Hartz4

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Hallo Leute,

      Ich bin ab sofort Hartz4-Empfänger!!!

      Wie es dazu kam? Nun, ich bin seit 3 Monaten von meiner KK abgemeldet und bin darüber nicht informiert worden(Ich bin mit 25 Jahren nicht mehr familienversichert). Auch meine Therapeutin nicht.
      Ich bin selber dorthin und habe nachgefragt, weil die Therapeutin mir dazu geraten hat. Ich war natürlich geschockt und die einzige Möglichkeit war rückwirkend eine freiwillige Versicherung abzuschließen(138,40€ im Monat).
      Andernfalls hätte ich alle Behandlungskosten selbst übernehmen müssen.Die Therapie lief ja weiter.

      Natürlich stellt sich die Frage wie ich das bezahlen soll.Es sind 3 Monate. Und ich bin erst am 1.8.2010 über die ARGE versichert. Ich würde gerne wissen wie ihr in dieser Situation handeln würdet. Selbstverständlich werde ich mich um einen Job bemühen müssen aber da steh ich mir ja leider selbst im Weg:mad:.Wie ja einige von euch wissen.

      Morgen habe ich ein Beratungsgespräch beim Arbeitsamt. Ihr wisst schon, über meine berufliche Situation bzw. mein Bewerberangebot.

      Ich mache mir deswegen auch schon Gedanken, weil ich nicht weiß, ob dieses Gespräch gut für mich läuft.

      Ich habe meinen Abschluss mit 3,0 beendet und ich bekomme von allen Seiten gesagt, dass ich Schwierigkeiten haben werde mit diesem Durchschnitt einen Studienplatz zu finden. Ich bin deswegen sehr durcheinander und habe Angst, dass die Person beim Arbeitsamt mir versuchen wird, das Studieren auszureden.

      Ich würde aber wirklich gerne studieren, weil ich mittlerweile glaube, dass ich auch die Fähigkeiten besitze das zu tun(unabhängig von meinen ständigen Selbstzweifeln). Ich habe einfach nur wieder etwas Angst, weil ich zusätzlich glaube, dass die Tatsache, dass ich jetzt Hartz4 bekomme, mich in eine Position rückt,wo ich weniger Ansprüche stellen darf bzw. Wünsche äußern darf.

      Ich weiß selber, dass mein Durchschnitt nicht der beste ist aber habe ich wirklich so schlechte Karten etwas zu finden???? Einige von euch haben ja Erfahrung in dem Bereich. Vielleicht könnt IHR mir sagen, wie meine Chancen in euren Augen aussehn!!!!

      Oder bilde ich mir das Ganze wieder bloß ein????

      liebe grüße mondschein
    • Ich hatte mich an der Hochschule für Medien in Stuttgart beworben.

      Bibliotheks und Informationsmanagement. Das war bisher der einzige Studiengang bei dem ich das Gefühl hatte, das könnte was für mich sein.
      In einer Bibliothek hat man auch Kundenkontakt aber der Schwerpunkt liegt soweit ich weiß auf Informationen bzw. Medien beschaffen, verwalten etc. Und da wäre ich weniger von Menschen umgeben, wie wenn ich beispielsweise im Einzelhandel arbeiten würde.

      Also ich war auf der kaufmännischen Schule. Daher dachte ich die kaufmännische Richtung wäre vielleicht etwas....über andere Sachen muss ich mich noch informieren. Ein Problem ist bei mir die 5 in Mathe. Die ist ja allgemein nicht so gern gesehn aber nun gut. Mehr war einfach nicht drin.
    • Ich hatte auch ne 5 in Mathe und irgendwas um die 3 als Durchschnitt (müsste nachschauen). Wenn Du erst immatrikuliert bist, interessiert das kein weibliches Schwein ;) mehr.

      An Deiner Stelle würde ich es einfach machen - nach den ersten 2 Semestern weißt Du mehr. Allein das lockere, unkomplizierte Miteinander an der Uni tut gut. Probier es aus! Sonst wirfst Du Dir ein Leben lang vor, dass Du die Gelegenheit verpasst hast. Der Studiengang klingt außerdem so, als ob man sich nach der Zwischenprüfung ganz gut spezialisieren kann, da kannnst Du Dich dann so richtig austoben. Außerdem bist Du automatisch krankenversichert :cool:.
      Viele liebe Grüße

      von Aitack :zwinker:
    • Hallo Mondschein,

      was hast du denn bisher gemacht? Hast du bereits eine Berufsausbildung? Ein Studium wird schon viel Geld und Zeit kosten und es ist halt die Frage, welchen Anspruch du ans Leben so stellst. Ob du für viele Jahre noch ganz knapp bei Kasse sein möchtest.

