Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ehec
rp-online (http://www.rp-online.de/gesundheit/news/Faelle-in-NRW-Durchfall-Welle-weitet-sich-aus_aid_1001340.html) Ich habe vor kurzem Hans-Ulrich Grimms Buch "Katzen würden Mäuse kaufen - Schwarzbuch Tierfutter" gelesen, indem er das für das Enstehen magensäureresistenter Keime mit nicht artgerechter Fütterung von Nutztieren erklärt. So bekommen dann selbst Vegetarier und Veganer die Folgen des Massenfleischkonsums ab. Schlechte Nachrichten auch für alle 5-am-Tag-Verfechter und Rohköstler.
Spannend finde ich den Verweis darauf, Rindfleisch nicht roh zu essen.
Rinderfilet/Roastbeef o. ä. gibt es ja schon immer rare, medium usw.
Mir fällt bei meinem Konsum von Kochsendungen (die ich liebe) seit Jahren auf, daß es immer moderner wird, möglichst jedes Fleisch nur noch halb durch zu essen. Egal, ob es Ente, Schweinefilet, Rind oder Lamm ist.
Wofür wurde das Feuer entdeckt? Um nun langsam wieder alles roh zu essen? Kann ja nicht gesund sein....
Wofür wurde das Feuer entdeckt? Um nun langsam wieder alles roh zu essen? Kann ja nicht gesund sein....
Das sehe ich ähnlich!
Interessant finde ich auch, dass die Ehec-Infektionen vor allem erwachsene Frauen betreffen. Kann mir kaum vorstellen, dass Kinder und Männer diesbezüglich eine andere, bessere Immunabwehr besitzen. Es heißt ja, dass man sich die Infektion wahrscheinlich von rohem Obst und Gemüse holt - vielleicht sind Frauen deswegen besonders häufig betroffen, weil gerade Frauen sich i. d. R. wesentlich konsequenter als Männer und Kinder "gesund" ernähren (bzw. auf Diät sind) - mit viel Rohkost? Das hab ich mich gefragt... Eine Erklärung, warum v. a. Frauen betroffen sind, hab ich in den Medien bisher jedenfalls noch nicht gehört.
Die von mir gehörte Erklärung ist, dass immer noch hauptsächlich Frauen mit der Nahrungszubereitung beschäftigt sind und sie sich deshalb eher anstecken.
Hm, das könnte zwar sein. Wenn es allerdings hygienisch zugeht bei der Nahrungsmittelzubereitung, sollte das aber nicht das Problem sein. Wenn ich z. B. mit rohem Fleisch zugange war, kommt alles, was damit in Berührung kam, sofort in die Spülmaschine, die Arbeitsfläche wird sauber gemacht und ich wasche mir gründlich die Hände (in dieser Reihenfolge). Von daher würde ich mein Risiko, mir z. B. von einem Hähnchen Salmonellen zu holen, nicht größer einschätzen als das meiner Familie, die den Vogel nur gebraten oder gekocht zu Gesicht bekommt... ;)
Mit Ehec wird das nicht anders sein, oder?
Im Prinzip ja, aber m. W. wird die Wichtigkeit von Küchen- und Händehygiene oft unterschätzt, während der Badbereich sinnlos desinfiziert wird.
Vor einigen Jahren hat es in NRW Todesfälle durch mit Darmbakterien infiziertem Brot gegeben. Auslöser war ein Bäcker, der sich nicht mal nach dem Toilettengang die Hände gewaschen hatte.
Da hast Du wahrscheinlich auch wieder recht (leider!).
Dass in Bäckereien schon einige Male mit Darmbakterien kontaminierte Teilchen aufgefallen sind, wusste ich, aber nicht, dass es dadurch schon Todesfälle gab! :eek:
Aber auch so ist die Vorstellung total eklig! :krank:
Ich habe mal in meinem landwirtschaftliche geprägten Familienkreis rumgefragt und dort bekam ich die Antwort, dass Gemüse NICHT mit Kuhdung gedüngt wird, da es sich nachteilig auf den Geschmack auswirkt. Nur Felder, auf denen Getreide angebaut wird, werden mit Gülle gedüngt.
Also kann dieses "Mit Gülle gedüngtes Gemüse!" schonmal nicht so ganz hinhauen oder. Gelesen habe ich aber auch, dass es (angeblich) sein kann, dass der Wind verunreinigte Güllesporen auf das benachbarte Salatfeld geweht haben kann.
Überall liest man gerade vor allem, dass Gemüse womöglich belastet ist. Die Sache mit dem Fleisch wird nur nebenbei erwähnt. In einem Artikel auf web.de vor zwei Tagen stand sogar, dass es unwahrscheinlich ist, dass Fleisch und Rohmilch die Keimquellen seien...ja ist klar. :rolleyes:
Irgendwie scheinen mir die Experten keine Ahnung zu haben und mal wieder schnell einen "Übeltäter" zu suchen.
Unberücksichtigt bleibt dabei mal wieder das Grundübel: Die schlechten Haltungsbedingungen von "Nutztieren", die erst solche Erreger hervorbringen (Antibiotika, nicht artgerechte Fütterung mit Mais und Soja).
Knallfrosch
25.05.2011, 11:48
verunreinigte Güllesporen
öööh, was soll das den sein???
Gülle ist Kacke (tschuldigung). Sporen sind (Entwicklungs-)Formen von Lebewesen.
Ist nicht von mir die Behauptung, sondern kam gestern in den Nachrichten im Radio und gelesen habe ich es auch im Netz. :eek:
Da sieht man mal wieder wieviel "Ahnung" die Leute haben, die hier mal wieder Panik verbreiten.
Eine Kollegin von mir fängt sich "garantiert" jeden Erreger als erste ein, sobald die Zeitungen über einen neuen schreiben .... also ich berichte, wenn sie ihn getestet hat :cool2:
P.S. Sie hat aber auch einen Arzt mit einem dicken Block gelber Zettel gefunden..... :cool:
kampfzwerg
25.05.2011, 18:35
Jetzt stehen seit einigen Stunden Salat, Salatgurken und Tomaten hier aus Norddeutschland im schweren Verdacht, EHEC übertragen zu haben.
Rohkost war ja bereits seit mehreren Tagen im Gespräch "weil vor allem Frauen von EHEC betroffen sind" und die "mehr zu gesunden Lebensmitteln tendieren" - so ungefähr der Wortlaut eines Berichts im WDR. Wie sich das wohl weiterentwickelt, wenn nun viel Gemüse vorsichtshalber eingestampft wird?!
Im hiesigen Landkreis gibt es drei bislang unbestätigte Krankheitsfälle, im Nachbarkreis auch.
Ich weiß nicht, was da wieder zusammengeschrieben wird...
Der Bauernverband hat schon protestiert gegen die Behauptung, dass mit Gülle gedüngte Gemüsefelder Schuld wären.
Das wäre Quatsch, weil Gemüse nicht mit Gülle gedüngt würde. Allenfalls das Feld vor der Bepflanzung und das überleben die Krankheitserreger nicht.
Na, ich bin ja gespannt und esse nur noch Obst und Gemüse aus Spananien. ;-)
Elisabeth
25.05.2011, 20:40
Ich hätte da mal eine dringend Frage, bezüglich EHEC: ich trinke gerne Gemüsesaft - also den industriell hergestellten Gemüsesaft. Kann damit auch etwas nicht in Ordnung sein??
Die von mir gehörte Erklärung ist, dass immer noch hauptsächlich Frauen mit der Nahrungszubereitung beschäftigt sind und sie sich deshalb eher anstecken.Heute morgen hieß es im Morgenmagazin, der Grund sei, dass junge Frauen besonders gerne Salat essen. :rolleyes: "weil sie ständig auf Diät sind" stand unüberhörbar zwischen den Zeilen.
Ich hätte da mal eine dringend Frage, bezüglich EHEC: ich trinke gerne Gemüsesaft - also den industriell hergestellten Gemüsesaft. Kann damit auch etwas nicht in Ordnung sein??Die werden doch pasteurisiert.
Elisabeth
25.05.2011, 20:48
Danke Martina,
ich las es schon - aber ich wollte dahingehend sicher gehen. :)
In einem TV-Bericht hies es, das "normalerweise" Kinder oder ältere Menschen betroffen wären, nur eben diesmal Gemüserohkostler.
"Meine" Ärzte haben sich dahin gehend geäußert, das der Erreger nicht hitzebeständig ( so 70-80°C), aber Kälte gut ab kann. Also Tk-Gemüse solange wie man nicht weiß, wo der herkommt, nicht bißfest sondern "matschig" garen. Ebenso vllt für ne gewisse Zeit auf Rohkost verzichten.
Ich frag mich, ob bei zB Rindfleisch nicht ein Kreislauf entstehen kann. Der Rinderbauer nebenan düngt seine Weide mit der Gülle seiner Kühe... wenn da ein Erreger ist ist doch der Kreislauf geschlossen.
Unsere Tomaten im 'Garten werden aber trotzdem noch mit Pferdemist gedüngt, ich hoffe ich überlebs...:eek:
Besonders toll find ich den Tip Salat vor dem Verzehr abzukochen. :applaus:
Das kam eben im Radio .
Wie ärgerlich.... nun habe ich noch zwei Tomaten im Kühlschrank und weiß nicht, was tun damit.... :-D
aber man kann sie ja zu Soße verkochen :five:
Knallfrosch
26.05.2011, 09:08
Unsere Tomaten im 'Garten werden aber trotzdem noch mit Pferdemist gedüngt, ich hoffe ich überlebs...:eek:
Soweit ich verstanden habe, kommt der Keim nur bei Wiederkäuern vor und Pferde sind doch keine, oder?
Ich mache überhaupt nichts anders als vorher, das habe ich bei SARS, Vogelgrippe, Swine Flu und Prince Williams Hochzeit auch so gehalten..........:-p
SARS, Vogelgrippe, Swine Flu und Prince Williams Hochzeit :grins:
Hier die neuen Empfehlungen des Robert Koch Instituts RKI Startseite (http://www.rki.de/)
Ich frage mich gerade, ob das Gemüse nicht aus dem Gewächshaus kommt? Wird dort tatsächlich mit Gülle gedüngt? Kann ich mir jetzt wirklich nicht vorstellen...
Abgekochten Salat mag ich mir auch lieber nicht vorstellen. :muedkaff:
Neuste Meldung: Spanischr Gurken scheinen schuld zu sein....
Kleines Erlebnis am Rande....
