Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Adipositaschirurgie-Opfer
Hallo liebe Forummitglieder,
ich möchte auf die Risiken einer sogenanten Schlauchmagen-OP aufmerksam machen. Man sollte dieses nicht auf die leichte Schulter nehmen, da diese OPs sehr gefährlich sind.
Unsere Tochter ist nach einer Schluachmagen-OP in einem Krankenhaus in Essen am 23.06.09, nach 7-montaigem Leiden(in dieser Zeit war sie in versch. Krankenhäusern), am 29.01.09 elendig gestorben.
Meiner Ansicht nach wird viel zu wenig Aufklärung betrieben, was diese Art von Operationen angeht.
Wir und unsere Anwältin haben gelesen, dass von 100 Patienten 4-5 an dieser OP versterben.
Wir wollen weder rumstenkern noch sonst irgendetwas in dieser Art, doch jeder sollte sich bewusst sein, in welche Gefahr er sich begibt, wenn man sich auf so eine Operation einlässt.
Nachzulesen ist der Krankheitsverlauf unserer Tochter auf www.adipositas-opfer.de .
Das mit eurer Tochter tut mir wahnsinnig leid. Und ich finde es nur gut und richtig mal eine Warnung zu senden. Mir waren die Gefahren bisher nicht bewußt, hatte es aber auch nicht geplant machen zu lassen. Aber wer weiß, wer es nicht mal doch vor hat. Dann weiß man Bescheid und hat wichtige Infos. Danke dafür! Und euch alles erdenklich Gute!
Stricknadel
14.06.2010, 14:43
Das tut mir sehr leid zu lesen, mit eurer Tochter :( Ich finde es bewunderntswert das ihr dieses Thema zur Sprache bringt und Aufklärunsgarbeiten macht.
Kanarienvogel
14.06.2010, 16:46
Ich habe mir schon vor einiger Zeit den Thread zu deiner Tochter in diesem Abnehm-Forum durchgelesen und war entsetzt, wie die Leute da miteinander umgingen.
Mein herzliches Beileid für dich und deine Familie.
Hallo,
danke für euer Beileid.
Wir werden weiter für die Aufklärung solcher Fälle kämpfen, da die Patienten nicht ausführlich genug über Risiken aufgeklärt werden.
Von den Ärzten hört man nur, dass eine OP Risiken mit sich bringen kann. Kein Arzt wird sagen, dass man an diesen Operationen sterben kann geschweige denn, dass die Sterberate so hoch ist.
Es muss ganz einfach mehr Aufklärunf von ärztlicher Seite kommen und die Krankenkassen dürfen nicht ohne Weiteres diese OPs genehmigen.
Muminfrau
14.06.2010, 21:35
Vielen Dank fuer die Warnung, und fuer euren Mut. Ich hoffe, dass ihr vielen Leuten helfen koennt.
Sonnenkuss
15.06.2010, 09:00
Also ich kann auf der angegebenen Seite keinen Bericht finden... oder muss man sich da erst anmelden dazu?
@Sonnenkuss
ich habe auch nichts gefunden, gehe aber davon aus das man sich erst anmelden muss und das wollte ich nicht tun
Lg Maggy
@ Jappi
ich wünsche Euch viel viel Kraft und hoffentlich viele Menschen an Eurer Seite die Euch beistehen.
Hallo nochmal,
also man muss sich auf der Seite anmelden, ja... dies ist jedoch KOSTENFREI! Es kommen keinerlei Kosten oder sonstige Verpflichtungen auf euch zu!
Liebe Grüße
Dralle Deern
15.06.2010, 22:42
Ich habe Eure Geschichte gelesen, Jappi, und es tut mir in der Seele weh, wie Eure Tochter behandelt wurde und wie sie leiden musste :(
Mein aufrichtiges Beileid für Euren Verlust. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft.
Auch wenn sich leider nicht nur mitfühlende Worte auf adipositas-opfer finden, so habt Ihr dennoch all meine Anerkennung, dass Ihr nach diesem schweren Weg noch den Mut hattet, über die Erfahrungen zu berichten, um damit möglicherweise anderen diesen Leidensweg zu ersparen. Macht bitte weiter! Wenn Ihr nur einen einzigen Menschen dadurch abhalten könnt, dasselbe Schicksal zu erleiden, habt Ihr schon Erfolg.
Hallo Jappi,
ich habe es auch gelesen und ich möchte Euch ebenfalls meine Anteilnahme aussprechen. Ich finde die Reaktionen der "glücklich Operierten" zudem sehr bedrückend, teilweise anmaßend.
Wie Ihr seht, haben wir hier dieses Unterforum, in dem wir die Adipositaschirurgie bereits seit Jahren kritisch beleuchten. Bislang waren wir die Einzigen im deutschsprachigen Netz, die nicht in Jubelarien über diese Methoden ausgebrochen sind. Dass es einmal Selbsthilfeeinrichtungen für Adipositaschirurgie-Geschädigte geben wird, habe ich schon öfter prophezeit.
Ich halte das, was Ihr auf Eurer Seite macht also für sehr wichtig. Und deshalb möchte ich in aller Freundschaft - sozusagen von Webmaster zu Webmaster - ein paar kritische Anmerkungen machen:
Ihr solltet unbedingt dafür sorgen, dass Ihr im Internet gefunden werdet. Nur so könnt Ihr die Öffentlichkeit auf die Bedenklichkeit der AC aufmerksam machen. Das erreicht Ihr nicht mit einem geschlossenen Forum. Einer der wichtigsten Aspekte für ein gutes Google-Ranking ist ständig neuer Inhalt auf einer Seite. Es spricht ja nichts dagegen, dass Ihr ein, zwei Unterforen geschlossen haltet, um Google nicht alle, insbesondere keine empfindlichen Inhalte zur Verfügung zu stellen. Aber eine größere Zahl Eurer Beiträge sollte Google zur Verfügung stehen, damit Ihr von so vielen Leuten wie möglich gefunden werdet.
Wir stehen bei Google mit diesem Unterforum beim Begriff "Adipositaschirurgie (http://www.google.de/#hl=de&newwindow=1&q=adipositaschirurgie&aq=f&aqi=g10&aql=&oq=&gs_rfai=&fp=60998b6bb3b59350)" an fünfter Stelle der ungesponserten Links ... noch vor der Klinik Frankfurt Sachsenhausen ... :-D
Auch die Domain adipositas-opfer.de finde ich nicht glücklich gewählt. Zwar ist man als AC-Opfer im sekundären Sinne auch ein Adipositasopfer, aber eigentlich ist es das ja nicht, worauf Ihr hinaus wollt. adipositaschirurgie-opfer.de oder - etwas griffiger - adipositas-op-opfer.de fände ich persönlich treffender.
Zu guter Letzt möchte ich noch etwas zu Eurer Pressearbeit sagen. Ich verfolge das schon länger. In den verschiedenen AC-Foren und auch hier wurde darüber ja bereits heftig diskutiert. Wir beschränken uns bewusst auf die "seriösen" Medien und lassen die Finger vom Boulevard. Das führt zwar dazu, dass wir vielleicht nicht so präsent sind wie manche andere, die zu dem Thema etwas zu sagen haben, aber die Pressearbeit ist qualitativ effizienter. Ich glaube, es würde Eure Glaubwürdigkeit erhöhen, wenn Ihr ähnlich vorgehen würdet.
In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Erfolg mit Eurem Projekt. Ich werde es weiterhin mit Spannung verfolgen.
Ich finde es außerdem gut, dass Ihr Eure Trauer in Energie umwandelt und damit hoffentlich vielen Menschen helft, die richtige Entscheidung zu treffen.
Martina
Hallo Martina,
vielen Dank für dein positives Feedback. Vielen Dank für die Ratschläge und Tipps, die du uns gegeben hast. Wir wussten uns im Moment keinen anderen Rat als diese Seite - www.adipositas-opfer.de - hier zu erwähnen, da wir in anderen Foren ohne jeglichen Grund dafür gelöscht wurden.
Seit dem Tod von Sabrina beschäftigen wir uns damit, Aufklärung in jeglicher Art zu betreiben.
Ich würde mich freuen, wenn wir weiter in Kontakt bleiben würden, um unser Forum weiterzuführen. Da du dich ja nun schon länger mit diesem Thema befasst und den OPs auch kritisch gegenüber stehst, würden wir uns sehr freuen, wenn wir mit deiner Hilfe zusammenarbeiten könnten.
