Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einschulung: Was ist "angemessene Kleidung"?
Eine gute Bekannte frug mich, ob ich bei der Einschulung ihres mittleren Photos machen könne. Einen Professionellen Photographen kann sie sich nicht leisten, selber werden fast alle ihre Photos nichts und sie findet meine einfach klasse.
Soweit so gut ich würde es gerne machen (kleine finanzielle Auffrischung und Arbeitstest passt super zusammen).
Nun kommt jedoch mein Problem: Sie bittet darum, das ich "angemessene Kleidung" trage. Auf die Frage, was sie als "angemessen" hält meint sie "Naja nicht grade ne Latzhose". Hatte ich auch net vor, aber ich habe sonst nur noch eine einzige Hose. Eine Jeans an der Seite mit Nieten (die meisten vom Nürnberger Stammtisch dürften sie kennen).
Sie würde diese "mit Bauchschmerzen" akzeptieren, weil sie so punkig aussieht.
Äh bitte? Anita ist das ne Punkerhose die ich da bei dir kaufte? :grins: das wäre mir neu
Im Moment bin ich echt kurz davor alles abzublasen und ihr zu sagen soll se den Mist alleine machen oder nen Photographen zahlen.
Ich bin kein Profi! Ich bin Laie und dementsprechend habe ich für solche Anlässe auch keine Berufskleidung.
Das diese Hose auf nem 70. der Omma oder der Hochzeit oder ähnliches Probleme machen könnte kann ich grad noch akzeptieren. Aber hier gehts um ne Einschulung! Inkl. Kirchengang den ich für das Kind auf mich nehmen würde obwohl mir vom Weihrauchgeruch speiübel wird.
Jetzt meine Frage: Was seht ihr als "angemessene Kleidung" für die Einschulung eines Kinds? Und zwar hier nicht die Kleidung des Kindes oder der Eltern sondern die Kleidung der Person die nur zum Photographieren mitkommt und kein Profiphotograph ist.
Ich bin ja schon heilfroh das ich net sage "Ich mache artig was du tust - schieb ich halt Hunger im Rest des Monats" sondern das ich mich da auf die Hinterbeine stelle. Entweder sie akzeptiert diese Hose oder sie lässt es sein.
Ich hab zwar noch ne Jeans, aber die ist zwischen den Beinen durchgescheuert und ich nehm sie derzeit nur, wenn ich die Treppe putzen muss....
Kleine_Kuller
20.07.2008, 13:12
Hallo Aska,
die Hose kenne ich leider nicht, aber ich finde die Einschulung eines Kindes samt Kirchgang jetzt nicht so hoch-heilig, als dass du nicht durchaus eine Jeanshose mit Nieten dran tragen könntest. Zumindest so, wie ich mir so ne Hose vorstelle.
Ist deine Bekannte denn so sehr konservativ? Oder generell das Umfeld?
Zumal du ja wirklich nur für Fotos zuständig bist.
Ich finde das nicht schlimm. Zieh die Hose an und knipps schöne Fotos vom Kind und dem dazugehörigen "Brimborium".
Mir wäre das wurscht, wie die Fotografin aussähe, solang sie nicht in schmutzigen, irgendwie anrüchig, oder gar schmoddrigen Klamotten käm.
Die Fotografen und Videofilmer, die bei unserer Hochzeit dabei waren, trugen auch normale Klamotten, also eher so, wie man normal vor die Tür geht. Warum sollten die sich auch in schicken Zwirn werfen? Schließlich sollen sie gute Arbeit abliefern und nicht "adrett" zum ansehen sein.
:)
kikischatz
20.07.2008, 13:45
Hallo Zusammen,
also wir sind im August auch auf der Einschulung des Patenkindes meines Mannes und für mich ist es selbstverständlich, dass ich mich "schick" mache. Was genau ich anziehen werde, kann ich heute noch nicht sagen, aber ich werde in meinem Kleiderschrank sicher auch fündig. Mein Mann wird keinen Anzug, aber eine Jeans mit einem Hemd tragen. Das halte ich für einen solchen Anlass angemessen.
Natürlich gehen zu Kleidung und Stil die Meinungen weit auseinander, denn für kein Geld der Welt würde ich z. B. in einer Latzhose durch die Gegend laufen ;) Hm, schwer zu sagen - so ohne Fotos.
Auch wenn ich ein toleranter Mensch bin (also bei anderen), habe ich für mich den Anspruch mich so zu kleiden, das ich mich wohlfühle und im besten Falle auch noch vorteilhaft aussehe (wäre in einer Latzhose niemals nie nicht der Fall :eek:)
LG
Kiki
Kleine_Kuller
20.07.2008, 13:52
Gut, eine Latzhose muss es ja auch nicht unbedingt sein. Hierbei muss ich anmerken, dass Latzhosen generell nicht so meins sind.
Aber was spricht gegen eine Jeans mit normalem Pulli, oder was auch immer, wenn man sich nur fotografisch an der Einschulung beteiligt?
Nordlicht
20.07.2008, 13:58
Hallo,
ich würd ganz klar sagen, dass auch ne Latzhose ok ist, weil man dich ja auf den Fotos eh nicht sieht. Ist vergleichbar mit den Technikern bei ner Veranstaltung. Die tragen auch keine schicke Kleidung wie die geladenen Gäste, sondern ihre eher "derbe" Arbeitskleidung... sie achten eher darauf, sich schwarz zu kleiden, um im HIntergrund nicht aufzufallen.
Wenn ich eine Amateur.Fotografin engagiere, kann sie genr auch in Latzhose fotografieren (einzige Ausnahme denke ich: meine Hochzeit. aber auch da ist zB ne schwarze hose ok).
Wenn sie dich dann drauf anspricht, dass ihr deine Kleidung nicht zugasagt hat, kannst du ja einfach sagen, dass du momentan nichts anderes zur Verfügung hast. So hab ich das auch mit meinem Arbeitgeber gemacht - weil ich kein Geld über hab um mir ne weiße Bluse zu kaufen und nunmal keine passende besitze. Da hats dann das weiße Poloshirt auch getan :rolleyes:
LG
Dani
Danke euch für die Antworten.
Wie gesagt Latzhose hatte ich von mir aus von Anfang an ausgeschlossen. Denn ich möchte nicht, das der Bub wegen mir von seinen Klassenkameraden gehänselt oder ähnliches wird. Ich kenne die schrägen Blicke der Passanten, wenn ich da in Latzhose aufkreuze.......das "tue" ich dem Kind net an, auch wenn ich mit in Latz pudelwohl fühl (und bei den Erwachsenen wohl eher als schräge Künstlerin durchgehen würde :grins: )
Leider hab ich grad kein Photo von der Hose. Es ist einfach ne normale Jeans wo an der Seite aussen rechts und aussen links einreihig silberne Nieten angebracht sind. Dazu halt ein T-Shirt, entweder blau oder gelb.
Die Großeltern vom Kind sind streng katholisch, meine Bekannte nicht. Nur gehört es wohl auch noch heute dazu mit Gottes Segen eingeschult zu werden, darum ist der Gottesdienst bei (wobei ich eh net mehr inner Kirche bin......aber ich denke mal sowas fragen die eh net :holy: )
Ich persönlich hätte kein Problem mit einer Photographin in dieser Hose oder auch in Latzhose. Müsste ich z.b. ne Stoffhose anziehen würd ich mich die ganze Zeit über unwohl fühlen, worunter dann auch evtl. die Qualität der Photos leiden würde. Ich kann nur dann gut knipsen, wenn ich mich wohl fühle in meiner Haut. Und das tu ich nur in Jeans.....
Sie weiss selber wie es ist mit wenig Geld auszukommen und das man nicht "mal eben so" sich ne Hose kaufen kann/will/möchte die man nie wieder trägt. Und dann deswegen sich den Rest vom Monat mit trockenen Nudeln oder Brühe ernährt........
*Edit* Ich hab doch nen Photo gefunden. Ist nur nen winzelicher Ausschnitt von der ganzen Sache, aber halt der einzige der zu sehen ist.
Das ist diese "mysteriöse" Nietenjeans:
http://i196.photobucket.com/albums/aa271/Askas_Photos/Img_1114.jpg
Die Nieten sind ja recht dezent ... dazu dann ein blaues (nicht das erwähnte gelbe) T-Shirt, das sollte als Fotografin doch gehen.
Wenn Du als Gast der Feier eingeladen wärst, würd ichs etwas anders sehen ...
Und wenn es Deiner Bekannten absolut nicht passt - soll sie Dir halt 'ne Hose sponsern, die ihr genehm ist. Das kommt immer noch billiger als einen Profifotograf zu buchen.
Ich finde Jeans und t-shirt völlig ok für diesen "Anlass"
Ich finde es ehrlich gesagt recht unverschämt das sie dich um einen Gefallen bittet und gleichzeitig deine Kleidung bemängelt.
Das ist dein Stil und das sollte jeder respektieren.
Wenn sie das nicht kann, sollte sie jemand um Fotos bitten der "angemessene Kleidung" besizt
Fräulein Wunder
20.07.2008, 15:25
Ich finde die Forderung nach einer neuen Hose ganz schön übertrieben, allerdings, als die Kinder von Verwandten eingeschult wurden, war ich auch total erstaunt zu sehen was inzwischen für ein Brimborium darum gemacht wird. Kirche, Feier im Familienkreis, wir gingen sogar gemeinsam ziemlich fein essen.
