Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich kapier's einfach nicht
Hummelchen
28.01.2010, 10:33
Hallo zusammen,
in einem anderen Thread habe ich schon mal um Rat gefragt, wie ich mich einer Freundin gegenüber vehalten soll, die eine Magenband-Op durchführen lassen will - und m. E. nicht wirklich Nutzen und Risiko abgewägt hat...
Vor ein paar Tagen hat mich diese Freundin angerufen um mir zum Geburtstag zu gratulieren.
Ich habe sie gefragt, ob sie denn jetzt eine Klinik für die Magenband-Op gefunden habe. Daraufhin erzählte sie mir, dass sie in eine Klinik nach Frankfurt gehe - Termin ist Anfang Februar. Dort habe man ihr aber gleich gesagt, dass nicht der Patient sondern die Klinik entscheidet welcher Eingriff der richtige sei (sic!) und in ihrem Fall lehne man ein Magenband ab - weils eh nichts bringe. Sie müsste sich einer Magenbypass- OP unterziehen.
Da sie dies bisher immer entschieden abgelehnt hat, dachte ich damit wäre das Ganze gegessen. Aber nein, sie meinte: naja, dann lasse ich mich jetzt komplett "umbauen".
Ich muss euch sagen, ich war (und bin es immer noch) total geschockt! das habe ich ihr auch gesagt.
Aber sie kam mir vor wie gehirngewaschen. Und hat immer das selbe geplappert: na ja - ist schon ein großer Eingriff - aber es lohnt sich ja auch.
Ich habe sie gefragt - ob Sie das wirklich so meint. und ich nicht verstehen könne, warum sie sich in solche Gefahr begibt...
Auf mein Nachfragen hat sie mir erzäht, dass sie sich ausreichend informiert habe - in einer AC-Selbsthilfegruppe und einer entsprechenden Website. Na toll, das ist ja mal wirklich eine neutrale Information...:rolleyes:
Meine Freundin ist eine aktive und attraktive Frau und wiegt gerade mal 120kg. Ich kann nicht verstehen, warum sie alles aufs Spiel setzt für ein paar Kilo weniger...
Außerdem hat sie gerade erst eine Therapie begonnen um eine wohl bestehende Essstörung in den Griff zu bekommen...
Ich habe mich ein bisschen von ihr zurückgezogen, weil ich richtig wütend werde, wenn ich ihr Geschwätz höre. Noch wütender bin ich auf diese Klinik in Frankfurt...
Hummelchen
Das ist "die" Klinik in Deutschland für AC mit dem Oberguru schlechthin. Ich habe zuweilen den Eindruck, dass sich, wenn man jahrelang nichts anderes macht als bariatrische OPs, die Wahrnehmung dahingehend verschiebt, dass man irgendwann soweit ist, jeden mit ein paar kg Übergewicht "heilen" zu wollen. Das ist vielleicht ähnlich wie bei Schönheitschirurgen, die bei jedem Menschen, den sie sehen, etwas zum "Verbessern" finden.
Letztendlich hat aber immer noch der Patient das letzte Wort. Keine Klinik der Welt kann darüber bestimmen, ob und wenn ja welche OP durchgeführt wird. Der Patient muss es wollen. Und das lässt man sich dort auch sorgfältigst bescheinigen und mehrfach unterschreiben. Man will ja keine juristischen Probleme. Dass man damit Hoffnungen bei den Menschen schürt, deren Erfüllung von möglicherweise dramatischen Nebenwirkungen und Spätfolgen begleitet ist, ist wieder ein anderes Thema.
Ich bewege mich in etwa in derselben Gewichtsklasse wie deine Freundin. Mir würde es nicht im Traum einfallen, eine solche OP durchführen zu lassen. Aber wenn sie so wild entschlossen ist, wirst du sie nicht abhalten. Das einzige, was man tun kann, ist zu versuchen dafür zu sorgen, dass sie sich wirklich umfassend informiert.
Hummelchen
28.01.2010, 13:10
Das einzige, was man tun kann, ist zu versuchen dafür zu sorgen, dass sie sich wirklich umfassend informiert.
Da hast Du sicher recht - aber ich habe das Gefühl, dass ich da garnicht an sie rankomme. Im Moment kenne ich sie gar nicht wieder - das meinte ich mit "gehirngewaschen".
Die Aussicht demnächst schlank zu sein - scheint für sie dermaßen verlockend, dass alle Bedenken weit weggeschoben werden. Sie kommt mir wie benebelt vor - ganz ehrlich...
Ich wiege zwanzig kg mehr als sie und für michkäme so eine OP ebenfalls niemals in Frage. Bis vor kurzem hat meine Freundin das von sich auch noch behauptet...
Ws gibt Fälle wo ich die Entscheidung für eine derartige OP nachvollziehen kann und ich achte auch die Entscheidung jedes Einzelnen dafür.
Aber ich finde, dass man sich nur entscheiden kann - wenn man sorgfältig alle Pros und Contras abwägt und sich umfassend pber Nutzen und Risiken informiert.
Und da fehlt es bei meiner Freundin meiner Meinung nach...
ich kenn das, hummelchen, meine ma will sich auch operieren lassen, sie weiß auch, wie ich dazu steh und alles, aber egal was ich sag, ich will ja nur recht behalten und meinen dickkopf durchsetzen, alles ist doch überhaupt nicht schlimm und n spaziergang :(
das ich mir mordsmässig sorgen um sie mache, versteht sie nicht, genausowenig, das ich ich versuch, ihr auch ma die andere seite der medaillie zu zeigen...
da kommen sprüche wie: warts ma ab, wenn du in meinem alter bist (50) und immer noch soviel wiegst, denkst du auch anders. du willst alles immer toddiskutieren, wenn du von etwas nicht magst ist es grundsätzlich negativ, da gibts ja nur schwarz und weiss bei dir....
ich weiss genau, was du mit gehirngewaschen meinst :(
Ich bin einfach nur geschockt, in welcher Gewichtsklasse sowas schon gemacht wird.
Hummelchen
28.01.2010, 14:09
Ich bin einfach nur geschockt, in welcher Gewichtsklasse sowas schon gemacht wird.
Ja das bin ich auch - zumal sie wirklich (auch sportlich) aktiv ist. Ich könnte es ja noch verstehen wenn sie extrem viel wiegen würde und sich nicht mehr richtig bewegen / sich versorgen könnte.
Bist du sicher, dass du nicht an sie ran kommst?
Solch ein Gespräch habe ich vor vielen vielen Jahren mal mit Martina geführt und damals ging es "nur" um ein Magenband. Ich bin ihr heute noch dankbar, dass sie hartnäckig geblieben ist.
Hummelchen
Die Aussicht demnächst schlank zu sein - scheint für sie dermaßen verlockend, dass alle Bedenken weit weggeschoben werden. Sie kommt mir wie benebelt vor - ganz ehrlich...
Das gleiche gehirngewaschen-Gefühl habe ich sogar schon bei Menschen, die gerade irgend eine Diät machen und wobei die Gramm fast täglich purzeln.
Selbst, wenn sie diese Diät schon mehrmals gemacht haben und sie zwar abgenommen, aber ebenso wieder zugenommen haben. Das muss was im Kopf machen, die Aussicht, abzunehmen, oder gerade dabei zu sein, abzunehmen.
Genau dahingehend hatte ich gerade ein Gespräch mit einer schlanken Frau, die von sich aus damit anfing zu erzählen, dass sie wieder mal WW machen will. Sie hätte ja schon öfter "so schön damit abgenommen".
Auf meinen Einwand hin, dass sie doch nun die Erfahrung mehrmals gemacht hätte, dass sie alles und mehr jedes mal wieder zunimmt, kam nur, das wäre aber nur deshalb, weil sie selber Schuld hätte.
