Neustart mit innerlichem Wutanfall

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Ich habe mich genau auf den Satz bezogen, den Pandora zitiert hat - vielleicht sollte ich statt "Schuld" "Verantwortung" schreiben - ansonsten bleibt es gleich.

      Ich habe ehrlich gesagt ziemlich lange gebraucht um zu lernen, dass ich nicht bei Bemerkungen oder Verhalten die/das mich verletzen/verletzt, die Verantwortung bei mir suchen muss. So richtig gelingt mir das immer noch nicht. Oft genug mache ich mir Gedanken darüber, dass doch jemand nicht einfach grundlos böse zu mir sein kann, weil ich mir das für mich selbst nicht vorstellen kann.
    • Pandora schrieb:

      Ich bin schon der Meinung, daß dieser Satz impliziert, Molly wäre selbst schuld am Verhalten der Kollegin. Und ich sehe es ähnlich wie Wollmaus - wenn jemand mir gegenüber unverschämt ist, dann liegt das zu 90 % an dieser Person und nicht an mir.

      Schuld ist wirklich der falsche Ausdruck - aber in der Tat scheint ein bestimmtes Verhalten ein derart unverschämtes Benehmen geradezu heraus zu fordern.

      Es gibt ein typisches "Opferverhalten", das wie eine selbsterfüllende Prophezeihung geradezu zwangsläufig dazu zu führen scheint, dass man tatsächlich auch ein Opfer wird.

      Die Ratschläge, bereits dort anzusetzen und das eigene Verhalten zu verändern, scheinen mir daher sehr sinnvoll zu sein.

      Ungeachtet dessen gibt das natürlich niemand das Recht, die eigene schlechte Laune an anderen auszulassen oder sich derart schlecht zu benehmen!
    • wollmaus schrieb:


      Das scheint mir vergleichbar damit zu sein, dass ich manchmal sage, dass ich halt blond bin. Mein Umfeld weiß durchaus, dass ich nicht blöd bin und auch, dass ich auch nicht wirklich einen Zusammenhang zwischen blond und blöd mache. Das hat dann wirklich nichts mit mangelndem Selbstbewusst sein zu tun.

      Würdest Du sowas auch sagen in einem Umfeld, das Dich bzw. Deine Intelligenz (noch) nicht kennt? Und nicht weiß, dass das nur ein Scherz ist? Da wäre ich vorsichtig... Als Scherz unter Bekannten - ok, aber nicht an einem ersten Arbeitstag unter Fremden. Das hat für mich schon so was von "sich selbst klein machen". Und das sollte man sowieso nicht tun.

      Was natürlich trotzdem niemandem das Recht gibt zu solchen unverschämten Sprüchen - die aber vielleicht auch so gekommen wären. "Schuld" ist Molly daran auf keinen Fall, vielleicht hat sie die Sache nur durch ihre unbedachte Äußerung "erleichtert".
    • Boewi schrieb:

      Schuld ist wirklich der falsche Ausdruck - aber in der Tat scheint ein bestimmtes Verhalten ein derart unverschämtes Benehmen geradezu heraus zu fordern.

      Es gibt ein typisches "Opferverhalten", das wie eine selbsterfüllende Prophezeihung geradezu zwangsläufig dazu zu führen scheint, dass man tatsächlich auch ein Opfer wird.
      Schon klar, deshalb auch meine grobe Schätzung von 90 %.;) Wäre diese Kollegin grundsätzlich ein netter Mensch, würde sie sich auch durch noch so viel Opferverhalten nicht zu solchen Bemerkungen hinreißen lassen.
    • Pandora schrieb:

      Ich bin schon der Meinung, daß dieser Satz impliziert, Molly wäre selbst schuld am Verhalten der Kollegin.


