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Molly78
25.06.2010, 23:00
Nach einem halben Jahr Krankheit habe ich nun endlich wieder, bei einer neuen Arbeitsstelle angefangen zu arbeiten. Habe mich riesig darauf gefreut.
Alle Kollegen sind sehr freundlich und nett, bis auf eine, die ich heute kennen gelernt habe.

Beim morgentlichen Kaffee trinken hat diese gefragt warum wir überbesetzt sind. Ich sagte darauf hin das sie mich nicht mitzählen soll , da ich noch eingearbeitet werde, sie soll einfach so tun als währe ich nicht da.

Ihre antwort : dich zu übersehen ist nicht möglich...

Später dann in der Pause, fragte ich eine andere Kollegin, wie das mit der Arbeitskleidung ist, und ob ich nicht auch ein Poloshirt haben kann, da die etwas eher nachgeben wie die Baumwollkasaks... Sie meinte das würde sicherlich kein Problem sein, sie selber habe sich Männershirts gewählt da diese grösser ausfallen.

Daraufhin die dumme nuss von heute morgen : Ja, mit den Shirts das geht wohl aber Hosen müssen wir wohl extra für dich schneidern lasssen...
Das hat mir gereicht, am liebsten hätte ich meine sachen gepackt und währe gegangen... Jetzt arbeite ich schon so lange in der Pflege, und bisher habe ich immer Arbeitskleidung (Gr.56/58 ) bekommen.
Zum kotzen das so ne Hilskraft einem so sehr den Tag vermiesen kann...:mad::fluester:

kampfzwerg
25.06.2010, 23:08
Klingt ja nicht gerade nach einem beschwingten ersten Arbeitstag.
Schade, wenn man einen Teil des Kollegiums aufgrund der Aussagen schon nach einem Tag in der Pfeife rauchen kann.
Hoffentlich klärt sich das mit der Arbeitskleidung schnell und der Frau wird der Wind aus den Segeln genommen. Die ist echt ein Trampel.

Andra1963
26.06.2010, 07:59
Du schreibst, dass ALLE bis auf EINE nett und freundlich sind!?

Warum ist die EINE dann so wichtig für dich ... und nicht die ANDEREN !?

Klar kann man sich die Laune von solchen Sprüchen verderben lassen ... andererseits: Idioten gibt es eben immer und überall und jeder wird damit ständig konfrontiert, egal auf welcher Ebene, egal ob dick oder dünn!

Solange man es nicht schafft, sich ein Ei drauf zu pellen, wird man sich immer die Laune verhageln lassen ....

KleineRunde
26.06.2010, 08:01
Hallo Molly,

es ist ein Elend mit solchen "Kolleginnen".

Ich zieh mir auch sofort immer den Schuh an und bin frustriert, kann Dich da sehr gut verstehn.

Aber sicher ist es besser solche Leute entweder zu ignorieren(wenn man denn da die Nerven zu hat:-D)
oder ihnen Kontra zu geben.
Habe gemerkt, daß die Sache mit den blöden Sprüchen nur so lange lustig ist wie "die Dicke" sich eh immer alles gefallen lässt.
Gibt man eine passende Antwort werden solche Leute gerne auch kleinlaut.

Ich wünsche Dir trotz allem einen guten Start im Job.
Halte Dich einfach verstärkt an die netten Kolleginnen und lass Dich nicht zu sehr runter ziehen.

LG
KR

Itsme
26.06.2010, 09:40
Ich würde dazu raten, gleich zu Beginn solchen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen.
Ein einziger Satz mag da schon reichen:
"Sprich entweder vernünftig mit mir, oder lass es ganz bleiben!"

kampfzwerg
26.06.2010, 09:47
Ich würde dazu raten, gleich zu Beginn solchen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen.
Ein einziger Satz mag da schon reichen:
"Sprich entweder vernünftig mit mir, oder lass es ganz bleiben!"Das fände ich nun wieder in der Wortwahl zu derb mit dem "oder lass es ganz bleiben". Damit hätte man sich direkt die Kollegin zur Feindin gemacht und das sollte nicht Ziel der Aktion sein. Etwas vorsichtiger und weniger verächtlich ginge es doch auch. Es bringt doch nichts, verbal genauso unklug zurückzuschlagen.

babelfish
26.06.2010, 09:50
Ich würde dazu raten, gleich zu Beginn solchen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen.
Ein einziger Satz mag da schon reichen:
"Sprich entweder vernünftig mit mir, oder lass es ganz bleiben!"

Ich würde eher zur Sachlichkeit raten. Bei dem Kommentar mit der Bekleidung hätte ich sowas gesagt, wie in meinen x Berufsjahren hatte ich aufgrund meines Gewichtes weder Probleme mit meiner Arbeit, noch mit meiner Arbeitskleidung.

franziska02
26.06.2010, 10:05
Nun ja, auf manche Äußerungen, gezielt kontern, wie, "habt ihr eine Schneider-, bzw. Nähabteilung". diese ersten Arbeitstage, sie haben es in sich aber vergehen. Zeige, was du kannst, dann wird auch der Umfang übersehen. Eben reagieren und ignorieren.

Toastbrot
26.06.2010, 10:09
Ich sehe das auch so wie it's me. Solchen Leuten muss man gleich Grenzen aufzeigen, ansonsten erobern sie immer mehr Terrain. Das habe ich schon sehr oft in meinem Leben erlebt.

Und die Wortwahl ist doch völlig in Ordnung. "Rede bitte normal mit mir, oder gar nicht." Das zeigt ja auch, daß man selber nicht auf das "Wohlwollen" dieser Person angewiesen ist.

