Hartz4

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • mondschein24 schrieb:


      Was die Vorträge betrifft, könntest du recht haben. Ich werde was das betrifft eine Menge an mir selbst arbeiten müssen. Aber ich hätte dieses Problem auch im Sommersemester. Es sei denn ich hätte es bis dahin im Griff.


      Gegen Redeangst gibt es an vielen Unis Kurse. Das Problem haben gar nicht so wenige Leute. Ich hatte es auch und hab zu Beginn meines Studiums so einen Kurs gemacht. Losgeworden bin ich die Angst nie ganz, aber ich hatte das Problem soweit im Griff, dass ich mein Studium durchziehen konnte.

      mondschein24 schrieb:

      Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch bei einer Zeitfirma. Es geht um einen job als Helferin. Witzig war, dass ich mich am Anfang tierisch gefreut habe und kurze Zeit später war die Begeisterung weg und wechselte zu Angstgefühlen. Man wo soll das noch hinführen, wenn ich mich immer noch so unwohl fühle und es handelt sich doch erstmal bloß um ein Vorstellungsgespräch!!!! Ich bin ehrlich gesagt grade etwas am Verzweifeln. Ich kann mir dieses Gefühlschaos garnicht mehr erklären.

      [...]

      Meine Horrorvorstellung ist stattdessen, dass ich mich morgen vorstellen muss und den Job kriegen könnte. Das ist doch völlig verrückt!!!!! Ich könnte grade wirklich ausrasten!!!!Ich will nicht so sein!!!
      Ich will es nicht!!!!Es macht mich völlig verrückt!!


      Horror vor jedem Vorstellungsgespräch hab ich auch heute noch, obwohl ich schon viele Vorstellungsgespräche hatte. Ich denke, das ist bis zu einem gewissen Grad auch normal. Andere sehen vieles auch nicht so locker, wie man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Bei manchen Gesprächen läuft's halt gut, weil einem das Gegenüber sympathisch ist, andere vermasselt man aus irgendwelchen Gründen. Vielleicht magst du ja mal schildern, wie's heute bei dir war. Dass man sich über ein Vorstellungsgespräch zuerst freut und man dann Panik schiebt, halte ich nicht für ungewöhnlich.
    • Ich gebe Babelfisch und Sophie recht. Ein Mann/Partner kann nicht immer deine Gefühlslage kompensieren. So sehr er dich liebt, er hat auch eigene Empfindsamkeiten. Oftmals sind Männer auch total überfordert in emotionalen Situationen. Meiner ist so einer. Er ist einfach nicht immer für mich da, weil er mit Stressituationen seine Probleme hat. Dafür hat er anderswo Stärken.
      Anders rum gedacht wird aber auch ein Schuh draus. Ich kenne eine Frau, die sich nur in Begleitung ihres Manns raustraut (Sozialphobie). Eigentlich liebt sie den Mann längst nicht mehr, steht aber in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihm, da nur er ihr ermöglicht, aus dem Haus zu gehen. Das willst du doch auch nicht. Besser ist es aus sich selbst heraus zu erstarken. Das Selbstwertgefühl ist auch ein ganz anderes wenn du erst einmal gelernt hast, dass du die Dinge alleine schaffen kannst. Dann ist die Beziehung auch fairer, finde ich. Der Mann als der Retter auf dem weissen Schimmel gehört ins Märchenbuch.

      Nein, ich muss mich korrigieren. Der weisse Reiter sollte aus allen Märchenbüchern verdammt werden, damit die nächste Generation Mädchen nicht wieder auf solche Ideen kommt.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • mondschein24 schrieb:


      Jetzt hast du mich ganz unsicher gemacht. Aber ich werde natürlich nochmal infos einholen. Ich glaube dennoch, dass ich mich so langsam von dem Gedanken verabschieden sollte, einen Beruf zu finden wo es wenig bis keinen Kundenkontakt oder Kontakt mit Menschen gibt.


      Unsicher machen wollte ich dich keinesfalls. Lediglich sensibilisieren und hinweisen drauf. Dadurch das ich selber 15 Jahre an der Quelle war (10 Jahre als Job 5 Jahre in einer Kirchenbücherei) weiss ich halt auch, das die Berufsbeschreibung nicht so stimmt, wie der Beruf oft dargestellt wird.

      Es ist eben nicht nur der Aufbau und die Neuanschaffung von Medien, sondern auch (je nach Bibliothek) die Arbeit im Publikumsdienst. Selbst wenn du ein Praktikum in einer Bibliothek machst, wo die Bibliothekare entweder nur Innendienst oder nur Aussendienst schieben (wobei ich so ein Modell nie kennengelernt hab in meiner Berufszeit) heisst das ja net, das du nach Studienende in genau diese Bibliothek kommst. Denn anders als die nichtstudierten, also die Bibliotheksassistentinnen, wirst du ja normal nicht da angstellt, wo du im Studium deine Praktika gemacht hast.

