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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schokoholik


manda
27.11.2009, 18:39
Hallo Ihr Alle,kennt Ihr das,es muß Schokolade sein?Ich würde mir das ja gerne abgewöhnen,aber das ist garnicht einfach.Es ist eine echte Sucht.Ich könnte mich den ganzen Tag nur von Schoki ernähren,und man sieht es mir auch an.Mit 155kg bin ich keine Elfe.Mich würde das ja nicht mal stören,und meinen Mann auch nicht,wenn ich nicht mittlerweile echte physische Probleme hätte,wie extreme Atemnot,ich rauche auch noch reichlich,und Bewegungseinschränkungen,ich gehe Vollzeit arbeiten und weiß dies bald nicht mehr zu bewältigen.Also hat jemand einen guten Tip wie ich dieser Schokolade den Kampf ansagen kann,ohne das es mich in den Wahnsinn treibt?

elefäntchen
27.11.2009, 18:52
Hallo,

willkommen im Forum.

Hast du es einfach mal mit ganz, ganz dunkler Schokolade probiert? Mindesntens 70% ? Sie schmeckt zwar nicht ganz so gut wenn man sie einfach runterschlingt, aber wenn man sie langsam zergehen lässt, ist sie wirklich lecker und man hat schnell genug von Schoki.

Könnte es vielleicht auch an deinem Blutzuckerspiegel liegen? Hast du mal deine Blutwerte untersuchen lassen?

Gruß

elefäntchen

manda
27.11.2009, 19:05
Hallö elefäntchen,danke für deinen Willkommensgruß,ich muß zu meiner Schande gestehen,daß ich Diabetiker bin ,habe meine Zuckerwerte aber trotz Schokosucht im Griff.Dunkle Schokolade mag ich überhaupt nicht,bei mir muß es ganz bestimmte Schkolade sein,will jetzt keine Werbung machen,und erschwerend kommt hinzu,daß ich ziemlich disziplinlos bin was meine eigenen Belange angeht,also eine echt harte Nuß.

elefäntchen
27.11.2009, 19:09
Hallo Manda,

hmm... es ist ja auch so, dass Schokolade glücklich machen soll...hast du irgendwelche tiefsitzenden Kummer, was dir schwer auf der Seele liegt ? Irgendwas, was dich bewegt ? :confused:

elefäntchen

Boewi
27.11.2009, 19:33
Spontan hätte ich die Angaben Atemnot und reichliches Rauchen eher in Verbindung gebracht als Atemnot und Schokolade.
Warum magst du die Schokosucht bekämpfen und nicht lieber das Rauchen einschränken?

manda
27.11.2009, 19:40
So schlimmen Kummer habe ich eigentlich nicht,aber es ist so lecker.Mein Serotoninspiegel liegt bestimmt immer über der Norm wegen der vielen Schokolade.Und im Prinzip hätte Boewi recht mit dem Rauchen wenn meine Atemnot daher käme,daß die Bronchien verschleimt ( mhmh lecker) wären,aber es liegt daran,daß mein Fett die Lungen abdrückt,z.B. beim Bücken und mein Organismus im Prinzip noch eine 2. Person mit versorgen muß.

elefäntchen
27.11.2009, 19:56
.....aber es liegt daran,daß mein Fett die Lungen abdrückt,z.B. beim Bücken und mein Organismus im Prinzip noch eine 2. Person mit versorgen muß.


woher weißt du das?

gabriele
28.11.2009, 02:52
das mit der Schokosucht kenne ich viel zu gut. Was ich aber jetzt festgestellt habe. Meiner Meinung macht die Schokolade vom Supermarkt süchtig. Esse ich Bioschokolade, schmeckt genauso lecker aber da kann ich auch aufhören. Dunkle Schokolade mag ich auch nicht, das kann ich verstehn.
Mein Gewicht geht jetzt immer weiter nach unten, seit ich mich auf Bio umgestellt habe. Als Diabetikerin darfst du eh aufpassen mit dem Essen und mit dem Rauchen auch. Aber probiere doch mal Bioschokolade aus, schmeckt genauso lecker. Ich habe immer das Gefühl, daß in Industrieschokolade Suchtmittel enthalten sind.
Du kannst natürlich auch versuchen, erst gar keine Schokolade mehr kaufen. Aber ob du das schaffst? Das ist keine leichte Aufgabe.