Toastbrot (mit neuem PC!*freu*)

Lore
26.06.2010, 19:54
Toastbrot hat Recht. ;)

Lore
26.06.2010, 21:54
Argh und außerdem ist die eh so n bisschen behindert, was fällt ihr eigentlich ein so mit LEuten umzugehen, gegen die sie nichts haben kann?! Ignorier sie einfach oder hau ihr iwas an n Kopf (Spruch antürlihc xP ;D) und wenn des alles nix hilft red mal so mit ihr privat/vor n paar Kollegen, du weißt schon so in ner Ecke aber dass es andere auch noch hören-> vor der Gruppe wird es ihr schon peinlich sein^^ ;)

Aule
26.06.2010, 23:21
Argh und außerdem ist die eh so n bisschen behindert, was fällt ihr eigentlich ein so mit LEuten umzugehen, gegen die sie nichts haben kann?! Ignorier sie einfach oder hau ihr iwas an n Kopf (Spruch antürlihc xP ;D) und wenn des alles nix hilft red mal so mit ihr privat/vor n paar Kollegen, du weißt schon so in ner Ecke aber dass es andere auch noch hören-> vor der Gruppe wird es ihr schon peinlich sein^^ ;)

Na wunderbar. Da hab ich doch mal ne Aussage gefunden, die ich überhaupt nicht abkann. Ich wünsche mir das sowas in Zukunft unterlassen wird. Menschen mit einer Behinderung sind kein Schimpfwort. Da reagier ich empfindlich. Danke!

kampfzwerg
26.06.2010, 23:32
Ich wünsche mir das sowas in Zukunft unterlassen wird. Menschen mit einer Behinderung sind kein Schimpfwort.Da stimme ich Dir absolut zu!
Die verwendete Ausdrucksweise wird hier nicht gerne gesehen und ist für mich Zeichen eines niedrigen Niveaus.

Betsy
27.06.2010, 00:05
Laut WHO die Definition von Behinderung,
Aufgrund einer Erkrankung, angeborenen Schädigung oder eines Unfalls als Ursache entsteht ein dauerhafter gesundheitlicher Schaden.
Der Schaden führt zu einer funktionalen Beeinträchtigung der Fähigkeiten und Aktivitäten des Betroffenen.


Es gibt sie, die dummen Menschen und vielleicht ist die obige Definition ein Beitrag

zur Volksbildung.

Im übrigen, da es mich und meinen Sohn betrifft, wir sind NICHT behindert,

wir werden von anderen (b od. g)ehindert.

Muminfrau
27.06.2010, 20:44
Ich sagte darauf hin das sie mich nicht mitzählen soll , da ich noch eingearbeitet werde, sie soll einfach so tun als währe ich nicht da.

Hi Molly!

Ich finde, schon bei dieser Aussage ist etwas schief gelaufen. Wenn es genau so passiert ist wie du beschreibst, hat diese Kollegin dich geschickt dazu gebracht, diese Aussage zu treffen, um sie dann auf deise gemeine Weise kontern zu koennen.

Ich meine, warum soll jemand so tun, als ob du nicht da bist? Du bist da, und du bist wichtig. Ich denke, du solltest dich selber nicht klein machen, dann wirst du von den Anderen nicht angegriffen.

Ich wuensche dir viel Erfolg bei der neuen Arbeit!

LG

Muminfrau

babelfish
27.06.2010, 23:46
Hi Molly!

Ich finde, schon bei dieser Aussage ist etwas schief gelaufen. Wenn es genau so passiert ist wie du beschreibst, hat diese Kollegin dich geschickt dazu gebracht, diese Aussage zu treffen, um sie dann auf deise gemeine Weise kontern zu koennen.

Ich meine, warum soll jemand so tun, als ob du nicht da bist? Du bist da, und du bist wichtig. Ich denke, du solltest dich selber nicht klein machen, dann wirst du von den Anderen nicht angegriffen.

Ich wuensche dir viel Erfolg bei der neuen Arbeit!

LG

Muminfrau


Also eigentlich kann man sogar noch weiter gehen. Wenn mir jemand so was gesagt hätte, würde ich denken, dass da jemand keine Lust zum Schaffen hat. Vielleicht ist das ja auch der Grund für die bissigen Bemerkungen hinterher.

Hummelchen
28.06.2010, 08:38
Ich würde dazu raten, gleich zu Beginn solchen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen.
Ein einziger Satz mag da schon reichen:
"Sprich entweder vernünftig mit mir, oder lass es ganz bleiben!"


Sehe ich wie Itsme - gleich von Anfang an eine konkrete Ansage machen und die Grenzen aufzeigen!

Und den Ton finde ich bei dem an den Tag gelegten Benehmen der Kollegin nicht zu harsch - "wie man in den Wald ruft...":cool2:

Maky
28.06.2010, 08:45
Alle Kollegen sind sehr freundlich und nett, bis auf eine, die ich heute kennen gelernt habe.

Beim morgentlichen Kaffee trinken hat diese gefragt warum wir überbesetzt sind. Ich sagte darauf hin das sie mich nicht mitzählen soll , da ich noch eingearbeitet werde, sie soll einfach so tun als währe ich nicht da.

Ihre antwort : dich zu übersehen ist nicht möglich...



