Neustart mit innerlichem Wutanfall

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Neustart mit innerlichem Wutanfall

      Nach einem halben Jahr Krankheit habe ich nun endlich wieder, bei einer neuen Arbeitsstelle angefangen zu arbeiten. Habe mich riesig darauf gefreut.
      Alle Kollegen sind sehr freundlich und nett, bis auf eine, die ich heute kennen gelernt habe.

      Beim morgentlichen Kaffee trinken hat diese gefragt warum wir überbesetzt sind. Ich sagte darauf hin das sie mich nicht mitzählen soll , da ich noch eingearbeitet werde, sie soll einfach so tun als währe ich nicht da.

      Ihre antwort : dich zu übersehen ist nicht möglich...

      Später dann in der Pause, fragte ich eine andere Kollegin, wie das mit der Arbeitskleidung ist, und ob ich nicht auch ein Poloshirt haben kann, da die etwas eher nachgeben wie die Baumwollkasaks... Sie meinte das würde sicherlich kein Problem sein, sie selber habe sich Männershirts gewählt da diese grösser ausfallen.

      Daraufhin die dumme nuss von heute morgen : Ja, mit den Shirts das geht wohl aber Hosen müssen wir wohl extra für dich schneidern lasssen...
      Das hat mir gereicht, am liebsten hätte ich meine sachen gepackt und währe gegangen... Jetzt arbeite ich schon so lange in der Pflege, und bisher habe ich immer Arbeitskleidung (Gr.56/58 ) bekommen.
      Zum kotzen das so ne Hilskraft einem so sehr den Tag vermiesen kann...:mad::fluester:
    • Klingt ja nicht gerade nach einem beschwingten ersten Arbeitstag.
      Schade, wenn man einen Teil des Kollegiums aufgrund der Aussagen schon nach einem Tag in der Pfeife rauchen kann.
      Hoffentlich klärt sich das mit der Arbeitskleidung schnell und der Frau wird der Wind aus den Segeln genommen. Die ist echt ein Trampel.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Du schreibst, dass ALLE bis auf EINE nett und freundlich sind!?

      Warum ist die EINE dann so wichtig für dich ... und nicht die ANDEREN !?

      Klar kann man sich die Laune von solchen Sprüchen verderben lassen ... andererseits: Idioten gibt es eben immer und überall und jeder wird damit ständig konfrontiert, egal auf welcher Ebene, egal ob dick oder dünn!

      Solange man es nicht schafft, sich ein Ei drauf zu pellen, wird man sich immer die Laune verhageln lassen ....
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Hallo Molly,

      es ist ein Elend mit solchen "Kolleginnen".

      Ich zieh mir auch sofort immer den Schuh an und bin frustriert, kann Dich da sehr gut verstehn.

      Aber sicher ist es besser solche Leute entweder zu ignorieren(wenn man denn da die Nerven zu hat:-D)
      oder ihnen Kontra zu geben.
      Habe gemerkt, daß die Sache mit den blöden Sprüchen nur so lange lustig ist wie "die Dicke" sich eh immer alles gefallen lässt.
      Gibt man eine passende Antwort werden solche Leute gerne auch kleinlaut.

      Ich wünsche Dir trotz allem einen guten Start im Job.
      Halte Dich einfach verstärkt an die netten Kolleginnen und lass Dich nicht zu sehr runter ziehen.

      LG
      KR
    • Ich würde dazu raten, gleich zu Beginn solchen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen.
      Ein einziger Satz mag da schon reichen:
      "Sprich entweder vernünftig mit mir, oder lass es ganz bleiben!"
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

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    • Itsme schrieb:

      Ich würde dazu raten, gleich zu Beginn solchen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen.
      Ein einziger Satz mag da schon reichen:
      "Sprich entweder vernünftig mit mir, oder lass es ganz bleiben!"
      Das fände ich nun wieder in der Wortwahl zu derb mit dem "oder lass es ganz bleiben". Damit hätte man sich direkt die Kollegin zur Feindin gemacht und das sollte nicht Ziel der Aktion sein. Etwas vorsichtiger und weniger verächtlich ginge es doch auch. Es bringt doch nichts, verbal genauso unklug zurückzuschlagen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: e-Taste hakt

    • Itsme schrieb:

      Ich würde dazu raten, gleich zu Beginn solchen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen.
      Ein einziger Satz mag da schon reichen:
      "Sprich entweder vernünftig mit mir, oder lass es ganz bleiben!"