Ich glaube, wenn das Thema Gewichtsabnahme so stark ist, dann kommt man an die entsprechenden Menschen nur noch in den seltensten Fällen heran. Es ist unglaublich, was die Ausicht schlank oder noch schlanker zu sein, mit den Menschen macht. Ich finde, das Wort Gehirnwäsche passt da sehr gut.
Ich glaube, wenn man sich nicht bewusst entschließt, sich gegen die täglich stattfindende Gehirnwäsche "Nur schlank ist schön - wird anerkannt, ist erfolgreich- macht glücklich" zu verschließen, dann ist man schon gefangen. Die "Werbung" für diese Geschäftssparte ist wirklich allumfassend. Wie ein täglich stattfindendes Bombardement vor dem sich kaum jemand schützen kann.
Brockenhexe
28.01.2010, 23:43
Ich kann auch nicht verstehen, warum man sich in dieser Gewichtsklasse operieren läßt.
Vor drei Monaten hatte ich einen Krankenhausaufenthalt und bewohnte ein Einzelzimmer. Früh am Morgen kam eine Krankenschwester und fragte, ob sich eine neue Patientin bei mir umziehen könnte, weil ihr Zimmer noch nicht fertig bzw. frei wäre. Als die Patientin kam, erzählte sie mir von ihren Gewichsproblemen (mit 110 kg) und sie bekäme gleich ein Magenband.....
Für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
Die Brockenhexe
Hummelchen
29.01.2010, 09:55
Iund sie bekäme gleich ein Magenband.....
Die Brockenhexe
Ein Magenband ist wenigstens in den meisten Fällen reversibel - aber hier geht es meiner Meinung nach um eine völlig unnötige Verstümmelung - deren Folgen überhaupt nicht absehbar sind. Vorallem auch die Langzeitfolgen...
Ich finde wenn so etwas schon gemacht wird, dann sollte dies extremen Einzelfällen vorbehalten bleiben - aber anscheinend kann man damit gutes Geld verdienen...
Bedenklich auch, dass der "Erfolg" solcher Ops nur an der Abnahme gemessen wird - dass bei sehr vielen Die Lebensqualität und Gesindheit auf der Strecke bleibt interessiert überhaupt nicht...
Ein Magenband ist wenigstens in den meisten Fällen reversibel Das stimmt zwar, aber um welchen Preis? Magenbänder gelten an sich als out. In der Schweiz werden sie, soweit ich weiß, nur noch zur Verschärfung von Bypass-Operationen benutzt (wenn die Operierten wieder zunehmen). Reine Magenbänder werden nicht mehr operiert.
Sie wandern schon mal gerne in den Magen ein oder rutschen von ihrer Position weg. Ihr kennt doch sicher diese Naturvölker, die die Lippen oder Ohrläppchen dehnen (ein Schönheitsideal, Beispiel (http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/voelker/naturvoelker/img/tempx_surma_g.jpg)). Wer tatsächlich glaubt, dass sich vergleichsweise weiches Gewebe, wie wir es im Bauchraum finden, nicht genauso manipulieren lässt (wenn auch ungewollt) ist ganz schön naiv.
Häufig führen diese Deformationen im Bauch dann auch zu lebenslangen Komplikationen. Vernarbungen verkomplizieren den Heilungsprozess bei Nachfolgeoperationen.
All das kann man mühelos in den einschlägigen Foren nachlesen.
Hummelchen
29.01.2010, 10:32
Das stimmt zwar, aber um welchen Preis?
Da hast Du sicher Recht - ich wollte auch auf keinen Fall das magenband verharmlosen - aber irgendwie kommt es mir weniger bedrohlich vor...
LG
Hummelchen
Also bis vor einem guten Jahr hatte ich noch 123 kg und ich wäre nicht im Traum auf die Idee mit der OP gekommen.
Ich habe eine Kollegin die hat ein Magenband, sogar schon das 2.te, denn das erste ist nach einiger Zeit gerissen
In der Zwischenzeit hat sie übrigens zugenommen ohne Ende.
Und was Ihr Essverhalten angeht, so hat sie eigentlich keins. Entweder sehe ich sie mit einer kleinen Tüte Chips, so wie man sie früher am Schulkiosk kriegte, oder sie isst 2 Kugeln Eis, oder versteckt aus der Tüte 1 Stück Kuchen damit es niemand sieht. Ist das der Sinn eines Magenbandes?????
Das die das bei 120 kg machen mit dem Magen Bypass sollte wirklich bestraft werden.
liebe Grüße
Maggy
Wenn weniger als 50 Kilo, maximal 60 Kilo als Richtwert für ein tolle Figur deklariert werden, dann sind 120 Kilo mehr als das Doppelte und von der Sicht her sogar "verständlich", wenn Frauen meinen hier schon eingreifen zu müssen.
Wenn eine Frau innerhalb einer Werbung eine ganz normale, nicht abgemagerte Figur hat, sind wir schon begeistert und freuen uns.
Sorry, für das "wir", aber ich denke es geht wirklich vielen von uns so. Daran kann man sehen, das sich das Bild von mageren Frauen wirklich sehr eingeprägt hat. Ich denke wirklich, das hier (wie weiter oben schon erwähnt) so etwas wie Gehirnwäsche stattfindet.
Ich begegne im Laufe der Jahre immer mehr Frauen, die einfach weil sie dünn sind, ein extremes Selbstbewusstsein haben. Und ich denke, sie bekommen genau dieses Feetback von vielen Leuten. Eine gewisse "Bewunderung" allein dafür, dass sie extrem schlank oder sogar dünn sind. Das scheint eine "Leistung" zu sein, die mehr wiegt als vieles andere.
Eine gewisse "Bewunderung" allein dafür, dass sie extrem schlank oder sogar dünn sind. Das scheint eine "Leistung" zu sein, die mehr wiegt als vieles andere.
Ja, das ist so. Das spiegelt sich ja auch in der Bewunderung jeder Art von Gewichtsabnahme.
In unserer (Überfluss-) Gesellschaft gilt als größte Leistung die Askese. Nicht rauchen, nicht trinken, nicht essen. Oder eben fast nicht.
Eine Freundin und Kollegin von mir hat sich im September eine Auszeit genommen. Ihre Tochter hatte Abitur gemacht, sie selbst ist Anfang 50 und hatte etwas Geld geerbt. Sie hat sich einen Traum erfüllt und war knapp fünf Monate in Nepal. Dort war sie viel unterwegs, ist viel zu Fuß gegangen und hat das gegessen, was es eben gab - Reis, Nudeln, Kartoffeln, mal etwas Fleisch.
Vor kurzem ist sie zurückgekommen. Großes Hallo bei allen KollegInnen. Einziges Thema: Mann, hast du abgenommen!!!!! Toll!!!!!
Niemand hat sie gefragt, was sie erlebt hat, welche Begegnungen und Erfahrungen sie gemacht hat, nichts. Alle nur: Wow, bist du schlank!!!!
Ich fand das furchtbar.
Sie übrigens auch.
Aber es ist ein Spiegel dieser Gesellschaft.
Das Schlank-Fit-Gesund-Sein hat heutzutage den Stellenwert einer Religion angenommen. Wer "gut" ist, wird gelobt und hat Erfolgserlebnisse, wer "sündig" ist, der gilt als schwach und wird abgestraft. Sex ist ja nicht mehr pfui, sondern dermaßen allgegenwärtig (werbung, Musikvideos, Filme...), dass es schon wieder abtörnt. Dafür muss dann ein anderes menschliches Grundbedürfnis tabuisiert werden, nämlich das Essen.
Ich habe mal einen Vortrag gehört, da berichtete der Redner über eine Vorrichtung aus dem 19. Jahrhundert (als Sex noch das Böse an sich war). Männer mit Keuschheitswahn trugen damals eine Vorrichtung aus Draht in der Hose, die bei einer Erektion unwahrscheinliche Schmerzen erzeugte. Wahrscheinlich waren die Jungs irgendwann auch ohne impotent.