Du hast diese Stelle bekommen, also gehe ich davon aus, dass du gebraucht wirst.
Ob ihr "überbesetzt" seid, kann nicht dein Problem sein. Und wieso sagst du, sie soll so tun, als wärst du gar nicht da? Selbstverständlich bist du da, und dafür musst du dich vor dieser Person doch nicht rechtfertigen. Wenn die anderen Kollegen o.k. sind, solltest du das Verhalten dieser einen einfach ignorieren.

Sophie
28.06.2010, 09:03
@Molly78:
Dieses "Sich-Unsichtbarmachen", "Achtet nicht auf mich", wenn sich jemand anscheinend über dich ärgert, ist das eine häufige Verhaltensweise von dir?
Falls ja, ist das einer der größten Fehler, den du im Job machen kannst. Dann erfährst du nämlich auch nie die dir zustehende Wertschätzung.

Gerade in der Einarbeitungszeit muss man immer den Kolleg/innen im Nacken sitzen und fragen, fragen, und auf sich aufmerksam machen - im positiven Sinn. Damit man nach der Probezeit übernommen wird, und damit man auch die unauffälligen, aber wichtigen Einzelheiten im neuen Job mitkriegt.

Wie die anderen schon sagten: wenn alle anderen Kolleg/innen OK sind, würde ich auf die eine nix geben. Vielleicht hatte die einfach einen schlechten Tag. Manchmal haben andere Menschen auch Sorgen, wie z.B. ein behindertes Kind oder nörgelige Eltern oder oder, und reagieren manchmal aus Frust aggressiv. Vielleicht ist sie ja ganz nett, wenn du sie mal näher kennst.

Knallfrosch
28.06.2010, 12:50
Ich finde es nicht immer einfach in solchen Situationen zu entscheiden, ob Ignorieren oder Reagieren die bessere Option ist, je nachdem was mehr Souveränität ausstrahlt. Es ist immer so eine Sache mit Gruppendynamik und Hackordnungen-wo stehst du, wo steht sie. Ich würde aber schon eine direkte und ehrliche Reaktion bevorzugen (z.B. "solche Sprüche kannst du dir sparen") aber das bin ich halt. Gerne mag ich in solchen Situation den guten alten Spruch "honi soit qui mal y pense" - uneherenhaft ist der, der schlechtes denkt. Nur meistens kapieren solche Nullnummern den Sinn gar nicht. Am besten du reagierst das nächste mal wenn du Rückendeckung hast.

Jojo59
28.06.2010, 20:33
@Molly78,

bitte - bitte - BITTE!! laß Dich von dieser einen nicht einschüchtern!
Ich weiß, das ist schwer, weil negative Meinungsäußerungen immer besser "sitzen" als positive, aber dennoch - bitte halte dieser einen stand.

Ich erinnere mich da an etwas aus meiner Schulzeit.. hat nix mit Dick und Dünn zu tun und bewegt mich dennoch bis heute:
Meine Schulstufe (wir waren 17-18 Jahre alt), machte eine Griechenland-Fahrt (war Tradition an meiner Schule), und mein Lehrer, ein "200%-"Griechen-Fan wollte, daß ich dazu ein öffentliches Tagebuch schreibe. Also eins, was nach einer gewissen Überarbeitung alle Beteiligten als Kopie bekommen und lesen konnten. Weil der Lehrer wußte, daß mir so etwas liegt (also keine Oberlehrer-Vergewaltigung, ich machte es gerne). Und von allen Griechenland-Teilnehmern (47 ungefähr) waren auch alle damit zufrieden bis auf einen. Und DEN habe ich mir zu Herzen genommen und an der Qualität meines Tagebuches gezweifelt. Immerhin war er auch noch der Primus der Parallelklasse :(.

Bis ich ihn persönlich erwischte, und er mir sagte, was ihm nicht paßte: Was er mir übel nahm, war, daß ich zuviel von meinen Mitschülern schrieb und zu wenig von den Sehenswürdigkeiten. Dazu fiel mir ein, daß er der einzige war, der Fotos nur mit Landschaften, nicht mit Mitschülern gemacht hatte. Während die anderen sich in den Wochen nach Griechenland also gegenseitig die Bilder zeigten und Bestellungen aufnahmen, waren seine Bilder auch nicht gerade beliebt.
Als ich das begriff, war ich mit meinem Tagebuch wieder zufrieden. Wir einigten uns übrigens auch darin.. daß wir eben unterschiedliche Sichtweisen haben

Ich weiß, das ist vielleicht ein dämliches Beispiel, aber WENN man kritisiert wird, so liegt es nicht immer an einem selber. Andere Menschen könnten durchaus einen Hintergrund haben, der sie zu Kritik bringt.. dann liegt es an diesem Hintergrund, nicht an einem selbst.

Manchmal frage ich mich schon, wieso manche Menschen so unbarmherzig über Dicke herlegen. Vielleicht, weil sie das mit Disziplinlosigkeit asoziieren..und selber im Leben eine gewisse Disziplin, die sie sich aufgerlegt haben, nicht aufbringen können? Marke Ablenkung von eigenen Schwächen?

Auf jeden Fall, @Molly78 - bitte behalte Deinen Mut. Was andere Leute für Probleme haben, muß nicht Deine Sorge sein.

Muminfrau
28.06.2010, 22:45
Hm... ich weiss nicht, ob meine gestrige Botschaft angekomemn war, da Molly sich nicht meldet. An anderen Antworten habe ich das nicht gemerkt. Vielleicht habe ich Unrecht und alles ist angekommen. Ich sage es trotzdem nochmals, als meine Sichtweise.

