www.fatomatic.net: Adipositaschirurgie ist Vergewaltigung

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    • Im zuoberst stehenden Leserkommentar zum Artikel hat mich der letzte Satz besonders betroffen gemacht.

      Dort [USA meine Anm.] wird die Adipositaschirurgie von Kritikern als die moderne Form der weiblichen Beschneidung betrachtet.


      Und zu wenige wehren sich. Bei meinen letzten 3 Besuchen bei unterschiedlichen Ärzten - Internistin, Pulmologe und Neurologe hat mich nur der Neurologe nicht auf eine Magen - OP angesprochen.

      Ich habe den anderen erzählt, dass niemand wirklich die Langzeitwirkungen kennt - und plötzlich war Ruhe.
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Aber der Satz stimmt doch ...
      Frauen werden immer mehr wieder zu Püppchen und Hausmuttis gemacht - was steht denn in den sogenannten Frauenzeitschriften? Die neueste Mode, Frisuren, Make-Up um sich den Männchen geil zu präsentieren und natürlich Kochrezepte, damit man mit Mutti konkurrieren kann.
      Als ob Frauen nix anderes im Hirn hätten als Kochen und Schminke ...
      Zudem dann noch das Gejammer wegen der Änderung im Unterhaltsrecht - wo sich Frauen offensichtlich mit Absicht klein machen und nicht arbeiten gehen "können", bis die Kids 35 sind und endlich ausziehen.

      Wann werden die eigentlich endlich alle mal erwachsen?
    • MissSilver schrieb:

      Im zuoberst stehenden Leserkommentar zum Artikel hat mich der letzte Satz besonders betroffen gemacht.
      Das hier könnte die Quelle sein.

      Ich möchte heute noch ein bisschen das schöne Wetter genießen, aber später kann ich die entscheidenen Stellen gerne mal kurz übersetzen.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Hier schon mal kurz die entscheidende Stelle:
      Ca. 80-85% dieser Operationen werden an Frauen vorgenommen, für gewöhnlich an jungen Frauen, die zu diesem Zeitpunkt ziemlich gesund sind. Männer, an denen diese Operation vorgenommen wird, sind sehr viel schwergewichtiger als die Frauen. Es ist ein feministisches Thema, denn es handelt sich um die Beschneidung von Frauen. Und wir alle wissen, wie sehr die Gesellschaft das liebt.
      Quelle: Adipositaschirurgie ist Vergewaltigung, (www.fatomatic.net), übersetzt aus dem Englischen
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Danke Martina,

      einer der Kommentatoren dort meint, Adipositaschirurgie sei wie die chirurgischen Experimente, die die Nazis an Juden gemacht haben.

      Na bravo :ironie:!
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Darcy schrieb:

      was steht denn in den sogenannten Frauenzeitschriften? Die neueste Mode, Frisuren, Make-Up um sich den Männchen geil zu präsentieren und natürlich Kochrezepte, damit man mit Mutti konkurrieren kann.
      Als ob Frauen nix anderes im Hirn hätten als Kochen und Schminke ...
      Für mich wirft sich da aber immer die Frage auf, warum solches Zeug in den Frauenzeitschriften steht? Du hast übrigens die neuesten "Ananas-Kohlsuppen-Hollywood-Wunderdiäten" vergessen, die sich dort ja auch immer wieder in allen Variationen finden lassen.

      Steht das Zeug da drinnen, weil die Gesellschaft die Frauen in diese Ecken schieben will oder steht das da drinnen, weil die Frauen das lesen wollen?? Würde es niemand kaufen, gäbe es wohl andere Zeitschriften. Scheinbar besteht die Nachfrage danach?
    • Na klar besteht 'ne Nachfrage - wozu gibts geschickte Manipulation (auch Werbung genannt)?
      Wenn man Frauen/Mädchen nicht von Kleinauf in diese Schiene drücken würde (was m.E. sehr wohl gesellschaftlich gewollt ist!), würde das alles doch ganz anders aussehen, oder glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass Frauen naturgemäß hinter den Herd gehören?
    • Ich denke ähnlich wie Darcy... Manipulation in den Medien findet sich in fast allen Gebieten. Werbung ist dazu da, den Kunden darauf aufmerksam zu machen, wo bei ihm Defizite bestehen und dass er mit dem beworbenen Produkt diese Defizite ausgleichen kann. Oder anders ausgedrückt: oft weiß man gar nicht, dass man eine bestimmte Sache braucht, bis der Verkäufer/die Werbung ihm das sagt... sowas nennt man Bedarf erzeugen ;) In der Verkaufsausbildung wird einem eingebläut, dass man dem Kunden am besten dann etwas verkaufen kann, wenn dieser der Meinung ist, dass er es braucht. Und wenn er sich dessen "nicht bewußt ist", muß man in halt davon überzeugen, dass es so ist... ist auf eine Weise ganz schön zynisch, wie ich finde, auch wenn mir der Kundenkontakt Spaß bringt... Ich mag anderen dann halt nicht gern was "aufschwatzen" und bin nach Möglichkeit sehr ehrlich, so man das als Verkäufer sein kann. :cool:

      Ich habe die Auffassung, dass Frauen für solche Anpreisungen wie zB für die AC empfänglicher sind, weil mit ihnen anders kommuniziert wird als mit Männern... bei Männern geht man meist davon aus, dass sie Sachen tun können oder positive Eigenschaften haben, und wenn das nicht so ist, sind die Umstände dran schuld, wogegen bei Frauen nicht die Umstände widrig sind sondern diese selbst fehlerhaft, schlecht, negativ etc. was Selbstzweifel durchaus fördert. Frauen haben sich jede Menge Freiheiten erkämpft und sind sich jetzt meist unsicher, was sie damit machen sollen und ob die Freiheiten überhaupt rechtens sind... vor allem, wenn andere das in Zweifel ziehen. Zum Glück ist das nicht in Stein gemeißelt ;) und es lassen sich nicht alle so "bereden". Umgekehrt gibt es dann natürlich auch bei Männern diese Selbstzweifel, wenngleich augenscheinlich zu einem geringen Prozentsatz.
      Die AC als "Beschneidung" von Frauen anzusehen ist vielleicht etwas hoch gegriffen, aber vielleicht schon als "Beschneidung" der Frauenrolle. Wobei der englische Originaltext ja auch das Wort "mutilation" verwendet, was durchaus auch als "allgemeine" Verstümmelung übersetzt werden kann und sich nicht direkt auf Geschlechtsorgane beziehen muß. Experimentelle, risikobehaftete Chirurgie wie die AC sind mir davon abgesehen auch ein Dorn im Auge.

      Gruß
      Dani
    • Wie sagte Susie Orbach nochmal so treffend in dem hier verlinkten Interview?

      In den 1980er Jahren geschah Folgendes: Die Frauen kauften sozusagen ihre Körper zurück. Man hatte ihnen gesagt: Okay, ihr bekommt mehr Rechte und mehr Platz im öffentlichen Raum, aber dafür müsst ihr besonders dünn sein oder einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen.
      Manchmal finde ich es besonders schwierig, solche Standpunkte in Diskussionen zu vertreten, weil dann natürlich sofort beim staunenden Publikum der Eindruck entsteht, "klar, dass die feministische Standpunkte vertritt - wer fett und hässlich ist, hat's nötig (und eine prima Entschuldigung fürs Dicksein)".

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Martina () aus folgendem Grund: Teilung eines Threads

    • Besteht Bedarf für eine ausführliche Übersetzung des obigen Links? Wenn nicht, dann erspare ich mir das. Falls doch, bitte Bescheid sagen.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Martina schrieb:

      Besteht Bedarf für eine ausführliche Übersetzung des obigen Links? Wenn nicht, dann erspare ich mir das. Falls doch, bitte Bescheid sagen.


      Ich kann zwar Englisch, aber es ist wohl etwas eingerostet bei mir.
      Würde mich also über eine Übersetzung freuen, wenn es Dir nicht viel ausmacht.
    • Könnte mich gerade so mal verständlich machen, aber wann muss ich das mal? Da knirschen also die Scharniere des inneren Dictionary.
      Insofern schließe ich mich Darcys Bitte an.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Adipositaschirurgie ist Vergewaltigung

      Ich hatte einen Arzt, der mir die Adipositaschirurgie verkaufen wollte. Er war so einer mit einem Gotteskomplex à la "Arzt weiß immer, was das Beste ist, egal wie". So sagte ich nur "Was auch immer" und ging so schnell ich konnte. Es ging nicht um einen Magenbypass, sondern um ein Magenband (LAP©®™-Band oder wie auch immer es heißt), das zugegebenermaßen weniger eingreift und zerstört als der Magenbypass, aber es ist immer noch chirurgisch erzwungenes Hungern mit den vielen damit verbundenen unangenehmen Nebenwirkungen. Zudem basiert diese Methode einmal mehr auf der falschen Annahme, dass dicke Menschen einfach nur nicht aufhören können zu essen.

      Ca. 80-85% dieser Operationen werden an Frauen vorgenommen, für gewöhnlich an jungen Frauen, die zu diesem Zeitpunkt ziemlich gesund sind. Männer, an denen diese Operation vorgenommen wird, sind sehr viel schwergewichtiger als die Frauen. Es ist ein feministisches Thema, denn es handelt sich um die Beschneidung von Frauen. Und wir alle wissen, wie sehr die Gesellschaft das liebt. Bei SueW findet sich ein Blogeintrag zu einem kürzlich im US-Fernsehen gesendeten "Advertorial"*, in dem die Adipositaschirurgie beworben wurde, wobei die Risiken beschönigt und die potenziellen Risiken des Dickseins ungeheuer herausgestrichen wurden.

