desdemona75
23.10.2005, 14:20
Hallo,
sorry ich befürchte das hier ist etwas lang geworden.
Letztes Jahr ging es mir zweimal nicht sehr gut. Ich hing da in einem sehr dunklen schwarzen Loch, bin da mehr oder weniger alleine herausgekommen, aber im Grunde mit immer weniger Selbstbewusstsein wie vorher.
Anfang diesen Jahres entschloss ich mich eine Therapie zu machen, um zu verhindern das ich wieder in ein schwarzes Loch falle und habe mich um eine Ambulante Therapie bemüht.
Zu diesem Zeitpunkt war aber nichts zu machen und ich habe die Info bekommen mich doch erst mal um eine stationäre Therapie zu bemühen.Quasi zu Überbrückung bis ich ne ambulante Stelle finde (bzw. ich hatte dann später die Zusage das ich evtl. bei meinem alten Therapeuten wieder anfangen kann, dies halt aber auch erst später).
Da ich ja hier und anderswo schon viel über Bad Bramstedt gehört habe, habe ich mir von dort die Unterlagen schicken lassen. Habe aber dann feststellen müssen das mir das ausfüllen der Formulare und vor allem den Lebenslauf zu schreiben mir sehr viel Mühe gekostet hat und mich teilweise so weit runter gezogen hat, das ich fast davor war wieder in das schwarze Loch zu fallen.
Meine Reaktion drauf ist grundsätzlich erst mal, sofern es den geht, das Belastende zu vermeiden. Ich schlafe dann war quasi nicht mehr, aber daran bin ich wohl inzwischen gewöhnt.
Auf Grund eines gut gemeinten *Tritt in den Hintern*, seitens meiner Mutter, habe ich es dann aber doch geschafft alles fertig zu machen und weg zu schicken (inzwischen war allerdings August).
Letzte Woche Dienstag hatte war ich dann zu einem Vorab Gespräch in Bad Bramstedt.
Da hieß es dann plötzlich ich sei ja gar kein Akut Fall, das es mir im Moment zu gut gehen würde und ich deshalb nicht mit einer Krankenhauseinweisung dahin kommen könnte. Ich hatte mich natürlich vorher erkundigt und habe immer nur die Auskunft bekommen das ich nur eine Krankenhauseinweisung benötigen würde.
Da war ich erst mal richtig platt.
Das Gespräch verlief in meinen Augen sehr schnell ab. Ich war sehr aufgeregt und ich bekam halt eine Frage nach der nächsten gestellt, hatte aber die ganze Zeit das Gefühl nicht richtig nachdenken zu können, weil es so schnell ablief. Ich war gegen 11.15 im Gespräch drin und war um 11.55 wieder in meinem Auto.
Irgendwie habe ich Gefühl mich da nicht richtig *verkauft* zu haben und ich habe auch ehrlich gesagt das Gefühl gehabt das dieser Herr mit dem ich da geredet habe, nicht wirklich Interesse an mir und meiner Situation hatte. Aber es kann auch sein das ich dieses Gefühl jetzt habe, als Trotzreaktion.
Auf jeden Fall, wird das Ganze jetzt zum MDK geschickt, der das prüft. Ich soll erst mal eine ambulante Therapie machen, weil ich wegen meiner Essstörungen noch keine gemacht habe, da der MDK sowieso erst mal sagen wird, das ich erst mal alle ambulanten Maßnahmen ausschöpfen muss, um eine stationäre Therapie zu bekommen. Zeitgleich soll ich einen Reha Antrag stellen, der aber wahrscheinlich abgelehnt wird, weil der MDK das ja wahrscheinlich auch ablehnt. Vielleicht habe ich dann über einen Widerspruch Glück dann doch noch eine Zusage zu einer stationären Therapie zu bekommen.
Ach ja und am Ende Gespräch meinte der Therapeut noch das ich, wenn ich dann austherapiert bin, ich mich dann ja auch noch operieren lassen könnte (Magenband), damit ich auch einen langfristigen Abnehmerfolg hätte. Sie würden da sehr gut mit einer Lübecker Klinik zusammen arbeiten. Auf meine Antwort das ich mich nicht operieren lassen würde, kam ein Kommentar so nach dem Motto, *Ist ja Klar das du jetzt so reagierst*, weil ich ja noch nicht entsprechend darauf vorbereitet worden wäre.
Tja ist so was normal?
Im Moment hänge ich ein bisschen in der Luft und weiß nicht so ganz was ich davon halten soll. Ich habe Angst jetzt wieder abzustürzen und in mein schwarzes Loch zu fallen.
Ich bin sauer das es erst heißt *Mach ne stationäre Therapie* und als ich das dann machen will, heißt es wieder *Mach ne ambulante Therapie*.
Ich bin enttäuscht weil ich mich sehr darauf gefreut habe, da jetzt hinzukommen und mich da schon drauf eingestellt habe und vorbereitet habe.
Habt ihr vielleicht ne Idee was ich noch machen kann?
Mein Therapeut hier kann mir auch nicht wirklich helfen, ich soll mich Anfang Dezember noch mal melden, dann weiß er ob er Zeit für mich hat und ich bei ihm anfangen kann, bzw. wann ich bei ihm anfangen kann.
Vielleicht haben die ja auch Recht und mir geht es zu gut und ich habe gar kein Anrecht auf eine stationäre Therapie. (?)
Vielleicht passe ich da auch gar nicht hin oder die passen nicht zu mir und es ist quasi *Schicksal* das ich da nicht hinkomme. (?)
Ich weiß es nicht.
Habt Ihr ne Idee? Gibt es vielleicht sowas wie Wiederspruch, gegen dieses Vor Ab Gespräch?