Jappi
Hallo Jappi,
auch wir haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass wir in den Adipositaschirurgieforen unerwünscht sind. Die Idee, sich vielleicht einfach so anzunehmen, wie man ist, und das Beste daraus zu machen, sich also nicht aufzugeben, sondern seine Gesundheit zu fördern, soweit das möglich ist, scheint doch den meisten Dicken sehr abstrus vorzukommen.
Ich habe es aufgegeben, dort zu diskutieren. Allerdings merkt man schon, dass sie langsam, je mehr Langzeiterfahrungen bekannt werden, dahinter kommen, dass wir sooooo falsch auch nicht liegen.
Man darf nicht vergessen, dass jedes - ja gut gemeinte - Hinterfragen der Operationen diese Menschen in ihrer Entscheidung zutiefst verunsichert. Und wer möchte schon gerne verunsichert werden?
Genau wie Ihr haben wir dann dieses Unterforum hier eingerichtet, um dort unsere Meinung sagen zu können. Aber selbst das passt einigen der Herrschaften nicht. Sie finden es völlig in Ordnung, uns in ihren Foren runter zu machen und über uns herzuziehen, aber halten es für eine Schande, dass wir in unserem Forum nun unsere Meinung schreiben. Aber auch das ist verständlich, weil hinter der Selbsthilfearbeit in einigen Fällen auch handfeste wirtschaftliche Interessen stecken.
Uns war der Link zu Eurem Forum übrigens auch schon zugespielt worden. Wir hätten ihn in Kürze ohnehin veröffentlicht. Auf Eure Anwältin hatten wir bereits in diesem Thread (http://das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=6419) hingewiesen, in dem die Fälle "Barbara" und "Sabrina" auch sehr kontrovers diskutiert wurden.
Viele Grüße
Martina
Baerenland
21.06.2010, 18:54
Mich verwirrt der Begriff "Adipositas-Opfer".....darunter stelle ich mir alles möglich vor, nur keine OP-Bericht -Seite...(ob jetzt pro oder contra OP )
Bärli
Nightfly
25.06.2010, 14:21
Wie auch ihr , verfolge ich auch dieses Thema seid Monaten. Dazu muß ich sagen ,das Sabrina in diversen AC-Foren unter dem Nick : Mollymaus ,reg. war. Sabrina wußte sehr genau, worauf sie sich bei der Op einläßt , war bei verschiedenen Ärzten und wurde sehr wohl über die Risiken aufgeklärt. Auch das es Post-Op zu Komplikationen kommen kann . Auch die Gefahr von Keimverschleppungen sind für jede Art von OP´s gegeben. Das Sabrinas Eltern im Forum des Adipositasverband International gesperrt wurden , liegt einzig und alleine daran ,das sie verschiedene User per PN nicht gerade nett angeschrieben haben. Darauf hin sind sie mehrfach ermahnt worden , doch als nichts brachte , wurden sie vom Forum ausgeschlossen. Sicherlich ist es sehr schlimm , was ihnen wiederfahren ist, doch darauf zu pochen ,das Sabrina nicht aufgeklärt war, stimmt einfach nicht.
Generell denke ich , das jede OP ein Risiko darstellt, welches bei Übergewicht stetig steigt. Nicht nur bei AC-OP´s.
MissSilver
25.06.2010, 14:32
Entschuldige Nightfly, glaubst Du wirklich, dass sie über alle solche Folgen aufgeklärt war und ihr wirklich bewusst war auf was sie sich da einlässt. Auch mit ihrem Alter?
ICH kann das nicht glauben, denn sonst ließe niemand so eine Verstümmelung mit sich machen, wenn das alles tatsächlich im Vorfeld so detailliert berichtet wird.
Ich persönlich zweifle nicht daran, dass sie auf die übliche Art und Weise aufgeklärt wurde. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine normale OP, sondern, wie ein AC-Experte einmal in einem Gerichtsverfahren sagte, um experimentelle Chirurgie. Es gibt keinerlei Langzeiterfahrungen. Und ich für meinen Teil weiß, dass es von denjenigen, die die AC-OP haben machen lassen, die man mir Anfang der 90er Jahre hat aufdrängen wollen, heute nur noch sehr, sehr wenige leben. Die meisten sind frühzeitig gestorben. Kann man nachlesen bei www.acsdev.info (http://www.acsdev.info). Die dortige Userin Woodylee verfügt über derlei Daten ... wenn auch nicht aus Deutschland, wo das alles ja fröhlich unter den Tisch gekehrt wird.
Und was die Keimverschleppung betrifft, ist es höchste Zeit, dass sich dagegen mal eine Patienteninitiative bildet, völlig unabhängig von der AC. Ich gehe jedenfalls in Deutschland in kein Krankenhaus mehr, wenn es nicht um Leben und Tod geht. Mehr dazu kann man hier (http://das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=5992) nachlesen.
Die Art wie Barbaras Mutter in dem von Dir genannten Forum behandelt wurde, war so dermaßen unter aller Sau, dass es wahrscheinlich ihr Glück war, dort gesperrt worden zu sein. Ein Forum, das Aussagen zulässt, es sei das Wichtigste, dass die tote Barbara nun kein Übergewicht mehr habe, schließlich sei das ja das gewesen, was sie gewollt hätte, ist ... mir fehlen da wirklich die Worte vor Entsetzen. Aber was will man auch erwarten? Schließlich geht es ja dort um handfeste finanzielle Interessen. Das darf man nie vergessen. Und wer will schon gerne das im Zwielicht sehen, womit er sein Geld verdient ...
Nightfly
25.06.2010, 21:08
@ MissSilver ...Also ich denke,das man mit 26 Jahren schon alt genug ist, um Endscheidungen zu überblicken und einzuschätzen. Sabrina wußte um die Gefahren die diese OP´s mit sich bringen. Und sie ist sie aufgrund ihrer mehrfachen Krankeiten die sie immer mehr einschränkten , eingegangen. Ich selebr habe mich übrigens auch , wie du so schön schreibst " verstümmeln " lassen und ich denke ,das ich schon weiß, worum es hier geht. Sabrina war nicht nur beim Ac sondern auch beim Internisten, beim Pyschologen sowie bei der Diabetologin ( das hat sie selber geschrieben,denn sie brauchte ja um die OP bewilligt zu bekommen ,deren Atteste ). Sabrina hat selber mal geschrieben, wenn alle wirklich wüßten ,welche Voraussetztungen , Untersuchungen und und und bräuchten. würde sich niemand operieren lassen. Aber sie selber fand das völlig richtig,denn so hätte man Zeit zu überlegen , ob es für einen selber der richitge Weg sei und man eingehend Zeit hätte ,sich eingehend über Risiken ect zu informieren.
Auch wird von ihren Eltern immer behauptet,das der Med. Dienst keine Empfehlung für die OP ausgestellt hätte,das stimmt so aber nicht. Lt. Sabrina war sie beim Medizinischen Dienst in Moers und hat dort die Zusage ( zunächst mündlich ) bekommen.
Ich bin , obwohl selber operiert , nicht der Meinung,das die OP ein Allheilmittel ist. Das sah Sabrina ebenso, und doch hat sie das Risiko auf sich genommen und hat sich operieren lassen.
P:S. Auch wenn ich in dem Forum bin ,in dem die Eltern gesperrt sind, finde ich auch nicht richtig, wie dort vieles unter den Tisch gekehrt wird bzw wie dort mit Usern umgegangen wird.
Nightfly, es ist die eine Sache, ein OP-Risiko einzugehen (und ja, wenn dabei an gesunden Organen herumgeschnippelt wird, ist es eine Verstümmelung), aber es ist eine andere Sache, was nach der OP mit dieser jungen Frau passiert ist. DAS wurde ihr vorher mit Sicherheit von niemandem gesagt. Ich jedenfalls bin immer noch davon geschockt, wie sowohl medizinisch als auch menschlich an Sabrina komplett versagt wurde und weiß spätestens seitdem ich diese Geschichte gelesen habe, daß ein solcher Weg für mich nie und nimmer in Frage käme.
Kanarienvogel
26.06.2010, 09:29
Ja isses denn jetzt Sabrina oder Barbara? Sprechen wir denn hier überhaupt von der gleichen Person?
Toastbrot
26.06.2010, 10:32
Ich habe die Diskussion in den anderen Foren auch mibekommen und habe natürlich auch eine eigene Meinung dazu :rolleyes:.
