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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : duales betriebssystem...?


elvae
01.10.2009, 23:45
huhu
da ich von nem kumpel eine etwas ältere und rumgereichte und gebrannte *hust* version von xp bekam und nu kein service pack2 runterladen kann und kein msn, icq, soundtreiber, antiviren/spywareprogramm hab (und diverse andere kleinigkeiten, die ich grad vergessen hab...) und ich nu überhaupt keine kohle für xp hab, dacht ich, diese version zum zocken und linux fürs netz zu nehmen, n ehemaliger kumpel hatte das mal, beim hochfahren fragte der ob er mit linux oder xp starten soll. ok, der typ ist informatiker, ich nicht :-o
nu wollt ich fragen, ob mir das einer erklären könnt, wie ich das machen kann, möglichst ohne festplatte formatieren zu müssen (hab net viel drauf, pc is neu, nur, is halt schon nervig...) und bitte einfach und ohne fachchinesisch :cool2:
das währ echt supi und würd uns viel geld sparen
danke ^^

Darcy
02.10.2009, 05:47
Also ich bin hier auch grad mit einer solchen Version von XP, wie Du sie hast *hust :cool: Messenger, Antivirensoftware etc. laufen auch hier ohne Probleme und sind ja kostenlos im Net runterzuladen. Ich hab das seit ca. 2 Jahren (auch ohne SP2 und 3) und noch nie Probleme mit Viren oder ähnlichem Zeugs gehabt.

Wenn Du trotzdem ein zweites Betriebssystem haben willst, geht das aber - ein Bekannter von mir benutzt Ubuntu, das er von CD (bzw. vom USB-Stick) startet.

Nordlicht
02.10.2009, 08:04
grundsätzlich kannst du dir ein zweites Betriebssystem installieren, es ist nur wichtig, dass du es immer erst installierst, nachdem xp schon installiert ist, weil das mit dem bootloader (abfrage beim start welches system hochgefahren werden soll) sonst sehr viel schwieriger einzurichten ist.
xp sollte auch immer am anfang einer festplatte stehen, damit vermeidet man ebenfalls probleme mit windows. win will nämlich immer die erste geige spielen.
als zweitsystem ist wahrscheinlich ein linux nicht schlecht, vorausgesetzt du kannst dich mit den unterschieden beim installieren von software anfreunden. openSUSE Linux zum Beispiel ist nicht schlecht für den Anfang, weil es, wie ich finde, von der Bedienbarkeit recht einfach ist. Ob man nun als grafische Oberfläche KDE oder Gnome nimmt, ist eher Geschmackssache. Ich finde KDE allerdings sehr ansprechend. Das kannst du dir kostenlos aus dem Internet runterladen oder im Laden für vergleichsweise wenig Geld kaufen. Es gibt auch immer wieder DVD-im-Heft mit aktuellen Linuxversionen mit vielen Extras. Die Installation gestaltet sich bei openSUSE auch ziemlich einfach. Da es aber ein komplett anderes Betriebssystem ist, solltest du dich vorher ein wenig informieren, was anders ist als bei Windows. Vorteil bei Linux: praktisch alles ist kostenlos, das Angebot ist vielfältig. Was manche als Nachteil sehen: man muß sich mit der Materie mehr auskennen als bei Windows, um zum Ziel zu kommen (z.B. Software installieren). Wichtigster Unterschied: bei Windows bildet die grafische Oberfläche mit dem eigentlichen Betriebssystem eine Einheit, bei Linux sind dies zwei einzelne Teile, die man beliebig miteinander kombinieren kann.

Davon ab stimmt es schon: man kann auch mit einem nicht von einer originalen DVD installiertem Windows Programme kostenlos aus dem Internet herunterladen und installieren. Das funktioniert normalerweise, nicht nur bei XP Pro sondern eigentlich auch bei XP Home...

Grüße
Dani

PS: wozu brauchst du unbedingt msn und ICQ? Ein universeller Messenger für alle Konten, wie z.B. Pidgin, geht doch auch...

