wahrzunehmen. Das stärkt einen und macht gerade...und mensch kann leuchten

      Und ich denke, wir meinen bei dasselbe. ;):)
      Bernhart ich konnte mir denken, dass Du das so meintest. Falls es aber jemand anders anders verstanden haben sollte, wollte ich einfach mal grundasätzlich sagen, dass wir alle das Recht haben, nicht immer zu "funktionieren", immer total gut drauf zu sein, oder immer zu leuchten.

      Wie Du schon sagst, wenn man den Blick auf die guten Dinge im Leben nicht verliert, dann kann man die schweren Seiten leichter ertragen und kann sich selbst mit seinem inneren Leuchten auch an kalten7schweren Tagen wärmen.



      Sassy schrieb:
      Ich versuche lediglich, wie Itsme schon gesagt hat, mein falsches Körperbild und meine daraus resultierende Unsicherheit in ein normales Verhältnis zu rücken.

      Angelique schrieb:
      Meinen neuen Glaubenssatz habe ich im Wald raus geschrien:
      Ich bin liebenswert und muss mich nicht mehr anstrengen anderen zu gefallen.

      Genau das meine ich mit positver Autosuggestion, oder mit positiven Affirmationen. :)
      Und ich glaube nicht, dass dies ein Vernebeln, sondern ein klarer sehen ist, und das ist äußerst hilfreich, gesund und gut.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Und ich setze mich hin und sage mir allen Ernstes mehrmals: "Du bist eine haessliche bloede Kuh und eine Verliererin!" Nachdem ich es 2-3 Mal gesagt habe, werde ich kampflustig und sage mir: "Selber bloede Kuh! Stimmt gar nicht, ich bin schoen, klug und erfolgreich!" :hopps:
    • Muminfrau schrieb:

      Und ich setze mich hin und sage mir allen Ernstes mehrmals: "Du bist eine haessliche bloede Kuh und eine Verliererin!" Nachdem ich es 2-3 Mal gesagt habe, werde ich kampflustig und sage mir: "Selber bloede Kuh! Stimmt gar nicht, ich bin schoen, klug und erfolgreich!" :hopps:


      Ist man dann schon eine gespaltene Persönlichkeit? :fluester: ;)
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Das können wir nicht verantworten Muminfrau.

      Also - du bist defiitiv die klügste, schönste und erfolgreichste Muminfrau die ich kenne!:-D

      Scherz beiseite. Mir hilft es, wenn ich mir meine Erfolgserlebnisse in Erinnerung rufe. Da bin ich auch echt anspruchslos. Bis heute bin ich begeistert davon, dass ich den Führerschein geschafft habe beispielsweise (damals hatte ich nämlich echte Bedenken).

      Die Psychologie sagt, es hängt davon ab, mit wem man sich vergleicht. Wenn man die Latte zu hoch hängt oder zu niedrig, beides nicht gut. Ich umgebe mich mit nicht zu vielen Erfolgsmenschen, damit mein Ego im Vergleich nicht leidet. :-p
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Knalle, du hast absolut recht. Ein berühmter Philosoph sagte einmal "Vergleichen ist aller Unglücks Anfang!" (oder so ähnlich!)...und das bereis in der Antike. Muss also was dran sein. Leider neigen wir nunmal dazu uns in Beziehungen zu anderen zu setzen. :(

      Ich bin übrigens auch froh meinen Führerschein zu haben, hatte auch erhebliche Bedenken^^
    • Sassy schrieb:

      Ein berühmter Philosoph sagte einmal "Vergleichen ist aller Unglücks Anfang!" (oder so ähnlich!)...und das bereis in der Antike.
      Also nicht so ganz antik ist
      „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“ Sören Kierkegaard (1813-55)
      Falls Du das meintest. An der Aussage ist jedenfalls einiges dran!
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • Sowas gibts auch bei Aristoteles, hab ich mal im 2. Semester oder so gelesen...aber man sieht ja, die Aussage schein wichtig für unser Wohlbefinden zu sein.
      Gibt es überhaupt Menschen, die sich nie...in irgendwelcher Weise auch immer mit anderen vergleichen? Kann ich mir schwer vorstellen.