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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der immer wiederkehrende Hinweis auf den "ach so dicken Bauch"...


Itsme
31.12.2010, 06:48
... oder auch die "viel zu dicken Schenkel", den soooo dicken Hintern... und so weiter -
und das von schlanken Menschen, kann ich manchmal nicht mehr hören, ohne mich sehr zusammenreißen zu müssen, um nicht unhöflich zu werden.:mad:

Oftmals sind das Menschen, die (nur in meiner Gegenwart???) angeblich sehr tolerant sind und es "gar nicht schlimm" oder "ganz normal" finden, dass es auch dicke Menschen gibt.

Für mich verlieren solche Worte an Glaubwürdigkeit, wenn eben diese Menschen bei allen sich bietenden Gelegenheiten auf ihren Bauch zeigen, der ja soooo schrecklich dick ist. Ich brauche dann eigentlich eine Lupe, um da was zu sehen...
Erstens habe ich immer wieder das Gefühl, dass dies fishing for compliments ist, zweitens in Gegenwart von dicken Menschen nicht gerade freundlich, und drittens lässt mich dies, wie gesagt, dann bei diesen Menschen daran zweifeln, dass sie wirklich und ehrlich dicken Menschen gegenüber tolerant sind.

Ein weiterer Punkt, der mich an der Toleranz solcher Menschen zweifeln lässt, ist, wenn immer wieder die eigene Kleidergröße betont wird. In diesem Zusammenhang auch gern, dass man ja soooooo ärgerlich darüber ist, wenn in einer offensichtlichen Kleidergröße 36 eine 38 oder 40 steht. Diese Größe bräuchte man ja nun wirklich nicht!!! Oder wenn ein Kleidungsstück, dass absolut passt, nicht gekauft wird, weil die falsche (zu große) Größe drin steht. Und so weiter...

Beim schreiben dieser Zeilen denke ich an zwei sehr liebe Frauen. Mutter und Tochter. Aber beide haben genau diesen Tick :( - oder wie man das nennen soll.

Kennt Ihr so was auch?
Und wie geht Ihr damit um?
Reagiert Ihr auf solche Hinweise? Wenn ja, wie?
Oder geht Ihr darüber hinweg?

klein und fein
31.12.2010, 07:25
Eine gute Argumentationshilfe dürfte der Tod des französischen Magermodels Isabelle Caro sein (momantan aktuell).

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1741962/Magermodel-Isabelle-Caro-gestorben-verhungert.html

Andra1963
31.12.2010, 08:50
Tja, ich weiß nicht! Vielleicht ist man auch nur zu empfindlich und nimmt sich zu wichtig!? Nicht alles, was andere sagen, ist als Pricker für einen selber gedacht. Klar - taktvoll ist es nicht gerade - aber wir müssen unsere Mitmenschen eben so nehmen, wie sie sind.

Jeder Mensch hat nun mal seine eigene Welt - und Wahrnehmung. Wenn ich immer Größe 36 hatte, dann stören mich die 5 kg, die nun eine Größe 40 daraus machen. Dass uns Dicke das wie Peanuts vorkommt, können die Schlanken nicht nachvollziehen - denn sie kennen unsere "dicke Welt und Wahrnehmung" ja auch nicht.

Tröstlich vor allem, dass die wenigsten Menschen doch wirklich zufrieden sind - womit auch immer - und dass es nie, und wirklich NIE, mit dem Gewicht zusammen hängt, ob jemand sich glücklich und zufrieden schätzt! Fragt mal Dünne! Alles ist relativ!

elefäntchen
31.12.2010, 08:57
Tja, ich weiß nicht! Vielleicht ist man auch nur zu empfindlich und nimmt sich zu wichtig!? Nicht alles, was andere sagen, ist als Pricker für einen selber gedacht. Klar - taktvoll ist es nicht gerade - aber wir müssen unsere Mitmenschen eben so nehmen, wie sie sind.

Jeder Mensch hat nun mal seine eigene Welt - und Wahrnehmung. Wenn ich immer Größe 36 hatte, dann stören mich die 5 kg, die nun eine Größe 40 daraus machen. Dass uns Dicke das wie Peanuts vorkommt, können die Schlanken nicht nachvollziehen - denn sie kennen unsere "dicke Welt und Wahrnehmung" ja auch nicht.

Tröstlich vor allem, dass die wenigsten Menschen doch wirklich zufrieden sind - womit auch immer - und dass es nie, und wirklich NIE, mit dem Gewicht zusammen hängt, ob jemand sich glücklich und zufrieden schätzt! Fragt mal Dünne! Alles ist relativ!


..unterschreib !

Ich würds auch nicht auf mich münzen, wenn jemand sowas in meiner Gegenwart sagen würde - jedenfalls nicht bei den Personen, die ich gut kenne.
Sie selbst stören halt die 2-3 Kilo mehr, die wie schon gesagt, aus einer 38 eine 40 machen. Ich finde dieses Problem im Grunde genau so wichtig, als wenn einem 30 Kilo mehr stören. Für schlanke Menschen ist es oftmals auch extrem schwierig 2 Kilo abzunehmen, als für einen kräftigen Menschen. Von daher ist m.M. das gleiche Problem gegeben. :rolleyes:

Muminfrau
31.12.2010, 09:01
... oder auch die "viel zu dicken Schenkel", den soooo dicken Hintern... und so weiter -


Ach so, du meinst, schlanke Menschen wuerden sich beschweren, dass sie selber zu dick sind... Das habe ich naemlich erst nach weiterem Lesen verstanden. :)

Ich hoere solche Dinge staendig udn ueberall. Es ist einfach unglaublich. Ich hatte mehrere wirklich duenne Bekannte, die weder Bauch noch Busen haben, und sich in meiner Gegenwart beschwert haben, sie seien zu dick.

Tja, was soll ich sagen? Frueher habe ich solchen Frauen dunkle Absichten unterstellt. Es waren uebrigens immer Frauen. Ich denke aber mittlerweile, dass sie WIRKLICH glauben, dass sie zu dick sind. Und gleichzeitig nicht sehen, dass sie bei wirklich dicke Menschen mit ihrem Gejammere nicht gerade Freude ausloesen...

Ich wuerde gerne von schlanken Menschen hoeren, die solche Aussagen machen, warum sie das tun. Ich kann mir ja mehrere Gruende ausdenken, aber ich weiss es am Ende einfach nicht, ob ich richtig liege. Hier eine Auswahl:

- Sie wollen von der dicken Person hoeren "ach nein, wenn du dick bist, was bin ich dann?!"
- Sie wollen der dicken Person vorfuehren, dass diese viel zu dick ist, koennen es aber nicht direkt ansprechen
- Sie wollen die dicke Person beruhigen: "nicht nur du bist dick, ich auch, also alles kein Probelm"
- Sie denken, dass eine dicke Person so ein Gespraech gerne fuehren wuerde, weil sie dieses Problem ja offensichtlich auch hat
- Sie wollen von der dicken Person beruhigt werden ("ach, du bist ja gar nicht dick"), weil sie die ganze Zeit daran denken und daran glauben, dass sie zu dick seien, und einfach mal ein beruhigendes Wort brauchen, da ihr Sebstwertgefuehl total im Eimer ist

Fuer mich ist der letzte Grund am wahrscheinlichsten, denn solche Leute sind normalerweise, wie Itsme schreibt, eigentlich ganz nett, aber eben ziemlich selbstzentriert. Sie sind oft nicht einmal dumm, denn ich solche Dinge auch schon von sehr intelligenten Frauen gehoert.

Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, wenn es mir nochmals passieren sollte, freundlich nach den Gruenden fuer diese Aussagen zu fragen, udn auch erklaeren, dass ich diese Aussagen sehr befremdend finde. Es passiert mir in letzter Zeit nur nicht so oft, weil ich so wenig weibliche Bekannte habe.

Normalerweise habe ich solche Aussagen ignoriert, meistens weil ich gar nicht wusste, was ich nun dazu sagen soll. Es kommt halt immer ganz unerwartet von Leuten, von denen ich mir ueberhaupt nicht vorstellen kann, dass sie sowas sagen koennten. :rolleyes:

wollmaus
31.12.2010, 09:09
Ich kenne das Phänomen auch und habe mich früher oft darüber geärgert - ich sage auch einem Rollstuhlfahrer nicht unbedingt, dass mein linker kleiner Zeh schmerzt.

Inzwischen freue ich mich fast auf solche Äußerungen, weil es dann meine Standardantwort gibt und die Reaktionen darauf liebe ich.

"Ich bin soooo dick geworden"
meine Antwort "stimmt, du solltest was dagegen tun"

solltet ihr ausprobieren - macht Spaß :baeh:

Muminfrau
31.12.2010, 09:58
:applaus: Das macht dich bestimmt sehr beliebt! :hopps:

19elke61
31.12.2010, 10:09
vor einigen jahren hatte ich eine gute freundin, die gute 5 cm grösser war als ich und die sich hinter zwei nebeneinandergestellten besen hätte verstecken können. sie jammerte immer darüber, dass sie einen dicken bauch habe und einfach manche klamotten nicht tragen könne.

als ich sie fragte, was ich (ich wog ganz bestimmt fast dreimal so viel wie sie zu dem zeitpunkt) denn da sagen sollte mit meinem gewicht, guckte sie mich äusserst verdutzt an und meinte, bei mir sei doch das was völlig anderes, ich würde doch sowieso nie dumm von den leuten angeguckt und wenn, dann fänden diese, dass ich eine fröhliche, offene und hübsche runde frau sei. ich könnte also ihre probleme ÜBERHAUPT nicht nachvollziehen.

nachdem ich vor lachen fast vom stuhl gefallen war musste ich ihr erklären, dass ihre wahrnehmung vielleicht ein bissle verrutscht sei und sie sich wirklich keine gedanken machen müsse um die paar pfund, die sich an ihrem bäuchlein sammelten. und wenn es sie störe müsse sie eben entweder andere klamotten anziehen oder sport betrieben, der ihr helfe, ihre taille dünn zu halten.

