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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Michael Jackson


silentsound
26.06.2009, 09:57
Ich war traurig als ich es gelesen habe.

Mein zweiter Gedanke war---, nachdem wir schon mehrfach darüber diskutiert hatten, daß er die vielen Konzerte, die er ab Juli in London bestreiten wollte, gar nicht hätte schaffen können ---daß er auf die Art und Weise es geschafft hat eine Legende zu bleiben. Ich glaube nicht, daß er auch nur ein Konzert wirklich richtig hätte durchstehen können. --Leider-- Denn ich hätte wahnsinnig gerne ein Comeback dieses Künstlers miterlebt und es ihm einfach gegönnt.

Das was er für die Musikszene getan hat, ist sowieso schon in die Geschichte eingegangen. Was er mit seinem Gesicht getan hat und seinem ausgefallenen Lebensstil - vielleicht einfach zu sehr Genie, um überhaupt normal leben zu können. Keine Frage, daß er in gewisser Hinsicht gestört war. Ich hatte die vergangenen Jahre einfach nur Mitleid mit ihm. In meinem Auto liegt nach wie vor eine DoppelCD seiner größten Hits - und ich höre sie mir hin und wieder auch an. Am schönsten für mich - der EarthSong -

Schade, daß es nun leider nie wieder neue Songs von ihm geben wird - es sei denn, er hat im Studio Neuigkeiten aufgenommen und sie werden Posthum veröffentlicht, daß wäre natürlich klasse.

Ein Gedanke aber bleibt: Ob es wohl Selbstmord war? Vielleicht erfahren wir es am Wochenende.

Nordlicht
26.06.2009, 10:20
Als ich das heute morgen gehört habe, habe ich mich zuerst gewundert und überlegt, ob es eine Zeitungsente ist. Letzten Endes hab ich mich dann aber auch wieder nicht so sehr gewundert, da er in den letzten Jahren so fragil wirkte und auch gesundheitlich angeschlagen... auch die Meldung, dass das Herzversagen durch Medikamentenmißbrauch entstanden sein soll, paßt für mich ins Bild, auch wenn es traurig ist, sich zu medikamentieren, damit man "fit" für seine Auftritte ist.
Musikalisch war er definitiv einer der einflußreichsten Musiker der letzten Jahrzehnte. Seine Musik hör ich auch heute noch gern.

Itsme
26.06.2009, 10:42
Ich finde, dieser Mensch hat einfach nur ein vollkommen verkorkstes Leben gehabt. Von Kindheit mit größter Härte getrimmt, als Kind schon gewohnt, von fremden Menschen angehimmelt zu werden. Wie soll so ein Kind sich normal entwickeln können?
Der einzige normale Mensch in seiner Kinderzeit schien seine Mutter gewesen zu sein, die aber gegen die Übermacht des herrischen Vaters nicht ankam.
Er war musikalisch und konnte tanzen. Das können viele andere Menschen auch, aber ihn hat man in Sphären gehoben, in denen ein normaler Mensch nicht leben und nicht normal sein kann. Ich glaube, einen Bezug zur Wirklichkeit hat dieser Mensch kaum lernen/haben können. Er ist in gewisser Weise nie erwachsen geworden.
Für mich ein ganz ganz trauriges Leben, dass er sich letztlich mit all den verrückten OPs und der anscheinenden Medikamentensucht zerstört hat.

Sonnenkuss
26.06.2009, 10:45
Ein öffentlicher Mensch ist jetzt gestorben. Er war mal gut, mal besser und mal wieder nicht. Er hat sein Leben mehr oder eher weniger auf die Reihe gekriegt und wird sich im Endeffekt mit irgendwelchen Medikamenten sein eigenes Grab geschaufelt haben. Frieden seiner Seele. Amen.

Pandora
26.06.2009, 14:55
Ich hatte die vergangenen Jahre einfach nur Mitleid mit ihm. Ich auch. Für mich war er das beste Beispiel dafür, daß Glück nicht mit Geld zu kaufen ist.

Sophie
26.06.2009, 18:22
Als die Konzertreihe in London angekündigt wurde, habe ich schon zu Freunden gesagt, dass ich nicht glaube, dass er noch so lange lebt. So krank, wie der aussah... Unter der Jacke war er knochendürr. Vielleicht ist er auch an Magersucht gestorben. Für mich war er eine ganz arme Socke. Die Musik fand ich zum Teil ganz gut, war aber nicht so sehr meine Richtung.
Farrah Fawcett ist ja auch auf gräßliche Art gestorben.
:eek: Schlank und reich und schön hilft auch nicht immer.

Dralle Deern
26.06.2009, 18:47
Als ich heute Nacht bei laufendem TV aufwachte :-o, machte ich den Videotext an, um die Uhrzeit zu sehen. Da schrie mich förmlich die Nachricht vom Tod des Michael Jackson an. Ich "kontrollierte" noch auf den öffentlich-rechtlichen, denn Patrick Swayze war ja auch schon totgeredet worden. Darüber schlief ich dann wieder ein, träumte noch abstruses davon, dass ich meiner Mutter von seinem Tod erzählte, sie nicht wusste, wer das ist und ein paar Teenies abwinkten, das sei ja schon ne uralte Meldung. Heute früh musste ich mich dann davon überzeugen, dass ich nicht alles nur geträumt habe.

Irgendwie komisch. Ich war kein Fan, habe seine Musik auch nie bewusst gehört, aber wenn mal was im Radio lief nicht hektisch weggeschaltet. Aber er war immer irgendwie da. Nicht, dass es mich sonderlich interessiert hätte, aber es gab ihn halt. Aber mich macht es jetzt nachdenklich, wahrscheinlich, weil ein guter Freund von mir immer betonte, dass er so alt wie MJ sei. Ich muss weiter versuchen, ihn zu erreichen, damit dieses diffuse komische Gefühl verschwindet.

Für mich war er eine ganz arme Socke.
Ja, für mich auch. Ich glaube, dass seine ganzen bekloppten OPs und sein schräges Leben Ausdruck dafür waren, dass er tief im Inneren etwas Wesentliches vor der Öffentlichkeit, vielleicht sogar vor seiner (über)mächtigen Familie verbergen wollte, um weiter die Zuneigung anderer zu bekommen.

elefäntchen
26.06.2009, 18:57
Wenn ich mir so die alten Bilder von MJ anschaue, wo er noch einigermaßen unoperiert und dunkelhäutig war, muss ich heulen ! So ein hübscher, (anscheinend) lebensfroher junger Mann. Wenn ich jetzt die Fotos sehe, frage ich mich echt, was MJ alles durchmachen musste, was niemals an die Presse gelangt ist.

sad sad sad :bigheul:

Nordlicht
26.06.2009, 21:21
Ja, ich frag mich auch manchmal, was er alles durchmachen mußte, was nie bekannt geworden ist. Gemessen an dem, was der Öffentlichkeit an Informationen zur Verfügung steht, macht mir das ein ganz komisches Gefühl. Denn dass er von seinem dominanten Vater für kleinste Fehler geschlagen wurde, angeschrieen wurde, dass er von dessen Seite keine Liebe erfuhr, das in sich ist schon harter Tobak. Auch, dass ihm als Teenager (genaues Alter keine AHnung, wahrscheinlich 18) eine Hure ins Bett geschickt wurde, um ihn "zum Mann" zu machen, fand ich geschmacklos. Dazu noch der rigorose Glauben der Mutter/der Eltern, die ja den Zeugen Jehovas anhingen - das machte es wohl auch nicht besser. Dass er bezüglich der Medikamente gefährdet war, war immerhin seit 80ern bekannt, als er bei dem Dreh zu einem der Pepsi-Werbespots sich schwere Verbrennungen am Kopf zuzog und in der FOlge von den Schmerzmitteln, die er bekam, auf Jahre abhängig wurde... Zusätzlich noch die Pigmentstörung, weswegen er unter anderem an der einen Hand immer einen Handschuh trug, das machte es sicher nicht leichter. Wie gesagt, ich habe Mitleid mit ihm. Er wird wohl als Perfektionist nie ganz glücklich gewesen sein, außer vielleicht auf der Bühne, die der einzige Ort war, wo er sich nach eigener Aussage sicher fühlte.

Darcy
27.06.2009, 05:53
Schon erstaunlich, wie viele Menschen einem Kinderschänder nachweinen.

Bei allem Verständnis für die Sch***e, die er durchmachen musste - jedem "unprominenten" Kinderschänder hätte man eher beim Sterben geholfen, statt noch so'n Bohei zu machen ...

Sonnenkuss
27.06.2009, 07:42
Es wurde ihm nicht nachgewiesen, jedenfalls von keinem Gericht der Welt, weißt du da mehr Darcy?
Ich weiß es nicht und fände es unter aller S***, wenn man einem Unschuldigen eine solche Tat unterstellte. Damit haben sich schon schlauere Köpfe beschäfftigt und sind zu keinem Urteil gekommen, wie kannst du ihn dann verurteilen hier aus der Ferne?
Planke Polemik und Nachgeplappere von Pressemeinungen, mehr kann es nicht sein, denn ich war nicht dabei und du auch nicht.

Itsme
27.06.2009, 07:44
Schon erstaunlich, wie viele Menschen einem Kinderschänder nachweinen.

Bei allem Verständnis für die Sch***e, die er durchmachen musste - jedem "unprominenten" Kinderschänder hätte man eher beim Sterben geholfen, statt noch so'n Bohei zu machen ...

Belehre mich eines Besseren, aber ist er nicht in allen Punkten frei gesprochen worden? Und gilt nicht immer noch die Regel "In Dubio pro Reo -im Zweifel für den Angeklagten"?

Sophie
27.06.2009, 07:46
Das ist allerdings nie bewiesen worden. Klar hatte der ne Kindermacke, aber ich glaube schon, dass er mit den Kindern quasi selber Kind sein wollte. Und bis zum Beweis des Gegenteils gilt für mich die Unschuldsvermutung - egal ob es sich um eine Putzfrau oder einen Superstar handelt.
Gerade in den USA kenne ich das aus dem Bekanntenkreis, dass mit Missbrauchsbehauptungen ganz schön Geld verdient wird. Es gibt Missbrauch - keine Gegenrede - aber es gibt auch falsche Anschuldigungen. Und alldieweil ich nicht selber dabei war, hüte ich mich vor Verurteilungen, die durch Medien geschürt werden. Egal wie unschuldig jemand ist, es bleibt immer was hängen, und gerade Promis werden gerne mit Dreck beworfen.
Ganz davon abgesehen, interessiert mich Michael Jackson weniger als ein Sack Reis in China.
Wer redet von den getöteten Demonstranten im Iran?

silentsound
27.06.2009, 09:25
An anderen Stellen wird auch sicher auf die Demonstranten eingegangen - aber was hat das eine mit dem anderen zu tun. Wenn es Dich nicht interessiert - überlies doch einfach diesen Thread.

Mein Freund sagte es gestern sehr treffend. Das Leben von MJ, zu sehen, wie er sein Leben lebte - hat ihn immer traurig gemacht, auch jetzt im Nachhinein noch.

