Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Übergewicht und Design – Die Relevanz von Menschen mit Übergewicht im Designprozess
Hallo zusammen,
(vorab möchte ich kurz darauf hinweisen, dass diese „Umfrage“ freundlicher Weise von der Forenleitung genehmigt wurde, wofür ich mich an dieser Stelle nochmals recht herzlich bedanken möchte)
Ich bin Student an der Köln International School of Design (ww.kisd.de) und gerade dabei mein Diplom zu schreiben und eines meiner Themen, es gibt insgesamt drei, heißt, wie ja schon der Titel hier im Forum vermuten lässt „Übergewicht und Design – Die Relevanz von Menschen mit Übergewicht im Designprozess“. Da Design sehr schnell mit Modedesign in Verbindung gebracht wird, will ich an dieser Stelle schon mal kurz erwähnen, dass meine Arbeit gerade damit überhaupt nichts oder nur nebensächlich etwas zu tun hat. Um zu erklären, worum es bei meiner Arbeit geht, will ich kurz darauf eingehen, wie ich auf das Thema gekommen bin.
Als ich auf der Suche nach meinen Themen war, habe ich mich natürlich auch fleißig über Themen informiert, die in den letzten Jahren bereits an unserer Hochschule behandelt wurden. Zum üblichen Vorgehen einer solchen Arbeit gehört es sich, je nach Fachbereich, auch eine gewisse Zielgruppe zu benennen, die man mit seiner Arbeit erreichen möchte oder die einfach Bestandteil der Untersuchung ist. Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass Menschen mit Übergewicht nur dann als Zielgruppe benannt werden, wenn es bei der Arbeit um die Bekämpfung von Übergewicht geht, was durchaus schon mehrfach an unserer Schule behandelt wurde.
Die Frage die sich mir dann irgendwann aufdrängte und die nun auch die Basis meiner Forschungsarbeit ist (ja, auch Designer betreiben Forschung), warum werden übergewichtige Menschen bei anderen Themen so konsequent ignoriert? Immerhin liegt der Anteil der stark Übergewichtigen in Deutschland bei über 20% . Es ist nun mal einfach nicht realistisch, wenn man bei der Zielgruppe Hausfrauen im Alter zwischen 30 und 40, um nur ein Beispiel zu nennen, davon ausgeht, dass all diese Frauen 1,70m groß sind und 75kg wiegen.
Zu diesem noch frühen Stadium meiner Arbeit würde ich also gerne eure Hilfe in Anspruch nehmen. Mich würde einfach interessieren, an welchen Stellen oder in welchen Situationen ihr euch in eurem Alltag benachteiligt fühlt, weil ein Designer oder ein Konstrukteur die Anforderungen übergewichtiger Menschen schlichtweg vergessen oder einfach ignoriert hat? Das kann der zu schwache Stuhl in der Eisdiele sein, der zu kleine Sitz in der Achterbahn oder die mangelnde Ausstattung beim Arzt sein, egal was. Es gibt nicht viel was man auf der Welt nicht irgendwie mit Design in Zusammenhang bringen könnte, alles ist wichtig.
Auch gegen Kommentare, sowohl negative wie positive, Anregungen oder auch Fragen habe ich nie was einzuwenden, im Gegenteil, Ich freu mich sogar darüber. :grins:
In gespannter Erwartung und mit besten Grüßen
Svente
Zu guter letzt möchte ich noch kurz darauf Hinweisen, dass sämtliche Antworten und die daraus resultierenden Ergebnisse für meine Arbeit, von mir natürlich streng anonym behandelt werden.
kampfzwerg
05.01.2010, 11:44
Ich fände es praktisch, wenn Du vielleicht ein paar konkretere Einstiegsfragen auflistest, an denen sich dann eine Diskussion oder auch persönliche Beschreibungen/Geschichten entlang orientieren können.
Offene Formulierungen wie in Deiner Anfrage sind zwar schön, aber ich befürchte, dass Dir das keine gut auswertbaren Ergebnisse einbringen wird.
dramaqueen
05.01.2010, 13:53
Also erstmal möchte ich dir gerne sagen, dass ich deinen Ansatz super finde und deshalb auch gerne unterstützen möchte.
Es geht mir allerdings auch so, dass die Frage sehr offen formuliert ist und ich unsicher bin, was da konkret hilfreich wäre.
Wenn es dir zunächst um eine Art Brainstorming geht, um mögliche Bereiche zu sammeln, kann ich jedenfalls deine Beispiele aus meiner Erfahrung noch etwas ergänzen:
überaus unangenehm für mich sind beispielsweise die vorgesehenen Sitzflächen in öffentlichen Verkehrsmitteln jeder Art (ich habe dann die Wahl, die ganze Fahrt über aus Rücksicht auf mich und meine Mitmenschen stehend zu verbringen, mich hinzusetzen und zu hoffen, dass der Platz neben mir leer bleibt oder aber die ganze Fahrt in so engem Körperkontakt mit wildfremden Menschen zu verbringen, dass es für mich selbst eine absolute Zumutung ist und ich lieber nicht darüber nachdenke, was wohl mein Sitznachbar gerade für Gedanken hat...)
insgesamt gibt es ein paar Stühle, deren Konstruktion und Belastbarkeit ich nicht so recht über den Weg traue und natürlich der Klassiker: Stühle mit Armlehnen, die für normal gebaute Menschen schon recht knapp bemessen sind und somit zu eng für wirklich dicke Menschen
bei Ärzten und Physiotherapeuten hatte ich einige Male die Situation, dass ich von mir aus nachgefragt habe, wie hoch genau denn die Gewichtsbelastung bei dem jeweiligen Gegenstand sein darf und mein gegenüber dann oft sehr ratlos und überrascht war, mir aber letztlich keine verbindliche Antwort geben konnte (konkret ging es um Gymnastikbälle, Behandlungsliegen, gynäkologische Stühle und so weiter)
der viel zitierte Klassiker in diesem Bereich ist sicherlich das CT, das so begrenzt ist, dass bereits etwas breiter gebaute Menschen teilweise nicht oder nur schwer und für sie sehr unangenehm darin untersucht werden können, von Übergewichtigen ganz zu schweigen
Soviel erstmal spontan.
