Krümelchen
15.04.2009, 13:43
Seit 01.01.06 bin ich Frührentnerin auf Grund meiner mangelnden seelischen Belastbarkeit, bin manisch-depressiv und froh, dass ich es finanziell nicht allzu nötig habe, zu arbeiten. Denn Arbeit war für mich so ziemlich das Letzte, um Selbstvertrauen zu gewinnen. Im Gegenteil. :genervt:
Von Anfang an waren die Chefs von mir nicht begeistert, das trifft auch auf die Kollegen zu. Dabei war ich nicht immer dick, aber es wurde einfach immer schwerer, sich zu behaupten. Ein Chef hat mir mal unumwunden erklärt, dass mir männliche Kollegen mehr helfen würden, wenn ich weniger wiege. Das war schon ein Hammer.
An meinem letzten Arbeitsplatz propagierte die schlanke ältere Kollegin die weight watchers und überredete mich dazu, auch dorthin zu gehen. Dort fand ich es schrecklich, dass fast jeder innerhalb einer Woche es schaffte, 3 kg abzunehmen, während ich dafür 3 Monate brauchte, und bei jeder Abnahme von 3 kg wurde geklatscht. Bei mir war es eher Mitleid als Applaus.
Mein rechtes Knie ist durch mehrere Unfälle (Meniskusschaden usw.) stark geschädigt und im letzten Jahr in der letzten Firma hatte ich erneut einen Unfall mit Knochenbruch, humpelte monatelang herum und war mehr krank als gesund, nicht zuletzt auch durch die Depression, die ich bekam, als der Chirurg mir prophezeite, ich säße bald im Rollstuhl, wenn ich nicht schleunigst abnähme.
Das Mobbing war vielfältig; einer sagte mal über mich zu einem Dritten: "Wenn die aufstehen und oben nachsehen muss, ist das für die schon Sport", oder es fand eine Betriebsversammlung statt, zu der ich nicht eingeladen wurde und von der ich im Nachhinein erfuhr.
Einmal wurde bei einer Zeitarbeitsfirma behauptet, ich habe schlecht gearbeitet. Als ich die Leihfirma anrief und um Schilderung meiner Fehler bat, fielen die aus allen Wolken und sagten, sie hätten sich gar nicht über mich beschwert, im Gegenteil, sie fanden es doof, nach einer Woche jemand anderen einarbeiten zu müssen. Da stand ich wohl von Anfang an auf der Abschussliste, muss aber nicht unbedingt am Übergewicht gelegen haben.
Die letzte Firma hat mich wohl gekündigt, sie führten einen kleinen Fehler als Grund vor, weil ich so oft krank war, bedingt durch den Unfall und die daraus resultierenden Rehamaßnahmen usw.
Ich habe auch gute Erfahrungen gemacht, in einem kleinen Laden mit einer Druckerei, wo wir nur zu zweit oder zu dritt saßen. Aber wie finde ich wieder so einen Arbeitsplatz... und ich muss ja auch keinen finden.
An allen Arbeitsplätzen führten pummelige und schlanke Mitarbeiterinnen irgendwelche Diäten mit Pülverchen oder weight watchers durch. Natürlich war ich immer probierfreudig und habe alles mit gemacht. Mit den immer gleichen Resultaten: So schnell es runter geht, geht es doppelt so schnell wieder rauf. :mad:
Fast überall wurde hinter mir hergetuschelt, mindestens 2 mal versuchten sie mich, herauszuekeln. Anfangs war es nicht das Gewicht, da war es meine Schüchternheit, weil ich aus nem strengen Elternhaus komme, wo ich ständig niedergemacht wurde. Aber sobald ich ein paar Kilo zuviel hatte, war es meine Statur. Ich bin nicht so groß und daher wohl zu klein für mein Gewicht.;)
Seit 2006 bin ich froh, nicht mehr arbeiten zu müssen, jedenfalls nicht für andere. Ich betreibe 3 Homepages und ein Forum, in dem nicht viel los ist. Außerdem stricke ich viel und hin und wieder gehe ich spazieren, auf Motivsuche wie blühende Sträucher, Blumen, Landschaften usw. und stelle die Fotos online.
Als Kind habe ich schon viel geschrieben, sobald ich schreiben konnte, und gedichtet. Deshalb bin ich schon lange Schriftstellerin und habe immer wieder neue Ideen; für einen Kriminalroman nehme ich den Stoff aus dem eigenen Leben, ansonsten schreib ich viel Kurzgeschichten und Gedichte.
Deshalb bin ich auch nicht arbeitslos: Mit der Rente und etwas Haushaltsgeld von meinem Mann kann ich ganz gut meine Hobbies zum Beruf machen. Dabei muss mich ja keiner sehen und umgekehrt. So erlebe ich eben viel virtuell.
Auf der Arbeit (ich hab Bürokauffrau gelernt) gab es immer wieder frustrierende Misserfolge und unzufriedene Chefs, Kollegen haben getuschelt und waren still, als ich ins Zimmer kam oder redeten plötzlich laut über die Arbeit und verließen es.