was ich für mich daraus gelernt habe ist: wahrnehmung ist etwas höchst individuelles und in den seltensten fällen objektiv, wenn es um die selbstwahrnehmung geht. deswegen sage ich mir, wenn sich mal wieder eine frau über ihre "speckröllchen" beklagt während ich im zimmer bin, dass ihre problemzonen für sie genau so schrecklich (oder vielleicht sogar schrecklicher) sind wie meine für mich - für sie sinds 5 kilo zuviel, bei mir sinds 50 kilo - eben alles relativ *lach*

fazit für mich: ich kann mit meinen 50 kilo (ok, es sind 100, die ich zu viel habe... *g*) gut leben, denn sie sind MEINE! wenn sie mit ihren 5 kilo zuviel hadern muss und sich das leben deswegen schwer macht, dann besser sie als ich :)

bigette
31.12.2010, 12:59
@ wollmaus & 19elke61
Dem ist nix mehr hinzuzufügen, ich hätt es nicht besser sagen können. A big hug for you!:daumen:

Andra1963
31.12.2010, 13:05
... außerdem ist es ja tatsächlich so ... es kann jemand zugenommen haben, zu dick sein, dicken Bauch und Beine haben ... und ist trotzdem viel, viel dünner als ich! ICH bin doch nicht das Maß aller Dinge! Wenn jemand mir sagt, dass er zugenommen hat und sich zu dick findet - dann stimmt das ja für ihn auch! Warum muss ich MICH da ins Spiel bringen und ihn mit mir vergleichen? ICH bin doch außen vor - ER (oder SIE) hat doch in dem Moment das Problem - nicht ICH!?

Itsme
31.12.2010, 13:15
Ich wuerde gerne von schlanken Menschen hoeren, die solche Aussagen machen, warum sie das tun. Ich kann mir ja mehrere Gruende ausdenken, aber ich weiss es am Ende einfach nicht, ob ich richtig liege. Hier eine Auswahl:

- Sie wollen von der dicken Person hoeren "ach nein, wenn du dick bist, was bin ich dann?!"
- Sie wollen der dicken Person vorfuehren, dass diese viel zu dick ist, koennen es aber nicht direkt ansprechen
- Sie wollen die dicke Person beruhigen: "nicht nur du bist dick, ich auch, also alles kein Probelm"
- Sie denken, dass eine dicke Person so ein Gespraech gerne fuehren wuerde, weil sie dieses Problem ja offensichtlich auch hat
- Sie wollen von der dicken Person beruhigt werden ("ach, du bist ja gar nicht dick"), weil sie die ganze Zeit daran denken und daran glauben, dass sie zu dick seien, und einfach mal ein beruhigendes Wort brauchen, da ihr Sebstwertgefuehl total im Eimer ist


Diese Möglichkeitsaufzählung finde ich interessant! Und bedenkenswert!

Ich habe ehrlich gesagt, immer nur schlicht vermutet, das es fishing for compliments ist. Leider bin ich da die falsche Adresse, denn ich mag dünne Figuren nicht und kann deshalb auch nicht in diese Kerbe hauen.
Aber vielleicht liege ich falsch und die Gründe sind ganz andere.
Deshalb gefällt mir der Vorschlag, nach den Gründen für eine solche Äußerung zu fragen!

Andra1953 Tja, ich weiß nicht! Vielleicht ist man auch nur zu empfindlich und nimmt sich zu wichtig!? Nicht alles, was andere sagen, ist als Pricker für einen selber gedacht.

Nein, das habe ich auch nicht geschrieben, auch nicht gedacht. Ich finde es eingfach allgemein in Gegenwart dicker Menschen unmöglich. Wie ich schrieb, sind diese beiden Frauen sehr liebe Menschen. Sie würden mich oder die andere dicke Begleiterin, die letztens dabei war, nicht vorsätzlich beleidigen wollen. Nur kann ich die angebeliche Toleranz dicken Menschen gegenüber nicht ganz glauben, wenn man so demonstrativ deutlich macht, wie sehr der eigene angeblich sooo dicke Bauch stört.

Mir geht so was auf jeden Fall sehr auf den Senkel um ehrlich zu sein.

Muminfrau
31.12.2010, 13:44
was ich für mich daraus gelernt habe ist: wahrnehmung ist etwas höchst individuelles und in den seltensten fällen objektiv, wenn es um die selbstwahrnehmung geht. deswegen sage ich mir, wenn sich mal wieder eine frau über ihre "speckröllchen" beklagt während ich im zimmer bin, dass ihre problemzonen für sie genau so schrecklich (oder vielleicht sogar schrecklicher) sind wie meine für mich - für sie sinds 5 kilo zuviel, bei mir sinds 50 kilo

Selbstwahrnehmung ist bei vielen Menschen (mich inklusive) sehr, sehr gestoert. Und ich meine nicht nur die Figur, sondern auch z.B. Leistungen, Faehigkeiten, Attraktivitaet fuers andere Geschlecht...

Ich glaube auch, dass 5 Kilo zu viel fuer eine duenne Person wirklich unangenehm sein kann. Meine Mutter z.B. fuehlt sich schon schlechter, wenn sie 3 Kilo zugenommen hat. Deswegen nimmt sie diese 3 Kilo, sobald sie wieder da sind, sofort ab. Sowas geht bei ihr schnell, waehrt lange, und sie hat keine Essstoerung. Deswegen kann sie sowas problemlos machen.

Und trotzdem, dieses Phaenomen, sich bei einer dicken Person ueber sein nicht vorhandenes oder sehr geringes "Uebergewicht" zu beschweren, hat doch ueble Hintergruende, fuerchte ich. Auch wenn die betreffenden Personen ueber diese Hintergruende gar nicht im Klarem sind. Ein einfacher Test: Wuerde sich dieselbe Person genauso beschweren, wenn alle um sie herum duenner sind, als sie? Ich glaube, die meisten solcher Menschen wuerden sich ihr Gejammere in dieser Situation verkneifen.

Boewi
31.12.2010, 13:48
Wenn es dir so sehr auf den Senkel geht, solltest du es ansprechen. Vermutlich fallen deine Bekannten aus allen Wolken - ähnlich wie die Freundin von 19elke61 und das Thema ist ein für alle Mal durch. Wenn nicht, weißt du in Zukunft, woran du bist.

Ich persönlich vermute mal, dass die beiden Frauen dein Problem weder sehen, noch nachvollziehen können. Ich selber kann es ehrlich gesagt, auch nur sehr sehr eingeschränkt.

Warum in aller Welt sollte man sich in Gegenwart dicker Menschen anders benehmen als normal??? :confused:
Wenn jemand ein persönliches Problem mit seiner Figur hat, soll er oder sie immer stille schweigen, wenn und solange ein dicker Mensch anwesend ist? Ab wann genau ist ein Mensch dick?
Oder besser gesagt, ab wann ist ein Mensch zu dick, um in seiner Gegenwart über eigene Probleme zu sprechen?

Denn wenn das Thema Figur tabu ist, dann doch sicher auch Essen, Trinken, Kleidung,... kurz alles, womit ein anderer Mensch ein eigenes Problem haben könnte. Da man nie sicher wissen kann, welche Problembereiche das Gegenüber hat, wird sich irgendwann die Konversation ganz von allein erledigt haben...

Muminfrau
31.12.2010, 14:00
Nun ja, es gibt gewisse Dinge, die man in Gegenwart von Behinderten, Hartz IV Empfaengern, Muslimen, Juden, Schwarzen, Maennern, Frauen, Homosexuellen, (was es auch immer sonst fuer empfindliche, differenzierende Eigenschaften von Menschen gibt... sorry fuer diese Aufzaehlung...) eben nicht anspricht. Aus Takt. Es hat nichts mit "sich verstellen" zu tun, sondern man moechte eben taktvoll sein. In Gegenwart dicker Mensschen uebrer eigene uebertriebene "Gewichtsprobleme" zu sprechen finde ich ausserordentlich taktlos.

Dabei bin ich persoenlich nicht mehr darueber beleidigt, und es geht mir auch nicht mehr auf den Wecker. Ich habe mich uebrigens gerade erinnert, was ich letztes mal gemacht habe, als eine Kollegin von mir sich darueber beschwert hat. Ich habe sie ausgefragt, ob es sie stoert, und ob es ihr gesundheitlich schlechter geht, und ob sie frueher viel duenner war. Das war ein ganz normales Gespraech. Es war so normal, dass ich es sogar fast vergessen habe, und mich erst jetzt erinnert habe.

Sonnenkuss
31.12.2010, 15:14
Für manche Dünne ist es tatsächlich ein Problem ein Bäuchlein zu haben. Ist doch auch klar, weil wenn Jemand 50 Kilo wiegt und 4 Kilo zunimmt, macht das klamottenmäßig einen großen Unterschied, wo bei mir (uns) sehr dicken Frau 4 Kilo mehr, schier nicht so krasse Auswirkungen auf die dehnbaren, bequemen Klamotten haben. Bei den Schenkeln ist es das gleiche, wenn die Leute keine Stretchhosen tragen und auf "enganliegend" Wert legen, dann fällt das viel schneller ins Gewicht.

Dass du das schon wieder auf dich speziell und deine Figur beziehst, wenn Menschen um dich herum über ihre Figur jammern, -das macht mich eher stutzig und ist das, was ich in 'nem anderen Thread schon mit "Beziehungswahn" meinte.

Itsme
31.12.2010, 17:10
.............
Und trotzdem, dieses Phaenomen, sich bei einer dicken Person ueber sein nicht vorhandenes oder sehr geringes "Uebergewicht" zu beschweren, hat doch ueble Hintergruende, fuerchte ich. Auch wenn die betreffenden Personen ueber diese Hintergruende gar nicht im Klarem sind. Ein einfacher Test: Wuerde sich dieselbe Person genauso beschweren, wenn alle um sie herum duenner sind, als sie? Ich glaube, die meisten solcher Menschen wuerden sich ihr Gejammere in dieser Situation verkneifen.