Ich trage gerne noch mehr bei, wenn du dein Anliegen vielleicht etwas genauer spezifizierst.
Sonnenkuss
05.01.2010, 14:27
Ich habe ja schon im Blauen geschrieben... wir können jetzt hier alles nochmal wiederholen was drüben schon geschrieben wurde, aber das ist sicher nicht Sinn und Zweck. ;)
Zunächst einmal, wenn etwas (wie unten) zu bekommen ist, dann zu einem unverhältnismäßig höherem Preis zu den "normalen" Gegenständen.
Sitze in Flugzeugen
Sonnenliegen 7 Stühle
Leitern oder Tritte
Betten in Hotels
Betten im Allgemeinen, Lattenroste, Matratzen
Das ist mir jetzt erst mal spontan eingefallen.
Bezüglich der etwas konkreteren Fragen tue ich mich zugegebener Weise ein wenig schwer, da konkrete Fragen, schnell dazu führen auch nur diese zu beantworten und das ist eigentlich nicht mein Ziel, da ich ja auf der Suche nach Problemfeldern bin und ich selbst bestimmt nicht alle schon vor Augen habe. Aber vielleicht hilft es ja, wenn ich mal eine kleine Liste erstelle mit Situationen oder Umgebungen, bei denen ich mir gut vorstellen kann, dass es dort zu Problemen kommen könnte.
Etwas anderes, was vielleicht auch helfen könnte, ist, wenn ihr vielleicht einfach mal nen Tag lang beobachtet, wo ihr in eurem normalen Alltag auch auf kleine Problem stoßt oder wo ihr anders handeln müsst als „normale“ Menschen. Irgendwelche Kleinigkeiten, wie (keine Ahnung, ob das gute Beispiele sind) „Der Wasserhahn am Waschbecken müsste weiter vorne sitzen, damit man besser ran komme ohne meinen Bauch halb ins Spülwasser zu tauchen oder mich seitlich hinstellen zu müssen.“ oder „Der Toilettensitz sollte breiter sein, ich will schließlich bequem auf dem Klo sitzen“. oder „Ich brauch was um vernünftig in meine Schuhe zu kommen, keine Ahnung was das sein könnte“
All so etwas, womit sich normalgewichtige wahrscheinlich nicht rumschlagen müssen, weil man ja beim Entwurf der Produkte auf sie geachtet hat. Wie gesagt keine Ahnung ob das intelligente Beispiele sind, aber häufig sind es ja gerade die Kleinigkeiten, die einem im Alltagsleben nerven.
So hier noch die oben angekündigte Liste, mit der Bitte um Erweiterung:
Kino
Auto (auch Taxen)
Toiletten/ Bad/ Hygiene
Restaurant/ Fast Food Bude
Supermarkt
Umkleide
öffentliche Verkehrsmittel (Straßenbahn, (Reise-) Bus, Zug, Flugzeug
Schreibtisch
Schwimmbad
Vergnügungspark
Arbeitsplatz
Maschinen- und Gerätebedienung
Hotel
Fahrrad
Durchgänge im allgemeinen
Wartezimmer
Krankenhaus
Arzt
Sofa
usw.
@ Sonnenkuss: einmal reicht völlig ;)
kampfzwerg
05.01.2010, 16:40
Ich hatte bislang sehr selten durch meine Körperform Probleme mit dem Design von etwas.
Habe eine Therapeutin mal darauf hingewiesen, dass ich in den komischen Sesseln im Wartebereich trotz meines nicht gerade extrem breiten Hinterns nur sehr knapp sitzen kann. In der Woche danach war der mittlere der drei Sessel gegen einen schönen Korbsessel ausgetauscht. Breiter, bequemer und eigentlich auch optisch angenehmer als das eher kalt wirkende elfenbeinfarbene Plastik der Rücken- und Seitenlehne der anderen beiden.
Es gibt zwei wesentliche Punkte, wo ich mich durch meine Maße im Alltag eingeschränkt fühle: Die normalen Toiletten in ICEs und eben Stühle mit Seitenlehnen.
Dabei bin ich nicht der Meinung, dass sich die komplette "Designwelt" auf meine Bedürfnisse einstellen müsste. Vielmehr denke ich, dass ein gemischtes Angebot, z.B. von Stühlen, für niemanden, der aus irgendwelchen Gründen Stühle zur Verfügung stellen muss, eine allzu große Herausforderung sein sollte.
Im ICE sehe ich zu, dass ich in die Wagen mit den Behindertentoiletten komme (ich glaube, das sind die Wagen 24 und 34). Die sind dann wieder so groß, dass selbst ich darin Tango tanzen kann, während ich in die normalen Toiletten gar nicht erst rein komme ... übrigens ein Problem, dass ich sonst nicht habe. Selbst in engen Toiletten bin ich noch nie gescheitert, obwohl ich sicher eine der Dicksten hier bin. Ich habe da halt mein System.
Die ICE-Toiletten sind aber so konzipiert, dass es völlig unmöglich ist, dort überhaupt hineinzukommen. Dabei ließe sich das ganz einfach vermeiden, indem man die Türen nicht "aufklappbar" konzipieren würde, sondern als Schiebetüren (wie es bei den Behindertentoiletten z.B. der Fall ist). Das habe ich mal im Cisalpino gesehen. Bei einer Schiebetür ist selbst eine 1 m²-Toilette für einen Dicken keine Herausforderung mehr.
Kubalibre
05.01.2010, 17:27
Scheinbar häufig in Arzt-Praxen vorzufinden - Freischwingende Stühle (Beispiel (http://www.boecker-buerogestaltung.de/images/product/brunner_fina.01.jpg)). Wenn ich mich in so etwas setzen muss, dann ist das mehr als unangenehm für mich. Ich traue der Tragkraft nicht und mit Armlehnen ist die Sache um so schlimmer. Ich sitze dann immer vorne auf der Kante. Gesetzt der Fall, der Stuhl hielte mein Gewicht nicht aus, dann gäbe es ja nur ein weg knicken nach hinten.