      Ich hatte einen Durchschnitt von 3,2 und bin durch die Abiklausuren gerasselt. So what - ich habe nach einen praktischen Jahr quasi nebenberuflich Sozialpädagogik studiert. Also nur Mut - an einem Notendurchschnitt sollte es nicht scheitern.

      LG Kiki
      [CENTER]Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.[/CENTER]
      [CENTER]Philipper 1,9[/CENTER]
    • Vielleicht wäre es auch eine Idee, Dich nach zulassungsfreien Studiengängen umzusehen, die Dich auch interessieren.... mit einem 3er-Schnitt kannst Du Dich nämlich nicht darauf verlassen, dass es mit dem Studienplatz klappt. Aber auch, wenn Du eine Absage bekommst, muß das noch nicht viel heißen - es gibt ja auch noch das Nachrückverfahren und das Losverfahren. Für das Losverfahren kann man sich glaube ich auch nochmal neu bewerben (so dass man dann am Losverfahren für mehrere Studiengänge teilnehmen kann) - wie das genau funktioniert, weiß ich nicht; da müßtest Du nochmal bei der Hochschule nachschauen.
      Und wenn es mit Deinem Lieblingsstudiengang nicht klappt - vielleicht findest Du einen zulassungsfreien Studiengang, der in eine ähnliche Richtung geht, so dass Du erstmal damit anfangen könntest und vielleicht später wechseln.

      Und wenn es jetzt nicht klappt - dann kannst Du es zum Sommersemester wieder versuchen. Vielleicht gibt es dann weniger Bewerber. Außerdem schreibst Du von Therapie.... je nachdem, was Du hast, könntest Du es eventuell auch mit einem Härtefallantrag probieren. Frag mal Deine Therapeutin; und die Hochschulen haben auch Psychologische Beratungsstellen und Berater für Studenten mit Behinderung und Chronischer Krankheit; dann müßtest Du da auch mal nachfragen - die wissen sicher, bei welchen Krankheiten man einen Härtefallantrag stellen kann und wie das funktioniert.

      An meiner Uni gibt es auch immer wieder Studentenjobs in der Bibliothek, vielleicht wäre das auch etwas für Dich?

      Viel Glück für das Gespräch beim Amt!
      Vielleicht hast Du Glück und gerätst an einen Berater, der sich gut auskennt und Dir beim Thema Studium weiterhelfen kann.
    • Ich hab mal nachgeschaut und so wie ich das sehe, brauche ich das Abitur bei zulassungsfreien Studiengängen. Ich habe nur die Fachhochschulreife.

      Ich habe Probleme mit meinem Selbstwertgefühl bzw. eine Form von sozialer Phobie. Oder einfach gesagt, ich bin sehr, sehr, sehr unsicher.
      Ob das als Krankheit bzw. Härtefall angesehn wird, bezweifel ich mal!!!

      Ich frag aber trotzdem mal die Therapeutin.

      Ich habe keine Berufsausbildung aber meine Mutter bequatscht mich ständig dass ich eine machen soll. Sie glaubt auch nicht daran, dass ich studieren kann.Leider!!!!!

      Ich habe mit 23 entschieden noch einmal die Schulbank zu drücken, weil ich gemerkt habe, dass ich sonst im Leben nicht weiterkomme. Ich habe ja davor nur bei einer Zeitfirma als Helferin gearbeitet. Und das ist ja nun wirklich kein Traumjob!
      Ich war sehr unglücklich damit. Und als ich den Schulplatz hatte, hatte ich zum ersten mal wieder das Gefühl von Hoffnung und innerer Ruhe. Doch während der Schulzeit habe ich gemerkt, dass mein Hauptproblem nicht meine Orientierungslosigkeit bzw. berufliche Situation war, sondern mein sehr geringes Selbstwertgefühl. Verursacht durch viele negative Ereignisse in der Vergangenheit vorallem in der Familie. Daher auch die Entscheidung eine Therapie zu machen, die mir sehr wichtig ist.

