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Limetta
17.12.2009, 18:14
Heute ein Beitrag zum Thema "Treue".

Ja... was bedeutet eigentlich dieser Begriff?
Heisst das, ich bin nur einem einzigen Menschen verpflichtet? Körperlich, seelisch, geistig? Ich werde mich nur mit diesem einen Menschen "einlassen"?
Bin ich schon "untreu", wenn ich an einen anderen denke? Oder ist es dann schon "Betrug"?
Ich denke, jeder definiert dieses Wörtchen "Treue" anders.
Für die meisten dürfte es "ganz normal" sein, wenn sie nur einen Partner haben - einen für alles... Alltagsleben, Lust und Liebe.
Dann gibt es noch solche, die "nebenbei" eine Beziehung oder Affäre haben, trotzdem aber ihrem Lebenspartner treu sind: freilich nicht körperlich - dennoch sprechen sie von einer "geistigen Treue".
Auch kann man gewissen Dingen oder Eigenschaften treu sein. Jedoch - hat das nicht wiederum mit "Gewohnheit" zu tun?
Mich hat es jedenfalls sehr nachdenklich gemacht. "Treue"... hm... In gewisser Weise bin ich treu. Aber auch wieder nicht...
Soll doch jeder für sich selbst entscheiden... oder??

Limetta. :flirt:

manda
18.12.2009, 01:36
Jeder für sich selbst entscheiden wird in einer Partnerschaft schwierig sein,dann müssen sich schon 2 finden,die die gleiche Einstellung haben,sonst führt das unweigerlich zu Problemen!

Itsme
18.12.2009, 08:15
Treue bedeutet für mich auch das, woran viele Menschen als erstes bei dem Wort denken. Ich könnte mir nicht vorstellen, mehrere Sexualpartner zu haben.
Aber Treue in der Partnerschaft umfasst für mich ebenso, dass man treu zueinander steht, sich gegenseitig hilft und unterstützt, dass man sich aufeinander verlassen kann.

Hummelchen
18.12.2009, 09:11
Jeder für sich selbst entscheiden wird in einer Partnerschaft schwierig sein,dann müssen sich schon 2 finden,die die gleiche Einstellung haben,sonst führt das unweigerlich zu Problemen!

Das sehe ich auch so - man sollte da schon einen gemeinsamen Nenner finden.

Für mich gehört zu einer Beziehung Treue unbedingt dazu. Dazu zählt bei mir eben auch sexuelle Exklusivität...Würde mein Partner das anders sehen ist das sein gutes Recht, aber dann passt er nicht zu mir.

Ich habe festgestellt, dass ich solange ich den Anderen liebe und mich mit ihm verbunden fühle Treue selbstverständlich ist - zu Untreue kam es immer nur wenn die Beziehungen im Argen lagen oder meine Gefühle für den Partner nicht mehr oder kaum noch vorhanden waren.

Zur Zeit lebe ich in einer glücklichen Beziehung und bin treu wie Gold:girl:

Hummelchen

Darcy
18.12.2009, 14:27
Ich habe festgestellt, dass ich solange ich den Anderen liebe und mich mit ihm verbunden fühle Treue selbstverständlich ist - zu Untreue kam es immer nur wenn die Beziehungen im Argen lagen oder meine Gefühle für den Partner nicht mehr oder kaum noch vorhanden waren.

Wobei ich mich dann frage, wieso man sich nicht vorher trennt - dann wäre Fremdgehen gar nicht mehr nötig.

Lea
18.12.2009, 16:04
Wobei ich mich dann frage, wieso man sich nicht vorher trennt - dann wäre Fremdgehen gar nicht mehr nötig.

Da hast Du Recht.
Evtl. aus Gewohnheit? Bequemlichkeit? Feigheit?
Vielleicht merken manche auch erst, dass (oder wie sehr) die Beziehung im Argen liegt, wenn sie jemand anderen kennenlernen... allerdings ist das natürlich auch keine Rechtfertigung fürs Fremdgehen, denn selbst dann kann man sich ja noch "vorher" trennen.

Maxima
18.12.2009, 16:09
Jeder für sich selbst entscheiden wird in einer Partnerschaft schwierig sein,dann müssen sich schon 2 finden,die die gleiche Einstellung haben,sonst führt das unweigerlich zu Problemen!
Was ist nun aber, wenn man sich liebt und trotzdem nicht überall die gleichen Einstellungen hat?

Was ist, wenn z.B. ein total unterschiedliches Sexualbedürfnis vorliegt? Sollte das gleich ein Trennungsgrund sein?

Ich finde, man kann sich auch arangieren. Bei uns ist es z.B. so, dass ich liebend gern verreise. Ich liebe es, andere Länder und Menschen kennen zu lernen. Mein Mann mag das überhaupt nicht. Wir haben da für uns die Lösung gefunden, dass ich mit meiner Freundin in den Urlaub geflogen bin. Früher wäre das für mich unmöglich gewesen, aber mittlerweile sehe ich meinen Partner nicht mehr als siamesischen Zwilling an.

Wir haben bei unserm Problem eine Lösung gefunden. Was aber ist jetzt wirklich mit Fremdgehen?

In meiner Brust streiten sich da glaube zwei Seelen - einerseits finde ich Treue sehr wichtig und mir würde es sehr weh tun, wenn mein Mann eine andere Frau hätte. Was wäre aber, wenn ich das nicht wüsste und wir ansonsten eine glückliche Beziehung führen würden?

Früher war ich da rigeros in meinem Urteil, aber ich werde wohl langsam älter.

Was ist, wenn Menschen einfach unterschiedliche Bedürfnisse haben (z.B. Reisen oder Sex - es gibt sicherlich noch viel mehr) und trotzdem zu einander gehören wollen.

In meinem Bekanntenkreis gibt es so ein Fall, dass ein Partner Sex fast vollständig ablehnt. Trotzdem lieben sich die zwei. Ich frage mich manchmal, ob das auf Dauer gut gehen kann. Ich fände es superschade, wenn die beiden sich trennen würden. Wäre da nicht Fremdgehen eine Lösung? Es wird dem ablehnenden Partner nichts genommen, was der haben wollte und im Gegenteil erhält dieser einen ausgeglicheneren Partner.

Ich will hier keine Lanze für Fremdgeher brechen, denn ich bin auch schon einmal betrogen wurden und weiss, wie schlimm weh das tut. Wäre es nicht aber trotzdem an der Zeit, jeden Menschen seinen eigenen Weg gehen zu lassen?

Wo bei mir persönlich der Spass aufhören würde wäre, wenn jemand einen anderen Menschen liebt und nur aus materiellen Dingen am ursprünglichen Partner festhält. Aber auch das wäre deren Sache.

Ich finde Treue ist etwas sehr Individuelles.

Boewi
18.12.2009, 16:27
Was ist nun aber, wenn man sich liebt und trotzdem nicht überall die gleichen Einstellungen hat?

Dann muss man sich arrangieren. Aber dazu gehören immer zwei.
Es geht auf Dauer nicht, dass einer macht, was er/sie will und keine Rücksicht nimmt.

Zwischen dem Urlaub mit einer Freundin und ehelicher Untreue liegen für mich allerdings Welten!

Maxima
18.12.2009, 16:31
Da hast du auch recht. Mir ging es nur darum zu zeigen, dass es halt funktionieren kann trotz total gegensätzlicher Einstellungen. Bei mir ist es so was Lächerliches wie verreisen. Bei meiner einen Freundin ginge es aber schon um Sexualität.

Wäre es in dem von mir geschilderten Fall so eine Katastrophe, wenn ihr Partner sich seinen "körperlichen Ausgleich" wo anders sucht?!