Mein persönliches Gefühl sagt mir, (ohne Bonus Starkult) daß MJ wirklich nur versucht hat unbeschwerte Kindheit nachzuholen - ein verzweifelter Versuch, den er hoch bezahlen mußte. Eben der Peter Pan, als der er so oft bezeichnet worden ist. Hab auf VIVA gerade einige Musikvideos gesehen - er war wirklich klasse!

So und jetzt versuch ich mal ins Freibad Olympiastadion zu gehen - bei 17 Grad und voll bedecktem Himmel.

elefäntchen
27.06.2009, 11:29
Schon erstaunlich, wie viele Menschen einem Kinderschänder nachweinen.

Bei allem Verständnis für die Sch***e, die er durchmachen musste - jedem "unprominenten" Kinderschänder hätte man eher beim Sterben geholfen, statt noch so'n Bohei zu machen ...


Das sollte man sich aber auch mal fragen, was denn die Eltern des angeblich ersten Missbrauchsopfer wirklich wollten.

Im Ernst: Wenn mein Kind von einem Mann - egal ob prominent oder nicht - missbraucht worden wäre, hätte mich kein Geld, aber auch wirklich kein Geld der Welt davon abgehalten, diesen ARSCH vor Gericht zu ziehen damit er ins Gefängnis kommt und er anderen Kindern nicht mehr schaden kann !! Aber nein, es wurde sich ja mit Geld zufrieden gegeben. Natürlich in dem Wissen, dass ein MJ sich weiterhin mit Kindern treffen kann.... denk mal darüber nach !

Sally
27.06.2009, 11:42
Schon erstaunlich, wie viele Menschen einem Kinderschänder nachweinen. Mindestens ebenso erstaunlich ist es, wie schnell so manche/r mit (Vor-) Verurteilungen anhand rein medialer Information (?) bei der Hand ist.

Ich habe gestern rein arbeitstechnisch den ganzen Tag ab 5 Uhr morgens mit der Vita von Michael Jackson verbracht, deshalb ist mir das Thema im Moment von allen Seiten vertraut. Persönlich bin ich kein Fan und war es auch nie, die Alben "Off The Wall" und "Thriller" habe ich allerdings auch zu Hause stehen. Sie sind und bleiben epochale Meisterwerke. Davon abgesehen gehört Michael Jackson das Verdienst, schwarze (zumindest schwarze Pop-) Musik überhaupt erst bei MTV sichtbar gemacht zu haben. Die gab es nämlich vor ihm dort gar nicht. Und ein Produzent wie Quincy Jones spricht für sich.

Später hat sich Jackson ebenso wie seine Kollegen/Kolleginnen Lionel Richie oder Diana Ross dem bis zur Unkenntlichkeit verwässerten und verschmalzten Dudelradio-Pop ergeben. Da hat er mich schon längst nicht mehr interessiert.

Ich halte den Mann für asexuell und glaube nicht an sexuellen Missbrauch irgendwelcher Art. Er ist wohl am langen Ende mehr Opfer als Täter gewesen. Aber auch ich war nicht dabei und kann nur spekulieren.

Recht aufschlussreich in Bezug auf seine Erfahrungen und das Leben, das ihn geprägt hat, ist dieses Interview (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/?em_cnt=1813353&).

Martina
27.06.2009, 13:22
Wisst Ihr, wir erfahren es doch nun täglich am eigenen Leibe: In den Medien werden Themen, zu denen wir eine eigene Meinung haben können, weil sie uns betreffen, verkürzt, verdreht und falsch dargestellt.

Und manchmal fällt so was sogar bei Themen auf, zu denen wir eigentlich keine eigene Meinung haben können. Als jüngstes Beispiel fällt mir da der Absturz der AF 447 ein. Die Berichterstattung über dieses Unglück spottete doch wirklich jeder Beschreibung.

Glaubt tatsächlich irgend jemand, bei anderen Themen würde das anders gehandhabt?

Ich habe mir angewöhnt, Nachrichten zur Kenntnis zu nehmen, aber Bewertungen derselben möglichst zu ignorieren. Natürlich gelingt auch mir das nicht immer, aber immer öfter.

Folgerichtig habe ich gestern eine Nachricht vernommen: Micheal Jackson ist im Alter von 50 Jahren verstorben. Punkt. Jede weitere Bewertung seiner Person oder irgendeiner Person des öffentlichen Lebens finde ich anmaßend, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass der größte Teil dessen, was wir zu lesen bekommen, erstunken und erlogen ist.

Dem oben von Sally verlinkten Interview ist zu entnehmen, dass auch Michael Jackson diese Erfahrungen gemacht hat.

Kubalibre
27.06.2009, 14:02
Und manchmal fällt so was sogar bei Themen auf, zu denen wir eigentlich keine eigene Meinung haben können. Als jüngstes Beispiel fällt mir da der Absturz der AF 447 ein. Die Berichterstattung über dieses Unglück spottete doch wirklich jeder Beschreibung.

Glaubt tatsächlich irgend jemand, bei anderen Themen würde das anders gehandhabt?

Ich habe mir angewöhnt, Nachrichten zur Kenntnis zu nehmen, aber Bewertungen derselben möglichst zu ignorieren. Natürlich gelingt auch mir das nicht immer, aber immer öfter. Vollkommen richtig. Man sollte wirklich nicht alles glauben, was einem in den Medien vorgesetzt wird.

Das was im Fernsehen und Radio kommt oder auch in der Zeitung steht ist so gut wie nie ohne Bewertung oder sogar ohne Meinungsmache. Und ich meine hier nicht nur die privaten Sender oder die Zeitung mit den vier Buchstaben, das betrifft genauso die öffentlich-rechtlichen Sender oder die renommierteren Zeitungen.

Fräulein Wunder
27.06.2009, 15:53
Ich habe mir angewöhnt, Nachrichten zur Kenntnis zu nehmen, aber Bewertungen derselben möglichst zu ignorieren.



Das was im Fernsehen und Radio kommt oder auch in der Zeitung steht ist so gut wie nie ohne Bewertung

Keine Aussage auf dieser Welt ist ohne Bewertung, ganz egal von wem sie kommt. Jeder kann nur das wiedergeben was er selbst für die Realität hält, einfach weil wir alle Menschen sind und keinen objektiven göttlichen Blick haben. Alleine schon der Tatsache was zur Nachricht gemacht wird und was nicht, gehen eine Menge Bewertungen und Entscheidungen voraus.
Der Bewertung durch andere, oder durch sich selbst kann sich niemand entziehen.

Natürlich ist gesundes Mißtrauen der Presse gegenüber wichtig und richtig ... bei jemanden wie Michael Jackson, sollte man aber bedenken, dass die Medien ihn nicht nur demontiert haben, sie haben ihn davor auch - über mehrere Jahrzehnte - in den Himmel gejubelt und groß gemacht. Nur dadurch kann man dann heute erst die Meldung dass er gestorben ist überhaupt zur Kenntnis nehmen, ohne fragen zu müssen wer zum Teufel das eigentlich ist.

DieKleineMuck
27.06.2009, 18:01
Hallo.

Ich war traurig als ich die Nachricht gehört habe.

Ich sehe ihn immer noch wie er Anfang der 80er war. Ein super Sänger, Tänzer, Komponist und Choreograf... Seine Auftritte, Videos und Tourneen, alles Ausdruck eines Perfektionisten.
Am besten hat mir immer Thriller gefallen.

Was dann geschah?
Dies dokumentieren nur die Bilder. Vernünftige, gesicherte Erklärungen dazu gab es nicht. Eine Krankheit? Ein Trauma? Wir werden es nicht mehr erfahren.

Der Mißbrauch?
Er ist freigesprochen worden. Mein persönliches Gefühl ohne jeden Beweis - das hat er nicht gemacht.

Aber keines der Bücher, die sie jetzt über ihn schreiben werden, wird uns noch die Wahrheit bringen.

Was bleibt?
Seine Musik. Auch darüber kann man streiten, aber wie gesagt, mir hat sie gefallen.

Und deswegen bin ich auch traurig das er gestorben ist.

Viele Grüße,

Rosie

dramaqueen
27.06.2009, 18:50
Obwohl ich nie ein Fan war, hat mich die Nachricht seines Todes und auch die Reaktionen vieler Menschen darauf schon berührt.
Es ist ein wohl unbestritten wirklich großer Künstler von uns gegangen und das ist traurig.
Allerdings denke ich, für ihn selbst ist es gut so wie es ist.

Hummelchen
30.06.2009, 14:20
Ob man seine Musik nun mag oder nicht auf jeden Fall hat er die Pop-Musik beeinflusst wie nur wenige andere...

Ich war nicht besonders überrrascht als ich von seinem Tod gehört habe - so wie ich ihn in den letzten jahren und Monaten wahr genommen habe - als kranken und gebrochenen Menschen - aber irgendwie fand ich traurig, dass es soweit kommen musste. Dass aus einem so talentierten Menschen solch ein Wrack wurde und letztendlich doch nur, weil er sich selbst so wenig geachtet hat, nicht mit sich im Reinen war. Sonst hätte er sich sicherlich nicht so verstümmeln und verunstalten lassen - bis nur noch ein grotesk aussehendes Wrack übrig war...

Eigentlich ist er für mich eine Mahnung, wie wichtig es ist sich mit all den Unzulänglichkeiten(innerer und äußerer Art) zu akzeptieren und sich sich ggf. von den Kindheitstraumen und den Übergriffen der Eltern frei zu machen...Die in seinem Fall ja offensichtlich stattgefunden haben...

Darcy
30.06.2009, 15:25
Belehre mich eines Besseren, aber ist er nicht in allen Punkten frei gesprochen worden? Und gilt nicht immer noch die Regel "In Dubio pro Reo -im Zweifel für den Angeklagten"?

Bis zu dem Zeitpunkt, wo er viel Geld gezahlt hat, galt das für mich auch. Danach war es für MICH das Eingeständnis seiner Schuld und Erkaufen des Schweigens des Opfers.

Dralle Deern
30.06.2009, 16:36
Bis zu dem Zeitpunkt, wo er viel Geld gezahlt hat, galt das für mich auch. Danach war es für MICH das Eingeständnis seiner Schuld und Erkaufen des Schweigens des Opfers.Interessant in diesem Zusammenhang ist ja, dass MJ den Jungen, der sehr krank war, bereits lange Zeit finanziell unterstützt hat (da hier jede Info als Tatsache dargestellt wird, mach ich das jetzt auch mal). Irgendwann stellte er die Zahlungen ein und danach hat die Familie Anzeige erstattet, die dann nach der Millionenzahlung zurückgezogen wurde. Soviel dazu.

Sonnenkuss
30.06.2009, 18:28
Ihr könnt davon ausgehen, dass die Richter von der Unschuld eines Angeklagten ausgehen, wenn der sich freikaufen kann. Damit wird das Verfahren nur abgekürzt und der Staat spart sich einen Haufen Geld.