Ich helf bei der Tafel hier mit....Überraschung! Wir hatten heute Salat und Salat und Salat und Salat und nochmal Salat für die Tafelgäste....
Ein Schelm wer Böses dabei denkt....
Obst und Gemüse aus Spanien????
Habe gerade auf der Web.de Startseite gelesen das man jetzt auf mehreren Salatgurken aus Spanien den Ehec Erreger nachgewiesen hat
Lg Maggy
Ich mache überhaupt nichts anders als vorher, das habe ich bei SARS, Vogelgrippe, Swine Flu und Prince Williams Hochzeit auch so gehalten..........:-p
Ich wusste gar nicht, dass der Prinz so gefährlich ist :kicher:
O.K. in nächster Zeit gibt es keine Gurken aus Spanien.
LG Finchen
Bis jetzt hat man tatsächlich den Erreger auf Gurken aus Spanien festgestellt, auch auf Biogurken.
Wenn man sich aber mal erkundigt, unter welchen Bedingungen das Gemüse dort erzeugt wird, wird einem ganz anders. Die Arbeiten (meistens Afrikaner) arbeiten dort eng mit Chemikalien etc. zusammen, können meistens nur wenige Wochen am Stück arbeiten, weil sie dann zu krank sind, schlafen in Baracken unter schlechten hygienischen Bedingungen.
Im Netz habe ich außerdem Folgendes gefunden:
http://www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1198394
Ich frag mich, ob bei zB Rindfleisch nicht ein Kreislauf entstehen kann. Der Rinderbauer nebenan düngt seine Weide mit der Gülle seiner Kühe... wenn da ein Erreger ist ist doch der Kreislauf geschlossen.
Ganz bestimmt entsteht auf diese Weise kein Kreislauf, denn ein in den Verdauungstrakt aufgenommener Erreger könnte die Darm-Blut-Schranke nicht überwinden und in das Fleisch gelangen.
Das wäre u.U. nur mit den Toxinen möglich, dann allerdings würde das Rind selbst erkranken und bei der Voruntersuchung zur Schlachtung rausfliegen.
Anders ist aber die Entstehung einer Verunreinigung von Fleisch schon denkbar: nämlich dann, wenn im Schlachtbetrieb schlampig gearbeitet wurde und das Schlachtfleisch versehentlich mit Fäkalien der Schlachttiere verunreinigt worden wäre.
Dann säße der Erreger aber an der Oberfläche des Fleisches und keinesfalls im Inneren.... ein Steak, was ja immerhin außen gegart wird, egal ob englisch oder welldone, kann dann immer noch nicht der Überträger des Erregers sein.
Hackfleisch wäre dann das große Risiko, weil da beim Zerkleinern die Oberfläche des Fleischstücks mit dem Innenteil gemeinsam zerkleinert und vermischt wird und der Erreger sich rasend schnell vermehren kann....deshalb gibt es gesonderte Verordnungen über den Umgang mit Hackfleisch.
Liebe Grüße
Iko
Als die Meldung kam das Gurken schuld sind hatte ich grade 5 Stück gekauft. :applaus:
Wegwerfen wollte ich sie nicht darum gab es gestern Gurkengemüse. War lecker und alle leben noch. :-D
Muminfrau
28.05.2011, 09:29
Mir kommt der ganze Wirbel um EHEC genauso wie die Massenhysterie um die Schweinegrippe -- sehr uebertrieben vor. Solnage man lebt, lebt man halt gefaehrlich, und es gibt ueberall Keime.
Was ist mit resisstemten Krankenhausinfektionen? Ist da nicht ein groesseres Risiko? Gaaanz zu schweigen von Autounfaellen?!
Es ist ja richtig, dass fuer EHEC eine Meldepflicht besteht, und dass man nach dem Erreger sucht. Aber diese ganze Hysterie kann nicht gesund sein. Ich waere so dankbar, wenn dei Medien das Ganze nicht so aufblasen wuerden. Es ist kein Wunder, dass man Angst um sein Gemuesesaft bekommt...
Honigbiene
28.05.2011, 12:23
Ich finde es recht symptomatisch, dass die Wissenschaft immer noch nicht wirklich weiß, woher EHEC kommt, aber schon jede Menge Ernährungshinweise gegeben werden. :-D
Was ist mit resisstemten Krankenhausinfektionen? Du hast zwar nicht direkt danach gefragt, aber es gibt vermutlich eine Parallele - die Herkunft aus der Massentierhaltung.
wdr-markt (http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2011/0516/00_antibiotika.jsp)
Von sinnloser Panikmache würde ich bei einer Infektion, der superschnell zu Nierenversagen führt, nicht unbedingt sprechen. Ob es aber nötig ist, keine Rohkost zu verzichten oder ob gründliches Abwaschen nicht ausreicht, darüber streiten auch die Gelehrten.
Hier (http://www.euleev.de/) ist noch was von Pollmer dazu. Forscher der US-amerikanischen Cornell University vertreten die Meinung, dass auch die Rinderfütterung für den hohen Durchseuchungsgrad der Bestände verantwortlich ist. Futter mit einem hohen Getreideanteil begünstigt die Entwicklung eines sauren Pansenmilieus, in dem sich die säureresistenten EHEC-Keime gut vermehren können. Sinngemäß so habe ich es im o. g. Buch auch gelesen.
Es handelt sich also um Infektionen, die eigentlich vermeidbar wären. Man müsste "nur" die Qualhaltung von Nutztieren und die damit nicht-artgerechte Fütterung abschaffen.
Mir kommt der ganze Wirbel um EHEC genauso wie die Massenhysterie um die Schweinegrippe -- sehr uebertrieben vor. Solnage man lebt, lebt man halt gefaehrlich, und es gibt ueberall Keime.
Was ist mit resisstemten Krankenhausinfektionen? Ist da nicht ein groesseres Risiko? Gaaanz zu schweigen von Autounfaellen?!
Es ist ja richtig, dass fuer EHEC eine Meldepflicht besteht, und dass man nach dem Erreger sucht. Aber diese ganze Hysterie kann nicht gesund sein. Ich waere so dankbar, wenn dei Medien das Ganze nicht so aufblasen wuerden. Es ist kein Wunder, dass man Angst um sein Gemuesesaft bekommt...
Ich fände es eine Sauerei, wenn nicht darüber informiert werden würde. Ich habe keine Lust wegen einem verseuchten Lebensmittel ein Nierenversagen zu bekommen oder ein Kind daran zu verlieren.
Wenn man nicht selbst betroffen ist kann man leicht sich über die Massenhysterie, die in meinen Augen keine ist, aufregen.
Warum soll ich als Verbraucher nicht entsprechend darauf reagieren und entsprechende Ware boykottieren, indem ich sie nicht kaufe? Ich kann gut ohne Salatgurken, Tomaten aus Spanien leben.
Wie war es bei den Dioxineiern, da ging auf einmal der Run auf Bioeier los.
Sehr gut, vielleicht werden als Folge von diesem Skandal die einheimischen Produkte in Zukunft mehr gekauft.
Und weißt du, an Vogelgrippe zu erkranken ist Schicksal wie zum Beispiel eine Krebserkrankung. Aber seine Gesundheit oder Leben wegen eines Lebensmittelskandals zu verlieren, das ist vermeidbar.
sari0473
28.05.2011, 21:25
Ich weiss nicht recht, was ich von dieser Hysterie halten soll. Ich ess für mein Leben gern Salat und dabei werd ich es auch lassen. Das RKI hat mitgeteilt, dass man Gurken schälen soll, da der Erreger in der Schale sitzt. Gut, dann schäl ich sie eben. Was ich aber nicht verstehe......wenn die Dinger mit Gülle gedüngt worden sein sollen (was lt. meines Nachbarn, der Landwirt ist, unüblich ist), ist es denn möglich, dass der Erreger nur in der Schale und nicht in der Gurke sitzt? Wurde das Gemüse evtl. nach der Ernte verunreinigt? Fragen über Fragen.......
Aber wenn ich nur noch das essen soll, was nicht mit irgendeiner Pest, Grippe oder sonstwas bestückt ist, kann ich mir künftig das Essen getrost abgewöhnen, da bleibt nämlich nichts über!
Genauso sehe ich es auch, sicherlich sollte man vorsichtiger sein, aber Panik hilft nicht weiter.
Wieviele Dinge haben wir denn schon Monate gegessen ehe es an die Oberfläsche kam, siehe Dioxin bei den Eiern.
lg Maggy
@Evi
bis jetzt sind ja nur spanische Gurken als belastet erwiesen, aber es wird nicht ausgeschlossen das es auch noch andere Produkte trifft.
Spanische Produkte habe ich immer gemieden weil mittlerweile jedem Allergiker bekannt sein dürfte das kein Land mehr Gift in der Landwirtschaft versprüht.
Dioxinskandal - als das an die Oberfläsche kam, da hatten wir alle schon mindestens ein halbes Jahr lang das verseuchte Zeug gegessen.
Und Bio ist auch nicht für alles die Lösung, wenn ich mal überlege wie früher das Bioobst oder Gemüse ausgesehen hat, und wie sieht es heute aus, schöner als normales teilweise. Wie kommt das denn? Ich bin da ehrlich auch ein bisschen mißtrauisch
lg Maggy
Muminfrau
29.05.2011, 08:09
Dioxinskandal - als das an die Oberfläsche kam, da hatten wir alle schon mindestens ein halbes Jahr lang das verseuchte Zeug gegessen.
Genau. Es ist nie ausgeschlossen, dass man durch irgendetwas getroffen wird, sei es ein Autounfall oder eine schlimme Infektion.
Natuerlich habe ich Mitleid mit den Betroffenen von EHEC-Infektionen, oder anderen schlimmen Karnakheiten. Nur ist es so, dass wir eigentlich in einer sehr sicheren Welt leben. So einen unglaublichen Sicherheitsgrad hatte wir bestimmt nie. Da bricht z.B. in Mexiko eine Infektion aus, und sofort ist die ganze Welt in Alarmbereitschaft.
Andererseits bekommen Menschen (und ich leider auch!) durch diese viele Meldungen das Gefuehl, vollkommen ausgeliefert zu sein. Ich wollte mit meinem vorigen Post versuchen, mir selber und auch euch klar zu machen, dass wir keineswegs ausgeliefert und unsicher sind.
Wie die Bloed-Zeitung gerstern titelte: "Hier wuetet die Infektion!" (oder so aehnlich, mit ganz grossen Buchstaben...)