In Autos könnte das Problem zu kurzer Gurte bestehen.
Interessant fände ich z.B., wenn Möbelgeschäfte beim Kauf eines Bettes vielleicht auch professionelle Verstärkungen anbieten würden (zusätzlich angebrachte Stützen oder so etwas in der Art). für einen erschwinglichen Preis.
Interessant fände ich z.B., wenn Möbelgeschäfte beim Kauf eines Bettes vielleicht auch professionelle Verstärkungen anbieten würden (zusätzlich angebrachte Stützen oder so etwas in der Art). für einen erschwinglichen Preis.So was in professionell wäre echt nicht schlecht, obwohl man sich mit Kanthölzern auch ganz gut selber helfen kann.
Apropos Toiletten.
Gab es hier nicht auch häufiger das Thema der Toiletten, die nicht auf einem festen Sockel stehen? Ich könnte mir vorstellen, das diese auch ab einer bestimmten Gewichtsgrenze ein Problem sein können.
Gab es hier nicht auch häufiger das Thema der Toiletten, die nicht auf einem festen Sockel stehen?Ja, hier (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=331). Der Thread ist vielleicht interessant für Dich, Svente.
So was in professionell wäre echt nicht schlecht, obwohl man sich mit Kanthölzern auch ganz gut selber helfen kann.
Das mit den Kanthölzern klingt für mich seltsam, kann man da nicht gleich das Lattenrost weglassen und sich auf ein Brett legen. Klingt für mich nicht so richtig gemütlich. Machen das viele so, oder wie behilft sich den Rest von euch?
@ Martina: Danke für den Link
Würdet ihr sagen, dass ihr (längere) Reisen mit dem Zug oder auch mit Bus oder Flugzeug eher meidet, weil ihr Befürchtungen wegen den Toiletten habt?
Gibts da eigentlich große Unterschieder zwischen normaler Bahn und ICE? Bin selbst kein großer Bahnfahrer.
Das mit den Kanthölzern klingt für mich seltsam, kann man da nicht gleich das Lattenrost weglassen und sich auf ein Brett legen. Klingt für mich nicht so richtig gemütlich. :kicher: So meinte ich das nicht. Stell Dir vor, Du hast ein Bett mit einem ganz normalen Lattenrost: Dann misst Du den Abstand von der Unterkante der Latten zum Boden und kaufst stabile Kanthölzer (z.B. 10 x 10 cm), die Du dann senkrecht unter einzelnen Lattenrosten und der Mittelstrebe des Betts anbringst, so dass das alles nicht durchhängen und schließlich -knicken kann. Man hat dann unter dem Bett so eine Art Säulenhalle. :grins:
Zum Thema Bett gab es übrigens mal eine tolle Idee in einem anderen Forum, die ich hier noch mal aufgeschrieben (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showpost.php?p=77434&postcount=7) habe.
Ich weiß jetzt nicht, ob das zu groß gedacht ist, aber ich fand zum Beispiel mal ein Schwimmbad, in dem es praktisch von den Kabinen aus eine Einschwimmbahn gab, sehr angenehm. Viele dicke Menschen (und andere auch) mögen es ja nicht so gern, sich auf dem Weg ins Wasser begucken zu lassen. Da ist es schön, gleich nach dem Umziehen ins Wasser steigen zu können und von dort in das eigentliche Becken schwimmen zu können.
Ja und was mir noch aufgefallen ist, sind die Bänke in den Umkleidekabinen, die oft einen nicht sehr stabilen Eindruck machen. Die Kabinen selber sind manchmal auch recht eng.
Kubalibre
05.01.2010, 21:58
Bin selbst kein großer Bahnfahrer. Ich fahre auch lieber in meinem Auto als mit der Bahn. Musste aber auch wegen Schulungen schon mit der Bahn fahren. Ich vergleiche das mal mit den Bummelzug-Waggons von vor ca. 25-20 Jahren. Damals bin ich ca. 70 km in die Berufsschule in Ludwigshafen gefahren. In den Zügen fuhren auch viele Arbeiter der BASF mit.
In den Zügen gab es keine Einzel-Sitze, sondern Sitzbänke für drei Personen auf beiden Seiten mit einem Mittelgang. Entweder waren die Waggon damals breiter oder der Platz besser genutzt. Auf jeden Fall war in den Waggons das Reisen angenehmer als heute in den moderneren Zügen.
ohja, diese großen, weichen, breiten bänke mit den ohren obendran hab ich heiss und innig geliebt, und bei der 1 klasse gabs diese kultigen miniabteile mit schiebetüren :applaus:
die sitze heutzutage sind sau unbequem, 2 cm schaumstoff als polster (gefühlt) enge gänge und neben mir kann niemand sitzen der über 7 jahre oder *Formulierung entfernt* (ich denk ma, ihr wisst wie das gemeint ist ;) )
was ich allerdings in einem zug (ich glaub, metronom oder so, auf jedenfall einer von den privaten, war von bielefeld richtung franfurt/main) sehr klasse fand, war eine steckdose neben dem sitz zur freien benutzung, gabs an jedem sitz nebendran, konnten wir das handy aufladen und ich denk, für laptop isses auch klasse, nur n ausklapptischchen gabs leider net.
Hinweis der Administration
Auch wenn gewisse Formulierungen witzig gemeint sein sollen, so haben sie hier keinen Platz, wenn sie in Richtung Diskriminierung oder Diffamierung gehen, auch wenn das nicht das Ziel des Schreibers ist. Dicke Menschen wollen zu Recht keine Witze auf Kosten Dicker hören/lesen, sehr dünne Menschen auch nicht!
dramaqueen
05.01.2010, 23:02
Würdet ihr sagen, dass ihr (längere) Reisen mit dem Zug oder auch mit Bus oder Flugzeug eher meidet, weil ihr Befürchtungen wegen den Toiletten habt?
Gibts da eigentlich große Unterschieder zwischen normaler Bahn und ICE? Bin selbst kein großer Bahnfahrer.