Das habe ich auch schon gedacht und ich glaube, sie würden es nicht, denn es würde wohl eher nicht die gewünschte Reaktion kommen, sondern eine Zustimmung.

Muminfrau:
In Gegenwart dicker Mensschen uebrer eigene uebertriebene "Gewichtsprobleme" zu sprechen finde ich ausserordentlich taktlos.

So empfinde ich das auch.

SoKu:
Dass du das schon wieder auf dich speziell und deine Figur beziehst, wenn Menschen um dich herum über ihre Figur jammern, -das macht mich eher stutzig und ist das, was ich in 'nem anderen Thread schon mit "Beziehungswahn" meinte.

Erstensmal bezeihe ich nicht "schon wieder" auf mich, und zweitens in diesem Fall auch nicht explizit auf mich, sondern - wie ich bereits versuchte klar zu machen - finde ich so etwas generell in Gesellschaft wirklich dicker Menschen ungehörig und deswegen geht es mir auf den Senkel.
Muminfraus Beispiele, was man ja ganz selbstverständlich in bestimmten Situationen oder im Beisein bestimmter Menschen auch nicht tut, finde ich sehr passend.
Ich würde ja auch jemandem, der im Obdachlosenasyl wohnt, bestimmt nicht vorjammern, dass ich mit meiner 12-Zimmer-Villa nicht zufrieden bin.


Außerdem ist es bei diesen besagten Frauen immer und immer wieder so.
Wäre dies eine einmalige Sache mit irgendwem, würde ich keinen Gedanken dran verschenden. Bei diesen beiden Frauen aber ist es immer wieder Thema. Es geht auch nicht darum, dass sie schlank sind und nun gerade für sie aufällige oder lästige 500 Gramm zugenommen haben. Solche Frauen jammern immer über das Bäuchlein und ich bin sicher, sie wollen hören, dass sie das bestimmt nicht nötig hätten, weil sie doch so schön schlank sein....

Aber wie ich oben schrieb, ich werde beim nächsten mal - welches bestimmt kommt! - einfach, wie Muminfrau riet, nach den Gründen für solche immer sich wiederholenden Äußerungen fragen.
Und vielleicht sollte ich auch ehrlich sagen, dass ich auch aus dem Grunde, weil ich dünne Figuren nicht schön finde, nicht der richtige Ansprechpartner bin.

Schmetterling
01.01.2011, 14:28
Liebe itsme!
ich stimme dir in deiner Wahrnehmung unbedingt zu. Ich habe auch solche Situationen erlebt und bin zu dem Schluss gekommen, dass einige dieser Menschen tatsächlich Übergewichtige komprmitieren wollen. Mein Mann und ich gehen Tanzen. Was ich in den letzten 4 Jahren dort mit einer ganz speziellen Dame erlebt habe, war wirklich grenzwertig. Das ging soweit, dass ich vor 2 Jahren sogar mit dem Tanzen aufhören wollte. Glücklicherweise habe ich mich eines Besseren besonnen. Inzwischen hat diese Frau die Tanzschule verlassen, denn sie kam mit ihrer Tour einfach nicht sonderlich weit. Auch andere, nicht übergewichtige Menschen, hatten sich an ihren Äußerungen gestört und sie stand irgendwann alleine da. Eine positive Erfahrung. Also lass dich nicht beirren. :daumen:

Lunix
01.01.2011, 15:15
Ich würde ja auch jemandem, der im Obdachlosenasyl wohnt, bestimmt nicht vorjammern, dass ich mit meiner 12-Zimmer-Villa nicht zufrieden bin.Genau das ist es. Wenn es vielleicht auch nicht als persönlicher Angriff gemeint ist, taktlos ist es in jedem Fall. Zumal die eigene Zunahme ja fast immer auch als persönliches Versagen gedeutet wird. Da ist dann klar, was über permanent dicke Menschen gedacht wird.

19elke61
01.01.2011, 20:39
wenn ich mir eure beiträge durchlese, dann fällt mir dabei auf, dass da sehr viel spekulationen über die motivation der anderen leute dabei sind. mir fällt ebenso auf, dass von der selbstbestimmung, die ihr anstrebt (in einem andern thread gelesen) und die notwendig ist um selbstakzeptanz zu leben, nicht wirklich viel vorhanden ist, solange ihr euch über die gedanken gedanken macht, die andere leute womöglich denken, wenn sie euch sehen und mit euch reden. könnte das nicht auch eine form von verdrängung sein?

ich meine: solange man sich darüber gedanken macht, wie man auf andere wirkt, warum andere dieses oder jenes tun, ob sie es tun um einen zu verletzen oder ob sie andere gründe für ihr tun haben, verschwendet man eine ganze menge an lebenskraft, die man dafür nutzen könnte, sich selbst genauer zu betrachten und den frieden mit sich zu schliessen.

sollte ich damit jetzt jemanden verletzt haben, dann liegt/lag das nicht in meiner absicht. ich bin mir durchaus im klaren darüber, dass kein lebensweg leicht und eben ist und dass die dinge nicht immer ganz so einfach sind, wie man sie schreibt.

wenn jeder sich zunächst einmal darum kümmern würde, dass es ihm/ihr selbst gut geht, dann würde sehr viel leid verhindert werden in dieser welt.

Lutaihna
02.01.2011, 02:38
Erstensmal bezeihe ich nicht "schon wieder" auf mich, und zweitens in diesem Fall auch nicht explizit auf mich, sondern - wie ich bereits versuchte klar zu machen - finde ich so etwas generell in Gesellschaft wirklich dicker Menschen ungehörig und deswegen geht es mir auf den Senkel.
Muminfraus Beispiele, was man ja ganz selbstverständlich in bestimmten Situationen oder im Beisein bestimmter Menschen auch nicht tut, finde ich sehr passend.
Ich würde ja auch jemandem, der im Obdachlosenasyl wohnt, bestimmt nicht vorjammern, dass ich mit meiner 12-Zimmer-Villa nicht zufrieden bin.

Den Vergleich mit dem Obdachlosenasyl und der 12 Zimmer Villa finde ich recht interessant.
Heißt das, dass du doch lieber schlank wärst?
Um bei deinem Vergleich zu bleiben, ich hätte lieber die 12 Zimmer Villa als ein Obdachlosenasyl.



Außerdem ist es bei diesen besagten Frauen immer und immer wieder so.
Wäre dies eine einmalige Sache mit irgendwem, würde ich keinen Gedanken dran verschenden. Bei diesen beiden Frauen aber ist es immer wieder Thema. Es geht auch nicht darum, dass sie schlank sind und nun gerade für sie aufällige oder lästige 500 Gramm zugenommen haben. Solche Frauen jammern immer über das Bäuchlein und ich bin sicher, sie wollen hören, dass sie das bestimmt nicht nötig hätten, weil sie doch so schön schlank sein....

Ja, manchmal tut es gut sowas wie "Das hast du gar nicht nötig zu hören", manchmal stört die Zunahme von 1kg aber einfach, sodass man es eben auch sagt und zwar nicht nur in der Gegenwart von Dicken (wenn man sich über irgendwas anderes ärgert, sagt man es ja auch).



Aber wie ich oben schrieb, ich werde beim nächsten mal - welches bestimmt kommt! - einfach, wie Muminfrau riet, nach den Gründen für solche immer sich wiederholenden Äußerungen fragen.

Bestimmt keine schlechte Idee. :)


Und vielleicht sollte ich auch ehrlich sagen, dass ich auch aus dem Grunde, weil ich dünne Figuren nicht schön finde, nicht der richtige Ansprechpartner bin.

Gerade nach dem Vergleich der 12 Zimmer Villa und dem Obdachlosenasyl kommt das recht unglaubwürdig rüber.

Martina
02.01.2011, 05:18
Gerade nach dem Vergleich der 12 Zimmer Villa und dem Obdachlosenasyl kommt das recht unglaubwürdig rüber.Ich zitiere mich mal selber: Sich als dicken Menschen zu lieben und zu akzeptieren, bedeutet nicht, es toll zu finden, dick zu sein.

Zu der Ausgangsfrage dieses Threads:

Ich ignoriere so was. Auf mich würde ich es nicht beziehen. Und selbst wenn, dann wäre mir das zu blöd. Wenn jemand etwas über mein Dicksein wissen will, soll er mich direkt ansprechen. Dann bekommt er auch erhellende Antworten.

Ich bemitleide solche Menschen. Sie sind noch lange nicht so weit wie wir und haben ein ausgesprochenes Selbstakzeptanzproblem ... und keine wirklichen Probleme.

Itsme
02.01.2011, 06:43
Den Vergleich mit dem Obdachlosenasyl und der 12 Zimmer Villa finde ich recht interessant.
Heißt das, dass du doch lieber schlank wärst?
Um bei deinem Vergleich zu bleiben, ich hätte lieber die 12 Zimmer Villa als ein Obdachlosenasyl.


Lutaihna,
ob Du es glaubst oder nicht, aber das war genau der Punkt, der mich selber an diesem Vergleich störte! ;) Ich weiß es klingt wie "Dick ist negativ, dünn ist positiv. Mir fiel jedoch kein anderer Vergleich ein.

Zu Deiner Frage an sich:
Nein schlank wäre ich nicht gern. Aber weniger als jetzt würde ich gern wiegen.
Meine Wohlfühlzeit (im Rückblick) war, als ich gut gepolstert war. Für manche schon dick, aber für meinen Geschmack genau richtig.

19elke61:
wenn jeder sich zunächst einmal darum kümmern würde, dass es ihm/ihr selbst gut geht, dann würde sehr viel leid verhindert werden in dieser welt.

Ja, das stimmt. Und bist Du mal auf den Gedanken gekommen, dass ich genau aus diesem Grund meinem Herzen Luft gemacht habe, und deshalb diese sich nun unlängst zum (gefühlten) Millionsten mal wiederholende Situation geschildert habe? Gerade weil ich Eure Gedanken hören wollte um besser damit umgehen zu können?
Somit habe ich damit doch genau Deinen Rat befolgt, oder? :)


Martina:
Ich bemitleide solche Menschen. Sie sind noch lange nicht so weit wie wir und haben ein ausgesprochenes Selbstakzeptanzproblem ... und keine wirklichen Probleme.

