Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Toilettengeld Ja oder Nein ?
elefäntchen
30.09.2009, 19:58
Hallo,
ich habe mal wieder eine etwas ungewöhnliche Frage an Euch. Leider habe ich im Real Life jetzt nicht sooo viele Freunde, mit denen ich das bequatschen könnte, daher dürft mal wieder Ihr daran glauben... :-D:grins:
Also, wenn Ihr irgendwo einen Kaffee trinken seid und auf´s Klo müsst und da steht dann eine Toilettenfrau/mann mit seinem Tellerchen, auf dem er gerne ein kleines Entgelt möchte, gebt Ihr was? Oder sagt Ihr Euch, wer den Kaffee anbietet, der muss auch ein Klo unentgeltlich zur Verfügung stellen !
Ich bin der Meinung, das letztere hätte ich mal irgendwo gehört, weiß aber nicht, ob es stimmt. Allerdings würde das auch nicht zwangsläufig bedeuten, dass es un/-höflich ist. :confused:
Was macht Ihr? Jedesmal 50 cent geben (..was früher 50 pfenning war) ist auf Dauer ganz schön teuer... . :(
Kanarienvogel
30.09.2009, 20:17
Also ich kann mich jetzt ehrlich gesagt nicht daran erinnern, jemals in einem Café auf eine Klofrau gestoßen zu sein! Die Sauberhaltung ist da doch eine Sache des Cafébesitzers/Personals, schätze ich mal, da werden die nicht extra eine Klofrau zusätzlich engagieren.
Wenn es angemessen ist, dann gebe ich auch etwas (sprich: in einem Restaurant, in dem ich gerade gegessen habe, und da wäre eine Klofrau, würde ich mir auch komisch vorkommen; aber generell bei Veranstaltungen wie Theater etc. gebe ich was).
Nordlicht
30.09.2009, 20:26
Nutzbare Toiletten sind in bestimmten Bereichen vorgeschrieben... wenn du kein Geld für die Toilettenbenutzung hättest, wäre sie auch nicht mehr nutzbar für dich. So mein Gedankengang. In solchen Fällen ist also das Entgelt freiwillig. Die Toilettenfrauen/-männer haben mit ihren Tellerchen einen netten Zusatzverdienst. Wenn die Zahlung Pflicht ist, wird man entweder durch Barrieren oder Menschen am Zugang gehindert, sofern man nicht vorher zahlt - normalerweise. In vielen Fällen wird ein Entgelt erhoben, damit bei Toiletten ohne ständige Aufsicht die Toiletten heil und einigermaßen sauber bleiben.
Ich persönlich zahle nicht immer. Wenn die Toiletten in zu schlechtem Zustand sind, gebe ich gar nichts. Manchmal zahle ich auch einfach Teilbeträge, zum Beispiel 10 cent oder 25 cent... je nachdem, was es mir wert ist. Solang es freiwillig ist, nehme ich mir aber auch heraus, gar nichts zu bezahlen, wenn ich kein Kleingeld dabeihabe.
Vielleicht gehört das "immer zahlen" zum guten Ton für einige Leute, ich persönlich sehe es als Trinkgeld an, dass ich je nach Leistung variiere.
elefäntchen
30.09.2009, 20:49
@kanarienvogel:
Z.B. in Einkaufszentren, die nur ein "Sammelklo" haben (ähnlich wie auf einer Autobahnraststätte) aber viele verschiedene Cafe´s, die selbst keine Tois haben.
Fräulein Wunder
30.09.2009, 21:44
Ich käme mir furchtbar schäbig vor nichts zu geben, ehrlich gesagt ich würde mich richtig schämen einfach am Tellerchen vorbei zu laufen. Vermutlich ist Toilettenfrau weder ein leichter Job den man gerne macht, noch eine besonders gut bezahlte Arbeit.
Wenn die Toiletten in Ordnung sind, finde ich es selbstverständlich ein bisschen Kleingeld als Dank dafür da zu lassen ... ich finde es aber auch OK statt einem 50 Cent Stück nur einen 20iger zu geben, wenn man wenig Geld zur Verfügung hat ...
Gar nichts würde ich nur geben wenn das Klo eben wirklich nicht sauber wäre, das ist mir aber erst einmal passiert.
Bevor sich jemand durch diese Aussage angegriffen fühlt: so empfinde ich das für mich, wie andere damit umgehen müssen sie für sich selbst entscheiden, darüber urteile ich nicht.