Wenn ich an meine Einschulung zurückdenke, dann gabs halt eine Schultüte von meinem Patenonkel, ein paar Fotos mit der SchnippSchnapp Kamera im Garten, in der Schule von uns Erstklässlern noch mal ein paar Fotos von einem offiziellen Fotografen und Nachmittags hat jeder gefragt wie es war ... das wars. Das halte ich ehrlich gesagt auch besser für die Kinder.
Von daher habe ich wohl auch eine eher unsentimentale Einstellung zu Einschulungen.
Aber ich merke gerade, ich schweife ab ... :offtopic: ... Sorry!
Also zurück zum Thema: Auch Profifotografen sind oft nicht so fein wie die eigentlich Gäste gekleidet. Gerade bei Kindern muss man sich doch beim fotografieren auch mal hinknieen, oder vielleicht beim Gruppenbild auf einen Stuhl steigen oder ähnliches. Da sollte man m.E. schon etwas tragen, dass bequem ist, das auch ein bisschen was mitmacht und in dem man sich bewegen kann.
@ Aska
Du tust ihr einen Gefallen und opferst dafür private Zeit, Dein Outfit (dunkle Hose mit blauem Shirt) mag nicht megafein sein, aber als durchaus adäquat empfinde ich es schon.
In diesem speziellen Fall würde ich schon sagen, wenn die "Auftraggeberin" nicht mit der Hose leben kann, dann muss eben jemand anderes die Bilder machen.
Ganz allgemein, ist es aber schon verdammt praktisch, wenn man für ein bisschen feinere Gelegenheiten etwas im Schrank hat, in dem man sich wohl fühlt und wär ja vielleicht eine Überlegung wert. :) Das muss ja nicht gleich Hochzeits- oder Opernballfein sein :), aber Gelegenheiten, bei denen man sowas braucht kommen ja doch immer wieder. Ein solches Outfit sollte man aber in Ruhe und mit Zeit und nicht jetzt unter dem Druck etwas finden zu müssen suchen. :)
Mach dir mal nicht so viele Kopfschmerzen deswegen.
Entweder akzeptiert das deine Freundin oder sie nimmt einen Profi um "ihre Feier zu schmücken".
Du bist um Welten preiswerter und sie kennt deine privaten Verhältnisse, was also bitte soll das? Da hätte sie dich halt nicht fragen dürfen!
Kleine_Kuller
20.07.2008, 16:07
Aska, die "Nietenhose" ist doch ganz hübsch?!
Ich hab sie mir weitaus punkiger vorgestellt. Ich würde die anziehen. Und wenn sie meint, sie muss von die "was Schickes" fordern, dann soll sie dir entweder ne Hose sponsern, oder muss sich nen Profi engagieren.
Ich finde das schon sehr unverschämt... Soll sie doch froh sein, dass du die Fotos machen willst und sie kein Heidengeld dafür ausgeben muss.
*Kopfschüttel*
klein und fein
20.07.2008, 16:19
Aska,
da Deine anspruchsvolle Bekannte mit Dir wegen der Fotos schon ein Schnäppchen gemacht hat, soll sie was passendes aus nem Kostümverleih ausborgen. Wenn ihr die Leihgebühren zu hoch sind, soll sie auf den nächsten Flohmarkt gehen.
Ansonsten tanze mit der Nietenjeans an. Wenn Deine Bekannte dann noch mosert, soll sie ihre Fotos alleine machen.
Setz´dich durch!
Danke euch allen für eure Antworten.
Ich bin -wie gesagt- zum Glück längst nicht mehr in der Stufe "Ich mache was du sagst", aber verunsichert hat mich das schon a weng.
Bei meiner Nichte und meinen Neffen damals hab ich das angezogen, was ich zur Arbeit trug. Und das sind -ausser der Latzhose :grins: - auch Hosen, die ich in der Freizeit trag. Also das was ich heute auch trage.
Ich hab ihr jetzt geschrieben das sie entweder damit klarkommt, was ich trage oder sich nen andren sucht.
Wenn sie es net akzeptiert wird sie sich ziemlich umgugge was Profis nehmen.
Ich meine umsomst mache ich das auch net. Aber zu dem Preis bekommt sie die Photos net von nem Profi.
Sie kann natürlich alternativ auch gerne ne schwarze Jeans bezahlen :grins: Nur ihr Stil -Stoffhosen- kommt mir nicht in meinen Kleiderschrank. Ich mag keine Stoffhosen grmls
Und ich knips nicht für Geld um ne Hose zu bezahlen weils dem Auftraggeber net passt, was ich trage
kikischatz
20.07.2008, 16:46
Hi Aska,
die Hose ist doch völlig okay und ich kann daran nun wirkllich nichts Punkiges finden. Dazu ein blaues Tshirt und die Sache sollte locker über die Bühne gehn.
Auch um die Kirche musst Dir keine Sorgen machen, vor Gott sind doch alle gleich :-D
LG
Kiki
Brockenhexe
20.07.2008, 16:50
Hallo Aska,
auf dem Bild wirkt die Jeans ziemlich dezent und absolut nicht "punkmäßig". Mit einem blauen Shirt dazu bist Du als Fotografin vollkommen korrekt angezogen. :meinung:
Schließlich "arbeitest" Du dort und sollst nicht dem Kind die Kerze halten. Ärgere Dich nicht weiter, sondern freue Dich über den Job.
Die Brockenhexe
Danke euch beiden auch
Die Sache ist gegessen.
Mit der Jeans müsste sie sich später von den Eltern vorhalten lassen, das der Photograph ja unmöglich gekleidet war und das man "so einen" doch nicht beauftragen kann.
Bin mal gespannt wie das bei einem andren, evtl. sogar professionellen Photographen, sein wird wenn der eben nicht gekleidet ist wie sie bzw. ihre Eltern (das scheint wohl der Knackpunkt zu sein) das wünschen.
Ich jedenfalls werds jetzt net mehr machen. Irgendwann werd auch ich bockert.
Denn -so eingebildet das klingt- ich weiss das ich recht gute Photos mache. Und das sind zwar Amateurphotos, aber die Photos werden gerne genommen. Auch von Designern, die Motive daraus freistellen für sogenannte Scrapkits (digitales Zubehör für digitale Layouts ums mal ganz salopp auszudrücken)
:rolleyes: sorgen haben die leut...
find ich super, dass du deinen standpunkt gehalten hast. ich hab schon photos von dir gesehen, sie schadet sich nur selber.
Dumm - einfach nur dumm!
Das es immer so viele Menschen gibt, die mehr darstellen wollen, als was sie sind oder haben.
Hallo Aska,
mir tut das arme Kind mit so auf Äußerlichkeiten bedachten Eltern leid.
Mechtild
Ich lass mich halt nach Möglichkeit nicht mehr verbiegen.
Für mich wars auch wichtig zu sehen, ob ich einfach ne veraltete Einstellung habe und man heute im feinem Zwirn und kleinem Schwarzen (übertrieben gesagt) zur Einschulung geht. Oder ob man halt normale, saubere und ordentliche Sachen trägt.
Naja was solls......ist man halt wieder nen Stückerl schlauer
Aska, ich find's einfach gut, dass Du nicht nach deren Pfeife tanzt!:applaus:
Mit der Jeans hättest Du ordentlich und gut ausgesehen, aber wenn sie nicht wollen - selber Schuld! :baeh2:
... mir völlig schleierhaft, wie man um ne Einschulung soviel Aufhebens machen kann. Da bleibt selbst dem Lehrer die Spucke weg...
LG
LOF
It´s me nee die Zeiten sind vorbei wo ich andren nach der Pfeiffe tanzte. Ich würd heute auch nicht mehr wortlos die Mehrarbeit schlucken so wie früher - und mich dann am nächsten Tag anschnauzen lassen, weil ich 5 Minuten zu spät komme. Aber das ne andre Sache, naja mehr oder weniger :grins:
@LOF nuja die Einschulung is ja schon nen großer Schritt.....aber dafür im feinen Zwirn oder dem kleinem Schwarzen (übertrieben gesagt) find ich nun doch übertrieben.
Naja was solls, es ist gegessen und ich bemühe mich zukünftig gar net erst Debatten aufkommen zu lassen :grins:
klein und fein
21.07.2008, 17:58
Aska,
ich habe den Eindruck, daß Du psychisch gesehen schon ein großes Stück weiter bist. :respekt:
:grins: Dein nächstes Ziel sollte sein: Wenn Dir jemand zu dumm kommt, dann :revolver:
Aska,
ich habe den Eindruck, daß Du psychisch gesehen schon ein großes Stück weiter bist. :respekt:
:grins: Dein nächstes Ziel sollte sein: Wenn Dir jemand zu dumm kommt, dann :revolver:
Ooops.. gleich schießen? :eek: :grins:
Manchmal reichen doch auch ein: -> :baeh: ... und die entsprechenden Gedanken oder Worte dazu.
klein und fein
22.07.2008, 11:21
Ooops.. gleich schießen? :eek: :grins:
Manchmal reichen doch auch ein: -> :baeh: ... und die entsprechenden Gedanken oder Worte dazu.Kennst Du nicht den Spruch: "Nur die Harten komm´ in´ Garten"? :-D
Bayernmadl
22.07.2008, 13:43
Mein lieber Herr Gesangsverein,
gibts jetzt zur Einschulung auch schon Feiern.