Darcy
18.12.2009, 17:24
Da hast du auch recht. Mir ging es nur darum zu zeigen, dass es halt funktionieren kann trotz total gegensätzlicher Einstellungen. Bei mir ist es so was Lächerliches wie verreisen. Bei meiner einen Freundin ginge es aber schon um Sexualität.

Wäre es in dem von mir geschilderten Fall so eine Katastrophe, wenn ihr Partner sich seinen "körperlichen Ausgleich" wo anders sucht?!

Du verreist aber allein, nachdem Du das mit Deinem Partner so besprochen hast, oder?
Und nur unter diesen Umständen, also den anderen Part VORHER informieren/mit ihm besprechen, dass man sexuell unterschiedliche Bedürfnisse hat und diese eben anderweitig ausleben will, wäre es für mich ok.
Ansonsten ist es Fremdgehen/Betrügen/Híntergehen - und das hat für mich in einer Beziehung nix zu suchen.
Ich finde, auch ein Partner mit wenig Sexbedürfnissen oder wenig Lust am Experimentieren (oder was auch immer die Gründe für außerpartnerschaftlichen Sex sein mögen) hat das Recht, mit Respekt behandelt zu werden und dazu gehört für mich, dass man ihn für erwachsen genug erachtet, mit gewissen Dingen konfrontiert zu werden. Klar birgt diese Herangehensweise das Risiko der Trennung, weil der Partner eben nicht bereit ist, Sex mit anderen Leuten zu akzeptieren und der andere Partner nicht bereit ist, kaum oder gar keinen Sex innerhalb der Partnerschaft zu haben, aber diese Entscheidung darf man nicht übergehen, indem man den Weg des geringsten Widerstandes geht und heimlich fremdvögelt.

Itsme
18.12.2009, 18:37
Wenn man seinen Partner liebt, dann möchte man, dass es ihm gut geht. Wenn die sexuellen Bedürfnisse unterschiedlich sind, aber beide wollen, dass es dem anderen gut geht, dann kommt man sich eben entgegen.
Das tut man schließlich in einer Partnerschaft, in der Liebe da ist, in allen möglichen Bereichen. Warum sollte das auf sexuellem Gebiet anders sein?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gut geht, wenn der eine nix will und der andere sich das woanders holt. Dieses Intime, das Sexuelle, das ist etwas nur zwischen meinem Mann und mir und da gehört kein anderer Mensch dazu. Ich würde nicht mit einem Menschen zusammen leben können, der das nicht auch so sieht.
Und wenn eine Liebe einschläft, dann sollte man zu dem Menschen, den man einmal geliebt hat, so ehrlich sein und so viel Achtung vor ihm und noch so viel Gefühl für ihn haben, die Beziehung zu beenden, bevor man eine neue beginnt. Hintergehen ist das Mieseste, was ich mir vorstellen kann. Das hat der Mensch, den ich einmal liebte, nicht verdient. Ich würde nicht so behandelt werden wollen und deshalb würde ich auch nicht so handeln.

Maxima
18.12.2009, 18:39
Du verreist aber allein, nachdem Du das mit Deinem Partner so besprochen hast, oder?
Und nur unter diesen Umständen, also den anderen Part VORHER informieren/mit ihm besprechen, dass man sexuell unterschiedliche Bedürfnisse hat und diese eben anderweitig ausleben will, wäre es für mich ok.
Ansonsten ist es Fremdgehen/Betrügen/Híntergehen - und das hat für mich in einer Beziehung nix zu suchen.
Ich finde, auch ein Partner mit wenig Sexbedürfnissen oder wenig Lust am Experimentieren (oder was auch immer die Gründe für außerpartnerschaftlichen Sex sein mögen) hat das Recht, mit Respekt behandelt zu werden und dazu gehört für mich, dass man ihn für erwachsen genug erachtet, mit gewissen Dingen konfrontiert zu werden. Klar birgt diese Herangehensweise das Risiko der Trennung, weil der Partner eben nicht bereit ist, Sex mit anderen Leuten zu akzeptieren und der andere Partner nicht bereit ist, kaum oder gar keinen Sex innerhalb der Partnerschaft zu haben, aber diese Entscheidung darf man nicht übergehen, indem man den Weg des geringsten Widerstandes geht und heimlich fremdvögelt.
Ich hätte dir vor ein paar Jahren vorbehaltlos zugestimmt und wäre moralisch aufs Höchste empört gewesen. Vielleicht sollte ich es - hoch moralisch - auch heute noch sein.

Ich versuche mir aber vorzustellen, was wäre wenn....

- wenn ein Partner fremdgeht - rein körperlich - und der betrogene Partner nichts davon erfährt.

Wäre damit nicht allen "geholfen"? Der eine Partner hat seine Ruhe und lebt sexfrei (oder zumindest sexarm) mit einem sexuell zufrieden gestellten Partner.

Ist das wirklich nur ein Scheinglück?

oder

- wenn der "willigere" es dem anderen Partner sagt - was kommt dabei heraus? Eine Trennung von Menschen, die sich lieben nur weil dem einen dieser körperliche Aspekt fehlt?

Oder der Partner bekommt einen Freibrief und die Person weiss, dass er gerade mit einer anderen Person schläft? Wäre das nicht viel schlimmer zu ertragen, wenn man sich liebt.

Wie ich es oben irgendwo schon mal schrieb - in mir streiten sich da echt zwei Meinungen und ich bin mir nicht sicher, wie ich handeln würde.

Als ich einmal betrogen worden bin, habe ich am meisten unter dem emotionalen Betrug (also das Verliebtsein) meines Ex gelitten. Ich glaube, dass ich ihm das rein körperlich vielleicht hätte verzeihen können.

Was wäre gewesen, wenn ich es nie erfahren hätte? Wäre uns beiden - vorausgesetzt er hätte mich geliebt - da nicht mehr geholfen?

Maxima
18.12.2009, 18:42
Wenn man seinen Partner liebt, dann möchte man, dass es ihm gut geht. Wenn die sexuellen Bedürfnisse unterschiedlich sind, aber beide wollen, dass es dem anderen gut geht, dann kommt man sich eben entgegen.
Das tut man schließlich in einer Partnerschaft, in der Liebe da ist, in allen möglichen Bereichen. Warum sollte das auf sexuellem Gebiet anders sein?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gut geht, wenn der eine nix will und der andere sich das woanders holt. Dieses Intime, das Sexuelle, das ist etwas nur zwischen meinem Mann und mir und da gehört kein anderer Mensch dazu. Ich würde nicht mit einem Menschen zusammen leben können, der das nicht auch so sieht.
Und wenn eine Liebe einschläft, dann sollte man zu dem Menschen, den man einmal geliebt hat, so ehrlich sein und so viel Achtung vor ihm und noch so viel Gefühl für ihn haben, die Beziehung zu beenden, bevor man eine neue beginnt. Hintergehen ist das Mieseste, was ich mir vorstellen kann. Das hat der Mensch, den ich einmal liebte, nicht verdient. Ich würde nicht so behandelt werden wollen und deshalb würde ich auch nicht so handeln.
Was ist aber, wenn sich die beiden auf diesem Gebiet nicht annähern KÖNNEN? Es gibt Menschen, die wollen - aus den unterschiedlichsten Gründen - keinen Sex haben. Sind sie dazu verdammt, auch auf Liebe und körperliche Nähe (kuscheln) zu verzichten? Ist deren Partner für alle Zeit dazu verdammt, auch sexfrei, in dem Fall total ungewollt, zu leben?!