Also ich kann für mich sagen, dass ich mir vor solchen Reisen für den Fall, dass ich nicht mit meinem Freund reise und somit weiß, wer neben mir sitzen wird, zumindest immer ziemliche Sorgen mache, wie das wohl verlaufen wird. Ich versuche mich immer soweit wie möglich an den äußersten Rand des Sitzes zu pressen, um bloß niemanden zu belästigen.
Allerdings hat das leider den Nachteil, dass ich selber dann völlig verkrampft und ramponiert am Ziel ankomme. :(
@ martina: danke für die aufklärung :) > das mit den Bierkisten ist ne gute und einfache Idee
ich mag solche ideen immer gern – es gibt dazu auch ein ganz interessantes Buch, das 2006 von zwei Professoren zusammen mit einigen Studenten meiner Schule veröffentlicht wurde – vielleicht interessiert dich so was ja > Non Intentional Design – ISBN 3937718931 – kostet bei amazon aktuell neu gerade mal 4.95€, gebraucht lustiger weise 22,08€ - wenn da jemanden nicht mal ein Fehler unterlaufen ist – also bei Interesse schnell zuschlagen ;)
@ itsme: nein, nicht zu groß gedacht, sondern hervorragend! Guter Gedanke.
@ elvae: das Zitat von Geissler find ich einfach nur super!
@ alle: toll, langsam kommt hier richtig Schwung ins Forum, ich bin begeistert!
Mir ist noch ein Gedanke gekommen, ist eigentlich ein Airbag ab einem gewissen Körperumfang gefährlich? Man darf ja auch gewisse Kindersitze nicht auf den Beifahrersitz schnallen, weil die dann zu nahe am Airbag sitzen würden und die Kinder durch das explosive Aufblähen des Airbags durch das Auto oder gegen den Sitz geschleudert werden würden. Weiß da jemand was genaueres?
Honigbiene
06.01.2010, 12:14
Ich frage mich immer, was sich Architekten denken, wenn sie die Toilettentöpfe nahezu neben der Wand anbringen. Also so, dass mensch gar nicht mehr richtig draufsitzen kann, sondern fast nur noch Platz für eine Pobacke ist. Ganz schlimm sind auch die Badezimmer, wo die Toilette in einer winzigen Nische untergebracht sind. Mit mehr als Größe 40 ist eine Benutzung fast unmöglich.
Lustig sind auch Kneipentoiletten, wo die beim Hocken fast die Knie berührt. Als Große mit Masse ist das Aufstehen da ein Abenteuer.
Honigbiene
06.01.2010, 12:19
Würdet ihr sagen, dass ihr (längere) Reisen mit dem Zug oder auch mit Bus oder Flugzeug eher meidet, weil ihr Befürchtungen wegen den Toiletten habt?
Gibts da eigentlich große Unterschieder zwischen normaler Bahn und ICE? Bin selbst kein großer Bahnfahrer.
Diese Toiletten meide ich wie die Pest. Die sind der absolute Horror. Eng eng eng eng eng und in der Bahn auch noch schmutzig. Bei 200 km/h kriege ich das mit dem P... im Stehen nicht mehr hin. Besonders nicht in Kurven. :eek:
Ich versuche mich immer soweit wie möglich an den äußersten Rand des Sitzes zu pressen, um bloß niemanden zu belästigen.
Ich fahre viel mit der Bahn und seit Jahren nur nur 1.Klasse und dort wenn möglich IC. Dort gibt es im Großraumwagen Einzelsitze mit viel Beinfeiheit und breiten bequemen Sitzen. Mit BahnCard und frühzeitiger Buchung kostet das mich je Reise (also Hin- und Rückfahrt) 20-40 € mehr, aber das ist es mir wert.
Ich würde wünschen, dass Bäder in Hotels nicht zu winzig sind. Ich war über Silvester auf Sylt und das Bad war eine Zumutung. Wenn man auf der Toilette sass, berührten die Knie schon die Eingangstür. Wenn man aber aber Klo vorbei ans Waschbecken wollte, mußt man schon die Luft anhalten.
Wenn man aber dann auch noch in die Dusche wollte, wurde es schwierig. Der Einstieg zur Dusche war nicht breiter als 35 cm. Also seitlich rein, mit Bauch einziehen, Luft anhalten und ein bißchen quetschen. Hat nicht wirklich Spaß gemacht. Ich bin nach 2 Tagen (auch aus anderen Gründen) in ein anderes Hotel gezogen. Übrigens war es keine billige Absteige, sondern ein recht teures 3 Sterne Hotel.
das schlimmste klo das ich gesehen hab, hatte nicht die bahn verbrochen, sondern ein, wie ich annehme, mittlerweile verstorbener architekt (altbau)
das bad ist 5-6 meter lang, an der fensterseite, wo die badewanne ist, ca 2 meter breit, an der andern seite noch ca 80 cm :eek:
das klo ist genau in der nische, nur muss man sich noch am waschbecken vorbeiquetschen, beide pobacken berühren die wände und das gesicht hängt im waschbecken...
gott sei dank wohn ich dort nicht, aber dagegen ist jedes kneipenklo ein fussballstadion ;)
Baerenland
07.01.2010, 19:17
Ich denke ja mal auch,dass viele Besitzer möglich viel Leute unterbringen will, und verzichtet auf "breitere Sitze"--ist ja auch in Flugzeugen so mit der Beinfreiheit...
Was mich stört, ist , wenn ich im Kino nicht den "mittelgang" habe....hab zwar recht kurze Beine, eine "normale" Reihe würde reichen....nur...wenn ich dann mal doch aufs Klo muß (oder einer meiner Kinder begleiten muß)--wirds unangenehm...der Hintern klebt am Kopf vom Vordermann, die Brust drückt auf den "Reihennachbarn"...
Umkleidekabinen in diversen Läden (DA lob ich mal ausnahmsweise UP..)
In Ämtern die angeschraubten Platikschalen....da krieg ich bei längeren Wartereien einen gepflegten Dekubitus an den Oberschenkeln...
