Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reiten für Dicke Menschen
Hallo ihr Lieben!
ich habe gesehen, dass Ihr Euch mal vor längerer Zeit über Reiten für schwere Menschen unterhalten habt. Ich würde das gerne mal ausprobieren.
Könnt Ihr mir da ne Adresse oder Tel. geben? Oder nen Tip an wen ich mich wenden soll?
Danke für Eure Hilfe und lieben Gruß,
Caro23
chenille
14.07.2010, 19:18
hallo caro,
wenn du gerne reiten möchtest dann könntest du auf einem hof in deiner nähe nachfragen ob sie eine möglichkeit....also ein dementsprechend geeignetes pferd.....haben, auf dem du reitunterricht nehmen kannst (ich nehme jetzt einfach mal an dass dein gewicht dabei eine rolle spielt).
ich muss allerdings dazu sagen, dass ich nicht wirklich weiß wieviel ein pferd so tragen kann. darüber kann man sicher viele meinungen hören. für mich war es wichtig von einer erfahrenen pferdebesitzerin zu hören, dass das in ordnung ist und ich ein pferd bekomme dass mich auf jeden fall tragen kann.
ich habe mir den traum reiten zu lernen...trotz meines gewichts....vor drei jahren erfüllt und es ist immer wieder erfüllend das zu erleben.
es gibt auch die möglichkeit nach einem "heilpädagogischen hof" in deiner nähe zu suchen.
hm....ja ich weiß, das rückt das thema übergewicht in die ecke "therapiebedürftig", aber ich habe die erfahrung gemacht dass die athmosphäre auf einem solchen hof eine andere ist (sein kann) als in einem konventionellen reitstall.
ich selbst reite auf einer freiberger stute :)
ein wunderschönes breites stabiles und absolut superschönes pferd.
hm...ob dir das jetzt eine hilfe ist?
liebe grüße
chenille
Hallo Caro!
Es gibt da schon Faustregeln, nach denen man die Tragkraft eines Pferdes berechnen kann.
Ein Pferd kann in der Regel ca. 15 % des eigenen Körpergewichts tragen.
Ist der Körper des Pferdes eher rechteckig gebaut, also hat das Pferd einen eher langen Rücken, sollte es bei den 15 % (inklusive Sattel) bleiben.
Bei Pferden mit eher quadratischer Form (also kurzer Rücken) kann die Last bis zu 20 % betragen.
Die Freiberger z.B. wiegen zwischen 550 und 650 kg und hätten damit eine Tragkraft die sich zwischen 82 und 130 kg bewegt.
Es gibt auch noch schwerere Rassen, z.B. Tinker und Kaltblüter.
Wichtig für das Pferd ist außerdem sein Ausbildungsstand, denn ein Pferd kann einen Reiter nur richtig tragen, wenn es das vernünftig gelernt hat.
Und weiterhin wichtig wäre, dass Du das Reiten unbedingt mit einem Reitlehrer beginnst, der auch Dir das Sitzen vernünftig beibringt, denn das ist das A und O für die Pferdegesundheit, dass der Reiter vernünftig sitzen kann (klingt albern, ist aber nicht so leicht ;))
Liebe Grüße
Iko
hm, also könnte ein 1000 kilo shire horse im prinzip 200 kilo tragen?
ansonsten, wenn du garnichts findest, währ ja mein vorschlag, mach doch eine kutscherausbildung, ist nicht ganz das gleiche wie reiten, aber man hat mit pferden zu tun und es ist ( bis auf rennsport) eine ziemlich gemütliche sache ;):-D
Nightfly
15.07.2010, 12:05
@ chenille... Darf ich dich fragen ,wo du deine Freiberger her hast ? Direkt aus der Schweiz ? Wir sind auch am überlegen , ob wir uns zwei zulegen sollen. Hab damals mein Isi-mix aufgrund meines damaligen Ü.gewicht verkauft, doch so langsam möchte ich wieder durchstarten. Zumal unserer Sohn in unsere Fußstapften tritt...:applaus:
chenille
15.07.2010, 19:07
hallo nightfly,
die schöne stute ist leider leider nicht mein eigenes pferd.
sie gehört einer frau die ich auf dem hof kennen gelernt habe.
sie hat mir angeboten dass ich das pferd reiten darf . das war und ist genial :)
ich weiß leider nicht wo sie das pferd her hat, aber ich kann sie fragen wenn ich sie das nächste mal sehe.
das pferd ist toll :)
es macht riesig freude auf ihr zu reiten. sie ist zwar oft eigensinnig und manchmal auch faul aber sie ist eine ganz liebe . sie hat einen herrlichen sanften gang.
lg
chenille
Ein Shire-Horse ist wider dem Glauben vieler Leute nicht zum Tragen von großen Lasten ausgelegt. Es ist als kräftiges, imposantes Zugpferd gezüchtet worden.
ein 1,65 m , gut trainiertes 500 kg Quarterhorse kann mit höheren Reitergewicht wahrscheinlich besser umgehen als ein 2 Meter, 700 kg Shire.
Shires werden zwar gerne als "Schlachtrösser" beschrieben, in Anlehnung ans Mittelalter und Ritter - das geht aber total vorbei. Pferde im Mittelalter waren mehr so zwischen 1,40 und 1,50 m Stockmaß aber..gut..das führt zu weit ;)
Ich sag mal so: Imho findet man bei um die 100 kg sehr wahrscheinlich in so ziemlich jedem Stall ein Pferd, das einen ohne Probleme auch dauerhaft tragen und man auch wirklich mit arbeiten kann.
Bis ca. 130 kg möglich, aber da muss man schon was gezielter suchen und auf jeden Fall auch besonders an sich selbst, Gleichgewicht, Körperkontrolle etc. arbeiten und das Pferd eben entsprechend Lastenträger und gut bemuskelt sein.
Auch auf jeden Fall ganz besonders auf richtiges Sattelzeug achten. Ein Sattel, der einem Pferd bei "normalen" Reitergewicht noch anständig passt, kann es bei höheren Gewicht schon nicht mehr tun. Ich hatte da mal so ein Problem mit dem Baum und einem hohen Widerist.
"Mal" kann ein Pferd (Disclaimer: Nicht jedes. Aber gibt es..sicher) auch mehr tragen - aber das ist ja nu nicht Sinn der Sache.
Den Vorschlag mit der Kutsche, die hier fiel, unterstütze ich. War auch mein Umstieg. Ich habe mit 13 Jahren bei ca. 130 kg aufgehört mit reiten (aus eigenem Entschluss), 2 Jahre mit den Pferden nur Bodenarbeit etc. betrieben und mit 15 dann einen mehrwöchigen Fahrlehrgang mit Fahrzeichenprüfung gemacht. Mit 16 bekam ich dann mein eigenes Pferd zum Fahren, da ich sonst keine Chance gehabt hätte, weiterzukommen (Fahrbeteiligungen Mangelware)
Fahren ist großartig und hat in den letzten Jahren ja auch deutlich mehr Anhänger gefunden. Auch hier hat man ziemlich große Auswahl, ob man nun lieber der reine Freizeitausfahrer sein will oder es sportlich angehen möchte (Dressur, Gelände, Hindernis....)