Das hat auch überhaupt nichts mit schwindender Liebe oder verloren gegangener Achtung zu tun sondern rein mit der Unterschiedlichkeit, die wir nun mal haben.

Nordlicht
18.12.2009, 18:55
Darcy, das würde ich so sehen wie du.

Bei mir ist es zufällig so, dass ich ich diejenige bin, die gern mehr Sex hätte, aber mein Freund hat nicht die rechte Lust dazu, mehr alsalle 1 bis 2 Monate mag er nicht... Für mich persönlich ist das ganz schön schwierig manchmal, wenn ich merke, dass ich gerade total Lust auf ihn habe. Wir haben über diesen Unterschied bereits ziemlich am Anfang unserer Beziehung gesprochen, und seither reden wir ab und zu immer wieder darüber. Es ist halt auch für ihn nicht einfach, weil er manchmal Angst hat, dass ich ihn deswegen verlasse, oder weil er sich unzulänglich fühlt, da er nicht so oft kann/möchte wie ich. Da gebe ich ihm Sicherheit, indem ich deutlich mache, dass ich bei ihm bleibe und mich arrangiere, und dass ich es sehr genieße, wenn es mal Gelegenheit dazu gibt. Auch habe ich ihm versprochen, dass ich ihn da nichtversuchen werde zu überreden oder ähnliches, das bringt ja nichts. Er im Gegenzug zeigt mir auf seine liebevolle, zärtliche Art, dass er mich attraktiv findet und mich begehrt, auch ohne Sex. Das gibt mir wieder Sicherheit, dass er mich nicht verläßt, daß er mich als Frau wahrnimmt und liebt. Er versucht auch, sich selbst zu motivieren, wenn er merkt, dass ich in Stimmung bin, auch wenn das meist nicht so recht klappt, das macht er mir zuliebe, ohne dass ich das von ihm verlange.
Letzten Endes ist es ein Kompromiss, mit dem wir leben müssen, aber das macht ja eine Beziehung aus, Kompromisse schließen, wo es nicht nahtlos paßt. Ich will nämlich nicht mit irgend jemand Sex haben, sondern mit meinem Partner, und das weiß er auch.
So ein Kompromiss könnte letzten Endes auchh so aussehen, dass der eine mit dem Einverständnis des anderen außerhalb der Partnerschaft Sex hat... aber dafür müssen das auch beide in Ordnung finden.

Gruß
Dani

Boewi
18.12.2009, 19:22
Wäre damit nicht allen "geholfen"? Der eine Partner hat seine Ruhe und lebt sexfrei (oder zumindest sexarm) mit einem sexuell zufrieden gestellten Partner.
Oje, was soll denn das für eine Partnerschaft sein?
Wenn beide damit einverstanden sind, sollen sie damit glücklich werden. Für mich wäre das allerdings ein Grund, die Beziehung sofort zu beenden.

Dabei würde für mich der Vertrauensbruch genau so schwer wiegen wie die Untreue an sich.

manda
18.12.2009, 19:38
ich gebe ehrlich zu,ich bin gnadenlos eifersüchtig.
Ich stelle auch Besitzansprüche,mein Mann gehört mir!!!
Er wußte daß ich so bin bevor wir geheiratet haben und hat sich halt dafür entschieden und nun muß er damit leben(hat kein Problem damit).
ich fahre auch 1x im Jahr mit meiner Freundin und den Kindern,sofern sie noch wollen,ohne unsere Männer in den Urlaub,aber das hat ja nichts mit der Treue in der Partnerschaft zu tun.Wir sind eine Gemeinschaft und der eine gehört zum anderen,da hat ein Dritter nichts zu suchen.
Bei unterschiedlicher Einstellung werden halt Kompromisse gemacht,wenn er halt heiß ist wie Nachbars Lumpi dann breche ich mir keinen Zacken aus der Krone wenn wir uns dann vergnügen,ist ja nicht so daß es Folter wäre,aber andersrum geht es genauso,und schon ist die Welt in Ordnung.
Wer meinen Mann will ist lebensmüde,wie schon erwähnt.:holy:

kampfzwerg
18.12.2009, 19:55
*hüstel* Nennt mich jetzt ruhig prüde, aber offen gestanden interessieren mich solche beschreibenden Details gar nicht. Trägt auch inhaltlich nicht wirklich etwas bei. Kann das Thema nicht einigermaßen sachlich diskutiert werden, ohne gleich Teile des Intimlebens herauszukramen?

manda
18.12.2009, 20:03
man das ist doch harmlos,wir haben es ja nicht bis ins Detail beschrieben,und aus dem "Bienchen- und Blümchenstadium" sind wir doch wohl alle herausgewachsen!:grins:

kampfzwerg
18.12.2009, 20:27
aus dem "Bienchen- und Blümchenstadium" sind wir doch wohl alle herausgewachsen!:grins:Kein Grund, meinen Einwand ins Lächerliche zu ziehen. Wie ich schon schrieb: Solche überflüssigen Details tragen inhaltlich nicht wirklich etwas bei.

manda
18.12.2009, 20:34
sollten wir drum herum stottern,wie 12 jährige Teenies,ist ja nicht so als wen wir "böse" Worte benutzt hätten,sondern haben es freundlich umschrieben und zum Thema Treue gehört das sehr wohl,meiner Meinung nach.

kampfzwerg
18.12.2009, 20:38
sollten wir drum herum stottern,wie 12 jährige TeeniesDAs habe ich überhaupt nicht gefordert, aber etwas wie wenn er halt heiß ist wie Nachbars Lumpi hat für mich mit dem hier üblichen Textniveau wenig zu tun.

Darcy
18.12.2009, 21:23
Ich versuche mir aber vorzustellen, was wäre wenn....

- wenn ein Partner fremdgeht - rein körperlich - und der betrogene Partner nichts davon erfährt.

Wäre damit nicht allen "geholfen"? Der eine Partner hat seine Ruhe und lebt sexfrei (oder zumindest sexarm) mit einem sexuell zufrieden gestellten Partner.

Ist das wirklich nur ein Scheinglück?

Für mich ja - denn ich denke, dass sowas immer irgendwann herauskommt und dann ist es eben nicht "nur" die körperliche Untreue, sondern auch der Vertrauensbruch.
Davon abgesehen finde ich, dass ich als erwachsene Frau das Recht habe zu entscheiden, in welcher Art Beziehung ich leben will. Und wenn ich mich für eine monogame, nicht offene Beziehung entscheide, hat mein Partner nicht das Recht, diese (zu Beginn der Beziehung ja wohl gemeinsam getroffene!) Entscheidung einseitig zu unterlaufen und heimlich fremdzugehen.
Wenn er mit unserem Sexleben unzufrieden ist, dann besteht da Gesprächsbedarf - Heimlichkeiten helfen nicht weiter.

@manda:
"WIR" haben gar nix, die Einzige, die hier ins Flache abgedriftet ist, warst Du. Es wär wirklich schön, wenn Du so langsam mal von diesem "wir" wegkommst, was Du so gern verwendest, und einfach nur mal bei DIR bleibst.

Maxima
18.12.2009, 22:16
Oje, was soll denn das für eine Partnerschaft sein?
Wenn beide damit einverstanden sind, sollen sie damit glücklich werden. Für mich wäre das allerdings ein Grund, die Beziehung sofort zu beenden.

Dabei würde für mich der Vertrauensbruch genau so schwer wiegen wie die Untreue an sich.
Das ist genau der Punkt. Für dich wäre das ein Trennungsgrund. Vielleicht wäre es für andere aber EIN Lösungsweg?

Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich glaube, dass ich damit nicht klar käme, aber ich bin nicht das Maß der Dinge.