      Wer einen Schuldigen sucht, findet immer einen. :(

      Ich kann nur wiederholen, dass ich die Schuldzuweisungen hoechst unproduktiv finde. Sie bringen einen nicht aus der Situation heraus und helfen auch sonst gar nicht weiter.
    • Muminfrau schrieb:

      Wer einen Schuldigen sucht, findet immer einen. :(

      Ich kann nur wiederholen, dass ich die Schuldzuweisungen hoechst unproduktiv finde. Sie bringen einen nicht aus der Situation heraus und helfen auch sonst gar nicht weiter.

      Die Schuldzuweisungen hast Du ins Spiel gebracht - auch wenn Du das kleine Wörtchen "Schuld" nicht geschrieben hast. Also wäre es vielleicht ganz geschickt, wenn Du Dich selbst daran halten würdest. Hilfreich finde ich das nämlich auch nicht, da sind wir uns also einig. :cool2:
    • Die Diskussion hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich hoffe, das sprengt jetzt hier nicht das Thema.

      Für mein Empfinden ist es ähnlich unangebracht jemanden zu sagen, er solle seine Opferrolle (ich nehme den Begriff auf, auch wenn ich ihn in diesem Zusammenhang zu stark finde) verlassen, wie das er abnehmen soll. Es hat Gründe in so einer Rolle zu sein, ebenso, wie es Gründe dafür gibt dick zu sein.
      Umgekehrt empfinde ich es so, dass das dick sein selbst genauso verantwortlich für eine solche Bemerkung ist, wie der geäußerte Satz.
      Für beides würde ich keine Veränderung fordern.

      Natürlich kann man sagen, dass dann auch die böse Bemerkung Teil eines Wesens ist und es einen Grund dafür gibt. Also könne man auch diese nicht kritisieren, aber der wesentliche Unterschied ist für mich der, dass eine solche Bemerkung einen Menschen verletzt.

      Die persönliche Freiheit hört an den Grenzen des anderen auf. Allerdings sehe ich auch, dass die Grenzziehung schwierig ist.

      @Lea, ich würde den Satz nicht in jeder Situation sagen - deshalb habe ich ja auch eingeschränkt, dass mein Umfeld mich gut genug kennt.
    • wollmaus schrieb:


      Für mein Empfinden ist es ähnlich unangebracht jemanden zu sagen, er solle seine Opferrolle (ich nehme den Begriff auf, auch wenn ich ihn in diesem Zusammenhang zu stark finde) verlassen, wie das er abnehmen soll. Es hat Gründe in so einer Rolle zu sein, ebenso, wie es Gründe dafür gibt dick zu sein.

      Das hat natürlich was für sich. Andererseits halte ich es für wichtig, die Zusammenhänge aufzuzeigen und Tipps zu geben, wie man mit manchen Situationen besser umgehen könnte.

      Muminfrau schrieb:

      Ich meine, warum soll jemand so tun, als ob du nicht da bist? Du bist da, und du bist wichtig. Ich denke, du solltest dich selber nicht klein machen, dann wirst du von den Anderen nicht angegriffen.

      Das halte ich für einen sehr wichtigen Punkt und einen guten Tipp.

      Natürlich sind die Grenzen fließend, aber mit Ausnahme des unsäglichen Kommentars von Lore, haben sich alle bemüht, konstruktive Tipps zu geben. Natürlich gibt es viele unterschiedliche Meinungen - und das ist gut so.

      Wie man mit solchen Situationen umgeht, hat viel mit der jeweiligen Persönlichkeit zu tun. Für die einen ist es besser, direkt Grenzen zu setzen, die anderen kommen mit einem flapsigen Spruch besser klar, wieder andere drehen sich kommentarlos rum und denken sich lieber ihren Teil.

      Egal wie man es hält, es ist sehr gefährlich, sich in einer solchen Situation wie ein typisches Opfer zu verhalten, weil das die wirklich bösen Menschen doppelt reizt. Deshalb halte ich es auch für legitim und wichtig, darauf hinzuweisen.
    • Ich denke, ich sehe viele Dinge anders, seitdem ich 2 Jahre lang eine Gruppenpsychotherapie gemacht habe. Dort haben wir sehr darauf geachtet, wie der eigene Anteil an einer Situation aussieht. Man hat mir auch beigebracht, auf eigene Worte genau zu achten. Seitdem sind viele Dinge anders geworden -- und viel, viel besser. :)

      Ich verstehe natuerlich, dass das fuer Viele neu ist. Und ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man sich anfangs straeubt, den eigenen Anteil anzuerkennen. Mir ging es genau so. Anteil ist uebrigens ein neutrales Wort und bedeutet nicht "Schuld".