Nordlicht
30.06.2009, 18:54
Klar, und wenn das eigene Kind mißbraucht wird, lass ich mich auch gerade vom Täter bestechen, die Anzeige zurückzuziehen... soweit käms gerade noch :cool:
Ich persönlich kann nur sagen, wenn jemand mein Kind mißbraucht, nehme ich keine Millionen an und zieh die Anzeige zurück, sondern sehe zu, dass der Kerl hinter Gitter kommt. Insofern bestätigt mir das Michaels Unschuld eher wie andersherum...

Darcy
30.06.2009, 19:02
Ihr könnt davon ausgehen, dass die Richter von der Unschuld eines Angeklagten ausgehen, wenn der sich freikaufen kann. Damit wird das Verfahren nur abgekürzt und der Staat spart sich einen Haufen Geld.

Davon geh ich bei amerikanischen Gerichten nicht aus ...

Letzten Endes isses mir aber auch wurscht - für mich war er ein Kinderschänder, dem ich nun nicht hinterherweine - für Euch war er keiner ... wer nun Recht hat, wird sich wohl nie aufklären.
Der Tod meines Meerschweinchens hat mich jedenfalls deutlich mehr berührt.

Sophie
01.07.2009, 08:11
Angeblich hat diese Familie schon mehrmals aus einer Missbrauchsklage Geld gezogen, z.B. bei einer Sicherheitsfirma. Aber ob das nun stimmt oder auch wieder Medienpropaganda ist....

Ansonsten:
Der Tod meines Meerschweinchens hat mich jedenfalls deutlich mehr berührt. :five:

Melosine
01.07.2009, 10:25
Was mich hier enorm gestoert hat, war, dass es die Nachrichten so ueberschattet hat.

Klar ist das eine ziemlich grosse Sache mit MJ's Tod, und dementsprechend liefen auch lauter Sondersendungen ueber sein Leben, etc.
Und wer sich das angucken moechte, kann das dann ja tun.

Aber letzten Freitag wollte ich mir die Abendnachrichten auf BBC angucken, und im Ueberblick fuer die Nachrichten wurde MJ's Tod erwaehnt mit Hinweis auf eine 1stuendige Sondersendung spaeter am Abend, und ausserdem, dass endlich ein Kindermoerder hier im Land gefasst wurde und noch einige andere Sachen von nationalem Interesse.

Doch dann fing die eigentliche Sendung an und in einer 30-minuetigen Nachrichtensendung hab ich nach 15 Minuten voller Bilder von weinenden und schreienden Fans dann frustriert ausgeschaltet.

Ich will es den trauernden Fans nicht absprechen, sich mit der Sache eingehend zu beschaeftigen, dennoch hat alles irgendwo seinen Platz.

DieKleineMuck
01.07.2009, 22:57
Hallo.

Wie schön, dass es Menschen gibt die einen rechtswirksamen Freispruch einfach ignorieren können und durch Vorverurteilung (oder in diesem Fall besser Nachverurteilung) einem Menschen kriminalisieren können. Das die einfache Anschuldigung in diesem Fall bereits genügte, ihn schuldig zu sprechen und sein Leben weitesgehend zu vernichten. Er hat seine Verträge verloren, viele Fans, die Eltern von Fans haben sich gegen ihn gewandt, Werbepartner haben sich abgewendet. Das Gericht hat ihn freigesprochen, aber für viele war und ist er der Kinderschänder!

Eine Zahlung kann erfolgt sein, weil er schuldig war - oder weil er das letzte bischen Ehre und Ansehen das er noch besaß, retten wollte. Er hatte im Prozess kämpfen wollen. Aber man kann nicht gegen Menschen kämpfen, die glauben wollen das man ein Kinderschänder ist, egal wie die Fakten aussehen. Ein Mann, der sich ständig operieren läßt, der mit Maske herumläuft und Handschuhe trägt, der im Sauerstoffzelt schläft, der seine Zeit mit Kindern verbringt, sogar mit ihnen in einem Bett schläft - das muß ein Kinderschänder sein. Selbst wenn das Gericht ihn freispricht, der ist doch nur reich und kauft sich frei!
Das ist kein Gerücht, das ist die Wahrheit! Ich weiß es genau, ich war ja quasi dabei! Und außerdem sagt es doch jeder, nicht wahr?

Rosie

Darcy
01.07.2009, 23:06
Mir ist egal, was der Typ mit seinem Gesicht gemacht hat oder dass er anderweitige Macken hatte, die hab ich auch.
Das Einzige, was mich eben von seiner Schuld überzeugte, war die Zahlung von sehr viel Geld.
Jemand, der sich NICHTS vorzuwerfen hat, zahlt nicht - so einfach ist das m.E.

Kimba
02.07.2009, 02:44
Mir ist egal, was der Typ mit seinem Gesicht gemacht hat oder dass er anderweitige Macken hatte, die hab ich auch.
Das Einzige, was mich eben von seiner Schuld überzeugte, war die Zahlung von sehr viel Geld.
Jemand, der sich NICHTS vorzuwerfen hat, zahlt nicht - so einfach ist das m.E.
Hi Darcy,

das muss nicht automatisch ein Schuldeingeständnis sein. Mit so einer Geschichte durch die Presse gezogen zu werden, kann den Ruf über Nacht vernichten. Sein Rechtsanwalt war später der Ansicht, dass diese Zahlung falsch gewesen sei. Die anderen Verfahren zeigten, dass Michael Jackson unschuldig war.

Beim ersten Mal haben sie so gehandelt, wie sie es für das Beste hielten und dann aus den Fehlern gelernt mit deutlichem Erfolg. Und in USA wird eine völlig andere Hetzjagd gemacht als hier. Hier ist das immer noch ein Kavaliersdelikt - siehe das jeweilige Strafmaß. In USA werden jedoch Zeitungen mit den Fotos der verurteilten Täter gedruckt, mit Namensnennung etc. und dann verteilt. Die kriegen nie wieder einen Fuß auf den Boden.

Ein bisschen sollte man das Ganze auch im Kontext sehen und nicht nur etwas aus dem Zusammenhang rupfen - das ist immer gefährlich und selten den Tatsachen entsprechend.

Ich bin kein Fan von Michael Jackson, beileibe nicht. Dennoch habe ich aufgrund dieser Diskussion nachgelesen, was es so in seriösen Onlineberichten zu lesen gab.

Ich habe lange Zeit in einem Verein gearbeitet, der sich um missbrauchte Kinder und Jugendliche gekümmert hat. Dort habe ich in zunehmendem Maße miterlebt, dass solche Anschuldigungen manchmal auch erhoben werden, um den Betreffenden unter Druck zu setzen und ihn zu etwas zu zwingen oder ihm eins auszuwischen, sich sozusagen zu rächen.

Missbrauch ist entsetzlich und zerstört das gesamte Leben der Opfer, aber unschuldig dessen beschuldigt zu werden, zerstört auch. Und immerhin sind da noch drei Kinder. Für sie ist es durchaus wichtig ob der Vater schuldig war oder nicht. Sie brauchen alle Fairness, die sie kriegen können.

Kimba

Itsme
02.07.2009, 06:26
Ich weiß - genauso wenig wie wir alle - nicht, ob er sich schuldig gemacht hat oder nicht.

Ist er es, trotz der Freisprechung, so musste er mit diesem Wissen leben und wer weiß, ob ihm genau das nicht schließlich sein Leben gekostet hat. Ob das dann eine gerechte Strafe gewesen wäre?

Ist er es nicht, so ist von den Medien an ihm ein indirekter Mord begangen worden, für den nie jemand schuldig gesprochen wird. Wo bliebe dann hier die gerechte Strafe?

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Was ist mit der Kindheit von M. Jackson?
An diesem Menschen ist ein Verbrechen begangen worden. Und der Schuldige ist in meinen Augen der Vater. Wer spricht davon, diesen Menschen zu bestrafen oder zu verurteilen?
Was er getan hat, ist mindestens so schlimm wie das, was man seinem Sohn vorgeworfen hat, nur mit dem Unterschied, dass die Tat des einen fest steht*, während die des anderen nie bewiesen wurde.

* In einem Interview meinte der Vater auf die Frage, ob er seinen Sohn verprügelt hätte, wortgemäß: "Nein, nicht verprügelt! "Nur" ausgepeitscht"...

Caribica
03.07.2009, 00:01
hallo
die meldung von seinem tod hat mich geschockt.
klar,er sah in den letzten jahren nicht gerade gesund und vor lebensfreude sprühend aus,aber ich für meinen teil war doch überrascht,von seinem frühen tod zu hören.
mit seiner musik bin ich aufgewachsen,habe die lieder immer super gefunden und war 1988 sogar auf einem konzert seiner Bad Tour.
es war ein unvergleichliches erlebnis.besonders,da ich ihn von der nähe sehen konnte(bin bis kurz vor die bühne geschoben worden,dank der besonders hysterischen fans...).
er ist der king of pop und seine lieder werden unvergessen sein.
zu seiner schuldfrage:ich denke auch,das er ein ewiges kind war,welches enorme psychische und physische probleme hatte-er war berühmt-und einsam!

gabriele
03.07.2009, 16:42
ich war kein großer Fan von ihm, dennoch sein Tod war ein Schock für mich. Ich kann es irgendwie noch nicht fassen. Viel zu früh, kann ich dazu nur sagen.

elefäntchen
03.07.2009, 18:43
Mir ist egal, was der Typ mit seinem Gesicht gemacht hat oder dass er anderweitige Macken hatte, die hab ich auch.
Das Einzige, was mich eben von seiner Schuld überzeugte, war die Zahlung von sehr viel Geld.
Jemand, der sich NICHTS vorzuwerfen hat, zahlt nicht - so einfach ist das m.E.


...wie schon gesagt, eine Mutter, dessen Kind missbraucht wurde, würde niemals so viel Geld annehmen, sondern dafür sorgen, dass der Typ ins Gefängnis oder was weiß ich (be-)kommt, damit er sich nicht mehr an anderen Kindern vergreifen kann !! Immerhin sind im Knast auch Familienväter, die "kümmern" sich dann schon um solche Verbrecher...:auslach:

Darcy
03.07.2009, 20:38
Schmarrn. Es gibt genug Mütter, die ihre Kinder schon für deutlich weniger Kohle "hergeben".

elefäntchen
03.07.2009, 20:45
Schmarrn. Es gibt genug Mütter, die ihre Kinder schon für deutlich weniger Kohle "hergeben".

Na dann.....:rolleyes:

Jojo59
04.07.2009, 11:07
Und selbst WENN er zum Kinderschänder geworden ist, tut er mir leid...

Denn erstens: Was hat ihn dazu gemacht? In den Medien hieß es schon in den 1980gern, daß er einer eigenen, nie gehabten Kindheit nachtrauerte. Heute heißt es noch, er wollte mit den eingeladenen Kindern seine eigenen Kindheitsträume erfüllen. Wer sagt denn nicht, daß er dabei, da er ja nun doch ein Erwachsener war mit dessen Wünschen, übergriffig wurde?

