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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was schenken als kleines Dankeschön


Sonnenschein
19.11.2009, 10:46
Hallo ich brauche mal Eure Hilfe!!!!

Ich habe seid 8 Jahren einen "Sohn"der bis jetzt Pflegekind war und nun endlich seid dem 29.10.die Adoption durch ist.
All die Jahre hat er einen tollen Vormund beim JA gehabt und ohne diese Frau hätten wir diese gaze Zeit nicht so überstanden wie wir es jetzt geschafft haben.
Da die Ado.jetzt durch ist ist ja auch die Vormundschaft beendet und somit unsere zusammen Arbeit.
Wir würden ihr gern ein schönes Abschiedsgeschenk/Dankeschön machen aber im moment kann ich vor lauter Freude keinen ordentlichen Gedanken fassen und mir fällt nichts ordentliches ein was man machen könnte als Dankeschön.
Es wäre super wenn Ihr eventuell einen tollen Vorschlag hättet außer einen riesigen Blumenstrauß den sie sowieso bekommt:daumen:
Vielen Dank schonmal im Vorraus.

Sophie
19.11.2009, 11:26
Lass es bei dem Blumenstrauß und schreibe einen lieben Brief dazu. Den kann die JA-Mitarbeiterin dann immer mal wieder lesen und sich daran freuen.
Ein Geschenk darf sie als Mitarbeiterin des öffentlichen Dienstes nicht annehmen, da dies als "Bestechlichkeit" bewertet werden könnte - egal ob es so aufgefasst wurde oder nicht. Um Haarspaltereien (eine Schachtel Pralinen wäre OK, eine Woche Ferienwohnung nicht, oder wo ist die Grenze?) vorzubeugen, sind die Regeln generell sehr streng gefasst. Aufgrund ihrer Tätigkeit (die Betreuung war ja ihr Job) darf sie keinerlei materielle Zuwendungen entgegennehmen. Das ist wie bei der Polizei. Selbst ein sehr teurer Blumenstrauß könnte da schon ein Problem sein. Den Blumenstrauß kann sie aber im Büro aufstellen - für alle im Amt quasi, aber nicht für sich persönlich.

Wenn du ihr einen Brief schreiben willst, kannst du dich ja ausführlich bedanken. Du kannst auch einen Geldbetrag an eine gemeinnützige Institution spenden, die sich für Kinder einsetzt, stellvertretend als Geschenk, und dieses dann auch so im Brief erwähnen: dass du aus Dankbarkeit dieses Gefühl weitergeben willst, aber nicht möchtest, dass sie Scherereien wegen Vorteilsnahme bekommt. In unserer Firma handhaben wir das auch gelegentlich so, z.B. als Dank an die Polizei oder Feuerwehr.

Ergänzung: Es wäre schade, wenn du dir große Mühe gibst und ein tolles Geschenk aussuchst, und sie muss es dann zurückweisen wegen der Vorschriften.

Sonnenschein
19.11.2009, 11:41
@Sophie danke für Deine schnelle Antwort.So habe ich es noch garnicht gesehen und auch nicht gewußt.Werde heut Abend mal mit meinem Mann darüber reden und schauen was wir jetzt machen.Ich finde die Idee mit einer Spende schon recht gut.Danke Dir nochmal für Deine Antwort

Evi
19.11.2009, 11:42
Sehe ich auch so wie Sophie, ich würde es auch bei Blumen und einer selbstgebastelten/gemalten Karte mit ein paar lieben Worten und einem Photo des Kindes belassen. Ich gratuliere euch, dass die Adoption durch ist und ihr nun ganz offiziell eine Familie seit.

LG
Evi

Darcy
19.11.2009, 13:47
Ich würde ein Foto von Eurer kleinen Familie machen und vielleicht in besonders schöner Schrift ein Dankesschreiben anhängen - vielleicht kann man das Ganze sogar rahmen (lassen), sodass sie es sich in ihr Büro hängen kann.
Ist doch immer wieder schön, wenn man grad in stressigen Situationen einen kurzen Blick auf seine Erfolge werfen kann.

Sonnenschein
19.11.2009, 15:53
Vielen Dank für Eure Tipps.
@Evi ja wir sind froh das es jetzt vorbei ist es hat 8 Jahre gedauert und ich habe schon nicht mehr daran geglaubt das es doch noch wird.Es ging 8 Jahre immer wieder vors Gericht u.s.w aber vieleicht erzähle ich euch alles mal ganz in Ruhe wenn sich alles gelegt hat.

silentsound
19.11.2009, 17:09
Das mit der Karte und Foto von Kind und Familie in Rahmen finde ich auch supergut - das würde ich persönlich auch so machen - mit schönen Blumenstrauß - perfekt. :daumen:

Murmel
20.11.2009, 13:24
Ich würde ein Foto von Eurer kleinen Familie machen und vielleicht in besonders schöner Schrift ein Dankesschreiben anhängen - vielleicht kann man das Ganze sogar rahmen (lassen), sodass sie es sich in ihr Büro hängen kann.
Ist doch immer wieder schön, wenn man grad in stressigen Situationen einen kurzen Blick auf seine Erfolge werfen kann.Die Idee kam mir auch spontan, ich glaube, ich an ihrer Stelle würde mich darüber sehr freuen.