      Aus meiner Erfahrung habe ich nun versucht, einen Rat zu geben, und wuerde mich freuen, wenn es jemandem nuetzt. Danke an alle, die mich verstanden haben, und auch an alle, die mich nciht verstanden haben, denn das ist fuer mich eine sehr wichtige Information.
    • Hallo Muminfrau,

      ich habe eine andere Meinung/Einstellung als du, was aber nicht bedeutet, dass ich dich nicht verstanden habe. Das möchte ich ganz deutlich sagen. Ich verstehe sehr gut was du meinst und denke dennoch anders.

      Es ist gut, wenn dein Weg dir viel gegeben hat und du dich weiterentwickeln konntest.
      Bei mir bedeutete Weiterentwicklung (und auch ich bin therapeutisch nicht unerfahren) ganz wesentlich nicht alle Verantwortung bei mir zu suchen. Ich denke, dass es da einfach darauf ankommt, von wo man kommt.

      Ich habe aus meiner persönlichen Erfahrung heraus ein Problem damit, wenn Menschen, mit denen ich mich austausche ein Gespräch sozusagen damit abbrechen zu sagen, dass ich sie nicht verstehe bzw ich mich sträube etwas anzunehmen.

      Ich würde mich freuen, wenn du das nachvollziehen könntest.

      Wollmaus
    • Ich sehe die Sache so ähnlich wie Muminfrau und Boewi... auch ich denke, dass zu einem Gespräch immer zwei gehören, und dass man durch sein eigenes Verhalten, wenn man es ändert, auch eine Menge Reaktionen ändern kann. Inwieweit der einzelne das nun kann, ist eine andere Sache.
      Für mich persönlich gehört es mit zur Selbstakzeptanz, zum Selbstbewußtsein - ich trete dadurch mit einem anderen Verständnis für mich auf, wodurch andere mich automatisch anders behandeln. Das bringt mir einen doppelten Vorteil - zum einen macht mich jedes positve Erlebnis selbstsicherer, zum anderen gibt es weniger negative Erlebnisse, was mir auch gut tut.
      Und es hat für mich nichts mit anpassen zu tun, sondern mit selbst agieren, selbst etwas für mich tun.
      Wenn trotz meines positiven Auftretens blöde Sprüche kommen, und das kann ja sein, mach ich mir dann auch weniger nen Kopf drum, weil ich genau weiß, dass ich so reagiert habe, und aufgetreten bin, wie ich es zB für "gut", "aufrecht" oder auch "produktiv" erachte - ich bin in der Situation kein Opfer und ich bin stark, der andere hat das Problem.
      Da ist dieses Prinzip: "ich kann die anderen nicht ändern, aber ich kann mich selbst ändern" für mich genau das Richtige.
      Es geht dabei ja nicht darum, "Schuld" und "Verantwortung" bei sich, bzw. bei sich alleine, zu suchen. Der andere trägt aus meiner Sicht einen Anteil an der entstandenen Situation, aber ich auch zur Hälfte. Daher kann ich ja das Ganze auch so stark beeinflussen. Und dieses "selbst-Einfluss-nehmen-Können" ist das, was mir wichtig ist, wie ich meine Hilflosigkeit überwinden kann.
      Das heißt nun nicht, dass es "schlecht" ist, alles so weiter zu machen wie bisher, es gibt fast immer Vor- und Nachteile für einen selbst, egal, was für eine Gesprächssituation entstanden ist, egal wie man reagiert. Für den einen ist es so gut, für den nächsten stellt es sich ganz anders dar. Der eine bricht eher den Kontakt zu anderen schnell ab, der nächste probiert lange rum und ändert seine Strategie mehrfach, bis er entweder eine passende Kommunikation gefunden hat oder auch den Kontakt aufgibt. Es kommt immer darauf an, was man für sich selbst als gut erachtet.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • wollmaus schrieb:


      ganz wesentlich nicht alle Verantwortung bei mir zu suchen.