Achso - wenn du zwei Betriebssysteme hast, muß deine Festplatte partitioniert werden. Das wird bei der Installation von deinem zweiten Betriebssystem gemacht. Jedes Betriebssystem braucht seinen eigenen Bereich auf der Festplatte, wo das andere System nicht dazwischenfunken kann. Bei openSUSE wird dir das Installationsprogramm einen Vorschlag machen - du mußt allerdings darauf achten, dass keine für dein Windows relevante Partitionen gelöscht bzw. überschrieben werden, sonst ist das Windows weg.

elvae
02.10.2009, 10:01
huhu
@darcy: antivir etc haben mir deutlich gesagt: kein sp2, kein scannen/messenger/sound/whatever, das kekst natürlich ungemein....

@nordlicht: mit ubuntu kam ich nie klar, mir wurd auch gesagt, das das um einiges komplizierter is als linux. allerdings hab ich mit dem auch überhaupt keine erfahrung, aber ein kumpel, der mir bei den ersten startschwierigkeiten helfen kann.
alles was ich bisher weiss, hab ich mir selber beigebracht, ich bin zwar kein superdau mehr, aber auch kein genie ;)
müsst ich dann auch mit linux den soundtreiber und antivir installiert bekommen?
und die installation is wirklich so einfach? der richtet automatisch ne partition ein und ich muss nur aufpassen, das der nix überschreibt? und wie seh ich, ob windows ganz vorne auffer festplatte ist? (zuerst installiert ist es ja)

Lunix
02.10.2009, 18:09
@nordlicht: mit ubuntu kam ich nie klar, mir wurd auch gesagt, das das um einiges komplizierter is als linux. Ich bin zwar nicht Nordlicht, aber trotzdem: Also, ubuntu ist Linux. Genauer gesagt eine von einer dreistelligen Anzahl von Distributionen. Das ist für viele irritierend, tatsächlich ist die Nicht-Monokultur aber ein großer Vorteil.


müsst ich dann auch mit linux den soundtreiber und antivir installiert bekommen? Einen Soundtreiber hast du natürlich auch bei Linux an Bord. Und Antivir gibt es auch für Linux. Da musst du allerdings die grafische Oberfläche extra installieren. Checken kannst du dann allerdings auch die Windows-Patition. Was du nicht kannst, ist von Linux aus irgendetwas auf Win installieren.

und die installation is wirklich so einfach? der richtet automatisch ne partition ein und ich muss nur aufpassen, das der nix überschreibt? Yep, allerdings kann immer etwas schiefgehen, z. B. wenn die Installations-DVD/CD fehlerhaft ist, also unbedingt vorher eine Datensicherung machen.

und wie seh ich, ob windows ganz vorne auffer festplatte ist? (zuerst installiert ist es ja) Dafür gibt es Programme, die bei Linux immer mitgeliefert werden, z. B. kdiskfree, dass die Plattenbelegung und gleichzeitig die Partitionen anzeigt, oder eben spezielle Partitionswerkzeuge. Und wenn Windows zuerst installiert ist, dann steht es auch ganz vorne.

Grundsätzlich: aller Anfang ist schwer und umlernen ist immer schwieriger als neu lernen. Ich glaube, ich habe im ersten Jahr mehrmals Linux neu installiert, weil ich einfach viel Mist gebaut - dabei aber auch viel gelernt habe. ;) Ich würde dir für den Anfang auf jeden Fall immer empfehlen, alles was du an Programmen, Dateien usw. auf der Festplatte speicherst und was du dir nicht so einfach neu beschaffen kannst, zusätzlich auf einem externen Medium zu speichern.