Liebe Grüße
Desdemona75
sorry ich befürchte das hier ist etwas lang geworden.
Letztes Jahr ging es mir zweimal nicht sehr gut. Ich hing da in einem sehr dunklen schwarzen Loch, bin da mehr oder weniger alleine herausgekommen, aber im Grunde mit immer weniger Selbstbewusstsein wie vorher.
Anfang diesen Jahres entschloss ich mich eine Therapie zu machen, um zu verhindern das ich wieder in ein schwarzes Loch falle und habe mich um eine Ambulante Therapie bemüht.
Zu diesem Zeitpunkt war aber nichts zu machen und ich habe die Info bekommen mich doch erst mal um eine stationäre Therapie zu bemühen.Quasi zu Überbrückung bis ich ne ambulante Stelle finde (bzw. ich hatte dann später die Zusage das ich evtl. bei meinem alten Therapeuten wieder anfangen kann, dies halt aber auch erst später).
Da ich ja hier und anderswo schon viel über Bad Bramstedt gehört habe, habe ich mir von dort die Unterlagen schicken lassen. Habe aber dann feststellen müssen das mir das ausfüllen der Formulare und vor allem den Lebenslauf zu schreiben mir sehr viel Mühe gekostet hat und mich teilweise so weit runter gezogen hat, das ich fast davor war wieder in das schwarze Loch zu fallen.
Meine Reaktion drauf ist grundsätzlich erst mal, sofern es den geht, das Belastende zu vermeiden. Ich schlafe dann war quasi nicht mehr, aber daran bin ich wohl inzwischen gewöhnt.
Auf Grund eines gut gemeinten *Tritt in den Hintern*, seitens meiner Mutter, habe ich es dann aber doch geschafft alles fertig zu machen und weg zu schicken (inzwischen war allerdings August).
Letzte Woche Dienstag hatte war ich dann zu einem Vorab Gespräch in Bad Bramstedt.
Da hieß es dann plötzlich ich sei ja gar kein Akut Fall, das es mir im Moment zu gut gehen würde und ich deshalb nicht mit einer Krankenhauseinweisung dahin kommen könnte. Ich hatte mich natürlich vorher erkundigt und habe immer nur die Auskunft bekommen das ich nur eine Krankenhauseinweisung benötigen würde.
Da war ich erst mal richtig platt.
Das Gespräch verlief in meinen Augen sehr schnell ab. Ich war sehr aufgeregt und ich bekam halt eine Frage nach der nächsten gestellt, hatte aber die ganze Zeit das Gefühl nicht richtig nachdenken zu können, weil es so schnell ablief. Ich war gegen 11.15 im Gespräch drin und war um 11.55 wieder in meinem Auto.
Irgendwie habe ich Gefühl mich da nicht richtig *verkauft* zu haben und ich habe auch ehrlich gesagt das Gefühl gehabt das dieser Herr mit dem ich da geredet habe, nicht wirklich Interesse an mir und meiner Situation hatte. Aber es kann auch sein das ich dieses Gefühl jetzt habe, als Trotzreaktion.
Auf jeden Fall, wird das Ganze jetzt zum MDK geschickt, der das prüft. Ich soll erst mal eine ambulante Therapie machen, weil ich wegen meiner Essstörungen noch keine gemacht habe, da der MDK sowieso erst mal sagen wird, das ich erst mal alle ambulanten Maßnahmen ausschöpfen muss, um eine stationäre Therapie zu bekommen. Zeitgleich soll ich einen Reha Antrag stellen, der aber wahrscheinlich abgelehnt wird, weil der MDK das ja wahrscheinlich auch ablehnt. Vielleicht habe ich dann über einen Widerspruch Glück dann doch noch eine Zusage zu einer stationären Therapie zu bekommen.
Ach ja und am Ende Gespräch meinte der Therapeut noch das ich, wenn ich dann austherapiert bin, ich mich dann ja auch noch operieren lassen könnte (Magenband), damit ich auch einen langfristigen Abnehmerfolg hätte. Sie würden da sehr gut mit einer Lübecker Klinik zusammen arbeiten. Auf meine Antwort das ich mich nicht operieren lassen würde, kam ein Kommentar so nach dem Motto, *Ist ja Klar das du jetzt so reagierst*, weil ich ja noch nicht entsprechend darauf vorbereitet worden wäre.
Tja ist so was normal?
Im Moment hänge ich ein bisschen in der Luft und weiß nicht so ganz was ich davon halten soll. Ich habe Angst jetzt wieder abzustürzen und in mein schwarzes Loch zu fallen.
Ich bin sauer das es erst heißt *Mach ne stationäre Therapie* und als ich das dann machen will, heißt es wieder *Mach ne ambulante Therapie*.
Ich bin enttäuscht weil ich mich sehr darauf gefreut habe, da jetzt hinzukommen und mich da schon drauf eingestellt habe und vorbereitet habe.
Habt ihr vielleicht ne Idee was ich noch machen kann?
Mein Therapeut hier kann mir auch nicht wirklich helfen, ich soll mich Anfang Dezember noch mal melden, dann weiß er ob er Zeit für mich hat und ich bei ihm anfangen kann, bzw. wann ich bei ihm anfangen kann.
Vielleicht haben die ja auch Recht und mir geht es zu gut und ich habe gar kein Anrecht auf eine stationäre Therapie. (?)
Vielleicht passe ich da auch gar nicht hin oder die passen nicht zu mir und es ist quasi *Schicksal* das ich da nicht hinkomme. (?)
Ich weiß es nicht.
Habt Ihr ne Idee? Gibt es vielleicht sowas wie Wiederspruch, gegen dieses Vor Ab Gespräch?
Liebe Grüße
Desdemona75