Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Maischberger: Dicke am Pranger: Faul, gierig, undiszipliniert?
Dicke am Pranger: Faul, gierig, undiszipliniert?
(http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=14.04.2009&startseite=true)
Die Gästeliste verspricht eine interessante Diskussion.
Sabine Nass und Thomas Sittinger sind Vertreter der Adipositaschirurgie-Selbsthilfe-Deutschland e.V. (http://www.acsdev.info/) (= Jünger des deutschen AC-Papstes). Sabine Nass gehört zu denjenigen, die eine Zweit-OP in Anspruch nehmen mussten.
Über die beiden gab es auch einen Artikel in der Süddeutschen:
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/112/459751/text/
Man beachte insbesondere den zuoberst stehenden Leserkommentar.
Wie alles Interessante wieder mitten in der Nacht ... was denken die eigentlich, wovon die Beiträge für die Öffentlichen bezahlt werden???
Ich hoff, dass ich so lange durchhalte, interessieren würds mich vor allem wegen Dr. Frank.
Die Operierten und die tussige "Ernährungsberaterin" werden eh nur Mist labern ...
Zur Sendung: Ich hatte bereits sowohl mit Margit Schönberger als auch mit Dr. Frank das Vergnügen eines Gesprächs. Beide sind argumentativ sehr stark und können sicher gut bestehen. Den Gegenpart finde ich wichtig - und fand sicher auch die Redaktion wichtig. Man kann ja zu Frau Nass und ihrem Partner stehen wie man will, aber eine Diskussion ist sinnlos, wenn man keinen Gegenpart hat. Erst durch den direkten Diskurs lässt sich überhaupt widerlegen, dass die AC eine sinnvolle Lösung ist.
@ Darcy:
Ich muss morgen bis Mitternacht arbeiten und kann auch nicht gucken. Entweder ich nehme mir die Sendung auf (ja, ich habe immer noch den ollen Videoheimer hier stehen ... und der tut's noch!) oder ich gucke sie nachträglich online. Vielleicht wäre das ja auch eine Option für dich?
Also da ich sehr oft sehr früh raus muss, für andere mitten in der Nacht so gegen 2 Uhr, fällt es mir schwer Abends so lange die Augen offen zu halten, aber das Morgen Abend werde ich mir nicht entgehen lassen, denn Mittwoch habe ich frei. Für den Fall das ich vorher doch einschlafe werde ich mir den Wecker stellen, denn diese Diskussion will ich nicht verpassen.
Mit den Schubladen von wegen faul, stinken und und und ist das ja so eine Sache. Mir hat mal eine Kollegin gesagt beim Ablösen komisch Dicke stinken ja normalerweise immer aber bei mir sei ihr das noch nie aufgefallen.
Meine Antwort: Stinken oder nicht ist eine Sache der Körperpflege und ich kenne jede Menge Dünne die stinken.
Und außerdem sollen Dünne ja meistens hübsch sein, trifft bei Dir ja auch nicht zu oder? Zumal von von Ihren ca. 30 cm. langen Haaren 25 wegen Spliss abschneiden könnte.
Ich hasse Intolleranz, und die kommt ja auch oft in Diskussionen irgendwann auf, zumindest von der Seite der die logischen Argumente ausgehen.
liebe Grüße
Maggy46:)
Ich habe den Thread mal geteilt. Die Diskussion um den amerikanischen Blog geht hier (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=5714) weiter.
Noch bin ich wach - weiß einer, wie lang die Sendung ca. geht?
Ich habe die Sendung gestern Abend gesehen, was definitiv ein Fehler war, weil sie mich die ganze Nacht verfolgt hat und ich hundsmiserabel geschlafen habe. Aber keine Sorge! Es war keine negative Verfolgung, sondern eine verzückte.
Wir wissen ja nun, da ich selbst Gast bei Maischberger (http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=08.05.2007&Suche+starten.x=16&Suche+starten.y=14) war, dass die dortige Redaktion unser Forum und unsere Haltung zu gewissen Fragen kennt, und ich bin einigermaßen sicher, dass auch bei uns dazu recherchiert wurde. Jedenfalls war diese Sendung weitgehend auf unserer Wellenlänge.
Man sollte vorab sagen, dass 1 ¼ Stunden einfach zu kurz sind, um solch ein komplexes Thema abzuhandeln. Daher blieb vieles nur an der Oberfläche, leider.
Die Sendung begann damit, dass Sandra Maischberger Sabine Nass und ihren Lebensgefährten Thomas Sittinger vorstellte. Sabine Nass hatte sich 2006 einer Magenbypass-Operation unterzogen und seither 80 kg abgenommen. Thomas Sittinger bekam im Februar einen Schlauchmagen und hatte bereits 25 kg abgenommen.
Ihre Reden waren eine klare Zusammenfassung der in den Adipositaschirurgieforen anzutreffenden Haltung: Schuldbewusst haben sie sich hemmungslos auf ihr hohes Gewicht gefuttert und sahen nach zig Versuchen abzunehmen keine andere Chance mehr als die OP. Während es eindeutige Studien gibt, die den Erfolg der operativen Maßnahmen belegen, warten sie immer auch auf solche Studien, die den Erfolg konservativer Maßnahmen belegen. Die Möglichkeit, den Körper einfach mal in Frieden zu lassen, gab es ganz eindeutig auf ihrer Liste nicht. Den Körper auf Schlankheit zu trimmen, so kam es bei mir an, ist Pflicht. Bedauerlich fand ich, dass Frau Nass die häufigen Zweit-, Dritt- und Viert-OPs unerwähnt ließ. Sie sprachen auch über die tägliche Diskriminierung, die wir alle kennen, sahen aber auch hier die Anpassung als einzige Option. Natürlich kann ein dicker Mensch sich nicht wohlfühlen, wobei Sabine Nass schon einschränkte, dass zumindest sie sich das nicht vorstellen könne.*
Bemerkenswert und beruhigend fand ich, dass Sandra Maischberger zwar die hohen Gewichtsverluste erwähnte, sie aber nicht feierte. Im Gegenteil, sie hakte eigentlich recht zügig mit Fragen zum enormen Risiko dieser Operationen ein. Es blieb ein kritischer Beigeschmack, der sich auch durch die weitere Sendezeit zog. Insgesamt wirkten Sabine Nass und Thomas Sittinger eher blass.
Gunter Frank (http://www.lizenz-zum-essen.de/) war ja nun schon häufiger Thema hier im Forum. Daher erspare ich es mir, hier im Einzelnen auf seine Statements einzugehen. Er vertrat sehr ruhig und sehr von seinen Erkenntnissen überzeugt seinen Standpunkt und führte seine Argumente an. Wie Udo Pollmer hat aber auch er das Problem, dass seine Argumente zu komplex sind, um sie mal eben so in einer Talkshow zu vermitteln. Allerdings geht er damit nicht so emotional um wie Udo Pollmer. So hatte er, wenngleich er voll auf Pollmers Welle schwimmt, z. B. heute in den AC-Foren auch eine gute Rezeption, was mich erstaunt hat, denn Pollmer wird dort regelmäßig als Populist (?!?) beschimpft.
Bemerkenswert fand ich auch, dass er Sabine Nass und Thomas Sittinger ganz offen mit ihrem "falschen" (selbst gewählten) Schuldbewusstsein konfrontierte.
Johann Lafer, der mit der Diät von ... (?) wurde hier auch schon mal diskutiert, habe aber den Namen vergessen ... abgenommen hatte, zeigte, was er so an einem Tag isst. Dabei beeindruckten mich die 6 Brötchen mit Butter, Marmelade und Nutella zum Frühstück. DAS würde ich auch beim allerbesten Willen niemals schaffen. Aber nun gut ...
Allerdings machte Gunter Frank keinen Hehl daraus, was er davon denkt, dass alle Jahre irgendwelche Promis Bücher über ihre Diäten schreiben und schlug vor, mit Herrn Lafer in drei Jahren noch einmal zu diskutieren. Als Beispiele führte er "Der lange Weg zu mir selbst" und "MoppelIch" an und meinte, es sei doch mal interessant, darüber nun heute z.B. mit Joschka Fischer und Susanne Fröhlich zu diskutieren, ohne zu sagen, warum ... aber der geneigte Zuschauer wusste diese subtilen Andeutungen natürlich durchaus einzuordnen. :-D
Johann Lafer fand sich am Ende ganz schön in der Defensive wieder und betonte, das sei SEIN Weg, der für ihn gut gewesen sei. Für mich blieb an dieser Stelle die Frage im Raum stehen: Und warum hat er dann ein Buch darüber geschrieben?
Margit Schönberger vertrat im Großen und Ganzen unseren Standpunkt, gab aber auch zu verstehen, dass es ein hartes Stück Arbeit ist, dahin zu kommen, und dass sie nicht von heute auf morgen zu ihren Erkenntnissen gekommen ist. Das meiste, was sie gesagt hat, hätte auch von uns sein können.
Nun komme ich zum Bonbon des Abends: Annette Heller. Wie meine seinerzeitige Gegenspielerin kam sie tatsächlich nicht zu Potte und war in meinen Augen auch nicht ernst zu nehmen.
Sandra Maischberger fragte sie zunächst, ob sie ihren BMI kenne. Sie antwortete: "20". Als Sandra Maischberger das in Zweifel zog, korrigierte sie auf 19. Und schließlich ließ Frau Maischberger die Katze aus dem Sack. Ihr Team habe errechnet, dass sie einen BMI von 17,5 habe und damit untergewichtig sei. Was sie denn nun dazu zu sagen habe. Es folgte ein unglaubliches Gestammel, das wohl zum Ausdruck bringen sollte, dass man so einen BMI nicht als den Maßstab aller Dinge ansehen dürfe, das aber dann in der weiteren Diskussion und zur offensichtlichen Erleichterung von Frau Heller unterging. Später relativierte sie auch ihre Aussage aus der Ankündigung zur Sendung, wonach Dicke mehr Krankenkassenbeiträge zahlen sollten.
Gunter Frank ging mehrfach auf die Anti-Dicken-Programme der Bundesregierung und auf seinen Disput mit der AOK (http://www.lizenz-zum-essen.de/index.php?link=tundt#AOK) bezüglich des Powerkids-Programms ein und erklärte, was Programme dieser Art insbesondere bei Kindern anrichten. Erfahrungen, die viele unserer User ja in ihrer Kindheit auch gemacht haben. Er arbeitete heraus, dass genau dieser Druck, der da erzeugt wird, eine Hauptursache des Problems Übergewicht ist.
Annette Heller, die wohl an solchen Programmen beteiligt ist, reagierte empört, brachte als Argument aber nur ein sehr dümmlich klingendes: "Das ist doch toll, wenn Kinder frühzeitig lernen, was frische Lebensmittel sind." Ich kann das leider nicht so wiedergeben, wie es klang, weil es die Art war, wie sie dieses "das ist doch toll" betont hat, die mich die Hand hat vor die Stirne schlagen lassen. Das Video wird ja sicher in Kürze online sein. Schaut es Euch selber an.
Es gab auch einen kurzen Disput zwischen Frau Schönberger und Frau Heller, in dem Frau Heller Eltern grundsätzlich die Befähigung absprach, ernährungstechnisch angemessen für ihre Kinder zu sorgen, weshalb das der Staat übernehmen müsse, was Frau Schönberger zu Recht empörte.
Die Aussage, die für mich die aussagekräftigste Brücke zu unserer Arbeit hier schlug, kam von Gunter Frank:
Er fragte Herrn Sittinger, mit wie viel Kilos er seine erste Diät gemacht habe. Dieser antwortete mit 90 - 95 kg. Darauf sagte Gunter Frank: "Sehen Sie, wenn sie damals diese Diät nicht gemacht hätten, hätten sie wahrscheinlich fröhlich weiter essen können und wären gesund mollig geblieben."
Frau Maischberger möchte ich noch ein großes Dankeschön sagen, denn ihre Moderation hob sich von vielem, was wir in dieser Richtung gesehen haben, ab. Schon allein, dass sie eingangs der Sendung direkt die kritischen Fragen zur Adipositaschirurgie stellte, ist ihr hoch anzurechnen.
* Kleine Anmerkung am Rande; in einem Forum las ich heute Morgen diese Bemerkung zu Frau Schönberger, die mich herzlich lachen ließ: "und die andere dame die sagt ds sie sich wohlfühlt, das glaube ich auch nicht!!! Sie bildet sich das ein, das sie sich wohlfühlt, damit sie keine Depris bekommt" (Quelle (http://www.adipositasverband-international.de/forum/thread.php?threadid=44727)) ... bleibt die Frage, was ist besser, sich etwas einzubilden oder Depris zu haben ...?!? U n g l a u b l i c h!!!
