„Super-Adipositas“ erhöht Sterberisiko nach bariatrischer Operation

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    • „Super-Adipositas“ erhöht Sterberisiko nach bariatrischer Operation

      Ein aktueller und äußerst erschreckender Artikel im Deutschen Ärzteblatt:

      aerzteblatt.de/nachrichten/385…riatrischer_Operation.htm
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Gefunden habe ich diesen Link übrigens in diesem Thread [Link entfernt, da mittlerweile tot] eines AC-Forums. Ich rege mich gerade massiv auf. :schrei1: Da schreibt die Mutter (offenbar keine Muttersprachlerin) einer kürzlich nach adipositaschirurgischer Maßnahme verstorbenen 22-Jährigen und warnt die User davor, sich allzu leichtfertig auf eine OP einzulassen, und die fallen über sie her wie die Hyänen. Ehrlich gesagt, blieb mir gerade auf Seite 5 die Spucke weg. Sagt mal, gehts noch???
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Martina ()

    • Ich hab's nichtmal bis Seite 5 geschafft... :krank:
      Kann mich grade schwer entscheiden ob ich Verzweiflung, rasende Wut oder einfach nur Mitleid empfinden soll.
      [CENTER]★ [SIZE=1]I am fat. And I have this radical idea that I am allowed to exist.[/SIZE] ★
      [SIZE=1]by Fat Grrrl A[SIZE=1]ctivism[/SIZE][/SIZE]
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    • Ich habe den Thread bis zum Ende gelesen und fand den Tenor anfangs durchwachsen allerdings tendentiell verharmlosend und pietätlos.

      Gegen Ende kippte es dann in offene Aggression, was meiner Meinung nach moderiert gehört hätte (ich kenne mich im Führungsstil des Forums aber nun so gar nicht aus, es war mein allererster Besuch eines Forums für AC überhaupt).

      Bestürzend waren für mich allerdings die mehrfach auftauchenden Angaben, man sei sich in manchen Fällen einer 50:50 Chance für ein Überleben der OP bewusst. Das mag zwar bei weitem nicht auf jede dieser Operationen zutreffen, dennoch, die Aussage an sich sagt einiges über den Leidensdruck aus, der hier Motivation sein muss.
      Das ging mir persönlich aber zu weit, ebenso wie die Forderung, nicht verunsichert werden zu wollen, weil man sich schon für den Schritt entschieden hat. Das bei einem offenen eingestandenen in einigen Fällen so immensen Risiken ist für mich eine kühner Wunsch.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Grundsätzlich finde ich es immer schwierig in einem Forum über den Stil und die Inhalte anderer Foren zu diskutieren.
      Der Fall selbst erschüttert mich aber sehr. Ein so junges Mädchen! ich denke es ist richtig und wichtig von der Mutter, auch gegen alle Widerstände dort weiter zu diskutieren, eben gerade um vielleicht ganz junge Leute zu warnen ... wobei ich an ihrer Stelle vermutlich nicht diese Kraft hätte.
      Erschreckend finde ich die Tatsache, dass das Forum (wenn ich das richtig verstanden habe) scheinbar einen eigenen Trauerbereich hat. Das sagt doch ein Menge aus.
    • Fräulein Wunder schrieb:


      Erschreckend finde ich die Tatsache, dass das Forum (wenn ich das richtig verstanden habe) scheinbar einen eigenen Trauerbereich hat. Das sagt doch ein Menge aus.


      Absolut. In Foren für schwer oder unheilbar Kranke und ihre Angehörigen ist so etwas angebracht und würdig. In einem AC-Forum wirkt es beinahe makaber - obwohl auch dort hinter jedem Fall eine Tragödie steckt.
    • Einfach schrecklich, daß die Verfasserin ihre Tochter durch die AC verloren hat. In einem AC-Forum habe ich nun auch nicht gerade erwartet, daß man mit derartigen Hiobsbotschaften lässig umgeht - paßt halt nicht ins Konzept.

      Zur Studie: endlich kursieren mal Angaben zur Mortalität!
      Die Sumpitt
    • Da sind zwei Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann.

      Erstens, dass man nicht alles Verständnis der Welt hat, wenn eine Mutter an nichts anderes denken und über nichts anderes schreiben kann, als an/über den Tot ihrer Tochter. Egal, wie es manche nerven mag, egal, wie manche sich unangenehm berührt fühlen mögen... wie kann man auf diese Frau los gehen? Ich verstehe das nicht. Der Tot des eigenen Kindes, etwas schlimmeres kann ich mir nicht vorstellen. Und wenn dieser dann auch noch vermeidbar gewesen ist, ist die größte Wut die man sich vorstellen kann, absolut legitim.
      Das zweite ist, dass etliche bei dem Bewusstsein einer Überlebenschance von nur 50%, wie sie selber schreiben, diesen OP-Weg gehen wollen. Allerdings stecke ich nicht in diesen Menschen und kann nicht fühlen, wie lebenswert deren Leben jetzt ist. Ich kann mir aber absolut nicht vorstellen, dass es bei ihnen allen so unlebenswert ist, dass sie dieses unglaubliche Risiko eingehen.