Und dann - WIE? Was hat er genau gemacht? Einmal zuviel über's Köpfchen gestreichelt oder einmal mit seiner Hand zu nahe an die Genitalien gekommen? Vielleicht hat er's sogar nicht Zärtlichkeit verwechselt in dem Moment, wer weiß?

Ich bin nicht dabei gewesen, ich kann nicht urteilen. Und Jackson konnte der Welt vielleicht nicht genau sagen, was passiert war, weil die ihm dann doch einen Strick draus gedreht hätten (schon wegen der Millionen an die Eltern des ersten Kindes und der schönen skandalträchtigen Meldungen, wer weiß?)

Was mich an Jackson bewegt und anspricht, ist in diesem Zusammenhang eher das Kind in mir. Er hat keine Kindheit gehabt. Sein Vater hat ihn in seinen Beruf getreten. So wie er getanzt hat, hat er daran bestimmt auch hart gearbeitet.
Der Mann hat sich in meinen Augen getötet. Er ist in dieses Leben getrieben worden, und zuletzt hatte er, egal wohin er sich wendete, kein Glück mehr. Vollkommen aus der inneren Sicherheit und Bahn geworfen. keine Geborgenheit mehr.

Das ist es, was mich an ihm bewegt. Vielleicht liege ich falsch. Schätze diesen Mann vollkommen falsch ein. Aber er tut mir leid. Und da ich auch a bissl religiös veranlagt bin, wünsche ich mir, daß Gott ihn im Himmel in die Arme nimmt und das bitterlich weinende Kind Michael erst einmal tröstet.

Fafner
04.07.2009, 11:39
Sicher ist dieser Mensch kaputtgemacht worden. In Interviews sprach er ja selbst oft und ausführlich über seine vermasselte Kindheit, die Misshandlungen, den Druck, usw.usf. Er wusste also sehr gut, weshalb er so geworden ist. Ihm war, zumindest gewann ich den Eindruck, auch vollkommen klar, daß er auf den Rest der Welt (auch in seinen besten Zeiten) als grotesk und exzentrisch wahrgenomman wurde. Und genau deshalb hält sich mein Mitgefühl in Grenzen. Der Mann war psychisch ganz offensichtlich gestört. Aber anstatt sich professionelle Hilfe zu holen, wird weiter der Wahn gelebt. Keiner würde ihn verstehen, verstehen wollen, ihm werde unrecht getan, alles Ignoranten etc. Die anderen sind Schuld. Ich bin ein ganz armes Schwein, dem niemand helfen möchte... Tja, so hat er sich schlußendlich selbst zerstört. Er war ganz einfach zu schwach.

S.T.

Kimba
04.07.2009, 21:38
Wieviel Hass, Verurteilung und Verachtung aus manchen Zeilen hier spricht. Ich wollte nie, nie im Leben eine öffentliche Person sein. Denn jeder Mensch dürfte mir ungestraft ans Bein pinkeln und die entsetzlichsten Gerüchte in die Welt setzen. Ganz egal ob Tatsachen oder Lügen, immer würde es jemanden geben, der anführt "Wo Rauch ist, ist auch Feuer". Nur wird nie gefragt, WO das Feuer denn wirklich brennt. Bei dem, der es ausbaden muss oder bei dem, der es in die Welt gesetzt hat.

Selbst wenn man Jahrzehnte mit einem Menschen zusammengelebt hat, weiß man noch immer nicht hundertprozentig wie dieser Mensch in allen Situation sein kann. Wie will man das dann von einem Menschen wissen, auf den die Presse regelrecht Jagd gemacht hat? Es wird viel geschrieben, wenn der Tag lang ist und nur wenig davon ist wirklich wahr. Jeder, der Yellow Press schreibt und vertreibt weiß ganz genau wieviel davon Schein ist und wieviel davon faustdicke Lüge ist und wie wenige, ganz vereinzelte Körnchen Wahrheit darin sind. Aber vieles davon passt ja so gut ins Konzept und enthebt den ein oder anderen zunächst mal vor der eigenen Tür zu schauen.

"Ich habe meine Meinung. Verunsichert mich nicht mit Tatsachen!"

Kimba

babelfish
04.07.2009, 22:40
Und dann - WIE? Was hat er genau gemacht? Einmal zuviel über's Köpfchen gestreichelt oder einmal mit seiner Hand zu nahe an die Genitalien gekommen? Vielleicht hat er's sogar nicht Zärtlichkeit verwechselt in dem Moment, wer weiß?



Das ist doch wohl nicht dein Ernst?

Itsme
05.07.2009, 09:21
Und dann - WIE? Was hat er genau gemacht? Einmal zuviel über's Köpfchen gestreichelt oder einmal mit seiner Hand zu nahe an die Genitalien gekommen? Vielleicht hat er's sogar nicht Zärtlichkeit verwechselt in dem Moment, wer weiß?


Jetzt einmal ganz abgesehen von M. Jackson - die freundliche Geste eines Mannes zu einem Kind geht niemals in Richtung Genitalien. Dort hat sie einfach nichts zu suchen und es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ein Mann einem Kind über den Kopf streicht, oder seine Genitalien berührt.
So etwas kann man nicht mit normaler Freundlichkeit/Zärtlichkeit verwechseln.
Genau das schein jedoch nach dem was ich in Berichten über Sexualstraftäter gegenüber Kindern gesehen habe, oft deren Meinung zu sein. Dass es doch "Liebe" ist und dass das Kind glücklich/einverstanden/ebenfalls verliebt - es für das Kind doch auch schön wäre. All das entspringt den kranken Gedanken solcher Täter, aber es ist und bleibt Mißbrauch.

Fafner
05.07.2009, 10:13
Wieviel Hass, Verurteilung und Verachtung aus manchen Zeilen hier spricht. Ich wollte nie, nie im Leben eine öffentliche Person sein. Denn jeder Mensch dürfte mir ungestraft ans Bein pinkeln und die entsetzlichsten Gerüchte in die Welt setzen. ...
Selbst wenn man Jahrzehnte mit einem Menschen zusammengelebt hat, weiß man noch immer nicht hundertprozentig wie dieser Mensch in allen Situation sein kann. Wie will man das dann von einem Menschen wissen, auf den die Presse regelrecht Jagd gemacht hat? Es wird viel geschrieben, wenn der Tag lang ist und nur wenig davon ist wirklich wahr...
Kimba

Und woher weißt dMn so gut bescheid? Keiner hier weiß, wie du selbst bereits angemerkt hast, 100%ig, was wirklich war. Offiziell wurde er freigesprochen, also hat er juristisch als unschuldig zu gelten. Das trotzdem ein fader Nachgeschmack bleibt, sollte keinen wundern, bei der "Faktenlage", die die Öffentlichkeit präsentiert bekam. Aber darum geht es, zumindest mir, nicht. Der Mann war ganz offensichtlich weit entfernt von geistig gesund. Teilweise erweckte Herr Jackson selber den Eindruck, daß ihm das durchaus bewußt war. Warum er sich trotzdem nicht hat helfen lassen, kann ich nicht recht nachvollziehen.
Und kurz angemerkt: Ich hasse MJ nicht, er war mir im Großen und Ganzen relativ gleichgültig. Streckenweise hat er mir auch ein wenig leid getan. Anscheinend unbelehrbar und so egozentrisch veranlagt, daß er einfach nicht die Jagd nach dem Ruhm aufgeben wollte. Klar wurde er dazu erzogen, so zu sein. Aber er war inzwischen erwachsen geworden. Er hatte genug Zeit, dazuzulernen.

S.T.

babelfish
05.07.2009, 10:25
Warum er sich trotzdem nicht hat helfen lassen, kann ich nicht recht nachvollziehen.

Klar wurde er dazu erzogen, so zu sein. Aber er war inzwischen erwachsen geworden. Er hatte genug Zeit, dazuzulernen.

S.T.
Und genug Geld für einen ordentlichen Therapeuten war ja wohl auch da.

Kimba
05.07.2009, 21:43
Und woher weißt dMn so gut bescheid?
S.T.
??Fafner, Kannst du das bitte spezifizieren? Da du den gesamten Beitrag zitierst, weiß ich nicht, worauf du dich beziehst.

Zum Thema Therapie: In Therapie zu gehen (weiß irgendjemand, ob MJ therapeutisch betreut wurde? Zumindest hatte er einen Arzt, der mit ihm im selben Haus lebte - wer hat das schon???) bedeutet nicht gleichzeitig auch erwachsen zu werden oder nachzureifen. Das hängt von einer Unmenge Faktoren ab.

Wer einmal auf Tournee war, den Stress, die Anforderungen, die Forderungen, die Fans, die Presse, Fotografen, Hotels, den Schlafmangel, die fehlenden Rückzugsmöglichkeiten, die unzähligen Kilometer unter dem Reifen kennt, der weiß was möglich ist und was nicht. Warum landen so viele öffentliche Personen bei Alkohol und Co.? Und? Lässt man sie dann in Ruhe? Nee, wenn man könnte, würde man ihnen selbst noch in der Nase bohren.

Die Jesuiten sagten schon vor Jahrhunderten, wenn man ihnen ein Kind bis zum Alter von sieben Jahren überlässt, können sie es fürs ganze Leben unauslöschlich konditionieren. Mit sieben Jahren ist die Prägung weitestgehend abgeschlossen. Was danach noch kommt sind Peanuts.

MJ war FÜNF und bei einem auspeitschenden Vater kann man sich vermutlich nicht mal im entferntesten vorstellen wie auf evtl. Schmerzen, Krankheit oder Kummer reagiert wurde.

Wie leicht lässt sich daher reden, hätte, könnte, will nicht und weiß ich was. Guckt doch mal richtig hin bei den Menschen die fürs Leben gezeichnet sind und dann schaut, welche Chancen sie haben. Ich habe zu viele davon bei meiner Arbeit gesehen als dass mich solche Äußerungen kalt lassen könnten.

Die Indianer sagen: Erst wenn du einige Zeit in den Schuhen des anderen gegangen bist, wirst du wissen wie er fühlt.

Und zum Schluss dieses langen Beitrags: Jemand schrieb hier "für mich ist er schuldig für euch halt nicht" - oder so ähnlich.

Er ist juristisch freigesprochen worden. Das ist das einzige was zählt, vor allem für seine drei Kinder ist das lebenswichtig. Ich halte mich an diesen Fakt ohne Votum.

Kimba

Fafner
05.07.2009, 23:01
Du meintest, daß die Meisten sich auf die Informationen beziehen, die ihnen die Presse gibt. Das ist natürlich richtig, woher sollte man sonst als Aussenstehender seine Infos beziehen. Ich nehme an, dasselbe gilt für dich, es sei denn, du kanntest MJ persönlich. Allerdings unterstellst du sowas wie ein Komplott gegen MJ, eine Intrige, um ihn gezielt fertig zu machen. Von diesen Theorien habe ich auch schon gehört, halte sie aber für wenig glaubwürdig. Meine Frage bezog sich darauf, woher du die Erkenntnis nimmst, dein Standpunkt sei der Richtige? Warum liegen die Anderen alle falsch? Du hast, genauso wie ich, schön theoretisch erläutert, aber da wir beide nur aus der Ferne beurteilen und mutmaßen können, wie MJ drauf war, ist das auch nicht unbedingt richtig.

