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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : So is(s)t Deutschland


Sally
13.01.2009, 10:21
- das ist der Titel einer neuen Studie zu den Ernährungsgewohnheiten der Deutschen.

Nachzulesen hier. (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1657771&)

Sehr interessant finde ich auch das Video dazu (etwa auf der Hälfte des Textes rechts zum Anklicken).

Merke:

- Immerhin ist die Zahl der Menschen, die eine Diät machen wollen, um vier Prozentpunkte zurückgegangen. Ein kleiner Erfolg!

- die Menschen, die im Video angeben, zu viel Fastfood, zu fett, zu süß zu essen, sind alle schlank.

- Wie wir schon verschiedentlich gemutmaßt haben, ist bei vielen der Wille vorhanden, aber die nahezu unmenschlichen Bedingungen des heutigen Arbeitslebens versauen eine Menge, um es mal deutlich zu sagen.

Martina
14.01.2009, 10:30
Ich denke, da ist das wesentliche Problem zusammengefasst. Ich habe mal zu irgendeinem hier verlinkten Artikel einen sehr reflektierten Kommentar gelesen, in dem genau diese Problematik sehr gut zusammengefasst wurde. Leider finde ich das auf Anhieb nicht mehr.

Vielleicht ist es ja auch das, was einen so wütend macht. Man wird als Dicker immer als faul und doof hingestellt. Dass die überwiegende Mehrheit der Dicken arbeitet, und zwar nicht gerade wenig, wird einfach ignoriert, ebenso der Anteil, den die Art, wie Arbeit heute gestaltet wird, zum Problem Übergewicht beiträgt. Die Menschen machen in vielen Bereichen Spagate. Das betrifft ja nicht nur Dicke, sondern auch Alleinerziehende und Erziehende ganz allgemein. Oder Menschen, die Angehörige versorgen. Und für diese Spagate bekommt man letztlich nur Potritte.

Leider lässt sich diese Gesellschaft nicht so ohne Weiteres verändern. Wir sind gezwungen, unsere individuellen, höchsteigenen Lösungen zu suchen und damit auch leider so manches auszublenden, was uns von Politik und Medien als - vermeintlich - richtig verkauft wird.

Sally
14.01.2009, 10:36
Freut mich, hier noch eine Resonanz zu lesen! :)

Ich fand die Studie nämlich auch höchst interessant. Zum einen dokumentiert sie das, was du schreibst, zum anderen aber auch - und das sehe ich doch hier zum ersten Mal wirklich offen ausgesprochen -, dass sich der größte Teil der Bevölkerung (die Gründe mal außen vor gelassen) schlecht ernährt, und zwar quer durch alle Gewichtsklassen!

Das heißt, die Beziehung "qualitativ schlechtes Essen = Übergewicht und gesundheitliche Probleme" lässt sich eben nicht so ohne weiteres herstellen. Schon gar nicht kausal. Diese fatalen Kausalketten hat ja auch schon Pollmer bis zum Umfallen kritisiert. Allein, es will niemand hören. Jetzt hat es immerhin mal eine Studie bestätigt.