Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tod oder Leben
Hallo an alle,
ich bin schon grundsätzlich gegen so eine Magen - OP.
Ich habe schon so viel erlebt,durchgemacht und gelitten!
Und uns allen geht es so,das es schlußendlich um Tod oder Leben geht und dazu das "wie",also wie man lebt und leben kann,also das Thema "Lebensqualität"!
Mein maximal Gewicht war mal 240 kg,aber nach einem langem Klinikaufenthalt schaffte ich, ***Gewichtsdokumentation entfernt*** kg zu verlieren.Aber nun,nach einem 3/4 Jahr zu Hause marschiert das Gewicht "ohne Erbarmen" wieder nach oben!
In der Klinik ist man unter so einer Art "Käseglocke",abgeschottet von allen alltäglichen Belastungen.
Alles extrem regelmäßig.
Ich bin als liegend - Patientin dahin gekommen.
16 Wochen auf der Pflegestation.Dann noch ein halbes Jahr Einzelzimmer.
Und ich hab schon alle "Diät"-Maßnahmen hinter mir,auch eine BCM - Diät.
2000 war das,hatte ***Gewichtsdokumentation entfernt*** kg abgenommen,als ich dann mehrere Bandscheibenschäden bekam,mit irreversiblen Zerstörungen sagte mein Orthopäde,ich sei durch die "Diät" regelrecht "degeneriert",alle Muskeln und Bänder sind durch das Abnehmen eben mit verringert worden,er sagte "Essen sie wieder normal"-und da kam alles wieder ,und ,oh wie Wunder,wesentlich mehr drauf!
Ich muß dazu sagen,das ich einen Gendefekt habe,lauter massive Enzymstörungen,Diabetes,Herzsc hwäche,Gicht,Adenom in der Hyphophyse,
Hormonstörungen,Lymph-Lipödeme,Bluthochdruck,Asthma, Schlafapnoe,Orthopädie und die Psyche ist auch gestört-wen wunderts??
Partnerschaft mit einem Borderliner kommt dazu,heftig !Zwischen Liebe und Hass geht es immer hin und her!
Und da ist noch mehr!
Ich bin seit 2005 Berufsunfähig,Gerichtsstreitig keiten mit den Kassen!!
Ein irrer Prof der Gegenseite sagt,Abnehmen sei nur eine Sache des Willens,dabei zitiert dieser 80jährige seine eigenen Bücher aus den 60ziger Jahren!
Und ich bin und war nie eine ,die extrem gegessen hat.Auch heute habe ich noch ein Sättigungsgefühl!
Nur die ständigen Unterzuckerungen machen mir schwer zu schaffen,da kann ich nicht "Maß halten",da muß ich ausgleichen!Und auch mein Hirn ist oft total benebelt,erst durch "Essen" bin ich wieder im Leben und zu vernünftigen Handlungen in der Lage!
Nur der Alltag zu Hause ist total anders,da wird soviel gefordert.In der Klinik hatten die auch gesagt,ich solle in das benachbarte betreute Wohnen -aber da wäre ich total abgestellt,weg von meiner Familie,meinen Kindern!!
Das wäre auch kein Leben mehr!!
Nun ich habe in den vielen Kliniken und durch meine langen Aufenthalten sehr viele "Magenoperierte" erlebt!
Bestimmt live an die 30 - 40 Menschen!
Und ich lag mit einigen von diesen Mitmenschen auch wochenlang in einem Zimmer!
Und da war keiner,echt keiner! der nicht extrem litt!
Die kotzen,hatten Schmerzen und trotzdem waren da viele,die das vehement verteidigten.Aber ich sah auch,das es in der Psyche liegt,den es ist irreversibel!Und sie wollten das nicht sehen,sonst würde deren Psyche das nicht aushalten,alle warteten auf bessere Zeiten!
Da war einer ,der war von den Medien und OP-Prof`s protegiert.
Was bekam der auch für viele Vorteile,die die Normalen nie bekamen,trotzdem sah er aus wie der Tod,nahm immer mehr ab,lud sich massenhaft das Essen auf den Teller,dann wurde er bleich und verschwand für Stunden auf seinem Zimmer.Und das ,was er nicht mehr runterbekam legte er den anderen auf den Teller und rief,wieviel die da drauf hätten.
Er entwickelte einen ätzenden Charakter,vorher war er garnicht so,und trotzdem wurde er halt gelobt von der öffentlichen Seite,boah,140 kg in einem Jahr! Wie toll!Und hinter der Hand machten die Ärzte sich Sorgen,weil er immer mehr abnahm,da gehörte er schon zu den Magersüchtigen!
Da waren andere ,die waren nach 5-10 Jahren dicker wie je zuvor - 240 kg!
Andere nahmen von vorneherein nicht ab,man versuchte alles.Nur dazu fuhren sie (z.B) mit ihrem Rollstuhl auf die Toilette neben dem Speisesaal und man hörte das Stöhnen und kotzen,immer!
Da waren welche ,die hatten abgenommen,auch sehr viel,die hatten aber so schlimme psychische Störungen und Veränderungen in ihrem Charakter,das sie nun doch berufsunfähig waren.
Einer ist nun davon verstorben,nach 1 Jahr- Lungernembolie!
Ein anderer kam zu mir und legte die Hand auf meine Schulter ,er war ganz ausgemergelt :" Du,ich sage dir,nimm die Lügengeschichten nicht ernst,wenn diese OP so verherrlicht wird,schau mich an,seit 5 Jahren bin ich operiert-du,ich möchte mit dir tauschen!Dieser ewige Hunger und diese Schwäche ist die Hölle! Ich wandere nun durch die Kliniken,aber ich möchte so gerne wieder mal normal leben,was essen können,das es einfach schmeckt ohne Schmerzen und mal endlich,endlich wieder das Gefühl spüren ,satt zu sein!Weißt du,das mache ich lange nicht mehr mit,dann werde ich mich umbringen!Mach nie nie eine solche OP!!Sondern genieße dein Leben,lebe den Tag und danke,wenn du satt bist und du dich wohl fühlst!!"
Ein anderer aus Österreich war auch im Fernsehen,als Wunder betrachtet worden,mit 85 kg,nun wiegt er 280 kg!
Er sagte ,er habe angefangen,Schokolade und sonstiges zu "trinken".Dann habe sich mit den Jahren ein "neuer Magen" gebildet und nun kann er wieder alles essen,aber seitdem muß er alles schlingen,er hat sich gar nicht mehr im Griff.
Und einen Freund hatte ich,der wurde als "Not-OP" nach einem KOma sofort Magenoperiert,er war auch schon 61 und sehr lange dick,250 kg.
Er hat aber seine eigene Geschichte!Er lag nur noch zuhause,dort bekam er eine "Sepsis".Bei ihm war die OP die letzte Lösung,weil es keine andere Lösung gab,aber er liegt immer noch in verschiedenen Kliniken,seit fast 2 Jahren.Und er ist auch ein Ausnahmemensch,was hat der Mann gelitten,nach der OP,aber er hat dagegen gekämpft,er bekam eine Krankheit nach der anderen,nur dank seiner unerschütterlichen Kraft ist es zu verdanken,das er noch lebt.
Alle Zähne fielen aus,eine Sepsis nach der anderen .Meine Güte,sowas hätte ich nie ausgehalten,und dann die extrem vielen Schmerzmittel,kaum was half.Er bekommt hohe Dosen an Morphium - und dann wieder Darm und Magenschmerzen,dann machte er das Bett voll und so weiter und so fort.
Man muß dazu sagen,das er vor der OP gar nicht um sich gekümmert hatte,weil er so vernachlässigt worden war,von seiner Frau und auch von seiten der Renten versicherung und so weiter.
Nun,ich könnte noch viel mehr erzählen,aber die Zeit nach diesen OP`s ist weitaus schlimmer,als irgendwo beschrieben wird.Das kommt ja auch in keine Statistiken,diese Menschen landen in "irgendwelchen" Krankenhäusern,dort vegetieren sie dahin und werden in der Kartei nie als "Kranke wegen Magen-OP" geführt,sondern es sind immer andere Diagnosen,deswegen weiß man auch sowenig darüber,wie es wirklich aussieht!
Und die OP kann auch nicht die Psyche wegoperieren,danach muß man sein Leben auf diese OP-Folgen einstellen,aber niemand kann auf einen Schlag sei n Wesen derart ändern,zudem ist man auch abhängig von seinem Umfeld und wer so alles da ist,der einem dann beisteht!
Man weiß aus der Psychologie,das man ca 1,5 Jahre braucht,ehe sich eine geänderte Verhaltensweise manifestiert!
Und das soll eine OP dann lösen?? Und dann ändert sich auf einen Schlag soviel,das die meisten gar nicht mit klarkommen,die Psyche spielt verrückt und dann diese "Zwänge" ,die dann plötzlich der verstümmelte Körper ausübt!!
Und die alle wollen mit der OP sich nicht mit den Ursachen beschäftigen,sie sagen,das nähme einem die OP dann ja ab!Von wegen,aber es ist wohl in der Natur des Menschen,trotz offensichtlichem "Eigenleiden" das zu ignorieren!!
Ganz klar,Übergewicht ist nicht "Klasse" und erzeugt einen Leidensdruck.
Wie alle Folgen von Ursachen!Ein Herzinfarkt ist auch eine Folge und keine "Ursache",und da leidet man auch danach ,da ändert sich soviel!
Und man muß sich darum kümmern,ein gutes Netzwerk aufbauen und stets sich medizinisch kontrollieren lassen.
Und auch lernen,sich anzunehmen,trotzdem Schwimmen gehen,immer wieder es von neuem versuchen,sich selbst schick zu machen,seinen Alltag darauf abzustimmen.
Sonst würde ich z.B.bei meinen megavielen Erkrankungen nicht mehr leben,und ich habe nun eine Superblutbild,mein Diabetologe sagt,das sei das wichtigste,nur so ein Gewicht geht auf die Knochen und erhöht den Leidensdruck.
Und wir alle wissen auch nicht,wie wir dann entscheiden,wenn man auf einmal daliegt,wie mein Freund,ob dann so eine OP gut ist.
Es geht eben immer um "Tod oder Leben",und es ist immer eine Einzelfallsache,aber das danach sich das Paradies öffnet ist absolut zu verneinen!
Und dann wird man noch mehr durch den Körper "fremdbestimmt" wie zuvor im Dicksein!
Wir müßten also in einer "Käseglocke" leben,aber das ist lebensfremd.
Trotzdem sollte man erst einmal alles versuchen,was aus natürlicherweise möglich ist.
So eine OP ist höchstens dann sowas,wie wenn bei Diabetes der Fuß abgenommen werden muß-und auch da wird das solange wie möglich auch aus medizinischer Sicht hinausgeschoben.
Und bei mir ist das auch besonders belastet,denn meine jetzigen multiplen Erkrankungen bleiben auch nach der OP,z.B. ging der Blutdruck trotz massiver Abnahme überhaupt nicht zurück!
Und was macht man dann,wenn man wie ich so schnell unterzuckert?
Das kann dann sogar zusätzlich lebensgefährlich werden und man stirbt dann wegen sowas!!
Ich glaube sogar,das das bei vielen dann die Folgen sind,weshalb so viele danach so leiden,denn der Körper wird unterversorgt und man nimmt nur ab,weil man "verhungert"!!
Also,wie gesagt,das ist keine Patentlösung,sondern nur eine "extreme Notlösung ohne Konzept" sowie wirklich eine Geldmaschine für manch einen dieser Professoren und Kliniken,die ja auch unter dem Kostendruck leiden und so diese "Ware" wie heiße Semmeln verkaufen!!
Und zum Schluß muß ich noch darauf hinweisen,das es immer mehr Hinweise gibt ,das es sehr viel mit unserem Gehirn zu tun hat!Da gibt es die "Selfish Brain" Theorie(Prof.Peters,Uni Lübeck),also das selbstsüchtige Gehirn,d.h. ,wenn man also wie ich "Stoffwechselkrank" ist,wird das Gehirn unterversorgt.Es fehlt die nötige Sofortenergie!
Und man sagt sogar,das damit auch sogar "Demenz" herleiten läßt,weil das Gehirn unter ständiger Unterversorgung leidet!
Und ich weiß,was es bedeutet,ich spüre dies am eigenen Leib,wenn die Nahrung für das Gehirn fehlt,da hilft keine sogenannte Vernunft,sondern da muß sehr schnell,umgehend Energie her.
Erst dann wird man "Leistungsfähig" und kann wieder einigermaßen am Leben teilnehmen!!Und die Restenergie wird in den Zellen angelagert! Und man wir dick!!
Das ist eine der vielen Ursachen,aber auch eine sehr wesentliche!
Dicksein ist eine Folgeentwicklung!
Und läßt sich nicht wegoperieren!
Naja,ich will mal Schluß machen.Es wäre toll,wenn ihr mal so eure Gedanken dazu hier schreiben würdet.
Bis dann - Eure Ryana!:):five:
Ich kann diesen Text nicht lesen. Irgendwann sehe ich nur noch schwarze Flecken auf dem Bildschirm und verliere die Zeilen.
Schade.
Siehe auch hier (http://das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=6338).
Sonnenkuss
18.01.2010, 14:44
Geht mir auch so, aber die Dralle hat ja schon was dazu geschrieben.
Kanarienvogel
18.01.2010, 14:51
Ryana,
da hst du dir anscheinend wirklich was von der Seele geschrieben, wahrscheinlich ist es nur so aus dir "herausgeflossen".
Vielleicht kannst du an dem Beitrag nochmal was ändern bezüglich des Textflusses, oder ihn überarbeitet nochmal abschicken, ich bin sicher, dass du dann auch Feedback über den Inhalt bekommen wirst.