      Ich habe erkannt, dass mein geringes Selbstwertgefühl schuld an meinen Problemen ist sprich: Was soll ich werden? Bin ich gut genug? Und die Tatsache, dass ich sehr ungern unter Menschen bin.Kann ich den überhaupt studieren?

      Aber ich will das ändern: Ich möchte etwas aus mir machen. Und ich denke auch, dass ich das Zeug zum Studieren habe. Wenn ich danach die Aussicht auf einen ordentlichen Job hätte, könnte ich damit leben, erstmal wenig zu haben. Aber so geht es ja vielen Studenten. Ein notwendiges Übel!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mondschein24 ()

    • mondschein24 schrieb:

      Aber ich will das ändern: Ich möchte etwas aus mir machen. Und ich denke auch, dass ich das Zeug zum Studieren habe. Wenn ich danach die Aussicht auf einen ordentlichen Job hätte, könnte ich damit leben, erstmal wenig zu haben.

      Dann bleib dabei und lass dich von niemandem bequatschen, dass du das nicht hinkriegen könntest. Auch wenn dir der Berater das ausreden möchte, lass dich dennoch beraten, stell deine Fragen und frag vor allem auch nach Alternativen. Es ist dein Leben um das es da geht. Und der größte Teil von dessen Gestaltung liegt in deiner Hand. :daumen:

      Kimba
    • Ein Studium ist kein Pappenstiel, aber wenn du das willst, wirst du das auch schaffen.
      Mach es, sonst wirst du ein Leben lang dieser verpassten Chance hinterher trauern.
      Ich kenne mich zur Zeit nicht aus wie die Chancen auf einen Studienplatz bei diesem Notendurchschnitt sind, du wirst dich informiert haben.
      Vielleicht ist auch ein BA Studium für dich von Interesse, gerade weil man dabei auch finanziell gefördert wird.
      Ich habe ein langes Studium gehabt und das war schon sehr hart nie Geld zu haben, denn meine Eltern konnten mich nur sehr wenig unterstützen.
      Ich wünsche dir viel Erfolg!
    • Normalerweise rate ich jedem dazu zu studieren wenn er will. Bei dir bin ich mir aber nicht sicher. Wenn ich das, was du erzählst richtig verstehe hast du Probleme mit Menschen und das ist mit ein Grund für deine "schlechten"Noten.

      Die allermeisten Studiengänge sind aber mittlerweile auf Bachelor umgestellt und es gibt von Anfang an recht harte Bedingungen was Notengebung und Anwesenheit betrifft.

      Du könntest dir also recht schnell deine universitäre Zukunft verbauen, wenn du es nicht schaffst immer anwesend zu sein, mit dem Prof zu reden, Vorträge zu halten und bei dreimaligem Nichterscheinen oder Prüfung nicht bestehen ist Schluß mit dem Studiengang und mit dem Bafög sowieso schon früher.

      Das ist Streß pur, hältst du das zur Zeit aus?

      Ansonsten kann ich dir nur die Empfehlung geben mit dem Einschreiben wenigstens bis zum Sommersemester zu warten und dich bis dahin weiter behandeln zu lassen.

      Eine weitere Möglichkeit wäre es ein Fernstudium in Betracht zu ziehen, möglichst eins, bei dem man an eine normale Uni wechseln kann oder zum Master erst zu wechseln.

      Informier dich vor allem über die Bafögregelungen, falls du mal ein Urlaubssemester brauchst. Damit du eine auszeit nehmen kannst, wenn es zu viel wird.
    • Ich habe auch mit dieser Sorte Krankheiten zu tun (dachte auch mal, es wäre Soziale Phobie.... stellte sich dann aber heraus, dass es etwas anderes ist. Aber ich kann z.B. auch nicht mit Menschen). Und ich studiere auch - auf Magister, aber wir haben da auch Anwesenheitspflicht. Und soweit ich weiß, ist es bei meinen Fächern auch im Bachelor-Studiengang so, dass die sich ihren Stundenplan selbst zusammenstellen können (ja, sie haben auch Pflichtfächer - aber das sind größenteils dieselben, die auch für Magister und Lehramt Pflichtfächer sind) und auch nicht gleich rausfliegen, wenn sie es nicht in sechs Semestern schaffen (ich weiß aber auch von einem Fach an meiner Uni, dass beim Bachelor-Studiengang nach 8 Semestern Schluss ist.... aber selbst da weiß ich nicht, wie es aussieht, wenn man es z.B. aufgrund von einer Krankheit nicht in 8 Semestern schafft - ob man da eine Verlängerung beantragen kann und wie die Aussichten sind, dass das genehmigt wird). Ich denke, gerade jetzt, seit es die Bachelor-Studiengänge gibt, ist es besonders wichtig, sich genau bei der Hochschule zu informieren, an der man studieren möchte! Nicht von anderen verunsichern lassen, die erzählen, an ihrer Uni ist das so und so - nach dem, was ich bis jetzt vom Bachelor mitkriege, ist das überall anders.