Zitat: "In Therapie zu gehen ...bedeutet nicht gleichzeitig auch erwachsen zu werden oder nachzureifen"

Hier drehst du dir was zurecht. Anscheinend war er doch erwachsen und reif genug, Kinder zu haben. Wie er zu denen kam, weiß zwar keiner so genau, aber er war der Vater und offenbar geliebt von ihnen.

Zitat1: "Die Jesuiten sagten schon vor Jahrhunderten, wenn man ihnen ein Kind bis zum Alter von sieben Jahren überlässt, können sie es fürs ganze Leben unauslöschlich konditionieren. Mit sieben Jahren ist die Prägung weitestgehend abgeschlossen. Was danach noch kommt sind Peanuts."

Dafür hätte ich gerne ein oder zwei seriöse, wissenschaftlich fundierte Quellen. (Nicht für das Zitat an sich, sondern für die These)

Zitat2: "Wie leicht lässt sich daher reden, hätte, könnte, will nicht und weiß ich was. Guckt doch mal richtig hin bei den Menschen die fürs Leben gezeichnet sind und dann schaut, welche Chancen sie haben. Ich habe zu viele davon bei meiner Arbeit gesehen als dass mich solche Äußerungen kalt lassen könnten."

Ich bin, beruflich bedingt, auch schon vielen vom Leben gebeutelten Menschen begegnet. Einige sind in der Tat untergegangen, den Meisten konnte ganz gut geholfen werden. Sie mussten es eben auch wollen. Das sind zumindest meine Erfahrungen. MJ wollte anscheinend nicht. Pech.

Zitat3: "Er ist juristisch freigesprochen worden."

Eben, daher sollten sich einige Leute auch nicht zu irgendwelchen unschönen Äußerungen hinreißen lassen, da bin ich ganz bei dir. Allerdings darf man, sofern sachlich, natürlich seine Zweifel mitteilen.

S.T.

Itsme
06.07.2009, 08:36
Die Jesuiten sagten schon vor Jahrhunderten, wenn man ihnen ein Kind bis zum Alter von sieben Jahren überlässt, können sie es fürs ganze Leben unauslöschlich konditionieren. Mit sieben Jahren ist die Prägung weitestgehend abgeschlossen. Was danach noch kommt sind Peanuts.
Kimba

Mit diesen "Peanuts" gestalten sich aber viele Menschen ihr eigenes, selbstbestimmtes Leben. Klar sind die ersten Lebensjahre sehr entscheidende Jahre, aber ich glaube einfach nicht, dass sie so unauslöschlich das weitere Leben beeinflussen, dass man allem Weiteren praktisch hilflos ausgesetzt ist.
Das Wort "unauslöschlich" halte ich in diesem Zusammanhang für zu groß, denn es würde nach meinem Verständnis bedeuten, dass nichts, aber auch gar nichts, was sich ein Mensch im Erwachsenenalter aneigenet, dies überschreiben könnte.


Fafner
Ich bin, beruflich bedingt, auch schon vielen vom Leben gebeutelten Menschen begegnet. Einige sind in der Tat untergegangen, den Meisten konnte ganz gut geholfen werden. Sie mussten es eben auch wollen. Das sind zumindest meine Erfahrungen. MJ wollte anscheinend nicht. Pech.

Ich bin beruflich auch nahe dran, was Probleme angelangt, die Menschen so haben. Und es stimmt, die einen packen es, die anderen nicht. Warum das jedoch so ist, hängt von sehr sehr vielen verschienen Faktoren ab. Ist es für Otto Normalverbraucher schon schwer zu erkennen, ob er Hilfe braucht oder nicht - wenn er sie braucht und das erkennt, sie auch anzunehmen - die richtige Hilfe zu finden... und so weiter, so wird es meiner Meinung nach, für einen "öffentlichen" Menschen um etliches schwerer sein.
Wer auf der einen Seite wie ein kleiner Sklave auswächst und auf der anderen Seite (fast) wie ein Gott verehrt wird, für den ist es sicher unendlich schwer, irgend etwas klar zu sehen. Vielleicht ist es ihm sogar unmöglich.
Und eines darf man nicht vergessen:
Um Hilfe anzunehmen, muss man (nachdem man dies überhaupt erst einmal erkannt hat) Vertrauen haben. Und ich kann mir vorstellen, dass ein Mensch wie M.J. zu erwachsenen Menschen keines mehr hatte.

Also denke ich auf der einen Seite, dass ein Mensch, egal wie die Prägung in seiner Kindheit war, sein erwachsenes Leben selber bestimmt, aber auf der anderen Seite ist mir auch klar, dass nicht jeder erwachsene Mensch das schafft. Auch wenn er es im Prinzip vielleicht will.

Sophie
06.07.2009, 09:08
Das Wort "unauslöschlich" halte ich in diesem Zusammanhang für zu groß, denn es würde nach meinem Verständnis bedeuten, dass nichts, aber auch gar nichts, was sich ein Mensch im Erwachsenenalter aneigenet, dies überschreiben könnte.

Kann es auch nicht.

Ich bin zum Beispiel sehr leistungsorientiert erzogen worden. Eine Eins Minus in Latein war eine Tracht Prügel wert, weil es keine glatte Eins war, zum Beispiel. Letztens habe ich Kirschen gegessen und im Dunkeln einen roten Fingerabdruck auf dem Lichtschalter hinterlassen. Mein Mann zitierte mich wie Herr Oberlehrer her "Komm mal her! Was ist das?!" Ich bin da einfach ausgerastet. Ich habe in einem Winkel meines Hirns ganz genau gewusst, dass das blöd ist, aber der Tonfall, die Worte, das war genauso wie früher, als ich garantiert eine Tracht Prügel zu erwarten hatte.... Ich reagiere auf so Sprüche immer noch extrem aggressiv - lieber verhauen als verhauen werden - obwohl ich genau weiß warum, und trotz zig Therapien und Psychiatrie. Das geht regelrecht automatisch und ist von mir nicht mehr zu steuern. Wenn er gesagt hätte "Du Ferkel, mach das weg." wäre mir das keine Sekunde nachgegangen, ich hätte das halt weggemacht und basta. Aber da gibt es so kleine rote Knöpfe, wenn man die drückt, kommt es zur Explosion. Manchmal schaffe ich es, wortlos rauszugehen, dann sind manche Leute zwar beleidigt, aber das ist mir lieber als eine Schlägerei, besonders auf der Arbeit.:-o Obwohl es schon über 40 Jahre her ist, krieg ich immer noch regelrechte Panikanfälle, wenn mein Mann sich den Gürtel aus der Hose zieht, mittlerweile trägt er schon keine Gürtel mehr.
Dabei bin ich "nur" zeitgemäß "normal" geschlagen worden. Wenn ich daran denke, wie manche Kinder regelrecht gefoltert werden....

Im Studentenwohnheim gab es einen Iraner, der war Folteropfer, aber das hatte er als erwachsener Mann erlebt, nicht als kleines Kind. Der war dermaßen gestört, konnte nicht im Dunkeln sein, Nachts musste immer jemand bei ihm in der Wohnung sein, sonst ist er schreiend an die Wand gelaufen. Für eine Kinderseele müssen so Erlebnisse erst recht zerstörend sein.

Ich will nichts entschuldigen. Aber ich kann vieles verstehen.

Sophie
06.07.2009, 09:15
Nachklapp:
Sicher ist MJ nicht mit einem Folteropfer der Mullahs zu vergleichen, und ich bin kein Fan von ihm. Und kein Mensch hier kann wissen, wie er sich wirklich fühlte.
Aber die Arroganz mancher User finde ich auch zum K****.
"Der will nur nicht, man muss sich nur zusammenreißen blabla."
Das sind doch genau die Sprüche, die viele hier ärgern: Dass man sich nur zusammenreißen muss, man muss nur wollen, wenn man abnehmen will blabla...
Manchmal ist es mit Wollen allein nicht getan. Man muss auch wollen können.

silentsound
06.07.2009, 15:40
das denke ich die ganze Zeit!!! Danke daß Du das niedergeschrieben hast sophie

Fafner
06.07.2009, 15:51
Nachklapp:.
Aber die Arroganz mancher User finde ich auch zum K****.
"Der will nur nicht, man muss sich nur zusammenreißen blabla."
Das sind doch genau die Sprüche, die viele hier ärgern: Dass man sich nur zusammenreißen muss, man muss nur wollen, wenn man abnehmen will blabla...


Ich weiß, daß diese Einstellung hier im Forum sehr unbeliebt ist und macht, aber ich stehe zu meiner Meinung: In den meisten Fällen ist es einfach so. Das Leben ist kein Strandurlaub, man muß sich oft durchbeißen, der Eine mehr der Andere weniger. Man muß ehrlich zu sich selbst zu sein, selbstreflektieren und sich den Lebensumständen so anpassen, das man selbst klarkommt. Wie das aussieht liegt an jedem Einzelnen selbst. Das ist nicht immer leicht, und wer dafür nicht stark genug ist, geht eben unter. Wenn das also arrogant angesehen wird: Bitte. Ich kann wahrlich damit leben.

S.T.

Itsme
06.07.2009, 16:22
Ich weiß, daß diese Einstellung hier im Forum sehr unbeliebt ist und macht, aber ich stehe zu meiner Meinung: In den meisten Fällen ist es einfach so. Das Leben ist kein Strandurlaub, man muß sich oft durchbeißen, der Eine mehr der Andere weniger. Man muß ehrlich zu sich selbst zu sein, selbstreflektieren und sich den Lebensumständen so anpassen, das man selbst klarkommt. Wie das aussieht liegt an jedem Einzelnen selbst. Das ist nicht immer leicht, und wer dafür nicht stark genug ist, geht eben unter. Wenn das also arrogant angesehen wird: Bitte. Ich kann wahrlich damit leben.

S.T.