Erst einmal: Es ist absolut schrecklich, wenn man einen Angehörigen, oder lieben Freund, eben einen Menschen verliert. Ich denke so eine Lücke kann gar nicht gefüllt werden.
Es dauert lange, um so etwas zu verarbeiten und es ist bestimmt sinnvoll sich für die Trauerarbeit jemanden zur Hilfe zu nehmen. Ich hoffe, ihr habt kompetente Hilfe.
Ich habe ja auch einen Schlauchmagen und möchte zu dem Text etwas anmerken:
Wir werden weiter für die Aufklärung solcher Fälle kämpfen, da die Patienten nicht ausführlich genug über Risiken aufgeklärt werden.
Von den Ärzten hört man nur, dass eine OP Risiken mit sich bringen kann. Kein Arzt wird sagen, dass man an diesen Operationen sterben kann geschweige denn, dass die Sterberate so hoch ist.
Es muss ganz einfach mehr Aufklärunf von ärztlicher Seite kommen und die Krankenkassen dürfen nicht ohne Weiteres diese OPs genehmigen.
Dein erster Satz ist eine pauschale Verallgemeinerung, die man so nie treffen kann. Denn klärt ein Arzt NICHT über die Risiken auf, riskiert er seinen Job. Also stellt sich die Frage, wieviele das wohl tatsächlich riskieren und vor allem, WIESO.
Der zweite Satz ist genauso. Du sagst einfach, daß KEIN Arzt einem sagt, daß man bei der OP versterben kann. Das stimmt auch nicht. Diese Aufklärung gehört ebenso in die Vorgespräche und ich habe noch in keinem Forum, in keiner Selbsthilfegruppe und von keinem Betroffenem gehört, daß der behandelnde Arzt einem das Blaue vom Himmel erzählt hat. Ganz im Gegenteil. Es wird nachhaltig auf die Risiken und Komplikationsgefahren aufmerksam gemacht.
Zu dem dritten Satz von dir kann ich sagen, daß die Realität genau so ist, wie du sie gerne hättest. Die Krankenkassen haben hohe Anforderungen an den Patienten, damit er die Kriterien erfüllt.
Selbstredend gibt es Ärzte (und die gibt es immer und im jedem Bereich), die gerne "Striche" machen wollen und denen der Geldbeutel näher als der Patient ist - aber deshalb kann man die Sache ansich nicht verteufeln!
Ich bin überglücklich, daß ich diese OP bekommen habe. Sie hat mir etwas geschenkt, nämlich mein Leben zurück und darüber bin ich zutiefst dankbar.
Alle Dinge haben zwei Seiten - es ist nicht richtig immer nur EINE Seite anzusehen.
Toastbrot
Ja isses denn jetzt Sabrina oder Barbara? Sprechen wir denn hier überhaupt von der gleichen Person?Es sind zwei junge Frauen, deren Eltern zusammenarbeiten.Selbstredend gibt es Ärzte (und die gibt es immer und im jedem Bereich), die gerne "Striche" machen wollen und denen der Geldbeutel näher als der Patient ist - aber deshalb kann man die Sache ansich nicht verteufeln!Fatal ist es allerdings, wenn die so genannte Selbsthilfearbeit zum Marketinginstrument wird. Und natürlich darf man sich auch fragen, warum es eine vermeintlich so tolle und unangefochtene OP-Methode überhaupt nötig hat, vermarktet zu werden. Ich habe jedenfalls noch nie irgendwo von Verkaufsveranstaltungen für z.B. Blinddarmoperationen gehört, wohingegen für die Adipositaschirurgie fast wöchentlich irgendwo Verkaufsveranstaltungen stattfinden. Schlimm auch, dass die Betroffenen offensichtlich noch nicht mal merken, dass sie für die Vermarktung missbraucht werden.Alle Dinge haben zwei Seiten - es ist nicht richtig immer nur EINE Seite anzusehen.Richtig! Und deshalb sprechen wir hier in diesem Forum eben über die andere Seite. :-D
Toastbrot
26.06.2010, 14:15
Ich habe jedenfalls noch nie irgendwo von Verkaufsveranstaltungen für z.B. Blinddarmoperationen gehört,
*lol*, da hast du wohl Recht :-D. Ich denke bei AC OPs ist das deshalb so, weil viele Fische in diesem Teich schwimmen ( nicht umsonst wird fast jährlich der BMI nach "unten" korrigiert. Damit sich noch mehr Frauen fett fühlen:mad:).
Und hier ist es genauso wie beim kommerziellen Fischfang: Von den wirklich großen Fischen ( die schwer(st) Übergewichtigen, für die so eine OP wirklich eine Erleichterung und einen Weg zurück ins Leben darstellt), sind nicht so viele da. Also visiert man auch die mittleren und jetzt auch schon die ganz kleinen Fische an..(In einem Fall weiß ich von einer Frau, die sich mit 89 Kilo hat operieren lassen http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/n075.gif ).
Toastbrot
Nightfly
26.06.2010, 15:31
Ja isses denn jetzt Sabrina oder Barbara? Sprechen wir denn hier überhaupt von der gleichen Person?
Sorry, natürlich reden wir über Barbara. Weiß auch nicht, warum ich Sabrina im Kopf hatte !
Nightfly
26.06.2010, 15:41
Also ich kann nur von "meiner" SHG sprechen , und da kann ich definitv sagen ,dass das keine "Verkaufsveranstaltung" ist . Allerdings habe ich die SHG auch so ausgerichtet,das sie nicht nur AC-ler anspricht, bzw ansprechen soll. Mir persönlich war es ehr ein großes Bedürfnis, Übergewichtigen einen "geschützten" Raum zu geben, wo man sich austauschen kann. Das nunmal einige dabei sind, die Operiert sind bzw sich operieren lassen wollen, kann man nicht ändern. Ich persönlich weise jedoch grundsätzlich darauf hin ,dass das kein Spaziergang ist, auch einiges schief gehen kann und im schlimmsten Fall auch sterben kann. Und auf noch etwas weise ich explizit hin: Erkundigt euch , holt euch eine zweit oder dritt Meinung ein , vertraut nicht jeden erst besten wenn ihr euch operieren lassen wollt .
@ Pandora ...ob und inwiefern medizinisch als auch menschlich versagt wurde, denke ich, können wir überhaupt nicht überblicken, denn wir kennen lediglich das,was uns die Eltern geschrieben haben. Zumal eine Ansteckung mit MRSA, Lungenembolie und Multiorganversagen , auch bei einer scheinbar harmlosen Blinddarm - OP vorkommen kann. Daraus kann man weder Ärzten noch SChwestern einen Vorwurf machen.
Also ich kann nur von "meiner" SHG sprechen , und da kann ich definitv sagen ,dass das keine "Verkaufsveranstaltung" ist. Allerdings habe ich die SHG auch so ausgerichtet,das sie nicht nur AC-ler anspricht, bzw ansprechen soll.Wer hat die SHG denn ursprünglich mal gegründet? Du ganz allein ohne Unterstützung von irgendwem?Zumal eine Ansteckung mit MRSA, Lungenembolie und Multiorganversagen , auch bei einer scheinbar harmlosen Blinddarm - OP vorkommen kann. Daraus kann man weder Ärzten noch SChwestern einen Vorwurf machen.Oh doch! Wir haben in Deutschland ein massives Hygieneproblem. Das kann man Ärzten und Schwestern durchaus vorwerfen. Selbst wenn dies dem Kostendruck geschuldet ist, sollten sie sich wehren. Und die Patienten sowieso.
@ Pandora ...ob und inwiefern medizinisch als auch menschlich versagt wurde, denke ich, können wir überhaupt nicht überblicken, denn wir kennen lediglich das,was uns die Eltern geschrieben haben.
Ja. Aber mir reicht das. Zumal ich mir nicht vorstellen kann, daß sie sich das aus den Fingern gesaugt haben.
Hi,
also ich bin sehr wohl der Meinung das man sich über Keimverschleppung und die menschliche oder in dem Fall wohl eher unmenschliche Behandlung eine Meinung bilden kann und darf.
Und ich finde es unmöglich wie mit den Eltern zum teil auch in ihrem eigenen Forum umgegangen wird.
Es gibt signifikante Unterschiede bei der MRSA Infektion und das Deutschland mit 25% Infektionsrate nicht zu dem Land mit den saubersten Kliniken gehört liegt bestimmt nicht an zu dicken Patienten.
Eine MRSA Infektion ist nichts was "man" Grundsätzlich in Kauf nehmen MUSS.