Das kann sein. Ja, wahrscheinlich ist es so.
Ich habe einfach ein Problem damit, wenn es in irgend einer Form gegen Dicke geht, nur weil sie dick sind.
Martina, man merkt einfach doch in vielen Dingen, dass Du Dich schon lange mit dieser Thematik befasst und dadurch einfach auch in vielen Punkten abgeklärter und sachlicher sein kannst.

wollmaus
02.01.2011, 07:10
Vorweg: Ich finde mich ok so wie ich bin und ich werde mich nicht mehr verrenken um das zu ändern, aber das bedeutet auch für mich - wie Martina schreibt - dass ich es die schöneste Form, die ich mir für mich vorstellen kann finde. Deshalb bin ich noch immer (in deutlich geringerem Maße) verletzbar.

Bei solchen Gesprächen, in denen mein schlankes Gegenüber mich auf sein Bäuchlein hinweist, geht es für mich aber um etwas anderes, wenn ich es kritisiere und warum ich dann auch einen flapsigen Kommentar mache, der zumindest zu Irritation führt.
Ich finde es einfach taktlos und ich finde Taktlosigkeit egal wo sie auftritt schlimm. Deshalb schrieb ich auch, dass ich vor einem Rollstuhlfahrer nicht über Schmerzen in meinem kleinen Zeh jammere und so verstehe ich auch das Beispiel von Itsme.
Dabei geht es gar nicht darum, dass ich mit diesen Vergleichen das Dick Sein negativ mache - es geht darum, wie es vom Gegenüber empfunden wird. Wenn jemand vor mir über seinen Bauch jammert, würde er definitiv deutlich mehr jammern, wenn er meinen Bauch hätte - also ist seine Bewertung von dick Sein negativ und obwohl er das negativ bewertet, jammert er. Das hat erst mal nichts mit meiner Einschätzung zu tun. Wenn das so ist, dann verhält er sich in meinen Augen taktlos und ich finde einen rücksichtsvollen Umgang mit meinen Mitmenschen wichtig.
Außerdem weiß mein Gegenüber nicht, wie stark er mich damit verletzt, was ich sehr gut beurteilen kann, da mir so etwas sowohl in Zeiten passiert ist, in denen es mich sehr verletzt hat, als auch in solchen, wo es mich nicht mehr wirklich verletzt.

Wenn ich mein Gegenüber länger kenne und derjenige weiß, dass ich Frieden mit meiner Figur gemacht habe, kann er sich übrigens auch gerne über seine Figurprobleme unterhalten. Damit habe ich gar kein Problem und nehme das auch absolut ernst. Da geht es einfach darum, dass ich an den Problem meiner Freunde Anteil nehme und die "Eigenheiten" des anderen einfach normal sind - hätte ich einen Rollstuhlfahrer als Freund, könnte ich mich auch über den kleinen Zeh beschweren, wenn der mir eben gerade aktuell weh tut.
Das Problem sind für mich Menschen, die man oberflächlich kennt und die ihrem Smalltalk nicht unter Kontrolle haben.

Sonnenkuss
02.01.2011, 08:56
Was ist denn bitte daran taktlos, wenn Jemand über eine seiner, in seinen eigenen persönlichen Augen und Empfindlichkeiten, Unzulänglichkeit jammert?
Der darf das.
Wenn ich das dann immer auf mich beziehe (ich bin der Nabel der Welt und jedes Gesprächs, das zufällig in meiner Gegenwart, und sei es am Nebentisch, geführt wird, bezieht sich nur auf mich und meine Unzulänglichkeiten), dann habe ich ein gewaltiges Problem und nicht meine Umwelt.
Wer so empfänglich und schier seismologisch auf alles was um ihn herum gesprochen wird reagiert, tut sich in meinen Augen eigentlich sehr schwer überhaupt mit Menschen umzugehen oder hat nur sehr wenig Umgang und Übung damit.

Es darf in meiner Gegenwart von Diarrhoe gesprochen werden, auch wenn ich selbst schon davon betroffen war, oder von Dummheit oder vom Dicksein oder vom Dünnsein, undundund.
Wenn ich meine, das eine bestimmte Person immer genau wenn ich dabei bin, das Thema "dick" auf's Tapet zu bringen, dann spreche ich sie direkt darauf an und eiere (schon wieder dieses Wort, wie in dem anderen Thread) nicht rum. Frank und frei.
Gerade wenn das angeblich "zwei sehr liebe Frauen" sind, -dann kann ich das und darf das auch.

Andra1963
02.01.2011, 09:08
Was passiert denn, wenn jemand über "Schmerzen im kleinen Zeh" einem chronisch Schmerzkranken gegenüber jammert? Nur eines - der Chronisch Schmerzkranke ist nicht verletzt ... er nimmt den Zeh-Kranken überhaupt nicht ernst!!! Wenn er überhaupt etwas denkt - was ich bezweifele - dann halt so was wie "Wenn du wüsstest, wie froh du sein kannst, dass es nur der Zeh ist!" .... ansonsten wird er über Zeh-Geschichten gelangweilt hinweghören!

Es ist und bleibt eben immer alles eine Frage der eigene Sichtweise, der eigenen Erfahrung.

Wenn ich als dicker Mensch wirklich (!) Frieden mit mir geschlossen habe, dann höre ich solche Andeutungen gar nicht mehr und rege mich schon gar nicht mehr darüber auf!

wollmaus
02.01.2011, 10:25
Ich sehe, dass das, was ich aussagen wollte nicht rüber gekommen ist. Es geht mir nicht um meine Befindlichkeit - es geht mir um ein allgemeineres Thema - es geht um Höflichkeit und Takt.
Wenn ich einen Menschen nicht gut kenne, begegne ich ihm mit Aufmerksamkeit und Höflichkeit. Ich versuche erst einmal zu vermeiden, diesen Menschen zu verletzten - und vermeiden kann ich erst mal alles, was ich direkt sehen kann.
Ich gehe nicht davon aus, dass ein Gegenüber mich verletzten will, wenn es eigene Gewichtsprobleme anspricht - ich sehe nur, dass dieser Mensch unaufmerksam ist, weil er sich nicht überlegt, dass er mich damit verletzten könnte.
Ich finde es immer wieder interessant, welche Unzulänglichkeitem einen unterstellt werden, wenn man andere Sichtweisen auf Situationen hat.

Itsme
02.01.2011, 10:27
Wenn ich das dann immer auf mich beziehe (ich bin der Nabel der Welt und jedes Gesprächs, das zufällig in meiner Gegenwart, und sei es am Nebentisch, geführt wird, bezieht sich nur auf mich und meine Unzulänglichkeiten), dann habe ich ein gewaltiges Problem und nicht meine Umwelt.

Das stimmt. Aber wer tut das denn? Du?

Wer so empfänglich und schier seismologisch auf alles was um ihn herum gesprochen wird reagiert, tut sich in meinen Augen eigentlich sehr schwer überhaupt mit Menschen umzugehen oder hat nur sehr wenig Umgang und Übung damit.

Ja, der Umgang mit manchen Menschen ist schwer. Da stimme ich Dir gern zu. Und mit "Übung" meinst Du, wenn man locker und leicht andere Menschen abwertet? So wie Du es immer wieder gern tust?

Es darf in meiner Gegenwart von Diarrhoe gesprochen werden, auch wenn ich selbst schon davon betroffen war, oder von Dummheit oder vom Dicksein oder vom Dünnsein, undundund.
Wenn ich meine, das eine bestimmte Person immer genau wenn ich dabei bin, das Thema "dick" auf's Tapet zu bringen, dann spreche ich sie direkt darauf an und eiere (schon wieder dieses Wort, wie in dem anderen Thread) nicht rum. Frank und frei.
Gerade wenn das angeblich "zwei sehr liebe Frauen" sind, -dann kann ich das und darf das auch.

Schön wenn Du das kannst und tust und niemals irgendeinen Rat brauchst.



(Habe ausnahmsweise mal in roter Schrift in das State hineingeschrieben, weil es mir hier einfacher erschien. Ich hoffe, das ist okay so.)



@ Andra1963

Der nicht unerhebliche Unterschied ist nur, dass ein chronisch Schmerzkranker nicht sowieso schon dauernd von seiner Umwelt wegen seiner Schmerzen angegangen wir - ein dicker Mensch dies aber nicht selten erlebt und nur wegen seines Äußeren abgewertet wird.

----


Ich habe nicht erwartet, dass jeder bei solchen Episoden fühlt und empfindet wie ich. Wer so etwas einfach überhören kann, wer einfach denken kann, dass ihm so ein Mensch im Grunde nur leid tut, wer so gebaut ist, dass ihn so etwas überhaupt nicht tangiert, der hat es leichter, - egal, ob er sich das erlernt hat oder schon immer so war. Ich kann Menschen die mit solchen Dingen kein Problem haben nur gratulieren. Allerdings auch nur dann, wenn er nicht gleichzeitig stirnrunzelnd auf die herabblickt, die dies nicht können - oder noch nicht können, denn wenn eine solche Einstellung (erlernt oder einfach da) bedeutet, sich über die zu erheben, die dies nicht können, dann verzichte ich lieber auf dieses Können. Was nützt es, die eine Toleranz zu erlernen um dafür eine andere abzulegen?

Und noch einmal möchte ich auch betonen, dass es mir im allgeinen um den Umgang mit dicken Menschen geht.
Wollmaus hat das gut ausgedrückt und ich übernehme mal ihren Satz:
Es geht mir nicht um meine Befindlichkeit - es geht mir um ein allgemeineres Thema - es geht um Höflichkeit und Takt.

Andra1963
02.01.2011, 10:34
@Itsme ... Irre ich mich - oder hast du uns gefragt, wie es uns in solchen Situationen geht, wie wir das empfinden ...... ?

