Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pressemitteilung der Verbraucherzentrale NRW
Gerade habe ich davon in den Nachrichten gehört.
http://www.vz-nrw.de/UNIQ112505495409358/link197631A.html
Die Forderung nach einer Verschreibungspflicht für Schlankheitsmittel für Kinder kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Jojo-Effekt auf Rezept?
Es wird immer schlimmer. :mad: Abgesehen davon, daß diese Mittel verheerende Auswirkungen auf Körper und manchmal auch auf die Psyche haben können (auch bei Erwachsenen), wird hier die nächste Generation dicker Menschen geradezu "herangezüchtet".
Sorry, aber ich verstehe den Sinn dieses Artikels völlig anders.
Bisher ist es ja so, dass jeder "Idiot" diese Mittel kaufen kann und sie selbst Kleinkindern in den Mund stopfen kann.
Wären sie verschreibungspflichtig, dann könnte man sie nicht einfach kaufen, sondern es würde zumindest eine ärztliche Untersuchung und Beratung vorhergehen - ich hege sogar die Hoffnung, dass das Rezept für dieses Mittel nicht ausgestellt werden würde. (Ja, ich weiß, es gibt genügend dumme Ärzte).
Zumindest wäre mal die Schwelle, um an solche fragwürdigen Mittel zu gelangen, erhöht und in Zeiten der massiven Einsparungen im Gesundheitswesen ist zu hoffen, dass die Mittel nicht von den Kassen gezahlt werden (also nicht verschrieben werden können), weil ihre Wirksamkeit nicht nachgewiesen ist.
Darcy
Hallo Darcy,
genau so habe ich den Artikel auch verstanden.
Gruß
Steffi
Da ich Frau Clausen persönlich kenne, bin ich sicher, dass der Artikel genauso gemeint ist, wie Darcy ihn verstanden hat. Frau Clausen ist eine unermütliche Kämpferin gegen die "Schlankheitsmedizin" und hat uns schon häufig mit Informationen unterstützt.
Martina
Ihr habt recht. :-o Das kommt davon, wenn man sich nicht die Zeit nimmt, genau zu lesen. :cool2:
Der Artikel als ganzer geht natürlich in die richtige Richtung - Kritik an Schlankheitsmittelchen, vor allem für Kinder.
Nur, wenn Mist verschreibungspflichtig wird, bleibt es trotzdem Mist.
Und da es genug Weißkittel gibt, die ihren übergewichtigen Patienten gerne Pulver-Diäten andrehen oder fragwürdige Medikamente wie Xenical oder Reductil verschreiben, ist nicht anzunehmen, dass die Verschreibungspraxis in diesem Fall besonders verantwortungsvoll aussehen würde.
Prinzipiell hast Du ja Recht, Lunix,
nur - wie willst Du das lösen?
Selbst wenn wir hier in Deutschland ein (völlig utopisches) Verbot für das Zeugs bekommen würden, gäbe es genug Leute, die sich das illegal im Ausland beschaffen - in der Zeit von Internetapotheken absolut kein Problem.
Deshalb denke ich, dass die Verschreibungspflicht schon ein Schritt in die richtige Richtung ist - zumindest wird es manche Leute auf den Gedanken bringen, dass es nicht ganz ohne Nebenwirkungen ist, da man es nicht einfach so kaufen kann.
Generell muß einfach mehr in Richtung Aufklärung getan werden - und da leistet DIESES Forum hier einen großen Beitrag.
Darcy
Puhbärchen
31.08.2005, 11:44
Also ich habe das beim lesen genauso verstanden, wie Darcy.
Natürlich bleiben solche "Mittelchen" Mist, aber ich denke doch, das ein Kinderarzt sich sehr gut überlegt, ob er sowas einem Kind verschreibt.
Mit Sicherheit würde er mit dem Kind und auch mit den Eltern (bzw. Mutter) über Ernährungsgewohnheiten sprechen und erstmal die Eltern dazu anhalten, das die Essgewohnheiten geändert werden müssen, weniger in der Bude hocken bzw. am Computer/Fernsehen und vor allem mehr Bewegung.
Falls das alles okay wäre, müsste der Arzt dann ja hellhörig werden und forschen, ob es nicht andere Ursachen für das Übergewicht gibt.
Aber wie gesagt, das sind so meine Gedanken und vor allem Hoffnung, denn wir wissen ja alle, wie viele unfähige und verantwortungslose Ärzte es gibt.
Lieben Gruß, Tina
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