Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sehnsucht und Hunger
Hallo!
Es kommt wieder ein neues - oder auch nicht so neues - Buch auf uns zu. Eine Frau Maria C. Sanches hat es sich zur Aufgabe gemacht, als ehemalig selbst Betroffene andere Menschen von emotionalem Essen zu heilen. Zu sehen hier:
www.sehnsuchtundhunger.de (http://www.sehnsuchtundhunger.de)
Die Beschreibung in ihrem Video (sowohl auf der Webseite als auch auf Youtube verfügbar) klingt sehr vertraut nach Geneen Roth/Susie Orbach/Doris Wolf. Allerdings spricht Sie von einem neuen Ansatz der darin besteht, physischen Aspekte in den Vordergrund zu stellen. Leider wird das nicht weiter erklärt. Was heißt das? Intensivierung des eigenen Körpergefühls? Entspannungsübungen? Ich bin sehr gespannt!
Was mich allerdings schreckt, sind Ihre Youtube-Favoriten. Da finden sich viele UFO-Kornkreis-dieWahrheitistirgendwodadrauße n-Videos. Ich als Skeptiker hoffe sehr, dass hinter ihrem neuen Ansatz keine esoterische Geschichte steckt.
Hat vielleicht jemand von euch schon eine Seminar bei Frau Sanchez besucht?
Gruß
Günther
Hallo Günther,
ich kann verstehen, dass meine Methode an Geneen Roth und Susie Orbach erinnert.
Auch diese Frauen haben einen anderen Pfad beschritten, als den ewigen Kampf mit den Kalorien. Jedoch gibt es tatsächlich einen Unterschied.
Der Ansatz von Geneen Roth umfasst die mentale Ebene (das Erkennen von und Arbeiten an Verhaltensmustern), während Sehnsucht und Hunger außerdem die körperliche Ebene nicht nur einschließt, sondern sogar den Schwerpunkt auf diese legt.
Für mich als ehemals Betroffene war das Erkennen der Gründe, weshalb ich emotional aß, zwar wichtig, lösen konnte ich das Problem dadurch jedoch nicht. Erst als ich entdeckte, dass die Gefühlsspannungen, die ich mir damals wegzuessen versuchte, nichts mit der Kopfebene zu tun hatten, sondern in meinem Körper beheimatet waren, konnte ich anfangen sie erfolgreich abzubauen. Nur so konnte ich an Gewicht verlieren und mein Wohlfühlgewicht seit nunmehr zehn Jahren ohne reglementierende Maßnahmen halten.
In den darauf folgenden Jahren entwickelte ich die Sehnsucht und Hunger Methode, welche die mentale, die emotionale und vor allem die körperliche Ebene umfasst.
Ohne jetzt zu tief auf die Sehnsucht und Hunger Körperarbeit eingehen zu wollen (das würde hier den Rahmen sprengen), möchte ich kurz erläutern, dass es bei dieser Übung darum geht, die Gefühlsspannungen im Körper ausfindig zu machen und sie spürbar abzubauen, statt sie mit Entspannungsübungen zu umgehen.
Was meine Favoriten auf Youtube betrifft, musste ich schmunzeln, welche Querverbindungen
eine bloße Neugier, geweckt durch einen Kinofilm, bewirken kann. Ich kann hier getrost versichern, dass sowohl ich, als auch meine Arbeit weder esoterisch noch anderweitig verklärt ist. Sie basiert auf seriösen therapeutischen Grundlagen und konkreten Hilfestellungen.
Einen herzlichen Gruß,
Maria C. Sanchez
Für mich als ehemals Betroffene war das Erkennen der Gründe, weshalb ich emotional aß, zwar wichtig, lösen konnte ich das Problem dadurch jedoch nicht.Genau hier liegt auch mein Problem. All das Reflektieren und Nachdenken hat noch nicht dauerhaft zu einer Normalisierung meines Essverhaltens geführt - leider. Es gelingt mir einfach nicht, die Verbindung zwischen Erkenntnis und Essensdrang herzustellen.
Ich kann hier getrost versichern, dass sowohl ich, als auch meine Arbeit weder esoterisch noch anderweitig verklärt ist. Sie basiert auf seriösen therapeutischen Grundlagen und konkreten Hilfestellungen.
Das ist für mich persönlich sehr wichtig, da mir durchaus schon geraten wurde, ich könnte ja mal zu einem Kartenleger gehen.
Gruß
Günther
Fräulein Wunder
31.07.2009, 11:40
die Gefühlsspannungen im Körper ausfindig zu machen und sie spürbar abzubauen, statt sie mit Entspannungsübungen zu umgehen.
Dieser Satz brachte mich wirklich ins grübeln. Denn tatsächlich habe ich mich in der Vergangenheit (als ich noch an Abnahmeprogrammen teil nahm) bei Diätprogrammen, die mit Entspannungsübungen arbeiteten irgendwie künstlich "ruhig gestellt" gefühlt und hatte immer das Gefühl, dass das in dem Moment überhaupt nicht meinen Bedürfnissen gerecht wurde. Begründen kann ich das nicht im Detail, aber das Gefühl etwas zu "umgehen" trifft es tatsächlich ziemlich genau.
Das ist für mich persönlich sehr wichtig, da mir durchaus schon geraten wurde, ich könnte ja mal zu einem Kartenleger gehen.
Schon verrückt was man sich inzwischen alles anhören muss. :rolleyes:
Mich hat mal eine "Wahrsagerin" auf offener Straße angehalten, weil sie "sah" dass ich mit einem Fluch belegt bin. Eine blonde Freundin hat mich verflucht, so dass ich eines Tages 400 kg wiegen werde, wenn sie mich nicht auf der Stelle von diesem Fluch befreit. Gegen Barzahlung selbstverständlich. ;)
Sorry etwas OT.
Gerade habe ich die Lektüre des Buches "Sehnsucht und Hunger - Heilung von emotionalem Essen" von Maria C. Sanchez beendet und ich bin nicht nur enttäuscht sondern auch wütend verdammt aggressiv.
Wo fange ich an? Am besten bei meiner eigenen Situation (wer nicht soviel lesen will, kann auch einfach den letzten Absatz lesen, dort steht der langen Rede kurzer Sinn). In der Beschäftigung mit meiner Esssucht bin ich über das Buch "Essen als Ersatz" von Geneen Roth zu der Ansicht gekommen, dass es um ein natürliches Essverhalten geht. Der Hunger sagt mir wann ich essen soll, der Appetit was ich essen soll, das Sättigungsgefühl verrät mir, wann es genug ist. Leider schaffe ich es nur in mehr oder minder kurzen Phasen, auf meinen Körper zu hören. Außerhalb dieser Phasen will ich einfach nur essenessenessenessen ...
Seit Jahren versuche ich herauszufinden, woran das liegen könnte. Und schon mehrmals hatte ich beim Nachdenken das Gefühl, auf den springenden Punkt gekommen zu sein. Das hielt aber nie lange und der Zusammenhang zwischen dem Gefühl essenessenessen und den geistig ermittelten Gründen dafür wurde immer abstrakter oder war von vornherein nie konkret zu spüren. Mein Geist hat also schon Erklärungen dafür, warum ich mich überesse, aber das nutzt leider nichts.
Hier setzt auch das Buch Sehnsucht und Hunger an, was mich sehr ansprach. Das Gefühl, trotz allem Hintergrundwissen dem Essensdrang ausgeliefert zu sein kenne ich nur zu gut und ich hatte wirklich das Gefühl, hier wird mir weitergeholfen. Was schlägt Frau Sanchez jetzt vor?
Um die Heilung von emotionalem Essen zu erlangen reicht es nicht, die psychischen Aspekte allein zu sehen, sondern man solle sich auch um die physische Seite kümmern. Das heißt, mit dem Essensdrang sind Gefühlsspannungen verbunden, die man aufspüren und dann durch bestimmte Übungen auflösen soll. Das klingt wirklich gut. Und wir bekommen in dem Buch auch 2 Übungen, mit denen man diesen Gefühlsspannungen auf die Schliche kommen soll - wobei selbige hier aber gar nicht mehr die überragende Rolle spielen, sondern auch auf die Gefühle selbst eingegangen wird (also dass, was auch in Roths Buch schon zu lesen ist).
Nun gut, ich bin durchaus im Stande, diese Spannungen zu spüren. Es beginnt oben im Mund, hier schreien die Geschmacksnerven nach Erlebnissen und setzt sich im Oberkörper und Oberbauch als Verspannung fort. Wie löse ich diese Gefühlsspannungen jetzt auf? Über Entspannungsübungen ja schon mal nicht (siehe die Anwort von Frau Sanchez oben). Aber wie dann????
Tja, es wird von Übungen gesprochen, welche Frau Sanchez für sich selbst entwickelt hat und von Übungen, die ihre Seminarteilnehmerinnen in der Gruppe lernen. Und welche wären das bitte und wie sehen die aus? Davon wird nicht gesprochen. Fehlanzeige.
Und so geht es weiter und weiter, immer schön ins Leere hinein. Es wird noch viel erläutert, vom inneren Kind, vom konditionierten Kind, vom inneren Wächter usw. usw. und was man mit dieser Erkenntnis anstellen sollte. Aber WIE, davon ist nicht die Rede. Kennt ihr die Babuschkas? Diese russischen Püppchen die man öffnet und ein weiteres russisches Püppchen in ihr findet welches man öffnet und ein weiteres russisches Püppchen in ... genau so fühlt es sich an, dieses Buch zu lesen. In der Hoffnung, doch noch etwas konkretes an die Hand zu bekommen liest man weiter bis zum Schluß und dort öffnen wir dann die letzte Babuschka:
"In meinen Seminaren erwerben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen konkretes alltagstaugliches psychologisches Handwerkszeug für ihren Essensheilungsweg."
Aha. Und dafür habe ich jetzt das Buch gekauft und gelesen. Um zu erfahren, dass ich besser in so ein Seminar gehen soll. Prima. Ganz toll.
Um dem Fass endgültig die Krone ins Gesicht zu schlagen gibt es noch einen "Anhang" in dem die angebliche persönliche Rückmeldung einer Bianca aufgeführt ist und in der es - wer hätte das gedacht - um das unglaublich tolle Seminarwochenende geht.
Dieses Buch ist nichts weiteres als ein Appetizer, der uns den Mund nach dem Sehnsucht-und-Hunger-Seminar wässrig machen soll. Ein zu dick geratener Werbeflyer der schon im Untertitel mit dem Wort Heilung um sich wirft und letzten Endes nur dafür sorgen soll, dass die recht kostspieligen Seminare immer schön ausgebucht sind. Da hilft auf das Beteuern nichts, dass es sich nicht um ein Arbeitsbuch handelt. Eine Riesenenttäuschung.
Günther
Köstlich - diese Erkenntnis hätte ich Dir schon direkt nach Betrachten der HP vermitteln können :cool:
Ist jetzt nicht wirklich so spannend, aber wer die Autorin mal in einer besonderen Situation sehen mag, der kann sich ja morgen (Freitag) das "Perfekte Dinner" auf Vox ansehen. Dort ist sie eine der Teilnehmerinnen dieser Woche. Gekocht hat sie heute und bis ich gecheckt habe, dass das die Autorin dieses Buches ist, war die Sendung, die ich nur mit einem halben Auge und Ohr mitbekam, vorbei.
Das ist die??!! :eek: Ich hab die Sendung gesehen, aber überhaupt nicht geschaltet. :cool2:
Das ist die??!! :eek: Ich hab die Sendung gesehen, aber überhaupt nicht geschaltet. :cool2:
Jepp, die mit dem Heilwasser.