      Bei den Auszubildenden ist das meist anders. Viele werden ja speziell ausgebildet um Lücken in den eigenen Reihen zu füllen. Oftmals bekommt man auch schon einen Übernahmegarantie im zweiten bzw. dritten Lehrjahr (wir bekamen sie gottlob schon im ersten Lehrjahr sonst hätte unser Lehrgang alt ausgesehen).
    • Hallo Mondschein,

      nochmals zur Sozialphobie, das habe ich dir schon mal gesagt, wiederhole mich aber noch einmal -- und dann nicht mehr ;)

      Manchmal ist es nicht Phobie (also Angst), sondern koepreliche Ueberreaktion, durch Hochsensibilitaet bedingt.

      Mehr moechte ich hier nicht erklaeren. Im Buch von Elaine Aron "Sind Sie hochsensibel?" ist alles schoen beschrieben, Kapitel 5.

      Das Buch an sich ist ziemlich lang und stellenweise etwas wirr (IMHO), aber dieses Kapitel koennte dir wirklich nuetzlich sein. Vielleicht kannst du das Buch mal in einem Buchladen zur Einsicht bestellen und diesen Teil lesen...
    • Ich habe einen Job ab Montag als Produktionshelferin. In meinem Wohnort, ist nur ne 1/4 Stunde entfernt.
      Läuft natürlich über eine Zeitfirma.

      Beim Vorstellungsgespräch wurden mir auch ganz komische Fragen gestellt. So psychologische Fragen a la was würden sie in bestimmten Situationen(auch Stressbedingte) tun bzw. wie würden sie reagieren?
      Unter anderem bin ich gefragt worden ob ich ausnutzbar bin! Diese Fragen haben mich verwirrt und irgendwie auch Angst gemacht!

      Ich sage mir die ganze Zeit, dass ich freiwillig dahin gehe und es meine Wahl war und mich niemand dazu zwingt usw. aber trotzdem habe ich ein ganz mulmiges Gefühl im Bauch und will irgendwie nicht hin.

      Das liegt vorallem daran, weil mir eine Mitarbeiterin der Zeitfirma mitgeteilt hat, dass in der Abteilung,in der ich tätig sein werde, nur Frauen arbeiten und dort sehr häufig Zickenkrieg herrscht und es schon ne Menge Stress gegeben hat. Ich bin seitdem besonders verunsichert+ die Unsicherheit die ich sowieso schon habe. Die Mitarbeiterin hat mir geraten mich möglichst aus allem Getratsche rauszuhalten(was ich definitiv vorhabe)die Frage ist nur ob man das immer kann?

      Naja ich bin aufjedenfall ziemlich nervös und fühl mich grad mal wieder sehr sehr unwohl - wollte mich nur mal wieder mitteilen....lg mondschein

      drückt mir die daumen:)
    • Komische Fragen. Aus meiner Sicht gar nicht zulässig. Andererseits ist es ganz nett, dass du auf den "Zickenkrieg" vorgewarnt wurdest. Es ist oft so, dass das alteingesessene Team sich abschottet gegenüber "Eindringlingen", und vielleicht kriegen die von morgens bis abends erzählt, wieviel billiger die Leiharbeiter sind, und haben Angst um ihren Job...
      Wenigstens hast du damit eine gute Ausrede, wenn dir der Job nun gar nicht liegt. ;)

      Die Fragen nach "ausnutzbar" würde ich mir erst mal so erklären: Im Entleihbetrieb fallen bestimmt auch "höherwertige" Aufgaben an, also solche, die eigentlich die Aufgaben einer Produktionshelferin übersteigen. Der Entleiher macht es sich womöglich einfach und drückt diese Aufgaben der billigeren Kraft auf, anstatt einen teureren Stundensatz zu bezahlen. (Und weist die eigenen Leute darauf hin, wie unverschämt hohe Löhne die kriegen.) Die Leihfirma hat aber auch ein Interesse, dass die anspruchsvolleren Arbeiten zu Stundensätzen erledigt werden, die dafür vorgesehen sind, schließlich verdienen die ja auch daran.
      Lass dir genau erklären, was deine Aufgaben sind, und wenn von dir mehr verlangt wird, halte Rücksprache mit deinem Ansprechpartner bei der Leihfirma.
      Wenn es tatsächlich Stunk gibt, sprich den Betriebsrat des Entleihers an (sofern vorhanden), laut Gesetz ist der nämlich für die Leihkräfte dort mit zuständig. Oder sag einfach mal so Hallo. Es kommt natürlich darauf an, was für ein generelles Betriebsklima dort herrscht, aber meistens ist es so, dass man gut beraten ist, wenn man den Betriebsrat auf seiner Seite hat.

      Wart einfach mal ab. Vielleicht ist es gar nicht so schlimm.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • mondschein24 schrieb:



      Das liegt vorallem daran, weil mir eine Mitarbeiterin der Zeitfirma mitgeteilt hat, dass in der Abteilung,in der ich tätig sein werde, nur Frauen arbeiten und dort sehr häufig Zickenkrieg herrscht und es schon ne Menge Stress gegeben hat.