Liebe Ryana,
mein Computer zeigt deinen Text glücklicherweise fehlerfrei an.
Ich finde sehr erschütternd, was du schreibst und wünsche dir, dass sich deine gesundheitliche Situation wieder verbessern wird. Das Problem mit Unterzuckerungen habe ich auch, und daher stammt auch bei mir ein Großteil meines Übergewichts. Trat das bei dir schon vor deiner Diabeteserkrankung auf oder liegt das bei dir daran, dass du Insulin spritzen musst?
Dass Menschen nach so einer OP sich nicht mehr ausreichend ernähren können und dann regelrecht dahinvegetieren, kann ich mir gut vorstellen. Bei den geringen Mengen, die ein Operierter oft nur noch essen kann, kann man doch eigentlich nicht auf Dauer gesund bleiben bzw. werden.
Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du qualifizierte Hilfe findest und dass es dir bald wieder besser geht!
Alles Liebe
Grazia
elefäntchen
18.01.2010, 17:50
Hallo Ryana,
ich sehe das auch so wie du.
Auch wenn man eine Magen-OP über sich ergehen lässt, würde es nicht das Übel beseitigen. Klar, toll ! Man nimmt ab - aber zu welchem Preis! Ausserdem ändert sich nur der Körper(umfang) aber man ändert sich nicht selbst. Wenn man als dicker Mensch nicht "nein" zu einem Stück Kuchen sagen kann, kann man es auch nicht nach einer OP als dünner Mensch. Die Verhaltensweisen nach einer OP werden "draufgedrück" man ändert sein Verhalten aber nicht wirklich. Nicht innerlich.
Hoffentlich habe ich mich verständlich ausgedrückt.
lg
elefäntchen
Ich kann diesen Text nicht lesen. Irgendwann sehe ich nur noch schwarze Flecken auf dem Bildschirm und verliere die Zeilen.
Schade.
Siehe auch hier (http://das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=6338).
Hallo , tut mir echt leid ,das Du es nicht lesen kannst ! Aber ich habe mir die Mühe gemacht , auch nach Deinem Hinweis ( hier!! ) ,meinen Text übersichtlicher zu gestalten und stelle ihn in der Folge nochmals rein.Sage mir,ob Du es jetzt lesen konntest und danke für den Hinweis!
Ryana
Geht mir auch so, aber die Dralle hat ja schon was dazu geschrieben.
Hallo - auch für Dich kommt gleich die neue "Ausgabe".Ryana
Ryana,
da hst du dir anscheinend wirklich was von der Seele geschrieben, wahrscheinlich ist es nur so aus dir "herausgeflossen".
Vielleicht kannst du an dem Beitrag nochmal was ändern bezüglich des Textflusses, oder ihn überarbeitet nochmal abschicken, ich bin sicher, dass du dann auch Feedback über den Inhalt bekommen wirst.
Danke für Deine Info,wie ich auch Deinen Vorgängern mitgeteilt habe,hatte ich nun den Text überarbeitet,wäre schön,wenn das Feedback besser werden kann und Du mir Deine weitere Info gibst.
Du hast recht , es "floss" so richtig raus,weil ich mich mit den Gedanken schon lange trage und ich denke auch,wie geht es nur weiter??Aber da sind so viele verschiedene Baustellen,die kann so eine OP niemals "schließen"!
Mit lieben Gruß,
Ryana:):):)
:five:http://www.das-dicke-forum.de/forum/images/icons/icon9.gif Tod oder Leben
Hallo an alle,
ich bin schon grundsätzlich gegen so eine Magen - OP.
Ich habe schon so viel erlebt , durchgemacht und gelitten!
Und uns allen geht es so , das es schlußendlich an erster Stelle um Tod oder Leben geht und dazu das "Wie" , also wie man lebt und leben kann , also an zweiter Stelle steht das Thema "Lebensqualität"!
Mein Maximal-Gewicht war mal 240 kg , aber nach einem langem Klinikaufenthalt schaffte ich sehr viel von diesen Kg zu verlieren . Aber jetzt , nach einem 3/4 Jahr zu Hause marschiert das Gewicht "ohne Erbarmen" wieder nach oben!
In der Klinik ist man unter so einer Art "Käseglocke" , abgeschottet von allen alltäglichen Belastungen.
Alles extrem regelmäßig.
Ich bin als Liegend - Patientin dahin gekommen.
16 Wochen auf der Pflegestation.Dann noch ein halbes Jahr Einzelzimmer.
Und ich hab schon alle "Diät"-Maßnahmen hinter mir,auch eine BCM - Diät.
2000 war das gewesen , ich hatte da auch sehr viel abgenommen , als ich dann im „dünnen Zustand“ mehrere Bandscheibenschäden bekam , mit irreversiblen Zerstörungen , da sagte mein Orthopäde , ich sei durch die "Diät" regelrecht "degeneriert" , also alle Muskeln und Bänder sind durch das Abnehmen eben mit verringert worden , er sagte "Essen sie wieder normal" - und da kam alles wieder , und , oh welch Wunder , wesentlich mehr drauf!
Ich muß dazu sagen , das ich einen Gendefekt habe , lauter massive Enzymstörungen , Diabetes Herzschwäche , Gicht , Adenom in der Hyphophyse,
Hormonstörungen , Lymph-Lipödeme , Bluthochdruck , Asthma , Schlafapnoe , Orthopädie-Probleme ( Arthrosen usw ) , Fibromyalgie und die Psyche ist auch gestört - wen wunderts ??
Partnerschaft mit einem Borderliner kommt dazu , heftig !Zwischen Liebe und Hass geht es immer hin und her!
Und da ist noch mehr!
Ich bin seit 2005 Berufsunfähig , Gerichtsstreitigkeiten mit den Kassen !!
Ein irrer Prof der Gegenseite sagt , Abnehmen sei nur eine Sache des Willens , dabei zitiert dieser 80jährige seine eigenen Bücher aus den 60ziger Jahren !
Und ich bin und war nie eine , die extrem gegessen hat . Auch heute habe ich noch ein Sättigungsgefühl!
Nur die ständigen Unterzuckerungen machen mir schwer zu schaffen , da kann ich nicht "Maß halten" , da muß ich ausgleichen ! Und auch mein Hirn ist oft total benebelt , erst durch "Essen" bin ich wieder im Leben und zu vernünftigen Handlungen in der Lage!
Nun , der Alltag zu Hause ist total anders , da wird soviel gefordert . In der Klinik hatten die auch gesagt , ich solle in das benachbarte betreute Wohnen ( die befürchteten , das ich wieder zunähme - wie leider es auch die traurige Wahrheit ist ) - aber da wäre ich total abgestellt gewesen , weg von meiner Familie , meinen Kindern !!
Das wäre auch kein Leben mehr!!
Nun ich habe in den vielen Kliniken und durch meine langen Aufenthalten sehr viele "Magenoperierte" erlebt !
Bestimmt live an die 30 - 40 Menschen!
Und ich lag mit einigen von diesen Mitmenschen auch wochenlang in einem Zimmer!
Und da war keiner , echt keiner! der nicht extrem litt !
Die kotzen , hatten Schmerzen und trotzdem waren da viele , die das vehement verteidigten . Aber ich sah auch , das es in der Psyche liegt , denn diese OP ist irreversibel ! Und sie wollten das nicht sehen , sonst würde deren Psyche das nicht aushalten , alle warteten auf bessere Zeiten!
Da war einer , der war von den Medien und OP-Prof`s protegiert.
Was bekam der auch für viele Vorteile , die die „Normalen“ nie bekamen , trotzdem sah er aus wie der Tod , nahm immer mehr ab , lud sich massenhaft das Essen auf den Teller , dann wurde er bleich und verschwand für Stunden auf seinem Zimmer . Und das , was er nicht mehr runterbekam legte er den anderen auf den Teller und rief , wieviel die da aber drauf hätten.
Er entwickelte einen ätzenden Charakter , vorher war er gar nicht so , und trotzdem wurde er halt gelobt von der öffentlichen Seite , boah , 140 kg in einem Jahr ! Wie toll ! Und hinter der Hand machten die Ärzte sich Sorgen , weil er immer mehr abnahm , da gehörte er schon zu den Magersüchtigen!
Da waren andere , die waren nach 5-10 Jahren dicker wie je zuvor - 240 kg!
Weitere nahmen von vorne herein nicht ab , man versuchte alles . Nur dazu fuhren sie (z.B) mit ihrem Rollstuhl auf die Toilette neben dem Speisesaal und man hörte das Stöhnen und kotzen , immer !
Da waren welche , die hatten abgenommen , auch sehr viel , die hatten aber so schlimme psychische Störungen und Veränderungen in ihrem Charakter , das sie nun doch berufsunfähig waren.
Einer ist nun davon verstorben , nach 1 Jahr – Lungenembolie !
Ein anderer kam zu mir und legte die Hand auf meine Schulter , er war ganz ausgemergelt :
" Du,ich sage dir , nimm die Lügengeschichten nicht ernst , wenn diese OP so verherrlicht wird ,
schau mich an , seit 5 Jahren bin ich operiert – du , ich möchte mit dir tauschen ! Dieser ewige Hunger und diese Schwäche ist die Hölle ! Ich wandere nun durch die Kliniken , aber ich möchte so gerne wieder mal normal leben , was essen können , das es einfach schmeckt ohne Schmerzen und mal endlich , endlich wieder das Gefühl spüren , satt zu sein ! Weißt du , das mache ich lange nicht mehr mit , dann werde ich mich umbringen ! Mach nie , nie !! eine solche OP !! Sondern genieße dein Leben , lebe den Tag und danke , wenn du satt bist und du dich wohl fühlst !! "
Ein anderer aus Österreich war auch im Fernsehen , dort als Wunder betrachtet worden , mit 85 kg , nun wiegt er 280 kg!
Er sagte , er habe angefangen , Schokolade und sonstiges zu "trinken" . Dann habe sich mit den Jahren ein "neuer Magen" gebildet und nun kann er wieder alles essen , aber seitdem muß er alles schlingen , er hat sich gar nicht mehr im Griff.
Und einen Freund habe ich , der wurde als "Not-OP" nach einem Koma sofort am Magen operiert , er war da auch schon 61 und sehr lange dick , 250 kg.
Er hat aber auch seine eigene ,ganz spezielle Geschichte ! Er lag nur noch zu hause , dort bekam er eine "Sepsis" . Bei ihm war die OP die letzte Lösung , weil es keine andere Lösung gab , aber er liegt immer noch in verschiedenen Kliniken , seit fast 2 Jahren . Und er ist auch ein Ausnahmemensch , was hat der Mann gelitten , nach der OP , aber er hat dagegen gekämpft , er bekam eine Krankheit nach der anderen , nur dank seiner unerschütterlichen Kraft ist es zu verdanken , das er noch lebt.
Alle Zähne fielen aus,eine Sepsis nach der anderen kam , an den Beinen . Meine Güte , sowas hätte ich nie ausgehalten , und dann die extrem vielen Schmerzmittel , kaum was half . Er bekam hohe Dosen an Morphium - und dann wieder Darm und Magenschmerzen , dann machte er das Bett voll und so weiter und so fort.
Man muß dazu des weiteren sagen , das er vor der OP gar nicht um sich gekümmert hatte , weil er so vernachlässigt worden war , von seiner Frau und auch von Seiten der Rentenversicherung und so weiter.
Nun , ich könnte noch viel mehr erzählen , aber die Zeit nach diesen OP`s ist weitaus schlimmer , als irgendwo beschrieben wird . Das kommt ja auch in keine Statistiken , diese Menschen landen in "irgendwelchen" Krankenhäusern , dort vegetieren sie dahin und werden in der Kartei nie als "Kranke wegen Magen-OP" geführt , sondern es sind immer andere Diagnosen , deswegen weiß man auch so wenig darüber , wie es wirklich aussieht!
Und die OP kann auch nicht die Psyche wegoperieren , danach muß man sein Leben auf diese OP-Folgen einstellen , aber niemand kann auf einen Schlag sein Wesen derart ändern , zudem ist man auch abhängig von seinem Umfeld und wer so alles da ist , der einem dann beisteht ( oder eben nicht ) !
Man weiß aus der Psychologie,das man ca. 1,5 Jahre braucht , ehe sich eine geänderte Verhaltensweise manifestiert!
Und das soll eine OP dann lösen??
Und dann ändert sich doch wahrhaft auf einen Schlag soviel , das die meisten gar nicht mit klarkommen , die Psyche spielt verrückt und dann diese "Zwänge" , die dann plötzlich der verstümmelte Körper ausübt!!
Und fast alle ( Schätzungsweise 90 % ) mit so einer OP wollen sich nicht mit den Ursachen beschäftigen , sie sagen , das nähme einem die OP dann ja ab ! Von wegen , aber es ist wohl in der Natur des Menschen , trotz offensichtlichem "Eigenleiden" , das zu ignorieren !!
Ganz klar , Übergewicht ist überhaupt nicht "Klasse" und erzeugt einen , teilweise enormen , Leidensdruck.
Wie alle Folgen von Ursachen ! Ein Herzinfarkt ist auch eine Folge und keine "Ursache" , und da leidet man auch danach , da ändert sich auch schon soviel !
Und man muß sich darum kümmern , ein gutes Netzwerk aufbauen und stets sich medizinisch kontrollieren lassen , eben auch beim Übergewicht.
Und auch lernen , sich anzunehmen , trotzdem Schwimmen gehen , immer wieder es von neuem versuchen , sich selbst schick zu machen , seinen Alltag darauf abzustimmen.
Sonst würde ich z.B.bei meinen mega vielen Erkrankungen nicht mehr leben , und ich habe nun eine Superblutbild erreicht , mein Diabetologe sagt , das sei das wichtigste , nur so ein Gewicht geht auf die Knochen und erhöht den Leidensdruck.