Da muss man erst mal drauf kommen, dass selbst in einer Kochsendung unterschwellig Werbung gemacht werden kann, indem sie ihr Buch (oder ihre Bücher) in ihrer Wohnung unübersehbar auslegt. Man weiß ja, die jeweiligen Gäste dürfen auf Stöbertour durch die Wohnung gehen... ;)
Deswegen kam die mir in den letzten Tagen so bekannt vor (die Sendung gestern konnte ich nicht sehen, weil ich weg musste).
Unsympatisch ... mehr fällt mir dazu nicht ein. Ich mag so künstliche Frauen nicht ...
Ich habe mir diese Sendung gerade über das Internet angeschaut. Also offensichtlich nehmen die Teilnehmer bereitwillig in Kauf, von einer Off-Stimme ständig durch den Kakao gezogen zu werden, nur um einmal ins Fernsehen zu kommen. Bravo!
Aber in gewisser Hinsicht stimmte mich das ganze wieder etwas fröhlicher, denn ich mußte herzlich lachen:
Levitiertes Wasser! ROFL!
Und dann noch der Hinweis, dass sei "nichts esoterisches" ... jaja klar, nur weil sich das ein gelernter Physiker ausgedacht hat, muß noch lange keine Wissenschaft dahinter stecken. Höhere Bildung und blanker Unsinn schließen sich in keinster Weise gegenseitig aus - ich sage nur Bachblüten, dass hat sich ja auch ein Arzt ausgedacht ...
Also offensichtlich nehmen die Teilnehmer bereitwillig in Kauf, von einer Off-Stimme ständig durch den Kakao gezogen zu werden, nur um einmal ins Fernsehen zu kommen.
Um ins Fernsehen zu kommen und dabei Werbung für die eigene Praxis und das Buch zu machen...
Wenn man sich überlegt, was eine Werbeminute zur besten Sendezeit kostet, oberflächlich ein geringer Preis, wenn man "nur" durch den Kakao gezogen wird. Allerdings ist der gute Ruf unbezahlbar und deshalb die Teilnahme an solchen Veranstaltungen brandgefährlich, wie man sieht :-D
Dralle Deern
08.01.2010, 22:39
Allerdings ist der gute Ruf unbezahlbar und deshalb die Teilnahme an solchen Veranstaltungen brandgefährlich, wie man sieht :-DEben :-D Ich habe diese Sendung relativ regelmäßig nebenbei laufen und mir war irgendwie von Anfang an klar, dass es sich um die Autorin handelt; allerdings war die mir von Anfang an gleich unsympathisch. Zu oft hat sie beiläufig ihre große Gewichtsreduktion und Phrasen über "Sehnsucht und Hunger" erwähnt, und erschwerend dazu kam sie nicht als die natürliche, herzliche Person rüber, der ich gerne meine Sorgen und Nöte anvertrauen würde.
Eben :-D Ich habe diese Sendung relativ regelmäßig nebenbei laufen und mir war irgendwie von Anfang an klar, dass es sich um die Autorin handelt; allerdings war die mir von Anfang an gleich unsympathisch. Zu oft hat sie beiläufig ihre große Gewichtsreduktion und Phrasen über "Sehnsucht und Hunger" erwähnt, und erschwerend dazu kam sie nicht als die natürliche, herzliche Person rüber, der ich gerne meine Sorgen und Nöte anvertrauen würde.
Ich wusste nicht wer sie ist, habe einfach nur gedacht: "Oh Du meine Güte! Wieder so eine Gesichtsmaske...so makellos wie aus Plastik gegossen." Aber das kommt wahrscheinlich alles von dem guten Heilwasser..." Da ist in meinen Augen nichts Natürliches mehr.
Interessant finde ich den Gedanken, dass sich so eine Frau als Vorbild sieht, weil sie ja mal dicker war.
:mad: Und immer wieder fällt mir dazu ein: bei all diesen Psychoerlösern (nicht nur von Eßproblemen, gilt für alles, sei es Angstprobleme, Rauchen, körperliche Probleme ect.) : man prüfe, wer verdient daran?
Gibts einen Hinweis auf irgendwelche Eiweißpräparate oder ähnlich, die man da und daher beziehen kann, gibt es irgendwelche Homepages, auf die verwiesen wird, wo Seminare angeboten werden.....
Also, man suche, ob damit Geld abgezogen werden soll und schon hat mans, es ist wie überall.
Früher hies es ja "Cherchez la Femme", ich meine, es ist schon immer so "Cherchez den Zaster!"
Lieber Gruß, Gytha
MissSilver
09.01.2010, 12:21
"Cherchez den Zaster!"
Lieber Gruß, Gytha
Gut gebrüllt :applaus:
Knallfrosch
11.01.2010, 18:02
Günther, wenn ich dich jetzt richtig verstehe dann hast du vielleicht so ein klassisches Psychoanalyse-Problem? Du kommst dem Ursprungsproblem für das Essenesseness langsam auf die Schliche (Babuschkas auseinanderstöpseln) hast aber hat keinen praktischen Rat an der Hand, wie Verhaltensmuster durchbrechen? Oder hab ich das falsch verstanden?
Günther, wenn ich dich jetzt richtig verstehe dann hast du vielleicht so ein klassisches Psychoanalyse-Problem? Du kommst dem Ursprungsproblem für das Essenesseness langsam auf die Schliche (Babuschkas auseinanderstöpseln) hast aber hat keinen praktischen Rat an der Hand, wie Verhaltensmuster durchbrechen? Oder hab ich das falsch verstanden?
Ob das ein klassisches Psychoanalyseproblem ist, kann ich zwar nicht beurteilen, aber ja, so ist es. Wobei ich auch noch nie den direkten Zusammenhang gespürt habe. Beispiel: ich bin aus irgendeinem Grund niedergeschlagen und möchte Essen. Dann nutzt es mir nichts, dass ich weiß, woher der Essensdrang kommt, weil selbiger keinerlei Verbindung zu meiner Gefülswelt hat. Der Essensdrang existiert sozusagen nur für sich allein ohne irgend eine Verbindung zu was anderem. Jede Verbindung, die ich herstelle, passiert rein über den Verstand. Dann kann ich natürlich verstandesgemäß sagen: OK, ich esse das jetzt nicht weil ich a) keinen Hunger habe und b) mir das essen nicht wirklich weiterhilft ... aber damit verbiete ich mir etwas und wo das endet, weiß man ja.
Nordlicht
11.01.2010, 21:27
@Günther
Vielleicht hilft es da, auf die Gefühle einzugehen. Wenn du also niedergeschlagen bist, versuche, etwas zu tun, was die Niedergeschlagenheit in etwas Positives umwandeln kann (außer halt dem Essensdrang nachzugeben). Du kannst dir ja vorher schon überlegen, was dir bei NIedergeschlagenheit helfen würde, damit du, wenns soweit ist, nicht noch anfangen musst zu überlegen.
Andererseits kann die Niedergeschlagenheit selbst auch andere, körperliche Ursachen haben, sodass es dir eher helfen würde, deinem Körper zu helfen, damit das Symptom NIedergeschlagenheit nicht wieder auftaucht.
@Günther
Vielleicht hilft es da, auf die Gefühle einzugehen. Wenn du also niedergeschlagen bist, versuche, etwas zu tun, was die Niedergeschlagenheit in etwas Positives umwandeln kann (außer halt dem Essensdrang nachzugeben).
Genau da liegt ja das Problem. Ich fühle keine Verbindung zwischen der Niedergeschlagenheit und dem Essensdrang. Also kann ich tun was ich will, der Essensdrang kommt immer wieder.
Nordlicht
11.01.2010, 23:23
Naj, es hörte sich in dem vorigen Beitrag so an, wie wenn du manchmal wegen Niedergeschlagenheit Essensdrang hast. Natürlich hilft dire mein Tipp nicht weiter, wenn du unabhängig von der Niedergeschlagenheit, die manchmal aufkommt, Essanfälle hast. Bleibt die Frage, ob du vor Essanfällen überhaupt etwas fühlst/fühlen kannst, bzw. ob es wiederkehrende Situationen gibt, die dem Essendrang zugrundeliegen. Das ganze kann ja auch körperliche Ursachen haben, wie gesagt.
Knallfrosch
12.01.2010, 18:02
Ich weiss nicht ob das jetzt vollkommen ins Klo gegriffen ist aber Günther hast du mal an eine Verhaltenstherapie gedacht?
Da kann man ganz praktischen Rat erhalten, wie man Verhaltensmuster aufbricht.
So rein sind die Psycho-Schulen jetzt eh nicht mehr. Mir hats jede Menge gebracht allerdings nicht wegen einem Essenessenessen-Problem.
Günther,
ich kann mir einfach vorstellen, dass die Geschmacksnerven mit einer Fülle von Dingen zu überschütten, wie eine Pille ist, die schnelle Befriedigung für den Moment bedeutet. Zwar fühlt man sich hinterher nicht mehr gut, aber in dem Moment, genau dann, wenn ich es brauche, ist es erst einmal eine schnelle Hilfe. Vielleicht eine Ablenkung von ganz anderen Bedürfnissen, denen aber noch nicht auf die Spur gekommen wurde.
Ich stelle mir das wie ein bewährtes Medikemant vor, dass bei Schmerzen sofort die Schmerzrezeptoren ausschaltet und Befreiung bringt. Wenn auch nur für kurze Zeit, so doch in dem Moment sehr verführerisch. Und dieses Medikament nicht mehr zu nutzen, wenn die Schmerzen plötzlich wieder da sind, ist sicher unglaublich schwer. Es müsste also sinnbildlich ein alternatives Medikament gefunden werden, eines, dass auf längere Zeit nicht diese negativen Nebenwirkungen hat. Da wir jedoch alle Individuen sind, glaube ich kaum, dass eine andere Person zufällig ganz genau die gleichen Bedürfnisse hat, oder ein Rezept für alle passend in einem Buch steht. Ich sehe den einzelnen Menschen wie eine ganz einmalige, individulle Maschine, für die es kein allgemeines Ersatzteillager gibt. Jedes Teil muss genau für diese Maschine individuell angefertigt werden, wenn man den "Fehler"oder den "Defekt" denn gefunden hat.
Dieses "Rezept" / dieser Weg mag der entsprechenden Person (in diesem Fall beispielsweise der Autorin) geholfen haben, aber dass es einem selber genauso hilft, kommt mir ungefähr so wahrscheinlich vor, wie dass ich einen Sechser im Lotto habe. Trotzdem spielen es unzähliche Menschen, in der Hoffnung auf einen Glücksgriff. Und genau da setzt die Chance auf das große Geschäft an, welches Menschen, die so etwas anbieten, machen können, denn für die ist es bestimmt wie ein Sechser im Lotto, wenn möglichst viele Menschen nach dem Strohhalm greifen, den sie hinhalten. Es ist sogar verständlich, denn wer sich in einer schmerzhaften Zwickmühle befindet, sucht nach Befreiung. Immer in der Hoffnung, nun vielleicht einmal Glück zu haben und das Richtige gefunden zu haben. Im Grunde ist es das Gleiche wie mit all den vielen Diätversuchen, die so viele von uns (auch ich) hinter sich haben.
Meisten bringt es nichts, aber es nimmt - nämlich unsere Gesundheit und unser Geld.
Was ich jedoch glaube, ist, dass man sich hier und da immer mal wieder ein Puzzlestück aneignen kann und sich vielleicht im Laufe der Zeit ein klares Bild ergibt.
Ich weiss nicht ob das jetzt vollkommen ins Klo gegriffen ist aber Günther hast du mal an eine Verhaltenstherapie gedacht?
Da kann man ganz praktischen Rat erhalten, wie man Verhaltensmuster aufbricht.
So rein sind die Psycho-Schulen jetzt eh nicht mehr. Mir hats jede Menge gebracht allerdings nicht wegen einem Essenessenessen-Problem.