      Schau Dir Deine Hochschule an - was steht auf den Internetseiten? Da findest Du bestimmt genaue Informationen dazu, wie voll der Stundenplan ist; ob Du es unbedingt in 6 Semestern schaffen musst oder ob es kein Problem ist, wenn man länger braucht....
      Frag bei der Studienberatung nach. Oder, wie gesagt, bei der Beratung für Studenten mit Behinderung und Chronischer Krankheit oder der Psychologischen Beratungsstelle. Die können Dir z.B. auch sagen, wie das ist, wenn Du nicht so kannst wie "gesunde" Studenten; wenn Du z.B. Fristverlängerungen für Prüfungen brauchst, oder auch, wenn Du es alleine nicht schaffst, mit den Professoren zu reden. Oder eben, wenn Du aufgrund Deiner Krankheit ein Urlaubssemester brauchst, oder längere Zeit krankgeschrieben bist und deswegen ein Semester verlierst. Mit denen kannst Du auch schon Kontakt aufnehmen, bevor Du studierst - an meiner Uni wird das auch empfohlen, dass Studenten mit Behinderung oder Krankheit sich schon vor Studienbeginn beraten lassen.

      Und wenn die Studienbedingungen an Deiner Wunschhochschule sehr streng sind (z.B. sehr voller Stundenplan und die Regelung, dass nach spätestens sieben Semestern Schluss ist) und/oder die Beratung für Studenten mit Behinderung/chronischer Krankheit nicht gut ist, dann kannst Du Dich immer noch nach einer anderen Hochschule umsehen, wo die Bedingungen besser passen.
      Denn was nützt Dir Dein Traum-Studienfach, wenn die Studienbedingungen so sind, dass Du es nicht schaffst?
      Dann doch lieber ein Studium, das nicht ganz genau das ist, was Du wolltest, aber das Du so gestalten kannst, dass es auch mit Deiner Krankheit geht. Und was die Frage nach dem Beruf hinterher angeht - das kann man sowieso nicht planen..... in drei/vier/fünf Jahren Studium kann sich viel ändern....
    • mondschein24 schrieb:

      Ich habe Probleme mit meinem Selbstwertgefühl bzw. eine Form von sozialer Phobie. Oder einfach gesagt, ich bin sehr, sehr, sehr unsicher.
      Ob das als Krankheit bzw. Härtefall angesehn wird, bezweifel ich mal!!!


      Könntes es eventuell auch das Asperger-Syndrom sein? Die Beschreibung Deiner Probleme mit Menschen könnte vielleicht darauf hindeuten. Hattest Du diese Probleme schon in der Kindheit, und gab es weitere Auffälligkeiten? Bei AS könntest Du im Studium einen Nachteilsausgleich bekommen.

      Ich zitiere mich mal selbst aus einem anderen Thread:

      Kimmie schrieb:

      Asperger-Online-Tests findet Ihr beispielsweise unter wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitr…sh/002_autismus_flash.jsp (auf der Seite des Quarks-Magazins; die Sendung zum Thema ist auch äußerst sehenswert), rdos.net/de/ und aspergia.net/index.php?page=as-test (auf der Seite finden sich auch weitere Tests zu verwandten Themen).