Ich bin jedenfalls froh, dabei geblieben zu sein und möchte meine SUSE auf keinen Fall missen. Nur Mut, es lohnt sich. :)

Der Wikipedia-Artikel ist übrigens auch nicht schlecht.

elvae
02.10.2009, 18:23
@lunix oh, sorry, hab ich durcheinandergeschmissen :-o
Also, ubuntu ist Linux. Genauer gesagt eine von einer dreistelligen Anzahl von Distributionen. Das ist für viele irritierend, tatsächlich ist die Nicht-Monokultur aber ein großer Vorteil.
den ersten satz hab ich verstanden, bei dem rest hörts dann aber auf, ich dacht, ich kann zumindest die gängigen fremdwörter, aber da komm ich nimmer mit :-o

was ist denn eine "grafische Oberfläche"? und wie installiert/bearbeitet man sie?
ich merk grad, das ich sowas von keine ahnung hab, das ich schon überlege 2 wochen eisern zu sparen und mir windoof neu kauf....:(

Lunix
02.10.2009, 20:14
Sorry, meine Schuld, wenn ich mich nicht verständlich ausdrücke. ;)

Also, mit Nicht-Monokultur meine ich schlicht die große Vielfalt an Linux-Arten. Es gibt Distributionen ("Marken", wenn man so will), die besonders für Anfänger geeignet sind und solche, die eher etwas für Kenner, Könner und Bastler sind.

Die Grafische Oberfläche ist einfach das, was du alles auf dem Desktop siehst, also Hintergrund, Fenster, die Programmleiste. Etwas mehr dazu findest du in dem Wikipedia-Artikel unter dem Punkt "Linux auf dem Desktop". Daneben ist noch die Konsole wichtig, für Eingaben von Befehlszeilen. Falls dir das etwas sagt: Es ist ähnlich wie das alte MS-Dos.

Was mir noch eingefallen ist: Es werden zumindest in größeren Städten auch Einführungskurse für Linux angeboten, z. B. von der VHS, manchmal aber auch von Unis. Einfach mal danach googeln.

Darcy
02.10.2009, 21:24
@darcy: antivir etc haben mir deutlich gesagt: kein sp2, kein scannen/messenger/sound/whatever, das kekst natürlich ungemein....

Auch wenns schwerfällt zu glauben, aber es gibt noch viele andere Antivirenprogramme außer nur Antivir. Sehr angenehm in der Benutzung und auch zuverlässig finde ich Avast (einfach mal googeln, gibts auch als deutsche Version).
ICQ und Yahoo kann man sich ebenfalls kostenfrei runterladen ohne SP2 - kann natürlich sein, dass der dämliche MSN-Messenger da rumzickt, der gehört ja auch zu Windoof. Das Ding braucht man aber nicht, gibt ja genug andere Messenger.
Soundtreiber müssten auch so zu bekommen sein - ich hab jedenfalls alles was ich brauche auf meinem PC und komme seit Jahren ohne SP2 und SP3 aus.

elvae
02.10.2009, 22:49
@lunix: ahso, jetzt versteh ich dich ;)
ich werd mal in den wiki-artikel schauen, hoffe, das der einfach geschrieben ist. das problem mit den vhs-kursen ist, das die von den preisen die kosten für ein neues xp übersteigen, und mit 400 euro für 2 personen und einen hamster müssen wir ziemlich auf den cent achten...

@darcy: es geht nicht nur ums antivirenprogramm, sondern um den rest auch, der hersteller von dem motherboard sagt auch: kein sp2, kein treiber, icq verlangt das inzwischen auch.... vielleicht hastes schon länger drauf, n kumpel meint auch, früher brauchte man das net für icq, im moment aber schon...
ich werd mir mal deine alternative runterladen, danke für den tipp :five:

dramaqueen
03.10.2009, 01:23
Hast du nicht im Bekanntenkreis jemanden, der so eine Fachzeitschrift wie die Chip abonniert hat?
Da werden die Servicepacks nämlich immer regelmäßig auf der Heft-CD mit angeboten und so müsstest du die eigentlich auch ohne Gefahr auf deinen Rechner bekommen können. Zur Sicherheit würde ich dabei die Verbindung zum Internet noch unterbrechen aber dann dürfte doch eigentlich nix mehr schief gehen.
Auf diesen CDs gibts übrigens auch verschiedene Linux-Versionen zum ausprobieren.
Viel Erfolg! ;)

elvae
03.10.2009, 11:02
huhu
hmm, ne, da kenn ich keinen, aber werd mal im zeitungsladen mal rumfragen =)
danke ^^

