Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rauchen
Ja, ich rauche und das seit ca. 40 Jahren. :-o
Zwar habe ich zeitweilig nicht geraucht, aber das ging nie wirklich von mir aus, bis auf die Zeiten der Schwangerschaften, da ging es komischerweise ganz einfach, weil ich es dringend so wollte.
Seit einigen Jahren nun, mag ich mich rauchend nicht mehr leiden.
Immer bewusster wurde mir auch, dass es eigentlich nicht zu meiner Grundeinstellung passt. Außerdem ist es sehr ungesund und es kostet viel viel Geld. Aber da ist die Sucht, die wirklich heftig ist. :mad:
Und da ist nicht auch zuletzt der Gedanke, dass ich, wenn ich aufhören könnte, mit ziemlicher Sicherheit zunehmen werde. :eek:
Da mir mein Gewicht aber auch jetzt schon recht viele Probleme macht, (Bewegungstechnisch) möchte ich auf keinen Fall zunehmen. Trotzdem möchte ich aber auch nicht mehr rauchen...
Mein Mann hat es vor sieben Jahren geschafft, mit dem rauchen aufzuhören. Nicht wie Viele das machen, von heute auf morgen, sondern Etappenweise.
Dabei bin ich nun auch. Und es klappt ganz gut. Besser, als ich dachte.
Ich schätze, ich habe 1 - 1,5 Schachteln am Tag weggequalmt. Wobei einiges davon mit Sicherheit wirklich einfach verqualmt ist. Zum Beispiel am Schreibtisch. Das hatte ich dann schon geändert, indem ich dort die meiste Zeit keinen Ascher mehr hatte, - ich also bewusst eine Zigarettenpause einlegte.
Seit ich vor ca. 14 Tagen im KH war, habe ich meinen Konsum auf 4 - 6 Zigaretten am Tag reduziert. An dieses Quantum gewöhne ich mich langsam. Wenn ich keine Probleme mehr mit diesem Quantum habe, will ich weiter reduzieren. Schritt für Schritt.
Eine Zunahme habe ich bis jetzt nicht verspürt, wohl aber ein Problem mit dem Stuhlgang. Damit hatte ich im Grunde nie Probleme. Nun brauchte ich sogar ein Hilfsmittel. Das will ich nicht weiter ausführen, weil es ja nicht gerade ein angenehmes Thema ist.:-o
Ich hoffe einfach, mein Körper gewöhnt sich auch diesbezüglich an viel viel weniger Nikotin.
Hummelchen
20.11.2009, 11:56
Liebe Itsme,
ich wünsche Dir, dass Du es schaffst bald ganz vom Rauchen loszukommen.
Bei mir ging das ganz schnell - als ich hier meine Stelle angetreten habe und als erstes Projekt eine Studie mit Lungenkrebspatienten im Endstadium übernommen habe und zum ersten Mal etwas direkter mit den Auswirkungen des Rauchens konfrontiert wurde.
Allerdings habe ich nicht so furchtbar viel geraucht - mehr so als Genuß hin und wieder - war also nicht wirklich nikotinsüchtig...
Liebe Grüße
Hummelchen
klein und fein
20.11.2009, 12:05
Dann gratuliere ich Dir ganz herzlich für Deinen bisherigen Erfolg.
Daß man zunimmt, wenn man aufhört zu rauchen, trifft nicht auf jeden zu. Ich habe seit meinem Herzinfarkt vor gut 4 Monaten keine Zigarette mehr geraucht. Ich habe sogar step by step abgenommen und fühle mich gut dabei.
Ich drücke dir auch ganz fest die Daumen,dass du es ganz schaffst. Lass dich bitte auch nicht von evtl. gelegentlichen Rückfällen entmutigen.
Auch wenn immer wieder angezweifelt wird, dass Rauchen schadet, Nichtrauchen tut es ganz sicher nicht. ;)
Ich kann nur aus zweiter Hand erzählen, deshalb auch nur Beobachtungen mitteilen. Aber von meinem engeren Bekanntenkreis haben es nur die Menschen geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören, die wirklich von einem auf den anderen Tag aufgehört haben.
Alle die es auf die "sanfte" Methode versucht haben, sind über kurz oder lang in alte Muster zurückgefallen. Vielleicht liegt es einfach auch am Willen, wenn man es nur dem Arzt, der Gesundheit, dem Geldbeutel oder Dritten zuliebe macht und nicht wirklich selber aufhören will, kann es auf Dauer nicht gelingen. Du schreibst ja selber, dass du keine Probleme hattest, neun Monate und mehr nicht zu rauchen, einfach weil du es so wolltest.
Aber vermutlich ist es da wie mit allen anderen Problemen auch: Man muss auf sich und seinen Körper hören. Da ist es auf jeden Fall schon ein großer Fortschritt, den Konsum auf 4 Zigaretten täglich zu reduzieren. Das Rauchen an sich erscheint mir auch gar nicht schlimm zu sein, solange man es mit Genuss tut. Eine Sucht dagegen ist natürlich etwas ganz anderes.
Du hast ja selber schon erkannt, dass das Qualmen am Schreibtisch kein Genuss ist und entsprechend reagiert. Manchen hilft es, das gesparte Geld zu nehmen und sich davon einen besonderen Wunsch zu erfüllen. Frag dich doch einfach mal ganz ehrlich, was du wirklich am allerliebsten tun würdest. Und dann mach genau das! :reden:
Teebeutelin
20.11.2009, 13:13
Hallo Itsme,
ich habe 30 Jahre lang geraucht, zum Schluss so ca. 20 - 25 Stück. Vor einem Jahr hatte ich einen Unfall und habe von Knall auf Fall mit dem Rauchen aufgehört. Es ist mir nicht schwer gefallen und ich habe ca. 20 kg zugenommen (okay, das mag nicht nur am Nichtrauchen gelegen haben).
J
Seit ich vor ca. 14 Tagen im KH war, habe ich meinen Konsum auf 4 - 6 Zigaretten am Tag reduziert.
Was ich sagen will, du bist für dich sicher auf den richtigen Weg. Wenn du durch dieses traumatische Erlebnis (Krankenhaus) nicht aufhören konntest, dann mache es so wie es für dich gut ist. Vielleicht kannst du das Erlebte aber irgendwie in Zusammenhang mit deinen Wünschen - also Nichtrauchen - bringen. Bei mir hat es so funktioniert. Ich wünsche dir alles Gute
die Teebeutelin
Ich habe das ja bei meinem Mann mit erlebt, wie er mit einer langsamen Entgiftung klar kam. Er hat sich nichts verboten, hat sogar immer Zigaretten dabei gehabt, hat sich gesagt, wenn ich will, könnte ich, aber ich will jetzt nicht. So wurde es weniger und weniger.
Bei mir kommt noch hinzu, dass ich dies mit meiner jüngeren Tochter zusammen so durchziehen will und auch bei ihr klappt es bisher auch gut.
Ich will dahin kommen, gar nicht mehr zu rauchen. So wie mein Mann. Ich will mir aber auch die Zeit, die es braucht dafür geben. Das ich jetzt seit Tagen mit so wenig klar komme, ist für mich überraschend.
Ich rauche selber nicht. Aber meine Schwester hat schon öfter versucht mit dem Rauchen aufzuhören, und ist auch so ein Suchtraucher ("Mit dem Rauchen aufhören ist ganz leicht. Ich hab das schon hundertmal gemacht..."). Wir haben mal darüber diskutiert, warum es so schwer ist, nicht wieder nach einer Weile anzufangen. Die körperliche Abhängigkeit ist nach ein paar Wochen spätestens überwunden, daran kann es also nicht liegen. Aber meine Schwester meint, es hängt von der Situation und der jeweiligen Gewohnheit ab. Dann fühlt es sich merkwürdig an, wenn sie z.B. nach dem Essen nicht raucht, oder in dem gewohnten Ritual des "Schlafengehens" kommt die Zigarette vor, und wenn sie die nicht geraucht hat, ist irgendwas "falsch". Oder bei einem Gespräch mit Kunden eine Zigarette halten, damit sie weiß was sie mit den Händen tun soll. Also auch eine Frage der Konditionierung. Was man sich antrainiert hat, müsste man sich eigentlich wieder abgewöhnen können. Im Büro darf sie nun nicht mehr rauchen, und sie hat sich einen runden Stein in die Tasche gelegt, damit sie bei den Gesprächen an dem rumfingern kann, und nicht an einer Zigarette.