      Natürlich können diese Tests nur eine grobe Richtung anzeigen, aber als erste Orientierung sind sie durchaus nützlich.
    • Zu der KK-Frage: Du hast als HartzIV-Empängerin Anspruch auf ein kostenfreies Beratungsgespräch bei einem Anwalt; dazu brauchst Du vom örtlich zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein, den Du Dir persönlich dort ausstellen lassen müsstest. Vielleicht kann ein Anwalt da noch was machen, da die Abmeldung ohne Information erfolgte. Icvh würde es versuchen.
    • Könntes es eventuell auch das Asperger-Syndrom sein? Die Beschreibung Deiner Probleme mit Menschen könnte vielleicht darauf hindeuten. Hattest Du diese Probleme schon in der Kindheit, und gab es weitere Auffälligkeiten? Bei AS könntest Du im Studium einen Nachteilsausgleich bekommen.


      Also ich glaube nicht, dass ich darunter leide. Zumindest hat die Therapeutin nichts davon gesagt!


      Du könntest dir also recht schnell deine universitäre Zukunft verbauen, wenn du es nicht schaffst immer anwesend zu sein, mit dem Prof zu reden, Vorträge zu halten und bei dreimaligem Nichterscheinen oder Prüfung nicht bestehen ist Schluß mit dem Studiengang und mit dem Bafög sowieso schon früher.


      Also was das Erscheinen angeht wäre ich schon diszipliniert. Ich denke schon, dass ich mich da zusammenreißen könnte.

      Was die Vorträge betrifft, könntest du recht haben. Ich werde was das betrifft eine Menge an mir selbst arbeiten müssen. Aber ich hätte dieses Problem auch im Sommersemester. Es sei denn ich hätte es bis dahin im Griff.

      Ich habe keinen Platz im Wintersemester. Ich kann also frühestens im März beginnen.

      Ich habe auch mit dieser Sorte Krankheiten zu tun (dachte auch mal, es wäre Soziale Phobie.... stellte sich dann aber heraus, dass es etwas anderes ist. Aber ich kann z.B. auch nicht mit Menschen).


      Willst du vielleicht erzählen was es bei dir war? Es würde mich interessieren!

      Dann bleib dabei und lass dich von niemandem bequatschen, dass du das nicht hinkriegen könntest. Auch wenn dir der Berater das ausreden möchte, lass dich dennoch beraten, stell deine Fragen und frag vor allem auch nach Alternativen. Es ist dein Leben um das es da geht. Und der größte Teil von dessen Gestaltung liegt in deiner Hand. :daumen:


      Danke dir, ich muss zugeben, dass es wirklich gut tut, wenn man hin und wieder daran erinnert wird!In meinem Fall muss das wirklich sein.


      Es hat sich inzwischen etwas ergeben. Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch bei einer Zeitfirma. Es geht um einen job als Helferin. Witzig war, dass ich mich am Anfang tierisch gefreut habe und kurze Zeit später war die Begeisterung weg und wechselte zu Angstgefühlen. Man wo soll das noch hinführen, wenn ich mich immer noch so unwohl fühle und es handelt sich doch erstmal bloß um ein Vorstellungsgespräch!!!! Ich bin ehrlich gesagt grade etwas am Verzweifeln. Ich kann mir dieses Gefühlschaos garnicht mehr erklären.

      So ging es mir auch heute morgen als ich zur ARGE gegangen bin. Anfangs dachte ich ja es handelt sich um ein Beratungsgespräch bezüglich meiner beruflichen Zukunft. Allerdings handelte es sich lediglich um ein Gespräch bezüglich der aktuellen Situation und es folgte nochmal eine Belehrung meiner Rechte und Pflichten. Zum Schluss musste ich eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. Ich muss mich selbstständig um Arbeit bemühen.

      Das ich mit dem morgigen Vorstellungsgespräch genau das tue, realisiere ich garnicht. Meine Horrorvorstellung ist stattdessen, dass ich mich morgen vorstellen muss und den Job kriegen könnte. Das ist doch völlig verrückt!!!!! Ich könnte grade wirklich ausrasten!!!!Ich will nicht so sein!!!
      Ich will es nicht!!!!Es macht mich völlig verrückt!!

      Doch ich bin so. Gott sei Dank habe ich morgen Therapie. Danach ist sie erstmal 3 Wochen weg. Schätze mal Urlaub!!!!
    • -die ARGE ist, was Studiendinge angeht, imho der komplett falsche Ansprechpartner.

      Das läuft über die Studienberatung (am besten eben der Unis, die man sich rausgesucht hat), über sehr viel Eigeninitiative (Fachschaft ansprechen, die helfen gerne und gut weiter) - bzw. dank Internet ist es ja auch das kleiner ePRoblem über StudiVZ konkret was über Uni und Studiengang rauszufinden.
      Was auf HPs steht oder von der offiziellen Studienberatung erzählt wird hat nämlich manchmal mit der Realität nicht viel zu tun.

