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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tiere als Trostmittel...was meint ihr??


Muffin
08.04.2009, 20:01
Das mir der Hund das liebste sei,
sagst du oh mensch sei Sünde,
der Hund ist mir im Sturme treu,
Der Mensch nicht mal im Winde...:(
...

Es stimmt irgendwie...Menschen sind manchmal egoistisch, (Geld-)Gierig (/ Gierig nach bewunderung), schadenfroh, rachesüchtig und OBERFLÄCHLICH...:fecht:
Ich habe noch nie einen Hund gesehen (OK, der Hund ist manchmal ein bissl egoistisch) der schadenfroh ist weil ein anderer Hund gebissen wurde, und der im geheimen Rache verübt weil ich ihm seinen Lieblingsknochen wegnehme...
Ich finde Hunde (und andere Tiere auch) sind bessere Menschen, sie blicken immer gerade aus und haben kein schlechtes Gewissen und sind nicht pessimistisch was das weitere Leben angeht...
Sie verschaffen Freude die einem ein Mensch nicht geben kann...
Man kann sich um sie kümmern wie um sein eigenes Baby...So geht es mir zumindest...
Mein Hund (Muffin:D) ist für mich wie ein kleines Kind...
Es ist unbeschreiblich wie sie mich schwanzwedelnd begrüßt, bei einem Spaziergang freudig auf mich zu rennt, oder auf oder neben mir schläft...
Dieses Vertrauen und diese Freude kann einem kein Mensch der Welt geben...

Was meint ihr??

Itsme
09.04.2009, 07:39
Tiere sind schon was Wunderbares!
Und sicher kann einem ein Tier auch Trost spenden, weil man sich von ihm geliebt fühlt, weil man weiß, dass man gebraucht wird und weil es seine Anhänglichkeit zeigen kann. Tiere können eben einfach viel Freude bereiten und insofern können sie einem über so manchen Kummer ein bisschen mit hinweg helfen.

Aber ob ein Tier sozusagen "der bessere Mensch" ist, wage ich dann doch sehr zu bezweifeln, weil man Mensch und Tier nicht miteinander vergleichen kann.

Ein domestiziertes Tier ist voll und ganz auf (s)einen Menschen angewiesen. Würde der Mensch es nicht füttern und pflegen, ginge es ein.
In erster Linie ist es also die fütternde Hand und damit der Mensch dahinter, dem das Tier seine Zuneigung zeigt.
Es kann nicht widersprechen,
es nimmt das, was es bekommt,
es stellt sich ganz auf seinen Menschen ein, weil es von ihm abhängig ist,
der Mensch ist der Chef in einer Mensch-Tier-Beziehung.

Nicht nur aus den obigen Gründen kann man ein Mensch-Tier-Verhältnis nicht mit einer Beziehung von Mensch zu Mensch vergleichen.
Wer glaubt, eine Beziehung zu einem anderen Menschen könnte auf einer ähnlichen Schiene ablaufen, der vergisst, dass in einer Partnerschaft nicht ein von einem vollkommen abhängiges Wesen neben einem lebt, dass der Partner immer ein eigenständiger Mensch bleibt, Gleichberechtigung wichtig ist - ein Geben und Nehmen ebenso unabdinglich, wie ein immer wieder Aufeinander zugehen.

Ein gutes "Frauchen" oder "Herrchen" zu sein, ist also etwas ganz anderes, als ein guter Partner in einer Beziehung zu sein. Insofern würde ich niemals das eine mit dem anderen - oder das Tier mit einem Menschen vergleichen, weil es einfach zwei Paar Schuhe sind.

Maxima
09.04.2009, 12:36
@ Muffin

Ich kann mich deinen Worten nur anschliessen. Tiere tun uns Menschen unheimlich gut, weil sie nicht so verlogen sind, wie manche Exemplare der menschlichen Rasse!

Nach dem, was mein Mann und ich die letzte Zeit erleben durften, tut uns beiden das Zusammensein mit unseren Hunden soooo gut! Diese Aufrichtigkeit und ehrliche Freude uns zu sehen, auch wenn wir nur mal eine Viertel Stunde weg waren.... Und was wir schon über unsere Kleinen gelacht haben.

Ja Hunde können einem ein gutes Trostmittel sein, obwohl sowas nicht nett klingt. Irgendwie klingt es so, als ob die Tiere benutzt werden, so lange man traurig ist und dann können sie verschwinden.

Das muss einem halt auch klar sein, wenn man sich ein Tier anschafft - man hat es viele viele Jahre und ausser der Freude, die sie einem geben, kosten sie auch eine ganze Menge Zeit und Geld.

Für uns ist das aber ein absolut "faires Geschäft" und wir haben uns schon öfters gesagt, wie wenig man doch bezahlen muss, um so ein liebenswertes Geschöpf besitzen zu dürfen.

Wir haben uns auch entschieden, dass wir so lange es uns möglich sein wird, Hunde besitzen möchten. Der Spruch "Seit ich die Menschen kenn, liebe ich die Tiere!" hat wirklich was für sich!

Maxima
09.04.2009, 12:37
Aber ob ein Tier sozusagen "der bessere Mensch" ist, wage ich dann doch sehr zu bezweifeln, weil man Mensch und Tier nicht miteinander vergleichen kann.
Richtig - man kann sie nicht direkt vergleichen, aber ihr Verhalten und da stehen bei mir die Tiere oftmals besser da!

Boewi
09.04.2009, 14:10
Trotzdem muss man sich immer fragen, ob das eigene Verhalten auch das Beste für das Tier ist. Denn ein Hund ist nun einmal kein Menschenbaby, sondern hat ganz andere - eigene - Bedürfnisse. Solange man die erfüllen kann, gibt es keinen Grund, das Zusammensein mit den Tieren nicht zu genießen und sich gegenseitig aneinander zu erfreuen.

Itsme
09.04.2009, 15:26
Trotzdem muss man sich immer fragen, ob das eigene Verhalten auch das Beste für das Tier ist. Denn ein Hund ist nun einmal kein Menschenbaby, sondern hat ganz andere - eigene - Bedürfnisse. Solange man die erfüllen kann, gibt es keinen Grund, das Zusammensein mit den Tieren nicht zu genießen und sich gegenseitig aneinander zu erfreuen.

