Fettsucht-Welle rollt bis mindestens 2050...

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    • Fettsucht-Welle rollt bis mindestens 2050...

      ... schreibt der Spiegel unter Bezugnahme auf amerikanische Forschungen. Ansonsten ist eigentlich nichts Neues im Text zu lesen. Aber immer toll, wenn Forscher etwas datieren können, nicht wahr? In die Vergangenheit gerichtet, nimmt man die Radiocarbonmethode, aber wie berechnen und bemessen die genau diesen in der Zukunft liegenden Zeitpunkt als wahrscheinlichen Wendepunkt?
      Einen interessanten Link bringt der Text dann doch noch: Schon mehrfach habe ich Berichte gelesen, in denen davon die Rede war, dass in traditionellen Gesellschaften aufgrund struktureller Veränderungen (im Spiegel als "Urvölker" bezeichnet [mich bringt der unterschwellige koloniale Vergleich Urvölker vs. Kulturvölker auf die Palme]) die Zahl der massiv Übergewichtigen und Diabetiker rasant zunimmt.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
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      — Sam Levenson
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    • Also einer der genannten Aspekte war für mich schon neu und zwar dieser hier:
      Als einen der Hauptgründe für die rasante Ausbreitung der Fettsucht in den vergangenen Jahrzehnten nennen die Wissenschaftler die "soziale Ansteckung": Wer demnach als Normalgewichtiger Kontakte zu fünf fettleibigen Menschen hat, trägt ein doppelt so hohes Risiko, selbst fettleibig zu werden, wie jemand, der keine extrem dicken Freunde hat.
      Quelle: spiegel.de/wissenschaft/medizi…18,727431,00.html#ref=rss

      Das heißt dann wohl, besser Abstand halten zu unsereins und natürlich wir untereinander auch. Sonst springt womöglich noch was über... :eek:
      Aber mal ernsthaft: wie erklären sie sich diese sicherlich hochwissenschaftliche Beobachtung denn bitte, frage ich mich? :ueberleg:
      Weiß da jemand was Genaueres zu?
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    • Hm... das habe ich auch irgendwo gelesen. Dort stand, dass das Dicksein sogar per Telephon ansteckend sein soll. Ich glaube, es war ein Artikel (den finde ich nicht mehr) ueber diese Forschungsergebnisse:

      scienceticker.info/2007/07/26/uebergewicht-ist-ansteckend/

      adipositasblog.de/2007/08/07/fettleibigkeit-ist-ansteckend/

      Ich habe nun gleich nach "uebergewicht ansteckend" gegoogelt und eine Fuelle an Artikel gefunden, die behaupten, dass Adenoviren (also Viren, ansteckend!) und spezielle Darmbaktierien fuers Uebergewicht verantwortlich sein koennten. Nun, damit kann man sich durchaus im Familien- und Freundeskreis anstecken.

      Die Sache mit dem Telefon bleibt mir aber immer noch raetselhaft. :rolleyes: Ich kann mir vorstellen, dass die Leute, selbst wenn sie weit voneinander leben und meistens per Telefon kommunizieren, sich doch irgendwann treffen und sich anstecken. Damit koennte sich dieser irrwitzige Zusammenhang erklaeren.

      Die Forscher, die diesen Zusammenhang herausgefunden haben, machen dafuer einen "sozialen Effekt" verantwortlich: eine schlanke Person wuerde denken, dass Dicksein "nichts Schlimmes" sein und deswegen "sich gehen lassen" und zunehmen. Einen groesseren Unsinn habe ich in meinem Leben noch nie gehoert. :eek:

      Solche "Forschungsergebnisse" koennte man prima zur Diskriminierung und Ausgrenzung dicker Leute benutzen. Ich hoffe sehr, dass es nicht passieren wird.
    • Das Thema "dicke Freunde" ist nicht neu. Wir haben das hier auch bereits diskutiert: Klick mich!