Irgendwie muss ich bei den Magenbändern immer daran denken.
Ich habe mal gehört, dass es damals einen enormen Markt für Ratgeber gab, wie man Jugendlichen, vornehmlich Jungs, die "Selbstbefleckung" abgewöhnt. Eine dieser Publikationen hatte Anfang letzten Jahrhunderts eine Auflage von 800.000 (!) Stück. In diesen Ratgebern wurden Ernährungsempfehlungen gegeben, z.B. sollte man den Jungs Vollkornprodukte zu essen geben, weil die Bauchschmerzen machen und somit die Lust zerstören.
Die Ernährungsempfehlungen decken sich wohl weitgehend mit den heute gängigen Ernährungsempfehlungen, weshalb man dahinter eben auch einen starken religiösen Einfluss vermuten kann.
Ich habe das meiner Mutter erzählt. Der fiel daraufhin ein, dass ihre Mutter, die Köchin in herrschaftlichen Häusern gewesen war, erzählt hatte, dass in einem dieser Häuser die Kinder bei Entdeckung der "Selbstbefleckung" mit Feuer erschrocken wurden.
Es ist sicher sehr schwer an sie heran zu kommen.
Ich denke die Gefahr besteht, dass sie erst recht dicht macht, wenn du zu negativ darüber redest.
Man meint dann durch die Gehirnwäsche vielleicht die anderen würden es einem nur nicht gönnen.
Ist sicherlich auch schwer, wenn ihr Ärzte dazu geraten haben. Für manche sind Ärzte immer noch die Götter in weiß und irren sich nie.
Und ich weiß noch wie schön mein Arzt so eine OP einmal dargestellt hat. :mad:
Er meinte er habe selbst 2 Patienten, die sehr dick waren, jetzt aber durch die OP ein ganz anderes Leben haben... sich durch die Gruppe in einander verliebt haben, usw.
Fand ich eigentlich schlimm sowas zu sagen, zu suggerieren, dass sich durch so eine OP ALLES zum Guten wendet.
Auch Infos von Fällen, wo etwas schief ging, schrecken vielleicht nicht ab.
Der Mensch neigt dazu zu denken: "MIR passiert das aber nicht."
Vielleicht hilft es, wenn du ihr direkt, aber ohne Ärger sagst: "Ich habe ehrlich Angst um dich."
So dass sie wirklich merkst, du meinst es gut, du sorgst dich.
Und wenn du dann mal einen Draht zu ihr hast, würde ich fragen warum es denn sofort sein muss.
Wenn sie gerade eine Therapie begonnnen hat, warum nicht den Erfolg abwarten? Durch die Therapie hat sie ja die Chance weniger zu essen, weil sie dann weniger essen will.
Durch die OP isst sie weniger, weil sie nicht mehr essen kann.
Und ist das erste nicht 100 Mal schöner?
Also ich stelle es mir immer schlimm vor, wenn mein Kopf mir sagt, dass er so gerne essen würde, ich es aber nicht kann.
Grade durch die ES ist es ja so, dass ein voller Magen den Wunsch nicht hindert. Es wäre also nach der OP immer noch so.
Ich weiß nicht wie es bei ihr ist. Aber wenn sie jetzt noch Appetit hat, auch wenn der Magen voll ist, wird es dann nach der OP ja auch so sein.
Schwabenschnege
02.02.2010, 17:27
Wunderschönen Tag Euch allen,
bin soeben auf dieses tolle Forum gestoßen und hab´mich auch gleich angemeldet...auf diesem Wege also zuallererst: Halllösch´e an Euch da "draußen" :hopps:
Und jetzt zum Thema:
Auch wenn ich damit nicht unbedingt in das selbe Horn blase wie die meisten (alle? habe noch nicht alles gelesen *grins*), ich finde dass jeder selbst über seinen Körper bestimmen kann, sei es nun in Bezug auf Körperschmuck, Wohlfühlgewicht oder Mehr oder Minder (Schönheits-) Op´s (und ja, ich finde auch eine Magenband-OP gehört in diese Kategorie)
Das wichtige hierbei finde ich ist, dass der Mensch der sich dazu entschließt aus eigenem Wunsch und nicht aus dem Streben nach Anerkennung anderer einen solchen Schritt wagt.
Risiken gibt es in vielen Bereichen des täglichen Lebens und viele Menschen sind schon aus "dümmeren" Beweggründen dazu bereit diese einzugehen. Welche Risiken der Sektor Extremsport birgt brauche ich wohl keinem von Euch zu sagen, aber wer hätte denn auch z.B. Reinhold the Yeti Messner davon abringen können sich in Lebensgefahr zu bringen, nur um einen doofen (sorry) Berg zu schleppen. Aber hey - er machts weil es Ihn glücklich macht, auch wenn es dem Rest der Welt nix bringt.
Naja, lange Rede kurzer Sinn: Wer einen großen Wunsch hat, ein tiefes Bedürfnis, dann bringt denjenigen so schnell nichts davon ab. Wenn es ein Schritt dazu ist, mit sich selbst ins Reine zu kommen, bzw. sich danach mehr zu lieben, dann ist das ein Wunsch den man als Freund verstehen sollte, auch wenn das für einen selbst nicht in Frage kommen würde.
Und ja -nur weil man dünn ist, ist man deshalb nicht glücklicher oder besser, aber vielleicht hilft es deiner Freundin, wenn ihr durch die Op die schwerte Last von den Schultern genommen wird (das meine ich jetzt eher psychologisch)
Na dann, bin mal gespannt, wie mein erster Beitrag so aufgenommen wird, freue mich auf Reaktionen :grins:
Knallfrosch
02.02.2010, 17:37
Oftopic
Also bei uns in Hessen würde man Schwabenschnegge mit zwei gg schreiben :-D:-D:-D:-D:-D
Schwabenschnege
02.02.2010, 18:10
Rischtisch, der Herr :applaus:
allerdings war der Platz zu Ende.....also musste ein "g" weichen
Hallo Frau Nachbarin,
herzlich Willkommen und einen schönen Gruß von den Fildern.Auch wenn ich damit nicht unbedingt in das selbe Horn blase wie die meisten (alle? habe noch nicht alles gelesen *grins*), ich finde dass jeder selbst über seinen Körper bestimmen kann, sei es nun in Bezug auf Körperschmuck, Wohlfühlgewicht oder Mehr oder Minder (Schönheits-) Op´s (und ja, ich finde auch eine Magenband-OP gehört in diese Kategorie)Ich denke, das sehen wir hier absolut genauso. Dass wir uns dem Thema kritisch nähern, bedeutet nicht, dass wir jemandem seine Entscheidungsfähigkeit absprechen wollen.
Ist aber so eine Sache, wenn man sich sehr intensiv mit dem Thema befasst hat. Da all diese schönen Dinge ...
... Wenn es ein Schritt dazu ist, mit sich selbst ins Reine zu kommen, bzw. sich danach mehr zu lieben ...
... wenn ihr durch die Op die schwerte Last von den Schultern genommen wird (das meine ich jetzt eher psychologisch) ...
... eben nicht langfristig eintreten. Das weiß jeder, der die einschlägigen Foren regelmäßig liest und dabei die rosarote Vorher-Nachher-Brille absetzt.
Ich finde schon, dass eine Freundin für das eine Verständnis haben kann (ich sehe die Stelle nicht, wo Hummelchen das nicht hat), das andere aber nicht gutheißen kann. Natürlich muss ihre Freundin ihre Entscheidung selber treffen, mit allen Konsequenzen, aber Hummelchen hat als gut informierte Freundin auch das Recht, ihre Sorge zum Ausdruck zu bringen. Dass sie hier um Rat fragt und sich hier ihre Sorge vom Herzen schreibt, zeigt ja schon, dass sie das nicht mit der Holzhammermethode tut.