Wie schon gesagt, Tolietten....wo man sich die Rübe schon an der Türklinge anschlägt..
Einige Sessel und / oder Couchs, wo man ohne Hebekran nicht mehr rauskommt...
ODER: Ganz aktuell bei uns: Eßzimmerstühle, die auch was aushalten können....nach zwei Jahren geht da alles auseinander, und keine Möglichkeit, irgendwo ein Innenwinkel zu verschrauben (weil alles schön ausgefräst und vorgebohrt ist).. Lieber mal eine Querstrebe zur Stabilität dazumachen, ohne dass das Teil "olber"(..wie sagt man....grob) aussieht. Klar kriegt man das--aber ich hab keine Lust, für EINEN Stuhl über 100 Euro auszugeben...
Duschkabinen in Hotels (wenn da mal einem die Seife runterfällt--keine Chance, die ohne Hintern an der Wand aufzuheben)
"Designertreppen"....wo man das Gefühl hat, selbst Twiggy würde sie zum Einstürzen bringen.."Abenteuerbrücken"---(die keine sein soll...), die schwanken, wenn man drübergeht, und man angst hat, der Vorhergeher würd gleich über die Mauer dopsen..
Eigentlich alles, war zart und zierlich aussieht, und von mir benutzt werden soll, hab ich schiss, dass ich das zertrümmere...
Hoffe, ich konnte dir ein wenig von meiner "angst"-und "erfahrungen" helfen..
Liebe Grüße
Bärli
Würdet ihr sagen, dass ihr (längere) Reisen mit dem Zug oder auch mit Bus oder Flugzeug eher meidet, weil ihr Befürchtungen wegen den Toiletten habt?
Gibts da eigentlich große Unterschiede zwischen normaler Bahn und ICE?
Ich habe eine Bahncard 50 und bin aus beruflichen Gründen Vielfahrerin, aber auch häufiger privat unterwegs, weil ich es inzwischen abgrundtief hasse, mich in den Krieg auf Deutschlands Autobahnen zu begeben.
Auch längere Fahrten im ICE (gerade erst war ich in Wien, das sind 7 Stunden pro Strecke) finde ich durchaus bequem. Die Toiletten kann ich nutzen. Ich muss mich zwar an der Tür (die eben bedauerlicherweise nach innen aufgeht) vorbeiquetschen, aber es geht. Gestern war ich zum ersten Mal seit ewigen Zeiten im Bordrestaurant und fand es auch dort komfortabel.
Über den Vergleich zu anderen Zügen kann ich wenig sagen, da ich eigentlich ausschließlich ICE fahre. Wir hatten einmal wegen eines Zugausfalls einen IC als Ersatzzug. Da waren die Polster etwas weniger weich, aber es war vom Platz her auch ok.
Mich stören eher Mitreisende, die sich um keinerlei Regeln scheren. Aber das hat nichts mit Design zu tun. :rolleyes:
Ich bin wirklich keine zarte Elfe, komme aber eigentlich überall zurecht. Das einzige, was mich immer wieder stört, ist das, was auch Martina kritisiert: Orte, an denen es ausschließlich Stühle mit Armlehnen gibt. Das ist überflüssig und einfach mittlerweile zu kurz gedacht. Vorzugsweise lasse ich mein Geld dann eben an Orten, die auch für mich bequem sind (sofern es die Gastronomie betrifft).
Wirklich schrecklich sind Flugzeugsitze. Aber das geht glaube ich allen so, die mehr als 1,65m groß sind und mehr als 50 kg wiegen. Durch mein Kind neben mir habe ich in den letzten Jahren wenigstens den Vorteil gehabt, etwas mehr Raum zu haben und keinen Fremden zu belästigen.
Ich möchte gern mal wieder in die USA, habe aber noch Bauchweh damit, das zu buchen. Im Gegensatz zum Zug kann an sich ja hier auch die 1. Klasse nicht leisten. Ich fände es gut, wenn es eine "Zwischenlösung" gäbe. Ich brauche keine Flüge für 99 Cent, ich bin gern bereit, einen angemessenen Preis zu zahlen, wenn ich dafür auch ein wenig Komfort bekomme. Darüber sollten sich Airlines mal Gedanken machen.
MissSilver
09.01.2010, 08:39
Mir sind noch "Sportgeräte" eingefallen, die meist nur (wenn überhaupt) bis 100 kg belastbar sind.
Stepper, Trampolins etc. etc.
So, jetzt melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Ich muss „leider“ noch an einem anderem Thema arbeiten, es gibt immer zwei Nebenthemen und Hauptthema, was allerdings erst nach den Nebenthemen zur Debatte steht. Daher konnte ich in den letzten Tagen hier nicht so aktiv sein. Ich hoffe ich wurde schon vermisst ;)
Was mich noch interessieren würde, kennt jemand Fahrradläden, Internetshops Autohäuser, Möbelhändler (nur keine Klamottenläden) etc., die sich besonders oder zumindest zum Teil auf Produkte für Übergewichtige spezialisiert haben?Hab auch schon ein zwei gefunden, aber irgendwo muss es doch bestimmt noch mehr geben.
Wichtiger als spezielle Produkte für Übergewichtige erscheinen mir Produkte, die für jedermann/jederfrau benutzbar sind.
Das sollte Ziel und Sinn von Design sein...
Wichtiger als spezielle Produkte für Übergewichtige erscheinen mir Produkte, die für jedermann/jederfrau benutzbar sind.
Das sollte Ziel und Sinn von Design sein...
Da hast du auf jeden Fall recht und ich kann mich deiner Meinung nur anschliessen. Im Grunde ist ja auch genau dies das Anliegen meiner Arbeit. Wenn ich über Design lese fallen immer wieder so interessante Schlagwörter, wie "ganzheitlicher Ansatz" oder "zeitlos". Das ist zwar alles ganz nett gemeint und ich will die Leistung viler Designer gar nicht komplett in Frage stellen, aber mir ist aufgefallen, dass in vielerlei Hinsicht so ein (für mich) grundsätzliches Ding, wie "sollte/muss für jeden zu benutzen sein" gern etwas bei Seite geschoben werden.