Jede Situation, ob sie angenehm ist oder nicht, hat zwei Seiten. Dass Molly von dieser Kollegin all diese unangenehme Dinge zu hoeren bekam, liegt nicht nur an der Kollegin, sondern auch an Molly. Denn sie hat mit ihren Aussagen den Boden dazu bereitet.

Es ist nichts Schlimmes, und passiert auch mir ab und zu. Man sollte aber immer auf seinen Anteil in solchen Situationen achten und analysieren, was man naechstes Mal besser machen kann.

Deswegen finde ich Ratschlaege, was man einer solchen Kollegin haette antworten sollen nicht ganz produktiv. Meiner Meinung nach soll man in solchen Faellen ueberlegen, wie man sich so benehmen kann, dass die Situation gar nicht erst entsteht. Nach einiger Uebung wird es klappen (aber wohl nicht sofort...).

wollmaus
29.06.2010, 08:44
@Muminfrau
Ich sehe das anders. Ich denke, dass ich nicht bei jeder unverschämten Äußerung von jemand anderem die Schuld bei mir suchen sollte.

Ich finde den Satz von Molly völlig normal. bzw kann mir sehr gut vorstellen, dass sie in dem Kontext völlig normal war. Sie gibt ihrer Kollegin absolut nicht das Recht diesen Kommentar zu machen.
Ich finde es gar nicht, dass der Satz mangelndes Selbstbewusstsein ausstrahlt. Ihre Geschichte war da ja wohl bekannt - sie hat ja schon vorher gearbeitet, die Leute müssen also davon ausgehen, dass sie sich selbst nicht als überflüssig sieht.

Das scheint mir vergleichbar damit zu sein, dass ich manchmal sage, dass ich halt blond bin. Mein Umfeld weiß durchaus, dass ich nicht blöd bin und auch, dass ich auch nicht wirklich einen Zusammenhang zwischen blond und blöd mache. Das hat dann wirklich nichts mit mangelndem Selbstbewusst sein zu tun.

Grüße,
wollmaus

Muminfrau
29.06.2010, 08:53
Ich denke, dass ich nicht bei jeder unverschämten Äußerung von jemand anderem die Schuld bei mir suchen sollte.


Habe ich "Schuld" geschrieben? Mal nachschauen... nein. Ich finde es aber interessant, dass sofort von "Schuld" die Rede ist.

Also, bei einem Dialog sind immer zwei beteiligt, und jeder hat etwas dazu beigetragen. Was der Andere sagt, kann man nicht aendern. Man kann also nur daran arbeiten, wie man sich selber wahrnimmt und praesentiert.

Wenn man versucht, die "Schuld"-Frage zu klaeren, fuehrt das zu nichts, meiner Meinung nach. Entweder macht man dann sich selber Vorwuerfe oder dem Anderen, aber man lernt nichts daraus.

Pandora
29.06.2010, 08:58
Denn sie hat mit ihren Aussagen den Boden dazu bereitet.

Ich bin schon der Meinung, daß dieser Satz impliziert, Molly wäre selbst schuld am Verhalten der Kollegin. Und ich sehe es ähnlich wie Wollmaus - wenn jemand mir gegenüber unverschämt ist, dann liegt das zu 90 % an dieser Person und nicht an mir.

wollmaus
29.06.2010, 09:28
Ich habe mich genau auf den Satz bezogen, den Pandora zitiert hat - vielleicht sollte ich statt "Schuld" "Verantwortung" schreiben - ansonsten bleibt es gleich.

Ich habe ehrlich gesagt ziemlich lange gebraucht um zu lernen, dass ich nicht bei Bemerkungen oder Verhalten die/das mich verletzen/verletzt, die Verantwortung bei mir suchen muss. So richtig gelingt mir das immer noch nicht. Oft genug mache ich mir Gedanken darüber, dass doch jemand nicht einfach grundlos böse zu mir sein kann, weil ich mir das für mich selbst nicht vorstellen kann.

Boewi
29.06.2010, 09:51
Ich bin schon der Meinung, daß dieser Satz impliziert, Molly wäre selbst schuld am Verhalten der Kollegin. Und ich sehe es ähnlich wie Wollmaus - wenn jemand mir gegenüber unverschämt ist, dann liegt das zu 90 % an dieser Person und nicht an mir.
Schuld ist wirklich der falsche Ausdruck - aber in der Tat scheint ein bestimmtes Verhalten ein derart unverschämtes Benehmen geradezu heraus zu fordern.

Es gibt ein typisches "Opferverhalten", das wie eine selbsterfüllende Prophezeihung geradezu zwangsläufig dazu zu führen scheint, dass man tatsächlich auch ein Opfer wird.

Die Ratschläge, bereits dort anzusetzen und das eigene Verhalten zu verändern, scheinen mir daher sehr sinnvoll zu sein.

Ungeachtet dessen gibt das natürlich niemand das Recht, die eigene schlechte Laune an anderen auszulassen oder sich derart schlecht zu benehmen!

Lea
29.06.2010, 10:13
Das scheint mir vergleichbar damit zu sein, dass ich manchmal sage, dass ich halt blond bin. Mein Umfeld weiß durchaus, dass ich nicht blöd bin und auch, dass ich auch nicht wirklich einen Zusammenhang zwischen blond und blöd mache. Das hat dann wirklich nichts mit mangelndem Selbstbewusst sein zu tun.
Würdest Du sowas auch sagen in einem Umfeld, das Dich bzw. Deine Intelligenz (noch) nicht kennt? Und nicht weiß, dass das nur ein Scherz ist? Da wäre ich vorsichtig... Als Scherz unter Bekannten - ok, aber nicht an einem ersten Arbeitstag unter Fremden. Das hat für mich schon so was von "sich selbst klein machen". Und das sollte man sowieso nicht tun.