Gast
28.11.2009, 11:25
... ich würde auch vorschlagen, dass du dir erstmal das Rauchen abgewöhnen solltest ;)

Lunix
28.11.2009, 13:32
Hast du mal ernsthaft in Erwägung gezogen, eine Suchtberatung aufzusuchen? Offensichtlich bist du gleich mit zwei Süchten geschlagen. Ich fürchte, ohne professionelle Hilfe wirst du das nicht in den Griff bekommen.

manda
28.11.2009, 14:37
Hallöchen
ich habe noch nie Biochokolade gesehen,werde es aber mal ausprobieren.Suchtberatung ist schön aber für Schokisucht bezahlt die Therapie keine Krankenkasse und das ist auch nicht wirklich anerkannt.

Darcy
28.11.2009, 15:24
Für Schokoladensucht vielleicht nicht, aber eine Therapie für Esssucht dürfte machbar sein ... wenn man denn will.

Bioschokolade gibts in jedem Reformhaus, Bioladen sowie in gut sortierten Supermärkten (vielleicht nicht unbedingt beim Aldi). Glaube aber nicht, dass das was bringt, wenn Du eh auf eine ganz bestimmte Sorte fixiert bist.

manda
28.11.2009, 17:38
ich werde die Bioschoki mal probieren und für Esssucht einen therapieplatz zu kriegen ist wie ein Sechser im Lotto,da es nur ganz wenige Therapeuten gibt die adipositas gigantea therapieren,die bevorzugen alle Anorexie und Bullimie

Darcy
29.11.2009, 01:19
Jo - da ist die Lösung mit der Bioschokolade natürlich einfacher :rolleyes:

manda
29.11.2009, 04:22
jau genau so einfach wie auf dem Sofa liegen und mit dem Auto zur Toilette fahren

Darcy
29.11.2009, 08:29
Nur leide ich weder unter meinem Gewicht noch unter meiner Kondition :cool:

gabriele
29.11.2009, 09:45
@Darcy weil du ja schon schön abgenommen hast. Da hast du logischerweise bessere Kondition.

Darcy
29.11.2009, 09:51
@Darcy weil du ja schon schön abgenommen hast. Da hast du logischerweise bessere Kondition.

Eben nicht!
Ich habe ja nicht durch Sport abgenommen, wieso sollte sich also meine Kondition ändern? Die ist jetzt nicht anders als mit XX Kilo mehr.
Und was das Körperliche betrifft hab ich schon mehrfach erwähnt, dass ich nicht FÜHLE, dass ich weniger wiege.
Es macht für mich keinen Unterschied - außer dass ich maximal genervt bin, weil sich ALLE Gespräche nur noch um meine Abnahme drehen und dass ich so langsam meinen Kleiderschrank komplett neu ausstatten muss. Im Gegensatz zu den meisten Dicken hatte ich nämlich keine Klamotten in allen Größen vorrätig, sondern nur in meiner vor der Abnahme passenden Größe, weil ich gar nicht mehr an Abnahme gedacht hatte.
Ich hatte mir ja vor Jahren schon klar gemacht, dass ich keine Diät mehr will und mein Gewicht für mich akzeptiert. Und wäre nun nicht die dämliche Krankheit dazwischen gekommen, dann wäre ich auch immer noch so dick wie die letzten Jahre.

Sonnenkuss
29.11.2009, 10:02
@Darcy weil du ja schon schön abgenommen hast. Da hast du logischerweise bessere Kondition.
Hervorhebungen durch mich.

:wand:Ich weiß bei sowas echt immer nicht, ob ich weinen oder lachen soll...