Und wir alle wissen auch nicht , wie wir dann entscheiden , wenn man auf einmal daliegt , wie mein Freund , ob dann so eine OP gut ist.
Es geht eben immer um "Tod oder Leben" ,und es ist immer eine Einzelfallsache , aber das danach sich das Paradies öffnet ist absolut zu verneinen!
Und dann wird man noch mehr durch den Körper "fremdbestimmt" wie zuvor im Dicksein!
Wir müßten also in einer "Käseglocke" leben - ob operiert oder nicht - , aber das ist lebensfremd.
Trotzdem sollte man erst einmal alles versuchen,was aus natürlicherweise möglich ist.
So eine OP ist höchstens dann so etwas , wie wenn bei Diabetes der Fuß abgenommen werden muß - und auch da wird das solange wie möglich auch aus medizinischer Sicht hinausgeschoben.
Und bei mir ist es auch besonders belastend , denn meine jetzigen multiplen Erkrankungen bleiben auch nach solch einer Magen - OP , z.B. ging der Blutdruck trotz meiner massiven Abnahmen überhaupt nicht zurück!
Und was macht man dann,wenn man - wie ich - so schnell unterzuckert ?
Man kann dann nichts essen , weil dieser „OP-Magen“ es verhindert !!
Das kann dann sogar zusätzlich lebensgefährlich werden und man stirbt dann wegen so etwas !!
Ich glaube sogar , daß das bei vielen dann die Folgen sind , weshalb sie danach so leiden , denn der Körper wird unterversorgt und man nimmt nur ab , weil man "verhungert"!!
Also , wie gesagt , solch eine Magen-OP ist keine Patentlösung , sondern nur eine "extreme Notlösung ohne Konzept" sowie wirklich eine Geldmaschine für manch einer dieser Professoren und Kliniken , die ja auch unter dem Kostendruck leiden und so diese "Ware" wie heiße Semmeln verkaufen !!
Und zum Schluß möchte ich noch darauf hinweisen , das es immer mehr Hinweise gibt , daß das
Gewicht und die Zunahmen sehr viel mit unserem Gehirn zu tun haben ! Da gibt es die "Selfish Brain" Theorie ( Prof. Peters , Uni Lübeck ) , also das selbstsüchtige Gehirn, d.h. , wenn man also wie ich "Stoffwechselkrank" ist , wird das Gehirn unterversorgt . Es fehlt die nötige „ Sofortenergie“ !
Und man sagt sogar , das damit auch sogar "Demenz" herleiten läßt , weil das Gehirn unter ständiger Unterversorgung leidet !
Und ich weiß , was es bedeutet , ich spüre dies am eigenen Leib , wenn die Nahrung für das Gehirn fehlt , da hilft keine so genannte Vernunft , sondern da muß sehr schnell , umgehend Energie her.
Erst dann wird man "Leistungsfähig" und kann wieder einigermaßen am Leben teilnehmen !!
Und die Restenergie wird in den Zellen angelagert! Und man wird dick!!
Das ist eine der vielen Ursachen,aber auch eine sehr wesentliche!
Dicksein ist eine Folgeentwicklung!
Und läßt sich nicht wegoperieren!
Naja , ich will mal Schluß machen . Es wäre toll , wenn ihr mal so eure Gedanken dazu hier schreiben würdet.
Bis dann - Eure Ryana!:five::five::five::five: :daumen:
Liebe Ryana,
mein Computer zeigt deinen Text glücklicherweise fehlerfrei an.
Ich finde sehr erschütternd, was du schreibst und wünsche dir, dass sich deine gesundheitliche Situation wieder verbessern wird. Das Problem mit Unterzuckerungen habe ich auch, und daher stammt auch bei mir ein Großteil meines Übergewichts. Trat das bei dir schon vor deiner Diabeteserkrankung auf oder liegt das bei dir daran, dass du Insulin spritzen musst?
Dass Menschen nach so einer OP sich nicht mehr ausreichend ernähren können und dann regelrecht dahinvegetieren, kann ich mir gut vorstellen. Bei den geringen Mengen, die ein Operierter oft nur noch essen kann, kann man doch eigentlich nicht auf Dauer gesund bleiben bzw. werden.
Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du qualifizierte Hilfe findest und dass es dir bald wieder besser geht!
Alles Liebe
Grazia
Hallo Grazia,
vielen lieben Dank für Deine mitfühlende Antwort!Und es ist schön,das Du es lesen konntest!
Weißt Du,beim Schreiben hat auch mein Herz heftig "geflackert"!
Nun zum Insulin : Es wurde Diabetes festgestellt,als ich nach meiner "ersten " großen Diät wieder so zugenommen hatte!
Metformin und ähnliches vertrug ich nicht , extremste Bauchschmerzen und unaufhaltbare Durchfälle , es war so furchtbar , das es mich heute noch schmerzt,wenn ich daran denke!
So bekam ich die Tabletten "Novonorm",aber ich brauchte dann bis 16 Stück und mehr am Tag,trotzdem war der Zucker bei "600".
So kam ich in eine Klinik,als Notfall!Dort sofortige Umstellung auf Insulin,Novorapid.
Klasse,dachte ich,endlich den Zucker im Griff!
Aber was kam ? Erst langsam,aber dann unaufhaltsame Zunahme!
Nichts half,war bei mehreren Diabetologen,Kliniken etc - da wurde ich zur "Extremadipösen"!
Zuletzt brauchte ich 1000 Einheiten pro Tag! Trotzdem hatte ich einen Hb1c von 10 !!
Erst in der letzten Klinik stellte mich eine Fachärztin um auf Actos!
SIe sagte,das sei zwar extrem teuer,aber es sei super,denn es quetscht nicht die Bauchspeicheldrüse auf,wie die anderen Tabletten und es ist auch nicht zuviel Insulin im Blut,wie wenn man spritzt , sonder es "schließt" die Zellen auf!
Sie gab mir auch die doppelte Dosis,als angegeben,aber bei so einem Wahnsinnsgewicht sei das nötig,sie nahm das auf ihre Kappe!
Ich nahm auch ab,aber zuhause kam wieder alles drauf,weil nun mal der Körper zum einen wohl zu seinem bisherigen Maximum "zurück " will,dieser sogenannte "Setpoint" und zum anderen es zuhause alles anders ist und man mit Actos wieder heftigste Unterzuckerungen bekommt - aber bei einem Hb1c von 5,2!!
Liebe Grüße von Ryana:fluester::)
Hallo Ryana,
ich sehe das auch so wie du.
Auch wenn man eine Magen-OP über sich ergehen lässt, würde es nicht das Übel beseitigen. Klar, toll ! Man nimmt ab - aber zu welchem Preis! Ausserdem ändert sich nur der Körper(umfang) aber man ändert sich nicht selbst. Wenn man als dicker Mensch nicht "nein" zu einem Stück Kuchen sagen kann, kann man es auch nicht nach einer OP als dünner Mensch. Die Verhaltensweisen nach einer OP werden "draufgedrück" man ändert sein Verhalten aber nicht wirklich. Nicht innerlich.
Hoffentlich habe ich mich verständlich ausgedrückt.
lg
elefäntchen
Halloo Elefäntchen!
Ja,so ist das genau,wie Du sagst!
Man "verschmachtet" dann regelrecht.
Und es kommt zusätzlich auch darauf an,an wieviel Baustellen man arbeitet!!
Und über die muß man sich erst mal im Klaren sein.
Eine Baustelle ist auch das "Stück Kuchen" zu dem man nicht "nein" sagen kann - und wieso man dann dazu greift,da tun sich noch mehr Baustellen auf!!
Da gibt es körperliche und seelische Ursachen!!
Und das mit dem "Essen" hat soviel mit Liebe und Liebesentzug zu tun!
Und das macht alles die "OP" weg???WAS BITTE IST DAS??
Du,ich wurde mit der Zeit erstmal über meine verzwickten Baustellen klar,der helle Wahnsinn!
Und mein größtes Grundübel ist,das ich nicht "Grenzen" setzen kann!
Jemand sagte heute zu mir ,ich sei innerlich wie äußerlich eben "grenzenlos"!
Sie sagte das als Therapeuten und in aller Freundschaft und mit Verständnis für meine Situation gesagt!
Ja - ich verstehe so viele -aber wer versteht mich???
Das was wir hier schreiben,will in meiner Familie niemand hören!
Ich würde nur mein "Dicksein" verteidigen wollen!
Und dann noch in so einem Forum,eine Gestörte unter Gestörten!
Peng,das saß mal wieder - sorry,das ich das mit hier rein bringe,aber es belastet mich gerade so!
Bis dann - alles Liebe Ryana!:(:(:(:(:(:(:(:(
Liebe Ryana,
ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Das Unterzuckerungsproblem ist in der Tat ein Teufelskreis, aus dem man irgendwie ausbrechen muss - fragt sich nur, wie.
Wie schnell nach dem Essen treten bei dir die Unterzuckerungen auf und was genau isst du dagegen? Wie tief fällt dein Blutzuckerspiegel? Mir geht es oft so, dass ich bereits leichte Symptome spüre, obwohl ich noch weit von einer echten Unterzuckerung entfernt bin.
Metformin habe ich übrigens auch nicht vertragen und ich nehme jetzt ebenfalls Actos.
Wurde bei dir mal überprüft, ob du durch Actos evtl. Wasser eingelagert hast? Das ist nämlich leider eine häufige Nebenwirkung des Mittels. Actos kann u.a. daher leider zur Gewichtzunahme führen.
Liebe Grüße
Grazia
Und über die muß man sich erst mal im Klaren sein.
Eine Baustelle ist auch das "Stück Kuchen" zu dem man nicht "nein" sagen kann - und wieso man dann dazu greift,da tun sich noch mehr Baustellen auf!!
Das ist auch so ein Problem von mir. Schlimm genug, dass ich rasende Fressanfälle kriege (gottseidank schon seit ein paar Monaten nicht mehr), ich kann auch so schlecht nein sagen.
Liegt es daran, dass ich den Anderen nicht vor den Kopf stoßen will (Schwiegermama hat sich so viel Mühe mit dem Kuchen gegeben.), oder dass ich immer noch das brave Mädchen sein will, das den Teller schön leer isst? Habe ich Angst, dass ich nicht mehr geliebt werde, wenn ich mich auflehne? Im Beruf lege ich mich mit den dicksten Bossen an, aber zu Hause traue ich mich nicht, schön blöd, was?
Aber dieses selbstschädigende Verhalten wird durch eine OP doch nicht abgestellt! Ich hätte doch die gleichen Gewissensbisse wie vorher, wenn ich den Teller nicht leer esse....
silentsound
19.01.2010, 15:45
Zu Unterzuckerung kann ich gar nichts sagen - ich kenne es zum Glück nicht aus eigener Erfahrung.
Zu den OP´s muß ich sagen, dass ich persönlich viel zu große Angst vor einer so großen Veränderung in meinem Körper hätte - auch allein das OP Risiko wäre mir persönlich viel zu groß.....manchmal ist es schon verlockend, wenn man hört, sieht oder liest, wie schnell manche dann doch abnehmen oder abgenommen haben.
Es gibt sicherlich med. Indikationen, die eine OP im Einzelfall rechtfertigen - was ich aber nun aus meinem ehemaligen Bekanntenkreis höre, läßt mir die Frage aufkommen, ob ich bald die einzige bin, die nichts an sich machen läßt.
Ich war vor vielen Jahren in einem Schwimmverein extra für Übergewichtige. Ein tolles Angebot - endlich ohne Scham AquaJogging o.ä. machen zu können. Zu der Bademeisterin habe ich heute noch Kontakt. Den Verein gibt es nicht mehr, aber die Leute treffen sich noch regelmäßig zum Klönen. Von den ca. 8 Stammschwimmern haben mittlerweile 5 Leute eine MagenOP hinter sich und nehmen alle stark ab. Ein Pärchen hat angefangen - und die 3 anderen sind aufgrund dessen ebenfalls zum Arzt und haben die Genehmigungen relativ schnell erhalten.
Das was wir hier schreiben,will in meiner Familie niemand hören!
Ich würde nur mein "Dicksein" verteidigen wollen!
Und dann noch in so einem Forum,eine Gestörte unter Gestörten!
Peng,das saß mal wieder - sorry,das ich das mit hier rein bringe,aber es belastet mich gerade so!
Bis dann - alles Liebe Ryana!:(:(:(:(:(:(:(:(
Das will nicht nur in diesem Fall Deine Familie nicht hören, dass wollen viele nicht hören, oftmals nicht einmal Ärzte.
Und eine "Gestörte unter Gestörten"?
Ja, stimmt.
Wenn jemand einen Schnupfen hat, dann ist sein Körper ja schon in seiner Funktion gestört. Ebenso ist der Körper gestört, wenn er Nahrung nicht richtig verstoffwechselt. Und wenn jemand aus Einsamkeit, Traurigkeit, Hilflosigkeit oder sonst einem Drang heraus zum Essen greift, dann ist der Körper oder auch die Seele (und infolge auch der Körper) gestört.
Aber,
ist es nicht eigentlich menschlich und normal, Verständnis zu haben? Und wenn ein Mensch dieses Gefühl nicht kennt, ist er nicht gestört?
Wenn sich jemand bis zur Unkenntlichkeit operieren lässt, ist er nicht gestört?
Wenn er sich kranke und unechte Menschen zum optischen Vorbild nimmt und mit allen Mitteln versucht ihnen zu gleichen, ist er nicht gestört?
Davon, dass viele Menschen immer oberflächlicher werden, Gefühle gedeckelt werden und "cool sein" besser ankommt als ehrliche Gefühle, das Äußerlichkeiten einen Menschen aus machen und nicht sein Herz, sein Charakter, von diesen Störungen will ich gar nicht reden.