Brockenhexe
30.09.2009, 21:54
Tja, das ist doch eine wirklich interessante Frage. Die typischen Toilettenmänner oder -frauen kannte ich sonst nur von den Autobahnraststätten. Inzwischen gibt es (zumindest auf den mir bekannten Raststätten) Zugangssperren, die mit 50 Cent automatisch aufgesperrt werden. Die Toiletten sind aber deshalb noch lange nicht so sauber wie früher.
In meinem Stammcafe gibt es selbsttätig drehende Toilettensitze, die dadurch automatisch gereinigt werden und kein Personal dafür. Bisher habe ich es immer so gehalten, dass ich entsprechendes "Trinkgeld" gegeben habe, wenn es Toilettenpersonal gab.
Allerdings habe ich kürzlich eine Reportage gesehen, in der berichtet wurde, dass das Toilettenpersonal nicht das Trinkgeld bekommen hat, welches auf den Tellern abgelegt wurde, sondern die Besitzer. Das Personal bekommt nur ein geringes Grundgehalt. :(
Die Brockenhexe
Ich hab früher während meiner Semesterferien in einer Autobahnraststätte im Imbiss gearbeitet - die Toiletten waren verpachtet und die Pächter lebten ausschließlich von dem, was auf dem Tellerchen lag.
Allerdings lebten sie nicht schlecht, sondern machten jeden Winter 2 Monate Urlaub in der Heimat (Italien), in der Zeit hatten sie eine Vertretung.
Kommt sicher drauf an, wo man Klofrau ist, aber an der Autobahn war das sehr lukrativ.
Inzwischen kenne ich (außer irgendwo im tiefsten Osten, wenn ich nach Dresden fahre) keine einzige Raststätte mehr, wo nicht Sanifair drin ist (die mit dem Drehkreuz) - anfangs hat mich das sehr geärgert, denn früher zahlte ich "nach Sauberkeit". Wenns dreckig war, hatte ich auch kein Problem damit, ohne Geld wieder rauszugehen, wenns sehr sauber war, gabs manchmal sogar mehr.
Allerdings muss ich schon sagen, dass die Sanifair-Toiletten eigentlich IMMER sauber waren, egal wo ich drauf war - und zumindest eine Person war trotzdem immer da und sah nach dem Rechten.
Die Entscheidung zum Zahlen liegt nun also nicht mehr bei mir ... in Cafés oder Restaurants hab ich aber noch nirgendwo ein Tellerchen stehen sehen.
Hummelchen
01.10.2009, 09:32
Ich habe vor eingier Zeit einen Bericht (im öffentlich rechtlichen TV) gesehen, in der aufgedeckt wurde, dass die meisten Klofrauen und-männer das Geld gar nicht behalten dürfen, sondern einen ganz miesen Stundenlohn bekommen und regelmäßig einer vorbei kommt und das Geld einsammelt. Das gibt es wohl sehr häufig und scheint dort wo viel Publikumsverkehr ist ein sehr einträgliches Geschäft zu sein.
Solange ich aber nicht weiß, wer den Obulus kassiert gebe ich - die 50 Cent ruinieren mich ja nicht...
Dralle Deern
01.10.2009, 09:34
Allerdings habe ich kürzlich eine Reportage gesehen, in der berichtet wurde, dass das Toilettenpersonal nicht das Trinkgeld bekommen hat, welches auf den Tellern abgelegt wurde, sondern die Besitzer. Das Personal bekommt nur ein geringes Grundgehalt. :(Das habe ich auch gesehen und seit dem gebe ich richtig ungern meinen Obulus, weil ich weiß, dass die bedauernswert aussehende Person, die eigens zum Beobachten des Tellers ausgesucht wurde, von dem vielen Trinkgeld nichts sieht. Bei der Reportage, die ich gesehen hatte, waren in dem Vorraum der Toilette sogar Kameras angebracht, damit das Toilettenpersonal sich nicht doch mal an dem einen oder anderen Geldstück vergreift :mad:
Ich käme mir furchtbar schäbig vor nichts zu geben, ehrlich gesagt ich würde mich richtig schämen einfach am Tellerchen vorbei zu laufen. Ja, das ist ja das Problem. Ich weiß, dass das Toilettenpersonal das Trinkgeld nicht bekommt und dennoch wird man so unter Zugzwang gesetzt, etwas hinzulegen und wieviel genau wird auch meistens noch groß plakatiert.
Gerade gestern war ich in der Situation, wir waren in einem Einkaufszentrum, hatten Kaffee getrunken und ich musste zu meiner ersten Wassergymnastikstunde. Da ich die Strecke nicht kannte und nicht wusste, wann genau ich wieder eine Toilette sehe, musste ich im EKZ zum Örtchen. Eigentlich wollte ich ja nichts geben, aber das Personal wird so strategisch günstig plaziert, dass man nahezu gezwungen wird, was hinzulegen, um nicht als A......ch da zu stehen.