Und - gerade eben nach überstandener OP Aufklärung (nicht wegs AC!) kann ich ruhigen Gewissens sagen, die Ärzte sagen einem nicht zwingend das man sterben kann. Die gehen davon aus das das mittlerweile jeder weiß.
Selbst wenn ich mich für einen AC-Eingriff entscheide heißt das doch nicht das ich selbst schuld bin wenn ich einen nosokomialen Infekt bekomme.
Und das ist doch verflixte Hacke auch keine Entschuldigung dafür das ich von einem Krankenhaus zum nächsten "geschoben" werde und man mich nicht Ernst nimmt.
Mitgefühl ist sicherlich was anderes als ich zu dem Thema bis jetzt gelesen habe.
Natürlich gibt es Leute denen der Eingriff geholfen hat.
Dann kann man aber trotzdem trauernden Eltern soviel Respekt entgegenbringen das man Ihnen nicht mehr oder weniger sagt sie sollen die Klappe halten, sie wären ja selbst Schuld.
Ich hab nur die eine Geschichte durchgelesen und allein das sich kein Mediziner zuständig gefühlt hat und die Verantwortung für die gesamte Nachbehandlung übernommen hat (Versicherungstechnik ist mir ziemlich wurscht) finde ich unsagbar armselig.
Es hat schon seinen Grund warum Mediziner Krankenhäuser meiden wie die Pest.
Gruß
B.
Dann kann man aber trotzdem trauernden Eltern soviel Respekt entgegenbringen das man Ihnen nicht mehr oder weniger sagt sie sollen die Klappe halten, sie wären ja selbst Schuld.Barbaras Mutter wurde sogar aufgefordert, statt so eine Welle zu machen, lieber mal darüber nachzudenken, welche Schuld sie am Übergewicht ihrer Tochter hat.
Im Übrigen sehe ich es genauso wie Du, Betsy.
Ich bin da irgendwie gespalten.
Das mit den Keimen im Krankenhaus ist eine allgemeine Sache. Das hat imho nichts mit AC zu tun (also abgesehen davon, wie JEDE OP was damit zu tun hat)
Dass generell nicht drüber aufgeklärt wird bzw. AC unreflektiert angepriesen wird ist imho überholt. Zumindest, wenn man nicht die Kosten selbst tragen will sondern es über die KK laufen lässt. Dadurch, dass es nicht immer DEN Erfolg hatte, wie man erst annahm, sind die auch vorsichtiger geworden und fordern einiges, bevor sie die teure OP nebst evtl. teuren Nachbehandlungen übernehmen.
Und durch die Forenaktivitäten lässt sich hier ja z.b. auch nachvollziehen, dass Barbara eben die Phasen durchlaufen hat, Zusage vom MD hatte, sich Gedanken machte etc.
So schlimm es ist, die Tochter zu verlieren und auch, mit was für Aussagen die Eltern im Forum konfrontiert wurden - dass nicht aufgeklärt wurde etc. stimmt halt auch nicht.
Was die Selbstzahler angeht, die sich teilweise bereit mit 89 Kilo operieren lassen: Da habe ich nur begrenzt Mitleid.
Man liest immer wieder Aussagen a la "Ich zahle selbst, weil ich die Auflagen nicht erfülle" oder gar "Ich zahle selbst, weil ich keine Lust auf die ganzen Arztermine und Maßnahmen habe und auch das Jahr nicht warten will"
So ganz ist ihnen oft gar nicht bewußt (obwohl es genannt wird. Unterschätze nie die Macht der Verdrängung) dass sie bei Komplikationen auch die Folgekosten tragen müssen und das kann seeeeeeeeeeehr teuer sein.
Von den absolut riskanten Dingen für den Körper mal abgesehen.
Klar finde ich die Ärzte, die das machen auch bekloppt und unethisch handelnd.
Aber das spricht die jeweiligen Personen nicht von ihrer Eigenverantwortung frei.
Dralle Deern
27.06.2010, 18:20
Dass generell nicht drüber aufgeklärt wird bzw. AC unreflektiert angepriesen wird ist imho überholt. Zumindest, wenn man nicht die Kosten selbst tragen will sondern es über die KK laufen lässt. Es ist nach wie vor eine Operation, die privat zu zahlen ist. Dass Krankenkassen bei einigen die Kosten übernehmen, ändert nicht plötzlich etwas an der Aufklärung der Patienten und auch nicht daran, dass es grundsätzlich keine Kassenleistung ist. Wenn genug Ärzte und Psychiater die Notwendigkeit der OP attestieren, übernimmt die KK die Kosten. Glaubst Du wirklich, dass Ärzte ausgerechnet jetzt (da sich ein Kostenträger gefunden hat) genauer über Risiken aufklären? Damit der Patient es sich am Ende doch anders überlegt und dem Krankenhaus ein lukrativer Auftrag flöten geht? Denn wer die Kosten bezahlt, ist dem Rechnungssteller doch egal.
Nightfly
27.06.2010, 20:28
@ Martina, ja ich habe die SHG selber gegründet mit meinem Mann zusammen. War selber fast 2 Jahre in einer SHG in der ich massive Probleme hatte, gerade weil ich auch kritisch gegenüber dem Arzt dort war bzw gegenüber der AC. Denn dort passierte genau das, was ihr teilweise hier schreibt. Es war sozusagen wirklich eine Verkaufsschau, hinzu völlig unüberschaubar und war nicht nach dem Mund der Leitung sprach, wurde schnell zum Aussenseiter.
@ Betsy... ich glaube, das wir hier einfach nur die Seite der Eltern kennen und die ist nunmal verständlicherweise so geprägt,das sie nur das Schlechte zeigt. Ich weiß natürlich schon ,das gerade die Keimbelastung in KH sehr hoch ist und Deutschland da sehr rückständig ist. DA gebe ich dir und den Eltern sehr wohl Recht . Aber wir wissen nicht, wie die Schwestern und Ärzte waren . Denn Barabra selber hatte noch im Forum geschrieben , wie sehr sich die Schwestern und Ärzte um sie bemühen und ihr zur Hand gehen. Daher denke ich, dürfen wir hier niemanden verurteilen, da wir die tatsächliche Sachlage gar nicht kennen.
Es ist nach wie vor eine Operation, die privat zu zahlen ist. Dass Krankenkassen bei einigen die Kosten übernehmen, ändert nicht plötzlich etwas an der Aufklärung der Patienten und auch nicht daran, dass es grundsätzlich keine Kassenleistung ist. Wenn genug Ärzte und Psychiater die Notwendigkeit der OP attestieren, übernimmt die KK die Kosten. Glaubst Du wirklich, dass Ärzte ausgerechnet jetzt (da sich ein Kostenträger gefunden hat) genauer über Risiken aufklären? Damit der Patient es sich am Ende doch anders überlegt und dem Krankenhaus ein lukrativer Auftrag flöten geht? Denn wer die Kosten bezahlt, ist dem Rechnungssteller doch egal.
Nein, dass die AC-Ärzte selbst besser aufklären als vorher - nein.
Aber: Wer es über KK laufen lassen will MUSS das multimodale Konzept vorweisen und zudem werden nicht immer die ersten Anträge direkt genehmigt.
Da hätte man einmal den Zeitfaktor: Man hat eine recht lange Zeit, in der man sich intensiv mit der OP auseinandersetzen kann/muss. Schon zwangsweise. Schnellschüsse, wie sie auch heute noch bei Selbstzahlern stellenweise vorkommen, kann es so nicht geben.
Zudem ist man nicht von einem einzigen AC-Arzt abhängig, sondern hat verschiedene Meinungen/Ansprechpartner (Psych. / Ernährungsberatung / Hausarzt/Facharzt und bei Bedarf sogar noch weitere wie Orthopäde etc.)
Nicht selten muss man auch noch zum MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). Das hängt von Ort ab, ist aber unabhängig von AC-Ärzten und Zentren. Dort gibt es Leute, die AC befürworten aber auch solche, die dem ganzen komplett kritisch gegenüber stehen und solche, die neutral bewerten.
zum MDK muss man aber freilich nicht, wenn man Selbstzahler ist (übrigens nicht selten im Ausland. Gibt schon AC-Tourismus. Ist ja günstiger als hier).
Als ich vor Jahren mal mit dem Gedanken spielte und noch bei Frankfurt wohnte, sah die Lage bei den KK noch anders aus und ich hätte ohne große Umschweife recht zügig eine AC bekommen können.