Was ich sagen will, versuche mal rauszufinden, in welchen Situationen du mehr oder weniger automatisch zur Zigarette greifst oder wo es sich "komisch" anfühlt, keine Zigarette zu rauchen. Vielleicht kannst du dir Ausweichstrategien ausdenken.
(Bei mir ist das mit dem Essen so. Da passiert auch viel reflexartig.)
Sonnenkuss
20.11.2009, 15:58
Ich habe 25 Jahre lang überzeugt geraucht, immer selbstgedreht und immer den gleichen Tabak, der unparfümiert und nicht überall zu bekommen war ("Moro, ein Tabak für Männer" hat er sich genannt *g*).
Ich habe von jetzt auf gleich damit aufhören können, habe aber auch fast ein dreiviertel Jahr hin und her überlegt und diskutiert und mir verschiedenste Methoden angesehen, ich habe keine davon gebraucht. Ich hatte vorher noch nie versucht zu reduzieren oder eben aufzuhören und hatte auch keinerlei Entzugserscheinungen.
Kurz danach wurde mein Hashimoto festgestellt und ich bin wirklich "kurzatmiger" seit ich nicht mehr rauche. Auch die Zuckerwerte sind nach dem Aufhören ein bißchen "komisch" gewesen, haben sich aber wieder eingespielt. Alles in allem wiegen diese Einschränkungen aber das positive Erleben des Nichtrauchens auf, sodass ich einfach saufroh bin, es aufgegeben zu haben. :daumen:
mein mann und ich haben auch vor mehr oder weniger vier jahren aufgehört. er hat zum schluß etwas mehr als eine schachtel geraucht. ich war da schon heftiger mit fast drei schachtel. am tag!!!
aufgehört habe ich von jetzt auf gleich. für mich war das mit reduzieren nichts. auch mein mann hat den gleichen weg gewählt, da er auch mit dem sanften weg seine probleme hatte. wir sind zu schnell wieder in die sucht reingefallen; so nach dem motto: na ja, eine geht noch. und zack, waren wir wieder drauf. wir kennen auch keinen, bei dem das reduzieren gewirkt hat. alle waren nach kurzer oder längerer zeit wieder da, wo sie angefangen hatten. alle haben dann den harten weg gewählt. und auch alle sind sicher, dass es so das beste war. aber ausprobieren muss es halt jeder selbst und dann entscheiden.
zugenommen habe ich nach dem aufhören nicht. mein mann ja, zehn kilo, die auch immer noch da sind.
leider haben wir vor ein paar wochen den tick gehabt, uns zu sagen, lass uns doch mal wieder rauchen. passiert ja nix. wir waren uns leider zu sicher. sucht bleibt sucht. zur zeit rauchen wir wieder so 6-7 zigaretten am tag. selbstgedrehte ohne filter, da die anderen nicht schmecken.
für mich selbst ist klar, dass ich das nicht will. mein körper wehrt sich dagegen. ich bin wieder sehr stark kurzatmig und kriege schon wieder eine erkältung oder ähnliches. als ich früher geraucht habe, hatte ich auch ständig eine erkältung. als ich aufgehört habe, keine mehr. jetzt wieder die erste seit fast fünf jahren. für mich hängt das mit dem rauchen zusammen. ob es stimmt oder nicht, ist mir gleich. aber ein grund für mich, mich dagegen zu wehren. übel wird mir auch ständig beim rauchen.
jetzt habe ich massive halsschmerzen und eine leicht verstopfte nase. heute habe ich noch nicht geraucht. toi, toi, toi.
ich will und muss und werde den absprung wieder schaffen. dieses jahr noch.
Sonnenschein
20.11.2009, 18:59
Ich finde es super und drücke Dir die Daumen,daß Du es genauso schaffst wie dein Mann mit dem Rauchen für immer aufzuhören.Ich habe auch mal geraucht bis ich mit meiner Tochter schwanger wurde.Danach hatte ich bis heut nie wieder das verlangen nach einer Zigarette.(habe ca 15-20 Stück am Tag geraucht)
klein und fein
20.11.2009, 19:49
ich will und muss und werde den absprung wieder schaffen. dieses jahr noch.Dann höre dieses Jahr für immer auf, am besten sofort. Und wie Du aus eigener Erfahrung weißt, steckt das Verlangen ein Leben lang im Körper, d.h. standhaft bleiben. Viel Erfolg dabei!
Hallo Itsme, ich habe nach 24 Jahren Qualm von heute auf morgen aufgehört. Mir ging es in der Zeit gesundheitlich sehr schlecht und ich wollte unbedingt mein Leben ändern. Gerade wenn man gesundheitliche Probleme hat, sollte das Motivation sein es zu schaffen. Es war ganz schön schwer, ich fiel in ein richtiges Loch. Ich hatte eine Weile Depressionen und konnte mich lange über nichts mehr freuen. Mir fehlte überall die Zigarette, am Morgen zum Wach werden, nach dem Essen zum Entspannen, bei der Arbeit zur Konzentration, ........... eigentlich hat man als Raucher immer einen Grund eine Kippe anzustecken.
Geholfen hat mir, nur in kurzen Zeitabständen Nichtraucher zu bleiben. Am Anfang nahm ich mir vor, es vom Frühstück zum Mittag ohne Zigarettte zu sein, dann wurden die Abstände immer größer.
Ich weiss nicht, ob du mit dem Reduzieren klarkommen wirst, im Gehirn müssen die Nikotinrezeptoren abgebaut werden und dazu brauchst du ein Entzug.
Ich wünsche dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen, sollte die Schmacht über dich herfallen, dann schreib uns, wir werden dir Motivation geben stark zu bleiben.
LG
Evi
dramaqueen
21.11.2009, 01:07
Ich hab ungefähr 10 Jahre geraucht und war so bei einer Schachtel am Tag.
Eines Tages kam dann das GEfühl, dass ich mir dasnihct mehr ntun möchte. Es passte einfach nicht mehr zu mir und meinem Wunsch, gut mit mir umzugehen.
Vorher hatte ich nie "versucht" aufzuhören und immer aus Überzeugung geraucht.
Naja, ich hatte dann eine leichte Erkältung und deswegen einen oder zwei Tage eh nicht geraucht und dann dachte ich spontan: "Ich fang einfach nicht wieder an!" :-p
Sehr hilfreich war für mich, dass ich immer noch die letzte angefangene Schachtel im Haus hatte und damit das Gefühl, jeder Zeit könnte ich wenn ich wollte. Ich wollte aber nicht mehr und es hat hervorragend geklappt.
Seit dem habe ich nie wieder an einer Zigarette gezogen und auch wenn ich hin und wieder so eine Anwandlung hatte, aus Gewohnheit eine rauchen zu wollen, war es überhaupt kein Problem, es nicht zu tun.
Meine damals noch übliche kontinuierliche Gewichtszunahme hatte sich dadurch übrigens auch nicht verändert und auch sonst hatte ich nur positive Begeleiterscheinungen. :)
Ich wünsche dir mit deiner Methode viel Erfolg! :daumen:
Wenn du nicht mehr rauchen willst, dann rauchst du auch nicht mehr. ;)
Ich wünsche Dir auch viel Erfolg, Itsme :-)
Mein Mann und ich rauchen seit fast 4 Jahren nicht mehr und gesundheitlich hat sich das sehr gelohnt.