Frau Maischberger möchte ich noch ein großes Dankeschön sagen, denn ihre Moderation hob sich von vielem, was wir in dieser Richtung gesehen haben, ab. Schon allein, dass sie eingangs der Sendung direkt die kritischen Fragen zur Adipositaschirurgie stellte, ist ihr hoch anzurechnen. Dem kann ich mich nur anschließen. Ich halte Frau Maischberger ohnehin für überaus fair, dennoch war ich beeindruckt, dass sie erstens gar nicht auf den allgemeinen Vorurteilen herumgeritten ist und zweitens diese als das bezeichnet hat, was sie sind. Auch ich kann mir vorstellen, dass sie nicht so ganz unbeeinflusst von uns bzw. von der Begegnung mit Martina geblieben ist. ;)
Die sehr defensive Haltung von Frau Dr. Heller hat mich allerdings überrascht, vor allem hat mir die Stelle mit ihrem BMI sehr zu denken gegeben.
Johann Lafer fand ich eigentlich entbehrlich, ich hätter lieber mehr von Frau Schönberger gehört.
Die beiden Magenoperierten fand ich völlig unüberzeugend. Vor allem denke ich, dass die Selbstbezichtigung "Wir haben zu wenig gegessen und uns zu wenig bewegt" eher ein bequemer Ersatz für eine ehrliche Analyse ihrer Gewichtsprobleme ist. Das Nachher-Bild von Frau Naß fand ich regelrecht abschreckend. Mittlerweile sieht sie schon wieder besser aus, aber den Satz "Ich werde engmaschig überwacht" habe ich für mich persönlich als "ich muss jetzt immer engmaschig überwacht werden" interpretiert. Dass sie wirklich insgesamt an Lebensqualität gewonnen hat, glaube ich nicht. Vielmehr kann ich mir vorstellen, dass sich ihre Probleme verschoben haben.
"Wir haben zu wenig gegessen und uns zu wenig bewegt"Du meinst, "zu viel gegessen", denke ich. ;)
Martina, danke für die detaillierte Zusammenfassung, ich habs natürlich mal wieder verpasst und werde mir die Sendung online angucken, sofern möglich.
Also das Buch nach dessen Vorgaben Lafer abgenommen hat ist von
Dr. Pape und Dr. Schwarz. Letzterer ist Betriebsarzt bei der Stadt Köln.
Ich habe einige Kollegen die mit dieser Ernährungsform abgenommen habe,
aber die meisten haben danach hoffnungslos wieder zugenommen, insofern
werde ich mir Lafer genau anschauen in der nächsten Zeit.
In meinem Job muss ich ja alle 3 Jahre zur Untersuchung beim Betriebsarzt und schon mehrfach wurde mir diese Form der Ernährung von Dr. Schwarz ans
Herz gelegt, aber ich für meinen Teil kann nur sagen 5 - 6 Brötchen zum Frühstück mit Nutella oder Marmelade und ich würde wirklich kot.......
Ich esse gerne aber das ist mir beim Gedanken allein schon zuwider.
liebe Grüße
Maggy46
Du meinst, "zu viel gegessen", denke ich. ;) so ist es. :grins:
Krümelchen
15.04.2009, 12:32
Wer die Sendung verpasst hat, kann sie über http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=14.04.2009&startseite=true aufrufen und das Video zur Sendung gucken.
Ich fand die Sendung sehr interessant, aber als die Ernährungstipps kamen, verging mir der Appetit. Die eine Ärztin ist selber untergewichtig, der Arzt hat richtig erkannt, dass Dicke meist viel weniger Kalorien zu sich nehmen als Schlanke und das Stresshormon Cortisol eine nicht unwesentliche Rolle spielt.
Meine Schwester hat allergisches Asthma und muss daher immer Cortisonspray nehmen. Deshalb bleibt sie jetzt auch, wie sie ist. Wenn ich so bleiben muss, will ich mich so annehmen, wie ich bin, egal was andere sagen und was die Ärzte meinen. Nach jeder Diät war ich dicker als vorher, mir geht es wie Frau Schönberger.
:applaus:Jedenfalls Applaus für diese informative Sendung, und auf dass auch andere Nicht-Betroffene ein bisschen mehr Verständnis für Dicke aufbringen werden, wenn öfters Aufklärung in dieser Hinsicht betrieben wird.
Dralle Deern
15.04.2009, 15:11
Johann Lafer, der mit der Diät von ... (?) wurde hier auch schon mal diskutiert, habe aber den Namen vergessen ... abgenommen hatte, zeigte, was er so an einem Tag isst. Dabei beeindruckten mich die 6 Brötchen mit Butter, Marmelade und Nutella zum Frühstück. DAS würde ich auch beim allerbesten Willen niemals schaffenDas hab ich spaßeshalber vor einziger Zeit auch mal ausprobiert. Gekommen bin ich zur 3. Brötchenhälfte, danach war mir speiübel und mein Selbstversuch beendet :-D
Die Sendung werde ich mir nachher online in Ruhe ansehen, dennoch danke Martina, für die Zusammenfassung :)
Das hab ich spaßeshalber vor einziger Zeit auch mal ausprobiert. Gekommen bin ich zur 3. Brötchenhälfte, danach war mir speiübel und mein Selbstversuch beendet :-D
Ich würde es mir schon zutrauen... allerdings habe ich bis jetzt nur praktische Erfahrung im Verzehr von 4 Brötchen. Müsste ich das allerdings jeden Morgen durchziehen, sollte ich wohl auf den Bau arbeiten gehen, um mein Gewicht nicht innerhalb eines Jahres um das zu steigern, was Lafer damit abgenommen hat ;)
LG
LOF
Hi, ich habe die Sendung gestern auch gesehen und auch mich hat sie aufgewühlt zurückgelassen. Grade bei den Aufführungen von Herrn Frank habe ich mich wiedergefunden:
Ein 4-jähriges Mädchen mit Babyspeck, dem bei einem Besuch von Bekannten der angebotene Keks verboten wurde, ein 6-jähriges, dem vom Vater die dicke Nachbarin gezeigt wurde: "So wie die willst du doch nicht etwa aussehen??!", ein Teeniemädel, das beim Mittagessen nach 2 Kartoffeln mehr fragte und das dann stundenlange Diskussionen ertragen musste (alles nur zu meinem Besten natürlich) und das dann anfing, heimlich zu essen......................... .........bei einem Abnehmprogramm (in den 80er Jahren) war ich übrigens auch mal (ich hatte dabei aber nicht abgenommen, was dann so kommentiert wurde: "Naja, wenigstens ist nicht noch mehr dazugekommen!)
Ich wünsche mir sehr, dass Herr Frank Erfolg hat und auch insgesamt die Arbeit dieses Forums. Warum ist es so schwer, einen Menschen so anzunehmen, wie er ist? Warum sind gerade Eltern diejenigen, die ihrem Kind keinen Halt geben und nicht sehen, dass da das Selbstbewußtsein einer kleinen Seele zerstört wird??
Ich glaube, dass diese Eltern ehrlich das Beste für ihr Kind wollen- vielleicht haben sie selber es so gelernt oder erlebt?
Hadern hilft jedenfalls nicht und auf die Eltern wütend zu sein, hilft nur bedingt und ist nur ein Teil des Heilungsprozesses.
Wir sind erwachsen und das heißt, dass wir für uns selber verantwortlich sind. Egal, was die Eltern falsch gemacht haben und wie schwer wir an unserem Erbe tragen, wir leben im Jetzt und Hier. Es ist nicht schlimm, sich helfen zu lassen, ganz im Gegenteil, aber ohne Eigenverantwortung gehts nicht.
Letztens habe ich einen Vortrag von Frau Asgodom gehört, die sagt, dass alles seinen Preis hat. Handeln hat seinen Preis und Nichthandeln hat seinen Preis. Da hat sie Recht - es liegt an uns, zu entscheiden wie es mit uns selber weitergeht...
Aufklärung ist allerdings wichtig! Wer es bis hier her ins Forum geschafft hat, sollte diese Aufklärung hinaus in die Welt tragen. Selbst wenn der Einzelne vielleicht nicht viel erreicht: Steter Tropfen höhlt den Stein und jedes Kind, das wegen unserer Aufklärung ein besseres Leben hat als das Mädchen in Ciras Beispiel ist ein kleiner Erfolg!
Ich habe einige Kollegen die mit dieser Ernährungsform abgenommen habe,
aber die meisten haben danach hoffnungslos wieder zugenommen, insofern
werde ich mir Lafer genau anschauen in der nächsten Zeit.
liebe Grüße
Maggy46
Ich habe jetzt immer zwischendrin ein Stück geschaut, da ich es am Abend nicht sehen konnte.
Entweder habe ich Matsch auf meinen Augen oder ich sehe richtig, dass der Herr Lafer jetzt bei der Diskussion etliches mehr wiegt, als auf dem Cover seines Buches, welches ja kurz eingeblendet wurde.
Das Foto auf dem Buch soll ihn doch nach erfolgreicher Diät zeigen, oder?
Wenn ja, dann hat ihn der Jojo schon wieder voll in den Fängen.
Dralle Deern
15.04.2009, 20:58
Gerade haben wir die Sendung beim Abendessen :hihi: gesehen. Den Dr. Frank möchte ich gern persönlich kennenlernen :daumen:
Interessant fand ich, wie unwohler Johann Lafer sich im Laufe der Sendung immer fühlte. Allein beim ersten Gegenwind von Dr. Frank sah er so verstört aus, als sei er mit der Prämisse in die Sendung gegangen, für seinen "Erfolg" gebührend gefeiert zu werden :-D
Ein bisschen bedauere ich ja, nicht selbst als Gast in dieser Sendung gewesen zu sein. Mit der - in meinen Augen total unsympathischen - Dr. Heller hätt ich mich ja gern mal .... unterhalten :cool2: :cool2: :cool2:
dicke Mama
15.04.2009, 22:58
Ich hab mir die Sendung gestern Abend angesehen, ich fand sie sehr gelungen, Martina hat es ja schön zusammen gefasst.
Wenn ich in Heidelberg wohnen würde, wäre ich eine neue Patientin von Dr. Frank. Er hat mich sehr beeindruckt, ein Arzt, der sich so sehr für dicke Menschen einsetzt und so ein fundiertes Wissen an den Tag legt, alle Achtung. Und wie er dem Lafer mit seinem Buch den Wind aus den Segeln nahm, einfach Klasse, dem Lafer entgleisten die Gesichtszüge.
Die Frau Dr. Heller dagegen wußte wohl nicht so recht von was sie sprach, denn sie wiedersprach sich selbst, sie wurde ganz zahm, denn sie konnte ihre Behauptungen und Beschuldigungen nicht aufrecht erhalten.
Zu den beiden AC-Operierten kann ich nur sagen, sie geben einfach das wieder, was alle aus diesen Foren sagen. Dazu hat der Dr. Frank aber auch eine sehr gute Meinung und sagt auch etwas zu den sehr massiven Risiken einer solchen OP. Und wie Fr. Nass selbst sagte, leidet sie unter Mangelernährung und Mangelversorgung, ich glaube sie hat sogar wirklich leidet gesagt, bin mir aber nicht sicher.
Ich erzählte meinem ältesten Sohn (22)von der Sendung, dass der Arzt meinte, ein dickes Kind, was man nicht zum Abnehmen zwingt, bleibt zwar unter Umständen dick, ist aber glücklich und nicht depressiv. Da meinte er nur, wir wissen das doch längst, das müssen die anderen Menschen erstmal kapieren, bis es soweit ist, wird es wohl noch dauern.
Wasserratte
15.04.2009, 23:05
Habe gerade die Sendung gesehen und bin verblüfft. Dr. Frank vertritt die Meinung, die ich mir in den letzten Jahren aufgrund von Erfahrungen und Beobachtungen selbst zusammengeschustert hatte. Toll zu wissen, dass es jemanden gibt, der sich gegen diese schrecklichen Programme auflehnt, die dafür sorgen, dass sich die Gesellschaft eine ganze Generation essgestörter Menschen heranzüchtet.
@Itsme
hatte auch das Gefühl das Johann Lafer wieder um einiges zugenommen hat.
Aber ich dachte ich würde es mir einbilden.
Aber wie gesagt alle die ich kenne die mit Abnehmen im Schlaf abgenommen haben haben wieder sehr viel zugenommen, die meisten mehr als vorher wie es ja beim Jojo üblich ist.