Maxima
18.12.2009, 22:37
Für mich ja - denn ich denke, dass sowas immer irgendwann herauskommt und dann ist es eben nicht "nur" die körperliche Untreue, sondern auch der Vertrauensbruch.
Davon abgesehen finde ich, dass ich als erwachsene Frau das Recht habe zu entscheiden, in welcher Art Beziehung ich leben will. Und wenn ich mich für eine monogame, nicht offene Beziehung entscheide, hat mein Partner nicht das Recht, diese (zu Beginn der Beziehung ja wohl gemeinsam getroffene!) Entscheidung einseitig zu unterlaufen und heimlich fremdzugehen.
Wenn er mit unserem Sexleben unzufrieden ist, dann besteht da Gesprächsbedarf - Heimlichkeiten helfen nicht weiter.
Ich denke gerade über deine Worte nach und irgendwie hast du auch recht, ABER was willst du als Mensch machen, der andere Bedürfnisse hat, als sein Partner.

Wir reden hier nur von mehr oder weniger Lust auf Sex. Was ist nun, wenn man "andere Vorlieben" hat. Für mich z. B. ist schwer vorstellbar, dass jemand mit der Vorliebe sich windeln zu lassen einen Partner findet, der das mit ihm macht. Aber vielleicht bin ich ja prüder oder unflexibler, als ich von mir denke und nur ich sehe ein Problem in sowas.

Maxima
18.12.2009, 22:41
Wer meinen Mann will ist lebensmüde,wie schon erwähnt.:holy:
:-D Sorry, aber dein Mann muss nur wollen und schon kannst du drohen, was du willst - du hast keine reele Chance, es zu verhindern! Glaube mir, ich weiss, wovon ich rede!

Die wirklich einzige Chance sehe ich darin, dass dein Mann mit dir glücklich ist und er in euer Beziehung alles findet, was er will.

Boewi
18.12.2009, 23:55
Ich denke gerade über deine Worte nach und irgendwie hast du auch recht, ABER was willst du als Mensch machen, der andere Bedürfnisse hat, als sein Partner.
Reden!
Darcy hat völlig Recht, in einem solchen Fall besteht akuter Gesprächsbedarf.
Entweder kommen beide damit klar, oder sie schaffen es nicht. Heimlichkeiten des einen vor dem anderen können einfach keine Lösung sein...

Wir reden hier nur von mehr oder weniger Lust auf Sex.
Nein, wir reden über Treue. Dir dagegen scheint das Problem deiner Freunde sehr nahe zu gehen. Ich kann das zwar irgendwie nachvollziehen, aber letztlich müssen das die beiden untereinander regeln. Ohne jede Einmischung von außen!

manda
19.12.2009, 01:19
also dieser Satz ist,meine ich,wirklich nicht anrüchig,mein Gott,den kannte ich schon als Kind,und ich enstamme einem gottesfürchtigen Elternhaus,man kann es aber wirklich auch sehr prüde(nicht als Beleidigung gedacht) sehen.


Hallo Maxima,du magst recht haben,daß mein Mann mit mir glücklich ist,und ich erwarte einfach absolute Treue,dazu gehört für mich auch eventuellen Versuchungen zu widerstehen.Ein Seitensprung wäre für mich ein sofortiger Trennungsgrund.

Itsme
19.12.2009, 08:55
...
Was ist nun, wenn man "andere Vorlieben" hat. Für mich z. B. ist schwer vorstellbar, dass jemand mit der Vorliebe sich windeln zu lassen einen Partner findet, der das mit ihm macht. Aber vielleicht bin ich ja prüder oder unflexibler, als ich von mir denke und nur ich sehe ein Problem in sowas.

Wäre das nicht etwas, was man früh erfährt? Bevor man sich zu einer festen Partnerschaft entschließt? Bestimmte Dinge klärt man doch ab. Und wenn man schon zu Beginn merkt, dass da Dinge unvereinbar sind, dann geht man doch keine feste Partnerschaft ein.

Ein Paar kann jedoch am Anfang an einem Strang ziehen und sich in den wichtigsten Dingen einig sein, aber es vergehen im besten Fall ja Jahre, die sie miteinander verbringen und da entwickelt man sich weiter. Wenn man nicht in festem Kontakt bleibt und miteinander redet, kann so eine Entwicklung natürlich in entgegen gesetzte Richtungen gehen und zwar so massiv, dass das Paar nicht mehr zusammen passt. Aber auch hier würde ich, bevor sich einer einem anderen Partner zuwendet, erwarten, dass man darüber redet und die eine Partnerschaft beendet, bevor man eine neue eingeht.


Maxima:
Was ist aber, wenn sich die beiden auf diesem Gebiet nicht annähern KÖNNEN? Es gibt Menschen, die wollen - aus den unterschiedlichsten Gründen - keinen Sex haben. Sind sie dazu verdammt, auch auf Liebe und körperliche Nähe (kuscheln) zu verzichten? Ist deren Partner für alle Zeit dazu verdammt, auch sexfrei, in dem Fall total ungewollt, zu leben?!


Ich bin nach wie vor der Meinung, das nur ehrliche, beiderseitige Liebe es schafft, Brücken zu bauen. Und selbst, wenn einer der Partener keinen Sex haben kann (nicht nur nicht will) gibt es Wege, den anderen in dieser Hinsicht zufrieden zu stellen. Ich finde, das ist einfach eine Frage der Liebe und des daraus folgenden Wunsches, den Partner glücklich sehen zu wollen und dazu das beizutragen, was man selber beitragen kann.
Einen Grund, den Partner mit einem anderen Sexpartner zu hintergehen, gibt es für mich nicht. Wie gesagt, wenn jemand meint, der eigene Partner reicht ihm nicht (oder wie man so etwas nennen will) dann muss er vorher ehrlich und offen die Partnerschaft beenden. Dann erst ist er frei, sich einem anderen Menschen zuzuwenden. Alles andere sehe ich als schweren und sehr verletzenden Treuebruch an.

Was ich nicht verstehe, ist Deine Frage, ob denn auf kuscheln verzichtet werden muss? Wieso das denn? Das ist ja nun wieder ein ganz anderes Kapitel und insofern verstehe ich die Frage im Zusammenhang mit dem Gedanken, das einer der Partner keinen Sex will, nicht.

Darcy
19.12.2009, 09:03
Nein, grad so spezielle Vorlieben wie Windeln oder auch SM erfährt man eben meist nicht frühzeitig - weil sich die meisten gar nicht trauen, so etwas gleich zu Beginn des Kennenlernens zu erzählen.
Die hoffen dann, dass es irgendwie akzeptiert wird, wenn man sich erstmal liebt - aber je länger man damit wartet, desto schwieriger wird es, darüber zu sprechen. Und der Partner fühlt sich zu Recht hintergangen, wenn er erst nach Monaten oder gar Jahren mit gewissen Vorlieben konfrontiert wird, mit denen er so gar nix anfangen kann.
Aber auch dann MUSS man miteinander reden, ich kenne durchaus einige Paare, wo er spezielle Vorlieben hat (Stichwort Peitschen oder ähnliches), die seine Frau nicht teilt, aber einverstanden ist, dass er sie außer Haus auslebt. Dabei geht es seltem um GV, aber trotzdem ist es ja eine Art Sexualität.
Genauso gibt es aber auch Partnerschaften, wo das Ausleben mit anderen nicht akzeptiert wird - da bleibt dann ein Partner völlig unbefriedigt oder man trennt sich irgendwann.