Nordlicht
04.10.2009, 15:47
was ist denn eine "grafische Oberfläche"? und wie installiert/bearbeitet man sie?
ich merk grad, das ich sowas von keine ahnung hab, das ich schon überlege 2 wochen eisern zu sparen und mir windoof neu kauf....:(
Hallo,

auch wenn du jetzt schon Antworten von den anderen gekriegt hast, wollte cih auch noch mal was dazu sagen.
Ein Programm, genauso wie ein Betriebssystem, besteht aus vielen Einzelteilen, ganz grob gesagt hauptsächlich aus dem, was das Programm macht, und das, was du vom Programm auf deiner Nutzeroberfläche sehen kannst. An sich braucht ein Programm keine Grafik, keine Fenster, keine Bilder, keine Animationen oder Sachen zum Draufklicken. Von der Sache her kann ein Programm auchan der sogenannten Kommandozeile laufen, wo du mit der Tastatur Befehle eingibst. Das war ja auch lange Zeit so. Irgendwann wurde zur bequemeren und ansprechenderen Bedienung eine grafische Oberfläche erfunden, mit deren Hilfe man das Programm steuern kann, ohne dass man sämtliche Befehle der Kommandozeile kennen muß.
Ursprünglich war Windows auch eine grafische Oberfläche für DOS, das Betriebssystem von Microsoft, bis man sich entschieden hat, diese grafische Oberfläche direkt mit DOS zu verbinden. Vorher konnte man die Einschränkungen vom Windows-Programm mithilfe der Kommandozeile (MSDOS-Eingabeaufforderung) umgehen - das geht jetzt nicht mehr. Betriebssystem und grafische Oberfläche sind jetzt bei Microsoft eine Einheit.
Bei Linux hat sich das ganze anders entwickelt. Es gibt einmal das Betriebssystem selbst, welches man komplett an der Kommandozeile betreiben kann, wenn man will. Auch ins Internet gehen kann man von der Kommandozeile aus. Allerdings wurden und werden auch hier für leichtere, ansprechendere Bedienbarkeit grafische Oberflächen entwickelt. Die bekanntesten sind wohl KDE und Gnome. Da es in der Linux-Welt aber statt einem Betriebssystem und einer grafischen Oberfläche viele verschiedene gibt, wird beides bis heute als zwei verschiedene Dinge genutzt und entwickelt. Man sucht sich also das Linux seiner Wahl aus (openSUSE, ubuntu, debian, mandriva etc.) und installiert, wenn man möchte, eine grafische Oberfläche dazu (KDE, Gnome, IceWM etc.).
Nach dem gleichen Prinzip behandeln WIndows und Linux die gestarteten Programme. Während bei Windows XP zwangsläufig ein Programm auch ein sogenanntes GUI (graphical user interface = grafische Bedienoberfläche für den Nutzer) braucht, muß kein Programm so ein GUI haben. Für viele Programme gibt es solche GUIs aber. Bei manchen Programmen ist es von vornherein immer dabei, bei anderen ist es optional und muß extra mitinstalliert werden, wenn man es über den Desktop bedienen möchte. Es gibt auch Programme für Linux, die gar kein GUI haben und nur über die Kommandozeile bedient werden können.
Letzten Endes kommt man ohne die Kommandozeile bei Linux denke ich nicht aus, aber ich brauche sie als reiner Benutzer nicht besonders häufig, vielleicht mal, wenn ich ein Programm installiere, was sich nicht mit dem Softwareprogramm von "Yast" installieren läßt. Aber Installieren ist ein Thema für sich, denke ich.
Davon ab gibt es für Linux von vielen Programmen auch Ableger, wenn du jetzt auf Dinge wie "AntiVir", "MSN" oder so anspielst. Meist gibt es aber direkt für Linux entwickelte Programme, die die Windowsprogrammableger überflüssig machen. Ein Virenprogramm habe ich mir dann aber für Linux nicht installiert. 99% aller Viren sind Windows-Viren, die Linux unbehelligt lassen ;)

Gruß
Dani