Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwere Entscheidung getroffen. *Update*
hallo zusammen!
nun ist es endlich wieder einmal zeit mich bei euch zu melden um euch auf den neusten stand der dinge zu bringen.
wie ich ja schon berichtet habe geht es mir in letzter zeit sehr schlecht, da ich durch eine mediale arthrose kaum noch in der lage bin zu laufen und noch noch weniger meine familie versorgen kann.
da eine op des knies wegen meines massiven übergewichts nicht in frage kommt und ich keine ahnung habe, wie ich schnellstmöglich soviel an gewicht verlieren soll, das dies möglich ist, oder dass ich zumindest wieder so weit auf die füsse komme um meine familie zu versorgen, habe ich mich entschlossen mich operieren zu lassen.
das ein magenband leider nicht zu dem gewünschten/benötigtem schnellen erfolg führt, werde ich einen rny-bypass vornehmen lassen.
heute mittag habe ich einen vorstellungstermin in einer klinik, der kk antrag ist soweit vorbereitet und ich hoffe die kasse wird die anfallenden kosten übernehmen.
ich weiss dass mich jetzt sicher einige für verrückt erklären, doch ich habe mir diese entscheidung lange überlegt. dies war auch ein grund dafür, dass ich mich so lange zurückgezogen haben.
ich habe viel, sehr viel nachgedacht und mich kundig gemacht (in alle richtungen) und nun endlich diesen entschluss gefasst.
ich brauche dringend wieder lebensqualitiät und so wie bisher kann es nicht weitergehen. die aussicht in binnen weniger monate an den rollstuhl gefesselt zu sein und der tägliche umgang mit meinen stetig zunehmenden
schmerzen hat mich zu dieser entscheidung geführt.
nichts desto trotz werde ich weiterhin an einer ernährungsumstellung und weiterer psychotherapie etc arbeiten. doch ich brauche dringend eine krücke um überhaupt weiter machen zu können.
so... nun werde ich aber erst einmal in aller ruhe frühstücken und mich dann auf den weg zu meinem vorstellungstermin in die klinik machen.
liebe grüsse
Silke
frauvonheute
16.08.2005, 10:10
Ruberta, es ist ganz allein deine Entscheidung und niemand hat das Recht, dir hinein zu reden.
Ich kann verstehen, dass du Angst vor dem hast, was passiert, wenn du weiter so dick bleibst. Ich bin mir auch sicher, dass du dir viele Gedanken gemacht hast. Dennoch wird mir persönlich angst und bange, wenn ich deinen Beitrag lese. Ich kriege schon beim Lesen Beklemmungen, weiß aber auch, wie viel Kraft man aus Verzweiflung schöpfen kann und das es irgendwann nicht mehr "einfach so" weitergeht.
Ich finde es gut und wichtig, dass du in Sachen Ernährung und Therapie weiter machen wirst. Nur so wirst du letztendlich einen Einklang zwischen deinem Körper und deiner Seele erreichen.
Egal wie: Ich wünsche dir ein gutes Gespräch und drücke dir alle Daumen, dass es für dich die richtige Lösung ist.
Babs
Hallo Silke!
Dass Du sehr verzweifelt bist über Deine gesundheitliche Situation wußte ich, aber mir war nicht klar, dass Du so weit zu gehen bereit bist.
Bist Du wirklich sicher, dass es keine andere Möglichkeit gibt?!!
Wolltest Du nicht nochmals mit den Ärzten in der einen Klinik reden, ob sie Dich trotz Deines aktuellen Gewichtes operieren würden!!!
Wenn ich ehrlich bin, habe ich einfach Angst um Dich. Du sagst doch, dass Du durch Deine ES so zunimmst.
Wie wirkt sich die Krankheit aus nach solch einer OP?
Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mich da zu wenig auskenne. Ja, ich hatte sogar selbst einmal vor, solch eine OP machen zu lassen. Zum Glück hatte ich damals eine gute Freundin, die mit mir da ausführlich drüber gesprochen hat und ich habe den Gedanken letztendlich verworfen. Allerdings war es damals bei mir eher ein Kopfproblem. Ich hielt mich wegen meines Übergewichtes für nicht liebenswert und minderwertig.
Bei Dir liegen knallharte gesundheitliche Gründe vor - und trotzdem. Wirst Du Deine ES nach der OP im Griff haben. Wirst Du nicht vielleicht trotzdem essen und Dich ständig übergeben?!!
Mensch Silke - ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du die für Dich richtige Entscheidung triffst.
Egal, wie sie ausfallen wird - ich freue mich immer, von Dir zu hören!!!
Liebe Grüße
Ina-Maike
Hallo liebe Silke!
Heute morgen vor der Arbeit habe ich Dein Posting gelesen und es hat mich gedanklich einfach nicht mehr losgelassen.
Daß das eine schwere Entscheidung für Dich ist, glaube ich Dir sofort. Die gesundheitlichen Einschränkungen und die Versorgung der Kinder bereiten Dir sicherlich einen schweren Alltag, da trifft man (und insbesondere Du) eine solche Entscheidung sicherlich nicht leichtfertig.
Wohlmöglich bekommst Du einerseits mit der OP das Gewichtsproblem in den Griff, aber die Essstörung läßt sich nicht einfach mit einer OP beheben. Ich hoffe für Dich, daß Du einfühlsame und verantwortungsbewußte Ärzte antriffst, die Dein Problem als Ganzes sehen und nicht nur die Gewichtsreduktion um jeden Preis.
Liebe Silke,
tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. Wenn die Entscheidung für den Magenbypass feststeht, wünsche ich Dir, dass alles gut geht und die Maßnahme Dir wirklich helfen wird.
Aber eines habe ich mich bei der Lektüre Deines Beitrags gefragt: warum ist eine Knie-OP aufgrund Deines Übergewichts nicht möglich, eine Magenverkleinerung, sicherlich ein ebenso schwerer Eingriff, aber doch? Ist das Risiko nicht genauso groß?
Alles Gute,
Kimmie
biggerman
16.08.2005, 14:33
Du mußt Deine Entscheidung selber fäälen, ich selber habe nach einer Knieop. Probleme, allerdings nur, weil man etwas vergessen hat.
Ich kenne einige die mit 130 bis 180 kg am Knie operiert wurden.
Aus meiner erfahrung ist die Knieop "ein Klacks" gegen einen Magenbypass.
Wundheilungsstörungen gerade im Bauchfettbereich und Thrombose sind keine Seltenheit.
Du wirst nach mein er Kenntnis ein Leben lang Nahrungsergänzungsmittel privat kaufen müssen und du wirst unter Umständen jahrelang Darmprobleme haben.
Die Entscheidung kann Dir letztlich keiner abnehmen, wenngleich ich die Argumentation contra Magenband und pro Magenbypass schon allein aufgrund der wahrscheinlichen Kreislaufprobleme nicht nachvollziehen kann.
Ich würde mich freuen vor und nach der Op hier im forum von Dir zu lesen.
Pass auf Dich auf
Gerd
Das ist auch etwas, was ich überhaupt nicht verstehe: Einen dicken Menschen am Knie operieren ist nicht drin, aber ihm freudestrahlend am Magen rumzudoktorn ist möglich? Mir wird das immer zu hoch sein und am Ende leiden die falschen darunter.
Auch ich hoffe, dass Du Dir diesen SChritt gut überlegt hast und sich danach wirklich einiges zum positiven wendet. Ich hoffe, dass Du diesen SChritt nie bereuen wirst...
Ich finde es ebenfalls einfach unerklärlich, daß man dich am Knie nicht operieren will, aber am Verdauungssystem. Das ist doch ein Widerspruch in sich!
Es ist ganz klar, daß du dir diese Entscheidung alles andere als leichtgemacht hast. Ich hoffe sehr für dich, daß sie die richtige ist und daß es dir künftig besser gehen wird. Viel Glück!
Dralle Deern
16.08.2005, 16:09
Liebe Silke,
ich kann deine Hilflosigkeit und deine Sorgen angesichts deines immer weniger erträglich werdenden Gesundheitszustandes nur zu gut verstehen, ebenso, dass du möglichst schnell möglichst viel Gewicht verlieren willst/musst.
die aussicht in binnen weniger monate an den rollstuhl gefesselt zu sein und der tägliche umgang mit meinen stetig zunehmenden
schmerzen hat mich zu dieser entscheidung geführt. Wer oder was gibt dir die Sicherheit und die Garantie, dass du durch eine Operation davon verschont bleibst? Wer gibt dir die Garantie, dass bei der OP alles glatt läuft?
Ich möchte dir nicht absprechen, du hättest dir nicht sorgfältig genug die Konsequenzen dieser Operation überlegt. Bist du denn aber tatsächlich von einem Mediziner gewissenhaft über die Folgen aufgeklärt worden? Wenn man davon ausgeht, dass bei der Operation keine Komplikationen auftreten, was ich dir von Herzen wünsche, solltest du bedenken, dass durch die Umgehung eines Großteils der Verdauungskanals nicht nur die Fettverdauung verlangsamt wird, wie es immer beschönigend, fast verherrlichend in den Broschüren und Homepages der Kliniken beschrieben wird. Im Magen findet die Eiweißverdauung und die Vorbereitung auf die Aufnahme von Vitamin B12 statt, das vor allem für die Reifung von roten Blutkörperchen benötigt wird. Die eigentliche Vitamin B12-Aufnahme findet im Krummdarm statt, dem oberen Teil des Dünndarms, ebenso die Aufnahme von Eisen, um nur einiges zu nennen, das durch die Ausschaltung eines Großteils des Verdauungstraktes aus dem Gleichgewicht gerät.
Ich wünsche dir und deinen Kindern, für die du so kämpfen musstest, wie wir alle miterleben konnten und für die wir alle mitgefiebert haben, dass du die für dich - für Euch - richtige Entscheidung, welche auch immer das sein wird, treffen kannst.
Liebe Grüße
Dralle Deern :knuddel2:
Und was ist mit diesen Kindern, wenn die OP schief geht? Was ist mit ihnen, wenn die Folgen der OP so stark sind, dass Du damit kaum auf die Beine kommst? Ist hier nicht tief innerlich einfach nur der Wunsch da, dass ES SCHNELL geht?
Ich habe einen Bericht gesehen über eine Großfamilie, in der sich fast alle Geschwister unters Messer gelegt haben für so eine OP. In dem ganzen Bericht war keine Rede von Folgen, Nebenwirkungen oder Komplikationen. Es wurde so dargestellt, als wäre DAS der schnelle und sichere Weg abzunehmen. Wie furchtbar! Es tut mir leid, dass Du, liebe Silke, so schnell zu dieser OP-Methode greifst, wo Du doch für und um Deine Kinder sooo lange gekämpft hast ohne Dich unterkriegen zu lassen. Warum ist jetzt diese OP in Deinen Augen die einzigste Lösung? Warum ist keiner der von Martina aufgeführten Wege ein Lösungsansatz? Weil sie zu langsam sind? Zu lange dauern?
Liebe Silke, so stellt sich das für mich nach außen dar. Verzweiflung schön und gut, aber die Tatsache, dass Rascha auch eine Idiotie darin sieht, welche OPs gemacht werden und welche nicht, beweist mir, dass da nichts wirklich sauber läuft in diesem medizinischen Bereich.
Dass hohes Gewicht eine solche Knie-OP und die anschließende Reha sicherlich nicht fördern, kann ich verstehen, aber das dies DER Grund ist, einen Menschen nicht zu operieren, dafür habe ich kein Verständnis. Schon gar nicht, wenn für eine OP am Magen das Gewicht kein Hinderungsgrund ist.
Du hast hier geschrieben, wie verzweifelt Du bist, aber als Lösungsansatz ist diese Magen-OP in meinen Augen falsch weil total widersprüchlich. Und die Aussage mit dem Rollstuhl...ich weiß nicht...wie oft beweist sich, dass Prognosen falsch sind. Und warum nicht Wassergymnastik in Erwägung ziehen? Warum keine alternativen Behandlungsmethoden? Weil sie zu langsam gehen, weil sie zu lange dauern? Oder ist diese Kniegeschichte endlich DIE Ausrede für diese OP, weil eigentlich unbedingt Gewicht runter soll und sich damit alle Probleme von alleine lösen?
nachdenkliche Grüße
Grit
EDIT: Auch ich kann falsch liegen, aber meine Gedanken musste ich trotzdem formulieren...
Liebe Silke,
ich habe überlegt, ob ich diese Frage stellen kann, aber kann es sein, dass Du Dich opfern willst? So nach dem Motto "Entweder es geht gut, aber wenn nicht, werden meine Kinder und mein Mann es alleine leichter haben als mit einer behinderten Mutter/Frau?" Sicher wäre das ein edles Motiv, aber Du solltest Dir im klaren darüber sein, ob so etwas dahinterstecken könnte.
Viele Grüße,
Kimmie
PS: Es kann natürlich sein, dass ich völlig falsch liege.:)
BintKhadija
16.08.2005, 18:10
Liebe Silke,
es tut mir leid, wie schlecht es dir derzeit geht. Sicherlich ist es schrecklich für dich, für Deine Lieben derzeit nicht hinreichend dasein zu können, mit Schmerzen und der Angst zu leben. Auch die Entscheidung für die Magen-OP ist ja, wie du schreibst, allein schon eine Heftigkeit für sich.
Ich möchte dir allerdings vorher noch aus einer anderen Ecke schreiben.
Du sagts, daß du unter heftigsten Schmerzen leidest. - Hast du die Möglichkeit, mit einem Arzt zusammenzuarbeiten, der eine Ausbildung in "spezieller Schmerztherapie" hat? Häufig kommen diese Docs auf Schmerzmittelkombis/Ideen, auf die ein "normaler" Doc nie käme, und können auch schier aussichtslos erscheinende Schmerzzustände in den Griff bekommen. Vielleicht gibt es ja so jemanden in deiner Ecke - ein Versuch wäre es sicher wert, sodaß du schon einmal von dieser Qual erlöst werden könntest.
Du schreibst weiterhin, daß du Angst hättest, an den Rollstuhl "gefesselt" zu sein, wenn du nicht fix genug abnähmest. Vielleicht wäre aber ein langsames Abnehmen mit anschließender Knie-OP der bessere Weg ... wenn du das Angstbild "im Rollstuhl sitzen, ausgeliefert sein und nichts mehr können" ein wenig näher betrachtest. Häufig ist es nämlich das Horrorbild von der "an den Rolli gefesselten Totalbehinderten/dem Pflegefall", was ein genaues Überlegen schwer macht. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: ein Leben mit Rolli hat mit diesem Horrorbild wenig zu tun. Du würdest keine andere Person dadurch, auch mit Rollstuhl kann frau arbeiten, eine Familie versorgen, kochen, putzen, für andere da sein, aufräumen, kleine Racker verfolgen, staubsaugen und wäschewaschen.. Auch mit Rollstuhl kann frau eine hinreißende Geliebte, ein griesgrämiger Eheteufel, eine prima Kumpeline, ein treues Ehegespons sein. - Ich fahre selbst Rollstuhl, versorge den Haushalt komplett selbst, habe keinerlei "Hilfe", bin verheiratet, arbeite wenn ich darf vollzeit (derzeit arbeitslos) etc. "Rollstuhl fahren" hat nicht viel mit "an den Rollstuhl _gefesselt_" sein zu tun - es ist eine Fortbewegungsart, die anders funktioniert als das Laufen, mehr nicht - sozusagen Sitzfahrrad indoors.
Vielleicht eine andere Perspektive, in jedem Fall just my 2 pence.
Dir wünsche ich das Allerbeste.
Lieben Gruß
BintKhadija
Hallo Silke,
auch ich verstehe nicht das eine Magen-OP für den Organismus besser zu verkraften sein soll wie eine Knie-OP?
Aber ich wünsche dir für deinen Weg nur das Beste und wünsche auch das er dir den Erfolg bringt den du dir erhoffst.
Doch eine Frage von vielen ist hier auch: Was machst du wenn die Kasse die Kosten nicht übernimmt? Was machen die Ärzte?
Ich bin selber am Knie operiert worden mit einem Meniskusansriss. Damals wog ich etwas über 90 Kg, fast an die 100 ran und es wurde ambulant gemacht. Mit so ähm dings 3 kleinen Stäben mit Minimikroskop dran. Gott ich weiss net den Fachausdruck - der ist mir irgendwie entfallen :rot1:
Alles gute dir Aska :wink1:
Ich denke, du meinst eine Endoskopie, Aska.
wow!
das nenn ich einen haufen gedankenvoller antworten!
vielen dank!
ich weiss gar nicht wo ich anfangen und aufhören soll.
erst einmal möchte ich euch sagen dass ich zur zeit nicht einmal mehr in der lage bin an einer wassergymnastik teilzunehmen, da der weg dorthin schon für so starke schmerzen sorgt, dass ich an der gymnastik nicht mehr teilnehmen könnte.
des weiteren haben die ärzte nicht so unrecht damit, dass sie mein knie so nicht operieren wollen. schliesslich sollen meine knochen am oberschenkel und unterschenkel abgetrennt werden, das knie soll entfernt und durch ein künstliches ersetzt werden., welches dann mit oberschenkel udn unterschenkel durch zement fixiert wird.
die tragkraft des künstlichen knies unterschreitet bei weiitem mein gewicht.
ich dachte bisher immer ich wiege so um die 170 kilo. erst heute morgen wog ich mich und es kam genau das dabei heraus. in der klinik waren es dann aber 211 kilo! meine waage gibt hier also nur noch eine tendenz an.
des weiteren habe ich in den letzten 3 jahren gut 50 kilo gewicht reduziert.
leider reicht das noch lange nicht aus um mein knie so zu entlasten, dass ich wieder gehfähig werde.
ich kann inzwischen wirklich nichts mehr machen! nicht mehr die kinder oder den haushalt versorgen, einkaufen, 50m laufen.. nichts mehr!
und wie soll ich all das vom rollstuhl aus, welchen ich schon jetzt bräuchte, managen?
ganz sicher vergesse ich nicht welch grosser eingriff diese op auf meinen körper ist und dass an einem gesunden organ herumgeschnippelt wird.
auch in punkto spätfolgen, wie ernährung, vitaminmangel, durchfällen, problemen wenn erkrankungen am "blindgelegten" magen oder der leber/galle auftauchen hat die ärztin heute keineswegs verniedlicht. im gegenteil.
des weiteren bin ich offenbar auch an eine klinik geraten welche diesen eingriff lediglich per endoskop durchführt und dann auch nichts davon hält nur noch 60cm dünndarm übrig zu lassen, damit die statistik des gewichtsverlustes der patienten nachher stimmt. im gegenteil.
natürlich habe auhc ich angst vor einer op und vor risiken und komplikationen und es ist tatsächlich so dass ich diese in kauf nehme, nur damit der jetzige zustand sich ändert.
meine essstörung kann mir niemand wegoperieren. jedoch kann ich mit hilfe dieser op ein kleines stück meiner lebensqualität wieder erlange... sicher nicht ohne preis... doch ich habe es mir sehr gut überlegt udn ausführlich mit meiner familie besprochen und abgewogen.
im übrigen bin ich auch nicht auf die knie op scharf. ich erhoffe mir sogar, dass sie sich durch eine massive gewichtsabnahme in verbindung mit muskelaufbau sogar hinausschieben lässt. vielleicht um viele jahre.
die entscheidung pro bypass und kontra magenband ist bei mir gefallen, weil ich zur zeit kaum noch lebensqualität habe.
ein magenband würde zwar auch einen gewichtsverlust mit sich bringen, jedoch würde er sehr langsam von statten gehen.
*seufz*
wer interesse hat, dem kann ich ja gern einmal meinen kostenübernahmeantrag mit allem drum und dran schicken. da wäre meine anamnese, therapieversuche, gewichtsverlauf und vor allem meine sozialanamnese.... vielleicht könnt ihr dann verstehen wieso ich zu diesem, auch für mich, letztem mittel greife.
und noch einmal... die sache mit dem rollstuhl ist nicht mehr weit weg und nur eine prognose, welche mir angst machen soll.
ICH KANN NICHT MEHR LAUFEN! wirklich nicht :-(
ich habe solche schmerzen dass ich nicht einmal krankengymnastik machen kann udn dass ich ohne meine opiate sicher schon aus dem fenster gesprungen wäre. diese schmerzen machen mich wahnsinnig! ich habe wirklich inzwischen schon alle schmerzmittel durch ... greife die ganze sache sogar paralell homöopathisch an.
ich kann nicht mehr :-(
ja. die anderen lösungswege dauern mir zu lang. ich habe die kraft nicht mehr und meine familie ebenfalls nicht.
mein mann läuft inzwischen auch schon auf dem zahnfleisch. er geht 10 stunden am tag arbeiten, kauft ein und nimmt dann sofort die kinder, macht den haushalt und und und. eine haushaltshilfe übernimmt die kasse nicht. dafür müsste ich wieder schwanger werden. toll!
an kimmis aussage ist schon etwas dran. es gab zu anfang meiner überlegungen genau diese gedanken. ich würde mich lieber "opfern" als meiner familie zur last zu fallen.
inzwischen hat es sich aber verändert. ich will leben! das risiko dass es auch schief gehen kann, dass nehme ich dafür in kauf. aber nur für mich persönlich. ich habe diese entscheidung, nachdem wir gemeinsam immer wieder alles abgewägt haben, für mich allein gefällt.
und noch einmal... ich weiss dass mit dieser op meine essstörung nicht verschwunden sein wird.
seit mehr als 10 jahren mache ich nun psychotherapie, gehe inzwischen zu kinesiologin, schamanin, familienaufstellungen, primärkursen und versuche auf jedem nur erdenklichen weg der essstörung auf den grund zu kommen, um etwas ändern zu können. und ich werde auch jetzt nicht damit aufhören, sondern paralell weitermachen.
die op soll für mich nur die krücke sein dass sich mein derzeitiger, körperlicher "zustand" nicht noch verschlimmert.
*tieflufthol*
so... jetzt habe ich aber eine menge geschrieben.
ich hoffe ich konnte den nebel etwas lichten.
ich kann mir, selbst als krankenschwester, ein leben mit 211 kilo im rollstuhl einfach nicht vorstellen.
liebe grüsse
Silke
Hallo Silke,
genau das ist mir auch in den Sinn gekommen, als ich gelesen habe, dass eine Magen- OP das kleinere Übel sein soll, als die Knie- OP. DAS will ich partout nicht verstehen.
Ich stehe dem Magenband sehr skeptisch gegenüber und werde auch nur notwendige Ops über mich ergehen. Denn jeder Eingriff kann (muss aber nicht) seine Folgen und Konsequenzen mit sich ziehen.
Hast Du denn mal nachgefragt, weshalb eine Magen- OP weniger "gefährlich" sein soll, als diese Knie- OP?
Egal, wie Du Dich entscheidest, ich wünsche Dir alles, alles Gute!
Steph
es ist KEINE einfache knie op!!!
mir würden knochenende rausgeschnitten werden müssen und dann würde ein künstliches kniegelenk daran zementiert werden.
ich laufe inzwischen, auch durch den druck meines massiven übergewichts "knochen auf knochen". das soll heissen oberschenkel udn unterschenkel stehen ohne knochenspalt aufeinander und reiben bei jeder bewegung aneinander!
eine schmerztherapie kann mir da sicher auhc nur bedingt helfen udn würde einer verschlimmerung des zustandes nicht einhalt gebieten.
lediglich durch eine massive gewichtsverminderung udn somit druckverminderung wäre llinderung zu erreichen.
liebe grüsse
Silke
Ich denke, du meinst eine Endoskopie, Aska.
*räusper* Jau das wars :batsch: wo hab ich nur meinen Speicher gelassen? ;)
Ich muss darüber noch ein bisschen nachdenken, aber zwischendurch möchte ich gerne meinen verehrten Forumsinhaber-Partner Roland D.v.G. zitieren (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showpost.php?p=5501&postcount=15), der meines Erachtens den besten Gedanken geäußert hat, den ich je zu diesem Thema gelesen habe (und ich habe viel zu diesem Thema gelesen):Außerdem bin ich in dem festen Glauben, das man niemals nur so zum "Spaß" an den Verdauungsorganen herumschneiden oder sonst etwas mit ihnen machen sollte, wenn keine organische Krankheit vorliegt, wie etwa ein Tumor, etc, der entfernt werden muß. Der Verdaungsapparat ist das allererste, was bei einem Menschen pränatal ausgebildet wird. Um das Darmrohr, so heißt es in diesem Stadium noch, wird praktisch der Mensch gebaut. Magen und Darm sind essentielle Bestandteile unseres Körpers, eingewoben von millionen Nervenbahnen und Blutgefäßen. Man spricht nicht umsonst vom Darmhirn. Und daran herumzuschnippeln kann weder folgenlos noch in Ordnung sein. Mehr folgt in den nächsten Tagen.
Lovely Rita
16.08.2005, 21:28
liebe silke,
ich bin auch kein fan dieser adipositas-chirurgie.
aber die schilderung deiner schmerzen und lebensumstände und vor allem der knie-op sind heftig.
ich habe mir mit 175 kilo im februar das rechte sprunggelenk gebrochen, das wurde standardmäßig operiert, jetzt hab ich acht schrauben da drin, die im nächsten jänner wieder raus kommen.
ich bin 3 1/2 wochen mit spaltgips im krankenhaus gelegen, danach mit gehgips und krücken nach haus. seit anfang april ist der gips runter.
obwohl ich durch kieser-training sehr stark und beweglich bin und die ärzte nur so gestaunt haben, habe ich gemerkt, wie schwer alles ist, wenn ein bein nicht voll belastet werden kann.
deine schilderung der knie-op klingt furchtbar und es leuchtet mir völlig ein, dass dieses gelenk keine 211 kilo packen kann. allein die zersägung der knochen und das wort "zementieren" jagen mir schauder ein.
jedesmal wenn mir mein gelenk weh tut, sich bemerkbar macht, grüble ich darüber nach, ob die schrauben sich verbiegen und deshalb probleme bei der raushol-op machen werden.
ich hab übrigens auch eine essstörung und im krankenhaus allein durch regelmäßige mahlzeiten 13 kilo abgenommen.
was ich eigentlich sagen will: idealerweise machst du diese knie-op nicht!
ich bitte dich aber, dir alle unterstützung für die magen-op zu holen, denn der schnelle gewichtsverlust ist auch nicht ohne. sorge rechtzeitig für kompetente ärztliche begleitung, die wirklich auf dich aufpasst.
ich wünsche dir glück und alles gute, christine
wo lasse ich bitte schön zum "spass" an meinem gedärm herumschnippeln?
ist der wiedergewinn meiner lebensqualität "spass"?
zum erhalt meiner knochen habe ich leider nicht nochmal 25 jahre zeit erst den ursachen auf den grund zu gehen und es langsam anzugehen.
das hat nichts damit zun tun das ich mich nicht selbst akzeptieren würde, oder das ich, anstatt es langsam und durch eine ernährungsumstellung und bewegung zu versuchen es einfach eilig habe und mir den "bequemen" weg suche und an mir herumschnippeln lasse.
ist es nicht wie mit allem?
homöopathie ist gut und wichtig.
schulmedizin ist gut und wichtig.
psychologie ist gut und wichtig.
schliesst deswegen eines das andere aus?
25 jahre habe ich versucht andere, auch unkonventionelle wege zu gehen meiner essstörung auf die spur zu kommen und gut mit ihr zu leben.
bis heute habe ich nicht damit aufgehört und werde es auch in zukunft nicht tun.
ganz sicher ist mir auch klar, dass ich so manche folgen für die zukunft durch mein handeln heute nicht abschätzen kann.
es gibt immer "umstände" die diese vorstellungen von dem was man erreichen kann, was werden wird, wie eine seifenblase zerplatzen lassen. das leben geht keinen geraden, vorausplanbaren weg.
wir wissen nie vorher welche auswirkungen unser handeln tatsächlich haben wird.
solle ich mir deshalb die möglichkeit den "worst-case" operativ zu verhindern selbst nehmen?
der worst-case ist für mich der verlust des letzten restes meiner lebensqualität. meiner gehfähigkeit.
fragende grüsse
Silke
ylloreah
16.08.2005, 23:27
Liebe Silke,
ich bewundere Deinen Mut zu dieser Entscheidung, die Du Dir ganz sicher nicht leicht gemacht hast.
Ich mag mir nicht anmaßen, Stellung zu einem 'Pro' oder 'Kontra' zu nehmen, denn dafür müßte ich genau in derselben Situation wie Du sein, und ich wüßte nicht, wie ich mich entscheiden würde.
Egal, welche Entscheidung Du getroffen hast, Du hast die Kraft aufgebracht überhaupt eine Entscheidung zu treffen und nicht den Kopf in den Sand gesteckt.
Deshalb wünsche ich Dir auf diesem Weg alles, alles Gute und hoffe, daß Du die Freude am Leben wieder gewinnst. Stück für Stück. Mit Deiner Entscheidung hast Du den wichtigsten Schritt schon getan.