Ich hatte mir übrigens ein kostenloses Nichtrauchertagebuch bei www.ohnerauchen.de angelegt, der Austausch mit den "Mitleidenden" und die Erfahrungen der "alten Hasen" dort hat mir sehr geholfen.
Gruss
Anke
@ utofti
Du schaffst es jetzt auch ein zweites mal wieder aufzuhören! Es ist nicht leicht, aber Du warst schon so weit, also weißt Du, dass Du die Kraft hast!!!:applaus:
Meine Daumen sind für Dich gedrückt!:daumen:
@ all
Jedes motivierende Wort, jeder Bericht von Euch hilft! Habt alle ganz herzlichen lieben Dank, auch besonders an Evi, die angeboten hat, dass ich bei zu großem Schmacht hier um Hilfe bitten darf und auch speziell an Purry für den Link, den ich mir schon gespeichert habe und später anschauen werde.
Gratulation an alle, die einmal geraucht haben und es bis heute schafften, nicht wieder anzufangen. Ich habe viel Respekt, denn das ist eine große Leistung!:applaus:
Hallo,
auch ich wünsche ganz viel Erfolg bei dem Vorhaben, mit dem Rauchen aufzuhören - ich drücke ebenfalls ganz fest die Daumen.
Ich habe es so geschafft und das erstaunt mich selber immer wieder (und macht mich natürlich stolz):
Schon öfter hatte ich mir vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören und der jeweilige gute Vorsatz wurde auch meist eine gewisse Zeit lang erfolgreich umgesetzt (mal bis zu einem Jahr und natürlich während der Schwangerschaft). Aus Blödsinn habe ich immer wieder erneut damit angefangen und es zum Schluss auf 30-40 Zigaretten / die gebracht. In meinem Beruf konnte man nur unter erschwerten Bedingungen rauchen, was aber für mich eher eine Herausforderung als ein Hinderniss darstellte.:grins:
Nachdem ich dann nicht mehr arbeitete, hätte ich ungestört und ungehemmt nach Herzenslust und zu jeder Zeit rauchen können, was ich auch tat. Mir war irgendwie klar, dass ich ich nun nie mehr davon loskommen würde, ich machte nicht den kleinsten Versuch, legte mir ordentliche Vorräte an und paffte was das Zeug hielt. Eines Morgens setzte ich mich an meinen PC, eine frische Tasse Kaffee dazu und das geliebte erste Morgen Zigarettchen angesteckt. Das habe ich aber sofort und ohne weiter zu überlegen oder gar einen Plan zu haben einfach wieder im Aschenbecher ausgedrückt - und das war's dann. Zwei neue Stangen, die ich noch gebunkert hatte, habe ich nach einer Woche im Müll entsorgt. Das ist nun schon über 5 Jahre her und ich habe seither nie mehr auch nur einen Glimmstängel angeschaut.
Das ist aber wohl eher die Ausnahme und niemand kann darüber erstaunter sein, als ich selber.
Noch ein Tipp:
Wenn du mit Rauchen aufhörst rate ich dir, um einer unnötigen Gewichtszunahme entgegen zu wirken, öfter mal zwischendurch eine rohe Karotte oder Selleriestange zu knabbern, das "beschäftigt" die Hände und den Mund gleichzeitig.
Vorsicht ist auch bei Alkoholgenuss, besonders Bier, geboten, denn abgesehen von der unnötigen Kalorienzufuhr, kann auch gleichzeitig unangenehmer Heißhunger ausgelöst werden. Zudem ist die Gefahr, von einem Suchtverhalten (Rauchen) in die nächste Abhängigkeit (Alkohol) zu gleiten anfangs immer gegeben.
Selbst bei einer etwaigen kleineren Gewichtszunahme wäre das immer noch das geringere Übel im Vergleich zum Rauchen.
Ich wünsche dir ganz viel Glück.
Liebe Grüße :)
Kubalibre
21.11.2009, 19:50
Ich kann nur aus zweiter Hand erzählen, deshalb auch nur Beobachtungen mitteilen. Aber von meinem engeren Bekanntenkreis haben es nur die Menschen geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören, die wirklich von einem auf den anderen Tag aufgehört haben.
Alle die es auf die "sanfte" Methode versucht haben, sind über kurz oder lang in alte Muster zurückgefallen. Ich habe mit Nikotinpflastern aufgehört - genau am 06.12.1997 und habe seit dem nicht eine Zigarette mehr angefasst.
Wer aufhören will, der muss es auch richtig wollen. Einfach die Erkenntnis, das es ungesund ist und es besser wäre aufzuhören, reicht da nicht - da ist das Scheitern vorprogrammiert.
Zu meinem Leidwesen hab ich danach aber sehr stark zugenommen. Ob es jetzt alleine vom Aufhören kam, kann ich natürlich nicht sagen. Davor war mein Gewicht aber lange Jahre gleich bleibend.
Wenn ich das so lese, bin ich einfach nur froh, dass ich nie angefangen habe zu rauchen.
Mein Opa hat Kette geraucht und ich fand das als Kind total eklig. Später in der Schule kamen so die Sprüche "Rauch eine mit - das muss man machen, um dazu zu gehören". Da war es bei mir total aus. Ich reagiere hochallergisch, wenn ich zu was genötigt werden soll, was ich nicht will. Und noch dazu, um "nur dazu zu gehören".
Und so zählt Rauchen nun nicht zu meinen Lastern - aber ich habe auch so genug ;)
Unangenehmes Thema, aber ich muss die Frage einfach mal stellen, an die, die das Rauchen aufgeben haben:
Hattet Ihr auch solche Probleme mit der Verdauung?
Normalerweise läuft das bei mir zu 99 % sehr gut, aber es wird immer schlechter. Nun muss ich schon auf Hilfsmitel zurück greifen. Hat jemand von den ehemaligen Rauchern, denen es auch so erging, einen Tipp?
Mein Gott,wenn ich höre wie disziliniert Ihr alle seid,dann komme ich mir vor wie das schwarze Schaf des Forums,und ich bin gerade neu.Ich habe Hochachtung vor jedem der es schafft seinen Zigarettenkonsum zu kontrollieren,ich rauche Kette,und wenn Du es geschafft hast auf 4-6 Zigaretten,dann schaffst Du den Rest auch noch.Mir hat man zugetragen,daß man zwar in den ersten Monaten zunimmt,dies sich aber auch von selber wieder reduziert.Ob das stimmt weiß ich nicht,ich habe dieses Phänomen zwar bei Bekannten schon gesehen,bin mir aber nicht sicher,ob sie nicht doch mit einer Diät nachgeholfen haben.http://www.das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/cool3.gif
gabriele
27.11.2009, 09:55
ich habe 15 kilo zugenommen, nachdem Rauchstopp.
Aber das ist mir dann trotzdem lieber, als dieses Teufelszeug an Nikotin, woran ich beinahe noch gestorben wär.
Ähm.......
ich möchte zwar ungern zunehmen, aber darum ging es mir jetzt bei dieser Frage gar nicht. Ich habe Probleme mit dem Abführen...:-o und zwar massiv. Das kannte ich vorher nicht, daher nehme ich an, dass dies von stark reduzierten Zigarettenkonsum kommt.
Wenn jemand von den ehemaligen Rauchern, die das auch so erlebt haben, nen Tipp hat, wie ich ohne Chemie wieder klar komme...
@ manda
Ich glaube, wenn man das will, dann kann man es schaffen. Ich bin ja noch lange kein Nichtraucher und will den Mund nicht zu voll nehmen. Leicht finde ich es jetzt schon nicht immer, aber doch leichter, als ich dachte.
Versuche doch einfach mal, nur die nächste Zigarette erst mal nicht zu rauchen. Erst wieder die Übernächste oder Überübernächste...