Nichts anderes haben wir getan - und es wäre doch für dich eine Möglichkeit, mal über deine Gedanken nachzudenken. Vielleicht bringt es dich weiter und in der nächsten Situation bist du ein wenig unempfindlicher.

Wir können NIE - wirklich NIE - etwas dafür, was andere denken oder sagen! Es gibt taktlose und dumme und sonstwas für Menschen mit merkwürdigen Einstellungen. Wofür wir etwas können, ist, wie wir es bei uns ankommen lassen und wie wir es uns zu Herzen nehmen.

Und übrigens: was ein chronisch Schmerzkranker auszustehen hat, das können wohl die wenigsten hier beurteilen!

Itsme
02.01.2011, 10:53
@Itsme ... Irre ich mich - oder hast du uns gefragt, wie es uns in solchen Situationen geht, wie wir das empfinden ...... ?

Nichts anderes haben wir getan - und es wäre doch für dich eine Möglichkeit, mal über deine Gedanken nachzudenken. Vielleicht bringt es dich weiter und in der nächsten Situation bist du ein wenig unempfindlicher.

Wir können NIE - wirklich NIE - etwas dafür, was andere denken oder sagen! Es gibt taktlose und dumme und sonstwas für Menschen mit merkwürdigen Einstellungen. Wofür wir etwas können, ist, wie wir es bei uns ankommen lassen und wie wir es uns zu Herzen nehmen.

Und übrigens: was ein chronisch Schmerzkranker auszustehen hat, das können wohl die wenigsten hier beurteilen!

Ja, Andra1963,

stimmt, ich wollte gern hören, wie Ihr darüber denkt und ich bin interessiert und dankbar für die gedanklichen Anregungen, wie ich meinem Eingangstate folgend auch schrieb.
Wenn jemand, der die Dinge anders sieht als ich - was jeder darf!!! - jedoch abwertend über meine Sichtweise schreibt, und wiederholt behauptet, so jemand bezöge sowieso immer gleich alles auf sich und täte sich wohl überhaupt schwer im Umgang mit Menschen, der erteilt keinen freundlichen Rat oder teilt freundlicherweise seine Sichtweise mit, sondern der verletzt und überschreitet Grenzen.

Für diese Sätze:

Wir können NIE - wirklich NIE - etwas dafür, was andere denken oder sagen! Es gibt taktlose und dumme und sonstwas für Menschen mit merkwürdigen Einstellungen. Wofür wir etwas können, ist, wie wir es bei uns ankommen lassen und wie wir es uns zu Herzen nehmen.

danke ich Dir sehr.
Ich weiß das, aber ich hatte es nicht vor Augen. Insofern werde ich mich bemühen, einiges einfach nicht an mich heran zu lassen.
Merkwürdigerweise ist das eigentlich etwas, was ich mir immer vornehme, nur manchmal weiß man Dinge, wendet sie aber trotzdem nicht an.
Also habe Dank für diese guten Gedanken.

Boewi
02.01.2011, 11:15
Wenn jemand, der die Dinge anders sieht als ich - was jeder darf!!! - jedoch abwertend über meine Sichtweise schreibt, und wiederholt behauptet, so jemand bezöge sowieso immer gleich alles auf sich und täte sich wohl überhaupt schwer im Umgang mit Menschen, der erteilt keinen freundlichen Rat oder teilt freundlicherweise seine Sichtweise mit, sondern der verletzt und überschreitet Grenzen.

Das ist richtig. Allerdings bitte ich alle darum, sachlich zu bleiben und persönliche Angriffe aller Art zu unterlassen. Auch wenn es hier um ein sehr persönliches und emotionales Thema geht, sollten private Fehden nicht im Vordergrund stehen!

Es ist in Ordnung, eine Sichtweise kritisch zu hinterfragen. Es ist auch in Ordnung, Kritik zu üben. Aber persönliche Seitenhiebe bringen weder die Diskussion voran, noch helfen sie irgendjemandem von uns weiter.

Sonnenkuss
02.01.2011, 12:43
Passt scho'. Ich kann das schon ab, lieber frank und frei, als heididei. ;)

...
Wenn jemand, der die Dinge anders sieht als ich - was jeder darf!!! - jedoch abwertend über meine Sichtweise schreibt, und wiederholt behauptet, so jemand bezöge sowieso immer gleich alles auf sich...
...

In dem anderen Thread hab ich aber nicht dich gemeint Itsme. Den hat nämlich Lunix eröffnet und ich habe ihr geantwortet, nicht dir und dann noch der Sophie und wieder nicht dir und dann sunny73, also auch nicht dir.
Hier habe ich in zwei Beiträgen meine Meinung geschrieben.
Wie du dann zu der zitierten Aussage kommst, ist mir fraglich.
Sorry, eventuell nimmst du mich wirklich so krass wahr, vielleicht solltest du dann die Ignore-Funktion nutzen, was ich nicht gut fände, aber wenn es dich entlastet wäre das die Alternative.

Rita
02.01.2011, 13:12
was mache ich, wenn meine schlanken freundinnen über ihr feiertagsbäuchlein klagen?

ich denke, in mich hineinschmunzeln und mir denken, sei froh, wenn es nicht mehr ist, trifft es meistens ziemlich gut.

allerdings hab ich die erfahrung gemacht, dass mich die letzten 2,3 kilos gewaltig stören. die paar kilos, die verhindern, dass ich in das größte dienst-outfit passe, die paar kilos, die mir auf den bauch drücken, wenn ich meine lieblingshose anziehe, die paar kilos, die meine birnenfigur altergemäß richtung apfel verschieben... die paar kilos, an die ich nicht schon seit jahren und jahrzehnten gewöhnt bin.

insofern kann ich auch wirklich verstehen, wenn man aktuell frustriert ist über ein paar kilos, und sehe es auch nicht als fishing for compliments. ich kann dann durchaus auch nett trösten und den/die erinnern, dass auch letztes jahr, mit beginn der radfahrsaison, die paar kilos wieder weg waren, ohne, dass ich mich schlecht dabei fühle.

abgewöhnt hab ich mir vor langer zeit, alles was sich um gewicht dreht als anspielung auf mich zu sehen, wenn mir jemand etwas sagen will, möge er den holzhammer herausnehmen und mir auf den kopf dreschen, anspielungen durch die blume nehme ich nicht entgegen.

Lunix
02.01.2011, 13:57
Es kommt immer ein bisschen auf die genaue Situation an. Itsmes Schilderung hat mich an ähnliche Erlebnisse erinnert, bei denen es eindeutig um Anspielungen auf meine Figur ging, wenn auch nicht direkt um meine Person. Das nervt vor allem weil man eigentlich nur falsch darauf reagieren kann. Also eigentlich ist es genau das was Sonnenkuss als heideidei statt frank und frei beschreibt.

19elke61
02.01.2011, 14:03
Ja, das stimmt. Und bist Du mal auf den Gedanken gekommen, dass ich genau aus diesem Grund meinem Herzen Luft gemacht habe, und deshalb diese sich nun unlängst zum (gefühlten) Millionsten mal wiederholende Situation geschildert habe? Gerade weil ich Eure Gedanken hören wollte um besser damit umgehen zu können?
Somit habe ich damit doch genau Deinen Rat befolgt, oder? :)


natürlich bin ich das (...auf den gedanken gekommen) :) und ich finde ja auch, dass es immer besser ist, etwas aus- und anzusprechen als es in sich hinein zu fressen, insofern ist jedes thema ein gedankenanstoss und sehr interessant zu lesen, wie andere menschen mit den situationen umgehen. und vielleicht bekommt man darüber ja auch einen eindruck davon, was man für sich überhaupt erreichen kann oder will.

Itsme
02.01.2011, 14:04
In dem anderen Thread hab ich aber nicht dich gemeint Itsme. Den hat nämlich Lunix eröffnet und ich habe ihr geantwortet, nicht dir und dann noch der Sophie und wieder nicht dir und dann sunny73, also auch nicht dir.
Hier habe ich in zwei Beiträgen meine Meinung geschrieben.
Wie du dann zu der zitierten Aussage kommst, ist mir fraglich.
Sorry, eventuell nimmst du mich wirklich so krass wahr, vielleicht solltest du dann die Ignore-Funktion nutzen, was ich nicht gut fände, aber wenn es dich entlastet wäre das die Alternative.

Kurz zur Klärung:
ich weiß nicht von welchem anderen Thread Du sprichst.
Ich habe mich nur auf Kommentare innerhalb dieses Themas bezogen. Und zwar auf diese:

Dass du das schon wieder auf dich speziell und deine Figur beziehst, wenn Menschen um dich herum über ihre Figur jammern, -das macht mich eher stutzig und ist das, was ich in 'nem anderen Thread schon mit "Beziehungswahn" meinte.

Wenn ich das dann immer auf mich beziehe (ich bin der Nabel der Welt und jedes Gesprächs, das zufällig in meiner Gegenwart, und sei es am Nebentisch, geführt wird, bezieht sich nur auf mich und meine Unzulänglichkeiten), dann habe ich ein gewaltiges Problem und nicht meine Umwelt.
Wer so empfänglich und schier seismologisch auf alles was um ihn herum gesprochen wird reagiert, tut sich in meinen Augen eigentlich sehr schwer überhaupt mit Menschen umzugehen oder hat nur sehr wenig Umgang und Übung damit.

Taborea
02.01.2011, 14:39
Ich hatte da mal vor einiger Zeit eine interessante Konversation mit meiner (schlanken) besten Freundin, die sich auch dann und wann über ihr Bäuchlein beklagt hat.

Wenn sie über sowas sprach, fühlte ich mich immer schlecht und irgendwie betroffen. Ich fand es einfach furchtbar taktlos von ihr. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und habe sie darauf angesprochen. Sie sagte dann zu mir:

"Ich sehe sehr wohl, dass du dick bist aber für mich bist du nicht "Die Dicke" und ich nehme dich auch nicht als solche wahr, sondern als meine beste Freundin bei der ich mich ab und an ausheulen möchte. Klage ich über meine 2-3 Kg Zunahme, hat das in dem Moment nur etwas mit mir zu tun und ich meine das in keinster Weise despektierlich dir gegenüber. Wenn du über deine Locken, für die ich töten würde, jammerst, betrachte ich das auch nicht als Anspielung auf meine glatten Haare."