Ganz großes Daumendrücken!:daumen:
Hallo Silke!
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich gehofft, dass Du heute mit irgendeiner Alternative heim kommst.
Ich bin mir sicher, Du bist über Deine geplante OP zehnmal besser informiert, als ich. Ich habe nur ganz spontan Bauchschmerzen und irgendwie das Gefühl, dass Du den Teufel versuchst mit dem Belzebub auszutreiben.
Deine Verzweiflung nachzuempfinden, die Du in Deiner scheinbar ausweglosen Situation empfindest, ist fast unmöglich. Ich glaube auch nicht, dass Du Dir die Entscheidung leicht gemacht hast oder dass es Dir um "niedere Motive" (oder willst Du die Schönste werden;) ) geht.
Hattest Du nicht eigentlich vor, nochmals ein Gespräch wegen der Knie-OP zu führen. Ist es denn wirklich aussichtslos?!!
Du und auch andere haben mir mal ES so erklärt, dass man essen muss, selbst wenn man schon längst satt ist. Wie soll es mal bei Dir werden? Wirst Du immer weiter essen, selbst wenn Du eben erst erbrochen hast? Und immer wieder ....
Mensch Silke, ich verstehe Deine Verzweiflung, aber ich habe einfach Angst, dass Du nach dem falschen Rettungsanker greifst!
Ich wünsche Dir eine gute Nacht und ich hoffe von ganzen Herzen, dass Du das Richtige machen wirst!!!
Liebe Grüße
Ina
Liebe Silke,
auch finde finde, es ist deutlich zu merken, dass Du Dir die Entscheidung nicht leicht gemacht hast.
Was ich Dir trotzdem noch empfehle, ist, noch vor der Operation Kontakt zu anderen Operierten zu suchen, und zwar zu solchen, bei denen die OP schon mehrere Jahre zurückliegt. Ich denke, die könnten Dir an vielen Punkten hilfreichere, praktischere Tips geben als Ärzte.
Viele Grüße und alles Gute,
Kimmie
stübbken
17.08.2005, 04:00
Liebe Silke,
es ist Deine Entscheidung - in die Dir letztlich keiner von uns reinreden kann und darf.
Ich verstehe aber, dass Du durch die Schmerzen völlig zermürbt und voll Panik bist, wenn Du an ein Leben im Rollstuhl denkst.
Du schriebst, dass Du von der Krankenkasse keine (Haushalts)Hilfe finanziert bekommst.Hast Du/Habt Ihr schon mal mit Eurem Jugendamt gesprochen und um eine Hilfe nach § 20 KJHG gebeten? Da geht's um die Versorgung von Kindern in Notsituationen, wenn derjenige, der sich normalerweise kümmert, ausfällt und der Andere nicht einspringen kann, weil er arbeiten gehen muss - und zwar nicht durch Heimunterbringung! Sowas würde Dir Zeit verschaffen, Dein Gewicht zu reduzieren.
Alles Gute!
stübbken
Liebe Silke,
mir ging's eigentlich um den rot markierten Satz im Zitat von Roland. Das andere habe ich nur stehenlassen, um ihn nicht völlig aus dem Zusammenhang zu reißen. Zudem hat Roland "Spaß" ja auch in Anführungsstrichelchen gesetzt.
Ich denke nun schon seit gestern darüber nach. Natürlich ist es Deine Entscheidung und ich kann sie nachvollziehen. Ich wurde vor zwei Jahren von mehreren Ärzten aufgefordert, mich operieren zu lassen, und habe mich sehr intensiv mit diesen Methoden auseinander gesetzt. Im Gegensatz zu den meisten Betroffenen, von denen ich im Netz gelesen habe, sehe ich ja bei Dir auch, dass Dir schon klar ist, dass Deine seelischen Probleme sich durch die OP nicht lösen werden, was ich für einen großen Vorteil halte, denn zu viele Menschen glauben, sie bräuchten nur abzunehmen und alle ihre Probleme lösten sich in Luft auf.
Da ich selbst in gewisser Weise in Deiner Situation war (wenn ich auch leider keine Kinder habe), will ich einfach mal aufschreiben, wie ich an Deiner Stelle handeln würde:
Ich würde dafür sorgen, dass Deine Familie versorgt ist, und zwar in der Weise, die stübbken vorgeschlagen hat. Dann würde ich mich um eine Kur in einer Klinik bemühen, die sowohl Deinen psychosomatischen als auch Deinen orthopädischen Problemen gerecht werden kann. Dort würde ich mich 6-8 Wochen ganz darauf konzentrieren, wieder ein Grundmaß an Kondition zu erlangen.
Dann würde ich, wenn ich wieder zu Hause wäre, mit Muskel- und Konditionsaufbau fortfahren. Deine Familie hat Dich dabei zu unterstützen (meines Erachtens), indem sie Dir die Zeit dafür zur Verfügung stellt.
Wenn das alles nichts bringen würde (bei mir hat es etwas gebracht, wobei ich nicht in einer Klinik war, aber ich habe auch keine psychosomatischen Störungen), dann würde ich, wenn ich keine andere Möglichkeit sehen würde, ein Magenband in Erwägung ziehen. Ein Magenband deshalb, weil man es rückgängig machen kann. Auch Magenbänder sind nicht ohne, aber von allen Optionen halte ich sie für die akzeptabelste. Es gibt in den einschlägigen Foren durchaus Leute, die mit dem MB 100 kg und mehr abgenommen haben.
Das wäre mein Weg. Für mich sieht es so aus, und da kam mir Kimmies Gedanke schon sehr nahe, dass es Dir in erster Linie um Deine Familie geht, der Du nicht zur Last fallen willst, was Du ja auch tätest, wenn Du den gesunden Weg gehen würdest, weil Du eben länger aus dem Verkehr gezogen würdest als bei der OP. Was aber für Dich das beste ist, danach fragst zu allerletzt. Ich finde, Deine Familie sollte Dir die Möglichkeit geben, intensiv andere Wege zu beschreiten. Ein Bypass ist in meinen Augen die allerallerletzte Option, wenn nichts anderes geholfen hat.
Wie gesagt, so würde ich vorgehen. Und das habe ich mir nicht jetzt mal eben ausgedacht. Das ist das Ergebnis meiner eigenen Überlegungen zu meiner eigenen Situation, lediglich ergänzt um die Vorstellung, wie es wäre, wenn ich Kinder hätte.
Ich würde wahrscheinlich noch nicht mal den Bypass machen lassen, wenn es keine andere Option mehr gäbe. Eher würde ich hungern. Der Effekt ist meines Erachtens derselbe.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass ich nichts gegen die Menschen habe, die sich für die AC entscheiden. Ich finde es allerdings wirklich sehr, sehr schlimm, dass diese in meinen Augen extrem fragwürdigen Operationen überhaupt angeboten werden. Darin gründet meine Ablehnung der AC.
Liebe Silke, ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du die für Dich richtige Entscheidung getroffen hast und dass alles glatt geht. Ich lese Dich schon so lange und natürlich ist es mir wichtig, dass Du glücklich bist.
Martina
Da ich selbst einen sehr sensiblen Magen-Darm-Trakt habe und noch dazu einige Leute kenne denen es ähnlich geht sowie eine Person, die an Morbus Crohn leidet, kann ICH für MICH sagen, dass ein intaktes Verdauungssystem durch NICHTS ersetzt werden kann.
Keine Schmerzen dieser Welt können schlimmer sein, als wenn der Darm so schmerzhaft entzündet ist, dass man das Gefühl hat, bei jedem Klogang kommt er gleich mit raus. Wer noch nie so richtig Wasser geschissen und gekotzt hat, wird das auch nicht nachvollziehen können. Sorry, für meine derben Worte, aber der Grund, warum ich absolut GEGEN jegliche Adipositaschirurgie bin, ist eben der, dass ich weiß, wie schrecklich es ist, wenn in der Verdauung etwas nicht funktioniert. Wenn man auf Lebensmittel so heftig reagiert, dass man sich wünscht, man hätte sie nie auch nur schräg angekuckt.
Selbst das Argument, dass diese Chirurgie Menschen mit 200 kg und mehr helfen soll, zieht bei mir nicht. Für so starkes Übergewicht MUSS es eine Ursache geben. Niemand wird aus Spass so dick. Seien es wie bei Martina Schilddrüsenprobleme oder bei Dir, Silke, eine schlimme Esstörung - ich finde, wenn die URSACHE nicht behoben ist, dann muss man die Folgen nicht behandeln, denn das ist ein aussichtsloser Kampf. Natürlich ist es ein langer Weg, gerade psychische Ursachen anzugehen, aber deswegen den schnelleren Weg wählen? Erstmal abnehmen und dann sehen wir weiter? Um jeden Preis? Nein! DAS KANN nicht richtig sein.
Ich sehe es wie Martina, dass eine Auszeit von allem in Form einer Kur, wo es sich erstmal nur um Dich dreht, Silke, viel hilfreicher sein kann. Ich habe das Gefühl, dass Deine Gedanken ununterbrochen am Rotieren sind. Familie, Haushalt, Gesundheit, sinkendes Selbstwertgefühl weil man sich unfähig fühlt weil man so eingeschränkt ist. Das ist ein Teufelskreis und nach der OP am Magen wirst Du nicht einfach so nach Hause spaziert kommen und da weitermachen wo Du aufgehört hast.
Hinzukommt, dass ich mich informieren würde bei Menschen, die das gleiche Knieproblem haben. Wie haben sie eine solche Knie-OP weggesteckt? Haben andere Leute da vielleicht auch andere Wege gefunden?
vollmond
17.08.2005, 09:37
Hallo Silke!
Ich habe Dir ja schon an anderer Stelle geschrieben, daß meine Mama seid letztem jahr ein neues Knie Gelenk bekommen hat. Diese OP ist wirklich nicht ohne, auch die Zeit des laufenlernens danach etc...Ich kann schon irgendwie nachvollziehen, daß die Ärzte Angst haben, diese OP bei so einem hohen Gewicht zu machen. Ich denke, es geht noch nicht mal nur um die OP, sondern auch um die harte Zeit danach!
Ich denke nicht, daß durch Krankengymnastik oder Muskelaufbau etwas erreicht werden kann, bei einer so hochgradigen Athrose reiben die Knochen ja praktisch aufeinander. Eine andere möglichkeit als diese OP gibts im endefekt leider nicht! Meine Mama hat damals über Jahre alles, wirklich alles ausprobiert, nur um diese OP zu verhindern. Jetzt ist sie glücklich, es gamcht zu haben! Ich glaube, diese ständigen Schmerzen kann man sich schlecht vorstellen!
Ich hab leider vom Thema Magenband/bypass gar keine Ahnung, deshalb möchte ich da auch nichts zu schreiben. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, daß Du die für Dich ricgtige Entscheidung triffst und es Dir bald besser geht!
Solltest Du noch irgendwelche Infos über die Knie-OP haben wollen, ich kann meine Mama gern fragen!!
Ganz herzliche Grüße,
Miriam
biggerman
17.08.2005, 10:49
Ruberta, verzeih wenn ich nochmals nachlege.
Du schreibst von mehr Lebensqualität usw., bist du dir sicher d du sie haben wirst???
Gehen wir mal davon aus, was wir alle hoffen d. die Operation ohne Komplikationen über die Bühne geht, du verlierst Gewicht in der gwünschten Form und Menge und dann???
Die Haut am ganzen Körper hängt in zahlreichen Bauch. Brust und Schenkellappen an dir herunter. Überall bilden sich an wärmeren Tagen "ekzeme" trotz größter und sorgfältigster Reningung und Hygiene. Das relativ unwichtigste ist der Gestank; die Hautreizungen führen zur Pflegebedürftigkeit.
Im hinteren Bereich kommt es aufgrund der vielen "Stühle" zu Wundreizungen zzu Hämmorhiden etc.. Aufgrund der rasanten Abnahme kommt es zu Schwindel Blutdruckproblemen. Du hast alles getan für ein besseres, menschenwürdigeres Leben und nun??
Wie hoch ist deine Misserfolgstoleranz?? Welche neuen Möglichkeiten und Wege wird sich ggf.deine bisher durchs Gewicht kompensiertes "problem" suchen???
Wirst Du in SVV (selbstverletzendes verhalten) abrutschen?? Wird der Erfolgs- Belohnungsdruck Dich zerstören??
Wie geht Dein Mann in den nächsten Jahren mit deinen Problem um, ist er stark genug "über den dingen zu stehen"??
Vieles von den vorgenannten Sachen kann und muß nicht eintreten, aber genauso viele Sachen kommen folgerichtig auf Dich zu.
Ich habe nur das geschrieben, was ich nach lnagjähriger Beschäftigung mit diesem Thema bei mir und vielen anderen festgestellt habe, wohlgemerkt alles Patienten bei denen nach Ansicht der Ärzte die Operation einen zufriedenstellenden Verlauf genommen hat. Wundheilungsstörungen bis hin zum Tod, DFarmverletzungen und Hautfalten etc. sind laut dem "magenoppapst" ... [bitte keine Namen] Risiken die ein Adipöser billigend in Kauf nimmt.
Ich schleiche um diese ganze Problematik.
Hm, alle Alternativen, die auch mir einfallen würden, wurden schon ausführlich hier aufgeführt...
Liebe Ruberta, ich kenne dich nicht und möchte mir deshalb keine persönlichen Kommentare anmaßen - nur eines fällt mir auf: du hast sicher mitbekommen, welcher Grundtenor in diesem Forum gegenüber der Adipositaschirurgie vorherrscht und daran knüpfe ich eine leise Hoffnung... denn: hast du dies hier vielleicht zur 'Diskussion' gestellt, weil du insgeheim doch unsicher bist und auf andere 'Lösungsvorschläge' hoffst?
In mir gibt es nur dieses eine unüberwindbare, aber unabhängig von Rubertas Fall entstandene Resümée, welches mich so unendlich traurig macht: wie unglaublich ist dieser Leidensdruck doch, dass man ein Leben voller Ungewißheit über Folgen und mit lebenslanger Begleittherapie einem Leben mit Übergewicht vorzieht...
Lovely Rita
17.08.2005, 13:27
liebe silke,
ich habe das mit dem krankenhaus und den dort abgenommenen 13 kilo eigentlich nur geschrieben, weil ich dir auch zu einem langen stationären aufenthalt in einer klinik raten möchte.
auch wenn das schwierig zu organisieren ist, denke ich doch, dass es möglich sein müsste, um dich zunächst einmal allgemein zu entlasten.
bei meinem krankenhausaufenthalt (3 1/2 wochen) hat sich meine schuppenflechte derart gebessert, der einzige grund war, dass ich quasi aller sorgen enthoben war und sich tagtäglich jemand verlässlich um mich kümmerte.
wie alt ist dein kleinstes kind?
vielleicht ließe sich ein mutter-kind-aufenthalt machen, wenn es noch ein baby ist.
gibt es denn keine beratungsstelle für so einen schwierigen fall?
den ärzten muss doch auch klar sein, dass eine schnelle abnahme von über 100 kilo sehr belastend ist, wer übernimmt denn die verantwortung?
lg, christine
@biggermann
meinst du im ernst ich wäre mir nicht bewusst was mit meiner haut passiert?
möchstest du ein foto vom jetzt zustand?
meine fettschürze hängt mir auf dem knien und ist ständig entzündet, ebenso die haut unter meiner brust....
mein mann muss die intimhygiene bei mir vornehmen da ich mich nicht mehr selbst dort waschen kann (was meinst du wie lange er das toleriert???????)...
ich kann mich nach dem toilettengang nicht mehr säubern....
ICH STINKE AUS OBEN GENANNTEN EINSCHRÄNKUNGEN SCHON HEUTE WIE EINE 80 JÄHRIGE OMA IM INTIMBEREICH UND UNTER DER BRUST!
meine arme reichen nicht mehr um meinen körper herum....
und mein hintern, meine oberarme, das fett an meinem rücken und auch meine schenkel hängen jetzt schon an mir herunter.
weisst du wie sich das anfühlt wenn man gerade einmal 35 jahre alt ist und sich waschen lassen muss wie ein baby? sich den hintern abputzen lassen muss?
ganz sicher weiss ich was da auf mich zu kommt!
und jetzt verliere ich auch noch meine gehfähigkeit! das letzte was mir geblieben ist! und ich kann die arthrose nicht aufhalten, wenn ich nicht massiv an gewicht verliere.
KANN DOCH JETZT KAUM NOCH KRIECHEN!!!!
*weint*
du fragst mich nach misserfolgstoleranz?? ernsthaft?
welche erfolge hatte ich denn mit all dem was ich bisher unternommen habe. alles was mir hier vorgeschlagen wurde habe ich schon hinter mir!
selbstverletztendes verhalten? auch nichts neues! und mal im ernst...was ist denn "sich so fett fressen"? ist es nicht aus selbstverletzung?
oh mann!
@berkana
ich habe diesen thread geschrieben, weil ich euch alle sehr mag und weiss/wusste dass es euch interessiert wie es mir geht. habe ich per mail oder pn doch im laufe der zeit immer wieder die eine oder andere nachfrage bekommen.
ich habe hier wirklich nicht geschrieben weil ich nicht hinter meiner entscheidung stehe oder mir im stillen erhofft habe eine "bessere" alternative zu finden.
ich habe wirklich schon alles durch. vom insgesamt mehr als 16 wochen kuraufenthalten,WW, ernährungsberatung, ernährungsumstellung, mehr als 10 jahre psychotherapie und und und.
ich wollte euch einfach nur informieren wie es weiter gegangen ist.
immerhin habe ich durch meine vorhergehenden threads sicher bei so manchem die frage hinterlassen was wohl aus mir geworden ist.
und noch einmal an alle.
vielen dank für eure gedankenvollen antworten.
ich weiss es sehr zu schaätzen hier auf menschen gestossen zu sein, welche "anders" denken als das gros der gesellschaft. selbst der dicken in der gesellschaft.
es macht mich nichts desto trotz wirklich sehr traurig zu lesen wie sehr mich hier manche in meiner entscheidungsfindung für eingeschränkt halten.
allein der gedanke dass es aus sorge sein könnte, lässt mich bisher immer wieder antworten und versuchen zu erklären.
so langsam mag ich mich aber nicht mehr erklären.
ich danke euch allen für eure beiträge und ideen. doch mein entschluss steht fest.
liebe grüsse
Silke
Liebe Ruberta,
ich kann Dich sehr gut verstehen. Mir ging es vor einiger Zeit ähnlich wie Dir auch wenn ich "nur" 157,1 KG gewogen habe. Ich habe u.a. auch eine Essstörung, die ich durch mehrere Klinikaufenthalte und Therapien soweit im Griff habe, daß ich mein Gewicht immer +/- 10 KG halten konnte, aber mehr ging nicht. Ich habe mich dann auch zu einer OP entschlossen und seit 2 Monaten ein Magenband. Die OP hat super geklappt und ich verspüre endlich ein Sättigungsgefühl, habe bisher 14,5 KG verloren und schon viel an Lebensqualität gewonnen. Die OP ist nur eine Krücke und es ist auch für die Psyche nicht einfach, aber das Leben ist wieder lebenswert.
Ich wünsche Dir alles Gute.
Liebe Grüsse
Renate
Liebe Silke,
ich danke euch allen für eure beiträge und ideen. doch mein entschluss steht fest.
Dann wünsche ich Dir von Herzen alles Gute für die OP. Ein Tip noch: mach' Dir vorher Gedanken darüber, wie Du anschließend mit Essanfällen umgehen wirst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die "Konditionierung" durch die Schmerzen und Beschwerden, die Du nach der OP haben wirst, wenn Du fettreich oder zuviel isst, die Anfälle einfach verschwinden lässt. Mach' Dich bitte bei essgestörten Operierten kundig, die gelernt haben, damit umzugehen.
Viel Glück,
Kimmie
Liebe Silke,
ich denke, hier hält Dich niemand für eingeschränkt in Deiner Entscheidungsfindung. Aber wenn schon OP, dann bitte überlege Dir, ob nicht ein Magenband die bessere Alternative ist. Wie Martina schrieb, notfalls kann man es rückgängig machen.
Ich drück Dich lieb und wünsche Dir alles Gute
Liebe Grüße
Grit <-- extrem besorgt :-o
Dralle Deern
17.08.2005, 14:49
Grit <-- extrem besorgt :-o Das war auch meine Intention, dir meine Gedanken mitzuteilen. Ich halte dich weder in deiner Entscheidung eingeschränkt, noch spreche ich dir ab, dass du dir über die Konsequenzen im Klaren bist. Dennoch halte ich persönlich eine derartige Operation für ein großes Wagnis, gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass eben durch das hohe Gewicht ein enormes Anästhesie-Risiko besteht, weshalb man ja bei Patienten über einem bestimmten Gewicht nur im äußersten Notfall operiert, aber eben auch vor dem Hintergrund deiner Essstörung, die eben nicht durch eine Verkürzung des Verdauungstraktes beseitigt sein wird, wie dir bewusst ist. Ich hielt es für meine Pflicht, dir meine Bedenken mitzuteilen. Ich hatte nicht vor, deine persönliche Situation und deine Entscheidung zu be- oder gar verurteilen.
wie gesagt. ich habe mir lange überlegt ob magenband oder bypass.
innerhalb der letzten 3 jahre habe ich ja auch schon gute 50 kilo an gewicht verloren. doch wie ich schon beschrieben habe.... die gewichtsabnahme mit magenband ist zu langwierig für meine knochen.
und ja. ich habe noch mehr orthopädische probleme als mit meinem knie. mein anderes knie ist ebenfalls schon von einer starken arthrose in mitleidenschaft gezogen worden und durch die ständige überbelastung vom einseitigen gehen hat sich alles noch deutlich verschlimmert.
des weiteren habe ich von meiner symphysen-und beckenringlockerung einen "schiefstand" meines beckens, welcher mir zudem arge probleme (schmerzen) an hüften und der lenenwirbelsäule verursacht.
selbst wenn ich mich mit magenband zu den glücklichen zählen dürfte, welche damit 30 oder mehr kilo im jahr abnehmen. so reicht es für mich nicht aus um schlimmeres zu verhindern.
noch einmal. ich weiss dass meine fressanfälle mit der op nicht vorbei sein werden und ich weiss auch dass durchfälle und erbrechen durch eine op dann sicher die essstörung nicht verschwinden lassen.
und ich habe keine ahnung wie lange es noch dauert meine essstörung halbwegs in den griff zu bekommen. ich kann nicht in die zukunft sehen.
vielleicht noch einmal 25 jahre?
die will ich aber auf jeden fall auf meinen eigenen füssen laufend/stehend verbringen und nicht im rollstuhl.
liebe grüsse
Silke
Puhbärchen
17.08.2005, 15:13
Hallo liebe Silke!
Meistens bin ich stille Leserin und in der letzten Zeit war ich wenig hier unterwegs.
Ich habe mich jetzt durch die ganzen Beiträge durchgelesen und bin ziemlich sprachlos.
Hier sind alle sehr besorgt um dich, nur darum versuchen sie evtl. Alternativen zu finden.
Ich muss gleich dazu sagen, das ich mich bei dem Thema Adipositas-Chirurgie nicht besonders gut auskenne, aber das was ich weiß, schreckt mich jedoch ziemlich ab.
Ich denke, das du dir das alles sehr wohl überlegt hast, für dich allein und auch mit deiner Familie, und du dir diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht hast.
Auch ich schleppe viele Kilos mit mir rum, die aber im Vergleich zu deinem Gewicht gering sind. Wahrscheinlich kann ich deshalb deine Situation nicht nachvollziehen, höchstens erahnen (wenn überhaupt), da ich viele Probleme (zum Glück) nicht habe.
Aber deine Beiträge haben mich ziemlich erschüttert und so kann ich dir nur viel Glück für deine geplante OP wünschen und hoffen, das du diesen Schritt nie bereuen wirst und sich der Eingriff am Knie (der auch nicht so ohne ist) sich hoffentlich noch um ein paar Jahre hinausschieben lässt.
Ich drücke dir ganz feste die Daumen, das keine Komplikationen sowohl bei der OP, als auch in der Zeit danach auftreten und sich dein Gesundheitszustand zum Positiven wendet.
Sei ganz lieb gegrüßt und herzlich gedrückt,
Tina
Liebe Silke,
ich kann ebenfalls die Probleme mit Deinem Gewicht nicht direkt nachvollziehen, da ich grad mal die Hälfte auf die Waage bringe, aber ich kann Dir sagen, dass ein gesundes Verdauungssystem das wichtigste ist, was man sich vorstellen kann. Diesen Gedanken wirst Du im Moment sicherlich verdrängen, aber wie gesagt, ich kenne Menschen mit Morbus Crohn, die bereits mit 25 Jahren einen künstlichen Darmausgang haben, weil der Darm sich ständig entzündet und entzündet, vernarbt und nicht mehr zu gebrauchen ist. Ich denke, jeder von denen würde Dir davon abraten, freiwillig am Darm rumschnippeln zu lassen.
Auch wenn das Magenband vielleicht eine langwierigere Abnehmmethode ist, so hat sie doch den Vorteil, dass sie rückgängig gemacht werden kann. Liebe Silke, ich habe einfach Angst, dass Du am Ende zwar weniger wiegst und Dein Knie erfolgreicht operiert werden kann, Du aber dafür an einem ganz anderen sehr empfindsamen Bereich krank wirst was bei weiten kein Zuckerschlecken ist.
Meine Dünndarmentzündung liegt mittlerweile 2 Jahre zurück, aber an die Schmerzen und das Wasser aus allen Öffnungen kann ich mich noch gut erinnern. Auch an den Kreislaufkollaps und die folgenden Krankenhausaufenthalte am Tropf.
Ich hoffe einfach, dass Dir diese Dinge erspart bleiben, aber meine Sorgen sind gigantisch und bei dem Gedanken daran, dass Du am Ende vielleicht mehr Ärger hast als Nutzen, möchte ich am liebsten mitweinen. Ich habe das mit Deinen Kids verfolgt und es ist nicht so, dass mir das einfach so sonstwo vorbeigeht...
ich drück dich lieb
Grit
ich weiss dass es niemand von euch böse meint.
doch als krankenschwester kenne ich die risiken, nebenwirkungen udn langzeitfolgen der op auch aus nächster nähe.
es gab nämlich einmal zeiten in denen ich auf der chirurgie gearbeitet habe und und menschen mit einer solchen op betreut habe. teilweise waren sie mehr als nur einmal zur op bei uns in behandlung.
vielleicht hätte ich euch doch nicht davon erzählen sollen.
liebe grüsse
Silke
Sonnenkuss
17.08.2005, 16:29
Liebe Silke,
unbekannterweise wünsche ich dir und deiner Familie alles Gute, Kraft, Liebe und Gottes Segen für Euren weiteren Weg und die Zukunft.
Wie auch immer du dich entscheiden wirst.
Oh mann, das is´ eine echt besch... Situation.
Das schlimme ist, es ist eine Entscheidung zwischen Not und Elend, also eigentlich eben keine richtige Erleichterung, egal welchen Weg du einschlägst.
Nochmals, ganz viel Kraft und Liebe für Euch.
SoKu.
vielleicht hätte ich euch doch nicht davon erzählen sollen.
Das sehe ich nicht so! Hier sind alles Menschen, die Dich mögen und denen Du wichtig bist.
Mich hat Vieles von dem, was Du geschrieben hast (besonders per Mail) und was ich gesehen habe, total erschüttert.
Mir ist klar, dass Du diese Situation als unerträglich empfindest.
Eindeutig - Du mußt etwas tun! Es ist jetzt wirklich nur die Frage, was das Richtige ist.
Bitte kläre mich einmal auf, warum es zu einem unterschiedlichen Gewichtsverlust bei Magenbypass und Magenband kommt?
Ich dachte, der Effekt wäre das Selbe?!!!
Meinst Du nicht, dass vielleicht wirklich eher ein kurze statiönare Phase (ehe das Magenband wirkt) vertretbar wäre, als die geplante OP. Ja, Du müßtest unter diesen teilweise wirklich unwürdigen Bedingungen länger aushalten, aber dafür würdest Du Deinem Körper weniger schaden?!!
Ich fühle mich wirklich total hilflos, weil ich absolut die Notwendigkeit einsehe, dass etwas passieren muss. Trotzdem sträubt sich in mir alles aber wirklich alles gegen diese OP!
Gibt es für Dein Knie noch andere Kliniken? Keine Ahnung, was man eventuell noch machen könnte :gruebel:
Dich mal ganz fest in den Arm nehmen....!!!
LG Ina
es ist eine Entscheidung zwischen Not und ElendAch, genau das ist es. Es ist doch nicht so, dass ich mir nicht vorstellen kann, was Dich umtreibt, liebe Silke. Bei mir war es eine OP an einer Analfissur mit anschließender Ruhezeit von sechs Wochen, die mich meine gesamte Kondition gekostet hat. Du hast ja viel länger gelegen.