      Ich würde eher zur Sachlichkeit raten. Bei dem Kommentar mit der Bekleidung hätte ich sowas gesagt, wie in meinen x Berufsjahren hatte ich aufgrund meines Gewichtes weder Probleme mit meiner Arbeit, noch mit meiner Arbeitskleidung.
    • Nun ja, auf manche Äußerungen, gezielt kontern, wie, "habt ihr eine Schneider-, bzw. Nähabteilung". diese ersten Arbeitstage, sie haben es in sich aber vergehen. Zeige, was du kannst, dann wird auch der Umfang übersehen. Eben reagieren und ignorieren.
    • Ich sehe das auch so wie it's me. Solchen Leuten muss man gleich Grenzen aufzeigen, ansonsten erobern sie immer mehr Terrain. Das habe ich schon sehr oft in meinem Leben erlebt.

      Und die Wortwahl ist doch völlig in Ordnung. "Rede bitte normal mit mir, oder gar nicht." Das zeigt ja auch, daß man selber nicht auf das "Wohlwollen" dieser Person angewiesen ist.

      Toastbrot (mit neuem PC!*freu*)
    • Argh und außerdem ist die eh so n bisschen behindert, was fällt ihr eigentlich ein so mit LEuten umzugehen, gegen die sie nichts haben kann?! Ignorier sie einfach oder hau ihr iwas an n Kopf (Spruch antürlihc xP ;D) und wenn des alles nix hilft red mal so mit ihr privat/vor n paar Kollegen, du weißt schon so in ner Ecke aber dass es andere auch noch hören-> vor der Gruppe wird es ihr schon peinlich sein^^ ;)
    • Lore schrieb:

      Argh und außerdem ist die eh so n bisschen behindert, was fällt ihr eigentlich ein so mit LEuten umzugehen, gegen die sie nichts haben kann?! Ignorier sie einfach oder hau ihr iwas an n Kopf (Spruch antürlihc xP ;D) und wenn des alles nix hilft red mal so mit ihr privat/vor n paar Kollegen, du weißt schon so in ner Ecke aber dass es andere auch noch hören-> vor der Gruppe wird es ihr schon peinlich sein^^ ;)


      Na wunderbar. Da hab ich doch mal ne Aussage gefunden, die ich überhaupt nicht abkann. Ich wünsche mir das sowas in Zukunft unterlassen wird. Menschen mit einer Behinderung sind kein Schimpfwort. Da reagier ich empfindlich. Danke!
    • Aule schrieb:

      Ich wünsche mir das sowas in Zukunft unterlassen wird. Menschen mit einer Behinderung sind kein Schimpfwort.
      Da stimme ich Dir absolut zu!
      Die verwendete Ausdrucksweise wird hier nicht gerne gesehen und ist für mich Zeichen eines niedrigen Niveaus.
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    • Laut WHO die Definition von Behinderung,
      Aufgrund einer Erkrankung, angeborenen Schädigung oder eines Unfalls als Ursache entsteht ein dauerhafter gesundheitlicher Schaden.
      Der Schaden führt zu einer funktionalen Beeinträchtigung der Fähigkeiten und Aktivitäten des Betroffenen.


      Es gibt sie, die dummen Menschen und vielleicht ist die obige Definition ein Beitrag

      zur Volksbildung.

      Im übrigen, da es mich und meinen Sohn betrifft, wir sind NICHT behindert,

      wir werden von anderen (b od. g)ehindert.








    • Molly78 schrieb:

      Ich sagte darauf hin das sie mich nicht mitzählen soll , da ich noch eingearbeitet werde, sie soll einfach so tun als währe ich nicht da.


      Hi Molly!

      Ich finde, schon bei dieser Aussage ist etwas schief gelaufen. Wenn es genau so passiert ist wie du beschreibst, hat diese Kollegin dich geschickt dazu gebracht, diese Aussage zu treffen, um sie dann auf deise gemeine Weise kontern zu koennen.

      Ich meine, warum soll jemand so tun, als ob du nicht da bist? Du bist da, und du bist wichtig. Ich denke, du solltest dich selber nicht klein machen, dann wirst du von den Anderen nicht angegriffen.

      Ich wuensche dir viel Erfolg bei der neuen Arbeit!

      LG

      Muminfrau
    • Muminfrau schrieb:

      Hi Molly!

      Ich finde, schon bei dieser Aussage ist etwas schief gelaufen. Wenn es genau so passiert ist wie du beschreibst, hat diese Kollegin dich geschickt dazu gebracht, diese Aussage zu treffen, um sie dann auf deise gemeine Weise kontern zu koennen.

      Ich meine, warum soll jemand so tun, als ob du nicht da bist? Du bist da, und du bist wichtig. Ich denke, du solltest dich selber nicht klein machen, dann wirst du von den Anderen nicht angegriffen.

      Ich wuensche dir viel Erfolg bei der neuen Arbeit!