In meinen Augen sind wir alle mittlerweile in der einen oder anderen Art gestört, zum einen schon deshalb, weil wir in einer gestörten Natur leben.
Unsere Körper müssen immer mehr Gifte aushalten, von denen wir nicht wissen, was sie mit uns machen/welche Störungen sie auslösen.
Was also heißt es, gestört zu sein?
Fräulein Wunder
19.01.2010, 17:35
Und eine "Gestörte unter Gestörten"?
Ja, stimmt.
Also, ehrlich gesagt, sprich da bitte nur für Dich selbst: ich bin dick ... aber nicht gestört.
Ich finde das eher eine handfeste Beleidigung, die man sich nicht gefallen lassen sollte, weil da ziemlich eindeutig nicht von Ryanas "gestörtem Stoffwechsel" gesprochen wird, sondern davon, dass sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, weil sie nicht einfach jede Diät, jede OP oder Maßnahme gut heisst, sondern versucht auf ihren Körper zu hören.
Ich denke das ist ja gerade das Problem, dass so viele Menschen Dicken einfach nicht zutrauen, dass sie gut für ihren Körper sorgen (können).
"Die ist dick, mit ihr muss ja was nicht stimmen".
Konsequenz: wer sich selbst nicht helfen kann, dem muss dann notfalls mit einer OP geholfen werden. Wer selbst nicht weiß wieviel er essen darf, den muss man dazu zwingen.
Damit degradiert man aber dicke Menschen und bringt das Problem auf den möglicht einfachsten Nenner.
@ Fr. Wunder
(o.T. Wieso weiß ich schon vorm lesen, das Du, wenn Du auf ein Post von mir reagierst, praktisch immer ein Haar in der Suppe findest? Und das, obwohl ich keine Hellseherin bin! :-D)
Ich bitte Dich meinen Satz oben nicht ohne die folgenden Sätze - also aus dem Zusammenhang - zu zitieren, denn dem Satz folgt ein "Wenn".
Erst die folgenden Sätze erklären, was ich meine.
Danke.
Knallfrosch
19.01.2010, 17:51
Zitat:
Und auch mein Hirn ist oft total benebelt , erst durch "Essen" bin ich wieder im Leben und zu vernünftigen Handlungen in der Lage!
Das fand ich ziemlich interessant. Wenn es nicht am Blutzuckerspiegel hängt, dann hört sich das nach Essen als Droge an. So wie manche Alkoholiker die einen bestimmten Spiegel halten müssen damit sie kar denken können.
Wenn du Essen als Droge benutzt dann gelten für dich die gleichen Regeln wie für Drogenabhängige. Ein Alkoholiker kann auch nicht einfach weniger trinken, er ist krank und braucht Hilfe.
Übrigens - ich hab keine Probleme mit dem Essen (von wegen Gestörte unter Gestörten). Ich stimme Itsme zu, dass wir alle gestört sind weil wir nicht "artgerecht" gehalten werden, im übertragenen Sinne. Und das ist eine natürliche Reaktion. Wer wirft den ersten Stein? Ich rauche wie ein Schlot. Ich weiss dass das extrem schädigend für mich und meine Umwelt ist und mache es trotzdem. Welche verborgenen Probleme haben deine Bekannten? Als ob es darum ginge.
Das fand ich ziemlich interessant. Wenn es nicht am Blutzuckerspiegel hängt, dann hört sich das nach Essen als Droge an. So wie manche Alkoholiker die einen bestimmten Spiegel halten müssen damit sie kar denken können.
Wenn ich Ryana richtig verstanden habe, liegt das bei ihr aber am Blutzuckerspiegel, der zu tief absinkt. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, dass man dann nicht mehr klar denken kann und essen muss.
Liebe Grüße
Grazia
elefäntchen
19.01.2010, 18:39
Wenn ich Ryana richtig verstanden habe, liegt das bei ihr aber am Blutzuckerspiegel, der zu tief absinkt. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, dass man dann nicht mehr klar denken kann und essen muss.
Liebe Grüße
Grazia
..bin keine Diabetikerin, aber reicht es denn dann nicht, wenn man ein paar Traubenzuckerplättchen isst?
Fräulein Wunder
19.01.2010, 18:43
@ Fr. Wunder
(o.T. Wieso weiß ich schon vorm lesen, das Du, wenn Du auf ein Post von mir reagierst, praktisch immer ein Haar in der Suppe findest? Und das, obwohl ich keine Hellseherin bin! :-D)
Weil wir sehr, sehr unterschiedliche Menschen sind, itsme. Wobei ich das "Haar" in der Suppe ziemlich frech finde, denn ich suche nicht gezielt nach Stolpersteinen, habe nur einfach andere Überzeugungen, Erfahrungen und Erlebnisse als Du.
Ich empfinde es eher als Bereicherung wenn mich ein Posting zum nachdenken und widersprechen bringt, oder wenn eine Diskussion entsteht und wenn mich ein anderer auf weitere Aspekte eines Problems aufmerksam macht. Als Bereicherung, weil mich dazu bringt meinen Kopf zu benutzen. Wenn ich nur Applaus geben soll oder darf ist ein Forum für mich uninteressant. Warum sollte ich mich nur mit Dingen auseinandersetzen, denen ich eh schon zustimme und die ich eh schon toll finde?
Aber vielleicht unterscheiden wir uns eben auch darin.
Ich habe selten den Gedanken: Mensch da hat sie aber Recht, die itsme - das stimmt. Das liegt aber nicht daran, dass ich Dich so doof finde, sondern daran, dass wir uns extrem unterscheiden. Jeder Jeck ist anders.
Ich habe Dein Posting gründlich gelesen, Du meines auch? :)
Denn aus meinem Beitrag geht hervor, dass ich eben schon das Annehmen das Begriffs "gestört" als falsch empfinde. Wie gesagt (auch nochmal an Knalle): ich empfinde mich nicht als gestört, sondern als ziemlich klar in Kopf und Körper ... ich hatte schwere Esstörungen, die mich sehr dick gemacht haben. Jetzt lebe ich aber mit konstantem Gewicht und behandle meinen Körper sehr gut. Als gestört empfinde ich mein Verhältnis zu meinem Körper und zum Essen nicht mehr. Dick bin ich trotzdem. Ich hoffe wenigstens hier kann das akzeptiert werden. :)
Wenn Euch das anders geht, ist das ja völlig in Ordnung, nur wie gesagt itsme (Stichwort: gründlich lesen) bitte sprich dann für Dich selbst und nicht für alle. Wenn Du eine "Gestörte" bist ... gut, ich bin es nicht und ich möchte mich nicht so nennen lassen.
Weder von Ryanas Familie noch von Dir. Von daher stimmt für mich der Satz "Gestörte unter Gestörten" einfach nicht. Ebenfalls: Danke. :)
..bin keine Diabetikerin, aber reicht es denn dann nicht, wenn man ein paar Traubenzuckerplättchen isst?
Um die akute Unterzuckerung zu beheben, genügt das - da Traubenzucker allerdings ganz schnell ins Blut geht, dauert die Wirkung nicht sehr lange an, so dass man im Anschluss schon etwas Richtiges (z.B. ein Brot oder eine Banane) essen sollte. Um Unterzuckerungen in ungünstigen Situationen schon gleich zu vermeiden, fängt man (zumindest ich) dann irgendwann an, schon mal prophylaktisch etwas zu essen und das geht natürlich auf's Gewicht.
Liebe Ryana,
ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Das Unterzuckerungsproblem ist in der Tat ein Teufelskreis, aus dem man irgendwie ausbrechen muss - fragt sich nur, wie.
Wie schnell nach dem Essen treten bei dir die Unterzuckerungen auf und was genau isst du dagegen? Wie tief fällt dein Blutzuckerspiegel? Mir geht es oft so, dass ich bereits leichte Symptome spüre, obwohl ich noch weit von einer echten Unterzuckerung entfernt bin.
Metformin habe ich übrigens auch nicht vertragen und ich nehme jetzt ebenfalls Actos.
Wurde bei dir mal überprüft, ob du durch Actos evtl. Wasser eingelagert hast? Das ist nämlich leider eine häufige Nebenwirkung des Mittels. Actos kann u.a. daher leider zur Gewichtzunahme führen.
Liebe Grüße
Grazia
Hallo Grazia,
hm , ja ,das ist schon ein Wahnsinns-Problem! Das kommt auf die Situation und auf die Mahlzeit an,sowie an die Schwere der Diabetes und das Gewicht,das man dabei hat.Auch die Art der Bewegung , besser sogar Beschäftigung nach der Mahlzeit ist zu beachten!
In der Theorie wurde da mir schon sehr viel erzählt , aber die Wahrheit kommt im Alltag!
So ein Patent-Rezept gibt es wohl nicht , es ist halt der "Regelkreis des Körpers" stark gestört - und so wie der Körper das bei Gesunden regelt bekommt man es nicht annähernd hin.
Entweder man ißt sogleich "mehr Kohlenhydrate" um die "Durststrecke" bis zur nächsten durchzuhalten,dabei müssen die Uhrzeiten des Essens auch noch strickt eingehalten werden.
Aber das "Zuviel" geht auf die Rippen.
Oder man sorgt dafür , das man immer eine Notration mit hat.Ich habe dafür "Jubin" in der Handtasche.Ist besser als Traubenzucker,weil es noch schneller wirkt und auch bei trockenem Mund .Und in der Not ist man schon des öfteren unvorsichtig,bei mir geht das manchmal "rasant".
Da habe ich mich an dem trockenen Pulver vom Tr.zucker verschluckt.Geht gar nicht!
Und es kommt ja immer anders,als man denkt! Stau auf der Straße, akute Probleme in den Beziehungen,Streit,Aufenthalte ,ein Termin dauert länger, man hat was vergessen - und so weiter ,schon dauert alles viel länger,da ist der Unterzucker!Da reichte manchmal sogar nicht das Jubin,hatte totale Schwächeanfälle,konnte nicht mehr laufen : da trinke ich dann halt Cola,geht nicht anders.Und danach bin ich total fertig,alle Muskeln tun weh,wie nach einem Marathonlauf!
Man kann das Leben nicht so stur organisieren oder durchziehen,wie es die Erkrankung eigentlich vorgibt!
Heute war wieder so ein Tag!Nachts hatte ich Bauchschmerzen,der Morgen war daher schon chaotisch,dann kam die Sozialberaterin für meine Tochter,dazwischen "platzte" mein getrennt lebender Partner rein,riesen aufruhr,Streit,plötzlich erschienen lauter Jugendliche in der Wohnung-meine Kleine Tochter hatte heute frei und bekam lauter Besuche!
Meine Mutter rief immerfort an,warum denn der Partner käme,der dürfe hier nicht mehr erscheinen.
Hastig eine Suppe zu Mittag gegessen,da kam schon eine Nachhilfe,die sich natürlich verspätete,sie stellte sich vor,weil die "Alte" auf einmal das Doppelte pro Stunde verlangte,alles verschob sich,ich fuhr danach quer durch Wuppertal zu meinem Psychologen zum Gespräch - wir sprachen über soviel,ich war total aufgeregt-Thema "Grenzen setzen" -mittendrin schwanden mir die Sinne : Unterzucker!Jubin geschluckt!Half nicht genügend,denn ich mußte noch Geld holen und einkaufen.
Was blieb mir übrig? McDrive,1 Cola getrunken und dann mir noch ein Eis gegönnt,auch für die Seele,um mich wieder hochzufahren und durchzuatmen.
Es war nun schon 18 Uhr,aber es geht eben nicht anders,so sind die Zwänge des Alltags!Erst jetzt kam dann das Einkaufen!Zum Abendbrot kam ich erst um halb Acht!Und so weiter und so fort!!
Es ist zum "Mäuse melken"!
Und wenn man einen Körper mit weit über 200 kg zu bewegen hat,da ist auch ein riesiger Leistungsaufwand nötig,das ist das Fatale!
Und mit Actos friere ich auch gewaltig,bei Insulin habe ich immer "gedampft".
Daher macht mir auch diese jetzige Kälte schwer zu schaffen,noch mehr Unterzuckerungen.
Symptome bereits bei "Normalwerten" ?-naklar , das kenne ich,aber das war mehr in der Zeit des Insulins,da hatte ich schon "Unterzucker" bei 140!
Nun beginnt das ab unter 80.Und das geht so schnell,manchmal "Kaskadenartig" runter!
Schnell auch unter 40!!
Da bin ich meistens nicht mehr in der Lage ,zu messen!
Besonders Angst habe ich vor dem " Dead in Bed" wie ich neuerdings von einigen Fachleuten gehört habe.Ich esse also immer noch was vor dem Schlafengehen,2 - 4 Äpfel,Bananen oder auch schon mal Salzbrezeln,diese Kohlenhydrate "halten" länger als Süßes!
Actos und Wassereinlagerung : da ist was dran!Zwar hatte ich auch vorher Lip-Lymphödeme,ist auch Veranlagerung und kommt desweiteren noch von meiner "Histaminose",aber es ist schlimmer geworden,daher bekomme ich Lymphdrainage und 2 x in der Woche die Unterschenkel gewickelt,die sind auch verfärbt!
Und so eine Lymphsalbe.Danach sind die Beine richtig "dünn",und ständig muß ich auf das WC!!
Da sieht man - das ist Wasser,denn Fett kann man nicht "wegbinden"!
Wasser habe ich auch überall,die Hände schmerzen richtig!
Aber meine Ärzte sagen,wenn ich das ständig machen lasse und überwache,ist das keine Gefahr.
Nun denn !!??!!