      Habe ich "alle Verantwortung" gesagt? Mal nachschauen... nein. Ich habe "eigener Anteil" gesagt.

      Ansonsten ist es fuer mich, wie gesagt, vollkommen in Ordnung, dass ihr nicht einverstanden seid, ich habe absolut keinen Anspruch darauf, alle ueberzeugen zu koennen.

      Ich war vor einiger Zeit in einer aehnlichen Situation. Da habe ich in einen anderen Forum reingeschrieben, dass die dicken Leute nicht "einfach so" abnehmen koennen. Es war meine Antwort auf eine bestimmte Aussage, die dort gepostet wurde.

      Ich hatte keine einzige Antwort bekommen, die meine Aussage unterstuetzt haette. Keine einzige. Ich habe das zur Kenntniss genommen, und hoffe immer noch, dass vielleicht doch jemand mitgelesen hat, der damit was anfangen konnte. Hier geht es mir genauso.
    • @Nordlicht,
      Ich stimme dir völlig zu in dem, was du schreibst. Ich versuche genau das auch durchaus für mich selbst. Mir ging es nur darum, dass ich es schwierig finde, jemanden, der es nicht kann, zu sagen, dass er das machen soll.

      Ich bin mir absolut sicher, dass eine Menge Menschen den Hinweis an mich, dass ich abnehmen soll, nett und hilfreich gemeint haben - gerne ja auch verbunden mit Wegen, die ich dazu nehmen kann - und auch aus der Überzeugung heraus diesen Weg schließlich selbst mit Erfolg gegangen zu sein.

      Damit wollte ich auch nicht sagen, dass solche Ratschläge falsch sind. Ich bin einfach wirklich ins Grübeln und für mich selbst noch nicht zu einem Ergebnis gekommen. Ich fühle mich im Moment sehr verunsichert.
      Wie entscheide ich, wann es richtig ist einen Ratschlag zu geben und wann nicht? Ich versuche es oft, indem ich mit einem Hinweis bei mir selbst bleibe, aber auch das machen Menschen, die mir von ihren tollen Diäterfolgen erzählen. :confused:

      Mein Mann hat schon ein paarmal zu mir gesagt, ich solle nicht immer nach Lösungen suchen, er wolle manchmal auch einfach jammern und dazu hat er auch jedes Recht - ich habe das Gefühl, dass Molly hier ihren Frust ablassen wollte - was ich voll und ganz verstehen kann.

      @Muminfrau
      ich habe jetzt lange überlegt, ob ich noch etwas dazu schreiben soll, weil ich nicht das Gefühl habe, dass das ankommt, aber wenn du mich schon zitierst, wäre es schön, wenn du liest, was ich geschrieben habe.
      Ich habe geschrieben, dass ICH lernen musste, nicht alle Verantwortung bei mir zu suchen. Das war der Punkt von dem ich ausgegangen bin. Ein Anteil ist natürlich weniger, als alle Verantwortung, aber bei mir ging es nun einmal um alle Verantwortung.
      Deine Art jetzt schon zum zweiten Mal mit der gleichen Struktur der Formulierung zu antworten erweckt in mir das Gefühl, dass du dich über mich erheben willst, was du ja auch deutlich darin zum Ausdruck gebracht hast, dass ich dich ja nicht verstehen kann und dass ich mich dagegen sträube.
      Ich wiederhole gerne, dass ich es für unmöglich halte, auf der Ebene eine Auseinandersetzung zu führen, weil du eine Diskussion unterbindest.

      Gruß Wollmaus
    • @Molly
      Ich wollte dir schon lange sagen, dass ich es toll finde, dass du nach einem halben Jahr Krankheit den Weg zurück ins Arbeitsleben machst und ich freue mich für dich, dass du vor allem nette Kollegen gefunden hast.
      Ich drücke die Daumen, dass es bei dem Spruch als einmaligen Aussetzer bleibt!