Aber es sollte schon ein fester Wille aus Dir heraus bestehen. Nicht, weil andere nicht rauchen, oder es doof finden, dass Du rauchst. ich glaube nicht, dass es dann klappt.
Hallo Itsme,
ich hatte keine Probleme mit der Verdauung - im Gegenteil, da ich statt Zigaretten die ersten Wochen Karotten zu mir nahm und inzwischen weiss, dass ich die roh gar nicht gut vertrage :grins:
Hat mir aber gut geholfen :cool2:
Ich drücke dir die Daumen, dass du den Absprung schaffst - es ist für mich alles angenehmer ohne Rauch ;)
Gruss
Anke
dramaqueen
27.11.2009, 12:06
Ich hatte auch keine derartigen Probleme, meine aber schon davon gehört zu haben.
Es würde mich jedenfalls nicht so sehr wundern, weil sich da ja scheinbar auch der ganze Stoffwechsel umstellt.
Ich würde erstmal versuchen, durch sowas wie Trockenobst, Verdauungstees und Konsorten die Verdauung in Schwung zu bringen und wenn das gar nicht hilft, musst du vielleicht wirklich vorübergehend mit irgendwelchen (pflanzlichen) Mitteln nachhelfen.
Bei manchen wirkt ja auch der morgendliche Kaffee Wunder... ;)
Gute Besserung jedenfalls!
kampfzwerg
27.11.2009, 12:24
Ich hatte auch keine derartigen Probleme, meine aber schon davon gehört zu haben.Ich selbst kenne derartige Probleme nicht, weil ich nie geraucht habe - mal abgesehen von zwei Versuchen "cool" zu sein, die in riesiger Übelkeit endeten. Ich kenne aber mindestens drei Personen, die extreme Verstopfung hatten, als sie das Rauchen aufgaben - bei einer Person lag es bestimmt auch daran, dass wochenlang exzessiv Nikotinkaugummis konsumiert wurden.
Mein Mann meinte, Äpfel könnten helfen und so habe ich gestern noch Äpfel gekauft. Nachem ich allerdings mein Abendbrot, welches aus drei Kartoffelpuffern mit Apfelmus bestand, alle hatte, war ich so satt, das ich nicht einmal mehr einen Apfel essen konnte. Aber Apfelmus ist ja auch Apfel und vielleicht hat dieses positiv gewirkt. jedenfall wurde ich das, was ich fast drei Tage so unangenehm spürte und mit mir herum schleppte, (wie soll man so was beschreiben, ohne zu unangenehm zu werden?) heute Morgen endlich los!
Nun werde ich jeden Tag einen Apfel essen. Vielleicht ist das ja schon die Lösung. Hoffentlich!:-o
Iss den Apfel morgens auf nüchternen Magen, dazu evtl. noch ein großes Glas Wasser trinken, das dürfte reichen ;)
Generell ist es wichtig, viel zu trinken, um die Verdauung in Gang zu halten/bringen und statt irgendwelcher Abführmittelchen würde ich es dann eher mit einer Bauchmassage versuchen - am rechten Unterbauch anfangen und im Uhrzeigersinn mit der flachen Hand einen großen Kreis beschreiben.
gabriele
27.11.2009, 14:50
mit der Verdauung hatte ich keine Probleme. Aber trinke Buttermilch, das hilft.
Erstmal muß ich mich für den Schreibfehler entschuldigen,es heißt natürlich diszipliniert.Aber jetzt zum Apfel,wenn Du ihn mit einer Apfelreibe pürrierst ist die Wirkung noch besser.Du kannst auch morgens einen Joghurt mit einem Eßlöffel Weizenkleie verrühren und ihn dann essen,das hilft auch vielen.Die Bauchmassge ist super und der Effekt wird noch verstärkt,wenn Du die Massage mit Kümmelöl machst,das wirkt dann noch den lästigen Orkanböen im Darm entgegen.Milchzucker hilft auch,aber der bläht leider auch heftig.Ich hätte noch einen kleinen Tip,dazu muß ich sagen,daß ich eigentlich kein Freund der Diabetikernahrungsmittel bin,denn sie sind teuer und nutzlos,aber Diabetikermarmelade wirkt abführend.
.......,aber Diabetikermarmelade wirkt abführend.
Und ebenso Diabetikerschokolade. Diese Erfahrung musste ich mal vor vielen Jahren amchen, als ich davon noch keine Ahnung hatte, aber eine solche Tafel geschenkt bekommen hatte. Ein Riesenjapp ließ mich die halbe Tafel verputzen und danach die halbe Nacht auf der Toilette verbringen. Das war nicht besonders schön. ;)
........
Danke Euch für Eure Tipps. Nun mache ich das erst mal mit den Äpfeln und hoffe, dass dies schon reicht.
klein und fein
28.11.2009, 09:37
Und ebenso Diabetikerschokolade. Diese Erfahrung musste ich mal vor vielen Jahren amchen, als ich davon noch keine Ahnung hatte, aber eine solche Tafel geschenkt bekommen hatte. Ein Riesenjapp ließ mich die halbe Tafel verputzen und danach die halbe Nacht auf der Toilette verbringen. Das war nicht besonders schön. ;)Wenn Diabetikerschokolade zur Hälfte aus dem Chemielabor kommt (Zucker gegen Süßstoff ausgetauscht), kann ich das nachvollziehen.
Nee, da is kein Süßstoff drin, sondern Fruchtzucker und/oder Milchzucker. Wenn Süßstoff drin wäre, hätte das Zeug ja wenigstens weniger Kalorien, aber noch nicht mal das....
Dann könnte es vielleicht am Milchzucker liegen, der bekanntlich abführend wirkt?
Nordlicht
01.12.2009, 14:21
Es könnte am Milchzucker liegen, oder auch am Fruchtzucker, wenn man diesen nicht verträgt... denn die Menge Milchzucker, die in einer halben Tafel an Milchzucker ist, ist normalerweise nicht sonderlich groß und vor allem nciht größer als bei Standardschokolade. Der Raffinadezucker wird normalerweise durch Fruchtzucker ersetzt, da Milchzucker zu wenig süßt, als dass es billig genug wäre. Fruchtzucker dagegen, der eine sehr hohe Süßkraft aufweist, wird gern als Ersatz für Raffinade genommen.
Wenn man also Milch verträgt, ist auch die (Milch-)Schokolade an sich nicht das Problem, sondern eher das, was den Unterschied zu Standardschokolade ausmacht.
Gruß
Dani
Es ist doch wirklich zu blöde...
Bisher habe ich mein selbstgestecktes Ziel max. 6 Zigaretten am Tag zu rauchen nicht überschritten, nur stelle ich etwas fest, was mich ärgert:
Je besser es mir geht, desto eher neige ich dazu, - oder besser gesagt, desto eher flüstert eine innere Stimme: Ach.... es geht Dir doch jetzt wieder besser... da könntest Du doch ruhig noch ne Halbe...
Mir ist durchaus bewusst, dass es mir sicher ein wenig besser geht, gerade weil ich viel weniger rauche! Ich will das auch nicht aufs Spiel setzen! Aber ich merke halt, dass es doch schwerer ist als ich dachte, mein erstes kleines Ziel einzuhalten.
So eine Sucht - zumindest bei mir - lässt sich nicht leicht bezwingen. Aber ich will es unbedingt. Unbedingt!
Das ist doch das Problem jeder Sucht - man braucht immer mehr.
Deswegen kenne ich (und mehrere meiner Vorschreiber ja auch) niemanden, der es dauerhaft geschafft hat mit dieser "ich reduzier immer ein bissel-Methode". Dadurch verlängerst Du die ganze Geschichte nur und kannst die körperliche Komponente Deiner Sucht nicht überwinden.
klein und fein
03.12.2009, 09:53
Meine Frau ist überzeugte Raucherin. Sie vertritt den Standpunkt "Sterben muß man sowieso, warum sollte man auf alles verzichten."