Auch hatte ich mal ein Gewicht, bei dem ich nah daran war, mich auch nicht mehr selbst pflegen zu können. Im Moment steht eine OP an einem Karpaltunnelsyndrom rechts an. So sehr ich es auch versuche, ich kann mir mit links den Po nicht reinigen. Meine Motorik streikt da völlig. Aber bevor ich das nicht trainiert habe, werde ich die OP nicht machen lassen, denn genau das, was Du beschreibst, davor graut es mir.
Ich kann Dich also sehr, sehr gut verstehen. Aber ich bin auch sehr, sehr traurig, dass es keine andere Möglichkeit gibt, Dir zu helfen. Wäre es nicht angebracht, jemanden, der in Deiner Situation ist, an die Hand zu nehmen, und ganz gezielt hin zu einem besseren Leben zu therapieren? Nein, man kennt nur diese Brachialmethode und das macht mich wütend.
Ich will Dich nicht abbringen von Deiner Entscheidung. Das steht mir nicht zu. Aber ich konnte dazu auch nicht schweigen. Ich empfinde sehr stark, aber ich fühle mich in einer aussichtslosen Situation, weil ich Dir nicht helfen kann. Es ist eben, wie Sonnenkuss schreibt: "es ist eine Entscheidung zwischen Not und Elend".
Ich wünsche Dir alles, alles Gute. Und natürlich freuen wir uns, wenn Du weiter berichtest.
Martina
ach mensch!
ihr wärt ja nicht schon so lange jahre krieger/-innen für die (selbst-)akzeptanz, wenn ihr hurra schreinen würdet.:stay:
liebe grüsse
Silke
Nein Ruberta, ich wollte dir mit meiner 'leisen Hoffnung' sicher nicht zu nahe treten - falls du dies so aufgefasst hast, möchte ich dich um Verzeihung bitten.
Es war nicht mehr als ein Gedankenfunke, weder ein Zweifel an deiner Fähigkeit zur Entscheidungsfindung, oder ein Versuch, dich von der Entscheidung abzubringen.
Deine Beschreibung danach hat mich sehr betroffen gemacht, diese Hintergründe kannte ich noch nicht.
Ich wünsche dir für den Weg, den du gehen mußt, alles erdenklich Gute und ich wünsche dir Menschen an deiner Seite, die dir Kraft und Liebe geben.
simsalabine
18.08.2005, 07:11
Hallo Silke!
Auch ich wünsche Dir für den von Dir gewählten Weg alles, alles erdenklich Gute und das die OP Dir den Erfolg bringt, den Du Dir wünschst.
Deine Beiträge in diesem Thread machen mich gleichzeitig traurig und wütend. Nicht auf Dich, sondern darauf, daß es offenbar nicht möglich ist, einen Menschen innerhalb eines Zeitraums von 25 Jahren nicht so zu helfen, damit er nicht so drastischen Mitteln greifen muß wie Du jetzt.
Nochmal alles Liebe,
simsalabine
Hallo Martina,
Wäre es nicht angebracht, jemanden, der in Deiner Situation ist, an die Hand zu nehmen, und ganz gezielt hin zu einem besseren Leben zu therapieren? Nein, man kennt nur diese Brachialmethode und das macht mich wütend.
Mich auch. Außerdem empfinde ich schon den Ansatz, eine Esssucht durch "Pawlowsche Konditionierung" ("falsches Essen" --> Schmerzen, Kotzen, Fettstuhl) besiegen zu wollen, prinzipiell als falsch und menschenverachtend. Und selbst wenn es funktioniert - wenn die Ursachen nicht bekämpft werden, wird das selbstzerstörerische Verhalten *immer* einen Weg finden, sich anders zu manifestieren. Genügend Möglichkeiten gibt es ja ...
Ich hoffe natürlich trotzdem, dass die Gewichtsabnahme Silke den Motivationsschub gibt, den sie braucht, um ihre Probleme wieder angehen zu können.:)
Viele Grüße,
Kimmie
Liebe Silke,
ich finde es gut und richtig, dass Du den Thread begonnen hast und uns Deine Situation noch mal so deutlich gemacht hast. Die Entscheidung war sicher sehr schwer für Dich und ich hoffe, dass Dich die Diskussion hier noch sicherer in der Entscheidung gemacht hat - niemand kennt Deine Situation so gut wie Du.
Aber ich finde auch die 'Einwände' sehr wichtig: bei einer so schwerwiegenden OP ist es immer besser noch mal die Meinungen von anderen zu hören. Nur so kannst Du alle Aspekte noch mal abwägen. Ich kenne mich mit Magenoperationen nicht gut aus und mein Vertrauen in Ärzte ist nicht gerade ausgeprägt - aber ich kenne die Situation, dass man keinen Weg mehr sieht leider nur zu gut.
Da Du nun fest entschlossen bist, kann ich Dir nur die Daumen drücken, dass alles glatt läuft und Dir alles Gute wünschen!
Mellow
(ich finde es übrigens beeindruckend, dass Du auch so schon 50 Kilo abgenommen hattest)
ChaosBine
18.08.2005, 23:10
Eigentlich bin ich nur sprachlos und traurig. Gleichermaßen aber habe ich auch Angst. So viele Gefühle durchströmen mich und seitdem ich das gestern alles gelesen habe, versuche ich Worte zu finden, die nicht da sind.
Ich habe selten etwas gelesen, was mich so sehr bewegt hat.
Silke, was soll ich einem so verzweifelten Menschen wie dir sagen ?
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass die für dich erhofften und möglichen Erfolge eintreten !
Ich habe -genau wie du- aufmerksam alle Beiträge gelesen.
Der Tenor ist ganz klar und ich stimme mit meinen vielen Vorschreibern/innen überein, dass der Magenbypass nicht das Maß der Dinge sein kann.
Und natürlich musst du dir die Frage stellen, was ist wenn dieser für dich letzte Strohhalm knickt; will sagen, die OP nicht die Erfolge bringt, die du dir so dringend erhoffst ?
Aber ..... und dieses aber schreibe ich jetzt ganz bewußt. Du steckst in einer Situation, von der wir alle hier wohl keine Vorstellung haben wie extrem sie wirklich ist.
Wie überaus schrecklich muss es sein, nicht mehr laufen zu können und nicht einmal die grundlegensten hygienischen Maßnahmen an sich selbst ausführen zu können.
Noch dazu die starken Schmerzen die dich vollkommen einschränken.
Wenn der Mensch in einer ausweglosen Situation ist, greift er manchmal zu Mitteln, die er unter normalen Umständen nicht in Erwägung ziehen würde.
An diesem Punkt bist du angelangt.
Ich kann nicht viel tun, außer dir zu wünschen und dir wirklich die Daumen zu drücken, dass alles gut geht; egal wofür du dich nun entscheidest und egal wie dein Weg weitergehen wird.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Silke. Die wirst du brauchen.
danke chaosbiene. so ist es.
*weint*
Silke
stübbken
19.08.2005, 10:49
Liebe Silke,
auf die Gefahr hin, dass ich Dich nerve....aber ich mach' mir nun mal Sorgen um Dich, auch wenn wir uns nicht persönlich kennen....
In dem thread "obesity akademie" ist die Rede von einem Magenballon, der als schonendere Methode dargestellt wird und reversibel ist. Kannst Du nicht damit auf ein Gewicht kommen, das die Knie-OP ermöglicht?
stübbken
schon gut stübbken.
so ein magenballon ist auch nicht ungefährlich.
er kann das ganze sogar noch verschlimmern.
er wird manchmal vor einer so grossen op wie meiner eingesetzt, um damit das gewicht schon einmal etwas zu verringern.
das problem beim ballon ist aber leider dass er:
1. die gefahr mit sich bringt den magen noch mehr zu vergrössern
2. druckstellen (nekrosen) an der magenwand zu verursachen
3. in den darm weiter zu rutschen und somit einen ileus zu verursachen
4. kann magengeschwürde auslösen
5. max. ein halbes jahr im magen verbleiben
ausserdem muss ich etwas finden dass mir hilft langfristig mein gewicht zu reduzieren.
mit einem solchen hilfsmittel abnehmen, mein knie machen zu lassen udn dann wieder zuzunehmen hätte ebenfalls fatale folgen für's knie.
daher bin ich auf der suche nach einer methode, welche mir jetzt hilft schnell gewicht zu reduzieren um mein knie nicht noch zu verschlimmern udn welche auch langfristig eine gewichtszunahme verhindert.
denn auch ich habe keine ahnung wie es mit meiner essstörung weitergeht.
traue ich mir bei meinem über die jahre immer wieder bewiesenen, selbstzerstörerischen verhalten zu, im falle eines magenbandes dann eben cola, geschmolzene schokolade etc zu trinken, nur um mich zu "bestrafen" udn das hätte zur folge das ich nicht abnehmen oder gar zunehmen würde. trotz band.
ich weiss nicht ob ihr das nachvollziehen könnt.
Silke
Doch, das kann ich nachvollziehen und Deine Ängste diesbezüglich natürlich voll verstehen. Ich habe alle meine Bedenken geäußert, ich hätte noch viel mehr, aber ich lass es lieber. Sag uns, wann es los geht, ich möchte Dir alle guten Gedanken schicken, die ich habe, damit auch wirklich alles gut geht. Der Gedanke, dass was schief gehen könnte, macht mich noch irre. Ich drück Dich lieb und wünsche dir alles, alles Gute...
stübbken
19.08.2005, 11:51
Liebe Silke,
Deine Probleme mit der ES kann ich nicht nachvollziehen - aber ich glaube, dass ich verstehen kann, warum Du Dich mit aller Kraft gegen die Hilflosigkeit wehrst. Ich habe seit Ostern 2004 Beschwerden mit meiner Schulter, kann nicht mehr schwer tragen und brauche häufiger Hilfe beim Ausziehen, vor allen Dingen, wenn ich verschwitzt bin. Das läßt sich natürlich nicht mit Deinen Problemen vergleichen, aber ich kenne das beschämende Gefühl, für ganz Privates auf Andere angewiesen zu sein.
Ich glaube übrigens nicht, dass Du Dich mit irgendwelchen hochkalorischen Flüssigkeiten vollschütten würdest - Du kämpfst doch - und Deine Entscheidung ist eine Kampfansage gegen Dein Schicksal! - mit all Deiner Kraft (und mit Deiner Entscheidung hast Du eine Menge Kraft bewiesen! -Wieviel Angst hast Du besiegt!!!) für Dich und für die, die Du lieb hast!
Silke, erinnere Dich an die Momente - kurz vor der Geburt Deiner Kinder -, als Du so stark warst, dass Du die Erdkugel auf Deiner Zeigefingerspitze balancieren konntest!
Du hast die Stärke und Kraft, die Du brauchst!
stübbken
Liebe Silke,
ich habe lange überlegt, ob und was ich hier schreibe.
Ich kann Dich so gut verstehen, dass Du endlich ohne Schmerzen leben willst, Deine Angst vor dem Leben im Rollstuhl, dass Du nicht mehr für Deine Kinder da sein kannst.
Aber ich sehe auch die andere Seite - die Gefahren, die diese Bypassoperation mit sich bringt.
Was mich aber wirklich erschreckt/aufgeschreckt hat, ist dieser Abschnitt von Dir:
denn auch ich habe keine ahnung wie es mit meiner essstörung weitergeht.
traue ich mir bei meinem über die jahre immer wieder bewiesenen, selbstzerstörerischen verhalten zu, im falle eines magenbandes dann eben cola, geschmolzene schokolade etc zu trinken, nur um mich zu "bestrafen" udn das hätte zur folge das ich nicht abnehmen oder gar zunehmen würde. trotz band.
ich weiss nicht ob ihr das nachvollziehen könnt.
Ich bin ja auch essgestört (wobei ich momentan eine sehr sehr gute Phase habe), aber ich kenne auch die Tiefen, wenn man nicht aufhören kann zu essen, obwohl der Bauch wehtut und einem übel ist, wie's schlimmer kaum geht. Ich befürchte (wie Du offensichtlich auch), dass Du damit nicht aufhören kannst, auch wenn Du den Bypass hast - was die schlimmsten Folgen haben wird. Du schreibst selbst, dass Du zu SVV neigst - allein der Entschluß für den Bypass ist schon ein Schritt in diese Richtung, das anschließende, sehr wahrscheinliche Weiteressen/die Essanfälle sind nur weitere Schritte.
Silke, ich will Dich nicht davon abbringen, das steht mir gar nicht zu, aber wie die anderen auch mache ich mir wahnsinnige Sorgen und habe das Gefühl, dass Du sehenden Auges ins Verderben rennst :(
Trotzdem wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass alles gutgeht und die düsteren Bilder nicht eintreffen. Ich hoffe so sehr, dass Du die OP gut überstehst, dass alles gut verheilt, dass Du Gewicht reduzieren kannst und Dir dadurch die Knie-OP erspart bleibt bzw. Du sie auch gut bewältigst.
Ich bin in Gedanken bei Dir und drücke ganz fest die Daumen,
Darcy
hallo darcy,
ich ahbe festegestellt dass es bei meinen fressanfällen in letzter zeit nicht nur um die menge der nahrung geht, sondern darum dass ich sie selbst als "verbotene" nahrung ansehe und sie dann esse, um mich zu "bstrafen". mit dem wissen dass sie mein gewicht sicher in die höhe treiben wird.
beispiel von gestern abend:
ich habe gestern lediglich gefrühstück (erst mittags) und mir zum abend hin vorgenommen mir eine suppe zu kochen.
die umstände (kinder und pläne meines mannes) des weiteren verlaufs des abend haben aber dazu geführt dass erst um nach 22 uhr zeit gewesen wäre mir etwas zu essen zu kochen.
mein vorhaben hatte ich aber noch nicht aufgegeben.
als ich dann aber noch knieß mit meinem mann hatte, zog ich mich wütend ins büro zurück und habe mir das, worauf ich den tag über gut verzichten konnte reingezogen. nämlich eine tüte saft (mit viel zucker), ein sahneeis und eine hand voll gummibären udn eine voll mit erdnüssen.
das ganz so unbewusst, dass ich es nicht einmal bemerkt habe!
nein! ohne dass ich es hätte stoppen können. ich habe mir ja offensichtlich aktiv den kram ins büro hinauf geschafft.
doch es passiert wie automatisch. unbewusst.
erst als mein mann dann versöhnlich zu mir kam, sah was ich tat und mich darauf ansprach warum ich jetzt all diese dinge esse, da fiel mir auf was wieder im gang war.
alles was er sagte war:"belohnst du dich jetzt, oder bestrafst du dich?" und setzte sich zu mir ohne ein weiteres wort zu sagen.
es hat eine ganze weile gedauert bis ich begriff was er meinte udn was los war.
es war eine bestrafung. ich war wütend auf mich. wütend darauf dass ich gestritten habe, dass ich es wieder einmal nicht die geschafft habe mir die zeit zum essen zu nehmen und vieles mehr.
auch wenn mein verstand weiss dass all diese dinge und dieses verhalten nicht richtig sind, verletze ich mich mit jedem happen selbst.
das meine ich unter anderem mit selbstverletzendem verhalten.
meine essstörung ist selbstmord auf raten. ich bringe mich mit "lebens"-mitteln langsam um und bemerke es oft nicht einmal.
im schlimmsten fall erst dann, wenn ich soviel in mich gestopft habe dass ich kotzen muss, weil ich so überfüllt bin.
erst das hilft mir zu realisieren dass gerade etwas geschieht was nicht in ordnung ist.
daher werde ich weiterhin therapie machen und mich nicht auf meinen operierten magen verlassen. doch er hilft mir auf dem weg in die richtige richtung. ein magenband kann ich "austricksen". nicht bewusst. ich realisiere immer mehr das meine fressanfälle nichts mit bewusstsein zu tun haben. bewusstsein erlange ich immer erst dann, wenn es soweit ist das ich kotzen muss.
oh mann... ich weiss nicht wie ich mich erklären soll.
aber zu einem magenband gehört weit mehr disziplin als sich so mancher hier vorstellen kann.
läge es bei mir jedoch an der disziplin, dann hätte ich heute kein so extremes übergewicht, sondern könnte ich allein abnehmen.
ich spüre auch immer mehr dass ich meinen entschluss nicht vor anderen "rechtfertigen/erklären" kann, weil das thema, die auseinandersetzung in mir so komplex und vielseitig ist, dass es schwer fällt es in worte zu fassen und es "fremden" zu erklären.
habe ich doch für so vieles selbst keine erklärung.
rein körperlich geht es aber so nicht mehr weiter. daher diese entscheidung.
liebe grüsse
Silke
Lovely Rita
19.08.2005, 13:31
hallo darcy,
auch wenn mein verstand weiss dass all diese dinge und dieses verhalten nicht richtig sind, verletze ich mich mit jedem happen selbst.
das meine ich unter anderem mit selbstverletzendem verhalten.
meine essstörung ist selbstmord auf raten. ich bringe mich mit "lebens"-mitteln langsam um und bemerke es oft nicht einmal.
.......
ich spüre auch immer mehr dass ich meinen entschluss nicht vor anderen "rechtfertigen/erklären" kann, weil das thema, die auseinandersetzung in mir so komplex und vielseitig ist, dass es schwer fällt es in worte zu fassen und es "fremden" zu erklären.
habe ich doch für so vieles selbst keine erklärung.
liebe silke,
ich kenne das und verstehe, was du damit sagst.
seit ich eine klientenzentrierte gesprächstherapie mache (erst seit zwei jahren) ist dieses verhalten aber praktisch verschwunden, kommt nur mehr ganz selten vor.
einfach weil ich mich heute schon richtig gern habe.
bleib weiter mit therapie dran, es kann dir gelingen.
und für die op schicke ich dann die besten wünsche, lass uns wissen, wann wir an dich denken sollen.
liebe grüße, christine
Liebe Silke,
die ganze Zeit laufe ich um das Thema herum wie die berühmte Katze um den heissen Brei.
Es macht mich sehr nachdenklich, und auch auf eine Art traurig, dass es für Dich keine andere Möglichkeit gibt, als zunächst diese Magen- OP.
Ich finde es wirklich kritisch, weil Du eben auch diese Ess-Störung hast.
Dieses unkontrollierte Essen, sprich, man bemerkt gar nicht, was man alles so isst, wenn man beispielsweise vor dem TV oder vor dem PC hockt. Oder aus Langeweile. Ich versuche seit geraumer Zeit mein Verhalten ebenfalls zu beobachten. Und es erschrickt mich zeitweise, was ich alles essen könnte und auch in welcher Reihenfolge.
Warum es so ist, weiss ich nicht.
Aber Du hast es schon herausgefunden - Du isst, um Dich zu bestrafen. So obskur es auch klingt. Denn ich habe bei mir eher das Essen bzw. bestimmte Nahrungs-/ Genussmittel als eine Art "Belohnung", zu Teilen auch als "Trost" angesehen.
Ich weiss nicht, ob Du in Therapie bist oder nicht - aber es wäre ein kleiner Fortschritt.
Zu Deiner OP wollte ich noch etwas sagen:
Ich wollte mit meinem ersten Beitrag Dir die OP nicht wirklich ausreden, aber ich konnte es nicht verstehen, dass man zunächst bereit ist, am Magen zu operieren und dann nach Abnahme am Knie. Inzwischen sehe ich es etwas anders. Aber kritisch stehe ich dem deshalb hinüber, weil jede OP eine Gefahr sein kann.
Jedoch sehe ich inzwischen Deine Verzweiflung, und Deine Entscheidung in anderen Augen. Leider kann ich Dir dazu nichts raten, Dich trösten oder die OP unnötig zu machen.
Aber ich wünsche Dir wirklich von Herzen alles Gute für die beiden OPs und dass es Dir damit sehr bald wieder besser geht!
Und Du wirst es schaffen - Du bist eine starke Frau!
Fühle Dich (leider nur) virtuell gedrückt,
Steph
hallo stephchen,
ich habe bereits mehr als 10 jahre (fast durchgehend) psychotherapie hinter mir. auch mit wechselnden therapeuten oder therapieformen.
Dieses unkontrollierte Essen, sprich, man bemerkt gar nicht, was man alles so isst, wenn man beispielsweise vor dem TV oder vor dem PC hockt. Oder aus Langeweile.
das ist es bei mir sicher nicht mehr.
ich hatte auch viele jahre der langeweile-esserei, in denen ich sehr viel nebenbei gegessen habe.
dieses verhalten ist mir aber gott sei dank, im laufe meiner therapien bewusst geworden und ich kann es dadurch grösstenteils verhindern.
vielen dank für die lieben wünsche!
kann jeden einzelnen gut brauchen.
Silke
biggerman
25.08.2005, 23:08
Hallo Ruberta, verzeih mir meinen letzten etwas sehr emotionsgeladenen Beitrag.
Ich bin halt auf diesem Thema immer etwas allergisch. ich drück dir die Daumen und hoffe es wird alles gut.
Nicht weinen und nicht böse sein,das kann der alte biggerman gar nicht haben und wollen.
Solitude
26.08.2005, 00:31
Liebe Ruberta,
wir kennen uns noch nicht weiter aus dem Forum - aber deine Beiträge haben mich unwahrscheinlich aufgewühlt...
Meine Arthroseprobleme sind bei weitem nicht so schlimm wie deine aber ich kann die Schmerzen erahnen, die dich quälen.
Und im Gegensatz zu einigen hier, die nicht verstehen, warum eine Knie-OP mit massivem Übergewicht nicht geht weiß ich, dass es einfach noch keine künstlichen Gelenke gibt, die so ein hohes Körpergewicht tragen können.
Du schreibst, das du bereits 50 kg abnehmen konntest. Darf ich fragen in welchem Zeitraum?
Ich reduziere im Moment auch gerade, da bei mir auch Knie-OP und später Hüft-OP anstehen. Allerdings wäre ich mit 50 kg weniger schon auf Normalgewicht. Insofern kann und will ich meine Probleme nicht mit deinen vergleichen.
Ich wollte dir nur sagen, dass ich deine Ängste so gut nachvollziehen kann.
Ich möchte mich auch keinesfalls in den Reigen derjenigen einreihen, die alle Nachteile des Magenbypasses in den schlimmsten Farben ausmalen (auch wenn das hier sicher aus Sorge um dich geschah, so finde ich auch das nicht unproblematisch...).
Trotzdem möchte ich dir einen Gedanken mitteilen, der mir beim Lesen deiner Beiträge kam:
Es fällt mir auf, dass deine Bedürfnisse WEIT hinter denen deiner Familie anstehen. Du hattest keine Zeit zur rechten Zeit zu essen, weil erst deine Kinder, dann Pläne deines Mannes im Wege standen.
Du möchtest dich operieren lassen, um wieder zu funktionieren für deine Familie.
Du möchtest deiner Familie nicht zur Last fallen.
Der wichtigste Punkt in meiner momentanen Lebens- und Ernährungsumstellung bin ICH. Es ist nichts und niemand wichtiger im Moment.
ICH muss etwas für mich tun.
Auf deine Situation übertragen: warum versuchst du nicht für einige Wochen in einer Klinik deine Eßstörung und deine orthopädischen Probleme behandeln zu lassen.
Das verschafft dir in jedem Fall den nötigen Abstand um zu sehen, was für DICH das Beste ist.
Zum Thema Magenbypass denke ich bist du - auch durch deinen Beruf - besser informiert als ich.
Und ich wünsche dir von Herzen, dass du die für DICH richtige Entscheidung triffst.
In diesem Sinne wünsche ich dir Mut zu rigorosem Egoismus!
rubinchen xxl
27.08.2005, 09:11
Liebe Silke,
ich schleiche um dein Thema, wie die Katze um den heißen Brei. Erinnert es mich doch an mein eigenes, selbstzerstörerisches Verhalten. Bei mir ist es allerdings nicht das Essen, sondern Tabletten, die meine Nieren ruinieren. Ich weiß das und kann nicht wirklich etwas dagegen tun. Therapien habe ich unendlich viele gemacht!
Silke, ich möchte dich nicht von deinen Operationsplänen abbringen, du weißt selbst, wie gefährlich diese Art von OP ist. Den Gedanken allerdings, vorher in eine Therapieklinik zu gehen, auch um herrauszufinden, was DU willst, den möchte ich dir ans Herz legen. Denn aus deinen Postings ist klar zu erkennen, dass du alles für andere tust, aber nichts für dich. Du stehst an hinterster Stelle und das darf nicht sein.
Bitte tu dir selbst den Gefallen und denke über diese Möglichkeit nach. Du kannst nichts verlieren. Die OP läuft dir nicht weg. Ich glaube, dass deine Seele erstmal Unterstützung braucht, nicht ambulant, besser stationär,wo du dich nicht um deine Familie, sondern nur um dich selbst kümmern musst.
Liebe Grüße, Simone.
hallo ihr lieben,
ich möchte mich eben einmal wieder kurz melden und berichten wie es mir zur zeit geht.
der antrag auf kostenübernahme wurde von der kk am 29.8 an den mdk weitergeleitet und jetzt heisst es warten. laut sachbearbeiterin dauert das jetzt 2-4 wochen.
körperlich geht es immer weiter bergab.
ich habe seit einer woche extreme rückenprobleme dazu bekommen.
die medikation wurde umgestellt (tramal retard, tetrazepam, diclofenac abgesetzt, dafür ein anderes (umstrittenes mittel) dazu, welches allerdings nicht so auf den magen schlägt.
dieser bereitet mir wegen der starken medikamente auch zunehmend probleme und deswegen bekomme ich für selbigen noch ein schützendes mittel. denn mit einem magengeschwür kann ich nicht operiert werden.
summa sumarum bin ich jetzt noch weniger in der lage mich zu bewegen. mein hausärztin wird mir, wenn sich durch die medikamentenumstellung nichts grundlegend verbessert, einen verordnung für den ambulanten pflegdienst ausstellen, damit mir jemand beim waschen und anziehen hilft.
eine haushaltshilfe zahlt die kasse leider nicht. nur bei einem krankenhausaufenthalt meinerseits 8 stunden am tag.
zu guter letzt möchte ich noch anmerken dass ich diese op nicht wegen meiner familie vornehmen lassen werde, sondern weil ICH keinerlei lebensqualität mehr habe. ein kur (hatte in den letzten jahren schon über 16 wochen aufenthalt in einer kurklinik) hilft mir zur zeit auch nicht. jeder tag mit dem gewicht verschlimmert alles nur noch mehr.
ich kann nicht mehr :(
liebe grüsse
Silke
Ach, Silke. :( Wenn ich doch nur wüßte, wie ich dir helfen oder dich zumindest etwas aufmuntern könnte. :nixweiss: Bisher habe ich zu diesem Thread nichts geschrieben, weil mir vor Angst die Worte fehlten. Angst davor, in die Situation kommen zu können, in der du jetzt steckst. :(
Es hat mich sehr betroffen gemacht, wie weit diese teuflische Krankheit Eßsucht uns bringen kann. Dick sein ist die eine Sache - aber dazu noch solche körperlichen Schmerzen zu haben und komplett auf Hilfe anderer angewiesen zu sein, das ist doch noch ein ganzes Stück härter. :seufz:
Von der OP werde ich dir nicht abraten, du hast deine Entscheidung getroffen und damit gut. Aber ich wünsche dir dafür alles, alles Gute und daß sich deine Hoffnungen damit erfüllen.
Liebe Grüße
Pandora
Hallo Silke!
Dein Lagebricht hat die momentane Situation nochmal sehr verdeutlicht und mich gleichzeitig auch sehr traurig gemacht.
Versuche die Hilfe des medizinischen Dienstes in Anspruch zu nehmen. Das wird Dir kurzfristig sicherlich ein ganzes Stück helfen den Alltag etwas besser zu bewerkstelligen.
Ich wünsche Dir - ganz aufrichtig - alles erdenklich Gute!
Solitude
02.09.2005, 00:57
Liebe Silke,
dein erneuter Bericht macht klar wie fertig du sein mußt.
Du hast dir die Entscheidung nicht leicht gemacht - und wenn man zwischen Not und Elend wählen muss ist das ohnehin schrecklich genug.
Im übrigen gibt es zu jeder Art von OP gute und negative Berichte. Über die positiven wird man vielleicht weniger lesen, weil sich eher die Leute zu Wort melden, denen nicht geholfen wurde oder bei denen etwas schief gelaufen ist.
Ich denke, extreme Situationen erfordern vielleicht manchmal extreme Maßnahmen und auch wenn ich generell kein Freund von OP's bin und auch kein Freund der Adipositaschirurgie (vor allem bei Leichtgewichten um die 100 kg...) so kann ich doch verstehen, dass deine Situation so verzweifelt ist, dass dieser Ausweg für dich vielleicht der Richtige ist.