      3,0 als Abschluss ist kein K.O-Kriterium. Zumindest nicht für alle Fächer.
      Medien ist ein Hype drauf - daher schwieriger. Aber es gibt immer mal Nischen.
      Oft kann man eine schlechte Note mit entpsrechenden praktischer Arbeitserfahrung ausgleichen.

      Oder man findet den Einstieg über ein Seitenfach, das nicht zulassungsbeschränkt ist und ohne Aufnahmeprüfung ist(oder man diese gut schafft) und dann eventuell über Erwerb von fachrelevanten Scheinen sich später in ein höheres Semester einstufen zu lassen (da ist die Note und Aufnahmetest dann meist egal).

      Würde mich dennoch auf alles bewerben, was auch nur ansatzweise entsprechen könnte. Bei Aufnahme wird man ja nicht gezwungen, sich auch tatsächlich einzuschreiben ;)


      Es is eine sehr persönliche Sache.

      BA-System ist für Sozialphobiker und psych. Kranke entweder eine noch größere Last oder ´ne Chance.

      Habe sowohl Magister/KiEx studiert (bis Zwischenprüfung) und bin jetzt kurz vor Abschluss BA.

      Mein persönlicher direkter Vergleich: im BA war wesentlich härter und anspruchsvoller für mich, habe aber auch mehr gelernt. Da ich mir dennoch die Freiheit nahm, über den Tellerand zu gucken und zudem noch Krankheitssemester reinschob, bin ich 3 Semester über Regelstudienzeit (was hier nur auf Sonderantrag geht).


      Wieso muss es unbedingt Uni sein? Du sagst du hast Fachhochschulreife - wieso nicht FH?
      Im Nachhinein betrachtet würde ich auch mit Abitur eher auf eine FH gehen, da mir der etwas praktischere Ansatz besser gefällt.

      In wie weit ein Studium tatsächlich das richtige für dich ist - das muss du selber wissen/rausfinden.

      Pauchslantworten gibt es nicht.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • mondschein24 schrieb:

      Also ich glaube nicht, dass ich darunter leide. Zumindest hat die Therapeutin nichts davon gesagt!


      Die wenigsten Therapeuten kennen sich mit Autismus bei Erwachsenen aus. Es kann sich durchaus lohnen, selbst in dieser Richtung zu suchen und sich gezielt an Ärzte zu wenden, die darauf spezialisiert sind. Wie gesagt, normalerweise gab es bei "Aspies" (Asperger-Autisten) allerdings in der Kindheit Auffälligkeiten (etwa Bewegungsstereotypien oder Wutanfälle), die darauf hindeuteten, dass etwas "anders" war. Falls das nicht der Fall war, ist es unwahrscheinlich.
    • Ich muss euch kurz eine Frage stellen, die mir in Bezug auf meine extreme Empfindsamkeit gerade eingefallen ist:

      Kann es sein, dass ich bloß deshalb in solchen Situationen so überreagiere, weil ich nie eine starke Schulter zum Anlehnen hatte und das Gefühl von Geborgenheit nie kennengelernt habe???

      Vielleicht klingt das jetzt doof, aber ich stelle mir zurzeit oft vor, wie es wäre einen Freund zu haben, der mich in diesen Situationen auffängt und auf den Boden der Tatsachen zurückbringt. Ich stelle mir einfach bloß vor, dass er mich in den Arm nimmt und beruhigt und mir sagt, dass alles halb so wild ist. Kann das mit die Ursache sein, dass ich in diesen Situationen völlig überreagiere? Oder ist das wieder bloß falsches Wunschdenken?

      Mir hat mal jemand hier geschrieben, dass ein Partner mich nicht retten kann. Das stimmt auch. Aber vielleicht wäre ich in solchen Situationen etwas entspannter und würde mich nicht so alleine fühlen(auch wenn ich Freunde habe, die sich wirklich Mühe geben, mich zu unterstützen).
      Zumindest fühle ich mich gerade so. Eigentlich ist das ja auch ein völlig normales Empfinden oder? Bin ja schließlich ein Mensch und keine Maschine.