Ich hab mal ein Buch über kognitive Verhaltenstherapie bei Esssucht gelesen, aber das endete ebenfalls mit einer Enttäuschung, da es zum Schluß hieß es gäbe neben den Esssüchtigen noch Menschen die einfach einen (scheinbar von Haus aus vorhandenen) Hang zum überessen haben gegen den man nichts machen kann außer doch wieder weniger essen, mehr bewegen, regelmäßig wiegen.
Hast du mir einen anderen Tip?
Nordlicht
16.01.2010, 20:58
@Günther
EIn buhc lesen ist nicht das Gleiche wie Therapie... warst du denn schon einmal in Therapie?
Ich will dir nicht zu nahe treten. Ich habe den Eindruck, dass du alle Hilfs-Ansätze nach Möglichkeit kleinredest oder wegredest, Gründe findest, weshalb sie nicht passen oder sogar ignorierst. Etwas zu ändern ist nie leicht, es macht Angst und ist normalerweise anstrengend und ungewiss im Ausgang, daher beurteile ich das nicht negativ. Letzten Endes musst du wollen und dafür Aufwand betreiben und Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Ich habe nur den Eindruck, dass du aus (für dich durchaus vertretbaren) Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, lieber nichts ausprobierst.
Gruß
Dani
@Günther
EIn buhc lesen ist nicht das Gleiche wie Therapie... warst du denn schon einmal in Therapie?
Ich will dir nicht zu nahe treten. Ich habe den Eindruck, dass du alle Hilfs-Ansätze nach Möglichkeit kleinredest oder wegredest, Gründe findest, weshalb sie nicht passen oder sogar ignorierst. Etwas zu ändern ist nie leicht, es macht Angst und ist normalerweise anstrengend und ungewiss im Ausgang, daher beurteile ich das nicht negativ. Letzten Endes musst du wollen und dafür Aufwand betreiben und Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Ich habe nur den Eindruck, dass du aus (für dich durchaus vertretbaren) Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, lieber nichts ausprobierst.
Gruß
Dani
Ich habe schon diverse Therapien ausprobiert, auch mal gegen meine Einschätzung, weil ich eben dachte ich müßte auch mal was probieren, was meinen Ansichten widerspricht, hätte ja sein können, dass ich falsch liege. Leider lag ich nicht falsch. Neben der investierten Zeit und Kraft blieb dabei auch einiges Geld hängen.
Gruß
Günther
Alexandra
16.01.2010, 23:13
Lieber Günther,
es tut mir wirklich leid, dass das Buch Dich so enttäuscht hat. Ich wollte gern etwas dazu schreiben, weil ich bei Maria eine Esstherapie mache. Ich bin 42 Jahre alt und habe seit Kindesbeinen an eine massive Esssucht, die bei mir Anfang 30 von einer kurzen Magersuchtsphase unterbrochen wurde.
Wenn ich nicht irgendwann ein Buch von Geneen Roth entdeckt hätte, würde ich wahrscheinlich immer noch glauben, mein Problem wären Disziplinlosigkeit und übertriebene Genusssucht, die man mir nur durch Sport und Diäten austreiben kann. Nach der Erkenntnis, dass ich essgestört bin, habe ich alles von Geneen Roth, Susie Orbach, Hirshfeld/Munter und diversen anderen Autoren zum Thema Esssucht gelesen. Das hat mir geholfen, meine Krankheit zu verstehen – nur losgeworden bin ich sie dadurch nicht.
Ich habe dann lange eine Therapie gesucht, die einer Essgestörten nicht mit reiner Gesprächstherapie oder ‚Ernährungsumstellung‘ (sprich: Diät) weiterhelfen will. Es hat lange gedauert, bis ich durch einen Zufall auf Maria gekommen bin. Bis dahin hatte ich alle Übungen und Tipps immer allein gemacht, was aber keine dauerhafte Besserung brachte.
Ich verstehe, dass es Dich bei der Lektüre des Buchs frustriert hat, dass Maria nicht schreibt: Machen Sie jetzt A, B und C, und dann wird es. Sie arbeitet sehr stark mit dem Körper, und das A und O ihres Therapieansatzes ist die Körperübung. Ich kann Dir nur sagen, dass ich mit der ohne Anleitung von ihr nach 2 oder 3 Malen aufgegeben hätte. Tatsächlich war diese Übung dann das einzige, was mir wirklich je geholfen hat. Und zwar so, dass ich damit Ende 2009 *Gewichtsdokumentation entfernt* abgenommen habe. (Da ich sehr übergewichtig bin, heißt das weder, dass ich jetzt damit unter die Dünnen gegangen wäre, noch dass ich geheilt bin. Beides dürfte noch ein langer Weg sein). Am Anfang konnte ich diese Spannungen nicht einmal wahrnehmen. Als ich es dann schaffte, konnte ich sie nicht aushalten (passiert mir auch heute noch) und habe trotzdem gegessen. Aber mit dem konstanten Üben und dank Marias wirklich sehr herzlicher Art und ihrer - ja, ich kann es nicht anders sagen - liebevollen Weise wie sie die Therapie macht, geht es immer besser. Es gibt eine Alternative zum Essen - auch für mich.
Ich weiß, dass Maria kein Arbeitsbuch schreiben wollte, weil sie – wie ich finde zurecht – nicht glaubt, dass man es ohne Unterstützung schafft, die Essstörung mit niedergeschriebenen Rezepten zu heilen. Ich bin ein gutes Beispiel dafür. Ich bin Geneen Roth, Orbach und all den anderen sehr, sehr dankbar, weil ich durch ihre Bücher viel gelernt habe, ich konnte es aber nicht umsetzen. Das Ergebnis sind dann nur Frustration, wieder Selbstvorwürfe, weil man es einfach nicht kann, und endgültige Resignation.
Ich hoffe, das war ein bisschen erhellend.
Viele Grüße
Alexandra
Alexandra
Tatsächlich war diese Übung dann das einzige, was mir wirklich je geholfen hat. Und zwar so, dass ich damit Ende 2009 *Gewichtsdokumentation entfernt* abgenommen habe. (Da ich sehr übergewichtig bin, heißt das weder, dass ich jetzt damit unter die Dünnen gegangen wäre, noch dass ich geheilt bin. Beides dürfte noch ein langer Weg sein).
Aber weder geheilt, noch... aber bis Ende 2009 - also ganz aktuell, eine gewisse Kilozahl abgenommen... und man weiß noch nichts darüber, wie es sich mit dem Gewicht nach einem oder mehreren Jahren verhält...
Was ist denn das für ein Erfolg? Das kann ich mit jeder Diät haben.
Nordlicht
17.01.2010, 10:58
@Alexandra
Schön, dass dir das nun geholfen hat. Natürlich ist es ein Unterschied, ob man etwas beschrieben bekommt oder ob man es direkt selbst tut. Allerdings kauft kaum jemand, der einigermaßen nachdenken kann, die Katze im Sack. Diese Geheimnistuerei läßt für mich nur wenige Schlüsse zu: entweder ist das ganze so einfach, dass man hinterher kein Geld mehr für einen Kurs bei ihr ausgeben muss, sondern das selbst gut machen kann bzw. auch zu einem beliebigen anderen Körpertherapeuten gehen kann... oder das ganze ist heiße Luft und es steckt nichts dahinter, was einem wirklich helfen kann. Es gibt schließlich einen Unterschied zwischen Beschreibungen mit Beispielen, ohne gleich genaue Anleitungen zu geben, und Texten, wo nur verheißungsvolle Andeutungen gemacht werden. Letzteres spricht nicht gerade für die Autorin/den Autor eines Buches, sondern weckt eher Misstrauen in die Fähigkeiten und lauteren Absichten des Therapeuten/der Therapeutin.
Auch dass du jetzt so einen Text ohne konkrete Information schreibst, spricht nicht für dich. Aber du kannst ja noch näher auf die Behandlung eingehen und ein wenig beschreiben, was da so gemacht wird. Vielleicht ist das ja tatsächlich interessant. Du als "Kundin" kannst ja auch schlecht eine Anleitung geben... aber Erfahrungen präzisieren, das schon.
Gruß
Dani
Fräulein Wunder
17.01.2010, 12:47
Alexandra
[Aber weder geheilt, noch... aber bis Ende 2009 - also ganz aktuell, eine gewisse Kilozahl abgenommen... und man weiß noch nichts darüber, wie es sich mit dem Gewicht nach einem oder mehreren Jahren verhält...
Was ist denn das für ein Erfolg? Das kann ich mit jeder Diät haben. [/COLOR]
Na ja, ich begegne solchen Seminaren auch mit einem gerüttelt Maß an Misstrauen ... aber ich finde man sollte schon fair bleiben. Alexandra hat nun wirklich nicht ausschliesslich von ihrer Abnahme berichtet, sondern auch davon, dass sie gelernt hat zu spüren wodurch ihre Essanfälle auslöst werden und wie sie damit umgehen kann.
Wenn es denn so ist, dann ist das verdammt viel und ein großer Schritt voran, die Abnahme eher eine Begleiterscheinung.
DAS kann man ganz gewiss eben nicht mit jeder Diät haben.
@ Alexandra und Maria
Ganz allgemein finde ich die Sache doch auch sehr nebulös und würde mir mehr Information wünschen. Viele Worte, wenig Konkretes das macht es eben auch schwer sich eine Meinung zu bilden
Alexandra
Ich weiß, dass Maria kein Arbeitsbuch schreiben wollte, weil sie – wie ich finde zurecht – nicht glaubt, dass man es ohne Unterstützung schafft, die Essstörung mit niedergeschriebenen Rezepten zu heilen. Ich bin ein gutes Beispiel dafür. Ich bin Geneen Roth, Orbach und all den anderen sehr, sehr dankbar, weil ich durch ihre Bücher viel gelernt habe, ich konnte es aber nicht umsetzen. Das Ergebnis sind dann nur Frustration, wieder Selbstvorwürfe, weil man es einfach nicht kann, und endgültige Resignation.
Eines verstehe ich jetzt nicht:
Du schreibst, durch die Lektüre der anderen Autoren (Roth, Orbach, etc.) hast Du viel gelernt, konntest es aber nicht umsetzen.
Ist das mit dem Buch, von M.C. Sanchez nicht genauso, wenn man dann doch erst die Semiare der Autorin besuchen muss, ehe man etwas umsetzen kann?
Fräulein Wunder
17.01.2010, 19:04
Frau Sanches hat eine Praxis für Psychotherapie und Alexandra ist bei ihr in Behandlung.
Frau Sanches hat eine Praxis für Psychotherapie und Alexandra ist bei ihr in Behandlung.
Ist das als Antwort auf meine Frage an Alexandra gedacht?
Wenn ja, verstehe ich sie nicht.
Fräulein Wunder beantwortet deine Frage wohl mit "ja" :)
Fräulein Wunder
18.01.2010, 16:24
Ähem ... Fräulein Wunder ist vor allem eins: nicht 24/7 online. Sie beantwortet aber in der Regel jede sinnvolle Frage - auch ohne Übersetzungshilfe. :)
Nein - als direkte Antwort war der Satz nicht gedacht, itsme - eher als Hinweis.
Ein Buch zu lesen ist etwas anderes als eine Therapie zu machen.Dass man anders darüber berichtet finde ich normal. Und dass man Anweisungen aus einem Buch über Tai Chi beispielsweise weniger gut umsetzen kann als die Anweisungen einer Seminarleiterin, auch. Dazu kommt: den einen spricht diese Methode an, den anderen etwas ganz anderes. Nur weil Alexandra mit Geneen Roth und Susie Orbach nicht warm wurde, spricht das ja nun nicht automatisch gegen eine M. Sanches.
Misstrauen ist wichtig (und misstrauisch bin ich auch), aber Dein Vorgehen wirkt auf mich momentan eher wie ein Verhör denn wirklich interessiert. Finde ich schade, denn ich denke einen Neu-User wie Alexandra schüchtert das eher ein, so dass im Zweifelsfall gar keine Antwort mehr kommt ... und mich würden konkretere Aussagen zu Frau Sanches durchaus interessieren.