Außerdem wurde uns doch Jahrelang erzählt langsam essen um das Sättigungsgefühl wieder zu spüren, und dann soll ich 5 Brötchen essen, das habe ich mein Leben noch nicht getan.
liebe Grüße
Maggy46
Und eigentlich stimmt das ja mit den 5 Brötchen gar nicht - jedenfalls nicht für Frauen und nicht, wenn man dann noch Marmelade (Nutella wird gar nicht empfohlen bei dieser Diät, da zu viel Fett) drauf macht ...
Andererseits würde ich persönlich durchaus 5 Brötchen schaffen, wenn ich Hunger hab und genug Zeit - ich ess halt sehr langsam.
Aber nun zur Sendung - ich hab tatsächlich durchgehalten, auch wenn ich zum Schluss fast Streichhölzer brauchte, um die Augen offenzuhalten:
Die beiden Operierten waren wie erwartet, nicht sonderlich reflektiert - allerdings ist auch bekannt, dass das Hirn sehr viel Energie braucht, könnte also auch an der Mangelernährung liegen, dass da nicht allzuviel brauchbares kam.
Dasselbe bei der untergewichtigen Ärztin - schon bevor ich ihren BMI kannte, war mir klar, dass sie zu dürr ist ... sie hat halt dieses typische "ich bin eine Ernährungsberaterin und weiß, was gesund ist"- Gesicht, mit schmalen Lippen, die sich jeden Genuss verkneifen. Lebensfreude sieht jedenfalls anders aus.
Lafer war mir schon immer unsympathisch, dass er nun massiv zugenommen hätte, kann ich nicht bestätigen, er hat halt ein ziemlich schwabbeliges Doppelkinn. Bauch hatte er nicht (mehr) - macht ihn aber trotzdem nicht attraktiver.
Dr. Frank war klasse - ich kannte ja bisher nur sein Buch, was mir zwar nicht viel neues brachte, aber mich in meinen Ansichten bestätigte - auch als Mensch kam er überzeugend rüber.
Fazit:
Was die Fakten betrifft, hätt ich die Sendung nicht unbedingt gebraucht, gefallen hats mir trotzdem, was hauptsächlich Dr. Frank zuzuschreiben ist.
Melosine
16.04.2009, 09:01
Wir wissen ja nun, da ich selbst Gast bei Maischberger (http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=08.05.2007&Suche+starten.x=16&Suche+starten.y=14) war, ...
Martina, kann man die Sendung nochmal irgendwo gucken? Im Archiv ist sie leider nicht mehr, wuerde mich sehr interessieren.
Johann Lafer fand sich am Ende ganz schön in der Defensive wieder und betonte, das sei SEIN Weg, der für ihn gut gewesen sei. Für mich blieb an dieser Stelle die Frage im Raum stehen: Und warum hat er dann ein Buch darüber geschrieben?
Ganz genau, das dachte ich auch. Ausserdem meinte Lafer, dass die Gewichtsabnahme gar nicht das Hauptziel war, sondern ein angenehmer Nebeneffekt oder so aehnlich. Da hat er sich natuerlich ein bisschen im Titel seines Buches vergriffen "Lafer nimmt ab". :cool2:
Sehr interessant fand ich den Punkt, dass eben auch die Langzeitstudien mit der AC fehlen und dass Gewichtsabnahme nicht notwendigerweise gesuender macht. Darauf angesprochen, sagte Sabine Nass, dass sie sich sehr wohlfuehlt, absolut keine Beschwerden hat, etc.
Allerdings sagte sie selbst in ihren vorhergehenden Kommentaren, dass sie mangelernaehrt ist.
Dann sagt sie zur Frau Schoenberger, dass man sich das Dicksein, fuehl-dich-wohl-wie-du-bist-Gefuehl, auch schoen reden kann.
Das Dicksein? Oder die Mangelerscheinungen und Beschwerden verursacht durch die Operation, getrieben vom Drang, ins oeffentliche Bild zu passen? :rolleyes:
Martina, kann man die Sendung nochmal irgendwo gucken? Im Archiv ist sie leider nicht mehr, wuerde mich sehr interessieren.Du kannst Dir schon mal den damaligen Thread (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=3163) durchlesen. Den Bericht habe ich leider nie geschrieben, weil mich das alles in einer Zeit erwischt hat, in der ich einfach nicht die Ruhe dazu hatte. :-o
Ich könnte nächste Woche mal bei der Redaktion anfragen, ob wir das Video auf unsere Seite stellen dürfen.
Lorscher
16.04.2009, 10:29
Hallo,
wann ich lese was du da für einen Müll schreibst, geht mir die Galle hoch!
Deine Aussage:
Die beiden Operierten waren wie erwartet, nicht sonderlich reflektiert - allerdings ist auch bekannt, dass das Hirn sehr viel Energie braucht, könnte also auch an der Mangelernährung liegen, dass da nicht allzuviel brauchbares kam.
ist unterste Schublade!
Dr. Frank war klasse - ich kannte ja bisher nur sein Buch, was mir zwar nicht viel neues brachte, aber mich in meinen Ansichten bestätigte - auch als Mensch kam er überzeugend rüber.
Warum ist Dr. Frank für dich klasse?
Weil er in deinem Sinne spricht?
Esse du weiterhin deine 5 Brötchen und werde von mir aus noch dicker!
Ich vermute das auch du unter Mangelernährung leidest, wenn ich mir deinen "Geistreichen Beitrag" durchlese...
Ein verärgerter Lorscher
:sonicht:
:kratzen::troll2::kratzen:
Ach, Liebelein, weißt Du, wenn man sich in die Öffentlichkeit begibt, dann muss man mit so etwas leben können. Und wenn man das nicht kann, sollte man besser aus der Öffentlichkeit raus bleiben. Also, ein bisschen mehr Gelassenheit bitte ...
Und ja, Dr. Frank spricht in unserem Sinne. Und es ist unser gutes Recht, uns darüber genauso zu freuen wie gewisse Leute sich über die Auftritte mancher Chirurgen im Fernsehen freuen.
Und rein vorsorglich: Kritische Aussagen zur AC sind AC-Foren gänzlich unerwünscht. In unserem eigenen Forum dürfen wir sie aber äußern, auch wenn Euch das nicht passt.
Martina,
die z.B. vom Economist Blog wegen verschärften Nichtzuhörenkönnens der Autoren zur Heldin der Woche (http://www.economistblog.de/held_der_woche/hdw/heldin_der_woche_2007-19_-_martina_mahner.html) erkoren wurde und in den AC-Foren ob ihres Auftritts bei Maischberger zerrissen wurde. Wenn ich mich darüber so hätte aufregen wollen wie Du hier, dann hätte ich mir die Kugel geben müssen.
Hallo,
wann ich lese was du da für einen Müll schreibst, geht mir die Galle hoch!
Deine Aussage:
Die beiden Operierten waren wie erwartet, nicht sonderlich reflektiert - allerdings ist auch bekannt, dass das Hirn sehr viel Energie braucht, könnte also auch an der Mangelernährung liegen, dass da nicht allzuviel brauchbares kam.
ist unterste Schublade!
Schon mal was von der Kunst der Satire gehört, Lorscher :confused:
Immer schön :cool3: bleiben ;)
Gute Antwort Martina! :hahaha:
"Esse du weiterhin deine 5 Brötchen und werde von mir aus noch dicker!"
Was für ein Unsinn...
Uppsala-da fühlt sich wohl jemand angegriffen.
Persönlich betroffen Lorscher??
Selber mit Magenband oder Hersteller von Diätprodukten??
Ich hab den Beitrag nicht gesehen,fand aber die Berichte darüber sehr fein!
Aber ich weiss es ist für manche schwer zu ertragen wenn man sagt dass man raus ist aus dem Jojokreis und(noch schlimmer!!) sich mag!
Melosine
16.04.2009, 11:33
Du kannst Dir schon mal den damaligen Thread (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=3163) durchlesen. Den Bericht habe ich leider nie geschrieben, weil mich das alles in einer Zeit erwischt hat, in der ich einfach nicht die Ruhe dazu hatte. :-o
Ich könnte nächste Woche mal bei der Redaktion anfragen, ob wir das Video auf unsere Seite stellen dürfen.
Danke, den Thread hab ich gelesen und nun moechte ich das Video erst recht sehen :)
Das waer echt super, wenn du da rankommen koenntest.
Nordlicht
16.04.2009, 12:03
Deine Aussage:
Die beiden Operierten waren wie erwartet, nicht sonderlich reflektiert - allerdings ist auch bekannt, dass das Hirn sehr viel Energie braucht, könnte also auch an der Mangelernährung liegen, dass da nicht allzuviel brauchbares kam.
ist unterste Schublade!
Ein wenig Ironie hier und da schadet nie... davon ab braucht das Hirn wirklich viel Energie und die Theorie, dass man bei Mangelernährung in klarem Denken beeinträchtigt ist, ist gar nicht mal so abwegig ;)
Esse du weiterhin deine 5 Brötchen und werde von mir aus noch dicker!
Ich vermute das auch du unter Mangelernährung leidest, wenn ich mir deinen "Geistreichen Beitrag" durchlese...
Du, dieser Kommentar war nun wirklich unnötig... vor allem, da du nicht richtig gelesen hast: wenn jemand sagt, dass er theoretisch auch 5 Brötchen essen kann, wenn er denn mal genug Hunger und Zeit dazu hat ist nicht das gleiche wie andauernd 5 Brötchen essen. Ob nun jemand außer dir dicker wird oder nicht ist doch vollkommen irrelevant. Sei doch nicht gleich so gekränkt, auch wenn du, wie ich annehme, mit den Protagonisten zu tun hast ;)
Selbst wenn der Einzelne vielleicht nicht viel erreicht: Steter Tropfen höhlt den Stein und jedes Kind, das wegen unserer Aufklärung ein besseres Leben hat als das Mädchen in Ciras Beispiel ist ein kleiner Erfolg! Ich glaube, das Mädchen in Ciras Beispiel ist Cira selbst.
Ich habe eine ganz ähnliche Geschichte und bin davon überzeugt, dass ich heute nicht so dick wäre, wie ich bin, wenn man mich nicht schon als Grundschulkind zu einer Diät gezwungen hätte (der ersten von -zig). Insofern kann es nur gut sein, wenn möglichst viele Menschen versuchen, den Stress von den Kindern zu nehmen.
Gestern Abend habe ich mir meine Aufzeichnung von Maischberger angesehen. Am sympathischsten kamen für mich Dr. Frank (mit dem ich auch bereits das Vergnügen hatte und der mich sehr überzeugt hat) und Sandra Maischberger selbst rüber. Sehr von Vorteil finde ich, vor allem beim derzeitigen Zustand unserer Gesellschaft, dass Dr. Frank schlank ist. So wirkt er glaubwürdiger und nicht so, als würde er sich irgendwas "schönreden".
Ja, ich weiß, es ist furchtbar, aber es ist so.
Wäre die Ärztin meine Ärztin, wäre sie es für längstens fünf Minuten. So wenig Empathie war selten. Allerdings ist sie im Lauf der Sendung ordentlich zurückgerudert.
Lafer hat mir ein bisschen leid getan. Er hat, denke ich, schon geglaubt, das Richtige getan zu haben. Und wenn für ihn dabei rauskommt, dass er sich längerfristig mehr bewegt, dann ist es doch ok.
Dr. Frank hatte, wie Martina schon schrieb, zu wenig Zeit, um sein ausführliches Studienmaterial darzulegen. Das ist halt die Crux bei solchen Sendungen. Vielleicht fahre ich mal nach Heidelberg. Ist ja nicht so weit von hier.
Besonders wichtig fand ich die Zusammenfassung von Frau Maischberger am Schluss: Den Köngsweg für alle gibt es nicht, weil einfach jeder eine andere Geschichte hat. Wenn ein paar Leute diese Erkenntnis mitgenommen haben, dann hat sich die Sendung schon gelohnt.
hallo ihr lieben,
ich bin neu hier und habe mir auch den Film angeschaut. Ich fand den Beitrag sehr informativ. Ich habe so einiges neues über gene und hormone erfahren was ich bis heute nicht wußte. besonders gut fand ich dr frank mit seinen aussagen. den werde ich mir noch einmal anschauen. ich glaube da ist etwas dran. ich selbst habe schon viele diäten ausprobiert und war auch schon vor jahren in der kur . 13 kilo abgenommen und keine 2 jahre 26 wieder drauf.es war natürlich beeindruckend wieviel kilo die frau naas durch einen op abgenommen hat. ich persönlich möchte von diesen op `s abraten. die gefahren sind einfach zu groß, angefangen mit der narkose etc.
da bleibe ich lieber meinen kilos. ich mache auch keine diät mehr. ich habe mir nur einige gedanken über mein essverhalten gemacht. und ich habe einige produkte einfach von meiner liste gestrichen. auf die süßen und schoko haltigen sachen habe ich nicht verzichtet. ich habe mir einen plan gemacht an welchen abenden ich was essen darf. kleine portionen. die ersten 2 wochen waren schwer und einmal habe ich die ganze gummibärchen tüte heruntergeschlungen. darf auch rugig mal passieren. doch nach einigen wochen hatte ich schon kein verlangen mehr. ich hatte ja meine mini portionen. heute kann ich sogar auf diese verzichten. es liegt also am kopf. ich frühstücke normal und über tags unregelmäßig aufgrund meines berufes. die lafer essmethode find ich gar nicht so schlecht allerdings hätte ich die brötchen durch 3 volkornbrötchen ersetzt.