      Der beste Trick um Solidarität von vorneherein zu verhindern und mehr als unprofessionell. Da kommt mir eher die Zeitarbeitsfirma komisch vor.
    • mondschein24 schrieb:

      Ich habe einen Job ab Montag als Produktionshelferin. In meinem Wohnort, ist nur ne 1/4 Stunde entfernt.
      Läuft natürlich über eine Zeitfirma.

      Beim Vorstellungsgespräch wurden mir auch ganz komische Fragen gestellt. So psychologische Fragen a la was würden sie in bestimmten Situationen(auch Stressbedingte) tun bzw. wie würden sie reagieren?
      Unter anderem bin ich gefragt worden ob ich ausnutzbar bin! Diese Fragen haben mich verwirrt und irgendwie auch Angst gemacht!

      Ich sage mir die ganze Zeit, dass ich freiwillig dahin gehe und es meine Wahl war und mich niemand dazu zwingt usw. aber trotzdem habe ich ein ganz mulmiges Gefühl im Bauch und will irgendwie nicht hin.

      Das liegt vorallem daran, weil mir eine Mitarbeiterin der Zeitfirma mitgeteilt hat, dass in der Abteilung,in der ich tätig sein werde, nur Frauen arbeiten und dort sehr häufig Zickenkrieg herrscht und es schon ne Menge Stress gegeben hat. Ich bin seitdem besonders verunsichert+ die Unsicherheit die ich sowieso schon habe. Die Mitarbeiterin hat mir geraten mich möglichst aus allem Getratsche rauszuhalten(was ich definitiv vorhabe)die Frage ist nur ob man das immer kann?

      Naja ich bin aufjedenfall ziemlich nervös und fühl mich grad mal wieder sehr sehr unwohl - wollte mich nur mal wieder mitteilen....lg mondschein

      drückt mir die daumen:)


      :cool3:Dieser ganze Zickenkrieg kann auch von der Leitung gewollt sein um Stellen bequemer abzubauen wegen Abfindungen. Leichter wird man alteingesessene los wenn man Mitarbeiter gegen Mitarbeiter aufhetzt und gewisse Unsicherheiten rein bringt damit die sich gegenseitig fertig machen und so der eine oder andere von sich aus geht.
    • Schneckennudel schrieb:

      Gegen Redeangst gibt es an vielen Unis Kurse. Das Problem haben gar nicht so wenige Leute. Ich hatte es auch und hab zu Beginn meines Studiums so einen Kurs gemacht. Losgeworden bin ich die Angst nie ganz, aber ich hatte das Problem soweit im Griff, dass ich mein Studium durchziehen konnte.


      da muss ich sofort an meine mädels denken
      in den schulen die meine beiden mädels besuchen gibt es ein schulfach das nennt sich "drama" :grins: auf den ersten blick fand ich das sehr seltsam damals..aber im nachhinein eine fantastische sache :daumen:

      dort werden zb rollenspiele gemacht oder kleine theateraufführungen. oder man stht einfach auf der bühne und erzählt was einem so in den sinn kommt. pantomime kommt auch oft vor. alles sehr verspielt ohne zwang und sehr lustig. die beiden lieben dieses fach...! meiner ältesten tochter hat es sehr sehr geholfen. sie ist zwar imer noch sehr schüchtern aber sie traut sich einfach mehr zu und ich bin mega stolz auf die beiden.... jawoll :grins:

      ich weis nun nicht ob das hier zum standartunterricht gehört da meine beiden nur diese schule bisher besucht haben aber ich finde das sehr sehr gut und überlegt und enorm sinnvoll für das selbstbewusstsein. ich habe mal ein video gesehen was in der klasse gemacht wurde (weihnachtsgeschenk an die klasse) ich konnte es nicht glauben was ich da sah..die beiden..so frei und lustig offen und selbstbewusst...ich hab geheult wie ein schloßhund vor freude

      sorry falls :offtopic:
    • hallo leute,

      Ich habe jetzt 2 Wochen Schichtarbeit hinter mir. Ich wollte erst einmal ein paar Eindrücke sammeln bevor ich euch wieder mit Informationen bombardiere.:)

      Der Anfang war natürlich wie immer. Ich war tierisch nervös als ich hingelaufen bin und habe mich gleichzeitig über mich selbst aufgeregt, weil ich mich nicht so fühlen wollte.

      Danach ging es eigentlich als ich festgestellt habe, dass ich nicht die einzige war sondern noch 2 andere Leute mit mir angefangen haben. Es handelt sich um eine ziemlich große Firma, deswegen hat mir das ganze auch irgendwie so Angst gemacht.Also auf dem Gelände usw.

      Die Leute in der Abteilung sind bis jetzt ganz ok doch ich habe schon gemerkt, dass sehr sehr viel geredet wird vorallem über andere. Ich halte mich da definitiv raus. Ich weiß nur nicht, ob das immer funktioniert.

      Unser Chef ist auch sehr nett bisher doch meiner Meinung nach, ist da überhaupt keine Distanz zu den Mitarbeitern da. Jeder dutzt ihn, was auch völlig ok ist, aber ich selber kann das irgendwie nicht. Ich seh ihn als Chef. Dazu muss ich sagen, dass er erst Anfang 30 ist, also noch relativ jung.