Auch wenn ich Günthers Enttäuschung über das Buch sehr gut verstehen und nachvollziehen kann, so wird (zumindest auf Frau Sanches eigener Seite) das Buch "Sehnsucht und Hunger" als ein Buch beworben, das sich mit den Hintergründen eines gestörten Essverhaltens beschäftigt, praktische Übungen dazu gibt es auf CD zu kaufen. Sollte man vielleicht auch bedenken.
Hoffe alle Fragen sind geklärt.
Hier noch mal ein Ausschnitt dessen, was Alexandra schrieb:
Ich bin Geneen Roth, Orbach und all den anderen sehr, sehr dankbar, weil ich durch ihre Bücher viel gelernt habe, ich konnte es aber nicht umsetzen. Das Ergebnis sind dann nur Frustration, wieder Selbstvorwürfe, weil man es einfach nicht kann, und endgültige Resignation.
Ich sehe da zu dem Buch von Sanchez keinen Unterschied, denn auch dieses Buch ist für sich anscheinend letztlich keine Hilfe. (Sondern eher eine Werbung für ihre Seminare.)
Fräulein Wunder
18.01.2010, 19:59
Ich sehe da zu dem Buch von Sanchez keinen Unterschied, denn auch dieses Buch ist für sich anscheinend letztlich keine Hilfe. (Sondern eher eine Werbung für ihre Seminare.)
Ja gut, itsme ... und ich lese Bücher (wenn sie mich denn wirklich interessieren) zuerst und bilde mir dann eine Meinung darüber ...erst Recht wenn ich ihnen den Vorwurf machen will, dass sie reine Werbung seien.
Alexandra schrieb, sie fände es Schade, dass Günther enttäuscht sei, weil ihr selbst die Methode eben sehr geholfen hätte. Ist das so schlimm?
Alexandra schreibt auch das Buch hätte ihr - ob mit oder ohne genaue Anleitung der Körperübungen - nichts gebracht (so wie ihr die Bücher von anderen Autoren zum Thema auch "nur" Wissen und keinen persönlichen Fortschritt brachten).
Sie schreibt, dass sie ohne persönliche Anleitung nach 2 oder 3 Mal aufgegeben hätte, so dass es offensichtlich ihrer Ansicht nach eh wenig Sinn macht die Übungen im Buch zu veröffentlichen.
Das sagt aber eher etwas über Alexandra aus, denn über das Buch.
Deine Frage macht also irgendwie wenig Sinn, denn sie wurde m.E. schon beantwortet.
Wieviel Gewinn man aus einem Buch zieht hängt vielleicht auch davon ab wieviel Vorwissen man hat. Es gibt ja auch Menschen, die erst ganz wenig zum Thema gelesen haben und für die das Buch eventuell viele neue Ansätze bringt. Wie gesagt, ich denke das kann man nur beurteilen wenn man es gelesen hat ... und bis dahin gilt zumindest für mich: Im Zweifel für den Angeklagten. Nur weil Günther , der einfach auch schon sehr tief im Thema steckt, enttäuscht ist, ist das für mich kein Beweis, dass es sich hier quasi um eine teure Werbebroschüre handelt. Das finde ich einfach ungerecht ... und da braucht es einen dann auch nicht zu wundern wenn von Leuten wie Alexandra eben dann auch keine Antwort mehr kommt.
Vielleicht können wir den Disput jetzt beenden, damit auch noch was zum eigentlich Thema geschrieben werden kann.
Nur weil Günther , der einfach auch schon sehr tief im Thema steckt, enttäuscht ist, ist das für mich kein Beweis, dass es sich hier quasi um eine teure Werbebroschüre handelt.
Für den Fall, dass du dich selbst davon überzeugen möchtest, ich hätte ein gebrauchtes Exemplar günstig abzugeben!
Gruß
Günther
Alexandra
18.01.2010, 22:42
Hallo Euch allen,
ich muss sagen, dass ich überrascht bin, welch rauer Ton hier zum Teil herrscht. Ehrlich gesagt fühle ich mich von ein paar Leuten richtig angegriffen. Das finde ich bitter, weil ich von für mich sehr wichtigen und tiefgehenden Erfahrungen berichtet habe.
In der Hoffnung, dass hier ein freundschaftlicher Austausch stattfindet, schreibe ich trotzdem noch einmal und werde versuchen, ein paar Fragen zu beantworten. Also, ich kenne Marias Buch, aber ich habe mit meiner Therapie bei ihr angefangen, bevor es erschienen ist. Ich habe es später einer Freundin zu Weihnachten geschenkt, die große Essprobleme hat, sich mit dem Thema aber vorher immer nur aus der Perspektive Diät/Sport/Schuldgefühle/Disziplinlosigkeit genähert hat. Für sie war Marias Buch sehr hilfreich, weil sie dadurch zum ersten Mal einen Einblick in die tieferliegenden Zusammenhänge des übermäßigen Essens bekommen hat. Und ich glaube, dafür ist das Buch tatsächlich sinnvoll und auch gedacht.
Geneen Roth, Susie Orbach und so weiter schätze ich sehr, und sie haben mit Marias Ansatz gemeinsam, dass man eben auf keinen Fall weiter Diäten machen soll, weil es das Problem verschlimmert. Mir haben sie deshalb nicht helfen können, weil ich mir durch Bücher nicht beibringen konnte, was ich mit meinen Gefühlen anfangen soll, die mich zum Essen treiben. Das lerne ich gerade mit der Körperübung und der Arbeit mit inneren Gefühlsfiguren bei Maria, und es hilft mir tatsächlich.
Mir geht es dabei auch ums Abnehmen, aber eben nur auch. Dadurch, dass ich meine Gefühle mit Essen unterdrücke und statt Grenzen zu setzen den Kühlschrank aufmache, ist mein Leben auf einigen Ebenen leider gar nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Das ändert sich gerade durch die Therapie. Wie mein Gewicht in einem Jahr sein wird, kann ich den Fragenden leider erst in einem Jahr mitteilen, dann tue ich es aber gern, falls gewünscht. Was an der Abnahme Ende des Jahres 2009 für mich so erstaunlich war: Ich habe ohne Diät und Sport abgenommen und alles gegessen, was ich wollte.
Wenn ich Essdruck bekam, ohne körperlichen Hunger, habe ich mich hingelegt und in meinen Körper hineingehört, die Spannungen hochkommen lassen und sie nicht weggegessen. Ich kann es nur so schwer beschreiben, weil es ein innerer Prozess ist, aber man lässt die Spannungen zu und geht mit ihnen mit. Das musste ich lange immer wieder üben, bis ich überhaupt viel wahrnehmen konnte. Weil danach gefragt wurde, gebe ich ein Beispiel dafür: Ich hatte ziemlichen Liebeskummer ,und es ging mir wirklich mies. Eine Freundin hat mich abgeholt, wir wollten Essen gehen, ich hatte aber keinen körperlichen Hunger. Ich spürte einen enormen Drang, trotzdem zu essen. Also habe ich den Druck da sein lassen und genau in ihn hineingefühlt. Es dauerte eine Weile, dann musste ich sehr weinen, weil ich so traurig war wegen meines (Ex-)Freunds. Vorher war nur der Gedanke ‚ESSENESSENESSEN‘ (repeat) da, nach dem Weinen war der Druck weg und ich musste nicht mehr essen. Vorher wusste ich nicht einmal, dass ich gerade so traurig bin.
Ich will das weiß Gott nicht als die alleinselig machende Methode hinstellen (wobei ich klar sagen muss, dass ich Diäten für absolutes Teufelszeug halte, und sie wirklich niemandem!!! empfehle, das war meine Eintrittskarte in die Essstörung), aber vielleicht gibt es noch ein paar andere, denen es ebenfalls helfen würde. Tatsächlich glaube ich nicht, dass man das allein aus dem Buch lernen kann (darum geht es in dem Buch auch gar nicht) oder mit ein paar CDs. Das macht Maria aber noch lange nicht zu einer geldgierigen Halsabschneiderin, und ganz ehrlich: Ich habe sie als genaues Gegenteil erlebt.
Viele Grüße
Alexandra
Nordlicht
19.01.2010, 11:39
@Alexandra
Wie gesagt, schön, dass es dir hilft.
Was sind denn das jetzt konkret für Übungen? Gib doch mal Beispiele, wie solche Übungen ablaufen... so kann ich mir nichts drunter vorstellen.
Das werden wohl keine "Übungen" in dem Sinne von "3 Kniebeugen und anschließend eine Kerze anzünden und ein Lied singen" sein, sondern Anleitungen zum In-Sich-Hineinhören.
Es geht ja bei Esssucht darum, die Signale des eigenen Körpers wahrzunehmen und richtig zu verstehen. Man kann selbst nach Jahren des Herumprobierens darauf kommen, so wie ich mittlerweile, oder man lässt sich erzählen oder liest, wie andere es so machen/gemacht haben. Ich kenne das Buch jetzt nicht, aber ich glaube, dass sicher ein paar Anregungen, wie man sich selbst gegenüber Achtsamkeit lernen kann, drin sind. Der Weg zu mehr Selbstwahrnehmung ist aber für jeden verschieden, deshalb ist es durchaus möglich, dass Günther gar nichts mit den Methoden aus dem Buch anfangen kann, Alexandra aber schon.
Wer nicht richtig gelernt hat, seine körperlichen und seelischen Bedürfnisse zu erkennen, und das erstemal dabei Erfolg hat, für den tun sich Welten auf.
Was Alexandra schreibt, dass man in die Gefühle - vor allem ja negative Gefühle - reingehen muss, empfinde ich genauso. Wenn ich mit dem Gefühl Essenessenessen vor dem Kühlschrank stehe, drehe ich erstmal eine Runde im Haus und überlege, welches Gefühl mich dorthin getrieben hat. Wenn ich das Bedürfnis nach Zuwendung hatte, kann mir das Essen diese Zuwendung nicht geben. Es ist eine Ersatz-Zuwendung, die ich mir selbst gebe, aber die Trostlosigkeit bleibt. Dann überlege ich mir, was ich eigentlich lieber täte als Essen, und da kommt oft etwas anderes dabei heraus als Schokolade. (Wenn ich aber trotzdem der Überzeugung bin, dass es jetzt Essen sein muss, dann esse ich auch! Aber es wird nicht so gierig und hemmungslos wie ohne Selbstbefragung.)
Woher kommt eigentlich diese Verbindung Essen = Trost? Kann es daher sein, dass viele Mütter ihre kleinen Kinder mit Essen beruhigen oder trösten? Bei uns war früher Süßes die Belohnung, wenn man das mehr oder weniger eklige Hauptessen runtergewürgt hatte.
Woher kommt eigentlich diese Verbindung Essen = Trost? Kann es daher sein, dass viele Mütter ihre kleinen Kinder mit Essen beruhigen oder trösten?
Ich bin mir sicher, dass es (bei mir) damit zu tun hat und habe deshalb bei meiner Tochter wie ein Fuchs darauf geachtet, (negative) Gefühle und Trost durch Essen ganz streng auseinanderzuhalten.
Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind, wenn ich mir wehgetan hatte, hingefallen war oder traurig war, oft etwas Süßes gab. Das habe ich in der Erziehung meiner Tochter sehr konsequent vermieden. Es gab statt dessen immer Umarmungen, Zärtlichkeit, später auch Gespräche oder eine schöne (kleine) gemeinsame Unternehmung.
Noch heute sehe ich Mütter, die ihren heulenden Kindern etwas Süßes in die Hand drücken. Wenn man das einmal falsch gelernt hat, ist es extrem mühsam, da wieder rauszufinden.