      Ansonsten erinnert mich dieser Artikel an ein Klett-Themenheft zur Industrialisierung, das wir in der Schule bearbeitet haben. Darin wurden Berechnungen der Bevölkerungsentwicklung vorgestellt, die Ende des 19. Jahrhunderts für Deutschland angestellt wurde und in keiner Weise eingetroffen waren, weil solche Vorhersagen immer unseriös sein müssen, indem sie die vielen möglichen Unbekannten der Zukunft nicht berücksichtigen können. Im Falle der Berechnungen vom Ende des 19. Jahrhunderts waren das u.a. die beiden Weltkriege.

      Nachdem im Spiegel-Forum bereits darüber diskutiert wird, ob man sich Vorräte anlegen sollte, da Wissenschaftler es für möglich halten, dass der Merapi explodiert und dies zu einer globalen Klimakatastrophe à la dem Jahr ohne Sommer führen könnte, mag es sein, dass wir demnächst womöglich klar im Vorteil sind. :D
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Martina schrieb:

      Nachdem im Spiegel-Forum bereits darüber diskutiert wird, ob man sich Vorräte anlegen sollte, da Wissenschaftler es für möglich halten, dass der Merapi explodiert und dies zu einer globalen Klimakatastrophe à la dem Jahr ohne Sommer führen könnte, mag es sein, dass wir demnächst womöglich klar im Vorteil sind. :D
      In Bezug auf körpereigenen Kälteschutz wurden wir klar im Vorteil sein, aber nicht in Bezug auf die Dickenhatz: Die wird aus lauter Neid heraus von diätgläubigen Frierhippen und selbsternannten Normalos weiter geschürt. :rolleyes:
    • Liebe Leut`,

      ich wusst´s schon immer, ich bin gefährlich:baeh:

      aber im Ernst: so einen Mist habe ich gottseidank noch nie gelesen...aber es scheint wohl ernsthafte Forschung zu sein..

      wer die wohl finanziert?:cool2:

      und zum Thema Viren: inzwischen scheint alles gefährliche und bedrohende von Viren auszugehen: Krebs, Diabetes und jetzt auch Übergewicht...

      ich frage mich langsam, ob die AIDS-Forschung und ihre Erfolge da manchen zu Kopf gestiegen sind und ob die Virologen die Weltherrschaft anstreben:-p
    • BernhardW schrieb:

      und zum Thema Viren: inzwischen scheint alles gefährliche und bedrohende von Viren auszugehen: Krebs, Diabetes und jetzt auch Übergewicht...
      So neu ist das mit den Adenoviren auch nicht mehr. Zu solchen und anderen Theorien empfehle ich dem geneigten Forenleser den Thread "100 Gründe fürs Übergewicht". Kubralibre hat an anderer Stelle auch mal diesen Artikel über die Viren verlinkt.
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    • Zunächst möchte ich an diesen Thread und erinnern - und an den Hinweis auf das, was Volker Pispers zu Statistiken sagte Hier habe ich den Text vollständig und soweit ich mich erinnere korrekt wiedergegeben gefunden. ;)

      Wenn man etwas wie "usa übergewicht stagniert" in Google eingibt, bekommt man interessanterweise Artikel mit einer etwas anderen Information wie der des Spiegels, z. B.

      Die Übergewichtsepedemie stagniert

      Da heißt es z. B über den Anstieg der fettleibigen Kinder:

      Alle anderen Länder – darunter auch die besonders betroffenen USA – waren stabil oder zeigten, wie Island und Spanien, einen deutlich abgeflachten Anstieg. Japan hat seit einigen Jahren sogar weniger fettleibige Kinder als früher. Weitere neuere Studien aus Schweden und den USA zeigen zudem, dass auch bei den Erwachsenen Übergewicht und Fettleibigkeit nicht mehr zunehmen.
      Dann werden allerdings gleich Zweifel laut:

      Allerdings gibt es unter den Wissenschaftlern auch Kritiker. Einer davon ist Nicholas Townsend vom Nationalen Adipositas-Observatorium in Grossbritannien. Er hält eine Stagnation der Übergewichtsepidemie für nicht erwiesen. «Die Indizien sind schwach», sagt er. Die Erhebung des Übergewichts in der Bevölkerung sei sehr schwierig, und zwischen einzelnen Studien könne kaum verglichen werden.
      und

      Dass Schwangere seit den 1990er-Jahren weniger rauchen oder dass häufiger gestillt wird und deshalb das Übergewicht nicht mehr zunimmt, hält David Fäh für eine gewagte Behauptung: «Die Daten dazu sind sehr unsicher
      Seltsam, wenn es um die Ursachen für und Auswirkungen von Übergewicht geht, dann ist kaum ein Indiz zu schwach oder Daten zu unsicher um eine global gültige Behauptung daraus zu basteln.