Andererseits, wenn ich in der Stadt unterwegs bin und öffentliche Toiletten aufsuchen muss, sind die meist schon mit Drehkreuz oder Münzschloss versehen, naja und wenn die Not einen treibt, zahlt man da ja auch und das in dieser Situation sogar recht gerne :hihi:
... Sanifair-Toiletten ...
Die Entscheidung zum Zahlen liegt nun also nicht mehr bei mir ...Wobei man bei den Sanifair-Toiletten auf den Raststätten sagen muss, dass der "Eintrittspreis" auch gleichzeitig ein Gutschein für Verzehr in der Raststätte ist. Man muss die ja nicht an Ort und Stelle einlösen, sondern kann die in jeder anderen Sanifair-Raststätte einlösen. Ein netter Kaffeeverkäufer hat mich meinen Café Latte sogar mit all meinen gesammelten Wertbons bezahlen lassen. Und gerade wenn ich als Frau alleine im Dunkeln auf der Autobahn unterwegs bin, ziehe ich die hell erleuchteten Raststätten den WC-Häuschen auf Parkplätzen eindeutig vor.
Wobei man bei den Sanifair-Toiletten auf den Raststätten sagen muss, dass der "Eintrittspreis" auch gleichzeitig ein Gutschein für Verzehr in der Raststätte ist. Man muss die ja nicht an Ort und Stelle einlösen, sondern kann die in jeder anderen Sanifair-Raststätte einlösen. Ein netter Kaffeeverkäufer hat mich meinen Café Latte sogar mit all meinen gesammelten Wertbons bezahlen lassen. Und gerade wenn ich als Frau alleine im Dunkeln auf der Autobahn unterwegs bin, ziehe ich die hell erleuchteten Raststätten den WC-Häuschen auf Parkplätzen eindeutig vor.
Dir ist aber schon klar, dass die 50 Cent bei den exorbitanten Preisen an den Raststätten längst eingerechnet sind? Ist also nur ein Psychotrick, um den Aufschrei wegen der Zwangsabgabe gering zu halten.
Ich weiß auch, dass man die Bons sammeln kann - hat auch nix mit Nettigkeit zu tun, wenn man dann seinen kompletten Verzehr mit gesammelten Bons bezahlen kann. Das ist einfach das System - und die machen damit kein Minus :rolleyes:
Die WC-Häuschen auf den Parkplätzen gehen für mich gar nicht - da hock ich mich lieber hinter die Leitplanke.
Dralle Deern
02.10.2009, 07:20
Dir ist aber schon klar, dass die 50 Cent bei den exorbitanten Preisen an den Raststätten längst eingerechnet sind? Natürlich ist mir das klar. Aber der Kaffee kostet mich ja nicht mehr, wenn ich den sanitären Service nicht nutze ;)
Sonnenkuss
02.10.2009, 08:34
Dir ist aber schon klar, dass die 50 Cent bei den exorbitanten Preisen an den Raststätten längst eingerechnet sind? Ist also nur ein Psychotrick, um den Aufschrei wegen der Zwangsabgabe gering zu halten.
...
Das glaub ich jetzt nicht. Weil zum Beipiel beim McDoof am Irschenberg kriegt man auf der Toilette auch diese Bons und kann die gleich im Restaurant einlösen und die Preise sind wie überall.
Dir ist aber schon klar, dass die 50 Cent bei den exorbitanten Preisen an den Raststätten längst eingerechnet sind? Ist also nur ein Psychotrick, um den Aufschrei wegen der Zwangsabgabe gering zu halten.
Ich sehe das anders: Wer etwas konsumiert erhält "kostenlosen" Zugang zu den Toiletten, alle anderen Zahlen eben die 50 Cent. Finde ich eigentlich ein faires System.
Andra1963
17.10.2009, 07:02
Interessantes Thema! Darüber denke ich auch nach - immer, wenn ich in der Stadt bin!
Es fällt mir total schwer, an einem Tellerchen vorbei zu gehen - die vorwurfsvollen Blicke der Servicekraft im Nacken - aber das übe ich jetzt bewusst!!!
Ich sehe es nämlich überhaupt nicht ein, z.B. im Kaufhof oder bei Karstadt was gekauft zu haben, dann dort zu essen - und dann noch fürs Pipi bezahlen zu müssen!!!! Ich finde, das grenzt schon fast an Nötigung, wenn das verlangt wird. Und dann sind die Klos möglichst noch schmutzig, während die Frau nur vorne die Hand aufhält ....!?
