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Itsme
14.06.2008, 07:12
Klar, ich weiß, je älter man wird, von umso mehr Menschen muss man sich verabschieden. Aber in meinem Alter schon?
Ich fühlte mich da irgendwie noch nicht zugehörig. Aber ob es mir nun passt oder nicht...

Heute morgen las ich die Todesanzeige von einem
ehemaligen Schulkamerade. Das ist jetzt innerhalb von wenigen Wochen der dritte Mensch, der schon gehen musste, obwohl er gerade mal so alt war wie ich, oder sogar jünger. Drei weitere sind schwer erkrankt, wovon einer nicht mehr lange leben wird. Das hat ganz schön um!

Natürlich denke ich an die Familien. Damit sind meine (Schreckens-) Gefühle nicht zu vergleichen. Ihnen gilt wirklich mein Mitgefühl. Und trotzdem. Ich merke, dass mich das ganz schön berührt und mir noch viel deutlicher, als es normalerweise vorhanden ist, bewusst macht, wie endlich unser Leben ist.

Bisher dachte ich immer, das sind die "wirklich" Alten, die dieses erleben, wenn einer nach dem anderen aus dem (ungefähr gleich alten) Bekannten und Verwandtenfeld geht. Dass das jetzt schon so massiv los geht, hätte ich nicht gedacht.

klein und fein
14.06.2008, 07:59
Ich habe in den letzten zwei Jahren drei ehemalige Kollegen verloren. Der erste hatte gerade mit 65 seine Rente durch und starb während einer Bypass-OP, der zweite war Anfang 60 und starb an Darmkrebs. Der dritte war etwa gleichaltrig (Mitte 50), dick und voll im Leben. Er ließ sich vor einem Thailand-Flug ärtzlich durchchecken und erfuhr die Diagnose "Nierenkrebs im Endstadium", obwohl er nichts gespürt hatte. Vier Wochen später ist er im KH gestorben, und ich habe es erst später erfahren. Und dabei war er früher mein Lieblingskollege...

Sumpitt
14.06.2008, 08:04
Ich bin 38 und aus meiner Schulzeit weiß ich bereits von 5 Klassenkameraden, daß sie verstorben sind. Herzinfarkte, Autounfall, Schlaganfall - fast alle haben Familien mit entsprechend kleinen Kindern hinterlassen.

Wenn man sich die Todesanzeigen in der Zeitung regelmäßig ansieht, dann stellt man schnell fest: es ist nicht selbstverständlich alt zu werden. Man nimmt vieles im Alltag als selbstverständlich hin - das ist es aber nicht.

Meine Kollegin stöhnte vor geraumer Zeit ernsthaft: "Boah, schei**e, ich werde dieses Jahr 40." Diese Einstellung kann ich nicht teilen.
Ich habe ihr nur geantwortet: "Ich freue mich über jedes Jahr, das ich dabei sein darf. Das Leben kann so schnell vorbei sein, dessen sollte man sich bewußt sein."

Smutje
14.06.2008, 08:37
Anfang Februar ist die Exfreundin meines Sohnes mit 16 Jahren gestorben, es war ein großer Schock für uns alle.

Itsme
14.06.2008, 14:22
Ich bin 38 und aus meiner Schulzeit weiß ich bereits von 5 Klassenkameraden, daß sie verstorben sind. Herzinfarkte, Autounfall, Schlaganfall - fast alle haben Familien mit entsprechend kleinen Kindern hinterlassen.

Wenn man sich die Todesanzeigen in der Zeitung regelmäßig ansieht, dann stellt man schnell fest: es ist nicht selbstverständlich alt zu werden. Man nimmt vieles im Alltag als selbstverständlich hin - das ist es aber nicht.

Meine Kollegin stöhnte vor geraumer Zeit ernsthaft: "Boah, schei**e, ich werde dieses Jahr 40." Diese Einstellung kann ich nicht teilen.
Ich habe ihr nur geantwortet: "Ich freue mich über jedes Jahr, das ich dabei sein darf. Das Leben kann so schnell vorbei sein, dessen sollte man sich bewußt sein."

Todesfälle begleiten einen das ganze Leben. Das ist mehr oder weniger "normal". Wenn auch natürlich nicht weniger schlimm deswegen. Ich empfand jetzt gerade die Todes- und schweren Krankheitsfätlle von praktisch Gleialtrigen so geballt, als schlimm und auch beängstigend.
Du beschreibst genau meine Gefühle, eben, dass man irgendwie immer noch meint, man wäre ja selber noch Lichtjahre entfernt und nimmt so vieles für selbstverständlich.
Aber das Leben ist endlich. Und deshalb versuche ich diesen Gedanken von Dir "Ich freue mich über jedes Jahr, das ich dabei sein darf. Das Leben kann so schnell vorbei sein, dessen sollte man sich immer bewusst sein." noch mehr zu verinnerlichen.