Es gibt ein AC-Forum, über das mal jemand ein Buch schreiben sollte. Es existiert seit vielen Jahren und der Wandel der dort zu lesenden Erfahrungen ist bemerkenswert und kann einen in Angst und Schrecken versetzen. Ich jedenfalls bin dankbar und glücklich, dass ich seinerzeit die Finger von einer solchen OP gelassen habe, einmal mehr, seitdem ich weiß, dass es von der damals (Ende der 80er) ins Auge gefassten OP-Methode (Dünndarmverkürzung) heute nur noch sehr, sehr wenige Überlebende gibt. Und das sage ich auch jedem, der es hören will oder eben nicht (s.o. Maxima z.B., die eine Freundin ist, die ich vor ... ??? ... 10 ... ??? ... noch mehr Jahren erfolgreich davon abbringen konnte).
Martina
Schwabenschnege
03.02.2010, 14:27
Hallo Frau Nachbarin,
Ist aber so eine Sache, wenn man sich sehr intensiv mit dem Thema befasst hat. Da all diese schönen Dinge ...
... eben nicht langfristig eintreten. Das weiß jeder, der die einschlägigen Foren regelmäßig liest und dabei die rosarote Vorher-Nachher-Brille absetzt.
Martina
Mannomann......habe soeben die "Recherche" meinerseits bez. des Themas vervollständigt. Ist doch echt heftig wie stark eine solche OP Nachwirkungen zeigt! Ich muss zugeben, dass ich bei meinem Erstbeitrag einfach mal "drauflos" geschrieben habe und außer der "Stammtischmeinung" wie es mir scheint keine Ahnung hatte.
Ich habe diese Maßnahme bisher immer so eingeschätzt, dass - insofern man die OP gut übersteht - es danach "einfacher" wird. (Hungergefühl, etc..) Aber was hier und in anderen Foren und Beiträgen geschrieben wird, das erfährt man ja sonst gar nicht. Jetzt kann ich auch die Rosarote-Brille-Paranoia verstehen.
Wie ist das eigentlich, sind diese Beschwerden hinterher eher die schockierende Ausnahme oder die totgeschwiegene Regel? Warum sind Ärzte (mal abgesehen vom Geld) und auch einige Krankenkassen so sehr dafür?
Oh und Liebe Grüße zurück Frau Nachbarin (bin auch aus´m Filderraum)
Hummelchen
04.02.2010, 09:35
ich finde dass jeder selbst über seinen Körper bestimmen kann, sei es nun in Bezug auf Körperschmuck, Wohlfühlgewicht oder Mehr oder Minder (Schönheits-) Op´s (und ja, ich finde auch eine Magenband-OP gehört in diese Kategorie)
Es geht in diesem Fall aber nicht um eine Magenband-Op, sondern um einen nicht reversiblen Eingriff, der nicht nur hohe Risiken in sich birgt, sondern - wie ich finde -mit einer erheblichen Minderung der Lebensqualität einhergeht.
Da braucht man nur mal ein bisschen recherchieren. Das habe ich getan. Was mir dabei aufgefallen ist, dass viele Operierte richtige Horrorszenarien beschreiben (häufiges Erbrechen, Durchfall, es können nur noch breiige Mahlzeiten gegessen werde, die Portionen sind oft nicht größer als ein zwei Esslöffel, die Haut hängt sackartig am Körper von der schnellen Gewichtsabnahmeund und und...) - im gleichen Atemzug wird dann aber diese Op gerechtfertigt oft mit solch haarsträubenden Argumenten, dass man sonst wahrscheinlich bald gestorben wäre (sic!) - ich glaube vielmehr, dass diese Menschen nicht zugeben können, dass die OP solche Folgen hat - einfach um nicht zu verzweifeln.
Es mag Ausnahmefälle geben in denen bei sorgfältigem Abwägen eine Op mit ihren Folgen angemessen sein kann - aber so wie es jetzt betrieben wird ist es meiner Ansicht nach ein Skandal - so!
LG
Hummelchen
Knallfrosch
04.02.2010, 14:08
He Schwabenschnegge - isch mag ned gern Herr genannt wern auch wenn isch hessisch babbel.
Knalleschnegge:cool:
Schwabenschnege
05.02.2010, 13:58
He Schwabenschnegge - isch mag ned gern Herr genannt wern auch wenn isch hessisch babbel.
Knalleschnegge:cool:
:eek:uuuuuups......ich habe doch glatt "Kalle" statt "KNalle" gelesen........verzeih mir :flagge:
O.T.
@ Kalle und Schwabenschnegge... äh... Knalle und Schwabenschnege
Was ein Buchstabe mehr oder weniger doch ausmachen, was? ;)
Knallfrosch
09.02.2010, 11:38
Da ich im badischen Geboren bin (heute im hessischen Exil), verzeih ich der Schwabenschnege gern.
Itsme, ja der kleine Buchstabe Unterschied, was der so ausmacht, man denke nur , Mutter Natur schreibt Y anstelle von X und schon ham die so einen kleinen Auswuchs vorne
:-D:-D:-D:-D
Hummelchen
16.02.2010, 13:42
Ich habe am Wochenende noch mal mit meienr Freundin telefoniert und ihr nochmal ganz ruhig und sachlich erklärt, dass ich finde, dass sie sich das mit der OP noch mal reiflich überlegen sollte und dass ich einfach Angst habe, dass etwas schief geht bzw. dass sie diesen Schritt evtl. mal bitter bereut. Dass ich aber auf jeden Fall für sie da sein werde, egal wie das Ganze ausgeht.
Heute war nun die OP- und ich habe ein ganz mulmiges Gefühl...
Hummelchen
Sonnenkuss
16.02.2010, 14:35
Du wirst sehen, es geht ihr gaaaaaanz super und das ist sooooo klasse!
Ich kenne Leute, die sind nach diesen vermaledeiten OPs fast verreckelt, aber es ist ja soooo dufte und so dolle weil man jetzt eine Ausrede für sein Leiden hat. Man hat ja alles getan nur um schlank und konform zu sein, sogar an einem an sich gesundem Organ herumschnitzen lassen.
@ Hummelchen
ich finds gut, das Du alles von Deiner Seite Mögliche getan hast, indem Du versucht hast, sie zu warnen und auch, dass Du ihr Deine Hilfe angeboten hast, egal, wie sie sich entscheidet.
Mehr kannst Du nicht tun, finde ich.
Wann wirst Du Bescheid bekommen, wie alles verlaufen ist?
Hummelchen
17.02.2010, 08:22
@ Hummelchen
ich finds gut, das Du alles von Deiner Seite Mögliche getan hast, indem Du versucht hast, sie zu warnen und auch, dass Du ihr Deine Hilfe angeboten hast, egal, wie sie sich entscheidet.
Mehr kannst Du nicht tun, finde ich.
Wann wirst Du Bescheid bekommen, wie alles verlaufen ist?
Sie muss wohl erst mal 2-3 Tage auf Intensivstation - danach will sie mich anrufen.
Hummelchen
17.02.2010, 08:24
Du wirst sehen, es geht ihr gaaaaaanz super und das ist sooooo klasse!
Ich kenne Leute, die sind nach diesen vermaledeiten OPs fast verreckelt, aber es ist ja soooo dufte und so dolle weil man jetzt eine Ausrede für sein Leiden hat. Man hat ja alles getan nur um schlank und konform zu sein, sogar an einem an sich gesundem Organ herumschnitzen lassen.
Das habe ich auch schon bei einigen festgestellt...Traurig, dass manche Menschen sich so etwas antun, nur um einem fragwürdigen "Ideal" zu entsprechen...
Wie geht es Deiner Freundin mittlerweile?
Gruß
Lucia
Hummelchen
09.04.2010, 10:24
@ Sie hat sich total abgeschottet - geht nicht ans Telefon. Ich habe ihr geschrieben und eine kurze Karte erhalten, in der sie mir mitteilt, dass es ihr nicht besonders gut geht und sie Probleme mit der Wundheilung hat (was bei ihr zu erwarten war). Insgesamt klang das gar nicht mehr nach der Euphorie wie vor der OP...