Die Ursachensuche mit einem Therapeuten (probiere doch mal kognitive Verhaltenstherapie - hat mir geholfen) solltest du nach deiner hoffentlich erfolgreichen OP nicht aufgeben, denn die Seele muß mit dem Körper Schritt halten können. Ohne das geht es nicht!
Ich wünsche dir wirklich alles Gute!!
wollte mich mal eben kurz melden und berichten wie es mir zur zeit geht.
nachdem ich ja noch zusätzlich grosse rückenprobleme bekomme habe, hat meine hausärztin mich mit noch mehr und anderen schmerzmitteln versorgt, so dass ich zur zeit recht gut eingestellt bin. (tramadol, arcoxia, tetrazepam etc)
zumindest reicht es um mich hier zuhause über wasser zu halten und mich einigermaßen um meine kinder kümmern zu können.
letztes wochenende (donnerstag-sonntag) war ich dann auf einem seminar. habe vielleicht schon einmal erzählt dass ich ein paar mal familienaufstellungen mitgemacht habe, um zu schauen was vielleicht auch an alten familienschemata auf mich wirkt.
dieses mal habe ich an einem primärkurs teilgenommen. zur erklärung was das ist, hier ein paar zeilen zu dem was dort "passiert" :-):
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- Holotropes Atmen
- Bonding
- emotionale Klärung
Als Kind ist unser Ausdruck noch direkt, stark und tief bis in jede Zelle. Spannungen schreien wir ungebremst hinaus, Freude und Glück strahlen aus uns und unsere Liebe fließt ungehindert. Wir erleben alles 100%. Mit den Jahren passen wir uns an und unterdrücken unseren Ausdruck mehr und mehr. Eingeschränkter Atem, blockierte Energie, versteckte und verdrängte Gefühle, mangelnde Kraft und eingeschränkte Erlebnisfähigkeit sind die Folge:Leben auf Sparflamme!
Von unseren 100% bleiben vielleicht noch 10% übrig. Mit dem Ansatz des holotropen Atmens, Bonding, Bio-energetik und modernen Kommunikationsmethoden wol-len wir in diesen Tagen Erstarrtes wieder ins Fließen, verdrängten Schmerz und zurückgehaltene Wut zum Ausdruck bringen, um auch Glück und Freude wieder tiefer zu erleben.
Ein wichtiger Teil dieses Kurses ist die Aussöhnung mit Vater und Mutter und anderen für uns wichtigen Menschen aus unserer Familie sowie das Anerkennen und das Zustimmen zu deren Schicksal um alte, behindernde Bindungen zu lösen und zu dem Eigenen zu finden und es zu leben.
Besonders Menschen, die früh getrennt waren von den Eltern,(Krankenhaus, Internat etc.) liebe Angehörige verloren haben, die Opfer von Gewalt oder Übergriffen waren,oder die andere seelische Erschütterungen erlebt haben, kann diese Arbeit helfen sich von den quälenden Erinnerungen zu befreien und leichter auf ihrem Lebensweg voran zu schreiten.
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ich war überrascht das soetwas funktioniert und am meisten aber was ich für spannungen und vor allem wut in mir trage und immer wieder "runterschlucke".
ich habe mich dort im wahrsten sinne ausgetobt und einen teil der wut die ich immer runter geschluckt habe endlich einmal herausgeschrien! bin heute noch ganz heiser :grins:
ausserdem bin ich dort auf menschen getroffen, welche noch die eine oder andere idee hatten die ich versuchen kann um mein problem anders in den griff zu bekommen.
ich muss sagen dass ich ein wenig ins wanken geriet. doch als es dann monatg war und ich wieder hier zuhause allein klar kommen musste, mein einsamkeit gespürt habe, seither steht meine entscheidung fester denn je.
mein mann war an diesem wochenende ganz überrascht. (wir haben diesen kurs gemeinsam gemacht) er sagte so gelösst und voller energie hat er mich in den ganzen fünf jahren unserer beziehung noch nicht gesehen!
ich habe jede sekunde genossen! menschen um mich zu haben, schöne, tiefe gespräche zu führen. von angesicht zu angesicht. endlich nicht mehr hier zuhause eingesperrt sein, sondern raus kommen, unter liebe menschen.
da wir uns dort um nichts, ausser um uns kümmern mussten war das mit hilfe meiner medikamete auch einmal sehr gut zu machen.
die krankenkasse hat sich bisher leider noch nicht wieder bei mir gemeldet.
ein anruf meinerseits hat gestern ergeben dass es sicher noch dauern wird bis der MDK sich meldet.
sobald ich etwas neues höre melde ich mich.
zuletzt möchte ich mich aber noch einmal für eure lieben antworten und nachrichten bedanken. leider geht es mir körperlich nicht so gut, dass ich mich lange an den rechner setzen kann um alle zu beantworten.
es reicht oft meist gerade dafür sie in ruhe zu lesen.
liebe grüsse
Silke
Liebe Silke,
auch Dir heute nur ein kurzer Gruß, weil ich bis einschließlich Sonntag im Megastress bin.
Der Begriff "Bioenergetik" erinnerte mich an etwas, was mir enorm geholfen hat, obwohl es mir furchtbar schwer fällt, es zu glauben: Psychosomatische Energetik (http://www.rubimed.com). Ich habe diese Untersuchung in Kirchzarten gemacht und nehme für 15 Wochen bestimmte homöopathische Tropfen. Dann gehe ich zu einer erneuten Untersuchung. Es war ein Schulmediziner, der mir das empfohlen hat. Wenn Du die Möglichkeit hast, eine solche Untersuchung durchführen zu lassen, kann ich Dir das nur empfehlen ... egal, wie Du Dich sonst entscheidest.
Alles Liebe
Martina
dolphinchen7
27.09.2005, 15:54
Hallo Silkehttp://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/hopps.gif
Nach tagelangem Lesen will ich mich nun auch mal zu Wort melden.
Ich hatte bislang nichts Produktives beizutragen, drum hab´ich eínfach mal die Fresse gehalten.
Ich habe zwar immernoch nichts Produktives beizutragen, kann meine Fresse aber nun nicht mehr halten.http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/rolleyes.gif
Ich wollte Dir einfach nur sagen, das es mir in vielen Dingen ähnlich geht wie Dir und das ich seit diesem Thread bei Problemen die vom Übergewicht herkommen, an Dich denke. Ich wollte nur sagen, das Du nicht alleine bist. Das weißt Du viellicht auch so, aber manchmal ist es gut es nochmal zu wissen.
Mein Gewicht pendelt zwischen 168-173kg, ich bin schon knapp über 40 J. und habe seit 8 Jahen kein Auto mehr, d.h. viel laufen und ich weiß leider auch was Gelenkschmerzen und Arthrose sind.....http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/frown.gif
Wenn ich morgens nach dem Kinder-wegbringen einkaufen war (mit dem Fahrrad, auf das es schwer ist aufzusteigen) und nur eine halbe Stunde durch ein Geschäft gelaufen bin, dann noch zu hause alles wegräumen, habe ich schon zum Frühstück die erste Schmerztablette eingeschmissen. Und wenn sowas morgens schon war, vermeide ich bei der Planung des Nachmittags, das ich dann noch laufen muß, bzw. wenn ich am Nachmittag noch laufen muß, kann ich morgens keinen Hausputz oder Einkauf machen.http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/mad.gif
Nach einem Tag wo ich (für meine Verhältnisse) viel auf den Beinen war, kann ich am nächsten und machmal übernächsten Tag kaum laufen ! Sprunggelenke sind immer dick, Fußknochen verformt....Knie, Hüfte, Rücken.http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/redface.gif
Ich weiß seit einigen Jahren, das ich einen sog. Hüftschiefstand habe, mein jüngerer, nicht-übergewichtiger Bruder hat schon diese HüftOp hinter sich, lange Khs., Reha, Krücken.......
Sowas geht bei mir leider nicht weil ich allein erziehend bin, Treppen im Haus habe, keinen habe der die Kinder nehmen könnte und ich nicht weiß wo sie untergebracht werden würden, falls ich mal ausfallen sollte (bei Vater, Verwandten, Großeltern geht es nicht).
Also ziehe ich mich hier weiter am Geländer die Treppen hoch und höre auf das Knacken im Knie und sonstwo und klettere mit schmerzverzehrtem Gesicht wieder runter....http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/eek.gif (bin auch schon am Po runtergerutscht).
Die Körperpflege ist anstrengend, wunde Stellen unter Bauch und Brust kenne ich auch, ich dusche jeden Morgen und wenn ich Nachmittags /Abends noch was vor habe, nochmal. Dauert auch länger als "normal".....http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/eek.gif
Ich frage mich auch wie lange ich meine Kinder noch versorgen kann, es ist jetzt schon eine Tortur !
Meine Therapie kann ich leider nicht weitermachen, weil ich seitdem die Kassen die Busfahrten nicht mehr zahlen, kein Geld mehr für die Busfahrt habehttp://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/mad.gif .
Abzüglich meiner Fixkosten bleiben uns (also mir und den 2 Kindern 6 u.8) etwa 30.- Euro pro Woche und das reicht nichtmal fürs Nötigste http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/eek.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/mad.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/eek.gif .
Beim Arzt war ich aus Kostengründen auch schon seit Jahren nicht, doktore selber an mir herum.
Momentan habe ich auch wieder so eine Phase, wo ich alles am liebsten hinschmeissen würde, es aber nicht kann wegen der Kinder.http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/flenn.gif
Darum schreibe ich das wohl auch alles hier, obwohl es eigentlich gar nicht hierher gehört, aber das meinte ich damit, das ich gerade meine Fresse nicht halten kann.....:laber:
Die Sorge wie lange es nocht "gut geht" (gut...naja, mehr schlecht als recht, trifft es eher !) sitzt mir im Nacken.
Was ist, wenn ich dieses Jahr auf dem Weg zur Schule auf Glatteis ausrutsche und mir was breche ?? Mal vom Fahrrad falle, oder von der Treppe....usw.
Alles Panikgedanken.....!!!
Bei mir muß auch was passieren, nur weiß ich nicht was.http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/confused.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/confused.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/confused.gif
Darum verfolge ich Deine Geschichte weiter, auch wenn es letztlich doch eine andere ist.
Ich wünsche Dir gute Nachrichten, gute Erfolge und das es Dir bald besser geht.
Liebe Grüße http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/knuddel2.gif und eine dicke Umarmung !!
Dolphinchen alias Ulla
hallöchen ulla!
als ich eben deinen thread gelesen habe bin ich sehr traurig geworden. wie kann es sein dass eine therapie an den fahrtkosten scheitern soll? ich bin echt sprachlos.
all dein einschränkungen kenne ich nur allzu gut. und das aus zeiten in denen es mir noch, im vergleich zu jetzt, "gut" ging.
das knirschen in meinen knie das ich bei jeder treppenstufe höre macht mir auch immer angst.
die angst vorm fallen hat mich vor jahren sogar einmal soweit gebracht, dass ich kaum noch das haus verlassen habe. einen ganzen winter lang bin ich nur wenn es wirklich sein musste raus gegangen.
herr gott! was sind wir für eine kranke gesellschaft! da kannst du aus kostengründen weder zum arzt, zu therapie oder sonst etwas machen und damit verschlimmert sich dein zustand ja zwangsläufg unaufhörlich!
hast du schon einmal über eine kur nachgedacht? wäre das finanziell und mit den kindern irgendwie machbar?
ach mensch... ich drücke dir ganz fest die daumen dass du bald irgendeinen weg für dich findest!!!
mir geht es zur zeit noch ein wenig bescheidener.
dabei dachte ich immer beschi**ener geht nicht mehr.
ich habe seit wochen einen pilz unter der brust, in den achselhöhlen, den kniekehlen udn der bauchfalte und der ist mit nix weg zu bekommen.
meine schmerzen sind noch schlimmer geworden udn nur eine verdoppelung der medikation kann mir etwas linderung verschaffen. schlafen kann ich damit aber leider auch kaum noch. es gibt keine lage in der mein knie mich nicht in den wahnsinn treibt.
beim letzten arztbesuch wollte meine ärztin mich daher auf morphium umstellen, doch das will ich auf jeden fall rauszögern solange es noch irgendwie geht!
jetzt hangel ich mich von tag zu tag, immer in der hoffnung dass sich die krankenkasse endlich mit einem positiven bescheid meldet.
das letzte schreiben war eher negativ. mitte september wolte der mdk noch dinge von mir nachgereicht bekommen, welche ich als völlige schikane empfinde.
zum beispiel wollte er das ich mich nochmals internistisch untersuchen lasse ob eine endokrinologische ursache vorliegt. dabei hat meine hausärztin dies schon (inclusive laborwerte) mit meinem antrag eingereicht und ausgeschlossen!
ich nenn sowas echt schikane!
im übrigen war ich am freitag bei meiner ersten therapiestunde. ich habe eine therapeutin gefunden, welche sich speziell mit essstörungen befasst.
es war auch auf anhieb eine grosse sympathie zwischen und und sie schreibt mir nun auch noch etwas für die kk dazu. die möchten nämlich auch noch einen schriftliche bestätigung haben dass in meinem fall eine schwere essstörung vorliegt. dabei hat mir die kk deswegen schon mehrere therapien bewillgt und bezahlt. nun ja....
ich hoffe es geht bald weiter.
liebe grüsse
silke
dolphinchen7
27.09.2005, 18:11
Hallo Silke
Diese Schikane, genau davor habe ich auch Angst !!
Erst kann ich aus Kostengründen nicht zum Arzt oder Therapeuten und wenn´s dann zu spät ist und nichts mehr geht, fangen sie an einen zu schikanieren.
Je nachdem was da für Bearteiter sitzen, denken die wohl nur das wir selbst daran schuld sind und das wir es ja nicht soweit hätten kommen lassen brauchen. Oder sie hoffen, wir machen in der Wartezeit schnell eine Diät, nehmen mal locker 100 kg ab und trainieren schnell mal eben die Fettschürze weg und dann erledigt sich das Problem.
Das das Problem aber mit jedem Tag schlimmer wird, daran denken sie nicht, oder sie hoffen das es sich anders löst....wenn Du verstehst was ich meine.....:eingrab: Bei alten Menschen setzen sie auf die Wartetechnik um Kosten zu sparen (hat mir mal ein Arzt erzählt), warum sollte das bei uns anders sein ?
Heute in einem Geschäft lief ein TV mit einer Sendung wo Zusammenschnitte von Talkshows gesendet werden und da saß eine sehr dicke Frau auf dem Sofa und sprach über Frustessen und 2 Ärzte haben ihr eine Frist gesetzt wie lange sie es noch macht, der eine sprach von 12, der andere von 18 monaten.:eek:
Das hat mich furchtbar erschreckt und heute vermutlich auch zum Schreiben gebracht, ich bin mir sicher das sich mit dieser "Wartetechnik" oft Anträge bei den Kassen von selbst erledigen......
Ich will Dich nicht erschrecken......:holy:
Du tust ja auch soviel dafür, aber vielleicht sollte man aus der geduldigen Warteposition langsam in die Drägelposition gehen ? Was sagt denn Dein Arzt dazu, das das so lange dauert ? Sind die Berichte denn nicht krass genug ?
Vielleicht helfen ja Fotos die Du unaufgefordert zur Kasse schickst und fragst ob das genügt um als Essgestört zu gelten ?
Vielleicht auch eine blöde Idee, aber bei so einem Terror und so einer Schikane kann man schonmal überreagieren. :baeh2:
Es macht mich einfach wütend und hilflos und ich fühle mich ausgeliefert, vermutlich wie Du.:motz:
Herzlichen Glückwunsch zur neuen Therapeutin.
Hier in der Nähe gibt es leider keine Therapeutin die sich mit ES beschäftigt. Ich müßte zu einer "normalen Verhaltenstherapie" und da ich sowas schon früher mal gemacht habe und es nicht soviel gebracht hat, ist die Motivation Geld für Bus und Arztkosten auszugeben nicht allzu groß.:( Mit meiner Mißbrauchssache konnte die letzte Th. überhaupt nicht umgehen und hat das Thema sofort gewechselt. Mit dem Resultat, das ich mich nächstes Mal wohl kaum trauen werde das Thema nochmal anzusprechen.....:mad: :confused:
Zumal bei 30 Euro die Woche bei 2 Schulkindern das Busgeld eigentlich gar nicht übrig ist.
Ich hatte vor Jahren mal kurzzeitig eine tolle Therapeutin, die habe ich solange selbst gezahlt bis die Ersparnisse weg waren - und das war leider schnell der Fall......:(
Zu einer geeigneten Therapeutin müßte ich mobil sein und mehr Zeit haben als nur von 8:15 - 11:30 h.
Also sitze ich hier und warte auf die Entdeckung der Wunderpille, oder ich versuche zu verdrängen und die Augen zu zu machen.......:cool2: :cool:
LG
Dolphinchen
hallo ulla,
da bin ich nochmal :-)
habe bei meiner kk aus so langsam das "drängeln" angefangen.
inzwischen rufe ich einmal in der woche dort an und frage nach ob es etwas neues gibt.
zur zeit ist der stand der dinge so, dass sie, wenn alle unterlagen zusammen sind (auch die nachgeforderten), sich meine sachbearbeiterin und ihre chefin überlegen ob sie das ganze noch einmal an den mdk geben, oder ob sie allein entscheiden. das würde bedeuten dass mir der stempfel für's okay dann sicher wäre.
wenn alles klappt, dann hat meine psychologin ihr schreiben heute gefaxt und es könnte sein dass noch diese woche etwas in richtung entscheidung passiert.
drück mir mal alle daumen und zehen ... kann ich wirklich brauchen.
wenn ich deine postings lese, dann überkommt mich immer eine grosse traurigkeit.
da muss doch irgendwas zu machen sein!
mensch, du bist erst 40, hast 2 kleine kinder udn bist auch noch allein erziehend. kann vater staat dich wirklich einfach so sitzen lassen?
hat vielleicht irgendwer anders noch eine idee? *ins forum hineinruf*
liebe grüsse
Silke
dolphinchen7
27.09.2005, 21:46
Hallo Silke http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/smile.gif
Es sieht ja so aus, als ob nun endlich langsam Bewegung in die Sache kommt !http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/applaus.gif Ich finde bei solchen harten "Fällen", wo das Leben im Alltag für alle Beteiligten zur Zumutung wird, sollte es eine Instanz geben, z.B. ein Arzt der für die KK schnell und unbürokratisch Eilanträge bearbeitet.
Es gibt "Fälle" da kommt es sicher nicht auf ein paar Tage oder Wochen an, bei Dir zählt jeder Tag und es ist schon eine akute Gesundheitsgefährdung, Dich so warten zu lassen.http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/frown.gif
Aber wehe ein Minister kippt mal im Wahlkampf aus den Latschen.....der wird schnell versorgt und umhegt. (Unsereiner wäre nichtmal bis ins Khs. gekommen (geschweige denn in die Nachrichten), Beine hoch und ein Glas Wasser und gut is.....!)
Ich dachte alle Menschen sollen vor dem Gesetz gleich behandelt werden ???
http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/biggrin.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/grin1.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/ironie.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/rofl.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/lol.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/lach1.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/teufel.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/bruell.gif (es darf gelacht werden !)http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/auslach.gif
Warum bist Du eigentlich nicht privat versichert ? http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/baeh2.gif Dann wäre das auch alles kein Thema, aber wir sind nur Menschen 2. Klasse und machmal auch 3. !
Was Vater Staat und mich angeht, ist das ein ganz heikles Thema, ich habe wohl den Fehler begangen zu sparen und seit 1986 nicht mehr in Urlaub gefahen zu sein, vor 8 Jahren das Auto einzusparen, keinen Wäschetrockner, keine Mikrowelle,....usw. auf Luxusgüter oder sonstigen Schnick-Schnack zu verzichten, nur vom Flohmarkt zu leben....usw. Habe mir nichts gegönnt, nichmal ein Kaffee oder Eis in der Stadt. Was man alles tut um zu sparen wenn man ein Ziel hat: Ein Kind bekommen, einen Baum pflanzen und ein Haus bauen ! Nun sind es 2 Kinder geworden, den Apfelbaum habe ich letzte Woche gepflanzt und dazwischen ein Haus gebaut, ohne Mann !
Ich mußte z.B. den KiGa selbst zahlen weil ich "vermögend" war trotz 513 Euro "Einkommen".
Da ich keine Rentenversicherung habe, interessierte auch keinen, phasenweise hatte ich nichtmal eine Krankenversicherung, erst wieder seit Kurzem. Rente aber immernoch nicht.
D.h. ich habe die nächsten 40 Jahre Schulden, zahle aber kaum mehr als wenn ich in einer Mietwohnung wäre (genaugenommen fast soviel wie vorher zur Miete). Aber, ich habe EIGENTUM !! (dabei besitze ich das Eigentum genaugenommen erst in 40 Jahren, bzw. meine Kinder). Und zur Strafe das ich mir 20 Jahre alles verkniffen habe und gespart habe wie blöd, jetzt Eigentum schaffe und nicht mehr ausgebe als für Miete, werde ich bestraft und kriege nichts.
Vielleicht habe ich durch mein enthaltsames Leben die Kaufkraft so gesenkt, das ich nun Schuld an der wirtschaflichen Misere bin und nun bestrafen sie mich, weil zuwenig Mehrwertsteuer eingenommen wurde.....?!http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/confused.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/eek.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/rolleyes.gif
Ich ziehe die zukünftigen Steuerzahler heran, aber das Geld dafür muß ich mir aus den RIPPEN SCHNEIDEN !!! (Aber die sind vergraben...http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/biggrin.gif ...da komm ich nicht ran....)http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/bruell.gif
Vielleicht war ich einfach nur dumm.
Vielleicht wäre es schlauer gewesen nicht zu sparen, in Urlaub zu fahren wie andere, die Bequemlichkeit eines Autos zu genießen, alles Geld zu verprasseln.....http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/confused.gif
Dann könnte ich vom Amt leben, hätte ca. 300-400 Euro pro Monat mehr in der Tasche, der KiGa wäre gezahlt worden, usw....eine vernünftige Sozialversicherung mit Rente http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/baeh.gif .
Aber ich blöde Kuh muß ja immer den schwereren Weg wählen.......!http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/wut.gif
Das habe ich nun davon.
Alle Anträge abgelehnt, ich soll doch einfach das Haus verkaufen, ja, http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/klug.gif toll !
Und jetzt bin ich müde.http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/muede.gif
Ich drück Dir trotzdem alles was ich habe, das es schnell geht !!
LG
Ullahttp://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/five.gif
hallo zusammen,
leider kann ich noch nichts neues verkünden. zumindest was eine entscheidung der KK angeht. nach 3 wochen wollte der MDK noch einige dinge nachgereicht bekommen und dann hieß es, es könne sofort entschieden werden.
tja, seit letzter woche ist alles da, jedoch habe ich bisher noch nichts neues gehört.
gesundheitlich geht es weiterhin steil bergab. die schmerzmittel helfen so gut wie gar nicht mehr, obwohl ich schon vormittags meine tagesdosis weg habe. bei letzten arztbesuch wollte mir meine ärztin deswegen morphin aufschreiben, doch so lange es noch irgendwie anders geht versuche ich ohne zurecht zukommen.
am wochenende ist dann bei meinem mann und mir eine entscheidung gefallen. ich warte heute auf den rückruf der klinik in welcher ich operiert werden soll. habe mich dort gemeldet und gebeten dass wir gemeinsam einen op-termin vereinbaren. so schnell es geht. sollte die KK die kosten nicht übernehmen wollen oder sich bis dahin noch nicht geäussert haben, werden wir die op selbst zahlen. dann wird eben kein haus gebaut, sondern das geld anders angelegt.
hoffe jetzt inständig dass ich diesen monat noch auf dem tisch liege und operiert werde. mir geht so langsam aber sicher das letzte bischen kraft aus.
liebe grüsse
Silke
Ach, Silke, dass Du jetzt nach der Entscheidung jetzt so lange warten musst...das muss Dir ja viel Kraft rauben (die Du für die große OP sicher gut anders gebrauchen könntest).
Ich habe nur noch eine kleine Frage: Du hast zweimal geschrieben, dass Du mit Morphium noch so lang wie möglich warten willst. So wie Du Deinen Gesundheitszustand beschreibst, könntest Du nicht noch mal mit den Ärzten drüber sprechen? Ich habe selbst sehr starke Rückenprobleme und weiß, worüber ich da rede - und hatte auch starke Bedenken. Aber mit den entsprechenden Medikamenten kann ich mich jetzt wenigstens so weit bewegen, dass ich nicht noch mehr Muskeln abbaue und dass ich mich nicht den ganzen Tag nur quälen muss.
Einen herzlichen Gruß
von
mellow
Meine liebe Silke,
da Deine Entscheidung fest steht, hoffe ich, dass es jetzt alles schnell geht, damit Deine Knochen und Gelenke nicht noch mehr geschädigt werden. Ihr müsst schon sehr verzweifelt sein, wenn Ihr bereit seid, diese OP selbst zu bezahlen.
Ich würde der KK allerdings jeden 2. Tag auf den Wecker gehen, bis die Deinen Namen überhaupt nicht mehr hören können. Es kann nicht sein, dass Ihr das bezahlen sollt. Notfalls lass Dich an übergeordnete Personen weiterreichen.
Ich drück Dir die Daumen, dass es nun endlich vorwärts geht!
LG Ina-Maike
hallo mellow und ina-meike,
ja, mein entschluss steht inzwischen bombenfest.
falls die kasse doch noch ablehnen wird, werden wir sogar unseren hausbau, welchen wir für nächstes jahr geplant haben nicht vornehmen, sondern lieber die op finanzieren.
hier gehen inzwischen alle mächtig auf dem zahnfleisch.
mein mann, weil er sich neben seinem 10 stunden arbeitstag noch um haushalt, kinder und einkauf kümmern muss....
die kinder, weil ich inzwischen nur noch herumsitzen und gar nichts mehr mit ihnen machen kann. sie leben völlig isoliert von anderen kindern....
mein grosser sohn, weil er zum grossteil aufgaben übernehmen muss die einfach auf dauer nichts für einen 13 jährigen sind...
nun ja, und ich, weil ich zur zeit nichts tun kann, ausser mir all dies anzusehen und weil die schmerzen mich langsam aber sicher auffressen.
der krankenkasse werde ich ab ende dieser woche (dann ist wieder eine woche herum) regelmässig, aber dezent auf den wecker gehen.
bei mir gibt es jetzt aber endlich auch wieder etwas neues! ein ziel ist in sicht!!!!!!!!!!!!!!
habe mit frau dr. stenger (Sana Klinik Lübeck) gesprochen und vorerst einen op termin für den 25.10 bekommen. unter vorbehalt. sobald der prof. blöchle am 17.10 aus dem urlaub zurück ist, wird sie mit ihm sprechen ob ich in der woche zuvor nicht noch "dazwischen geschoben" werden kann.
oh mann! endlich habe ich wieder ein ziel vor augen. einen punkt bis zu dem ich noch durchhalten muss, aber dann kann sich endlich etwas ändern!
nach der op werde ich endlich in der lage sein wieder aktiv an mir zu arbeiten!
inzwischen habe ich auch persönlichen kontakt zu einer rny operierten hier aus meinem städtchen aufgenommen. das treffen mit ihr hat mir sehr viel mut gemacht!
obwohl sie "geschnitten" werden musste, weil bei ihr eine anatomische besonderheit vorlag, geht es ihr jetzt, 9 wochen später und 20 kilo leichter, hervorragend!
wir haben und verabredet dass wir gemeinsam, sobald ich wieder gehfähig bin, 1-2x wöchentl. zur wassergymnastik hier im ort gehen werden und jeden 2. samstag nach hamburg in die bartholomäus-therme zum "dicken schwimmen" :-)
ausserdem habe ich bereits eine therapeutin für essstörungen gefunden und ich habe bald meinen zweiten termin bei ihr.
wäre sehr dankbar, wenn ihr mir in den kommenden wochen weiterhin die daumen für die kostenübernahme drücken könntet und dafür, dass es vielleicht noch vor dem 25.10 mit der op klappt.
liebe grüsse
Silke
wäre sehr dankbar, wenn ihr mir in den kommenden wochen weiterhin die daumen für die kostenübernahme drücken könntet und dafür, dass es vielleicht noch vor dem 25.10 mit der op klappt.
Liebe Silke!
Das ist doch klar, dass wir Dir die Daumen drücken.
Wie ist das eigentlich - wenn Du die OP vorfinanzierst, hast Du dann trotzdem noch die Chance, dass die Krankenkasse die Kosten nachträglich übernimmt?!
Es freut mich, dass Du so optimistisch in die Zukunft schaust. Ich hoffe sehr, dass diese OP wirklich die richtige Entscheidung für Dich ist! Ich will aber nicht wieder von vorne anfangen, die Entscheidung steht und Du musst Deinen Weg jetzt gehen.