Ich bin mir sicher, dass es (bei mir) damit zu tun hat und habe deshalb bei meiner Tochter wie ein Fuchs darauf geachtet, (negative) Gefühle und Trost durch Essen ganz streng auseinanderzuhalten.
Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind, wenn ich mir wehgetan hatte, hingefallen war oder traurig war, oft etwas Süßes gab. Das habe ich in der Erziehung meiner Tochter sehr konsequent vermieden. Es gab statt dessen immer Umarmungen, Zärtlichkeit, später auch Gespräche oder eine schöne (kleine) gemeinsame Unternehmung.
Das einem Kind zu geben, was es in solchen Momenten braucht, nämlich Trost durch Umarmungen, Zärtlichkeit und Gespräche, ist der einzige Weg, den ich auch als richtig und gut empfinde. Ich stelle mir nur gerade Folgendes vor:
Wenn ein Kind mit Süßigkeiten getröstet wurde, mag ihm als Erwachsenem genau dies wieder das Gefühl des Trostes geben und er isst, (in unbewusster Einnerung an das tröstende Gefühl aus der Kinderzeit) wenn er Trost braucht. So weit, so gut.
Was aber ist mit dem Erwachsenen, der als Kind genau auf die richgige Weise getröstet wurde, nämlich mit viel liebevoller Zuwendung, wenn er dann vielleicht im Erwachsenenalter niemanden hat, der ihm in solchen Momenten Zuwendung und Liebe gibt? Kann er dann nicht auch auf Essen als Trost zurück greifen, weil er aus Erfahrung weiß, dass etwas zu essen/ seinen Hunger zu stillen, ein gutes Gefühl gibt?
Was ich meine ist:
Kann nicht ein Erwachsener, egal, ob er als Kind liebevollen Trost bekam, oder ob er mit Süßigkeiten abgespeist wurde, (im wahrsten Sinnde des Wortes!) zum Essen greifen, je nachdem, wie sich sein Erwachsenenleben gestaltet?
Was ich meine ist:
Kann nicht ein Erwachsener, egal, ob er als Kind liebevollen Trost bekam, oder ob er mit Süßigkeiten abgespeist wurde, (im wahrsten Sinnde des Wortes!) zum Essen greifen, je nachdem, wie sich sein Erwachsenenleben gestaltet?
Doch, das kann ich mir schon vorstellen, weil Essen ein primärer Verstärker ist (heißt, Essen funktioniert immer. Wenn Essen kein gutes Gefühl gäbe, wäre die Menschheit wahrscheinlich schon längst ausgestorben ;)).
Fräulein Wunder
19.01.2010, 17:15
Das werden wohl keine "Übungen" in dem Sinne von "3 Kniebeugen und anschließend eine Kerze anzünden und ein Lied singen" sein, sondern Anleitungen zum In-Sich-Hineinhören.
Es geht ja bei Esssucht darum, die Signale des eigenen Körpers wahrzunehmen und richtig zu verstehen.
Ja, das stimmt natürlich ... allerdings gebe ich zu ... ich hatte mir unter "Körperarbeit" dann doch etwas anders vorgestellt, als es (vielleicht) in dem Fall ist. Ich kenne auch Entspannungsübungen, bei denen man sich hinlegt und in sich hineinhört ... so richtig sehe ich die Abgrenzung Entspannungsübung <=> Körperarbeit (zumindest nach der kurzen Erklärung) irgendwie nicht.
Knallfrosch
19.01.2010, 18:02
Was aber ist mit dem Erwachsenen, der als Kind genau auf die richgige Weise getröstet wurde, nämlich mit viel liebevoller Zuwendung, wenn er dann vielleicht im Erwachsenenalter niemanden hat, der ihm in solchen Momenten Zuwendung und Liebe gibt?
Mich würde auch noch interessieren was die machen, die sich nicht mit Essen trösten und lieber Zuwendung hätten aber diese nicht in dem Moment bekommen?
Mich würde auch noch interessieren was die machen, die sich nicht mit Essen trösten und lieber Zuwendung hätten aber diese nicht in dem Moment bekommen?
Eine gute Frage! Das würde mich auch interessieren.
In zumindest einem Fall stelle ich eine Vermutung an:
Sie beschäftigt sich excessiv mit ihrem Äußeren. Diäten ohne Ende, Kosmetik in Preislagen, die sie fast ruinieren, Friseurbesuche, Mode... all das, weil sie glaubt, erst dann, wenn sie so oder so aussieht, liebenswert zu sein, - um dann endlich zu bekommen, was sie so sehr ersehnt.
Aber dies wäre, wenn ich richtig liege, nur eine Variante, was man tut wenn....
Mich würde auch noch interessieren was die machen, die sich nicht mit Essen trösten und lieber Zuwendung hätten aber diese nicht in dem Moment bekommen?
Da gibt's jede Menge Möglichkeiten - sowohl "ungesunde" wie Fernsehen, Internet, Ablenkungen aller Art ... als auch "gesunde" wie ein schönes Schaumbad, ein Besuch im (Wellness-) Schwimmbad, eine (Fuß-) Massage oder Ähnliches.
Manche lenken sich auch durch Sport ab - das kann man natürlich auch übertreiben, aber ich kenne eine ganze Reihe Menschen, die das tun. In der Natur sein kann auch eine Form von Zuwendung sein.
Jedenfalls ist Essen für viele - auch in meinem Freundeskreis - einfach keine Option bei Frust, Trauer oder anderen negativen Gefühlen. Ich finde, wenn man das nicht als Kind gelernt hat, ist schon viel gewonnen.
Mich würde auch noch interessieren was die machen, die sich nicht mit Essen trösten und lieber Zuwendung hätten aber diese nicht in dem Moment bekommen?
weinen
weinen
Manno!
@ Sophie
:troest2:
Mich würde auch noch interessieren was die machen, die sich nicht mit Essen trösten und lieber Zuwendung hätten aber diese nicht in dem Moment bekommen?
Alkohol, Nikotin, Joggen, Walken ... ggf. auch in Kombination.
Wir dicken tragen unsere Probleme gut sichtbar mit uns rum und zwar in einer Weise, die gesellschaftlich geächtet ist. Deswegen haben bestimmt viele von uns das Gefühl, mit einem besonderen Problem belastet zu sein.
Stimmt nicht, normalgewichtige Personen haben die Probleme auch und kompensieren lediglich anders. Eben auf gesellschaftlich anerkannte Art. Die Feierabend-Halbe wird als völlig normal angesehen und der Rotwein wurde ja schon vor langem zur Volksmedizin hochstilisiert. Dass es oft nicht bei einer Halben oder einem Glas Wein bleibt und es dabei oft genausowenig um den Genuss geht wie beim Überessen - nun, davon ist weniger die Rede. Ist ja schließlich Privatsache, man hat ja niemandem vorzuschreiben, wieviel er trinken darf ... im Gegensatz zu unserem Essverhalten. Da gibt jeder gerne seinen Kommentar ab.
Eine weitere gesellschaftlich sogar geförderte Sucht ist die Arbeitssucht. Innere Leere wird durch berufliches Engagement ausgefüllt. Für mich ist der Beruf zwar auch sehr wichtig, und ich bin auch schon an meine Belastungsgrenzen und darüber hinaus gegangen, aber was manch andere aus ihrem Leben machen, da kann ich nur den Kopf schütteln. Erst schaffen die wie die Blöden, weil sie keine Familie haben, und dann haben sie keine Familie, weil sie wie die Blöden schaffen... Aber wie beim Essen wird der wirkliche Hunger nie gestillt, und man glaubt, mehrmehrmehr vom Gleichen würde irgendwann helfen.
Durch Stoffwechselstörungen oder Medikamente hervorgerufenes Übergewicht ist eine ganz andere Sache, das klammere ich jetzt mal aus.
Aber wenn wirklich "nur" zuviel Essen oder Esssucht der Grund ist, sind alle Diäten und OPs zwecklos, weil nur am Symptom herumgedoktert wird, nicht an der Ursache. Da hilft nur radikales Erforschen der eigenen Seele, ob mit oder ohne Hilfe. Und dann ein Umprogrammieren der alten eingeschliffenen Bewältigungsstrategien. Mir persönlich hat ein Suchtseminar (eigentlich primär auf Alkoholsucht im Betrieb bezogen) das Aha-Erlebnis gebracht.
Immer zu fragen: Was bringt mir das Essen, jetzt oder im Allgemeinen? Was ist der Suchtgewinn? Wäre etwas anderes nicht geeigneter?
Seit ca. 1 Jahr habe ich meine Essanfälle stark reduzieren können. Es kommt immer noch gelegentlich vor, aber anders als beim Alkoholiker ist ein Rückfall ja keine Katastrophe. Und ich habe bereits etliches abgenommen, ohne Verzicht zu empfinden.
Am schwersten ist, die negativen Gefühle wirklich zuzulassen und nicht durch Essen wegzuschlucken. Das tut manchmal weh, und ich laufe im Haus herum wie ein hungriger Tiger (auch genauso böse), ich tobe und weine und prügle das Sofakissen, aber hinterher fühle ich mich erleichtert, wenn ich mal wieder einen Puzzlestein eingefügt habe.
Wir dicken tragen unsere Probleme gut sichtbar mit uns rum und zwar in einer Weise, die gesellschaftlich geächtet ist.
Dagegen wehre ich mich entschieden! Nicht jeder Dicke ist dick, weil er (gemeint waren hier ja wohl psychische) Probleme hat. Leute mit Essstörungen vielleicht. Aber nicht jeder Dicke ist essgestört! Mich stört diese vereinfachte Denkweise - das ist doch genau die Grundlage der Vorurteile, die andere uns gegenüber haben...
Dass das Dicksein dann letzten Endes - eben weil es gut sichtbar für alle ist - neue Probleme schafft, wo vielleicht sonst keine gewesen wären, ist ein anderes Ding.
Hummelchen
21.01.2010, 13:44
Dagegen wehre ich mich entschieden! Nicht jeder Dicke ist dick, weil er (gemeint waren hier ja wohl psychische) Probleme hat. Leute mit Essstörungen vielleicht. Aber nicht jeder Dicke ist essgestört! Mich stört diese vereinfachte Denkweise -
.
Mich auch!! Es gibt so viele unterschiedliche Gründe warum jemand dick ist.
Und ich finde, dass man sich (gerade in diesem Forum) solcher - schlichtweg falschen - Verallgemeinerungen nicht bedienen sollte.
LG
Hummelchen
Dagegen wehre ich mich entschieden! Nicht jeder Dicke ist dick, weil er (gemeint waren hier ja wohl psychische) Probleme hat. Leute mit Essstörungen vielleicht. Aber nicht jeder Dicke ist essgestört!
In meiner Antwort ging es um Essgestörte Dicke. Das nächste mal schreib ich´s dazu.
Hummelchen
21.01.2010, 21:37
In meiner Antwort ging es um Essgestörte Dicke. Das nächste mal schreib ich´s dazu.
Dann solltest du zukünftig vielleicht "Wir Essgestörte" und nicht "Wir Dicke" schreiben...
Nordlicht
21.01.2010, 21:58
Aber auch das "Wir Essgestörte" ist meiner Ansicht nach nicht in Ordnung. Ich bin auch essgestört und mein Problem ist nicht mein Dicksein, was jeder sehen kann, sondern ganz andere Dinge, die keiner auf Anhieb sehen kann. Und wenn ich nichts erwähne, weiß auch niemand davon.
Am einfachsten ist es, wenn man einfach nur von sich selbst spricht. Und vielleicht noch von denjenigen, bei denen man sicher weiß, dass sie genauso sind wie man selbst.
Gruß
Dani
Aber auch das "Wir Essgestörte" ist meiner Ansicht nach nicht in Ordnung. Ich bin auch essgestört und mein Problem ist nicht mein Dicksein, was jeder sehen kann, sondern ganz andere Dinge, die keiner auf Anhieb sehen kann. Und wenn ich nichts erwähne, weiß auch niemand davon.