@manda: dieses extreme "das ist MEIN Besitz, wer den anfasst, der kriegt Probleme" finde ich furchtbar. Das zeigt zum Einen nur, welch geringes Selbstvertrauen Du hast, zum Anderen degradiert es Deinen Partner zum Schoßhündchen.
Und glaub mir, wenn der eine Frau trifft, die er will, kannst Du mit dem Nudelholz fuchteln wie blöd, das wird nix nutzen.
Ein Mensch ist kein Eigentum - jeder gehört nur sich selbst.

Darcy
19.12.2009, 09:10
Ich bin nach wie vor der Meinung, das nur ehrliche, beiderseitige Liebe es schafft, Brücken zu bauen. Und selbst, wenn einer der Partener keinen Sex haben kann (nicht nur nicht will) gibt es Wege, den anderen in dieser Hinsicht zufrieden zu stellen. Ich finde, das ist einfach eine Frage der Liebe und des daraus folgenden Wunsches, den Partner glücklich sehen zu wollen und dazu das beizutragen, was man selber beitragen kann.
Einen Grund, den Partner mit einem anderen Sexpartner zu hintergehen, gibt es für mich nicht. Wie gesagt, wenn jemand meint, der eigene Partner reicht ihm nicht (oder wie man so etwas nennen will) dann muss er vorher ehrlich und offen die Partnerschaft beenden. Dann erst ist er frei, sich einem anderen Menschen zuzuwenden. Alles andere sehe ich als schweren und sehr verletzenden Treuebruch an.

Ich denke nicht, dass man die Partnerschaft komplett beenden MUSS, wenn es sexuell nicht (mehr) klappt. Was ist z.B. mit Menschen, die durch Krankheit oder Unfall komplett gelähmt sind (ab Hals abwärts), also auch nicht durch Streicheln oder ähnliches den Partner "zufrieden stellen" können?
Muss es da die Radikal-Lösung sein: entweder null Sex, solange der Partner noch lebt oder Trennung?
Wieso kann man da nicht offen darüber reden und dem kranken Partner wenigstens die Möglichkeit einer Entscheidung lassen? Vielleicht ist er ja bereit, außerehelichen Sex zu akzeptieren, behält aber dafür die Liebe und das gemeinsame Zusammenleben? Aber darüber muss man eben reden, vielleicht auch nicht nur einmal. Da muss man unter Umständen Streit und Tränen ertragen, um zu einem Konsenz zu kommen - evtl. auch Regeln aufstellen und Sicherheit geben, dass der kranke Partner trotzdem die Nummer 1 ist.
Und man gibt ihm auch die Möglichkeit, die Beziehung zu beenden, wenn er so nicht leben will/kann - aber man behandelt ihn nicht wie ein unmündiges Kind, indem man ihn damit nicht konfrontiert und heimlich durch fremde Betten springt.

Für mich gehört solche offene Kommunikation unbedingt in eine Beziehung - ist vielleicht wenig romantisch und rosa, aber ich kann mit Lügen absolut nicht leben und ich SPÜRE, wenn der Partner fremd geht, auch wenn er es noch so gut verstecken kann.

Maxima
19.12.2009, 09:13
Reden!
Darcy hat völlig Recht, in einem solchen Fall besteht akuter Gesprächsbedarf.
Entweder kommen beide damit klar, oder sie schaffen es nicht. Heimlichkeiten des einen vor dem anderen können einfach keine Lösung sein...


Nein, wir reden über Treue. Dir dagegen scheint das Problem deiner Freunde sehr nahe zu gehen. Ich kann das zwar irgendwie nachvollziehen, aber letztlich müssen das die beiden untereinander regeln. Ohne jede Einmischung von außen!

Keine Angst - ich halte mich da total raus. Letztendlich ist es wirklich nicht mein Leben.

Geredet haben die beiden auch schon genug über das Thema.

Du hast recht, wie reden über Treue, aber wie es im Eingangsposting schon geschrieben wurde, kann es davon nicht unterschiedliche Varianten geben?

Ich tue mich mit der ganzen Problematik recht schwer, weil ich kaum glaube, dass ich eine Fremdgehen meines Partners ertragen könnte.

Oder was wäre z.B. wenn ein Mann impotent wird? Ist denn Sex wirklich das ausschlaggebene Kriterium einer guten Beziehung?

Irgendwo hatte ich es schon mal erwähnt, dass mir beim Betrug meines Ex-Mannes am meisten die emotionale Untreue weh getan hat. Liegt eure/unsere Agumentation vielleicht daran, dass wir Frauen sind? Ist es für uns schwer oder vielleicht gar nicht nachvollziehbar, dass eine Person Sex emotional trennen kann?

Maxima
19.12.2009, 09:16
Hallo Maxima,du magst recht haben,daß mein Mann mit mir glücklich ist,und ich erwarte einfach absolute Treue,dazu gehört für mich auch eventuellen Versuchungen zu widerstehen.Ein Seitensprung wäre für mich ein sofortiger Trennungsgrund.
Ich wünsche dir wirklich, dass ihr beide in eurer Beziehung alles findet, was ihr euch wünscht. Klar kann immer mal eine oder einer daher kommen, wo man sich denkt "Oh - lecker Schnittchen". Wenn man im Grossen und Ganzen aber glücklich ist, ist das dann nur ein "Appetitanreger" und gegessen wird zu Hause.

Darcy
19.12.2009, 09:19
Oder was wäre z.B. wenn ein Mann impotent wird? Ist denn Sex wirklich das ausschlaggebene Kriterium einer guten Beziehung?

Irgendwo hatte ich es schon mal erwähnt, dass mir beim Betrug meines Ex-Mannes am meisten die emotionale Untreue weh getan hat. Liegt eure/unsere Agumentation vielleicht daran, dass wir Frauen sind? Ist es für uns schwer oder vielleicht gar nicht nachvollziehbar, dass eine Person Sex emotional trennen kann?

Bei Impotenz kommt es doch auch sehr darauf an, wie beide damit umgehen. Sex ist auch damit noch möglich - vielleicht nicht mehr alles genauso wie früher, aber es gibt durchaus Möglichkeiten.
Wenn sich aber der Mann aus lauter Scham oder Frust oder was auch immer völlig zurück zieht, auch schon Kuscheln ablehnt aus Angst, dass die Frau dann vielleicht mehr wollen würde, was er nicht geben kann, dann wirds schwierig.

Sex und Liebe KANN man durchaus trennen - und das können nicht nur die Männer.

Treue wäre für mich z.B. auch in einer offenen Beziehung möglich, wenn man Treue so definiert, dass sich beide treu an Absprachen/Grenzen halten. Wo diese Grenzen gesteckt werden, muss jedes Paar miteinander ausmachen - auch hier heißt das Schlüsselwort wieder KOMMUNIKATION.

Maxima
19.12.2009, 09:24
Ich bin nach wie vor der Meinung, das nur ehrliche, beiderseitige Liebe es schafft, Brücken zu bauen. Und selbst, wenn einer der Partener keinen Sex haben kann (nicht nur nicht will) gibt es Wege, den anderen in dieser Hinsicht zufrieden zu stellen. Ich finde, das ist einfach eine Frage der Liebe und des daraus folgenden Wunsches, den Partner glücklich sehen zu wollen und dazu das beizutragen, was man selber beitragen kann.
Einen Grund, den Partner mit einem anderen Sexpartner zu hintergehen, gibt es für mich nicht. Wie gesagt, wenn jemand meint, der eigene Partner reicht ihm nicht (oder wie man so etwas nennen will) dann muss er vorher ehrlich und offen die Partnerschaft beenden. Dann erst ist er frei, sich einem anderen Menschen zuzuwenden. Alles andere sehe ich als schweren und sehr verletzenden Treuebruch an.