Sonnenkuss
20.11.2009, 15:50
...
Ist doch immer wieder schön, wenn man grad in stressigen Situationen einen kurzen Blick auf seine Erfolge werfen kann.
Das mit den "Erfolgen" und den Jugendamtmitarbeitern ist sehr zweischneidig.
Bei unserem Jugendamt hängen sie extra keine Bilder und Lobhuldigungen von irgendwelchen Vermittlungen aus. Weil ihr müsst bedenken, dass im gleichen Büro die Eltern sitzen müssen, denen Kinder entzogen und in anderen Familien untergebracht wurden.
Und wenn ich um den "Kampf" den Sonnenschein über 8 Jahre hatte lese, dann weiß ich nicht, ob das die leibliche Mutter auch als so klasse empfindet.
Von soher, lieber eine Schachtel Pralinen oder Weihnachtskekse, die sind nach 14 Tagen wieder weg und es wird Keiner in eine Predoullie gebracht.

Sonnenschein
20.11.2009, 17:20
@Sonnenkuss da gebe ich Dir zu 100% Recht.Aber ich habe diese 8 Jahre nicht wegen oder gegen die Mutter gekämpft sie hat noch 6 Kinder und keins ist bei Ihr.Sie hätte ihn regelmäßig sehen können was sie NIE wollte da ja Alkohol viel wichtiger ist als Kinder.Als jetzt die Anhörung war wegen der Ado.(er war ja mit) sagte er nur jetzt habe ich endlich eine richtige Familie und brauche keine Angst mehr haben das ich weg muß.Du hast aber auch recht damit,daß ja andere Mütter da sitzen denen Ihre Kinder nicht egal sind.

Sonnenkuss
20.11.2009, 17:39
Die Beweggründe von Familien die ihre Kinder vernachlässigen sind oft undurchsichtig und als "normale" Familie kann man das gottseidank nicht immer nachvollziehen. Aber ich habe das nie zu einen K(ra)mpf werden lassen.
Auf ihre einfache und beschränkte Art und Weise liebt jede Familie ihre Kinder. Mit diesem Bewußtsein habe ich versucht mein Kind aufwachsen zu lassen, sodass sie immer weiß, ihr Platz ist bei mir, egal ob adoptiert oder nicht. Und ein Pseudofeindbild "Ursprungsfamilie" habe ich nicht aufgebaut, egal was vorgefallen ist oder versäumt wurde.

Ich wünsche euch eine entkrampfte Zukunft.

Sonnenschein
20.11.2009, 18:46
Ich habe auch kein "Feindbild Ursprungsfamilie"aufgebaut im Gegenteil ich habe ihm immer wieder erzählt warum und weshalb es seinen Eltern nicht möglich war oder ist ,daß er bei Ihnen aufwachsen konnte(er weiß das sie Alkoholiker sind und das sie dadurch krank sind und nicht die Kraft haben sich um ihn und seine Geschwister zukümmern aber das sie ihn trotzdem sehr lieb haben).Sie haben immer wieder versprochen zu kommen damit er sie kennen lernen kann und was war sie sind wie schon gesagt Nie gekommen.Er war jedesmal sehr enttäuscht was ich verstehen konnte.Mit seinen Geschwistern haben wir Kontakt die kennt er und es ist für Ihn auch beruhigend zu wissen,daß seine Eltern nicht nur Ihn nicht sehen wollen.
Vieleicht hast Du von mir jetzt auch ein ganz furchtbares Bild die freut sich das die Ado.durch ist und die Eltern sind egal.Dazu kann ich sagen,daß ich auch schon viiiele "Kurzeitpflegekinder"hatte die wieder zu Ihren Eltern gegangen sind und wo auch regelmäßig Kontakt bestand in dieser Zeit wo sie bei mir lebten.
Ich würde alles machen damit Kinder und Eltern wieder zusammen finden und wenn die Eltern dazu auch bereit sind ist es um so schöner.Denn ein Kind gehört zu seinen Eltern!!!
Mich kommt heut noch ein ehemaliges Pflegekind besuchen sie ist jetzt 14 Jahre und ich freue mich immer wieder wenn sie kommt.Aber was soll ich sagen sie kam zurück zu Ihren Eltern und das Ende war sie ist ein halbes Jahr später in ein Kinderheim gekommen und wird da jetzt bis zur Vollj.bleiben weil die Eltern nicht mit ihr zurecht kamen.


P.S mein Sohn wurde mit 1 Jahr schon zur Ado.frei gegeben weil sie ihn nicht wollte!!!!!!