Während ich diese Zeilen schreibe, wird sie am Herz operiert (Bypässe). Ich hoffe, daß es bei ihr jetzt endlich KLICK macht.
Meine Frau ist überzeugte Raucherin. Sie vertritt den Standpunkt "Sterben muß man sowieso, warum sollte man auf alles verzichten."
Während ich diese Zeilen schreibe, wird sie am Herz operiert (Bypässe). Ich hoffe, daß es bei ihr jetzt endlich KLICK macht.
Wohl eher nicht, hat ja bisher auch nicht "klick" gemacht.
Sie wär nicht die erste, die "direkt" vom OP-Tisch wieder in die Raucherecke springt.
Sorry, wenn ich das jetzt so hart sage, aber bei solchen Leuten verfluche ich die Pflicht zum Helfen in meinem Job. Mir tut jeder Arzt und jede Schwesternkollegin leid, die für diese Typen Zeit opfert.
kampfzwerg
03.12.2009, 10:14
Während ich diese Zeilen schreibe, wird sie am Herz operiert (Bypässe). Ich hoffe, daß es bei ihr jetzt endlich KLICK macht.Ich kann mir vorstellen, dass Du gerade immer wieder nervös durch das Zimmer tigerst und auf den erlösenden Anruf hoffst, dass alles gut gegangen ist. Ich wünsche Deiner Frau, dass alles gut verläuft und bei ihr ein Lernprozess eingesetzt hat. Dir wünsche ich Kraft und Geduld, wenn Du ihr hilfst, schnell wieder auf die Beine zu kommen.
Sorry, wenn ich das jetzt so hart sage, aber bei solchen Leuten verfluche ich die Pflicht zum Helfen in meinem Job. Mir tut jeder Arzt und jede Schwesternkollegin leid, die für diese Typen Zeit opfert. Das kann ich gut verstehen. Streng genommen ist es ja sogar widersprüchlich, wenn so jemand ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt - "Sterben muss man so oder so"...
Andererseits ist diese fatalistische Haltung ja vielleicht auch gerade typisch für eine Suchterkrankung und insofern tun mir solche Menschen dann doch leid.
KuF, was deine Frau anbelangt, schließe ich mich Kampfzwerg an: Hoffentlich geht alles gut und es macht doch endlich "Klick" in ihrem Kopf.
klein und fein
03.12.2009, 10:59
Sie wär nicht die erste, die "direkt" vom OP-Tisch wieder in die Raucherecke springt.
Sorry, wenn ich das jetzt so hart sage, aber bei solchen Leuten verfluche ich die Pflicht zum Helfen in meinem Job. Mir tut jeder Arzt und jede Schwesternkollegin leid, die für diese Typen Zeit opfert.Darcy,
auch wenn sie meine Frau ist, bin ich genau Deiner Meinung (Bitte nicht steinigen!)
Nikotinsucht vernebelt bei einigen Leuten das Gehirn so wie bei Alkoholismus.
Meine Frau ist überzeugte Raucherin. Sie vertritt den Standpunkt "Sterben muß man sowieso, warum sollte man auf alles verzichten."
Während ich diese Zeilen schreibe, wird sie am Herz operiert (Bypässe). Ich hoffe, daß es bei ihr jetzt endlich KLICK macht.
Gute Besserung für deine Frau
Mein Mann will seit Jahren immer wieder aufhören ...........eine unendliche Geschichte vermutlich ............
Aber immerhin raucht er seit wir uns kennen nur noch draußen.
Dadurch hat sich sein Verbauch zumindest drastisch reduziert. :daumen:
Sorry, wenn ich das jetzt so hart sage, aber bei solchen Leuten verfluche ich die Pflicht zum Helfen in meinem Job. Mir tut jeder Arzt und jede Schwesternkollegin leid, die für diese Typen Zeit opfert.[/QUOTE]
Darcy,Darcy,so kannst Du das doch nicht sehen!Der verunfallte Motorradfahrer hat sich auch bewußt in Gefahr begeben und wird nicht verurteilt.Jerder Alki macht das bewußt ( im Rausch dann nicht mehr ),jede Schwangere kann in der Öffentlichkeit ein Glas Wein trinken,aber wehe sie steckt sich eine Zigarette an,dann gibts aber Schelte,dabei ist Alkohol in der Schwangerschaft viel schädlicher als Nikotin,schon 1 Glas Wein kann in bestimmten Stadien zu Fehlbildungen führen,aber die Raucher sind immer die Bösen.Außerdem finde ich jeder der Hilfe benötigt hat sie verdient,auch wenn er selber schuld war an seiner Krankheit
KuF Viel Glück für Deine Frau ich drücke ganz fest die Daumen !!!
Ich glaube, Darcy meinte auch gar nicht nur die Raucher, sondern wirklich alle, die unnötige Risiken eingehen und sich die Gefahren schön reden.
ok,aber egal wie,ich habe da eine andere Einstellung.Wer Hilfe benötigt,bekommt sie auch,ob selber verschuldet oder nicht.
Um mal wieder zum Thema zu kommen:
ICH VERBEUGE MICH VOR JEDEM VON EUCH , DER MIT DEM RAUCHEN AUFGEÖRT HAT!!! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !!!
Das ist echt in meinen Augen eine Disziplin und Willensleistung der Sonderklasse.
Ich wüsste nicht, wo man dann beginnen und wo man da aufhören sollte, die Pflicht zum helfen zu verfluchen. :confused:
Beim Raucher sieht man, was er tut.
Aber es gibt eine Million andere Krankheitsbilder, die streng genommen, dann auch selber verschuldet sind.
Was ist mit dem Manager, der sich, um Karriere/Geld zu machen, so unter Druck setzt, dass er in vielerlei Form krank werden kann?
Was ist mit den Menschen, die für keinen Ausgleich sorgen, wenn sie nervlich stark beansprucht werden?
Was ist mit denen, die sich andauernd ungesund ernähren oder die vielleicht andauernd zu wenig trinken?
Und sollte das mit dem Sport für die, die zu wenig Bewegung haben, stimmen, und sie werden aufgrund von Bewegungsmangel in irgend einer Form krank, was ist mit denen?
Was ist mit verletzten Soldaten? Auch sie haben sich bewusst der Gefahr des verletzt werdens ausgesetzt.
Ja, und auch die vielen "Sportarten" die Verletzungsgefahren in sich bergen?
Soll man bei all diesen Patienten verfluchen, dass man auch ihnen helfen muss?
Und wie viele Erkrankungen gibt es, die sowohl ein Raucher, aber auch ein Nichtraucher bekommen kann? Nimmt man bei einem Raucher, der Lungenkrebs bekommt, zu 100 % an, dass dies vom Rauchen kommt? Wieso bekommt dann ein Nichtraucher auch Lungenkrebs?
Dem einen hilft man dann gern, dem anderen nicht?
Was ist mit dicken Patienten, von denen so viele Menschen annehmen, sie wären an etlichen Erkrankungen (die jeder bekommen kann) selber Schuld? Wenn ich Pech habe, gerate ich dann vielleicht an eine Krankenschwester oder einen Arzt, der es "verflucht" mir helfen zu müssen, weil er der Meinung ist, ich bin ja selber Schuld...
Ich möchte auf keiner solchen Station landen, wo das Personal, je nachdem, wie ich gelebt habe, beziehungsweise wieviel Mitschuld mich eventuell an meiner Erkrankung trifft, entweder gern versorgt, oder aber mich am liebsten nicht versorgen würde.
Mir wird ganz schlecht, je mehr ich über dieses Thema nachdenke!:mad:
Entweder man hilft, oder man hilft nicht. Wenn man nur dann mit einem guten Gefühl helfen kann, wenn man sicher ist, dass ein Mensch absolut keine Mitschuld an seiner Erkrankung hat, dann darf man wahrscheinlich die wenigsten Krankheitsgeschichten hinterfragen, denn nicht wenige werden auf einen falschen Lebenswandel (in welcher Form auch immer) zurück zu führen sein, - aber bei wahrscheinlich ebenso vielen Patienten ist man da einfach auf dem Holzweg und es sieht vielleicht nur danach aus, als trügen sie eine Mitschuld, auch wenn es gar nicht stimmt.