Ich denke, wenn man sein Leben lang schon mit der Gesellschaft "zu kämpfen" hat, ist man verständlicherweise schnell dabei unbedachte Aussagen auf sich zu münzen obwohl der Gegenüber es nicht böse meint und wahrscheinlich nicht großartig darüber nachgedacht hat. Ein Freundin zb. schleppte mich mal mit "Laß shoppen!" in ein Geschäft, wo bei Größe 40 Schluß ist. Ich dachte mir "Will die mich veräppeln?". Drinnen haben wir uns dann nur angeschaut und uns kaputt gelacht. Sie meinte dann "Sry ich denke da einfach nicht dran". Zu meinen schlechten Zeiten hätte ich wahrscheinlich gedacht das sie mir eins reinwürgen will. Inzwischen finde ich es wahnsinnig schön, von meinen Freunden als absolut normal wahrgenommen zu werden und nicht als "Dicke".

Sicher gibt es solche, die aus reiner Provokation bestimmte Themen wie Diäten und co. immer dann bringen, wenn Dicke dabei sind. Habe ich alles schon erlebt und dann reagiere ich auch dem entsprechend, nur habe ich die Erfahrung gemacht, das vieles bei weitem nicht so feindselig gemeint ist, wie man machmal glaubt.

Martina
02.01.2011, 16:55
Also, das mit den 2-3 kg zu viel kenne ich auch. Meine beste Freundin wundert sich immer darüber, dass ich das tatsächlich merke bei meinem hohen Gewicht. Bei mir zwacken da noch nicht mal die Hosen, weil mir die eh latent zu weit sind. Aber ich merke es und fühle mich nicht gut damit. Allerdings kann mir das, seitdem ich schilddrüsentechnisch gut eingestellt bin, nicht mehr den Tag verderben, weil ich weiß, dass sich das alles wieder ausgleicht. Bei mir folgen üppigen Tagen (weil Party war oder weil's mal besonders gut geschmeckt hat) immer ganz automatisch magere Tage. Da muss ich mich nicht künstlich disziplinieren. Ich halte das im Übrigen für supernormal. Blöd ist halt nur, dass sich das bei mir nach so vielen Diäten und Jahren in der Unterfunktion auf einem sehr hohen Niveau abspielt.

Dass mich die Menschen, mit denen ich ständig zu tun habe, nicht als "die Dicke" wahrnehmen, kenne ich auch. Und ganz nebenbei habe ich auch das Lockenproblem. :grins:

Itsme
02.01.2011, 17:32
Ich hatte da mal vor einiger Zeit eine interessante Konversation mit meiner (schlanken) besten Freundin, die sich auch dann und wann über ihr Bäuchlein beklagt hat.

Wenn sie über sowas sprach, fühlte ich mich immer schlecht und irgendwie betroffen. Ich fand es einfach furchtbar taktlos von ihr. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und habe sie darauf angesprochen. Sie sagte dann zu mir:

"Ich sehe sehr wohl, dass du dick bist aber für mich bist du nicht "Die Dicke" und ich nehme dich auch nicht als solche wahr, sondern als meine beste Freundin bei der ich mich ab und an ausheulen möchte. Klage ich über meine 2-3 Kg Zunahme, hat das in dem Moment nur etwas mit mir zu tun und ich meine das in keinster Weise despektierlich dir gegenüber. Wenn du über deine Locken, für die ich töten würde, jammerst, betrachte ich das auch nicht als Anspielung auf meine glatten Haare."

Ich denke, wenn man sein Leben lang schon mit der Gesellschaft "zu kämpfen" hat, ist man verständlicherweise schnell dabei unbedachte Aussagen auf sich zu münzen obwohl der Gegenüber es nicht böse meint und wahrscheinlich nicht großartig darüber nachgedacht hat. Ein Freundin zb. schleppte mich mal mit "Laß shoppen!" in ein Geschäft, wo bei Größe 40 Schluß ist. Ich dachte mir "Will die mich veräppeln?". Drinnen haben wir uns dann nur angeschaut und uns kaputt gelacht. Sie meinte dann "Sry ich denke da einfach nicht dran". Zu meinen schlechten Zeiten hätte ich wahrscheinlich gedacht das sie mir eins reinwürgen will. Inzwischen finde ich es wahnsinnig schön, von meinen Freunden als absolut normal wahrgenommen zu werden und nicht als "Dicke".

Sicher gibt es solche, die aus reiner Provokation bestimmte Themen wie Diäten und co. immer dann bringen, wenn Dicke dabei sind. Habe ich alles schon erlebt und dann reagiere ich auch dem entsprechend, nur habe ich die Erfahrung gemacht, das vieles bei weitem nicht so feindselig gemeint ist, wie man machmal glaubt.

Danke!!!:)

Dein Bericht hat mich sehr nachdenklich gemacht, denn so kann es durchaus auch bei besagten Frauen sein. Zumindest werde ich diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Dass sie uns - die andere Frau die dabei war und mich gar nicht als Dicke wahrnehmen könnte, und somit ganz unbefangen über ihren "dicken" Bauch sprach, auf den Gedanken bin ich nicht gekommen. :-o
Und dann gerade auch noch das Beispiel mit den Locken...
eine der Frauen hat sehr dünne Haare. Ich habe recht viele und dabei eine störrische Krause über die ich auch hier und da schimpfe. Dass sie dies ähnlich empfinden könnte, wie ich umgekehrt empfinde, wenn sie über das nichtvorhandene Bäuchlein jammert, das habe ich nie bedacht.
Das beschämt mich nun schon auch etwas. :-o Aber vor allem ist Dein Beispiel hilfreich. Also vielen Dank dafür.

babelfish
02.01.2011, 19:26
Zu der Ausgangsfrage dieses Threads:
Ich ignoriere so was. Auf mich würde ich es nicht beziehen.

Ich auch, aber aus anderen Gründen. Ich glaube das ich bin so dick Gespräch hat heute etwa die Qualität von "das Wetter ist aber mies." Das ist Smalltalk, traurig genug.

Ryana
02.01.2011, 19:29
auchHallo,

Ich denke auch, das hat etwas mit der Relativität zu tun. Bestimmte Menschen leben in ihrem eigenen Kosmos. Sie merken und meinen oft gar nicht andere damit, sondern sind total auf sich selbst focussiert.sie sind auch in ihrer eigenen Psyche gefangen. Sie leben in ihrer normierten Welt meinen gar nicht damit andere, sondern sehen sich selbst in überdimensionaler Form. Die sehen sich selbst unheimlich dick in einer Welt von ganz dünnen. Ein kleiner Knubbbel am Bauch, schon sind Sie dick. Leiden unheimlich und reden darüber ständig. sie können gar nicht jemand anderem sehen, auch wenn der ja in der Nähe ist und eigentlich wirklich dicker ist. Sie meinen denjenigen auch gar nicht, sondern es geht nur um sie selbst.

Sowas gibt es. Wirklich weit verbreitet.

Natürlich ist es auch möglich, dass da Menschen sind, die über indirektes reden meinen über einen hetzen zu müssen, das sind die sogenannten Intriganten. Die kommen sich dann ganz schlau vor. Aber ich denke das ist die geringere Anzahl.Und man merkt das trotzdem...

Mir kommt es mehr vor, was ich erlebt habe in, dass die Leute in meiner Nähe anfangen zu tuscheln, wenn sie sich üner mich mokieren wollen, die denken, ich würde nicht merken das sie über mich reden. Aber man hört genau diese Tuschelei und diese Blicke!

Ich habe erfahren, wenn über einen in irgendeiner Weise geredet wird, da gibt es diese verstohlenen Blick, die verraten alles.

Aber es ist echt so, dass viele Menschen sich für dick halten und stöhnend herumlaufen und auch darüber reden, wenn im Raume auch wesentlich Korpulentere sind.

Das erlebe ich auch bei meinen Töchtern, die in meiner Gegenwart über ihre Figurprobleme reden und ihre schlanken Bäuchlein rausholen. Die fragen mich sogar, ob ich sie für Fett halten würde – nur, weil es in ihrer Vorstellung existiert und denken gar nicht in dem Moment an meinem körperlichen Zustand.

Deswegen sage ich, es ist die Relativität der eigenen Sichtweise, die man manchmal vergisst und dann eine Rolle spielen – aber wie gesagt, nicht immer. Alle diese Verhaltensweisen sind irgendwie möglich, ist leider so.

RYANA

Schmetterling
03.01.2011, 17:23
Leider gibt es aber auch genügend Menschen, die es regelrecht darauf anlegen, den übergewichtigen Gegenüber zu kompromotieren. Ich habe aus den Beiträgen von itsme genau das herausgehört. Sicherlich liegt es an einem selbst, wie man damit umgeht, ob es einen trifft oder eben nicht. Allerdings sind manche Mitmenschen schon ziemlich lästig was solche Bemerkungen angeht. Und nur weil es auffällt, dass es solche Zeitgenossen gibt, hat nicht derjenige ein Problem. Eigentlich sind es die, die diese Bemerkungen machen, die ein Problem mit Übergewichtigen haben. Mir fällt es auch oft auf und fühle mich nicht deshalb schlecht oder muss mir Gedanken zum Thema Selbstakzeptanz machen. Sind meiner Meinung nach zwei Paar Schuh.

Ryana
03.01.2011, 18:41
Schmetterling – natürlich hast du total auch recht.
Ich beschrieb die Verschiedenartigkeit der Möglichkeiten, wie andere sein können. Da stecken wir nicht drin.

Es ist wahr, dein Wort von" lästig" für diese gehässigen Menschen, die sich immer über den dicken Menschen mokieren müssen, das ist total lästig. Man muss einfach lernen, dass es diese gibt.