Als meine drei damals eingeschult wurden,sind wir mit stinknormaler Kleidung in die Kirche gegangen.Photographiert hat mein Mann,so hat sich das mit dem Photografen auch erübrigt.
Übrigens finde ich Jeans für eine Einschulung passend.
Jeder kann machen was er will,aber man kann es auch ganz schön übertreiben.
Finde ich gut,dass du diesen Herrschaften eine Absage erteilt hast. :applaus:
Bei der Einschulung unserer Kinder sind wir Eltern in ganz normalen Klamotten mit in die Schule gegangen... und hinterher waren wir mit den Großeltern in einem Gasthaus Essen - das war´s. Die Fotos habe ich selbstverständlich selbst geschossen :-D
Es ist wirklich interessant zu lesen, welche Bedeutung der Einschulung zum Teil begemessen wird... als Lehrer würde ich mir im Berufsalltag manchmal wünschen, dass sich die Eltern 7 Jahre später auch noch so um das schulische Fortkommen ihrer Kinder kümmern würden ;)
LG
LOF
Meine Einschulung (vor 31 Jahren) war schon recht feierlich.
Ich hatte extra neue Klamotten bekommen, meine Eltern und Großeltern nahmen sich extra von der Arbeit frei und kamen mit in die Schule - nach dem Ereignis in der Schule (mit Schultüten in groß von den Eltern und in klein vom Schultütenbaum auf dem Schulhof) gingen wir noch schön essen und am Nachmittag gabs Torte.
Fotos machte mein Opa, der damals schon eine semiprofessionelle Ausrüstung hatte ...
Ich finde schon, dass die Einschulung ein besonderer Tag ist - fürs Kind und für die Familie. Schließlich beginnt ein komplett neuer Lebensabschnitt.
Als mein Sohn vor 10 Jahren in die Schule kam, haben wir den Tag auch besonders gestaltet ...
Ein professioneller Fotograf war aber weder bei mir noch bei meinem Sohn dabei :rolleyes:
Ich bin hier mittlerweile nur noch am Koppschütteln.
Der Junge wird mit einem kleinem Anzug ausgestattet, ebenso der Große und die Kleine bekommt ein feierliches Kleidle (von den Großeltern), es gibt hinterher Mittag-Kaffee-Abendbrot
Mittlerweile glaube ich eher der Lütte wird wegen dem Aufzug ausgelacht - anstatt einer Begleiterin. Oder laufen die Kids alle so zur Einschulung hin?
Klein-und-fein schiessen werd ich net. Aber zukünftig mich nicht auf Debatten einlassen. Sie ist ne gute Bekannte, da (und bei Freunden) reagiere ich schonmal entgegenkommender wie bei wildfremen Menschen. Aber irgendwann ist auch mein Entgegenkommen beendet.
Meine Bekannte hat mittlerweile auch nen ziemliches Problem im privaten Umfeld einen Photographen zu finden. Denn alle kennen ihre Eltern und deren Ansprüche - und alle wussten, das ich die Photos schiessen sollte.....und zählen wohl jetzt eins und eins zusammen.
Aus meiner Einschulung wurd auch kein großes Aufheben gemacht. Aber äh da ich eh keine normale Kindheit hatte kann ich das mit meiner eh nur schwer vergleichen.....
LOF bei ihr kann man sicher sein, das sie auch in 7 Jahren noch an der schulischen Entwicklung ihrer Sprösslinge intressiert sein wird. Ihre Kinder sollen es mal besser ham wie sie. Ich schätz da eher ein zuviel an Intresse als ein zuwenig.......
Was solls, für mich ists jetzt erledigt. Ist zwar schad aber ich glaub ich hätte mich an dem Tag mehr geärgert als alles andere.
Also widmen wir uns andren Menschen, die nen Hobbyknipser suchen :grins:
LOF bei ihr kann man sicher sein, das sie auch in 7 Jahren noch an der schulischen Entwicklung ihrer Sprösslinge intressiert sein wird. Ihre Kinder sollen es mal besser ham wie sie. Ich schätz da eher ein zuviel an Intresse als ein zuwenig.......
Das ist manchmal gefährlicher als Vernachlässigung.
Fräulein Wunder
22.07.2008, 17:22
Ich finde schon, dass die Einschulung ein besonderer Tag ist - fürs Kind und für die Familie. Schließlich beginnt ein komplett neuer Lebensabschnitt.
Ein besonderer Tag ist es ganz bestimmt, aber manchmal habe ich schon den Eindruck (ich meine nicht bei Dir, sondern allgemein), dass vieles dieser Inszenierung drumherum eher für die lieben Verwandten gedacht ist als für das Kind.
Für das Kind ist der Tag so oder so besonders (ich zumindest habe den Tag auch ohne grössere Feierlichkeiten nicht vergessen ;)). Dass man das alles ein bisschen fein gestaltet und dem Kind das Gefühl gibt, dass man es auf dem Weg begleitet ist ja OK, aber bei aller Liebe... das Kind wird eingeschult und hat nicht etwa nach jahrelanger Arbeit endlich seine Dokterarbeit abgegeben. ;) :)
Ähnlich geht es mir bei den immer grösser werdenden Abiturfeiern. Was da inzwischen teilweise inszeniert wird: Absprung aus dem Flugzeug mit dem Fallschirm, grosse Feiern mit Catering, riesige Bälle .... meine Güte, wie soll man das alles noch steigern? :confused:
Das ist manchmal gefährlicher als Vernachlässigung.
Allerdings... das sind dann eigentlich die schlimmsten!
LG
LOF
Mittlerweile glaube ich eher der Lütte wird wegen dem Aufzug ausgelacht - anstatt einer Begleiterin. Oder laufen die Kids alle so zur Einschulung hin?
Also bei der Einschulung unserer Söhne war das eigentlich nicht so. Natürlich besorgt man neue Klamotten... aber dann eher ne neue Jeans, ein cooles Hemd oder ne flotte Jacke, was die Kinder halt dann auch weiter im Alltag tragen können.
Besonders feine Klamotten sind mir eigentlich fast nur bei den Russlanddeutschen aufgefallen... deren Töchter sahen zum Teil aus wie kleine Püppchen. Aber das scheint bei denen ganz normal zu sein ;)
LG
Loveroffatties
kikischatz
22.07.2008, 19:11
Hi Zusammen,
also ich finde schon, dass die Einschulung ein sehr besonderes Ereignis ist. Kinder in dem Alter freuen sich normalerweise sehr darauf und ich finde, dass mit der Einschulung ein Entwicklungsschritt abgeschlossen ist und die Kinder gleich mit dem Ereignis "ganz schnell viel älter" werden.
Ich finde es auch gut, den Tag besonders zu gestalten und für meinen Mann und mich ist es selbstverständlich, dass wir bei der Einschulung des Patenkindes dabei sein werden. Ebenso selbstverständlich basteln wir eine Schultüte (der Kurze wünscht sich eine Kölner Haie Schultüte - eine echte Herausforderung :-D).
Nun aber nochmal zur Klamottenfrage. Ich persönlich würde nicht in Jeans und Tshirt zur Einschulung gehen, sondern mich etwas schicker kleiden. So wie ich es beispielsweise für einen runden Geburtstag oder ähnliches tun würde. Bei Aksa - die ja als Fotografin zugegen sein sollte - hätte ich Jeans und Tshirt völlig okay gefunden.
Aber anscheinend hat diese Familie nen Schuss nicht gehört und soll dann halt auf gute Fotos verzichten ;)
Kiki
Nun aber nochmal zur Klamottenfrage. Ich persönlich würde nicht in Jeans und Tshirt zur Einschulung gehen, sondern mich etwas schicker kleiden.
Logisch und den Grundstein legen für die Anspruchshaltung von Kindern nach Markenkleidung, das aussortieren und wegmobben von Menschen, die nicht der Norm entsprechen.
Selbstverständlich kann man dann auch gleich den sozialen Stand erkennen und den Kindern den Unterschied zwischen haben und nicht haben klarmachen.
Meine Kinder hatten an diesem Tag nur Augen für die Lehrerin, für die anderen Kindern und die neue Umgebung die sie mit Hoffen, Bangen und Freude betrachteten und in der sie ihre Zukunft verbringen wollten.
Ich hätte an diesem Tag auch mit Kittelschürze erscheinen können, das hätten sie wahrscheinlich garnicht bemerkt, denn an diesem Tag war ich total uninteressant fürs sie.
Allerdings hätte mich möglicherweise eine der Mütter taxiert und bewertet. Das Urteil über meine Person und Erscheinung an das Kind weitergeben.
Sag mir blos keiner mehr, dass es nur auf das Innere ankommt....
toni
Es gibt eine Sache wie ich niemals zu einer Einschulung gehen würde. Weder eigenes Kind noch fremdes Kind, weder als Photograph noch als Gast: In total verloddertern, dreckerter und löcherter Kleidung.
Für mich sind nunmal Jeans und T-Shirts ausreichend und auch angemessen. Mal ganz abgesehen davon -wie bereits gesagt- habe ich auch nichts anderes. Und werde mir mit meinem schmalen Budget sicherlich nicht irendeine schnieke Klamotte kaufen die ich vielleicht einmal trage und das wars. Wenn ich endlich mal Geld für ne neue Hose habe wird das eine sein, die alles mitmacht bei mir und die ich jeden Tag tragen kann.