Hier spielt das Fahrergewicht zwar nicht "keine" Rolle, aber eine wesentlich untergeordnetere und bezieht sich oft weniger auf das Pferd als auf die Kutsche selbst (und auch nur, wenn man sich in den handlichen "Gig" und ähnlichen Bereichen umschaut, bei den schwereren bzw. 4-rädrigen etc. ist das imho kein Thema)
Und so werden meine geliebten Shettys für mich auch "nutzbar" - hach. Was freue ich mich drauf, mir irgendwann meinen Shetty-4-Spänner ermöglichen zu können :brauchegeld: :cool2:
lilyluna
09.03.2011, 12:38
ich bin früher auch oft geritten und es war toll. ich würde auch gerne wieder anfangen und es gibt auch viele möglichkeiten reitbeteiligungen zu bekommen. leider ist es mir aber zu peinlich irgendwen anzusprechen weil ich angst habe, dass is zu schwer bin und eine absage kassiere..
ich habe auch angst vorm vorreiten, da ich angst habe, dass ich es nicht mal aufs pferd raufschaffe...
paulinchen
09.03.2011, 13:00
Bitte seid mir nicht böse aber ich finde als Person mit "stattlichem" Gewicht,
sollte sich niemand mehr einem Pferd zumunten. Ich würde mich niemals mit
meinem jetzigen Gewicht auf ein Pferd setzen. Auch wenn ein Trainer evtl.
dazu grünes Licht geben würde, es hat bisher noch kein Pferd sagen können,
die Last sei ihm zu schwer. Ich stelle mir das immer mit eigenen
Rückenschmerzen vor. Wenn ein Pferd auch solche Schmerzen an der
Wirbelsäule empfindet, wäre das sicher ganz schrecklich für das Tier.
Bitte seid mir nicht böse aber ich finde als Person mit "stattlichem" Gewicht,
sollte sich niemand mehr einem Pferd zumunten. Ich würde mich niemals mit
meinem jetzigen Gewicht auf ein Pferd setzen.
Was genau meinst du mit stattlichem Gewicht? Was bei vielen Frauen schon als erhebliches Übergewicht gilt ist für manche Männer genau richtig. Und die reiten auch, ohne dass jemand Mitleid mit den armen Pferden haben müsste.
Es kommt immer auf das Pferd, dessen Körperbau und Trainingszustand an. Pauschal abwertende Kommentare und Vorurteile helfen niemand.
Eine Freundin von mir ist bis zu ihrem tragischen und viel zu frühen Tod immer geritten und ihr Pferd zeigte weder damals noch danach Anzeichen von Rückenschmerzen oder Überlastung, obwohl diese Freundin ein wahrhaft stattliches Gewicht hatte.
Was die Angst betrifft, nicht aufs Pferd zu kommen, sollte man sich einen guten Stall aussuchen. Dort, wo Bekannte ihre Pferde stehen haben, ist es üblich, eine Aufsteighilfe zu nutzen, um die Pferde zu entlasten. Damit ist es überhaupt kein Problem, aufs Pferd zu kommen
paulinchen
09.03.2011, 15:11
Was genau meinst du mit stattlichem Gewicht?
Da ich von mir ausging, meinte ich damit knappe 120 kg.
Es kommt immer auf das Pferd, dessen Körperbau und Trainingszustand an.
Bei gutem Training schließe ich nicht aus, dass ein Pferd gute Muskulatur
aufbauen und stabilisiert werden kann. Ob es dann allerdings Lasten tragen
sollte, wage ich zu bezweifeln.
Pauschal abwertende Kommentare und Vorurteile
helfen niemand.
Habe weder abwertende Kommentare noch Vorurteile geschrieben.
Warum auch. Ich verurteile niemand, der reitet. Das muss jeder für sich
selbst entscheiden. Nur bei hohem Gewicht würde ich - wenn ich Trainer
wäre - davon abraten - einfach des Pferdes wegen.
Jedoch denke ich, dass Pferde grundsätzlich nicht dafür ausgelegt sind,
Menschen oder andere schwere Lasten etc. zu tragen. Das ist ein rein
menschliches Handeln, sich ein Tier in dieser Form zu nutze zu machen.
Dieser Meinung war ich immer schon und ich denke, das auch sagen zu
dürfen. Sowie andere Menschen selbstverständlich auch ihre Meinung
äußern sollen.
... und ob es einem Elefanten, einem Esel oder einem Kamel gut tut oder
gefällt als Lasttier benutzt zu werden, wage ich auch zu bezweifeln. Aber
das nur am Rande.
Sonnenkuss
09.03.2011, 16:53
Ein schlechter 70 kg Reiter kann einem Pferd mehr ins Kreuz fallen und schaden, als ein guter 120 kg Reiter, hat mein Reitlehrer immer gesagt.
Mit 120 kg bin ich noch geritten, klar auf den kräftigen Pferden und nicht auf den zierlichen.
Neben dem Rücken, den man als guter Reiter aber durch versammeln und leichtreiten nur sehr wenig belastet, kommt es auf den Röhrenknochen im Fuß an, wie gut ausgebildet der ist.Wenn ich ein Pferd zum ersten Mal geritten habe, bin ich danach immer in die Beugesehne und hab da geprüft, wie warm die war. Bei Überbelastung wäre die nämlich heiß, das hab ich mal bei 'nem Kutschpferd fühlen dürfen.
Ausserdem wiegt ein Pferd selbst so 600 kg, da kann es einen 120 kg Rucksack schon mal rumtragen, wie geschrieben, einen guten, trainierten Rucksack!
Also ich würde einem Pferd nicht mein Gewicht zumuten !:)
Hummelchen
15.03.2011, 14:27
rdes wegen.
Jedoch denke ich, dass Pferde grundsätzlich nicht dafür ausgelegt sind,
Menschen oder andere schwere Lasten etc. zu tragen. Das ist ein rein
menschliches Handeln, sich ein Tier in dieser Form zu nutze zu machen.
... und ob es einem Elefanten, einem Esel oder einem Kamel gut tut oder
gefällt als Lasttier benutzt zu werden, wage ich auch zu bezweifeln. Aber
das nur am Rande.
:daumen: Das sehe ich ganz genauso!
edoch denke ich, dass Pferde grundsätzlich nicht dafür ausgelegt sind,
Menschen oder andere schwere Lasten etc. zu tragen. Das ist ein rein
menschliches Handeln, sich ein Tier in dieser Form zu nutze zu machen.
Durch mittlerweile ja mehrere Tausend Jahre Domezstizierung und gezielte Zucht ist das aber alles schon sehr relativ.
Natürlich ist das ein Eingriff. Aber ja nun nichs "neumodisches". Gibt Pferde zum Lasten tragen, eher wendige Pferde, eher Zugpferde - alles eine Frage der Zucht.
Sonnenkuss
15.03.2011, 15:31
:daumen: Das sehe ich ganz genauso!
Na gut, domestiziert wurden sie ja eher zum Essen, wie es tagtäglich in den Ostblockstaaten noch geschieht. Die werden da richtig gemästet... ob das jetzt unbedingt besser für die Pferde ist... vielleicht...
Guckst du, wenn du meinst (http://www.animals-angels.de/Polen%20-Tiermarkt-Bodzentyn,1115.html)
Oder der hier... (http://www.pferd-und-fleisch.de/jschwanke/mast1.htm)
Nun, wenn niemand Pferde reiten würde, wären die vermutlich schon längst ausgestorben. Als der Maschinen begannen, die Arbeitspferde in der Landwirtschaft abzulösen, hatte man jedenfalls durchaus konkrete Befürchtungen in diese Richtung. Die Welt wäre jedenfalls kein besserer Ort, wenns keine Pferde mehr gäbe :)
Wer schon mit Pferden gearbeitet hat, kann auch ziemlich genau unterscheiden, ob es einem Tier gefällt, zu arbeiten oder nicht. Manche zeigen sich zum Beispiel sehr eifersüchtig, wenn die Kollegen von der Koppel geholt werden und sie nicht. Das dürfte eigentlich nicht sein, wenn es den Tieren tatsächlich ein Graus wäre, geritten oder gefahren zu werden. dann müssten sie im Gegensatz alles daran setzen, auf der gemütlichen Koppel zu bleiben.