Itsme
29.11.2009, 10:18
Hallo manda,

wenn man eine Schokoladensucht ein wenig mit der Nikotinsucht vergleichen kann, dann geht es vielleicht bei Dir auch so, wie ich es schaffe, seit geraumer Zeit meinen Zigarettenkonsum drastisch zu reduzieren. Ganz leicht ist es nicht, aber es geht. Statt wie sonst eine ganze Zigarette, rauche ich 2-3 Züge und mache die Zigarette dann aus. Der größte Japp ist gestillt und so bin ich jetzt bei ca. einem viertel des sonstigen Konsums angelangt.
Bei Schokolade dürfte es im Prinzip jedoch ein wenig leichter sein, weil Du ja nicht das Ziel haben musst auf Null zu kommen, so wie ich das mit den Zigaretten will.
Versuche doch, den Konsum langsam auf ein "vernünftiges" Maß herunter zu schrauben. Wieviel Schokolade am Tag für Dich "vernünftig" ist, vermag ich jedoch nicht zu sagen. Aber wenn Du bisher eine Tafel pro Tag verputzt hast, dann teile Dir doch zunächst eine halbe Tafel in kleine Stückchen.
Ich sage mir nach 2-3 Zügen von der Zigarette immer: "Mehr brauche ich jetzt nicht." Zusätzlich weite ich die Zeiträume zwischen (ansonsten) zwei Zigaretten aus. Vielleicht klappt das ja für Dich auch mit der Schoki.

Was die Kurzatmigkeit anbelangt, bin ich jedoch der gleichen Meinung wie Boewi und LOF. Da wird wohl eher das Rauchen mit Verantwortlich sein. Nun musst Du entscheiden, welche Sucht der Gesundheit mehr schadet und wo Du mit einer Bekämpfung mehr erreichst. Ich würde da auch zunächst beim rauchen anfangen. Zumindest dafür gibt es ja einiges an Hilfsmitteln, wenn man die in Anspruch nehmen möchte.

So oder so: Viel Erfolg!

Itsme
29.11.2009, 10:22
Nur leide ich weder unter meinem Gewicht noch unter meiner Kondition :cool:

Darcy,
ich denke wirklich, dass Du ein enormes Bewegungspensum durch Deine berufliche Arbeit hast und somit fit bist. Das ist ja zum Beispiel im Vergleich mit meiner hauptsächlich sitzenden Tätigkeit ein Unterschied wie Tag und Nacht und darum brauche ich es als Ausgleich, mich anderweitig zu bewegen.

Darcy
29.11.2009, 10:37
Die Bewegung, an die man gewöhnt ist, die man eh täglich hat, zählt aber angeblich nicht. Jedenfalls wurde mir das immer und immer wieder von diversen Ärzten gesagt (vor allem im Zusammenhang mit meinem damals erhöhten Blutdruck - da hieß es ja immer, ich solle mich bewegen oder wenigstens spazieren gehen, auf meinen Einspruch, dass ich im Job schon genug rumlaufen muss, kam immer, das würde nicht zählen).

Davon abgesehen scheint Manda ja auch Krankenschwester zu sein ... dürfte also ein ähnliches Pensum haben wie ich.

Itsme
29.11.2009, 10:44
Das soll nicht zählen? Merkwürdig. Dann würde ich die diversen Ärzte mal fragen, warum es dann eine Berechnung nach dem Arbeitsumsatz und dem Grundumsatz gibt!?

Wenn ich mich alternativ so viel bewegen würde, wie z.B. eine Krankenschwester oder jemand, der sich beruflich ungefähr ebensoviel bewegt, wäre ich sehr zufrieden mit mir.

Darcy
29.11.2009, 11:00
Es geht ja nicht um den Energieverbrauch sondern um die Kondition.
Der Körper gewöhnt sich an die tägliche Bewegung und dadurch bringt das auf Dauer gesehen eben nix.

Itsme
29.11.2009, 11:20
Es geht ja nicht um den Energieverbrauch sondern um die Kondition.
Der Körper gewöhnt sich an die tägliche Bewegung und dadurch bringt das auf Dauer gesehen eben nix.

Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Dann wäre die Spirale nach oben ja auch offen und jemand der beispielsweise täglich joggen geht, hat irgendwann in Punkto Kondition davon gar nichts mehr, - beziehungsweise, alles, was man regelmäßig macht, hat darauf irgendwann keinen Einfluss mehr.