Die Gewichtszunahme bei Actos sehe ich hauptsächlich in der Problematik der Unterzuckerungen und der dabei zusätzlich zugeführten Kalorien,aber auch in dem "JOJO" - Effekt im Allgemeinen,da überlagert sich so vieles!!
Denn als mein Hb1c-Wert unter die Marke "6,5" ging,begann ich wieder zuzunehmen!
Und trotzdem fiel dieser Wert noch weiter und weiter!!Verrückt!
Ich hoffe,es hilft Dir bei Deinen Überlegungen,vielleicht kommst Du ja auch auf eine ganz andere,neue Idee....???
Liebe Grüße , Ryana.:daumen::daumen:
Hallo Ryana, es tut mir leid, dass du in so einem Teufelskreis gefangen bist. Wie du da raus kommst, kann ich dir leider keinen Tipp geben. Wie wurde denn dein Zucker in der Klinik eingestellt, da hattest du doch keine Unterzuckerungen. Wäre ein erneuter Aufenthalt nicht sinnvoll? Weiss dein Diabetologe von diesem Problem? Denn die Laborwerte alleine zeigen deinen jetzigen Zustand ja nicht.
Dass der Altag sehr beschwerlich ist mit deinem Gewicht kann ich mir sehr gut vorstellen, ich bin dagegen ein Leichtgewicht und mir tun nach etwas Gartenarbeit schon alle Knochen weh. Wie kommst du mit deinem Haushalt zurecht, hast du da wenigstens Hilfe? Uns wie kommen die Kinder mit der ganzen Situation klar?
Ich finde es sehr gut, dass du in Therapie bist. Es ist für dich der einzige Weg, eine chirurgische Maßnahme hast du ja für dich ausgeschlossen.
Wäre eine Therapie in einer Klinik für Essgestörte nichts für dich?
Entschuldige, dass ich so viele Fragen gestellt habe statt dir Antworten zu geben.
LG
Evi
Hallo Ryana,
ich kann eigentlich bei dem Thema Zucker gar nicht mitreden, aber beim lesen Deines States fiel mir ein, dass mir eine Bekannte erzählte, sie habe immer apfel und Banane dabei, so dass sie im Notfall damit entgegen steuern kann. Wäre das nicht eine gesunde und kaloarme Alternative für Dich?
Nordlicht
20.01.2010, 10:30
Wenn ich so diese Beschreibungen lese, was gegessen wird, dass ständig Unterzuckerungen bekämpft werden müssen, wie extrem das ist... Auch wenn Umstellungen schwierig sind - wäre es nicht besser/gesünder, nach Möglichkeit Sachen zu essen, die den Insulinspiegel nicht so stark schwanken lassen? So scheint mir das Ganze recht unkontrolliert zu sein.
Der Blutzucker wird aber nicht nur durch Nahrungszufuhr beeinflusst, sondern auch durch körperliche Bewegung oder Psycho-Stress. Wenn die emotionale Situation so belastet ist wie beschrieben, ist der Blutzuckerspiegel nicht mehr vorhersehbar. Ich glaube, dass in der belastenden Situation auch mit ein wichtiger Faktor für die Erkrankung liegt.
Der Blutzucker wird aber nicht nur durch Nahrungszufuhr beeinflusst, sondern auch durch körperliche Bewegung oder Psycho-Stress. Wenn die emotionale Situation so belastet ist wie beschrieben, ist der Blutzuckerspiegel nicht mehr vorhersehbar. Ich glaube, dass in der belastenden Situation auch mit ein wichtiger Faktor für die Erkrankung liegt.
Hallo Sophie -
Du triffst den Nagel auf den Kopf!
Danke für Dein "Statement"!
Genauso geht es mir!
Da ist nichts vorhersehbar!Und daher auch so fatal!
Ich stehe in verschiedenen emotional schwer belastenden Situationen und Fronten!
Man glaubt echt nicht,wie extrem stark der Körper reagiert!
Mein Gehirn denkt dann immer mehr "für sich alleine",alle Menschen ,mit denen ich in Beziehung stehe ,reden da automatisch,ich sage dann immer "es denkt mich"!
Und das macht mich total fertig!
Und wenn das Gehirn auf Hochtouren arbeitet,dann verbraucht es enorm Energie!
Nicht umsonst haben die Menschen im Krieg eine Extra-Portion Schokolade bekommen,wenn sie "denkend" tätig waren!
Das weiß man eigentlich schon lange!
Nur manchmal merke ich,das solche "alten Erkenntnisse" wieder auch in der "Wissenschaft" in Vergessenheit geraten!
Gerade soeben las ich folgendes Zitat :
Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut schlafen,
wenn man nicht gut gegessen hat!
(Virginia Woolf)
Und das gilt für den "gesunden" Menschen!
Wieviel mehr schlimm ist das ,wenn man dann Stoffwechselkrank ist!
Die ganzen Regelkreise sind gestört.
Und das wirkt sich dann an verschiedenen Stellen aus!
Und solch ein dicker Körper verlangt von dieser Energie besonders viel,ich will nicht nur liegen,unternehme daher viel,bin immerfort "auf Achse",aber der Körper muß in der Gesamtheit dazu in der Lage sein!
Ich kann nicht ohne Essen morgens anfangen,tätig zu werden!
Mir hilft auch keiner,nach einer Nacht ist mein Zucker so sehr weit unten.
Die Muskeln schmerzen,ich bin desorientiert,ganz schwindelig,kann keinen vernünftigen Gedanken machen.
Ich habe leider noch mehr "Regelkreislauf"-Störungen,die wirken zusammen,aber immer unterschiedlich,das heißt ich unterliege von da noch weiteren schlimmen Schwankungen.
Und wenn ein Mensch "Schmerzen" hat,wie Migräne,aber man was erledigen muß,da nimmt er was ein!
So ist das auch bei mir,das heißt,ich muß regelrecht das "Essen" einnehmen.
Und ich kann dann nur wie ein sturer Roboter handeln,da muß alles an seinem Platz sein,die Tasse rausstellen,den Kaffe kochen,alle Handhabungen muß ich "denken",da läuft nichts automatisch!
Ich erleide dann auch an einem heftigen Stress,weil alleine das Anziehen und Frühstücken ich angestrengt denken muß!!
Da darf aber nichts stören,dann geht gar nichts mehr!
Ich esse immer dasselbe am Morgen,da ich nicht das nicht anders kann!
Immer Vollkornbrot mit Halbfettmargarine von DELI,Diabetikermarmelade,eine Tasse Soamilch mit Kakao,1 Banane und 2 Mandarinen,1 Tasse schwarzen Kaffe mit Süßstoff .Dann ganz langsam essen und langsam,ganz langsam kommt mein Bewußtsein,ich weiß erst dann richtig,was für ein Tag ist u nd lese dann auf meinem Terminkalender,was heute wichtiges ansteht!!
Und dann sind 2 Std. nach dem Wecker vergangen.!!
Und dann kommt der Tag,mit all den Belastungen,die Bewegung verlangt wieder soviel ab,die Auseinandersetzungen,mein näher kommender "Prozeßtag" wegen der BU und der Beziehungsstress verlangen mir massiv Energie ab!
Und man kann die Termine nie so legen,das alles "Regelmäßig" läuft,wenn ich wie heute nur im Auto unterwegs sein muß,kann ich nur zwischendurch Mittag essen,heute klappt nur "McDrive",da extrem wichtiges ansteht und ich es nicht geschafft habe,mir was zum Mitnehmen einzukaufen!
DAs ist alles sehr schlimm,und ich leide darunter,aber es ist halt das Leben!
Ich muß mich dem stellen,weil man eben auch sich um die Organisation kümmern muß,sonst ist es noch schlimmer.
Alles Liebe -Ryana:):)
Das was du schilderst, ist eine richtig monstermäßige schwere Depression. Ich kenne diese Gefühle und Reaktionen total aus eigener Erfahrung. Dieses Gefühl, sich selbst nur zuzuschauen, jeder Handgriff muss bewusst beschlossen und durchgeführt werden. Dieses Gefühl der Lähmung. Solange alles routinemäßig abgewickelt werden kann, ist es ok, aber wehe irgendwas läuft ungeplant....
Du musst unbedingt professionelle Hilfe suchen! Zur Not musst du sogar in eine Klinik - das geht auch tagsüber und nachts bist du zu Hause.
Als erste Sofort-Hilfe solltest du Entlastung suchen - spann deine Familie mehr ein, reduziere deine Ansprüche an Perfektion als Hausfrau und Mutter, unternimm etwas Schönes, Beglückendes, was dir normalerweise nie in den Gedanken gekommen wäre: z.B. ein Museum/Kino besuchen, Gedichte lesen, im Wald spazieren gehen, mach einen Wochenendtrip, nimm ein heißes Bad mit Kerzenschein, was auch immer dir Spaß machen würde...
Ich habe mir in meinen dunkelsten Stunden eine Art Tagebuch geschrieben, in dem ich alle positiven Ereignisse aufgeschrieben habe: eine alte Dame zeigt mir in einer fremden Stadt sehr freundlich den Weg, ein Freund bedankt sich für eine Hilfe, die Sonne scheint in mein Zimmer, der Schnee sieht so schön aus auf den alten Stuckfassaden, das angenehme Gefühl von warmem Wasser auf der Haut unter der Dusche, all so ein Zeug. Ich habe daraus Kraft ziehen können. Als Beweis, dass nicht alles finster ist.
Ich habe meine Depression als eine traurige Dame in Schwarz, die ungebeten zu Besuch kommt, betrachtet. Man kann sie nicht ignorieren oder wegwünschen. Man muss herausfinden, warum sie da ist. Man muss sie ernst nehmen und ihr zuhören. Dann kann man sie vielleicht trösten, und sie geht wieder.
Vielleicht bist du einfach ausgebrannt und brauchst neue Kraft. Oder ein hormonelles Ungleichgewicht hat die Hirnchemie durcheinandergebarcht, dann brauchst du Medikamente. Oder ein alter Schmerz nagt an dir. Um das herauszufinden, solltest du mit dem Arzt deines Vertrauens reden, vielleicht sogar zu einem Neurologen gehen.
Das was du schilderst, ist eine richtig monstermäßige schwere Depression. Ich kenne diese Gefühle und Reaktionen total aus eigener Erfahrung. Dieses Gefühl, sich selbst nur zuzuschauen, jeder Handgriff muss bewusst beschlossen und durchgeführt werden. Dieses Gefühl der Lähmung. Solange alles routinemäßig abgewickelt werden kann, ist es ok, aber wehe irgendwas läuft ungeplant....
Du musst unbedingt professionelle Hilfe suchen! Zur Not musst du sogar in eine Klinik - das geht auch tagsüber und nachts bist du zu Hause.
Als erste Sofort-Hilfe solltest du Entlastung suchen - spann deine Familie mehr ein, reduziere deine Ansprüche an Perfektion als Hausfrau und Mutter, unternimm etwas Schönes, Beglückendes, was dir normalerweise nie in den Gedanken gekommen wäre: z.B. ein Museum/Kino besuchen, Gedichte lesen, im Wald spazieren gehen, mach einen Wochenendtrip, nimm ein heißes Bad mit Kerzenschein, was auch immer dir Spaß machen würde...
Ich habe mir in meinen dunkelsten Stunden eine Art Tagebuch geschrieben, in dem ich alle positiven Ereignisse aufgeschrieben habe: eine alte Dame zeigt mir in einer fremden Stadt sehr freundlich den Weg, ein Freund bedankt sich für eine Hilfe, die Sonne scheint in mein Zimmer, der Schnee sieht so schön aus auf den alten Stuckfassaden, das angenehme Gefühl von warmem Wasser auf der Haut unter der Dusche, all so ein Zeug. Ich habe daraus Kraft ziehen können. Als Beweis, dass nicht alles finster ist.
Ich habe meine Depression als eine traurige Dame in Schwarz, die ungebeten zu Besuch kommt, betrachtet. Man kann sie nicht ignorieren oder wegwünschen. Man muss herausfinden, warum sie da ist. Man muss sie ernst nehmen und ihr zuhören. Dann kann man sie vielleicht trösten, und sie geht wieder.
Vielleicht bist du einfach ausgebrannt und brauchst neue Kraft. Oder ein hormonelles Ungleichgewicht hat die Hirnchemie durcheinandergebarcht, dann brauchst du Medikamente. Oder ein alter Schmerz nagt an dir. Um das herauszufinden, solltest du mit dem Arzt deines Vertrauens reden, vielleicht sogar zu einem Neurologen gehen.
Hallo Sophie,
zuerst einmal vielen lieben Dank für Deine offene und ehrliche Antwort!
Du bist selber eine Betroffene,das merkt man!
Du hast echt eine "alte Bekannte" mir mal wieder klar gemacht!
Es ist dabei wirklich auch mal wichtig,zu lesen,wie andere das sehen,das man mal "gespiegelt" wird,durch völlig andere ,unabhängige,auch ,mal keine Psychologen.
Das ist sehr wichtig,denn es ergänzt die Problemerkennung und das Umgehen damit!
Und,um auch mal noch zum Ausgangsthema zu kommen - das kann eine Magen-OP NIEMALS heilen!!Du hast recht,ich habe eine sehr schwere Depression,seit Jahren,hatte 2005 einen Totalzusammenbruch mit "Burn-out"!
Schon Jahre vorher sagte ein Psychiater zu mir,das er mich am liebsten sofort aus dem beruflichen Stress rausholen wollte,alle meine Lebenssituationen "brannten"!!Es drohe der "Burn-Out",aber durch meine "Verflechtungen" war es nicht möglich,sowas ist leichter gesagt als getan!
Zusätzlich ist meine "Hirnchemie",wie du absolut richtig sagst,in ein "Chaos" gestürzt!