Man muss meiner Meinung nach wirklich aufpassen, dass man die Tiere nicht zu sehr vermenschlicht. Dazu gehört auch das Gerede von der Ausnutzung oder Ausbeutung der Tiere. Natürlich ist Tierquälerei immer falsch und jedem Schinder oder Tierquäler sollte lieber heute als morgen das Handwerk gelegt werden. Aber alle Reiter, Kameltreiber, Mahouts und Tierhalter über einen Kamm zu scheren und gleich in die Ausbeuterecke zu drängen ist meines Erachtens nicht angebracht.
Und um aufs Thema zurück zu kommen: Den Satz Ein schlechter 70 kg Reiter kann einem Pferd mehr ins Kreuz fallen und schaden, als ein guter 120 kg Reiter würde ich sofort unterschreiben :notier:
Ich muss mich da im reiterforum auch echt zurückhalten. Da kommen immer wieder Threads a la "OMG eine Freundin/Stallkollegin/wer auch immer ist ja vieeeel zu schwer für ihr Pferd" oder auch "Bin ich zu schwer für mein Pferd?"
Und da kommen dann auch wirklich so Aussagen a la "OMG du/die wiegt ja 80 Kilo auf Haflinger. Das geht gar nicht. Ist ja auch nur ein Pony" oder abgeschwächt "Da würde ich sehr viel Ausgleichsarbeit vom Boden machen" usw.
Bitte. Selbst da hält sich bei manchen die Ansicht : Großes Pferd kann mehr tragen
Und anscheinend sehr gestörte Wahrnehmungen von Gewicht. Merkt man vor allem bei Fotoschätzungen.
Ich bleibe bei meiner Aussage, dass sich bis 100 kg in so ziemlich jedem Reitstall ein Pferd finden lässt, auf dem man problemlos dauerhaft reiten oder auch reiten lernen kann.
Darüber wird es dann langsam schwieriger, aber nicht unmöglich. Man muss nur auf mehr achten.
Gerade Sonntag war 24 Stunden Pferdetag auf 3Sat und es gab einen Bericht über die Haflingerabteilung der Armee. Die Viecher wurden drauf gezüchtet und trainiert pro Tag 150 kg über bis zu 60 km die Berge hoch zu tragen - und kommen dabei nicht an die Belastungsgrenze.
Natürlich sind 150 kg starre, gut verteilte Fracht nicht mit plumpsenden Mensch vergleichbar.
Meine persönliche Schmerzgrenze, bei der man unter gewissen Umständen (Reiterfähigkeit, Bemuskelung, Statur etc.) ein Pferd dauerhaft regelmäßig reiten kann bei bis 130 kg.
Mit 150 kg saß ich alle paar Wochen mal auf meinem Dicken (Süddeutsches Kaltblut-Mix) zum Trocken reiten oder eine Schrittrunde. Das hat ihn so gar nicht gejuckt. Auch keinerlei Verspannungen im Rücken danach oder sonstwas. Aber häufiger oder mehr hätte ich nicht gemacht, schon weil ich zu dem Zeitpunkt mich nicht mehr so recht sicher/ausbalanciert gefunden habe. Muss ja nun wirklich nicht sein.
Ich habe schon sehr lange den Traum mal zu reiten.
Das ist aber so ein "Wenn ich mal schlanker bin..."-Traum.
Ich wiege jetzt ca. 125kg, da wäre es wohl schwierig anzufangen, oder?
Abgesehen von ein paar Reitstunden als Kind habe ich nämlich keine Erfahrung und so natürlich auch noch keinen guten Sitz.
Auch muss ich sagen, dass mich die Vorstellung der Reitställe ein bisschen abschreckt.
Vielleicht weil es mir als Kind dann nicht so gefallen hat, die Lehrerin war furchtbar.
Zwar habe ich einiges an Selbstvertrauen gewonnen, aber als Dicke in einem Reitstall wäre mir immer noch nicht geheuer.
Eine gute Freundin von mir reitet schon sehr lange und kennt auch gut mit Pferden aus. (Sie ist außerdem Land-Tierärztin)
Vielleicht kann sie ja irgendwann mal meine Reitlehrerin werden. :grins:
Sofern das überhaupt geht und wir ein Pferd finden.
Snowflake
18.03.2011, 00:40
Hallo, bin eigentlich eine stille Leserin hier, schreiben ist nicht so meine Welt.
Zu dem Thema möchte ich doch auch mal meinen Senf dazu geben.
Ich besitze selbst Pferde die ich doch nur noch am Boden arbeite oder reiten lasse. Bei 115kg hab ich für mich entschieden nicht mehr zu reiten.
Es ist mir einfach aufgefallen das meine Stute bei mir mehr stolpert als bei anderen Reitern und es ist nicht auf die Reitweise zurückzuführen gewesen.
Sicherlich gibt es Pferde die mein Gewicht oder mehr tragen, aber ich selbst bin nicht in der körperlichen Verfassung wie ein gleichgewichtiger trainierter Mann z.b.
Man kann nie pauschal sagen welches Pferd, welche Rasse wieviel tragen kann. Es gibt stämmige Pferde die aussehen als könnten sie x Kilos tragen, sind aber schon mit 50kg überfordert und es gibt welche die schmal sind und mit 100kg ohne Probleme loslaufen.
Man sollte bedenken das manche Pferde still "leiden" also nicht "aua" schreien wenn jemand zu grob, zu schwer und was auch immer ist.
Es ist ein Geschenk wenn ein Pferd einen auf seinem Rücken duldet und man sollte immer daran denken das es ein Tier ist.
Man sollte also immer überlegen ob man sein eigenes Tun mit seinem Gewissen vereinbaren kann.
Irgendwann ist einfach Schluss, das ist nicht diskriminierend, das ist einfach so und das sollte jeder akzeptieren.
Viele Übergewichtige fühlen sich dann beleidigt, das kann ich nicht verstehen. Wenn auf einem Sessel (blödes Beispiel) ein Schild mit "max 100kg" steht wird es einfach hingenommen ohne beleidigt zu sein. Eher noch hat man, wenn man sich trotzdem setzt" Sorge das Teil würde brechen und es peinlich werden.
Ich meine das in keinster Weise böse, es ist einfach Tatsache, persönlich kann ich damit leben. Natürlich würde ich gern wieder reiten, vielleicht kommt der Tag irgendwann mal auch wenn ich das nicht glaube.
Die Hoffnung stirbt halt zuletzt :)
Irgendwie frage ich mich doch öfters, ob ich es nicht mal ausprobieren sollte.
Habe bei einem Reitstall angefragt und sie meinten sie hätten schon Pferde für mein Gewicht.
Trotzdem habe ich doch Angst. Aber nicht vor den Pferden, sondern vor den anderen Leuten dort.
Ich war eben im Sport immer die schlechteste und die Angst sich zu blamieren ist da wohl tief verankert.
Klingt jetzt vielleicht blöd, aber meint ihr es gibt auch Privatpersonen, die Stunden geben?