      Und dann bin ich ebenso wie meine Vorschreiberinnen geschockt über einen Trauerbereich in einem solchen Forum. Dies spricht eine deutlichere Sprache als viele Worte.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Sumpitt schrieb:

      Zur Studie: endlich kursieren mal Angaben zur Mortalität!
      Interessant fand ich, dass in dem gesamten Thread kein Mensch auf diese Verlinkung der Todeszahlen eingegangen ist. Ich habe das Gefühl, dass da auch eine gewaltige Vogel-Strauß-Mentalität herrscht, so wie es ja auch irgendjemand geschrieben hat, nach dem Motto: "Mich wird es schon nicht treffen!"

      Wir hatten übrigens gestern Abend einen Gästebucheintrag zu diesem Thread hier.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Inzwischen wurde der Thread übrigens offensichtlich entfernt.

      Was mich besonders aufgeregt hat, war eine Bemerkung, wonach die Mutter, anstatt jetzt gegen die AC zu wettern, doch mal lieber darüber nachdenken sollte, welche Schuld sie am Übergewicht ihrer Tochter hat.

      Wir hatten dieses Thema hier bei uns ja auch schon öfter. Aber wenn ich es recht in Erinnerung habe, war der Grundtenor immer, dass man sich irgendwann davon frei machen muss und nicht mehr sein ganzes Dilemma auf seine Kindheit schieben kann, weil man für sich selbst verantwortlich ist.

      Einerseits wurde der Mutter vorgeworfen, die Tochter habe genau gewusst, was sie getan hat. Schließlich sei sie erwachsen gewesen. Andererseits soll aber nun u.U. die Mutter die Schuld an dem Übergewicht tragen (was wir im Übrigen nicht wissen, weil die Gründe für das Übergewicht der Tochter nicht thematisiert wurden).
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Auf mich wirkte der Verlauf des Threads ebenfalls wie "eiern um den Casus Knacktus herum". Alles thematisieren - nur nicht das eigentliche Problem, die Risiken und die möglichen Auswirkungen diskutieren.
      Es ist immer wieder erstaunlich wie unkritisch und sorglos viele "Patienten" mit derartigen Eingriffen umgehen. Kommt man mit so lapidaren Gegenargumenten wie OP-Risiko, dann wird der Einwand sofort weggewischt. Da müssen schon schwerere Geschütze aufgefahren werden. Schlimm, schlimm, wenn man mit seiner "Schmerzgrenze Risiken zu tragen" so tief gesunken ist.
      An einer Embolie zu sterben (wie im Gästebucheintrag geschrieben) ist ja nicht direkt auf die AC zurückzuführen - es ist folglich kein Grund gegen die AC. Und wieder ein Beispiel für die "Vogel-Strauß-Taktik" - ein für mich vollkommen unverständliches Verhalten.
      Die Sumpitt
    • So unverständlich finde ich das nicht. An unangenehme Fakten möchte man halt nicht erinnert werden, vor allem, wenn man (oft gegen die eigene innere Stimme) sich für etwas entschieden hat, vielleicht auf mehr oder weniger Druck von außen hin. Da möchte man sich das nicht madig machen lassen und verdrängt alle Warnungen. Diese Geisteshaltung findet man ja auch in anderen Situationen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Den Oberhammer habe ich aber heute im "Diabetes Journal" entdeckt.
      Da nämlich wird unter dem Titel Diabetiker profitieren von OPs geradezu euphorisch die 'bariatrische Chirurgie' als das Nonplusultra für Typ II Diabetiker dargestellt und gefordert, dass doch nach noch mehr derartigen "neuen Behandlungsstrategien" geforscht werden müsse. :krank:
      Die Daten stammen vom Weltkongress der internationalen Föderation für Adipositas Chrirugie (IFSO) und wieviele Todesfälle es gab wird natürlich mit keiner Silbe erwähnt- was für eine Überraschung! :sonicht:
      [CENTER]★ [SIZE=1]I am fat. And I have this radical idea that I am allowed to exist.[/SIZE] ★
      [SIZE=1]by Fat Grrrl A[SIZE=1]ctivism[/SIZE][/SIZE]
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    • Eugen Roth erkannte bereits:

      Was bringt den Doktor um sein Brot?
      a/ die Gesundheit b/ der Tod.
      Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
      Uns zwischen beiden in der Schwebe. ...

      Manchmal beschleicht mich der Verdacht, dass es in der Gesundheitsindustrie nicht mehr in erster Linie um die Gesundheit der Menschen geht, sondern nur noch um Geldverdienen um jeden Preis (den die Patienten finanziell oder gesundheitlich bezahlen). Da werden "Therapien" in den Himmel gelobt, man müsste mal wissen, wer wieviel daran verdient...
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)