Was sagt eigentlich Dein Großer dazu?! Sind Deine Kleinen wenigstens halbwegs "friedlich"?
Ich finde es toll, wie Dein Mann Dir zur Seite steht! Leider würden das nicht alle Herren der Schöpfung tun.
Also denn - ich wünsche Dir eine halbwegs schmerzfreie Nacht und eigentlich ist doch auch der Donnerstag ein guter Tag zum Anrufen ;)
Liebe Grüße
Ina-Maike
Ahh...das hört sich doch gut an: Licht am Ende des Tunnels :)
mellow, die fest die Daumen drückt, dass Du die OP gut überstehst!
Hallo Ruberta,
als stille Mitleserin wünsche ich dir von Herzen alles Liebe und Gute für den bevorstehenden Schritt...
vielleicht sieht man sich Samstags in der Bartholomäus-Therme...:five:
TOI TOI TOI...
liebe Grüße Jule, die *Hamburgerin* aus Oldenburg *winktmalzudenOldenburgern*
AndreaMei
06.10.2005, 12:02
wäre sehr dankbar, wenn ihr mir in den kommenden wochen weiterhin die daumen für die kostenübernahme drücken könntet und dafür, dass es vielleicht noch vor dem 25.10 mit der op klappt.
Liebe Silke,
auch ich drücke Dir die Daumen - ich bewundere Deine Stärke und Dein Durchhaltevermögen und wünsche Dir von Herzen, dass das Licht bald nicht nur am Horizont zu sehen sein wird.
Liebe Grüße
Andrea :)
noch ein schnelles hallo und vielen dank für eure zahlreichen guten wünsche! :-)
habe heute bei der KK angerufen um mich mal wieder in erinnerung zu rufen. ;) *zwinker in richtung ina-maike*
meine sachbearbeiterin meinte dass sie die restlichen unterlagen letzte woche mittwoch/donnerstag gefaxt hätte und dass sie am anfang dieser woche beim mdk nachgefragt habe ob sie auch angekommen sein.
angekommen sind die wohl, jedoch noch nicht bearbeitet.
darauf hin habe ich der sb erklärt dass ich mit der klinik in lübeck gesprochen habe und von dort die auskunft bekommen habe dass ich ab dem 17.10 operiert werden kann, weil der prof dann wieder da ist und sie mich aufgrund der dringlichkeit dann "einschieben" würden.
nach einer kurzen gedenkpause meinte sie dann dass sie noch bis nächste woche warten würde und dann erneut nachfragen will, damit bis zum 17.10. hoffentlich alles erledigt und genehmigt ist.
*seufz*
was für eine warterei!
liebe grüsse
Silke
Guten Abend Silke!
Siehste, sie hat Deinen Kopf drangelassen ;)
Allerdings finde ich die Auskunft mal wieder mager :( Hätte Dir diese SB denn nicht mal die Telefonnummer vom Medizinischen Dienst geben können?!
Kann man denn wirklich nicht rauskriegen, welcher MD Deinen Antrag bearbeitet?! Das muss doch rauszukriegen sein. Die müssen bei der Zuordnung doch nach gewissen Richtlinien handeln. Ich würde definitiv nicht bis nächste Woche warten!
Frag Dich morgen durch - ich könnte mir z.B. vorstellen, dass die Sekretärin im Krankenhaus vielleicht weiß, welche MD die Zustimmung gibt oder sie hat eventuell einen Tip, wo Du Dich schlau machen kannst. Gib nicht auf!
Ich wünsche Dir eine gute Nacht und morgen viel Erfolg!
Liebe Grüsse
Ina-Maike
möchte mich an dieser stelle nur ganz kurz melden.
gestern bekam ich bescheid dass der mdk ablehnt, weil er meint dass ich "psychologisch/verhaltenstherapeutisch noch nicht austherapiert" sei!
ich solle bitte erst einmal noch ein jahr therapie machen!
diese antwort ist ein deutliches zeichen davon, dass er meinen antrag nicht anzatzweise gelesen hat, denn sonst wüsste er dass ich 10 jahre der psychotherapie hinter mir habe, inclusive 2 psychosomatischen kuraufenthalten (insges. über 16 wochen) und eine richtigen diät/abnehmkur!
er weiss daher auch nicht dass ich bereits wieder mit einer therapie angefangen habe (spieziell bei einer therapeutin für essstörungen) udn offensichtlich hat er auch meine sozialanamnese nicht gelesen.
dass ich opiate nehmen muss um hmplenderweise meine kinder und den haushalt notdürftig zu versorgen.
was soll ich dazu noch sagen?
werde sehen dass ich noch heute einen widerspruch auf die beine bekomme und diesen dann an meine hausärztin (privat) faxen, welche ihrerseits einen darauf zugeschnittenen widerspruch schreibt und alles zusammen faxt sie dann montag zur KK.
unglaublich, was?
zu allem unglück bin ich gestern noch gestürzt und habe mir eine schwere gehirnerschütterung zugezogen und soll mindestens 48 stunden flach liegen.
mein mann musste aber heute unverschiebbar nach bremen und die freundin, welche ab 9 uhr hier sein wollte um einzuspringen hat gestern abend noch den notarzt rufen müssen, da ihr dreijähriger so sehr gestürzt ist, dass er eine heftige platzwunde hat, welche im khs versorgt werden musste.
mein grosser sohn passt jetzt, soweit er kann auf den zweieinhalbjährigen auf und unterstützt mich auch mbeim 10 monate alten jesse wo er kann.
hoffe dass mein mann heute nicht so spät nach hause kommt und ich endlich ruhen kann, damit diese spuckerei udn der kopfschmerz aufhören.
genug gejammert.
lege mich jetzt auf's sofa und bewache die kinder soweit ich kann.
traurgie grüsse
Silke
gestern bekam ich bescheid dass der mdk ablehnt, weil er meint dass ich "psychologisch/verhaltenstherapeutisch noch nicht austherapiert" sei!
Bei Deiner Vorgeschichte und Deiner momentanen Lebenssituation kann ich mir echt nicht vorstellen, daß dem Antrag nicht doch noch stattgegeben wird. Also Widerspruch einlegen! Im Zuge leerer Kassen könnte ich mir vorstellen, daß die verschiedensten Anträge erstmal abgelehnt werden.
Liebe Silke,
bevor du tatsächlich das Geld für die OP selbst bezahlst, leg den Widerspruch mit Hilfe eines Anwalts (möglichst spezialisiert auf Sozialrecht) ein. Das kostet dich nur einen Bruchteil und hilft dir sicher weiter. Meine stationäre Therapie wurde damals auch nur genehmigt, weil meine Anwältin mit Klage gedroht hatte (die ich übrigens auch durchgezogen hätte). Zwar weiß ich nicht, ob die Notwendigkeit zur OP der Notwendigkeit zur Therapie entspricht (rein rechtlich gesehen), aber einen Versuch ist es allemal wert.
Liebe Grüße
Pandora
AndreaMei
08.10.2005, 10:44
Liebe Silke,
ach, Mensch, so ein Mist! :( Tut mir leid für Dich.
Aber dass Du gleich gehandelt hast und Widerspruch einlegen willst, finde ich, wie Sumpitt schon schrieb, genau richtig.
Alles Gute für Dich.
Andrea
Hallo Silke!
Wie gehts denn Dir und Deinen Köpfchen?!
Du hast aber momentan auch das Glück gepachtet. Aber egal, irgendwann geht es wieder aufwärts!
Die Entscheidung wegen Deiner OP ist ein Witz und absolut falsch. Ich bin sicher, Deine Ärztin wird ein paar passende Zeilen dazu schreiben!
Ist es denn wirklich nicht möglich, an den Typ vom MDK direkt ran zu kommen?! Den Hinweis auf das mögliche Interesse der Medien würde ich mir auch nicht verkneifen.
Wenn ich mir überlege, dass ich damals mit vielleicht 110-120 kg eine OP bewilligt bekommen hätte... Man kann es echt nicht verstehen. Und vor allen Dingen nicht akzeptieren!!!
So, jetzt wünsche ich Dir und Deinem Brummschädel erstmal eine gute Nacht. Montag geht der Kampf wieder los und Du wirst ihn gewinnen!!
LG Ina-Maike
P.S. Viele Grüsse an Deinen Großen - es ist ganz toll, was er in seinem Alter schon leistet!!!
ein kurzes hallo!
und vielen dank für eure lieben antworten!
meinem kopf geht es soweit wieder gut. er ist wieder ganz der "alte" ;)
was den mdk angeht, so haben mein mann und ich am samstag noch einen widerspruch verfasst, ihn an
meine hausärztin gemailt und diese hat sonntag dann noch einen widerspruch von sich beigefügt.
heute früh meldete sich dann ihre praxis und mir wurde mitgeteilt das alles an die kk gefaxt wurde.
prompt habe ich bei der kk angerufen und mir wurde mitgeteilt dass auch die sb und ihre vorgesetzte ein weiteres schreiben anhängen mit der bitte um schnelle bearbeitung wegen dringlichkeit hinzufügen und wir haben alle drei als schlusssatz die bitte um ein persönliches vorstellen eingefügt, falls noch fragen offen sind.
jetzt heisst es wieder daumen drücken!!!!
liebe grüsse
Silke
Daumen sind gedrückt, obwohl ich es immer noch gelinde gesagt als Frechheit empfinde, was sie mit Dir machen.
Liebe Grüsse
Ina-Maike
Hallo Silke,
zunächst einmal: Auch ich drücke Dir ganz doll die Daumen.
Ich wollte aber noch etwas zu der rechtlichen Situation los werden. Ich weiß ja nicht, ob Du in den Adipositas-Foren liest, aber Du solltest Dich, falls Du selbst zahlst ganz genau absichern, was passiert, wenn es zu Komplikationen kommt. Es gibt Kliniken, die deshalb keine Selbstzahler operieren, denn die Kosten für Komplikationen werden dann u.U. auch nicht von der KK übernommen. Wenn Du in den Foren liest, wirst Du wissen, was da passieren kann und wie kostenintensiv so was werden kann (z.B. Bernd aus Köln oder Michael aus der Schweiz). Bitte stelle vorher sicher, dass Du da keine böse Überraschung erlebst.
Ich hoffe ganz doll für Dich, dass Du bald Hilfe bekommst.
Liebe Grüße
Martina
hallo ina-maike und martina :)
vielen dank für eure lieben antworten!
ich kann auch nur sagen dass ich die begründung für die absage als frechheit empfinde.
so schnell gebe ich aber noch nicht auf!
all diese dinge, liebe martina, sind für mich auch gründe erst alles zu versuchen um einen kostenübernahe der kk zu bekommen, bevor ich sage dass wir selbst zahlen.
ich habe auch grosse angst dass irgendetwas schief gehen könnte udn wir dann aus den schulden nie wieder raus kommen.
die klinik würde ich auch auf eigene kosten operieren, die oberärztin hat mir aber eindringlich geraten noch bei der kasse weiterzumachen und zu kämpfen. aus eben genau diesen gründen.
falls der mdk den widerspruch wieder ablehnt, dann werden wir einen letzten, mit hilfe eines anwalts für sozialrecht einreichen und gegebenenfalls, sollte der schlimmste fall eintreten udn wir müssten selbst vorstrecken, auf kostenrückerstattung klagen.
erst wenn auch das nichts bringt, wäre ich bereit das risko der selbstzahlung zu übernehmen. problem dabei ist nur die fehlende zeit.
mir geht es gesundheitlich so bescheiden, dass die ganze familie inzwischen droht daran zu zerbrechen, weil die belastung kaum noch tragbar ist. weder für meinen mann, noch für die kinder. ganz zu schweigen davon, dass wir uns auch langsam sorgen um eine arbeitsplatzgefährdung meines mann es machen müssen.
bisher haben seine kollegen und sein direkter vorgesetzter und den rücken frei gehalten und im letzten halben jahr möglichst alle anstehenden dienstreisen meines mannes mit übernommen. ausserdem haben sie immer wieder toleriert, wenn er seinen arbeitstag vorzeitig beendet hat, weil hier zuhause mehr als "land unter" war.
so langsam fällt es aber auch den chefs in den höheren reihen auf und es wurden schon fragen gestellt. mein mann hat als senior ingenieur ja auch bestimmte verantwortung zu tragen. jetzt wurde ihm in einem persönlichen gespräch nahe gelegt schnellstmöglich eine andere lösung für seine privaten probleme zu finden, sonst sei sein arbeitsplatz stark gefährdet.
versteht ihr jetzt, warum wir auch bereit wäre letztendlich dieses risiko in kauf zu nehmen?
*seufz*
ich hoffe inständig, dass es bald positives zu berichten gibt. so geht es hier nicht mehr :(
liebe grüsse
Silke
Liebe Ruberta,
auch ich verfolge Dein Schicksal mit starker Anteilnahme und es macht mich betroffen, diese unmenschliche Entscheidung des MDK zu sehen.
Helfen kann ich Dir da leider auch nicht, dazu kenne ich mich zu wenig aus.
Was aber die aktuelle Situation betrifft (vor allem jetzt, da der Arbeitsplatz Deines Mannes gefährdet ist) - habt Ihr schon versucht über die Krankenkasse eine Familienhilfe zu bekommen?
Ich erinnere mich an meine Zeit im ambulanten Dienst, damals mußte eine Angestellte täglich (außer Wochenende) für sechs Stunden im Haushalt einer Familie mit 2 kleinen Kindern arbeiten (Hausarbeit/Kochen/Kinderbetreuung), da die Mutter durch einen Bandscheibenvorfall die Kinder vorrübergehend nicht versorgen konnte und der Vater als Alleinverdiener diese Versorgung nicht übernehmen konnte.
Ist zwar schon einige Jahre her und die Zeiten sind nicht besser geworden, aber vielleicht wäre das auch für Euch eine Möglichkeit?
Wenn Du das schon versucht hast, dann vergiß meinen Beitrag einfach ;)
Alles Gute für Dich und die Family,
Darcy
die kk zahlt leider nur bei risikoschwangeren und bei krankenhausaufenthalten. alles schon versucht :(
liebe grüsse
Silke
Mh - also die Frau damals war definitiv weder schwanger noch im Krankenhaus.
Wir Kolleginnen ärgerten uns nämlich maßlos, weil Madame sich das Haus komplett putzen ließ, während sie täglich zum Squash oder Shoppen ging und nach Ablauf der sechs Stunden erschien um den Putzerfolg zu kontrollieren.
Aber vielleicht sind ja auch die Vorschriften inzwischen strenger geworden :(
die vorschriften haben sich in der tat wieder geändert.
leider. jetzt berkommt man eine haushaltshilfe nur noch aus den beiden gründen, welche ich bereits anführte.
hammer finde ich auch dass sie, wenn ich im khs bin, max. 8 stunden zu je 7,50 euro bezahlen.
mein mann arbeitet schon 10 stunden (anfahrt etc exclusive) und dann finde mal jemanden der für das geld arbeitet!
mussten in der schwangerschaft schon mächtig draufzahlen und das bei den krankenkassenbeiträgen die wir monatl. abdrücken. nun ja.
ist halt so.
Hallo Ruberta,
ich weiss es hilft dir nicht viel weiter, jedoch: Würde ich noch da oben im Norden wohnen und es zu dir nicht zu weit haben. Ich habe keine Problem für 7,50 Euro die Stunde zu arbeiten. Die Vorschriften mancher Kassen sind zum Kotzen. So wurde ich 2002 als gesund erklärt weil ich 800 km weit weg zog - mit Freunden die alles machten und ich nur teilnahmslos auf dem LKW hockte......... Und das obwohl die Kasse Bescheid wusste über die Umstände und das ok zum Umzug in der Krankschreibungsphase gab!
Hab 6 Monate lang den Haushalt einer Freundin gemacht weil deren KK nach einem Unfall (Folge u.a. Beinbruch und Armbruch) keine Haushaltshilfe zahlen wollte! Mit 2 Kindern und ohne Mann
Bezahlt hat sie mich in Naturalien, also Brot Butter Wurst Käse auch mal ne Hose wenns sein musst. Sie hat mir einfach Geld gegeben, ich beide Kinner geschnappt und eingekauft. Und sollte dann halt für mich mit einkaufen.
Klappte so ganz gut und ich hab da auch kein Problem mit in Naturalien bezahlt zu werden.
Jedoch was ich eigentlich sagen wollte:
Hast du es schonmal bei Caritas etc. probiert? In einigen Ausnahmefällen vermitteln die Haushaltshilfen und tragen die Kosten! Die KK bleibt dann aussen vor.
Ich weiss nicht wie sie zu Übergewichtigen stehen - aber auch Magersüchtige (also die genau andere Richtung) bekommen da Hilfe wenn sie krank sind und den Haushalt nicht mehr auf die Reihe bekommen.
Grüsse von Aska :wink1:
jetzt berkommt man eine haushaltshilfe nur noch aus den beiden gründen, welche ich bereits anführte
Na, so ganz stimmt das nicht. Lies bitte nach:
http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze_web/sgb05/sgb05x038.htm
Und lies auch in den in Absatz 1 genannten Paragraphen nach, vielleicht findest du ja doch noch etwas, das auf eure Situation "paßt". § 37, "Häusliche Krankenpflege"?
ChaosBine
11.10.2005, 14:24
Hast du es schonmal bei Caritas etc. probiert? In einigen Ausnahmefällen vermitteln die Haushaltshilfen und tragen die Kosten! Die KK bleibt dann aussen vor.
Ich weiss nicht wie sie zu Übergewichtigen stehen - aber auch Magersüchtige (also die genau andere Richtung) bekommen da Hilfe wenn sie krank sind und den Haushalt nicht mehr auf die Reihe bekommen.
Ich denke bei einer caritativen Einrichtung sollte es egal sein, welche Krankheit vorliegt bzw. was der Krankheit zugrunde liegt das ein Mensch auf Hilfe angewiesen ist.
Aber die Idee es mal bei der Caritas zu versuchen finde ich sehr gut !
Ich habe eben auch schon überlegt, welche Möglichkeiten es noch gäbe an Hilfe zu kommen.
Vielleicht wäre es auch eine Idee, einen Aushang an einer Uni/Schule zu machen oder bei der Kirche und dort um Hilfe zu bitten?
Das ist sicher keine 1a-Idee, aber wenn sonst gar nichts anderes möglich ist... ?!
vollmond
11.10.2005, 14:35
Oder wie wärs mit einem au pair oder Austausch Mädchen? Ne befreundete Familie von mir hatte ein Jahr lang eine Studentin aus Polen, die hat sich liebevoll und wirklich gut um Kinder und Haushalt gekümmert! Da gibts sehr viele seriöse Argenturen, die au pairs vermitteln! Ich meine, im blauen Forum hatte sogar eine dame so eine argentur, weiß leider den Namen nicht mehr...
Vielleicht auch Arbeiterwohlfahrt, Malteser, Johanniter, DRK, Kinderschutzbund usw. fragen? Oder einfach mal die örtliche Gemeindeschwester um Rat bitten?
Es kann und darf einfach nicht sein, daß es einer Mutter dermaßen schlecht geht, daß sie im Prinzip Morphine benötigt, und dennoch Hilfe für einen Haushalt mit zwei Kleinkindern verweigert wird!
boah! wisst ihr dass ich hier gerade sitze und mir dir tränen in den augen stehen?
ihr seid so lieb!
ich werde mir, wenn die kinder im bett sind, heute abend einmal den paragraphen vorknüpfen und sehen ob es vielleicht doch so herum inen weg gibt.
ich habe es bisher nur bei den landfrauen versucht, weil mir jemand diesen tip gegeben hatte.
wir sind ja auch bereit kosten zu tragen, abr auch dort hat sich etwas verändert. sie dürfen nur noch ausgebildete kranenschwestern und erzieherinnen etc einsetzen und das wäre unerschwinglich für uns. zumal es hier im ort keine mehr gibt und die nächsten würden unmengen fahrtkosten benötigen.
bisher habe ich auch immer versucht irgendwie allein klar zu kommen. und bis vor zwei wochen ging es ja noch irgendwie. nun aber leider nicht mehr (zuminest nicht ohne morphum)
heute abend werde ich mich einmal be den von euch enannten verbänden schlau mahen.
vielen, vielen dank!
Slke
BintKhadija
11.10.2005, 16:47
Hallo Ruberta,
bevor dein Mann den Job verliert, und wenn Ihr so überhaupt niemanden zur Hilfe bekommt, sag Bescheid - ggf. könnte ich mich für ca. 2 Wochen frei machen, dann würde ich "Feuerwehrfrau" spielen, wenn Ihr Euch vorstellen könnt, eine wildfremde Frau zu beherbergen.
Nur mal so für den Hinterkopf.
Lieben Gruß
BintKhadija
simsalabine
11.10.2005, 17:25
.....
Es kann und darf einfach nicht sein, daß es einer Mutter dermaßen schlecht geht, daß sie im Prinzip Morphine benötigt, und dennoch Hilfe für einen Haushalt mit zwei Kleinkindern verweigert wird!...
Das will mir auch nicht eingehen. Vor allem wird da wohl eher in Kauf genommen, daß ein Familienvater seine Arbeit verliert, als das da für einige Zeit eine Haushaltshilfe bezahlt wird. Zumal ja bei Silkes Familie sogar ein Eigenanteil getragen werden würde.
Liebe Silke,
leider kann ich nicht wirklich helfen, aber ich wünsche Dir und Deiner Familie, daß Euch geholfen wird und es sich noch eine Lücke findet im Paragraphendschungel.
Liebe Grüße,
simsalabine
BintKhadija
11.10.2005, 21:46
Hallo Silke,
eine Freundin hatte gerade noch eine Idee: gibt es bei euch im Dreh "ambulante Dienste"? Die machen nämlich neben Pflege- auch Haushaltsarbeiten, beschäftigen nicht nur Krankenschwestern pp., sondern auch Studis, Hausfrauen etc. Häufig arbeiten ambulante Dienste nicht nur für alte oder dauerhaft behinderte Menschen, sondern werden auch bei temporärer Verhinderung/Erkrankung tätig. Die ambulanten Dienste werden von der Krankenkasse, teilweise dem Sozialamt oder aber auch privat gezahlt. Evtl. weiss deine Krankenkasse ja weiter - oder, wenn du nicht ganz auf dem Dorfe lebst, auch das Telefonbuch!
Lieben Gruß
BintKahdija
Ähm, BintKhadija,
davon hatte ich doch geschrieben - aber das nutzt alles nix, wenn die Krankenkasse das nicht zahlt. Und dass sie nicht zahlt, hatte wiederum Silke schon erwähnt :-o
BintKhadija
11.10.2005, 22:48
Darcy,
ich hatte das so verstanden, dass es in den von den Krankenkassen vermittelten Diensten nur ausgebildete PflegerInnen gäbe. Aber ambulante Dienste stellen eben nicht nur Pflegeleute ein und arbeiten auch im Haushalt, vor allem arbeiten sie zu von Privatleuten durchaus leistbaren Kosten.
Die kassenvermittelten Pflegdienste sind etwas anderes als "ambulante Dienste" und unterscheiden sich 1. in den Kosten und 2. darin, dass sie nur examinierte Leute einstellen dürfen, die für Haushaltsdienstleistungen dann auch schlicht zu teuer sind.
In Silkes Beispiel geht es doch hauptsächlich darum, dass erstmal der Haushalt "geschmissen" wird, da ist es doch völlig egal, ob das von einer Pflegefachkraft oder einer Studentin gemacht wird ...
Freundlichen Gruß
BintKhadija
Ich versteh momentan nicht, wo Du den Unterschied zwischen einem ambulanten Pflegedienst und einem ambulanten Pflegedienst siehst :confused:
Also - der ambulante Pflegedienst in HH, wo ich damals arbeitete, war krankenkassenzugelassen, beschäftigte aber durchaus nicht nur examinierte Pflegekräfte, sondern auch Pflegehelfer und eben auch Haushaltshilfen.
Natürlich konnte man, für den Fall dass die Kasse das nicht zahlte, auch privat zahlen - allerdings war das alles andere als kostengünstig.
Ist doch auch logisch - da bezahlste ja nicht nur die Putzfrau an sich, sondern auch noch die Lohnnebenkosten, die Verwaltung und der Chef möcht ja auch mal wieder in Urlaub fahren.
Wenn also die Kasse nicht zahlt, ist es wohl günstiger, sich privat eine Hilfe zu suchen. In dem Fall würd ich dann über die Kirche oder eine andere wohltätige Organisation gehen oder aber an der Uni suchen.
Darcy
ChaosBine
12.10.2005, 08:08
Hallo Ruberta,
bevor dein Mann den Job verliert, und wenn Ihr so überhaupt niemanden zur Hilfe bekommt, sag Bescheid - ggf. könnte ich mich für ca. 2 Wochen frei machen, dann würde ich "Feuerwehrfrau" spielen, wenn Ihr Euch vorstellen könnt, eine wildfremde Frau zu beherbergen.
Nur mal so für den Hinterkopf.
Lieben Gruß
BintKhadija
Ich finde dieses Angebot total rührend und kann nur sagen: Respekt ! :daumen:
mann leute!!
ich bin total platt!!
vielen vielen dank für dieses unglaublich tolle angebot BintKhadija. ringe immer noch nach fassung. meinen mann hasts du ebenfalls total sprachlos gemacht!
*seufz*
irgendwie kann ich meine gefühle gar nicht in worte fassen. ich sitze hier schon einen moment und mir fallen keine worte ein, welche das beschreiben was gerade in mir vorgeht.
ihr habt in jedem fall recht! ich warte noch mit spannung auf eine e-mail und werde mich, falls das nicht klappen sollte, einmal ans telefon klemmen und sämtliche karitative einrichtungen anrufen.
es soll ja auch niemand umsonst machen. und vielleicht kennen die sogar jemanden der sich dringend ein paar euro dazu verdienen müsste. wir können zwar nicht die welt zahlen, doch sicher etwas mehr als 7,50 euro/stunde.
das mit der krankenkasse ist so eine sache. da sich unsere kasse in berlin befindet und wir hier bei hamburg wohnen, können sie mir leider keine adressen von haushaltshilfen in unserer nähe geben. eben nur aus berlin.
als ich mit jesse schwanger war bekamen wir ja über die kasse die hilfe eines pflegedienstes bezahlt. dieser schickte dann seine zivis. kostet den pflegedienst natürlich weniger als eine examinierte kraft, aber mir war es wurst. ich brauchte ja keine krankenschwester, sondern eine haushaltshilfe. und die zivis haben das prima gemacht.
klar musste ich ein paar abstriche machen. waren eben "junge männer" von 18/19 lenzen, welche sicher andere prioritäten setzen als unser eins, aber dafür hatte ich auch oft etwas zum schmunzeln ;)
und als einmal vertretungsweise eine exam. schwester kam, da habe ich bauklötze gestaunt! die war echt der hammer. sowas oberflächliches habe ich noch nicht erlebt. die hat um den dreck herum "sauber gemacht". dabei war sie auch hausfrau und mutter von 3 kindern.
so, jetzt muss ich aber sehen dass meine kleine bande und ich nach unten kommen und frühstücken.
nochmals ganz lieben dank für eure vielen tips und für die gedanken die ihr euch meinetwegen macht.
und ganz besonders für dein angebot BintKhadija!
liebe grüsse
Silke
Hallo Ruberta,
aus Zeitgründen kann ich im Moment nur relativ kurz auf Dein Problem eingehen (im Moment) aber, da ich ja in einer Wohlfahrtseinrichtung arbeite (hier allerdings Verwaltung ) möchte ich Dir, wie Rascha, die Wohlfahrtsverbände empfehlen.
Es gibt z.B. bei der Arbeiterwohlfahrt einen allgemeinen sozialen Hilfsdienst, der auch Familienhilfe anbietet. Ich habe gerade einer Kollegin Deinen Fall geschildert und sie meinte, dass Du auf jedem Fall mal anrufen solltest und eventuell auch um einen Beratungshausbesuch bitten kannst. Es gibt die Sozialreferate der Gemeinden, die Dir auch Tips in Sachen Finanzierung und Unterstützung geben können. Meine ziemlich kompetente Kollegin meinte auch, dass Du unbedingt die Unterstützung Deines HAUSarztes bräuchtest und die Krankenkasse zumindest zeitlich beschränkt die Finanzierung übernehmen muss.
Aber ich denke in Deinem Fall gibt es so viele Wenn und Abers, dass wenn Du irgendwelche speziellen Fragen vorab hast, sie mir per PN stellst und ich werde mich dann vor Ort erkundigen.
Übrigens, auch die Caritas bietet hier gute Dienste an.
einstweilen
toni
Liebe Silke,
erst einmal drücke ich Dir und Deiner Familie die Daumen, dass Du bald Hilfe bekommst und es bei Euch wieder aufwärts gehen kann.