Also ich meine erfahrene Reiter, die selbst 1-2 Pferde haben und in ihrer Freizeit Stunden geben, aber eben keine größere Reitschule?
Hat jemand von euch sowas schon mal gesehen.
Weiß allerdings gar nicht, ob man vom Gesetz her zwingend eine Ausbildung braucht um Reitstunden geben zu dürfen.
Von daher ist meine Frage vielleicht Quatsch. :-o
Danke Snowflake für Deinen Beitrag.
Ich wollte hier schon seit Tagen einen Kommentar schreiben.
Meiner wäre aber härter ausgefallen.
Ich selbst habe das reiten aufgegeben als ich 90 Kilo wog.
Zur Zeit wiege ich 115 und komme wohl nie wiede auf ein Pferd.
Zudem sollte ich mal das reiten nicht bedeutet sich von einem Pferd durch die Gegend tragen zu lassen.
Reiten bedeutet harte Arbeit auf den Pferd.Ich habe mit 90 Kilo gemerkt das ich das nicht mehr konnte.
Also bitte überlegt genau bevor ihr auf ein Pferd steigt.
Ich habe bei zwei Reitställen gefragt, die beide geschrieben habe, sie hätten ein Pferd für mein Gewicht.
Vielleicht schaue ich es mir einfach mal an.
Weiß auch nicht ob ich derzeit sportlich genug fürs Reiten bin, aber das werde ich wohl nur heraus finden, wenn ich es probiere.
Ist das nicht auch mehr eine Frage der Kondition und Beweglichkeit, als des Gewichts?
Wurde hier ja im Forum auch schon viel gesprochen, dass man seine Kondition um Welten verbessern kann, auch ohne dabei wesentlich abzunehmen.
Bzw. dass ein dicker Mensch eine gute Kondition haben kann und ein schlanker eventuell eine schlechte.
Welche Schuhe habt ihr eigentlich zum Reiten?
Ich glaube Stiefel zu finden wäre bei meinen dicken Waden sehr schwierig.
Ganz normale feste Schnürschuhe reichen dazu völlig aus, Lyssi. :) Es gibt auch "richtige" Reitschuhe, die nur knöchelhoch sind - aber wenn du das Reiten erst mal probieren möchtest, wäre das evtl. doch etwas übertrieben.;)
Dankeschön! :)
Habe nur überlegt, weil ich eigentlich nur Chucks und Sportschuhe habe.
Und bevor ich mir jetzt feste Wanderschuhe oder sowas kaufe, ist es vielleicht besser gleich Reitschuhe zu kaufen. Die könnte ich sonst ja auch so mal anziehen, falls es mir nicht gefällt zu reiten.
Für die ersten Versuche reicht normales festes Schuhwerk.
Aber wenn es häufiger wird, wäre zumindest die erwähnten Reitstiefeletten etwas. Die gibt es schon für kleines Geld und hatte ich auch noch jenseits meiner aktiven Reitzeit als Stallschuhe. Die sind nämlich auch noch bequem ;)
Wenn man die nur wenig trägt tun es für den Anfang auch die Modelle um die 25-30 Euro.
Und Reitstiefel sind für die Haltung an sich schon besser. Kommt freilich aber auch drauf an, was man reitet ;)
Wenn es ein festes Hobbie wird, kann man dann ja schon mal investieren. Gibt Schuster/Reistiefelanbieter, die durch Einnähen von Lederkeilen die Stiefel weiter machen. Und/oder auch Reisverschlüsse einnähen etc.
Wenn es ein festes Hobbie wird, kann man dann ja schon mal investieren. Gibt Schuster/Reistiefelanbieter, die durch Einnähen von Lederkeilen die Stiefel weiter machen. Und/oder auch Reisverschlüsse einnähen etc.Hab ich vor ca. 30 Jahren (Gott, bin ich alt! :klug2:) schon machen lassen. War damals allerdings auch schon schweineteuer und funktioniert auch nur mit Lederreitstiefeln, nicht mit Gummi. Meine hatten schon 300 DM gekostet und die "Verbreiterung" nochmal 100 DM dazu. Investieren ist also das richtige Wort. :-D:-p
Bei mir ist es jetzt ca. 16 Jahre her - und es waren Gummistiefel. Gut. Hochwertige Gummistiefel Aber Gummi ;) Dann mit Lederkeil rein. Hab ich sogar noch bei meinen Eltern im Keller rumstehen. Obwohl meine Füße mittlerweile größer sind. ICh war damals ja noch so jung :P
Was es gekostet hat : Genau weiß ich es nicht. War aber um die 200 DM inkl. Stiefel.
Aber für ein Hobbie, dem man länger und regelmäßig nachgeht ist es die Investition wert. Der Halt/Sitz ist mit Stiefeln doch wirklich besser.
Reithosen hatte ich übrigens einfach Glück in der Nähe von einem Maßschneider für Reiterhosen zu wohnen. Der war sogar richtig günstig. Also angefertigte Hose war jetzt auch nicht wirklich teurer als eine mit vergleichbarer Qualität von der Stange.
"Master-Reithosen" aus Viersen am Niederrhein
Vielen Dank. :)
Stimmt, habe jetzt im Internet auch Stiefletten für um die 30 Euro gesehen. Das geht dann für den Anfang schon.
Und zur Not kann ich sie sonst auch wieder verkaufen.
Snowflake
16.05.2011, 13:35
Statt sich Gedanken über Schuhe zu machen würd ich eher überlegen ob es mit 125kg überhaupt zu verantworten ist sich auf ein Pferd zu setzten.
Mit dem ganzem Sattelzeug kommen nochmal gut 10kg dazu, sind dann schon 135kg.
Dann noch die Sache der Physik: Masse mal Beschleunigung.
Und natürlich: Man muss sich nichts vormachen, man stellt sich zur Show.
Dicke auf Pferden sind immer Attraktionen im Reitstall, vor allem diese die das
erste Mal reiten und immer schlecht im Sport waren.
Das ist die Lachnummer schlechthin und das meine ich nicht weil ich gemein bin, sondern weil es einfach eine Tatsache ist.
Einfach mal zum nachdenken:
§1 Tierschutzgesetz (Zitat)
"Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen."
Und nochmal:
Es ist nicht böse gemeint oder Dickenfeindlich (bin es ja selbst) wenn ich sage man sollte bei einem gewissem Gewicht nicht mehr daran denken zu reiten.
Aber ehrlich, wenn ich von so einer Ignoranz lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Ne, ne, ne
Statt sich Gedanken über Schuhe zu machen würd ich eher überlegen ob es mit 125kg überhaupt zu verantworten ist sich auf ein Pferd zu setzten.
Das kommt ganz auf das Pferd und den Reiter an. Wenn du für dich die Grenze willkürlich irgendwo ziehst, muss das weder richtig sein, noch für alle anderen auch gelten.
Das ist die Lachnummer schlechthin und das meine ich nicht weil ich gemein bin, sondern weil es einfach eine Tatsache ist.
Sorry, aber das ist kompletter Unfug. Falls du das so am eigenen Leib erlebt haben solltest, täte mir das sehr leid, aber das wäre allenfalls ein Grund, sich einen besseren Stall zu suchen, als das Reiten aufzugeben.
Ich habe das genaue Gegenteil oft genug erlebt. Gelästert wurde allenfalls über die Mädels, die in den allermodischsten Klamotten zum Stall kamen und Angst davor hatten, sich die heftig beringten Finger schmutzig zu machen. :rolleyes:
Snowflake
16.05.2011, 16:01
Erst mal gratuliere ich zu dem Stall in dem nicht geläster, bzw nicht über Dicke gelästert wird.