      Die Arbeit selber ist in Ordnung. Ich muss halt viel lernen(aber das ist ja überall so). Ich bin sehr froh darüber, dass ich den Job habe.

      ABER(Das berühmtberüchtigte ABER): Ich fühle mich trotzdem immer unwohl, wenn ich dort bin. Vorallem die Schichtarbeit setzt mir zu. Die Spätschicht.Von 14.30 Uhr bis 23.00 Uhr. Man hat überhaupt nichts von seinem Tag und auch wenn ich weiß, dass ich dann mehr verdiene, nervt mich das tierisch.

      Dann fang ich wieder an, mich über mich selbst aufzuregen, weil das doch eben meine Wahl war und ich einfach meine Einstellung ändern muss. Das sag ich mir immer wieder.

      Aber irgendwie hab ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt. Und das was fehlt ersetze ich dann immer mit Essen. Ich habe in den 2 Wochen wieder zugenommen, weil es mir irgendwie schwer fällt mich richtig zu ernähren(Durch den Schichtwechsel).
      Also wenn da jemand ne Idee hat, wie ich mich vernünftig ernähren kann, soll er mir bitte ein paar Tipps geben. Ich wäre sehr dankbar.

      Ich hab das zurzeit überhaupt nicht unter Kontrolle. Ich weiß ganz genau, dass mir das nicht gut tut und ich tue es dennoch. Warum ist das eigentlich so? Ich habe mein Problem erkannt und ich habe erfolgreich an mir gearbeitet und dann fange ich mit dem selben Mist wieder von vorne an?

      Ihr seht, ich schreibe frei heraus was mir gerade durch den Kopf geht.
      Ich glaube nur, dass der ein oder andere mir hier bisher sehr geholfen hat, mich selber zu verstehn und ich wünsche mir sehr, dass ich weiterhin Hilfe bekomme um mich weiterhin selber zu verstehn.

      LG Mondschein
    • Hallo Mondschein,
      Schichtarbeit ist immer Scheiße, bei uns ist Dreischichtbetrieb. Wenigstens ist es bei dir nicht die berüchtigte Nachtschicht nach Mitternacht. Hast du einen langen Arbeitsweg?

      Am besten ist es, wenn du gleich nach der Arbeit etwas zm Runterkommen machst, wie schöne Musik hören, was Klassisches wie Bach oder Vivaldi oder Mozart, oder wenn das nicht dein Ding ist, vielleicht Enya oder Kuschelrock oder Meditationsmusik, Hauptsache zum Beruhigen. Abends würde ich dann nicht mehr schwer essen, sondern eher Salat oder Pellkartoffeln mit Quark oder etwas Reis mit Huhn. Nur nicht so viel, das liegt nur schwer im Magen und behindert den Schlaf. Oder nur eine heiße Milch mit Datteln.

      Sieh zu, dass du trotz Schicht ausreichend Schlaf kriegst, also eher gleich nach der Arbeit ins Bett als die ganze Nacht rumhängen. Tagsüber ist es zu laut und hell, da kommt das Hormonsystem aus dem Ruder, und der Schlaf ist nicht erholsam.

      Wichtig ist ein regelmäßiger Tagesablauf trotz Schicht. Musst du wechseln oder ist es immer die zweite Schicht?

      Also morgens den Wecker stellen (ich würde um 8:00 Uhr aufstehen), und nicht in der Poofe bleiben, so verlockend es auch sein mag. Dann kannst du all das machen, was "normale" Berufstätige nicht machen können: morgens lange frühstücken, einkaufen, Sport machen, putzen, in die Bücherei gehen usw.

      Die Hauptmahlzeit würde ich in den späten Vormittag legen, so dass bis Arbeitsbeginn ca. zwei Stunden sind, dann ist die Müdigkeit nach dem Essen wieder weg.

      Generell ist bei Spätschicht das Problem nicht so sehr groß, weil die Nachtstunden trotzdem zum Schlafen genutzt werden können. Man hat halt nur nicht die Möglichkeit für das sozialel Leben am Abend.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • mondschein24 schrieb:

      Aber irgendwie hab ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt. Und das was fehlt ersetze ich dann immer mit Essen.


      Liebe Mondschein, meine feste Ueberzeugung ist, dass das Wichtigste fuer dich ist, herauszufinden, was fehlt. Ich denke, dir fehlt jede Menge, und daran solltest du sehr gruendlich nachdenken, auch mit Hilfe von Buechern, Foren, deiner Therapeutin, und was auch immer dir zur Verfuegung steht...

      Ich meine, dir fehlt etwas ganz Grundlegendes in deinem Leben, nicht nur auf dieser konkreten Arbeit. Ich denke, dir fehlt ein hoeheres Ziel, auch wenn es fuer dich vielleicht zu abstrakt klingt.

      Man muss es sich naemlich wert sein, hoehere Ziele zu haben oder danach zu suchen. Glauben, dass es diese Ziele fuer dich gibt.