Ganz nebenbei: Ich hätte rein gar nichts gegen Schuluniformen einzuwenden. Denn auch ich bin ein Kind das unter Markenwahn gelitten hat - bereits in den 80ern und 90ern. Aber das nen andres Thema ;) zumal man selbst an Schuluniformen sehen kann, wer das Geld hat für den teuren Zwirn und wer den billigen Zwirn wählte (ausser es gab nur einen Hersteller).
Bei so einem Tag sollte das Kind im Vordergrund stehen - und nicht die Erwachsenen bzw. nicht die Wünsche eines Erwachsenen.
Ein Kind in feinem Zwirn wird sich kaum trauen richtig rumzutoben. Denn die Gefahr, das etwas kaputt geht ist gross. Und das Geschrei dann ebenso......
Ein besonderer Tag ist es ganz bestimmt, aber manchmal habe ich schon den Eindruck (ich meine nicht bei Dir, sondern allgemein), dass vieles dieser Inszenierung drumherum eher für die lieben Verwandten gedacht ist als für das Kind. Das sehe ich genauso - einfach mal darstellen, WAS MAN IST UND HAT. Und das vermitteln sie ihren Kindern und weiter dreht sich die Spirale :mad:
babelfish
23.07.2008, 04:11
Ja aber manchmal will man bloß feiern. Dafür zieht man sich was besseres an geht hinterher essen oder lädt im festlichen Rahmen ein. Das ist wie Weihnachten oder ein Geburtstag und muss überhaupt nichts mit Konsumdenken zu tun haben.
Grüße vom Babelfish, der sich und seine Familie zur Einschulung der Tochter ganz schön aufgebrezelt hat.
Ein anderer Fall ist es, wenn wie oben erwähnt jemand in Alltagskleidern nicht gut genug ist. Das würde mir im Traum nicht einfallen.
Ich rede auch überhaupt nicht von einer festlichen Kleidung - das hält jeder so, wie er es mag. Mich stört dieses Verhalten wegen der Kleidung von ihrem "billigen Profifotografen".
Wir haben uns schon schick gemacht für die Einschulung unserer Kinder, das heißt wir gönnten uns mal ne neue Hose oder ein neues Oberteil, unsere Töchter wurden von meiner Mutter mit einem tollen Kleid ausgestattet das nach ihnen noch viele Kinder voller Stolz getragen haben( meine Mutter war Schneiderin) unser Sohn bekam auch eine neue Hose, Tshirt, Schuhe und Jacke zur Einschulung. Die Sachen waren aber nachher im normalen Alltag zu tragen. Fotos hat der Dorffotograf geschossen. Wir Eltern hatten natürlich auch eine Kamera bei. Erst gab es einen Gottesdienst in der Kirche und dann gings in die Schule. Ab dem 2. Schultag sind meine Kinder dann alleine zur Schule gelaufen.
Ich rede auch überhaupt nicht von einer festlichen Kleidung - das hält jeder so, wie er es mag. Mich stört dieses Verhalten wegen der Kleidung von ihrem "billigen Profifotografen".
Ich finde, selbst, wenn es ein teurer Fotograf ist, ist es unverschämt, bestimmte Kleidung zu erwarten oder vorschreiben zu wollen.. Solange die Kleidung sauber und ordentlich ist, ist doch alles okay.
Ich finde, selbst, wenn es ein teurer Fotograf ist, ist es unverschämt, bestimmte Kleidung zu erwarten oder vorschreiben zu wollen.. Solange die Kleidung sauber und ordentlich ist, ist doch alles okay.
Sagen wir es mal so. Wenn ich einen horrenden Preis bezahlen würde, könnte ich mir eine gewisse Berechtigung schon vorstellen. Obwohl ich persönlich das als Schwachsinn ansehe.
Askas Freundin will aber Bilder sehr günstig bekommen, es soll aber nach "edel" ausschauen. Diese Einstellung finde ich unmöglich.
kikischatz
23.07.2008, 09:00
Logisch und den Grundstein legen für die Anspruchshaltung von Kindern nach Markenkleidung, das aussortieren und wegmobben von Menschen, die nicht der Norm entsprechen.
Vielen Dank auch Toni! Ich glaube, du machst es dir hier ziemlich leicht mit deinem Urteil. Ich kann daran, sich dem Anlass entsprechend schick zu kleiden, nichts Verwerfliches finden. Das von mir eine so große Gefahr ausgeht, war mir noch gar nicht bewusst. Eigentlich ist die Gefahr ja noch viel größer, da ich täglich mit Kindern und Jugendlichen zu tun habe. Bin mir grad ein wenig unsicher, ob ich im Kontakt zu ihnen nicht großen Schaden anrichte :eek: und sie zu oberflächlichen, markenbewussten und mobbenden Menschen heranziehe. Denn ja, sie lernen von mir auch Normalität und ganz bestimmt auch, wie man mit besonderen Anlässen umgeht.
Ich möchte noch anmerken, dass ich in Kleidung von Espr*t oder Z*ra sicherlich mit meinen 150kg sehr entzückend aussehen würde :-D
Kopfschüttelnde Grüße
Kiki
Vielen Dank auch Toni! Ich glaube, du machst es dir hier ziemlich leicht mit deinem Urteil.
ganz sicher nicht.
Mein Leben lang war ich so froh in eine Zeit hineingeboren worden zu sein, inder es möglich war mit Konventionen zu brechen.
Diese Diktatur von Kleiderordnungen aufzubrechen. Es war nur ein kurzer Traum, den wenn ich mich so umsehe, so lässt man sich wieder zum zufriedenen Ochsen machen, der glücklich am Nasenring geführt hinter den sinnlosesten "Events" hinterhertrabt.
Ich selbst nehme mich da garnicht davon aus.
Nur sollte man dazwischen innehalten und überlegen, ob man eine Einschulung wirklich zu einem großen gesellschaftlichen Ereignis machen muss. Immer mehr Menschen können da nicht mehr mithalten und ich frage mich ob das bei einem Kind von 6 Jahren wirklich nötig ist.
Gerade hier im Forum wird akribisch jeder Artikel über magersüchtige Kinder die dem Konsumterror ausgeliefert sind, diesem Klamottenterror der stromlinienförmige fast industrielle Prototypen erfordert, gejammert und geklagt.
Man denkt aber nicht darüber nach, dass diese Gehirnwäsche nicht von der Marktwirtschaft kommt, sondern die sich nur unserer Eitelkeiten bedient und verdient.
toni
Hallo,
ich bin neu hier, muss mich jetzt aber unbedingt auch mal zu Wort melden. Natürlich sollte es letztlich jedem selbst überlassen bleiben, was er anzieht. Wenn sich Aska in Latzhosen wohlfühlt, soll sie welche tragen. Allerdings gibt es auch bei Latzhosen welche aus Stoff und vielleicht wäre es durchaus mal eine Überlegung für die Zukunft, sich für "feinere Gelegenheiten" eine dunkle Hose zu gönnen. Das hat nichts mit Markengläubigkeit zu tun und auch sicher nichts damit, sich am Nasenring führen zu lassen. Wichtig ist, dass die Klamotten passen und dass sie auch zu der Person passen, die sie trägt. Ansonsten fühlt man sich verkleidet und unwohl. Genauso wichtig ist aber auch, dass man sich den Umständen entsprechend kleidet. Es schadet Kindern überhaupt nichts, wenn sie früh lernen, dass man zu einer Feier etwas anderes trägt als im Alltag. Dabei ist es auch völlig wurscht, ob da ein Markenname draufsteht oder nicht. Im Gegenteil, erfahrungsgemäß sehen gerade die sogenannten Markenklamotten schrecklicher aus als No-Name-Klamotten oder welche aus dem Secondhandladen. Es muss gar nicht teuer sein, sich chic zu kleiden.
Warum sollte man eine Einschulung nicht feiern? Dazu brauchts keine Markenklamotten und keinen Konsumterror, sondern einfach nur ein bisschen Fantasie, damit das Kind einen unvergesslich schönen Tag erlebt.
Boewi
kikischatz
23.07.2008, 15:16
Vielleicht hätte ich schreiben sollen "Vielen Dank Toni, du machst es dir hier ziemlich leicht mit deinem Urteil ÜBER MICH." Deine Antwort habe ich persönlich genommen.
Deiner Einstellung entnehme ich, dass alle, die sich ihren Eitelkeiten hingeben, auf ihr Äußeres achten und sich hübsch zurecht machen, den Markenwahn/Konsumterror unterstützen. Darin kann ich mich nicht wiederfinden.
Ich achte auf mich, weil es mir gut tut, ich es mir wert bin. Dazu gehört auch, sich zu besonderen Gelegenheiten besonders hübsch zu machen. Und da ist es egal, ob die Bluse 15,- oder 55,-€ gekostet hat, für mich ist das keine Frage des Geldbeutels.
Kiki
toni
Nur sollte man dazwischen innehalten und überlegen, ob man eine Einschulung wirklich zu einem großen gesellschaftlichen Ereignis machen muss. Immer mehr Menschen können da nicht mehr mithalten und ich frage mich ob das bei einem Kind von 6 Jahren wirklich nötig ist.
Ich frage mich in so einem Fall vor allem, ob diese Feier der Freude des Kindes und auch der Eltern dient, oder ob es mehr eine Feier mit dem Gedanken "seht her was wir uns alles leisten können" ist.