Sie hat mir versprochen, dass sie sich meldet, wenn es ihr etwas besser geht...
Hummelchen
19.04.2010, 08:40
So, habe jetzt am Wochenende ausgiebig mit meiner Freunding telefoniert. Sie hat alles ganz gut überstanden - aufgrund mannigfacher Polypen in ihrem Magen wurde nun doch keine Magen-Bypass gemacht, sondern ein sog. "Schlauchmagen". Sie verfügt noch über ganze vier Zentimeter Magen.
Sie meinte, sie würde sich gar nicth trauen mir zu erzählen, wieviel sie abgenommen hat. Auf die Frage warum, bekam ich die Antwort, da ich ja ganz bestimmt neidisch wäre. Die Ansage hat mich richtig wütend gemacht und bin nach dem Telefonat mal in mich gegangen und habe mich ehrlich gefragt, ob der Neidvorwurf stimmt und ich deswegen so genervt bin.
Aber das ist es nicht. Mir stinkt es einfach, dass mir Neid unterstellt wird, nur weil ich die OP kritisch sehe und dass für meine Freundin nur noch auf dem "schlank" = "glücklich" - Trip ist.
Ich denke, dass irgendwann die Euphorie abnimmt und die Realität sie wieder einholen wird. Ich glaube nämlich nicht , dass die Probleme, die hinter ihrer Essstörung stehen und wegen derer sie eine Therapie begonnen hatte so einfach mit wegoperiert wurden. Und das meine ich nicht mal gehässig, auch wenn es vielleicht so klingt.
LG
Hummelchen
Ja, mit dem Vorwurf "du bist ja nur neidisch" sind sie fast alle schnell zur Hand, die momentan (mit welcher Methode auch immer) Abnehmenden. :rolleyes: Aus deren Sicht finde ich es auch irgendwo nachvollziehbar. Wer möchte sich schon vor Augen halten lassen, daß die ganzen Bemühungen mehr oder weniger doch für die Katz sind?
Mir geht es inzwischen so, daß ich mich mit irgendwelchen Ratschlägen komplett zurückhalte. Wenn gewünscht, erzähle ich von meinen eigenen Abnehmerfahrungen und vom Resultat, das eben immer gleich blieb, und wenn nicht - na dann halte ich mich dezent zurück. Neidisch bin ich auf keine/n, allerdings tun mir die Betreffenden wirklich leid. Ich kann ihre Euphorie so gut nachvollziehen, aber eben auch die Gefühle danach, wenn das Gewicht wieder nach oben geht und/oder das Leben trotz Abnahme nicht rosig wird. :(
Im Bekanntenkreis habe ich beobachen können, wie beides ist: die Euphorie und die Einschränkungen, die sich aus einem Magenbypass ergeben. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich bei einem sehr hohen BMI auch zu allerhand bereit wäre; und ich bin sehr froh, mich damit nicht auseinandersetzen zu müssen.
Die Menschen, die sich zu diesem Eingriff entschließen und es nach sehr reiflicher Überlegung tun, da sie keinen anderen Ausweg sehen, haben meinen ganzen Respekt: Man sollte nicht übersehen, dass ein fast verzweifelter Mut dazu gehört.
Persönlich kenne ich keinen, der sich operieren hat lassen. Allerdings kann ich es gut nachvollziehen, dass nach Jahren der frustranen Bekämpfung der Adipositas die Menschen fasziniert sind, wenn die Pfunde fallen und die Kleider anfangen weit zu werden.
Dann ist es auch egal, welche Einschränkungen man durch so eine OP hat.
Nach Jahren kommt dann die Ernüchterung, wenn man wieder mehr essen kann. Und dann stellen die Menschen mit Bypas oder Schlauchmagen fest, dass man alleine durch so eine OP nicht sein Gewicht halten kann. Die Esstörung wurde nicht operiert, das Essverhalten muss geändert werden.
Ob da eine Ernährungsberatung alleine ausreichend ist?
Sei nicht böse auf deine Freundin, sie ist euphorisch, weil sie jetzt einen Weg aus der Adipositas sieht. Ich würde ihr allerdings klar machen, dass dir ihre Gewichtsabnahme unwichtig ist.
Denn zu Freunden steht man unabhängig von ihrem Aussehen.
Hummelchen
20.04.2010, 12:23
Sei nicht böse auf deine Freundin, sie ist euphorisch, weil sie jetzt einen Weg aus der Adipositas sieht.
Ich bin nicht böse - ich kann die Euphorie ja auch durchaus nachvollziehen. Das kenne ich aus früheren Abnahmephasen auch...
Was mich nervt ist diese Unterstellung ich sei neidisch auf sie. Als ob ich auf jeden neidisch wäre, der nicht so dick ist wie ich...
Ich glaube ich werde versuchen, ihr klar zu machen, dass ich mich und mein Leben mag und mein Übergewicht mich nicht am glücklich sein hindert.
Mariechen
20.04.2010, 15:20
Was mich nervt ist diese Unterstellung ich sei neidisch auf sie. Als ob ich auf jeden neidisch wäre, der nicht so dick ist wie ich... (Sorry, Hummelchen, kann
noch nicht richtig zitieren!)
Also, wenn ich ehrlich bin, denke ich mir aber öfter beim Anblick schlanker
Menschen, dass sie es sicher durchaus "leichter" haben in ganz vielen Alltagsdingen.
Liebe Grüße
Mariechen
Also, wenn ich ehrlich bin, denke ich mir aber öfter beim Anblick schlanker Menschen, dass sie es sicher durchaus "leichter" haben in ganz vielen Alltagsdingen.zwischen der objektiven betrachtung der lebenrealität anderer menschen und neid liegen meines erachtens aber welten.
natürlich ist mir als dicker mensch bewusst, dass schlanke menschen es in vielfacher hinsicht "leichter" haben, aber ich bin nicht der meinung, dass ich sie darum automatisch beneiden muss. es nicht immer leicht zu haben, stärkt durchaus auch den charakter, wobei das nicht nur auf dicke menschen zutrifft. der mensch wächst mit seinen aufgaben. und auch schlanke menschen haben es oft schwer, wenn auch in anderen bereichen.
ich kenne dieses neidargument, das ich als totschlagargument empfinde, auch sehr gut. nachdem ich mich in den letzten jahren sehr intensiv mit allen fragen rund um die adipositaschirurgie und auch mit den menschen, die sie in anspruch nehmen auseinander gesetzt habe, bin ich zu folgender erklärung gelangt:
die menschen, die sich operieren lassen, gehören mehrheitlich der dicken-fraktion an, die fest davon überzeugt ist, dass alles, was über dicke in unserer gesellschaft verbreitet wird, völlig korrekt ist. sie gehören zu denjenigen, die sich um ihres dickseins willen selbst nieder machen und demontieren. für diese menschen ist unser denken vom selbstbestimmten leben, durchaus mit dem übergewicht, einfach nicht nachvollziehbar. es ist eine echte glaubensfrage. wenn jemand sich das denken eines anderen nicht vorstellen kann, dann muss er eine ihm plausible erklärung dafür finden. neid taugt hervorragend als eine solche eklärung.
ich tendiere inzwischen dazu, so was nicht ernst zu nehmen und jeden seine eigenen erfahrungen machen zu lassen.
sorry fürs kleinschreiben, aber ich habe zurzeit nur ein laptop zur verfügung und stehe mit der tastatur von selbigem auf kriegsfuß.
Hummelchen
21.04.2010, 09:38
natürlich ist mir als dicker mensch bewusst, dass schlanke menschen es in vielfacher hinsicht "leichter" haben, aber ich bin nicht der meinung, dass ich sie darum automatisch beneiden muss. es nicht immer leicht zu haben, stärkt durchaus auch den charakter, wobei das nicht nur auf dicke menschen zutrifft. der mensch wächst mit seinen aufgaben. und auch schlanke menschen haben es oft schwer, wenn auch in anderen bereichen.