Und Bio ist auch nicht für alles die Lösung, wenn ich mal überlege wie früher das Bioobst oder Gemüse ausgesehen hat, und wie sieht es heute aus, schöner als normales teilweise. Wie kommt das denn? Ich bin da ehrlich auch ein bisschen mißtrauisch
Ja, da frage ich mich auch manchmal, wie das bloss geht. :rolleyes:
elefäntchen
29.05.2011, 08:46
Moin Moin !
Es gibt wohl auch EHEC-Patienten, die schwören, in den letzten Wochen keine Salatgurken, Salat oder Tomaten gegessen zu haben...ich könnte zu denen gehören, da ich selbst die genannten Sachen nicht so gerne esse...da muss es wohl noch einen ganz anderen Herd geben..
Und Bio ist auch nicht für alles die Lösung, wenn ich mal überlege wie früher das Bioobst oder Gemüse ausgesehen hat, und wie sieht es heute aus, schöner als normales teilweise. Wie kommt das denn? Könnte es daran liegen, dass es tatsächlich so etwas wie Fortschritt im Biolandbau gegeben hat? :eek: Was allerdings die Tierhaltungsbedingungen angeht, da sieht es in Biobetrieben nicht immer besser aus als in konventionellen. Karin Duve hat das ja auch in ihrem Buch beschrieben. Und Pollmer fordert zurecht Transparenz in der Landwirtschaft, gleich welcher Erzeugungsart.
@Elefäntchen
So ganz sicher ist das mit den Gurken aus Spanien tatsächlich noch nicht. Man muss sehen, ob nicht doch noch mindestens eine weitere Quelle gefunden wird. Und ich jedenfalls möchte weiter informiert werden.
Moin Moin !
Es gibt wohl auch EHEC-Patienten, die schwören, in den letzten Wochen keine Salatgurken, Salat oder Tomaten gegessen zu haben...ich könnte zu denen gehören, da ich selbst die genannten Sachen nicht so gerne esse...da muss es wohl noch einen ganz anderen Herd geben..
Relativ einfache Erklärung. Ehec ist auch von Mensch zu Mensch mittels Schmierinfektion übertragbar.
Ich weiss nicht recht, was ich von dieser Hysterie halten soll. Ich ess für mein Leben gern Salat und dabei werd ich es auch lassen. Das RKI hat mitgeteilt, dass man Gurken schälen soll, da der Erreger in der Schale sitzt. Gut, dann schäl ich sie eben. Was ich aber nicht verstehe......wenn die Dinger mit Gülle gedüngt worden sein sollen (was lt. meines Nachbarn, der Landwirt ist, unüblich ist), ist es denn möglich, dass der Erreger nur in der Schale und nicht in der Gurke sitzt? Wurde das Gemüse evtl. nach der Ernte verunreinigt? Fragen über Fragen.......
Und wie machst du das mit dem Schälen der Gurken? Denn wenn du die Schale angefasst hast, dann darfst du die geschälten Stellen eben mit dieser Hand nicht berühren, denn sonst verteilst du die Bakterien auf diese Stellen.
Genau. Es ist nie ausgeschlossen, dass man durch irgendetwas getroffen wird, sei es ein Autounfall oder eine schlimme Infektion.
Natuerlich habe ich Mitleid mit den Betroffenen von EHEC-Infektionen, oder anderen schlimmen Karnakheiten. Nur ist es so, dass wir eigentlich in einer sehr sicheren Welt leben. So einen unglaublichen Sicherheitsgrad hatte wir bestimmt nie. Da bricht z.B. in Mexiko eine Infektion aus, und sofort ist die ganze Welt in Alarmbereitschaft.
Andererseits bekommen Menschen (und ich leider auch!) durch diese viele Meldungen das Gefuehl, vollkommen ausgeliefert zu sein. Ich wollte mit meinem vorigen Post versuchen, mir selber und auch euch klar zu machen, dass wir keineswegs ausgeliefert und unsicher sind.
Wie die Bloed-Zeitung gerstern titelte: "Hier wuetet die Infektion!" (oder so aehnlich, mit ganz grossen Buchstaben...)
Klar gibt es Risiken des täglichen Alltags, wie z. B. Straßenverkehr.
Aber nicht alltäglich sind für mich eben Krankheiten, die entartet plötzlich auftauchen und eben nicht so ganz harmlos sind.
Vogelgrippe, Schweinegrippe, ok. Da half ein wenig mehr Hygiene - eine Grippe zu bekommen wäre mir auch nicht ganz so schlimm vorgekommen, vor allem deshalb nicht, weil Medikamente vorhanden waren.
Ehec ist doch eine ganz andere Liga. Nierenversagen, Blutgerinsel im Gehirn - das ist doch keine Lapalie! Vor lebenslanger Dialyse habe ich Angst!
Deshalb verzichte ich die nächste Zeit auf Gurken, Tomaten, Salat und evtl. noch anderes, bis der Ursprung der Verunreinigung gefunden wurde, bzw. Medikamente, die helfen.
Knallfrosch
30.05.2011, 10:29
. Solnage man lebt, lebt man halt gefaehrlich, und es gibt ueberall Keime. ..
So sehe ich das auch. Ich weiss nicht wie es bei euch ist - mein persönliches Mortalitätsrisiko liegt bei 100%.
Morbide Grüße
.....Deshalb verzichte ich die nächste Zeit auf Gurken, Tomaten, Salat und evtl. noch anderes, bis der Ursprung der Verunreinigung gefunden wurde, bzw. Medikamente, die helfen.
Eigentlich bin ich kein großer Salat-Freak.... mein Partner ist derjenige, der zu jeder Mahlzeit seinen Salat haben muss. Wenn jetzt mal ein Weilchen keine Tomaten oder Gurken auf dem Tisch stehen, bin ich so unglücklich nicht :-D
Würdet ihr auch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem Wildfremden haben? Viren kann man sich ja schließlich auch überall einfangen. Der Unterschied ist, dass man die Folgen mancher Infektionen wieder relativ schnell los wird und von anderen hat man u. U. lebenslang etwas.
Natürlich ist liegt das Verhalten im Ermessen jedes einzelnen. Aber um mich entscheiden zu können, muss ich möglichst umfassend informiert werden. Und ich weiß ja nicht, welcher Medien sich andere hier bedienen. Ich beziehe meine Infos aus den öffentlich-rechtlichen und seriösen Zeitungen. Und da sehe ich nicht, dass Panik oder Hysterie geschürt werden. Ob ich dann selber darin verfalle oder mich einfach so verhalte, wie ich es für vernünftig halte, entscheide dann immer noch ich.
Sonnenkuss
30.05.2011, 12:52
Wie kam die Gülle an die Gurken?
Naja... die illeglen, unterbezahlten, ausgebeuteten, schwarzen Arbeiter schlafen und wohnen in den Gewächshäusern in Spanien. Meint ihr, die gehen zum Kacken raus? Und wie waschen die sich wohl? Vielleicht kann man endlich mal gegen diese Ausbeutung vorgehen. Allerdings darf man dann halt auch keine Salatgurken für 29 Cent erwarten.
Das natürliche Erregerreservoir ist der Wiederkäuer und nicht der Mensch.
Klar gibt es Schmierinfektionen, dass ein erkrankter Mensch andere ansteckt. Ist das wahrscheinlich als Ursache dieses Lebebnsmittelskandals?
Ich finde es nur schlimm, dass jetzt diese armen, ausgebeuteten Arbeiter die Schuldigen sein sollen. Eine ähnliche Behauptung wie in diesem diskriminierenden Artikel
Die große Angst vor dem EHEC-Darmbakterium: Ist es eine »kulturelle Bereicherung«? (Kopp-Verlag)
(http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/die-grosse-angst-vor-einem-darmbakterium-ist-es-eine-kulturelle-bereicherung-.html)
Wie kam die Gülle an die Gurken?
Naja... die illeglen, unterbezahlten, ausgebeuteten, schwarzen Arbeiter schlafen und wohnen in den Gewächshäusern in Spanien. Meint ihr, die gehen zum Kacken raus? Und wie waschen die sich wohl? Vielleicht kann man endlich mal gegen diese Ausbeutung vorgehen. Allerdings darf man dann halt auch keine Salatgurken für 29 Cent erwarten.
:applaus:
Muminfrau
30.05.2011, 15:00
Kopp-Verlag
Das ist doch kein serioeser Verlag (um es gelinde auszudruecken), die koennen ja alles moegliche schreiben und sind doch soooo klein und soooo erbaermlich... oder?
Wie kam die Gülle an die Gurken?
Naja... die illeglen, unterbezahlten, ausgebeuteten, schwarzen Arbeiter schlafen und wohnen in den Gewächshäusern in Spanien. Meint ihr, die gehen zum Kacken raus? Und wie waschen die sich wohl? Vielleicht kann man endlich mal gegen diese Ausbeutung vorgehen. Allerdings darf man dann halt auch keine Salatgurken für 29 Cent erwarten.
Das ist aber doch nicht erst seit ein paar Wochen so... woher kommt dann plötzlich diese Krankheit??
Artikel "Die große Angst vor dem EHEC-Darmbakterium"
Das klingt wie eine Geschichte aus der "Spinne in der Yucca-Palme" oder die Gerüchte über den 11. September 2001 :eek:
Sonnenkuss
30.05.2011, 15:41
... Artikel "Die große Angst..."
Das klingt echt, wie ein modernes Märchen, wenn es nicht schlimmste Fremdenhetze wäre, entbehrte es nicht einer gewissen Komik. Also nicht mehr die Rache Montezumas sondern Ayses und Mustafas?
Elisabeth
30.05.2011, 16:19
Nur mal eine kleine Zwischenfrage: welche Gerüchte über den 11. September 2001, meinst du?
kampfzwerg
30.05.2011, 16:38
Nur mal eine kleine Zwischenfrage: welche Gerüchte über den 11. September 2001, meinst du?Die verschiedenen Verschwörungstheorien (http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorien_zum _11._September_2001).