Habt Ihr schon einmal überlegt, Pflegegeld zu beantragen? Du schreibst doch, dass Dein Mann Dich bei der Hygiene unterstützt, da ist es doch bestimmt möglich, in eine Pflegestufe zu kommen. Wenn Dein Mann die körperliche Pflege weiterhin übernimmt, wäre der Betrag zwar bedeutend geringer als wenn Ihr einen ambulanten Pflegedienst beauftragt, aber Ihr hättet das Geld selbst zur Verfügung und könntet davon vielleicht eine Haushaltshilfe zumindest teilweise finanzieren.
Viele Grüße,
Kimmie
heute habe ich von der kk bescheid bekommen.
der mdk hat meinen antrag auf kostenübernahme erneut abgelehnt und meint ich soll erst einmal ernährungsberatung machen und ein weiteres jahr psychotherapie. :-(
da der mdk jedoch versäumt hat wieder das wort "kontraindiziert" in seine ablehnung zu schreiben, hat die kk von sich auch nun entschieden mir trotzdem den stempel für das okay zu geben!!!! *juuuuuuuuuuuuuuubel*!!!!!
am 25.10. habe ich jetzt meinen op termin!!!!!
morgens um acht muss ich nüchtern dort sein, dann wird mein magen gespiegelt und dann wird operiert!!!!!!!!!!!
ENDLICH GEHT ES WIEDER AUFWÄRTS!!!!!
ich kann es noch gar nicht ganz fassen, aber ich glaube da gerät auf meinem herzen gerade ein riesen stein ins rollen udn wenn ich es irgendwann wirklich fassen kann, dann plumpst ein ganzes gebirgsmassiv von meinem herzen und nicht nur ein stein :-)
noch immer fassungslose grüsse
Silke
Meine liebe Silke!
Es freut mich, dass die Krankenkasse nun doch die OP übernimmt.
Ich wünsche Dir von ganzen Herzen, dass Deine Erwartungen erfüllt werden und Du wieder ein normales Leben führen kannst!
Liebe Grüsse
Ina-Maike
Auch ich hoffe dass für Dich alles gut ausgeht und freue mich mit Dir.
Hast Du denn irgend etwas in Richtung " Haushaltshilfe " unternehmen können ? Ich denke nach der OP wirst Du sie ja sicher sehr nötig haben.
alles Gute für Dich
toni
ChaosBine
19.10.2005, 13:26
Liebe Silke,
ich wünsche dir für die bevorstehende OP einfach nur Glück !!
Und für die nachfolgende Zeit wünsche ich dir sehr viel Kraft. Die wirst du benötigen.
Ich denke am 25.10. sehr an dich!
Alles Gute
Bine
Meine Daumen sind auch gedrückt!
mellow
simsalabine
19.10.2005, 17:33
Liebe Silke!
Herzlichen Glückwünsch, daß es mit der Kostenübernahme geklappt hat.
Auch für die OP alles Gute und daß sich nun endlich alles zum Guten für Dich bzw. Euch wendet.
Liebe Silke,
auch ich wünsche Dir, dass alles so klappt, wie Du es Dir wünschst und dass es Dir bald sehr viel besser geht.
Ich bin froh, dass Du die Zusage von der Krankenkasse bekommen hast und so nicht Gefahr läufst, in große finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Das hat mir echt Sorgen gemacht. Prinzipiell finde ich es zwar gut, dass die Krankenkassen bei der Kostenübernahme so zurückhaltend sind, aber in Deinem Fall wäre das sicher nicht angebracht gewesen.
Bitte halte uns auf dem Laufenden, was geschieht und wie es Dir geht.
Alles Liebe
Martina
Hallo Silke,
super :daumen: vor allem das die Kasse sich gegen den Rat des MDKs entschieden hat.
Ich werde am 25.10. ganz fest an dich denken und dir einen Kraftstrahl senden.
Wünsche dir das du das erreichen kannst was du dir erhoffst. Und auch das du eine Hilfe bekommst für die Zeit.
Viele Grüsse
:wink1: Aska
BintKhadija
19.10.2005, 18:23
Hallo Silke,
da hat sich die KK ja doch noch eines Besseren besonnen :-)
Ich wünsche Dir viel Glück bei der OP und der anschließenden Genesung :-).
Falls da irgendwer noch das Zicken anfängt bzgl. Hilfe - bin immer noch arbeitslos und damit norddeutschlandtauglich ;-)
Lieben Gruß
BintKhadija
dramaqueen
19.10.2005, 19:21
Auch von mir alles, alles Gute für die OP(s) und die Zeit danach!
Ich wünsche dir, dass alles so wird, wie du es dir vorstellst!
:daumen: dramaqueen
Lovely Rita
19.10.2005, 21:07
liebe silke,
auch von mir alles gute für die op und baldige erfüllung deiner wünsche.
ich denk am 25. ganz fest an dich.
christine
Liebe Silke,
auch von mir alles Gute für die OP. Ich habe den thread verfolgt - und wünsche dir, dass alles optimal läuft. Ich werde am 25. auch an dich denken.
Hallo Silke,
ich freue mich auch. Zur Zeit gibt es hier aber echt viel Freude *schmunzel* und wünsche Dir für die OP alle Kraft, vor allem, für die Zeit danach!
Lokerman
20.10.2005, 09:28
Hallo Silke
Auch ich drücke alle Daumen .Habe den Thread auch verfolgt. Ich habe im letzten Jahr auch 8 Wochen auf meine 3 Kids aufgepasst ,da meine Frau im Krankenhaus war . Daher kann ich es gut verstehen wie es ist ,
wenn man will und nicht kann. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute.
Grüsse Lokerman - Manfred :)
Liebe Silke,
wie schön, dass es nun doch noch geklappt hat und Ihr die Kosten nicht selber tragen müsst!;) Ich drücke Dir und Deiner Familie die Daumen, dass die OP und die Heilung gut verlaufen und Du den nötigen Auftrieb bekommst, damit es wieder aufwärts gehen kann.
Übrigens: mein Vorschlag, was das Pflegegeld angeht, war natürlich als Übergangslösung zur Finanzierung einer Haushaltshilfe gemeint; bis vor kurzem stand der OP-Termin ja noch nicht fest. Gut, dass Ihr nun nicht mehr länger warten müsst.
Viele Grüße und viel Glück,
Kimmie
der professor hat mich heute mittag angerufen undmeine op wurde, wegen mangel an intensivbetten (diverse notfälle), auf dem 31.10. verschoben. am 28.10 werde ich aber schon zur spiegelung einfliegen.
also.... alle bitte ein paar tage später daumen drücken!
Silke
Ich bin sehr froh, daß die Kostenübernahme nun geklärt ist, und wünsche dir alles Gute - vor allem, daß du dich schnell von der OP erholst und daß sie tatsächlich hilfreich für dich ist.
Brockenhexe
20.10.2005, 18:04
Liebe Silke,
wie Du weißt "kämpfen" wir beide in der gleichen Gewichtsklasse und ich kann Deine Probleme gut nachvollziehen. Ich habe gerade die Entwicklung der letzten 4 Wochen (war 4 Wochen im Krankenhaus) gelesen und freue mich sehr für Dich, dass die Kosten der OP endlich! übernommen werden.
Ich kann verstehen, dass die OP für Dich die richtige Lösung ist, selber möchte ich aber keine Erfahrung mit der Adipositas-Chirurgie machen. Aber auch bei diesem Krankenhausaufenthalt wurde mir wieder eine OP "angeboten", mit dem Hinweis, dass die Krankenkasse diese auf jeden Fall übernehmen würde. :confused:
Für die bevorstehende OP und den Krankenhausaufenthalt wünsche ich Dir alles erdenklich Gute! :daumen:
Liebe Grüsse aus Dortmund
Die Brockenhexe
hallo zusammen,
erst einmal möchte ich dir, liebe brockenhexe antworten.
ich kann deine entscheidung sehr gut verstehen! wenn es mir körperlich nicht so schlecht ginge und es um mein gehvermögen nicht 5 vor 12 stände, dann würde auch ich die op nicht vornehmen lassen.
und von wegen die kk übernimmt die kosten auf jeden fall! ich habe 2x eine ablehnung vom mdk erhalten!
über die zweite hat sich die kk dann hinweg gesetzt un dmir doch eine zusage gegeben.
es war ganz schön entwürdigend mit welcher begründung der mdk ablehnte.
beide male meinte er ich sei psychotherap. noch nicht austherapiert udn solle ein weiteres jahr therapie machen und eine ernährungsberatung.
und jetzt kommts: "aufgrund meines ernährungsprotokolls kann man erkennen dass lediglich meine ernährung der grund für mein übergewicht sei. ich esse ja schliesslich auch sahneprodukte udn erdnüsse und gummibärchen etc. ich solle einfach endlich ein,al konsequent diät leben und dann würde ich von allein abnehmen."
da fällt mir nicht mehr viel zu ein.
ich sagte meiner kk dass ich gern bereit bin diese op noch zu verschieben, doch wer dann für die folgekosten zuständig sei?!?
ich würde noch dieses jahr (ich bin mir sicher, da meine schmerzen selbst mit medikamenten fast unerträglich sind) im rollstuhl sitzen. mal vom familiären-emotional-persönlichen abgesehen, traue ich mir zu mir vorzunehmen bis zu 30 kilo im jahr abzunehmen (für die letzten 40 kilo brauchte ich 3 jahre). insgesamt sind aber 110 kilo nötig, damit mein knie operiert werden kann....
also.. wer zahlt für die zeit der abnahme den xxl rollstuhl? die umbauten am haus? die kinderpflege? die haushaltshilfe? die ambulante pflege? werde im rollstuhl sicher nicht mobiler werden.
diese "rechnung" sah dann sogar die kk ein und bewilligte mir die op.
gestern abend habe ich im übrigen noch mit K. telefoniert. sie wurde ja vor 12 wochen operiert. ihr geht es total klasse. sie kann alles essen und trinken, lediglich stark kohlensäurehaltige getränke verursachen ihr "magendrücken". sie leidet weder unter spätdumping, noch unter durchfällen oder sonstigem.
das macht mut! inzwischen hat sie ausserdem schon 21 kilo "verloren". und ihr geht es körperlich deutlich besser als vor der op.
aber zurück zu mir. :-)
hier zuhause geht allein nicht mehr.
meine kinder sind, bis auf den kleinsten, bei oma untergebracht und meine schmerzmittel haben kaum noch wirkung. aushaltbar wird es nur, indem ich wirklich so gut wie nichts mache und schon gar nicht herumlaufe. dann geht es wenigstens mit kleinen wegen im haus.
inzwischen bekomme ich grosse unterstützung von "stöpsel"!! an dieser stelle nochmal vielen, vielen dank an dich!!!!!!!!!!!!!!!!!!:bussi:
eben gerade habe ich einen anruf aus der klinik bekommen.
S., welche ich aus einem anderen forum kenne udn welche ihren op-termin vor mit hat, ist leider krank geworden. sie hat sich eine dicke erkältung eingefangen und kann deswegen leider in dieser woche nicht operiert werden. daher hat sie im khs vorgeschlagen mit mir die termine zu tauschen. nun sieht es so aus dass ich am donnerstag morgen zu spiegelung in lübeck einfliege und am freitag dann operiert werde!!!!!
S. kommt dann am freitag und wird statt mir am montag operiert.
sie hofft dass sie bis dahin wieder fit ist.
also... wieder ein neuer "daumendrücktermin" ;-)
so... und jetzt wird auch mir ein wenig mulmig. zum ersten mal.
doch die aussicht auf ein anderes leben als eines im rollstuhl überwiegt.
werde meinen mann beauftragen sich hier zwischendurch einmal zu melden und bericht zu erstatten, okay?
liebe grüsse
Silke
dolphinchen7
25.10.2005, 10:33
:applaus: :applaus: :applaus: :applaus: :applaus: :applaus: Super, Klasse !!!:applaus: :applaus: :applaus: :applaus: :applaus:
Ich wünsch Dir alles, alles, alles, alles, alles, alles, alles, alles, alles, alles, alles
Gute !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!:d aumen:
Dolphinchen:five:
Liebe Silke,
auch ich wünsche Dir alles, alles Gute und drücke feste die Daumen, dass alles gut geht.
Ich denke an Dich
liebe Grüße
Grit
Sonnenkuss
25.10.2005, 10:53
Ich wünsche dir und deiner Familie viel, viel Glück, Gesundheit, Mut, Liebe und die nötige Kraft um das gemeinsam zu meistern.
Es wäre schön, wenn dein Mann ab und zu was von dir hören liese.
Liebe Grüße mit den besten Wünschen,
Sonnenkuss.
Auch hier am Chiemsee sind die Daumen für Dich gedrückt, Silke.
Ich wünsche Dir, dass die OP klappt und ihren Zweck erfüllt, damit Du bald wieder ein schmerzfreies, selbstbestimmtes Leben führen kannst :daumen:
Darcy
Liebe Silke,
ich bin noch relativ neu hier und habe bisher zu Deiner Geschichte nichts beigetragen. Aber gelesen habe ich alles, manchmal auch mit Tränen in den Augen. Deine Geschichte hat mich ziemlich mitgenommen und läßt mich nicht mehr los. Und da jetzt Dein OP-Termin sozusagen vor der Tür steht möchte ich Dir hierfür alles alles gute Wünschen und das es so toll läuft wie bei Deiner Freundin. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen und hoffe bald von Dir zu hören. Wie Du bis jetzt gezeigt hast kannst Du kämpfen und Du wirst dies auch sicherlich weiterhin tun. Du bist eine starke Person, Du schaffst es!
Liebe Grüße vom
Koala
kikischatz
25.10.2005, 12:57
Liebe Silke,
habe auch still mitgelesen und möchte dir viel Glück und Kraft für die OP schicken. Ich werde meine Kerze für dich anzünden, sie hat schon für Familienmitglieder und Freunde Licht und Wärme gespendet, wenn sie Kraft nötig hatten.
Alles Liebe
Kiki
Ich drücke Dir die Daumen und bin in Gedanken bei Dir!
Liebe Grüsse
Ina-Maike
Ich freue mich aufrichtig für Dich, daß Du die Zusage nun endlich bekommen hast. Ich drücke Dir die Daumen, daß mit der OP alles klappt!
Wenn Dein Mann hier einen Zwischenbericht zu Deinem Befinden posten würde, würde mich das sehr freuen. Wir denken ganz gewiß in der Zwischenzeit an Dich und würden sonst nur herumrätseln wie es Dir wohl gehen mag.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie, daß es ein Aufbruch in bessere Zeiten wird, und daß Ihr das tägliche Leben in Zukunft wieder freier gestalten könnt.
Liebe Grüße
Liebe Silke,
auch von mir viel Glück und vor allem viel Erfolg bei Deiner OP.
Ich hoffe, dass Dir all das bringt (bzw. wegnimmt), was Du von ihr erhoffst!
*daumen drück*
Lovely Rita
25.10.2005, 13:52
liebe silke,
auch ich werde dir fest die daumen drücken und wünsche dir das beste ergebnis und baldige linderung deiner schmerzen!
liebe grüße, christine
Hab mir einen Knoten ins Taschentusch gemacht, damit ich den neuen Daumendrücktermin nicht verpasse. Alles, alles Gute -
mellow
caro0106
25.10.2005, 19:52
Auch ich drücke ganz feste die Daumen.
Alles Gute für Dich und für Deine Familie.
Liebe Grüsse aus dem Kohlenpott
Caro
Liebe Silke,
all meine guten Gedanken werden Dich begleiten.
Alles Liebe
Martina
Ich werde die Daumen drücken und wünsche dir eine erfolgreiche OP sowie schnelle Genesung!
Gruß
Rascha
Dralle Deern
26.10.2005, 06:41
Liebe Silke,
ich denke an dich und wünsche dir alles Gute, vor allem, dass sich deine Hoffnungen, die du in den Eingriff setzt, erfüllen.
Alles Liebe
Dralle Deern
Liebe Silke,
auch von mir noch einmal die allerbesten Wünsche für die OP.
werde meinen mann beauftragen sich hier zwischendurch einmal zu melden und bericht zu erstatten, okay?
Das wäre schön. Ich denke, wir alle hier werden erleichtert sein, wenn wir erfahren, dass die OP nach Plan gelaufen ist und es Dir einigermaßen gut geht.
Viele Grüße,
Kimmie
BlaueElise
27.10.2005, 22:37
Hallo Ruberta,
ich habe mir alles durchgelesen und denke, Du hast die in Deiner Situation für Dich richtige Entscheidung getroffen. Vor allem schmerztechnisch, wenn Du von Tramadol schon auf Morphium umstreigen musstest, kann ich mir gut vorstellen, dass ALLE übrigen hier genannten Alternativen nicht in Frage kommen. Wer weiss, wie extremste Dauerschmerzen sich auf den seelischen Zustand auswirken, kann es Dir nachfühlen.
Falls du nochmal reinguckst vor dem 28., auch von mir alles Gute für Deine OP, ich denke, Du bist in dieser Klinik in guten Händen. :)
Blaue Elise
Hallo Ruberta,
auch wenn es etwas spät ist, ich drück Dir die Daumen und denke heute an Dich.
Viele Grüße Sandra
Liebe Silke,
auch wenn Du das hier jetzt (noch) nicht lesen kannst, so möchte ich Dir doch kurz schreiben, dass ich heute den ganzen Tag an Dich gedacht habe und Dir viele gute und sorgenvolle Gedanken geschickt habe. Ich hoffe sehr, Dein Mann lässt uns bald wissen, wie es Dir geht.
Alles Liebe
Martina
heute morgen hat Silke ihren RNY-Bypass bekommen. Die Krankenschwester von der Intensivstation sagt, alles 'den Umständen entsprechend' und es habe bei der OP keine Komplikationen gegeben. Sie konnten es sogar komplett minimalinvasiv machen!
Ich habe schon mit Silke gesprochen und mir fällt ein riesiger Felsbrocken vom Herzen!
Liebe Grüße
Frank
danke für die nachricht frank!
das gesamte forum hat mit und um silke gezittert.
richte ihr bitte ganz liebe grüße aus. :)
Lieber Frank,
oh, ich bin Dir so dankbar, dass Du berichtest! Bitte sei so lieb und richte Silke unsere besten Wünsche aus. Und halte uns auf dem Laufenden!
Die Daumen bleiben weiterhin gedrückt, damit Ihr bald wieder ein zufriedenstellendes Familienleben führen könnt.
Alles Liebe und Gute
Martina
ChaosBine
29.10.2005, 00:56
Danke für die Info, Frank.
Es ist sehr sehr beruhigend das zu hören !!
Ganz herzliche Grüße an deine Frau.
LG
Bine
Ach bin ich froh, solch gute Nachrichten zu hören :applaus: Bitte auch von mir an Silke liebe Grüße und Genesungswünsche :daumen:
Darcy
Frank,
von mir auch die besten Wünsche und liebe Grüsse. Schön zu lesen, dass es keine Komplikationen gab.
Ich bin soooo froh, dass alles gut gegangen ist!!!! :)
simsalabine
29.10.2005, 10:19
Hallo Frank!
Danke für die Info. Wie schön, daß alles gut verlaufen ist! Und auch von mir die besten Genesungswünsche an Deine Frau.
Liebe Grüße,
simsalabine
Ich danke für die gute Nachricht und bin heilfroh, daß minimalinvasiv operiert werden konnte, so daß Silke sich hoffentlich recht schnell erholen kann.
Meine besten Wünsche und alles Liebe an sie!
Rascha
Hallo Frank!
Ich möchte Dir auf diesem Wege ein ganz dickes Lob aussprechen, denn Du stehst so sehr hinter Deiner Frau, meisterst so viele Probleme mit ihr gemeinsam und gibst Silke einen großen Rückhalt, was Dich alles in allem sicherlich ebenfalls viel Kraft kostet. Meine Hochachtung für Deine Unterstützung!
Liebe Grüße natürlich auch an Silke!
vielen dank für eure lieben wünsche und gedanken. die welche an silke gingen habe ich ihr alle ausgerichtet (=vorgelesen) und für die an mich einfach danke!
die kinder halten mich auf trab, trotzdem möchte ich euch ein kurzes update geben. silke ist gestern zum ersten mal selbst aufs klo, hat aber die rechnung direkt bekommen. durch die verstärkte übelkeit bekam sie brechreiz (magensonde!), was bei ihrem geflickten magen extrem schmerzhaft ist. sie verlor auch zuviel blut und brauchte blutkonserven. die nacht war die hölle und sie musste sediert werden, heute ging es ihr aber wieder besser. die blutwerte sind leider noch nicht besser, aber die sache hat ihr gezeigt es langsam anzugehen. sie hat einfach versucht zu schnell wieder auf die beine zu kommen, und um ihr den druck zu nehmen, versuche ich jetzt für die zeit nach meinen 2 wochen urlaub hilfe zu organisieren, freunde, familie, und auch bezahlte kräfte. ich hoffe dadurch bekommt sie die ruhe es langsam angehen zu können.
liebe grüße
frank
Sonnenkuss
01.11.2005, 08:43
Nochmals ganz viel Kraft und Glück für Euch und für Silke natürlich eine einigermaßen schnelle und unkomplizierte Gesundung,
liebe Grüße Sonnenkuss.
stübbken
01.11.2005, 11:53
Wie schön, dass es aufwärts geht!
Ich erinnere Dich und Silke nochmal daran, dass es auch vom Jugendamt Hilfen für Kinder in problematischen Situationen gibt - das ist in diesem Thread untergegangen.
Die gesetzliche Grundlage ist § 20 KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) und wird in Situationen wie Eurer (Mutter krank und Vater auf Arbeit) gewährt, wenn Krankenkasse die Bewilligung einer Haushaltshilfe ablehnt. Nach § 23 KJHG kann das Jugendamt auch eine "Kinderfrau" finanzieren, die die pädagogische Betreuung der Kinder übernimmt (in diesem Fall keine Arbeiten im Haushalt, Schularbeitenhilfe, zum Kindergarten bringen, mit den Kindern Freizeit gestalten).
Alles Gute!
stübbken
Silke hat ja ein ordentliches Temperament http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/smile1.gif http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/flirt.gif
So euphorisch wie sie war, will sie wahrscheinlich schnell wieder sprichwörtlich 'auf die Beine' kommen...
Bitte schone dich, liebe Silke!
Es gibt nach solch einem Eingriff keinen Kippschalter, den man einfach umlegen kann und alles ist schön!
Besser jetzt ein wenig langsamer und vorsichtig... als später mögliche Folgen der Ungeduld behandeln zu müssen.
Diese Blumen sind hoffentlich im Krankenhaus erlaubt: http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/liebegruesse.gif
Alles erdenklich Gute sendet Berkana
Auch ich sende Dir (über Deinen Mann) viel Kraft und Geduld und werde weiter die Daumen drücken - bis Du wieder selbst schreiben kannst, dass es Dir besser geht.
Liebe Grüße
mellow
Hallo Frank,
auch von mir vielen Dank für die Rückmeldung. Wie schön, dass alles gut gelaufen ist. Ich wünsche Silke weiterhin eine gute Genesung und alles Gute für Eure Familie.
Viele Grüße, auch an Silke,
Kimmie
Solitude
01.11.2005, 14:28
@ Silke: Die besten Genesungswünsche auch von mir...viel Kraft und vor allem auch Geduld, die Dinge ihren Weg gehen zu lassen (der letzte Part ist schwierig - weiß ich aus eigener Erfahrung;) ).
hallo alle!
hab nicht viel zeit, die kinder fordern mich :-)
nur soviel: silke ist mehr oder weniger über dem berg, ist gerstern schon rumgelaufen und hat der steffi, die auf der gleichen station liegt und am montag dieselbe op über sich ergehen hat lassen, schon einmal die haare gewaschen :-) aber das motto schritt für schritt darf sie nie ausser acht lassen. im laufe der nächsten woche wird sie sicher entlassen und darf sich als "gast" hier zuhause gerne das geschehen anschauen *fg*
wir haben zum glück eine jemand gefunden, die uns die nächsten wochen aushelfen wird, eine freundin einer freundin :-) sie kann das geld gut gebrauchen und kann 8 stunden mo - fr bei uns sein. eine riesenerleichterung (leider nicht für den geldbeutel, aber das verkraften wir; die kk zahlt auch noch 600€ für die ersten 2 wochen dazu).
liebe grüße
frank
Hallo Frank,
schön zu hören, dass Silke auf dem Weg der Besserung ist!!!
Ich würde Dir vorschlagen gleich noch ein paar Stricke zu besorgen, damit Du sie dann am Stuhl festbinden kannst ;) Sonst sehe ich es noch nicht, dass sie sich als "Gast" nur verwöhnen läßt.
Richte ihr bitte viele liebe Grüsse aus und wir freuen uns schon sehr, wenn sie wieder da ist!!
Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende!!!
Ina-Maike
Hallo Frank, Hallo Silke,
weiterhin gute Besserung wünsche.
Und das du, Silke, dich net übernimmst im Haushalt.
Viele Grüsse
Aska
Danke für die Nachricht und herzliche Grüße an Euch beide!
mellow
Ich wünsche Silke von ganzem Herzen gute Besserung!
hallo ihr lieben,
anscheinend muss ich mich hier die nächsten tage erst einmal kräftig durch die threads lesen.
wollte für's erste aber mal ein kleines lebenszeichen von mir geben.
trotz einiger kleinerer und grösserer komplikationen ist nun alles überstanden und vorbei. :)
die ersten kilos sind gepurzelt und der kostaufbau klappt prima.
wenn ihr mögt, dann wird ein ausführlicher bericht folgen sobald ich wieder halbwegs fit bin.
noch recht erschöpfte grüsse
Silke ;)
ChaosBine
05.11.2005, 19:14
Liebe Silke,
schön das du wieder da bist. :daumen:
Es tut so gut von dir persönlich zu lesen (danke auch noch einmal an deinen Mann für die Zwischen-Info`s).
Überanstrenge dich bloß nicht und mache alles ganz langsam und in Ruhe. Du hast Zeit.
Erhole dich gut und von Herzen alles Gute für dich.
Lieben Gruß
Bine
Hallo Silke,
schön, dass Du wieder da bist und alles halbwegs gut überstanden hast!
Lass jetzt alles wirklich langsam angehen!
Schönes Wochenende!!
Ina-Maike
Solitude
05.11.2005, 22:42
Ich freue mich sehr mit Dir, Silke...und auch, dass Du jetzt schon so positiv klingst:)
Und wenn Du wieder fit genug bist, freue ich mich auch auf den ausführlichen Bericht.
Alles Gute weiter:daumen:
Wow - Du bist schon wieder zu Hause?!? Bitte gehe alles zu Hause behutsam an, denn auch wenn Du Dich bereits etwas besser fühlst, so schone Dich bitte noch.
Liebe Silke,
ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschliessen!
Alles Gute weiterhin! Und nicht zu viel auf einmal wagen; immer schön den ersten Schritt vor dem zweiten tun ;).
AndreaMei
06.11.2005, 10:31
Liebe Silke,
auch ich bin gespannt auf Deinen Bericht.
Und lass´ Dir wirklich Zeit, Du hast jetzt alle so lange durchgestanden, da kommt es auf eine Woche auch nicht an.
Liebe Grüße
Andrea
Dralle Deern
06.11.2005, 10:46
Alles Gute Silke!
Auch wenn ich wiederhole, was die anderen schon schrieben: du hattest eine schwere Operation hinter dir. Nimm dir alle Zeit zum gesundwerden.
Hallo Silke,
willkommen zurück.
Ich schliesse mich meinen Vorrednern an: Übernimm dich bitte nicht und nimm dir Zeit zum Gesundwerden.
Auch zu Hause kann man Gast sein und sich erholen *lächel*
Viele Grüsse
:wink1: Aska
Liebe Silka,
auch von mir die besten Wünsche - viel Kraft, Geduld und Zuversicht!