Was natürlich trotzdem niemandem das Recht gibt zu solchen unverschämten Sprüchen - die aber vielleicht auch so gekommen wären. "Schuld" ist Molly daran auf keinen Fall, vielleicht hat sie die Sache nur durch ihre unbedachte Äußerung "erleichtert".

Pandora
29.06.2010, 11:48
Schuld ist wirklich der falsche Ausdruck - aber in der Tat scheint ein bestimmtes Verhalten ein derart unverschämtes Benehmen geradezu heraus zu fordern.

Es gibt ein typisches "Opferverhalten", das wie eine selbsterfüllende Prophezeihung geradezu zwangsläufig dazu zu führen scheint, dass man tatsächlich auch ein Opfer wird.
Schon klar, deshalb auch meine grobe Schätzung von 90 %.;) Wäre diese Kollegin grundsätzlich ein netter Mensch, würde sie sich auch durch noch so viel Opferverhalten nicht zu solchen Bemerkungen hinreißen lassen.

Muminfrau
29.06.2010, 13:57
Ich bin schon der Meinung, daß dieser Satz impliziert, Molly wäre selbst schuld am Verhalten der Kollegin.

Wer einen Schuldigen sucht, findet immer einen. :(

Ich kann nur wiederholen, dass ich die Schuldzuweisungen hoechst unproduktiv finde. Sie bringen einen nicht aus der Situation heraus und helfen auch sonst gar nicht weiter.

Pandora
29.06.2010, 14:15
Wer einen Schuldigen sucht, findet immer einen. :(

Ich kann nur wiederholen, dass ich die Schuldzuweisungen hoechst unproduktiv finde. Sie bringen einen nicht aus der Situation heraus und helfen auch sonst gar nicht weiter.
Die Schuldzuweisungen hast Du ins Spiel gebracht - auch wenn Du das kleine Wörtchen "Schuld" nicht geschrieben hast. Also wäre es vielleicht ganz geschickt, wenn Du Dich selbst daran halten würdest. Hilfreich finde ich das nämlich auch nicht, da sind wir uns also einig. :cool2:

wollmaus
29.06.2010, 14:35
Die Diskussion hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich hoffe, das sprengt jetzt hier nicht das Thema.

Für mein Empfinden ist es ähnlich unangebracht jemanden zu sagen, er solle seine Opferrolle (ich nehme den Begriff auf, auch wenn ich ihn in diesem Zusammenhang zu stark finde) verlassen, wie das er abnehmen soll. Es hat Gründe in so einer Rolle zu sein, ebenso, wie es Gründe dafür gibt dick zu sein.
Umgekehrt empfinde ich es so, dass das dick sein selbst genauso verantwortlich für eine solche Bemerkung ist, wie der geäußerte Satz.
Für beides würde ich keine Veränderung fordern.

Natürlich kann man sagen, dass dann auch die böse Bemerkung Teil eines Wesens ist und es einen Grund dafür gibt. Also könne man auch diese nicht kritisieren, aber der wesentliche Unterschied ist für mich der, dass eine solche Bemerkung einen Menschen verletzt.

Die persönliche Freiheit hört an den Grenzen des anderen auf. Allerdings sehe ich auch, dass die Grenzziehung schwierig ist.

@Lea, ich würde den Satz nicht in jeder Situation sagen - deshalb habe ich ja auch eingeschränkt, dass mein Umfeld mich gut genug kennt.

Boewi
29.06.2010, 15:05
Für mein Empfinden ist es ähnlich unangebracht jemanden zu sagen, er solle seine Opferrolle (ich nehme den Begriff auf, auch wenn ich ihn in diesem Zusammenhang zu stark finde) verlassen, wie das er abnehmen soll. Es hat Gründe in so einer Rolle zu sein, ebenso, wie es Gründe dafür gibt dick zu sein.
Das hat natürlich was für sich. Andererseits halte ich es für wichtig, die Zusammenhänge aufzuzeigen und Tipps zu geben, wie man mit manchen Situationen besser umgehen könnte.

Ich meine, warum soll jemand so tun, als ob du nicht da bist? Du bist da, und du bist wichtig. Ich denke, du solltest dich selber nicht klein machen, dann wirst du von den Anderen nicht angegriffen.
Das halte ich für einen sehr wichtigen Punkt und einen guten Tipp.

Natürlich sind die Grenzen fließend, aber mit Ausnahme des unsäglichen Kommentars von Lore, haben sich alle bemüht, konstruktive Tipps zu geben. Natürlich gibt es viele unterschiedliche Meinungen - und das ist gut so.

Wie man mit solchen Situationen umgeht, hat viel mit der jeweiligen Persönlichkeit zu tun. Für die einen ist es besser, direkt Grenzen zu setzen, die anderen kommen mit einem flapsigen Spruch besser klar, wieder andere drehen sich kommentarlos rum und denken sich lieber ihren Teil.

Egal wie man es hält, es ist sehr gefährlich, sich in einer solchen Situation wie ein typisches Opfer zu verhalten, weil das die wirklich bösen Menschen doppelt reizt. Deshalb halte ich es auch für legitim und wichtig, darauf hinzuweisen.