      Liebe Grüße,

      Wollmaus
    • @wollmaus:

      Es ist auch fuer mich schwierig, Ratschlaege zu geben. Mit Diskussion hast du es richtig gemerkt. Ich moechte nicht diskutieren, denn ich wollte ja eigentlich gar nicht ueberzeugen. Ich wollte nur meine Meinung zum Thema sagen, weil es fuer mich wichtig war. Ich diskutiere gar nicht sooo gerne und schreibe lieber kurze Beitraege.

      Ratschlaege annehmen kann ich sehr gut, wenn ich ein gewisses Gefuehl habe, dass die Person mehr Erfahrung hat als ich, und die Person -- wie soll ich es am besten ausdruecken? -- weise ist. Weise nicht "im Prinzip", sondern in einem bestimmten Bereich.

      Z.B. habe ich von der Psychotherapeutin, die ich vorher erwaehnt habe, mir sehr viel sagen lassen, auch wenn es am Anfang verdammt unangenehm war. Und es hat mir sehr viel gebracht.

      Ich habe ihr aber auch gesagt, dass ich absolut nicht aufs Thema Gewicht und Abnehmen angesprochen werden will, denn in diesem Bereich hatte ich kein Vertrauen zu ihr. Punkt. Das musste sie hinnhemen, auch wenn sie darueber nicht gluecklich war.

      Manchmal nehme ich einen Ratschlag auch probeweise an: mal schauen, was es bringt. Ich experimentiere ein bisschen, das gefaellt mir ganz gut.

      Und es ist tatsaechlich so, dass das Gefuehl leicht enstehen kann, dass sich jemand ueber dich erhebt, wenn man so ueberzeugt wie ich es bin seine Meinung sagt. Es war aber ueberhaupt nicht so gedacht.

      @Molly: wie geht es dir? Wo bist du verschwunden? :)
    • Hir bin ich wieder :-)

      So, danke für eure vielen Kommentare, das meiste hat mir sehr geholfen.

      Das mit dem " ich bin gar nicht da, mich nicht mitzählen", hatte einen einfachen Hintergund : Meinem neuen Chef hatte ich von Anfang an offen gesagt warum ich krank war : massives Burnout, schwere Depressionen mit wechsel in manische Episoden. Ich sagte ihm das das daher rührte weil ich mich ständig in leitenden Positionen befand, die letzten 10 Jahre weder wirklich frei noch wirklich Urlaub hatte, und eben immer zu allem"ja" gesagt habe.

      Er zeigte mir darauf hin den üblichen Mitarbeiterjahresgespräch- Bogen.
      Hierauf wird nicht nur das fachliche Wissen, sondern auch das "eigene Grenzen kennen" bewertet.
      Ebenso sagte er das er nicht möchte das ich in der ersten Woche mitarbeite, ich sollte nur mitlaufen und mich so an den Ablauf und an die, durch die Krankheit "verlernte " körperliche Arbeit langsam wieder gewöhnen...

      Mittlerweile klappt das so gut das ich bereits in der nächsten Woche zwei Tage die Schichtleitung habe.
      Die Schichtleitung hat im Rotationsprinzip jede Fachkraft, sodas nicht einer die ständige Verantwortung hat...

      Was die dumme Kuh angeht ist mittlerweile folgendes passiert : Es hat sich heraus gestellt das sie in regelmäßigen Abständen jeden versucht zu torpedieren, egal ob alter oder neuer Mitarbeiter...

      Bei einer erneuten Kaffeepause begann sie über einen anderen nicht anwesenden Mitarbeiter zu lästern. Die Kollegen beachteten das nicht... daraufhien sprach sich mich direkt an und fragte mich ob ich seine Frisur nicht auch unmöglich finde, und das er ja schon ein seltsamer Kautz sei...