Jeder mag das sehen wie er will,
aber ich finde, wenn man den Beruf des Arztes oder der Pflegerin oder auch Krankenschwester gewählt hat, dann muss man in jedem Fall zum helfen bereit sein, ansonsten sollte man etwas anderes tun.
ok,aber egal wie,ich habe da eine andere Einstellung.Wer Hilfe benötigt,bekommt sie auch,ob selber verschuldet oder nicht.
Es ist ja nicht so, dass ich Raucher, die z.B. nach Thrombose-OP gleich wieder zum Rauchen gedackelt sind, nicht gepflegt hätte. Ist schließlich mein Job.
Geholfen hab ich also - aber ich hab es nicht gern getan. Mir fehlt da jegliches Verständnis für. Wer sich umbringen will, soll das gerne tun, aber wieso muss man da immer andere mit reinziehen und auch noch wertvolle Ressorucen im Gesundheitswesen verschwenden, die anderen nützen könnten?
Jeder mag das sehen wie er will,
aber ich finde, wenn man den Beruf des Arztes oder der Pflegerin oder auch Krankenschwester gewählt hat, dann muss man in jedem Fall zum helfen bereit sein, ansonsten sollte man etwas anderes tun.
Das kannst Du gerne so finden, aber dann schau mal, ob Du beim nächsten gesundheitlichen Problemchen überhaupt noch IRGENDWELCHES medizinisches Personal findest, was VÖLLIG ohne Vorbehalte jeden behandelt, egal was er getan hat.
Ich habe meine Konsequenzen gezogen und bin von der Gefäßchirurgie verschwunden, weil es mich auf deutsch gesagt angekotzt hat, wie sich Raucher verhalten, wie uneinsichtig sie sind.
Ich würde auch nie in einer Klinik arbeiten können, wo Abtreibungen an der Tagesordnung sind, ebenso nicht auf einer Station, die sich auf Adipositaschirurgie spezialisiert hat.
Ob DU das gut findest oder nicht, ICH habe nunmal gewisse Werte, die ich auch lebe.
Meine Frau ist überzeugte Raucherin. Sie vertritt den Standpunkt "Sterben muß man sowieso, warum sollte man auf alles verzichten."
Während ich diese Zeilen schreibe, wird sie am Herz operiert (Bypässe). Ich hoffe, daß es bei ihr jetzt endlich KLICK macht.
Bei meinem Onkel hat es zumindest "Klick" gemacht. Nach seinem Schlaganfall und den Bypässen hat er nach der OP nie wieder eine Kippe angerührt. Vielleicht lag es auch daran, daß er erstmal wieder richtig sprechen lernen mußte und so praktisch jeden Tag daran erinnert wurde, was er selbst auf keinen Fall mehr durchmachen wollte.
Ich drücke Euch die Daumen, daß alles für Euch positiv verläuft.
Von einem Patienten erwartet man aber auch Compliance, dass eine Behandlung Sinn macht. Ich habe auch in der Gefäßchirurgie gearbeitet, wir hatten Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit, die wurden dilatiert, Bypässe operiert, Infusionstherapien durchgeführt, um ein Bein zu retten. Wenn ich am Abend raus bin und ich sah diese Patienten vor der Tür im Rollstuhl eine rauchen, da war mein Verständniss vorbei.
Ich habe auch geraucht, aber man muss wissen, wenn man krank davon wird, dass man damit aufhören muss. Meine Meinung.
Evi
@ k&f
ich hoffe mit Dir, dass Deine Frau wieder ganz gesund wird und dann die Kurve zur Nichtraucherin schafft.
klein und fein
03.12.2009, 15:31
Wer Hilfe benötigt,bekommt sie auch,ob selber verschuldet oder nicht.Bisher war das so, und so wird es noch eine Weile sein.
In naher Zukunft wird laut Gesundheitsminister Rösler mehr auf Eigenverantwortung gesetzt. Ob unser Gesundheitssystem dann noch für alle da ist, die mit ihrer Gesundheit Raubbau betreiben, bleibt abzuwarten. Meiner Meinung nach kann man jetzt schon sagen, daß wir Patienten/Beitragszahler unser bisheriges Anspruchsdenken über kurz oder lang in die Tonne kloppen können.ICH VERBEUGE MICH VOR JEDEM VON EUCH , DER MIT DEM RAUCHEN AUFGEÖRT HAT!!! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !!!
Das ist echt in meinen Augen eine Disziplin und Willensleistung der Sonderklasse.Ich hatte ja auch ein Leben lang geraucht, bis mein Hinterwandinfarkt den berühmten Klick ausgelöst hat. Ich habe mich seitdem zu der Menschensorte entwickelt, die ich früher gehaßt habe: militanter Nichtraucher. Als solcher denke ich, daß niemand wirklich rauchen muß.
Hier in Deutschland wird es einem Raucher viel zu leicht gemacht - Zigaretten gibt´s an jeder Ecke. In Sizilien, wo zwei meiner Schwestern wohnen, muß man dafür in eine Tabacceria (Tabak-Laden) gehen.
klein und fein
03.12.2009, 15:35
Vielen Dank für Eure Genesungswünsche an meine Frau.
Sie hat die OP gut überstanden. Mal abwarten, wie die ersten 24 Stunden auf der Intensivstation verlaufen.
In naher Zukunft wird laut Gesundheitsminister Rösler mehr auf Eigenverantwortung gesetzt. Wobei die Forderung nach Eigenverantwortung auch bedeuten kann, dass Menschen mit ihren Problemen (noch mehr) alleine gelassen werden.
Ob unser Gesundheitssystem dann noch für alle da ist, die mit ihrer Gesundheit Raubbau betreiben, bleibt abzuwarten. Meiner Meinung nach kann man jetzt schon sagen, daß wir Patienten/Beitragszahler unser bisheriges Anspruchsdenken über kurz oder lang in die Tonne kloppen können.Wobei die Definition "mit seiner Gesundheit Raubbau betreiben" problematisch ist, denn genau das wird uns Dicken ja auch pauschal vorgeworfen. Außerdem ist es in einer Zeit, in der sich viele Arbeitnehmer nicht trauen, Krankheiten auszukurieren, geradezu zynisch.
Und was das "Anspruchsdenken" der Beitragszahler angeht, ist das m. E. nichts zu dem Anspruchsdenken der Ärzte und v. a. der Pharmaindustrie, die aus jeder Gesundheitsreform völlig ungeschoren davonkommt. Mit dem FDP-Politiker Dr. med. Philip Rösler im Kabinett muss sich wahrscheinlich aber keine der jeweiligen Lobby Sorgen machen.
Nordlicht
03.12.2009, 16:14
Natürlich kann man diejenigen, die gleich nach der OP mit dem Rauchen weitermachen, nicht verstehen. Schließlich steckt man nicht in ihnen drin.
Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass sich eine Sucht nicht so leicht ablegt. Die einen finden durch die OP einen positiven Kick, der sie dazu veranlaßt, nicht mehr zu rauchen. Die anderen werden gerade durch den Streß, den solch eine OP verursacht, wieder so schnell wie möglich rauchen, da würde die OP einen negativen Kick verursachen. Wie der einzelne letzten Endes damit umgehen kann, wozu er in der Lage ist, sollte man moralisch nicht verurteilen, meiner Meinung nach.
Manche Menschen wachsen (emotional) durch einschneidende Erlebnisse, andere nicht. Manche können das zu dem Zeitpunkt einfach nicht.