Genau.
Und das ist auch der Grund, warum ich mir meinen großen Herzenswunsch nach einem Hund schon seit langem verkneife, denn ich hätte einfach noch nicht die Zeit, um mit einem guten Gewissen einen Hund anzuschaffen. Das muss wohl leider warten, bis ich Rentnerin bin, obwohl ich von etlichen Seiten immer wieder höre, man könne einem Hund beibringen, viele Stunden allein zu bleiben. Nur - ich würde in einem solchen Fall wohl kaum zunächst an den Hund denken und hätte ständig ein schlechtes Gewissen.

Maxima
09.04.2009, 15:26
Das sehe ich genauso - ein Hund ist kein Menschenbaby.

Wir hatten uns damals einen Hund angeschafft und ich denke, dass es ihr wirklich gut bei uns ging. Das Einzigste, was wirklich nicht so gut war war, dass ich sie überbehütet habe. Sie hatte kaum Kontakt mit anderen Hunden und wenn, dann auch nur auf Entfernung. Die Hunde aus unserem damaligen Umfeld waren aber auch alle so gross, dass unsere Kleine gerade mal eine halbe Mahlzeit gewesen wäre.

Wo wir jetzt wohnen, hat sie auch mehr Kontakt mit anderen Hunden. Ausserdem haben wir uns noch einen 2. Hund dazu gekauft, weil wir halt doch kein gleichwertiger Spielgefährte für sie hätten sein können. Und das war eine absolut richtige Entscheidung.

In der ersten Woche hat unsere Hündin allerdings so viel geknurrt, wie in ihrem ganzen vorherigen Leben noch nicht :-D , aber mittlerweile sind die beiden ein Team.

Die Kleine hat uns damals aus einer schweren Zeit herausgeholfen und wir haben es ihr jetzt gedankt, in dem wir unseren Max dazu geholt haben. Jetzt ist sie auch viel mehr Hund als früher. Ich glaube, die beiden sind glücklich und geniessen es natürlich, dass sie den ganzen Tag ihr Herrchen bei sich haben und im Garten toben können.

Ich freue mich schon auf die 2 Untiere, wenn sie mir heute Abend entgegenstürmen. :)

Mim
10.04.2009, 01:16
Ich träume auch schon seit langem von einem Hund aber ich muss leider auch warten bis ich nicht mehr arbeiten gehe-also entweder bis zur Rente oder ich finde vielleicht doch noch n reichen Mann zum heiraten;)

Andra1963
10.04.2009, 14:00
Ich hätte auch gern einen Hund. Aber wir arbeiten und wohnen nicht so günstig und außerdem ist unser Leben ziemlich trubelig.

Was mache ich jetzt? Muss ich jetzt unglücklich sein, weil ich mich "nur" mit Menschen umgeben muss .... !?

Ich habe einige in meinem Bekanntenkreis, die ihren Hund als Kind- und/oder Partnerersatz ansehen und auch so behandeln. Irgendwie finde ich das schräg ... das wird weder dem Tier noch dem Menschen gerecht.

Aber jeder so, wie er mag - solange er keinem schadet.

Nightfly
28.04.2009, 19:22
Ich habe zwei Hunde, beides Jagdhunde , und bin ehrenamtlich im Tierschutz speziell für Hunde , tätig. Leider weiß ich aus Erfahrung,das sich viele Menschen völlig unüberlegt ein Tier zulegen, ohne sich vorher ausgibig zu informieren ,was da an Arbeit auf einen zukommt. Tiere sind was wunderbares, sollten aber niemals Ersatz für Menschen ,sei es Lebenspartner, Kinder oder ähnliches sein .

Sophie
29.04.2009, 07:51
Meine Schwester hatte bis vor kurzem auch einen Hund, ein "Scheidungsopfer", das sie von einer Kollegin übernommen hatte. Bei einem 10-Stunden-Arbeitstag plus 3 Stunden Fahrzeit hätte sie sich nie angemessen um das Tier kümmern können, wenn unsere Mutter nicht da gewesen wäre.
Unserer Mutter hat das Tier sehr gut getan. Sie war gezwungen, mit der alten Hündin 5mal am Tag rauszugehen, bei Wind und Wetter einen kurzen Spaziergang zu machen. Da muss man sich aufraffen, auch wenn es einem mal nicht so gut geht.

Im letzten Jahr musste die Hündin eingeschläfert werden. (Sie war schon 15 und hatte Krebs.) Meine Mutter erzählte mir, dass sie seitdem 10 Kilo zugenommen hat. Sie hockt halt nur noch zu Hause rum, weil kein Zwang da ist, vor die Tür zu gehen und 1000 Ausreden da sind: Ooch, heute ist es zu warm/zu kalt/zu windig/zu nass/zu staubig/zu früh/zu spät, ich bin zu müde/zu lustlos/zu satt/zu hungrig, habe Kopfweh/Bauchweh/Rückenweh/Pickel....

Wenn jemand nicht arbeitet oder nur ganz wenige Stunden, finde ich die Idee mit einem Hund ganz toll. Nachweislich wird durch den Umgang mit Tieren das Stressniveau, der Blutdruck, Cholesterin etc. gesenkt. Eigentlich sollte es Tiere auf Krankenschein geben.
Als Berufstätige verzichte ich aber lieber auf einen Hund. Es ist ungesund für das Tier, wenn es länger als ca. 4 Stunden Pipi einhalten muss und nur kurz am Abend ein klitzekleines Bisschen Bewegung bekommt.
Die Alternative ist eine Katze (oder zwei). Die kommen besser alleine klar als Hunde, und wenn noch ein Spielkamerad dabei ist und eine Katzenklappe in den Garten, reicht das abendliche Spielstündchen und ein Kuschelplatz im Bett. Vor drei Jahren ist meine Katze gestorben, dann kam mal wieder ein Umzug mit Renovierung etc., das wollte ich keinem Tier zumuten. Aber für 2009 habe ich wieder eine Katzenbeschaffung auf der Agenda!