Am einfachsten ist es, wenn man einfach nur von sich selbst spricht. Und vielleicht noch von denjenigen, bei denen man sicher weiß, dass sie genauso sind wie man selbst.
Gruß
Dani
:daumen:
Genau - das wäre nämlich mein nächster Einwand gewesen. "Wir Dicke" oder "wir Essgestörte" ist mir eigentlich auch schon zu verallgemeinernd. Dann ist es nämlich wieder nicht mehr weit bis "alle Dicken sind...", "alle Essgestörten haben..." usw. Aber das war hier ja schon verschiedentlich Thema.
Hummelchen
22.01.2010, 09:35
:daumen:
Genau - das wäre nämlich mein nächster Einwand gewesen. "Wir Dicke" oder "wir Essgestörte" ist mir eigentlich auch schon zu verallgemeinernd. Dann ist es nämlich wieder nicht mehr weit bis "alle Dicken sind...", "alle Essgestörten haben..." usw. Aber das war hier ja schon verschiedentlich Thema.
Das kam mir beim Schreiben meiner Antwort auch gleich in den Sinn - aber ich wollte Günther nicht noch mehr verschrecken.
Solche Verallgemeinerungen finde ich wenig hilfreich und ich reagiere leicht allergisch darauf...
Zumal es auch essgestörte Menschen gibt die kein Übergewicht haben...
Das kam mir beim Schreiben meiner Antwort auch gleich in den Sinn - aber ich wollte Günther nicht noch mehr verschrecken. Nein, natürlich wollte ich Günther auch nicht verschrecken. Es ist ja auch verständlich, dass man erst mal von sich ausgeht und dann auf andere schließt. Aber eben nicht unbedingt richtig. Drum hab ich was dazu gesagt.
Solche Verallgemeinerungen finde ich wenig hilfreich und ich reagiere leicht allergisch darauf...
Zumal es auch essgestörte Menschen gibt die kein Übergewicht haben... Eben. Meine Rede. :)
Hummelchen
22.01.2010, 10:34
nochmal kurz dazu - dann ist aber auch gut :-D:
Darum finde ich es immer hilfreich einfach nur von sich zu sprechen und nicht im Plural.
Denn die Dicken und die Essgestörten gibt es nicht!
Hummelchen
Also hier nochmal das Zitat auf welches ich geantwortet habe:
Mich würde auch noch interessieren was die machen, die sich nicht mit Essen trösten und lieber Zuwendung hätten aber diese nicht in dem Moment bekommen?
"was die machen" ist ebenfalls plural, also habe ich mit meiner Antwort diejenigen gemeint, die sich mit Essen "trösten" (und deswegen dick sind) und diejenigen, die sich mit etwas anderem "trösten" (eben Alkohol, Nikotin, Sport etc.). Wenn wir es schon so genau nehmen gibt es nicht nur nicht "die Dicken" und nicht "die Essgestörten" sondern auch nicht diejenigen "die sich nicht mit Essen trösten".
Am einfachsten ist es, wenn man einfach nur von sich selbst spricht.Ja sicher, nur dass ich dann auf oben genanntes Zitat nicht hätte antworten können. Ich nehme es auch gerne genau, aber wenn man beim auseinanderziselieren überhaupt kein Ende mehr findet kann man nur noch darüber diskutieren, was man überhaupt sagen darf und das eigentliche Thema vergessen.
Falls mein Beitrag jemanden beleidigt hat entschuldige ich mich hiermit offiziell und möchte euch versichern, dass ich niemandem auf die Zehen treten wollte.
Günther
Andrea27
09.02.2010, 21:58
Hallo! Ich habe letztes Wochenende ein Seminar von Sehnsucht und Hunger besucht. Ich muss sagen, dass ich am Anfang echt skeptisch war, allerdings wurden alle meine Erwartungen bei weitem übertroffen!!
Ich kann natürlich die Kritikpunkte der anderen verstehen, allerdings kann ich Alexandra nur recht geben, man kann das schwer beschreiben!
Ich versuche es mal: Also, im letzten halben Jahr hab ich mich komplett verloren und eigentlich den ganzen Tag nur noch gegessen, mich quasi betäubt! Angemeldet zum Seminar hab ich mich schon länger..
Es war einfach der Hammer! Absolut nicht esoterisch oder so.. Wir haben gelacht, geweint und hart gearbeitet!
Im Grunde geht es darum die Spannungen, die einen Essanfall auslösen, aufzulösen! Vom Kopf her hab ich immer gewusst wann und warum ich esse, konnte es aber trotzdem nicht verhindern.. Nun habe ich aber Werkzeug bekommen um mir zu helfen.. Natürlich kann ich noch nicht sagen wo sich das hin entwickeln wird.. Es ist aber so schön wieder Boden unter den Füßen zu haben und ich hab keine Angst vor dem nächsten Essanfall (ich bin mir sicher er wird kommen). Ich habe seit gestern ein großes SChockocremeglas zu Hause und früher hätte ich es sofort auf einmal ausgegessen, nun steht es seit gestern zu Hause und ich habe gar keinen Drang es aufzumachen! Das hatte ich schon seit Jahren nicht mehr!!
Es wird ein steiniger Weg mit sicherlich vielen Rückschlägen werden, aber ich werde ihn gehen!
Ich habe auch das Buch vorab gelesen und war sehr enttäuscht keine Anleitungen zu finden. Ich muss aber sagen, dass kann man nicht aufschreiben man muss es fühlen und sich anleiten lassen! Sonst wäre man sicher viel viel mehr enttäuscht vom Buch, das es nicht klappt.. denn das kann es fast nicht nur mit dem Buch!
Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg!
LG Andrea
Speckhasi
18.02.2010, 20:36
Gerade habe ich die Lektüre des Buches "Sehnsucht und Hunger - Heilung von emotionalem Essen" von Maria C. Sanchez beendet und ich bin nicht nur enttäuscht sondern auch wütend verdammt aggressiv.
Wo fange ich an? Am besten bei meiner eigenen Situation (wer nicht soviel lesen will, kann auch einfach den letzten Absatz lesen, dort steht der langen Rede kurzer Sinn). In der Beschäftigung mit meiner Esssucht bin ich über das Buch "Essen als Ersatz" von Geneen Roth zu der Ansicht gekommen, dass es um ein natürliches Essverhalten geht. Der Hunger sagt mir wann ich essen soll, der Appetit was ich essen soll, das Sättigungsgefühl verrät mir, wann es genug ist. Leider schaffe ich es nur in mehr oder minder kurzen Phasen, auf meinen Körper zu hören. Außerhalb dieser Phasen will ich einfach nur essenessenessenessen ...
Seit Jahren versuche ich herauszufinden, woran das liegen könnte. Und schon mehrmals hatte ich beim Nachdenken das Gefühl, auf den springenden Punkt gekommen zu sein. Das hielt aber nie lange und der Zusammenhang zwischen dem Gefühl essenessenessen und den geistig ermittelten Gründen dafür wurde immer abstrakter oder war von vornherein nie konkret zu spüren. Mein Geist hat also schon Erklärungen dafür, warum ich mich überesse, aber das nutzt leider nichts.
Hier setzt auch das Buch Sehnsucht und Hunger an, was mich sehr ansprach. Das Gefühl, trotz allem Hintergrundwissen dem Essensdrang ausgeliefert zu sein kenne ich nur zu gut und ich hatte wirklich das Gefühl, hier wird mir weitergeholfen. Was schlägt Frau Sanchez jetzt vor?
Um die Heilung von emotionalem Essen zu erlangen reicht es nicht, die psychischen Aspekte allein zu sehen, sondern man solle sich auch um die physische Seite kümmern. Das heißt, mit dem Essensdrang sind Gefühlsspannungen verbunden, die man aufspüren und dann durch bestimmte Übungen auflösen soll. Das klingt wirklich gut. Und wir bekommen in dem Buch auch 2 Übungen, mit denen man diesen Gefühlsspannungen auf die Schliche kommen soll - wobei selbige hier aber gar nicht mehr die überragende Rolle spielen, sondern auch auf die Gefühle selbst eingegangen wird (also dass, was auch in Roths Buch schon zu lesen ist).
Nun gut, ich bin durchaus im Stande, diese Spannungen zu spüren. Es beginnt oben im Mund, hier schreien die Geschmacksnerven nach Erlebnissen und setzt sich im Oberkörper und Oberbauch als Verspannung fort. Wie löse ich diese Gefühlsspannungen jetzt auf? Über Entspannungsübungen ja schon mal nicht (siehe die Anwort von Frau Sanchez oben). Aber wie dann????
Tja, es wird von Übungen gesprochen, welche Frau Sanchez für sich selbst entwickelt hat und von Übungen, die ihre Seminarteilnehmerinnen in der Gruppe lernen. Und welche wären das bitte und wie sehen die aus? Davon wird nicht gesprochen. Fehlanzeige.
Und so geht es weiter und weiter, immer schön ins Leere hinein. Es wird noch viel erläutert, vom inneren Kind, vom konditionierten Kind, vom inneren Wächter usw. usw. und was man mit dieser Erkenntnis anstellen sollte. Aber WIE, davon ist nicht die Rede. Kennt ihr die Babuschkas? Diese russischen Püppchen die man öffnet und ein weiteres russisches Püppchen in ihr findet welches man öffnet und ein weiteres russisches Püppchen in ... genau so fühlt es sich an, dieses Buch zu lesen. In der Hoffnung, doch noch etwas konkretes an die Hand zu bekommen liest man weiter bis zum Schluß und dort öffnen wir dann die letzte Babuschka:
"In meinen Seminaren erwerben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen konkretes alltagstaugliches psychologisches Handwerkszeug für ihren Essensheilungsweg."
Aha. Und dafür habe ich jetzt das Buch gekauft und gelesen. Um zu erfahren, dass ich besser in so ein Seminar gehen soll. Prima. Ganz toll.
Um dem Fass endgültig die Krone ins Gesicht zu schlagen gibt es noch einen "Anhang" in dem die angebliche persönliche Rückmeldung einer Bianca aufgeführt ist und in der es - wer hätte das gedacht - um das unglaublich tolle Seminarwochenende geht.
Dieses Buch ist nichts weiteres als ein Appetizer, der uns den Mund nach dem Sehnsucht-und-Hunger-Seminar wässrig machen soll. Ein zu dick geratener Werbeflyer der schon im Untertitel mit dem Wort Heilung um sich wirft und letzten Endes nur dafür sorgen soll, dass die recht kostspieligen Seminare immer schön ausgebucht sind. Da hilft auf das Beteuern nichts, dass es sich nicht um ein Arbeitsbuch handelt. Eine Riesenenttäuschung.
Günther
Lieber Günther,
mir gings echt ähnlich wie Dir. Ich las das Buch und dachte währenddessen: "Ja genau- das ist es (allerdings war ich durch die Lektüre von Geneen Roth, Paul McKenna, Doris Wolf und nicht zuletzt einer Esstherapie schon selbst auf die Idee von Frau Sanchez gekommen). Also das Buch bat mir nichts Neues, 20 Euronen umsonst aus dem Fenster gepulvert denn der Kern der Sache "Wie gehe ich es an"- wurde in dem Buch leider nicht "verraten".
Ich sags gleich wie es ist, die Seminare sind mir viel zu teuer und viel zu weit weg.
LG
Speckhasi
gabriele
19.02.2010, 07:28
und die Seminare bringen wahrscheinlich genauso wenig wie das Buch selbst.
Alexandra
19.02.2010, 08:16
Liebe Gabriele,
gehe ich recht in der Annahme, dass Du weder das Buch gelesen hast, noch weißt, was auf den Seminaren passiert?