Genauso sehe ich das auch.
Und Ihre Erfahrungen muss sie natürlich selber machen - ich respektiere ihre Entscheidung ja auch - ich lass mir nur nicht gerne etwas unterstellen...Auch wenn ich zu verstehn glaube, warum sie das tut (auch das sehe ich ähnlich wie Du, Martina).
Ich gönne jedem Menschen seine abgenommenen Kilos, aber Neid kommt bei mir nicht auf. Meine Gedanken kreisten beim Lesen eher um die Frage: erst kommt der Abnehmerfolg und was kommt dann? Aber das ist etwas was die euphorischen "Abnehmer" nicht hören wollen. Abnehmerfolg hin oder her - ich möchte mit den Konsequenzen einer OP nicht leben.
die menschen, die sich operieren lassen, gehören mehrheitlich der dicken-fraktion an, die fest davon überzeugt ist, dass alles, was über dicke in unserer gesellschaft verbreitet wird, völlig korrekt ist.
Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Ein dicker Mensch hat gefälligst gemäß Klischee mit schlechtem Gewissen umherzulaufen, da er ja außer der Norm ist und hat empfänglich zu sein für gutgemeinte Ratschläge und Vorträge über gesunde Ernährung.
Wenn doch mehr dicke Menschen sich Gedanken zur Selbstakzeptanz machen würden, anstatt sich ständig kleinreden und belabern zu lassen. Bei einem Großteil der Dicken habe ich den Eindruck, daß sie nach dem Motto leben: alles - nur nicht auffallen (und negativ schon mal gar nicht! :boah:).
Wobei man den Teil, der es tatsächlich aus gesundheitlichen Gründen macht, auch nicht vernachlässigen darf.
Ich bin (noch?) in der glücklichen Lage, dass ich recht gesund bin. Aber es gibt nunmal auch solche, die das nicht sind und das hohe Gewicht eines der Hauptgründe ist.
Da sind wir wieder beim Thema "Leidensdruck". Den habe ich nicht bzw. in so geringer Dosis, dass das Risiko und die unsicheren Erfolgsaussichten einer AC einfach in keiner Relation steht.
Aber es gibt Fälle, wenn ich in der Lage wäre, würde ich wohl auch die Ultima Ratio AC ergreifen.
Ich bin gerade gelinde gesagt geschockt.
In einem Abnehmforum im Unterbereich AC gibt es jmd., die sich auf Selbstkosten einen Schlauchmagen hat legen lassen.
Mit 88 kg bei normaler Körpergröße.
Dass sie überhaupt einen Arzt gefunden hat, der diesen Stunt hinlegt.
:eek:
Kopf------->Wand
Ich wimmer so ein wenig vor mich hin und Zweifel an der Menschheit.
MissSilver
24.04.2010, 22:18
Das fällt meiner Meinung nach unter Schönheitsoperationen, und was da an Schindluder getrieben wird, geht eh auf keine Kuhhaut
Bei manchen Ärzten frag ich mich schon, was sie sie dabei gedacht haben als sie den Eid des Hippokrates geleistet haben. Oder was sie sich Heute denken, wenn sie diesen Eid brechen :mad:
Au wei, wo kommen wir noch hin ... ? Nach Schlauch-Lippen jetzt auch beliebig die Schlauch-Mägen? Amerikanische Verhältnisse?
Sorry, aber da packt auch mich das Grausen ...
Knallfrosch
27.01.2011, 12:39
Hallo Hummelchen,
weißt du wie es der operierten Freundin mittlerweile geht?
Hummelchen
01.02.2011, 10:24
Hallo Hummelchen,
weißt du wie es der operierten Freundin mittlerweile geht?
Hallo Knallfrosch,
es geht ihr recht bescheiden...Sie hat in kurzer Zeit sehr viel an Gewicht abgenommen. Nun hat sich die Abnahmeeuphorie etwas gelegt und das Gewicht stagniert nicht nur, sondern ist langsam am Steigen. Meine Freundin leidet unter massiven Schlafstörungen, hat Probleme mit überschüssiger Haut und ich finde, dass Sie im Gegensatz zu früher viel an Power verloren hat - kein Wunder wenn man gezwungenermaßen hungert.
Mir war klar, dass die Probleme die zu Ihrer Essstörung geführt haben sich nicht einfach mit wegoperieren lassen...
Sie gibt es nicht zu - aber ich habe das Gefühl, dass Sie die OP inzwischen bereut
Unsere Freundschaft hat irgendwie auch gelitten - ihrer Meinung nach, weil ich mit Ihrer Abnahme nicht klarkomme - meiner Meinung nach, weil sie wie "gehirngewaschen ist" und sich alles nur nochum die Themen Abnahme und (Nicht-)essen dreht
Knallfrosch
01.02.2011, 15:10
Das ist echt schade, dass eure Freundschaft gelitten hat. Vielleicht kannst du irgendwann die Großmütige sein und über die Operation und ihre Neidunterstellungen hinwegsehen (und das "hab ich dir doch gesagt" verschlucken). Irgendwie braucht sie ja jetzt auch echt Freunde. Sie wollte doch wegen einer Esstörung eine Therapie machen, bringts was? Und was ist jetzt mit dem Sport, geht das noch?
Hummelchen
02.02.2011, 09:29
Das ist echt schade, dass eure Freundschaft gelitten hat. Vielleicht kannst du irgendwann die Großmütige sein und über die Operation und ihre Neidunterstellungen hinwegsehen (und das "hab ich dir doch gesagt" verschlucken). I
Da sehe ich schon die ganze Zeit drüber hinweg ich habe ihr auch nie vorgehlaten, dass ich es doch vorher gewusst habe. So fies bin ich nicht...
Aber in ihrem Leben dreht sich alles nur noch um die "AC-Selbsthilfegruppe", Veranstaltungen mit "den Operierten" (Zitat) - da bleiben nicht mehr viel Gemeinsamkeiten
Muminfrau
02.02.2011, 10:04
Hummelchen, dein Bericht hat mich sehr traurig gemacht. :( Wie schade und deine Freundin, und um eure Freundschaft.
Leider lassen sich die Menschen sehr selten etwas sagen. D.h., sie hoeren nicht zu. Ich denke manchmal, sie hoeren es wirklich nicht. Es geht zwar in die Ohren rein, aber nicht ins Gehirn. Totale Abschirmung. :(
Ich musste im letzten Monat 3 Menschen erleben, die mir hinreichnd nah stehen, die mit ihren jeweiligen Beziehungen Mist bauen. Das habe ich denjenigen auch gesagt, mit Begruendung. Natuelrich liessen sie sich dadurch nicht "verunsichern". So ist es nun leider. Jeder muss seine Fehler selber machen.
sari0473
02.02.2011, 11:05
Ich hab den Thread grad mal durchgelesen und bin entsetzt, dass man sich sowas freiwillig antun kann.
Als ich vor ewiger Zeit mal 120 kg wog und dauernd zunahm, sprach ich mit meinem damaligen Hausarzt darüber. Er fing auch an mir was von Magenband etc. zu erzählen und riet mir davon ab. Nachdem er mir sagte, was da so alles passieren kann, war ich mit dem Thema durch. Er sagte auch, dass ich mit 120 kg für einen solchen Eingriff auch noch zu leicht wäre, die Krankenkassen würden dies erst ab 150 kg problemlos bewilligen. Scheint ja nicht zu stimmen, sonst wäre Hummelchens Freundin nicht operiert worden.