      Bei Sandy Szwarc findet sich ein exzellenter und umfassender Blogeintrag darüber, warum Adipositaschirurgie ein wirklich, wirklich schlechtes Konzept ist. Und in einem weiteren großartigen Eintrag erklärt sie:[INDENT]“... eine Frau, die zu den dicksten 0,2 % der Frauen gehört, hat eine 99,9%-Chance ein weiteres Jahr zu leben.

      Somit erhöht eine Frau durch eine adipositaschirurgische Maßnahme ihr Sterberisiko um das 45-fache."
      [/INDENT]Die Tatsachen sind ziemlich klar. Frauen sind von allem, was sie im Leben umgibt, so sehr davon überzeugt worden, dass ihr Leben besser wird, selbst wenn sie buchstäblich an Mangelernährung sterben, weil sie dünn sein werden. Nun gibt es an dieser Stelle einen gewissen Frauenhass. Jeder Arzt, der diese Art der Chirurgie durchführt und bewirbt, macht sich des Frauen- und Fetthasses schuldig. Jeder, der Geld damit macht. Sie wissen, dass diese Operationen gefährlich sind und die Gesundheit nicht verbessern. Sie belügen Frauen, verweigern ihnen tätige Hilfe.** Sie überzeugen sie, dass sie die Operation verdienen und brauchen. Sie verstümmeln gesunde Organe. Sie lassen sie allein, wenn die Nebenwirkungen eintreten, oder behaupten, es sei ihr eigener Fehler. Das klingt für mich nach Vergewaltigung und Körperverletzung.

      Eine andere unberuhigende Parallele, die in Sandys Blogeintrag besprochen wird, ist, dass die Adipositaschirurgie-Opfer, die über die verheerenden Nebenwirkungen sprechen und um Unterstützung bitten, oft bedroht und geächtet werden.

      Ich hoffe, dass mehr Frauenrechtlerinnen das erkennen und dagegen vorgehen werden.

      Ja, wie Twisty Faster sagt, müssen Frauen, um zu überleben, häufig Dinge auf dem Niveau von Anti-Feministen tun wie z.B. hohe Absätze tragen oder sich schminken, um einen Job zu bekommen und ihre Kinder ernähren zu können oder um jemanden zu heiraten, den sie nicht wollen, damit sie keine Ausgestoßenen sind - man kann noch Millionen weiterer Beispiele anführen. Ich kann sehr gut verstehen, warum ein dicker Mensch verzweifelt eine solche Operation haben möchte: einfach um ein bisschen verdammten Respekt zu erhalten. Aber ehrlich, es hat nichts mit eigentlichem Überleben zu tun, wenn man sieht, dass die Gefahr besteht, daran zu sterben oder eine weitgehend geminderte Lebenqualität zu haben, die kaum mit anderen Überlebensstrategien gleichziehen kann. Es ist gewollte Zerstörung.

      Bitte hört damit auf.

      Quelle: Weight loss surgery is rape, (www.fatomatic.net), übersetzt aus dem Englischen von Martina Mahner

      Kommentar von RoseCampion schrieb:

      Das ist so wahr. Der einen Frau, die ich kenne, die eine solche Operation bekam, wurde von ihren Ärzten das Blaue vom Himmel versprochen. Ihre Arthritis würde verschwinden. Sie würde weniger Insulin gegen ihren Diabetes nehmen müssen. Sie würde ein Abbild strahlender Gesundheit werden. Sie würde Hunderte um Hunderte von Pfunden verlieren. Nun, sie hat ca. 50 verloren. Aber sie hatte eine grauenhafte Genesung, starb beinahe. Sie ist gerade so krank, wie sie es vorher war, der Diabetes hat sich nicht gebessert, die Arthritis hat sich nicht gebessert. Tatsächlich würde ich behaupten, dass es sie die zwei Jahre gekostet hat, wieder den Gesundheitszustand zurückzuerlangen, den sie vor der Operation hatte. Sie geht jetzt am Stock. Wir fahren diese Woche mit einer Gruppe nach Washington DC. Wir müssen für sie einen Rollstuhl mitnehmen, damit sie das normale Touristenprogramm mitmachen kann. Sie tut mir so leid.