Ich kann verstehen was Du meinst. Jeder muss für sich versuchen, seinen Weg zu finden, egal, was er erlebt hat. Aber das jeder, egal was er erlebt hat, alles schaffen kann, glaube ich dann doch wieder nicht.
Du schreibst " In den meisten Fällen " und ich denke, in nicht wenigen Fällen ist es so, dass Menschen sich nicht stellen, nicht selber die Verantwortung für ihr Leben in die Hand nehmen. Dann ist das Dick-sein Schuld, dann ist es die Kindheit, oder sonst was.
Aber in sehr vielen Fällen ist es tatsächlich so, das darf man nicht vergessen. Da wird nichts vorgeschoben, da sind wirklich Verletzungen vorhanden, mit denen man sich bestenfalls arrangieren kann.
Als ich vorher schrieb
"Also denke ich auf der einen Seite, dass ein Mensch, egal wie die Prägung in seiner Kindheit war, sein erwachsenes Leben selber bestimmt, aber auf der anderen Seite ist mir auch klar, dass nicht jeder erwachsene Mensch das schafft. Auch wenn er es im Prinzip vielleicht will." meinte ich genau das.
Vergleichen würde ich das mit "ich würde gern abnehmen" der Wille ist da, allein - es gibt bisher keinen Weg für mich. Das schiebe ich (wie viele andere auch) nicht vor. Ich habe tausend Wege beschritten, keiner hat zu dem geführt, was ich wollte.
Wessen Schuld ist das jetzt?

schneggerla
08.07.2009, 17:08
wie jetzt? ;) keiner schreibt hier was über die gestrige Trauerfeier von MJ?
Habe sie mir von Anfang bis zum Schluss angesehn und war sehr ergriffen, am Schluss hab ich nur noch geheult. Aber nicht weil ich sooo ein großer Fan bin, sondern weil MJ einfach Geschichte geschrieben hat. Habe es nur von der Seite eines großen Künstlers gesehn, dessen Lieder ich noch immer sehr gern höre und damit groß geworden bin. Der ganze Medienrummel um Sorgerecht für die Kinder, Vermögen, Anklagen usw. geht mir auch auf die Nerven, er soll jetzt einfach nur noch in Frieden ruhen.
Die große Frage war natürlich, ist der Leichnam im Sarg gewesen oder nicht?

Na mal sehn, ob sie doch noch jemand dazu äußert :)

Geh jetzt zum Grillen, bei leider sehr ungemütlichen Wetter im Frankenland:mad:

Lg
Claudi

elefäntchen
08.07.2009, 17:23
Ich fand die Trauerfeier schön. Sie war nicht kitschig sondern würdevoll. Eigentlich so, als ob sie im kleinen Kreis hätte stattfinden können. Nur dass halt 20tausend Zuschauer im Raum waren.

Für die Kinder hoffe ich, dass die Jacksons sich wirklich um sie kümmern. Soviel ich weiß, leben sie ja derzeit gar nicht bei der Großmutter, sondern bei einer Tante, die mit einem Jacko verheiratet ist. Sie selbst hat wohl auch Kinder. Gotts sei Dank nicht bei Joe Jackson !!!

Der spontane Auftritt von der kleinen Paris war herzzerreißend. Eigentlich sollte ja LaToya oder Janet reden, aber die hat ihre Rede für die kleine Maus extra abgebrochen. Ich glaube nicht, dass das gestellt war, das kann ich mir nicht vorstellen. Sonst hätte es das gefummel mit dem Mikrofon nicht gegeben. Das hätten die Jacksons im Vorfeld mit Sicherheit nicht zugelassen. Jedenfalls nicht Janet.

Ausserdem finde ich, dass alle drei Kinder dem MJ schon ähnlich sehen.

Itsme
08.07.2009, 19:13
Ich hab's mir angesehen. Schlicht weil ich neugierig war.

In meinen Augen war das eine Hollywoodreife Show und ich fand all die tränenschweren Stimmen der Personen, die verlauten ließen, was für ein guter Freund sie doch alle von M. Jackson waren und wie sehr sie ihn doch alle liebten... dieses verglorifizierung der Person, die - glaubte man all den Worten - ja fast schon wie Gott war, diese ganze überzogene und in meinen Augen und Ohren falsche Szenerie, entsetzlich.

Aber in Anbetracht eines künstlichen, schrillen öffentliches Lebens, war die Feier angemessen. Eine Show - wie sein ganzes (öffentliches) Leben.
Sehr amerikanisch.

dramaqueen
08.07.2009, 20:41
Ich fand die Trauerfeier an einigen Stellen ähnlich befremdlich wie dieses Statement:
Ich weiß, daß diese Einstellung hier im Forum sehr unbeliebt ist und macht, aber ich stehe zu meiner Meinung: In den meisten Fällen ist es einfach so. Das Leben ist kein Strandurlaub, man muß sich oft durchbeißen, der Eine mehr der Andere weniger. Man muß ehrlich zu sich selbst zu sein, selbstreflektieren und sich den Lebensumständen so anpassen, das man selbst klarkommt. Wie das aussieht liegt an jedem Einzelnen selbst. Das ist nicht immer leicht, und wer dafür nicht stark genug ist, geht eben unter. Wenn das also arrogant angesehen wird: Bitte. Ich kann wahrlich damit leben.
Ich finde das weniger arrogant als zu kurz gedacht.
Sicherlich ist es für jeden Menschen u.a. wichtig und notwendig, "ehrlich zu sich selbst zu sein, selbstreflektierend und sich den Lebensumständen so anzupassen, das man selbst klarkommt".
Nur ist nunmal nicht jeder Mensch in der glücklichen Lage, von Haus aus die notwendigen Strategien mitbekommen oder erworben gekonnt zu haben, um dies auch realisieren zu können.
Ganz zu schweigen davon, dass es leider Lebensumstände und Ereignisse gibt, die die Strategien der allermeisten Menschen dermaßen überfordern würden, dass sie trotz all ihrer Fertigkeiten noch zusätzliche Hilfe von außen benötigen, um wieder Boden unter die Füße und ihr Leben in den Griff zu bekommen.
Und all das nimmt trotzdem natürlich keinem einzigen Menschen die Verantwortung ab, es letztlich dann doch höchstselbst umsetzen zu müssen und diesen Weg zu gehen bedeutet auch alles andere als einen Strandurlaub.

Derjenige der nicht stark genug ist, sich einzugestehen wann/dass er Hilfe braucht und dass auch er Grenzen hat und erreicht, der wird vermutlich leider auf die eine oder andere Weise wirklich irgendwann untergehen oder zumindest zeitlebens niemals auf einen wirklich grünen Zweig kommen.
Aber das betrifft ganz sicher nicht pauschal all diejenigen, die nicht stark genug sind, ganz aus sich alleine heraus sämtliche Lebenslagen kompetent zu meistern.

Fafner
08.07.2009, 20:53
Sich Hilfe von Aussen zu holen, beinhaltet ja, sich selbst zu helfen. Man ist sich darüber im Klaren, daß man es alleine womöglich nicht schafft, also vertraut man sich einem Dritten an. Man muß diesen Schritt allerdings erstmal tun. Kein Widerspruch zu meiner Aussage ;)

Aber ich höre lieber damit auf, bin schon zu sehr ins OT gegangen.

S.T.

Darcy
08.07.2009, 22:04
Ausserdem finde ich, dass alle drei Kinder dem MJ schon ähnlich sehen.

Ernsthaft???

Dir ist aber schon klar, dass der Typ ursprünglich ein Schwarzer ist und (trotz aller Aufhellung) schwarze Gene hat?
Sorry, aber an keinem der Kinder hab ich auch nur den Hauch irgendwelcher afrikanischer Wurzeln entdecken können - weder Haare noch Hautfarbe oder auch die Gesichtszüge ließen da auch nur andeutungsweise erkennen, dass der angebliche Vater schwarz war.

elefäntchen
08.07.2009, 22:09
ja.

silentsound
08.07.2009, 23:04
Ich habe mir die Trauerfeier natürlich auch angeschaut. Und natürlich flossen bei mir die Tränen - und ich schäme mich derer auch nicht.

Für die Umstände fand ich die Feier angemessen und nicht wie befürchtet überfrachtet und kitschig. Ob es MJ gefallen hätte? Ich weiß es nicht -

Einmal mehr wurde mir bewußt, was für ein schüchterner und freundlicher Mensch hinter der Kunstfigur Michael Jackson stand.

Bis 3.30 h morgens habe ich mir dann noch mal bei MTV die 40 größten Erfolge angeschaut - und war dafür den ganzen Tag heute müde...

Schade, daß es ihn nicht mehr gibt.

Sophie
09.07.2009, 08:32
Ernsthaft???

Sorry, aber an keinem der Kinder hab ich auch nur den Hauch irgendwelcher afrikanischer Wurzeln entdecken können - weder Haare noch Hautfarbe oder auch die Gesichtszüge ließen da auch nur andeutungsweise erkennen, dass der angebliche Vater schwarz war.

Das muss auch unter Umständen nicht so sein. MJ war ja , ich sag es mal so, kein "Original-Afrikaner". In seiner Ahnenreihe muss auch mal der eine oder andere Weiße gewesen sein. Da können tatsächlich schwarze Rassemerkmale verdeckt werden, vor allem wenn die Mutter "reinrassig" weiß ist. Ich kenne einen Kaum-Schwarzen, der hat sogar blaue Augen, aber die Mutter ist eindeutig dunkelhäutig! Und mich hatte ich immer für weiß bzw. europäisch gehalten, aber irgendwo in den letzten 2000 Jahren war mal ein Schwarzer oder eine Schwarze an meinem Genpool beteiligt. Bis auf eine besondere Narbenbildung (Blumenkohlnarben, deshalb ist der Arzt auf die afrikanischen Gene gekommen) sieht man davon absolut nichts, wenn man von der etwas oliv getönten Haut absieht - ich finde das eher hispanisch oder zigeunermäßig. Meine Schwester hat dagegen als einzige mir bekannte Person in der Familie eine echte Afrokrause, sehr zu ihrem Frust, ansonsten ist sie optisch "weiß".
Jeder Kaninchenzüchter kann über genetische Überraschungen erzählen. Wenn man bedenkt, welche Völkermischungen seit der Römerzeit in Europa und Amerika hin und her gezogen sind, finde ich die Einteilung nach Rassen oder sogar Nationen im Grunde schwachsinnig.

Aber selbst wenn die Kinder nicht seine leiblichen Kinder sind, für sie ist er der Daddy, und sie trauern sehr oder nicht sehr, je nachdem wie das Verhältnis war.

Itsme
09.07.2009, 11:56
In meiner heutigen regionalen Tageszeitung ist ein Foto aller drei Kinder. War ich bisher der Meinung, dass alle drei Kinder absolut hellhäutig sind, so sieht das kleinste Kind auf diesem Foto insgesamt wirklich wie ein Mischling aus. Auch das mittlere Kind ist von der Hautfarbe (zumindest auf dem Foto) ein wenig dunkler als der europäische Durchschnitt. Und das kleinste Kind hat auf diesem Foto negroide Züge und tatsächlich sehr viel Ähnlichkeit mit M.J.wie er als Kind aussah.

(Ich bin mir nicht sicher: Sind die Worte "Mischling" und "negroid" noch gesellschaftsfähig? Oder kommen sie, wie das Wort "Neger" einer Herabsetzung dieser Menschen gleich?)

Fräulein Wunder
09.07.2009, 12:29
Ich bin mir nicht sicher: Sind die Worte "Mischling" und "negroid" noch gesellschaftsfähig? Oder kommen sie, wie das Wort "Neger" einer Herabsetzung dieser Menschen gleich?


Gesellschaftsfähig sind sie wahrscheinlich beide noch (wobei es da sicher auch auf die Gesellschaft ankommt in der man sich bewegt ).