      Ich suche meine hoehere Ziele seit etwa 15 Jahren, und komme immer naeher. Das ist ein sehr schoenes Gefuehl, auch wenn ich noch nicht angekommen bin, und vielleicht auch nie ankomme. Denn der Weg ist das Ziel.

      mondschein24 schrieb:

      Ich hab das zurzeit überhaupt nicht unter Kontrolle. Ich weiß ganz genau, dass mir das nicht gut tut und ich tue es dennoch. Warum ist das eigentlich so? Ich habe mein Problem erkannt und ich habe erfolgreich an mir gearbeitet und dann fange ich mit dem selben Mist wieder von vorne an?


      Bei mir ging dieses Karussell 20 Jahre lang. Vor ca. 10-12 Jahren habe ich mir gesagt: "Ok, ich brauche Essen, um mich zu beruhigen. Im Moment ist es nicht zu aendern. Also akzeptiere ich das und arbeite weiter an meiner Persoenlichkeitsentwicklung: Selbstwert, Ziele, Eigenschaften." Dass ich dabei von Essattacken begleitet wurde, habe ich akzeptiert.

      Ungefaehr seit 1 Jahr sind die Essanfaelle endlich vorbei. Ich bin nun mal soweit, dass ich mit meinen emotionalen Zustaenden anders umgehen kann.

      Ich muss allerdings gestehen, dass ich immer noch (und ganz bewusst) manchmal mit dem Essen ausgleiche. Es bedeutet nicht, dass ich eine Essattacke habe, sondern dass ich mir bewusst sage: Ok, heute brauche ich ein Stueck Kaese und eine Portion Eis, obwohl ich keinen koeperlichen Hunger habe.

      Ich bin der Meinung, dass eine Essstoerung nur dann verschwindet, wenn man sich seinen hoeheren Zielen naehert. Denn irgendetwas muss dich ja naehren, und wenn die Nahrung nicht aus der Seele kommt, muss ein Ersatz hin.

      Auch wenn du weisst, dass es dir nicht gut tut, kannst du damit vielleicht nicht aufhoeren, weil die Gruende fuer die Essattacken liegen viel tiefer als die Ebene, die man mit dem Verstand ergruenden kann.
    • mondschein24 schrieb:

      Danach ging es eigentlich als ich festgestellt habe, dass ich nicht die einzige war sondern noch 2 andere Leute mit mir angefangen haben. Es handelt sich um eine ziemlich große Firma, deswegen hat mir das ganze auch irgendwie so Angst gemacht.Also auf dem Gelände usw.

      Die Leute in der Abteilung sind bis jetzt ganz ok doch ich habe schon gemerkt, dass sehr sehr viel geredet wird vorallem über andere. Ich halte mich da definitiv raus. Ich weiß nur nicht, ob das immer funktioniert.

      Alles was neu ist, macht erst mal Angst. Und wenn die Kollegen tratschen - lass sie doch, was soll man denn sonst bei der Arbeit machen. Solange es nicht bösartig und verletzend wird, ist das OK: Das ist sozusagen der soziale Kitt.

      mondschein24 schrieb:

      Unser Chef ist auch sehr nett bisher doch meiner Meinung nach, ist da überhaupt keine Distanz zu den Mitarbeitern da. Jeder dutzt ihn, was auch völlig ok ist, aber ich selber kann das irgendwie nicht. Ich seh ihn als Chef. Dazu muss ich sagen, dass er erst Anfang 30 ist, also noch relativ jung.

      Vielleicht ist er aus der Gruppe heraus zum Chef gemacht worden. Dann wäre es für ihn halt blöd, plötzlich seine alten Kollegen zu siezen. Und er wird auch seine Unsicherheiten haben und hat die Mannschaft lieber zum Freund. Naja, im Konfliktfall kann das schwierig werden, aber wenn er sich so wohl fühlt, so what? Du musst ihn ja nicht duzen. Sag ihm einfach, dass du das bei Fremden und Vorgesetzten nicht magst und dass es keine Ablehnung (wichtig! Manche Menschen fühlen sich durch Siezen abgelehnt) seiner Person ist.


      mondschein24 schrieb:

      ...

      ABER(Das berühmtberüchtigte ABER): Ich fühle mich trotzdem immer unwohl, wenn ich dort bin. Vorallem die Schichtarbeit setzt mir zu. Die Spätschicht.Von 14.30 Uhr bis 23.00 Uhr. Man hat überhaupt nichts von seinem Tag und auch wenn ich weiß, dass ich dann mehr verdiene, nervt mich das tierisch.

      Dass du nichts vom Tag hast, muss nicht so sein. Wie gesagt: möglichst bald nach der Arbeit ins Bett und dann nicht bis Mittag pennen, sondern nach ausreichend Schlaf, aber möglichst früh aufstehen, dann kann man alles mögliche mit dem Tag anfangen. Mein Schwager hat gerne Spätschicht gemacht. Morgens konnte er seinen Sport machen (Dann sind die Studios alle leer und es ist billiger) und im Straßencafe sitzen...


      mondschein24 schrieb:


      Aber irgendwie hab ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt. Und das was fehlt ersetze ich dann immer mit Essen. Ich habe in den 2 Wochen wieder zugenommen, weil es mir irgendwie schwer fällt mich richtig zu ernähren(Durch den Schichtwechsel).