      Mich stört auch der fremdenfeindliche Ton im Absatz darunter. Kinder anderer Ethnien sind vielleicht pyknischer konstituiert, darauf weist auch Udo Pollmer hin, aber der behauptete Zusammenhang Migranten - Bildungsferne - Übergewicht hat für mich eindeutig ideologische Grundlagen.

      Übergewicht in den USA - das Dicke Ende von Dr. Werner Bartens

      Hier ist zu lesen:

      Unter den erwachsenen Amerikanern galten 33,8 Prozent als adipös und 68 Prozent als übergewichtig oder adipös. Diese Daten von 2008 zeigen im Vergleich zu den Erhebungen von 1999 bei Frauen keine Veränderungen und bei Männern nur einen geringfügig größeren Anteil an Wohlbeleibten. Ein viel größerer Anstieg war hingegen in den siebziger und achtziger Jahren zu beobachten. "Unsere Daten zeigen, dass sich dieser Trend besonders bei Frauen, aber wohl auch bei Männern nicht weiter fortsetzt", sagt Flegal.
      und

      Die Diät- und Ernährungsindustrie und mit ihr verbundene Wissenschaftler wehren sich naturgemäß dagegen, dass ein kleiner Hüftring und etwas Bauchansatz gesund sein sollen. Sie sehen leichtes Übergewicht gleichsam als Einstiegsdroge zur Fettleibigkeit und warnen - gerne mit Bildern von unfassbar dicken Amerikanern - vor den Folgen der maßlosen Völlerei.
      (Toter Link von mir entfernt)

      Allerdings auch hier keine Zweifel an diesen Aussagen:

      Nach bisherigen Erkenntnissen steigt das Risiko für Infarkt, Schlaganfall, Diabetes und Krebs bei starkem Übergewicht aber erst jenseits eines BMI von 29 oder 30. Adipositas im Kindesalter erhöht schon früh die Wahrscheinlichkeit, später Infarkte und chronische Erkrankungen zu bekommen.]
      Dabei wäre interessant, ob sich hier wirklich ein eindeutiger Ursache-Wirkung Zusammenhang nachweisen ließe, wenn man sich mal die Mühe einer Untersuchung machen täte. *Hüstel*

      Keine noch so zaghafte Kritik, aber trotzdem interessant, was den Wirtschaftsfaktor Übergewicht angeht:

      Übergewicht als Wachstumstreiber


      In den Zentralen vieler Medtech- und Pharmagesellschaften werden aus diesen Zahlen Folgerungen für die Strategie gezogen. Hinzu kommt, dass die Konzerne in den Schwellenländern gerade erst dabei sind, ihr Geschäft aufzubauen. Zweistellige Wachstumsraten in den nächsten Jahren dürften programmiert sein.
      Da sach ich jetzt nix mehr zu.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lunix () aus folgendem Grund: Ergänzung im letzten Abs. z. 1. zit. Artikel eingefügt

    • Manchmal beschleicht mich dieses diffuse Gefühl, dass wir doch alle irgendwie Labormäuse sind, deren Leben, Streben, Sozialverhalten und psychische Zustände von unsichtbaren Laborarbeitern beobachtet, begutachtet und manipuliert wird...
      Wer oder was sind denn nun diese Laborarbeiter? Wirtschaftsexperten? Statistiker? Nicht ganz sauber arbeitende sogenannte Wissenschaftler? Weltanschauungsverbreiter?
      Diese ganze pseudowissenschaftliche Kaffeesatzleserei dieser Experten geht mir dabei schon arg auf die Nerven. Da kann ich eigentlich genausogut Astro TV gucken...
    • Honigbiene schrieb:

      Da kann ich eigentlich genausogut Astro TV gucken...
      Gucken und amüsiert mit dem Kopf schütteln darfst Du gerne! Sobald Du aber zum Telefonhörer greifst und dort anrufst, um Dich beraten zu lassen ("Wird es noch zu meinen Lebzeiten ein Ende pseudowissenschaftlicher Kaffeesatzleserei geben"), mache ich mir Sorgen um die geistige Zurechnungsfähigkeit von uns Labormäusen. ;)
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    • kampfzwerg schrieb:

      ... schreibt der Spiegel unter Bezugnahme auf amerikanische Forschungen. Ansonsten ist eigentlich nichts Neues im Text zu lesen. Aber immer toll, wenn Forscher etwas datieren können, nicht wahr? Einen interessanten Link bringt der Text dann doch noch: Schon mehrfach habe ich Berichte gelesen, in denen davon die Rede war, dass in traditionellen Gesellschaften aufgrund struktureller Veränderungen (im Spiegel als "Urvölker" bezeichnet [mich bringt der unterschwellige koloniale Vergleich Urvölker vs. Kulturvölker auf die Palme]) die Zahl der massiv Übergewichtigen und Diabetiker rasant zunimmt.



      Oh, mann... Da hilft noch nicht mal ganz tiefes durchatmen...Soso, da haben amerikanische Forscher also entdeckt, das die Ureinwohner bedroht sind...
      Tja, dann nehmen wir doch zum Beispiel mal den amerikanischen Ureinwohner: Seit über hundert Jahren wird dieses Volk als Menschen 3. Klasse behandelt, eher bekommt ein Schwarzer oder Latino einen Job als ein Native. Hohe Arbeitslosigkeit, kaum Zugang zu Schulbildung und Ärzten, ihrer Kultur beraubt, auf wertlosem Land zusammengepfercht, um Land und Geld betrogen.
      Die Vertäge mit dem, noch heute bestehenden, Bureau for Indian Affairs im letzten Jahrhundert geschlossen worden, sehen eine Versorgung der Überlebenden Native Americans mit den nötigsten vor. Seit zig Jahren weiß man dort aber auch, das diese Lebensmittel durch die unterschiedliche Genetik bei den Natives zu Übergewicht und Diabetes führt, nur ist das wohl egal, denn in den Reservationen gibt es kaum bis keine Ärzte und so wird dort kaum Übergewicht oder Diabetes behandelt.
      Somit sterben viele Natives früh an leicht zu behandelnden Krankheiten. Zur Zeit der "Indianerkriege" wurde der Spruch: "Only a dead Indian is a good Indian" geprägt und mit Windpocken verseuchte Decken in den Reservationen verteilt um die ungehinderte Expansion des Westens zu betreiben und Störfaktoren zu beseitigen.
      Heute heißt sowas Kollateralschaden.
      Wer wissentlich eine ihm ausgelieferte Person mit Lebensmitteln versorgt, die ihm schadet, begeht mE Genozid mit modernen Mitteln und kann sich noch als Wohltäter aufspielen.
      Aber das ist die Überheblichkeit des weißen Mannes und der Sieger schreibt die Geschichte, nicht der Verlierer.
      Schade, das in dem Artikel kein Native seine Meinung zum Ausdruck bringen konnte, denn die wissen das seit den 70ern des letzten Jahrhunderts...

      (Meine Infos hab ich aus einer Doku auf Arte in diesem Sommer zu einen "Jubiläum" am Wounded Knee, wo Native mal ihre Sicht der Dinge schildern konnten, waren 3 informative Stunden...)
    • Leider finde ich das seinerzeit in der Frankfurter Rundschau veröffentlichte Interview mit Susie Orbach "Wir exportieren Körperhass" nicht mehr online. Es ging darin u.a. darum, wie durch amerikanische Fernsehsender die Essstörung in die Südsee kam. Man darf sich also auch hier wieder mal die Frage nach der Henne und dem Ei stellen.