      LG

      Muminfrau



      Also eigentlich kann man sogar noch weiter gehen. Wenn mir jemand so was gesagt hätte, würde ich denken, dass da jemand keine Lust zum Schaffen hat. Vielleicht ist das ja auch der Grund für die bissigen Bemerkungen hinterher.
    • Itsme schrieb:

      Ich würde dazu raten, gleich zu Beginn solchen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen.
      Ein einziger Satz mag da schon reichen:
      "Sprich entweder vernünftig mit mir, oder lass es ganz bleiben!"



      Sehe ich wie Itsme - gleich von Anfang an eine konkrete Ansage machen und die Grenzen aufzeigen!

      Und den Ton finde ich bei dem an den Tag gelegten Benehmen der Kollegin nicht zu harsch - "wie man in den Wald ruft...":cool2:
    • Molly78 schrieb:


      Alle Kollegen sind sehr freundlich und nett, bis auf eine, die ich heute kennen gelernt habe.

      Beim morgentlichen Kaffee trinken hat diese gefragt warum wir überbesetzt sind. Ich sagte darauf hin das sie mich nicht mitzählen soll , da ich noch eingearbeitet werde, sie soll einfach so tun als währe ich nicht da.

      Ihre antwort : dich zu übersehen ist nicht möglich...



      Du hast diese Stelle bekommen, also gehe ich davon aus, dass du gebraucht wirst.
      Ob ihr "überbesetzt" seid, kann nicht dein Problem sein. Und wieso sagst du, sie soll so tun, als wärst du gar nicht da? Selbstverständlich bist du da, und dafür musst du dich vor dieser Person doch nicht rechtfertigen. Wenn die anderen Kollegen o.k. sind, solltest du das Verhalten dieser einen einfach ignorieren.
    • @Molly78:
      Dieses "Sich-Unsichtbarmachen", "Achtet nicht auf mich", wenn sich jemand anscheinend über dich ärgert, ist das eine häufige Verhaltensweise von dir?
      Falls ja, ist das einer der größten Fehler, den du im Job machen kannst. Dann erfährst du nämlich auch nie die dir zustehende Wertschätzung.

      Gerade in der Einarbeitungszeit muss man immer den Kolleg/innen im Nacken sitzen und fragen, fragen, und auf sich aufmerksam machen - im positiven Sinn. Damit man nach der Probezeit übernommen wird, und damit man auch die unauffälligen, aber wichtigen Einzelheiten im neuen Job mitkriegt.

      Wie die anderen schon sagten: wenn alle anderen Kolleg/innen OK sind, würde ich auf die eine nix geben. Vielleicht hatte die einfach einen schlechten Tag. Manchmal haben andere Menschen auch Sorgen, wie z.B. ein behindertes Kind oder nörgelige Eltern oder oder, und reagieren manchmal aus Frust aggressiv. Vielleicht ist sie ja ganz nett, wenn du sie mal näher kennst.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Ich finde es nicht immer einfach in solchen Situationen zu entscheiden, ob Ignorieren oder Reagieren die bessere Option ist, je nachdem was mehr Souveränität ausstrahlt. Es ist immer so eine Sache mit Gruppendynamik und Hackordnungen-wo stehst du, wo steht sie. Ich würde aber schon eine direkte und ehrliche Reaktion bevorzugen (z.B. "solche Sprüche kannst du dir sparen") aber das bin ich halt. Gerne mag ich in solchen Situation den guten alten Spruch "honi soit qui mal y pense" - uneherenhaft ist der, der schlechtes denkt. Nur meistens kapieren solche Nullnummern den Sinn gar nicht. Am besten du reagierst das nächste mal wenn du Rückendeckung hast.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • @Molly78,

      bitte - bitte - BITTE!! laß Dich von dieser einen nicht einschüchtern!
      Ich weiß, das ist schwer, weil negative Meinungsäußerungen immer besser "sitzen" als positive, aber dennoch - bitte halte dieser einen stand.

      Ich erinnere mich da an etwas aus meiner Schulzeit.. hat nix mit Dick und Dünn zu tun und bewegt mich dennoch bis heute:
      Meine Schulstufe (wir waren 17-18 Jahre alt), machte eine Griechenland-Fahrt (war Tradition an meiner Schule), und mein Lehrer, ein "200%-"Griechen-Fan wollte, daß ich dazu ein öffentliches Tagebuch schreibe. Also eins, was nach einer gewissen Überarbeitung alle Beteiligten als Kopie bekommen und lesen konnten. Weil der Lehrer wußte, daß mir so etwas liegt (also keine Oberlehrer-Vergewaltigung, ich machte es gerne). Und von allen Griechenland-Teilnehmern (47 ungefähr) waren auch alle damit zufrieden bis auf einen. Und DEN habe ich mir zu Herzen genommen und an der Qualität meines Tagebuches gezweifelt. Immerhin war er auch noch der Primus der Parallelklasse :(.