      Kann es sein, dass dir soziale Kontakte fehlen? Was sind das für Kollegen an deinem Arbeitsplatz. Vielleicht kann man ja nach der Arbeit noch gemensam was unternehmen, Kino-Spätvorstellung zum Beispiel. Oder man verabredet sich für den Mittag in einem Lokal zum Essen und geht danach arbeiten.
      Hast du Langeweile den Tag über allein zu Hause? Findest du dein Leben perspektivlos?

      Muminfrau hat ganz richtig geschrieben: erst wenn du rauskriegst, was dir wirklich fehlt, kannst du es dir geben. Und sie hat recht, wenn sie schreibt, dass man ein Ziel braucht. Es muss ja nicht "Ich-rette-die Welt" sein. Ein kleines Projekt wie eine Geschichte schreiben, die Wohnung tapezieren, was auch immer.

      Du schreibst, die große Firma macht dir Angst. Dann geh in der Pause spazieren (Ist jetzt blöd im dunklen Halbjahr, aber vielleicht hast du auch mal Frühschicht), mach eine private Werks-Besichtigung, manchmal veranstalten große Firmen auch Führungen. Frag mal, was es sonst noch so für Abteilungen gibt und was die Leute da arbeiten. Vielleicht nimmt dich jemand mal mit und zeigt dir was. Mit welchen Leuten außerhalb deines direkten Bereichs hast du Kontakt? Von wem kommen die Aufträge? Besuch diese Leute einfach mal. Interesse am Arbeitsplatz wird immer gern gesehen, auch wenn man über den Tellerrand schaut, also keine Angst. Und wenn du dich zumindest örtlich besser auskennst, wirst du dich sicherer fühlen. Und mit jedem Gesicht, dass dich irgendwo wiedererkennt, lächelt und Hallo sagt, wirst du dich geborgener fühlen. Was das angeht, hatte ich als Dicke immer Vorteile gegenüber den 0-8-15-Frauen. Man hat sich an mich erinnert!
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:


      Kann es sein, dass dir soziale Kontakte fehlen?

      Hast du Langeweile den Tag über allein zu Hause? Findest du dein Leben perspektivlos?




      Ja Sophie, mittlerweile habe ich erkannt, dass dies mein Problem ist. Ich merke es z.B. wenn Arbeitskollegen mich ausfragen und, wie ich schon mal sagte, einfach nett sind. Ich bin das nicht gewohnt. Ich bin auch misstrauisch, wegen dem was mir die Zeitfirma über die Abteilung erzählt hat. Aber unabhängig davon, fällt es mir trotzdem schwer Fremde an mich heran zulassen.

      Überhaupt merke ich, dass ich einen Wandel durchmache. Aber leicht ist es nicht. Ich habe auch erkannt, dass es wirklich meine Einstellung ist, die ich überarbeiten muss. Ich übe das jeden Tag und vorallem seit BOEWI mir das noch mal geschrieben hat, dass es nur um meine Einstellung geht und ich immer die Wahl habe. Manchmal muss man das wohl ganz oft hören. Damit man es begreift bzw.annimmt.

      Dazu kommt auch noch, dass es immer schwieriger wird mit diesem allein sein zurecht zu kommen also keinen Partner zu haben. Gleichzeitig fühle ich mich auch nicht bereit dazu. Was den nun?????? Das ist doch total paradox oder? Ich sollte mich mal entscheiden:confused:.

      @Muminfrau

      Du hast auch den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich habe kein höheres Ziel. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich immer zuviel mit mir selber beschäftigt war bzw mit meinen ganzen Fehlern.

      Darüber muss ich mir Gedanken machen. Und das mit dem Essen habe ich mittlerweile auch wieder im Griff, nachdem ich eure Antworten gelesen habe.

      Es ist schon verrückt. Ihr habt mit euren Beiträgen schon so viel dazu beigetragen, dass ich die Dinge klarer sehe als vorher und ich habe schon das Gefühl, dass ich in die richtige Richtung gehe. Ihr habt eine Menge Einfluss auf mich. Genau wie die Therapeutin.

      Danke für ALLES......mondschein
    • Kopf hoch, Mondschein, du siehst ja bereits das Lichtlein am Ende des Tunnels.:daumen:

      Allein sein ist nicht dasselbe wie einsam sein. Man kann sich auch mit Partner sehr sehr einsam fühlen, das ist eher noch schlimmer als allein einsam zu sein...

      Du musst deine neuen Kollegen ja nicht heiraten. Also kannst du ganz locker mal Kontakte knüpfen. Und wenn das sich im Sande verläuft, ist das dann auch OK.
      In der heutigen schnelllebigen Zeit wird es immer wichtiger, ein soziales Netzwerk von vielen "Sympathisanten" aufzubauen, und daraus eine Gruppe von guten Freunden heranwachsen zu lassen. Wer etwas schüchterner ist, tut sich da etwas schwerer, aber wie es so schön heißt "Versuch macht klug." Es ist schön, dass die Kollegen nett zu dir sind, und dich nicht ausgrenzen. Die Warnung von der Zeitarbeitsfirma war vielleicht für jemand anderen zutreffend, aber anscheinend passt du ganz gut in die Betriebs-Chemie rein. Du bist jetzt ganz neu dort, mit der Zeit wird vieles vertrauter, dann wirst du dich auch mehr "zuhause" fühlen.