Ich habe in meinem Leben schon in mehreren Ställen gearbeiten und es war überall das selbe. Ein Reitstall ist eine Hochburg der Lästerei. Natürlich alles hinter dem Rücken der anderen und gelästert wird über alles, fast niemand wird verschont. Am schlimmsten sind Turnierställe oder Reitställe in denen es generell mehr um Status als um die Pferde, der Spass an den Tieren, selbst geht. Mir ist das alles zuviel geworden, ich meide Reitställe, nicht weil ich Angst habe jemand könnte über mich lästern, sondern weil ich nicht auf Heuchelei stehe. Es wird den Leuten ins Gesicht gelacht und hinter dem Rücken geht es dann ab. Das unterstütze ich nicht.
Mit der Zeit habe ich mir angewöhnt offen meine Meinung zu äussern und Deutsch zu reden. Sicherlich macht man sich damit nicht immer Freunde, aber das ist mir lieber als heuchel ich jemanden was vor.
Also bei jemanden mit 125kg, zudem Anfänger und unsportlich muss man nicht über eine Grenze nachdenken. Der Anfänger Aspekt ist ein großes Problem. Es bleibt nicht aus das man dem Pferd in den Rücken fällt und in der Bewegung werden die Kilos mehr.
Es gibt genug Pferde die von 80kg Menschen kaputt geritten werden.
Hat also nichts mit Willkür zu tun, ist einfach Tatsache.
Man muss doch nicht auf biegen und brechen etwas tun was jemand anderem schaden könnte, nur um selbst Spass zu haben.
Erst mal gratuliere ich zu dem Stall in dem nicht geläster, bzw nicht über Dicke gelästert wird.
Das ist alles eine Frage, wo man sich selber wohlfühlt und was man mitmacht. Wie du selber sagst, wo es nur noch um den Status und nicht mehr um das Reiten oder die Tiere geht, fühlt sich nur noch ein besonderer Schlag Menschen wohl.
Ich würde mich dort sicher nicht wohlfühlen, sondern so schnell wie möglich etwas anderes suchen. Und glaub mir, es gibt mehr als genug Alternativen und genug Menschen, denen es wirklich um die Tiere geht.
Es gibt genug Pferde die von 80kg Menschen kaputt geritten werden.
Vermutlich vor allem dort, wo die Tiere nur Mittel zum Zweck sind und dem menschlichen Ehrgeiz dienen. Das hat aber jetzt gar nichts damit zu tun, dass auch Dicke reiten können - und dürfen - vorausgesetzt, das Pferd ist dafür geeignet.
Es gibt gute Ställe und gute Reitlehrer, die darauf achten, dass Reiter und Pferd zusammenpassen und die auch darauf achten, dass keiner dabei überfordert wird. Es lohnt sich immer, danach zu suchen!
Snowflake
16.05.2011, 17:54
Menschen denen es um die Tiere selbst geht werden ihnen sicherlich nicht zuviel abverlangen, sie lieben ja ihr Tier.
Leider ist es so das man auch im Freizeitbereich viele Pferde kaputt geritten werden, einfach nur weil Wissen und Können Mangelware ist.
Das fängt mit nicht passenden Sätteln an, langes galoppieren auf Strasse usw. Manche Menschen machen sich einfach keinen Kopf über das was sie tun. Es gibt Pferde die beugen sich und machen alles mit bis zum umfallen, andere werden zu sogenannten "Problempferden". Dabei ist in dieser Zweierbeziehung Pferd-Mensch immer nur einer das Problem.
Ich sage nicht das Dicke nicht reiten dürfen. Jeder sollte sich nur fragen, besonders als Anfänger, ob man das mit sich vereinbaren kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Man sollte doch einfach realistisch sein und ehrlich zu sich selbst.
Selbstkritik liegt heute nicht mehr vielen, aber warum? Ist es einem selbst peinlich wenn man kritisch zu sich selbst ist?
Warum soll ich verlangen das ein vll 400kg Pferd meine 115kg locker in allen
Gangarten trägt, wenn man sich selber nicht mehr 100% tragen kann?
Das sind doch leider nackte Fakten mit denen man als dicker Mensch leben muss. Nur redet man sich das gern schön.
Sicher kann man dick und fit sein, aber mit weniger wäre man fitter.
Wenn man Pferde mag muss es auch nicht immer reiten sein. Es gibt tolle Alternativen die man machen kann. Kutsche fahren ist eine tolle Sache.
Ich kenne so einige dicke Menschen die darauf umgestiegen sind und glücklich sind damit.
Wer sagt denn, dass ich mir darüber keine Gedanken gemacht habe?
Eigentlich dachte ich auch, dass ich zu schwer bin und war daher auch noch nicht reiten.
Durch diesen Thread und auch einen ähnlichen in einem anderen Forum habe ich aber erfahren, dass es durchaus Frauen gibt die mit meinem Gewicht reiten bzw. auch noch mit mehr.
Ich habe über ein Forum einen Stall gefunden, wo u.a. Pferde extra für schwerere Leute gezüchtet werden und es klang so, als ob sie dort sehr tierfreundlich wäre.
Ich würde es einfach gerne mal versuchen.
Dass ich unsportlich bin, habe ich auch nicht gesagt.
Ich bin noch halbwegs jung, beweglich und meine Kondition ist im letzten Jahr viel besser geworden.
Ich gehe ja zu Mrs. Sporty, gehe Radfahren, springe Trampolin.
Ich weiß nur nicht, ob es fürs Reiten reicht.
Sicher kann man dick und fit sein, aber mit weniger wäre man fitter.
Das kann man so wirklich nicht sagen.
Zu der Zeit, wo ich um die 100kg gewogen habe, war ich wesentlich unsportlicher als jetzt!
Es hat mir einfach kaum ein Sport Spaß gemacht, ich hatte keine Motivation dafür und habe bis auf Turnen in der Schule nichts gemacht.
Jetzt fühle ich mich wesentlich fitter und habe eine bessere Kondition, obwohl ich mehr wiege.
Sicher kann man dick und fit sein, aber mit weniger wäre man fitter.
Warum bringst du jetzt solche Stammtischparolen? Durch Wiederholen wird so ein Unsinn nicht wahrer :rolleyes:
Ich habe über ein Forum einen Stall gefunden, wo u.a. Pferde extra für schwerere Leute gezüchtet werden und es klang so, als ob sie dort sehr tierfreundlich wäre.
Ich würde es einfach gerne mal versuchen.
Ich hoffe mal, du lässt dich auch nicht davon abbringen. Schon gar nicht von Vorurteilen oder Stammtischparolen anderer.
Du hast dir Gedanken gemacht und offensichtlich Leute gefunden, die etwas von ihrem Job verstehen. Warum sollte man deren Erfahrung geringer schätzen als die Vorurteile oder - vermeintlichen - Lästereien Dritter? Probier es aus, mach einfach mal eine Probestunde und dann wirst du sehr schnell feststellen, ob das Reiten etwas für dich ist. Oder ob "es fürs Reiten reicht"
Ein schlechtes Gewissen brauchst du jedenfalls nicht zu haben!
125 kg empfinde ich für einen Reitanfänger zwar auch als grenzwertig, aber nicht per se ausgeschlossen. Sie hat offen ihr Gewicht angegeben und gesagt bekommen, dass ein Pferd dafür da wäre.
Wenn jetzt Reitlehrer entsprechend drauf achtet - ausprobieren kann man es.