Darcy
29.11.2009, 15:14
Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Dann wäre die Spirale nach oben ja auch offen und jemand der beispielsweise täglich joggen geht, hat irgendwann in Punkto Kondition davon gar nichts mehr, - beziehungsweise, alles, was man regelmäßig macht, hat darauf irgendwann keinen Einfluss mehr.

So ist es aber - wenn Du jeden Tag 5km joggst, dann bleibt Deine Kondition auf diesem Stand - klar ist der höher als bei jemandem, der nur aufm Sofa liegt, aber sie steigt nicht immer weiter nach oben, wenn Du nicht mehr trainierst sondern immer nur dieses gewohnte Pensum absolvierst.

gabriele
29.11.2009, 15:42
man muß es ja nicht immer weiter ausbauen. Der Stand dieser Kondition ist vollkommen ausreichend. Wobei ich joggen schon als eine sehr belastende Variante sehe und für die Gelenke auch nicht sehr schonend ist.

Darcy
29.11.2009, 15:50
Natürlich muss man das nicht - ich hab nur erklärt, dass sich die Kondition nicht immer weiter steigert, wenn man eine gleichbleibende Belastung hat.
Joggen war nur ein Beispiel, Du kannst statt dessen auch jede andere Bewegung oder Sportart Deiner Wahl einsetzen.

Angelina
29.11.2009, 16:49
Herrjeh, falscher Thread.

Itsme
29.11.2009, 18:39
Natürlich muss man das nicht - ich hab nur erklärt, dass sich die Kondition nicht immer weiter steigert, wenn man eine gleichbleibende Belastung hat.
Joggen war nur ein Beispiel, Du kannst statt dessen auch jede andere Bewegung oder Sportart Deiner Wahl einsetzen.

Ach so meinst Du das. Ich verstand Dich so, dass die Ärzte meinten, die Bewegung die Du täglich absolvierst, hätte überhaupt keinen Einfluss auf Deine Kondition. Das da bei ungefähr immer gleichbleibendem Bewegungspensum irgendwann ein Ende der Fahnenstange erreicht ist, ist klar. Aber allein auf einem erreichten Level zu bleiben ist doch ein enormer Erfolg.
Warum die wirklich viele Bewegung, die Du hast, nicht ausreichend sein soll, könnte ich mir - wenn überhaupt - nur damit erklären, dass sie vor allem in geschlossenen Räumen stattfindet. Dann wäre aber eigentlich auch ein schlichter Aufenthalt an frischer Luft ausreichend. Oder... okay, ich überlege gerade, dass man bei moderater Bewegung ja schon tiefer atmet. Und wenn es um vermehrte Sauerstoffaufnahme gehen sollte, nimmt man ihn mit Bewegung natürlich mehr oder schneller auf, als wenn man einfach nur auf ner Parkbank sitzt.

(Sorry, an die Themenstarterin. Mit Schokoladensucht hat das jetzt nur noch ganz am Rande zu tun. Höchstens in Verbindung mit der erwähnten mangelnden Fitness.)

manda
30.11.2009, 10:25
kein Problem Itsme,mit meiner Schokisucht habe ich ja schon Tips bekommen und Deinen werde ich mal ausprobieren,Gewichtsreduktion ist derzeit mein dringenstes Problem.Und an Darcy das Problem ist ja daß ich eben so lange krank war und dabei soviel zugenommen habe weil mit die tägliche Bewegung fehlte.

Sophie
01.12.2009, 08:42
Schokolade scheint wirklich süchtig zu machen. Ob es irgendwelche Inhaltsstoffe sind oder "nur" psychische Abhängigkeit, weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls auch jahrelang regelrechten Schokogibber gehabt, bis ich irgendwann erkannt habe, dass ich das verantwortungsfreie, behütete Kinderdasein wieder zurückrufen wollte. Ein "kindhaftes" Gefühl kann man sich aber auch anders bereiten. (Ich gestehe: ich habe mir einen Lego-Baukasten besorgt.) Nach längerer Schoko-Abstinenz schmeckt mir Schokolade einfach nicht mehr, die Süße ist mir mittlerweile zu widerlich. Aber ich halte Schokolade für relativ unproblematisch. Solange es nicht mehrere Tafeln am Tag sind, so what?