Auch wenn ich nun ungefähr soviel auf die Waage bringe, kommt dieser Eingriff für mich nicht in Frage. Einerseits hätte ich große Angst vor der Operation und zum anderen geht einem dadurch doch ein Großteil der Lebensqualität flöten. Ewig nur Brei und Suppe essen und sich nach erfolgreicher Abnahme mit der Krankenkasse rumärgern, um die Folgeoperationen bewilligen zu lassen. Nee, dann bin ich lieber dick und rund und genieße mein Leben!
Ich hoffe, deine Freundin kriegt die Kurve Hummelchen.
Ich wollt ja mal im Zustand geistiger Umnachtung auch mal nen Magenband, Gottseidank, hat ich nen absolutes Negativ-Paradebeispiel in meiner Bekanntschaft.
Magenband rein-absolute Euphorie, nach der ersten Not-OP wegen Komplikationen, die fast tödlich verlaufen wären, kam das Band wieder raus. Weitere Nach- und Not-OPs (über 5, wir ham da den Überblick verloren) mit Intensivstation kamen dazu. Das, ach so schön, verlorene Gewicht ist wieder da. Mittlerweile ist die Dame berufsunfähig, leidet zur Zeit an einer Thrombose, kann nicht mehr alles Essen bzw bei sich behalten, die Kinder haben hautnah mitbekommen, das ihre Mutter mehrfach fast gestorben wäre. Das älteste hat nen Knacks wegbekommen.
Ich hab durch googlen mal so ne Seite gefunden und mich hats gegraut. Da werden über Gewichtsticker die Abnehmrekorde angepriesen und daneben wird der Chirurg hochgelobt, der die notwendig gewordene 2., 3., 4. Nach/Not-OP gut über die Bühne gebracht hat. Da haben Leute nen Magenband/bypass, die selbst bei WW nicht genommen würden. Da fiebern Leute ihrer 2. Magenband/bypass-OP entgegen, die das rausoperiert bekamen, weil sie bald an den Komplikationen gestorben wären. Welcher Arzt und KK macht so was?
Außerdem scheint die Kilogrenze auch zu schwanken... warum sind einige mit 120 zu "leicht" andere "richtig", andere werden mit 200 und drüber operiert, während andere sich erst unter 200/bis auf 150 runterhungern sollen?
@sari: Du bist nen Federchen (seeeeehr viele eben!!!:baeh2:)
:holy::holy::holy:Bigette :grins:
sari0473
03.02.2011, 09:47
@ bigette
Hör mir auf mit Feder............ich reagier auf die Dinger allergisch!!!! :grins:
trinekater
03.02.2011, 14:25
Die Schwester meiner Schwägerin ist auch so ein Negativbeispiel.
Erst ein Magenband. Nach der OP ist sie beinahe gestorben. Nur weil sie selbst Krankenschwester ist und gemerkt hat was da abgeht, konnte Sie sich selbst retten. Sie ist aus der Klinik quasi geflüchtet und hat in der Klinik, in der sie arbeitet die Hilfe bekommen, die sie brauchte. Sie hat es geschafft zu überleben.
Danach konnte sie kaum etwas bei sich behalten. Die Portionen, die sie essen konnte, ohne gleich alles wieder erbrechen zu müssen, waren minimal. Der Abnahmeerfolg war aber auch minimal!
Nach ein paar Jahren hatte sich dann am Magenband ein Tumor gebildet. Gott sei Dank ist alles gut gegangen. Der neue Operateur war wohl gut. Das ganze vernarbte Gewebe und der Tumor konnten entfernt werden. Der verkleinerte Magen arbeitete wieder richtig. Sie konnte wieder alles essen und hat nach dieser 2. OP auch ganz gut abgenommen. Sie war stolz und glücklich. Jetzt nach drei Jahren hat sie ihr altes Gewicht fast wieder drauf. Sie leidet wieder darunter und schafft es nicht zu ihrem Gewicht zu stehen.
Dabei ist Sie ein so offener, temperamentvoller, liebenswerter Mensch. Sie geht auf die Menschen zu, ist überall gerne gesehen, geht aus, macht sich chic, ist voll berufstätig und hat gar keinen Grund Komplexe wegen ihres Gewichtes zu haben. Aber in der Beziehung kann man nicht mit ihr reden. Bei ihr hat sich wohl unauslöschlich eingebrannt, ich bin dick und ich muß unbedingt abnehmen.
lilly19711
04.02.2011, 13:48
So, habe jetzt am Wochenende ausgiebig mit meiner Freunding telefoniert. Sie hat alles ganz gut überstanden - aufgrund mannigfacher Polypen in ihrem Magen wurde nun doch keine Magen-Bypass gemacht, sondern ein sog. "Schlauchmagen". Sie verfügt noch über ganze vier Zentimeter Magen.
Sie meinte, sie würde sich gar nicth trauen mir zu erzählen, wieviel sie abgenommen hat. Auf die Frage warum, bekam ich die Antwort, da ich ja ganz bestimmt neidisch wäre. Die Ansage hat mich richtig wütend gemacht und bin nach dem Telefonat mal in mich gegangen und habe mich ehrlich gefragt, ob der Neidvorwurf stimmt und ich deswegen so genervt bin.
Aber das ist es nicht. Mir stinkt es einfach, dass mir Neid unterstellt wird, nur weil ich die OP kritisch sehe und dass für meine Freundin nur noch auf dem "schlank" = "glücklich" - Trip ist.
Ich denke, dass irgendwann die Euphorie abnimmt und die Realität sie wieder einholen wird. Ich glaube nämlich nicht , dass die Probleme, die hinter ihrer Essstörung stehen und wegen derer sie eine Therapie begonnen hatte so einfach mit wegoperiert wurden. Und das meine ich nicht mal gehässig, auch wenn es vielleicht so klingt.
LG
Hummelchen
Das ist es doch was ich immer sage eine Op um dünn zu werden ist blödsinn wenn ich alles fehlerquällen finde die dick machen und darauf verzichte dann muss ich ja dünn werden. Aber langsam und gesund. Man braucht später nur eine OP um schön zu werden. Ich habe in zwei jahren [Gewichtsdokumentation entfernt] abgenommen von mal [Gewichtsdokumentation entfernt] jetzt wieder auf [Gewichtsdokumentation entfernt]kg nur nützt mir das optisch mal gar nix ich könnte kotzen wenn ich mich nackt sehe mein Mann hingegen sieht das ganz anders.Und der ist 2009 erst umgestiegen auf Dicke Frauen als er mich kennenlernte im Internet 12.05.2010 haben wir geheiratet nach nur 6 monaten Beziehung. Ich sehe das so dünn kann ich auch von alleine werden aber schön nur durch eine OP und darum kämpfe ich jetzt bei der Krankenkasse darum das die sich was einfallen lassen das ich nach dem dünn werden auch schön werde :daumen:
Sonnenkuss
04.02.2011, 17:42
...
Ich sehe das so dünn kann ich auch von alleine werden aber schön nur durch eine OP und darum kämpfe ich jetzt bei der Krankenkasse darum das die sich was einfallen lassen das ich nach dem dünn werden auch schön werde :daumen:
Warum sollte sich die KK da was einfallen lassen? Sind die für dich und dein Selbstbild verantwortlich? Das wäre mir neu und ich empfände dass auch als "rausgeschmissenes" Geld meiner Beiträge.
Das ist es doch was ich immer sage eine Op um dünn zu werden ist blödsinn wenn ich alles fehlerquällen finde die dick machen und darauf verzichte dann muss ich ja dünn werden.
Öhmmm, ich werd meiner Freundin sagen, sie soll mal auf ihr Lipödem und ihre Schilddrüse verzichten , dann wird sie schlank.....
Ich sehe das so dünn kann ich auch von alleine werden aber schön nur durch eine OP und darum kämpfe ich jetzt bei der Krankenkasse darum das die sich was einfallen lassen das ich nach dem dünn werden auch schön werde
Mensch, ein völlig neuer Gedankenansatz... Dünn werden und bleiben kann man von alleine und ist total easy.... aha, dann bin ich mal wieder zu blöd etc als Dicke....