Fürs Pferd hoffe ich auf guten Reitlehrer, der bei totaler Unbegabtheit bzw. Unsportlichkeit auch erstmal davon abrät und man eben uU zu Bodenarbeit umschwenkt, um erstmal Grunddinge wie Gleichgewicht, Körpergefühl etc. zu bekommen. Geht auch mit Pferd um es gleich zu kombinieren. Nur eben nicht reiten ;)
HAtte es hier weiter oben im Thread ja schon mal geschrieben dass für mich persönlich 130 kg die Grenze ist - bei geeigneten, gut bemuskelten Pferd und trainierten Reiter.
Entstanden ist diese Grenze aus Beobachtung. Bei mir und anderen.
Und eben schon unter Vorbehalt. Nicht "bis 130 kg geht es auf jeden Fall überall".
Mit 125 kg bei einem Anfänger muss man eben schon was genauer gucken und abwägen. Aber das kann nicht übers Netz erfolgen.
Wobei ich die Hinweise darauf schon durchaus angebracht finde.
Aber hier merkt man ja, dass sich Gedanken gemacht wurde. So...hoffe ich für alle Beteiligten das beste und wünsche viel Spaß ;)
Was Lästereien angeht: Die Gefahr sehe ich zwar auch - aber das bei so ziemlich allen. Ställe, insbesondere solche mit Reitschule, sind Haifischbecken. Unter Umständen. ICh hatte immer viel Spaß und keine großen Probleme. Aber...well - ist meist nicht mal böse gemeint. Aber ich hab noch nirgends einen derartigen Lästerhaufen erlebt wie in der Reiterszene. Das ist hoch amüsant.
Und du gehst es schon richtig an : Offen umgehen mit dem Gewicht und den Gedanken darum. Wenn man offen damit umgeht, nimmt man da gleich mal Lästerstoff und trifft eher auf hilfsbereite Menschen.
Ich würd mir überlegen, ob ich mir zum Reiten nicht ersma Reitturnschuhe zulegen würde. Die sehen aus wie knöchelhohe Turnschuh in Schwarz, haben aber den benötigten Absatz. Da sie zum Schnüren sind, kommen viele damit besser klar, als wie mit Stiefeletten.
Loesdau bietet Reithosen bis Gr.52, BigPearl, Big-Horse and-Rider, Seiler bieten Reithosen in Übergröße an. Equitector bietet Chaps und Stiefel für die kräftige Wade an. Die Turnschuh hat Loesdau glaub ich auch. LightRiders/Reitturnschuh der Marke Waldhausen/ELT googlen...
Snowflake
16.05.2011, 20:17
Das ist keine Stammtischparole oder Vorurteile sondern einfach Realität.
Sicher kann man mit 100kg unfitter sein und später mit 120kg fitter.
Aber angekommen man würde in dieser Phase des fit seins ein wenig Gewicht verlieren ist man dann schon noch ein Stück weniger eingeschränkt, also noch mehr fitter. Vielleicht liegt es daran wie man für sich fit definiert.
Für mich ist jedes Stück bessere Beweglichkeit ein Stück Fitness mehr.
Wenn jemand schreibt er wäre im Sport immer am schlechtesten gewesen, kann man wohl von Unsportlichkeit sprechen.
Ist ja schön wenn es nun nicht mehr so ist. Aber ehrlich man lügt sich manchmal auch selbst in die Tasche? Aktuell würd ich sagen fit zu sein, nach 1km Waldlauf brech ich doch halb tot zusammen. Also bin ich dann noch nicht fit, oder?
Jedenfalls ist fürs Reiten eine gewisse Fitness, Körperkontrolle und Beweglichkeit nur von Vorteil. Vom Boden sieht immer alles toll und einfach aus, ist es aber nicht.
Ein gutes Körpergefühl hilft auch beim Fallen, damit muss man beim Pferd ja leider immer rechnen.
Kaltblüter werden ja oft als Gewichtsträger gepriesen.
In der Natur der Tiere liegt die Ruhe, sie gehen seltener durch, die meisten sind Schrittflüchter. Hintergrund ist aber auch das schwere Kaltblüter nicht weit weggalloppieren weil sie zuviel Energie aufbringen müssen um ihre Masse in Bewegung zu setzten.
Sie können sich also selbst nicht lange in höherer Gangart tragen.
Für mich ist ein Kaltblut nur dann Gewichtsträger wenn das Tier auch dementsprechend im Training ist.
Bei Kaltblütern kommt es aber auch stark auf Art und Zucht an.
Die meisten sind nunmal eher als Zug- denn als Reittier gezüchtet und daher nicht zwangsweise Gewichtsträger.
Die Rechnung höheres Pferdegewicht - höheres Reitergewicht geht nicht unbedingt auf.
Aber das wurde hier ja auch nicht gefragt. Sie sprach ihr Gewicht an und Besitzer sagten sie hätten ein geeignetes Pferd. Da muss man nun erstmal vertrauen. Sehen wir ja nicht und daher urteile ich darübre auch nicht. Ist ja durchaus möglich.
Was die Fitness angeht : Da machst du dir das zu einfach und es hört sich nach Stammtischparolen an.
Klar sollte sein: Mit 125 kg Startgewicht ist Reiten der falsche Anfangsport um fit zu werden. Da sollte man vorher schon was gemacht haben um eine gewissen Kondition, Körpergefühl, Körperspannung und Co zu haben.
Also nicht von Nicht-Sport gleich auf reiten.
Aber man kann nicht gleich per se jmd. mit 125 kg unterstellen, total unfit zu sein.
Fazit: 125 kg ist kein NoGo Anfängerreitgewicht, aber man muss schon das ein oder andere mehr berücksichtigen.
Und sich selbst fragen, ob es unbedingt reiten sein muss oder man nicht auch im Fahrsport oder auch Pferdebodenarbeit glücklich werden kann. Zumindest für den Anfang, bis man sich auf Pferde, Umgang, Bewegungen etc. mehr eingestellt hat und es alles ein wenig mehr einschätzen kann als so komplett aus dem Blauen heraus.
Snowflake
16.05.2011, 22:09
Was die Fitness angeht : Da machst du dir das zu einfach und es hört sich nach Stammtischparolen an. So ist es nicht gemeint, das kommt dann falsch rüber.
Ich mein ja nur das jedes kg weniger ein bissl freier, beweglicher macht.
Aber man kann nicht gleich per se jmd. mit 125 kg unterstellen, total unfit zu sein. So wie anfangs geschrieben wurde klang es eher wie von Null auf Reiten.
Eine Unterstellung sollte das nicht sein.
Und sich selbst fragen, ob es unbedingt reiten sein muss oder man nicht auch im Fahrsport oder auch Pferdebodenarbeit glücklich werden kann. Zumindest für den Anfang, bis man sich auf Pferde, Umgang, Bewegungen etc. mehr eingestellt hat und es alles ein wenig mehr einschätzen kann als so komplett aus dem Blauen heraus. Das würde ich auch sagen, ist eh sinnvoll erst mal den Umgang mit Pferden zu lernen als gleich zu reiten. Gehört alles zusammen.
Dann lernt man das Pferd das man evtl mal reiten kann kennen und kann vll besser abschätzen ob es einen tragen kann.
Ehrlichkeit ist wichtig!
Ich kann nur aus Erlebnissen berichten die ich in so einigen Ställen hatte.
Da kamen Leute die behauptet haben sie könnten reiten und wenn man dann hinterfragte wo geritten wurde kam als Antwort "Fort Fun"
Dann welche sie deutlich über 100kg wogen und behauptet haben 70kg zu wiegen.