Ich bin der meinung wir sollten keine diäten machen sondern bei der wahl unser produkte die wir zu uns nehmen etwas sorgfältiger sein und ggfs. einiges aud der industrie erzeugte einfach streichen. mehr zurück zur natur. den eigentlichen lebensmittel. und kein verzicht sondern expliziet ausgesucht und portioniert. keine op`s . so bleiben wie man ist. und ich bin überzeugt das sich in den jahren etwas verändern wird.
und wenn sich nichts verändert. genieße das leben. es ist kurz. und wer sagt uns das wir dünn sein müssen. die gesellschaft . die kann miur aber scheiß egal sein. ( sorry der ausdruck)
meine freunde suche ich mir selbst aus und wer mich mag den mag ich auch. lieber nur eine handvoll gute freunde als............
der medizinische aspekt hormone und gene wer weiss mehr darüber. auf jeden fall werde ich mich da noch mehr informieren.
lg peter:)
Ich bin der meinung wir sollten keine diäten machen sondern bei der wahl unser produkte die wir zu uns nehmen etwas sorgfältiger sein und ggfs. einiges aud der industrie erzeugte einfach streichen. mehr zurück zur natur. den eigentlichen lebensmittel.
Das ist ganz sicher die beste Entscheidung, die man treffen kann.
In stressigen Zeiten ist das nicht immer so möglich, weil es viel Aufwand bedeutet, aber es ist schon gut, wenn man sich dessen bewusst ist und es immer wieder versucht. Zum Weiterlesen empfehle ich dir auch das hier (http://das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=5683) von mir schon erwähnte Buch. Es öffnet einem wirklich die Augen - vor allem, wenn man sich noch nicht so ausführlich mit der Lebensmittelindustrie und ihren Produkten befasst hat.
Ansonsten - ein herzliches Willkommen, Peter!
Lorscher
16.04.2009, 12:48
:kratzen::troll2::kratzen:
Ach, Liebelein, weißt Du, wenn man sich in die Öffentlichkeit begibt, dann muss man mit so etwas leben können. Und wenn man das nicht kann, sollte man besser aus der Öffentlichkeit raus bleiben. Also, ein bisschen mehr Gelassenheit bitte ...
Und ja, Dr. Frank spricht in unserem Sinne. Und es ist unser gutes Recht, uns darüber genauso zu freuen wie gewisse Leute sich über die Auftritte mancher Chirurgen im Fernsehen freuen.
Und rein vorsorglich: Kritische Aussagen zur AC sind AC-Foren gänzlich unerwünscht. In unserem eigenen Forum dürfen wir sie aber äußern, auch wenn Euch das nicht passt.
Martina,
die z.B. vom Economist Blog wegen verschärften Nichtzuhörenkönnens der Autoren zur Heldin der Woche (http://www.economistblog.de/held_der_woche/hdw/heldin_der_woche_2007-19_-_martina_mahner.html) erkoren wurde und in den AC-Foren ob ihres Auftritts bei Maischberger zerrissen wurde. Wenn ich mich darüber so hätte aufregen wollen wie Du hier, dann hätte ich mir die Kugel geben müssen.
Es geht mir doch gar nicht darum ob die beiden damit leben müssen weil sie im Fernsehen waren, sondern darum was hier von [bitte die Netiquette beachten, danke] an Kommentaren ebgegeben wird.
Ihr Verurteilt bewertet und fühlt euch sogleich aufs tiefste verletzt, wenn sich einmal jemand über [bitte die Netiquette beachten, danke] aufregt.
Von mir aus könnt ihr Euch in "eurem Forum" ja äußern wie ihr wollt.
Aber ich merke in meiner ach so kurzen Zeit hier, das ich hier wohl gänzlich Fehl am Platze bin!
Es gibt noch sehr viele andere Foren, wo man mit sicherheit einen freundlicheren Umgagston hat...
Wer fühlt sich denn verletzt von Deinem Gekläffe?
Ich sag dazu nur: Getroffene Hunde bellen ... und Du kläffst hier ziemlich laut :baeh2:
Melosine
16.04.2009, 13:52
Ich habe eine ganz ähnliche Geschichte und bin davon überzeugt, dass ich heute nicht so dick wäre, wie ich bin, wenn man mich nicht schon als Grundschulkind zu einer Diät gezwungen hätte (der ersten von -zig). Insofern kann es nur gut sein, wenn möglichst viele Menschen versuchen, den Stress von den Kindern zu nehmen.
Dem stimme ich voll zu, bei mir ist das sehr aehnlich. Meine "Diaetenkarriere" begann auch schon als Kind und ich wurde zur Kur geschickt im Alter von 12 Jahren. Das waren die laengsten sechs Wochen meines Lebens, Heimweh und staendiger, nagender Hunger praegten diese Zeit.
Ich kann mich noch gut erinnern, als meine Mutter mich zur Kinderaerztin nahm und es ging um mein Gewicht, da war ich vielleicht 10. Vom eigentlichen Gespraech ist nicht viel haengengeblieben, aber ich erinnere mich, dass die Aerztin sagte, ich sei eine Stress-Esserin. Und sprach von Essverhalten, das vom Stress gesteuert ist, im Stress wurzelt und dann noch mehr verursacht. (Allerdings war da natuerlich die Ueberweisung zu einer Kur mit 1,200 kcal pro Tag und mehreren Std Sport taeglich nicht die Loesung.:()
Damals hat mir das ueberhaupt nichts gesagt. Heute ist mir klar, dass sie Recht hatte und ich seit meiner Kindheit nie stressfrei mit Essen umgegangen bin.
Darum haben mir die Erklaerungen vom Dr Frank viel gegeben, denn es ist ja gerade die Disziplinlosigkeit, die einem Uebergewichtigen vorgeworfen wird. Doch genau das Gegenteil ist bei so vielen der Fall, die staendige, gnadenlose Disziplin verursacht so einen enormen Stress. Von Kindheit her antrainiert und verinnerlicht, ist das ein konstanter Begleiter, der sehr schwer abzuschuetteln ist.
wo man mit sicherheit einen freundlicheren Umgagston hat...
Wie paßt es zusammen, daß man andere eines unfreundlichen Umgangstons bezichtigt, selbst dann aber ebenfalls Formulierungen verwendet, die sogar entfernt werden müssen, da sie gegen die Netiquette verstoßen?
Man muß die Meinung anderer nicht teilen, sollte dann aber sachlich bleiben und sich nicht zu dem Verhalten hinreißen lassen, daß man selbst eben noch "unterste Schublade" fand.
Und gerade wenn man anderer Meinung ist, sollte man auch soviel Größe haben, zu akzeptieren, daß die eigene Meinung auch nicht jedem gefallen mag. Nicht jedes bißchen Gegenwind ist ein persönlicher Angriff.
Ich glaube, das Mädchen in Ciras Beispiel ist Cira selbst.
Ich habe eine ganz ähnliche Geschichte und bin davon überzeugt, dass ich heute nicht so dick wäre, wie ich bin, wenn man mich nicht schon als Grundschulkind zu einer Diät gezwungen hätte (der ersten von -zig). Insofern kann es nur gut sein, wenn möglichst viele Menschen versuchen, den Stress von den Kindern zu nehmen.
Richtig, ich habe meine Geschichte aufgeschrieben, einen winzigen bruchstückhaften Teil.
Diese AOK-Programme setzen an der falschen Stelle an. Ein Grundkurs für Eltern: "Wie gehe ich mit meinem Kind richtig um" und zwar unabhängig vom Gewicht und anderen Äußerlichkeiten, das wäre mal eine gute Maßnahme!
Dralle Deern
16.04.2009, 15:57
Am liebsten hätte ich Dr. Heller ja gefragt, ob sie das öfter hat, dass sie auf die Frage nach der Uhrzeit mit "Bananen" antwortet. Als Dr. Frank sagte, insbesondere Kinder seien nicht auf Diät zu setzen, fragte sie, ob er nichts davon halte, Kindern gesunde Ernährung beizubringen. Nicht nur, dass das ohnehin zwei paar Schuhe sind - nach meiner Erfahrung, gerade in Kinder- und Teenagerjahren, schließen sich gesunde Ernährung und Diät aus.
Am liebsten hätte ich Dr. Heller ja gefragt, ob sie das öfter hat, dass sie auf die Frage nach der Uhrzeit mit "Bananen" antwortet. Als Dr. Frank sagte, insbesondere Kinder seien nicht auf Diät zu setzen, fragte sie, ob er nichts davon halte, Kindern gesunde Ernährung beizubringen. Nicht nur, dass das ohnehin zwei paar Schuhe sind - nach meiner Erfahrung, gerade in Kinder- und Teenagerjahren, schließen sich gesunde Ernährung und Diät aus.
Dieses "gesunde Ernährung / Diätprogramm" durcheinander werfen, erlebe ich auch immer wieder mal in Gesprächen.
Ich habe festgestellt, dass es ganz gut verstanden wird, welchen Unterschied ich selber darin sehe, wenn ich erkläre, dass es zwei sehr unterschiedliche Paar Schuhe sind, ob ich wieder lerne auf meinen Körper zu hören und mich infolge dessen gesund ernähre, oder ob ich ein von anderen Menschen erstelltes "Ernährungskorsett" (Diät) übergestülpt bekomme.
Lorscher
Aber ich merke in meiner ach so kurzen Zeit hier, das ich hier wohl gänzlich Fehl am Platze bin!
Es gibt noch sehr viele andere Foren, wo man mit sicherheit einen freundlicheren Umgagston hat...
Mit Verlaub Lorscher,
aber so in ein für Dich neues Forum zu rauschen,
in dem Dein erster Satz nicht einem netten Gruß oder vielleicht einer Vorstellung dient, sondern sogleich der Beschimpfung einer Userin - die Du ohne ihren Namen zitierst -
um dann in Deinem zweiten Posting, in welchem Worte entfernt werden mussten, weil sie anscheinend total unter die Gürtellinie gingen, als Schlusssatz obige Worte zu schreiben, finde ich - freundlich ausgedrückt - ein bisschen sehr verdreht.
Falls Du Dich nun nach einem anderen Forum mit einem "freundlicheren Umgangton" umsehen willst, dann würde ich Dir raten, in Deinem ersten Posting einen der User nicht sogleich mit den Worten, "was für einen Müll er doch schreibt" zu beschimpfen.
Das könnte dann auch das freundlichste Forum unfreundlich stimmen, weil dessen User den Eindruck gewinnen könnten, dass hier ein gar unfreundlicher neuer User am Werk ist.
Baerenland
17.04.2009, 16:09
Hallo,
hab mir eben die Sendung angeschaut.
Aber ich kann KEINEM zu 100 % zustimmen....(obwohl mir der Heidelberger Arzt am Sympatischten war:-D)
Ich (oder wir-mein Mann und ich ) sind beide berufstätig- und mein Sohn geht in den Hort.....Und sogar ICH muss mich schütteln, was es dort gibt--von wegen gesund ernähren---wo bleibt hier die AOK, die soooo geprießen wurde???
Dort gibt es: 1x die Woche Pizza, minde. 2 x die Woche Pommes....dazu irgendwelcher Fertigpudding.....----Gesund ist für mich was anderes.
Fritierte Fischstäbchen...
Seit ich 10 bin, mache ich Diäten...habe mindestens dadurch so locker 200 kg ab und zugenommen.
Da stimme ich dem heidelberger Doktor überein---dieser Druck, du musst so sein wie die anderen,-- und nur ich bin Schuld,bin undiszipliniert....das geht ja, wie die schon sagen,bei den Kindern los (da habe ich von so nem Zwerg gehört:Ich will ja keinen Fettarsch kriegen....-das Mädchen war vielleicht mal drei oder vier Jahre...)
Die Sendung war wirklich intressant, danke für den Link!!
Da ich ja in der Nähe dieses lieben Doktores wohne, werde ich mich mal bei ihm melden....ich habe tatsächlich schon seit fast einem Jahr permanente Rückenschmerzen, und ich weiß wirklich, was die anderen Orthopäden sagen, deswegen geh ich nicht hin....obwohl ich bald nicht mehr ohne Schmerzen von der Couch hochkomme...
Liebe Grüße
Bärli
[...]und mein Sohn geht in den Hort.....Und sogar ICH muss mich schütteln, was es dort gibt--von wegen gesund ernähren---wo bleibt hier die AOK, die soooo geprießen wurde???
Dort gibt es: 1x die Woche Pizza, minde. 2 x die Woche Pommes....dazu irgendwelcher Fertigpudding.....----Gesund ist für mich was anderes.
Fritierte Fischstäbchen...
Also wenn man sowas liest, kommt einem echt die Galle hoch. Nur weil man es billig einkaufen kann und man mit dieser Speisekarte mit den Kindern natürlich keine Scherereien hat :mad:
Da glaubt man, seine Kinder sind gut aufgehoben... und dann sowas :confused:
kugelinchen
18.04.2009, 11:45
Also ich kann mich nur wundern, wenn ich hier lese wie wenig Toleranz es hier im Forum gibt. WAC ist grundsätzlich schlecht und muss unbedingt verteufelt werden."
Um es gleich zu sagen, ich bin eine AC-lerin, allerdings eine durchaus kritische, die nichts dagegen hat, wenn über solche Operationen kritisch diskutiert wird. Aber was hier teilweise geäussert wird, lässt mich grausen.
UND: (Ironie on) Obwohl 3 Jahre mangelernährt noch immer geistig voll auf der Höhe :baeh:(Ironie off)
Ich fand die Sendung überraschend gut. Kein wirklicher Verriss, egal in welche Richtung. Und ich fand weder Sabine Nass noch Thomas Sittinger wirklich blass (sind sie auch in Realität überhaupt nicht ;)). Sie setzen sich ebenfalls kritisch mit dem Thema auseinander und sind eben keine AC-Jünger, die die OP als Allheilmittel anpreisen.
Alle anderen anwesenden waren Medienprofis, das sollte man nicht vergessen.
Im Prinzip gehe ich mit dem was Dr. Frank sagte konform. Hätte ich die ein oder andere Diät in meinem Leben weniger gemacht, hätte ich die AC vermutlich nicht gebraucht. Aber irgendwann ist ein Punkt im Leben überschritten, bei dem es kein Zurück mehr geht und ab dem man mit seinem Übergewicht eben kein normales Leben mehr führen kann und dann, NUR DANN ist eine AC-OP die letzte Möglichkeit um in ein normales Leben zurück zu finden.
Ich denke einfach, viele Dicke können sich gar nicht wirklich vorstellen, wie es ist so stark übergewichtig zu sein, dass man sein Dasein nicht mehr als Leben sondern nur noch als Dahinvegetieren sehen kann. Ich hatte zum Schluss über 240 kg und war an diesem Punkt. Heute wiege ich noch immer 130 kg aber ich kann sagen, dass ich durch die AC endlich wieder ein lebenswertes Leben führen kann, nicht mehr von allem ausgeschlossen bin. Dafür muss ich nicht schlank sein, das war auch nie die Erwartung die ich an die AC hatte.
Dafür bin ich das OP-Risiko gerne und vor allem bewusst eingegangen. Und es entspricht auch nicht den Tatsachen, dass immer Re-OPs notwendig werden. Ich bin ein Beispiel dafür, dass es auch ohne Komplikationen und erneute OPs funktioniert.
Natürlich kann mir keiner sagen wohin mich die Zukunft bringt. Aber all das, was ich in den vergangengen 3 Jahren erlebt habe, hätte ich mit meinem Ausgangsgewicht im ganzen restlichen Leben nicht haben können. Und wer sagt mir, dass ich dann heute überhaupt noch leben würde????
LG
kugelinchen
Heya,
hab mir die Sendung gestern auch angesehen. Die beiden AC-OPler fand ich auch vergleichsweise blass. Aber nicht schlimm.
Auch die Ärztin fand ich jetzt gar nicht tragisch - wobei ich mir vorstellen kann, dass sie eingelenkt hat - man kriegt die Grundstimmung ja mit und die war ja nicht auf "Esst halt weniger"-Klischee-Kram.
Dr. Frank schön und gut. Aber es kam bei mir was komisch an. Natürlich hat dicksein was mit Essen zu tun. Nicht immer, nicht nur. Aber wenn ich täglich 6 Brötchen mit Nutella und einen Berg Pommes mit Fischstäbchen esse nehme ich zu. Egal wie ungestresst ich bin. Halten wir ihm mal zu Gute, dass es in der knappen Zeit auch schwer ist darzustellen. Scheint ja was komplexer zu sein.
Außerdem finde ich sämtliche Programme rund um gesunder/natürlicher Ernährung für Kinder sehr sinnvoll. Egal ob dick oder dünn.
Johann Lafer - fand ich überflüssig, dass er da war. Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass es für ihn auch dauerhaft der richtige Weg ist. Warum auch nicht.
Gleiches gilt für die Diäten-Hasser-Frau. Aber das ist in so Runden ja immer so. Hätte man sich schenken können und lieber den verbleibenden vier mehr Zeit einräumen. Aber mei.
Dr. Frank schön und gut. Aber es kam bei mir was komisch an. Natürlich hat dicksein was mit Essen zu tun. Nicht immer, nicht nur. Aber wenn ich täglich 6 Brötchen mit Nutella und einen Berg Pommes mit Fischstäbchen esse nehme ich zu. Egal wie ungestresst ich bin. Halten wir ihm mal zu Gute, dass es in der knappen Zeit auch schwer ist darzustellen. Scheint ja was komplexer zu sein.
Dr. Frank hat nie was von 6 Brötchen mit Nutella gesagt ... das war Lafer (und es stimmt nicht mal, offensichtlich kennt er sein eigenes Diätprogramm nicht :rolleyes:)
Lies einfach mal das Buch von Dr. Frank (Sally hat es weiter oben verlinkt), dann weißt Du, was er in der Sendung leider aus Zeitmangel nicht sagen konnte.
Ich denke auch, dass jemand, der nicht gestresst ist und völlig mit sich im Reinen, keinen "Grund" hat, 6 Brötchen zum Frühstück zu essen - das überschreitet jedes gesunde Sättigungsgefühl. Überessen hat jedoch immer eine Ursache und die ist eben sehr oft Stress (welcher Art auch immer).
Neee - das mit den 6 Brötchen und Lafer war mir schon klar. Es ging sich mir da eher um die ständige Betonung von Dr. Frank, dass Essen ja nichts mit dem Gewicht zu tun habe. Das hat er ja merhfach gesagt bei verschiedenen Zusammenhängen.
Und das so ein Punk von "Äh. Doch."
Das kam in der Sendung bei mir einfach komisch rüber.
dramaqueen
19.04.2009, 13:52
Außerdem finde ich sämtliche Programme rund um gesunder/natürlicher Ernährung für Kinder sehr sinnvoll. Egal ob dick oder dünn.
Ich denke, es war wirklich ein Problem, dass die Zeit in so einer Sendung für den einzelnen Gast viel zu kurz ist, wenn er mehr zu sagen hat als:" Dicken mangelt es nur an Wissen und Disziplin."
Gerade das Thema mit den Programmen für Kinder müsste da ausgiebiger erläutert werden können.
Dr. Frank geht es dabei nämlich darum, wie diese Programme (bisher) ausgerichtet sind und den Druck und die Diskrimierung die dadurch schon in frühester Kindheit aufgebaut werden.
Diese Programme beinhalten auch Informationen darüber, welche Form der Ernährung momentan als gesund und sinnvoll betrachtet wird und sicherlich lernt auch das eine oder andere Kind dabei mehr Gemüse, Obst oder andere naturbelassene Nahrungsmittel kennen.
Aber das Hauptthema ist bei all diesen Kampagnen, dass die Kinder lernen sollen, nicht dick oder noch dicker zu werden, dass Dicksein schlecht ist und jeder der dick ist selbst Schuld daran trägt und auch wieder dünn und nur damit kerngesund werden kann, wenn er sich nur genug anstrengt.
Und dass dadurch gerade Kindern gehirnwäschemäßig eingeimpft wird, sich schuldig und wertlos fühlen zu müssen, wenn sie nicht dem Schlankheitsideal entsprechen sollten steht wohl außer Zweifel, genau wie auch die psychischen und körperliche Folgen solcher Selbstüberzeugungen. :(
Davon abgesehen bringt es gar nix, wenn man den Kindern in der Schule erklärt, dass Gemüse gesund ist und daheim dann doch die Pizza oder Currywurst auf dem Tisch steht, weil man sich angeblich "gesundes" Essen nicht "leisten" kann.
Da müsste man schon ganz woanders ansetzen ...
Dralle Deern
19.04.2009, 14:17
Es ging sich mir da eher um die ständige Betonung von Dr. Frank, dass Essen ja nichts mit dem Gewicht zu tun habe. Das hat er ja merhfach gesagt bei verschiedenen Zusammenhängen. So wie ich das verstanden habe, hat er aber über ansonsten gesunde Menschen mit normalem Essverhalten gesprochen, die auch nicht mehr, meist sogar deutlich weniger als Schlanke essen.
Ich bin auch so ein für den normalen (Diät-)Menschenverstand atypischer Fall. Auch wenns mir immer noch schwerfällt es umzusetzen, weil ich jahrzehntelang was anderes eingetrichtert bekam, kann ich meine Kilo-Zahl nur dann absenken, wenn ich ausreichend esse, und ausreichend ist in meinem Fall mindestens das dreifache von dem, was ich Ewigkeiten zu mir genommen habe.
So gesehen hat Essverhalten bei mir durchaus mit Gewicht zu tun, esse ich zuwenig, nehme ich zu. Wenn ich Stress habe, kann ich schlecht essen. Mit Beginn des offensichtlichen Mobbings auf Arbeit, bei dem ich dann auch wieder in meine alte Bulimie-Gewohnheit zurückfiel und während des Umzugs, als ich teilweise einfach nicht die Zeit zum Essen fand und dann noch schnell was reingeschoben habe und mich nicht so ernährt habe, wie es mir gut tut, habe ich in kurzer Zeit 10kg zugelegt.
kugelinchen
19.04.2009, 19:29
Davon abgesehen bringt es gar nix, wenn man den Kindern in der Schule erklärt, dass Gemüse gesund ist und daheim dann doch die Pizza oder Currywurst auf dem Tisch steht, weil man sich angeblich "gesundes" Essen nicht "leisten" kann.
Da müsste man schon ganz woanders ansetzen ...
Tja und was macht mann wenn es genau anders rum ist?
In der Schule meiner Tochter kommt das Mittagessen aus dem Altenheim um die Ecke. Gesunde Ernährung ist für alte Leute scheinbar nicht wichtig.
Ich bin aber drauf angewiesen meine Tochter dort betreuen zu lassen :(
Hab schon versucht das Gespräch zu suchen, aber keine Chance...
Wie wärs dann mit abends zusammen gemeinsam kochen und essen?
Bei meinem Sohn in der Schule besteht lediglich die Möglichkeit, einmal pro Woche in der Schule zu essen - für relativ viel Geld, was man auch nicht erstattet bekommt, wenn das Essen (wegen Krankheit, Wandertag etc.) nicht wahrgenommen wird.
Wir essen immer schon abends zusammen, entweder etwas, was ich schon vorgekocht habe (für morgen hab ich z.B. einen Rinderschmortopf zubereitet, den er nur aufwärmen muss und dazu ein paar Nudeln oder Kartoffeln kochen) oder etwas, was recht schnell geht, wie Wok-Gemüse oder ähnliches.
Ich möchte jedenfalls nicht, dass irgendwelche sogenannten "Experten" in die Ernährung meines Sohnes reinpfuschen, das hat damals schon seine Grundschullehrerin versucht, indem sie mir einreden wollte, er wäre hyperaktiv, weil wir zu viel Nudeln essen.
Mein Sohn ist sehr schlank und sportlich - und zweimal pro Woche Nudeln sind sicher nicht zu viel.
Meiner Meinung nach ist die Schule für Wissensvermittlung zuständig und hat sich in die Erziehung (auch die Erziehung in Bezug auf Ernährung) meines Kindes nicht einzumischen.
... indem sie mir einreden wollte, er wäre hyperaktiv, weil wir zu viel Nudeln essen ...
Hihi, der Witz ist gut ... da wäre ja halb Italien hyperaktiv. Man sagt, ja daß die damals die Nudel von den auch schon hyperaktiven Chinesen "importiert" hätten. :-D
(Hoffentlich treffe ich nie auf so eine Grundschullehrerin ... )
Hallo Kugelinchen,
ich kann da leider jetzt erst drauf reagieren, weil ich ein paar Tage nicht da war.Also ich kann mich nur wundern, wenn ich hier lese wie wenig Toleranz es hier im Forum gibt. WAC ist grundsätzlich schlecht und muss unbedingt verteufelt werden."Das stimmt so nicht, wie ich hier schon einmal (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=4449) sehr ausführlich erklärt habe. Ich wäre Dir dankbar, wenn Du Dir das durchlesen würdest, auch wenn es ziemlich lang ist, weil es dieses Missverständnis wirklich klarstellt.
Allerdings muss ich schon sagen, dass ich es aus Sicht der Operierten bedenkenswert fände, warum sie sich eigentlich grundsätzlich persönlich von unserer allgemeinen Kritik an der Adipositaschirurgie als "medizinischer" Disziplin angegriffen fühlen.(Ironie on) Obwohl 3 Jahre mangelernährt noch immer geistig voll auf der Höhe :baeh:(Ironie off)Ich hatte Darcys Bemerkung ehrlich gesagt als Wortspiel unter Bezugnahme auf die hier im Forum bereits mehrfach diskutierte und durchaus ernst zu nehmende Theorie des Selfish Brain (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=5142) verstanden und fand die Bemerkung daher eher lustig. Ich gebe aber zu, dass das für Außenstehende, die neu hier im Forum sind und sich an diesen Diskussionen nicht beteiligt haben, anders aussehen kann.Und ich fand weder Sabine Nass noch Thomas Sittinger wirklich blass (sind sie auch in Realität überhaupt nicht ;)). Sie setzen sich ebenfalls kritisch mit dem Thema auseinander und sind eben keine AC-Jünger, die die OP als Allheilmittel anpreisen.Na ja, das empfinde ich anders. Und wie jemand wirkt, ist sicher Geschmackssache. Das halte ich auch nicht für etwas, was wir hier diskutieren sollten. Das da oben ist eine Rezension aus meinem persönlichen Blickwinkel und ich finde sie nicht so, dass ich mich dafür schämen müsste. Ich habe mich schon um einen neutralen Stil bemüht, da uns an Schlammschlachten nun wirklich nicht gelegen ist. Wir möchten möglichst professionell mit dem Thema umgehen, nicht zuletzt auch deshalb, weil wir den Link auch Frau Maischberger haben zukommen lassen, zu deren Redaktion wir immer noch in Kontakt stehen.Alle anderen anwesenden waren Medienprofis, das sollte man nicht vergessen.Ich glaube aber nicht, dass man Medienprofi sein muss, um nicht blass zu erscheinen. Und wie gesagt, es war mein persönliches Empfinden.Aber irgendwann ist ein Punkt im Leben überschritten, bei dem es kein Zurück mehr geht und ab dem man mit seinem Übergewicht eben kein normales Leben mehr führen kann und dann, NUR DANN ist eine AC-OP die letzte Möglichkeit um in ein normales Leben zurück zu finden.
Ich denke einfach, viele Dicke können sich gar nicht wirklich vorstellen, wie es ist so stark übergewichtig zu sein, dass man sein Dasein nicht mehr als Leben sondern nur noch als Dahinvegetieren sehen kann.Also, ich für meinen Teil kann mir das sehr gut vorstellen. Mein Höchstgewicht lag bei 180 kg. Und ich weiß, dass ich nicht weit davon entfernt war, zu versinken. Aber trotzdem kam eine OP, die mir aufgeschwätzt wurde wie warme Semmeln, für mich zu keiner Zeit in Frage. Sie widerspricht meinen Grundsätzen so dermaßen, dass ich eher hungern würde, als dass ich mir eine solche Verstümmelung antäte. Ich habe mich für den - in der Tat mühsamen - Weg zu mehr körperlicher Fitness entschieden. Leider wurde ich durch Unfälle, in die mein rechtes Knie verwickelt war, arg gebremst, aber ich gebe nicht auf. Ich mache weiter und eines Tages werde ich wieder lange Märsche machen können, auch mit hohem Gewicht, denn schlank werde ich niemals sein.
Ich persönlich stehe auch auf dem Standpunkt, dass die AC in wirklich schweren Fällen ihre Berechtigung hat. Aber Du wirst ja wohl zustimmen, dass die AC nicht wirklich schweren Fällen vorbehalten ist, sondern inflationär und zum Teil auch ohne Rücksicht auf Verluste und aus eher narzistischen Beweggründen eingesetzt wird.
Wir kritisieren vor allen Dingen auch, dass die AC vermarktet wird, und zwar auch durch Instrumentalisierung der Patienten, die das gar nicht merken. Das halten wir für mehr als fragwürdig, da neutrale Informationen zur AC daher praktisch nicht zu erhalten sind. Deshalb machen wir hier auf die Risiken der AC aufmerksam und diskutieren Aspekte, die in den AC-Foren nicht erwünscht sind. Ich bin mehr als einmal gesperrt worden, weil ich in AC-Foren über Selbstakzeptanz geschrieben habe (obwohl ich das für ein Thema halte, das keineswegs dickenspezifisch ist).Und es entspricht auch nicht den Tatsachen, dass immer Re-OPs notwendig werden. Ich bin ein Beispiel dafür, dass es auch ohne Komplikationen und erneute OPs funktioniert.Kein Zweifel! Nur ... weiß ich vorher, zu welcher Gruppe ich gehören werde? Ich sage es Dir ganz ehrlich: Ich lebe ein wunderschönes Leben. Ich bin glücklich und zufrieden, habe alles, was ich brauche, und noch viel mehr. Ich kann das Risiko nicht eingehen, mir meine momentane Lebensqualität durch Dauerkotzen oder -durchfall oder sonstiges Affentheater und womöglich 10 Wiederherstellungs-OPs kaputt machen zu lassen. Es ist genau das, wozu wir anregen, darüber nachzudenken. Wie ist mein Leben jetzt und wie kann es sein, wenn ich operiert bin? In den AC-Foren begeistert man sich vorwiegend für die Vorher-/Nachher-Bilder und neigt dazu, die Einschränkungen auszublenden. Allerdings muss ich schon sagen, dass es doch in letzter Zeit erfreulicherweise immer mehr Leute gibt, die auch mal kritisch nachfragen. Ich hoffe, dass wir dazu unseren Beitrag geleistet haben.
Ich hoffe, das alles wird nun etwas verständlicher. Leider muss ich zugeben, dass mir diese Diskussion ein bisschen auf die Nerven geht. Ich habe das Gefühl, dass man unseren Standpunkt auch gar nicht verstehen will.
Martina
Letztens beim Bäcker hätte ich ohne weiteres eine kleine Schlafpause einlegen können, dermaßen "flott" war die Verkäuferin.
Sie schlief wirklich fast ein bei ihren Bewegungen. Ich habe noch nie gesehen, das jemand ein Kuchenpaket (der Kundin vor mir) so sorgfältig faltet, hin und her schiebt, verklebt, begutachtet und noch einmal mit tesa bearbeitet...sämtliche Bewegungen in Zeitlupe.
Wenn das mit den Nudeln stimmen würde, hätte diese Verkäuferin am Morgen von mir aus gern eine große Portion essen sollen... :-D
Noch ein kleiner Nachtrag:
Sicher hast Du die Sache mit der Pressemitteilung (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=5660) des Deutschen Kompetenzzentrums Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. mitbekommen. Soweit mir bekannt ist, wurde das auch in den AC-Foren diskutiert.
Mir wurde eine Bemerkung aus einem AC-Forum zur Kenntnis gebracht, wonach juristisch geprüft werden sollte, inwiefern wir mit diesem "Kompetenzzentrum" unter einer Decke stecken und was man dagegen unternehmen kann, dass die und wir so böse Dinge schreiben. :bruell:
Nun, mit unserem Brief (http://der-dicke-mensch.de/content/view/145/96/) an das "Kompetenzzentrum" dürfte sich diese "juristische" Prüfung erledigt haben. Und ich hoffe, sie hat richtig viel Geld gekostet.
Denn ein Problem scheint viele Menschen, die sich für die AC engagieren, zu einen: Meinungsfreiheit gehört nicht zu ihren wichtigsten Werten, jedenfalls dann nicht, wenn andere dieses hohe Gut für sich in Anspruch nehmen und ausüben.
kugelinchen
20.04.2009, 10:32
Hallo Martina,
danke für deine Antwort. Ich stehe einfach auf dem Standpunkt, dass die AC durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Man mag mir verzeihen, wenn meine Beiträge vielleicht ein bisschen wie AC-Werbung wirken. Ich berichte hier aus meiner ganz urgeigenen Erfahrung.
Wie ich schonmal schrieb, stehe ich dem ganzen Thema auch eher kritisch gegenüber, was auch mir als Operierter schon die ein oder andere Sperrung in AC-Foren eingebracht hat.
Es wird sich leider nicht verhindern lassen, dass dieser Weg auch von Personen genutzt wird, die in meinen Augen noch lange nicht "OP-reif" sind, sei es weil sie die konventionellen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft haben. oder die denken durch eine OP einfach und schnell zur Traumfigur kommen zu können bzw. die es sich finanziell leisten können und so nicht auf die Krankenkassen angewiesen sind ect. Genauso wird es in den Reihen der Ärzteschaft immer schwarze Schafe geben, die glauben, sich auf Kosten "armer Dicker" eine goldene Nase verdienen zu können.
Ich bin aber auch der Ansicht, dass es genügend Beispiele von Operierten gibt, die die Daseinsberechtigung untermauern. Jeder der sich operieren lässt weiss um das Risiko.
In meinen Augen ist das Thema Leidensdruck ein ganzb wichtiges im Zusammenhang mit dem Thema AC-OP. Und der liegt bei jedem morbid Adipösen woanders. Mit 180 kg hab ich mich auch noch fit gefühlt. Ich war mobil, bin meiner täglichen Arbeit nachgegangen, hab mit 185 kg sogar eine komplikationslose Schwangerschaft gehabt. Anderen geht es mit dem Gewicht wie mir dann mit 240 kg. Man fühlt sich wie ein querschnittsgelähmter Hamster im Laufrad. Es ist ein Teufelskreislauf aus Bewegungsunfähigkeit und Schmerzen, sozialer Abgeschiedenheit, Frust, Frustessen und das wiederum führt zu Depressionen und unaufhaltsamer Gewichtszunahme. Es kamen Ratschläge wie "Mach eine Therapie, da wird dir geholfen!". Ich hab Therapeuten aufgesucht, aber keiner hat mein Dilemma verstanden. Ich wusste für mich, dass meine ganzen Probleme einzig und alleine mit meinem Gewicht zusammenhängen und dass es mir mit Sicherheit um einiges besser gehen würde, hätte ich deutlich weniger mit mir rumzuschleppen.
Also habe ich mich zu der komplizierten und gefährlichen OP entschlossen. Es war kein Entschluss über Nacht. Das erste Mal hab ich mich bereits im Jahr 1997 mit dem Thema Adipositaschirurgie befasst. Damals wog ich 180 kg, aber es fehlte der wirkliche Leidensdruck um mich dem Risiko auszusetzen. Und ich muss damit rechnen, dass eben nicht alles glatt läuft. Dem muss ich mir vor der Operation bewusst sein!
Ich bin aber auch der Überzeugung, dass meine innere Einstellung zur OP in direktem Zusammenhang mit dem Erfolg oder Misserfolg steht. Ich habe natürlich keine Statistiken zu dem Thema. Aber aus persönlicher Erfahrung weiss ich, dass oftmals dort die Probleme aufgetaucht sind, wo die Leute vorher mit sich gehadert haben oder auch das persönliche Umfeld durch seine kritische bis negative Haltung die Patienten beeinflusst haben.
Und da sag ich ganz klar, dass man sich nur dann operieren lassen darf, wenn man zu 100% hinter seiner Entscheidung steht!
Ich lebe heute auch ein wunderschönes Leben, allerdings wäre das ohne OP undenkbar gewesen! Die Depressionen sind weg, ich habe seit Jahren keine Fressattacken mehr und mein Essverhalten ist heute völlig normal.
Ja, ich habe hin und wieder Durchfälle, aber die sind bei mir nicht in der OP begründet, sondern in Nahrungsmittelunverträglichkei ten.