Ne OP zum Schlankwerden is urgs, aber die Haut-weg-nach Schlank-werden-OPs sind ok....und das Spaßprogramm soll inklusive Planung Ausführung etc die KK stemmen, nur weil du denen sagst, das du jetzt schlank wirst... Is Vollmond? Jedweitere Aussage spar ich mir jetzt, sonst krieg ich ne Abmahnung wegen totaler Unhöflichkeit....
sari0473
04.02.2011, 22:57
Mensch, ein völlig neuer Gedankenansatz... Dünn werden und bleiben kann man von alleine und ist total easy.... aha, dann bin ich mal wieder zu blöd etc als Dicke....
Hach, bigettchen, nach dem folgenden Satz gehste direkt in die Luft, wetten? Das Zauberwort heisst " mangelnde Disziplin "!! Kennste das auch?
Es kann doch nicht so schwer sein, Gewicht zu verlieren und danach sein Gewicht zu halten........dieser Satz treibt mich seit Jahren in den Wahnsinn! Ich weiss nicht wieviele Kilo ich in meinem Leben schon verloren habe, aber wenn man doch so einfach das Gewicht halten kann, warum um alles in der Welt, bin ich hinterher fetter als vorher? Vllt. bin ich eine einzige Fehlerquelle?
Eines habe ich durch diese Foren gelernt, obwohl es eigentlich logisch ist. Ich muss die Ursache bekämpfen, dann verringert sich, in meinem Fall, auch das Gewicht.
Ich werde mich niemals, egal wieviel ich mal wiegen werde, einer solchen OP unterziehen. Die Risiken sind mir zu hoch!
Elisabeth
04.02.2011, 23:14
Gewicht verlieren und das auch halten, erfordert eine Ernährungsumstellung auf Lebenszeit - und das klingt für mich nicht gerade sehr prickelnd. :(
...gehste direkt in die Luft, wetten?
Nö sari, null Chance, ich bin nich Schwindelfrei.....:baeh:
Außerdem war ich ma wieder schreibfaul... hinter meinem "blöd" steht noch nen "etc", das sollte alles wie , undizipliniert, falsches Essen, Gene, Krankheiten usw einschließen....:grins:
nicht schwindelfrei oder zu schwer? :zwinker:
Pffff, es gibt nix, was ein Schwerlastkran nicht heben könnte....:teufel:
MissSilver
05.02.2011, 09:38
Gewicht verlieren und das auch halten, erfordert eine Ernährungsumstellung auf Lebenszeit - und das klingt für mich nicht gerade sehr prickelnd. :(
Das klingt einleuchtend und logisch, funktioniert aber leider auch nicht. Generell ist meiner Meinung nach Ernährungsumstellung ein anderes Wort für Diät.
Elisabeth
05.02.2011, 15:58
MissSilver,
mir wurde das von meinem Hausarzt so gesagt - es wäre eben keine Diät, man solle eben nur die hochkalorischen Nahrungsmittel etwas reduzieren, nicht meiden, sonst kommt irgendwann die Fresslust und alles wäre umsonst.
Bewegung, wäre das A und O - aber gerade das kann ich eh nicht mehr so gut. Ich äußerte ihm gegenüber schon mal, dass man nach dem Sport doch besonders großen Hunger hat. Seine Meinung dazu war, man solle diesen Hunger dann mit "gesunden" und leichten Nahrungsmitteln stillen.
Er ist ein seeeeehr dünner Arzt, enorm gesundheitsbewusst und beweglich. Es ist häufig einfach so, dass dünne Menschen mit der Körperfülle, eines dicken nicht umgehen können, nicht verstehen können, auch wenn er als mein Arzt doch eigentlich weiß, dass meine ramponierte Gesundheit, mich letztendlich so dick gemacht hat.
Er drängt mich nicht abzunehmen, auch ist er gegen Crashdiäts - im Gegenteil, die würden die Bauchspeicheldrüse noch mehr schädigen und der Jojo Effekt, wäre so sicher wie das Amen in der Kirche - nein, er gab mir nur verschiedene Tipps und sagte auch ganz klar, dass so etwas nur auf Lebenszeit funktioniert. Mein Stoffwechsel ist allerdings so langsam, da funktioniert überhaupt nichts mehr.
Es ist so: ich trinke nur Tee oder Wasser, habe Diabetes und somit darf ich auch wirklich NICHTS Süßes essen oder trinken - ich spritze noch nicht und deswegen muss ich da sehr diszipliniert sein, bin aber trotzdem(!) dick, das macht mich oftmals so fertig!
MissSilver
05.02.2011, 19:11
Wie gesagt, klingt total logisch, aber ich glaube halt nicht daran. Ärzte hin oder her. Leider gibt es ja auch sehr viele Ärzte, die mit "Ernährungsberatung" "gesunde" Pülverchenshakes an den Mann/die Frau bringen wollen (das macht Deiner offenbar nicht, nur kommt das schon sehr oft vor).
Außerdem boomt der Beruf Ernährungsberater(in) in den letzten Jahren immens, damit kann offenbar viel Geld verdient werden.
Wenn Du selber sagst, Elisabeth, dass Du gesund isst, und es tut sich nichts gewichtsmäßig, dann unterstützt das einfach meine Meinung.
Und der Jojo kommt ganz sicher nicht nur bei Crash-Diäten...
Das klingt einleuchtend und logisch, funktioniert aber leider auch nicht. Generell ist meiner Meinung nach Ernährungsumstellung ein anderes Wort für Diät.
Sehe ich auch so.
Außerdem - wenn man das mal weiterdenkt: Was würde passieren, wenn man wirklich für den Rest seines Lebens total diszipliniert nur noch xyz Kalorien zu sich nehmen würde? Der Körper würde sich dran gewöhnen, dass es jetzt auf Dauer fast nix mehr gibt und entsprechend den Verbrauch immer weiter herunterfahren. Dann hat man dasselbe Problem wie vorher, aber immer noch weniger essen geht ja irgendwann nicht mehr...
Angelika_D
24.02.2011, 19:54
Sehe ich auch so....
Andersrum stimmt es auch: "dίaita und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensführung“/„Lebensweise“ verwendet". (wikipedia)
Das meint auch meine Diätologin. Sie berät auch viele Menschen, die wegen Diabetes, Nahrungsunverträglichkeiten, u.a. medizinischen Gründen ihr Essverhalten lebenslang durchziehen müssen.
Die übergewichtigen Menschen machen nur einen Teil ihrer Kundschaft aus.
***
Eine meiner Schülerinnen hat frei und offen im Unterricht erzählt, dass ihr Vater ein Magenband hat. Angeblich will er es sich wieder entfernen lassen, weil es ihm dabei nicht gut geht. Genauer wollte ich sie nicht ausfragen.
Auch der Internist, mit dem ich gesprochen habe, meinte, dass eine OP immer nur das allerletzte Mittel sein sollte und nur dann Sinn macht, wenn die Gesundheit durch das Gewicht bereits massiv Schaden zu nehmen droht.
Wenn also nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera übrig ist und der Leidensdruck enorm.
"dίaita und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensführung“/„Lebensweise“ verwendet". (wikipedia)
Das stimmt - nur wird der Begriff heutzutage eben leider nicht mehr in dieser Bedeutung verwendet...
Knallfrosch
28.02.2011, 14:02
ausser im Englischen. Da beschreibt Diet neutral die Ernährungsweise
ausser im Englischen. Da beschreibt Diet neutral die Ernährungsweise
Ich werd dran denken, falls ich mal auswandere... ;)
Knallfrosch
28.02.2011, 15:21
Ich werd dran denken, falls ich mal auswandere... ;)
naja, deren Essen ist für mich eh wie ne Diät :-D
naja, deren Essen ist für mich eh wie ne Diät :-D
Na, dann passt's ja wieder! :grins:
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