Also, da sollte man wirklich ganz ganz ehrlich sein wenn die Gewichtsfrage kommt, auch wenn es peinlich sein sollte.
Das kam von mir anfangs wahrscheinlich missverständlich rüber, habe es nicht genau genau geschrieben.
Ich hatte gemeint, dass ich in der Schule beim Sport immer die schlechteste war, mich dadurch oft unwohl gefühlt habe und seitdem eine gewisse Angst bzw. Unsicherheit habe.
Dieses Gefühl hat mich damals aber nicht motiviert mehr Sport zu machen. Eher zu einer Haltung gebracht, dass ich eh nichts kann und es erst gar nicht versucht habe.
Jetzt ist das aber schon anders.
Ich merke immer mehr, dass mir Bewegung Freude macht und habe da Erfolgserlebnisse.
Bin zB recht stolz, dass ich seit letztem September wirklich immer min. 2 Mal die Woche bei Mrs. Sporty war, ohne die Lust zu verlieren.
Einen Kilometer rennen könnte ich wohl nicht.
Weiß aber nicht ob das erforderlich ist um reiten zu lernen.
Dass man nicht einfach nur oben sitzt, sondern es anstrengend ist, ist mir schon bewusst.
Kann gut sein, dass man mit weniger Gewicht beweglicher wird.
Das kann man aber bis zu einem gewissen Grad schon auch ohne Gewicht zu verlieren, eben durch Sport und Dehnungsübungen.
Ich fühle mich derzeit, u.a. durch Mrs. Sporty nicht nur fitter, sondern auch beweglicher als vor 13-14 Jahren, wo ich 90-100 Kilo hatte und dazu eben auch noch wesentlich jünger war.
Das würde ich auch sagen, ist eh sinnvoll erst mal den Umgang mit Pferden zu lernen als gleich zu reiten. Gehört alles zusammen.
Dann lernt man das Pferd das man evtl mal reiten kann kennen und kann vll besser abschätzen ob es einen tragen kann)
Das ist eine gute Idee. :)
Snowflake
07.06.2011, 13:58
Hey Lyssi,
hast Du es mittlerweile mal ausprobiert mit dem reiten?
Früher bin ich sehr viel geritten.
Nach einem schweren Reitunfall (Ellenbogengelenk zertrümmert) hörte das erstmal auf.
Aber Pferde amg ich sehr, sehr gern, und als ich vor einiger Zeit bei meiner Freudin war (weit, weit weg von mir), die selbst Pferde hat und Kutsche fährt, bekam ich wieder richtig Sehnsucht.
Reiten kam für mich eigenlich nicht mehr in Frage - wegen des Gewichts -. Aber ich wollte bei Pferden sein. Also suchte und fand ich einen Job.
Jetzt füttere ich jeden Abend die Pferde eines Vereins.
Hin und wieder frag man mich, ob ich nicht doch wieder mal reiten möchte. Von der Seite her hat man also kein Problem mit meinem Gewicht.
Aber ich kann es mit mir nicht vereinbaren.
Das muss wohl jeder mit sich selbst ausmachen.
Habe noch etwas vergessen!
Mir reicht es, ganz einfach bei den Pferden zu sein.
Irgendwie muss ich auch gar nicht mehr reiten... :aach:
Es macht mir viel mehr Spaß, mit ihnen zu reden, zu kuscheln (wenn sie es wollen), sie zu beobachten.....
Natürlich habe ich auch einen guten Stand bei den Pferden. Von mir gibt es nur Futter, nie Stress... :bigdaum:
Hallo zusammen,
ich habe dieses Thema gesehen und möchte auch gerne etwas dazu beitragen....ich habe selbst zwei Pferde und reite seit 25 Jahren. Ich war noch nie schlank und in den letzten Jahren habe ich leider nochmal ordentlich zugelegt. Ich weiss also, was es heisst, als dicker Mensch auf ein Pferd zu steigen.
Zuerst: auch in unserem Reitstall werden dicke Reiter weder diskriminiert, noch wird sonst irgendwie über sie hergezogen!
Ich habe eine älteren sehr kräftigen Ponywallach im Endmaß, auf dem ich allerdings nur noch Schritt reite - für mehr bin ich einfach zu schwer für ihn. Da dürfen dann die leichten Mädels drauf. Aber ich fahre ihn erfolgreich mit der Kutsche! Man sollte wissen, wenn man zu schwer für sein Pferd ist und dann auf Bodenarbeit oder Fahren umsteigen! Wobei ich dazu sagen muss, dass Fahren eine Wissenschaft für sich ist und genauso ernsthaft gelernt werden muss, wie das Reiten. Nur mal am Rande....
Mein zweites Pferd ist ein junger Warmblüter, sehr kräftig und kompakt gebaut. Auch hier habe ich mich erst drauf gesetzt, als klar war, dass er genügend Muskulatur hat mich ohne Probleme tragen zu können! Und es klappt super!
Ich denke, dass man auch als dicker Mensch ohne Probleme reiten kann - wenn man seine Grenzen realistisch einschätzt. Und das bedeutet dass man sich zum einen das passende Pferd sucht und zum anderen genau darauf achtet, wie das Pferd reagiert. Und man merkt genau, ob das Pferd ein Problem mit dem Gewicht hat oder nicht! Wenn es den Kopf hochreisst und den Rücken wegdrückt, dann hat es ein Problem! Und dann sollten man sich dieser Tatsache auch stellen! Aber wenn es zufrieden läuft, dann ist es auch okay!
Als Anfänger ist es natürlich besonders schwierig, weil man erstmal lernen muss, mit den Bewegungen des Pferdes mitzukommen. Das stelle ich mir schwierig vor mit sehr viel Gewicht. Auch hier gilt: ehrlich zu sich selbst sein. Gemütliches Schrittreiten ist sicher auch mit mehr Gewicht kein Problem. In den Rücken plumpsen mit viel Kilos auf den Rippen ist allerdings schon eines. Wie gesagt: man sollte ehrlich mit sich selbst sein und sein Gewicht ehrlich einschätzen. Ich würde niemals mit meinem Gewicht mit meinen Pferden springen. Aber ich bin schon der Meinung, dass man auch als dicker Mensch ein Pferd ordentlich Dressur reiten kann - wenn das Pferd gut trainiert ist und das entsprechende Fundament mitbringt. Mein Ponywallach hat mich viele Jahre getragen und keinerlei Rücken- oder Beinprobleme. Er läuft auch mit 21 Jahren noch topfit - nur eben jetzt mit leichteren Reitern. Bei alten Pferden baut die Muskulatur ab. Da ist dann einfach bei 80 Kilo Schluss.
Bei uns im Stall dürfen auch dicke Menschen - auch dicke Anfänger - auf die passende Pferde. Diese sind trainiert, haben eine gute Muskulatur und ein passendes Fundament. Und es wird eben viel Schritt geritten. Übrigens sind diese Schulpferde alle topfit und in einem hohen Alter. Es kommt eben immer auf die Dosis an!
Viele Grüße,
Iris
Ich würde auch gerne wieder reiten und frage mich, ob und unter welchen Bedingungen das bei meinem Gewicht zu verantworten ist. Ich habe Diskussionen über dieses Thema schon oft in verschiedenen Foren gefunden. Meist waren die Argumente emotional. "Dann soll die Dicke halt abnehmen,wenn sie reiten will und nicht noch das arme Pferd belasten " oder von dem dringenden Wunsch als schwerer Mensch zu reiten bestimmt. Was ich nirgends gefunden habe, sind wissenschaftliche Untersuchungen darüber, wieviel welches Pferd unter welchen Bedingungen tragen darf. Lediglich Faustformeln wie "25% des eignenen Gewichts, hat es aber einen langen Rücken nur 15%".