      Bis ich ihn persönlich erwischte, und er mir sagte, was ihm nicht paßte: Was er mir übel nahm, war, daß ich zuviel von meinen Mitschülern schrieb und zu wenig von den Sehenswürdigkeiten. Dazu fiel mir ein, daß er der einzige war, der Fotos nur mit Landschaften, nicht mit Mitschülern gemacht hatte. Während die anderen sich in den Wochen nach Griechenland also gegenseitig die Bilder zeigten und Bestellungen aufnahmen, waren seine Bilder auch nicht gerade beliebt.
      Als ich das begriff, war ich mit meinem Tagebuch wieder zufrieden. Wir einigten uns übrigens auch darin.. daß wir eben unterschiedliche Sichtweisen haben

      Ich weiß, das ist vielleicht ein dämliches Beispiel, aber WENN man kritisiert wird, so liegt es nicht immer an einem selber. Andere Menschen könnten durchaus einen Hintergrund haben, der sie zu Kritik bringt.. dann liegt es an diesem Hintergrund, nicht an einem selbst.

      Manchmal frage ich mich schon, wieso manche Menschen so unbarmherzig über Dicke herlegen. Vielleicht, weil sie das mit Disziplinlosigkeit asoziieren..und selber im Leben eine gewisse Disziplin, die sie sich aufgerlegt haben, nicht aufbringen können? Marke Ablenkung von eigenen Schwächen?

      Auf jeden Fall, @Molly78 - bitte behalte Deinen Mut. Was andere Leute für Probleme haben, muß nicht Deine Sorge sein.
    • Hm... ich weiss nicht, ob meine gestrige Botschaft angekomemn war, da Molly sich nicht meldet. An anderen Antworten habe ich das nicht gemerkt. Vielleicht habe ich Unrecht und alles ist angekommen. Ich sage es trotzdem nochmals, als meine Sichtweise.

      Jede Situation, ob sie angenehm ist oder nicht, hat zwei Seiten. Dass Molly von dieser Kollegin all diese unangenehme Dinge zu hoeren bekam, liegt nicht nur an der Kollegin, sondern auch an Molly. Denn sie hat mit ihren Aussagen den Boden dazu bereitet.

      Es ist nichts Schlimmes, und passiert auch mir ab und zu. Man sollte aber immer auf seinen Anteil in solchen Situationen achten und analysieren, was man naechstes Mal besser machen kann.

      Deswegen finde ich Ratschlaege, was man einer solchen Kollegin haette antworten sollen nicht ganz produktiv. Meiner Meinung nach soll man in solchen Faellen ueberlegen, wie man sich so benehmen kann, dass die Situation gar nicht erst entsteht. Nach einiger Uebung wird es klappen (aber wohl nicht sofort...).
    • @Muminfrau
      Ich sehe das anders. Ich denke, dass ich nicht bei jeder unverschämten Äußerung von jemand anderem die Schuld bei mir suchen sollte.

      Ich finde den Satz von Molly völlig normal. bzw kann mir sehr gut vorstellen, dass sie in dem Kontext völlig normal war. Sie gibt ihrer Kollegin absolut nicht das Recht diesen Kommentar zu machen.
      Ich finde es gar nicht, dass der Satz mangelndes Selbstbewusstsein ausstrahlt. Ihre Geschichte war da ja wohl bekannt - sie hat ja schon vorher gearbeitet, die Leute müssen also davon ausgehen, dass sie sich selbst nicht als überflüssig sieht.

      Das scheint mir vergleichbar damit zu sein, dass ich manchmal sage, dass ich halt blond bin. Mein Umfeld weiß durchaus, dass ich nicht blöd bin und auch, dass ich auch nicht wirklich einen Zusammenhang zwischen blond und blöd mache. Das hat dann wirklich nichts mit mangelndem Selbstbewusst sein zu tun.

      Grüße,
      wollmaus
    • wollmaus schrieb:

      Ich denke, dass ich nicht bei jeder unverschämten Äußerung von jemand anderem die Schuld bei mir suchen sollte.


      Habe ich "Schuld" geschrieben? Mal nachschauen... nein. Ich finde es aber interessant, dass sofort von "Schuld" die Rede ist.

      Also, bei einem Dialog sind immer zwei beteiligt, und jeder hat etwas dazu beigetragen. Was der Andere sagt, kann man nicht aendern. Man kann also nur daran arbeiten, wie man sich selber wahrnimmt und praesentiert.

      Wenn man versucht, die "Schuld"-Frage zu klaeren, fuehrt das zu nichts, meiner Meinung nach. Entweder macht man dann sich selber Vorwuerfe oder dem Anderen, aber man lernt nichts daraus.