OMG..Ausländerhetze getarnt in pseudowissenschaftlichen Texten. Ich weiß jetzt gerade gar nicht, was ich davon halten soll. Als ob es unter Deutsch/Österreichern..what ever keine unsauberen Menschen oder kurrupte Idioten gäbe. :confused:
Allerdings sind die Bedingungen auf den spanischen Plantagen und in den Gewächshäusern wirklich extrem schlecht. Daher kann ich es schon nachvollziehen, dass Erreger auf span. Gurken sind. Bei Phoenix kam neulich ein Bericht, wo eine Familie ein vorher geplantes drei Gänge Menü auf seine "ethische Vertretbarkeit" überprüfen sollte. Beim Einkaufen der Zutaten zeigte ihnen ein Minicomputer, woher die Nahrungsmittel stammen. Auf der Liste waren Tomaten, die beinahe gekauften wurden, aus Spanien. Der Computer zeigte die Zustände in den Anbaugebieten, die schlechten Arbeitsbedingungen und die mangelnde Hygiene in den Arbeiterbaracken. Vom vermehrten Chemikalieneinsatz mal ganz abgesehen. Die Familie entschied sich dann doch für Dosentomaten, denn die werden wohl unter besseren Bedingungen hergestellt. War mir auch neu.
Allerdings fällt es auch nicht schwer auf spanische Gurken zu verzichten und meine Tomaten werden dann eben zu Nudelsauce gekocht.
Im Videotext des WDR stand heute, das in Ostwestfalen die Geflügelpest ausgebrochen ist, ca 40.000 Hühner, Puten etc wurden schon gekeult.... tja, wird so langsam eng an der Spitze der Nahrungskette....
Die verschiedenen Verschwörungstheorien (http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorien_zum _11._September_2001).
Danke, Kampfzwerg..... genau das meinte ich, wusste nur nicht, nach welchem Stichwort zu suchen war :five:
Muminfrau
31.05.2011, 08:49
Mir ist gerstern ploetzlich klar geworden, warum mir die Ganze EHEC-Berichterstattung, und die ganzen Warnungen von Aigner und Co als Panikmache erscheinen. Es kommt davon, dass die Informationen unvollstaendig sind, und eben dadurch zur Panik verleiten.
Es gab bisher 10 Todesfaelle. Zwei davon (habe ich bei GMX gelesen) betrafen ueber 80-jaehrigen Frauen, dritter Fall war eine 90-jaehrige. Dann habe ich noch von einer 29-jaehrigen gelesen, allerdings ohne Hinweise auf ihren allegmeinen Gesundheitszustand.
Ausserdem gibt es zwar Berichte ueber die Anzahl der Erkrankten, und die Anzahle der Betroffenen vom HUS-Syndrom, aber es gibt KEINE Berichte ueber die Anzahl der Genesungen! Also, wie lange dauert eine komplikationslose EHEC-Erkrankung? Wie gross sind die Chancen der Komplikationen? Da davon wenig (oder nichts?!) berichtet wird, kann kein Mensch sein eigenes Risiko abschaetzen.
Es kann ja sein, dass die Todesfaelle und Komplikationen Menschen betreffen, die gesundheitlich angeschlagen sind, abgeschwaechtes Immunsystem haben, vielleicht Nierenschaden. Wenn eine 90-jaehrige oder ein Kleinkind an einer Infektion stirbt (was natuerlich sehr bedauernswert ist, keine Frage), heisst es noch nicht, dass gesunde Menschen mittleren Alters betroffen sind.
Also, wie hoch sind nun meine -- oder deine ;) -- Chancen:
a) EHEC zu bekommen
b) einen schweren Verlauf zu haben
c) beim schweren Verlauf bleibende Schaeden davon zu tragen oder zu sterben?
Ich kann es nicht abschaetzen, und darum hat sich bisher weder das Robert-Koch-Instutu noch Ilse Aigner noch sonstwer geschert. Wenn das nicht Panikmache ist! :confused:
Also laut meinen Informationen sind viele Frauen im mittleren Alter (30-45) erkrankt. Gestern im TV gab es die "Lage" in einer Berliner Klinik, in der eine 38 Jährige mit schwerem Verlauf liegt. Der Arzt machte aber auch nur die Auskunft, dass ihr Zustand ernst, aber noch nicht lebensbedrohlich sei.
Aber du hast Recht, überall Todesmeldungen, mittlerweile sollen es schon 14 sein. Allerdings kam gestern auch die Nachricht, dass im Raum Hamburg die Zahl der Neuinfektionen rückläufig sei.
Im Videotext des WDR stand heute, das in Ostwestfalen die Geflügelpest ausgebrochen ist, ca 40.000 Hühner, Puten etc wurden schon gekeult.... tja, wird so langsam eng an der Spitze der Nahrungskette....
Die grasiert sogar schon mehrere Wochen dort, nur die Medien scheint EHEC gerade mehr zu interessieren. Immerhin sind es dort ja "nur Tiere" und keine Menschen. Allerdings bin ich schon der Meinung, dass man Verbraucher auch über solche Nachrichten informieren sollte.
Mal davon abgesehen, wie solche "Tierkrankheiten" entstehen, davon will ich aber jetzt nicht wieder anfangen; nur soviel...im Bundestag läuft gerade eine Petition zur Abschaffung von Massentierhaltung ;)
Würdet ihr auch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem Wildfremden haben? Viren kann man sich ja schließlich auch überall einfangen. Der Unterschied ist, dass man die Folgen mancher Infektionen wieder relativ schnell los wird und von anderen hat man u. U. lebenslang etwas.
Danke, mir ist gestern kein passender Vergleich eingefallen.
@Muminfrau: Es fehlen Informationen, da hast du Recht. Aber deshalb kann ich persönlich EHEC nicht als lapidar abtun, lieber bin ich einmal mehr vorsichtig.
Also, wie hoch sind nun meine -- oder deine ;) -- Chancen:
a) EHEC zu bekommen
b) einen schweren Verlauf zu haben
c) beim schweren Verlauf bleibende Schaeden davon zu tragen oder zu sterben?
Hierzu finden sich im Netz die folgenden Statistiken:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/188030/umfrage/infektionen-mit-ehec-in-deutschland/
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/180499/umfrage/todesfaelle-durch-ehec-erreger-in-deutschland-seit-2000/
Daraus lässt sich ersehen, dass die Anzahl der Infektionen eher unter dem Schnitt der letzten Jahre liegt, das Risiko, zu erkranken also eher durchschnittlich bis unterdurchschnittlich ist.
Allerdings zeigt die Statistik der Todesraten auch, dass die Verlaufsschwere eben massiv angestiegen ist, der Erreger also gefährlicher geworden ist.
Und das ist eben das besorgniserregende.
Ansonsten muss man sich aber vor Augen halten, dass bei einer Zahl von jetzt, soweit ich weiß, 14 Toten, die Todesrate verschwindend gering ist.
Zum Vergleich:
Todesraten durch Ertrinken:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/5256/tab/1/umfrage/anzahl-der-jaehrlichen-todesfaelle-durch-ertrinken/
Todesraten durch Straßenverkehr:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/185/umfrage/todesfaelle-im-strassenverkehr/
Todesraten durch Essströrungen:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/28905/umfrage/todesfaelle-durch-essstoerungen/
Die Statistiken zu anderen Infektionskrankheiten sind leider kostenpflichtig, aber ich habe bei Wikipedia Angaben von jährlich 3 bis 34 nachgewiesenen Influenza Toten gefunden (zwischen 1998 und 2007).
Statistische Grüße
Iko
Aber deshalb kann ich persönlich EHEC nicht als lapidar abtun, lieber bin ich einmal mehr vorsichtig.
So sehe ich das auch. Und wenn andere mutiger sind und das gelassener sehen ist das ihre Sache.
Ich habe als Mutter eine Verantwortung und wenn das RKI warnt vor Rohkost werde ich das sicher nicht meiner Familie auf den Mittagstisch stellen.
Muminfrau
31.05.2011, 11:54
@Iko: wow, danke! Wusste gar nicht, dass es sowas gibt. :daumen:
Ansonsten muss man sich aber vor Augen halten, dass bei einer Zahl von jetzt, soweit ich weiß, 14 Toten, die Todesrate verschwindend gering ist.Von welcher Zahl ausgehend, von der Anzahl der Infizierten oder der Gesamtbevölkerung?
Von welcher Zahl ausgehend, von der Anzahl der Infizierten oder der Gesamtbevölkerung?
Äh...ich verstehe die Frage nicht?
14 Tote in ganz Deutschland ist im Vergleich zu so manch anderer Infektion verschwindend gering und in etwa in der gleichen Liga, wie die Todesrate durch Influenza Infektionen (gemeine Grippe).
LG Iko
Muminfrau
31.05.2011, 12:30
...im Bundestag läuft gerade eine Petition zur Abschaffung von Massentierhaltung ;)
Wie ist denn die Petition-Nummer? Ich war nie eine grosse Aktivistin gewesen, aber sowas wuerde ich gerne unterschreiben.
kampfzwerg
31.05.2011, 12:50
Wie ist denn die Petition-Nummer? Ich war nie eine grosse Aktivistin gewesen, aber sowas wuerde ich gerne unterschreiben.Google hilft: Nr. 17726 "Tierschutz - Ausstieg aus der Massentierhaltung"
Äh...ich verstehe die Frage nicht?
14 Tote in ganz Deutschland ist im Vergleich zu so manch anderer Infektion verschwindend gering und in etwa in der gleichen Liga, wie die Todesrate durch Influenza Infektionen (gemeine Grippe).
LG Iko
Ja, aber im Vergleich zu den insgesamt EHEC-Infizierten sind 15 (mittlerweile, so weit ich weiß) Todesfälle dann doch nicht ganz so wenig. Zumal mit mehr Opfern zu rechnen ist. Es ist immer noch eine kleine Minderheit der Infizierten, das schon. Aber man kann ja im Voraus nicht sagen, ob man zu dieser Minderheit gehören würde oder nicht.
Laut WDR (http://www.wdr.de/themen/gesundheit/krankheit/e_coli_darminfektion/110531.jhtml)
sind (in Deutschland) bislang mindestens 15 Menschen an den Folgen der Infektion mit EHEC gestorben. Allein am Montag wurden vier Todesfälle infolge einer EHEC-Infektion vermeldet: einer in Schleswig-Holstein, zwei in Nordrhein-Westfalen und einer in Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit sind mehr als 1.500 Menschen erkrankt. Bei mehr als 350 der Patienten wurde zudem das HUS diagnostiziert.
gabriele
31.05.2011, 16:09
ich finde, da sind 15 schon viel zu viel.
Übrigens sind es jetzt DOCH NICHT die spanischen Gurken.
Quelle: http://web.de/magazine/gesundheit/ehec/12924932-labor-ehec-erreger-auf-spanischen-gurken-nicht-epidemie-ausloeser.html
ich finde, da sind 15 schon viel zu viel.