      Quelle: Weight loss surgery is rape, (www.fatomatic.net), übersetzt aus dem Englischen von Martina Mahner

      Kommentar von Jackie schrieb:

      Mir gefällt der Titel dieses Blogeintrags. Es ist so wahr und so traurig. Ich bin nicht sicher, ob Du schon mal diese Seite besucht hast. Sie nennt sich "Ein Platz am Tisch" von seafattle.org. Dieses Platzdeckchen ist den unbekannten Opfern der Adipositaschirurgie gewidmet:

      seafattle.org/APATT/VicWLS.html***

      Ich kann wirklich nicht sehen, warum irgend jemand erwartet, dass dicke Menschen noch Ärzten vertrauen. Ich habe einen Koreanischen Arzt, der das Gewichtsproblem niemals ansprach. Es ist seltsam, denn es ist ja ein Klischee, dass es sich bei Asiaten wirklich um Dünne handelt, weil sie alle dünn aussehen. Ich denke, sie wurden wohl außerhalb der Vereinigten Staaten zu Ärzten ausgebildet, wo die Voreingenommenheit gegen Übergewicht nicht Teil der Ausbildung ist.

      Wenn mich jemals ein Arzt auffordern würde, Adipositaschirurgie in Erwägung zu ziehen, würde ich ihm oder ihr die Hölle heiß machen. Ich meine, das ist wie mit den chirugischen Experimenten, die die Nazis bei den Juden gemacht haben. Mit in etwa dem gleichen Ergebnis.

      Quelle: Weight loss surgery is rape, (www.fatomatic.net), übersetzt aus dem Englischen von Martina Mahner

      Kommentar von La di Da schrieb:

      Diese ganzen Nebenwirkungen und die Genesung erinnerten mich an etwas. Der Großmutter eines Freundes wurde ein Tumor aus dem Bauch entfernt. Der Chirurg musste im Wesentlichen die gleichen Teile herausnehmen wie bei einem Magenbypass.

      Die Oma des Freundes, die eigentlich ziemlich mollig war, wurde sehr gebrechlich und glich dem Tod auf Latschen. Wie Ärzte Patienten sagen können, dies sei eine gute Idee, ist mir zu hoch.

      Quelle: Weight loss surgery is rape, (www.fatomatic.net), übersetzt aus dem Englischen von Martina Mahner


      *Link zu Wikipedia hinzugefügt durch mich.
      ** They lie to women, denying them agency. - Ich habe diesen Satz mit einer amerikanischen Muttersprachlerin besprochen. Sie hat ihn leider auch nicht ganz verstanden. Daher ist die o.g. Übersetzung dieses Satzes unter Vorbehalt zu betrachten.
      *** Der Link funktioniert leider nicht mehr.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Martina () aus folgendem Grund: Tippfehler

    • Deutliche Worte! Besonders das Aufzeigen des Zusammenhangs zwischen Körperverstümmelung und (unterschwelliger) Frauenfeindlichkeit halte ich für absolut richtig und notwendig.

      Könntet ihr den Text irgendwie auf "der dicke Mensch" einbinden?
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    • :applaus::applaus::applaus:
      Woher kommt denn der Magerwahn? Hauptsächlich aus der anglo-amerikanischen Oberschicht, die dominiert wird von WASP = weißen angelsächsischen Protestanten.
      Das Weib ist Sünde. Fleisch ist Sünde. Genuss ist Sünde. Sex ist Sünde.
      Und die dicke Frau ist in mehrfacher Hinsicht die wandelnde Sünde: sie ist Weib, sie ist Fleisch, sie genießt (isst) offensichtlich, sie zeigt Fruchtbarkeit (Busen, Po, Schenkel, Bauch). Da müssen die Puritaner doch das Grausen kriegen!
      In anderen Kulturkreisen (Lateinamerika, Indien, vorderer Orient, Afrika, Südsee) sieht das Schönheitsideal anders aus. Leider macht sich die Amerikanisierung der Kultur auch diesbezüglich bemerkbar.

      Eine Frau, die hungert und den ganzen Tag trainiert und Kalorien zählt, hat keine Zeit/Kraft mehr, für ihre Rechte zu kämpfen.
    • Lunix schrieb:

      Könntet ihr den Text irgendwie auf "der dicke Mensch" einbinden?
      Zwar haben Übersetzungen einen eigenen Urheberanspruch, aber ich habe trotzdem mal bei der Autorin angefragt, ob das okay wäre. Abwarten, was kommt. :)
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Nachgeschoben: Ich bin nicht antiamerikanisch eingestellt, es geht mir nur darum, den Zusammenhang zwischen lustfeindlichem Puritanismus und Dickenhatz aufzuzeigen.
      Im Mittelalter galt ein ausgemergeltes Aussehen übrigens als besonders heiligmäßig, da ja nur die unsterbliche Seele zählte, der Leib gegeißelt werden musste, um die Sünde abzutöten.

      Reden wir deshalb immer von "sündigen", wenn wir mal ein Eis essen?