Man liest ja so viel auch in anderen Foren, wie die da so loslegen. Und auch wie so viele Übergewichtige deswegen dann auch abnehmen wollen. Wenn man da in diese anderen Adipositasforum rein schaut – einfach grauenhaft. Schon alleine diese Abnehm - Ticker.

Gerade weil leider noch so viele übergewichtige auch über ihr eigenes Gewicht so beschämend reagieren, wird dieses hetzen der so genannten schlanken weiter gefördert.

Andererseits habe ich auch gelernt, wie du auch richtig sagst, wir müssen selber lernen damit umzugehen, dass abzuschütteln.

Einerseits das vielleicht manchmal Lupenhaftbeobachten, dass alle über einen negativ reden, andererseits auch das abschütteln der Negativreder.

In der Klinik sagte eine Psychiaterin, das gilt für alle Menschen, dass es immer drei Smileys in unserer Umgebung gibt. Also drei Gesichter ziemlich gleich verteilt, die uns in der Umwelt begegnen. Einmal das freundlich zugeneigte Gesicht, dann das neutrale Gesicht – denen sind wir egal, und das böse Gesicht – diese ganzen Hetzer!

Das hat mir sehr geholfen, einfach zu wissen, dass es so ist und dass es eben nicht nur ein Gesicht gibt, sondern diese drei und man selbst kann nichts daran ändern. Ich sag auch immer, lass sie nur reden, vielleicht haben sie sonst nichts.Hihi, da denke ich immer wieder an die Musikgruppe die Ärzte – lasse reden. Ist so für mich so ein super Lied zur positiven Stärkung!

RYANA

Mariechen
04.01.2011, 16:53
Dass mich die Menschen, mit denen ich ständig zu tun habe, nicht als "die Dicke" wahrnehmen, kenne ich auch. :grins:

Das geht mir genau so und ich finde das sehr positiv!

Und ich möchte auch nicht, dass andere Menschen sich dreimal überlegen, was sie in meiner Anwesenheit äussern "dürfen".
Ich bin sehr froh, dass ich mich mit meiner Figur arrangiert habe und dazu stehen kann. Von daher tangieren mich solche Situationen nicht mehr - es
sei denn, jemand behandelt mich persönlich ausgesprochen verletzend.

Liebe Grüsse
Mariechen

bigette
05.01.2011, 02:33
Ich gestehe jedem meiner Mitmenschen zu, über Sachen, die er als schlimm findet, jammern zu dürfen.
Ob jetzt eine meiner dünnen Freunde über ihre 2 kg zu viel, ihren dicken Bauch etc jammert, sollen sie. Vllt empfinden sie/er es als wirklich schlimm. Jeder hält seine eigenen Probleme immer für sehr wichtig, wie wichtig sie der gegenüber nimmt....

Ich habe eine Bekannte, die nach einem Ärztefehler gelähmt im Rolli sitzt, deren Lähmung sich verschlimmert und die langsam erblindet, trotzdem hab ich da auch schon über mein hinnes Knie gejammert. Mir gings eben an dem Tag schei*e und ich mußte mich mal auskotzen. Das tut sie auch bei mir. (soviel zum Thema nem Berufswheely nix vom aua-Zeh zu sagen)

Ich kann mir doch zum Jammern nicht immer den in meinem Bekanntenkreis aussuchen, der auch dünne Haare, kaputte Knie, Übergewicht, blabla hat.

Wenn es meine Freunde/Bekannte sind, höre ich mir ihre Sorgen an und red mit ihnen. WIE ich mit ihnen rede, hängt dann von Problem ab.
Wenn es so Probs sind, um fishing for compliments zu betreiben, bleibt nen dummer Spruch nicht aus oder ich ignoriere es.

Einige meiner Bekannte scheinen mich auch nicht als dick wahrzunehmen und haben auch schon derbe Sprüche über andere Dicke abgelassen und dann erschrocken gesagt, das wäre nicht auf mich bezogen... was soll ich da machen? :confused:
Beleidigt sein, weil andere Dicke beleidigt wurden und mich als Verteidiger der Dicken aufspielen; rummotzen und nen Kreuzzug starten....
Das gibt bei uns nen Euro in die Lästerkasse und gut is... Warum immer son Stress, der schadet, ruhig mal 5 grad sein lassen. nix wird so heiß gegessen wies gekocht wird. :eek:

Um mich jetzt richtig unbeliebt zu machen...:-p
"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" (Quelle-Bibel-Jesus). :holy:
Mal Hand aufs Herz...hat nicht schon jeder mal andere mit seinen Probs genervt oder gelästert?:cool3:
Außerdem ist mir meine Zeit zu kostbar, um über solche Nichtigkeiten mir endlos den Kopf zu zerbrechen, gibt Schlimmeres.

Vllt versteh ich hier einfach das Problem nich....

wollmaus
05.01.2011, 06:41
Hallo Bigette,
ich unterscheide zwischen Freunden und flüchtigen oder aufgezwungenen (Arbeitskollegen) Bekannten.
Bei Freunden kann ich mich über alles jammern und die dürfen das selbstverständlich auch bei mir. Bei Menschen, die mich nicht kennen kommt für mich das zum Tragen, was ich mit Takt meine und den habe ich auch anderen gegenüber.

Grüße,
wollmaus

Muminfrau
05.01.2011, 07:00
Bei Menschen, die mich nicht kennen kommt für mich das zum Tragen, was ich mit Takt meine und den habe ich auch anderen gegenüber.

Ja genau, und deswegen redet man mit neuen Bekannten eben uebers Wetter. ;) Weil man nun wirklich nicht wissen kann, ob es fuer sie empfindliche Themen gibt. Aber bei einem dicken Menschen wuerde ich zumindest vermuten, dass "dicksein" ein empfindliches Thema ist, und bei einem Rollstuhlfahrer das "aua im kleinen Zeh".

Es gibt natuerlich Dinge, die man ueber seinen Gegenueber nicht weiss, weil man es nicht sehen kann. Eine gute Bekannte von mir hat einen neuen Freund, und ich war beim ersten Treffen mit ihm ziemlich taktlos. Ich habe ihn gefragt, was er beruflich macht. Und, so ein Mist, er ist arbeitslos. Ich war also auch taktlos. Aber zumindest konnte ich ihm nicht ansehen, dass er arbeitslos ist, und dass "was machst du beruflich" nicht die beste Frage fuer die ersten gemeinsamen 15 Minuten ist. ;) Das merke ich mir aber fuer die Zukunft!

Sophie
05.01.2011, 13:50
So extrem taktvolle, übervorsichtige Menschen finde ich allerdings irgendwie unnatürlich. Bei einem solchen Tritt ins Fettnäpfchen (Frage nach dem Job bei Arbeitslosem) reicht meiner Meinung ein vom Herzen kommendes "Sorry, das wusste ich nicht, entschuldige bitte." oder witzige Selbstkritik ("Elefant im Porzellanladen") Anschließend kann man ja über den Arbeitsmarkt als solchen reden oder die Politik, so schlimm ist dieser Einstieg eigentlich nicht. Wer unter einer solchen Frage extrem leidet, hat eher ein anderes psychisches Problem als nur die Arbeitslosigkeit.
Taktlos wäre gewesen, Arbeitslose als Faulpelze oder Schmarotzer zu bezeichnen, also menschlich abzuwerten.
Die Frage nach dem Job ist doch allgemein üblich, und heutzutage ist Arbeitslosigkeit keine Schande mehr.

Mit jeder Frage kann man einen wunden Punkt treffen (eine kinderlose Frau nach Familie fragen, die Witwe/Geschiedene nach ihrem Mann...) Selbst das harmlose "wie gehts?" kann einen Weinkrampf auslösen, wenn derjenige vielleicht Krebs hat...
Bevor ich lange überlege, was wem irgendwie zu nahe gehen könnte, vertraue ich lieber auf eine Entschuldigung, falls ich doch mal in den Fettnapf gelatscht bin. Eine Interesse demonstrierende freundliche Frage kommt eigentlich immer viel besser an als leeres Gelaber. Wichtig ist, dass man nie nie nie abwertend wird.

Was das Gejammer über den ach so dicken Bauch angeht, glaube ich - zumindest in den allermeisten Fällen - nicht, dass es bösartig gemeint ist. Es ist tatsächlich so, dass wie in einem Zerrspiegel die Wahrnehmung total unrealistisch sein kann. Als ich mit Anfang 20 magersüchtig war und zwischen 45 ung 50 Kilo gewogen hatte, kam mir mein Bauch riesig vor, mein Arsch unendlich breit, und meine Beine waren immer vieeeel zu dick. Jede Hautfalte war eine existenzielle Bedrohung, und bestimmt habe ich alle in meiner Umgebung mit meinen Wahnvorstellungen tierisch genervt. Eine alte Jeans aus dieser Zeit kriege ich noch nicht mal mehr über die Waden, aber ich empfinde mich nicht so dick wie damals. Ist schon komisch.
Aus meiner damaligen Erfahrung habe ich für heute die Verhaltensweise angewöhnt, bei so etwas einfach gar nicht zu reagieren.
Aber selbst wenn die meisten Frauen, die so rumjammern, gar nicht magersüchtig sind, zeigt ihr "Kummer" doch nur, was für ein schwaches Selbstwertgefühl sie im Grunde haben.

wollmaus
05.01.2011, 14:47
Ich denke auch, dass man Fettnäpfchen nicht vermeiden kann - da kann ich auch gut mit leben. Das nehme ich auch mir gegenüber keinem übel.

Allerdings glaube ich nicht, dass die wenigsten "böse" sein wollen. Das merke ich sehr deutlich an der Reaktion, wenn ich meinen Kommentar bringe, dass sie wirklich besser abnehmen sollen, wenn sie über den dicken Bauch jammern. Sie wollen sich zumindest ein "was soll ich denn sagen - du hast doch eine tolle Figur" abholen.