Muminfrau
29.06.2010, 16:21
Ich denke, ich sehe viele Dinge anders, seitdem ich 2 Jahre lang eine Gruppenpsychotherapie gemacht habe. Dort haben wir sehr darauf geachtet, wie der eigene Anteil an einer Situation aussieht. Man hat mir auch beigebracht, auf eigene Worte genau zu achten. Seitdem sind viele Dinge anders geworden -- und viel, viel besser. :)

Ich verstehe natuerlich, dass das fuer Viele neu ist. Und ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man sich anfangs straeubt, den eigenen Anteil anzuerkennen. Mir ging es genau so. Anteil ist uebrigens ein neutrales Wort und bedeutet nicht "Schuld".

Aus meiner Erfahrung habe ich nun versucht, einen Rat zu geben, und wuerde mich freuen, wenn es jemandem nuetzt. Danke an alle, die mich verstanden haben, und auch an alle, die mich nciht verstanden haben, denn das ist fuer mich eine sehr wichtige Information.

wollmaus
29.06.2010, 16:48
Hallo Muminfrau,

ich habe eine andere Meinung/Einstellung als du, was aber nicht bedeutet, dass ich dich nicht verstanden habe. Das möchte ich ganz deutlich sagen. Ich verstehe sehr gut was du meinst und denke dennoch anders.

Es ist gut, wenn dein Weg dir viel gegeben hat und du dich weiterentwickeln konntest.
Bei mir bedeutete Weiterentwicklung (und auch ich bin therapeutisch nicht unerfahren) ganz wesentlich nicht alle Verantwortung bei mir zu suchen. Ich denke, dass es da einfach darauf ankommt, von wo man kommt.

Ich habe aus meiner persönlichen Erfahrung heraus ein Problem damit, wenn Menschen, mit denen ich mich austausche ein Gespräch sozusagen damit abbrechen zu sagen, dass ich sie nicht verstehe bzw ich mich sträube etwas anzunehmen.

Ich würde mich freuen, wenn du das nachvollziehen könntest.

Wollmaus

Pandora
29.06.2010, 16:58
Mir geht es ganz genau so, Wollmaus, danke.

Nordlicht
29.06.2010, 17:58
Ich sehe die Sache so ähnlich wie Muminfrau und Boewi... auch ich denke, dass zu einem Gespräch immer zwei gehören, und dass man durch sein eigenes Verhalten, wenn man es ändert, auch eine Menge Reaktionen ändern kann. Inwieweit der einzelne das nun kann, ist eine andere Sache.
Für mich persönlich gehört es mit zur Selbstakzeptanz, zum Selbstbewußtsein - ich trete dadurch mit einem anderen Verständnis für mich auf, wodurch andere mich automatisch anders behandeln. Das bringt mir einen doppelten Vorteil - zum einen macht mich jedes positve Erlebnis selbstsicherer, zum anderen gibt es weniger negative Erlebnisse, was mir auch gut tut.
Und es hat für mich nichts mit anpassen zu tun, sondern mit selbst agieren, selbst etwas für mich tun.
Wenn trotz meines positiven Auftretens blöde Sprüche kommen, und das kann ja sein, mach ich mir dann auch weniger nen Kopf drum, weil ich genau weiß, dass ich so reagiert habe, und aufgetreten bin, wie ich es zB für "gut", "aufrecht" oder auch "produktiv" erachte - ich bin in der Situation kein Opfer und ich bin stark, der andere hat das Problem.
Da ist dieses Prinzip: "ich kann die anderen nicht ändern, aber ich kann mich selbst ändern" für mich genau das Richtige.
Es geht dabei ja nicht darum, "Schuld" und "Verantwortung" bei sich, bzw. bei sich alleine, zu suchen. Der andere trägt aus meiner Sicht einen Anteil an der entstandenen Situation, aber ich auch zur Hälfte. Daher kann ich ja das Ganze auch so stark beeinflussen. Und dieses "selbst-Einfluss-nehmen-Können" ist das, was mir wichtig ist, wie ich meine Hilflosigkeit überwinden kann.
Das heißt nun nicht, dass es "schlecht" ist, alles so weiter zu machen wie bisher, es gibt fast immer Vor- und Nachteile für einen selbst, egal, was für eine Gesprächssituation entstanden ist, egal wie man reagiert. Für den einen ist es so gut, für den nächsten stellt es sich ganz anders dar. Der eine bricht eher den Kontakt zu anderen schnell ab, der nächste probiert lange rum und ändert seine Strategie mehrfach, bis er entweder eine passende Kommunikation gefunden hat oder auch den Kontakt aufgibt. Es kommt immer darauf an, was man für sich selbst als gut erachtet.

Gruß
Dani

Muminfrau
29.06.2010, 18:00
ganz wesentlich nicht alle Verantwortung bei mir zu suchen.

Habe ich "alle Verantwortung" gesagt? Mal nachschauen... nein. Ich habe "eigener Anteil" gesagt.

Ansonsten ist es fuer mich, wie gesagt, vollkommen in Ordnung, dass ihr nicht einverstanden seid, ich habe absolut keinen Anspruch darauf, alle ueberzeugen zu koennen.

Ich war vor einiger Zeit in einer aehnlichen Situation. Da habe ich in einen anderen Forum reingeschrieben, dass die dicken Leute nicht "einfach so" abnehmen koennen. Es war meine Antwort auf eine bestimmte Aussage, die dort gepostet wurde.

