Private Krankenkasse trotz SGB II

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    • Private Krankenkasse trotz SGB II

      Hallo an alle,
      ich hatte noch länger überlegt, ob ich es reinschreiben soll, aber ich finde, es kann auch für manch anderen wichtig sein.
      Ich bin seit Ende 2006 beriufsunfähig.
      Da ich früher selbstständig war in meines Vaters Geschäft, hatte ich auf Empfehlung 1987 eine private Krankenkasse ( AXA ) abgeschlossen.
      Auch meine Kinder sind darin.
      Früher konnte ich`s bezahlen, aber als ich 2008 für 9 Monate in eine Klinik kam, so stellte sich klar dar : meine Reserven sind aufgebraucht!!
      Die Sozialberaterin in der Klinik riet mir dringenst, "Hartz IV" anzumelden.
      Ich war sehr betroffen und tief traurig, aber sie half mir da so super.
      Dann würde ich auch aus der teuren privaten Kasse rauskommen.
      Aber - Pustekuchen!
      Seit dem 1.1.2009 hat der liebe Gesetzgeber festgelegt, das man nie mehr da raus kommt!
      Und mein Antrag wurde im Januar 2009 gestellt.
      Pech gehabt!
      Aber nun kommts weiter - die ARGE bezahlt das bis jetzt nicht!
      Trotz mehrfacher Widersprüche und Gespräche - die waren alle sehr freundlich zu mir, aber sie hätten keine "Arbeitsanweisung"!
      Nun ständ ich da ohne irgendeine Versicherung - auch nach Gesprächen mit den Gesetzlichen würde ich nie aufgenommen.
      Sei eben eine Gesetzeslücke!
      Würde mein Vater nicht einspringen und mir das als Darlehen bezahlen, säh es beschissen aus!
      Nun hab ich mir einen Anwalt genommen - es bleibt nur der Klageweg-und das kann dauern!
      Schöner Mist!
      Also : Privat ist auch nicht sooo toll!!
      Ryana
    • Hy Ryana,

      helfen kann ich dir zwar net aber google mal nach Tacheles Sozialhilfe. Die haben ein Hilfeforum. Vielleicht kann man dir da irgendwelche Paragraphen oder weiss der Geier was nennen, die dir weiterhelfen. Z.b. die Arge zwingen wegen der Gesetzesänderung denr Beitrag zu übernehmen.
    • hallo Ryana,
      seit Jan 09 ist jeder in Deutschland verpflichtet , krankenversichert zu sein - man muss sogar Strafe zahlen, wenn man es nicht ist.
      Die Arge ist demnach verpflichtet, dir eine Krankenversicherung zu zahlen - auch eine private - sie würden dich sonst zu einer Ordnungswidrigkeit (es ist keine Straftat) verleiten.

      Ab 55 Jahre ist die Grenze, aus der du nicht mehr aus der Privaten rauskommst. Ich meine aber, wenn du eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufnimmst, ist ein Zurück in die Gesetzliche möglich (das weiß ich jedoch nicht mehr so ganz genau).
      Lass dich von der ARGE nicht abwimmeln - die schmeißen manchmal gern Sand ins Getriebe, um Klienten mürbe zu machen.

      Nun hab ich mir einen Anwalt genommen - es bleibt nur der Klageweg-und das kann dauern!
      Das o.a. Gesetz besteht, das weiß ich 100 %ig - meiner Ansicht nach hast du die besten Aussichten, das sie zahlen müssen - das sie keine Arbeitsanweisung haben, ist nicht dein Problem. Um Schaden abzuwenden (du kannst schließlich nicht unversichert sein - da darf man gar nicht weiterdenken) müsste die Angelegenheit sogar im Eilverfahren über die Bühne gehen.

      Also : Privat ist auch nicht sooo toll!!
      Kann ich nur voll unterstreichen aus meinen Erfahrungen, die waren: als ich gesund war und etwas von ihnen brauchte - wurde es gewährt; jetzt bin ich krank, brauche etwas von ihnen - und es ist ein Eiertanz.

      Schöne Grüße
      Julchen
    • die sorge verstehe ich, aber man muss wissen, dass es unmöglich ist, wieder in die GKV zu wechseln, wenn man einmal das sozialsystem verlassen hat und sich Privat versichern lässt.
      du hast aber die möglichkeit , dich zu einem Basistarif (den jede PKV anbieten muss) versichern zu lassen. dieser enthält GKV-ähnliche Basisleistungen.extras müssen allerdings selbst bezahlt werden.diese basistarife sind für die menschen vorgesehen, die finanziell " in nöte" gerieten und den ursprünglichen tarif nicht mehr zahlen können.