Das Rauchen ist viel gefährlicher. Man schnauft ja nicht nur Nikotin und Feinstaub ein, sondern alle möglichen Gifte bis hin zu Kohlenmonoxid und Dioxin. Und was alles an Pestiziden auf den Tabakfeldern landet, will ich erst gar nicht wissen.

Wenn du die Schokolade reduzieren willst, solltest du dir klar machen, was genau es ist, das die Schokolade dir gibt: Willst du getröstet werden, ist es Langeweile, hast du einfach Hunger, ist es ein Ritual (z.B. vor dem Schlafengehen) oder oder? Das gleiche gilt auch fürs Rauchen. Wenn der unbewusst ablaufende Automatismus erst mal durchbrochen ist, und du dich aus freiem bewusstem Willen für Schokolade oder Rauchen entscheidest, wird es automatisch weniger.

dramaqueen
01.12.2009, 10:20
...ich muß zu meiner Schande gestehen,daß ich Diabetiker bin ,habe meine Zuckerwerte aber trotz Schokosucht im Griff.
Hallo Manda,
darf ich fragen welchen Diabetes Typ du hast? Und spritzt du Insulin?
Ich vermute das einfach mal, denn sonst kann ich mir schwer vorstellen, wie du bei der vielen Schokolade deine Werte im Griff haben könntest.
Ich bin selber Typ 1-Diabetikerin und auch sehr übergewichtig.
Weißt du, dass es gerade hinsichtlich deines Gewichts sehr problematisch sein kann, wenn du viel Insulin (für viel Schokolade) brauchst, um deinen Blutzuckerspiegel im Lot zu halten?
Insulin fördert die Fettspeicherung im Körper und behindert den Fettabbau.
Ich habe über Jahre vermutlich mit aufgrund einer Kombination von Schilddrüsenunterfunktion und Diabetes mit hohem Insulinverbrauch (auch wegen schwierigem Essverhalten) kontinuierlich zugenommen.
Inzwischen nehme ich L-Thyroxin wegen der Schilddrüse und versuche, den Kohlenhydratgehalt in meiner Ernährung einigermaßen so zu gestalten, dass meine Insulinbedarf nicht zu hoch ist.
Außerdem achte ich auf ausreichend Bewegung, die den Insulinbedarf ja auch senkt bzw. die Insulinempfindlichkeit erhöht.

Wegen deiner Schokoladenfrage:
Für mich klingt das auch eher nach Kompensationsverhalten und daher die zweite Frage:
Schonmal eine Psychotherapie gemacht?
Gerade auch deine Aussage und erschwerend kommt hinzu,daß ich ziemlich disziplinlos bin was meine eigenen Belange angeht,also eine echt harte Nuß weist ja mit darauf hin, dass es da offenbar einige Baustellen bei dir geben dürfte.

Ich weiß nicht in welcher Gegend du lebst und wie flexibel du bist, was die Entfernung von zu Hause angeht, aber es gibt schon auch stationäre Psychotherapie-Angebote für stark übergewichtige Menschen.
Bei deiner Symptomatik sollte es auch nicht allzu schwer sein, eine medizinische Reha oder sogar akute Krankenhauseinweisung (besser, weil längerfristige Aufenthalte möglich sind) in einer Spezialklinik zu bekommen.
Es wäre natürlich ganz hilfreich zu wissen, was die Problematik so insgesamt ist bei dir, um eventuell irgendwelche Empfehlungen aus eigener Erfahrung aussprechen zu können.
Jedenfalls war ich selber insgesamt in drei verschiedenen Kliniken, die alle in irgendeiner Form (auch) auf Essstörungen spezialisiert waren und dabei durchaus nicht nur anorektische oder bulimische Patienten aufgenommen haben.

Viel Erfolg und bleib dran! :daumen:

manda
02.12.2009, 01:27
Hallo Dramaqueen,mit der Therapie hast Du schon recht,nur ist es schwer einen Platz zu kriegen,mein erster Termin wird im Sommer 2010 sein,oh toll und mein Mann darf mich nicht therapieren,bringt auch nix,ich werde es wohl auch mit Hypnotherapie versuchen,mal sehen ob das klappt.
Ich habe Typ 1 und spritze rapid und basal . Stationär geht nicht wegen der Kinder!