Als ich letztes Jahr im Zuge von allgemeiner Krise wieder mit dem Gedanken spielte, wäre das Prozedere deutlich länger und umständlicher gewesen.
Und im Zuge dessen stieß ich auf Ärzte und Therapeuten, die aus allen Wolken fielen, als ich von meinen ganz eventuellen AC-Plänen erzählte. Ich solle das bloß nicht machen, Risiken blieblablupp.
Ich habe meine Pläne ja, wie man merkt, verworfen. Nicht zuletzt durch die OMGbloßnicht-Reaktion des Arztes und meinem Lesen in den AC-Foren. Denn obwohl da eher positiv berichtet wird, wird jedem halbwegs denkenden Leser die ganzen Ungereimtheiten, Komplikationen und Randerscheinungen, von denen auch berichtet wird, auffallen.
Nicht zuletzt Berichte von Leuten, die erst sehr viel abgenommen haben, aber 2-5 Jahre später wieder anfangen zuzunehmen und "nachoperieren müssen".
Plus weitere Dinge.
Auf jeden Fall stehe ich AC eher kritisch gegenüber. Kritisch, aber nicht komplett verteufelnd.
Kurz :Ja, ich glaube tatäschlich, dass zwischen KK-Bezuschussten und Selbstzahlern ein Unterschied in der Aufklärung bestehen kann (kommt auf die Einzelfälle an). Auf jeden Fall aber kein KK-Bezuschusster heutzutage hopplahopp von AC überrumpelt wird.
Hallo,
zu erst einmal ein Ausschnitt aus einer E-Mail von einer Frau, dessen Mann auch eine Schlauchmagen-OP in der gleichen Klinik wie Sabrina hinter sich hat. Wir haben die Erlaubnis, den Text zu veröffentlichen, falls direkt wieder Antworten kommen, von wegen "Einfach Text irgendwo rauskopieren" etc. :
Es tut mir sehr leid das ihre Tochter Sabrina an der Op verstorben ist. Ich hatte auch sehr grosse Angst um meinen Mann und bin dadurch auch an schweren Depressionen erkrankt und war bis April fast 10 Monate in einer Psychatrie. Ich habe mehrere Suizit Versuche hinter mir und schaffe es jetzt erst mit meinem Leben wieder klar zu kommen. Auch mein Mann startet nun neu durch und es tut mir gut zu sehen das es ihm nun langsam besser geht.
Auch ich bin sehr enttäuscht von dem Forum und der Shg und drehe diesen nun den Rücken zu. Ich habe zum Zeitpunkt als mein Mann noch im Krankenhaus lag viel negatives erlebt, das man versucht hat mich auszuhorchen und aus der ganzen Sache eine Lapalie machen wollte. Es wurde mir gesagt ich sollte dies doch nicht ins Forum oder Internet stellen, das würde eh keinen interessieren usw. Aber auch dies hat mich in die Depression getrieben und deshalb muss ich einen Schlussstrich ziehen und in die Zukunft sehen. Wenn ich jetzt weiter in der Vergangenheit wühle würde mich dies wieder komplett aus der Bahn werfen und das hilft niemanden. Auch mein Mann möchte da abschliessen und nach vorne sehen. Er hat zwar noch verschiedene gesundheitliche Probleme aber damit müssen wir wohl leben.
Ich wünsche ihnen viel Erfolg mit der Klage, wir haben uns dagegen entschieden zu klagen weil es uns zu sehr belasten würde.
-> Den ganzen Leidensweg kann man unter www.webgro.de nachlesen, auch dieses ist mit Erlaubnis hier veröffentlicht.
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Wie man dem Text entnehmen kann, dreht sie den ganzen Foren und SHGs den Rücken zu.
Nun ist die Frage: Ist das richtig so, dass Menschen aus Angst vor den Folgen, bereits alles, was passierte ignorieren?
Definitiv nein!
Es ähnelt wirklich, wie oft genug in diesem Thread erwähnt, einer Verkaufsveranstaltung.
"Es wurde mir gesagt ich sollte dies doch nicht ins Forum oder Internet stellen, das würde eh keinen interessieren" - Ganz im Gegenteil, wie wir hier und auch in manch anderen Foren sehen, interessiert es sehr wohl eine Menge Menschen. Da stellt sich doch die Frage, wieso die Ärzte es versuchen zu vertuschen, wenn vorher bereits über alles aufgeklärt wurde?
Und dies ist kein Einzelfall! Ärzte, die alles versuchen, um ihren "guten" Ruf zu bewahren. Es gibt sicherlich noch dutzende weitere Fälle in Deutschland, bei denen sich die Angehörigen von den SHGs und Ärzten eingeschüchtert fühlen und deshalb sich nicht in einem Forum wie das Dicke Forum beteiligen. Sogar unser Staatsanwalt hatte Probleme einen Gutachter zu finden, der nicht in Kontakt mit dem damals behandelnden Arzt in Kontakt stand. Alle arbeiteten in irgendeinem Weg zusammen.
Anfangs dachten wir, dass es keinerlei aus unserer Sicht positives Resonanz geben wird, da wir keinerlei Reaktion auf unser Forum oder irgendwelche E-Mails bekamen. Doch jetzt, wo wir auf das Dicke Forum gestoßen sind, bekommen wir langsam wieder Mut, mit der Aufklärung weiterzumachen.
Sollten wir einen Gerichtstermin haben, werden wir diesen selbstverständlich hier veröffentlichen, um eine moralische Unterstützung zu bekommen, die uns bei Gericht Kraft gibt. Wir werden euch weiter auf dem laufenden halten.
Nightfly
29.06.2010, 18:39
Sicher ist es schlimm was Wolfgang und seiner Frau passiert ist, aber ich möchte auch beide hier nochmals zitieren :
Dann möchte ich mich bei der Selbsthilfegruppe Dinslaken, dem evangelischen Krankenhaus Dinslaken, Dr. Schlensak und Dr. Pronadl bedanken. Eine bessere Betreuung, Beratung und Begleitung kann ich mir nicht vorstellen. Besonders bedanke ich mich bei Chris, Ute und Patrick, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen.
Ausserdem bedanke ich mich noch bei meinem damaligen Hausarzt und den jeweiligen Fachärzten, die mich unterstützt haben und der Krankenkasse Aok von der ich die Kostenzusage für die OP erhalten habe.
oder dieses
Bei mir ist es gut gegangen, bei meinem Mann ist noch nicht alles überstanden aber ich hoffe wir sind nun auf dem Weg das es aufwärts geht, aber was er bis dahin durch gemacht hat ist, denke ich, sehr wichtig zu wissen für Leute, die die OP noch vor sich haben. Es lag nicht an der Art der Op, die Komplikationen hätten genau so bei anderen AC Op’s auftreten können, es liegt auch nicht an der Klinik, die haben ihr bestmögliches gegeben wie auch die Ärzte, Schwestern und Pfleger, er war stets in guten Händen und es wurde alles gemacht das es ihm wieder besser geht.
Es war einfach Pech, er war derjenige den es getroffen hat.
Wenn das Ehepaar nun angeblich so schlecht über die Ärzte, SHG´s , Foren ect denkt, warum steht dann sowas auf deren Seite ?
babelfish
29.06.2010, 20:12
Ich habe die ganzen Schicksalsberichte nicht gelesen, denke aber, dass wohl Folgendes passiert ist.
Inkompetente Ärzte, unfreundliche Krankenschwestern und merkwürdige Sachbearbeiter sorgen in ihrer Gesamtheit dafür, dass eine OP, bzw. die Nach-OP-Behandlung zu einem Desaster wird.
Unbesehen davon, dass hier Menschen schreckliches Leid erdulden müssen, ist dies der Alltag. Operationen mißlingen, Patienten werden falsch beraten oder behandelt, es gibt schlimme Folgen. Beteiligte leugnen ihre Verantwortung und schieben den schwarzen Peter weiter.
Das wirklich bittere daran ist, dass eine solche OP nicht hätte sein müssen. Gebrochene Beine muss man operieren, Adipositaschirurgie ist nicht zwingend erforderlich und das ist der Punkt an dem man meiner Meinung nach ansetzen sollte.
Für mich ist es unbegreiflich und auch ethisch nicht vertretbar, dass Menschen zu einer Verkleinerung ihres Magens durch Heilsversprechen und nörgelnde Umwelt quasi genötigt werden. Entscheiden sich die Menschen jedoch trotz aller Gefahren für solch eine OP, dann muss man wohl leider auch als Eltern mit dieser Entscheidung leben.