Ganz ehrlich: Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder in den erlernten Beruf zurückzukehren. Das war nicht ich, die Eltern wollten, dass ich was "Anständiges" lerne und nicht meinen "brotlosen Künsten" nachgehe. Nun tue ich doch, was ich nicht lassen kann, und bin damit ganz zufrieden. Nur Geld lässt sich wirklich nicht damit verdienen.
Von Anfang an waren die Chefs von mir nicht begeistert, das trifft auch auf die Kollegen zu. Dabei war ich nicht immer dick, aber es wurde einfach immer schwerer, sich zu behaupten. Ein Chef hat mir mal unumwunden erklärt, dass mir männliche Kollegen mehr helfen würden, wenn ich weniger wiege. Das war schon ein Hammer.
An meinem letzten Arbeitsplatz propagierte die schlanke ältere Kollegin die weight watchers und überredete mich dazu, auch dorthin zu gehen. Dort fand ich es schrecklich, dass fast jeder innerhalb einer Woche es schaffte, 3 kg abzunehmen, während ich dafür 3 Monate brauchte, und bei jeder Abnahme von 3 kg wurde geklatscht. Bei mir war es eher Mitleid als Applaus.
Mein rechtes Knie ist durch mehrere Unfälle (Meniskusschaden usw.) stark geschädigt und im letzten Jahr in der letzten Firma hatte ich erneut einen Unfall mit Knochenbruch, humpelte monatelang herum und war mehr krank als gesund, nicht zuletzt auch durch die Depression, die ich bekam, als der Chirurg mir prophezeite, ich säße bald im Rollstuhl, wenn ich nicht schleunigst abnähme.
Das Mobbing war vielfältig; einer sagte mal über mich zu einem Dritten: "Wenn die aufstehen und oben nachsehen muss, ist das für die schon Sport", oder es fand eine Betriebsversammlung statt, zu der ich nicht eingeladen wurde und von der ich im Nachhinein erfuhr.
Einmal wurde bei einer Zeitarbeitsfirma behauptet, ich habe schlecht gearbeitet. Als ich die Leihfirma anrief und um Schilderung meiner Fehler bat, fielen die aus allen Wolken und sagten, sie hätten sich gar nicht über mich beschwert, im Gegenteil, sie fanden es doof, nach einer Woche jemand anderen einarbeiten zu müssen. Da stand ich wohl von Anfang an auf der Abschussliste, muss aber nicht unbedingt am Übergewicht gelegen haben.
Die letzte Firma hat mich wohl gekündigt, sie führten einen kleinen Fehler als Grund vor, weil ich so oft krank war, bedingt durch den Unfall und die daraus resultierenden Rehamaßnahmen usw.
Ich habe auch gute Erfahrungen gemacht, in einem kleinen Laden mit einer Druckerei, wo wir nur zu zweit oder zu dritt saßen. Aber wie finde ich wieder so einen Arbeitsplatz... und ich muss ja auch keinen finden.
An allen Arbeitsplätzen führten pummelige und schlanke Mitarbeiterinnen irgendwelche Diäten mit Pülverchen oder weight watchers durch. Natürlich war ich immer probierfreudig und habe alles mit gemacht. Mit den immer gleichen Resultaten: So schnell es runter geht, geht es doppelt so schnell wieder rauf. :mad:
Fast überall wurde hinter mir hergetuschelt, mindestens 2 mal versuchten sie mich, herauszuekeln. Anfangs war es nicht das Gewicht, da war es meine Schüchternheit, weil ich aus nem strengen Elternhaus komme, wo ich ständig niedergemacht wurde. Aber sobald ich ein paar Kilo zuviel hatte, war es meine Statur. Ich bin nicht so groß und daher wohl zu klein für mein Gewicht.;)
Seit 2006 bin ich froh, nicht mehr arbeiten zu müssen, jedenfalls nicht für andere. Ich betreibe 3 Homepages und ein Forum, in dem nicht viel los ist. Außerdem stricke ich viel und hin und wieder gehe ich spazieren, auf Motivsuche wie blühende Sträucher, Blumen, Landschaften usw. und stelle die Fotos online.
Als Kind habe ich schon viel geschrieben, sobald ich schreiben konnte, und gedichtet. Deshalb bin ich schon lange Schriftstellerin und habe immer wieder neue Ideen; für einen Kriminalroman nehme ich den Stoff aus dem eigenen Leben, ansonsten schreib ich viel Kurzgeschichten und Gedichte.
Deshalb bin ich auch nicht arbeitslos: Mit der Rente und etwas Haushaltsgeld von meinem Mann kann ich ganz gut meine Hobbies zum Beruf machen. Dabei muss mich ja keiner sehen und umgekehrt. So erlebe ich eben viel virtuell.
Auf der Arbeit (ich hab Bürokauffrau gelernt) gab es immer wieder frustrierende Misserfolge und unzufriedene Chefs, Kollegen haben getuschelt und waren still, als ich ins Zimmer kam oder redeten plötzlich laut über die Arbeit und verließen es.
Ganz ehrlich: Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder in den erlernten Beruf zurückzukehren. Das war nicht ich, die Eltern wollten, dass ich was "Anständiges" lerne und nicht meinen "brotlosen Künsten" nachgehe. Nun tue ich doch, was ich nicht lassen kann, und bin damit ganz zufrieden. Nur Geld lässt sich wirklich nicht damit verdienen.