Ich bilde selber kaum noch Hormone ,habe massive Enzymstörungen,man sagte zu mir,man "man müsse mich regelrecht aus Sicht der Mediziner erforschen",einige wollten mich gleich als "Forschungsobjekt" haben,aber so was will ich nicht,habe ich sofort strikt abgelehnt!
Auch hast Du recht mit dem "alten Schmerz",super,wie Du das so erkannt hast!
Diesen hatte ich immer verdrängt,geht aber nicht,desto mehr klopft er an!
So habe ich mich ihm gestellt!
Ich war nie ich selbst,ich habe der anderen zuliebe immer das "gespielt" ,was sie sehen wollten,damit sie mich dann lieb hatten.
Ich habe in der Jugend nie "aufgemuckt",ich war ja sooooo brav!!
Pah,ich hätte das anders machen sollen,ich bin so froh,das meine Töchter da ganz anders umgehen!Aber damals war auch eine total andere Zeit -das sieht man auch,wenn man mal alte Sachen aus den 60zigern sieht , wie "Was bin ich" oder so,wie Konservativ und steif die alle aussehen,auch das Publikum!!
Meine Mädchen gehen raus,machen "Party",hatten schon ganz früh einen Freund gehabt,wir reden total offen über alles,auch "intimes",sie hören zeitgemäße Musik-obwohl ich keine Verbote und Kontrollen mache(oder gerade deshalb ),sie rauchen nicht,Drogen und Alkohol wurde probiert,aber das finden sie "zum kotzen"!.
Meine Güte , damals,da wurde noch nicht mal ein Wort gesagt,Sexualität war was geheimes,irgendwie schmuddeliges,schlimm!Es war toll,wenn man so zurückhaltend war!
Achja,und vieles andere auch,ich habe schwer daran zu tragen!Man kann wirklich sagen - seelisch und körperlich!
Wenn man so spät im Leben sich erst richtig anfängt zu erkennen,das bekommt man nicht so weiteres "weg",vieles geht auch nicht weg,aber ich versuche,damit umzugehen!
Und ich weiß jetzt auch,warum -das ist sehr wichtig!
Und wenn noch wirkliche körperliche Störungen dazu kommen,dann ist das mehrfach belastend.
Ein Kampf,man muß wissen,das man ihn nicht immer "gewinnen" kann,besser ist,nicht gegen das "Unmögliche" kämpfen,sondern die Energien zu schonen,Frieden mit sich selbst machen und sich annehmen!
Und Du hast sooo recht,sehr viel mehr Wert auf die kleinen Dinge zu legen!
Das versuche ich auch und Deine Worte sind für mich Ermutigung!
Und deswegen glaube ich aus mehrfacher Sicht ,eine Magen-OP hilft mir gar nicht!
Man darf sogar garnicht diese durchführen,wenn man schwere Depressionen hat,weil man gar nicht in der Lage ist,das zu bewältigen!
Es ist dann nämlich nicht mehr möglich,sich Zeit zu nehmen und es erfordert ständige Konzentration,weil man dann nichts mehr richtig essen kann,die Zeiten müssen eingehalten werden und es kommt unter Umständen sogar zu ganz fürchterlichen Mangelerscheinungen,die die Depression sogar noch verschlimmern,es gibt keinen Ausweg mehr,auch die Medikamente wirken ganz anders und die "Hirnchemie" gerät aus den Fugen!
Und die Depression macht einen oft unfähig,was zu tun!
Ich kann dann nur so dasitzen,ins Leere schauen und das Leben "flutet" an mir vorbei.
Ich nehme auch dafür verschiedene Medikamente,sonst ginge es gar nicht!
Jede Handlung,die ich dann tun muß,"schmerzt" regelrecht,ich muß dann mir riesige Gewalt antun,um ,sagen wir mal,nur etwas zur Seite zu räumen!
Und ich lege mich,wenn es möglich ist,dann ins Bett,ich habe mir zu Weihnachten eine tolle Musikanlage fürs Schlafzimmer zugelegt,dann lasse ich vom Computerstick meine Musik laufen.
Das ist so herrlich,die ordnet meine wilden Gedanken,ich finde Frieden und kann dann sogar mit der laufenden Musik schlafen,besser als Nachts!!
Und danach fühle ich mich seelisch erfrischt und ich habe sogar Ideen!
Aber so eine OP - dann ewig Hunger zu haben ,sich strikt an die Zeiten halten,diese "Mangelschmerzen",man kann dann nicht einfach sich zurückziehen,wenn es die Depression erfordert,weil man ja "essen" muß,aber nicht kann.....was furchtbar!Und dann ißt man falsch und muß erbrechen!Oder das richtige ist sogar nicht da,dann kommt noch mein Unterzucker,und man weiß,nie mehr wirst du Zeit haben,um die Seele zu heilen!
Das kann nicht sein!
Meine Psychiaterin sagt auch ,deswegen würde sie (und andere Fachleute) alleine aus dieser Sicht nie eine OP befürworten!
Ich solle besser die Methode der "kleinen Schritte" machen und weiter darauf achten,das meine Blutwerte so in Ordnung bleiben ,wie ich sie seit längerem nun habe!
Alles Liebe - Ryana:five:
Zitat von Silent- Sound :
Zu den OP´s muß ich sagen, dass ich persönlich viel zu große Angst vor einer so großen Veränderung in meinem Körper hätte - auch allein das OP Risiko wäre mir persönlich viel zu groß.....manchmal ist es schon verlockend, wenn man hört, sieht oder liest, wie schnell manche dann doch abnehmen oder abgenommen haben.
Es gibt sicherlich med. Indikationen, die eine OP im Einzelfall rechtfertigen - was ich aber nun aus meinem ehemaligen Bekanntenkreis höre, läßt mir die Frage aufkommen, ob ich bald die einzige bin, die nichts an sich machen läßt.
Ich war vor vielen Jahren in einem Schwimmverein extra für Übergewichtige. Ein tolles Angebot - endlich ohne Scham AquaJogging o.ä. machen zu können. Zu der Bademeisterin habe ich heute noch Kontakt. Den Verein gibt es nicht mehr, aber die Leute treffen sich noch regelmäßig zum Klönen. Von den ca. 8 Stammschwimmern haben mittlerweile 5 Leute eine MagenOP hinter sich und nehmen alle stark ab. Ein Pärchen hat angefangen - und die 3 anderen sind aufgrund dessen ebenfalls zum Arzt und haben die Genehmigungen relativ schnell erhalten.[/QUOTE]
Hallo Silentsound,
nun will ich mal versuchen ,auch Dir zu schreiben.
Ich kann es Dir richtig nachfühlen,wie "irritiert" Du bist.
Wenn man das so liest,könnte man denken,die Magen - OP macht man mal eben so,im Vorbeilauf.
Wie so einen fiesen Pickel,den man sich mal "abzwicken" läßt und -Peng - sieht man schön aus.
Ich sehe Dich so da verloren und verlassen in dem Schwimmbad stehen und verstehst die Welt nicht mehr - entschuldige,wenn ich das hier so "LAX" schreibe,aber das sieht ja nach Deinem Text so regelrecht danach aus.
Und wie so eine Art "Gruppenzwang" oder "Herdentrieb" machen alle ,einer nach dem anderen schwuppdiwupps die OP.
Meine Frage : Hast Du noch Kontakt zu denen?Wie nahe standest Du zu einzelnen?
WIe ich schon mal schrieb,habe ich festgestellt,das die Menschen mit der Magen-OP vielfach total "fanatisch" werden und alle "blöd" und "abscheulich" finden,die als dumme Trottel diese einfache OP nicht machen lassen.
Ich weiß noch,wie eine Gruppe von denen immer in der Eingangshalle saßen und laut ihre Witze über die anderen Dicken ohne OP machten.
Eine ältere Frau,sehr übergewichtig,ging mit dem Rollator,da riefen sie schon vom weitem :"der Killerrollator kommt","was stinkt die",oder überhaupt hießen die Dicken "Frischfleisch","Schwammkopf" usw!!.
In der Psychogruppe brach diese ältere Frau zusammen,viele andere beschwerten sich auch - es wurde zum regelrechten "Spießrutenlauf",wenn man da vorbei mußte.
Besonders die Magen-Op-Leute erwiesen sich als die schlimmsten Beschimpfer,mehr noch ,als die sogenannten "Normalen"!
Ich will auf keinen Fall sagen,das nun jeder immer so sein wird,nein,aber ich habe dies einige Wochen selber erlebt und mit durchmachen müssen!
Und es muß auch nicht derart "entarten",aber viele sagen,die Magen-OP sei nun "die Lösung".
Und sie verschweigen nur zu gerne,wie es Ihnen wirklich geht,was hinter ihrem "verschlossenem Kämmerchen" wirklich los ist!
Ich habe auch manche erlebt,die hatten so vielleicht 120 kg Übergewicht,die litten sehr darunter,weil eben Dicke heute "Aussätzig" sind(Mädchen mit einem runden Gesicht werden schon als "voll die fette Wachtel " u.ä.benannt),waren aber noch ziemlich jung und fitt wie ein Turnschuh!
Die konnten alles noch richtig gut,machten Walking,Ballspiele ,nahmen an allem Teil und waren ansonsten ziemlich gesund,eben halt "pummelig" - wie es die Natur eben einem so gegeben hat!
Und davon denken viele mittlerweile an diese Magen-OP,wie all die anderen Schönheits-OP`s ,die so in der Presse herumgeistern,und einem "ewige Jugend",Schönheit und einen `Easy`-Erfolg in einem `Trendy`- Beruf versprechen.
Und tatsächlich waren auch welche,die wurden da operiert,wo man sich fragt : wieso das denn?
Naja - das "Problem" wird halt "weggeschnipselt"!
Und da gehen auch viele nun also total fit in diese OP`s,die stecken das zunächst "augenscheinlich" besser weg,manche sind auch danach psychisch so euphorisch,das sie nach außen hin unbedingt "den Schein waren " müssen.
Viel Verblendung ist auch dabei,aber niemand weiß,was mit denen später wird,wie es hinter den Kulissen aussieht und was für Kämpfe dann da geführt werden müssen!Und was für unnötige aber nie mehr wegzumachende Probleme dann anstehen!
Und dann "zelebrieren" viele so lange wie möglich ihre zur Schau estellte "Kunstfigur"!
Und wir,die es nicht machen,fühlen uns dann ganz schön doof!
Weil wir "Augentiere" sind und nur das glauben,was wir offiziell sehen!
Aber ich finde es richtig , das Du so vorsichtig bist,Deine Angst kommt nicht von ungefähr!
Es ist ein Wahnsinns-Eingriff!Der Magen ist nicht nur eine schlaffer sinnloser Schlauch!Den haben wir nicht umsonst bekommen!
Angst ist hier auch angebracht,bleib Du lieber Du,sei authentisch und lass Dich nicht voreilig verstümmeln!
Denn wenn Du dann alleine zuhause bist und dich vor Schmerzen krümmst,Du alles wieder ausbrechen mußst und unter Umständen unter Schmerzen leidest,da kommt niemand und klopft Dir auf die Schulter.
Und niemand weiß etwas über die "Langzeitschäden" ,die sicherlich auch entstehen!
Versuche besser,Dich selbst kennen zu lernen,mit Deinem selbst Dich auseinander zu setzen,das ist sehr,sehr ,lohnenswert,denn zu wissen, wer man ist ,das ist eines der großen Lebensziele!
Und an sich zu arbeiten,auch das ist wichtig,denn eventuelle Probleme die Du irgendwo hast,wollen Dir auch was zeigen - und mit einer Magen-OP vergibst Du Deine Chance mit Dir selbst zu sein!!
Und gib nicht auf,gehe weiter schwimmen,suche neue Freunde,bleib am Ball!
Es grüßt Dich - Ryana !:daumen::daumen::daumen:
silentsound
23.01.2010, 00:41
Hallo Ryana, vielen Dank, dass Du nun auch auf meinen kleinen Beitrag so ausführlich geantwortet hast.
Nein, ich habe zu den Mitgliedern keinen Kontakt mehr, nur noch zur ehemaligen Bademeisterin - die eine Freundin geworden ist. Ich lebe auch schon lange nicht mehr in der Nähe sondern es liegen 600 km dazwischen.
Ausserdem hat sich mein Leben in den letzten Jahren sehr stark verändert, - habe mich mit meiner Figur schon lange arrangiert - habe ein ziemlich ausgeprägtes Selbstbewusstsein, meinen Traummann erobert und nebenbei noch einen interessanten Beruf.
Ins Schwimmbad gehe ich, wenn ich möchte - und ich leide nicht unter Sozialphobien oder Minderwertigkeitskomplexen. Ich hole trotz Konf. 56/58 das beste aus meinem Typ heraus. Und wenn ich mal vor Jahren keine 10 Meter mehr laufen konnte - kann ich heute stundenlang über Messen gehen oder durch die Stadt laufen oder Wandern u.s.w.
Es gibt natürlich Einschränkungen durch das Gewicht - irgendwelche Einschränkungen hat aber fast jeder Mensch - also kann ich damit leben und mittlerweile auch ziemlich selbstbewußt drauf hinweisen - wenn ich an Grenzen stoße. Treppen mag ich gar nicht - dennoch habe ich den Berliner Dom bestiegen - aber alleine - in meiner Geschwindigkeit eben - die Siegessäule werde ich auslassen - nach oben wird es mir definitiv zu eng - also lasse ich es. Das nur als Beispiel.
Leichter wäre ich trotzdem lieber - aber wiegesagt - ich hätte viel zu viel Angst vor Komplikationen. Mich hat nur diese Anhäufung und diese Gruppendynamik so verwundert, die in meinem ehemaligen Kreis ausgebrochen ist.