Aber die Tatsache, dass sich ein mündiger Bürger dieser Republik für eine chirurgische Maßnahme entschieden hat, die zu seinem Tod führte, entschuldigt in keinster Weise Fehlbehandlungen, mangelnde Aufklärung vor und nach der OP, sowie die unglaubliche Dreistigkeit mit der die Eltern in ihrer Trauer verunglimpft werden.
Bei jeder OP kann es zu der schlimmsten Komplikation, den Tod, kommen.
Aber ich sehe es wie viele hier, die AC ist ein Eingriff in einen intakten Verdauungstrakt. Dieser wird quasi verstümmelt für ein schlankeres Leben.
Wenn eine so schlimme Komplikationen bei einer Krebsoperation erfolgt kann man dieses Schicksal glaube ich leichter annehmen.
Denn es gab für eine OP keine andere Option.
Aber bei einer Operation, die eigentlich nicht sein müßte, zu sterben, ist eine bittere Pille für die Angehörigen.
Dass die Patienten aufgeklärt werden, das ist selbstverständlich. Doch die meisten werden denken, es trifft nur andere und mich nicht.
Augen zu und durch, es geht ja sehr oft gut.
Und wenn es schief geht, dann können die AC Befürworter sehr schlecht damit umgehen. Denn wenn sie diese Art der Kritik zulassen würde, wäre es ja eine Kritik an der eigenen Person, am eigenen Handeln.
Ich wollte nicht die Verantwortung für so ein Forum übernehmen, was ist, wenn in vielen Jahren die Operierten massive gesundheitliche Probleme bekommen? Ist man als Leitfigur dann nicht mitverantwortlich?
Vor Jahren waren Magenbänder die OP, Jahre später müssen sich viel umbauen lassen zu einem Bypass, weil es zu Komplikationen kommt.
Ich bin gespannt, welche Langzeitergebnisse es in einigen Jahren für Bypässe und Schlauchmägen gibt.
Dralle Deern
29.06.2010, 23:09
Aber die Tatsache, dass sich ein mündiger Bürger dieser Republik für eine chirurgische Maßnahme entschieden hat, die zu seinem Tod führte, entschuldigt in keinster Weise Fehlbehandlungen, mangelnde Aufklärung vor und nach der OP, sowie die unglaubliche Dreistigkeit mit der die Eltern in ihrer Trauer verunglimpft werden.
Perfekt auf den Punkt gebracht! Danke!
Toastbrot
30.06.2010, 20:38
Aber ich sehe es wie viele hier, die AC ist ein Eingriff in einen intakten Verdauungstrakt. Dieser wird quasi verstümmelt für ein schlankeres Leben.
Wenn eine so schlimme Komplikationen bei einer Krebsoperation erfolgt kann man dieses Schicksal glaube ich leichter annehmen.
Denn es gab für eine OP keine andere Option.
Aber bei einer Operation, die eigentlich nicht sein müßte, zu sterben, ist
Hallo Evi
Hier möchte ich gerne wiedersprechen: Sicher ist für viele ein Erreichen eines "normalen" Bmis Grund genug sich dieser schweren Op zu unterziehen, es gibt aber sehr viele (mich eingeschlossen), die es für ein Zurückkommen ins Leben machen. Ich bereue die OP nicht, in keinster Weise. Auch wenn mir für den Rest meines Lebens der Großteil meines Magens fehlt (er kommt ja mit raus). Auch wenn es sich bestimmt für manche blöd anhört: Ich habe vor meiner OP oft mit "meinem Körper gesprochen", alles erzählt, was gemacht wird, ihn sogar gebeten mich dabei zu unterstützen. UND ich habe mit meinem Magen gesprochen. Ich habe ihm "gedankt", daß er immer für mich da war, mich jetzt aber ein Teil verlassen muss, damit ich wieder leben kann.
Ich bin sogar sehr dankbar, daß ich die OP genemigt bekommen habe und zutiefst dankbar, daß ich sie komplikationslos überstanden habe. Wäre ich aber bei der OP verstorben, wäre das tatsächlich ein Preis gewesen, den ich bezahlt hätte.
Und das ist etwas, was jeder für sich ALLEINE und NUR für sich entscheiden kann und muss! AC ist nicht nur schlecht!
Toastbrot
@Toastbrot - zuerst einmal: Ich schätze die Art, wie reflektiert Du über Deine OP schreibst. Das hier allerdings Wäre ich aber bei der OP verstorben, wäre das tatsächlich ein Preis gewesen, den ich bezahlt hätte.
schockiert mich doch sehr. Was war an Deinem dicken Leben so schrecklich, daß Du so nicht mehr weiterleben hättest wollen? Bzw. was ist, wenn Dein Magen sich entgegen der ärztlichen Aussage wieder so stark weitet, daß Du - dank Jojo - das Ursprungsgewicht doch wieder erreichst? Würdest Du dann nicht mehr leben wollen?
Ich finde diese obige Aussage unendlich traurig. :(
Toastbrot
01.07.2010, 10:57
Hmm, mal sehen.. Ich denke, ich befand mich am Ende einer Leiter, mir ging es so schlecht - eigentlich war ich (innerlich) schon so gut wie tod. Und mein äußerliche Zustand hätte mich als nächsten Schritt "ans Liegen" gebracht.
Und das hätte ich niemals akzeptiert. Es war schon kaum auszuhalten, der täglichen Hygiene nicht gerecht werden zu können, aber das konnte ich immer noch "mit mir ausmachen". Aber das andere...
Komischer Weise empfinde ich den Gedanken Pflege zu gebrauchen, wenn ich durch eine andere Krankheit mich nicht mehr selbst versorgen könnte, alsweit nicht so schlimm :confused:. Das liegt vielleicht daran, daß das Dicksein so dermaßen negativ verhaftet war. (Schuldgefühle, eben selbst dafür verantwortlich zu sein, häßlich, eklig und nicht liebenswert zu sein ect...)
An diesen Punkten arbeite ich nun schon einige Jahre in der Therapie, bekomme diese Gefühle aber noch nicht vom "Dick sein" gelöst. So tief sitzen sie. Ich habe aber gelernt, das Alte "abzutrennen" und jetzt anders mit mir und meinem Körper umzugehen und jetzt, mit dem viel weniger Gewicht, bestärken und unterstützen mich so viele positive Gefühle - das ist eine große Hilfe mich und mein "neues" Bild.
Ich BIN wertvoll.
Ich MAG meinen Körper, denn er ist imer für mich dagewesen und hat selbst zu Hochgewichtszeiten versucht alle Funktionen aufrechtzuerhalten.
Wäre es aber ohne Op so weitergegangen (und das wäre es, es waren einfach ZU viele negative Dinge auf einem Haufen), wäre mein Leben so oder so nicht mehr weitergegangen. Also habe ich in Kauf genommen bei der Op zu versterben.
Und was die Zunahme angeht - ich glaube einfach nicht daran, daß ich je wieder so viel wiegen könnte. Mein Eßverhalten ist einfach nicht so. Ich war ein Volumenesser und ich aß immer so viel, weil so viel "reinging". Jetzt geht eben viel weniger und das kann ich genauso akzeptieren. Ich habe noch nie versucht über das leichte Druckgefühl(was man merkt, wenn es genug ist) drüber zu essen. Ich hör auf und fertig. Das einzige, was mir einen Strich durch die Rechnung machen könnte, wären Unmengen an Süßem, Eis, Kuchen, Chips ect. und kalorienhaltigen Getränken. Aber so habe ich nie gegessen und wüßte nicht, wieso ich jetzt damit anfangen sollte. Klar soll man nie NIE sagen, aber ich arbeite positiv an mir, das ist es, was ich tun kann.
Sicher ist eine leicht Gewichtszunahme immer möchgleich, genauso wie Schwankungen, aber ich bin fest davon überzeugt, daß ich da nie wieder lande.
Vielleicht ist das so, weil ich mehr als einmal in den Abgrund hineingesehen habe. Durch mehr Glauben an mich und dadurch, daß meine Eßstörung in kleine Teile gebrochen wurde und ich wirklich anfange mich und meinen Körper lieb zu haben, ändern sich die Parameter. Auch wenn mir jetzt schon meine Tittis bis in die Schuhe hängen :-D - ist mir egal! Ich kann jetzt meinen Körper im Spiegel anschauen und einfach D A N K E sagen.