Es geht mir nicht darum, die Seminare von Maria als magic bullet anzupreisen, die jedem die sofortige Heilung bringt. Daran muss man selbst hart arbeiten, aber wenigstens lernt man da, wie man sich helfen kann. Und ehrlich gesagt ist mir das das Geld wert.
Die Alternative wäre, nichts zu tun und mich damit abfinden, dass ich essgestört bin. Das kommt für mich nicht infrage.
Interessant fände ich, ob irgendjemand hier Heilung erfahren hat, nachdem er Bücher von Geneen Roth, McKenna oder anderen gelesen haben, die genauere Handlungsanweisungen geben.
Viele Grüße
Alex
Speckhasi
19.02.2010, 08:51
Liebe Alex,
es wird höchstwahrscheinlich fast für jede "auf dem Markt" befindliche Gewichtsnormalisierung auch Erfolgskandidaten geben. Die Frage die sich mir bei Sehnsucht und Hunger stellt ist: Gibt es retrospektiv (längere Zeit! Denn das ist der Knackpunkt) gesehen- außer bei Frau Sanchez persönlich- schon Erfolge zu verzeichnen? Allerdings müsste man zur Ehrenrettung sagen, dass die "Methode" wohl ja noch nicht so lange verbreitet wurde.
Du schreibst dass sich Dein Gewichtsnormalisierungsweg hauptsächlich auf eine Körperübung zurückführen lässt. Wieso ist das so ein Geheimnis welche Übung das ist? Ich finde es fragwürdig wenn so eine Geheimniskrämerei um etwas gemacht wird, ob nun wirksam oder nicht.
Was Günther schreibt kann ich wirklich nur unterstützen: Das Buch zumindest ist ein absoluter Appetitmacher auf die Seminare. Was machen denn die Menschen die eben die Seminare aus zeitlichen/finanziellen/logistischen Gründen nicht besuchen können? Das ist ja bei nur 5 Seminarorten weltweit sehr wahrscheinlich dass man eben ein Seminar nicht buchen kann. Sehr unbefriedigend für jemanden der gerne die Methode anwenden möchte aber leider aus oben genannten Gründen nicht kann.
Die Botschaft ist einfach: Ohne Seminar keine Heilung. Wobei ich zu den Übungs-CD's nichts sagen kann, die habe ich noch nicht ausprobiert. Es würde mich sehr freuen da ein Feedback- vielleicht sogar von Frau Sanchez persönlich- zu bekommen. Denn die überwiegende Mehrzahl der Betroffenen wird ein Seminar einfach nicht besuchen können, aber durchaus in der Lage sein sich gewissen Vorgehensweisen autodikatisch anzueignen. Wäre echt schade wenn man die Leute im Regen stehen lassen würde.
Dass man aus emotionalen Gründen isst- das ist wirklich nichts neues. Das Neue ist- wie geht man erfolgreich mit diesem Wissen um. Erfolgreich in dem Sinne dass sich mit der Nahrungsaufnahme versöhnt. Genau auf die Botschaft wartete ich die ganze Zeit in dem Buch- aber es kam einfach: Nichts. Hm.
LG
Speckhasi
Ich kenne die Bücher von Doris Wolf und Geneen Roth, und ich habe ein paar interessante Erkenntnisse daraus gewonnen, aber eher als Denkanstoß. Mit den sogenannten "Handlungsanweisungen" konnte ich mich allerdings überhaupt nicht anfreunden. Dabei besteht immer die Gefahr, dass man zwar oberflächlich ein Programm abspult, aber trotzdem nicht an die Wurzel des Problems vordringt. Was nützt es mir, wenn ich akribisch ein Fressanfall-Tagebuch führe, aber nicht ehrlich genug darüber nachdenke, warum ich fresse? Wenn ich essgestört bin, um gegen Zwänge zu rebellieren, hilft es nicht, wenn ich mir durch irgendwelche Handlungsanweisungen wieder selber Zwang installiere. Und wenn man alles so wie vorgeschrieben gemacht hat, aber dann keine "Heilung" kommt, ist die Enttäuschung riesig.
"Heilung" bei ES gibt es meiner Meinung nach überhaupt nicht. Wie bei einer Alkoholsucht ist die ES ein Teil der Persönlichkeitsstruktur geworden. Man kann lernen, damit umzugehen und die ES im Zaum zu halten, aber latent wird man immer rückfallgefährdet bleiben. Nur wenn man weiß, wo die Wurzeln der ES liegen, kann man die gefährlichen Situationen umgehen, und seine Probleme anders als mit Essen/Kotzen/Nichtessen bewältigen.
Ich habe ein paar Ursachen für meine vergangenen und heutigen ES aufgedeckt, so dass ich zur Zeit meine Fressanfälle im Griff habe. Ohne Diät (im Sinne von geplanter und kontrollierter Nahrungszufuhr) habe ich mittlerweile eine zweistellige Kilozahl verloren, aber das heißt nicht, dass das einfach war. Die Erforschung meiner inneren Beweggründe war schmerzhaft genug und hat mehr Disziplin erfordert als z.B. Weight Watchers. Da kommen einem Einsichten, die man nicht so gerne wahr haben möchte. Es hat aber auch dazu geführt, dass ich Bedürfnisse nach bestimmten Lebensmitteln, die ich früher hatte oder zu haben glaubte, jetzt nicht mehr habe.
Als Beispiel: Ich brauche keine Schokolade mehr, um mich zu trösten. Ich sorge jetzt lieber dafür, dass ich nicht erst in einen Seelenzustand gerate, in dem ich Trost nötig habe. Das heißt nicht, dass solche Situationen gar nicht mehr vorkommen, in denen ich fresse, aber sie werden immer seltener.
gabriele
19.02.2010, 09:12
@ Alexandra
dieses Buch habe ich nicht gelesen, das ist richtig. aber dafür viele andere schon. Mein Geldbeutel hat abgenommen, aber ich nicht. Und Seminare weiß ich halt von anderen, soll auch wenig bringen. Eine Therapie vielleicht, aber das muß man über viele Monate oder sogar Jahre durchziehen, sonst wird das nichts.
Ich finde mich nicht ab mit meiner Essstörung. Aber du hast Recht, man muß an sich selbst arbeiten. Nur- das kann ein Buchautor für mich nicht erledigen.
im Moment geht es eh nach unten mit meinem Gewicht, nachdem ich mein Arbeitspensum anders geordnet habe, dazu brauche ich aber kein Buch.
Alexandra
19.02.2010, 09:40
Hey Gabriele,
es freut mich für Dich, dass sich das gut entwickelt. Ich gebe Dir übrigens völlig recht: Kein Buch kann uns Betroffene einfach heilen.
Was ich an den Seminaren gut finde ist, dass die keine Vortragsform haben, sondern direkt praktisch gearbeitet wird. Das kann man dann für die eigene Arbeit mir nach Hause nehmen.
Viele Grüße
Alex
Alexandra
19.02.2010, 09:43
Liebe Sophie,
das finde ich total interessant. Hast Du eine Therapie gemacht? Wie sorgst Du dafür, dass Du nicht mehr in diese Situationen kommst?
Daran arbeite ich nämlich auch gerade.
Viele Grüße
Alex
Alexandra
19.02.2010, 10:07
Upps,
Speckhasi, ich hatte Deinen Eintrag erst übersehen.
Jetzt aber. Wenn Du meinen Eintrag weiter oben noch einmal genau liest, da habe ich versucht die Körperübung zu beschreiben (Wo es um meinen Essdrang wegen Liebeskummer ging).
Besser kann ich es leider nicht beschreiben.
Dass die Seminare etwas kosten und Maria die an nur fünf Orten in Deutschlabd durchführt, kann ich ihr als 'Einfrau-Unternehmen' nicht vorwerfen. Ich wüsste nicht, wie sie Deutschlands Esssüchtige gleichzeitig in ganz Deitschland und noch dazu für umsonst helfen sollte.
Und ehrlich gesagt bin ich bereit Geld auszugeben und auch ein Wochenende in eine andere Stadt zu fahren, um mir zu helfen. Es kostet ja nicht 10000 Euro oder findet nur einmal im Jahr in Papua statt.
Viele Grüße
Alex
PS: Natürlich gibt es nicht nur die Körperübung, aber der Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit dem Körper und mir hilft das am meisten.
Speckhasi
19.02.2010, 12:08
Liebe Alex,
OK, ich hab mich nochmal durch den Fred gelesen und dies von Dir gefunden:
Wenn ich Essdruck bekam, ohne körperlichen Hunger, habe ich mich hingelegt und in meinen Körper hineingehört, die Spannungen hochkommen lassen und sie nicht weggegessen. Ich kann es nur so schwer beschreiben, weil es ein innerer Prozess ist, aber man lässt die Spannungen zu und geht mit ihnen mit. Das musste ich lange immer wieder üben, bis ich überhaupt viel wahrnehmen konnte. Weil danach gefragt wurde, gebe ich ein Beispiel dafür: Ich hatte ziemlichen Liebeskummer ,und es ging mir wirklich mies. Eine Freundin hat mich abgeholt, wir wollten Essen gehen, ich hatte aber keinen körperlichen Hunger. Ich spürte einen enormen Drang, trotzdem zu essen. Also habe ich den Druck da sein lassen und genau in ihn hineingefühlt. Es dauerte eine Weile, dann musste ich sehr weinen, weil ich so traurig war wegen meines (Ex-)Freunds. Vorher war nur der Gedanke ‚ESSENESSENESSEN‘ (repeat) da, nach dem Weinen war der Druck weg und ich musste nicht mehr essen. Vorher wusste ich nicht einmal, dass ich gerade so traurig bin.Das ist quasi ein Zulassen der aufkommenden Gefühle ohne dem Essdruck erstmal nachzukommen. Das kenne ich da ich ja auch eine Esstherapie gemacht habe- dort ist das eine ganz gängige Übung. :) Selbstverständlich wurde der Körper da mit einbezogen- wie fühlt sich das an, wo fühlt man das, was passiert wenn ich es zulasse usw.
Mir gehts glaub ähnlich wie Günther, ich bin wirklich sehr tief in der Thematik drin und im Grunde weiß ich, dass jeder nur mit Wasser kocht und die Hauptarbeit selbstverständlich nur von einem selbst geleistet werden kann, dazu gehören die Bereitschaft sich mit sich und seinen Gefühlen auseinanderzusetzen.
Ich weiß dass einem kein Buch und auch kein Seminar und keine CD dieser Welt diese Arbeit abnehmen kann. Logisch. Aber es ist halt ein bisschen blöd wenn man für etwas was man wirklich schon wusste Geld auf den Tisch legt um zu erfahren dass der eigentliche Lösungsansatz lediglich in einem Seminar vermittelt werden kann.
Ich wünsche Dir wirklich von ganzem Herzen dass diese Methode bei Dir dauerhaft wirkt, dass Du quasi Deine Essproblematik abstreifen kannst.
Ich für mich bin schon fast so weit wie
@Sophie:
"Heilung" bei ES gibt es meiner Meinung nach überhaupt nicht. Wie bei einer Alkoholsucht ist die ES ein Teil der Persönlichkeitsstruktur geworden. Man kann lernen, damit umzugehen und die ES im Zaum zu halten, aber latent wird man immer rückfallgefährdet bleiben. Nur wenn man weiß, wo die Wurzeln der ES liegen, kann man die gefährlichen Situationen umgehen, und seine Probleme anders als mit Essen/Kotzen/Nichtessen bewältigen.
Dem kann ich nur zustimmen. Ich hatte Phasen, wo ich durch meine Erkenntnisse mein Normalgewicht 2 Jahre halten konnte, aber man darf einfach nicht aus den Augen verlieren dass man "rückfallgefährdet" ist.