Leider geht es nämlich bei unendlich vielen Dingen eigentlich nur noch darum. Egal, ob es das Auto, das Haus, die Einrichtung, die Klamotten, der Rahmen, in dem man ein Fest begeht, oder sonst was ist.
Allerdings:
Warum nicht eine Einschulung auch in etwas größerem Rahmen feiern, wenn beispielsweise die Familie und der Bekanntenkreis, der dabei sein soll, etwas größer ist. Jeder wird es sowieso seinem Geldbeutel und seinen Vorstellungen entsprechend tun. Nur ich finde, wenn ich Kohle ohne Ende habe und selber im Dior-Abendkleid diese Feier begehe und erwarte, dass alle anderen auch so gekleidet sind, muss ich entweder nur Leute einladen, die ebenfalls Geld wie Heu haben, oder ich muss den Menschen, die dieses Geld nicht haben, die ich aber dabei haben will, mit den entsprechenden Klamotten ausstatten. (Wenn diese denn überhaupt Freude an so einer Feier hätten. Ich hätte sie nicht.)
Die Kluft zwischen denen, die schon ein Problem haben, dem Kind ein schönes Tütchen und alle notwendigen Schulsachen anzuschaffen und denen, die sich mit 100 Leuten, Starfotograf und in Edelklamotte ins französische Restaurant chauffieren lassen, wird sowieso immer sichtbarer und schärfer. Und natürlich ist das vollkommen ungerecht und zum göbeln.
Und der dritte Gedanke, der hier ein Thema ist:
Wenn ich ins Theater gehe, oder wenn irgend eine besondere kleine Gelegenheit sich so ergibt, dann steige ich auch gern in etwas feinere Kleidung. Aber bei mir ist es wie bei kikischatz: Das kann ein teureres Stück sein, weil ich mir das mal gegönnt habe, das kann aber auch ein supergünstiges Teil sein. Ich muss es hübsch finden und mich drin wohl fühlen. Ob eine Marke darauf prankt oder nicht, ist mir völlig schnurz. Aber das liegt vielleicht eher an meinem Alter. Ein junger Mensch steht da gerade in der Schule schon eher unter Zugzwang. Umso mehr Arbeit für die Eltern, den Kindern ein gutes Maß an Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein mit zu geben, so dass sie auch ohne diese Klamotte vor den Mitschülern bestehen können. Und das ist nicht so einfach zu vermitteln wie man es eben mal so daher schreibt. Ich habe das selber mit meinen beiden Kindern erlebt. Das war schon ein hartes Stück Arbeit.
Ich denke schon das Kinder (Menschen generell) durch ihre Kleidung auch in Schubladen gesteckt werden.
Da kommt dann ein Kind in feinen Zwirn und wird in die Kategorie "Die ham Geld" reingesteckt.
In Wirklichkeit haben die aber kein Geld. Meine Bekannte kommt grad so über die Runden.
Die Kinder haben keinen Gameboy, keinen PC, keinen TV, kein Handy usw was viele Kinder heute schon im Kindergartenalter bekommen. Der normale Gang ist zum Second-Hand oder zur Kleiderkammer. Die Schulausrüstung wurde auch von den Großeltern bezahlt - weil das arme Kind kann ja nicht in Noname zur Schule gehen.
Die Enttäuschung kann dann sehr groß werden, wenn Schulkameraden nach einem Besuch daheim sehen "Die ham gar kein Geld" und vielleicht sogar nicht mehr mit dem Kind spielen will, weil es ärmer ist wie das Kind selber. Und viele Dinge nicht drin sind.
Es ist leider schon vorgekommen. Geburtstagsfeiern bei Mcwürg und Kino und sowas all das ist eben nicht drin.
Es ist halt sehr oft sehr wohl der erste Eindruck der zählt..........und da find ich das selber auch sehr bedenklich, wenn Kinder etwas darstellen sollen was sie nicht sind nur weil die Eltern oder Großeltern es sich so wünschen.
Zu meiner Eingangsfrage: Ich hab mich mit einer andren Photographin unterhalten (die ihr Hobby zu einem kleinen Nebenverdienst gemacht hat). Sie selber hat äh im September oder sowas auch Einschulungsphotos die sie für Bekannte aber auch für Fremde macht.
Als ich ihr das mit der Kleidungsanspruch seitens meiner Bekannten / ihrer Eltern sagte fiel sie aus allen Wolken. Sie zieht das an, was sie immer trägt: Jeans und T-Shirt. So wie sie auch zur Einschulung ihrer eigenen Kinder ging. Sie meinte dann noch zu mir "Tät ich Latzhosen tragen ich würd sogar in Latzhose hingehen und knipsen. Ich bin da zum Arbeiten nicht zum feiern."
Ebenso selbstverständlich basteln wir eine Schultüte (der Kurze wünscht sich eine Kölner Haie Schultüte - eine echte Herausforderung :-D).
Das mit der Schultüte ist auch so ne Sache! Bei uns ist es auch üblich, dass viele Mütter die selbst basteln... insbesondere die Hausfrauen, die schön viel Zeit haben. Natürlich schauen sie dann auch verächtlich auf die berufstätigen Mütter herab, die keine Zeit haben, so ein zu basteln. Als ob es darauf ankommt...
LG
LOF
Engelchen
23.07.2008, 21:37
der Kurze wünscht sich eine Kölner Haie Schultüte - eine echte Herausforderung :-D).
Bitte, was ist denn eine Koelner Haie-Schultuete???
@LOF
Und ..... ich dachte immer, die heutigen Kinder basteln sich ihre Schultueten selber????
@Engelchen:
Die Kölner Haie sind ein Eishockeyverein... also ist das vermutlich ne Schultüte, die in den Vereinsfarben gestaltet ist, mit nem Hai drauf usw.
Vermutlich gibt es auch Kinder, die die selbst basteln... in unserem Kindergarten machen das jedoch die Muttis.
Unser älterer Sohn wollte unbedingt die Felix-Schultüte aus dem Geschäft... und er wäre kreuzunglücklich gewesen, wenn wir ihm ne andere gebastelt hätten. Aber es wurde natürlich gelästert :-D
LG
LOF
Engelchen
23.07.2008, 21:55
Ahhhh, danke fuer die Aufklaerung.
Is dat Engelsche ma wieda wat schlaua gewoadn.
Ich geh jez inne Haia. Hat aba nix zu tun mit Eishockey. :holy:
Schlaft gut.
Engelchen
Ach, was war das doch alles noch einfach zu meiner Einschulungszeit!
Wochen vorher wurde der obligatorische Lederranzen gekauft, der, der für die ganze Schulzeit gedacht war. Er hatte Riemen um ihn auf den Rücken zu schnallen und wenn man ein gewisses Schuljahr erreicht hatte, kamen die ab und man durfte den Ranzen am Tragegriff tragen. Dann gehörte man zu den größeren Schulkindern.
Dieser Ranzen wurde vor dem Einschulungstag natürlich gut eingefettet und poliert, er wurde X mal ein und wieder ausgepackt, immer wieder sah man sich all die Kostbarkeiten an, war furchtbar aufgeregt und konnte den Tag der Einschulung kaum erwarten.
Und dann die Schultüte! Wie mochte sie aussehen und was wohl drin sein? Es gab eine Größe zu kaufen nur die Farben waren unterschiedlich. Hinein kam eigentlich
immer vor allem Obst, einige Süßigkeiten und eventuell noch ein Buch und besonders schöne Buntstifte oder so etwas in der Art. Klar war, dass alle Kinder und Eltern in ihrer Sonntagskleidung erscheinen würden. Meist war nur die Mutter dabei, denn der Vater musste arbeiten gehen.
Zig mal wurden am Tag zuvor noch die Sonntagsschuhe gewienert, bis sie glänzten wie eine Speckschwarte. Die Nacht davor konnte man kaum schlafen vor Aufregung. Wenn es dann endlich so weit war und man auf dem Fußweg zur Schule den Ranzen nun in aller Öffentlichkeit auf dem Rücken tragen konnte und zusätzlich die schöne bunte Tüte, dann war man stolz wie Oskar. Endlich war man ein Schulkind und somit groß!
Einen privaten Fotografen hatte natürlich niemand, aber ein von der Schule bestellter Fotograf war schon da. Der machte von jedem Kind ein Foto wie es am Schultisch sitzt und eines, wie es mit dem Schulranzen auf dem Rücken und der Schultüte in der Hand, irgendwo steht. Auch das war aufregend! Man wurde mit all den prächtigen Sachen und im Sonntagsstaat fotografiert! Diese Fotos wurden den Kindern später zur Ansicht für die Eltern mitgegeben, damit diese entscheiden konnten, welche sie kaufen möchten. Meistens war das je ein Foto. Dies waren noch schwarz-weiß-Fotos und (scheußlich) nachkoloriert. Dann konnte es schon mal sein, dass das Kleid oder die Bluse auf dem Bild eine ganz andere Farbe hatte als das Original. Aber das störte niemanden.
Das alles waren die Besonderheiten eines solchen Tages. Und so sind sie als ein besonders schöner und aufregender Tag in Erinnerung geblieben. Alle hatten ungefähr das Gleiche, keiner eine größere Tüte oder einen bunteren Ranzen, oder noch bessere Kleidung. Diesen ganzen bescheuerten Konkurrenzkampf mit den Markenwaren und all dem heutigen Brimborium gab es noch nicht und machte, wenn ich mir das ganze Thema hier anschaue, vieles sicher einfacher.