Es gibt auch ältere Tiere im Tierheim, die sind schon ruhiger und haben bereits eine Erziehung, und die Lebenserwartung ist auch "überschaubar", wenn man sich aus Alters/Gesundheitsgründen nicht für 15-20 Jahre festlegen will oder kann. (Nachbars Katze ist 22 geworden)

Die Nachbarin darf von Seiten ihres Vermieters keinen Hund halten, deshalb geht sie jeden Tag zum Tierheim und führt einen Hund Gassi. Das wäre für mich die drittbeste Lösung.

Darcy
29.04.2009, 08:05
Ich finds auch für Katzen nicht gut, wenn den ganzen Tag niemand zuhause ist. Klar binden sie sich an den Menschen nicht so sehr wie Hunde, aber man braucht schon auch Zeit, sich mit den Tieren zu beschäftigen. Von der Zeit, die man für die Beseitigung des Drecks dieser angeblich so sauberen Tiere braucht, ganz zu schweigen. Ich seh es ja täglich an meinem Arbeitsplatz - Patient und Ehefrau bildeten sich ein, dass zwei Katzen hermüssen. Seitdem ist aus dem sauberen perfekten Haushalt (sah immer aus wie frisch aus "Schöner Wohnen") ein Haus geworden, in dem überall Katzenhaare rumfliegen (es wird täglich geputzt!), in dem schon viel an Deko und Pflanzen zerstört wurde etc. Von dem Gestank ganz abzusehen, der sich ausbreitet, sowie eine Katze aufm Klo war (ist eigentlich nicht meine Aufgabe, die Kacke da wegzumachen, aber ich halte das keine 12 Stunden aus, wenn die Frau nicht da ist). Jetzt in der warmen Jahreszeit kommt dann noch dazu, dass die Katzen teilweise im Minutentakt irgendwelche halbtoten Viecher ins Haus schleppen, die ich ihnen dann mit viel Jagerei abnehmen und entsorgen muss - hart an der Ekelgrenze.
Auch nett, wenn mal wieder aufs frisch bezogene Patientenbett gekotzt wird ...

Nee, nee, also wer jemals erfunden hat, dass das saubere Tiere wären, hat noch nie ne Katze erlebt ... ich bin von meinem früheren Wunsch nach einem Kätzchen jedenfalls geheilt.

Wenn man viel außer Haus ist, empfehlen sich m.E. Kleintiere wie Meerschweinchen (müssen mindestens zu zweit gehalten werden!) - die freuen sich, wenn der Futtersklave heimkommt, sind eh keine Kuscheltiere, aber immer lustig zu beobachten.
Auch ein Aquarium ist positiv für den Stressabbau und Fische sind auch nicht traurig, wenn der Mensch stundenlang weg ist.

Itsme
29.04.2009, 14:11
Ich sah mal einen Bericht über ein Altenheim, in dem Tiere aus therapeutischen Gründen gehalten wurden. Auf viele der sonst sehr lethargieschen Bewohner hat sich das wohl erstaunlich gut ausgewirkt.

Darcy
29.04.2009, 14:42
Ich sah mal einen Bericht über ein Altenheim, in dem Tiere aus therapeutischen Gründen gehalten wurden. Auf viele der sonst sehr lethargieschen Bewohner hat sich das wohl erstaunlich gut ausgewirkt.

Jo ... nur wie es den Tieren hinter den Kulissen oft geht, wird leider nicht gezeigt.
Oft werden ja Kaninchen oder Meerschweinchen als "Streicheltiere" gehalten - in viel zu kleinen Gehegen, mit dem falschen Futter, womöglich noch als Einzeltier, weil die angeblich zahmer werden oder aber in gemischtgeschlechtlichen Kombinationen mit unkastrierten Böckchen, sodass es ständig ach so niedlichen Nachwuchs gibt ...

Was wirklich sinnvoll ist, wäre der Einsatz eines Therapiehundes (speziell ausgebildet), der dann aber eben nur stundenweise mit seinem Halter im Heim "arbeitet" und ansonsten nach Hause gehen kann und dort optimale Haltungsbedingungen vorfindet.
Diese Berichte schaden den Tieren leider mehr, als man denkt, weil jeder "Depp" denkt, er könnte das mit geringstem Kosteneinsatz nachmachen.

Nordlicht
29.04.2009, 16:10
Ja, oft werden Tiere aus Unwissenheit falsch gehalten. Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, da es ja jede Menge Literatur gibt, die artgerechte Haltung vorstellt... und die kann man lesen.
Wie oft werden dann Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten, Katzen und Hunde allein gehalten - und tagsüber wegen der Arbeit viel zu lang allein gelassen... nene

Itsme
29.04.2009, 16:15
Jo ... nur wie es den Tieren hinter den Kulissen oft geht, wird leider nicht gezeigt.
Oft werden ja Kaninchen oder Meerschweinchen als "Streicheltiere" gehalten - in viel zu kleinen Gehegen, mit dem falschen Futter, womöglich noch als Einzeltier, weil die angeblich zahmer werden oder aber in gemischtgeschlechtlichen Kombinationen mit unkastrierten Böckchen, sodass es ständig ach so niedlichen Nachwuchs gibt ...

Was wirklich sinnvoll ist, wäre der Einsatz eines Therapiehundes (speziell ausgebildet), der dann aber eben nur stundenweise mit seinem Halter im Heim "arbeitet" und ansonsten nach Hause gehen kann und dort optimale Haltungsbedingungen vorfindet.
Diese Berichte schaden den Tieren leider mehr, als man denkt, weil jeder "Depp" denkt, er könnte das mit geringstem Kosteneinsatz nachmachen.

Das müsste natürlich genauso geprüft werden, wie es ansonsten ja für alles eine Vorschrift gibt.
Aber müsste heißt nicht, dass es dann auch so ist.
Nein, ich kann Dir nur zustimmen, es darf bei allen Vorteilen für die Bewohner, nicht die vernünftige Haltung des Tieres außer Acht gelassen werden.

Darcy
29.04.2009, 16:17
jede Menge Literatur

Leider ist diese Literatur, grad was Meerschweinchen und Kaninchen (nur da kenne ich mich mit der entsprechenden Literatur und Haltung aus, andere Tierarten kann ich nicht beurteilen) fast komplett veraltet und liefert zum Teil falsche Informationen. Das geht beim Futter los, über den Platzbedarf bis hin zu dem Tipp, man könne ein Schweinchen mit einem Kaninchen zusammen halten.
Bessere Informationen findet man in entsprechenden Foren und vor allem auch auf den Info-Seiten von Notstationen im Internet - auch Tierärzte sind leider oft die falschen Ansprechpartner.

Nordlicht
29.04.2009, 17:17
Hmja, es gibt viel, was veraltet ist, hast schon recht... Ich hab mir für die aktuellen info immer gern die "Rodentia" gekauft. Auch hab ich mich zusätzlich zu dem ausführlichen Buch über "meine" Tiere im Internet informiert. :)

Sophie
30.04.2009, 12:51
Nee, nee, also wer jemals erfunden hat, dass das saubere Tiere wären, hat noch nie ne Katze erlebt ... ich bin von meinem früheren Wunsch nach einem Kätzchen jedenfalls geheilt.


Stimmt. Hatte ich im Hausputz-Thread nicht etwas über körperwarme Katzenkotze auf dem Teppich geschrieben? Kommt gut, wenn man nachts im Dunkeln beim Pinkelngehen barfuss reintritt....

Meine Katzen waren halbwilde Tiere aus der Fabrik, der Kater hat sich noch nicht mal richtig anfassen lassen. In dem Fall bist du mehr der Dosenöffner. Und du wirst nicht wirklich vermisst, wenn die Viecher sich beschäftigen können.

Ich hab auch noch zwei Aquarien, aber der Arbeitsaufwand ist auch nicht zu unterschätzen, wenn es keine Algenbrühe werden soll. Fische jammern zwar nicht, aber ich halte auch Fische für empfindungsfähige Wesen, und bei der Haltung kann man auch viel falsch machen, fängt schon beim pH-Wert des Wassers an etc pipapo.

Bei jedem Tier sollte überlegt werden, ob ich ihm ein artgerechtes Leben bieten kann. Leider werden Tiere oft vermenschlicht (Hunde kriegen z.B. Schokolade - pures Gift - oder so niedliche Klamotten...), oder überbehütet und verwöhnt bis hin zur Verhaltensstörung.
Einer Nachbarin, die ihren Dackel mit Pralinen mästet, hab ich den Tipp gegeben, sie soll das Tier doch gleich mit dem Spaten erschlagen, dann muss es nicht so lange leiden. Ich glaub, jetzt mag die mich nicht mehr.
:rolleyes:

Itsme
30.04.2009, 17:44
Ich habe glaube ich schon mal erzählt -
von dem Wellensitich, der allein und in einem kleinen Käfig auf einem Brett über der Badewanne dahin vegetiert.
Als ich einen schrillen Pfiff aus dem Badezimmer hörte und fragte, was denn das war, wurde die Tür aufgemacht und auf den Käfig gezeigt mit den Worten: "Das ist ...... 's Reich."
Ich bin fast hintenüber gekippt und habe erst einmal erklärt, dass man diese Tiere nicht allein halten sollte, dass sie Ausflug und ebenso einen Käfig brauchen, der ein wenig Platz für Bewegung lässt. Ich habe das trotz meines Schocks sogar freundlich gesagt. Es hat nichts genützt.
Dieser Vogel kannte in seinem Geräuschreservoir nur diesen einen schrillen Pfiff, der sich sogar für einen Laien erbärmlich anhört. Und diesen hörte ich immer wieder mal. Besonders, wenn der Vogel Geräusche vernahm, legte er mit diesem herzzerreißenden Ruf los.
Bis zum Auszug der Leute aus dem Haus blieb der Zustand so, obwohl ich sie immer wieder mal darauf ansprach.
Angeschafft worden war das Tier für die halbwüchsige Tochter, die dann aber früh eine eigene Wohnung bezog und den Vogel mitnichten mitnahm.

Hier wurde ein Tier auf Wunsch eines halben Kindes angeschafft, das es wohl ganz nett gefunden hätte, ein Lebewesen um sich zu haben, da beide Eltern den ganzen Tag beruftätig waren.
Dabei wurde nicht an das Tier gedacht, sondern ein Wunsch der Tochter - wie so gut wie jeder andere machbare materielle Wunsch - erfüllt.
Der Reiz des Neuen war schnell vorüber und - oh Schreck - Arbeit und Dreck machte das Tier auch noch. Also Schadensbegrenzung, indem der Käfig über die Badewanne kam und Federn und Futterkörnchen somit hauptsächlich nun dort hinein fielen - Käfig zu, so dass die kleinen Häufchen nur im Käfig blieben und Tür des Badezimmer zu, damit der schrille Pfiff nicht so laut zu hören war und so störte.

Itsme
30.04.2009, 17:52
Ein Versehen. Sorry.

Sophie
30.04.2009, 19:32
Wie traurig!
Da ist man ja richtig froh, dass es diese Haustiersimulationen für den PC oder das Handy gibt.

Thierry0196
02.05.2009, 17:45
Hallo!!!!!

Wir haben einen Hund angeschafft - und wollen ihn nie mehr hergeben. Ja, er liebt einen bedingungslos - uns alle - also das ganze "Rudel".

Ich finde ihn süß, lieb und lustig!!!!!!

ABER: Ich interpretiere zu viel menschliches in den Hund. Er ist domestiziert und kann trotz allem auch ohne uns zurecht kommen - er stammt vom Wolf ab. Ich/Wir sind sein Rudel, das ihm ein gutes Leben sichert und zuverlässig für seine Nahrung sorgt. Er hat absolut nichts menschliches (auch wenn ich das gerne in ihn hinein interpretiere) und von einem Baby hat er rein gar nichts!!!!!

Und trotzdem ist es mein liebster Hund und der beste von der Welt!!!!!

Und ich bin froh, dass ich ihn mit zur Arbeit nehmen kann.

Bis bald!!!!!

elvae
02.05.2009, 21:10
hui
wir haben für uns das ideale haustier gefunden ^^
katze/hund dürfen wir net/zu teuer, ratten werden alle nase lang krank (hatte welche gehabt, ein 5er rudel kostete mich in nem halben jahr knapp 900 euro tierarzt...), für meeris reicht der platz net, 2 brauchen ja schon mindestens n quadratmeter, bei ratten kann man ja nach oben viel bauen...
nachdem wir die für und wider abgewägt hatten und uns die haltungsbedingungen durchgelesen hatten und durch verschiedene foren gewühlt hatten, sind wir auf das ideale tier gestossen:
einen hamster (http://u1.ipernity.com/11/52/10/4695210.1e32aaef.1024.jpg)
genannt: fr. klör :-D
passt ideal zu uns, tagsüber sind wir auch ab und zu mal länger weg oder mal n wochenende, da reicht auch eine nicht so ganz erfahrene betreuung, die kurz wasser wechselt und futter reinschmeisst (wir sind nur von fr-mo. ab und an weg, das geht auch mit auslauf mal), sie werden zwar nicht allzu zahm, sind aber absolute charaktertiere, futter und tierarzt sind überschaubar (man hat nur ein tier und keine 5 die gleichzeitig krank werden) und sie is genauso n nachtwesen wie wir ^^
ausserdem hat sie ralleystreifen :cool2:
aber tiere sollten nie ein ersatz sein und grade kleintiere können sehr teuer werden und haben meist große ansprüche ;)

apple
03.05.2009, 04:54
Ich finds auch für Katzen nicht gut, wenn den ganzen Tag niemand zuhause ist. Klar binden sie sich an den Menschen nicht so sehr wie Hunde, aber man braucht schon auch Zeit, sich mit den Tieren zu beschäftigen. Von der Zeit, die man für die Beseitigung des Drecks dieser angeblich so sauberen Tiere braucht, ganz zu schweigen. Ich seh es ja täglich an meinem Arbeitsplatz - Patient und Ehefrau bildeten sich ein, dass zwei Katzen hermüssen. Seitdem ist aus dem sauberen perfekten Haushalt (sah immer aus wie frisch aus "Schöner Wohnen") ein Haus geworden, in dem überall Katzenhaare rumfliegen (es wird täglich geputzt!), in dem schon viel an Deko und Pflanzen zerstört wurde etc. Von dem Gestank ganz abzusehen, der sich ausbreitet, sowie eine Katze aufm Klo war (ist eigentlich nicht meine Aufgabe, die Kacke da wegzumachen, aber ich halte das keine 12 Stunden aus, wenn die Frau nicht da ist). Jetzt in der warmen Jahreszeit kommt dann noch dazu, dass die Katzen teilweise im Minutentakt irgendwelche halbtoten Viecher ins Haus schleppen, die ich ihnen dann mit viel Jagerei abnehmen und entsorgen muss - hart an der Ekelgrenze.
Auch nett, wenn mal wieder aufs frisch bezogene Patientenbett gekotzt wird ...

Nee, nee, also wer jemals erfunden hat, dass das saubere Tiere wären, hat noch nie ne Katze erlebt ... ich bin von meinem früheren Wunsch nach einem Kätzchen jedenfalls geheilt.

Wenn man viel außer Haus ist, empfehlen sich m.E. Kleintiere wie Meerschweinchen (müssen mindestens zu zweit gehalten werden!) - die freuen sich, wenn der Futtersklave heimkommt, sind eh keine Kuscheltiere, aber immer lustig zu beobachten.
Auch ein Aquarium ist positiv für den Stressabbau und Fische sind auch nicht traurig, wenn der Mensch stundenlang weg ist.
Ups - so sind nicht alle Katzen!!!
Ich habe mit 19 "zufällig" eine Katze bekommen - sie wurde fast wie ein Kind von meinen Eltern und mir betreut.

Als sie noch ganz klein war hat sie einigen Unfug gemacht (ich hatte nur eine kleine Wohnung und war beruflich viel unterwegs), aber da ist meine Mutter mit Leib und Seele (und großer Wohnung direkt nebenan - temporär) eingesprungen (ich frage mich oft, ab meiner Mutter in ihrer augenblicklichen Situation nicht eine Katze sehr gut tun würde ... ?), die Sommermonate hat sie mit meinen Eltern im Wochenendhaus, quasi in der Wildnis, verbracht.

Als wir später ein Haus mit großem Garten, direkt am Feld, hatten ging es der Katze auch blendend - im Haus fand man keinerlei "Dreck".

Dreck und "Benehmen" einer Katze hängen wohl direkt mit ihrem Umfeld zusammen - wenn sie raus kann, gibts innen kaum Spuren (es ist AUCH Erziehungssache - ich war geschockt, was manche Leute mit Katze alles hinnehmen ... ).

Der einzige Grund, warum ich keine weitere Katze anschaffe ist der, daß ich den Tod so eines geliebten "Viechs" nicht mehr verkraften kann / möchte.
Sie war ein "richtiges Familienmitglied", bzw. hat gar die Familie ... ähm .. dominiert :) (so sind se :-D).
Und wir haben uns ihr alle bedingungslos "untergeordnet" ... .

Darcy
03.05.2009, 05:23
Die Katzen haben Freigang (außer nachts wenn es dunkel ist, da dürfen sie nicht mehr raus) - ursprünglich sollten sie Hauskatzen sein, aber das ging gar nicht, da wurde dann immer, wenn ihnen was nicht passte, aufs teure Parkett gepisst.
Mich wunderts ja immer, dass es draußen noch Vögel und Mäuse gibt, so viel wie die täglich anschleppen.

Dreck bringen sie trotzdem mit rein, so'ne Katze putzt sich schließlich nicht vor der Tür die Pfoten ab - ist recht nett anzusehen, wenn sie ihre Tapsen auf dem frisch geputzten Parkett hinterlassen. Oder wenn sie, damit man sie reinlässt, mit den Pfoten an der Fensterscheibe oder Terrassentür "kratzen" - da kannste 10mal am Tag Fensterputzen ...

Dass man Katzen erziehen könne, halte ich für ein Gerücht.

apple
04.05.2009, 01:17
Die Katzen haben Freigang (außer nachts wenn es dunkel ist, da dürfen sie nicht mehr raus) - ursprünglich sollten sie Hauskatzen sein, aber das ging gar nicht, da wurde dann immer, wenn ihnen was nicht passte, aufs teure Parkett gepisst.
Mich wunderts ja immer, dass es draußen noch Vögel und Mäuse gibt, so viel wie die täglich anschleppen.

Dreck bringen sie trotzdem mit rein, so'ne Katze putzt sich schließlich nicht vor der Tür die Pfoten ab - ist recht nett anzusehen, wenn sie ihre Tapsen auf dem frisch geputzten Parkett hinterlassen. Oder wenn sie, damit man sie reinlässt, mit den Pfoten an der Fensterscheibe oder Terrassentür "kratzen" - da kannste 10mal am Tag Fensterputzen ...

Dass man Katzen erziehen könne, halte ich für ein Gerücht.

Obs nun Erziehung war ... ?
Unsere besagte Katze hat nie ins Haus gepisst!!!
Sie hat ein einzigesmal eine Maus angeschleppt ... da habe ich einen Schreikrampf bekommen (ganz authentisch :-D), danach hat sie nie wieder etwas angeschleppt.
Unsere Katze hat nie an irgendetwas gekratzt, außer an den dafür vorgesehen Gegenständen - für die sollte man natürlich sorgen .... .

Ich weiß, daß es andere Katzen gibt, aber ich bin mir sicher, daß die Einstellung des Halters doch maßgeblich ist (gar nicht so unähnlich zur Kindererziehung ... ;)).

Itsme
04.05.2009, 08:19
Obs nun Erziehung war ... ?

................

Ich weiß, daß es andere Katzen gibt, aber ich bin mir sicher, daß die Einstellung des Halters doch maßgeblich ist (gar nicht so unähnlich zur Kindererziehung ... ;)).

Man sagt zwar, nachts sind alle Katzen grau, aber vergesst nicht, nicht alle Katzen sind gleich.

Meine beiden Töchter sind Katzenliebhaberinnen.
Beide haben 2 Katzen. Und bei der einen ist es bereits das zweite Paar, bei einer ist eine Katze gestorben und eine andere neu dazu gekommen.
Ich selber hatte einige Jahre eine Katze.
Es ist spannend zu beobachten, wie unterschiedlich die Tiere sind.
Eine wild, eine ruhig, eine eine absolute Hauskatze, die andere liebt es, raus zu kommen u.s.w.
Meine Töchte lieben ihre Katzen und haben die verstorbenen Katzen geliebt. Sie bekommen und bekamen alle viele Streicheleinheiten, viel Aufmerksamkeit und Fürsorge. Und doch war einmal eine Katze dabei, die immer wieder in die Wohnung gepieselt und sogar gesch..... hat.
Und das kratzen an Möbeln, die eine tut's trotz wunderbarem Kratzbaum und Schimpfe, die andere interessiert die Möbel gar nicht.

Das Katzen, die rein und raus können, sich nicht die Pfoten abstreifen, oder sich mit Kratzen an der Scheibe bemerkbar machen, ist eben normales Katzenverhalten und hat Erziehung nichts zu tun. Wenn man Tiere liebt, dann sollen sie doch auch so gut es geht, natürlich bleiben!?
Ich sah sogar mal ein Filmchen, in dem gezeigt wurde, dass ein Katzen"freund" seiner Katze beigebracht hat, auf die menschliche Toilette zu gehen. Amüsant für den Menschen und - wie ich finde - schrecklich für das Tier.
Bei allem Streben nach Sauberkeit und Ordnung - Tiere sind Tiere.
Und ebenso wenig, wie ich einen Wellensittich allein in einen kleinen Käfig auf einem Brett auf der Badewanne aussperren würde, um die Verschmutzungen durch ihn so gering wie möglich zu halten, so wenig wird man einer Katze alles das, was vielleicht Schmutz macht, abgewöhnen können.
Ich glaube, wenn eine Katze bestimmte Dinge, die Schmutz machen oder für den Menschen unangenehm sind, nicht tut, dann ist es die Eigenart dieser Katze.

Darcy
04.05.2009, 08:32
Das ist ja alles schön und gut, Itsme,
wenn sich jemand Katzen als Haustiere aussucht, dann liebt er sie und wird auch ihre Kacke mit Liebe wegmachen.

Problem ist aber, dass das nicht meine Katzen sind, ich auch nicht gefragt wurde, ob ich damit einverstanden bin, nicht mal gefragt wurde, ob jemand aus dem Team der Pflegekräfte 'ne Katzenallergie hätte (2 Leute mussten deswegen das Team verlassen und das, wo wir eh kaum Personal finden!) - aber die Hauptarbeit hängt eben an mir (oder der jeweiligen Schwester, die grad Dienst hat). Der Patient selber kann ja nix tun - für ihn ist es halt schön, wenn sich eine der beiden Grazien mal herablässt, zu ihm aufs Bett zu springen (ok, als die eine ihn dann neulich im Bett angekotzt hat, fand er es glaub ich auch nicht mehr lustig). Frauchen ist den ganzen Tag außer Haus - verlangt aber von uns, dass wir die bescheuerte Diät für die eine essgestörte Katze durchziehen (also Katzen getrennt füttern, aufpassen, dass die essgestörte nicht alles auf einmal runterschlingt, sondern den Napf rechtzeitig wegnehmen). Die Kacke müssen wir natürlich auch wegmachen, verlangt sie zwar nicht, aber das hält man ja keine 12 Stunden aus, so wie das stinkt.
Richtig nett ist es dann noch, wenn man mal das eigene Essen auf dem Tisch stehen lassen hat, weil man schnell zum Patienten rüber musste - da kann man dann drauf wetten, dass die essgestörte Katze sich drüber hergemacht hat. Da kommt dann Freude auf, da man ja keinen Ersatz beschaffen kann ...

Itsme
04.05.2009, 08:54
Darcy,
es ging mir nur um die Frage, ob man alle Katzen durch Erziehung zu reinen, kleinen, nicht Mäusjagenden, nicht kratzenden Hausgenossen erziehen kann.
Ich glaube das nicht.

Das was Du beschreibst ist echt ne Zumutung und ich kann absolut verstehen, dass Du nicht gerade erbaut bist.

Sophie
04.05.2009, 09:01
In dem Fall sollte die Halterin echt überlegen, ob es nicht für alle Beteiligten (einschließlich der Katzen) besser ist, wenn die ins Tierheim gebracht oder privat vermittelt werden. Unter den von dir geschilderten Umständen sehe ich schon eine arge Vernachlässigung der Tiere. Der Mann ist ein Pflegefall, die Frau außer Haus... Eine Katze braucht ja nicht nur Futter und ein mehr oder weniger sauberes Katzenklo. Man muss sie auch täglich bürsten, und achten, ob sie nicht krank sind. Und wenn die eine Katze schon Spezialfutter kriegt (ist sie nierenkrank?), muss wahrscheinlich noch mehr getan werden, wie regelmäßig Medikamente geben oder so. Das auf Pflegekräfte abzuladen, deren Job das nun gar nicht ist, finde ich ziemlich unverschämt.
Sicher wäre das für den Mann traurig, wenn die Viecher weg sind, aber so ist es ja auch nicht optimal.

Darcy
04.05.2009, 09:04
Man kann Katzen nicht erziehen - ich habe mich inzwischen ja intensiv informiert und auch mit diversen erfahrenen Katzenhaltern ausgetauscht.

Anfangs gab es ja noch Erziehungsversuche - Frauchen hatte ja ganz genaue Vorstellungen, was die Kätzchen dürfen und was nicht *blabla ...
Jedes Verbot wurde von den süßen Kleinen mit Pissen beantwortet oder sie habens eben einfach trotzdem gemacht.
Beispiel: Frauchen hatte Angst, dass die Katzen sich vor allem auf uns Pflegekräfte fixieren - immerhin sind wir rund um die Uhr da, sie dagegen geht morgens um 6 aus dem Haus und kommt gegen 22-23 Uhr wieder zurück und schlafen muss sie ja auch noch, hat also nicht wirklich Zeit für die Katzen.
Also sollten wir mit den Katzen nicht spielen, sie nach Möglichkeit nicht streicheln - nur eben Futter auffüllen und aufpassen, dass sie nicht aufs teuere Parkett pieseln. Unser Zimmer, in dem wir uns aufhalten, sollten sie auch nicht betreten ...
Nun mach mal einer Katze klar, dass sie irgendwo nicht hin darf - Tür muss auf bleiben, damit man den Alarm ausm Patientenzimmer hört, wenn was ist.
Die damals noch Babykatzen suchten aber grad unsere Gesellschaft, ist doch klar. Auch Streicheleinheiten wollten sie haben - und sorry, aber ich bin ja auch ein Mensch und wenn mich so ein Babykätzchen anschnurrt, schon auf meinen Schoß springt und sich quasi unter meine Hand schiebt ...
Seit die Katzen Freigang haben "müssen" sie quasi durch unser Zimmer - sie kommen dort durch die Terrassentür raus und rein (ginge auch in allen anderen Zimmern, aber da seh ich ja nicht, wenn sie vor der Tür stehen und sie wissen halt ganz genau, wo ich sitze und sie sehe).

Na ja, egal - ich bin jedenfalls kein Katzenmensch ... und wenn ich je mal den Platz und die Zeit für was größeres als meine Schweinchen hab, dann wirds ein Hund, aber ein richtig großer :-D

Darcy
04.05.2009, 09:26
Die Katze ist nicht nierenkrank und kriegt auch kein Spezialfutter - die ist einfach essgestört ...
Anfangs wars halt so, dass die beiden morgens und abends jede je ein halbes Schälchen Nassfutter bekamen (also insgesamt pro Katze pro Tag eins - sind so quadratische Näpfchen) plus Trockenfutter satt (es wurde für jede Katze ein Napf voll gemacht und wenn er leer war wieder aufgefüllt).
Die eine Katze ist recht schlank und frisst nicht allzu viel - ich würde sagen eher unter normal (m.E. ist sie zu dünn, aber laut Tabelle und Tierarzt ist sie ok so :rolleyes:).
Die andere Katze ist verfressen ohne Ende - die frisst alles, was da ist, solange wie eben was da ist. Seit Babyzeiten an ist sie übrigens total verrückt nach Kohlenhydraten - wenn man z.B. eine Wurstsemmel liegen lässt, stürzt sie sich eher auf die Semmel als auf die Wurst!
Natürlich hat sie nicht nur ihren Trockenfutternapf geleert, sondern auch den der anderen Katze ... und wurde ziemlich fett und träge. Nachdem dann noch eine Kollegin (selbst auch Katzenhalterin von 2 sehr dürren Katzen) meinte, dass die dicke Katze übermäßig viel trinkt (m.E. hing das mit dem Beginn der Heizperiode und der Fußbodenheizung zusammen), gings ab zum Tierarzt, der zwar so nix feststellen konnte (sie ist also völlig gesund), aber meinte, sie müsse 2 Kilo abnehmen.
Seitdem haben wir eben dieses "Geschiß" mit dem Getrenntfüttern.

Sophie
04.05.2009, 11:54
Scheint bei Katzen genauso zu sein wie bei Menschen: Mangel an Liebe wird durch Fressen kompensiert.:rolleyes:

kikischatz
04.05.2009, 16:47
Ich habe lange nichts geschrieben und das hat ganz sicher damit zu tun, dass seit fast drei Monaten Lenny bei uns wohnt. Ein kleiner Havaneser, der morgen 5 Monate alt wird und mir so unendlich gut tut, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Er ist so ein freundlicher, fröhlicher, lustiger und ausgeglichener Hund - es macht einfach Spaß mit ihm.

Und klar, Lenny bedient schon so einige Kindchenschemata, aber das finde ich gar nicht so schlimm. Und sicherlich hat er mich in Bezug auf das Thema Kinderwunsch irgendwie entlastet. Ich stand so unglaublich unter Druck und mir ging es nicht mehr gut. Ich merke, dass ich viel entspannter bin. Natürlich tröstet mich der Hund, aber viel mehr macht er mein Leben bewegter und fröhlicher. Und ihr könnt mir glauben, dass ich mehrmals täglich über den kleinen Racker fluche :-D

Noch was zum Thema Trost: Ich habe Glück, denn ich kann Lenny mit zur Arbeit nehmen. Die Mädels in der Wohngruppe sind sehr vernarrt in ihn und auch ihnen tut der Hund so gut. Sie beschäftigen sich sehr konzentriert mit ihm, übernehmen ein bisschen Verantwortung und werden von ihm gemocht, begrüßt und auf eine tierische Weise liebgehabt. Das tut den Kindern und Jugendlichen total gut. Er ist schon fast ein Therapiehund (...und ich sollte überlegen, ihn von der Steuer abzusetzen :-D)

LG
Kiki

Itsme
04.05.2009, 19:13
@ kikischatz
Ich merke beim lesen Deines States, dass ich lächle :) und mich mitfreue!
Wie schön für Dich - wie schön für den Hund - wie schön für die jungen Menschen. :applaus:

Maxima
07.05.2009, 12:45
Dass dir der Kleine gut tut, kann ich total nachvollziehen. Uns ist es ähnlich gegangen und so Hunde können wirklich Balsam für die Seele sein.

Francis
07.05.2009, 20:52
In sehr bösen Zeiten in meiner Jugend, wenn ich schon mal weinend und/oder angstvoll in meinem Zimmer saß, kam meine Katze und legte mir entweder ihre Pfote auf mein Bein oder stupste mich mit ihrer Nase an. Das funktionierte fast jedes Mal.
Sie hat schon aktiv Trost gespendet.

Orien
08.05.2009, 00:07
Katzen rocken.

Ich hab derzeit kein eigenes Haustier, weil es unverantwortlich wäre. Also...zumindest eines bewußt anzuschaffen. Wenn wie damals ich wieder über welche stolpern sollte (Fundtiere), könnte ich sie gut versorgen und notfalls auch meine Eltern damit erfreuen etc. - also ohne schlechtes Gewissen.

Aber bewußt anschaffen - da will ich erst wissen, wo ich lande.

Und dann...ja dann also..die für mich ultimativen Tiere, gerade was auch den Seelenheilfaktor angeht, sind ganz klar Pferde. Allen voran Shetlandponies. Oder Kaltblüter.

Itsme
08.05.2009, 08:32
In sehr bösen Zeiten in meiner Jugend, wenn ich schon mal weinend und/oder angstvoll in meinem Zimmer saß, kam meine Katze und legte mir entweder ihre Pfote auf mein Bein oder stupste mich mit ihrer Nase an. Das funktionierte fast jedes Mal.
Sie hat schon aktiv Trost gespendet.

Faszinierend, oder?
Ähnliches berichtet meine Tochter auch: Wenn sie ihre Periode hat, die am ersten Tag immer sehr schmerzhaft abläuft und sie die Möglichkeit hat, sich hinzulegen, dann sind sofort die Katzen da. Zwar sonst auch, aber wenn sie sich unwohl fühlt, "streichelt" die Katze mit ihrem Pfötchen das Gesicht meiner Tochter, bezw. sie legt die Pfote auf ihr Gesicht.
Wer keine Tiere hat, wird kaum glauben, wie feinfühlig und schlau Tiere sind.

Tiere können enorm tröstend sein. Nur als "Trostmittel" würde ich sie nicht anschafen. Auch wenn sie wirklich trösten können.

Sophie
08.05.2009, 18:39
Tiere erkennen wirklich, wenn es einem schlecht geht.
2004 (vor 20 Kilo) bin ich beim München-Marathon mitgelaufen. War so ne Schnapsidee, weil ich beim Joggen schon die 30-km-Grenze geknackt hatte...
Ich bin jedenfalls bei Kilometer 32 ausgestiegen, ich war so was von fertig: gefühltes Alter 102.
Die Hündin meiner Schwester ist zuhause nicht mehr von meiner Seite gewichen, hat winselnd an meinen Beinen geklebt, und am nächsten Tag war sie wie mein Schatten, obwohl ich sonst nicht so eine innige Beziehung zu dem Tier hatte. Bis mein gefühltes Alter ca 70 war, dann war mein Schwager wieder der King.
Ich glaube, sie hat gerochen, dass ich total erschöpft war. Macht ja auch Sinn: ein Wolfsrudel muss erkennen, welches Beutetier krank ist und erfolgversprechend gejagt werden kann. Hunde werden auch gezielt eingesetzt, um epileptische Anfälle, Herzinfarkte oder Krebserkrankungen erschnüffeln zu können. Und Katzen haben ebenfalls einen wesentlich feineren Geruchssinn als der Mensch.

Maxima
09.05.2009, 09:26
Tiere sind unheimlich einfühlsam.

Wenn mein Mann und ich uns mal streiten oder auch nur lauter miteinander sprechen, rennt unsere Hündin immer zwischen uns hin und her und versucht uns durch Lecken und Wedeln zu beruhigen. Sie ist einfach unser Friedensengelchen.

Sophie
09.05.2009, 14:16
Das hat die Hündin von meiner Schwester auch immer gemacht. Die Hündin war ein Scheidungsopfer, und die Vorbesitzer müssen sich richtig gefetzt haben. Das Tierchen war wohl dadurch etwas vorbelastet, und ist immer laut bellend dazwischen gegangen, wenn meine Schwester und mein Schwager etwas lauter diskutiert haben. Sogar auf der Straße bei fremden Leuten hat sie das gemacht.
Vielleicht ist das arttypisch: das Rudel muss einig sein!

Maxima
10.05.2009, 22:17
Wir sind über ihr Verhalten eher überrascht. So viel Zoff gibt es bei uns wirklich nicht und es war auch nicht immer so. Irgendwie haben wir ihr Schlüsselerlebnis nicht mitbekommen.