Was ich nicht verstehe, ist Deine Frage, ob denn auf kuscheln verzichtet werden muss? Wieso das denn? Das ist ja nun wieder ein ganz anderes Kapitel und insofern verstehe ich die Frage im Zusammenhang mit dem Gedanken, das einer der Partner keinen Sex will, nicht.
Nein Itsme, ich bin da anderer Meinung. Mir ist Liebe auch sehr wichtig, aber ich glaube nicht, dass sie alles regeln kann. Vieles mit Sicherheit, aber halt nicht alles.

Stell dir vor, zwei Menschen treffen sich und es wird zwar anfangs über die "Wenig-Sex-Variante" gesprochen und weil man sehr verliebt ist, gehen beide darauf ein. Die Beziehung und die Gefühle zueinander vertiefen sich. Der eigentlich aktivere Partner merkt, dass ihm Sex doch mehr fehlt, als er angenommen hat. Ist dann für dich die einzigste logische Konsequenz die Trennung?

Ich grübel immer noch darüber nach, ob man dem "rein mechanischen" Vorgang hier nicht eine zu grosse Bedeutung zubilligt.

Nun noch zu deiner letzten Frage. Wenn man mit jemanden Kuschelt, lässt man körperlich Nähe zu, die bei einem Partner, der sich Sex wünscht, bestimmt Hoffnungen und die damit verbundenen körperlichen Reaktionen hervorruft. Dann noch sagen zu können - Stop, ich will nicht - ist härter, als wenn man die körperliche Nähe gar nicht erst zulässt. Das finde ich einfach schade, ist aber für mich schon irgendwie logisch.

Maxima
19.12.2009, 09:27
Genauso gibt es aber auch Partnerschaften, wo das Ausleben mit anderen nicht akzeptiert wird - da bleibt dann ein Partner völlig unbefriedigt oder man trennt sich irgendwann.Genau so sieht es aus. Vielleicht stelle ich genau deshalb diese "unehrliche" Methode in dem Raum, was sonst überhaupt nicht meine Art ist.

Maxima
19.12.2009, 09:31
Ich denke nicht, dass man die Partnerschaft komplett beenden MUSS, wenn es sexuell nicht (mehr) klappt. Was ist z.B. mit Menschen, die durch Krankheit oder Unfall komplett gelähmt sind (ab Hals abwärts), also auch nicht durch Streicheln oder ähnliches den Partner "zufrieden stellen" können?
Muss es da die Radikal-Lösung sein: entweder null Sex, solange der Partner noch lebt oder Trennung?
Wieso kann man da nicht offen darüber reden und dem kranken Partner wenigstens die Möglichkeit einer Entscheidung lassen? Vielleicht ist er ja bereit, außerehelichen Sex zu akzeptieren, behält aber dafür die Liebe und das gemeinsame Zusammenleben? Aber darüber muss man eben reden, vielleicht auch nicht nur einmal. Da muss man unter Umständen Streit und Tränen ertragen, um zu einem Konsenz zu kommen - evtl. auch Regeln aufstellen und Sicherheit geben, dass der kranke Partner trotzdem die Nummer 1 ist.
Und man gibt ihm auch die Möglichkeit, die Beziehung zu beenden, wenn er so nicht leben will/kann - aber man behandelt ihn nicht wie ein unmündiges Kind, indem man ihn damit nicht konfrontiert und heimlich durch fremde Betten springt.

Für mich gehört solche offene Kommunikation unbedingt in eine Beziehung - ist vielleicht wenig romantisch und rosa, aber ich kann mit Lügen absolut nicht leben und ich SPÜRE, wenn der Partner fremd geht, auch wenn er es noch so gut verstecken kann.Grundsätzlich bin ich mit dir einer Meinung.

Ich überlege die ganze Zeit, warum ich dieses "unehrliche Hintertürchen" offen lassen will.

Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich es nicht ertragen könnte, wenn mein Partner anderweitig Sex hätte.

Würde ich im Fall DAS die Wahrheit wissen wollen? Ich weiss es nicht, denke aber Ja. Bloss ich denke und handel nur für mich. Was wäre, wenn Kinder in dieser Rechnung eine Rolle spielen würden?

Maxima
19.12.2009, 09:34
Bei Impotenz kommt es doch auch sehr darauf an, wie beide damit umgehen. Sex ist auch damit noch möglich - vielleicht nicht mehr alles genauso wie früher, aber es gibt durchaus Möglichkeiten.
Wenn sich aber der Mann aus lauter Scham oder Frust oder was auch immer völlig zurück zieht, auch schon Kuscheln ablehnt aus Angst, dass die Frau dann vielleicht mehr wollen würde, was er nicht geben kann, dann wirds schwierig.

Sex und Liebe KANN man durchaus trennen - und das können nicht nur die Männer.

Treue wäre für mich z.B. auch in einer offenen Beziehung möglich, wenn man Treue so definiert, dass sich beide treu an Absprachen/Grenzen halten. Wo diese Grenzen gesteckt werden, muss jedes Paar miteinander ausmachen - auch hier heißt das Schlüsselwort wieder KOMMUNIKATION. Du hast völlig recht, mit dem was du schreibst.

Warum ich hier so rumdiskutiere ist wohl, dass ich versuche mich in die Gedanken eines solchen ablehnenden Partners hinein zu fühlen.

Kann man den Gedanken wirklich ertragen, dass der Partner mit einer anderen Person ins Bett geht und dieser Person ja meist nicht nur den reinen Akt sondern auch Zärtlichkeit etc. gibt. Kann man sowas wirklich bewust ertragen???

Sonnenkuss
19.12.2009, 09:44
Nein.
Ich würde es mit Sicherheit nicht ertragen, Liebe hin oder her.

Mein erster Mann bekam wegen eines Chromosomdefekts männliche Hormone gespritzt, er behauptete deswegen auch Lust auf "mehrere" Frauen zu haben. Ich habe das aber nicht akzeptieren können. Sorry, das war für mich nur eine absolut blödsinnige Ausrede, von wegen Testosteronstau und so, da lachen ja die Hühner!
Ohne mich.

Darcy
19.12.2009, 09:44
Kann man den Gedanken wirklich ertragen, dass der Partner mit einer anderen Person ins Bett geht und dieser Person ja meist nicht nur den reinen Akt sondern auch Zärtlichkeit etc. gibt. Kann man sowas wirklich bewust ertragen???

Schwer, denke ich, aber man kann wohl.
Ich denke aber auch, dass man zwar offen klären sollte, ob man aushäusig seine Bedürfnisse ausleben darf, dass man aber keinesfalls jedes Mal, wenn man dann geht (oder wieder zurück kommt), sagen muss, dass man es gerade getan hat und womöglich noch bis ins Detail schildert, was genau gelaufen ist.
Wenn ich mich also mit einem Partner einigen würde, dass er sich woanders das holen darf, was ich ihm nicht geben kann (warum auch immer), dann will ich aber weder wissen, wann noch mit wem und wie genau. Das Einzige, was für mich wichtig ist, dass ich seiner Liebe sicher sein kann.

Also: Grundsätzlicher Konsenz - ja, Details - nein.

Maxima
19.12.2009, 09:51
Nein.
Ich würde es mit Sicherheit nicht ertragen, Liebe hin oder her.

Mein erster Mann bekam wegen eines Chromosomdefekts männliche Hormone gespritzt, er behauptete deswegen auch Lust auf "mehrere" Frauen zu haben. Ich habe das aber nicht akzeptieren können. Sorry, das war für mich nur eine absolut blödsinnige Ausrede, von wegen Testosteronstau und so, da lachen ja die Hühner!
Ohne mich.
So einen ähnlichen Spruch habe ich auch schon zu hören bekommen: "Rein evolutinsbedingt wollen Männer ihr Erbgut weit verbreiten, damit das Überleben gesichert sei". Hör bloss auf!!!!