Natürlich denkt man auch irgendwann über WH-OPs nach wenn man soviel abgenommen hat. Aber das hat mMn nichts mit der AC zu tun. Auch wer auf natürlichem Weg viel Gewicht verloren hat stehe u.U. irgendwann vor der Entscheidung WH-OP ja oder nein. Mein Bindegewebe würde genauso aussehen, wenn ich das Gewicht in 5 Jahren auf natürlichem Weg verloren hätte statt in 2 durch AC.
Du schreibst, dass du gesperrt worden bist, weil du dich über Selbstakzeptanz geäussert hast. Kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen. Was ich allerdings verstehen kann ist, dass man sich als morbid adipöser Mensch mit seinem Körper überhaupt nicht mehr identifizieren kann. Ich habe meine Hülle gehasst. Sie stand in keinem Verhältnis zu dem, was ich tief in mir empfunden habe. Meine Hülle hat mir sämtliche Wege der Selbstverwirklichung versperrt.
Man wird bei diesem Thema niemals einen gemeinsamen Standpunkt erreichen. Jeder Jeck ist eben anders.
ABER:
Solange man von sich sagen kann, dass man eine gute Lebensqualität hat, darf das Thema AC keins sein!
LG
kugelinchen
P.S. von der Pressemitteilung hab ich nichts mitbekommen. Mag daran liegen, dass ich nicht bei jedem kleinen Beitrag der in den Medien zu dem Thema kommt vor dem Fernseher oder der Zeitung sitze. Maischberger hab ich mir nur angetan, weil ich die beiden ACler persönlich kenne.
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu wirr.:cool2:
Hallo Kugelinchen,
dann sind wir uns ja weitgehend einig.
Ich meinte mit der Vermarktung der AC auch nicht Dich. Ich meinte Foren, die dazu systematisch benutzt werden.
Übrigens finde ich es im umgekehrten Falle aber auch nicht okay, dass gerade aus Richtung AC grundsätzlich geäußert wird, dass dicke Menschen, die sagen, es ginge ihnen gut und sie fühlten sich gut, sich das definitiv nur einbilden. Das wurde über mich nach der Maischberger-Sendung vor zwei Jahren geschrieben und das wurde jetzt über Margit Schönberger geschrieben. Und in diesem Falle wurde es ja auch in der Sendung von Sabine Nass gesagt.
In meinem Falle ging das sogar so weit, dass User in den AC-Foren geschrieben haben, dass sie es unehrlich finden, dass ich nur von meiner Schilddrüsenerkrankung gesprochen habe und gar nichts zu meinen Fressanfällen gesagt habe. Hallllloooo??? Warum sollte ich etwas zu etwas sagen, das es nicht gibt? Da wird einfach unterstellt, dass jeder Dicke Fressanfälle hat, in einer Selbstverständlichkeit, die mir glatt die Sprache verschlägt.
Das ist auch nicht in Ordnung. Keiner kann in den anderen reingucken. Ich weiß, dass vieles leichter wäre, wenn ich leichter wäre, aber deshalb muss ich mich nicht zwangsläufig schlecht fühlen. Und ich gehöre auch nicht zu denjenigen, die in Dessous in Talkshows herumhüpfen. Aber ich sehe mich jeden Morgen, wenn ich in der Wanne stehe, um zu duschen, in voller Pracht im Spiegel und ich kann mich beim besten Willen nicht eklig und hässlich finden. Da gibt es auch eine Menge schöner Dinge, die ich dann sehe. Also bitte! Jeder soll das mit sich aus machen und die anderen in Ruhe lassen.
Wir kritisieren hier die AC als Disziplin, aber nicht die Leute, die sich darauf einlassen.
Martina
Übrigens finde ich es im umgekehrten Falle aber auch nicht okay, dass gerade aus Richtung AC grundsätzlich geäußert wird, dass dicke Menschen, die sagen, es ginge ihnen gut und sie fühlten sich gut, sich das definitiv nur einbilden.
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Aber ich sehe mich jeden Morgen, wenn ich in der Wanne stehe, um zu duschen, in voller Pracht im Spiegel und ich kann mich beim besten Willen nicht eklig und hässlich finden. Da gibt es auch eine Menge schöner Dinge, die ich dann sehe.
Martina
Das würde ich, würde man dies zu mir sagen, auch nicht so stehen lassen.
Ich kann, wie Martina von mir sagen, dass ich ein gutes Leben führe und zufrieden und glücklich bin. Natürlich jubele ich nicht jeden und den ganzen Tag und habe meine Sorgen wie jeder andere, habe auch up und downs, aber ich lebe sehr gern und das, obwohl ich mich noch nicht mit meinem Äußeren angefreundet habe. Aber das ist auch nur das Äußere. Und ich bestehe aus mehr als dem. Und dieses mehr, ist so viel mehr, das es mich zufrieden sein lässt.
Ob man mir das nun glaubt, oder nicht.
Wenn man als dicker Mensch angebilich gar nicht glücklich sein kann, hieße das ja, dass man es automatisch ist, wenn man schlank ist. Komisch.... ich kenne etliche Menschen, die schlank sind und so gar nicht zufrieden und glücklich. Oftmals gerade die, die dauernd an ihrer Figur herum machen. Vielleicht ist es einfach der ausschließliche Fokus auf Äußerlichkeiten, der so manchen Menschen unglücklich macht, weil er einem Perfektionismus nachstrebt, der nie zu erreichen ist, da er vollkommen unreal und hirnrissig ist und den ganzen "Rest" - den ganzen erheblichen Rest - der einen Menschen ausmacht, außer acht lässt.
Ich bin aber auch der Überzeugung, dass meine innere Einstellung zur OP in direktem Zusammenhang mit dem Erfolg oder Misserfolg steht. Ich habe natürlich keine Statistiken zu dem Thema. Aber aus persönlicher Erfahrung weiss ich, dass oftmals dort die Probleme aufgetaucht sind, wo die Leute vorher mit sich gehadert haben oder auch das persönliche Umfeld durch seine kritische bis negative Haltung die Patienten beeinflusst haben.
Das liest sich aber fast so, als ob Kritiker und Skeptiker daran Schuld hätten, wenn es nach einer AC Komplikationen gibt.
Mal nichts reinlesen, was da nicht steht.
Ich kann das so unterschreiben : Man muss von der OP schon wirklich überzeugt sein. Nicht von den Methoden an sich, sondern dass es für einen selbst das richtige und die LETZTE Möglichkeit ist. Es wird ja nicht umsonst als "Ultima Ratio" gehandelt.
Dat ist ja kein Spaziergang. Und wenn man da nicht voll hintersteht kann ich mir schon vorstellen, dass es eher zu Komplikationen kommt.
Also das was Lafer so angepriesen hat heißt Abnehmen im Schlaf.
Es funktioniert tatsächlich, kann ich beurteilen, denn ich kenne
einige im Kolegenkreis die es gemacht haben und die haben super
abgenommen.
Unser Betriebsarzt hat zusammen mit Dr. Pape das Buch geschrieben.
Für mich persönlich ist es nichts, denn erstens finde ich diese 5 Stunden
Pause zwischen den Mahlzeiten sehr lang, es geht mir nicht darum viel
zu essen, aber ich möchte auch mal zwischendurch einen Apfel oder sonst
ne Kleinigkeit essen dürfen.
Außerdem finde ich 5 Brötchen (@Peter, es sollten Vollkornbrötchen seit, kam von Lafer nur nicht rüber) zum Frühstück für mich einfach zu viel.
Alle die ich kenne sind danach eben wieder in alte Gewohnheiten gefallen und haben auch wieder zugenommen, es macht also auch nur Sinn wenn man dabei bleibt.
liebe Grüße
Maggy46
Also das was Lafer so angepriesen hat heißt Abnehmen im Schlaf.
Es funktioniert tatsächlich, kann ich beurteilen, denn ich kenne
einige im Kolegenkreis die es gemacht haben und die haben super
abgenommen.
Unser Betriebsarzt hat zusammen mit Dr. Pape das Buch geschrieben.
Für mich persönlich ist es nichts, denn erstens finde ich diese 5 Stunden
Pause zwischen den Mahlzeiten sehr lang, es geht mir nicht darum viel
zu essen, aber ich möchte auch mal zwischendurch einen Apfel oder sonst
ne Kleinigkeit essen dürfen.
Außerdem finde ich 5 Brötchen (@Peter, es sollten Vollkornbrötchen seit, kam von Lafer nur nicht rüber) zum Frühstück für mich einfach zu viel.
Alle die ich kenne sind danach eben wieder in alte Gewohnheiten gefallen und haben auch wieder zugenommen, es macht also auch nur Sinn wenn man dabei bleibt.
liebe Grüße
Maggy46
Wenn es WIRKLICH funtionieren würde, würden die Leute danach schlank sein und BLEIBEN.
Dass man mit Diäten mal bissel was abnehmen kann, wissen wir doch alle. Aber dass danach der Jojo-Effekt gnadenlos wieder zuschlägt, wissen wir eben auch.
Und eine Diät (oder neudeutsch Ernährungsumstellung) funktioniert m.E. nur, wenn man sie dauerhaft ohne Probleme leben kann - ansonsten ist es eben nichts anders als alle anderen Diäten auch: eine Linzenz zum Gelddrucken, weils nicht dauerhaft funktioniert und man dadurch immer wieder ab- und zunimmt und von einer Diät in die andere schliddert ... bis man endlich mal kapiert, dass Diäten nix bringen.
Wenn es WIRKLICH funtionieren würde, würden die Leute danach schlank sein und BLEIBEN.
Dass man mit Diäten mal bissel was abnehmen kann, wissen wir doch alle. Aber dass danach der Jojo-Effekt gnadenlos wieder zuschlägt, wissen wir eben auch. Ja genau. Ich denke, fast alle hier können gleich mehrere Methoden aufzählen, mit denen Sie zuverlässig abgenommen haben - und ebenso zuverlässig wieder zu.
Was mich immer wundert, ist die Tatsache, dass die meisten Leute, die abnehmen wollen, das nach Möglichkeit ohne Anstrengung oder eigene Arbeit erreichen wollen.
"Abnehmen im Schlaf" ist dafür ein ziemlich gutes Beispiel. Auch die ganzen OPs tendieren in diese Richtung. Es ist für mich völlig unverständlich, warum sich jemand lieber selbst verstümmelt, nur um weniger Nahrung zu sich zu nehmen, anstatt die herkömmlichen aber langwierigeren Methoden zu wählen. Klar, dass man das ab einem gewissen Punkt nicht mehr allein schafft. Aber wir leben in einem Land, in dem man Hilfe bekommen kann, wenn man danach fragt! Nicht jede Hilfe tut gut, das haben viele im Forum schmerzhaft erfahren müssen, aber je besser man selber informiert ist, umso weniger können uns die anderen etwas vormachen...
Ich habe irgendwann für mich selber entschieden, keine Diäten mehr zu machen und lieber dick und zufrieden zu leben. Meine kleine Schwester, die zu der Zeit deutlich schlanker war, hat dagegen lieber Points gezählt, einen Haufen Geld dafür bezahlt, sich viel Lebensqualität verkniffen und hat als Belohnung dafür dank Jojo erheblich mehr Umfang gewonnen. Dabei hat sie mich in dieser Beziehung schon lange überholt, während sich mein Gewicht nach dem Ende der Diätkarriere mehr oder weniger stabil eingependelt hat. Das soll nicht heißen, dass man es nicht schaffen kann, aber es muss von Anfang an klar sein, dass man die Ernährungsumstellung bis zum Lebensende beibehalten und bis zum Ende seiner Tage Verzicht üben muss.
Wenn man sich gut dabei fühlt oder den Verzicht wirklich, wirklich will, warum nicht? Es gibt sicher auch gute Veränderungen im Leben. Aber wenn mir irgendetwas fehlt, werde ich über kurz oder lang in alte Muster zurückfallen und Kollege Jojo schlägt zu.
Mit diesem simplen Prinzip werden Tag für Tag Millionen verdient.
Sonnenkuss
21.04.2009, 10:18
...
Es funktioniert tatsächlich, kann ich beurteilen, denn ich kenne
einige im Kolegenkreis die es gemacht haben und die haben super
abgenommen.
...
Alle die ich kenne sind danach eben wieder in alte Gewohnheiten gefallen und haben auch wieder zugenommen, es macht also auch nur Sinn wenn man dabei bleibt.
liebe Grüße
Maggy46
Ich finde nichts, aber auch überhaupt nichts "Super" am Abnehmen, denn sonst wäre ich mittlerweile "Superwoman" (nehmt mir die Arme runter!).