Ich hatte keine einzige Antwort bekommen, die meine Aussage unterstuetzt haette. Keine einzige. Ich habe das zur Kenntniss genommen, und hoffe immer noch, dass vielleicht doch jemand mitgelesen hat, der damit was anfangen konnte. Hier geht es mir genauso.

wollmaus
29.06.2010, 19:40
@Nordlicht,
Ich stimme dir völlig zu in dem, was du schreibst. Ich versuche genau das auch durchaus für mich selbst. Mir ging es nur darum, dass ich es schwierig finde, jemanden, der es nicht kann, zu sagen, dass er das machen soll.

Ich bin mir absolut sicher, dass eine Menge Menschen den Hinweis an mich, dass ich abnehmen soll, nett und hilfreich gemeint haben - gerne ja auch verbunden mit Wegen, die ich dazu nehmen kann - und auch aus der Überzeugung heraus diesen Weg schließlich selbst mit Erfolg gegangen zu sein.

Damit wollte ich auch nicht sagen, dass solche Ratschläge falsch sind. Ich bin einfach wirklich ins Grübeln und für mich selbst noch nicht zu einem Ergebnis gekommen. Ich fühle mich im Moment sehr verunsichert.
Wie entscheide ich, wann es richtig ist einen Ratschlag zu geben und wann nicht? Ich versuche es oft, indem ich mit einem Hinweis bei mir selbst bleibe, aber auch das machen Menschen, die mir von ihren tollen Diäterfolgen erzählen. :confused:

Mein Mann hat schon ein paarmal zu mir gesagt, ich solle nicht immer nach Lösungen suchen, er wolle manchmal auch einfach jammern und dazu hat er auch jedes Recht - ich habe das Gefühl, dass Molly hier ihren Frust ablassen wollte - was ich voll und ganz verstehen kann.

@Muminfrau
ich habe jetzt lange überlegt, ob ich noch etwas dazu schreiben soll, weil ich nicht das Gefühl habe, dass das ankommt, aber wenn du mich schon zitierst, wäre es schön, wenn du liest, was ich geschrieben habe.
Ich habe geschrieben, dass ICH lernen musste, nicht alle Verantwortung bei mir zu suchen. Das war der Punkt von dem ich ausgegangen bin. Ein Anteil ist natürlich weniger, als alle Verantwortung, aber bei mir ging es nun einmal um alle Verantwortung.
Deine Art jetzt schon zum zweiten Mal mit der gleichen Struktur der Formulierung zu antworten erweckt in mir das Gefühl, dass du dich über mich erheben willst, was du ja auch deutlich darin zum Ausdruck gebracht hast, dass ich dich ja nicht verstehen kann und dass ich mich dagegen sträube.
Ich wiederhole gerne, dass ich es für unmöglich halte, auf der Ebene eine Auseinandersetzung zu führen, weil du eine Diskussion unterbindest.

Gruß Wollmaus

wollmaus
29.06.2010, 19:41
@Molly
Ich wollte dir schon lange sagen, dass ich es toll finde, dass du nach einem halben Jahr Krankheit den Weg zurück ins Arbeitsleben machst und ich freue mich für dich, dass du vor allem nette Kollegen gefunden hast.
Ich drücke die Daumen, dass es bei dem Spruch als einmaligen Aussetzer bleibt!

Liebe Grüße,

Wollmaus

Muminfrau
30.06.2010, 08:13
@wollmaus:

Es ist auch fuer mich schwierig, Ratschlaege zu geben. Mit Diskussion hast du es richtig gemerkt. Ich moechte nicht diskutieren, denn ich wollte ja eigentlich gar nicht ueberzeugen. Ich wollte nur meine Meinung zum Thema sagen, weil es fuer mich wichtig war. Ich diskutiere gar nicht sooo gerne und schreibe lieber kurze Beitraege.

Ratschlaege annehmen kann ich sehr gut, wenn ich ein gewisses Gefuehl habe, dass die Person mehr Erfahrung hat als ich, und die Person -- wie soll ich es am besten ausdruecken? -- weise ist. Weise nicht "im Prinzip", sondern in einem bestimmten Bereich.

Z.B. habe ich von der Psychotherapeutin, die ich vorher erwaehnt habe, mir sehr viel sagen lassen, auch wenn es am Anfang verdammt unangenehm war. Und es hat mir sehr viel gebracht.

Ich habe ihr aber auch gesagt, dass ich absolut nicht aufs Thema Gewicht und Abnehmen angesprochen werden will, denn in diesem Bereich hatte ich kein Vertrauen zu ihr. Punkt. Das musste sie hinnhemen, auch wenn sie darueber nicht gluecklich war.

Manchmal nehme ich einen Ratschlag auch probeweise an: mal schauen, was es bringt. Ich experimentiere ein bisschen, das gefaellt mir ganz gut.

Und es ist tatsaechlich so, dass das Gefuehl leicht enstehen kann, dass sich jemand ueber dich erhebt, wenn man so ueberzeugt wie ich es bin seine Meinung sagt. Es war aber ueberhaupt nicht so gedacht.

@Molly: wie geht es dir? Wo bist du verschwunden? :)

Molly78
03.07.2010, 08:10
So, danke für eure vielen Kommentare, das meiste hat mir sehr geholfen.

Das mit dem " ich bin gar nicht da, mich nicht mitzählen", hatte einen einfachen Hintergund : Meinem neuen Chef hatte ich von Anfang an offen gesagt warum ich krank war : massives Burnout, schwere Depressionen mit wechsel in manische Episoden. Ich sagte ihm das das daher rührte weil ich mich ständig in leitenden Positionen befand, die letzten 10 Jahre weder wirklich frei noch wirklich Urlaub hatte, und eben immer zu allem"ja" gesagt habe.