Sowas meine ich aber nicht. Ich rede wirklich davon, wenn eine sonst glückliche und liebvolle Beziehung nur durch unterschiedliche Bedürfnisse in dieser Richtung überschattet werden.

Maxima
19.12.2009, 09:55
Schwer, denke ich, aber man kann wohl.
Ich denke aber auch, dass man zwar offen klären sollte, ob man aushäusig seine Bedürfnisse ausleben darf, dass man aber keinesfalls jedes Mal, wenn man dann geht (oder wieder zurück kommt), sagen muss, dass man es gerade getan hat und womöglich noch bis ins Detail schildert, was genau gelaufen ist.
Wenn ich mich also mit einem Partner einigen würde, dass er sich woanders das holen darf, was ich ihm nicht geben kann (warum auch immer), dann will ich aber weder wissen, wann noch mit wem und wie genau. Das Einzige, was für mich wichtig ist, dass ich seiner Liebe sicher sein kann.

Also: Grundsätzlicher Konsenz - ja, Details - nein.
Ich glaube, dass das ein Weg sein könnte. Was ich nicht glaube ist, dass es jemals ein Weg für mich sein könnte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nicht misstrauisch hoch drei - obwohl ja eigentlich gestattet - wäre und hinter jeder Kassiererin oder Briefträgerin eine potentielle Bettgefährtin meines Partners sehen würde.

Je mehr wir uns hier in das Thema vertiefen um so bewusster wird mir, dass ich nur in einer treuen Beziehung leben kann. Ich hätte für eine offene Beziehung nicht die Kraft!

Darcy
19.12.2009, 09:57
Ich glaube, dass das ein Weg sein könnte. Was ich nicht glaube ist, dass es jemals ein Weg für mich sein könnte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nicht misstrauisch hoch drei - obwohl ja eigentlich gestattet - wäre und hinter jeder Kassiererin oder Briefträgerin eine potentielle Bettgefährtin meines Partners sehen würde.

Je mehr wir uns hier in das Thema vertiefen um so bewusster wird mir, dass ich nur in einer treuen Beziehung leben kann. Ich hätte für eine offene Beziehung nicht die Kraft!

Es wäre mit Sicherheit nicht einfach - und erfordert wahnsinnig viel Vertrauen.

Wenn das für DICH kein Weg ist, dann solltest Du ihn auch nicht gehen. Das ist auch völlig ok so und gut, dass Du weißt, was für Dich geht und was nicht.

Maxima
19.12.2009, 10:04
Gott sei Dank habe ich das Problem nicht - oder hoffe zumindest es nicht zu haben! ;)

Ich habe meine Gedanken hier einfach mal in den Raum geschmissen, weil ich das Gefühl habe, dass das Thema Treue ziemlich starr und "traditionell" gehandhabt wird. Ich fürchte, ich bin so unflexibel, aber vielleicht sollte man die eigene Einstellung nicht als das Maß der Dinge nehmen.

Wir Menschen und die Umstände in den wir leben sind sooooo verschieden und was für mich gut und richtig ist, ist für andere vielleicht total falsch.

Sonnenkuss
19.12.2009, 11:36
In einem anderen Forum kenne ich einen Mann (also nur vom Lesen und was er da so äussert), dessen Frau war irgendwie schwer krank und dadurch behindert. Er suchte ganz offen und angeblich mit ihrer Absolution nach Sexualpartnerinnen und hat auch ein paar willige dicke Damen gefunden.

Ich empfand das immer als furchtbar. Klar, vielleicht konnte seine Frau krankheitsbedingt wirklich nicht mehr mit ihm vöglen, aber es gibt doch so viele Wege der Sexualität. Was machen solche Menschen im Alter, wenn auch nicht unbedingt mehr alles so klappt wie in den wilden Jahren?
Nehmen Manche wirklich für sich in Anspruch nur das "Schwanzf***" wäre echte Sexualität und alles andere unbefriedigend?
So einen Partner möchte ich nicht, ganz klar und deutlich: Nein.

Seine Frau ist jetzt verstorben. Seither ist das alles gar nicht mehr sooooo interessant für die Damenwelt und er tut sich komischerweise härter eine Bettgenossin zu finden... Tja, für manche ist es echt nur interessant, wenn da ein eifersüchtiger Partner im Hintergrund ist, das macht wahrscheinlich den besonderen Kick, der "verbotenen Früchte" aus, auch eine Art und Weise einer Sexualität, aber meine auf keinen Fall.

Darcy
19.12.2009, 14:24
Natürlich gibt es viele Wege, Sexualität auszuleben, aber es gibt eben auch Menschen, wo gar nichts mehr geht.
Beispiel im Bekanntenkreis: Er ist während der Hochzeitsreise (!) erkrankt - unheilbar und fortschreitend. Damals war er Mitte 30 und sie Ende 20. Inzwischen ist es so, dass er sich gar nicht mehr bewegen kann - NICHTS, nicht mal einen Finger. Dieser Zustand besteht seit ca. 5 Jahren.
Dass die Krankheit die ganze Lebensplanung inklusive Kinderwunsch über den Haufen geschmissen hat, ist die eine Seite - das Leben verläuft nicht immer planmäßig.
Aber dass die Frau, die nun alles, wirklich alles alleine stemmen muss, komplett auf körperliche Nähe verzichten muss, denn er kann sie weder streicheln, küssen oder mal in den Arm nehmen, das ist hart.
Und manchmal wünschte ich mir, sie würde mit ihm darüber reden und die beiden würden eine Lösung finden, mit der sie zusammenbleiben können (die Liebe zwischen ihnen ist immer noch deutlich spürbar), wo sie aber nicht auf einen so wichtigen Teil ihres Lebens verzichten muss.
Ich finde schon, dass Sex genau wie Essen, Trinken, Schlafen und Atmen zu den Grundbedürfnissen menschlichen Lebens gehört ... bei dem Einen vielleicht ausgeprägter, beim Anderen weniger. Aber ganz ohne halte ich für ungesund.

Boewi
19.12.2009, 14:50
Es ist unglaublich traurig, was deinen Bekannten passiert ist, Darcy. Trotzdem scheinen sie ihre Liebe zueinander bewahrt zu haben.

Daneben scheinen alle anderen diskutierten Probleme plötzlich irgendwie sehr klein...

Solange wir es schaffen, mit unseren Partnern zu reden - nicht nur über sie - sollten wir das tun. Auch wenn es manchmal nervt, auch wenn die Tassen tief fliegen :) und Heimlichkeiten viel einfacher wären.Das erscheint mir nach wie vor der einzige Weg zu sein...

Itsme
19.12.2009, 16:15
Ich versuche gerade, mich in die Lage des kranken Partners zu versetzen, von dem Du (Darcy) berichtest. Natürlich kann ich das nicht wirklich, ich meine jetzt auch "nur" den Part, dass er seiner Frau sexuell nichts mehr geben kann.
Ich glaube, in einem solchen Fall würde es mir leichter fallen, meinem Partner zu "erlauben" sich anderswo (wenn er das möchte) sexuelle Erleichterung zu holen, als dass ich die Last, zu wissen, dass er wegen mir nun auch auf alles verzichten muss, auch noch tragen müsste.
Wenn er das dann nicht will, wäre das seine Entscheidung, aber ich kann mir nicht vorstellen, das ich dieses "Opfer", vollkommen abstinent zu leben, von ihm verlangen würde. Trotzdem wäre das eine sehr schmerzhafte Sache. Aber ich glaube zuminndest für mich, es wäre in dem Fall, leichter, als ein so großes Opfer anzunehmen. Wünschen würde ich mir wahrscheinlich, es wäre kein Opfer für ihn und er könnte damit leben.

