PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Irrtum Übergewicht


Sally
10.09.2008, 13:31
- so heißt ein neues Buch, das Ende des Monats erscheint.

Hier schonmal die Infos dazu. (http://www.zsdebatten.de/buch/uebergewicht)

Ich finde, das klingt sehr gut.
Wir bemühen uns um ein Gespräch mit einem der Autoren.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Peti
10.09.2008, 15:22
Klingt echt interessant :)

Martina
12.09.2008, 22:09
Da bin ich wirklich gespannt. Es würde mich brennendst interessieren, was Herr Hebebrand über die AC denkt.

Itsme
13.09.2008, 09:51
Auf jeden Fall bin ich gespannt, was weiter in dem Buch zu lesen sein wird.

Aber ich bin jetzt einmal ganz ganz böse!
Als ich in der Zusammenfassung diesen Satz las:

" Sie decken auf, wer die zahlreichen Profiteure der Stigmatisierung von Übergewicht sind."

dachte ich spontan:
"Ihr, die Ihr dieses Buch verkaufen wollt..."

Sally
13.09.2008, 11:03
Klar - dann dürfte aber in der Konsequenz keiner mehr ein Buch schreiben.
Ich würde auch nicht gern aus reiner Menschenliebe viel (manchmal jahrelange) Arbeit in ein solches Projekt stecken. Arbeitszeit muss auch entlohnt werden. Wenn der Lohn am Ende hoch sein sollte - auch schön.

klein und fein
13.09.2008, 11:21
@ Itsme:
Das war wirklich böse!

Ich wusste ja gar nicht, dass Du auch mal richtig gemein sein kannst. :confused:

Fräulein Wunder
13.09.2008, 12:44
Das ist nicht böse, das ist schlicht nicht zutreffend.

Ein Profiteur der Stigmatisierung wäre jemand, der diese Stigmatisierung aufrecht erhält, der die Vorurteile die es übers dicksein und dicke Menschen gibt, bestärkt und bestätigt, der die Ängste der Menschen schürt um dann sein nächstes "Denk---schlaf---träum---box---tanz Dich und Dein moppel(ich)en Schweinehund schlank" besser an den Mann zu bringen.
Wer sich kritisch mit der Stimatisierung von Übergewicht beschäftigt profitiert nicht davon, sondern arbeitet dagegen an.

Ist das Buch auch nur halb so gut ist wie es klingt, sollte man einfach froh sein, dass solche Bücher geschrieben und veröffentlicht werden, statt den Autoren auch noch die paar Kröten, die sie daran verdienen (wenn überhaupt) zu neiden.

klein und fein
13.09.2008, 13:06
Das ist nicht böse, das ist schlicht nicht zutreffend.

Ein Profiteur der Stigmatisierung wäre jemand, der diese Stigmatisierung aufrecht erhält, der die Vorurteile die es übers dicksein und dicke Menschen gibt, bestärkt und bestätigt, der die Ängste der Menschen schürt um dann sein nächstes "Denk---schlaf---träum---box---tanz Dich und Dein moppel(ich)en Schweinehund schlank" besser an den Mann zu bringen.
Wer sich kritisch mit der Stimatisierung von Übergewicht beschäftigt profitiert nicht davon, sondern arbeitet dagegen an.

Ist das Buch auch nur halb so gut ist wie es klingt, sollte man einfach froh sein, dass solche Bücher geschrieben und veröffentlicht werden, statt den Autoren auch noch die paar Kröten, die sie daran verdienen (wenn überhaupt) zu neiden.:applaus:

Itsme
13.09.2008, 18:27
Ich will es für die Autoren dieses Buches keineswegs behaupten, aber es kann schon auch sein, dass man mit einer Gegenwelle Geld verdienen kann, wenn man sich vorher ausrechnet, dass es hierfür genügend Interessenten gibt.

Wir sprachen hier unlängt über eine Formation, die sich für die Belange dicker Menschen einsetzen will, oder es bereits tut, die dieses jedoch nicht kostenlos tun.

Ich meine nicht, dass es nicht legitim ist, für seine Arbeit Geld zu verlangen. Deshalb betonte ich auch, dass mein obiger Gedanke ein besonders "böser" Gedanke ist. Sollte dieses Buch aus ehrlicher Überzeugung geschrieben worden sein, bin ich die letzte, die sich nicht darüber freut.
Was das Thema "Dick" anbelangt, habe ich jedoch mittlerweile eine recht dünne Haut bekommen, denn ich frage mich immer noch, warum wir ein so großes Thema sind und wer eigentlich alles an uns - bezw. dem Thema "Dick" verdient.
Ich glaube einfach nicht, dass es nur die leicht erkennbaren Anti-Dicken Kampagne- Leute sind.

Ich glaube fast, ich kann nicht deutlich machen, was ich meine. Ich freue mich über alle, die dabei helfen, den Dicken einen normalen Status zurück zu geben. Aber ich habe gleichzeitig Angst, dass wir ein willkommenes Thema sind um mit uns Geld zu verdienen.
Ist das so verständlich ausgedrückt?

Fräulein Wunder
13.09.2008, 20:21
Meine Antwort kam jetzt vielleicht ein bisschen schnippischer rüber als sie gemeint war.

Ja Itsme ... klar ist es verständlich ausgedrückt (auch vorher schon :) ) - ich halte es aber für ein bisschen übertrieben jetzt schon von einer großen, öffentlichen Gegenbewegung zu sprechen. Die Anfänge sind da:) , aber bis man befürchten muss dass da irgendwelche Trittbrettfahrer auf die "Anti-Diäten, alle Dicken dürfen / sollen / müssen so bleiben wie sie sind" Welle aufspringen um Kohle zu machen, das dauert glaub ich echt noch ein bisschen. ;)

Wenn es wirklich ums Geld machen ginge, wäre ein : "Die Wunderdiät - mühelos schlank werden und für immer so bleiben" wohl empfehlenswerter. Das ist nämlich was die Leute eigentlich hören wollen. Die Wenigsten werden dankbar sein für ein Buch, das ihnen erzählt, dass sie ihren Körper nicht wie ein teures Auto tunen und perfektionieren können, sondern dass die Natur Grenzen setzt ... dass sie zwar eine Diät nach der anderen machen können, dabei aber nicht schlanker werden. Die meisten wollen nun mal schlank sein - und wer hört da dann gerne dass das für sie vielleicht nicht möglich ist?


Klar kann man auch damit Geld machen, aber im Vergleich zu Diätratgebern wohl eher noch wenig. Davon abgesehen glaube ich, dass die meisten eh unterschätzen wie wenig Geld mit Büchern zu verdienen ist.

Jetzt müssen wir eh erst mal abwarten wie das Buch wohl sein wird. :)

Martina
06.10.2008, 18:57
Ich habe das Buch heute bekommen und es kurz durchgeblättert. Es hat tatsächlich ein Kapitel zur AC, die da recht gut bei weg kommt. Allerdings gibt es schon Hinweise, dass man eine gewissen Risikofreude besitzen muss, um sich darauf einzulassen, und dass es noch keine wirklichen Langzeiterfahrungen gibt. Es wird auch nicht davon ausgegangen, dass jeder sich dafür entscheiden muss, im Gegenteil, wäre das so, so wird vorgerechnet, stünde unser Gesundheitssystem kurz vor dem Zusammenbruch.

Mehr habe ich noch nicht gelesen und werde dazu wohl auch vorläufig nicht kommen.