Fräulein Wunder
24.07.2008, 08:09
Itsme ... wie alt bist Du denn? Verzeih, aber das klingt (für mich zumindest) als wärst Du in den frühen 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgewachsen. *lach* Nicht böse gemeint - vielleicht ändern sich die Zeiten einfach so schnell - wobei, ehrlich gesagt, dass manche schönere Kleider, oder einen chiceren Ranzen haben, ich glaub das war doch schon immer so? Das hat nicht unbedingt nur etwas mit Markenterror, sondern einfach mit der menschlichen Natur zu tun. ;-)
Ganz so alt bin ich noch nicht ;) aber doch wahrscheinlich alt genug, dass sich meine Erzählung so anhört. Genauso war es nämlich. Es gab gar nicht diese Riesenauswahl an Schultüten, Schulranzen oder auch Kleidung. Man hatte damals tatsächlich noch Kleidung zum butschern und Kleidung für Sonntags. Und das alles auch nicht in rauhen Mengen.
Wie war es denn bei den Anderen, die ca. Ende der Sechziger zur Schule kamen?
Fräulein Wunder
24.07.2008, 08:42
Gut, dass es nicht alles in rauen Mengen und beliebiger Auswahl gab, glaube ich schon. Und Alltags - und Sonntagskleidung gibt es ja nun auch heute noch.
Aber ... grössere Puppe, schöneres Kleid, teurer Füller, schnelleres Fahrrad ... sorry, aber dass es das nicht gab, das glaub ich einfach nicht, vielleicht täuscht Dich da die verklärte Erinnerung. Ich könnte mir vorstellen, dass man früher den Unterschied eher noch deutlicher gesehen hat als heute.
*g*
ich komm auch aus den 20ern.
mein schulbeginn (71, wenn ich recht rechne) ähnelt dem von itsme. die schultasche wurde nicht gewienert, da sie von den cousinen geerbt war, die war mir aber wurscht. die schultüte hatte aber eine katze drauf :).
schulfoto gabs aber schon in farbe vom profi. mein onkel hat privat noch schwarz weiß fotografiert, bei meiner kommunion 2 jahre später hatte er die erst farbkamera ;).
Sorry, bei mir war der Schulbeginn Ende der Fünfziger. War'n Verschreiber.:-o
Bei mir gab es schon richtige Farbfotos, ein Fotograf war vor der Schule und hat alle Kinder fotografiert. Natürlich hat mein Papa aber auch Fotos gemacht. Ich hatte eine rote Schultüte aus Glanzpapier mit einem Eichhörnchenbild vorne drauf.
Meine Tüte war bis oben voll mit Süßigkeiteten und es war eine kleine Schmuckdose mit einem goldenen Kettchen mit einem Kreuzchenanhänger dabei.
Ich hatte einen knallroten Schulranzen aus Lackleder, den ich vorher selber ausgesucht hatte.
Ach ja und ich hatte ein neues Kleid bekommen.
Ja es gab bestimmt Kinder wo mehr Wirbel gemacht wurde und es gab welche wo es nur für die einfachsten Sachen gereicht hatte. Bei mir lag es so in der Mitte.
Es gab auch damals schon Leute die mehr Geld hatten als andere, und das konnte man teilweise auch sehen.
Warum auch nicht?
Ich finde es normal das wenn man ein gutes Einkommen hat, sich auch Sachen kauft die vieleicht ein wenig teurer sind.
Warum sollte man nicht die vom Kind heißgewünschte Schultasche kaufen wenn man sich das leisten kann.
Aber ... grössere Puppe, schöneres Kleid, teurer Füller, schnelleres Fahrrad ... sorry, aber dass es das nicht gab, das glaub ich einfach nicht, vielleicht täuscht Dich da die verklärte Erinnerung.
also ich erinner mich deutlich und in der volksschule war das die absolute ausnahme, nicht die regel. natürlich gabs die mein papa verdient zigtrilliarden, ätsch bätsch meiner vielzigtrilliarden phantasiegeschichten. da war aber klar dass das spiele waren und keinen realen hintergrund hatte.
gut, ich bin in einer arbeitergegend zur schule gekommen und da hätten die eltern ziemlich eindeutig dieses spielchen nicht mitgespielt (weil sie es auch nicht konnten). und die "besseren" eltern waren allenfalls beamte, lehrer, ärzte und die erzogen nach dem motto geld hat man, man spricht nicht darüber.
die erste "in" marke an die ich mich erinnere war lacoste (schreibt man das so) und da erinnere ich mich dran, weil der bursche, der das krokodilleiberl zum angeben benutzen wollte deswegen ausgelacht wurde. ok, ich persönlich war auch an kleidung etc.pp total uninteressiert und dadurch ist mir sicher entgangen, was sich in der oberstufe unter den schönheitsköniginnen abgespielt hat. aber den markenwahn und dass kinder deswegen ausgegrenzt werden, hab ich erst als erwachsene mitbekommen, als ich nachhilfe gab.
Wie war es denn bei den Anderen, die ca. Ende der Sechziger zur Schule kamen?
ähnlich wie bei Dir.
Mein Sohn kam 1972 in die Schule und er hatte noch eine Ledertasche mit Schulterriemen. Allerdings gab es damals keine Sonntagskleidung mehr für uns. Die Kinder bekamen neue Klamotten, wenn sie aus den alten rausgewachsen waren und das ging oft sehr schnell. Wir Erwachsenen musste aus beruflichen Gründen wochentags gut angezogen sein und das Wochenende wurde meist in Freizeitkleidung verbracht. Man hatte sicher noch das kleine Schwarze und diverse Kaminröcke (waren damals populär) im Schrank hängen.
Die Einschulungsbilder zeigen einen kleine Jungen mit Cordhosen, Sporthemd und Pullunder, dazu eine Quietschgelbe Schirmmütze, die bei der Einschulung an die Kinder verteilt wurde, um den Schulweg sicherer zu machen. Ich hatte ein Polokleidchen im Minilook an, der Rock ging bis knapp über den Popo und ich sah aus wie all die anderen jungen Mütter damals.
Mein Einschulungsphoto 1952 zeigt ein dünnes Mädchen mit langen blonden Zöpfen, das x-beinig und ziemlich grantig in die Kamera blickt.
Die Büchertasche war mit Sicherheit nicht neu, sondern stammte wahrscheinlich aus dem Familien/Freundesfundus. Aus der Tasche hing der obligatorische Schwamm, mit dem man die Schiefertafeln abwischen konnte. Auch das Kleid war, wie alle anderen meiner Kleider, selbstgenäht.
Meine ersten Schuljahre verbrachte ich in einem Schulhaus, das zu zwei Drittel zerbomt war. Die Schulbänke und schrägen Tische waren noch diese festgeschraubten Marterinstrumente in denen wir gerade sitzen musste, es ein eingelassenes Tintenfässchen und mit der Griffelritze gab. Natürlich gab es die unterschiedlichsten Bestrafungsarten. Von der Kopfnuss, Hiebe mit dem Lineal, Ohrfeigen oder das beschämende über die Banklegen und die Hiebe aufs Hinterteil vor versammelter Klasse und noch andere Züchtigungsarten. Ein Mitspracherecht der Eltern, sprich Elternbeiräte, gab es damals natürlich nicht. SElbst für gute Schüler wie ich eigentlich war, war es kein Honigschlecken. Beliebt bei Lehrern waren Kinder von Metzgern oder andere div. Geschäftsleute.
Trotzdem hatte man seine Lieblingslehrer und denen verzieh man dann auch die eine oder andere Kopfnuss.
Ich hatte trotz allem eine schöne Kindheit
toni
Natürlich gab es die unterschiedlichsten Bestrafungsarten. Von der Kopfnuss, Hiebe mit dem Lineal, Ohrfeigen oder das beschämende über die Banklegen und die Hiebe aufs Hinterteil vor versammelter Klasse und noch andere Züchtigungsarten.
Ich bin 1976 in die Schule gekommen und soetwas gab es bei uns nicht. Ich stelle mir das total schrecklich vor - vielleicht auch, weil ich nie geschlagen wurde. Für mich wäre das gerade in der Schule eine Demütigung gewesen.
Brockenhexe
25.07.2008, 14:03
Ich bin 1969 in die Schule gekommen - ganz normal wie der Rest der Klasse. Gerade habe ich mir nochmal das Bild angesehen, kurze Haare (meine Mama hatte keine Zeit immer Zöpfchen und ähnliches zu machen), scheuer Blick, ein grünes Dirndlkleidchen, weiße Kniestrümpfe und Schnürschuhe dazu. Der Schulranzen war neu und braun, ein Geschenk von meinem Großonkel aus der DDR, die Schultüte war rot und gold geringelt und ziemlich groß.
Der von der Schule bestellte Fotograf hat das Foto gemacht - ansonsten wüßte ich auch nicht mehr, wie ich ausgesehen habe. Allerdings kann ich mich noch an die Diskussion über die weißen Kniestrümpfe erinnern...ich wollte nie gerne Strumpfhosen anziehen. Angezogen habe ich das, was meine Mutter mir morgens hingelegt hat, erst so ab 12, 13 Jahren habe ich das selber entschieden bzw. hat mich es interessiert.
Eine glückliche Kindheit hatte ich, Markenlabels waren nicht bekannt. Die ersten Marken tauchten später bei den Jeans auf. :)
Ich denke oft, dass die Menschen meines Alters eine glücklichere Kindheit hatten, als die heutigen Kids....aber vielleicht irre ich mich da auch total?
Die Brockenhexe
Ich denke oft, dass die Menschen meines Alters eine glücklichere Kindheit hatten, als die heutigen Kids....aber vielleicht irre ich mich da auch total? Das denke ich auch von mir. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich mit unseren heutigen Kindern nicht tauschen.
Das denke ich auch von mir. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich mit unseren heutigen Kindern nicht tauschen.
Dito!
Seh ich nicht so.
Meine Kindheit war keine rosa Zuckerwolke. Genau wie mein Erwachsenenleben nicht grad rosig ist.
Wenn ich mir meinen Sohn so anschaue, scheint er doch recht zufrieden zu sein. Er hat (im Gegensatz zu mir als Kind) einen großen Freundeskreis, ist in der Schule und auch in der Freizeit im Sportverein sehr beliebt und geachtet - und das alles ohne die von Euch dauernd hervorgehobenen Markenklamotten und sogar mit einer anderen Hautfarbe und als Ungläubiger im ach so spießigen Bayern.
Kanns nicht auch sein, dass es an den Kindern und nicht an den Klamotten liegt, wenn jemand hänselt/gehänselt wird?
Mir ging es bei meine Äusserung nicht um Markenklamotten sondern wieviel wir von allem hatten oder auch nicht.
Ich habe in meiner Kindheit draussen rumgetobt und wir haben mit unseren Fahrrädern die Umgebung unsicher gemacht. Wir kannten noch Ball- und Fangspiele. Wir konnten uns über Kleinigkeiten - die für uns natürlich gross waren - freuen.
Wie ist es denn heute! Schon allein wenn ich mir oft die Weihnachtsgeschenke anschaue - im Prinzip ein sauteurer Querschnitt aus einem Spielzeugladen oder Bekleidungsgeschäft.
Früher fanden wir es klasse, wenn wir mal einen tollen Film gesehen haben, heute kennen die Kids mehr als wir, weil sie ihren Pops viel zu selten rausbekommen.
Ich habe defintiv mehr Freunde als unser Sohn und wir haben viel viel mehr miteinander unternommen. Wir konnten nicht zu MC oder auch alle Mann zum Italiener, nein ich habe mich später beispielsweise gegen 1.00 Uhr morgens selber in die Küche gestellt, wenn wir von der Disko kamen und habe Nudel und Tomatensosse gemacht. Dann noch stundenlang unterhalten und gelacht.
Ich fand einfach, wir waren noch weniger materiell und der Mensch stand mehr im Vordergrund als heute.
Dass das von Person zu Person unterschiedlich sein kann - keine Frage, aber das ist leider das, was ich so mitbekomme.
So ähnlich wie bei Maxima war es bei mir auch...
...ich hatte eine schöne Kindheit. Das hatte überhaupt nichts mit materiellen Dingen zu tun.
Hört sich doof an, ich weiß, aber ich glaube das ich/wir eine kindgerechtere Kindheit hatten wie das heute der Fall ist.
Wir haben aus Decken und Wäscheklammern Zelte gebaut, auf dem abgemähten Feld wurden Strohhütten gebaut, im Winter konnten wir mitten auf der Straße im Schnee spielen oder Schlittenfahren. Wenn das Wetter es nicht zugelassen hat draußen zu spielen haben wir gebastelt oder unter dem Wohnzimmertisch eine Höhle gebaut usw.
Mit etwa 10 bekam ich meinen ersten Schallplattenspieler. Ich hatte glaub ich 3 oder 4 Schallplatten von Hui Buh dem Schloßgespenst:applaus: gehabt.
Wir sind damals nur jedes 2te Jahr in den Urlaub gefahren (Österreich, Gardasee, Bayern) aber ich fand es sowieso viel schöner in den Ferien zu Hause zu sein. Da stand das große Planschbecken auf der Wiese und die meisten meiner Freunde waren ja auch nicht weg.
Oft ist meine Mam und die ganzen Nachbarmams mit uns in Freibad gegangen. Wir haben dort herrliche Sommertage gehabt und ich glaube die Mütter hatten auch ihren Spaß. Es gab dann nix von Mc Doof oder aus der Pommesbude. Die Mamas hatten Kühltaschen mit Nudel oder was weiß ich für Salat dabei, dazu gab es Würstchen oder ne Frikadelle. Zum trinken gab es Fruchtsirup der mit Wasser verdünnt wurde oder C-Frisch (Mensch, kennt das noch jemand?:daumen:)
Oft kamen am Nachmittag auch noch der eine oder andere Vater von der Arbeit direkt ins Freibad.
Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und wir hatten sogar ein Kino. Jeden ersten Sonntag im Monat war um 3 Kindervorstellung.
Pipi außer Rand und Band hab ich bestimmt 5-6 mal gesehen (es gab ja nicht ständig neue Filme). Trotzdem war der Kinobesuch ein absolutes Ereignis.
Meine Eltern waren damals nicht reich, aber sie waren für jeden Spaß zu haben und haben sich echt um uns gekümmert. Sie haben es verstanden meiner Schwester und mir eine schöne Kinderzeit zu machen und genau das ist es, an was ich heute ganz furchtbar gerne zurückdenke.
Was Markenklamotten betrifft ist meine erste Erinnerung so mit etwa 16 Jahren.
Ich weiß noch das damals das coolste Kleidungsstück der Welt eine Jeans der Firmen Mustang oder Wrangler war.
Und ja...
...klar hatte ich son Teil:girl:
Wie ist es denn heute! Schon allein wenn ich mir oft die Weihnachtsgeschenke anschaue - im Prinzip ein sauteurer Querschnitt aus einem Spielzeugladen oder Bekleidungsgeschäft.
Was mir dabei zu denken gibt - meine Mama hat einen Spielzeugladen. Und die Geschäft liefen früher viel besser. Irgendwie paßt das nicht zusammen.....
Was mir dabei zu denken gibt - meine Mama hat einen Spielzeugladen. Und die Geschäft liefen früher viel besser. Irgendwie paßt das nicht zusammen.....
ich denke, das liegt sicher auch am Preisdruck. Ich kenn den Umsatz bzw. die Stückzahlabnahme Deiner Mutter nicht, denke aber dass sie preislich nicht mit Toys a*us und den anderen am Markt konkurrieren kann.
Das Geschäft mit dem "Sandeimerchen" ist pickelhart.
toni
Was mir dabei zu denken gibt - meine Mama hat einen Spielzeugladen. Und die Geschäft liefen früher viel besser. Irgendwie paßt das nicht zusammen.....
Ich weiß ja nicht von welcher Zeit Du sprichst, aber kann das nicht daran liegen, dass es zu der Zeit, als die Geschäfte noch besser liefen, nicht dieses verrückte Überangebot und vor allem nicht so viel Konkurrenz gab?
Wenn ich manchmal so beobachte, dass es immer mehr Läden gibt, dann frage ich mich oft, in wie viele Stücke der Kuchen (die Kundschaft/das Geld, welches zum ausgeben da ist) noch geteilt werden soll. Dass dann jedes einzelne Geschäft immer weniger Umsatz macht, ist eigentlich kein Wunder. Und zu all den vielen Läden kommt die Möglichkeit des Internet mit all seinen Neu - oder Gebrauchtangeboten.
Der Preisdruck ist tatsächlich ein Problem.
Ich beziehe mich auf die 80er und Anfang 90er Jahre. Da hatte meine Mutter in der 20 000-Einwohnerstadt sogar noch Konkurrenz von einem weiteren Spielzeugladen. Auch in den Nachbarstädten gab es noch welche.
Heute hat sie den Markt für sich alleine, zumindest als Fachgeschäft.
Natürlich hat sie durch Supermärkte und ein Kaufhaus Konkurrenz, wobei sich die Preise nicht mal so sehr unterscheiden, manchmal ist sie teurer, manchmal das Kaufhaus.
Ich denke, viele leisten sich qualitativ hochwertiges bzw. neues Spielzeug nicht oder können es sich nicht leisten.
Durch ebay bekommt man vieles gebraucht günstiger oder kann es sonst wo im Internet bequem und einfach erstehen.
Ich nehme mich als Verbraucher da nicht aus. Auch ich kaufe z. B. meine Bücher meistens im Internet.
babelfish
27.07.2008, 22:59
Das mit der Schultüte ist auch so ne Sache! Bei uns ist es auch üblich, dass viele Mütter die selbst basteln... insbesondere die Hausfrauen, die schön viel Zeit haben. Natürlich schauen sie dann auch verächtlich auf die berufstätigen Mütter herab, die keine Zeit haben, so ein zu basteln. Als ob es darauf ankommt...
LG
LOF
Im übrigen geht das auch umgekehrt. Wenn man als Hausfrau keinen Bock auf Bastelorgien hat(vor allem deswegen, weil man basteln schon als Kind gehasst hat wie die Pest), dann bekommt man dumme Sprüche von den Berufstätigen, sowas wie wieso kommst du denn niccht zum Laternebasteln, du hast doch Zeit.
Bei uns haben die Kindergärtnerinnen als Abschiedsgeschenk für die Kinder die Schultüten gebastelt und sich sehr viel Mühe gegeben alle gleich, aber mit persönlicher Note zu gestalten. Aslo gleiches Material für alle, aber die Tüte in den Lieblingsfarben der Kinder mit einem Bild von ihrem Lieblingstier.
Fand ich sehr gut.
Fräulein Wunder
28.07.2008, 17:51
Ich denke oft, dass die Menschen meines Alters eine glücklichere Kindheit hatten, als die heutigen Kids....aber vielleicht irre ich mich da auch total?
Nein, das glaube ich nicht. :)
Zum einen glaube ich, Kinder leben erst mal einfach mit dem was gegeben ist, ohne groß darüber nachzudenken. Sie kennen es gar nicht anders. Ich glaube die meisten Menschen (sofern sie in der Kindheit nicht z.B. mit sehr traumatisierenden Dingen konfrontiert werden) erleben ihre Kindheit im Rückblick als eine schöne Zeit. Als das Radio aufkam, werden die Mütter auch zu ihren Kindern gesagt haben: Hör nicht so viel Radio! Als ich klein war, hatten wir auch nur eine Puppe und sonst nichts!! :laber: ;)
Zum anderen glaube ich, dass auch heute viele Kinder ganz anders leben als es vielleicht zunächst wirkt. Als ich aufwuchs, war z.B. das Fernsehen bei vielen Leuten geradezu verteufelt. Obwohl ich ein Kind war, das wirklich sehr viel draußen und unterwegs war, habe ich auch gern Fern geschaut und das auch getan, wenn sich die Gelegenheit bot ;) "Verdummt" bin ich und meine Generation deshalb nicht, wie damals so manch einer glaubte. (und die drei Fernsehprogramme waren vergleichsweise zu heute eher noch sehr, sehr hochwertig ;)). Klar war es ärgerlich auf dem Schulhof über bestimmte Sendungen nicht bescheid zu wissen, die ich einfach nicht sehen durfte, aber so schlimm wars auch wieder nicht. Später im Gymnasium Mitte der achtziger Jahre waren Markenklamotten sehr in und gefragt. Auch damals gab es schon mahnende Artikel und kritische Medienbeiträge dazu, wurde schon vom "Markenterror" gesprochen. Manchmal hätte ich es schön gefunden da mithalten zu können, im Grunde meines Herzens war es mir aber - ganz ehrlich - egal (ich gehörte aus anderen Gründen schon "nicht dazu" ;)). Ob die Kids heute unter einem grösseren Druck stehen könnte ich so gar nicht sagen. Verwandte von mir haben sechs Kinder, von denen ein paar noch zur Schule gehen und ein paar inzwischen studieren und sie alle machen mir keinen vom Markenteufel gebeutelten Eindruck. Vermutlich sah ihre Kindheit im Detail etwas anders aus als meine, aber ich staune schon immer wieder über die Vielseitigkeit und die große Bandbreite ihrer Interessen. Das mag zum Beispiel durchaus mit den Wundern des www zusammenhängen. So hat eben alles seine Vor - und Nachteile.
Einen Teil meiner Grundschulzeit habe ich übrigens in der Waldorfschule verbracht, in der die Kinder im Idealfall mit gesichtslosen Puppen spielen sollten, damit ihre Fantasie gefördert wird. Im Unterricht gingen wir oft in die freie Natur. Ein Teil des Unterrichts war zum Beispiel das bebauen eines kleinen Gartenstücks. Trotz dieser paradiesischen Zustände sind mir in meiner gesamten Leben nie wieder ein so viele unzufriedene, unglückliche, aggressive und unterforderte Kinder begegnet. ;) Tja.
hi!
mein vorschlag zu deiner kleiderauswahl kommt zu spät, aber ich wollte dich fragen, ob du schon mal ausprobiert hast, ein oberteil über deinem latz zu tragen? ich habe früher, zu schlanken zeiten, auch gerne latzhosen getragen (in den "coolen";) jugendzeiten habe ich den latz vorne hängen lassen und kurze t-shirts dazu kombiniert) und habe hin und wieder auch über meine schwarze lieblingslatzhose pullis oder shirts getragen, die einen entsprechend engen ausschnitt oben hatten und das fiel auch nicht weiter auf:)
ich würde auch gern mal was von deinen fotografien sehen, hast du irgendwo was ins netz gestellt?
liebe grüße
krypton
Hallo Krypton,
ja hab ich. Aber immer offene. Pulli oder T-Shirt übern Latz kommt nicht inne Tüte. Mein ähm :rot1: Vorbau ist so schon kräftig genug den muss ich net mit nem Latz unter nem Pulli oder nem T-Shirt noch künstlich vergrössern :grins:
Wenn ich was drüber trage dann meist ne Strickjacke oder im Sommer ein ächz ich glaub Chasuble oder so heisst es in Netzform. Also locker gestrickt das Luft durchkann und es net zu warm ist :grins: Davon habsch nu aber wirklich kein Photo aufm Rechner... Wobei ich mittlerweile ohne Probleme im Winter auch nen Sweatshirt unterbekomme und wohl eher nicht mit T-Shirt und Strickjacke mir aushelfe.
Klar wäre noch ne Alternative gewesen, da hatte ich gar net dran gedacht. Aber egal so festgefahren wie ihre (fremdgesteuerte) Meinung war, wäre ich da auch net gegen an gekommen. Und die Hose mit den Nieten anner Seite -die ja eigentlich geplant war- war ihr ja auch net genehm genug.
Meine HP findest du wenn du entweder in mein Profil gehst oder einfach auf meinen Namen oben klickst, dann kommt ein kleines Fenster und da ist auch meine HP verlinkt. Allerdings sind diese Photos alle verbaut in sogenannten Scraps. Denn ich hatte es leider das ich -trotz Wasserzeichen- massivste Fremdverlinkung (und somit Trafficklau und höhere Kosten bei meiner damaligen HP) hatte. Und somit hab ich keine Photohp mehr sondern nur noch ne Scrap-HP.
Aber da kann man meine Photos auch sehen :grins:
sombra_blanca
06.08.2008, 14:39
Klar war es ärgerlich auf dem Schulhof über bestimmte Sendungen nicht bescheid zu wissen, die ich einfach nicht sehen durfte, aber so schlimm wars auch wieder nicht. Später im Gymnasium Mitte der achtziger Jahre waren Markenklamotten sehr in und gefragt. Auch damals gab es schon mahnende Artikel und kritische Medienbeiträge dazu, wurde schon vom "Markenterror" gesprochen. Manchmal hätte ich es schön gefunden da mithalten zu können, im Grunde meines Herzens war es mir aber - ganz ehrlich - egal (ich gehörte aus anderen Gründen schon "nicht dazu" ;)). Ob die Kids heute unter einem grösseren Druck stehen könnte ich so gar nicht sagen.Mir gings ähnlich - und ich bin 21, dementsprechend noch nicht lange aus der Schule raus.
Ich bin aber - für meine Generation sehr untypisch - ohne Fernseher aufgewachsen. Allerdings hatte das ausnahmsweise keine Armuts- sondern pädagogische Gründe. Ich wurde deswegen nicht gehänselt.
Es gab zu jeder Zeit meiner Schulzeit irgendwas, was gerade "in" war, klamottentechnisch oder auch schultütentechnisch. In der Grundschule war ein Scout besser als ein MChabichvergessen, in der 5. und 6. war ein 4You besser als ein Lederrucksack und in der Sekundarstufe I war ein Eastpack besser als ein 4you.
In den 90ern gabs die vermaledeiten Buffalo-Plateau-Schuhe und die Fishbone-Klamotten, später mussten es schon teurere Marken wie Miss60, Esprit blablabla. Ihr versteht das Prinzip.
Ich bin in der Grundschule mit einer Stofftüte in die Schule gegangen, ich hatte keine original Buffalos und als die Miss 60-Zeit anbrach, war ich schon lange nicht mehr dazu in der Lage, mich in irgendwas jenseits der Konfektionsgröße 52 zu quetschen. Wenn ich Ärger mit gleichaltrigen hatte, dann niemals wegen der fehlenden Markenklamotten.
Es gab Jahre, da war ich einer der "Coolen" - ganz ohne "In-Sachen".
Meine kleine Schwester ist 14 Jahre alt und auch bei ihr kann ich nicht feststellen, dass sie unter einem großen Markenterror steht. Sie legt auf kleine Sachen wert, will aber nie alles haben und alles machen. Im Grunde könnte sie vielleicht konkurrieren (sie hat einen Nintendo DS zum Beispiel, seeeeehr wichtig), allerdings legt sie darauf -auf das Konkurrieren- keinen Wert. Sie hat bisher nie geäußert, dass das Fehlen oder das Besitzen von tollen Dingen einen Unterschied gemacht hätte.
Ich denke, es gibt einfach Schulen oder vielleicht auch bloß einzelne Gruppen oder Klassen, wo dieser Druck vorhanden ist und andere, wo es nicht so ist. Genauso ist es sicherlich so, dass es Jugendliche gibt, die darauf mehr anspringen als andere.
Einige meiner längsten Freundinnen sind -verzeiht mir den Ausdruck- Trendhuren. Ihnen ist dennoch niemal eingefallen, andere zu verachten, weil sie nicht genauso drauf sind wie sie selbst. Ist halt ne Wohlfühlsache, denke ich.
Joa. So. Wollt ich mal gesagt haben.
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