Ich bin kein Raucher. Ich kann den Geruch von Tabakrauch normalerweise nicht ausstehen und reagiere da ziemlich empfindlich drauf. Allerdings verurteile ich die Raucher für ihre Sucht nicht. Die undisziplinierten Raucher, die undisziplinierten Dicken, die undisziplinierten Alkoholiker... das halte ich für fragwürdig.
Es ist so einfach zu sagen "Hör doch auf damit!", egal ob es essen oder rauchen oder trinken oder sonstwas ist. Das ist aber manchmal einfach nicht machbar. Das ist manchmal eine Riesenhürde, über die man nicht springen kann.
Ich erlebe das gerade mit etwas ganz anderem, etwas, was an sich derzeit das Wichtigste ist, was ich tun sollte. Ich habe aber arge Probleme, es zu machen, weil da diese Hürde/Blockade für mich ist. Ich quäle mich da von einem zum nächsten und der einzige, der das mehr oder weniger nachvollziehen kann ist mein Partner, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Da höre ich von anderen auch nur "mach es doch einfach!", "das ist doch nicht schwer!" oder "das ist so wichtig, du mußt so viel wie möglich machen..." und es hilft mir überhaupt nicht. Ich mach mich eher noch verrückter damit oder ignoriere das Problem einfach gleich ganz. Ich kann einfach nicht so wie ich möchte.
Nunja, was will ich eigentlich sagen? Hab ich an sich schon zu Anfang gesagt. Ergänzend dazu kann ich noch hinzufügen: Ich verstehe die Personen nicht, die, wenn sie die Problematik anderer nicht verstehen, die anderen negativ beurteilen. Die versuchen, die Problematik anderer mit ihren eigenen Lösungen zusammenzubringen und wenn es nicht paßt, dem anderen ein "selbst schuld" aufdrücken...
Alles nicht immer einfach. Muß es aber auch nicht sein.
Gruß
Dani
@Itsme
mein Mann hat zwar nicht das Rauchen aufgehört, jedenfalls nicht vor kurzer Zeit, aber er hat durch Morphin und sonstige Medis arge Probeme mit der Verdauung.
Ihm hat die Ernährungsberaterin geraten Morgens nach dem Aufstehen ein Glas lauwarmes Leitungswasser zu trinken, schmeckt wie Hund sagt er, aber seitdem hat er null Probleme mehr.
Dauert so 2 - 3 Tage dann sollte die Besserung einsetzen. Ist doch einen Versuch wert oder und keine Chemie oder so
liebe Grüße
Maggy
...
Ich hatte ja auch ein Leben lang geraucht, bis mein Hinterwandinfarkt den berühmten Klick ausgelöst hat. Ich habe mich seitdem zu der Menschensorte entwickelt, die ich früher gehaßt habe: militanter Nichtraucher. Als solcher denke ich, daß niemand wirklich rauchen muß.
Wie hast Du über solche Nichtraucher gedacht, als Du selber noch geraucht hast? Wie wichtig war Dir deren Meinung? Und hätte so jemand Dich dahingehend beeinflussen können, nicht mehr zu rauchen?
Lunix
Wobei die Definition "mit seiner Gesundheit Raubbau betreiben" problematisch ist, denn genau das wird uns Dicken ja auch pauschal vorgeworfen. Außerdem ist es in einer Zeit, in der sich viele Arbeitnehmer nicht trauen, Krankheiten auszukurieren, geradezu zynisch.
Genau
- und nicht nur das. Wie ich schon weiter oben schrieb, gibt es ja auch noch viele nicht so offensichtliche Dinge, mit denen ein Mensch seiner Gesundheit schaden kann. Wie will man auseinander halten, wer für bestimmte Krankheitsbilder mit verantwortlich ist und wer nicht? Und wer kann mit Sicherheit sagen, ob es jemand überhaupt ist?
Nordlicht
Es ist so einfach zu sagen "Hör doch auf damit!", egal ob es essen oder rauchen oder trinken oder sonstwas ist. Das ist aber manchmal einfach nicht machbar. Das ist manchmal eine Riesenhürde, über die man nicht springen kann.
Dem kann ich nur zustimmen. Jeder der in irgendeiner Sucht gefangen ist, egal in welcher, der weiß, wie schwer es sein kann, davon los zu kommen.
Und auch hier:
Es gibt viele Süchte. Viele davon werden für den Außenstehenden niemals sichtbar, aber auch von ihnen kann man krank werden. Wie steht es denn damit? Wird dieser Mensch dann weiterhin alle Behandlungen ohne eigene Zuschüsse bekommen, während der, der in einer "sichtbaren" Sucht gefangen ist, zur Kasse gebeten wird?
...........
@ Maggy
Lieben Dank für Deinen Tipp.:)
Zurzeit versuche ich es gerade mit dem Apfel nach dem Abendbrot und bisher ist die Problematik nicht wieder aufgetaucht.
Vielen Dank für Eure Genesungswünsche an meine Frau.
Sie hat die OP gut überstanden. Mal abwarten, wie die ersten 24 Stunden auf der Intensivstation verlaufen.
Das freut mich sehr :daumen:
Das kannst Du gerne so finden, aber dann schau mal, ob Du beim nächsten gesundheitlichen Problemchen überhaupt noch IRGENDWELCHES medizinisches Personal findest, was VÖLLIG ohne Vorbehalte jeden behandelt, egal was er getan hat.
Ich habe meine Konsequenzen gezogen und bin von der Gefäßchirurgie verschwunden, weil es mich auf deutsch gesagt angekotzt hat, wie sich Raucher verhalten, wie uneinsichtig sie sind.
Ich würde auch nie in einer Klinik arbeiten können, wo Abtreibungen an der Tagesordnung sind, ebenso nicht auf einer Station, die sich auf Adipositaschirurgie spezialisiert hat.
Ob DU das gut findest oder nicht, ICH habe nunmal gewisse Werte, die ich auch lebe.
Darcy,wenn ich sö höre wo Du überall aus Überzeugung nicht mehr arbeitest,dann bin ich der Meinung ,Du solltest Umachulen,denn der Job scheint ja dann mächtig an Deiner Überzeugung vorbei zu wandern,denn viele Abteilungen bleiben ja nicht.Innere hast Du Raucher mit Bluthochdruck und Lungenkrebs und Psychiatrie die Alkis und Junkies, alle selber Schuld.
Mach Dir da mal keine Sorgen - ich habe einen guten Arbeitsplatz, wo ich sehr gerne arbeite und keinerlei Gewissenskonflikte habe :-p
klein und fein
03.12.2009, 23:49
Wie hast Du über solche Nichtraucher gedacht, als Du selber noch geraucht hast? Wie wichtig war Dir deren Meinung? Und hätte so jemand Dich dahingehend beeinflussen können, nicht mehr zu rauchen?
gefangen ist, zur Kasse gebeten wird?Ich habe die für Schikaneure gehalten. Deren Meinung war mir nicht wichtig. Mich hätte auch niemand von denen bekehren können.
Ich weiß, in welcher Situation ich bin.
es freut mich daß deine Frau alles gut überstanden hat , dann haltet mal die Ohren steif !!!
ich mache mir keine Sorgen um dich , sondern um die Patienten!
ich mache mir keine Sorgen um dich , sondern um die Patienten!
Versteh ich nicht ... aber muss ich auch nicht.