      Ich sagte ihr nur, in freundlichem und ruhigem Ton das mein eigenes Leben so interessant ist, das ich weder die Zeit noch die Lust habe mir anderer Leutes Kopf zu zerbrechen, und das ich überzeugt davon bin, sollte es jemals Probleme mit dem Kollegen geben,ich Charakterstark genug bin ihn direkt darauf anzusprechen...

      Die anderen anwesenden grinsten, und die dumme nuss war plötzlich still und musste dann ganz dringend irgend ein Patientenzimmer aufräumen :hopps:
    • Molly78 schrieb:

      Ich sagte ihr nur, in freundlichem und ruhigem Ton das mein eigenes Leben so interessant ist, das ich weder die Zeit noch die Lust habe mir anderer Leutes Kopf zu zerbrechen, und das ich überzeugt davon bin, sollte es jemals Probleme mit dem Kollegen geben,ich Charakterstark genug bin ihn direkt darauf anzusprechen...

      Die anderen anwesenden grinsten, und die dumme nuss war plötzlich still und musste dann ganz dringend irgend ein Patientenzimmer aufräumen :hopps:
      Jawollja. So isses gut. :daumen: :daumen: :daumen: :five: :five: :five:
    • Molly78 schrieb:


      Ich sagte ihr nur, in freundlichem und ruhigem Ton das mein eigenes Leben so interessant ist, das ich weder die Zeit noch die Lust habe mir anderer Leutes Kopf zu zerbrechen, und das ich überzeugt davon bin, sollte es jemals Probleme mit dem Kollegen geben,ich Charakterstark genug bin ihn direkt darauf anzusprechen...
      :hopps:



      Herrlich. Die Antwort muss ich mir merken!
    • Molly78 schrieb:



      Ich sagte ihr nur, in freundlichem und ruhigem Ton das mein eigenes Leben so interessant ist, das ich weder die Zeit noch die Lust habe mir anderer Leutes Kopf zu zerbrechen, und das ich überzeugt davon bin, sollte es jemals Probleme mit dem Kollegen geben,ich Charakterstark genug bin ihn direkt darauf anzusprechen...
      :hopps:

      :applaus:super,den Spruch muß ich mir merken:)
    • wollmaus schrieb:

      Oft genug mache ich mir Gedanken darüber, dass doch jemand nicht einfach grundlos böse zu mir sein kann, weil ich mir das für mich selbst nicht vorstellen kann.


      Das überlege ich mir auch so oft. Gerade weil man selbst stets betrebt ist, die Mitmenschen mit Respekt zu behandeln und da kommt so jemand daher und tritt deine Person mit Füßen. Aber meistens gibt es Gründe, nur die zu durchschauen ist oft schwer.
    • Alles bestens :-)

      Hallo, wollte mich mal wieder melden...:-)

      Zum Thema Arbeitskleidung : Poloshirts waren kein Problem, Männergrösse XXL passt super.

      Bei den Hosen hat sich folgendes herrausgestellt : Die Hosen fallen etrem klein aus, und laufen auch noch ein bis zwei grössen ein... so müssen selbst Mädels die nur Grösse 44 Tragen bereits Männergrösse 56 bestellen.

      Das sagte mir unsere Verwaltungsangestellte ( selber sehr mollig ) und die Kollegen.

      Beim Muster probieren hat sich das dann auch bewarheitet...

      Da die Firma das aber gewöhnt ist, das einigen Frauen, spätestens bei Kleidergrösse 46 die Hosen nicht mehr passen, wurde mir angeboten ich solle mir selber welche kaufen, in denen ich mich wohl fühle und die rechnung bringen...:-)

      Auch habe ich erfahren das die meisten Frauen Polos in Männergrössen haben, da die mindestens genau so klein sind wie die Hosen :)

      Ansonsten habe ich nach der kurzen Zeit schon alleine die Schichtleitung und mach das nach aussagen meines Chefs auch schon sehr gut :)

      Die dumme Kuh von anfangs ist zuckersüss zu mir :applaus:

      Danke nochmal für eure lieben worte :)

      Grüsse Sandra