Kurz gesagt, du hast genau auf den Punkt getroffen!
Aber leider sieht die Ralität anders aus und daher interssiere ich mich halt für die Spezialisten und für die wenigstens "zusätzlich" ein passendes Angebot für Übergwichtige im Sortiment haben.
Würdet ihr sagen, dass ihr (längere) Reisen mit dem Zug oder auch mit Bus oder Flugzeug eher meidet, weil ihr Befürchtungen wegen den Toiletten habt?
Gibts da eigentlich große Unterschieder zwischen normaler Bahn und ICE? Bin selbst kein großer Bahnfahrer. Nein - vermeiden tue ich da nichts bei Bahnreisen. Das wäre auch gar nicht möglich. Sämtliche RE/RB/IRE etc. sind gar kein Problem. Da sind die Toiletten meist recht großzügig und selbst die engsten noch ausreichend.
Bei ICE achte ich , wie Martina, darauf in der Nähe der Behindertentoilette zu sein.
In den alten ICEs sind auch die normalen Toiletten zumindest okay.Aber da kann man sich ja nicht drauf verlassen.
Die "normalen" ICE-Toiletten faszinieren mich. Da muss man nicht mal stark übergewichtig sein, dass man da mitunter nur höchst unelegant reinkommt. Die Türlösung ist bei dem kleinen Platzangebot tatsächlich komplett bescheuert.
Ich habe mal in einer (zugegebenermaßen billigen) Pension übernachtet, Zimmer mit Bad. Ich habe erst mal das Bad gesucht, dann öffnete ich den "Kleiderschrank": da drin war ein Rundum-Plastik-Bad eingebaut, mit Klo, Dusche und Handwaschbecken auf knapp 0,5 Quadratmeter. Wahrscheinlich haben die bei einem Lieferanten für Raumkapseln oder U-Boote bestellt, jedenfalls ist dagegen die ICE-Toilette ein Tanzsaal. Ich habe es trotzdem irgendwie geschafft, aufs Klo zu gehen bzw. darauf sitzend zu duschen, aber wer noch dicker ist als ich....
Besonderes Design für Dicke brauche ich aber nicht. Generell müssten Produkte flexibler sein bzw. in verschiedenen Ausführungen zu haben. Es gibt ja auch noch sehr kleine Menschen, Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte, Parkinsonkranke (mein Parkinsonkranker Schwiegervater kann z.B. diese neuen Milchkartons mit dem Abzieh-Ringlein nicht alleine öffnen) und weitere Personen, die nicht die DIN-Norm erfüllen.
Mich nervt eigentlich nur, dass alle besseren Matratzen diese 7 Zonen haben. Diese Zonen liegen aber nie da, wo ich sie bräuchte. Wer hat denn schon Normgröße und liegt wie eine aufgebahrte Leiche die ganze Nacht reglos rum?
hallo Svente,
ich stelle fest, dass in Museen viel zu wenig Sitzgelegenheiten vorhanden sind, um die Werke eingehend betrachten zu können.
Außerdem sind die wenigen Sitze meist als Sitzbank befestigt, sodass man durch andere Kunstbegeisterte den Blick verstellt bekommt. Bis hierher trifft das auf alle Museumsbesucher zu.
Erschwerend kommt aber dazu, dass diese Sitzbänke sehr niedrig sind. Den Vogel hat hier das Magritte-Museum in Brüssel abgeschossen. Da reichte mir die Höhe der Sitzbank gerade mal bis an die unteren Waden.
Es kann sich hier jeder vorstellen, wie "elegant" man sich da wieder in die Höhe schraubt. Ältere oder Gehbehinderte konnten sich überhaupt nicht hinsetzen (konnte ich selbst beobachten) bzw. ohne Hilfe nicht mehr Aufstehen.
Design ist halt nicht immer menschenfreundlich. Für mich gehört zu einem guten Design auch gute Funktionalität.
Design oder nicht Sein ...
mit funktionalen Grüssen
Tizzi
Design ist halt nicht immer menschenfreundlich. Für mich gehört zu einem guten Design auch gute Funktionalität.
Ich würde sogar sagen, dass Funktionalität nicht nur auch zum Design gehört sondern für mich, besonders bezüglich von Produkten, sogar die Basis von gutem Design ist. Leider darf sich jeder Hans und Franz Designer nennen und da sind nunmal auch häufig Menschen dabei, die gutes Design immer noch als Hübschmacherei verstehen. Es gibt sogar eine Initiative von namhaften Designern, die sich dafür einsetzen, dass DesignerIn eine geschütze Berufbezeichnung wird. Aber das nur kurz am Rande.
Jetzt würde ich gern noch was anderes in den Raum werfen. Ich habe mich gestern mit einer Möbelhändlerin unterhalten, die sich auf Möbel für Übergewichtige spezialisiert hat. Aktuell verkauft sie die Möbel noch in einem kleinen Ladenraum, hat aber jetzt ein Angebot bekommen, dass sie ihr Geschäft in die Räumlichkeiten eines größeren Möbelhauses verlagern könnte. Dort wäre sie dann in eine separate Abteilung, die auch vom Möbelhaus klar als eine Art "Spezialabteilung XXL" ausgezeichnet werden würde. Wir haben uns lange darüber unterhalten, ob das für sie sinnvoll wäre oder nicht. Jetzt würde mich mal inteessieren, was ihr dazu sagt. Würdet ihr lieber in einer "Spezialabteilung" eines großen Möbelhauses einkaufen, wo bestimmt mehr Ausstellungsfläche vorhanden und dieses wohl auch besser zu erreichen wäre oder lieber in einem eigenständigen kleineren Laden, wo eher (natürlich nicht ausschliesslich) nur Leute einkaufen, die selbst übergewichtig sind?