      Bei der Suche nach dem Interview habe ich übrigens eine sehr interessante Seite gefunden:

      [FONT=Arial,Helvetica][SIZE=-1]Linus S. Geisler: Das Menschenbild in der modernen Medizin.

      Linus S. Geisler: [/SIZE][/FONT]Drohendes Glück - was die Medizin jenseits der Therapie verspricht[FONT=Arial,Helvetica][SIZE=-1]

      Ich habe die Texte bisher nur diagonal gelesen, aber das fand ich äußerst interessant.

      Mehr über Prof. Dr. med. Linus Geisler.
      [/SIZE][/FONT]
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    • :eek: Boah! Die schlimmsten Horrorfilme sind nichts gegen die Vorstellung einer solchen Welt!
      Das Schlimme ist, es wird genug Menschen geben, deren Leid (tatsächlich empfunden oder eingeredet) groß genug ist, um derartige "Glücks"konzepte umzusetzen, und es wird Menschen geben, deren Geldgier groß genug ist, um Gesetzgebung und Meinungsbildung in die richtige Richtung zu manipulieren.
      Das Menschenbild ist doch heute schon so, dass nur der wirtschaftlich funktionierende Mensch als biomechanischer Produktionsfaktor, eventuell als kritikloser Konsument, eine Wertschätzung erfährt. Sobald er arbeitslos, krank, alt, oder auch nur unwillig genug ist, also nicht mehr wirtschaftlich verwertbar ist, wird ihm von gewissen Kreisen das Recht auf Menschenwürde abgesprochen - siehe Hartz4. Bildung soll dem passgenauen Styling fürs Berufsleben, möglichst abgestimmt auf die Anforderungen einiger Großkonzerne, dienen, nicht mehr dem Wachstum der Persönlichkeit.
      Sowieso: Persönlichkeit - igitt. Menschen, die denken, die Nein sagen können, sind der Herrscherkaste schon zu allen Zeiten gefährlich gewesen.

      Ich bin sehr pessimistisch: ich glaube nicht, dass die von Prof. Geisler beschriebene Entwicklung aufzuhalten ist. Dazu stecken zuviel Geld und Macht für wenige und zuviel Desinteresse und Desinformiertheit der Massen dahinter....
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • bigette schrieb:

      Seit zig Jahren weiß man dort aber auch, das diese Lebensmittel durch die unterschiedliche Genetik bei den Natives zu Übergewicht und Diabetes führt,


      Öh - die Quelle hätte ich gerne mal gesehen....



      Ich frag mich gerade ob das Dicksein vielleicht auch durchs Internet ansteckend sein könnte :rolleyes:
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Die Behauptung beruht möglicherweise auf einem Missverständnis:

      Ureinwohner seien genetisch bedingt anfälliger als andere für Typ-2-Diabetes, der oft unentdeckt bleibe, sagte Martin Silink, designierter Präsident der International Diabetes Federation, der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem entwickelten sich bei ihnen öfter schwere Komplikationen.
      Spiegel

      Aber das ist auch interessant:

      Diabetes wird “Lifestyle Krankheit” genannt, für deren grassierende Ausbreitung man Fettleibigkeit verantwortlich macht, die unserem zunehmenden Verlass auf die westliche Ernährungsweise (auch als Fleisch-Zucker-Diät bekannt) und unserem Verzicht auf regelmäßige körperliche Betätigung geschuldet ist.
      Während dies sicher mitverursachende Faktoren sein können, gibt es immer mehr wissenschaftliche Belege, dass zwischen Diabetes und unserer Umwelt ein enger Zusammenhang besteht. Es wurden über ein Dutzend Studien veröffentlicht die langlebige organische Schadstoffe, Persistent Organic Pollutants (POPs), darunter Polychlorierte Biphenyle (PCBs), als Dioxine bekannte krebserzeugende Kohlenwasserstoffe und das tödlichste synthetische Pestizid DDT, in einen Zusammenhang mit höheren Raten der Erkrankung bringen.
      CSN-Deutschland

      Aber wo kämen wir hin, wenn wir Krankheitsursachen jenseits von reiner Selbstverschuldung vermuteten? :ironie:
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    • Lunix schrieb:

      Die Behauptung beruht möglicherweise auf einem Missverständnis:

      Ureinwohner seien genetisch bedingt anfälliger als andere für Typ-2-Diabetes, der oft unentdeckt bleibe, sagte Martin Silink, designierter Präsident der International Diabetes Federation, der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem entwickelten sich bei ihnen öfter schwere Komplikationen.