Du meine Güte! Ich hab ja wohl auch nicht behauptet, dass ich diese Zahl ERFREULICH finde!!!
Aber für eine sogenannte Epidemie ist es eben wenig.
Bei 1500 Erkrankten und 15 Toten sind das 10%. Einer von hundert Erkrankten, das ist ein hohes Mortalitätsrisiko, finde ich.
Klar, 15 Tote bzw. 1500 Erkrankte bezogen auf die Gesamtbevölkerung ist dann schon sehr viel weniger.
Es wäre toll, wenn endlich herausgefunden würde, woher der Erreger kommt.
Und natürlich, daß es ein Medikament gibt, welches das HU-Syndrom verhindert.
Bei 1500 Erkrankten und 15 Toten sind das 10%Und das entspricht exakt dem, was ich bereits hier sagte:
Daraus lässt sich ersehen, dass die Anzahl der Infektionen eher unter dem Schnitt der letzten Jahre liegt, das Risiko, zu erkranken also eher durchschnittlich bis unterdurchschnittlich ist.
Allerdings zeigt die Statistik der Todesraten auch, dass die Verlaufsschwere eben massiv angestiegen ist, der Erreger also gefährlicher geworden ist.
Ich weiß also nicht, was nun diese Wortklauberei soll.
Die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken ist relativ gering, daran zu sterben, wenn man denn erkrankt relativ hoch, ja.
Ich denke, ich habe mich da klar ausgedrückt.
iko, das bezog sich nicht auf dich oder Gabrieles Beitrag, sorry.
Bei 1500 Erkrankten und 15 Toten sind das 10%. Einer von hundert Erkrankten, das ist ein hohes Mortalitätsrisiko, finde ich.
1 %, zum Glück nur 1 %, was schlimm genug ist. Würden aber 10% der Erkrankten sterben, ware es dramatisch.
1 %, zum Glück nur 1 %, was schlimm genug ist. Würden aber 10% der Erkrankten sterben, ware es dramatisch.*Hihi* stimmt, die 0 hab ich glatt überlesen...
@Nette:alles ok, ich denke nur, man sollte sich durch die Meldungen halt nicht zu sehr ins Boxhorn jagen lassen.
Da essen wir nun tagelang keine Gurken (wegen der Meldungen) und nun kommt heraus, dass es gar nicht die Gurken waren....
Da frag ich mich dann: wieso sind wir dann nicht auf anderem Wege infiziert worden?? Weil sich die Infektion eben nicht so wahnsinnig flächendeckend ausbreitet, wie uns mancher Pressebericht glauben machen möchte.
Die Presse gehorcht nämlich nicht nur ganz gehörig der Diätindustrie, sondern noch viel mehr der Pharmaindustrie ;).
LG
Iko
Die Presse gehorcht nämlich nicht nur ganz gehörig der Diätindustrie, sondern noch viel mehr der Pharmaindustrie ;).
Da hast die Agrarlobby insbesondere die Fleisch und Milchindustrie vergessen...dann wäre die Liste so ziemlich komplett oder?! :-D
1%, natürlich. Rechnen täglich üben würde helfen.;)
Jetzt waren es also nicht die spanischen Gurken. Das Robert-Koch-Institut bleibt aber weiter bei seiner Empfehlung, keine Gurken, Tomaten und Blattsalate aus dem Norden zu essen.
Was für mich weiterhin bedeutet, diese drei Dinge überhaupt nicht zu essen, denn das Streugebiet des Hamburger Großmarktes reicht immerhin bis nach Österreich...
Leider sind es nicht die spanischen Gurken, muß ich in diesem Fall sagen. Denn ohne bekannten Herd wird die Sache komplizierter.
Auf der oben verlinkten HP des EuLE kann man Pollmer in einem Video zum Thema lauschen.
Er tut das in der provokant-deftigen Sprache, für die er bekannt ist. Wer sowas schnell übel nimmt, sollte davon Abstand nehmen. Ich finde es allerdings amüsant.
Die Presse gehorcht nämlich nicht nur ganz gehörig der Diätindustrie, sondern noch viel mehr der Pharmaindustrie ;).
Was in diesem Fall nicht so viel nützt, da es weder eine Impfung noch ein Heilmittel gibt. Aber klar haben die Medien ihre ganz eigenen Interessen bei der Berichterstattung.
Muminfrau
01.06.2011, 13:53
Auf der oben verlinkten HP des EuLE kann man Pollmer in einem Video zum Thema lauschen.
Oder man google nach "udo pollmer ehec" und kann die wunderbar beruhigende und humorvolle Rede bei youtube hoeren. :) Danke fuer den Hinweis!
Danke muminfrau für den Hinweis. Ich hab's angeschaut. Einfach super und lehrreich, was er dazu sagt.
LG Finchen
Was in diesem Fall nicht so viel nützt, da es weder eine Impfung noch ein Heilmittel gibt.
Das stimmt so nicht ganz. Schau hier: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ehec-erste-erfolge-mit-neuer-therapie/4231876.html
Und außerdem können wir uns nicht mal träumen lassen, was so alles in den Schubladen der Pharmaindustrie schlummert....
LG Iko
Mich nervt die gesamte Berichterstattung. Anstatt "Infiziertenzahlen explodieren" und "Schon wieder ein Todesopfer" würde mich wirklich interessieren: Was tun die, um den Infektionsherd zu finden???
Mich juckt's echt in den Fingern, die Sache mal in die Hand zu nehmen. Ok, ich verstehe von den wissenschaftlichen Hintergründen nichts, aber ich weiß, was ich täte, wenn ich verantwortlich wäre: Ich würde so viele Kräfte wie möglich aktivieren, einen Fragenkatalog konzipieren, so schnell wie möglich alle, die in der Lage sind zu antworten, detailliert befragen, wann sie was wo gegessen haben und wo sie, sofern es kein Restaurant war, die Zutaten gekauft haben. Dann würde ich mit Computerunterstützung anhand dieser Daten ein Raster erstellen und so hoffentlich den Infektionsherd einkreisen.
Stattdessen habe ich das Gefühl, dass da ziemlich viele Leute von ziemlich vielen Stellen ziemlich unabhängig voneinander ziemlich nachhaltig im Nebel rumstochern. Das ist jedenfalls das, was die Berichterstattung vermittelt.
Gibt es für so was keine Vorsorgepläne, die man in Fällen wie diesen kurzfristig aktivieren kann? Wenn nein, verstehe ich die Welt nicht mehr. :mad:
Kubalibre
01.06.2011, 19:49
Jetzt waren es also nicht die spanischen Gurken. Das Robert-Koch-Institut bleibt aber weiter bei seiner Empfehlung, keine Gurken, Tomaten und Blattsalate aus dem Norden zu essen.
Was für mich weiterhin bedeutet, diese drei Dinge überhaupt nicht zu essen, denn das Streugebiet des Hamburger Großmarktes reicht immerhin bis nach Österreich... Das ist ein Punkt, den ich nicht so recht verstehe. Ich habe es nicht so mit Gemüseanbau und dem Wissen darüber, wann bei uns die verschiedenen Gemüse reif sind. Aber Tomaten und Gurken dürften jetzt doch in Deutschland noch gar nicht reif sein, Salat dagegen natürlich schon. An einen großflächigen Anbau in Treibhäusern in Deutschland glaube ich nicht, das wird sich wohl kaum rentieren. Und wenn es noch so ist wie früher, als ich noch an der Grenze Verzollungen für die Obst- und Gemüseimporte gemachte habe, dann müssten die verursachenden Lebensmittel in ganz Deutschland zu finden sein.
Damals sind die LKW mit ihren Ladungen in Spanien oder Frankreich losgefahren und während dem Weg nach Deutschland, wurden die Waren verkauft. Die LKW-Fahrer kamen an der Grenze an und erhielten da erst ihren Bestimmungsort. Es kam durchaus vor, dass vielleicht Hamburg geplant war, die Ware dann aber doch nach München ging. Könnte mir gut vorstellen, dass dies heute immer noch so läuft, auch wenn es die Grenzverzollung für die Fahrer ja nicht mehr gibt.
Ich gehe daher davon aus, dass es nicht am importierten Gemüse liegt. Die spanischen Tomaten oder Gurken, die in Hamburg ankommen sind bestimmt nicht anders als die in München - beide kommen aus dem gleichen Anbaugebiet. Ich könnte mir da eher den Salat als Überträger vorstellen, der kann durchaus regional verzehrt werden. Das würde dann auch die gehäuften Fälle im Norden erklären, während im Rest von Deutschland kein größeres Problem besteht.
Ich glaube nicht, dass das von Importgemüse kommt ... aus genau den Gründen, die Kubalibre genannt hat.
Indem ich das hier schreibe und ich eben über genau das oben Geschriebene nachdenke, kommt mir gar der Gedanke, dass das möglicherweise auch ein Anschlag sein könnte. Okay, wieder Verschwörungstheorie. Aber wäre das so weit hergeholt?
Ich glaube jedenfalls, dass es einen Ort gibt, wahrscheinlich in Norddeutschland, wo das Zeug in Umlauf gekommen ist.
Ich stelle fest, ich bin nicht die Erste, die diese Idee hatte: Eine seriöse Seite zu diesem Thema! (http://kat-med.blogspot.com/2011/05/gedanken-zur-ehec-quelle.html)
Ehrlich gesagt, schockiert mich dieser Gedanke, der mir wirklich gerade eben erst beim Schreiben meines Postings gekommen ist, massiv und in mehrfacher Hinsicht. Ich habe das noch nicht zuende gedacht, aber mir fällt da eine ganze Menge zu ein ...
Muminfrau
02.06.2011, 12:19
Terroranschlag? Koennte sein...
Es ist ja eine neue Mutation des Bakteriums. Ich kenne mich damit ueberhaupt nicht aus, aber ist es nicht ein bisschen schwierig, ein Bakterium so mutieren zu lassen, dass es toedlicher wird, als das Ausgangsbakterium?
Die Dinger sind hochansteckend, habe ich irgendwo gelesen, es reichen 10 bis 100 Stueck, um eine Infektion auszuloesen, also es koennte durchaus sein, dass sie speziell "gezuechtet" wurden. Oder sind EHEC-Baktierien immer hochansteckend? (Das schreibt zumindest Wikipedia)
(12 Monkeys laesst gruessen!!!! -- auch wenn es dort ein Virus war...)
Wie genau nach der Infektionsquelle gesucht wird, wuerde mich auch sehr interessieren. Auch das koennte die Panik daemmen, indem man sich sicher sein koennte, dass etwas Venuenftiges geschieht.