Würdet ihr lieber in einer "Spezialabteilung" eines großen Möbelhauses einkaufen, wo bestimmt mehr Ausstellungsfläche vorhanden und dieses wohl auch besser zu erreichen wäre oder lieber in einem eigenständigen kleineren Laden, wo eher (natürlich nicht ausschliesslich) nur Leute einkaufen, die selbst übergewichtig sind?Weder noch. Ich würde es begrüßen, wenn diese Möbel im ganz normalen Sortiment untergebracht sind.
kampfzwerg
15.01.2010, 15:58
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass eine eigens eingerichtete Sonderabteilung den Verkauf wirklich fördert. Lieber sähe ich auf den Produktbeschreibungsschildern einen kleinen Vermerk, der auf die höhere Belastbarkeit oder besondere Verarbeitung hinweist.
Die Schaffung einer Sonderabteilung könnte einen Hauch von Diskriminierung für Kunden haben, die auf diese Möbel angewiesen sind. Außerdem sind Sonderflächen nicht selten lieblos in Ecken eines Ladens gequetscht. Im Möbelhaus würde das vielleicht bedeuteten, die Spezialmöbel kämen dorthin, wo der normale Rundweg nicht automatisch entlang leitet, weil die Abteilung für den erwarteten Durchschnittskunden nicht relevant ist.
Weder noch. Ich würde es begrüßen, wenn diese Möbel im ganz normalen Sortiment untergebracht sind.
Dito!
Weder noch. Ich würde es begrüßen, wenn diese Möbel im ganz normalen Sortiment untergebracht sind.
Ich schließe mich an.
Ganz egal, ob es um Möbel, Kleidung, Reisen, Tanzveranstaltungen oder sonstwas geht: Ich will keine Extra-Etagen, Extra-Veranstaltungen oder Extra-Läden. Am schönsten wäre es, wenn es so selbstverständlich große Größen gäbe, wie es z.B. Lang- und Kurzgrößen gibt. Wenn Möbel stabil und gut verarbeitet wären. Wenn Flugzeuge Sitze mit unterschiedlichen Breiten hätten. Und so weiter. Ich will kein Ghetto. Nirgendwo. Ich will mittendrin sein, da wo ich hingehöre.
Nordlicht
15.01.2010, 17:27
finde ich auch.
am servicefreundlichsten: gleich an der Ware angeben, wie sehr sie belastbar ist, in welchen Größen es sie gibt... alles andere frustriert nur. wenn ich in einen Laden gehe, will ich schnell erkennen können, ob die ware für mich passend ist, sei es nun der breitere Stuhl oder die umfangreichere Hose. Es sollte selbstverständlich da sein, wo auch der passende Rest der Ware ist. Sonst muss man die ganze Zeit hin und her pendeln... das extra-belastbare Bett steht hinten in der Übergewichtigen-Ecke, aber die passenden Nachtschränkchen stehen vorn bei den anderen, da sie ja keine Spezialanfertigung sein müssen... nee danke. Da kauf ich dann eher online, da sind alle Größen gleichermaßen "erreichbar".
Ich habe mich gestern mit einer Möbelhändlerin unterhalten, die sich auf Möbel für Übergewichtige spezialisiert hat.
Was sollen denn Möbel speziell für Übergewichtige sein? Ist der Schrank besonders groß oder die Kommode speziell gefärbt? :rolleyes:
Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen voll und ganz an. Meine Einkäufe würde ich weder in einem Spezialgeschäft noch in einer Spezialabteilung und schon gar nicht in einer "Spezialabteilung XXL" tätigen oder dort nach neuen Möbeln, Teppichen oder sonstigen Einrichtungsgegenständen suchen
Kubalibre
16.01.2010, 10:09
Wäre es nicht schöner, wenn die Möbel mit einen Belastbarkeit bis xxx kg ausgezeichnet wären? Das kann ja in der Regel eigentlich nur Betten, Sofas und sonstige Möbel zum sitzen betreffen. Und wenn es diese Möbel dann in einer verstärkten Ausführung gäbe? Also Standard bis 100 kg und verstärkt z.B. bis 200 kg.
Es bräuchte nichts Neues entwickelt werden, sondern nur ein bereits bestehendes Design stabiler konstruiert sein. Damit sollten solche Möbel vielleicht dann nicht viel teurer sein als die Standard-Ausführung.
Damit sollten solche Möbel vielleicht dann nicht viel teurer sein als die Standard-Ausführung.
Damit machst du aber die schöne Extra-Gewinnspanne kaputt, die sich manche erhoffen, wenn sie Übergewichtigen spezielle Möbel anbieten... :rolleyes:
Wäre es nicht schöner, wenn die Möbel mit einen Belastbarkeit bis xxx kg ausgezeichnet wären? Das kann ja in der Regel eigentlich nur Betten, Sofas und sonstige Möbel zum sitzen betreffen. Und wenn es diese Möbel dann in einer verstärkten Ausführung gäbe? Also Standard bis 100 kg und verstärkt z.B. bis 200 kg.
Es bräuchte nichts Neues entwickelt werden, sondern nur ein bereits bestehendes Design stabiler konstruiert sein. Damit sollten solche Möbel vielleicht dann nicht viel teurer sein als die Standard-Ausführung.
Aber sie würden teurer werden und ich höre schon den Aufschrei, weil dann alle mehr bezahlen müssen. Dann könnten sie sogar mit Fug und Recht sagen, die Dicken haben Schuld...
Nicht mißverstehen, ich fände es gut, aber ich befürchte eine solche Reaktion.
Wenn es etwas betrifft, wo sogar schon der schlanke Mensch Probleme hat, wie z.B. bei den total schmalen Flugzeugsitzen, wäre es sicher anders.
Kubalibre
16.01.2010, 20:20
Du hast mich missverstanden, glaube ich.
Erklärt am Beispiel eines Sessels. Der ist in der normalen Ausführung belastbar bis 100 kg und kostet 350,00 €.
Jetzt gibt es den gleichen Sessel verstärkt. Mit stärkeren Federn und stärkeren tragenden Teile im Innern. Das Design bleibt ja gleich, nur die Verstärkung kostet halt etwas mehr und daher kostet das verstärkte Modell vielleicht 400,00 €.
Mit so einer Variante könnte ich leben - schließlich muss dafür ja was "extra" gemacht werden.