Alles Liebe
Jesse
Hallo Silke,
hoffentlich geht es Dir schon wieder etwas besser und Du lässt Dich daheim schön verwöhnen ;)
mellow
hallo ihr lieben!!!
möchte wieder einmal kurz zwischenbericht erstatten :)
am dienstag dieser woche war ich zum fäden ziehen und es sind bis heute auch schon die ersten, mindestens 16 kilo unwiederbringlich gepurzelt. (in anderthalb wochen!)
so genau kann ich es leider nicht sagen, da wir am aufnahmetag das wiegen versäumt haben und ich nur weiss was ich ende august auf die waage brachte. da waren es 211,4 kilo, jetzt sind es 195,5 kilo.
und am ende ist es mir auch egal. weg ist weg ;)
kurz nach der op, beim ersten "kostaufbau" hat sich bei mir auch sehr schnell gezeigt wie wichtig eine begleitende psychotherapie sein wird.
als ich eines abends vor meiner ersten scheibe weissbrot mit mortadella saß, da lief mir förmlich das wasser im mund zusammen! nicht weil ich hunger gehabt hätte- ein hungergefühl kann ich bis jetzt nich nicht vermelden- sondern weil ich einfach wusste was da vor mir liegt und wie es schmecken würde.
wie empfohlen aß ich zuerst ein paar kleine happen und kaute sie gründlichst durch. schnell, nach noch nicht einmal einer viertel scheibe brot bekam ich dann aber von meinem "restmagen" vermeldet dass jetzt genug sei.
ein deutlicher druck in der magengegend sagt mir sehr schnell wann genug ist.
und da saß ich nun. mein bauch war voll..... aber nicht meine seele, mein kopf.... ich weiss gar nicht was es war. *schulterzuck*
da saß ich nun vor meinem angebissenen brot und hätte heulen mögen weil ich nicht mehr davon essen konnte.
dies passierte mir in den letzten tagen des öfteren und mein mann hat etwas sehr schönes dazu gesagt.
er sagte:"...mir war gar nicht klar wieviel sinnlichkeit und ausdruck essen für dich hatte. die letzten tage zeigen mir aber dass du dir jetzt einen weg suchen musst deine sinnlichkeit anders auszudrücken. vielleicht magst du ja wieder mit dem töpfern weiter machen?...."
wie recht frank da hat! ich dachte immer mir wäre klar gewesen wie wichtig essen für meine seele ist, doch spüre ich erst jetzt wirklich deutlich was sich alles in meinem essen kanalisiert hatte.
erschreckenderweise habe ich in den letzten tagen auch noch so manch anderes, altes muster wiedergefunden.
zum beispiel habe ich einmal nicht auf meinen körper gehört und gegen den druck in der magengegend weiter gegessen. resultat war der direkte gang zur toilette und ein "erstaunlicherweise völlig "leichtes" rückwärtsessen.
die leichtigkeit in welcher ich jetzt erbrechen kann hat ein uraltes, lange schlummerndes untier in mir geweckt, welches sich BULIMIE nennt.
ich habe mich inzwischen ein paar mal dabei erwischt zu essen und mich dann mich freude zu übergeben :(
unglaublich!!!!!
das ist mir seit mindestens 20 jahren nicht mehr "passiert"!
*seufz*
wie ihr seht habe ich noch einen langen, langen weg vor mir. doch ich bin bereit zu kämpfen. weiter zu kämpfen und nicht aufzugeben!!!!
jeden abend bin ich auf's neue dankbar dafür mir meines verhaltens bewusst sein zu dürfen und eine chance zu haben.
-------------
meinen knien geht es durch die viele bettruhe und die medikamentenumstellung momentan natürlich deutlich besser!
ich bekomme zwar leider morphium, doch ich bin mir sicher das es bald nicht mehr nötig sein wird.
sobald ich kann möchte ich mit dem muskelaufbau und der mobilisation beginnen.
--------------
vielen, vielen dank für eure unterstützung in den letzten wochen und monaten!!!! ich bin mir sicher dass mir eure gedanken auch in den kommenden monaten eine grosse hilfe sein werden. :)
liebe grüsse
Silke
Guten Morgen Silke,
zu allererst - ICH FREUE MICH SO, DASS DU WIEDER DA BIST UND ALLES GUT ÜBERSTANDEN HAST!!!!
Hältst Du Dich denn an die verordnete Ruhe?!!
Schön, dass die Schmerzen bei Dir weniger werden. Schone Dich aber so lange wie nötig, nicht das vielleicht noch ein Rückschlag kommt.
Jetzt habe ich mal eine ganz dumme Frage. Wie soll das bei Dir in punkto Essen eigentlich weiterlaufen? Mir war nicht klar, dass bei einer viertel Scheibe Brot schon Schluss ist. Ein gewisses Mass braucht der Körper aber doch?!
So, die Arbeit ruft - ich wünsche Dir noch einen schönen Tag!
Liebe Grüsse
Ina-Maike
danke für deinen bericht ruberta.
mir ist es ganz wichtig eines dazu zu sagen.
du schilderst wunderschön deine gefühle, wenn bei nicht mal 1scheibe brot "schluss" ist. und du verbindest essen mit sinnlichkeit, was ja auch stimmt.
ich find es auch gut und wichtig, dass du an einer begleitenden psychotherapie festhalten willst.
was du aber nicht vergessen solltest. du zwingst mit dieser op deinen körper zu einer hungerkur! und das permanent und ohne, dass er dich zwingen kann ihm ausreichend treibsstoff zur verfügung zu stellen.
für einen erwachsenen menschen von annähernd 200kg sind ein paar bissen brot absolut nicht genug. und auch eine normalgewichtige person würde davon körperlich nicht satt! es ist hier nicht nur deine seele, die nach weiteressen schreit.
ich hoffe sehr, die klinik hat dir ausführliche richtlinien in die hand gegeben, in denen klargelegt wird, wie du mit derartig kleinen portionen ausreichend eiweiß (muskelabbau!!) und andere vitalstoffe zuführen kannst.
wenn nicht bitte ich dich eindringlich dir neben psychotherapie auch eine kompetente ernährungsberatung zu suchen, die deine "dauerdiät" optimieren kann.
substitution durch pillen und spritzen reicht da nicht!
liebe ruberta, du hast einen steinigen weg vor dir, ich wünsche dir alles glück der welt, dass du erreichst, was du dir gewünscht hast.
liebe rita,
dies sind gedanken die ich mir auch schon gemacht habe.
bei meiner extrem schnellen gewichtsabnahme in den letzten 2 wochen war sicher auch eine grosse menge "wasserverlust" mit dabei.
trotzdem mache auch ich mir so meine gedanken was meine künftige ernährung angeht. im besonderen wegen der eiweisszufuhr. möchte ich doch meine muskulatur paralell kräftigen und nicht weiter abbauen.
was die ernährungsberatung in der klinik anging. so möchte ich behaupten dass ich besser bescheid wusste als besagte diätassistentin.
zumindest was die speziellen probleme der ernährung nach dem bypass angeht.
alles was sie mir mit sicherer stimme vorbringen konnte war die art und weise wie der kostaufbau von statten gehen soll. kam jedoch eine zwischenfrage von mir, so wurde sie sofort unsicher und ich erhielt keine befriedigende antwort.
dazu kam für mich noch eine auseinandersetzung mit einer der "küchendamen" im anschluss an dieses gespräch.
sie stellte mir wortlos einen 0,1%, blanken joghurt auf den tisch.
ich bat sie diesen gleich wieder mitzunehmen, da ich diesen nicht essen würde udn erzählte ihr dass ich mit der diätassistentin besprochen habe dass ich "normalen" joghurt essen kann.
darauf hin meinte die küchenhilfe nur grantig:"wollen sie jetzt abnehmen, oder nicht?" und verließ knurrend das zimmer.
zum diskutieren war ich damals noch zu schwach und heute denke ich dass jedes weitere gespräch sowieso nichts genützt hätte.
ich habe mir jedoch vorgenommen dieses zum thema meines nächsten kontrolltermins zu machen.
die oberärztin und der chefarzt sind sehr interessiert daran sich künftig auf adipositas-chirurgie zu spezialisieren. da darf eine adäquate ernährungsberatung einfach nicht fehlen!
inzwischen habe ich, bezüglich ernährung, kontakt zu anderen operierten in einem entsprechendem forum aufgenommen und viele tips erhalten.
des weiteren werde ich mich jetzt, wo ich wieder halbwegs aufrecht sitzen kann im internet recherchieren.
natürlich weiss ich dass ich meinen körper durch diese op auf lebenslange zwangsdiät gesetzt habe. dessen bin und war ich mir immer bewusst. doch möchte ich nicht noch zusätzlich etwas riskieren um möglichst tolle ergebnisse für irgendeine statistik abzugeben und mir dabei noch mehr schaden zufügen.
liebe grüsse
Silke
Jetzt habe ich mal eine ganz dumme Frage. Wie soll das bei Dir in punkto Essen eigentlich weiterlaufen? Mir war nicht klar, dass bei einer viertel Scheibe Brot schon Schluss ist. Ein gewisses Mass braucht der Körper aber doch?!
Klar. Man muss dann eben viel häufiger essen. Soweit ich weiß, mit kleinen Pausen zwischen den Mahlzeiten eigentlich den ganzen Tag über. Leider wird durch so eine Operation das Essen zwangsläufig erst recht zum Lebensthema.
Liebe Silke, die Sache mit der Bulimie ist natürlich eine große Gefahr, die Du unbedingt angehen solltest.
Die Nachbetreuung nach der OP, vor allem die "Ernährungsberatung", wirkt auf mich unprofessionell, beleidigend und erschreckend verantwortungslos. Gerade die Frage, wie eine Ernährung für ein lebenswertes Leben sein sollte, müsste doch zentral sein.
Was das Essen als sinnliches Erleben angeht, könntest Du vielleicht die Flucht nach vorne antreten. Nimm kein schlichtes Weißbrot oder ähnliches, sondern bereite Dir eine Tagesration Schnittchen und Appetithäppchen zu. Winzig, aber liebevoll gemacht, vielleicht mit ungewöhnlichen Zutaten und mehreren Schichten, und vor allem unterschiedlich - kleine Kunstwerke. Mach einen Sushi-Kurs. Sushi sind klein, gesund und gehaltvoll, und es gibt sie in den unterschiedlichsten Variationen.
Vielleicht könnten diese Leckereien sogar zu einem "Markenzeichen" werden, wenn Du sie auch für Freunde zubereitest.
Viele Grüße,
Kimmie
@Kimmie, kann es sein, dass DU soeben ein " Ei des Kolumbus " ausgebrütet hast.:-D
Ähnlich habe ich es nämlich bei meiner Gewichtsreduktion (Diabetisbedingt) gemacht.
Ich habe mir morgens die Mühe gemacht, meinen Tagesbedarf in kleine Häppchen zu zerteilen, d.h. Salatgurke, Tomaten, eingelegte Champignons und halt alles was ich essen durfte, in mundgerechte Stücke geteilt und in Plastikdosen kühlgestellt. Das Brot habe ich mir genauso zubereitet und über den Tag verteilt gegessen.
Wichtig, ist meiner Meinung nach das gute kauen und das lustvolle Essen. Man glaubt gar nicht wie einen so ein Happen sättigen kann, wenn man weiss dass man ja bald wieder zugreifen darf.
Ich ging dabei auch nicht allzu streng nach Regeln vor, denn wenn ein bisschen mehr Butter besser geschmeckt hat, dann kam eben mehr Butter drauf, basta.
Eine meiner Kolleginnen machte zur selben Zeit Trennkostdiaet und meinte: "Dich sieht man den ganzen Tag kauen, so wird das mit dem Abnehmen nix" . Ich habe abgenommen aber natürlich anschliessend hübsch wieder draufgepackt. Man kennt das ja. Mach auch keine Häppchen mehr. Na ja.
toni
@Kimmie, kann es sein, dass DU soeben ein " Ei des Kolumbus " ausgebrütet hast.:-D
Danke.:) Ich selbst bin ein Fan von Schnittchen, Sushi, Antipasti und Fingerfood, und stellte mir vor, dass das eine Möglichkeit sein könnte, Genuss und Gewichtsabnahme zu vereinbaren.:)
Wichtig, ist meiner Meinung nach das gute kauen und das lustvolle Essen. Man glaubt gar nicht wie einen so ein Happen sättigen kann, wenn man weiss dass man ja bald wieder zugreifen darf.
Ich ging dabei auch nicht allzu streng nach Regeln vor, denn wenn ein bisschen mehr Butter besser geschmeckt hat, dann kam eben mehr Butter drauf, basta.
*Zustimmung*. Man sollte nicht dogmatisch sein und sich nichts verbieten, sondern sich mit guten Sachen "verwöhnen", damit Heißhunger gar nicht erst entsteht.
Eine meiner Kolleginnen machte zur selben Zeit Trennkostdiaet und meinte: "Dich sieht man den ganzen Tag kauen, so wird das mit dem Abnehmen nix" .
LOL.
Übrigens bin ich immer noch schockiert von der "Ernährungsberatung" in Silkes Klinik.
die oberärztin und der chefarzt sind sehr interessiert daran sich künftig auf adipositas-chirurgie zu spezialisieren. da darf eine adäquate ernährungsberatung einfach nicht fehlen!
Dass denen das erst eine Betroffene sagen muss .... Wie geht es dann den Patienten, die nicht Silkes Kenntnisse haben und nicht in der Lage sind, sich umfassend selbst zu informieren?!
Und ich dachte, meine Einstellung zur AC würde durch diesen Thread differenzierter werden ...
Viele Grüße,
Kimmie
Solitude
10.11.2005, 21:43
Hallo Silke,
da ich Deinen thread mit großer Anteilnahme lese aber im Moment keine Zeit für eine lange Antwort habe hier nur auf die Schnelle ein meines Erachtens hilfreicher Link zum Punkt Ernährung nach Magenbypass:
http://www.krankenhaus-sachsenhausen.de/index.php?id=188
Das einzige, was mir beim Querlesen als unsinnig auffiel ist die Verwendung von diätischen Lebensmitteln, jedenfalls soweit es Produkte mit Süßstoff betrifft. Süßstoff ist definitiv kontraproduktiv! Lieber ein wenig Zucker...
Und im übrigen finde ich Kimmies Vorschlag mit den Appetithäppchen spitzenmäßig:daumen:
Alles Gute weiterhin. Ich denke, dass Du vielen Probleme sehr wach und aufmerksam begegnest und dass der Gedanke an eine begleitende Psychotherapie sehr richtig ist.
Hallo Silke,
seit einiger Zeit verfolge ich diesen Thread +trau mich endlich mal meinen Senf dazuzugeben!
Deine Geschichte hat mich sehr beeindruckt + eigentlich bleibt mir nur dir die Daumen zu drücken und dir +deiner Familie alles erdenklich Gute zu wünschen !
Ich hab viel dazu gelernt,Danke für deine offenen Berichte!
Solitude
11.11.2005, 00:44
Nachtrag:
Ich wollte Dir gerne noch sagen, dass ich es schön finde, dass Dein Mann Dich offenbar auf sehr positive Art und Weise unterstützt und auch mit guten, produktiven Vorschlägen kommt (wieder mit dem Töpfern anzufangen...).
Auch Kimmies Anregung finde ich gut, weil das beinhaltet, die kommenden Herausforderungen positiv anzugehen.
Es ist sicher besser, den Herausforderungen auf diese Art zu begegnen als mit einer inneren Abwehrhaltung, die nur die Schwierigkeiten sieht.
Ich finde, Du kannst stolz auf das sein, was Du bisher bewältigt hast und darfst Dich auch ruhig über die schon spürbaren Erleichterungen freuen.
Das alles bedeutet ja nicht, die Probleme - wie Du es ja schon tust - mit wachen Augen zu sehen und auch hierfür nach Lösungen zu suchen (am besten mit professioneller Hilfe denke ich).
Ich wünsche Dir weiter von Herzen alles Gute:) .
liebe Silke
ich lese deine texte und mir stehen die tränen in den augen, denn ich habe das gefühl, als wenn sich dinge "zusammenbrauen", die nichts gutes verheißen.
erschreckenderweise habe ich in den letzten tagen auch noch so manch anderes, altes muster wiedergefunden.
zum beispiel habe ich einmal nicht auf meinen körper gehört und gegen den druck in der magengegend weiter gegessen. resultat war der direkte gang zur toilette und ein "erstaunlicherweise völlig "leichtes" rückwärtsessen.
die leichtigkeit in welcher ich jetzt erbrechen kann hat ein uraltes, lange schlummerndes untier in mir geweckt, welches sich BULIMIE nennt.
ich habe mich inzwischen ein paar mal dabei erwischt zu essen und mich dann mich freude zu übergeben :(
den letzten satz finde ich fatal, weil sich damit eine tür geöffnet hat, durch die deine seele wieder einen weg gefunden hat, sich auszudrücken. sich "dichtfressen" geht ja nicht mehr, der wunsch ist aber noch da. durch Bulimie kannst du ESSEN, aber brauchst die nahrung nicht behalten.
bitte sprich sofort mit jemanden, der sich auskennt, der dich an die hand nimmt und der dich auf diesem schweren anfangsweg begleitet. du bist eine so wundervolle frau und du hast eine so süße familie, denk nicht, du mußt das alles "gleich hinkriegen", um deiner familie wegen. nein! es geht hier um DICH. um deine seele, der so viel schlimmes wiederfahren ist, daß sie sich auf diese art ausgedrückt hat. es geht um DICH und um DEINE einstellung zu dir, zu deinem leben und zu den ereignissen in deinem bisherigen leben. ich weiß, daß du das alles auch für deine familie tust, weil du sie liebst und weil du für sie da sein willst.
aber es geht hier wirklich nur um dich.
deine essstörung konnte dir nicht mit wegoperiert werden - sie ist noch da - und lauert im dunkeln. und sie sucht neue ausdrucksmöglichkeiten. und wie du schreibst, hat sie schon bei dir "angeklopft" :seufz:
wenn es geht, solltest du ihr direkt begegnen, auge in auge, mit hilfe deiner therapeutin. damit du siehst,wessen ausdruck sie ist! versteck dich jetzt nur nicht und denk, "das wird schon". sag, schreib und brüll hinaus, was du denkst und fühlst, überdeck die dinge nicht. es sind ja auch so enorm viele dinge, die jetzt neu und anders sind, es braucht zeit dafür einen rahmen zu schaffen. alleine zuzusehen, daß du genügend nahrung zu dir nehmen kannst, ist schon eine riesen aufgabe! der teil, der aus deiner seele kommt, ist genauso groß - wenn nicht größer und der möchte sich auch "bearbeitet" wissen.
und so ist das gedrängel enorm groß. und denk nicht "ich muss das hinkriegen", "andere bekommen das schließlich auch hin"...ect. das ist mumpitz, denn andere sind nicht DU. dieser große schritt hat sich in deinem leben ereignet und auch, wenn es andere gibt, die auch eine op hatten, so ist der fall jedes mal individuell und anders, weil jeder mensch einzigartig ist und jeder andere dinge "mitbringt".
Silke, hol dir hilfe und bleib nicht alleine, es ist ganz wichtig, daß du einen erfahrenen menschen an deiner seite hast. ich ruf dich heut abend mal an.
grüß deine lieben
Stöpsel
und denk nicht "ich muss das hinkriegen", "andere bekommen das schließlich auch hin"...ect. das ist mumpitz, denn andere sind nicht DU. dieser große schritt hat sich in deinem leben ereignet und auch, wenn es andere gibt, die auch eine op hatten, so ist der fall jedes mal individuell und anders, weil jeder mensch einzigartig ist und jeder andere dinge "mitbringt".
Wenn ich mir die AC-Foren so ankucke, dann glaube ich, dass der Erfolgsdruck so groß ist, dass die Wahrheit wohl etwas auf der Strecke bleibt. Ich schätze, dass die wenigsten den Mut finden, davon zu berichten, wie es ihnen wirklich geht. Es ist immer einfacher zu schreiben, dass man sich ganz normal ernährt und sich toll fühlt, auch wenn es in einem selbst ganz anders aussieht.
Wer gesteht sich schon gern ein, dass er Hoffnungen in eine solche OP gesetzt hat, die sich nicht erfüllen? Die sich auch nicht erfüllen können weil so eine OP eben kein Ansatz ist, eine Esstörung zu behandeln. Ich schätze mal, viele haben auch Angst vor "Ich habs Dir doch gesagt" und derartigen Äußerungen! Andererseits...was bringt es, sich selbst und anderen in die Tasche zu lügen und am Ende noch schlimmer dran zu sein als vorher?
Es ist eben keine Lösung, an seinem Verdauungssystem rumdoktorn zu lassen um eine seelische Ursache zu bekämpfen. Und wenn Du, Silke, schreibst, dass Du nun ganz einfach in die Bullimie abrutschen kannst, wem ist dann hier geholfen? Niemandem! Sicherlich, Du magst am Ende weniger wiegen, die Knie sind wieder in Ordnung aber die Seele ist noch mehr geschädigt. Und wenn dann der Magen von der Bullimie so ausgeleiert ist, so kaputt, dass er nur noch mit Schmerzen reagieren kann, mit Refluxstörungen und dergleichen....was wollen die Ärzte dann tun? Da können sie nicht einfach hier was weg operieren, damit das und das passiert.
Nein, ich finde es ist nach wie vor der falsche Weg, den Du gegangen bist. Aber nun musst Du ihn gehen. Bis zum Ende! Du wirst diesen Weg nie mehr verlassen können. Und ich frage mich, wenn eine Psycho-Therapie soviele Jahre nicht angeschlagen hat, warum sollte sie das jetzt tun? Was ist, wenn sie das nicht tut?
Liebe Silke, ich wünsche Dir wirklich das Beste, aber dieser SAche werde ich immer kritisch gegenüberstehen - aus dem Grund, weil ich jeden um sein funktionierendes Magen-Darm-System beneide und weiß, wie wichtig das ist. Und ich selbst hatte grad Ende Oktober wieder einen Tag wo es mir so furchtbar schlecht ging, dass mein Freund den Notarzt rufen musste, weil mir abgesehen von schlimmen Bauchkrämpfen, Erbrechen und Durchfall der Kreislauf wegrauschte. Nein, dafür werde ich nie Verständnis haben. Für jeden anderen Weg ja, dafür nicht!
In der WErbung wird oft Satz zitiert, dass schon in China galt, dass der Darm der Sitz der GEsundheit ist. Wer meint, dass andere Dinge schlimmer sind, als ein nicht funktionierendes Magen-Darm-System, der hatte da noch nie so schlimme Probleme, dass er vor Bauchschmerzen kaum laufen konnte. Dass der Hintern so wund war von den ständigen - oftmals sinnlosen - Toilettengängen. Dass Erbrechen so schmerzhaft ist, dass man das GEfühl hat, der Magen stülpt sich um.
Nein, das werde ich NIE verstehen. NIE!
Aber trotzdem wünsche ich Dir, Silke alles gute auf Deinem Weg. Und ich hoffe, dass Du selbst immer so selbstreflektiert und selbstkritisch genug sein kannst, um auch einen Fehler einzugestehen, falls es so sein sollte. Und nicht, dass alles himmelhochjauchzend toll ist.
kritische Grüße
die Grit
boah!
und wieder bin ich umgehauen von euren gedankenvollen antworten.
beginnen möchte ich bei meiner antwort damit, dass es tatsächlich so ist, dass mir die ärzte anstatt (beim normalen menschen) 1,5 litern magenvolumen
noch 40 ml gelassen haben.
das ist der grund dafür dass eben zur zeit nicht merh als ein paar happen in mich hinein gehen.
ich habe gleich von diesem ersten "mortadellabrot-ereignis" an angefangen das wenige essen dass ich zu mir nehmen kann zu zelebrieren.
mache mir häppchen zurecht oder lasse mir von meinem mann dinge mitbringen die ich wirklich gern mag. früher wäre mir das oft nicht eingefallen soetwas "ausgefallenes" nur für mich zu beanspruchen. doch jetzt sind andere zeiten angebrochen.
natürlich achte ich auch darauf möglichst viel eiweiss in form von käse, joghurt und seit einigen tagen auch von ein wenig vollmilch (diese als zwischenmahlzeit) zu mir zu nehmen.
ja, es ist schon verrückt.
da habe ich mein ganzes leben lang versucht essen nicht mehr so wichtig zu nehmen und bin so dick geworden damit ich mein schicksal überleben konnte und jetzt muss ich den ganzen tag an essen denken udn auch essen um weiter zu überleben.
danke für den sachsenhausen tip :)
dem bin ich gerade kurz zuvor nachgegangen. habe mich allerdings nicht über die vielen light und süssstoffprodukte gewundert.
meine ernährungsberaterin wollte mir auch weiss machen dass ich mich ab sofort davon zu ernähren hätte.
dies hat wohl zwei gründe.
der eine ist das berühmte "dumpingsyndrom" unter welchem manche leiden, zu denen ich aber offensichtlich und gott sei dank nicht gehöre..... und zum anderen meinen die AC's damit glaube ich ihre "erfolgsquote" noch aufpeppen zu können.
klar nimmt man dann noch schneller und mehr ab.
das ist aber ganz bestimmt nicht meine philosophie.
fange doch jetzt, nachdem ich in den letzten jahren konsequent solche "schweinemastprodukte" (süssstoffe) gemieden habe nicht damit an.
ich trinke weiterhin vollmilch, esse "normalen" joghurt und 45% käse und esse weiterhin butter und nicht margarine.
lediglich in butter gebratene kartoffelpuffer und ähnliches werde ich künftig meiden ;)
gestern hatte mein mann diese leckeren dinger gemacht und ich ein kleines stück davon probiert..... prompt endete mein abend auf der toilette. die fettverdauung lässt soetwas wirklich nicht mehr zu.
doch darauf verzichte ich dann eben. es gibt genügend andere dinge welche für mich ein ähnlicher genuss sind.
was das thema bulimie angeht, so kann ich nur sagen dass auch ich mich schrecklich erschrocken habe.
mir ist aber noch am selben abend klar geworden was an diesem tag los war.
ich war an diesem tag lange zeit allein zuhause.
mein mann war mit den kinder auf einer geburtstagsfeier und mich trieb es unwillkürlich zum essen. natürlich kam mein restmagen da sehr bald nicht mehr mit und es kam rückwärts.
erschrocken hat mich zuerst lediglich die leichtigkeit mit der es rückwärts von statten ging und dass genau dieser punkt dazu geführt hatte mich nicht mit mir und dem zu beschäftigen, sondern lieber einfach weiter zu essen und dann zum klo zu gehen.
ich weiss wer in mir da einsam war. sie kommt immer mehr zum vorschein. die kleine, verletzte und serh einsame silke.
in der nächsten woche habe ich meinen nächsten termin bei meiner therapeutin (eine frau die sich auf essstörungen bei erwachsenen spezialisiert hat).
was die AC foren angeht, so sagte ich ja bereits vor meiner op dass ich überrascht war wie wenig dort über all diese dinge gesprochen wird.
ich habe bisher lediglich eine einzige frau (von ich weiss nicht wieviel hundert usern) ausser mir angetroffen, welche wirklich kritisch mit dem thema AC und essstörung umgeht und welche auch offen darüber schreibt. ich war anfangs auch entsetzt. die meisten machen tatsächlich die augen zu und meinen es allein zu schaffen. *kopfschüttel*
um so fester wurde aber schon damals mein entschluss es nicht so zu tun und ich begann schon eine weile vor der op mit einer erneuten therapie.
mir wurde mein verdauungssystem operiert, und zerstückelt und neu zusammengesetzt...meine seele ist jedoch die "alte" geblieben.
gott sei dank.
liebe grüsse
Silke, die wie schon so oft sehr dankbar für eure gedanken ist.
Solitude
11.11.2005, 14:39
Hallo Silke,
ich finde es gut, dass Du schon vor der OP therapeutische Hilfe gesucht hast bei jemandem, der auf Essstörungen spezialisiert ist.
Wie meine Vorschreiberinnen auch denke ich, dass die Essstörung therapiert werden muss, weil sie natürlich nicht „wegoperiert“ werden kann.
Es werden Dir immer auch viele kritische Stimmen begegnen zur AC und auch für mich wäre es nicht in Frage gekommen – trotzdem denke ich, dass es immer viele Wege gibt, die nach Rom führen. Soll heißen: wenn es für Dich der einzig gangbare Weg war, war er auch richtig.
Und lass Dir nicht sagen, dass Deine Therapie vorher nichts gebracht hat muss nun auch heißen, dass es jetzt auch so sei.
Jetzt hast Du eine andere Ausgangsbasis.
Du hast Dich entschieden, Dein Leben zu verändern. Das wird Dir auch Auftrieb geben…das macht es vielleicht einfacher, Dinge anzugehen und Dich um die kleine verletzte Silke zu kümmern.
Es hört sich für mich gut an, wenn Du schreibst, dass Du Dir Dinge mitbringen lässt, die Du wirklich magst, dass Du Dir jetzt erlaubst, auch ausgefallene Dinge für Dich zu beanspruchen, „weil jetzt andere Zeiten angebrochen sind“. Eben. Und das ist gut so.
Ansonsten habe ich nicht in den Eindruck, dass Du jemand bist, der sich selbst in die Tasche lügt und hier nur schreiben wird wie toll alles verlaufen ist. Ich glaube, dass Du sehr selbstkritisch bist und Dich genau beobachtest im Moment.
Und genau darin sehe ich auch Deine große Chance. Du steckst den Kopf nicht in den Sand. Du meinst nicht, dass Du alles alleine packen musst, dass es schon irgendwie gehen wird wie Du von anderen AC’lern schreibst. Du holst Dir professionelle Hilfe und bist motiviert.
Das sind gute Voraussetzungen…:)
LG Solitude
Und lass Dir nicht sagen, dass Deine Therapie vorher nichts gebracht hat muss nun auch heißen, dass es jetzt auch so sei.