Und falls es kein Anschlag war, was ich im Moment eigentlich glaube, wuesste ich gerne, warum man so am rohen Gemuese und Salat festhaelt. letztendlich koennte es auch Trinkwasser sein, oder Kartoffeln, oder Getreide. Immerhin ist es offiziell erlaubt, dort mit Guelle zu duengen.
Es wurde noch ein Todesfall vor Kurzem gemeldet, eine ueber 80-jaehrige Frau. Soviel ich weiss, isst diese Generation nicht viel Salat. Sie bevorzugen Gekochtes, z.B. Kartoffeln. Und aeltere Leute koennen oft die Hygieneregeln nicht so gut einhalten, weil es fuer sie zu schwierig ist. Und ueberhaupt, wer desinfiziert sich schon die Haende, nachdem man Kartoffeln geschaelt hat?!
Ich tippe also auf Kartoffeln. Wegen des Getreides habe ich ueberlegt, ob es vielleicht Muesli oder Keimlinge sein koennten, aber aeltere Menschen essen auch nicht so oft Muesli, denke ich. Es ist ja nicht so gut verdaulich usw.
Mich nervt die gesamte Berichterstattung. Anstatt "Infiziertenzahlen explodieren" und "Schon wieder ein Todesopfer" würde mich wirklich interessieren: Was tun die, um den Infektionsherd zu finden???Gute Frage. Keine Antwort, eher ein Grund für Zweifel an einer planmäßigen Ursachensuche bietet dieses Video (http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video920984.html) - besonders der zweite Teil "gute Gurke - schlechte Gurke". Da gibt eine infizierte Frau den Hinweis sich vermutlich in einem Lübecker Restaurant infiziert zu haben, was niemanden zu interessieren scheint. Sind die Verantwortlichen eine Gurkentruppe?
Ausschließen kann man im Moment wohl nichts, daher wäre prinzipiell auch ein Anschlag denkbar (auch durch einen durchgeknallten Einzeltäter). Andererseits gibt es aber auch genug "konventionelle" Erklärungen, die ich immer noch für wahrscheinlicher halte.
Es ist ja eine neue Mutation des Bakteriums. Ich kenne mich damit ueberhaupt nicht aus, aber ist es nicht ein bisschen schwierig, ein Bakterium so mutieren zu lassen, dass es toedlicher wird, als das Ausgangsbakterium?Mutationen sind überhaupt keine Besonderheit bei Bakterien, sondern ein vollkommen normaler Vorgang.
Auch beim Menschen und anderen Säugetieren sind Mutationen absolut normal...nur bemerkt man sie dort viel langsamer, weil der Generationenwechsel millionenfach langsamer ist als bei Baterien.
Oder sind EHEC-Baktierien immer hochansteckend? (Das schreibt zumindest Wikipedia)Ja. EHEC (enterohämorrhagische Escherichia coli) sind immer hochansteckend und seit langem mit dieser Eigenschaft bekannt.
E.coli ist übrigens ein Keim, der in jedem Darm vorkommt und da durchaus auch nützlich ist.
Hierzu finde ich folgenden Artikel absolut interessant:
http://www.impfkritik.de/ehec
Auch auf das Thema "Anschlag" wird dort noch einmal eingegangen, übrigens auch unter Bezugnahme auf Pharmakonzerne, wie ich oben schon mal andeutete.
Insgesamt ein lesenswerter Artikel!!
Forschende Grüße ;)
Iko
P.s. Achja....und besonders wichtig dabei ist wirklich, KEINE Antibiotika zu nehmen, wenn man wirklich den Verdacht hat, an EHEC erkrankt zu sein, denn die Antibiotika zerstören die Keime und setzen damit schlagartig eine große Menge Toxin frei, die dann (aufgrund der plötzlichen und hohen Konzentration!!) zu den Nierenschädigungen führen.
Eigentlich wollte ich ja in ein paar Wochen nach Norddeutschland fahren Urlaub machen. Sollte sich diese Geschichte nicht aufklären oder beruhigen, werden wir das wohl sein lassen. Denn es ist schon auffällig, dass Ehec im Norden grassiert. Ob es einen Zusammenhang mit Fischverzehr gibt?
Ich bin durch meine Borreliosegeschichte und Dauereinnahme von Antibiotika gesundheitlich angegriffen, dann muss das nicht sein, dass ich mir darüber auch noch Sorgen machen muss.
Mein Rohkost fehlt mir, ich bin Salat und Früchteesser, jetzt alles gedünstet ist irgendwie doof.
In der Schule wurde die Schulobstaktion eingestellt, auf dem Schulfest wurden nur Kuchen ohne Frischobst angenommen und für mein Grillfest nächste Woche bin ich noch am überlegen, was ich da anbiete.
Hoffentlich wird bald die Quelle gefunden.
Auch auf das Thema "Anschlag" wird dort noch einmal eingegangen, übrigens auch unter Bezugnahme auf Pharmakonzerne, wie ich oben schon mal andeutete.Ich glaube schon, dass auch bei solchen Epedemien die Pharma-Multis, sagen wir mal, regulierend eingreifen. ;) Aber eine Verschwörung ist dazu gar nicht nötig, die haben eine ausreichend starke Lobby. Dummerweise sind Eigennutz auf der einen und Nutzen für die Allgemeinheit auf der anderen Seite kaum irgendwo so eng verknüpft wie im Gesundheitswesen.
Über die ganz unten stehende Empfehlung, mehr Rohkost zu essen, da sie ja allgemein und immer und überhaupt sooo gesund ist, kann ich nur den Kopf schütteln.
Wir brauchen mehr unabhängige kritische Wissenschaftler und Aufklärer wie Udo Pollmer oder die Herausgeber des Arneimitteltelegramms (http://www.arzneimitteltelegramm.de/), die auch Gutepillen - Schlechtepillen (http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/index.php) herausgeben, wir brauchen keine Verschwörungstheoretiker, deren Gedankengebäude auf unbewiesenen Behauptungen basiert.
Ich glaube nicht, dass das von Importgemüse kommt ... aus genau den Gründen, die Kubalibre genannt hat.
Indem ich das hier schreibe und ich eben über genau das oben Geschriebene nachdenke, kommt mir gar der Gedanke, dass das möglicherweise auch ein Anschlag sein könnte. Okay, wieder Verschwörungstheorie. Aber wäre das so weit hergeholt?
Ich glaube jedenfalls, dass es einen Ort gibt, wahrscheinlich in Norddeutschland, wo das Zeug in Umlauf gekommen ist.
Ich finde, es ist kein Wunder, dass man auf solche Gedanken kommt.
Ich habe/hatte sie auch, nur gehen meine Gedanken mehr in Richtung Pharmaindustrie.
Immer wieder muss ich an einen Artikel denken, den ich vor Jahren im Stern oder im Spiegel las und in dem es darum ging, dass zuerst das Medikament und dann die dazu passende Krankheit "erfunden" wird...
Was, wenn diese Todesfälle in einem ganz normalen Rahmen sind, es sie vorher und schon immer so oder ähnlich in der Anzahl gab und man nun "forscht" und sucht und uns dann das entsprechende Heilmittel liefert, welches schon lange für uns parat liegt?
Oder wenn z. B. den Bauern, die auf ihrem Gemüse sitzen bleiben, die richtigen (und sehr teuren) Mittel an die Hand gegeben werden, damit ihr Gemüse langfristig wieder verzehrbar/sicher ist?
Oder aber es geht dann schließlich in die Richtung, dass man nur noch dieses oder jenes Gemüse, aus diesen oder jenen Ländern verzehren darf und auch damit ein Riesengeschäft gemacht werden kann?
Die Möglichkeiten auf solchen (Um-) Wegen an das ganz große Geld zu kommen, sind sicher vielfältig.
Ich glaube, es ist nicht zu zynisch, wenn ich daran glaube, dass für viel viel Geld alles gemacht wird - alles möglich ist.
Und es würde mich auch nicht allzu sehr wundern, wenn dieses Thema plötzlich genauso verschwindet, wie das letzte große Thema dieser Art, die Vogelgrippe. Auf einmal hörte und las man gar nichts mehr davon.
Ist vielleicht genug Geld geflossen?
Und dann darf man auch eines nicht vergessen:
Auf alles was die Umsatzzahlen erhöht, stürzen sich die Medien wie die Geier. Da kann schon auch mal etwas, was im Grunde nur eine kleine Notiz wert wäre, oder was im Grunde in ganz "normalen*" Bahnen läuft, aufgepusht werden bis zum geht nicht mehr.
*Mit "normal" meine ich hier, dass die Zahl der Erkrankungen den normalen Durchschnitt gar nicht überschreiten.
Über die ganz unten stehende Empfehlung, mehr Rohkost zu essen, da sie ja allgemein und immer und überhaupt sooo gesund ist, kann ich nur den Kopf schütteln.
Ich kann diese Empfehlung sehr gut nachvollziehen, weil ich glaube, dass unsere gesunde Darmflora maßgeblich durch den Genuss von Rohkost gefördert und erhalten wird.
Klar: bei der derzeitigen Lage sollte man darauf achten, woher das Gemüse kommt und nur vertrauenswürdige Lieferanten wählen.
Ich z.B. vertraue "meinem" Bauern, bei dem ich auch Dioxin-freie Eier bezogen habe damals.
Dort bekomme ich Gemüse, das mit Sicherheit "sauber" ist: Feldsalat, Zucchini etc.
So gesehen fände ich es eben empfehlenswert (und auch am ökologischsten) wenn man regionale Lebensmittel bezieht und der Lebensmittelmarkt sich wieder mehr in kleine Läden und "Tante-Emma-Läden" verlagern würde, statt sich in immer größeren, globaleren und undurchsichtigeren Supermarktketten zu sammeln, wo man das ganze Jahr alles bekommt. Mal ganz abgesehen davon, dass ich es auch für gesünder halte, das zu essen, was die lokale Natur zu der jeweiligen Jahreszeit auch zu bieten hat.
Biodynamische Grüße ;)
Iko
kampfzwerg
03.06.2011, 21:01
Ich kam heute an einer Sandwichkettenfiliale vorbei. Dort werden die Brote derzeit nicht mit Eisbergsalat, Tomatenscheiben und Salatgurke belegt. So war auf einem großen handgeschriebenen Schild an der Eingangstür zu lesen. Als Trost für entgangenen Salat gibt es einen Frei-Cookie für die Gäste.