Wenn die Sanchez'e Methode ein Mittel für Menschen ist dauerhaft Gewicht verlieren zu können: :applaus:
Selbstverständlich würde ich niemals verlangen dass jemand aus altruistischen Gründen seine Weisheiten an den Mann bringt. Das ist Unsinn. Aber ein Buch zu schreiben in dem vermittelt wird dass Überessen was mit Emotionen zu tun hat ist überflüssig. Das ist wirklich bekannt. Wobei ich sagen möchte dass das Buch gut erklärt und mit viel Liebe und Hingabe geschrieben ist. Von daher war es angenehm das zu lesen, ich hatte halt gar keine "Aha"-Effekte aber macht ja nichts. Es gibt genug Bücher die teuerer sind und nicht halb so viel Unterhaltungswert haben.
Im Grunde kann man jetzt nur abwarten was mit den Seminaristen in 10 Jahren gewichtsmäßig/essverhaltensmäßig passiert. Ich glaub im Moment ist es noch zu früh darüber zu diskutieren. :holy:
Zumindest hat jeder meine guten Wünsche auf seinem ganz persönlichen Essensweg.
Herzliche Grüße
Speckhasi
Knallfrosch
19.02.2010, 12:42
Das hast du wirklich schön gesagt, Speckhasi :daumen:
Alexandra
19.02.2010, 16:52
Liebe Sophie, lieber Speckhasi,
ich gebe Euch in vielen Punkten recht. Mich stoert nur, dass es fuer mich so klingt, als waere man einer Essstoerung eben fuer den Rest seines Lebens ausgeliefert und sollte sich auf keinen Fall grosse Hoffnungen machen, das Problem je loszuwerden.
Das ist mir zu frustrierend.
Viele Gruesse
Alexandra
gabriele
19.02.2010, 18:16
Liebe Sophie, lieber Speckhasi,
ich gebe Euch in vielen Punkten recht. Mich stoert nur, dass es fuer mich so klingt, als waere man einer Essstoerung eben fuer den Rest seines Lebens ausgeliefert und sollte sich auf keinen Fall grosse Hoffnungen machen, das Problem je loszuwerden.
Das ist mir zu frustrierend.
Viele Gruesse
Alexandra
das stört mich auch, aber ich denke, nur- wenn man sich selbst aufgegeben hat bekommt man so eine Denkweise. So weit sind wir dann doch noch nicht.
Speckhasi
19.02.2010, 19:36
das stört mich auch, aber ich denke, nur- wenn man sich selbst aufgegeben hat bekommt man so eine Denkweise. So weit sind wir dann doch noch nicht.
Nein, soweit sind wir nicht! :five:
Niemals aufgeben und den Mut verlieren.
@Alexandra: Sich aufgeben und die Sucht als Teil seiner Persönlichkeit annehmen sind noch 2 verschiedene paar Schuhe :) Ich bin davon überzeugt dass man mit seiner Sucht arbeiten kann, vielleicht sogar die Sucht als Wegweiser zum Kern des Problems sehen. ;)
Ein schönes Wochenende,
Speckhasi
Liebe Sophie,
das finde ich total interessant. Hast Du eine Therapie gemacht? Wie sorgst Du dafür, dass Du nicht mehr in diese Situationen kommst?
Daran arbeite ich nämlich auch gerade.
Viele Grüße
Alex
Ich habe keine Therapie direkt gegen ES gemacht. Vor über 20 Jahren war ich magersüchtig, depressiv und suizidgefährdet. Ich hatte zwar eine Therapie gegen die Depressionen verpasst bekommen, aber die war mehr oder weniger wirkungslos. Mir haben eher einzelne Menschen auf meinem Weg geholfen, die nichts mit Therapie zu tun hatten: Mitstudenten, ein Sachbearbeiter im Arbeitsamt, Gewerkschaftler, ein Personalchef, Kollegen, meine Schwester, diverse Lover....
Ich bin sozusagen alleine im Dunkeln mit blutigen Händen und Knien herumgekrochen, und manchmal hat irgendwer mir die Hand gereicht und mich einen Schritt weiter ins Helle gezogen oder geschoben.
Wenn du mich so verstanden hast, ich hätte mich der ES ausgeliefert und mich aufgegeben: das ist so nicht richtig. Im Gegenteil: durch die fast zwei Jahrzehnte lange Auseinandersetzung mir meinem Essverhalten (Hungern > Kotzen > Fressen) und meiner Psyche bin ich fühlbar innerlich gewachsen. Ich nehme meine ES an, wie eine Narbe im Gesicht: sie ist da, ok, aber ich lasse mich nicht davon zerbrechen.
Das In-Sich-Hineinhören, welche Gefühle ich überhaupt habe, ist ein wichtiger Schritt. Wenn man dazu Anleitung bekommt, ist das auch gut, vielleicht lernt man es dann sogar schneller.
Wenn ich meine Gefühle erkannt habe, kann ich versuchen, die negativen Emotionen anders zu bearbeiten als durch Essen: Ich könnte bei Liebeskummer so richtig depressive Musik hören, mich in die Badewanne legen und laut rausheulen, mich anschließend auftakeln und unverbindlich mit Fremden flirten zwecks Wiederaufbau des Selbstwertgefühls oder oder...
Der nächste Schritt ist dann, zu erkennen warum ich diese Gefühle habe. Der erste Ansatz ist da oft nicht der richtige: Ich habe Liebeskummer, weil X mich verlassen hat. Stimmt nur zur Hälfte. Klar hat er mich verlassen, und die erste Reaktion ist vielleicht, mir selbst die Schuld dafür zu geben. Aber warum macht es mich so unglücklich, dass er mich verlassen hat? Ist es die Kränkung meiner Eitelkeit durch die Zurückweisung? Habe ich Angst vor dem Alleinsein? Fühle ich mich benutzt? Die Antwort auf das Warum ist sehr schwer, und führt manchmal zu unangenehmen Erkenntnissen über mich selbst.
Daraus ergibt sich die Ursachenbekämpfung. Wenn in meinem Beispiel Angst vor Alleinsein der Grund für meine Verzweiflung ist, muss ich dafür sorgen, dass ich gute Freunde habe, die mich in den nächsten Situationen des Alleingelassenfühlens stützen können. Oder wenn ich mich ausgenutzt fühle, mache ich mir klar, dass das Leben keine Geschäftsbeziehung mit Ware und Preis ist, und dass ich ja auch etwas bekommen habe. Wenn mir das zu unerträglich wenig ist, werde ich beim nächsten Mal eben darauf achten, mich nicht immer zurückzunehmen, sondern auch auf meine Kosten zu kommen oder vorsichtiger mit dem "Geben" sein.
Irgendwann weiß ich dann, "Aha, Liebeskummer. Früher hätte ich den Kühlschrank leer gefressen. Pah. Wir hatten ne geile Zeit, jetzt ist es vorbei - ich bereue nichts."
Dieser Prozess ist aber nie abgeschlossen, das meine ich mit "rückfallgefährdet".
Ich habe mich entschlossen und mich im Oktober für ein Seminar in München angemeldet. Irgendjemand hatte darum gebeten, daß ich Ihr eine PN schicken soll, mit einem Erfahrungsbericht. Da einige Postings gelöscht werden mußten, bitte ich diejenige, mir dies bitte noch einmal kurz hier mit zuteilen. Ich hoffe, daß ich bis dahin überhaupt PNs senden darf.
kampfzwerg
17.08.2010, 17:35
Hallo Jörg,
es war Honigbiene, die um eine PN gebeten hatte.
Honigbiene
18.08.2010, 08:27
Ich habe mich entschlossen und mich im Oktober für ein Seminar in München angemeldet. Irgendjemand hatte darum gebeten, daß ich Ihr eine PN schicken soll, mit einem Erfahrungsbericht. Da einige Postings gelöscht werden mußten, bitte ich diejenige, mir dies bitte noch einmal kurz hier mit zuteilen. Ich hoffe, daß ich bis dahin überhaupt PNs senden darf.
Wie Kampfzwerg so richtig bemerkte, ich war das :hopps:
Hallo zusammen,
mit großem Interesse habe ich die letzten 3 Seiten gelesen und habe gemerkt, dass viele Menschen ohne grundsätzliche Kenntnisse versuchen abzunehmen.
Dies tun Sie ohne zu wissen warum man zunimmt! Und genau das finde ich gefährlich.
Durch eigene erfolgreiche Erfahrungen kann ich diese Seiten empfehlen:Wikipedia
Jo-Jo-Effekt (http://de.wikipedia.org/wiki/Jo-Jo-Effekt)
und
Diät (http://de.wikipedia.org/wiki/Di%C3%A4t)
[/URL][kommerziellen Diätlink gelöscht]
und
[kommerziellen Diätlink gelöscht] [URL="http://www.lust-zum-abnehmen.de/"] (http://www.immer-schoen-und-gesund.de/Gesundheit/abnehmen-ohne-diaet.html)
Ich habe innerhalb von [unnötige Gewichtsabnahmedokumentation gelöscht] abgenommen und mein Gewicht [...] gehalten. Also kein JoJo Effekt!
Gruß Nathalie
MissSilver
12.12.2010, 12:17
Hallo zusammen,
gemerkt, dass viele Menschen ohne grundsätzliche Kenntnisse versuchen abzunehmen.
Dies tun Sie ohne zu wissen warum man zunimmt! Und genau das finde ich gefährlich.
Gruß Nathalie
Das halte ich für eine unreflektierte Stammtischparole, gerade wir hier haben uns jahre- jahrzehntelang mit den Gründen beschäftigt.
Dralle Deern
12.12.2010, 12:34
Das halte ich für eine unreflektierte Stammtischparole, gerade wir hier haben uns jahre- jahrzehntelang mit den Gründen beschäftigt.Eben und genau deswegen ist hier ja auch das Anpreisen von irgendwelchen Abnehmprogrammen und Wundermittelchen sowie Gewichtsdokumentation untersagt :cool:
Durch eigene erfolgreiche Erfahrungen kann ich diese Seiten empfehlen:Wikipedia
Jo-Jo-Effekt (http://de.wikipedia.org/wiki/Jo-Jo-Effekt)
und
Diät (http://de.wikipedia.org/wiki/Di%C3%A4t)Echt jetzt? Da wäre ich ja nie drauf gekommen, diese Seiten mal zu studieren. Der absolute Wahnsinn! :bignase:
Aber mal im Ernst:
Ich weiß genau, warum ich zugenommen habe. Deshalb weiß ich auch genau, warum ich nicht ohne Weiteres abnehme.
Und dann weiß ich noch, dass jeder Mensch eine andere Geschichte hat und es ergo keine Patentrezepte gibt.
kampfzwerg
12.12.2010, 12:52
Ich weiß genau, warum ich zugenommen habe. Deshalb weiß ich auch genau, warum ich nicht ohne Weiteres abnehme.
Und dann weiß ich noch, dass jeder Mensch eine andere Geschichte hat und es ergo keine Patentrezepte gibt.In Krimis müssen meistens diejenigen sterben, die zu viel wissen.
Aber das hier ist kein Krimi... da leiden dann meistens diejenigen, die nicht genug wissen und nicht vielschichtig genug informiert sind.
Knallfrosch
13.12.2010, 11:03
Wau! Endlich klärt mich mal jemand darüber auf, dass es diesen komischen Jojo-Effekt gibt. Jetzt muss ich doch nicht dumm sterben. Dass ich ohne "grundsätzliche Kenntnisse" bin, macht mich aber jetzt echt betroffen. :-p
gabriele
13.12.2010, 14:03
Wau! Endlich klärt mich mal jemand darüber auf, dass es diesen komischen Jojo-Effekt gibt. Jetzt muss ich doch nicht dumm sterben. Dass ich ohne "grundsätzliche Kenntnisse" bin, macht mich aber jetzt echt betroffen. :-p
ich habe davon noch nie gehört.:rolleyes:
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