Anders ist es in WCs, die sich eindeutig selbst tragen - die irgendwo erfreulich in der Landschaft stehen, just dann wenn ich eins brauche. Da lege ich auch dann was aufs Tellerchen, wen niemand daneben steht.
Kurz:
in öffentlichen WCs gebe ich was, in WCs, die einem Kaufhaus o.ä. angeschlossen sind, gebe ich bewusst nichts - es sei denn in Einzelfällen, wenn es wirklich ein auffallend guter Service ist.
Allerdings gebe ich selten 50 Cent (außer es wird bewusst gefordert mit Automaten oder so) - sondern meist 30 Cent.
Rechtlich sieht´s wohl so aus, daß man nur etwas zu geben hat, wenn auf einem gut sichtbaren Schild steht "Benutzung gegen Gebühr von ...". Alles andere ist eine Empfehlung bzw. Bitte und unverbindlich.
Die div. Berichte in den vergangenen Monaten habe ich auch gesehen. Danach soll in die Taschen des anzutreffenden Personals tatsächlich nichts fließen. Interessant fand ich daher das Schild, das ich letzte Woche im Rhein-Ruhr-Zentrum auf dem Damenklo fand, das dem Warenhaus-Restaurant angeschlossen ist. Darauf stand, daß man bekanntgeben wolle, daß man nicht angestellt, sondern selbständig sei. Gezeichnet war mit einem recht deutschen Vor- und Zunamen, das putzende Personal (ein Mann, eine Frau) aber dunkelhäutig. Irgendwie paßte das alles nicht zusammen....
Dralle Deern
18.10.2009, 21:36
Rechtlich sieht´s wohl so aus, daß man nur etwas zu geben hat, wenn auf einem gut sichtbaren Schild steht "Benutzung gegen Gebühr von ...".Was ich auch mal zu bezweifeln wage, denn nur weil irgendwas auf ein Schild geschrieben wurde, muss es noch lange nicht gesetzlich verpflichtend sein ;)
Ich frage mich, warum es nicht möglich sein soll, in einem großen Einkaufszentrum wie dem in meinem Wohnort, in dem ca. 60 verschiedene Läden versammelt sind, einen kleinen Beitrag auf alle Ladeninhaber umzulegen, plus einem Zuschus von der Stadt, so dass das bei den Toiletten arbeitende Personal einen vernünftigen Lohn bekommt, die Kunden jedoch kostenlos die Toilette benutzen können. Ausgenommen davon können ja Läden, die ihren Kunden selber Toiletten bieten.
So große Häuser, so viele Geschäftsleute, sowie die Stadt, die an den Kunden verdienen wollen, da müsste so etwas doch möglich sein.
Allerdings frage ich mich auch, ob da wirklich rund um die Uhr jemand vor den Türen hocken muss. Ich kenne das in einem anderen großen Geschäft so, dass da regelmäßig, ich glaube, drei mal am Tag - es wird in so'nem Kalender eingetragen, das Personal im Zusammenhang mit anderen Reinigungsarbeiten, nach dem rechten schaut.
So große Häuser, so viele Geschäftsleute, sowie die Stadt, die an den Kunden verdienen wollen, da müsste so etwas doch möglich sein.
Gibts teilweise (manche Einkaufscenter machen das so) und ich finds auch schade, dass das nicht öfter gemacht wird.
Allerdings frage ich mich auch, ob da wirklich rund um die Uhr jemand vor den Türen hocken muss. Ich kenne das in einem anderen großen Geschäft so, dass da regelmäßig, ich glaube, drei mal am Tag - es wird in so'nem Kalender eingetragen, das Personal im Zusammenhang mit anderen Reinigungsarbeiten, nach dem rechten schaut.
Das ist leider je nach Gegend nötig. Klappt zwar nicht immer, aber es schreckt teilweise Junkies und Obdachlose ab.
Teebeutelin
20.10.2009, 11:26
Wenn das WC sauber ist dann lege ich meist was auf das Tellerchen. Bezahlt wird nach der Benutzung! Ich denke, dass die gute Frau ja nicht umsonst dort sitzt.
Besonders dreist finde ich aber die Abzocke, die in einigen Restaurants betrieben wird. Ich hatte leider eine sehr unangenehme Auseinandersetzung mit einer "Klofrau" in einem Pub in Berlin. Fazit: ist doch ganz klar, dort sieht man mich nicht wieder!
Wenn das WC sauber ist dann lege ich meist was auf das Tellerchen. Bezahlt wird nach der Benutzung! Ich denke, dass die gute Frau ja nicht umsonst dort sitzt.