      Mit Freundschaften schließen ist es wie mit dem Abnehmen: Man kann nichts erzwingen, und je verbissener man darangeht, um so schwerer wird es. Also lass es einfach auf dich zukommen und freu dich an deinen Erfolgen und allem was dir gut tut.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Mit Freundschaften schließen ist es wie mit dem Abnehmen: Man kann nichts erzwingen, und je verbissener man darangeht, um so schwerer wird es.


      Ja. Auch was Partnerschaft und die Suche nach einem "passenden" Beruf angeht, verhält es sich so. Man braucht Engagement und Initiative, aber ebenso die Offenheit dafür, dass alles ganz anders kommen kann als gedacht oder erwünscht. Und trotzdem gut bzw. wenigstens okay sein kann.:rolleyes: (mir ist das rein intellektuell bewusst, aber es zu verinnerlichen, das fällt mir immer noch schwer ...)
    • hast Du mal in Bezug auf das Studium die "Traumübung"
      gemacht? Aufgeschrieben, was Dein absoluter Traumberuf wäre,
      wo wärst Du am glücklichsten etc.
      Und dann die Studiengänge, die dafür nötig sind?
      Alles alles aufschreiben und dann überlegen, wie kann ich meine
      größten Wünsche in Wirklichkeit verwandeln.
      Mach das mal vor einer Spätschicht, das beflügelt, glaubs mir.
    • Hallo Liebe Forum User,

      Ich melde mich mal wieder zu Wort um euch von meinen neuen Eindrücken in der Arbeit zu erzählen.

      Nun, es ist mittlerweile nicht mehr fremd und ich hab mich vollständig daran gewöhnt dort zu arbeiten.

      Doch mittlerweile habe ich festgestellt, dass meine Abteilung wirklich der reinste Lästerverein ist.

      Ich hätte nie gedacht, dass es mich so nerven könnte und vorallem hätte ich auch nie gedacht, dass ich unbewusst mitwirke. Es ist nämlich wirklich so, dass man überhaupt nichts sagen kann, ohne dass es irgendwie weitergegeben wird. Selbst wenn man sagt, dass man dazu nichts sagen möchte, habe ich das Gefühl, dass man Zündstoff für weitere Gerüchte bietet. Den leider ist es ja so, das Schweigen nicht immer gut ankommt.

      Ich habe sogar gemerkt, dass mein Chef selber kein Problem hat, mir zu erzählen, was er über bestimmte Mitarbeiter denkt. Und ich frage mich immer, ob das sein kann? Er ist doch mein Chef!

      Es gibt vorallem viele Gerüchte um unseren Chef und einer Mitarbeiterin von uns. Ich habe euch ja mal erzählt, dass er nicht besonders distanziert ist und relativ jung....vorallem ist er als Weiberheld verschrien. Warum auch immer..... und ich muss dazusagen, dass seine Frau auch bei uns arbeitet. Mit der Ehe steht es aber anscheinend nicht so gut.

      Und wisst ihr was das schlimme ist? ALLE WISSEN DAS !!!

      Ich finde es sehr unangenehm, dass ich private Dinge über meinen Chef weiß.

      Und man merkt wirklich, wie gespalten die Abteilung ist. Ich werde ständig daraufhingewiesen, dass ich aufpassen soll, wem ich was erzähle...bla bla bla und dass ich niemanden wirklich vertrauen kann usw.Der ist so und die ist so.....

      Ich versuche mit jedem klar zu kommen aber ich habe das Gefühl, dass selbst das für einige ein Problem ist. Also wenn man versucht neutral zu bleiben.

      Das was ich euch schreibe ist mehr oder weniger die Kurzfassung.

      Ich merke aufjedenfall, dass ich anfange mich unwohl zu fühlen(in Kombination mit meinen privaten Problemen) fühle ich mich regelrecht ausgeliefert....aber warum bloß?

      ICH entscheide doch wie ich mich fühle oder??? Ich bin im Moment etwas verwirrt.....

      naja, was haltet ihr von dem ganzen?

      liebe grüße mondschein
    • Liebe Mondschein,

      ich kann ganz gut nachfühlen, wie es dir dort geht. Mir hilft in solchen Situationen, die Dinge stark zu versachlichen.

      Das ist nur ein Job. Du bist auf dem Weg, etwas ganz anderes zu tun und dieser Betrieb ist nur eine Übergangstation für dich. Die Kolleginnen tratschen, der Chef tratscht, aber es sind auch nur Kollegen und Chef, nicht Freunde und Familie. Klar wäre es schön, wenn die Menschen sich dort anders verhielten, darauf hast du aber nicht wirklich Einfluss. Und wie es um die Ehe deines Chefs steht, ist nicht deine Angelegenheit.