Ich freue mich für Dich, dass Du den Weg hier her gefunden hast und Deine Gedanken nur so aus Dir herauszufliessen scheinen - ich habe vor ca. 6 oder 7 Jahren auch so angefangen - seitdem hat sich mein Leben unglaublich zum positiven gewendet.
PS: Bitte denkst Du daran, bei Deinen Texten immer mal wieder einen Absatz einzuschieben? Leider vergisst Du es in den letzten Beiträgen wieder ein wenig - und das erschwerd es, Deinen Texten aufmerksam zu folgen. Vielen Dank ;-)
Sorry, dass ich Deine Texte nur überflogen habe, Ryana, aber es ist mir unmöglich, mich am Bildschirm so dermaßen zu konzentrieren, dass ich diese "Ohne Punkt und Komma"-Lawinen wirklich lesen kann.
Mir ist nur bei der Schilderung, wie Du mit Zucker/Unterzuckerung etc. umgehst, aufgefallen, dass es Wahnsinn ist und so nicht funktionieren kann. Es bringt auf Dauer nix, sich immer mehr mit Kohlenhydraten vollzustopfen und damit auf Extremgewicht zu mästen. Sinnvoller wäre, von Anfang an diesen extremen Schwankungen entgegen zu wirken, indem man den BZ gar nicht erst durch KH so hochschnellen lässt, von wo er dann durch starke Insulinausschüttung wieder in den Keller getrieben wird.
Da Du aber auch noch Medikamente nimmst, werde ich zu meinem Lösungsweg nichts schreiben, denn das wäre in Kombination mit Deinen Medis KEINE Lösung!
Du brauchst professionelle Hilfe - psychisch wie physisch ...
Sorry, dass ich Deine Texte nur überflogen habe, Ryana, aber es ist mir unmöglich, mich am Bildschirm so dermaßen zu konzentrieren, dass ich diese "Ohne Punkt und Komma"-Lawinen wirklich lesen kann.
Mir ist nur bei der Schilderung, wie Du mit Zucker/Unterzuckerung etc. umgehst, aufgefallen, dass es Wahnsinn ist und so nicht funktionieren kann. Es bringt auf Dauer nix, sich immer mehr mit Kohlenhydraten vollzustopfen und damit auf Extremgewicht zu mästen. Sinnvoller wäre, von Anfang an diesen extremen Schwankungen entgegen zu wirken, indem man den BZ gar nicht erst durch KH so hochschnellen lässt, von wo er dann durch starke Insulinausschüttung wieder in den Keller getrieben wird.
Da Du aber auch noch Medikamente nimmst, werde ich zu meinem Lösungsweg nichts schreiben, denn das wäre in Kombination mit Deinen Medis KEINE Lösung!
Du brauchst professionelle Hilfe - psychisch wie physisch ...
Hey , Darcy ,
Du bist ganz schön kritisch - konntest aber nicht alles lesen .
Das tut mir leid , aber ich habe meinen Anfangstext doch nochmals überholt reingestellt.
Schau da mal rein!
Ich will auch Kritik aufnehmen , ich versuche , meine Schreibweise immer mehr zu kontrollieren.
Ist manchmal schwer , weil so viel da mich bedrückt und diese vielen Baustellen , da funkt es immer dazwischen.
Aber :
- ich schreibe keine "Ohne Punkt und Komma - Lawinen " , als ob ich nur dummen , erdrückenden Schund schreiben würde . Ich lese das mir selber durch , und komm da schon mit klar , man "kann" es lesen !
Wir alle schreiben ja keine redigierten Bücher , sondern so , wie unsere Seelenlage gerade ist!!
- Wahnsinn sind meine ursächlichen - nach zig Gutachten und entsprechenden Fakten - sich ergebenden krankmachenden Auslöser!
Da bin nicht ich "Wahnsinnig" , sondern ich führe da einen schweren Kampf , der mir leider durch die Erkrankung meines Körpers - und auch der Seele - mir "aufgezwungen ist !
Ich kann nicht , wie ein Gesunder , dem sogenannten "Regelleben" nachgehen.
- ich "stopfe" mich nicht voll und "mäste" mich auch nicht ! Ich habe sehr widerstrebende Diagnosen - z.B. durch die massiven Enzym-Defekte kann ich gar nicht "Gemüse" essen , aber auch kein Fett ( eigentlich ja gut ) , keine sonstwie fabrikmässig erstellten Waren ,hier insbesondere Wurst,aber auch keinerlei Schokoladen usw!! .
Das liest sich ja so , als ob Du denkst , das ich ein "Selbstfeeder" wäre .
So geht das nicht.
- Ich "treibe" kein Insulin in die Höhe , das war vielleicht in der Zeit so , als ich das Insulin bekam , aber das geschah alles unter der Vorgabe meines damaligen Diabetologen - der stellte mich immer höher ein und er verschrieb mir da auch diese hohen Dosen!!
Erst in der Klinik hat mir eine Fachärztin geholfen , vom Insulin runter zu kommen ! Sie fand die Therapie des Diabetologen verantwortungslos und stellte mich auf "Actos" um .
Bis ich überhaupt kein Insulin mehr benötigte!!
Das Insulin hat ,wie ich denke , sicherlich mein Gewicht nach oben gehen lassen!
Der sogenannte "Set-Point" ist weiter nach oben gesetzt!
- nun kennt jeder auch den JOJO - Effekt ,der ,wie ich nun weiß , auch für die Wassereinlagerung gilt! So kam bei mir ein "doppelter" Effekt zum Tragen!
Und mein Set - Point liegt aufeinmal auf so hohem Niveau!!
Sowie ist mein Langzeitwert mit "Actos" immer weiter gesunken , das ich nun bei 5,2 liege - also habe ich keine hohen Zuckerwerte im Blut . So erklärte es mir auch mein (nun neuer ) Diabetologe.Er ist eine Kapazität !
Macht auch Gutachten.
Ich schrieb ein Ernährungstagebuch , gnadenlose Wahrheit , die Ernährungsberaterin bei ihm bescheinigte mir , das sie solche Patienten kaum habe , die meisten sagen nicht die Wahrheit.
Ich mache mir schon nichts vor - aber sie sagte auch ,anhand meiner vielen Grunderkrankungen ist das schwer , ich mache nichts falsch - ich solle mir bloß keine Schuld vorwerfen!!
Ich kann nur mit einer engmaschigen Betreuung überleben!!
Und sie gilt als sehr streng , das sagen alle anderen Patienten - und ich hatte mich schon auf eine "Strafpredigt" eingestellt!
- also , ich beschäftige mich damit , tagaus - tagein !!Ich will klar kommen , aber ich sage immer : " Viele Jäger sind des Hasen Tod!"
Das muß man beachten - und deshalb versuche ich trotz meiner schweren multiplen Krankheit ( ich bin 80 % schwerbehindert mit außergewöhnlicher Gehbehinderung , habe Pflegestufe 1 !! ) ,dem Leben die schönen Seiten abzugewinnen!!
- ja ,aufgrund andere Grunderkrankungen brauche ich sehr Medikamente! Ich habe da so einen Gen - Defekt , der im Alter immer mehr Probleme macht
- ja , ich bin ich psychiatrischer und psychologischer Behandlung.Dazu kommt ein "BORDERLINER" Partner , der nun wenigstens nicht mehr bei uns im Haushalt wohnt - aber er ist trotzdem "da" !!Und 20 Jahre Zusammenleben haben da auch sehr viel Belastung mitgebracht!
Partner von "Borderlinern" werden häufig irgendwann auch seelisch krank, besonders , wenn man versucht , das nachzuvollziehen , was da gerade wieder abgelaufen war !
- Nun , ich könnte noch mehr sagen , aber ich hoffe , ich werde nun etwas besser verstanden .
Liebe Grüße , Ryana .:flirt:
- Nun , ich könnte noch mehr sagen , aber ich hoffe , ich werde nun etwas besser verstanden .
Liebe Grüße , Ryana .:flirt:
Liebe Ryana,
ich konnte dich auch vorher gut verstehen...und auch alles lesen...;)
nimm es dir bitte nicht zu Herzen.
Im Gegenteil ich bewundere Dich, dass du es dir alles offen von der Seele schreibst...das kann nicht jede(r)...mich einbezogen....das möchte ich dir hierlassen!
Ich wünsche dir alles Gute und stetige Besserung...und vor allem gute Ärzte die dich auf deinem Gesundheitsweg weiter voran bringen
Ryana
ich versuche , meine Schreibweise immer mehr zu kontrollieren.
Ist manchmal schwer , weil so viel da mich bedrückt und diese vielen Baustellen , da funkt es immer dazwischen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass man in einem Rutsch durchschreibt, wenn das Herz so voll ist.
Und wenn man sich eine bestimmte Schreibweise angewöhnt hat, ist es schwer, davon wieder weg zu kommen.
So hast Du Dir auch angewöhnt, nach Satzzeichen kein Leerzeichen zu machen.
Damit Dein Redefluss, der ja sehr wichtig ist, nicht leidet, schreibe doch zunächst einmal einfach alles so, wie gewohnt. Und danach, wenn Du alles raus gelassen hast, schaue doch noch mal alles an und mache dann die entsprechenden Leerzeichen und Absätze.
So ist zum einen Dir sehr geholfen, denn Du kannst frei von der Leber schreiben - und zum anderen uns Lesern, die, wie ich annehme, Deine Gedanken ernst nehmen, sie aber dann auch leichter lesen können.
Ist nur ein Vorschlag, Ryana. Vielleicht wäre der für Dich okay? :)
Davon abgesehen finde ich aber, dass Du bereits viel übersichtlicher schreibst als zu Beginn. :five:
Liebe Ryana,
ich konnte dich auch vorher gut verstehen...und auch alles lesen...;)
nimm es dir bitte nicht zu Herzen.
Im Gegenteil ich bewundere Dich, dass du es dir alles offen von der Seele schreibst...das kann nicht jede(r)...mich einbezogen....das möchte ich dir hierlassen!
Ich wünsche dir alles Gute und stetige Besserung...und vor allem gute Ärzte die dich auf deinem Gesundheitsweg weiter voran bringen
Liebe Debbymo ,
mensch meier , Deine Antwort tut mir echt gut , sehr,sehr gut sogar!
Das macht mir total Mut und Freude , vielen lieben Dank!!!:five:
Ja , das mit meinem nun offenen Umgang mit meiner Situation war auch früher nicht so !
Ich war so weit unten , hatte so viel verloren , was man nur verlieren kann,da lernte ich , nur mit Offenheit und Mut , auf die Anderen zuzugehen gibt es noch einen Ausweg!
Nichts mehr "mit mir selber ausmachen"!
Ich lag nur noch so da , brauchte alle Hilfe in diesem Pflegebett , niemand kam mehr zu mir , meine "Freunde" hatten mich alle "fallen " gelassen !
Da ging nichts mehr - erst tausend Tränen und sehr liebe Mitmenschen in der Klinik halfen mir , ich begriff , schlußendlich liegt es an dir selber , nun noch das Beste daraus zu machen und die Hilfen zu suchen , die mir gut tun!!
Alles Liebe - Ryana !!:daumen::daumen:
Ryana
Ich kann mir gut vorstellen, dass man in einem Rutsch durchschreibt, wenn das Herz so voll ist.
Und wenn man sich eine bestimmte Schreibweise angewöhnt hat, ist es schwer, davon wieder weg zu kommen.
So hast Du Dir auch angewöhnt, nach Satzzeichen kein Leerzeichen zu machen.
Damit Dein Redefluss, der ja sehr wichtig ist, nicht leidet, schreibe doch zunächst einmal einfach alles so, wie gewohnt. Und danach, wenn Du alles raus gelassen hast, schaue doch noch mal alles an und mache dann die entsprechenden Leerzeichen und Absätze.
So ist zum einen Dir sehr geholfen, denn Du kannst frei von der Leber schreiben - und zum anderen uns Lesern, die, wie ich annehme, Deine Gedanken ernst nehmen, sie aber dann auch leichter lesen können.
Ist nur ein Vorschlag, Ryana. Vielleicht wäre der für Dich okay? :)
Davon abgesehen finde ich aber, dass Du bereits viel übersichtlicher schreibst als zu Beginn. :five:
Liebe Itsme ,
auch Deinen Worten danke ich , ja , Du hast recht !
Werde ich beherzigen !!
Dir alles Gute - Ryana :):):):)
Sonnenkuss
24.01.2010, 08:53
Bitte, bitte beherzige vor allen Dingen Darcys guten Rat, dir professionelle Hilfe zu holen, das was du brauchst kann kein Forum leisten.
@ Sonnenkuss
Hast Du sicher überlesen?
Ryana
... ich bin ich psychiatrischer und psychologischer Behandlung.
Aber psychiatrische und psychologische Behandlung allein reicht nicht, vor allem was den Diabetes, die Unterzuckerung und die (m.E. falsche!) "Vorbeugung" durch übermäßige KH-Zufihr schon vor der Unterzuckerung angeht.
Ich denke auch, dass die Behandlung durch einzelne verschiedene Fachärzte zu keinem guten Ergebnis führt, da jeder nur auf seinem Spezialgebiet behandeln wird und sich die Behandlungen unter Umständen gegenseitig stören.
Möglicherweise wäre also die Behandlung in einem speziellen Zentrum mit vernetzten Ärzten/einem interdisziplinären Team oder halt nochmal stationär sinnvoller ...
Aber psychiatrische und psychologische Behandlung allein reicht nicht, vor allem was den Diabetes, die Unterzuckerung und die (m.E. falsche!) "Vorbeugung" durch übermäßige KH-Zufihr schon vor der Unterzuckerung angeht.