Business as usual scheint nicht möglich zu sein in Zeiten von EHEC-Panik.
Wird inzwischen in den Burgerläden der Nation auch schon auf die drei Bestandteile verzichtet?
Was tun die, um den Infektionsherd zu finden???Hier steht ein bisschen was (http://www.welt.de/politik/deutschland/article13411074/Fast-alle-EHEC-Infizierte-assen-Tomaten-und-Gurken.html) zur Beantwortung meiner Frage.
curly2508
03.06.2011, 22:53
Ich habe von unserem Aupai - Mädchen erfahren, dass es Spühlmittel für Obst und Gemüse gibt. In ihrer Heimat ist es gang und gebe, dass es genutzt wird, weil viele Pestiziede genutzt werden.
Ich habe jetzt mal solch ein Mittel bestellt. Ich meine Schaden kanns ja nicht!
Ich habe auch beschlossen, unseren Salat auf dem Heimischen Wochenmarkt zu kaufen. Das ist natürlich kein 100 % Schutz, aber es beruhigt das Gewissen.
Ich kann euch ja berichten wenn mein Salat nach Spühli schmeckt. ;)
Zwar verfalle ich bei solchen Warnungen nicht immer in Panik, aber gewisse Schutzmaßnahmen schaden ja nicht!
curly2508
03.06.2011, 22:54
:) 3x ich, auch nicht schlecht. :-D
Ich kann diese Empfehlung sehr gut nachvollziehen, weil ich glaube, dass unsere gesunde Darmflora maßgeblich durch den Genuss von Rohkost gefördert und erhalten wird.
Klar: bei der derzeitigen Lage sollte man darauf achten, woher das Gemüse kommt und nur vertrauenswürdige Lieferanten wählen.
Ich z.B. vertraue "meinem" Bauern, bei dem ich auch Dioxin-freie Eier bezogen habe damals.
Dort bekomme ich Gemüse, das mit Sicherheit "sauber" ist: Feldsalat, Zucchini etc.
So gesehen fände ich es eben empfehlenswert (und auch am ökologischsten) wenn man regionale Lebensmittel bezieht und der Lebensmittelmarkt sich wieder mehr in kleine Läden und "Tante-Emma-Läden" verlagern würde, statt sich in immer größeren, globaleren und undurchsichtigeren Supermarktketten zu sammeln, wo man das ganze Jahr alles bekommt. Mal ganz abgesehen davon, dass ich es auch für gesünder halte, das zu essen, was die lokale Natur zu der jeweiligen Jahreszeit auch zu bieten hat.
Biodynamische Grüße ;)
Iko
Ich beneide dich (positiv gesehen!), daß du die Möglichkeit hast. Ich habe hier keinen Bauern vor Ort, dem ich vertraue....
Ich beneide dich (positiv gesehen!), daß du die Möglichkeit hast. Ich habe hier keinen Bauern vor Ort, dem ich vertraue....
Die (Bio-)Bauern aus dem Umland sind meist auch auf den örtlichen Wochenmärkten vertreten.....wenn Du da einen findest, reicht es, einmal zu seinem Hof im Umland zu fahren und sich da selbst von den Gegebenheiten zu erkundigen....dann kannst Du in Zukunft an seinem Stand auf dem Wochenmarkt kaufen.
"Mein" Bauer wohnt auch nicht bei mir um die Ecke und ich fahre ca. alle 14 Tage raus aufs Land, um bei ihm einzukaufen.
Liebe Grüße
Iko
Unser Nachbar hat viele ungenutzte Gartenfläche. Meine Tomatenpflanzen habe ich dort schon platziert :-D Demnächst wird auch noch Salat dazukommen.
Komischerweise habe ich mich doch nicht getraut im Supermarkt as usual einzukaufen. Lediglich ein paar Bio Zucchini und Bio Paprika.
Ich liebe Salat, nur irgendwie möchte man ja doch nicht seine Gesundheit aufs Spiel setzen, solange hier im Lande noch so gar nichts klar ist.
Habe gestern sogar meine Möhren abgekocht, um die dann anschließend zu Salat zu verarbeiten. Meine Eltern verbieten mir übrigens Rohkost, weil sie Angst um meine/unsere Gesundheit haben.
Allerdings habe ich letzte Woche auf einer Party zahlreiche Gemüsesticks gegessen, meine Freundin hatte alles geschält und heiß abgewaschen.
Ich überlege wirklich auf Eigenanbau umzusteigen. Regionaler und saisonaler gehts ja nicht.
Ich bin mal gespannt, ob sie herausfinden, warum sich die Menschen in dem Restaurant angesteckt haben. Angeblich hätten sie ein Fleischgericht und Salatbeilage gegessen.
scheinbar gibt es jetzt eine glaubhafte quelle für die erkrankungen.
http://www.ndr.de/regional/erreger101.html
getreidesprossen.
Muminfrau
05.06.2011, 20:06
Ha! Eine meiner Vermutungen (ich nannte die Dinger "Keimlinge", hatte vergessen, wie die heissen). Naja, wenn man 100 Vermutungen aufstellet, koennte eine davon schon richtg sein -- oder eine halbe. ;)
Ich mochte solche Keimlinge früher sehr gerne und habe sie auch selber gezogen. Irgendwann habe ich aber eine Allergie darauf entwickelt.
Aber sie werden auch gerne in diesen Plastikbeuteln verpackt. Und die meide ich bei Salat wie der Teufel das Weihwasser. Denn diese Salatplastikbeutel standen immer schon als Brutstätten für alles mögliche in Verdacht.
die dinger werden scheinbar bei 38° gezüchtet. einen idealeren nährboden für die meisten bakterien gibt es gar nicht.
Jetzt mal ganz dumm gefragt:
Sprossen von was?
Ich kenne nämlich nur Sojasprossen. Ansonsten wüsste ich nicht, dass ich andere mal irgendwo im Verkauf gesehen hätte.
kampfzwerg
06.06.2011, 14:26
Sprossen von was?
Ich kenne nämlich nur Sojasprossen. Ansonsten wüsste ich nicht, dass ich andere mal irgendwo im Verkauf gesehen hätte.Manchmal gibt es auch Alfalfasprossen zu kaufen, in vielen Biomärkten gibt es gerne auch fertige Sprossenmischungen mit Keimlingen für Salate. Da sind dann z.B. verschiedene Getreidesorten gemischt. Habe ich auch schon mal in einem Restaurant an einer Salatbar gesehen, dass es eine Keimlingmischung gab.
so ganz sicher ist es aber noch nicht, bisher sind in dem betreffenden Betrieb keine EHEC nachgewiesen worden. Tagesschau (http://www.tagesschau.de/inland/ehec286.html)
Dort sind auch die Sprossenarten aufgezählt, vor deren Verzehr gewarnt wird.
Gerade meldet Spiegel Online, dass die ersten 23 Proben aus dem verdächtigen Betrieb sauber sind.
Ich frage mich ja, warum man nicht zuerst Proben zieht und analysiert, bevor man einen Betrieb in aller Öffentlichkeit als Schuldigen benennt...
Gerade meldet Spiegel Online, dass die ersten 23 Proben aus dem verdächtigen Betrieb sauber sind.
Ich frage mich ja, warum man nicht zuerst Proben zieht und analysiert, bevor man einen Betrieb in aller Öffentlichkeit als Schuldigen benennt...
Das frage ich mich allerdings auch. :confused: Es handelt sich übrigens um einen bio-veganen Betrieb, der keine tierischen Düngemittel etc. verwendet.
Hätte mich auch gewundert...aber es reicht ja auch, wenn z.B. ein Mitarbeiter unsauber gearbeitet hat.
Muminfrau
06.06.2011, 20:14
Der Fall wird ja immer spannender! :eek:
Gerade meldet Spiegel Online, dass die ersten 23 Proben aus dem verdächtigen Betrieb sauber sind.
Ich frage mich ja, warum man nicht zuerst Proben zieht und analysiert, bevor man einen Betrieb in aller Öffentlichkeit als Schuldigen benennt...
es hieß in dem video, dass es möglich ist, dass man in dem betrieb gar keine erreger mehr findet, weil der anfang der ansteckungskette schon auf ende april/anfang mai datiert werden muss. dass aber dieser betrieb der ist, wo über den vertrieb zu sämtliche erkrankten ein zusammenhang hergestellt werden kann.
es ist natürlich schlimm, wenn ein betrieb, der an sich sauber arbeitet wegen einer kontaminierten lieferung grundmaterial zugrunde geht.
was ich bei den sprossen nicht verstehe ist, ich hab mal gelernt, dass man die, eben wegen der verkeimung, mindestens 1 minute blanchieren soll vor dem verzehr. das ist der grund, warum ich sie fast nie kaufe, weil mir das zu viel aufwand ist. wird in den restaurants, die das auf ihren salatbars anbieten das nicht mehr gemacht?
Selbst wenn sie sie blanchieren würden, 1 Minute reicht evtl. nicht. Darum reicht es doch auch nicht, Tomaten, Gurken und Salat heiß zu waschen.
es ist natürlich schlimm, wenn ein betrieb, der an sich sauber arbeitet wegen einer kontaminierten lieferung grundmaterial zugrunde geht. Ich frage mich auch, was wird sein, wenn man dort doch noch EHEC findet. Hat man dann einen vermeintlich Schuldigen und alles läuft weiter wie bisher? Der Erreger ist ja höchstens dort unfreiwillig vermehrt worden, die eigentliche Herkunft ist dann immer noch nicht geklärt.
In Report Mainz (http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=7979436/1wmmnen/index.html) wurde heute über den Verdacht der Biogasanlagen als Ursache berichtet.
In Report Mainz (http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=7979436/1wmmnen/index.html) wurde heute über den Verdacht der Biogasanlagen als Ursache berichtet.Aber wie kommt es dann zu dieser regionalen Häufung in Norddeutschland? Biogasanlagen sind ja übers ganze Land verteilt.
Jetzt: ZDF, Markus Lanz ... Udo Pollmer über EHEC ...
kampfzwerg
07.06.2011, 21:55
Jetzt: ZDF, Markus Lanz ... Udo Pollmer über EHEC ...Danke. Fast hätte ich es verpasst. In der Vorschau waren immer nur so schreckliche Leute wie Ingrid von Bergen angekündigt worden, aber nie Pollmer.
Honigbiene
08.06.2011, 09:12
Danke. Fast hätte ich es verpasst. In der Vorschau waren immer nur so schreckliche Leute wie Ingrid von Bergen angekündigt worden, aber nie Pollmer.
