Lovely Rita
13.10.2005, 21:26
Hallo ihr alle,
ich möchte heute mal einen bericht abliefern, was sich bei mir in letzter zeit getan hat.
Ich habe soeben bei meiner praktischen Ärztin eine Gesundenuntersuchung absolviert, inkl. gynäkologische Untersuchung, Mammografie etc.
In den letzten Monaten hatte ich das Gefühl, mein Körper verändert sich, wird leichter, Oberschenkel und Bauch fester. Ich habe das auf eine Abnahme im Krankenhaus zurückgeführt und auf die Tatsache, dass ich regelmäßig Bewegung mache und relativ normal esse. Essanfälle hab ich eigentlich keine mehr.
Im Mai als ich zum letzten Mal beim Homöopathen im Spital war, wog ich 169 Kilo. Ich wiege mich sonst nicht, aber für den Fragebogen bei der gesundenuntersuchung bin ich extra zum Wiegen ins Spital. Ich war auf gleiches Gewicht bzw. eher weniger eingestellt und war ziemlich fassungslos, als die Waage neun Kilo MEHR anzeigte.
Ich kam also recht frustriert zu meiner Ärztin, die mich daraufhin herrlich aufbaute. Ich solle die Waage vergessen und mich nicht fertig machen. Was mich fertig machte, war vor allem, dass mir diese Zunahme einfach unheimlich ist, weil ich nicht sehe, woran sie liegen könnte.
Gut, wir haben dann die Untersuchung gemacht, Ergebnis, ich bin pumperlgesund, hab einen Blutdruck von 110/80, keine Spur von Diabetes, das HDL-Cholesterin ist zu niedrig (immer schon obwohl ich nur hochwertige pflanzliche Öle verwende).
Sie meinte, meine Bewegung sei prima (2 x Schwimmen, 2 x Kieser, mindestens ein längerer Spaziergang, möglichst viele Wege zu Fuß), was ja auch der Blutdruck zeigen würde.
Das einzige Problem, das ich habe, ist der erhöhte Prolaktinspiegel und die Tatsache, dass ich im September andauernd Blutungen hatte, jetzt im Oktober ist es ein wenig besser, vielleicht ein erster Erfolg der Agnumenstropfen.
Ich habe mich mit der Ärztin darüber unterhalten, dass hier kaum jemand aufzutreiben ist, der sich mit Hormonen wirklich auskennt (drei Gynäkologinnen hab ich schon durch). Wir kamen dann zu dem Schluss, dass ich mich an die Adipositas-Ambulanz des AKH wende. Meine Hoffnung ist, dass die Erfahrung mit dicken Menschen haben und mir am ehesten bei meiner Hormonstörung helfen können. Bzw. die Ursachen finden können, eventuell ja eine Schilddrüsenunterfunktion blabla...
Ich habe also im AKH (allgemeines Krankenhaus Wien) angerufen und bekam nach vielen Schwierigkeiten einen Termin – am 11. Jänner 2006!
Zuerst war ich total sauer, weil ich jetzt Hilfe will, dann habe ich beschlossen, das Beste daraus zu machen. Ich werde ab sofort bis zu diesem Termin ein Ernährungs-/und Bewegungstagebuch führen, dann kann ich denen das gleich hinlegen, wenn sie mir mit Ernährungsberatung etc. kommen wollen. Bis dahin sind es immerhin drei Monate und sollte ich dann weiter zugenommen haben oder abgenommen haben, dann kann man aus den Aufzeichnungen ja auch Schlüsse ziehen. So mein Plan.
Was ich definitiv nicht vorhabe, ist, denen das Versuchstier zu machen. Da bin ich sofort eine Wolke.
Nun hab ich mir vorab bisschen angeschaut, was mich da erwartet und bin ein wenig skeptisch. Sie sind Adipositas-Chirurgie eher distanziert, glaub ich, aber bei jemand mit BMI über 35 denken Sie schon mal an ein Monat nur Body Slim Getränke und dann zwei Monate zweimal täglich BS und eine Mahlzeit usw. Sowas kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Ich bin sowieso gespannt, wie die schauen werden, wenn ich dort hin komme. Als die Dame am Telefon nach dem Gewicht fragte, klang sie irgendwie fast begeistert (endlich mal ein richtiges Schwergewicht), aber ich schätze, sie denkt, ich komm dort kriechend an. Nun gut.
So der Stand der Dinge. Mein Sportarzt meint übrigens, dass es durchaus möglich wäre, dass die neun Kilo Muskelmasse wären. Denn: ich habe von februar bis Mai kein Krafttraining gemacht (Krankenhaus etc.) und dann sehr konsequent wieder begonnen. Ich hatte auch den Eindruck, dass mein Körper optisch kompakter wirkt. Die Oberschenkel sind auf jeden Fall weniger, aber durch den riesigen Bauch, passen mir keine kleineren Sachen.
Ach herrje. Ich dachte, meine Körperwahrnehmung hätte sich gebessert. Und bis ich jetzt erfahre, ob es sich um Muskeln oder Gewichtszunahme durch neues Fett handelt (das sich unerklärlicherweise angesammelt hat), muss ich noch drei Monate warten.
Gestern habe ich mir aus der Bücherei drei Trainingsbücher für Ausdauertraining geborgt, ich mache mir jetzt einen richtigen Trainingsplan und bin gespannt, wie ich davon profitiere. Vielleicht mit weiteren 10 Kilo mehr?
So viel zu meinen „Fortschritten“. Prinzipiell geht es mir ja gut. Was mich nervt, sind die Regelstörungen. Die müssen weg. Und ich möchte im nächsten Jahr leichte Wanderungen machen können. Das sind meine Ziele.
Liebe Grüße, Christine
ich möchte heute mal einen bericht abliefern, was sich bei mir in letzter zeit getan hat.
Ich habe soeben bei meiner praktischen Ärztin eine Gesundenuntersuchung absolviert, inkl. gynäkologische Untersuchung, Mammografie etc.
In den letzten Monaten hatte ich das Gefühl, mein Körper verändert sich, wird leichter, Oberschenkel und Bauch fester. Ich habe das auf eine Abnahme im Krankenhaus zurückgeführt und auf die Tatsache, dass ich regelmäßig Bewegung mache und relativ normal esse. Essanfälle hab ich eigentlich keine mehr.
Im Mai als ich zum letzten Mal beim Homöopathen im Spital war, wog ich 169 Kilo. Ich wiege mich sonst nicht, aber für den Fragebogen bei der gesundenuntersuchung bin ich extra zum Wiegen ins Spital. Ich war auf gleiches Gewicht bzw. eher weniger eingestellt und war ziemlich fassungslos, als die Waage neun Kilo MEHR anzeigte.
Ich kam also recht frustriert zu meiner Ärztin, die mich daraufhin herrlich aufbaute. Ich solle die Waage vergessen und mich nicht fertig machen. Was mich fertig machte, war vor allem, dass mir diese Zunahme einfach unheimlich ist, weil ich nicht sehe, woran sie liegen könnte.
Gut, wir haben dann die Untersuchung gemacht, Ergebnis, ich bin pumperlgesund, hab einen Blutdruck von 110/80, keine Spur von Diabetes, das HDL-Cholesterin ist zu niedrig (immer schon obwohl ich nur hochwertige pflanzliche Öle verwende).
Sie meinte, meine Bewegung sei prima (2 x Schwimmen, 2 x Kieser, mindestens ein längerer Spaziergang, möglichst viele Wege zu Fuß), was ja auch der Blutdruck zeigen würde.
Das einzige Problem, das ich habe, ist der erhöhte Prolaktinspiegel und die Tatsache, dass ich im September andauernd Blutungen hatte, jetzt im Oktober ist es ein wenig besser, vielleicht ein erster Erfolg der Agnumenstropfen.
Ich habe mich mit der Ärztin darüber unterhalten, dass hier kaum jemand aufzutreiben ist, der sich mit Hormonen wirklich auskennt (drei Gynäkologinnen hab ich schon durch). Wir kamen dann zu dem Schluss, dass ich mich an die Adipositas-Ambulanz des AKH wende. Meine Hoffnung ist, dass die Erfahrung mit dicken Menschen haben und mir am ehesten bei meiner Hormonstörung helfen können. Bzw. die Ursachen finden können, eventuell ja eine Schilddrüsenunterfunktion blabla...
Ich habe also im AKH (allgemeines Krankenhaus Wien) angerufen und bekam nach vielen Schwierigkeiten einen Termin – am 11. Jänner 2006!
Zuerst war ich total sauer, weil ich jetzt Hilfe will, dann habe ich beschlossen, das Beste daraus zu machen. Ich werde ab sofort bis zu diesem Termin ein Ernährungs-/und Bewegungstagebuch führen, dann kann ich denen das gleich hinlegen, wenn sie mir mit Ernährungsberatung etc. kommen wollen. Bis dahin sind es immerhin drei Monate und sollte ich dann weiter zugenommen haben oder abgenommen haben, dann kann man aus den Aufzeichnungen ja auch Schlüsse ziehen. So mein Plan.
Was ich definitiv nicht vorhabe, ist, denen das Versuchstier zu machen. Da bin ich sofort eine Wolke.
Nun hab ich mir vorab bisschen angeschaut, was mich da erwartet und bin ein wenig skeptisch. Sie sind Adipositas-Chirurgie eher distanziert, glaub ich, aber bei jemand mit BMI über 35 denken Sie schon mal an ein Monat nur Body Slim Getränke und dann zwei Monate zweimal täglich BS und eine Mahlzeit usw. Sowas kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Ich bin sowieso gespannt, wie die schauen werden, wenn ich dort hin komme. Als die Dame am Telefon nach dem Gewicht fragte, klang sie irgendwie fast begeistert (endlich mal ein richtiges Schwergewicht), aber ich schätze, sie denkt, ich komm dort kriechend an. Nun gut.
So der Stand der Dinge. Mein Sportarzt meint übrigens, dass es durchaus möglich wäre, dass die neun Kilo Muskelmasse wären. Denn: ich habe von februar bis Mai kein Krafttraining gemacht (Krankenhaus etc.) und dann sehr konsequent wieder begonnen. Ich hatte auch den Eindruck, dass mein Körper optisch kompakter wirkt. Die Oberschenkel sind auf jeden Fall weniger, aber durch den riesigen Bauch, passen mir keine kleineren Sachen.
Ach herrje. Ich dachte, meine Körperwahrnehmung hätte sich gebessert. Und bis ich jetzt erfahre, ob es sich um Muskeln oder Gewichtszunahme durch neues Fett handelt (das sich unerklärlicherweise angesammelt hat), muss ich noch drei Monate warten.
Gestern habe ich mir aus der Bücherei drei Trainingsbücher für Ausdauertraining geborgt, ich mache mir jetzt einen richtigen Trainingsplan und bin gespannt, wie ich davon profitiere. Vielleicht mit weiteren 10 Kilo mehr?
So viel zu meinen „Fortschritten“. Prinzipiell geht es mir ja gut. Was mich nervt, sind die Regelstörungen. Die müssen weg. Und ich möchte im nächsten Jahr leichte Wanderungen machen können. Das sind meine Ziele.
Liebe Grüße, Christine