Ich finde beide Ausdrücke veraltet und besonders den Begriff "Mischling" im Zusammenhang mit einem Menschen einfach ekelhaft ... da ist es mir relativ Wurscht wie die Gesellschaft dazu steht, ich würde ihn nicht verwenden. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

DieKleineMuck
09.07.2009, 13:24
Hallo.
Ich habe heute auch durch Zufall - da ein Riesenbericht auf einer Seite - die Bilder der Kinder direkt nebem Michael Jackson gesehen. Und ich finde vor allem die beiden Jungs haben die Augen wie er. Das Mädchen erinnert mich eher an die Tochter von Madonna denn an Michael Jackson.
Aber ob Kinder Ähnlichkeit mit ihren Eltern haben ist Genetik und damit purer Zufall.

Und selbst wenn er nicht der biologische Vater war - sie waren SEINE Kinder und er IHR Vater.

Viele Grüße

Itsme
09.07.2009, 14:48
Gesellschaftsfähig sind sie wahrscheinlich beide noch (wobei es da sicher auch auf die Gesellschaft ankommt in der man sich bewegt ).

Ich finde beide Ausdrücke veraltet und besonders den Begriff "Mischling" im Zusammenhang mit einem Menschen einfach ekelhaft ... da ist es mir relativ Wurscht wie die Gesellschaft dazu steht, ich würde ihn nicht verwenden. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Was wären angebrachtere Worte für das, was ich meine?
Mir fallen da leider keine ein.

----------

DerKleineMuck
Ich habe heute auch durch Zufall - da ein Riesenbericht auf einer Seite - die Bilder der Kinder direkt nebem Michael Jackson gesehen. Und ich finde vor allem die beiden Jungs haben die Augen wie er.

Genau das meine ich. Besonders bei dem Kleinen fand ich es direkt frapant, wie sehr seine Augen dem des kleinen Michael ähneln.

elefäntchen
09.07.2009, 14:51
Hallo.


Und selbst wenn er nicht der biologische Vater war - sie waren SEINE Kinder und er IHR Vater.

Viele Grüße


Dito. Ich hoffe inständig für die Kinder, dass sie nicht ihr Leben lang mit solchen Schlagzeilen leben müssen, wer oder was ihr Vater ist und was er gemacht oder nicht gemacht hat. Promistatus hin Promistatus her.

Das wird aber wahrscheinlich nur ein Wunschtraum bleiben. Dafür kriegen die Paparazzis zuviel Kohle für Fotos und erfundene Storys.

Ein Sprecher auf der Trauerfeier meinte (ich glaube sogar, dass war der Bürgerrechtler), dass "...MJ nicht seltsam war, es war nur seltsam, mit was er sich befassen musste..". Wie wahrscheinlich alle Promis, die in der Öffentlichkeit stehen.

Wie auch immer, langsam wird´s Zeit, dass er Beerdigt wird. :cool3:

Fräulein Wunder
09.07.2009, 18:54
Was wären angebrachtere Worte für das, was ich meine?
Mir fallen da leider keine ein.



Dir fällt kein angebrachteres Wort als "negroid" ein? :rolleyes: Au weia. Wie wäre es mit Schwarzer, Farbiger oder einfach Mensch mit dunkler Hautfarbe?

Für Mischling gibt es sicher nicht viel Ersatz - die Frage ist eben auch, ob das überhaupt so wichtig ist. Ich bin noch nie in die Verlegenheit gekommen das Wort zu brauchen und für mich steht hinter dem Wort Mischling die menschenverachtende und realtiätsfremde Idee, dass manche Menschen ja wohl dann auch reinrassig :rolleyes: sind. Man kann ja auch sagen: das Kind einer weißen Frau und eines schwarzen Mannes - auch nicht toll, aber sehr viel wertfreier.

elefäntchen
09.07.2009, 18:58
Dir fällt kein angebrachteres Wort als "negroid" ein? :rolleyes: Au weia. Wie wäre es mit Schwarzer, Farbiger oder einfach Mensch mit dunkler Hautfarbe?

.


Wenn mich nicht alles irrt, gilt das Wort "farbiger" als fremdenfeindlich (AGG). Korrigiert mich bitte, wenn es nicht so sein sollte.

Fräulein Wunder
09.07.2009, 18:59
Wenn mich nicht alles irrt, gilt das Wort "farbiger" als fremdenfeindlich (AGG). Korrigiert mich bitte, wenn es nicht so sein sollte.

Aber sich nicht als fremdenfeindlicher als "negroid"

elefäntchen
09.07.2009, 19:20
@fräulein wunder: finde weder was wegen "negroid", "schwarzer" noch "farbiger" im www, dass das diskriminierend ist.

Itsme
09.07.2009, 19:21
Sorry,
aber "Mischling" ist in meinen Augen nicht abwertend. Ich verstehe darunter einfach, ein Kind von Eltern unterschiedlicher Rasse.
Und "negroid" bedeutet für mich in diesem Zusammenhang, dass ein Elternteil wahrscheinlich dunkler Hautfarbe war/ist. Aber so kompliziert wollte ich das nicht schreiben, da man ja auch so gut versteht, was ich meine.



Fräulein Wunder
Dir fällt kein angebrachteres Wort als "negroid" ein? :rolleyes: Au weia.

Au weia? :rolleyes:

-------------------------------------

So weit ich das bis jetzt lese/verstehe, sind diese Worte nicht abwertend. Ich habe sie jedenfalls keineswegs so gemeint. Oder gibt es eindeutige Hinweise, dass man sie nicht benutzen sollte?
Bin auf jeden Fall lernfähig, falls es so ist.

P.s.

Tante Wiki sagt unter anderem:

Der Begriff wurde hergeleitet von Neger (http://de.wikipedia.org/wiki/Neger) oder negro, was Assoziationen zu Sklaverei (http://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei), Kolonialismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialismus) und Herrschaftsansprüchen europäischer Eroberer weckt und daher als abwertend und überlebt angesehen wird.

Damit ist dieses Wort aus meinem Wortschatz gestrichen.

Sonnenkuss
09.07.2009, 19:53
Sorry,
aber "Mischling" ist in meinen Augen nicht abwertend. Ich verstehe darunter einfach, ein Kind von Eltern unterschiedlicher Rasse.
...
Damit ist dieses Wort aus meinem Wortschatz gestrichen.
Und das bitte auch: Es gibt keine unterschiedlichen Menschenrassen.
Guckst du (http://pressetext.at/news/000826008/genetiker-es-gibt-nur-eine-menschenrasse/)

Fräulein Wunder
09.07.2009, 20:27
@fräulein wunder: finde weder was wegen "negroid", "schwarzer" noch "farbiger" im www, dass das diskriminierend ist.


Ja dann ...


"Negroid" habe ich in der Schule als einen Begriff gelernt, der abwertend und diskriminierend ist. Dass manche Menschen den Begriff "Farbiger" nicht mögen weiß ich aus dem Alltag und dass die meisten Schwarzen, die ich kenne den Begriff "Neger" nicht gut, aber den Begriff "Schwarzer" OK finden auch.

@ itsme

"Mischling" ist in meinen Augen nicht abwertend.

Wie bereits gesagt


für mich steht hinter dem Wort Mischling die menschenverachtende und realtiätsfremde Idee, dass manche Menschen ja wohl dann auch reinrassig sind.

Das widerspricht meiner persönlichen Überzeugung und mit Blick auf Sokus Link auch der Realität.



Wenn Du das Wort eh OK findest dann nutze es doch ... aber wenn ich Dich erinnern darf ... Deine Frage war:

Sind die Worte "Mischling" und "negroid" noch gesellschaftsfähig?

Ich finde: Nein ... allerdings wie auch schon gesagtMuss (...) jeder für sich selbst entscheiden.
Schön dass wir nochmal drüber gesprochen haben.

elefäntchen
09.07.2009, 20:43
Ja dann ...


"Negroid" habe ich in der Schule als einen Begriff gelernt, der abwertend und diskriminierend ist. Dass manche Menschen den Begriff "Farbiger" nicht mögen weiß ich aus dem Alltag und dass die meisten Schwarzen, die ich kenne den Begriff "Neger" nicht gut, aber den Begriff "Schwarzer" OK finden auch.

.

is es nun diskriminierend oder nicht?????? :confused: Abgesehen von einer persönlichen Meinung?

Nordlicht
09.07.2009, 21:04
zu "negroid" fällt mir spontan was ein, was ich vielleicht eher sagen würde: "das kind hat unter anderen auch sichtbar afrikanische Vorfahren" oder "es sieht ein wenig afrikanisch aus" ...

statt "Mischling" würde ich das Wort "Mulatte" verwenden, vor allem, weil sich viele Mulatten auch selbst so bezeichnen. Bei weißen und indianischen Vorfahren verwende ich dann "Mestize".

Ist zwar alles nicht das Gelbe vom Ei, aber besser als gar nichts sagen zu können...

Darcy
09.07.2009, 21:19
aber "Mischling" ist in meinen Augen nicht abwertend

Ich find schon. Mischling kannste ja meinetwegen zu Hunden sagen, die aus mehreren verschiedenen Rassen zusammengemixt sind.
Für meinen Sohn, der 50% afrikanische Wurzeln hat, jedenfalls würde ich das Wort äußerst unpassend finden.

Itsme
09.07.2009, 21:42
Was wäre eine Alternative dazu? Eine, die sicher niemanden verletzt, wenn man zum Ausdruck bringen will, dass ein Kind verschiedenfarbige Eltern hat? Oder ist "verschiedenfarbig" auch verletzend? Verletzen will man ja schließlich niemanden bewusst.

Fräulein Wunder
09.07.2009, 22:07
@ itsme

Wie gesagt:

Man kann ja auch sagen: das Kind einer weißen Frau und eines schwarzen Mannes

Liest hier eigentlich überhaupt noch jemand die Beiträge :confused:

@ elefäntchen



Wenn Dir Wikipedia als Quelle genügt, dürfte das hier doch Antwort genug sein:

Der Begriff wurde hergeleitet von Neger (http://de.wikipedia.org/wiki/Neger) oder negro, was Assoziationen zu Sklaverei (http://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei), Kolonialismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialismus) und Herrschaftsansprüchen europäischer Eroberer weckt und daher als abwertend und überlebt angesehen wird.


Ja es ist diskriminierend. Wenn Dir Wikipedia nicht als Quelle genügt würde ich Dir empfehlen selbst nachzuforschen. In Büchern.

sunny73
09.07.2009, 22:09
Ich überlege die ganze Zeit, was ein paar der Trauergäste für einen Ausdruck genommen haben. Ich glaube, es war etwas in Richtung "african american".

Itsme
09.07.2009, 22:47
@ Fräulein Wunder

Ich hatte @ Darcy schreiben sollen. Sie hatte ich eigentlich in erster Linie fragen wollen, aufgrund dessen, was sie direkt davor geschrieben hatte.
-----
Dein Gedanke "Kind einer weißen Frau und eines schwarzen Mannes"...
Auch hierzu meine ich gehört zu haben, dass "schwarzer Mann / schwarze Frau" nicht okay sein soll. Einzig "farbig" scheint zu gehen.