Lunix
02.12.2009, 12:45
und mein Mann darf mich nicht therapieren Heißt was? Dass dein Mann Arzt oder Therapeut ist, aber laut irgendeinem Gesetz Verwandte nicht behandeln bzw. dafür nicht abrechnen darf?

manda
03.12.2009, 04:13
Therapeuten therapieren grundsätztlich keine Angehörigen ,Freunde und Bekannten,sie müssen neutral und subjektiv sein,und das ist ein Ehemann mit Sicrheit nicht.Du bekommst sogar die Auflage über deine Therapiesitzungen nicht zu reden.

Darcy
03.12.2009, 08:24
Ich glaube auch nicht, dass es gut für eine Beziehung wäre, wenn der Partner gleichzeitig der Therapeut ist.

Vielleicht kann Dein Mann aber seine Kontakte unter Kollegen nutzen, damit Du schneller einen Termin bekommst?

Lunix
03.12.2009, 10:35
Dass es aufgrund der fehlenden professionellen Distanz nicht sinnvoll ist, wenn Therapeuten Angehörige behandeln, ist mir schon klar. Ich war jetzt nur über das "darf nicht" gestolpert. Aber wenn dein Mann dir irgendwie helfen kann woanders (schneller) Hilfe zu bekommen, wäre das doch in Ordnung, oder?

manda
03.12.2009, 12:56
ja,das hat er ja auch ,sonst müßte ich noch länger warten und es muß ja einer sein,der mich nicht kennt,und sobald einer abspringt werde ich vorgezogen!

Sveni
27.08.2010, 13:24
iss dunkle schokolade ( mind 80%) ...die ist zwar bitter, aber macht nicht so dick und macht glücklicher:D:D:D weil da mehr kakao drinne ist ;)

Honigbiene
27.08.2010, 20:58
Ach was, Vollmilchschokolade macht glücklicher, denn im Gegensatz zu der mit den 80 % schmeckt die :-p

Baerenland
01.09.2010, 19:54
Komisch, mir wurde von Ärzten und meinem therapeuten gesagt, es gibt keine Schokosucht (wobei ich Gedanklich seeeeehr wiedersprochen hab)....Das wäre nur EInbildung....
was ich schon an "Tipps" bekommen habe, geht auf keine Kuhhaut mehr....
Das eine, was mir geholfen hat, waren diese kleinen, quadratischen Schokitäfelchen, die nur so 2 kleine Rippenreihen haben...also praktisch "einzlen Verpackt"....da war mir die Arbeit irgendwann mal zuviel, und ich habs dann irgendwann von alleine gelassen....Und heute? Ich kann mich nur noch über mich selber wundern.....Früher (so ca 1 Jahr) konnt ich eine komplette Tafel einmal "quer" einstecken, und weg war sie....und nicht nur eine. In meinen Binge-Eating-Zeiten hatte ich hintereinander 3 bis 4 Tafeln gefuttert, dann noch diese Schokonüsse (innendrin ne Nuss, außenrum voll die viele Schoki) oder Schokopuffreis...dann natürlich was "gegen den Hunger" Pizza oder so----dann nachtisch (natürlich Schokopudding) und dann noch, weil es gesund sein muß, nen Apfel...
Die Therapeutin hat mich einigermaßen (aber nur einigermaßen---weil sie nach dem Buch arbeitete, dass ich mir gleichzeitig gekauft hatte..)geholfen. Und die "Enddiagnose": Ich WÄRE gar nicht binge-eating (:eek:),sondern nur zu faul zum Bewegen....(Haha--ich arbeitete damals im 3-Schicht-Betrieb in ner Fabrik MIT Akkord, zuhause zwei kleine Kinder und Haushalt )....soviel zur Bewegung...

Heute ess ich ab und an Schoki, aber mir wird nach 1-2 Rippen echt schlecht davon, und dann denk ich mir:"Man, wie hast du das zeug damals nur reinschieben können???" Es schmeckt einfach nur wiederlich süß und klebrig...und künstlich...


bärli

Muminfrau
01.09.2010, 22:02
Hallo Baerli,

wie ist denn deine Essstoerung "weggegangen"? Ich habe vor einiger Zeit einen Thread bei "Dick und Essstoerungen" geoeffnet in der Hoffnung, dass die Leute wirklich aufschreiben wuerden, wie und im welchen Zeitrahmen die Essstoerungen sich entwickeln und verschwinden. Da gab es aber leider keine Folgebeitraege. Also, wenn du Lust hast, koenntest du vielelicht dort was reinschreiben? Wenn nicht, dann ist auch gut. :)

Ich habe diesen Thread damals eroeffnet, weil ich mich noch erinenrn kann, wie verzweifelt man ist, wenn man in einer Essstoerung gefangen ist, und man sieht keinen Ausweg. Da dachte ich, es wuerde vielleicht fuer die Betroffenen gut sein zu wissen, dass die Essstoerungen wirklich weggehen, auch wenn nach vielen Jahren.

LG

Muminfrau

Mariechen
02.09.2010, 04:10
Komisch, mir wurde von Ärzten und meinem therapeuten gesagt, es gibt keine Schokosucht (wobei ich Gedanklich seeeeehr wiedersprochen hab)....Das wäre nur EInbildung....


Ich glaube, daß es eher eine (generelle?) Sucht nach Zucker ist.

Früher konnte ich auch Unmengen von Schokolade und süßem Obst essen. Dies war n i c h t von seelischen Gefühlslagen abhängig - ich hab das damals sehr aufmerksam bei mir beobachtet. Wenn ich übrigens "Jieper" auf Schokolade hatte, aber keine im Haus war, "half "auch schon ein großer Löffel selbstgemachter Marmelade oder eben Obst. Ich hatte oft das Gefühl, mein Körper braucht den Zucker.

Dann gab es fast 10 Jahre, in denen ich überhaupt nichts Süßes mochte,
sondern überwiegend Gemüse, Oliven und salzige Chips aß.

Inzwischen mag ich wieder "süß", aber das recht moderat.
Eine Erklärung dafür habe ich (als medizinischer Laie) jedoch leider nicht.

Liebe Grüße
Mariechen

Baerenland
02.09.2010, 15:36
Neee, ist bei mir wirklich nur Schoki gewesen---am liebsten Nougat oder Noisette...
Und Zucker geht gar nicht bei mir. Gummibärchen ess ich höchstens 4-5 Stück, dann ist gut (Gott sei dank). Wo ich aufpassen muß,sind Chips...Wenn ich da anfang, kann ich auch nciht mehr aufhören--deswegen haben wir auch keine zuhause (das letzte mal hab ich mir echt nen ekel dran gefuttert)

Meine ES hat sich über Jahre dank der ganzen Diäten entwickelt. Hab über 30 Jahre FDH gemacht...dazu unmengen von Sport (hab auch wirklich xx Kilo innerhalb eines halben Jahres abgenommen--was mir aber nicht gut tat)
Dann hatte ich einen Burn-out und Depressionen..mir ist selber aufgefallen, WAS ich alles futtern kann (heimlich, natürlich).
Dann hab ich dem behandelnden Neurologen gesagt, ich hätte gerne ne Therapie wegen den ES. Er fragte, ob ich das ernst meinen würde (keine Ahnung warum, ich brachte damals schon bei 1,65 m über 100 kg auf die Waage)--aber ich bekam sie.

Dann hies es: Selbstbeobachtung, aufschreiben, was man WANN und WARUM gegessen hat---welche Gefühle man dabei hatte....Wut? Trauer? Verzweiflung? Langeweile???
Bei mir war es Wut (ich wurde als Kind von meiner Mutter immer mit Schoki getröstet....) auf meinen damaligen Chef, dem ich die ganze Misere zu verdanken hatte. Und langeweile vorm PC..bei Spielen. Rechts hielt ich die Maus zum klicken, und mit links aß ich die Schokolade. Die tauschte ich gegen einen Igel-Ball--und schwupps...oh Wunder....jetzt geht es ohne. Ich spiele jetzt vielleicht noch mit nem Kuli noch herum.
Vorm TV hab ich mir solche Mamor-Kugeln gekauft (zwei für die Hand zum "umeinanderkreisen")--meine SChwägerin strickt zum beispiel dafür..ichhab die Kugeln.

Aber das war wirklich ne lange harte Arbeit..und schmerzhaft, Dinge zu erkennen, die man eigentlich schon als Kind vermisst hat (wie gesagt ,meine Mutter tröstete immer mit Schokolade, nie nahm sie einen in den Arm...)Das,und ein "Arbeitsplatzwechsel" innerhalb der Firma machte das überhaupt erst möglich, dass ich jetzt (fast) ohne FAs auskomme....ich hab die vielleicht 1 bis 2 mal im halben Jahr...(aber den genieße ich irgendwie und bin auch dann früher "satt"...)

Wenn ich keine SChoki zuhause hatte, hab ich das Nutella pur aus dem Glas gefuttert, oder Kaba in Pulverform...


Bärli

sombra_blanca
02.09.2010, 15:44
Es gibt eine Theorie über die abhängigmachende Wirkung von Vanillin - allerdings erklärt das nicht, dass bei manchen die "Gier" durch Obst zu stillen ist.
Vielleicht gehts ja einfach um die Verbindung süß = gut, die die meisten ja in der Kindheit erlebt haben und das reinszenieren.

gabriele
02.09.2010, 15:54
ich denke eher es liegt ander Gewohnheit und schmecken tut es ja. Und der Körper liebt das Serotin. Und viele haben einen mangel davon.

Sonnenkuss
02.09.2010, 17:49
Jaja, das Serotin. Ich kenn ja eher den Sarotti-Mohr... ;)

Brockenhexe
02.09.2010, 21:04
Ich habe früher auch viel Schokolade gegessen, allerdings keine Zartbitterschokolade, weil ich die nicht mochte.
Habe ich eine Tafel Schoki angefangen, dann wurde die auch aufgegessen, logisch!

Mir hat es sehr geholfen, dass ich kleine Tafeln gekauft habe (gibt es z.B. im 5er-Pack bei Aldi) oder später die kleinen Quadrate von Rittersport. Oder ich habe mir einen Schokoriegel gekauft und denn in Scheibchen geschnitten - eine enorme Genußverlängerung und man isst nicht gleich mehrere weg.

Mittlerweile kann ich mit der Schokolade gut umgehen. Zwischenzeitlich habe ich schon ganze Tafeln entsorgen müssen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen war.

Bei Chips mache ich das genauso, ich kaufe nur kleine Portionstüten, dann komme ich nicht in die Versuchung eine ganze Tüte Chips zu essen.

Die Brockenhexe

Maky
03.09.2010, 09:46
Oder ich habe mir einen Schokoriegel gekauft und denn in Scheibchen geschnitten - eine enorme Genußverlängerung und man isst nicht gleich mehrere weg.


Pass auf mit solchen "Tipps" - ein ganz ähnlicher - "Mozartkugel in Scheibchen schneiden" ist mal im "blauen Forum" übel zerrissen worden - von wegen man würde sich damit selber anlügen etc. etc. :cool:

Muminfrau
03.09.2010, 10:23
Wenn es Brokenhexe geholfen hat, kann ich nur sagen: :applaus:

Obwohl ich gegenueber der Schokolade (und auch uebrigens Chips) schon immer total gelassen war, hatte ich eine Kaese-Abhaengigkeit. Ich musste staendig vom Kaese naschen. Ich habe versucht, kein Kaese im Hause zu haben, oder nur ein bisschen, aber das war ganz furchtbar!

Am Ende habe ich eine andere Loesung: Ich habe immer meine Lieblingssorten zu Hause, und passe auf, dass sie mir ja bloss nicht ausgehen. Und ich sage mir immer, dass ich soviel davon essen darf wie ich will, jederzeit.

Als Resultat esse ich Kaese eigentlich nur zum Fruehstueck, und dann bin ich irgendwie -- naja -- gesaettigt und zufrieden. Aber wenn es mich mal abends ueberkommt, dann gibt es halt auch dann Kaese.