Die war ja auch schon in Dschungel-Camp. :holy:
kampfzwerg
08.06.2011, 09:26
Die war ja auch schon in Dschungel-Camp. :holy:Ich hatte das erfolgreich verdrängt, weswegen die immer noch bekannt zu sein scheint und als Gast in Talkshows eingeladen wird.
Ich fand ihn etwas zahm, trotz eindeutiger Wortwahl. Er hätte ruhig auf den möglichen Zusammenhang mit der Massentierhaltung eingehen können.
@Pandora
Es ist wie gesagt, ein Verdacht unter anderen. Aber eine Mutation hat immer einen lokalen Anfang. Es ist also wahrscheinlich so oder so Zufall, dass der Norden zuerst betroffen war.
Jetzt waren es wohl doch die Sprossen.
Tagesschau (http://www.tagesschau.de/inland/eheckeime108.html)
Für mich heißt das: Der Keim ist über die Sprossen in Umlauf gekommen. Da es sich um ein Darmbakterium handelt, muss der Ursprung aber noch woanders liegen.
Gestern bei Maybrit Illner (http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235,00.html?dr=1) hat Pollmer die Meinung vertreten, dass der Keim im Menschendarm mutiert sei. Leider war das am Ende der Sendung und ein Hinweis von Prof. Kekulé, dass es zwei Theorien dazu gebe, wurde von der Moderatorien abgewürgt. Ja klar, immer wenn es spannend wird...
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich vorgestern in meiner Gemüsepfanne vom Chinesen noch Sprossen hatte und beim Verzehr nicht daran gedacht habe. :eek: Ich hoffe mal, dass das Erhitzen im Wok was gebracht hat, sollten es wirklich Sprossen gewesen sein. Obwohl ich durchaus regionale Einflüsse vermute.
Wenn's eine Gemüsepfanne war, waren die doch sicherlich erhitzt, oder?! Dann bist Du doch auf der sicheren Seite... ;)
Wenn's eine Gemüsepfanne war, waren die doch sicherlich erhitzt, oder?! Dann bist Du doch auf der sicheren Seite... ;)
Also heiß war sie :-D
Entwarnung für Gurken, Tomaten und Salat bei EHEC-Epidemie
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jh0a9Ig0sBk4_T-WM-s2SaYTuPBA?docId=TX-PAR-PSZ63
Ist das nun Fakt, oder was?
Ich bin nicht sicher, ob ich den Link posten darf? -
Ansonsten - falls er gelöscht werden muss - einfach bei Google
ehec Gurken Tomaten
eingeben.
Muminfrau
12.06.2011, 16:07
Hie ein schoener Artikel zum Abschluss (hoffentlich!) der EHEC-Geschichte:
http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/mir-doch-gurke/
Ich wollte es ja nicht zulassen, aber so ganz ist das komische Gefühl wegen ehec dann doch nicht an mir vorbei gegangen. Zumindest so weit, dass ich dann letztlich doch auf die Dinge verzichtet habe, vor denen gewarnt wurde.
Nun sind ja Gurken, Tomaten und Salat wieder "frei gesprochen" worden.
Meine Frage an Euch:
Ess Ihr wieder Salat? Also Gurke, Tomate und z.B.Eisbergsalat?
Ich habe genau dies heute eingekauft, aber irgendwie bin ich doch nicht zu 100 % sicher.
Nein, Ihr sollt mir keine Absolution geben, jeder muss das für sich entscheiden, das weiß ich, aber ich würde eben trotzdem gern wissen, ob Ihr die Dinge esst, oder doch lieber die Finger davon lasst?
Da ich fast am Bodensee wohne, habe ich das alles die ganze Zeit gegessen. Und sogar mitten im dollsten EHEC-Hype habe ich bei einer Familienfeier in Hannover mit großem Genuss einen Brot-Tomaten-Rucola-Salat gegessen.
Da fällt mir gerade ein, dass ich den mal nachmachen wollte ...
Was ich nie esse, EHEC hin, EHEC her sind so vorgeschnibbelte Salate in Plastiktüten. Einzige Ausnahme manchmal: Feldsalat. Den gibt es lose kaum noch ... leider. Denn die standen immer schon im Verdacht, Bakterienherde vom Allerfeinsten zu sein.
Muminfrau
14.06.2011, 19:15
Ich esse zur Zeit kein rohes Gemuese, nicht einmal Moehren. Habe halt ein ungutes Gefuehl dabei. Ich weiss, dass es eine rein emotionale Sache ist, und es wird nach einigen Wochen sicher vorbei sein. Deswegen mache ich mir (a) keine Sorgen und (b) Gemuesecremesuppen. :)
MissMarple
15.06.2011, 06:42
wir haben schon regelrechte Entzugserscheinungen :-D
Eisbergsalat z.B. hatte ich immer im Hause,weil ich ihn normalerweise auf die Arbeitsbrote meiner Männer lege.....unter Wurst oder Käse....jedes Brot hat somit einen frischen Tatsch und es weicht nix durch.....
außerdem haben wir ihn zwei-, dreimal in der Woche als Salat gegessen.....
aber ab heute ist Schluß ! ich werde wieder Eisbergsalat,Gurken und Tomaten kaufen......
ein Restrisiko wird immer bleiben und wer weiß,was als nächstes kommt :mad:
Was ich nie esse, EHEC hin, EHEC her sind so vorgeschnibbelte Salate in Plastiktüten.Einzige Ausnahme manchmal: Feldsalat. Den gibt es lose kaum noch ... leider.Bei uns schon. Das ist wahrscheinlich einer der Vorteile, wenn man eher ländlich wohnt. Da würde ich ansonsten auch drauf verzichten - wenn auch schweren Herzens.
Gestern gab es übrigens noch einen Beitrag im ZDF-Magazin Frontal21, in dem noch einmal auf die Fütterung von Rindern als mögliche Ursache eingegangen wurde. Weil die Inhalte nur eine Woche abrufbar sind, verzichte ich auf die Verlinkung. Ist bei Interesse nicht schwer zu finden.
Honigbiene
15.06.2011, 10:13
Soviel zu EHEC, Gesundheitswarnungen und allem anderen.
http://www.youtube.com/watch?v=2OPQPRnEDc4
Ich sehe da auch Parallelen zur Dickenhatz.
Meine Frage an Euch:
Ess Ihr wieder Salat? Also Gurke, Tomate und z.B.Eisbergsalat?
I
Ja, wir essen wieder Rohkost, allerdings wasche ich das Gemüse noch gründlicher als vor Ehec. Sprossen habe ich früher immer nur gegart in Asiapfannen gegessen, die gibt es jetzt nicht mehr.
Gewaschenen Salate in Tüten hab ich noch nie gekauft, das ekelt mich an. Ich kaufe zur Zeit nur regionale Produkte.
Mir ging es die Wochen nicht gut ohne meine Rohkost, alles nur gegart schmeckt mir nicht und mir fehlt etwas.
Wenn also Hr. Pollmer in seinem Video über Ehec sagt, die spanische Putzfrau ist schlauer als die deutsche Ernährungsberaterin, weil sie ihr Gemüse nur gekocht isst, dann bin ich gerne dumm und gönne mir den Geschmack von knackigem Salat, frischen Gurken und Tomaten.
Ich verzichte als Vegetarier auf Fleisch, was mir recht leicht fällt, aber auf meine Frischkost zu verzichten fällt mir sehr schwer.
Im übrigen hat mir die rohkostfreie Zeit 1,5 Kg mehr gebracht:(
Soviel zu EHEC, Gesundheitswarnungen und allem anderen.
http://www.youtube.com/watch?v=2OPQPRnEDc4
Ich sehe da auch Parallelen zur Dickenhatz.
Danke Honigbiene,
dass hat mir das Thema Ehec noch ein wenig mehr in ein anderes Licht gerückt. Und wenn ich das höre, denke ich auch wieder vermehrt an einen möglichen ganz anderen Hintergrund und Grund, warum darum so ein Aufhebens gemacht wird.
Nur - das mit dem Vergleich zur Dickenhatz verstehe ich nicht ganz.
Magst das mal erklären? :)
@Honigbiene
Volker Pispers ist ohnehin mein Lieblingsspötter. ;)
Im übrigen hat mir die rohkostfreie Zeit 1,5 Kg mehr gebrachtDas wundert mich nicht: Du konntest nicht so essen, wie du es eigentlich gerne tust und wie es anscheinend für dich gut ist.
Honigbiene
17.06.2011, 08:02
Nur - das mit dem Vergleich zur Dickenhatz verstehe ich nicht ganz.
Magst das mal erklären? :)
Jo, ich versuche es mal. Es geht mir dabei um die mediale Überrepresentierung eines Problems (EHEC, ein im Einzelnen durchaus ernstzunehmendes Problem, aber im Vergleich zum Gesamt eher verschwindend im Vergleich zu den MRSA mit tausenden von Toten jährlich). So wird doch auch immer so getan, als würde Übergewicht die Gesellschaft in ihrer Existenz bedrohen, während woanders Sauereien laufen, die wirklich unser aller Leben bedrohen können.
Klar, der Vergleich mag einigen ein wenig weit hergeholt erscheinen und der Vergleich ein wenig hinken - zumal EHEC wirklich lebensbedrohlich ist - und dazu noch ansteckend, mein Oberschenkelfett hingegen nicht. Aber es ging mir vor allem darum, dass halt das Eine ganz weit nach vorne an den Pranger gestellt wird, das Andere aber von der Masse der Menschen unbemerkt im Hintergrund sein Unwesen treibt und letztendlich viel mehr Opfer fordert.
Sorry für die verschwurbelte Ausdrucksweise. Ich habe Urlaub, da läuft mein Formulierungshirn nicht wirklich auf Hochform. Hoffentlich habe ich mich trotzdem einigermaßen verständlich gemacht.
kampfzwerg
20.06.2011, 11:23
Pollmers Zusammenfassung zum Thema in der aktuellen Ausgabe von DLR Kultur: Artikel (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1485309/) / Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348704&datum=20110619&playtime=1308477272&fileid=bf737a2b&sendung=348704&beitrag=1485309&)
Auf der HP des EuLE (http://www.euleev.de/) ist es noch ausführlicher dargestellt.
Interessant ist dazu auch dieser Artikel (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46257/EHEC_plus_EAEC_macht_EAHEC.htm ) aus dem Deutschen Ärzteblatt.
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