Der Umstand wieder täglich duschen, laufen und sich bewegen zu können ist einfach so überwältigend.
Toastbrot
Danke für die Erklärung. :) Du klingst so positiv (ich freu mich grad richtig mit Dir mit), daß es mir schwerfiel, das obige Statement zu verstehen. Ich wünsche Dir, daß es genau so gut weitergeht. :)
Toastbrot
01.07.2010, 20:56
Ich danke Dir Pandora! http://www.cosgan.de/images/smilie/liebe/n045.gif
Nightfly
03.07.2010, 18:26
Auch ich sage Danke , Toastbrot. Mir ging es viele Jahre ähnlich wie dir. OK ich war immer in der Lage mich selber zu pflegen, wäre das nicht gewesen, hätte ich nicht gewußt, ob ich damit hätte leben können. Bei mir waren , obwohl ich immer mobil war, trotzdem jede Menge Krankheiten aufgetreten ,die zum Teil durch das massive Übergewicht lebensgefährlich wurden. Ausschlag für mich waren aber auch noch andere Dinge. Meine Kinder z.B die sich mitunter recht bösartige Sprüche von Schulfreunden , Lehreren ect anhören mußten , waren z.B mit ein Grund, mich operieren zu lassen. Acuh das ich meinen erlernten Beruf in der Pflege nicht mehr ausüben konnte, war einer.
Ich habe ja nunmal einen Bypass und sehe, wie gut es mir damit geht. Kein zwanghaftes Essen und der Gedanke ums Essen der einen praktisch immer begleitet hat. Endlich mit meinen Kindern Dinge zutun ,die Jahrelang nicht möglich waren. Meine Medi. soweit runterschrauben bzw weglassen zu können , wie vor meiner dicken Zeit. Meinen geliebten Sport ( Reiten ) wieder ausüben zu können ,ohne Angst haben zu müssen ,dass das Pferd unter einen zusammenbricht. Auch ich wußte, das diese OP mein Tod hätte sein können,so habe ich dieses Risiko bewußt auf mich genommen. Denn so wollte und konnte ich definitiv nicht mehr weiterleben.
Hummelchen
03.07.2010, 21:41
Ausschlag für mich waren aber auch noch andere Dinge. Meine Kinder z.B die sich mitunter recht bösartige Sprüche von Schulfreunden , Lehreren ect anhören mußten , waren z.B mit ein Grund, mich operieren zu lassen.
Das finde ich schlimm...Wäre für mich nie ein Grund mich operieren zu lassen - viel wichtiger finde ich Kinder so zu erziehen, dass sie damit umgehen können.
Aber das war ja bei dir auch nicht der einzige Grund...
Das hört sich schon seltsam an. Lieber riskiertst du, daß deine Kinder ohne dich leben, als daß sie sich Sprüche anhören müssen.
Sonnenkuss
04.07.2010, 09:11
Das lebensgefährliche Übergewicht *uuuuuuuuuuh*!
Warum kriegen eigentlich alle operierten Dicken vor ihrer AC von den Ärzten mitgeteilt, dass sie nimmer lange leben? Sind das Hellseher? Zu mir hat das noch kein Arzt gesagt und ich bin wirklich sehr dick.
Ganz ehrlich? Ich glaub fast diese Dollarzeichen-Weißkittel merken es einfach, wer labil und fertig genug ist um auf diese Masche anzuspringen. Es ist und bleibt ein Riesengeschäft für die Ärzte und die Kliniken, es muss nur genug Verzweifelte geben und notfalls werden die von den Ärzten mit "Psychotricks" manipuliert, sodass sie sich lieber an einem gesunden Organ rumschnitzen lassen, als ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen.
Wahrscheinlich bin ich ein Zombie und Pandora, Nette, Martina und und und... auch, weil die sind mindestens genauso dick wie ich und leben heiter und munter vor sich hin. Oder wann habt ihr so geplant zu sterben?
die chirurgen haben dafür auch einen neuen "fachbegriff" erfunden. die "morbide adipositas" gab es vor 10 jahren noch nicht.
ich falle übrigens seit jahren in den morbiden bmi-bereich und denke noch lang nicht daran zu sterben ;).
Sonnenkuss
04.07.2010, 16:19
Ich finde das echt komisch, dass die AC-Opfer ausnahmslos Todeskandidaten waren, bis sie endlich einen Arzt fanden, der sie erlöste.
Gottseidank wurde ich noch nicht gefunden.
Es ist sicher nicht so, dass ich nicht meine Zipperlein hätte, manche mögen sogar dickenspezifisch sein, aber ich bin nicht krank. Und vor allen Dingen nicht in "Lebensgefahr", jedenfalls nicht mehr oder weniger als es eben im normalen Leben jeder ist.
Oder wann habt ihr so geplant zu sterben?
Als Kind ging ich lange davon aus, dass ich so mit 20 sterben werde.
20 war aus der Sicht alt und jung genug, um auf die "wenn du nicht, dann" Orakelei und Panikmache von Ärzten, Therapeuten etc. zu passen.
So aus meiner Kindersicht :rolleyes:
dramaqueen
04.07.2010, 17:32
die chirurgen haben dafür auch einen neuen "fachbegriff" erfunden. die "morbide adipositas" gab es vor 10 jahren noch nicht.
Ist zwar OT aber ich wollte nur mal kurz anmerken, dass mein damaliger Hausarzt mir bereits mit nicht ganz 18 Jahren (und das ist inzwischen leider auch schon 17 Jahre her) als Diagnose "morbide Adipositas" aufdrückte, als ich in eine psychosomatische Klinik sollte/wollte. Und das bei damals ca. 80 kg Körpergewicht auf 1,60 m verteilt...
:-D dann hat dein hausarzt das erfunden! und die ac macht ein geschäft daraus. er sollte sie verklagen.
Nightfly
04.07.2010, 21:05
Auch wenn es euch nicht passt, bei mir war es nunmal so ,das ich für mein Asthma so hoch dosiert meine Medis bekommen mußte, wenn ich mal wieder einen Anfall hatte, dass das mein Herz schon dermaßen angeriffen hatte, das ich bedingt dadurch kurz vorm HI stand. Und das ist nunmal lebensgefährlich. Im vergangen Jahr hatte ich im Mai einen dermaßen schweren Asthmaanfall ,das sie mir die vierfache Menge an Cortison / Theophillin ect spritzen mußten , wie bei einem normalgewichtigen Menschen .
@ Hummelchen...meine Kinder stehen da auch in d.R drüber. Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.
Ich denke, dass jede/r da seine Entscheidung für sich treffen muss, nachdem er so sorgfältig wie möglich alle Aspekte dazu abgewogen ;) hat.
Das Wichtigste ist doch, dass man danach zu seiner Entscheidung stehen kann und sich damit wohlfühlt. Egal, wofür oder wogegen man sich entschieden hat. Und die gleiche Entscheidung kann für den einen goldrichtig sein, für den anderen jedoch verheerend.
Sehr wichtig ist m.E. auch, den anderen in seiner Entscheidung zu akzeptieren. :)
Nordlicht
04.07.2010, 21:19
Auch wenn es euch nicht passt, bei mir war es nunmal so ,das ich für mein Asthma so hoch dosiert meine Medis bekommen mußte, wenn ich mal wieder einen Anfall hatte, dass das mein Herz schon dermaßen angeriffen hatte, das ich bedingt dadurch kurz vorm HI stand. Und das ist nunmal lebensgefährlich. Im vergangen Jahr hatte ich im Mai einen dermaßen schweren Asthmaanfall ,das sie mir die vierfache Menge an Cortison / Theophillin ect spritzen mußten , wie bei einem normalgewichtigen Menschen .
Sie mussten dir doch so hohe Dosen geben, weil die Anfälle so schwer waren, schreibst du. Dass du schwere Anfälle hast, hat aber nicht automatisch mit deinem Gewicht zu tun. Sonst müßte es ja allen Dicken mit Asthma allein wegen dem Gewicht ziemlich schlecht gehen, was ja nicht der Fall ist. Insofern sehe ich da bis jetzt kein Argument für die OP...
Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.
Ich bin zwar nicht Hummelchen, allerdings kann ich direkt sagen, dass ich nicht darüber nachdenken würde, ob ich an mir was ändern will, sondern vielmehr darüber nachdenken würde, wie ich die Angreifer am besten "auf den Hosenboden setze". Wenn jemand meine Kinder massiv angeht, kriegt er es mit mir zu tun, und das nicht zu knapp! Da bin ich ganz klar "Löwin", auch wenn mein Sternzeichen Fische ist, denen man ja eher Zurückhaltung bis hin zum Phlegmatismus nachsagt :cool:
Ganz ehrlich: ich lass mich doch nicht mehr von anderen so verbiegen, dass ich an mir selbst zweifle... die Zeiten sind vorbei.
