kampfzwerg
29.03.2009, 21:39
Ich habe mich vor knapp zwei Wochen extrem über die Apotheken Umschau (Ausgabe vom 15. März, S. 54-57) geärgert. War aber unschlüssig, ob ich die Textstelle überhaupt zur Diskussion stellen soll und ob der nicht besser in das AC-Unterforum gehört.
Im Heft gibt es einen Artikel im Bereich „Forschung & Wissen“, der beschreibt, warum in der Chirurgie zunehmend minimal-invasive Eingriffe durchgeführt werden und wo dies die beste Methode sei etc. Soweit so gut und nicht uninteressant.
Blättert man aber auf die nächste Doppelseite, werden optisch zusätzlich zum erklärenden Text drei verschiedene Operationen hervorgehoben und die Prozentsätze für minimal-invasive und offene OP gegenübergestellt inkl. Begründung wann was eingesetzt wird. Blinddarmentfernung und Gallenblasenentfernung sind auf jeden Fall notwendige Operationen, das sehe ich als Beispiel ein. Diese OPss betreffen im Laufe ihres Lebens verhältnismäßig viele Leser und sie retten definitiv Leben.
Ärgerlich nur, dass als dritte Operation „Magenverkleinerung durch Magenband oder –bypass“ vorgestellt wird! Dieser unkritische Hinweis auf Herumschnibbelei an einem eigentlich gesunden Organ hat meinem Erachten nach in einer solchen Zeitschrift gar nichts zu suchen, denn es besteht keine zwingend medizinische Begründung zu einem solchen Eingriff. Übrigens steht bei der minimal-invasiven Methode: „100 Prozent – Der Eingriff wird zurzeit noch selten durchgeführt, Experten rechnen aber mit Zunahme der Operationen, da die Zahl der Fettsüchtigen wächst“. Juhuu, damit lässt sich also zunehmend (man beachte den Wortwitz) Geld machen. Zur offenen Methode: „0 Prozent – Das Risiko, die Operation offen durchzuführen, ist inakzeptabel groß“. Immerhin kommt hier mal das Wort „Risiko“ vor, aber gleichzeitig hat es verharmlosenden Charakter. Es lässt die Leser glauben, dass die minimal-invasive Methode die einzig richtige sei anstatt dass AC insgesamt als fraglich hingestellt wird.
Einerseits ist mir klar, dass das Heft von der Pharmaindustrie gesponsert wird und ich nicht erwarten kann, kritische Texte zu finden, aber das gebrachte Beispiel und auch die Formulierung finde ich wirklich beschämend.
Im Heft gibt es einen Artikel im Bereich „Forschung & Wissen“, der beschreibt, warum in der Chirurgie zunehmend minimal-invasive Eingriffe durchgeführt werden und wo dies die beste Methode sei etc. Soweit so gut und nicht uninteressant.
Blättert man aber auf die nächste Doppelseite, werden optisch zusätzlich zum erklärenden Text drei verschiedene Operationen hervorgehoben und die Prozentsätze für minimal-invasive und offene OP gegenübergestellt inkl. Begründung wann was eingesetzt wird. Blinddarmentfernung und Gallenblasenentfernung sind auf jeden Fall notwendige Operationen, das sehe ich als Beispiel ein. Diese OPss betreffen im Laufe ihres Lebens verhältnismäßig viele Leser und sie retten definitiv Leben.
Ärgerlich nur, dass als dritte Operation „Magenverkleinerung durch Magenband oder –bypass“ vorgestellt wird! Dieser unkritische Hinweis auf Herumschnibbelei an einem eigentlich gesunden Organ hat meinem Erachten nach in einer solchen Zeitschrift gar nichts zu suchen, denn es besteht keine zwingend medizinische Begründung zu einem solchen Eingriff. Übrigens steht bei der minimal-invasiven Methode: „100 Prozent – Der Eingriff wird zurzeit noch selten durchgeführt, Experten rechnen aber mit Zunahme der Operationen, da die Zahl der Fettsüchtigen wächst“. Juhuu, damit lässt sich also zunehmend (man beachte den Wortwitz) Geld machen. Zur offenen Methode: „0 Prozent – Das Risiko, die Operation offen durchzuführen, ist inakzeptabel groß“. Immerhin kommt hier mal das Wort „Risiko“ vor, aber gleichzeitig hat es verharmlosenden Charakter. Es lässt die Leser glauben, dass die minimal-invasive Methode die einzig richtige sei anstatt dass AC insgesamt als fraglich hingestellt wird.
Einerseits ist mir klar, dass das Heft von der Pharmaindustrie gesponsert wird und ich nicht erwarten kann, kritische Texte zu finden, aber das gebrachte Beispiel und auch die Formulierung finde ich wirklich beschämend.