      Was denkt ihr?
    • mondschein24 schrieb:


      Bibliotheks und Informationsmanagement. Das war bisher der einzige Studiengang bei dem ich das Gefühl hatte, das könnte was für mich sein.
      In einer Bibliothek hat man auch Kundenkontakt aber der Schwerpunkt liegt soweit ich weiß auf Informationen bzw. Medien beschaffen, verwalten etc. Und da wäre ich weniger von Menschen umgeben, wie wenn ich beispielsweise im Einzelhandel arbeiten würde.


      Bist du dir da so sicher? Hast du dich richtig über den Beruf informiert?

      Ich bin gelernte Bibliotheksassistentin (heute heisst der Beruf Fachangestellte für Medien- und Informationswesen). Die Bibliothekare bei uns waren -selbst die Lektoren, die über die Anschaffung neuer Bücher bestimmten- zu mindestens 65% im öffentlichen Publikumsdienst angesiedelt.

      Das heisst unter anderem auch Bibliothekskunden zu beraten. Je nach Bibliothek auch Thekendienst (Sprich Ausleihe, Rücknahme, Neuanmeldung von Kunden).

      Ich will dir deinen Wunsch sicher net madig machen! Hab nur irgendwie das Gefühl, das du über den Job nicht wirklich informiert bist bzw. wurdest. Es gibt Bibliotheken, wo Bibliothekare nur im Innendienst arbeiten. Aber die meisten Bibliotheken, die ich kenne (teils auch durch Austausch in der Ausbildung) haben eben diesen Mischdienst, wo der "Aussendienst" im Publikumsverkehr überwiegt.......

      Zum Hartz kann ich dir nichts sagen - dir nur das du das Anrecht auf kostenlosen Anwalt hast. Dazu gehste zum Amtsgericht (deinen Harz Bescheid im Gepäck) und beantragst einen sogenannten Beratungsschein. Musst glaub ich 10 Euro dann an den Anwalt bezahlen, manche erlassen dir aber auch die 10 Eurz.
    • mondschein24 schrieb:


      Das stimmt auch. Aber vielleicht wäre ich in solchen Situationen etwas entspannter und würde mich nicht so alleine fühlen(auch wenn ich Freunde habe, die sich wirklich Mühe geben, mich zu unterstützen).


      Vielleicht würdest du dich auch doppelt so allein fühlen.
    • mondschein24 schrieb:


      Willst du vielleicht erzählen was es bei dir war? Es würde mich interessieren!


      Bei mir ist es Asperger. Und es stimmt - nicht jeder Therapeut kennt sich damit aus. Außerdem ist es auch schwer zu erkennen.... bei mir wurde es damals in einer Tagesklinik festgestellt; in einer ambulanten Therapie wäre da auch niemand drauf gekommen.
    • Schneeflocke schrieb:

      Bei mir ist es Asperger. Und es stimmt - nicht jeder Therapeut kennt sich damit aus. Außerdem ist es auch schwer zu erkennen.... bei mir wurde es damals in einer Tagesklinik festgestellt; in einer ambulanten Therapie wäre da auch niemand drauf gekommen.


      Selbst in der Tagesklinik hattest Du wahrscheinlich Glück, dass sie darauf gekommen sind. Ich war in den letzten Jahren schon mehrmals darauf gestoßen, hatte auch schon ein paar Anläufe gemacht, dem nachzugehen, aber auf den Seiten, die ich seinerzeit dazu fand, waren stets "Extremfälle" vorgestellt, so dass ich wieder abbrach.

      Erst als mich meine Mutter vor einiger Zeit fragte, ob ich AS haben könnte (sie hatte einen Artikel darüber gelesen), habe ich mich genauer damit befasst. In meiner Kindheit war vieles sehr typisch, besonders in den ersten Jahren (meine Mutter führte seinerzeit ab und zu Tagebuch über mich). Heute merkt man auf den ersten Blick nichts mehr davon, obwohl ich die typischen Probleme noch immer habe, besonders, was Gruppensituationen angeht. Ich überlege im Augenblick, ob ich mich um eine Diagnose kümmern soll ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kimmie ()

    • Vielleicht würdest du dich auch doppelt so allein fühlen.