Knallfrosch
05.01.2011, 14:52
Ich (Größe 40) jammere gegenüber Dicken aus Taktgefühl nicht mehr darüber, wenn ich mal ein Kilo zugenommen habe. Das aber nur wegen der bewußtseinerweiterenden Wirkung dieses Forums. Vorher habe ich manchesmal sogar geglaubt, ein Dicker hätte ein besonderes Verständnis dafür. Doof -aber so ist es.
Itsme, es kann glaube ich echt einfach sein. Sag deinen Freunden einfach, dass du es taktlos findest, wenn sie über ihr Bäuchlein jammern da dich dein Gewicht manchmal belastet. Sie werden es verstehen. Wenn nicht, brauchst du sie auch nicht.

Ich kenne jemanden, der ungewollt Kinderlos ist und viele Freunde mit Kindern hat. Manchmal (aber nur manchmal) kann sie das Gejammer über Kindersorgen nicht hören, weil es weh tut dass sie keine Kinder haben kann. Dann sagt sie es. Die Freunde verstehen es.

MissSilver
05.01.2011, 16:57
Vorher habe ich manchesmal sogar geglaubt, ein Dicker hätte ein besonderes Verständnis dafür. Doof -aber so ist es.

Also diese Aussage finde ich jetzt ganz besonders interessant. Und gar nicht eingeschnappt oder irritiert. Dass wir das mehr Verständnis dafür haben könnten... Hm - ich muss das jetzt noch weiter darüber nachdenken.

Ich bin froh, dass Du Knallfrosch uns andere Sichtweisen vermittelst. Eine schöne Bereicherung für "unser" Forum.

Itsme
05.01.2011, 18:03
Also diese Aussage finde ich jetzt ganz besonders interessant. Und gar nicht eingeschnappt oder irritiert. Dass wir das mehr Verständnis dafür haben könnten... Hm - ich muss das jetzt noch weiter darüber nachdenken.

Ich bin froh, dass Du Knallfrosch uns andere Sichtweisen vermittelst. Eine schöne Bereicherung für "unser" Forum.


Dem kann ich nur zustimmen.
Es wäre schön wenn sich noch mehr schlanke Menschen hier einfinden würden. Davon können beide Seiten nur profitieren.
Aber auch die vielen verschiedenen Gedanken und Sichtweisen aller anderen User zu diesem und anderen Themen finde ich sehr oft - eigentlich praktisch immer - hilfreich und erweiternd.

Also einmal hier an dieser Stelle ein Danke an alle. :)

Muminfrau
05.01.2011, 18:10
Vorher habe ich manchesmal sogar geglaubt, ein Dicker hätte ein besonderes Verständnis dafür.

Ha! Das war eins der Gruende, die ich am Anfang als Vermutung aufgezaehlt habe!!!! Na, bin ich stolz auf mich. :hopps:

- Sie denken, dass eine dicke Person so ein Gespraech gerne fuehren wuerde, weil sie dieses Problem ja offensichtlich auch hat


Sorry, falls ich mich unpassend freue, aber es ist schon angenehm, bei einer psychologischen Vermutung eine Bestaetigung zu bekommen. Vielleicht bin ich noch nicht so ganz verloren und kann die Welt doch noch zumindest am Rande ein bisschen verstehen. ;)

bigette
06.01.2011, 02:12
Mmmhh, ich finde Knallfrosch Aussage ungewöhnlich bis gut und bewundernswert, das sie das konsequent durch zieht, aber auch anstrengend.
Aber ansonsten... Takt hin oder her... wenn ich jedesmal BEVOR ich Small Talk mache, überlegen muss, ob meine Aussage über 3kg zu viel mein übergewichtiges Gegenüber nervt, der Gegenüber eventuell arbeitslos ist und die Frage nach dem Job ok ist, Lockenprobleme jemanden mit dünnen Haaren in den Wahnsinn treibt, das tolle Kuchenrezept für einen in der Runde sitzenden Allergiker nicht nach backbar ist... dann wirds aber eng.
Sophie´s Post #47 kann ich mich da eher anschliessen.

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das man als dicker Mensch von so "Ah, ich hab 3 kg zugenommen, ich bin so dick"-Kommentaren sich verletzt fühlen könnte. Über sowas lächel ich, dummer Spruch oder Ignore-Knopf im Kopf einschalten.
Wenn es beleidigend/verletzend oder echt nervend wird muss man was sagen. Aber sonst...
Scheinbar bin ich so im Reinen mit mir, das ich sowas gelassen sehen kann? Mich nerven da eher so Sachen wie Lunix`Bügel (anderer Thread).
Vllt kann ich mich nicht so gut in andere reinversetzen und versteh teilweise echt nicht warum/womit andere Probleme haben....Liegt vllt auch an meinem Temperament? Bin ja eher ne Krawalltüte und Rampensau.
Asche auf mein Haupt...

Angelika_D
06.01.2011, 09:00
Ich hatte gestern mein Erlebnis in diese Richtung. Eine gute Freundin rief mich an und telefonierte geschlagene 40 Minuten mit mir, um zu jammern, dass sie nicht abnehmen kann. Sie schafft es bei 162cm einfach nicht auf die 46kg. Sie hängt bei 48 fest und das schon Monate lang.
Jetzt könnte ich mit meinen viel mehr Kilos bei weniger Größe ihr natürlich Taktlosigkeit unterstellen, aber ich kenne sie viel zu gut. Für sie ist das echt ein Problem, immerhin versucht sie wirklich mit allen Mitteln endlich wieder in die Klamotten zu passen, die sie mehrheitlich im Schrank hängen hat (bevor sie wegen Medikamenten auf über 50 kg kletterte und seitdem dagegen ankämpft). Es ist für sie eine Geldfrage, ob sie mehr als die Hälfte ihrer Garderobe ersetzen muss oder nicht. Sie mag hautenge Sachen und da ihr Eindruck ist, sie hätte einen Bauch wie ein Fußball in einem eng anliegenden Kleid, leidet sie ehrlich drunter.
Ich denke wirlich, es ist von Mensch zu Mensch zu beurteilen, ob eine Äußerung wirklich nur eine Botschaft über den eigenen gefühlten Zustand ist, oder noch etwas unterschwelliges mit transportiert wird. Bei meiner Freundin weiß ich, sie will nur über sich selbst reden und hat ein offenes Ohr gebraucht.

Itsme
06.01.2011, 09:34
Ich verstehe viele der Argumente und finde, wie gesagt, viele Denkanstöße sehr gut. Aber zur nochmaligen Erinnerung:

Es ging bei meinem Eingangspost nicht um eine Gewichtszunahme,
sondern um wirklich schlanke, bis dünne Menschen, die immer wieder auf den nichtvorhandenen, ach so furchtbar schrecklich dicken Bauch hinweisen.

Muminfrau
06.01.2011, 11:23
Ich glaube, wir haben doch schon festgestellt, dass es zwei absolut unterschiedlich Ereignisse sind:

a) Eine gute Freundin, oder Mutter, oder sonst ein Mensch, dessen Probleme wir gut kennen und der uns gut kennt, jammert ueber 2 kilo Gewicht zu viel. Das ist vollkommen normal und darf sein, denn wir kennen ja den Hintergrund und wissen ganz genau, was da laeuft.

b) Eine Bekannte, die wir vielleicht nicht so gut kennen, oder eine Kollegin, die uns nicht so nah steht, jammert bei uns ueber 2 kilo Gewicht zu viel. Das finde ich absolut taktlos und entweder dumm (wie im Beispiel von Knallfrosch) oder boese (wie im Beispiel von Itsme).

@Knallfrosch: Ich meine nicht, dass du dumm bist, ich hoffe, du verstehst mich! Aber anzunehmen, dass eine dicke Person gerne ueber Gewichtsprobleme anderer Leute spricht ist ein dummer Gedanke. So Aehnliches passiert natuerlich vielen Menschen ab und zu, und ich bin die erste, die sich schuldig bekennt. Ich habe z.B. mit einer hochqualifizierten Frau, die zu Hause ihr Baby huetet und damit gluecklich und zufrieden ist (was ich nicht wusste) darueber geredet, wann sie denn wieder in den Beruf einsteigen moechte, und ob es sie nicht wahnsinnig macht, zu Hause zu sein (mich haette es komplett wahnsinnig gemacht!). Sie meinte, sie ist serh gerne zu Hause mit ihrem Baby, wenn nur nicht so viele Menschen sie fragen wuerden, wann sie sich denn endlich wieder um ihre Karruere kuemmert. ;) Dann musste ich mich entschuldigen.

Knallfrosch
06.01.2011, 11:54
Hallo liebe Muminfrau, ich habe ja selbst gesagt, dass ich doof handelte, also keine Sorge. Ich glaube du kannst dich auf deinen gesunden Menschenverstand ganz gut verlassen.
Ich glaub jedenfalls dass die fiesen Kommentare eher in der Minderheit sind und meistens Gedankenlosigkeit im Spiel ist.

jaja das Leben ist ein Minenfeld :rolleyes:.

Boewi
06.01.2011, 16:26
b) Eine Bekannte, die wir vielleicht nicht so gut kennen, oder eine Kollegin, die uns nicht so nah steht, jammert bei uns ueber 2 kilo Gewicht zu viel. Das finde ich absolut taktlos und entweder dumm (wie im Beispiel von Knallfrosch) oder boese (wie im Beispiel von Itsme).


Es kommt sehr auf den Kontext an, ob so etwas taktlos oder dumm ist. Manche Leute halten ihre Bekannten auch für gute Freunde, mit denen sie über alles reden können, während es umgekehrt ganz und gar nicht so empfunden wird.

Es ist auch nicht per se dumm, einem anderen zu unterstellen, er oder sie könne sich besonders gut in ein Problem hineinversetzen. Es ist auch nicht per se dumm, über den Wunsch nach einem dünneren Bauch zu sprechen, zumal jede einzelne Frauen- (und mittlerweile auch Männer-)zeitschrift den Quatsch thematisiert. Für mich erscheint es auch nicht taktlos, solange nicht weitere Komponenten dazu kommen. Ich halte das eher so wie Sophie...