Wenn Du Aussagen meinerseits schon ansprichst, dann tu das bitte direkt ;)
Ich hatte Silke direkt gefragt und ihr nichts vorgeworfen oder unterstellt ;) Ich denke, das solltest Du hier differenzieren. Ich wollte von Silke lediglich wissen, warum sie denkt, dass es jetzt funktioniert.
Also bitte, liebe Solitude, nimm nicht die Aussagen anderer her um sie indirekt zu zerreißen, sondern lass Silke darauf antworten, wenn sie möchte.
Liebe Silke, ich möchte das auch nochmal klar stellen, dass ich Dir nicht vorwerfen will, dass Deine bisherige Therapie nicht von Erfolg gekrönt war. Genauso wenig möchte ich Dir unterstellen, dass es jetzt ebenfalls nicht klappen wird. Auch wenn das hier grad jemand anscheinend mit Vergnügen so darstellen möchte.
Es war lediglich eine Frage, weil es mich interessiert. :)
Solitude
11.11.2005, 15:09
Hallo Na_Ich,
Du hattest geschrieben:
"Und ich frage mich, wenn eine Psycho-Therapie soviele Jahre nicht angeschlagen hat, warum sollte sie das jetzt tun? Was ist, wenn sie das nicht tut?"
Das hatte ich gar nicht als direkte Frage an Silke verstanden...sondern als Diskussionspunkt, den Du in die Runde wirfst. Und ich habe meine Meinung dazu gesagt. Mehr nicht;)
Und im übrigen finde ich es daneben, dass Du mir unterstellst, ich würde hier herumpolemisieren oder hätte Vergnügen daran, jemand etwas zu unterstellen.
In diesem thread geht es um ein sehr ernstes Thema, das mich aus ausschließlich persönlichen Gründen sehr interessiert.
Und ich würde Silkes Schicksal nicht dazu benutzen, hier irgendwelche Spielchen zu spielen.:mad:
Hallo Na_Ich,
Und ich habe meine Meinung dazu gesagt. Mehr nicht;)
na wenn du meinst
hallo solitude und na_ich :-)
nur ruhig blut :grins:
ich habe mich zu diesem punkt bishr noch nicht weiter geäussert, weil ich selbst noch nicht in worte fassen kann warum ich jetzt wieder den mut gefunden habe eine neue therapie anzufangen.
je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir dass ich diesen schritt auch ohne aussicht auf diese op getan hätte.
das leben hat mir förmlich die beine weggerissen und mir somit auch im übertragenen sinne die möglichkeit des wegrennens genommen.
das ist es nämlich was ich bisher immer gatn habe. ich bin weggerannt wenns eng/ernst wurde. auch in therapeutischer sicht.
und heute weiss ich auch dass es diese 10 jahre vorarbeit und entwicklung meinerseits noch brauchte um dort anzukommen wo ich heute stehe.
es ist zum beispiel erst nach 10 jahren therapie soweit gewesen dass ich an manch schreckliches und verdrängtes wieder erinnerung fand. das war weiss gott kein zuckerschlecken.
aber all diese dinge musste ich erst einmal wieder sehen udn auch fühlen können. ich musste stark genug werden die erinnerungen auszuhalten...nochmal hinzufühlen. denke mal ihr wisst was ich meine.
es ist unglaublich zu welchen dingen die seele in der lage ist!
sie lässt immer nur soviel zu wie sie tragen kann. udn das ist auch gut so. denn ich habe auch schon solche phasen hinter mich gebracht in denen ich mit gewalt etwas verändern wollte und es ging völlig nach hinten los. ich habe mir gewalt angetan und es hat mich mehr als einmal fast das leben gekostet.
allein die AC wird mein leben nicht verändern. die sucht schläft nicht. das habe ich in den letzten tagen ja schon sehr schnell feststellen müssen/dürfen.
sie wird mir hoffentlich helfen schneller wieder auf die beine zu kommen...nicht mehr und nicht weniger. aus diesem grund habe ich mich dafür entschieden udn aus keinem anderen.
heute, mit 35 jahren kann ich sagen dass ich spüre erneut an einem wendepunkt meines lebens angekommen zu sein. und diesmal habe ich einiges wissen um die zusammenhänge in meinem leben mehr, als ich es noch vor 10 jahren hatte.
ich habe zum beispiel die kleine silke entdecken dürfen. heute kann ich sie sehen, fühlen und hören udn heute gibt es da auch eine grosse silke die ihr beistehen und sie schützen und unterstützen kann. ihr helfen kann dass zu finden wonach sie sich ihr leben lang so sehnt. was das alles ist... sein wird... davon habe ich inzwischen ein kleine ahnung....
liebe grüsse
Silke
Solitude
11.11.2005, 15:28
hallo solitude und na_ich :-)
nur ruhig blut :grins:
Ich bemühe mich:cool2:
das ist es nämlich was ich bisher immer gatn habe. ich bin weggerannt wenns eng/ernst wurde. auch in therapeutischer sicht.
DAS kenne ich. Weltmeister im Wegrennen:-D .Ich glaube, ich hatte in 10 Jahren 5 Vorgespräche bei Therapeuten...und bin dann nach 1-2 Std. nie wieder hingegangen:rolleyes:
und heute weiss ich auch dass es diese 10 jahre vorarbeit und entwicklung meinerseits noch brauchte um dort anzukommen wo ich heute stehe.
Es muss der richtige Zeitpunkt sein und der passende Therapeut. Dann funktioniert Therapie auch meiner Meinung nach.
es ist unglaublich zu welchen dingen die seele in der lage ist!
sie lässt immer nur soviel zu wie sie tragen kann. udn das ist auch gut so.
Als mein Erinerungsvermögen wiederkam, sagte mir die Therapeutin genau das Gleiche. Ich würde mich an soviel erinnern, wie ich tragen kann...Dieser Selbstschutzmechanismus ist auch sicher bitternotwendig in diesen Fällen.
heute, mit 35 jahren kann ich sagen dass ich spüre erneut an einem wendepunkt meines lebens angekommen zu sein. und diesmal habe ich einiges wissen um die zusammenhänge in meinem leben mehr, als ich es noch vor 10 jahren hatte.
ich habe zum beispiel die kleine silke entdecken dürfen. heute kann ich sie sehen, fühlen und hören udn heute gibt es da auch eine grosse silke die ihr beistehen und sie schützen und unterstützen kann. ihr helfen kann dass zu finden wonach sie sich ihr leben lang so sehnt. was das alles ist... sein wird... davon habe ich inzwischen ein kleine ahnung....
Und das hört sich für mich sehr, sehr hoffnungsvoll und gut an:)
Alles Liebe!
Traurig finde ich, dass Du erst diese OP "gebraucht" hast, um das Gefühl zu haben, etwas ändern zu können. Das finde ich unendlich schade und frage mich, was ohne OP passiert wäre.
Ich finde die passende Stelle grad nicht, aber Du hattest mal zitiert, dass die OP abgelehnt wurde, weil Du noch nicht austherapiert bist. Damals warst Du so wütend darüber....wie denkst Du jetzt darüber? Du sagst ja selbst, dass Deine Sucht nach wie vor da ist und Du aber erst jetzt was ändern kannst. Warum?
liebe grit,
vielleicht hilft dir dieser auszug aus meinem widerspruch an die kasse zu verstehen warum die notwendigkeit einer therapie in verbindung mit dieser op für mich der weg war/ist.
"Sehr geehrte Frau....,
ich möchte hiermit erneut die aus meiner vorliegenden Anamnese hervorgehenden Umstände deutlich machen.
Ich leide unter einer schweren medialen Arthrose im linken Knie und habe trotz einer extrem hohen Dosierung an Opiaten (täglich bis zu 900mg Tramal sowie 75mg Tetrazepam) unerträgliche Schmerzen. Meine permanente durch die Bewegungsunfähigkeit hervorgerufene Hilflosigkeit und der durch die Schmerzen verursachte Schlafmangel führen zu permanenter depressiver Stimmung und starker Gereiztheit, worunter die gesamte Familie inzwischen stark leidet.
Die Versorgung meiner Kinder und des Haushaltes ist mir inzwischen nahezu unmöglich geworden. Die Kinder leiden sichtbar daran, den ganzen Tag isoliert im Haus verbringen zu müssen. Sie können durch mich keine altersgerechten und für ihre Entwicklung entscheidenden motorischen und sinnlichen Anreize erhalten, wie z.B. Spielplatzausflüge oder Spaziergänge. Durch meine Bewegungsunfähigkeit kann ich meinem Zweijährigen keine angemessenen erzieherischen Grenzen setzen. Seinem "Trotz-Alter" entsprechend erschwert dies den Umgang miteinander zusätzlich. Er zeigt sich durch körperliche Aggression bereits im Verhalten seinem jüngeren Bruder gegenüber auffällig und ich bin durch meine täglich stärker werdende Behinderung immer weniger in der Lage, entsprechend und zeitnah reagieren zu können.
Des weiteren leidet auch mein dreizehnjähriger Sohn massiv unter den Aufgaben, welche er bei der Erziehung seiner Geschwister und im Haushalt übernehmen muss. Dadurch ist seine Freizeit mittlerweile massiv eingeschränkt, wodurch er kaum noch seinen Hobbies und sozialen Kontakten nachgehen kann. Inzwischen zeigt sich seine Überlastung auch im schulischen Bereich. Ein Gespräch mit seinem Klassenlehrer letzte Woche ergab, dass Lennart in letzter Zeit im Unterricht auffällig nervös und unkonzentriert ist und seine schulischen Leistungen stark absinken.
Unser Kleinster beginnt zur Zeit altersentsprechend damit, sich an Möbeln etc. hochzuziehen und hinauf zu klettern. Ich habe täglich Sorge, durch meine Unbeweglichkeit bei der Gefahr eines Sturzes nicht mehr rechtzeitig eingreifen zu können.
Zur Zeit versorgt mein Mann neben seiner Berufstätigkeit die Familie, besorgt alle Einkäufe und kümmert sich abends und an allen Wochenenden ausschließlich um die Kinder und den Haushalt. Er muss immer häufiger seine Arbeit abbrechen, um eine drohende häusliche Eskalation durch meine fortgeschrittene Behinderung zu verhindern. In den letzten sechs Monaten haben seine Kollegen und sein direkter Vorgesetzter ihm soweit, wie sie konnten, den Rücken durch z.B. Übernahme von anstehenden Dienstreisen freigehalten. Auf Dauer ist die jetzige Situation in der Firma allerdings nicht tragbar. In einem Gespräch vor einigen Wochen hat der Vorgesetzte meines Mannes ihm dringend nahe gelegt, für eine andere Lösung zu sorgen, um nicht seinen Arbeitsplatz zu gefährden.
Ließ sich eine Dienstreise einmal nicht vermeiden oder war ich zeitweise überhaupt nicht in der Lage, mich um meine Familie zu kümmern, ist bisher zum Glück immer meine Mutter angereist und hat dafür jedes Mal zweihundert Kilometer Fahrstrecke pro Richtung in Kauf genommen, sowie bereits einmal auf einen schon bezahlten Urlaub verzichtet.
Mit dem Wissen, dass die RNY-Operation nicht den psychologischen Auslöser für meine Essstörung beseitigen wird, habe ich bereits im Vorfeld eine Therapie bei einer auf Essstörungen spezialisierten Therapeutin begonnen. Wie Sie den früheren Therapieversuchen meines Antrags entnehmen können, befinde ich mich bereits seit zehn Jahren in psychotherapeutischer Behandlung, bei der selbstverständlich auch meine Essstörung durchgehend ein Thema war. Ich habe zwei psychosomatische Kuraufenthalte von insgesamt über 16 Wochen Dauer und eine spezielle Abnehm-Kur hinter mir.
Meine jetzige psychotherapeutische Behandlung wird wahrscheinlich erst langfristig Wirkung zeigen und kommt daher durch die Dringlichkeit meiner Situation nicht als alleinige Therapieform für mich in Frage. Die Prognose meines behandelnden Orthopäden ist völlige Gehunfähigkeit binnen kürzester Zeit und somit ein Leben im Rollstuhl. Dieses würde für mich bedeuten, eine extrabreite Maßanfertigung zu benötigen und bauliche Maßnahmen am Haus vornehmen zu müssen. Weiterhin würde ich wahrscheinlich für den Rest meines Lebens auf Hilfe von Dritten für Kinder und Haushalt angewiesen sein, weil ich ohne die Möglichkeit der Bewegung und des Sports keine Perspektive auf ein Leben ohne Gewichtsprobleme sehe.
Mit meinem derzeitigen Gewicht von ca. 210 kg überschreite ich bei weitem das maximale Gewicht für eine endoprothetische Versorgung mit einem medialen Schlitten (100 kg), welcher aus Sicht meines behandelnden Orthopäden sowie aus meiner oben beschriebenen familiären Situation dringend notwendig wäre. Zudem ist mir aus dem Kreis anderer Betroffener berichtet worden, dass bei einer erfolgreichen massiven Gewichtsabnahme diese Operation unter Umständen noch um Jahre verschoben werden kann und durch die Druckentlastung der Knie in einem Fall fast völlige Schmerzfreiheit erreicht wurde.
All diese Umstände haben zu dem Entschluss und der Notwendigkeit geführt, schnellstmöglich und dauerhaft Gewicht zu reduzieren. Da auch meine Gewichtsabnahme von ca. 40 kg in den letzten drei Jahren das Ausmaß der Spätfolgen meines Übergewichts nicht zu verhindern vermochte, sehe ich einen RNY-Bypass, begleitet von meiner begonnenen Psychotherapie, als die einzig mir verbleibende Möglichkeit, schnellstmöglich die familiäre Belastung und langfristig meine Lebensqualität wiederherzustellen.
Ich bitte hiermit erneut um Kostenübernahme einer RNY-Operation für mich und um ein Gespräch im Rahmen einer persönlichen Begutachtung....."
ich weiss dass jetzt von dir vielleicht wieder kommen wird dass dies alles wieder gründe sind die hauptsächlich andere betreffen.
und ich kann dir sagen dass ich all diese dinge nicht ausser acht lassen konnte/durfte. denn als ehefrau, aber vor allem als mutter darf ich all dies nicht ausser betracht lassen.
aus meinem ersten antrag kann ich dir ebenfalls noch seitenweise mehr und nur mich persönlich betreffende gründe nennen, warum ich mich zu diesem schritt entschlossen habe.
einige davon habe ich ja an anderer stelle schon einmal aufgeführt.
meine lebensqualität...mein ganz persönliche lebensqualität lag bei knapp über null.
sicher kann man jetzt sagen dass auch andere dicke im rollstuhl sitzen, sich den hintern von anderen abwischen lassen müssen und trotzdem glücklich sind. das mag sein. ich wäre es aber nicht gewesen!
ich kann nur noch einmal betonen dass ich mich she bewusst für diese op in verbindung mit einer therapie entschlossen habe. das eine hätte es bei mir ohne das andere nicht gegeben.
liebe grüsse
Silke
Solitude
11.11.2005, 18:11
Ich leide unter einer schweren medialen Arthrose im linken Knie und habe trotz einer extrem hohen Dosierung an Opiaten (täglich bis zu 900mg Tramal sowie 75mg Tetrazepam) unerträgliche Schmerzen...
Die Prognose meines behandelnden Orthopäden ist völlige Gehunfähigkeit binnen kürzester Zeit und somit ein Leben im Rollstuhl.
...
Mit meinem derzeitigen Gewicht von ca. 210 kg überschreite ich bei weitem das maximale Gewicht für eine endoprothetische Versorgung mit einem medialen Schlitten (100 kg), welcher aus Sicht meines behandelnden Orthopäden sowie aus meiner oben beschriebenen familiären Situation dringend notwendig wäre. Zudem ist mir aus dem Kreis anderer Betroffener berichtet worden, dass bei einer erfolgreichen massiven Gewichtsabnahme diese Operation unter Umständen noch um Jahre verschoben werden kann und durch die Druckentlastung der Knie in einem Fall fast völlige Schmerzfreiheit erreicht wurde.
Ich kann Deine Ängste im Rollstuhl zu landen so gut nachvollziehen. Obwohl ich zu Beginn meiner Ernährungsumstellung nur rund 130 kg gewogen habe waren es doch 40-50 kg zuviel für etwa notwendige Hüft- oder Knie-OP's.
Inzwischen habe ich durch den Gewichtsverlust in Verbindung mit Muskelaufbau eine so deutliche Besserung meiner Beschwerden erfahren, dass das Thema OP auf unbestimmte Zeit vertagt werden konnte.
Niemand, der das nicht selber erlebt hat, kann begreifen, was diese wiedergewonnene Lebensqualität bedeutet! Ich fühle mich wie runderneuert...:girl:
Mit dem Wissen, dass die RNY-Operation nicht den psychologischen Auslöser für meine Essstörung beseitigen wird, habe ich bereits im Vorfeld eine Therapie bei einer auf Essstörungen spezialisierten Therapeutin begonnen.
...sehe ich einen RNY-Bypass, begleitet von meiner begonnenen Psychotherapie, als die einzig mir verbleibende Möglichkeit, schnellstmöglich die familiäre Belastung und langfristig meine Lebensqualität wiederherzustellen.
Ich denke, dass ich mit Deiner Geschichte ähnlich entschieden hätte. Den drohenden Kollaps vor Augen hat man keine Ressourcen mehr sich an die Aufarbeitung der seelischen Wunden zu machen. JETZT wo Du die körperliche Erleichterung und die Besserung Deiner Beschwerden hoffentlich bald spüren kannst wird es leichter sein, sich an diese Arbeit zu machen.
sicher kann man jetzt sagen dass auch andere dicke im rollstuhl sitzen, sich den hintern von anderen abwischen lassen müssen und trotzdem glücklich sind. das mag sein. ich wäre es aber nicht gewesen!
*unterschreib*
Liebe Silke,
ich war in letzter Zeit ein bisschen stiller im Forum, weil ich selbst ein, zwei persönliche Dinge zu durchdenken hatte. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich dann auch mal das Forum das Forum sein lassen kann. Ich denke, dafür hast Du Verständnis.
Wir kennen uns virtuell jetzt seit mindestens vier oder fünf Jahren und Du kennst meine Einstellung zu "unserem Thema" sehr genau. Und ich vermute mal, dass Du auch die Einstellung meiner Mitstreiter kennst. D.h. Du wusstest, dass Du hier einen gewissen Gegenwind bekommen würdest, und ich unterstelle mal, Du hast ihn auch gesucht, um Deine Entscheidung zu überprüfen.
Vor diesem Hintergrund möchte ich Dir ganz besonders danken, dass Du uns an Deinen Gedanken teilhaben lässt und dass Du auch die kritische Begleitung akzeptieren kannst.
Ich persönlich habe in den letzten Wochen jeden Tag an Dich gedacht und Dich in meine Gebete eingeschlossen. Uwe und ich waren auch einen Abend für Dich in unserer Hochzeitskapelle. Ich schreibe das, um klar zu machen, dass wir Dich sehr mögen und uns Dich glücklich wünschen. Die kritischen Gedanken sind keine bösen Gedanken.
Ich habe mich in den letzten Wochen sehr intensiv mit der Frage "Adipositaschirurgie und Essstörungen" auseinandergesetzt. Du warst nicht der Auslöser, sondern eine Anfrage, die ich dazu erhalten habe. Wie es der Zufall (gibt es Zufälle?) so wollte, wurde ausgerechnet in dieser Zeit das Thema plötzlich auch in den AC-Foren diskutiert und wir haben viele wertvolle Einblicke erhalten, die unsere negative Einstellung zur AC nur verstärkt haben. Ich möchte, dass Du das weißt, denn wir werden diese Frage in den nächsten Tagen hier im Forum thematisieren.
Umso mehr freue ich mich, dass Du Dir so sehr der Problematik bewusst bist und so reflektiert damit umgehst. Ich glaube, es ist gut für Dich, dass Du zunächst aus der Selbstakzeptanz-Ecke gekommen bist und dass Du Dich diesem Thema nicht verweigert hast. Das gibt Dir die Möglichkeit, realistisch und planvoll an Deine neue Lebenssituation zu gehen. In den AC-Foren kann man im Moment nachlesen, was mit denen geschieht, die blauäugig in diese Situation gelaufen sind. Das wird Dir erspart bleiben. Und das beruhigt mich sehr.
Liebe Silke, ich wünsche Dir so sehr von ganzem Herzen, dass Du wieder glücklich wirst. Ich erinnere mich so gerne an Deine Beiträge bei Emma, von Eurem Kennenlernen, vom Schwimmen gehen und von den Babies, um die ich Dich immer ein bisschen beneidet habe;). Du warst immer eine große Mutmacherin. Es ist richtig und gut, dass Du jetzt mal im Vordergrund stehst. Und Du hast das auch verdient. Gönne es Dir, gestehe es Dir selbst zu!
Ganz liebe Grüße,
Martina
@ Solitude: Klick mich! (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?p=13269#post132 69)
liebe martina,
nur ganz schnell.... die brut hat hunger ;)
ich bin mir von anfang an bewusst gewesen dass ich hier auf rege kritik treffen werde und ich bin auch für jede einzelne sehr dankbar!
du hast vollkommen recht. ohne zuerst selbstakzeptanz zu üben, ist die gefahr dass die AC nach hinten losgeht um ein vielfaches höher.
ich bin auch nach wie vor kein grosse fan von AC, kann jetzt jedoch in einzelfällen nicht mehr nein dazu sagen.
AC is und blibt, besonders in einem fall wie dem RNY eine verstümmelng. ein eingriff an eine gesunen organ. und dieser schritt solte niemals leichtfertig geangen werden.
in meinm letzten posting war ich nur ein wenig verzweiflt. ist mir doch auch daran elegen dass ihr wisst dass ich nict auf der suche nach einem bequemen weg die AC zur unterstützung gewählt habe.
dir und deinem mann nochmals vielen, vielen dank für eure gebete.
so, jetzt ist aber erst einmal raubtierfütterung :-)
liebe grüsse
Silke
so, da bin ich nochmal :-)
erst einmal sorry für die vielen, fehlenden buchstaben in meinem letzten posting. die funktastatur im wohnzimmer funktioniert nicht wirklich gut.
hoffe jedoch ich war trotzdem noch zu verstehen.
wenn ihr es wünscht, dann werde ich euch auch weiterhin an meinen gedanken zu diesem thema teilhaben lassen.
wie du in meinen letzten postings lesen konntest, gehe ich nach wie vor sehr kritisch mit mir um und mit dem was jetzt auf mich zukommt.
ich werde sicher niemals einer der AC verfechter werden, welche nur die "positiven" dinge kundtun und die negativen unter den teppich kehren.
die AC sollte niemals das mittel der wahl werden. verteufeln würde ich sie dennoch nicht.
ich bin mir selbst zu wichtig als mich zu belügen und auch ihr seid mir sehr wichtig. allesamt! menschen wie du, grit, ina-maike etc besonders. wir kennen uns in der tat virtuell schon eine sehr lange zeit.
in diesem forum hat sich ein ganz besonderer haufen menschen zusammengefunden.
hier wird nicht an der oberfläche herumgedümpelt, sondern hier wird sich wirklich auseinandergesetzt. das habe ich sehr schätzen gelernt.
niemals haben ich einen eurer kritischen gedanken anders aufgefasst als er gemeint war. als sorge.
mich hat in den AC foren auch erschreckt zu lesen wieviel menschen mit einer essstörung sich für ein GB (gastric-banding) entscheiden ohne begleitende therapie. dass diese menschen dann irgendwann für den RNY auf dem tisch liegen ist klar.
das wird automatisch zum zweiten schritt, wenn man nicht bereit ist am inneren der problematik zu arbeiten.
erschreckend!
im moment überlege ich sogar diesen thread schliessen zu lassen.
denn er hat eben als das was du geschildert hast begonnen... nämlich als auseinandersetzung vor der op und als entscheidungshilfe.
der schritt war mir zu endgültig um ihn nicht in alle richtungen abgewägt zu haben. und mir war klar dass ich hier auf die richtigen menschen treffen würde um eine fruchtbare auseinandersetzung führen zu können.
mit der op ist dieses thema aber nun abgeschlossen und ich möchte nicht dass hier ein falscher eindruck entsteht.
bei mir steht selbstakzeptanz nach wie vor an erster stelle.
ich habe auch keinesfalls vor mich nun auf modellmaße runterzuhungern und dann so zu tun als wäre ich niemals dick gewesen.
ich habe für die kommende zeit zwei grosse ziele.
das grosse gewichtsziel liegt bei einem kilo unter 100. denke mal damit übertreibe ich auch nicht.
mein ganz grosses ziel ist allerdings wieder halbwegs schmerzfrei mobil zu werden.
ich träume davon eines tages mit meiner familie eine radtour machen zu können.
ich träume davon dass wir gemütlich durch die lande radeln, uns einen schönen flecken erde suchen und dann gemeinsam in der sonne sitzen und picknicken.
mir ist klar das der weg bis dahin noch lang und steinig wird und ich mich in so mancher hinsicht mit mir und meiner essstörung auseinandersetzen muss. daher die therapie und die idee euch weiterhin mitteilen zu wollen wie es mir zur zeit geht.
ob ich dies an anderer stelle mache oder weiterhin in diesem thread..... ich bin dir nicht böse, wenn du ihn hier schliessen möchtest. :)
liebe grüsse
Silke
Liebe Silke,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich freue mich, dass ich die Situation richtig eingeschätzt habe.
Ich möchte aber auch noch mal sagen, dass ich die Menschen, die sich für AC entscheiden, verstehen kann, egal, ob sie es aus einer dramatischen Situation heraus tun, wie Du es getan hast, oder ob sie einfach den Druck der Umwelt nicht mehr ertragen konnten. Es geht mir nicht um diese Menschen, wenn ich über die AC nöhle.
Ich finde es einfach schlimm, dass es keine weniger zerstörerische Hilfe für Menschen wie Dich und letztlich auch wie mich und alle anderen hier gibt, warum uns diese Hilfe verweigert wird. Ich halte die AC als solche, als Methode, als Option für einen Irrweg. Sie wird "das Problem" nicht aus der Welt schaffen, sondern im Idealfall andere Probleme schaffen, im Nicht-Idealfall nicht helfen UND andere Probleme schaffen. Auch bin ich davon überzeugt, dass, wenn Adipositas wirklich als eigenständige Krankheit anerkannt würde und nicht als Symptom vieler verschiedener Erkrankungen, wir überhaupt keine Chance mehr auf eine angemessene Behandlung haben.
Meine Überlegungen zur AC sind also eher globaler Natur. Sie haben weniger mit der Entscheidung einzelner Menschen zu tun. Ich verstehe dieses Forum auch als ein politisches Forum, was wohl in Zukunft, wenn unsere Website entstanden sein wird, klarer heraus kommen wird. Und politisch gesehen, ist die AC in meinen Augen völlig inakzeptabel. Allerdings liefern dann einzelne Schicksale, wie man sie jüngst in den Foren nachlesen konnte, doch auch wieder Argumente.
Wir können diesen Thread gerne schließen, wenn Du es möchtest, und mit einem anderen weitermachen. Wahrscheinlich würde es Sinn machen, schon wegen der Übersichtlichkeit. Aber bitte entscheide Du das. Es ist DEIN Thread.:)
Liebe Grüße
Martina
Puhbärchen
20.11.2005, 19:20
Hallo liebe Silke,
wenn auch etwas verspätet, auch von mir die allerbesten Genesungswünsche.
Habe mich nochmal durch den Tread hier durchgelesen, war ja leider länger nicht "on board". Auch wenn ich nicht online war, so hab ich doch öfter an dich denken müssen und wie es dir wohl geht.
Bei dir ging es ja ganz schön auf und ab und ich habe den allergrößten Respekt vor dir, wie du und deine wundervolle Familie es bis hierhin geschafft haben. Natürlich auch mit der seelischen Unterstützung der vielen lieben Menschen hier im Forum.
Es freut mich sehr, das du die OP gut überstanden hast ohne schlimme Komplikationen.
Vor dir liegt wohl noch ein langer Weg, aber so wie du all das angehst, vor allem aber auch mit der Unterstützung und der Liebe deiner Familie, Freunden und natürlich auch deines Therapeuten, bin ich mir sicher, das du auch alles weitere gut meistern wirst.
Ich finde es echt klasse, das du parallel eine Therapie machst. Bei manchen Operierten hat man den Eindruck, das sie das "Problem" mit dem Tag der OP als gelöst ansehen und sie alles weitere ohne Hilfe schaffen. Bin sehr froh, das du professionelle Hilfe an deiner Seite hast.
Ich drücke dir feste die Daumen, das du auf deinem weiteren Weg gut von Fachleuten unterstüzt wirst, das sich deine gesundheitlichen Probleme verbessern und das du es nie bereuen wirst, diesen Schritt gegangen zu sein.
Ganz liebe Grüße, fühl dich mal lieb :knuddel2:
Tina
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