Vor nicht langer Zeit hörte ich jemanden von einer "Mischehe" sprechen. Auch da bin ich mir nicht sicher, wie das zu bewerten ist.

Ich glaube, bevor ich (von meiner Seite) diese Diskussion weiter ausweite, werde ich mich sobald ich die Zeit habe, über Wiki etc. schlau machen, wenn das möglich ist.

elefäntchen
09.07.2009, 22:53
[quote=Fräulein Wunder;82665
Ja es ist diskriminierend. Wenn Dir Wikipedia nicht als Quelle genügt würde ich Dir empfehlen selbst nachzuforschen. In Büchern.[/quote]


...was ist "Büchern" ?????:hahaha:



Danke und Liebe Grüße

elefäntchen :holy:

Fräulein Wunder
09.07.2009, 23:39
...was ist "Büchern" ?????:hahaha:



Danke und Liebe Grüße

elefäntchen :holy:
Das Buch
Bücher sind Dokumente in gebundener Form in denen man - ganz unabhängig vom Internet - recherchieren und lesen kann. Anders als das Netz sind sie nicht auf Knopfdruck abrufbar und man muss eine Weile suchen, bis man das gefunden hat was man sucht. Dafür sind die Informationen oft zuverlässiger als Wikipedia und Co. Mit Hilfe von Büchern zu lernen heisst in ihnen zu forschen und neue Dinge zu verstehen, über seinen Tellerrand zu blicken und klüger zu werden. Sicher nicht jedermanns Sache, aber einen Versuch wert.

elefäntchen
09.07.2009, 23:45
@fFräulein Wunder:

Danke.:eek:

Fräulein Wunder
10.07.2009, 00:34
Keine Ursache, man hilft wo man kann.

Sally
10.07.2009, 07:41
Auch hierzu meine ich gehört zu haben, dass "schwarzer Mann / schwarze Frau" nicht okay sein soll. Einzig "farbig" scheint zu gehen.
Wenn ich auch noch mitsenfen darf: Nach meiner jahrelangen Erfahrung in den USA ist es genau umgekehrt. "Farbig"/"colo(u)red" ist ein Begriff, der einer Beleidigung gleichkommt. Mir hat mal jemand in einem Gespräch gesagt, "na ja, jetzt nennen sie uns Afro-Amerikaner ... die Bezeichnungen ändern sich immer mal wieder ha ha ..." - wollte sagen, der Begriff "afro-amerikanisch" wird von vielen auch als bemüht politisch korrektes Konstrukt begriffen. "Schwarz"/"black" dagegen hat eine gute Tradition (in den USA), nicht zuletzt wegen der Black Panther-/Black Power-Bewegung. Alle, die ich kennengelernt habe, haben sich selbst als "black" people/man/women bezeichnet.

Bei den Afrikanern verwende ich den Begriff auch, da es ja auch weiße sowie "arabische" Afrikaner gibt und die Bezeichnung "Afrikaner" ungefähr so präzise ist wie die Bezeichnung "Europäer".

Begriffe wie "Mischling", "Mischehe" etc. finde ich furchtbar. Habe ich noch nie verwendet und werde es auch nicht tun.

@ SoKu: Danke für den kleinen Exkurs in die "Rassenkunde". Schön, mal so explizit und gut verständlich in aller Kürze zu lesen, dass das alles völliger Quatsch ist. Ich hab's schon immer geahnt: Menschen sind einfach ... Menschen.

Darcy
10.07.2009, 08:14
Vor nicht langer Zeit hörte ich jemanden von einer "Mischehe" sprechen. Auch da bin ich mir nicht sicher, wie das zu bewerten ist.


Genauso scheiße wie Mischling.

Kapiers doch endlich mal, dieses Rassending ist was, was Du vor fast 70 Jahren gut hättest anbringen können, aber zum Glück ist das nun endlich vorbei.

Ich weiß auch nicht, wieso Du unbedingt auf die Hautfarbe/Abstammung hinweisen musst. Menschen haben in der Regel einen Namen und wenn man diesen nicht kennt, aber trotzdem über jemanden reden will, kann man diesen sicher auch anhand anderer Merkmale identifizieren.
Und woher willst Du denn wissen, ob bei einem Mulatten der Vater oder die Mutter schwarz war? Oder waren es vielleicht beide, aber beide waren selbst schon Mulatten?

Itsme
10.07.2009, 10:01
Genauso scheiße wie Mischling.

Kapiers doch endlich mal, dieses Rassending ist was, was Du vor fast 70 Jahren gut hättest anbringen können, aber zum Glück ist das nun endlich vorbei.

Ich weiß auch nicht, wieso Du unbedingt auf die Hautfarbe/Abstammung hinweisen musst. Menschen haben in der Regel einen Namen und wenn man diesen nicht kennt, aber trotzdem über jemanden reden will, kann man diesen sicher auch anhand anderer Merkmale identifizieren.
Und woher willst Du denn wissen, ob bei einem Mulatten der Vater oder die Mutter schwarz war? Oder waren es vielleicht beide, aber beide waren selbst schon Mulatten?

Sorry, dass ich eine interessierte Frage an Dich gestellt habe, um in Zukunft niemanden bezügl. dieses Themas zu verletzen.
Und Danke, ich habe kapiert und werde Dich nicht mehr fragen.

Ich muss nicht unbedingt auf die Hautfarbe hinweisen, die ist mir im Prinzip schnurz, nur im Zusammenhang mit dem Thema ging es nicht anders.

..........................

@ Sally
Danke. Das war klar und verständlich und nachvollziebar. Damit kann ich etwas anfangen und werde gern daraus lernen.

silentsound
10.07.2009, 11:14
@ Sally: Mit 16 habe ich von einem eingeheirateten schwarzen Familienmitglied gelernt, daß man "Schwarzer" sagen kann, alle anderen Bezeichnungen zur Hautfarbe, die damals noch üblich waren, wurden und werden meist als Beleidung angesehen. Möchte Dich somit bestätigen.

Ein guter Freund von mir bezeichnet noch heute in seinen Gesprächen seine Exfreundin als "Negerin"- und meint es gar nicht böse. Dennoch, und obwohl ich die Frau nicht kenne, weise ich ihn jedes Mal wieder drauf hin, daß es nicht in Ordnung ist so zu reden.

Gast
10.07.2009, 21:10
OFFTOPIC

Das Buch
Bücher sind Dokumente in gebundener Form in denen man - ganz unabhängig vom Internet - recherchieren und lesen kann. Anders als das Netz sind sie nicht auf Knopfdruck abrufbar und man muss eine Weile suchen, bis man das gefunden hat was man sucht. Dafür sind die Informationen oft zuverlässiger als Wikipedia und Co. Mit Hilfe von Büchern zu lernen heisst in ihnen zu forschen und neue Dinge zu verstehen, über seinen Tellerrand zu blicken und klüger zu werden. Sicher nicht jedermanns Sache, aber einen Versuch wert.

@Fräulein Wunder:
Tolle Beschreibung :) Darf ich die für meinen Unterricht verwenden?

LG
LOF

Itsme
11.07.2009, 08:20
Für die, die es interssiert:

Heute Abend auf Vox 20.15 Uhr

"Die Jacksons - Ein amerikanischer Traum."

--------------------------

Heute las ich in meiner Tageszeitung, dass man nun sogar einen Mord nicht ausschließt.
Des weiteren, dass ein Joe und Jermaine Jackson als letzte Ruhestätte für M.J. die Neverland-Farm wünschen, dass jedoch die Mutter damit nicht einverstanden ist.

How ever,
ich könnte mir denken, dass Vater und Bruder - geschäftstüchtig - die ehemalige Ranch von M.J. zur großen Pilgerstätte machen wollen.
Geld regiert die Welt und lässt wohl oft keinen Platz mehr für Schamgefühl und Pietät.

Fräulein Wunder
11.07.2009, 14:45
OFFTOPIC



@Fräulein Wunder:
Tolle Beschreibung :) Darf ich die für meinen Unterricht verwenden?

LG
LOF

*lach*

Ja natürlich, sag aber besser dazu, dass die Beschreibung von einer Internetsüchtigen stammt ;), sonst klingen die Sätze ja wie von einer alten Frau. :-D

Hans2009
13.07.2009, 10:32
Es tut mir ja wirklich Leid um Michael Jackson. Es ist schade, dass er mit 50 Jahren schon gestorben ist. Ich fand und finde seine Musik wirklich toll, aber sein Zenit war ja eigentlich schon lange vorbei. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er seine Comebacktour geschafft hätte. Ich hoffe nur, dass er jetzt endlich seinen Frieden findet.

Darcy
13.07.2009, 13:04
Ich hoffe nur, dass er jetzt endlich seinen Frieden findet.

Öhm - den hat er doch! Der Typ ist seit 2 Wochen tot, mehr Ruhe geht nicht.

Wünschte nur, man würde UNS auch endlich Ruhe von dem ganzen Schmarrn gönnen ....

Kubalibre
13.07.2009, 19:52
Wünschte nur, man würde UNS auch endlich Ruhe von dem ganzen Schmarrn gönnen ....:daumen: :daumen: :daumen: :daumen:

Ich kann´s nimmer hören - es würde nun wirklich reichen. Es beißen jeden Tag Menschen ins Gras, die wertvollere Dinge gemacht haben als MJ, nach denen kräht auch kein Hahn.
.

Itsme
14.07.2009, 06:03
:daumen: :daumen: :daumen: :daumen:

Ich kann´s nimmer hören - es würde nun wirklich reichen. Es beißen jeden Tag Menschen ins Gras, die wertvollere Dinge gemacht haben als MJ, nach denen kräht auch kein Hahn.
.

Stimmt! Aber wenn es nicht gerade sehr öffentliche Menschen waren, dann weiß das nur ein kleiner Kreis und infolge dessen werden sie auch kein Diskussionsthema sein.

Ich denke, solange in den Medien noch irgendwelche "Neuigkeiten" über M.J. ausgegraben werden, wird sein Tod für viele Menschen ein Thema bleiben.

kampfzwerg
14.07.2009, 08:35
Die Auflagensteigerung der Regenbogenpresse durch Berichte und Spekulationen über einen Promitod ist makaber genug. Wie Darcy schon so passend sagte: Wünschte nur, man würde UNS auch endlich Ruhe von dem ganzen Schmarrn gönnen ....
Wenn die schon seinem Leichnam noch immer nicht die letzte Ruhe gönnen, sollten wir MJ doch wenigstens unseren Respekt bezollen, indem wir das Thema hier nicht auch noch unnötig breittreten.

Lunix
14.07.2009, 15:39
Das einzig brauchbare zum Thema kam m. E. bisher von Volker Pispers (http://www.youtube.com/watch?v=qxqYt3wA_XU)

Achtung, sensible Naturen könnten übelnehmen! :holy:

Purry
14.07.2009, 16:34
Danke für den Link, Lunix :daumen: