Sumpitt
06.10.2005, 15:53
Ich habe seit heute Morgen ein echtes Denkmodell, das mich einfach nicht in Ruhe läßt. Ich will das Erlebte mal so in den Raum stellen, da ich nicht sicher bin, ob ich mich überhaupt richtig verhalten habe.
Ich habe heute morgen in der Stadt eine Bekannte wiedergetroffen, die ich schon jahrelang nicht mehr gesehen habe. Sie ist eine total nette Person, zwar leicht chaotisch veranlagt, aber das paßt auf sympathische Art und Weise zu ihr. Sie hatte ihre Tochter Lara bei sich (8 Jahre alt und recht klein für ihr Alter) die auf einem dieser Wipptiere spielte. Mein Sohn wollte zu Lara auf die Wippe steigen, aber das war ihm zunächst überhaupt nicht möglich. Lara kam ihm dann mit der Wippe entgegen, so daß mein Sohn auf diese Wippe hinauf konnte. Das Wippen klappte aber nicht, weil Lara ein viel zu schweres Gegengewicht bildete. Die Kleine wiegt schätzungsweise 90 kg und aufwärts und machte ein todtrauriges Gesicht, weil ihr schlagartig bewußt wurde, daß ihr Gewicht das Problem war. Die Kleine tat mir so leid, denn es war ihr unsagbar peinlich. Und um dem Kind noch einen Nachschlag obendrein zu geben, sagte meine Bekannte (für Lara gut hörbar): "Die Kleene ist einfach viel zu dick, aber gesundes Gemüse will sie ja nicht. Da kann man halt nichts machen" und ging nahtlos an diese Aussage zum Thema Nachbarschaftsstreit über.
Ich fühlte mich irgendwie verpflichtet dem Kind etwas Nettes sagen zu müssen und sagte ihr wie schick so doch wäre und daß sie total schöne Haarspangen hätte. Sie freute sich angesichts dieses Kompliments sichtbar, aber irgendwie war die Stimmung trotzdem im Eimer.
Da konnte ich mir nicht verkneifen meiner Bekannten (für Lara nicht hörbar) zu sagen: "Wenn Deine Tochter mit knapp 8 Jahren soviel Übergewicht hat, dann kannst Du mir nicht erzählen, daß das nur an Lara liegt. Hast Du Dir mal überlegt, was das für Lara in der Schule, beim Sport, beim Schwimmen und beim Rennen auf dem Schulhof heißt?" Daraufhin sagte sie ganz arglos: "Schulsport macht sie nicht mit, da schreibe ich ihr eine Entschuldigung."
Angesichts dieser Sorglosigkeit war ich vollkommen schockiert.
Meine Bekannte wollte von dem Thema dann nichts mehr hören, obwohl sie ja selbst davon angefangen hatte und ging dann zu irgendwelchen Belanglosigkeiten über.
Im Nachhinein habe ich mich gefragt, ob ich mich überhaupt richtig verhalten habe. Hätte ich energischer sein müssen? Andererseits habe ich das Mädchen vor 5 Jahren zuletzt gesehen, was soll das bringen, wenn ich etwas sage?
Das Kind hat doch Eltern und andere Erwachsene in seinem Umfeld wie Verwandte oder Lehrer, sagen die denn gar nichts zu dieser Situation?
Nun grübel ich immer noch über diese Begebenheit nach und das Ganze läßt mich einfach nicht mehr los.
Ich habe heute morgen in der Stadt eine Bekannte wiedergetroffen, die ich schon jahrelang nicht mehr gesehen habe. Sie ist eine total nette Person, zwar leicht chaotisch veranlagt, aber das paßt auf sympathische Art und Weise zu ihr. Sie hatte ihre Tochter Lara bei sich (8 Jahre alt und recht klein für ihr Alter) die auf einem dieser Wipptiere spielte. Mein Sohn wollte zu Lara auf die Wippe steigen, aber das war ihm zunächst überhaupt nicht möglich. Lara kam ihm dann mit der Wippe entgegen, so daß mein Sohn auf diese Wippe hinauf konnte. Das Wippen klappte aber nicht, weil Lara ein viel zu schweres Gegengewicht bildete. Die Kleine wiegt schätzungsweise 90 kg und aufwärts und machte ein todtrauriges Gesicht, weil ihr schlagartig bewußt wurde, daß ihr Gewicht das Problem war. Die Kleine tat mir so leid, denn es war ihr unsagbar peinlich. Und um dem Kind noch einen Nachschlag obendrein zu geben, sagte meine Bekannte (für Lara gut hörbar): "Die Kleene ist einfach viel zu dick, aber gesundes Gemüse will sie ja nicht. Da kann man halt nichts machen" und ging nahtlos an diese Aussage zum Thema Nachbarschaftsstreit über.
Ich fühlte mich irgendwie verpflichtet dem Kind etwas Nettes sagen zu müssen und sagte ihr wie schick so doch wäre und daß sie total schöne Haarspangen hätte. Sie freute sich angesichts dieses Kompliments sichtbar, aber irgendwie war die Stimmung trotzdem im Eimer.
Da konnte ich mir nicht verkneifen meiner Bekannten (für Lara nicht hörbar) zu sagen: "Wenn Deine Tochter mit knapp 8 Jahren soviel Übergewicht hat, dann kannst Du mir nicht erzählen, daß das nur an Lara liegt. Hast Du Dir mal überlegt, was das für Lara in der Schule, beim Sport, beim Schwimmen und beim Rennen auf dem Schulhof heißt?" Daraufhin sagte sie ganz arglos: "Schulsport macht sie nicht mit, da schreibe ich ihr eine Entschuldigung."
Angesichts dieser Sorglosigkeit war ich vollkommen schockiert.
Meine Bekannte wollte von dem Thema dann nichts mehr hören, obwohl sie ja selbst davon angefangen hatte und ging dann zu irgendwelchen Belanglosigkeiten über.
Im Nachhinein habe ich mich gefragt, ob ich mich überhaupt richtig verhalten habe. Hätte ich energischer sein müssen? Andererseits habe ich das Mädchen vor 5 Jahren zuletzt gesehen, was soll das bringen, wenn ich etwas sage?
Das Kind hat doch Eltern und andere Erwachsene in seinem Umfeld wie Verwandte oder Lehrer, sagen die denn gar nichts zu dieser Situation?
Nun grübel ich immer noch über diese Begebenheit nach und das Ganze läßt mich einfach nicht mehr los.