Besonders dreist finde ich aber die Abzocke, die in einigen Restaurants betrieben wird. Ich hatte leider eine sehr unangenehme Auseinandersetzung mit einer "Klofrau" in einem Pub in Berlin. Fazit: ist doch ganz klar, dort sieht man mich nicht wieder!
Wenn ich in ein Restaurant gehe, dann erwarte ich eine saubere Toilette auch ohne Extrabezahlung. Das sollte zum normalen Service gehören.
Was ich auch mal zu bezweifeln wage, denn nur weil irgendwas auf ein Schild geschrieben wurde, muss es noch lange nicht gesetzlich verpflichtend sein ;)
Natürlich ist das dann verpflichtend. Man darf davon ausgehen, daß das Schild vom Betreiber/Inhaber stammt, der diese Leistung nur gegen Entgelt anbietet (und steuerlich als Einnahmen zu deklarieren hat!). Beim Frisör käme man ja auch nicht auf die Idee, daß der Haarschnitt umsonst ist, obwohl´s auf der Tafel angeschlagen steht.
Hast Du mal darauf geachtet, daß in den meisten Toiletten, deren Benutzbarkeit wir als selbstverständlich empfinden dürfen (Pub, Restaurant pp.) allenfalls ein Schild mit einer Bitte hängt oder nur der Teller steht, vielleicht mit einer Aufsicht davor? Gerade das soll uns ja ein mulmiges Gefühl für den Fall der Nichtzahlung geben.
Um eben dieses (Schuld)Gefühl geht´s Elefäntchen meinem Verständnis nach doch.
hallo zusammen,
ich finde es einfach grundsätzlich falsch menschen für ihr grundbedürfnis zahlen zu lassen. man sollte mehr an den gesunden menschenverstand appelieren und den sauberman für seinen aufwand entschädigen, jedoch es nicht erzwingen!
mfg
Honigbiene
27.08.2010, 20:56
hallo zusammen,
ich finde es einfach grundsätzlich falsch menschen für ihr grundbedürfnis zahlen zu lassen. man sollte mehr an den gesunden menschenverstand appelieren und den sauberman für seinen aufwand entschädigen, jedoch es nicht erzwingen!
mfg
Andere Grundbedürfnisse sind Nahrung und ein Dach über den Kopf. Nach deiner Argumentation müsste das auch kostenlos sein. Sorry OT.
Und ansonsten: Wenn das Klo einem Restaurant angeschlossen ist, zahle ich nicht für's Wasserlassen. Schließlich sind die meines Wissens verpflichtet, WCs anzubieten, so sie denn für die Nahrungs- und Getränkeaufnahme Sitzgelegenheiten anbieten.
In den Einkaufszentren fühle ich mich dann immer etwas betrogen, weil viele Cafés und Restaurants eben keine kostenfreien Aborte anbieten, sondern ich gezwungen bin, auf Bezahlklos außerhalb des Restaurants zu gehen. Aber ich zahle dann halt je nach Zufriedenheit mit der Örtlichkeit.
Muminfrau
27.08.2010, 21:08
Es ist ja gut, wenn man nicht gezwungen wird zu zahlen. Im Urlaub am Ostsee hatte ich aber in Wismar eines der schoensten Klo-Erlebnisse meines Lebens!
Im Hafen, ganz weit von allen Cafes oder anderen Orten entfernt, wo man das Geld wechseln koennte, steht ein Bezahlklo. Man kommt nur rein, wenn man 3x10 Cent in den Automaten reinwirft! Genau so und nicht anders.
Bei Herren-WC hat jemand ein Steinchen in den Mechanismus gesteckt, so dass die Tuer nicht richtig schliessen konnte. Aber die Tuer zum Damen-WC war fest zu. Ok, ich fange an, im Geldbeutel zu graben. Dann kommt noch eine aeltere Dame und faengt an, in ihrem Geldbeutel zu graben. Zusammen gelingt es uns, die besagten 3x10 Cent zu finden. Sonst muesste man zum Geldwechseln den ganzen Weg zum Hafenanfang gehen.
Danach versuchte ich noch, die Tuer zum Damen-WC auch "unschaedlich" zu machen. Habe aber kein passendes Steinchen gefunden. 10 Sekunden nachdem ich die Tuer unfreiwillig zugemacht habe, kamen zwei Damen an und haben angefangen, in ihren Geldbeuteln zu graben... ;)
Natuerlich, wenn dort eine Gelegenheit zum Geldwechseln in der Naehe war, haette keiner was dagegen, und 30 Cent ist echt billig... aber so... :confused:
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