Er zeigte mir darauf hin den üblichen Mitarbeiterjahresgespräch- Bogen.
Hierauf wird nicht nur das fachliche Wissen, sondern auch das "eigene Grenzen kennen" bewertet.
Ebenso sagte er das er nicht möchte das ich in der ersten Woche mitarbeite, ich sollte nur mitlaufen und mich so an den Ablauf und an die, durch die Krankheit "verlernte " körperliche Arbeit langsam wieder gewöhnen...

Mittlerweile klappt das so gut das ich bereits in der nächsten Woche zwei Tage die Schichtleitung habe.
Die Schichtleitung hat im Rotationsprinzip jede Fachkraft, sodas nicht einer die ständige Verantwortung hat...

Was die dumme Kuh angeht ist mittlerweile folgendes passiert : Es hat sich heraus gestellt das sie in regelmäßigen Abständen jeden versucht zu torpedieren, egal ob alter oder neuer Mitarbeiter...

Bei einer erneuten Kaffeepause begann sie über einen anderen nicht anwesenden Mitarbeiter zu lästern. Die Kollegen beachteten das nicht... daraufhien sprach sich mich direkt an und fragte mich ob ich seine Frisur nicht auch unmöglich finde, und das er ja schon ein seltsamer Kautz sei...

Ich sagte ihr nur, in freundlichem und ruhigem Ton das mein eigenes Leben so interessant ist, das ich weder die Zeit noch die Lust habe mir anderer Leutes Kopf zu zerbrechen, und das ich überzeugt davon bin, sollte es jemals Probleme mit dem Kollegen geben,ich Charakterstark genug bin ihn direkt darauf anzusprechen...

Die anderen anwesenden grinsten, und die dumme nuss war plötzlich still und musste dann ganz dringend irgend ein Patientenzimmer aufräumen :hopps:

*uwe*
03.07.2010, 08:17
Ich sagte ihr nur, in freundlichem und ruhigem Ton das mein eigenes Leben so interessant ist, das ich weder die Zeit noch die Lust habe mir anderer Leutes Kopf zu zerbrechen, und das ich überzeugt davon bin, sollte es jemals Probleme mit dem Kollegen geben,ich Charakterstark genug bin ihn direkt darauf anzusprechen...

Die anderen anwesenden grinsten, und die dumme nuss war plötzlich still und musste dann ganz dringend irgend ein Patientenzimmer aufräumen :hopps:Jawollja. So isses gut. :daumen: :daumen: :daumen: :five: :five: :five:

Kanarienvogel
03.07.2010, 08:36
Ich sagte ihr nur, in freundlichem und ruhigem Ton das mein eigenes Leben so interessant ist, das ich weder die Zeit noch die Lust habe mir anderer Leutes Kopf zu zerbrechen, und das ich überzeugt davon bin, sollte es jemals Probleme mit dem Kollegen geben,ich Charakterstark genug bin ihn direkt darauf anzusprechen...
:hopps:


Herrlich. Die Antwort muss ich mir merken!

petkay
03.07.2010, 10:19
Ich sagte ihr nur, in freundlichem und ruhigem Ton das mein eigenes Leben so interessant ist, das ich weder die Zeit noch die Lust habe mir anderer Leutes Kopf zu zerbrechen, und das ich überzeugt davon bin, sollte es jemals Probleme mit dem Kollegen geben,ich Charakterstark genug bin ihn direkt darauf anzusprechen...
:hopps:
:applaus:super,den Spruch muß ich mir merken:)

Muminfrau
03.07.2010, 18:27
Molly, das war super! Gratuliere! :applaus:

Sassy
12.07.2010, 19:38
Oft genug mache ich mir Gedanken darüber, dass doch jemand nicht einfach grundlos böse zu mir sein kann, weil ich mir das für mich selbst nicht vorstellen kann.

Das überlege ich mir auch so oft. Gerade weil man selbst stets betrebt ist, die Mitmenschen mit Respekt zu behandeln und da kommt so jemand daher und tritt deine Person mit Füßen. Aber meistens gibt es Gründe, nur die zu durchschauen ist oft schwer.

Molly78
20.07.2010, 21:02
Hallo, wollte mich mal wieder melden...:-)

Zum Thema Arbeitskleidung : Poloshirts waren kein Problem, Männergrösse XXL passt super.

Bei den Hosen hat sich folgendes herrausgestellt : Die Hosen fallen etrem klein aus, und laufen auch noch ein bis zwei grössen ein... so müssen selbst Mädels die nur Grösse 44 Tragen bereits Männergrösse 56 bestellen.

Das sagte mir unsere Verwaltungsangestellte ( selber sehr mollig ) und die Kollegen.

Beim Muster probieren hat sich das dann auch bewarheitet...

Da die Firma das aber gewöhnt ist, das einigen Frauen, spätestens bei Kleidergrösse 46 die Hosen nicht mehr passen, wurde mir angeboten ich solle mir selber welche kaufen, in denen ich mich wohl fühle und die rechnung bringen...:-)

Auch habe ich erfahren das die meisten Frauen Polos in Männergrössen haben, da die mindestens genau so klein sind wie die Hosen :-)

Ansonsten habe ich nach der kurzen Zeit schon alleine die Schichtleitung und mach das nach aussagen meines Chefs auch schon sehr gut :)

Die dumme Kuh von anfangs ist zuckersüss zu mir :applaus:

Danke nochmal für eure lieben worte :-)

Grüsse Sandra

Muminfrau
20.07.2010, 21:06
Schoen, dass es so gut klappt, und schoen, dass du dich meldest. :)