      Natürlich kannst du dich nicht ganz zurückziehen. Das gäbe sicherlich unangenehme Nachfragen von den Kollegen, aber niemand schreibt dir vor, wirklich Persönliches zu erzählen. In solchen Situationen nehme ich schon mal gern Zuflucht zu Erzählungen à la "Hast du das auch diese komische Fernsehserie gesehen", "Neulich im Bus eine alte Dame mit Hund und Hut", "Au Mann, ist das Wetter nervig".

      Vor allem denke daran: Es ist nur eine Übergangsstation. Oder hast du deine Studienpläne aufgegeben? Wie wäre es dann mit einer Ausbildung in einem Beruf, der dir liegt? Mir hat damals ein Buch geholfen, mich ein wenig besser zu sortieren: "Der Job, der zu mir passt" von Uta Glaubitz.

      Ich wünsche dir das Beste

      Honigbiene

      P.S. Ich finde nicht, dass man immer selbst entscheiden kann, wie man sich gerade fühlt. Aber man kann zu jeder Zeit entscheiden, etwas zu verändern. Auch hier wirkt die "Magie" der kleinen Schritte.
    • Hallo Leute,

      ich wollte euch mitteilen, dass ich einen Studienplatz habe. Ich bin im Nachrückverfahren angenommen worden.

      Am Donnerstag kam der Brief und am Dienstag geht es bereits los.

      Ich war natürlich total baff und realisiere das ganze immer noch nicht wirklich.

      Muss erst einmal pendeln. Das gute ist, dass meine Freundin an der selben Hochschule studiert und zwar den selben Studiengang. Bibliotheks und Informationsmanagement.

      Es muss sich dabei wirklich um Schicksal handeln den ich hatte am Donnerstag und Freitag kurzfristig frei genommen, weil ich die Arbeit und die Leute einfach nicht mehr ertragen konnte.

      Wenn ich mir die ganzen vorherigen Posts durchlese hat sich ja einiges entwickelt bei mir.

      Trotzdem sind meine Gefühle gemischt....mondschein
    • Mondschein, das klingt toll. Herzlichen Glückwunsch. :D

      Einen Einsteigertipp kann ich dir geben; lass dich bitte in der ersten Zeit nicht entmutigen. Mir ging es die ersten Wochen an der Uni gar nicht gut. Überall sprachen die Menschen in den Seminaren so hochtrabend, ich verstand oft nichts und kam mit dem hohen Maß an Eigenorganisation nicht klar. Aber das geht allen Neuen so und man gewöhnt sich dran.
    • Danke Leute,

      ich gebe mir Mühe.

      @Sassy

      Danke auch dafür Sassy. Es geht mir genauso wie dir damals. Es ist ein merkwürdiges Gefühl.Alles ging so schnell und trotzdem habe ich immer
      das Gefühl, ausbrechen zu wollen. Ich möchte studieren aber gleichzeitig auch leben. Ich weiß nicht ob sich das vereinbaren lässt.

      Dazu kommt auch noch etwas anderes: Ich muss ca. 3.std am Tag pendeln.Also hin und zurück.

      Die Stadt in der ich studiere erinnert mich immer an ein Ereignis aus der Vergangenheit. Ein sehr prägendes Ereignis.

      Ich weiß nicht ob ich diese Geschichte jemals erzählt habe, hier nochmal
      die "Kurzform":

      Ich war vor 10 Jahren verliebt, doch ich habe durch ein aufdringliches Verhalten diesen Jungen vergrault. Also ich hab ihn ständig angerufen und irgendwann hat er den Kontakt abgebrochen.Damals war ich 16 Jahre.

      Ihr müsst wissen, dass mich dieses Ereignis sehr geprägt hat und ich daraufhin in schwere Minderwertigkeitsgefühle gerutscht bin. Ich habe erst spät realisiert, dass ich selbst dafür verantwortlich war.

      Unter anderem hatte er mich bei einem geplanten Treffen am Bahnhof versetzt was seither in meinem Gedächtnis geblieben ist.

      Er kommt aus der Stadt in der ich studiere.

      Mein PROBLEM ist, dass ich jeden Tag an dieses Ereignis erinnert werde.


      Diese Stadt hat einfach ein PERMANENTEN STEMPEL MIT SEINEM NAMEN.

      Und ich weiß nicht wie ich das ändern soll. Ich will es wirklich vergessen aber es funktioniert nicht.

      Ich kann auch mit niemanden mehr darüber sprechen, weil dieses Thema zu oft durchgekaut wurde und mich keiner mehr verstehen kann.

      Ich versteh mich doch selbst nicht.......

      seht ihr es kommt immer etwas neues dazu...es hört einfach nicht auf.....
    • mondschein24 schrieb:



      Die Stadt in der ich studiere erinnert mich immer an ein Ereignis aus der Vergangenheit. Ein sehr prägendes Ereignis.


      Ich denke wenn du regelmäßig in diese Stadt fährst, dann wirst du in der Anfangszeit sehr häufig daran erinnert, aber nach und nach wird ein Gewöhnungseffekt eintreten und du verbindest diese Stadt mit anderen Dingen.