Und die Zunahme danach ist dann "Versagen" von den "Super" Abnehmenden?
Nein. So dolle kann das Buch von dem Betriebsarzt (welche Superlegitimation uns Pummlechen was vom Abnehmen zu erzählen) gar nicht sein.
kugelinchen
21.04.2009, 11:23
Das liest sich aber fast so, als ob Kritiker und Skeptiker daran Schuld hätten, wenn es nach einer AC Komplikationen gibt.
Das steht da so nicht und war so auch nicht gemeint.
Ich will meine Aussage mal an einem konkreten Beispiel festmachen was ich selbst hautnah erlebt habe. Als ich operiert wurde hatte ich eine Mitpatientin. Sie gehörte einer religiösen Gemeinschaft an. Sie bekam schon vor ihrer OP ordentlich Pfeffer von der eigenen Familie und kaum hatte sie nach der OP die Augen wieder auf waren ihre Eltern die ersten die auf sie eingeprügelt haben. Das ging dann soweit, dass irgendwann Mitglieder des Ältestensrats im Krankenhaus aufgetaucht sind und sie fertig gemacht haben. Nach 4 Tagen ist sie unter dem Druck zusammengeklappt.
Das war jetzt ein Extrembeispiel.
Aber ich kenne noch einige mehr, wo die eigenen Einstellung zur OP nicht gestimmt hat und wo es hinterher Probleme gab.
Eine positive Einstellung wirkt sich immer besser auf den Verlauf z.B. einer Krankheit aus als wenn sich jemand total hängen lässt!
Das Beispiel ist wirklich heftig, aber natürlich sehr speziell. Danke für die Klarstellung.
Ich finde nichts, aber auch überhaupt nichts "Super" am Abnehmen, denn sonst wäre ich mittlerweile "Superwoman" (nehmt mir die Arme runter!).
Ich habe auch kürzlich so sinniert, dass ich im Laufe meines Lebens bestimmt schon 200 Kilo abgenommen habe. Eigentlich Wahnsinn, was mein Körper schon aushalten musste.
Ich habe auch kürzlich so sinniert, dass ich im Laufe meines Lebens bestimmt schon 200 Kilo abgenommen habe. Eigentlich Wahnsinn, was mein Körper schon aushalten musste.
Unter dem Aspekt betrachtet, bin ich nicht mehr existent.
:flucht1:
Traurig, aber wahr.
Baerenland
23.04.2009, 23:54
Hallo,
also, der, der Hilfe will-jaja...
Meine "Hilfe" bei meinem Hausarzt war: "Gehn Sie vor zur Sprechstundenhilfe, dort liegt ne Kalorientabelle aus"---oder, vor zwei Jahren: Wollte ich bei meinem Neurologen (hatte einen heftigen Burn-out mit Depressionen wg. Mobbing) eine Therapie wegen meiner Essstörung (binge-eating...."selber herausgefunden"---weil, ich bin ja nur undiszipliniert, kann mich ja nicht beherrschen usw....aber alle Zeichen der Binge-eating stimmten bei mir überein). Der Arzt sah mich schon blöde an, und murmelte:"Wenn sie UNBEDINGT wollen...."...naja, gebracht hats nichts--außer der Erfahrung, dass ich wieder blöd, undiszipliniert (weil zu wenig bewegung und FAs...)und faul bin (hab 2 Kinder und geh Vollzeit arbeiten-damals noch im 3-schicht-Betrieb im Akkord stehend...)
Und die WW´ler waren nur an meinem Geld intressiert--kritisches Nachfragen haben die Ignoriert---die Gruppenleiterin hätte mich heute noch anzurufen, weil ich --nach ihren Points her....ZUGENOMMEN hab!
Jetzt hab ichs aufgegeben, werde keine Diät mehr machen--und siehe da---ich bin jetzt wieder satt....auch nach einem Brötchen...
Wenn ich jetzt abnehmen sollte, ist gut, wenn nicht, auch gut....
Hab mir auch schon überlegt, ob mir eine OP helfen würde....ABER: Die Risiken sind mir zu heftig....(wie bei jeder OP).Was mich stört: Die Lebenslange einnahme von Tabletten, die ich auch noch selber zahlen muss.....und DAS ist es mir allemal NICHT Wert !!!
Und die operierte frau im TV hat mir auch einen verbiesterten eindruck gemacht...auf den fotos vorher ist sie mir wesentlich sympatischer rübergkommen.
Und von wegen: "Man kann sich das auch schönreden"-----(oder so ähnlich) Nur weil SIE nicht zufrieden war, müssen es die anderen auch nicht sein??? Müssen denn alle ein Barbie-Maß haben (uaah, wie langweilig)...
Und, wenn ich die "Big is beatuyful"-Party angesehen haben--die Mädels wissen , was Spaß ist....da wird nicht jedes Salatblatt gezählt, da wird noch ein Drink genommen, ohne dass es automatisch"Boa , wieder zwei Stunden auf dem Cross-Trainer"-Gedanken kommen....
So, jetzt hab ich auch meinen zweiten Drink genommen (leider nur Leitungswasser--muss morgen noch aufs Finanzamt, da kann ich nicht mit dicker Rübe auftauchen:-D)
tschüüs
Bärli
@Martina,
hier noch einmal vielen Dank für den Hinweis auf die Maischberger Sendung. So was Gutes zu diesem Thema habe ich offengestanden noch nie gesehen.
Vor allem Dr. Frank hat mir sehr gefallen, und seine These, daß auch Streß zu Übergewicht führt, beantwortet mir einiges zu meiner eigenen Entwicklung.
Diese Frau Dr. Heller hat mich dagegen geärgert ohne Ende. Von wegen "wenn man als Kind gesund ernährt wird..." und "Prägung". Meine Mutter HAT uns gesund ernährt, aber ich bekam Gewichtsprobleme, mein Bruder blieb überdünn (und mein Vater normal). All diese "klugen" und unbarmherzigen Sprüche. Sie kommt mir vor wie das Kind reicher Eltern, was sich nie Sorgen machen mußte und dann kommt mit "die Armen sind selber schuld."
Der Koch mit seinen 15 verlorenen Kilo – aaah ja (so im Loriot-Tonfall).
Als ich bei meinem letzten Abnehmen so richtig mitten drin war, war mein Mundwerk auch "etwas" größer. Von wegen "ist ja alles so einfach". Am unteren Ende soll er erst mal ankommen. Oder an dem Punkt, wo sein Körper umschlägt und begriffen hat, daß gerade "Hungerzeit" ist. Plötzlich bleibt man stehen oder nimmt durch das Essen geringster Mengen wieder zu.
Das Erstaunlichste bei dieser Sendung war für mich aber, daß all dieser gängige Blödsinn Marke "die Dicken sind selber schuld" erwähnt wurde, dem aber ebenso ständig widersprochen wurde. Und der Tipp von Dr. Frank, sich um das Gewicht nicht den allergrößten Streß zu machen oder sich schuldig zu fühlen, könnte vielen das Leben leichter machen. Aber in diesem Zusammenhang befürchte ich, daß Pollmer recht hat: Am Abnehmen verdienen einfach zu viele Institutionen zuviel Geld, deswegen wird sich so ein Denken nie durchsetzen.
Hallo Jojo59!
Erst mal ein herzliches Hallo und Willkommen!:welcome:
Jojo59
Diese Frau Dr. Heller hat mich dagegen geärgert ohne Ende. Von wegen "wenn man als Kind gesund ernährt wird..." und "Prägung". Meine Mutter HAT uns gesund ernährt, aber ich bekam Gewichtsprobleme, mein Bruder blieb überdünn (und mein Vater normal). All diese "klugen" und unbarmherzigen Sprüche. Sie kommt mir vor wie das Kind reicher Eltern, was sich nie Sorgen machen mußte...
Das kommt mir so bekannt vor!
Ich komme aus einer großen Familie. Vater (man nannte ihn stabil) war korpulent, Mutter immer schlank. Ernährt würden wir vor allem mit frischen Sachen aus dem Garten, die es im Winter aus Weckgläsern gab. Süßigkeiten gab es wenig, aber wir sind immer satt geworden.
Nun müssten wir Geschwister ja irgendwie alle ähnliche Figuren haben...
Haben wir aber nicht!
Vom schlanken Bruder, der reinhaut wie ein Scheunendrescher und nie dick geworden ist, bis zum Bruder, der immer und ewig aufpassen muss, bis hin zu mir, ist alles quer Beet dabei.
Wie Du schon schreibst: "all diese "klugen" und unbarmherzigen Sprüche"...
manchmal werde ich da gedanklich echt sehr böse und wünsche so jemandem, dass (z.B.) seine Schilddrüse streikt und er innerhalb weniger Jahre mal eben so 30 - 50 Kilo zunimmt. Und er kann sich drehen und wenden, er kann heulen und meutern, er kann wenig oder viel essen, kann einfach machen, was er will, es ändert sich nichts.
Das wünsche ich manch einem der "netten" A... äh... Zeitgenossen, die so schön urteilen, ohne die geringste Ahnung zu haben. :mad: :mad: :mad:
Hallo Itsme,
zuerst vielen Dank für Dein Willkommen! :) :) :)
manchmal werde ich da gedanklich echt sehr böse und wünsche so jemandem, dass (z.B.) seine Schilddrüse streikt und er innerhalb weniger Jahre mal eben so 30 - 50 Kilo zunimmt. Und er kann sich drehen und wenden, er kann heulen und meutern, er kann wenig oder viel essen, kann einfach machen, was er will, es ändert sich nichts.
Das wünsche ich manch einem der "netten" A... äh... Zeitgenossen, die so schön urteilen, ohne die geringste Ahnung zu haben. :mad: :mad: :mad:
Damit hast Du mir dermaßen aus dem Herzen gesprochen.. nur daß ich jenen Zeitgenossen gar nichts Spektakuläres wünsche (weil sie sich dann damit wieder herausreden könnten), sondern einen ganz normalen Ablauf der Dinge, nämlich, daß sie auf einmal - nach vielen Jahren Sorglosigkeit - einfach zunehmen.
Und das soll vorkommen.. bei manchen geht es nach der Ausbildung los oder nach der Hochzeit oder nach der Schwangerschaft - oder nach den Wechseljahren.
Allen Carr hat in seinem Buch "Endlich Nichtraucher" geschrieben, daß die gebliebenen Nichtraucher sich nichts darauf einbilden sollen, daß sie der Versuchung des Rauchens nie erlagen. Sie seien "Nichtraucher durch Gottes Gnaden" (dem Sinne nach). Solchen Leuten wie Dr. Heller würde ich am liebsten auch so etwas sagen.
Oder noch einfacher: "Hochmut kommt vor dem Fall."
Weißt Du Jojo59,
ich würde eigentlich niemandem so etwas wünschen, wenn sie nicht so tun würden, als wüssten sie alle so sehr Bescheid, als bräuchte es nur ein "wenig Disziplin" ( die sie natürlich alle in höchstem Maße besitzen, wir jedoch nicht!) und ein bisschen weniger Nachlässigkeit (die sie sich natürlich niemals leisten, während wir alles laufen lassen!) ein bisschen Sport (den sie natürlich alle treiben, während wir faul auf der Couch liegen!) und ein bisschen gucken, was man sich in den Mund steckt (was sie natürlich alle tun, während wir rund um uns zu fressen!).
:mad::mad::mad:
Sie wissen nichts, sie plappern einfach nach, was sie irgendwo gehört, aufgeschnappt oder gelesen haben, haben nie am eigenen Leib gespürt, wie es ist, wenn der Körper plötzlich Wege geht, die man nicht versteht, oder erst sehr spät versteht.
Und was ich als das Schlimmste empfinde:
Immer noch propagieren sie die Wege, die so viele von uns dick gemacht haben! Sie gehen keinen Deut von diesen Wegen ab. Immer noch ist jeder, der eine Diät macht und den der Jojo einholt, "selber Schuld!"
Immer noch und immer mehr, wird das große Geld mit diesem ganzen Sch..xx Diät-Kram gemacht.
Ja, ich wünsche manch einem dieser schlauen Zeitgenossen, dass er plötzlich zunimmt, ohne zu wissen, warum!
Es muss ja keine Krankheit dahinter stecken. Es können ja, wie Du schreibst, einfach nur die Wechseljahre sein, oder vielleicht nur vermehrter Stress, Medis, die er nehmen muss, oder was weiß ich.
Gründe, warum man plötzlich zunimmt, warum der Körper plötzlich anders tickt, gibt es ja genug.
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