Komischerweise bin ich bei meinen Patienten sehr beliebt - irgendwas mach ich wohl falsch :cool:
ich habe ja lange geraucht und viel. als ich vor fast fünf jahren aufgehört habe, war es mehr zufall, dass es dazu kam. ich hatte da auch so eine schwere bronchitis. ich habe ausprobiert, wie lange ich es ohne schaffe, und habe dann halt aufgehört. zwar noch mal mit unterbrechung, in der ich kräuterretten geraucht habe, aber keine kippen mehr.
im spätsommer bin ich dann leichtsinnig geworden und habe wieder geraucht. eine schadet ja nicht. nö, nö. und zack war ich wieder drauf. zwar nur max. 10 stück am tag, aber immerhin. und es wurde auch nur draußen geraucht. den qualm wollte ich nicht mehr in der bude haben.
und jetzt habe ich nach kurzer zeit des rauchens diesen fiesen husten. deswegen bin ich der meinung, er wurde mir von oben geschickt, damit ich die finger wieder von den kippen lasse.
ob es stimmt oder nicht, mir hilft der gedanke, es wieder sein zu lassen. einmal süchtig, immer süchtig. ich habs verstanden. auch ein wenig "leider" ist dabei. ich mochte den geschmack schon, wenn der rauch im mund war. wie krank eigentlich, wenn man weiß, was der rauch alles anrichtet. nun gut. ich konzentriere mich weiter auf meine genesung und lasse die zigaretten da, wo sie hingehören. nämlich nicht in unsere wohnung.
Darcy,wenn ich sö höre wo Du überall aus Überzeugung nicht mehr arbeitest,dann bin ich der Meinung ,Du solltest Umachulen
Hälst du es für falsch, nicht unbedingt überall arbeiten zu wollen? Ich finde es gut, sich bewußt zu entscheiden, wofür man ja schlußendlich auch steht.
Ich arbeite im Verwaltungsbereich und habe mich vor vielen Jahren entschieden auf keinen Fall in einer Firma, die Tierversuche macht oder Waffen herstellt zu arbeiten. Statt dessen habe ich mich für einen Bereich entschieden, in dem die Arbeitszeiten blöd sind, der Verdienst geringer, in dem ich aber glücklich bin und den ich jederzeit voll und ganz vertreten kann.
Hei utofti,
freut mich! Denn dass Du dadurch wieder die Zigaretten weg tust, ist natürlich eine gute Sache.
Dein Körper hat Dir ja deutlich signalisiert, was er vom Rauchen hält. Gut, dass Du die Kurve wieder gekriegt hast.
Eine Frage an Dich: Was sind kräuterretten?
klein und fein
04.12.2009, 11:17
Ich arbeite im Verwaltungsbereich und habe mich vor vielen Jahren entschieden auf keinen Fall in einer Firma, die Tierversuche macht oder Waffen herstellt zu arbeiten. Statt dessen habe ich mich für einen Bereich entschieden, in dem die Arbeitszeiten blöd sind, der Verdienst geringer, in dem ich aber glücklich bin und den ich jederzeit voll und ganz vertreten kann.Gute Einstellung! :applaus:
So braucht man sich nicht andauernd vor anderen und sich selbst zu rechtfertigen.
Gute Einstellung! :applaus: Ja, finde ich auch ganz klasse. Ich bin mal vor Jahren mit meinem Mann aneinandergeraten, weil ich mich nicht bei einer Rüstungsfirma bewerben wollte. Aber ich bin lieber länger arbeitslos geblieben, als meine Überzeugung zu verraten. Allerdings konnte ich mir diesen weltanschaulichen Luxus auch erlauben. Ich kann verstehen, wenn Leute das aus finanzieller Not heraus nicht tun können, aber ich beneide diese Menschen wirklich nicht.
Manchmal hat man auch keine andere Wahl. Nach meinem Umzug nach Echterdingen war ich ja zunächst auch mal arbeitslos gemeldet. Irgendwann erhielt ich einen Anruf von der Arbeitsagentur in Stuttgart (die nicht für mich zuständig waren). Die hatten im Arbeitslosenangebot ganz gezielt nach Leuten gesucht, die sehr gut Englisch sprechen. Ich sollte mich bitte bei einer Firma melden, die eine amerikanische Kaserne betreute (Hausmeisterdienste oder so was) und eine gut Englisch sprechende Bürokraft suchte. Hier gibt es noch viele Amerikaner und amerikanische Kasernen. Das habe ich dann natürlich gemacht, obwohl meine Begeisterung sich im Rahmen hielt. Wenige Tage, nachdem ich meinen derzeitigen Job angenommen hatte, wollten sie mich dann auch zum Vorstellungsgespräch einladen. - Ich bin froh, dass dieser Kelch an mir vorüber gegangen ist.
Hei utofti,...........
Eine Frage an Dich: Was sind kräuterretten?
Das sind Kräuterzigaretten ohne Nikotin. Die bekommst du in der Apotheke und schmecken nicht so lecker. Aber wenn du unbedingt an etwas ziehen musst ist es besser eine Kräuterette zu rauchen um nicht erneut die Bildung von Nikotinrezeptoren anzuregen.
LG
Evi
Manchmal hat man auch keine andere Wahl. .
Stimmt Martina, manchmal hat man keine Wahl, da muß man nehmen, was man bekommen kann. Meine große Wahlentscheidung ist auch mehr als 20 Jahre her, heute sähe es vielleicht ungünstiger aus.
Wenn man sie aber hat (die Wahl)- und ich hatte sie - kann man doch Prioritäten setzen. Kann sagen, das auf keinen Fall, das vielleicht, und das wär mein Traum. Und wenns dann geht, sollte man Träume wahr machen. Und nach so vielen Jahren weiß ich auch, ich habe den richtigen Weg gewählt.
Manchmal hat man auch keine andere Wahl.
Das sehe ich anders. Zwar ist es manchmal nur die buchstäblich miese Wahl zwischen Pest und Cholera, aber eine Wahl gibt es immer.
Erfahrungsgemäß ist übrigens der einfachste und bequemste Weg nie der Beste, zumindest nicht auf die Dauer gesehen. Jeder, der zu seinen Ansichten steht und dafür Nachteile bewusst in Kauf nimmt, hat meine Hochachtung. Egal, ob es jemand ablehnt, für eine Rüstungsfirma zu arbeiten oder ob sich jemand bewusst für andere Menschen einsetzt, in der Pflege, im Ehrenamt oder sonstwo, das ist einfach nur toll! :applaus:
mir haben die kräuterretten damals unwahrscheinlich geholfen. so schlecht schmecken sie gar nicht, finde ich.
ich war vier monate rauchfrei und war wieder kurz davor, anzufangen. bei der apothekerin meines vertrauens habe ich mich dann über verschiedene möglichkeiten beraten lassen. meine wahl fiel dann auf die kräuterretten, da ich unbedingt etwas zum ziehen brauchte. die habe ich dann ca. 2 monate geraucht und habe es dann wieder von einem auf den anderen tag sein gelassen. hätte ich die nicht gehabt, hätte ich wieder angefangen. allerdings haben mich dann einige angesprochen, ob ich kiffen würde. eine packung kostet, glaube ich, so um die sieben euro. die sehen auch aus wie richtige zigaretten.
@ utofti
So ne Packung habe ich mir heute gekauft und dann, als ich mir ansonsten eine halbe normal Zig. angesteckt hätte, eine halbe von den Kräuterdingern geraucht. Ich finde, die schmecken wie eine leichte Zigarette und ich hatte nicht das Gefühl, eine Richtige rauchen zu müssen. Allerdings ist de Preis heftig: 7.50 für 20 Stück.
Jetzt will ich die Hälfte des momentanen Quantums durch die Kräuterzig. ersetzen. Mal schaun ob das geht.
Danke für den Tipp.
auch wenn es hier off topic ist: ich wünsche dir viel glück. wenn du mal hilfe brauchst, wegen des nichtrauchens, dann schreib mich an. ich weiß, was du durchmachst.:) aber du schaffst das. :daumen:
klein und fein
05.12.2009, 17:33
:offtopic:es freut mich daß deine Frau alles gut überstanden hat , dann haltet mal die Ohren steif !!!Vielen Dank, manda! Meine Frau befindet sich noch im künstlichen Koma.
kenne ich als Therapiemethode um Körper zu schonen.Viel Glück
ich drücke Dir die Daumen,vielleicht sollte ich die mal zusammen mit der Bioschoki probieren
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