      Aha. Vielen Dank, Lunix für deine Nachforschung.
      Schade dass Herr Silink keine Quellenangaben macht, das hätte mich jeztz schon interessiert.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Lunix schrieb:

      Wenn man sich dann noch vergegenwärtigt, dass Diabetiker verstärkt dazu angehalten werden, sich möglichst kohlehydratarm = eiweißlastig = mit viel Fleisch = mit POP-Träger Nr. 1 zu ernähren, kann einem ganz anders werden.
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    • Hallo Martina,
      Hallo liebe Forumgemeinde,

      ich wollte mich mal erkundigen ob jemand von euch sich mit Nahrungsergänzungsmittel (hauptsächlich Vitaminpräperate in Tablettenform) auskennt. Eine Freundin von mir hat mir jetzt von diesen Pure Encapsulations (das ist wohl eine Marke) Tabletten vorgeschwärmt. Sollen wohl auch das Hungergefühl unterdrucken. Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht besonders gut vorstellen und bin auch immer vorsichtig was solche Mittel angeht. Ich meine diese Tabletten hier:gewerblicher Link entfernt (ist nicht als Werbung oder so gemeint, sie hatte die wohl auch da bestellt, scheint einer der größten Shops hierfür zu sein?!) Ich bin auf diesem Gebiet absoluter Laie... vielleicht kann mir jemand da weiterhelfen? Freue mich auf eure Antworten.

      Liebe Grüße aus Hamburg,
      isabell

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Boewi () aus folgendem Grund: Bitte künftig die Forenregeln nicht nur lesen, sondern auch beachten!

    • Lunix schrieb:

      Ich vermute, das Edit der Administration war Antwort genug. :holy:
      Ach Lunix, wenn das mal immer reichen würde... Einige versuchen es immer mal wieder, uns mehr oder wenig gut getarnte Links und dubiose Vorschläge unterzujubeln. Ich weiß nicht, wie die uns für so blöd halten können, dass das nicht auffällt, wenn die immer wieder mit sowas ankommen.
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    • kampfzwerg schrieb:

      Ach Lunix, wenn das mal immer reichen würde... Einige versuchen es immer mal wieder, uns mehr oder wenig gut getarnte Links und dubiose Vorschläge unterzujubeln. Ich weiß nicht, wie die uns für so blöd halten können, dass das nicht auffällt, wenn die immer wieder mit sowas ankommen.


      ich finde, auffällig meiner Meinung nach ist es, wenn nur 1 Beitrag geschrieben wurde und dann Nahrungsergänzungsmittel angezeigt wird. Haben die nichts besseres zu tun? Jeder sollte aufgeklärt genug sein, daß man damit nicht Probleme lösen kann, erst recht keine Gewichtsprobleme.
    • Hallo Isabell,

      natürlich sind alle Pulver und Tabletten, Rührchakes und sonstiges chemisches Trockenzeugs in der Art das beste was Mutter Natur zu bieten hat...

      ...wenn man unter Platzmangel leidet und zum Beispiel in einer 2 Quadratmeter großen Raumkapsel die Erde umkreisen möchte, oder nach einem Atomkrieg in einem Bunker der Marke Loriot leben muss.

      Das Praktische ist dann auch, dass man nur eine bestimmte Menge davon braucht, weil später alles "zirkuliert"...

      Wer sich das genauer vorstellen möchte, google einfach mal nach

      Loriot Atombunker.

      Achso - und:

      Gesundheit! :grins:
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Itsme ()