      Warum sollte ich mich doppelt allein fühlen? Es geht ja nur darum, dass man nicht allein und weinend einschläft und am nächsten morgen sich ganz schrecklich fühlt. Ich kann nachvollziehen, dass man letztendlich immer alleine die Dinge bewältigen muss z.B. zu einem Vorstellungsgespräch gehen. Ich glaube aber auch, dass es wichtig sein kann, dass man jemanden hat, der einem gut zuredet und ein bisschen locker macht. Ich möchte mich ja auch nicht abhängig machen von einem Mann, dadurch würde ich mir nur ein neues Problem anbinden.

      Wisst ihr, es geht mir lediglich darum zu sagen, dass Zweisamkeit sicherlich dazu beitragen kann, dass man schwierige Situationen besser meistert. Vorraussetzung ist natürlich, dass es sich bei dem Mann um einen verständnisvollen, lieben Menschen handelt, der einen nicht verurteilt.

      Ich kann mich bei meiner Theorie auch irren!!!

      Bist du dir da so sicher? Hast du dich richtig über den Beruf informiert?


      Jetzt hast du mich ganz unsicher gemacht. Aber ich werde natürlich nochmal infos einholen. Ich glaube dennoch, dass ich mich so langsam von dem Gedanken verabschieden sollte, einen Beruf zu finden wo es wenig bis keinen Kundenkontakt oder Kontakt mit Menschen gibt.

      Ich muss diesbezüglich einfach an mir arbeiten!!!
    • mondschein24 schrieb:

      Warum sollte ich mich doppelt allein fühlen? Es geht ja nur darum, dass man nicht allein und weinend einschläft und am nächsten morgen sich ganz schrecklich fühlt. Ich kann nachvollziehen, dass man letztendlich immer alleine die Dinge bewältigen muss z.B. zu einem Vorstellungsgespräch gehen. Ich glaube aber auch, dass es wichtig sein kann, dass man jemanden hat, der einem gut zuredet und ein bisschen locker macht.



      Bei den meisten meiner Freundinnen läuft das so ab, dass der Mann/Freund zwar anfangs noch zuhört, aber meist sehr schnell keine Lust mehr hat.

      Viele fühlen sich in ihrer Beziehung einsamer als ohne Mann, sie sagen, wenn ich keinen hätte, der mir zuhören könnte, dann wäre ich nicht so enttäuscht.

      Viele Partner/Partnerinnen verstehen solche Ängste wie du sie hast überhaupt nicht und werden sogar ärgerlich, wenn sie damit konfrontiert werden.

      Und beruhigen kannst du dich nur selbst. Da hilft auch kein Partner.

      Von daher meine ich, du solltest nicht glauben, dass eine Beziehung dich auffangen kann, wenn du es nicht selbst kannst.
    • Ach, babelish, wie recht du hast! Selbst wenn der Partner weiß, was mit einem nicht stimmt, irgendwann kommt der Tag, dann heißt es "Stell dich nicht so an! Reiß dich zusammen! Du spinnst ja!"
      Nun ja, vielleicht gibt es Partnerschaften, wo das nicht so ist, aber wenn einer nicht selber von Depressionen, Phobien oder ähnlichem betroffen ist, fehlt in den allermeisten Fällen das echte Verständnis. Und wenn der Partner selber psychisch angeschlagen ist, kann er auch nicht stützen.
      @ Mondschein: Ich will dir nicht einreden, ohne Freund wärst du besser dran, aber mit ist das auch nicht zwingend der Fall. Lass es einfach kommen, wie es will. Erzwingen kann man nix. Versuch liebr erst, mit dir selber ins Reine zu kommen, dann klappt es auch besser mit einem Partner.

      In jedem Beruf muss man mit Menschen in Kontakt kommen: Kunden, Lieferanten, Auftraggeber, Kollegen.... Einen Einsiedlerjob gibt es nicht. Selbst der Gorillaforscher im Regenwald muss gelegentlich Fachvorträge halten. Vielleicht als Restauratorin im Museum... Aber selbst da kommen Leute vor, die Auskunft wollen, Gutachten erstellt bekommen wollen etc.

      Dir wird nichts anderes übrigbleiben, als üben üben üben. Man kann sich da ganz viel selbst antrainieren. Ich war als junge Studentin auch extrem unsicher. Heute kann ich mich vor 2000 Mann hinstellen und eine Rede halten. Hätte ich vor 25 Jahren nicht einmal zu träumen gewagt.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)