Das Thema ist ja nicht nur für dicke Reiter, sondern auch für Wanderreiter mit Gepäck und für das Volitigieren von Bedeutung. Es wäre schön, wenn ich da von irgendjemanden einen Literaturhinweis bekommen könnte ...
Vielleicht hat ja von Euch Eine eine Idee...
MopsWombat
10.05.2012, 05:49
Hi :)
Ich bin früher auch sechs jahre lang geritten, bis ich dann mit 120kg zu schwer war für meine geliebten Isländer :-o Diese "Ponys" sind auch ein prima Beispiel für Pferde die ne menge tragen können. Meine Reitlehrerin sagt mir auch immer, dass ich gut reiten kann und dem Pferd weniger Probleme bereite als so manche 60kg Frau. Ausgewachsene Männer können auf diesen Tierchen reiten, man schaue mal nach Island, WAS für Männer das sind ;) Bestimmt nicht nur 70kg schwer.
Ich würde mich der Meinung anschließen, dass man eigentlich in jedem Reitstall ein Pferd für 100kg menschen findet.
Was mir auch grad einfällt: Der Mensch ist alles andere als ein Lastentier und kann locker 10-15% seines Gewichts mit einem Rucksack herumtragen
Hi :)
Der Mensch ist alles andere als ein Lastentier und kann locker 10-15% seines Gewichts mit einem Rucksack herumtragen
Tippfehler?? Meine Handtasche, mit der ich zur Arbeit gehe, wiegt schon 5 kg, das ist eher nichts.
Ich weiß, ich schwimme hier mal wieder gegen den Strom...... aber von meinem Gefühl her denke ich, dass ein Pferd überhaupt nicht dafür vorgesehen ist, Menschen auf dem Rücken herumzutragen, und das hat nichts mit dem Gewicht zu tun. Selbst wenn diese 40-kg-Jockey-Zwerge diese bedauernswerten Tiere über die Rennbahn peitschen, über Hindernisse und Wassergräben springen lassen, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass dem Pferd das Spaß macht.
Ich habe mal gelesen, dass Pferde keinerlei Schmerzensäußerungen von sich geben können. Man könnte das Tier anzünden oder ihm die Beine abhacken, es würde alles stumm ertragen.
MopsWombat
10.05.2012, 16:26
Ich habe mal gelesen, dass Pferde keinerlei Schmerzensäußerungen von sich geben können. Man könnte das Tier anzünden oder ihm die Beine abhacken, es würde alles stumm ertragen.
Sorry, aber ich habe selten soeinen Blödsinn gelesen. Bist du mal mit Pferden umgegangen?
Und zu meiner Angabe. Ein Mensch von 80kg kann locker 10kg im Rucksack tragen...das sind 12,5% des Körpergewichts. Und das obwohl wir aufrecht gehen und unsere Wirbelsäule im Vergleich SEHR anfällig ist.
siehe hier:
[bitte googlen nach "Pferde haben keinen Schmerzlaut". Auf der Website "Pferdchen" findet man u.a. Ausführungen zum Thema]
(http://www.pferdchen.org/Pferde/Verhalten/Pferdesprache/Lautaeusserungen-Laute/Kein-Schmerzlaut.html)
sombra_blanca
10.05.2012, 21:00
Ich habe keine wirkliche Ahnung von Pferden, allerdings hab ich gerade letztens ein Video gesehen von irgendeinem vor nicht allzu langer Zeit stattgefundenen Queen-Spektakel, wo ein Pferdeführer nicht richtig aufpasste und sich ein Pferd in der Formation ein Bein brach, weil es zwischen die Räder der vorherfahrenden Kutsche gekommen ist. Es musste dann erschossen werden.
Es war sehr (!!!) sichtbar, dass das Pferd Schmerzen hatte. Keinen (Schmerz-)Laut machen zu können, bedeutet mitnichten, dass man keinen Schmerz ausdrücken könnte.
Körpersprache ist immer unglaublich wichtig im Umgang mit Tieren, schließlich sagt kein Tier "Öy, das find ich jetzt aber doof/das tut mir weh/das gefällt mir sehr!"
Ein Mensch von 80kg kann locker 10kg im Rucksack tragen...das sind 12,5% des Körpergewichts. Und das obwohl wir aufrecht gehen und unsere Wirbelsäule im Vergleich SEHR anfällig ist.
Ich zweifle doch nicht an dieser Aussage. Aber was sind 10 kg, die in einem Rucksack getragen, das ist ein Klacks. Anders würde es aussehen, wenn man eine 10-kg-Tasche in der Hand tragen würde.
MopsWombat
11.05.2012, 12:12
Anders würde es aussehen, wenn man eine 10-kg-Tasche in der Hand tragen würde.
Ja genau...und wo tragen Pferde die Menschen und Lasten? Mit ihrem rechten Vorderhuf? :rolleyes:
Mondsteinhexe
11.05.2012, 14:43
Für mich liegt der Unterschied zwischen den Lasten, die ein Mensch und ein Pferd trägt darin, dass der Mensch frei entscheiden kann, ob er nun eine Tasche, einen Rucksack oder einen Trolli benutzt, um etwas zu transportieren. Desweiteren kann er Pausen einlegen, wenn íhm die Last zu schwer wird oder um Hilfe bitten.
Ein Pferd bekommt das Gewicht einfach aufgeladen, kann nicht selbst entscheiden, wann es eine Pause einlegt und kann nicht sagen, dass ihm die eine oder andere Last gerade zu schwer ist - sei es aufgrund des tatsächlichen Gewichts oder des Reitstils der Person, die da auf seinem Rücken sitzt.
Der Mensch, der mit dem Pferd umgeht muss hier also die Verantwortung übernehmen - und gerade im Reitsport werden die Grenzen der Tiere doch oft weit überschritten.
Honigbiene
12.05.2012, 06:17
Danke, Mondsteinhexe, dass du das so gut beschrieben hast. Ich sehe das genauso.
Für mich liegt der Unterschied zwischen den Lasten, die ein Mensch und ein Pferd trägt darin, dass der Mensch frei entscheiden kann, ob er nun eine Tasche, einen Rucksack oder einen Trolli benutzt, um etwas zu transportieren. Desweiteren kann er Pausen einlegen, wenn íhm die Last zu schwer wird oder um Hilfe bitten.
Ein Pferd bekommt das Gewicht einfach aufgeladen, kann nicht selbst entscheiden, wann es eine Pause einlegt und kann nicht sagen, dass ihm die eine oder andere Last gerade zu schwer ist - sei es aufgrund des tatsächlichen Gewichts oder des Reitstils der Person, die da auf seinem Rücken sitzt.
Der Mensch, der mit dem Pferd umgeht muss hier also die Verantwortung übernehmen - und gerade im Reitsport werden die Grenzen der Tiere doch oft weit überschritten.
Danke schön - dem ist nichts hinzuzufügen :five:
MopsWombat
15.05.2012, 05:54
Der Mensch, der mit dem Pferd umgeht muss hier also die Verantwortung übernehmen - und gerade im Reitsport werden die Grenzen der Tiere doch oft weit überschritten.
Haargenau! :applaus::daumen:
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