So könnten z.B. auch nicht dicke Menschen davon profitieren, da ja davon auszugehen ist, dass die verstärkten Möbel länger halten.
Baerenland
16.01.2010, 22:58
Gerade zum Beispiel Sessel:
Könnte man da nicht sagen: XXL-Sessel zum XXL-Spaß ? Als "Andeutung"---man könnte ja auch zu zweit (als normalgewichtiger) drauf Platz haben....---oder ich alleine...
ansonsten fände ich auch: In der Beschreibung: auch erhältlich in Extra-Qualität für XXX kg. Das hat -in meinen Augen- auch nichts verwerfliches oder negatives an sich.
Ob sich da zwei am abend an einem Film vergnügen, oder ich (und meine Katze) allein.....kann denen doch wurscht sein...(ähmmm. die katze nur als schmuseojekt...nicht falsch verstehen...)
Bärli
Zunächst einmal, wenn etwas (wie unten) zu bekommen ist, dann zu einem unverhältnismäßig höherem Preis zu den "normalen" Gegenständen.
Sitze in Flugzeugen
Sonnenliegen
Leitern oder Tritte
Betten in Hotels
Betten im Allgemeinen, Lattenroste, Matratzen
Das ist mir jetzt erst mal spontan eingefallen.
das war auch meine erste assoziation. leider! aber ich mein, dass ist einfach hinzunehmen. da wir nun einmal mehr bzw. stärkere möbel brauchen, bzw. mehr stoff bei klamotten, muss sich das folglich auch irgendwie im preis niederschlagen. wo denn auch sonst? mittlerweile gibt es aber auch möbel, die auf xxl (auch wenn nur wegen der gemütlichkeit halber) umrüsten und da finde ich es eigentlich nicht wirklich bemerkbar im preis.
Bitte keine "heimlichen" gewerblichen Links in Zitate einfügen!
mittlerweile gibt es aber auch möbel, die auf xxl (auch wenn nur wegen der gemütlichkeit halber) umrüsten und da finde ich es eigentlich nicht wirklich bemerkbar im preis.
Das ist ja auch genau der Punkt. Wenn man Möbel der Gemütlichkeit oder aus welchen "normalen" Gründen auch immer etwas größer/bequemer/stabiler baut, ist in aller Regel kein Preisunterschied spürbar.
Nennt man das Ganze dann XXL für Übergewichtige, wird sofort der Preis nach oben angepasst.
Ich bin allerdings nicht bereit, das mit zu tragen. Schließlich kaufe ich auch nicht bei Unternehmen, die für größere Kleidungsgrößen mehr Geld verlangen...
Sonnenkuss
02.02.2010, 16:12
svente
Blinder Passagier
Letzte Aktivität: 15.01.2010 15:27
Ich glaub ihr braucht euch nimmer zu bemühen.
Ich glaub ihr braucht euch nimmer zu bemühen.
nene so ist das nicht, ich bin immer noch fleissig dabei, so ist ja nicht :)
wenn also noch jemand einen einfall hat, bitte immer her damit
Rapunzel
22.04.2010, 00:34
Ich hab die ganze Zeit Probleme. Das fängt bei den Stühlen bei uns in der Kantine an, bei denen ich täglich fürchte, die dünnen Beine rutschen flach zu allen 4 Seiten weg und ich lande auf dem Boden. Plastikstühle in STrassencafés kann man komplett vergessen, da passt mein Hintern nicht rein und die Beine waren mir, auch als ich noch reinpasste und der Stuhl mir beim aufstehen am Hintern klemmten, auch nocht geheuer.
Sitzplätze im Zug oder Bus sind der Horror, vor allem im Zug wenn man lange Strecken fährt - und vor allem für die Leute neben mir. Da hab ich auch schon mal den KOmmentar bekommen als ich mich setzte: "Jetzt ist es aber ganz schön eng". Ich hab das gar nicht so schnell kapiert und nur freundich gelächelt und gesagt "Das kann man wohl sagen!"
Kinositze sind nicht schön es sei den man ist im Multiplex und setzt sich auf so einen Pärchensitz.
Toiletten fangen unter meinem GEwicht auch gelegntlich an zu knirschen... SO eine freischwingende Toilette würde meinen Besuch glaube ich nicht überleben. Ich könnte auch keine Wohnung mit so einer Toilette nehmen. EInmal habe ich mir eine Wohnng angeguckt da war das Bad so schmal, dass ich nicht am Waschbecken entlang zur Toilette gehen konnte. Ich hätte immer wenn ich auf Toilette hätte gehen wollen auf dem Boden unter dem Waschbecken zum Klo robben müssen. Tolle Konstruktion.
Zum Schuhe anziehen habe ich einen extralangen Schuhlöffel von Ikea, das Problem war also leicht zu lösen. Irgendwas geniales zum Füßewaschen bräuchte ich noch.
Betten sind auch so ein Thema. Vor allem wenn man "sportliche Aktivitäten" mit einer zweiten Person ausgeübt hat. Nach ein Paar mal kann so ein Bett auf den Müll.
Betten müsse doch für sowas gebaut sein und zwar auch für Übergewichtige. Womöglich noch ZWEI Übergewichtige.
Generell sind für mich öffentliche Sitzgelegenheiten und mein Bett das größte Übel.
Schuhe find ich auch problematisch, aber das ist ja wieder Mode.
Als schlanke hatte ich 3 Schuhgrößen kleiner als jetzt aber meinen Füße sind ja nicht länger geworden sondern nur breiter! Wenn ich Schuhe kaufe die in der Breite passen sind sie vorne viel zu lang.
Schnürschuhe sind auch blöd, da hilft der Schuhanzieher auch nichts, man muss sich runterbeugen und schnüren und bekommt schon keine Luft mehr beim beugen. Schlupfschuhe oder höchstens mit Klett sind besser und gerne in normalen Größen aber breiter, ohne dass sie total Öko aussehen!
Am meisten stört es mich, daß die Kleidung, die mir gefällt häufig nur in so Kindergrößen angeboten wird.
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