Gruß
Dani
Hummelchen
05.07.2010, 10:27
@ Hummelchen...meine Kinder stehen da auch in d.R drüber. Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.
Ich habe vier Kinder, die sich auch schon solche Sprüche anhören mussten...Andere Kinder hören sich andere Sprüch an, z.B. dass ihr Vater zu alt ist, oder behindert ist oder eine andere Hautfarbe hat. (habe ich jetzt nicht frei erfunden).
Hmm, was würdest Du den Eltern raten?
Ich bin dick. Darum bin ich nicht weniger wert als andere Menschen - das ist das was ich meinen Kindern vermittle.
Für mich käme solch eine OP aber auch schon deshalb nicht in Frage weil ich zwar dick, aber nicht krank bin. Von morbide kann also keine Rede sein...
Klar gibt es dicke Menschen die so krank sind, dass sie die OP als einzigen Ausweg ansehen - das respektiere ich. Allzu oft jedoch wird sie m. E. viel zu leichtfertig genehmigt...
Allzu oft jedoch wird sie m. E. viel zu leichtfertig genehmigt...
Oft schon bei einem Gewicht von knapp über 100 kg, wie ich las. Was mich auch wundert.
gabriele
05.08.2010, 21:39
Oft schon bei einem Gewicht von knapp über 100 kg, wie ich las. Was mich auch wundert.
dafür will ich Beweise. Meines Wissens wird das nur bei extrem Schwergewichtigen gemacht.
MissSilver
05.08.2010, 21:46
In Österreich gibt es Genehmigungen bei einem BMI ab 40.
Ich bin 1,65 m wären also 109 kg, bei 1,57 m sind das dann 100 kg.
Sonnenkuss
06.08.2010, 10:48
dafür will ich Beweise. Meines Wissens wird das nur bei extrem Schwergewichtigen gemacht.
Dann bemüh dich einfach mal und schau in den Adipositasforen, die haben immer ihre Gewichtsdokumentation dick und fett in ihren Avataren mit drin stehen. Da wirste genügend ACler finden, wo sich ein denkender Mensch an den Kopf fasst, warum die sich verstümmeln ließen.
@ Hummelchen...meine Kinder stehen da auch in d.R drüber. Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.
Hummelchen schrieb:
Zitat von Nightfly http://das-dicke-forum.de/forum/images/buttons/viewpost.gif (http://das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?p=95516#post955 16)
@ Hummelchen...meine Kinder stehen da auch in d.R drüber. Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.
Ich habe vier Kinder, die sich auch schon solche Sprüche anhören mussten...Andere Kinder hören sich andere Sprüch an, z.B. dass ihr Vater zu alt ist, oder behindert ist oder eine andere Hautfarbe hat. (habe ich jetzt nicht frei erfunden).
Ich kann mich Hummelchens Gedanken nur anschließen.
Das ist doch verkehrtes Denken, wenn man aufgrund der Reaktionen von dummen Menschen nicht den dummen Menschen zur Rechenschaft zieht, sondern ihm recht gibt, indem man sich dessen falschen Vorstellungen anpasst.
Und was lernen die Kinder daraus?
Dass die pöbelnden Kinder oder Erwachsenen recht haben und das sie laut genug pöbeln müssen, damit der Angegriffene sich ihnen fügt und sie bestätigt, indem er darüber nachdenkt, was er an sich ändern könnte...
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter:
Lernen die Kinder daraus nicht auch, dass das eigene Elternteil nicht die Kraft hat gegen Pöbler zu kämpfen, man also lieber dem entspricht, was Pöbler erwarten, anstatt die eigene Position zu behaupten?
Erzieht man solche Kinder nicht dahingehend, immer schön mit dem Strom zu schwimmen, die eigene Meinung zu unterdrücken und sich lieber anzupassen? Wie sollen solche Kinder Stärke entwickeln? Wie sich zu behaupten, wenn sie im recht sind?
Ich finde die obige Fragestellung gerade oberflächlich.
Wenn es genug Kinder gibt, die sich über die Frisur meines Kindes oder über meine eigene lustig machen, dann lehre ich meine Kinder nicht, dass die anderen Kinder im Unrecht sind, sondern lege mir und/oder den Kindern eine angepasste Frisur zu...
Genau dieses angepasst sein sollen/müssen, ist eines der großen Probleme, die dicken Menschen bereitet wird. Entweder man sieht so aus wie man auszusehen hat, oder man gehört nicht dazu. Und also anstatt gegen diese Diskriminierung zu kämpfen, ordne ich mich unter?
Genau das lernen Kinder, wenn Eltern dies tun.
Sehe ich genau so wie Itsme. Wenn Menschen wegen einer Äußerlichkeit angepöbelt werden, geht man üblicher Weise davon aus, dass die Pöbler im Unrecht sind.
Interessanter Weise scheint bei Dicken dieser Grundsatz immer umgekehrt zu werden: Wenn du wegen deines Übergewichts gemobbt wirst, dann ändere du gefälligst etwas daran.
Böse Falle wenn man es nicht in Frage stellt.
dafür will ich Beweise. Meines Wissens wird das nur bei extrem Schwergewichtigen gemacht.Zitat aus dem Vorstellungsposting des jüngsten Todesopfers:Bei einer Größe von 167cm bring ich ein "Kampfgewicht" von 121kg auf die Waage...HILFEEEEEEEEEEE.....
Quelle (http://www.adipositasverband-international.de/forum/thread.php?postid=471504#post4 71504)Die Betreiberin des zitierten Forums wog 118 kg, als sie ihren OP-Marathon begann.
kampfzwerg
07.08.2010, 12:30
Zu schwersten Zeiten hatte ich einen nahezu identischen "Kampf-BMI" wie das jüngste Todesopfer. Die Vorstellung, dass sie sich damit hat operieren lassen, erschreckt mich.
Sehe ich genau so wie Itsme. Wenn Menschen wegen einer Äußerlichkeit angepöbelt werden, geht man üblicher Weise davon aus, dass die Pöbler im Unrecht sind.
Interessanter Weise scheint bei Dicken dieser Grundsatz immer umgekehrt zu werden: Wenn du wegen deines Übergewichts gemobbt wirst, dann ändere du gefälligst etwas daran.
Genau so ist es.
Im letzten Artikel (http://www.fr-online.de/rhein-main/dick-in-die-erste-klasse/-/1472796/4535482/-/index.html), den ich zum Thema Kinder gelesen habe, stand auch wieder lapidar dabei, Übergewichtige Kinder sind oft Opfer von Hänseleien. Ohne das in irgendeiner Form zu bewerten. Manchmal kann ich es einfach nicht fassen. Es scheint allen klar zu sein, dass die dicken Kinder sich (ver)ändern/anpassen müssen, nicht die mobbenden.
Der Artikel trug übrigens gestern in der Print-Ausgabe noch die Überschrift "Fett in die Grundschule". :cool:
Hummelchen
10.08.2010, 15:54
Manchmal kann ich es einfach nicht fassen. Es scheint allen klar zu sein, dass die dicken Kinder sich (ver)ändern/anpassen müssen, nicht die mobbenden.
Darüber habe ich mich auch schon so oft aufgeregt. Die ehemalige Lehrerin meiner pummeligen Tochter hat mich mal in die Schule zitiert um mir zu erzählen, dassmeine Tochter von Kindern einer anderen Klasse gehänselt wurde. Dann überreichte sie mir einen Gutschein mit dem sozialschwache Kinder (ich verdiene recht gut!!:rolleyes:) kostenlos einen Sportverein besuchen können. Ich habe ihr gesagt, dass meine Tochter bereits Handball im Verein spielt und wie sie es handhabt wenn ein Kind aus anderen Gründen (z.B. Haarfarbe oder Brille) gehänselt wird. Ob sie den Eltern dann einen Gutschein für eine Haarfärbung beim Friseur oder für Kontaktlinsen aushändigt.
Das dumme Gesicht hättet ihr sehen sollen. Ich habe ihr dann auch noch gesagt, dass ich finde, sie sollte sich lieber mal an die Kinder die mobben bzw. deren Eltern wenden...
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