Ich denke auch, dass die Behandlung durch einzelne verschiedene Fachärzte zu keinem guten Ergebnis führt, da jeder nur auf seinem Spezialgebiet behandeln wird und sich die Behandlungen unter Umständen gegenseitig stören.
Möglicherweise wäre also die Behandlung in einem speziellen Zentrum mit vernetzten Ärzten/einem interdisziplinären Team oder halt nochmal stationär sinnvoller ...
Hallo ,
nun , das ist sehr ,sehr komplex bei mir !
Ich war ja schon in mehrfachen Kliniken , nun sagt die Krankenkasse , das reicht !
Ich hatte aber auch mit der Sozialberaterin aus Bodenteich bereits in der Klinik ein sogenanntes "Netzwerk" von Therapeuten aufgebaut , die alle miteinander kooperieren .
Und der Dreh - und Angelpunkt ist meine Psychiaterin , die bekommt alle Berichte .
Ich habe noch einen Widerspruch am laufen gegen die Rentenversicherung ,aber das läuft nicht gut ,weil man sagt , ich käme nur dahin ,wenn es absehbar wäre , das ich in irgendeiner Art in die "Berufswelt" zurückkehren könnte .
Aber das wurde nun von mehreren Gutachtern verneint , meine Erkrankung ist zu schwer .
Und ich müsse nun lernen , nun hier zuhause in meinem Umfeld klar zu kommen .
Man hatte mir auch in der Klinik das sogenannte "betreute Wohnen" angeboten , da hätte ich in Bodenteich neben der Klinik ein kleines Zimmer bekommen und wäre dann immer von der Klinik betreut worden .
Aber da hätte ich mich von immer von meiner Familie verabschieden müssen ,das hätte ich niemals ausgehalten.
Natürlich ist das hier zuhause auch viel , viel schwerer - aber ich bin dabei , im alltäglichen Leben und ich versuche , da das Beste draus zu machen .
Ich hatte auch bis zum Jahresende das "ambulante betreute Wohnen" , aber das Landesamt , will das nicht mehr bezahlen , ich solle in ein Pflegeheim !
Das will ich aber partout nicht !! Das wäre erst recht mein Ende !
Da bin ich lieber hier mit ein paar "Störungen" mehr und diesem riesen Gewicht , aber ich fühle mich wohl und arbeite daran , immer mehr den Tag zu genießen bzw bewußter zu leben, wo es geht .
Und meine Psychiaterin will auch intervenieren , das ich wieder die Betreuung bekomme , schlußendlich geht es im Hintergrund um das immer mehr fehlende Geld , wie meine Betreuerin hinter vorgehaltener Hand mir bei einem Treffen letzte Woche erklärte !!
Städte und Land haben kein Geld mehr !!
Gute Konzepte werden einfach gestrichen - und es kommt immer mehr zu schlechteren Verhältnissen !!
Liebe Grüße , Ryana .:cool::cool:
Ich habe noch einen Widerspruch am laufen gegen die Rentenversicherung ,aber das läuft nicht gut ,weil man sagt , ich käme nur dahin ,wenn es absehbar wäre , das ich in irgendeiner Art in die "Berufswelt" zurückkehren könnte
Wenn jetzt schon klar ist, dass Du nie wieder arbeiten kannst, dann ist die Rentenversicherung überhaupt gar nicht für Dich zuständig. Den Widerspruch kannst Du Dir also sparen.
Ansonsten denke ich nicht, dass eine Psychiaterin für die Probleme mit dem Stoffwechsel die geeignete Ansprechpartnerin ist - allerdings muss ich auch ehrlich gestehen, dass man bei diesem Wust an Problemen gar nicht weiß, WO man eigentlich anfangen soll.
Ich hab so das Gefühl, dass Du relativ lange damit gewartet hast Dir Hilfe zu suchen und dadurch alles dermaßen eskaliert ist - kann das sein?
Es ist auch schade, dass Du das Angebot der Klinik mit dem betreuten Wohnen nicht angenommen hast - wie klein sind denn Deine Kinder, dass Du die nicht alleine lassen wolltest (Du bist ja schon 50, also dürften die ja dem Kleinkindalter schon entwachsen sein).
Zumindest vorrübergehend wäre das sicher ein leichterer Start ins selbständige Leben für Dich geworden als direkt vom geschützten Raum der Klinik wieder in das Chaos zu Hause ...
Ryana
Man hatte mir auch in der Klinik das sogenannte "betreute Wohnen" angeboten , da hätte ich in Bodenteich neben der Klinik ein kleines Zimmer bekommen und wäre dann immer von der Klinik betreut worden .
Aber da hätte ich mich von immer von meiner Familie verabschieden müssen ,das hätte ich niemals ausgehalten.
Nicht so leicht hier abzuwägen, was sinnvoll ist. Auf der einen Seite eine kompetente medizinische Rundumbetreuung, die aber auf der anderen Seite eine große seelische Belastung wegen der Trennung von der Familie bedeuten würde.
Sonnenkuss
28.01.2010, 12:24
Wir werden mit unserer "Küchenpsychologie'" bei dir nicht weiterkommen.
Da gibt es wirklich kompetente, gelernte Leute für Menschen mit deinen Problemen. Es dauert oft lange, bis ein Kranker den passenden Arzt nebst Behandlung findet und gerade im psychischen Bereich wird das nicht anders sein.
Wir können dich bemitleiden und unsere Betroffenheit über den Wust an Problemen äussern, vielleicht kann noch der eine oder andere Tipp, was bei Jemandem ein Ausweg war, gegeben werden. Aber mehr nicht.
Wenn du dich schon nicht auf die Ärzte und ihre Ratschläge einlässt, wie sollen wir dir dann raten können? Ich halte dein Thema echt für "zu komplex" um es mit "Heididei-du tust mir soooooo leid" und Alltagspsychologie zu behandeln. Ich finde das unverantwortlich, dir und deinen Angehörigen gegenüber.
Hallo ,
ja , ich stimme Itsme insbesondere zu - es handelt sich um eine Abwägung , und sowas kann man dann schlußendlich nur allein treffen !
Deswegen habe ich ja auch "Tod oder Leben" geschrieben .
Ich hab auch nicht hier auf einmal "das Patentrezept" und "die" Lösung erwartet ! MAn liest ja nur "die Zeilen" und kennt nicht die gesamte Problematik.
Auch ist es anders , wenn man einen "Text" liest , als wenn man mit jemanden direkt spricht.
Aber ich sehe das als eine wichtige Ergänzung - denn andererseits gibt es da so auch mal ganz andere Gesichtpunkte !
Zu den letzten Äußerungen möchte ich folgendes sagen bzw erklären :
1. Ich bin SEHR aktiv , trotz meines Mega - Gewichtes , ich will das nicht so "lax" hinnehmen und habe daher mich nicht! den Ärzten verweigert , sondern es war eine Abwägung im Einverständnis mit meinen Therapeuten,
auch mit denen in der Klinik , mit denen ich auch noch weiter in Kontakt bin !
2. Ich habe 20 Jahre mit einem "Borderliner" - Partner zusammengelebt ! Wer das nicht erlebt , weiß nicht , wie schwer das ist und ich habe es auch nicht zuerst erkannt , warum das Verhalten so ist !
Und das hat massive Belastungen hinterlassen . Ein gewisses Stück meiner Problematik hängt auch damit zusammen , ohne das ich da eine "Schuld" zuweise , aber es ist leider ein Fakt ! Und da ist viel aufzuarbeiten !
3. Als ich in die Klinik kam , war der Partner noch zuhause . Ich war regelrecht abgeschottet ! Niemand durfte zu mir , nicht mal meine Eltern .
4. Der Partner hatte sich den "Wahrsagern" zugewandt , die sagten ,wie zu handeln war , die Therapien wurden abgebrochen ! Als ich in der Klinik lag , wurde für meine Töchter das Leben zur "Hölle" !
Sie riefen mich immerfort an , das machte es wahnsinnig schwer ! Die Wohnung verkam zu einem "Messie - Haushalt" .
Sylvester hatten dann die "Deuter" gesagt , der Partner - ich kann das kaum benennen , es macht mich total fertig - also , der zog aus , über Nacht und Nebel , die Kinder waren da allein ! Durch das "Ausziehen" sollte sich nun alles ändern , ich würde sterben , ein neuer Partner winkt und mein Vater müsse das Erbe ( der hat gar nicht soviel , auch Schulden usw - also : verrückt!!) auszahlen ...
5. Aber endlich konnten meine Eltern rein , die Kinder sagten , diese "Ruhe" täte so gut , sie machten die Wohnung wieder schön , strichen alles an , sie warteten so sehr , das ich wiederkam !
6.Meine Geldangelegenheiten , das reine Chaos - die Sozialarbeiterin half mir , ich meldete "Hartz IV" an und nahm wieder die Auseinandersetzung mit der Berufsunfähigkeitsversicherung auf - ich war früher mal lange selbstständig gewesen und habe diese abgeschlossen , da ich ja keine "Rente" zahlte . Und das geht nun auch schon seit 2005 - die sagen , ich hätte mich absichtlich Dick gegessen , um die Versicherungsgelder zu kassieren ! Sowas irres ! Ich hab da über 25 Jahre eingezahlt ! Und immer gearbeitet , aber viel zu viel - das war das einzigst verkehrte , aber es ging nicht anders ! Es lief halt total anders , als ich in meiner Jugend gedacht hatte !
7. Bin im "Zerrfeld" Beruf und Familie krank geworden , leider spielte da mein "Gendefekt" eine sehr große , negative Rolle !
8. Meine Große hatte seit 2 Jahren die Schule geschmissen - keinerlei Abschluss ( Dyskalkulie!!) , dann nur noch "Party" , bei der Kleinen war`s auch nicht rosig !
Kurzum - es gab keine andere Antwort : ich mußte zurück und mich in das "Getümmel" schmeissen !
Und inzwischen habe ich auch sehr ,sehr viel erreicht , mit meinen Töchtern zusammen - wir sind ein super Team !
Beide gehen wieder - erfolgreich! - zur Schule , gerade gab`s Zeugnisse : ich kann nur sagen - erste Klasse !
Daher sage ich auch , mußte ich was "in Kauf" nehmen , aber in diesem Jahr , wenns besser läuft , da muß ich was für mich tun , ich hoffe sehr darauf !
Puh - Dienstag muß ich nach Hannover - zu Gericht , da geht`s los mit der ersten Verhandlung wegen der Versicherung !!
Drückt mir die Daumen - kann`s gebrauchen !
Liebe Grüße - Ryana !:daumen::daumen::daumen::daum en::daumen::daumen::daumen::da umen::daumen::daumen::daumen:: daumen::daumen::daumen::daumen :
Ryana
...ich sehe das als eine wichtige Ergänzung - denn andererseits gibt es da so auch mal ganz andere Gesichtpunkte !
Das ist wie mit einem großen Buffet - aus dem reichhaltigen Angebot kannst das für Dich Richtige heraus suchen. Vielleicht sind sogar Dinge dabei, die Du so noch nie gesehen hast und die für Dich genau richtig sind. Doch bei all der Vielfalt bleibt das Angebot der Fachleute vorrangig.
Ryana, nach all dem, was ich von Dir gelesen habe, glaube ich, dass Du eine sehr starke Frau bist. Ich habe das Gefühl von einer Kämpferin zu lesen, die trotz aller widrigen Umstände einen guten Weg für sich sucht und ihn zum Teil auch schon gefunden hat.
Ich persönlich finde es gut, dass Du Dir hier alles von der Seele schreibst und ich glaube auch, dass auch dieses kleine Stückchen eines großen Puzzles für Dich wichtig ist.
Für Dienstag-Hannover, drücke ich Dir selbstverständlich die Daumen.
Ryana
Das ist wie mit einem großen Buffet - aus dem reichhaltigen Angebot kannst das für Dich Richtige heraus suchen. Vielleicht sind sogar Dinge dabei, die Du so noch nie gesehen hast und die für Dich genau richtig sind. Doch bei all der Vielfalt bleibt das Angebot der Fachleute vorrangig.
Ryana, nach all dem, was ich von Dir gelesen habe, glaube ich, dass Du eine sehr starke Frau bist. Ich habe das Gefühl von einer Kämpferin zu lesen, die trotz aller widrigen Umstände einen guten Weg für sich sucht und ihn zum Teil auch schon gefunden hat.
Ich persönlich finde es gut, dass Du Dir hier alles von der Seele schreibst und ich glaube auch, dass auch dieses kleine Stückchen eines großen Puzzles für Dich wichtig ist.
Für Dienstag-Hannover, drücke ich Dir selbstverständlich die Daumen.
Liebe Itsme ,
danke für Deine lieben und sehr ermutigenden Worte .
Ja , das Schreiben tut mir echt gut .
Auch beim Tippen muß man dann auch mal die vielen Gedanken sortieren , und man schreibt das dazu es nicht nur für irgendeine Schublade auf , sondern das wird gelesen !!
Das ist wirklich auch so eine Art Selbst - Therapie .
Bin da nun eine "Bauarbeiterin" an meinen vielen Baustellen .
Und ich fühl mich auch nach dem Schreiben viel besser , da kommt so ein "Erledigt" - Gefühl auf .
Und es richtig , man braucht sein Netzwerk von Fachleuten , dieses ist vor allen Dingen maßgebend .
Immer sich dieser Kontrolle stellen , aufstehen und gehen , auch wenn es schmerzt !
Nicht zum "Ruhen" kommen , nicht Nachlässig werden , sondern am Ball bleiben - und wenn es mal nicht so läuft , nicht aufstecken . Ich sage mir dann :"Ryana , ist doch nicht so schlimm , morgen gehe ich es wieder an ! Heute ging es halt mal nicht so ,ist dann auch gut so !"
Liebe Grüße - Ryana :five::daumen:
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