Schwieriges Thema und extrem traurige Situation, die Du da beschrieben hast.

Sonnenkuss
20.12.2009, 09:18
Ich kenne das aus der Altenpflege, wo eine dementiell erkrankte Frau in der Kurzzeitpflege dann immer von ihrem Ehemann mit seiner Freundin besucht wurde... Die Ehefrau war schon im fortgeschrittenen Stadium also komplett bettlägerig. Trotzdem empfand ich diese Sitauation als furchtbar.

Und ich glaube nicht, dass ich einen solchen Partner haben könnte, wo die Ehefrau im Nachbarzimmer liegt und wir nebenan ein normales Sexualleben führen.
Mit Eifersucht hat das null und nichts zu tun. Es ist einfach dieses komische Gefühl, weil das was ich im Moment unter Partnerschaft definiere ganz anders aussieht.
Ich kann es mir für mich nicht vorstellen, aber sag niemals: Nie.

Sophie
20.12.2009, 15:38
Wenn alle Beteiligten, also das Paar und der/die Dritte, damit einverstanden sind, warum nicht. Aber ich persönlich bin mit Darcy einer Meinung: man muss drüber reden. Lügen und Heimlichtuerei nur um des harmonischen Anscheins willen - nee danke.
Seit Jahrhunderten gibt es ja noch die Variante der käuflichen "Liebe". Ich kenne 2 Männer, die ins Bordell gehen, und die Frauen wissen Bescheid und tolerieren das. In dem einen Fall handelt es sich um eine Ehe, die aus religiösen Gründen nicht geschieden werden darf aber ansonsten keine Ehe mehr ist, im anderen Fall hat er ein weitaus stärkeres Verlangen nach Sex als sie. Zu Prostituierten zu gehen hat zwar in unserer Gesellschaft immer noch etwas Anrüchiges, und als Radikalfeministin verabscheue ich eigentlich den Gedanken an Frauen als Ware, aber da gibt es ja auch sone und solche. Für mich wäre es auch eher erträglich, wenn mein Mann in den Puff ginge, weil das rein körperlich-geschäftlich ist, als wenn er z.B. mit seiner Sekretärin rummachen würde. Da hätte ich mehr Angst, dass er stärkere Gefühle für sie entwickeln könnte...
Andersherum gibt es ja auch mittlerweile Callboys für die rein körperliche Seite. Aber wie gesagt: nicht heimlich, sondern nach Absprache. Man kann ja erst mal vorsichtig sondieren. In dem einen genannten Fall war die Frau sogar froh, dass sie sich nicht mehr ein schlechtes Gewissen machen musste. Und ansonsten gibt es ja noch die Variante "Selbst ist der Mann/die Frau".

Darcy
20.12.2009, 20:20
Ich kenne das aus der Altenpflege, wo eine dementiell erkrankte Frau in der Kurzzeitpflege dann immer von ihrem Ehemann mit seiner Freundin besucht wurde... Die Ehefrau war schon im fortgeschrittenen Stadium also komplett bettlägerig. Trotzdem empfand ich diese Sitauation als furchtbar.

Und ich glaube nicht, dass ich einen solchen Partner haben könnte, wo die Ehefrau im Nachbarzimmer liegt und wir nebenan ein normales Sexualleben führen.
Mit Eifersucht hat das null und nichts zu tun. Es ist einfach dieses komische Gefühl, weil das was ich im Moment unter Partnerschaft definiere ganz anders aussieht.
Ich kann es mir für mich nicht vorstellen, aber sag niemals: Nie.

DAS könnte ich mir allerdings auch nicht vorstellen - ich bin aber davon ausgegangen, dass alles, wenn überhaupt, sehr diskret stattfindet, also die Ehefrau in meinem Fall ihren Liebhaber, wenn sie denn einen hätte, nicht mit nach Hause bringt ...

manda
21.12.2009, 03:00
Und dann kommt in dem traurigen Fall,den Darcy beschrieben hat der Satz zum Tragen:"in guten,wie in schlechten Tagen"!
Für mich käme auch dann kein anderer Mann in Frage.Das gehört zu einer Ehe dazu,sonst brauche ich icht heiraten,dann kann ich auch so zusammen leben.Für mich bedeutet der Trauschein schon noch etwas!

Darcy
21.12.2009, 07:03
Und dann kommt in dem traurigen Fall,den Darcy beschrieben hat der Satz zum Tragen:"in guten,wie in schlechten Tagen"!
Für mich käme auch dann kein anderer Mann in Frage.Das gehört zu einer Ehe dazu,sonst brauche ich icht heiraten,dann kann ich auch so zusammen leben.Für mich bedeutet der Trauschein schon noch etwas!

Wenn man jetzt schon das Kirchengedöns rauskramt, muss man aber ganz klar sagen, dass in diesem Falle der Zweck einer Ehe (im katholischen Sinne) nicht erfüllt werden kann - nämlich die Fortpflanzung. Meines Wissens wäre das dann mehr oder weniger der einzige von den Katholiken akzeptierte Grund, die Ehe zu beenden.

Für mich als Ungläubige bedeutet "in guten wie in schlechten Tagen" jedoch etwas anderes - nämlich dass man füreinander da ist, auch wenn es schwierig wird. Das ist die Frau aber. Sie ist für ihn da, sie arbeitet täglich von 6 Uhr morgens bis spät abends (selbständig - um SEINE Firma zu erhalten! und um SEIN Traumhaus abzahlen zu können sowie seine Pflege zu finanzieren, denn die Krankenkasse und Pflegeversicherung decken nicht alles ab), sie ist nicht mehr in Urlaub gefahren, seit er krank ist etc.
Sie managt das alles alleine, obwohl sie zu Beginn der Erkrankung erst Ende 20 war. Also red bitte nicht von "guten und schlechten Tagen" ... das sind doch leere Floskeln.
Auch wenn sie jemanden hätte, der sie einfach mal in den Arm nimmt oder bei zärtlichen Stunden das ganze Elend vergessen lässt, ist sie doch trotzdem nicht weniger für ihren Mann da als jetzt. Vielleicht kann sie dann noch mehr tun, weil sie auch wieder Kraft getankt hat. Momentan ist sie nämlich arg an der Grenze, was für mich kein Wunder ist. Immerhin ist auch Sex ein ganz natürliches Bedürfnis wie Essen, Trinken und Schlafen - es kann nicht gesund sein, wenn man das dauerhaft unterdrückt.

Maxima
21.12.2009, 23:14
Und dann kommt in dem traurigen Fall,den Darcy beschrieben hat der Satz zum Tragen:"in guten,wie in schlechten Tagen"!
Für mich käme auch dann kein anderer Mann in Frage.Das gehört zu einer Ehe dazu,sonst brauche ich icht heiraten,dann kann ich auch so zusammen leben.Für mich bedeutet der Trauschein schon noch etwas!
Leider fällt mir der Spruch jetzt nicht ein, an den ich nach deinen Beitrag sofort gedacht habe. Er geht ungefähr so "Urteile nicht über einen Menschen, in dessen Schuhe du nicht gelaufen bist" (Asche auf mein Haupt, wenn die Formulierung sehr weit daneben ist).

Urteile nicht so absolut, denn du warst Gott sei Dank noch nie in dieser Situation.