Dralle Deern
26.10.2005, 07:10
Gestern hatte ich endlich meinen langersehnten Termin bei meiner Ärztin. Sie ist (leider oder zum Glück ;) ) so gut, dass sie sehr lange Vorlaufzeiten hat und man für Intensiv-Termine gut 4 Wochen Wartezeit kalkulieren muss. Aber dann nimmt sie sich auch Zeit. Da sie sowohl niedergelassene Allgemeinmedizinerin als auch Heilpraktikerin und Homöopatin ist, werden die homöopatischen Behandlungen von meiner Krankenkasse übernommen.
Es begann damit, dass sie mir Wasser anbot, etwas, was mir bei Ärzten noch niemals vorgekommen ist. Da ich momentan keines wollte, bestand sie darauf, ihr unbedingt mitzuteilen, wenn ich Durst bekomme. Dann ging es zum eigentlichen Gespräch. Körperlich untersucht inkl. Blutbild hatte sie mich bei vorigen "normalen" Terminen bereits, so dass dieser Termin rein für die Anamnese frei war. Sehr positiv fiel mir auf, dass sie weder ihre Computertastatur vor sich schob, um ihre Notizen zu machen, noch die kleine Krankenakte, sondern vor ihr lag ein großer DIN A4-Block, von dem sie im Laufe des Gespräches 5 Seiten vollschrieb.
Sie ging Schritt für Schritt meinen Körper von oben nach unten ab, fragte nicht nur allgemein ins Blaue nach meinem Befinden, denn oft vergisst man als Patient ja, was einem so im Alltag aufgefallen ist. Als ich dann sagte, mein "eigentliches Problem" sei ja sichtbar, nämlich mein Übergewicht, sagte sie ganz spontan: "Na, von Problem kann man ja bei Ihnen nicht sprechen. Sie leben gesund und mir scheint, Sie kommen ganz gut mit Ihrem Gewicht klar." Ich bestätigte ihr, dass ich mich damit arrangiert habe, mich vollwertig ernähre und 1x wöchentlich mind. 1 Stunde Nordic Walking mache, und auch sonst keine nennenswerten Probleme mit meiner Leibesfülle habe, aber dennoch das Gefühl habe, es könnte weniger sein. Meine Erklärung "Ich bin schneller als mein Körper" gefiel ihr gut und sie notierte diesen Satz wörtlich.
Sie fragte mich konkret nach Vorlieben und Abneigungen gegen bestimmte Speisen und Getränke, denn diese sind auch immer ein Hinweis auf die körperliche Verfassung. Sie war auch sehr erstaunt über meinen hohen Salzkonsum, denn sowohl meine Blut- als auch meine Blutdruckwerte hatte sie noch als phantastisch in Erinnerung.
Als ich die Praxis verließ, stelle ich zu meiner Überraschung fest, dass sie sich statt der geplanten 1 Stunde für dieses Gespräch 100 Minuten für mich Zeit genommen hat. Das ist das erste Mal, dass ich von einem Arzt ernst genommen werde und auch das erste Mal, dass ich wirklich von mir erzählen konnte, ohne mit Weisheiten oder Privatgeschichten des Arztes unterbrochen zu werden.
Am Wochenende wird sie die Notizen auswerten und mir eine für mich passende Medikation zusammenstellen. Nächste Woche soll ich mir diese in ihrer Praxis abholen. Der Folgetermin ist in 4 Wochen. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.
Es begann damit, dass sie mir Wasser anbot, etwas, was mir bei Ärzten noch niemals vorgekommen ist. Da ich momentan keines wollte, bestand sie darauf, ihr unbedingt mitzuteilen, wenn ich Durst bekomme. Dann ging es zum eigentlichen Gespräch. Körperlich untersucht inkl. Blutbild hatte sie mich bei vorigen "normalen" Terminen bereits, so dass dieser Termin rein für die Anamnese frei war. Sehr positiv fiel mir auf, dass sie weder ihre Computertastatur vor sich schob, um ihre Notizen zu machen, noch die kleine Krankenakte, sondern vor ihr lag ein großer DIN A4-Block, von dem sie im Laufe des Gespräches 5 Seiten vollschrieb.
Sie ging Schritt für Schritt meinen Körper von oben nach unten ab, fragte nicht nur allgemein ins Blaue nach meinem Befinden, denn oft vergisst man als Patient ja, was einem so im Alltag aufgefallen ist. Als ich dann sagte, mein "eigentliches Problem" sei ja sichtbar, nämlich mein Übergewicht, sagte sie ganz spontan: "Na, von Problem kann man ja bei Ihnen nicht sprechen. Sie leben gesund und mir scheint, Sie kommen ganz gut mit Ihrem Gewicht klar." Ich bestätigte ihr, dass ich mich damit arrangiert habe, mich vollwertig ernähre und 1x wöchentlich mind. 1 Stunde Nordic Walking mache, und auch sonst keine nennenswerten Probleme mit meiner Leibesfülle habe, aber dennoch das Gefühl habe, es könnte weniger sein. Meine Erklärung "Ich bin schneller als mein Körper" gefiel ihr gut und sie notierte diesen Satz wörtlich.
Sie fragte mich konkret nach Vorlieben und Abneigungen gegen bestimmte Speisen und Getränke, denn diese sind auch immer ein Hinweis auf die körperliche Verfassung. Sie war auch sehr erstaunt über meinen hohen Salzkonsum, denn sowohl meine Blut- als auch meine Blutdruckwerte hatte sie noch als phantastisch in Erinnerung.
Als ich die Praxis verließ, stelle ich zu meiner Überraschung fest, dass sie sich statt der geplanten 1 Stunde für dieses Gespräch 100 Minuten für mich Zeit genommen hat. Das ist das erste Mal, dass ich von einem Arzt ernst genommen werde und auch das erste Mal, dass ich wirklich von mir erzählen konnte, ohne mit Weisheiten oder Privatgeschichten des Arztes unterbrochen zu werden.
Am Wochenende wird sie die Notizen auswerten und mir eine für mich passende Medikation zusammenstellen. Nächste Woche soll ich mir diese in ihrer Praxis abholen. Der Folgetermin ist in 4 Wochen. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.